Kitabı oxu: «Mariomania»
(Eine erotische Schwulengeschichte)
Copyright © 2015 Der Drehbuchverlag, Wien
2. Auflage, 14. Februar 2016
Alle Rechte vorbehalten
eBook: Mariomania (Eine erotische Schwulengeschichte)
ISBN: 978-3-99041-464-4
Mariomania
Ich war so nervös, wie ich es noch nie in meinem 20-jährigen Leben gewesen war. Aufgeregt lief ich im Zimmer auf und ab und starrte alle fünf Sekunden aus dem Fenster. Bald würde er kommen, bald würde ich ihn sehen. Mario, der den Job als Zeitungsjungen angenommen hatte, weil er sich neben der Schule etwas dazuverdienen wollte, nahm jeden Tag um diese Zeit diese Strecke. Mein Haus war das letzte auf seiner Liste, so viel hatte ich schon aus ihm herausbekommen. Sonst war der Fünfzehnjährige mit dem Engelsgesicht und dem knackigen Hintern eher schweigsam, was ihn für mich noch interessanter machte. Die letzten Wochen hatte ich kaum geschlafen, immer, wenn ich die Augen schloss, sah ich Mario vor mir, wir er von seinem Rad stieg, mich grüßte, sich auszog…
Ich wusste nicht genau, ob ich mich in ihn verknallt hatte, aber eines stand fest: Ich wollte Sex mit ihm. Da ich aber ein recht schüchterner Mensch war, traute ich mich nicht, bei den kurzen Gesprächen, die wir hin und wieder führten, ihn irgendwie darauf anzusprechen. Deshalb hatte ich am letzten Abend beschlossen, eine radikale Methode anzuwenden. Eine, die mich entweder ins Gefängnis oder in Mario bringen würde. Der Fernseher war bereits eingeschaltet, die DVD eingelegt. Vier Jungs waren zu sehen, die einander auszogen und küssten. Es war gerade der erste auf die Knie gefallen, um seinem Partner einen zu blasen, als Marios kleine Gestalt am Ende der Straße erschien. Mit jedem Haus, an dem er die Zeitung ablieferte, schlug mein Herz schneller. Ich würde ihn überrumpeln. Er würde es genießen, er brauchte nur den richtigen Anstoß. Alle hatten immer zu viel Angst, um etwas zu probieren, deshalb war jeder unglücklich und gab sich dem Träumen hin. Aber damit wollte ich mich nicht länger zufrieden geben.
Mario stieg von seinem Rad ab und wollte mir die Zeitung vor die Tür legen, als ich diese öffnete. „Hallo“, grüßte ich freundlich. „Guten Tag“, lächelte er. „Du bekommst heut dein Geld von mir, komm rein.“ Ich wunderte mich selbst über die Sicherheit in meiner Stimme. Schnell verschwand ich in der Küche und schickte Mario ins Wohnzimmer. Als ich wiederkam, starrte er gebannt auf den Bildschirm. Ich drückte ihm zwei Scheine in die Hand und sagte: „Ich hätte da noch ein Bitte.“ Er schaffte es, seinen Blick von den inzwischen wild fickenden Jungs abzuwenden und mich anzusehen. Seine Wangen waren knallrot und er stotterte: „J-, ja? W-, was denn?“ Ich nahm all meinen Mut zusammen, ignorierte mein Herz, das vor Aufregung so fest klopfte, dass es wehtat und kniete mich hin. Dann griff ich nach Marios Gürtel – glücklicherweise ließ er sich leicht und schnell öffnen – und zog den Reißverschluss seiner Jeans nach unten. Mario sprang erschrocken zurück.
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