Kitabı oxu: «Partnerschafts-Astrologie»
Akron
Partnerschafts- Astrologie
Das Handbuch
zu den Aspekten der
persönlichen Kräfte

Akron Verlags AG
Layout eBook-Ausgabe 2013: ArsAstrologica
Die deutsche Bibliothek - CIP Einheitsaufnahme der Original-Printausgabe
Akron:
Partnerschaftsastrologie: das Handbuch zu den Aspekten der persönlichen Kräfte / Akron. - München: Hugendubel, 1999
Illustrationen: Voenix, Köln
Copyright by Akron Verlags AG
Ruhbergstraße 20
CH - 9000 St. Gallen
Tel.: +41 (0)71 2789 666
www.akron.ch
Inhalt
Cover
Titel
Impressum
Zitat
Vorwort der Printausgabe von 1999
Partnerschaftsastrologie aus tiefenpsychologischer Sicht
Teil 1
Aus der Sicht des Mannes
| Sonne | Der geistige Wille |
| Mond | Die geistige Reflexion |
| Merkur | Das begriffliche Denken |
| Venus | Das weibliche Suchbild |
| Mars | Die aggressive Durchsetzung |
| Jupiter | Die globale Entfaltung |
| Aszendent | Der Spiegel des Egos |
| Medium Coeli | Das öffentliche Wirken |
Teil 2
Aus der Sicht der Frau
| Sonne | Der reflektierende Wille |
| Mond | Die seelische Öffnung |
| Merkur | Das bezugsetzende Denken |
| Venus | Das harmonische Empfinden |
| Mars | Die feurige Leidenschaft |
| Jupiter | Die fließende Fülle |
| Aszendent | Das Charisma der Ausstrahlung |
| Medium Coeli | Die soziale Entwicklung |
Dank
Wenn ein Mensch nicht das Ewige,
das in der Liebe wohnt, ahnend erfaßt,
so macht er leicht daraus eine persönliche Tragödie,
und dann ist wieder einmal ein Funke vom ewigen Feuer
in einem Tümpel erloschen.
Marie-Luise von Franz
Vorwort
Wenn im Zeitalter der Computertechnologie jemand behauptet, daß die Gestirnsstände zweier Personen irgendeine seelische Auswirkung auf die gegenseitigen Reflexionen in der Partnerschaft bewirken könnten, ist der rationale Denker erst einmal irritiert. Irgendwie ist jede Form von nicht nachvollziehbaren Erklärungen, die behauptet, daß es irrational auf das Geschehen Einfluß nehmende Zusammenhänge gibt, ein Schlag gegen das logischrationale Weltbild der elektronischen Medien und der futuristischen Entwicklungstechnologie. Für viele Intellektuelle ist die Wirksamkeit der Astrologie kein schlüssiger Beweis, drückt sich in ihr doch mehr das Unbehagen der Gesellschaft gegenüber den Schattenseiten des rationalen Fortschritts aus, dessen rasender Entwicklung das Individuum nicht immer zu folgen vermag. Der Wunsch, Verborgenes zu erfahren, ist dem Menschen angeboren und drückt sich vermehrt in Situationen aus, in denen sich die rationalen Ziele nicht ohne weiteres erreichen lassen, denn die Astrologie denkt weder logisch, kausal, rational noch linear, sondern symbolisch, ganzheitlich, irrational und analog. Deshalb lautet die Frage zunächst: Was ist Astrologie, und funktioniert sie wirklich?
Astrologie funktioniert tatsächlich. Trotzdem – und das ist der Pferdefuß bei diesem Thema – kann man nicht davon ausgehen, daß das Geburtshoroskop die Erklärungen für die einem im Leben begegnenden Umstände allein gibt und daß diese in allen Fällen unverrückbar wären. Man kann eher davon ausgehen, daß die Planetenstellungen im persönlichen Horoskop die individuelle Sichtweise bestimmen, aus der heraus wir die Umwelt betrachten – also gewissermaßen einer Einladung gleichkommen, wie wir die (an sich unbestimmten) Eindrücke aus der Außenwelt zu erleben und für uns auszuwerten haben. Deshalb ist die Umwelt auch nicht annähernd so umfassend, wie das der Sinn-Suchende durch die Aura seines Erkennens anfänglich in das astrologische Weltbild hineinzuinterpretieren versucht, das diametral zu seiner seelischen Ungewißheit seine fehlende Schicksalsausrichtung zementieren soll. Man muß hier vorausschicken, daß die menschliche Vorstellung aus den zahlreichen Möglichkeiten vorzugsweise die herauspflückt, die ihm in einem simplen Sinn seine Wünsche bestätigen. Erst wenn der Mensch erkennt, daß er die Situation, die er betrachtet, immer aus einer Perspektive sieht, die meistens einen Negativ-Wert beinhaltet (kaum einer kümmert sich z. B. um den Sinn des Scheiterns, solange seine Erfolgskurve aufwärts zeigt), kann er feststellen, daß die Antworten, die er akzeptiert, immer etwas mit dem Verdrängen des Standpunktes zu tun haben, auf den er sich bezieht.
Wenn wir jedoch um diese seelischen Aussteuerungsmechanismen wissen und die verdrängten, sich im astrologischen Modell bestätigenden Sehnsüchte nicht unreflektiert zum karmischen Zielpunkt erheben, dann bleibt auch abzüglich der Übertragungen und Selbstsuggestionen, die bei der Beschäftigung mit Astrologie eine dominierende Rolle spielen, unter dem Strich immer noch eine Menge unerklärlicher Erkenntnisse übrig, die an die Pforten unseres rationalen Weltbildes klopfen und denen wir uns, wenn wir uns mit den kosmischen Gesetzen auseinandersetzen wollen, nicht verschließen sollten.
Partnerschaftsastrologie aus tiefenpsychologischer Sicht
Um die Partnerschaftsastrologie in ihrem tieferen Sinn zu verstehen, müssen wir das Prinzip von Ursache und Wirkung verlassen. Dieses Prinzip ist nur ein Kunstgriff unseres Verstandes, um uns die Strukturen in der Welt einsichtiger zu machen (denn die Voraussetzungen unseres Verstandes zwingen uns, die Welt nach dem Prinzip von Ursache und Wirkung zu betrachten). Wir müssen begreifen, daß die Ursachen, aus denen sich die Wirkungen ergeben, selbst nur Wirkungen zurückliegender Ursachen sind, die sich auf immer weiter zurückliegende Voraussetzungen zurückführen lassen. Probleme in der Beziehung sind die Wirkungen weiter zurückliegender Ursachen, die wiederum Wirkungen noch tieferer Ursachen sind. Man muß sich Gedanken über die Gesamtzusammenhänge machen, um sich mit seinen Problemen spirituell oder tiefenastrologisch auseinandersetzen zu können.
Es ist nicht nur der Partner, der uns gibt oder nicht gibt, was wir von ihm erwarten; genauso sind wir es selbst, die den anderen unbewußt dazu zwingen, uns das Bild zu vermitteln, das wir aufgrund unserer Vorstellung von ihm erwarten. Solche Beobachtungen helfen uns zu erkennen, daß unsere objektive Wirklichkeit einem Denken entspricht, das sich aus seinen Beobachtungen selbst ausschließt, weil es glaubt, außerhalb zu stehen und den anderen getrennt von der eigenen Vorstellung zu sehen. In Wirklichkeit gibt es nur die Wechselwirkung zwischen dem Beobachter und dem Beobachteten, wobei der Beobachter das, was er sehen will, in das zu Beobachtende einfließen läßt, um in der Außenwelt die Bestätigung für das zu bekommen, was er sehen will.
Erst wenn wir den anderen von unserem inneren Bild abziehen, können wir ihn wirklich sehen, da er sonst mit unserer inneren Vorstellung verschmilzt. Wir sehen eine Sache nicht so, wie sie ist, sondern nur so, wie wir sie sehen wollen. Wenn Disharmonien zum Partner in unserer Psyche angelegt sind, dann kann sich der andere verhalten, wie er will – immer wird er von unserem unbewußten Verhalten in eine Lage gezwungen, in der sich die Spannungen auch auslösen. Das, was mir im anderen begegnet, sind meine inneren Bilder, die mich zwingen, mich denjenigen Umständen in der Umwelt auszuliefern, die mich dorthin dirigieren, wo mich mein gelebtes, akzeptiertes Schicksal freudig belohnt oder mich meine Verdrängungen zwangsweise von außen wieder einholen. Immer sind es die Gefühle uns selbst gegenüber, die uns einladen, den anderen aus jener Perspektive zu beurteilen, die den Gefühlen entspricht, mit denen wir uns identifizieren. Es sind die uns anziehenden Gefühle, an die wir uns je nach Anlagen zu binden haben und die dann über diese Bindungen die Funktionen oder Wirkungen in unserem Leben festlegen, die wir aufgrund unserer Veranlagungen über den Partner in unser persönliches Schicksal übernehmen.
Dieses Geflecht, das dem Verhalten der menschlichen Psyche entspricht, sich immer auf irgend etwas zu beziehen, ist die Welt, die sich aus dem Bewußtsein dieser Bilder nährt. Es ist also wichtig zu wissen, daß die Probleme in einer Partnerschaft auch Probleme einer Folge von Wirkungsprinzipien sind, die auf Ursachen folgen, deren Grundlagen in uns selbst zu suchen sind. Dieses Beziehungsgeflecht zieht sich durch die Geschichte der Menschheit und wird gleichsam zu der Straße, auf der sich Generationen vererbter Vorstellungen bewegen. Und so, wie die Menschheit keinen Frieden finden wird, solange sie ihr Verhalten nicht ändert, weil der Krieg exakt den Auswirkungen menschlicher Verhaltensmuster entspricht, so werden sich die Partnerschaftsprobleme nicht ändern, wenn man dem anderen die Schuld gibt. Der andere ist nicht nur Ursache, sondern auch Wirkung in unserem eigenen Verhalten, das gleichzeitig in die Vergangenheit und in die Zukunft weist.
Der kybernetische Ansatz
Ein ins Wasser geworfener Stein verursacht Wellen – doch der Flug setzt das Werfen eines Werfenden voraus und beginnt beim Loslassen des Steins. Psychologisch relevant sind beide Aspekte: der «Hintergrund der Erwartungshaltung des Werfenden» ebenso wie die «Zukunft der Wellen, die der Stein (= die Erwartungshaltung des Werfenden) auslöst». Beide Aspekte ein und desselben Vorgangs überlagern sich im Moment des Aufschlagens des Steins auf der Wasseroberfläche. Dies ist der magische Brennpunkt, den es zu untersuchen gilt, weil sich hier das Bild des anderen fokussiert.
Nehmen wir einmal an, Eva wünscht sich einen lieben, netten und zärtlichen Mann. Ein solcher Wunsch ist niemals der Anfang – genausowenig wie ein Keimling nur Anfang ist, sondern immer auch Frucht einer vorangegangenen Blüte –, sondern er impliziert bereits zwei entscheidende Voraussetzungen oder Vorgeschichten: zum einen den Wunsch selbst und zum anderen den Hintergrund dieses Wunsches. Wir gehen davon aus, daß das, was wir uns wünschen, uns deshalb fehlt, weil es uns zufälligerweise noch nicht über den Weg gelaufen ist. Das Fehlende auf der horizontalen Ebene ist uns noch nicht begegnet, weil wir uns noch nicht genügend auf der flächendeckenden Ebene der Realität umgesehen haben, um dem Gewünschten zu begegnen. Doch im Grunde verhält es sich gerade umgekehrt: Das Fehlende verbirgt sich vor uns auf der rationalen Ebene gerade aus dem Grund, weil es uns fehlt. Was sich hier auf der dualen Ebene wie ein Widerspruch andeutet, ist gerade ein Grund, warum wir aus der dualen Ebene des Verstandes die psychologischen Probleme der Seele nie erkennen können. Denn das, was uns fehlt, kann gerade deshalb nicht von uns gesehen werden, weil es sich vor uns verbirgt. Um das Problem überhaupt zu erkennen, müßten wir unsere Sichtweise ändern, da alles, was wir aus der alten Perspektive betrachten, immer genau das ungesehene Problem ausdrückt. Das bedeutet im konkreten Fall: Solange Eva mit ihren abgespaltenen inneren männlichen Anteilen keinen inneren Frieden findet, solange kann sie keinen entsprechenden Mann in der Außenwelt anziehen. Der Mann, von dem sie sich anziehen läßt, muß sie zwangsläufig enttäuschen, weil das ganz genau ihrer unbewußten inneren Abmachung entspricht, solange in der Außenwelt enttäuscht zu werden, solange sie ihre inneren Verstrickungen nicht erkennen kann.
Wenn also Eva die Werfende und ihre Absicht die ist, einen lieben Mann zu finden, dann ist die «Vergangenheit der zukünftigen Absicht der Werfenden» wahrscheinlich eine unbewußte Ablehnung des Mannes (der verdrängte Hintergrund ihrer Partnerschaftssituation), die sich unbeabsichtigt und ohne Evas Wissen in jeder Absicht inkarniert.
Was passiert jetzt? In dem Moment, wenn sich der Wunsch in der Realität verwirklicht (das ist der Moment des Aufschlagens des Steins auf der Wasseroberfläche, wo sie dem Partner in der Realität begegnet), begegnet Eva ihrem beabsichtigten Mann, der ihr aber nicht objektiv, sondern auf der Grundlage ihrer unbewußten inneren Disposition begegnet. Wenn wir annehmen, daß Eva nicht die Zuneigung ihres Vaters bekam, könnte sich dieses Muster in der Partnerschaft so auswirken, daß sie sich nur von einem Mann angezogen fühlt, der sie enttäuschen wird, ja geradezu enttäuschen muß, damit sich die auf die unterbliebene Vaterliebe entwickelte psychische Reaktion, das «Zuneigungs-Verhinderungsmuster», also «das, was ich sowieso nicht kriege, auch nicht zu wollen», erfüllen kann. Denn was Eva nicht weiß: In jedem äußeren Wunsch fährt ihre unbewußte Verhinderung als blinder Passagier mit und zwingt sie, ihre Option einzulösen – zum Beispiel, die Zuneigung eines Mannes niemals annehmen zu wollen. Die Partnerschaftsanziehung funktioniert also nicht, sondern es ist vielmehr so, daß sich die Anziehung nach ihren eigenen komplexen Gesetzen vollzieht, die die unbewußt in den Wunsch eingelagerten Konditionen mit einschließt, und nicht nach den Gesetzen der bewußten Absichten der Wünschenden. Dies kann mit Hilfe der astrologischen Komponenten besser nachvollzogen werden.
Natürlich genügt die astrologische Sichtweise nicht, um die Zusammenhänge in der Psyche, die die Seele zu dem einen oder anderen Menschen hinzieht, vollständig erkennen zu können. Deshalb sei an dieser Stelle auch die ketzerische Frage erlaubt, was unsere Eva in diesem Fall unternehmen müßte, wenn sie sich wirklich tiefer mit ihrer Partnerwahl auseinandersetzen möchte? Sie müßte sich zuerst einmal damit auseinandersetzen, welches die Voraussetzungen ihrer Wünsche sind, also welche unbewußten Verhinderungen an ihren geäußerten Wunsch gebunden sind. Sie müßte ihre eigene Geschichte «rekapitulieren», um die Zusammenhänge zu erkennen, warum sie ist, was sie ist. Vielleicht erklärt sich ihre persönliche Geschichte dann so: Die kleine Eva, die sich von ihrem Vater beleidigt und zurückgestoßen fühlte, weil er ihr die jüngere Schwester vorzog, reagierte darauf, indem sie sich als nicht liebenswert empfand. Da sie auf ihre Gefühle aber nicht verzichten konnte, versuchte sie, die negative Situation zu kontrollieren, um wenigstens (aktiv) nicht zu wollen, was sie in Wirklichkeit sowieso nicht erhielt. Deshalb wollte sie als Kind niemals Zärtlichkeiten von «Vätern» annehmen. Bei der erwachsenen Eva ist diese negative Fixierung noch immer vorhanden, denn jetzt interessiert sie sich nur für Männer, die sie aus ihrer negativen Prägung als Strafe gegen den Vater ablehnen kann – was auf eine unbefriedigende Weise in sich stimmt.
Zur Vertiefung noch ein anderes Beispiel: Ein gehemmter Mann mit unterdrücktem Geschlechtstrieb wünscht sich eine Frau mit großem Busen und Rubens-Figur. Auch hier sind die Voraussetzungen schon vorher relevant: «Die Vergangenheit der zukünftigen Absicht des Wünschenden» beabsichtigt wahrscheinlich das dominante Mutterbild. Dieses Bild schwingt als unsichtbare Frequenz durch Zeit und Raum und findet in der mütterlichen Frau Resonanz, die einen «kleinen Jungen» sucht. Vergessen wir nicht: Die Zukunft der Wellen muß einen inneren Zusammenhang mit der Vergangenheit «der zukünftigen Absicht des Werfenden» haben, wenn das Ganze funktionieren soll. Dies bedeutet: Eine mütterliche Frau, die sich einen Macho wünscht, empfängt nicht auf dieser Frequenz.
Dieser Mann kann nur eine Frau anziehen, die in ihrer eigenen Prägung mit seiner inneren Anlage übereinstimmt. Deshalb ist auch der oft gehörte Ausspruch nicht relevant, daß man in der Partnerschaft jemand negativ beeinflussen könnte. Man kann jemanden nur zu sich selbst (hin) beeinflussen, also zu dem, was in ihm latent schon angelegt ist, und selbst das auch nur zu dem Zeitpunkt, wenn der andere diese Auslösung selbst anstrebt. Ja, der Beeinflussende ist hier selbst Opfer, denn er wird vom Opfer angezogen, wenn es Zeit ist, daß sich diese Latenz manifestieren will. Es ist also gar nicht falsch, wenn man umgekehrt behauptet, daß der Zu-Beeinflussende den Beeinflussenden genauso sucht, um seine unbewußten Schicksalsmuster aus der Latenz heben zu können. Damit sind wir wieder bei der Partnerschafts-Astrologie.
Die Lüge in der Partnerschaft
Eines der unentschlüsselten Geheimnisse des Lebens ist die Liebe, denn darin drückt sich die Anziehung der Gegensätze aus, die Sehnsucht zwischen Mann und Frau, um die verlorene Einheit wiederherzustellen, oder – allegorisch ausgedrückt – den Zustand vor der Vertreibung aus dem Paradies. Mit dem Sündenfall zerbrach die Einheit zwischen Gott und Schöpfung, zwischen Mensch und Natur, und seither stehen sich diese als Polaritäten unversöhnlich gegenüber. Aufgrund ihrer inneren, wesenhaften Zusammengehörigkeit ziehen sich alle Gegensätze unwiderstehlich an. Jedes Wesen ist ein Teil des Ganzen und versucht deshalb immer wieder, mit dem Ganzen zu verschmelzen. Im ewigen Schöpfungsplan, der die Vorgänge in der Natur steuert und für die Erhaltung der Arten und die Weitergabe der Fackel des Geistes sorgt, liegt der Drang nach Einswerdung der Geschöpfe in der Liebe. Auch die Vergeistigung seelischer Lebensformen, die an eine materielle Form gebunden sind, ist in diesem Plan als eine natürliche, gleichsam evolutionäre Notwendigkeit enthalten. Die Liebe steht also für das universale Streben der Vielheit nach der Einheit auf der Ebene der Seele, des Leibes und des Geistes.
Aber das ist nur die eine, von unserem Ego verklärte Seite. Mephisto würde auf die Frage, was Liebe ist, antworten: «Liebe ist nicht die Befriedigung eines Bedürfnisses, sondern die Voraussetzung für alle anderen». Was mag das bedeuten? Zuerst einmal, daß wir von der Liebe ergriffen werden wollen. Dann wäre die nächste Frage: Was ist die Voraussetzung eines solchen Wunsches? Die Antwort ist klar: Die eigene Unvollständigkeit und das daraus abgeleitete Streben nach Vollständigkeit. Was aber ist Vollständigkeit? Hier wird die Antwort schon schwerer, denn wir können nicht annehmen, daß das Streben nach Vollständigkeit und das Verschmelzen mit dem anderen uns wirklich Vollständigkeit schenken kann. Aber vielleicht geht es gar nicht um Vollständigkeit; vielleicht geht es nur um das Bild von Vollständigkeit. Dann fiele die Antwort schon leichter: Das angesteuerte Ziel von Vollständigkeit wäre das aus sich ausgelagerte, niemals zu erreichende Ziel, das trotzdem ständig angepeilt werden will. Nicht um es zu erreichen, sondern um von der Illusion abzulenken, daß es gar nicht erreicht werden kann. Denn ließe es sich erreichen, dann brächte sich der Mensch um sein Ziel. Damit drückte sich in der Liebe die illusionäre Sehnsucht des Unvollkommenen aus, in den Schoß des Vollkommenen wieder aufgenommen zu werden, dem es (durch die Paradiesvertreibung) eben entkommen war. Deshalb müssen wir uns an dieser Stelle mit der Frage auseinandersetzen, was ist Vollkommenheit? Vollkommenheit wäre nach unseren psychologischen Erkenntnissen der Naturzustand und der Zustand vor dem Fall aus dem Zustand der Unschuld. Was aber ist der Zustand vor dem Fall aus dem Zustand der Unschuld? Es ist das Verharren im Unbewußten.
Im Prinzip entspricht die Liebe dem Zustand, bevor wir uns von unserer Umwelt als verschieden bewußt wurden, und das wiederum entspricht dem Rückfall in die numinose Phase vor der Bewußtwerdung durch den menschlichen Verstand: also gewissermaßen bevor wir mit dem zweischneidigen Denken, das uns unsere Erkenntnisbilder polarisieren läßt, ausgestattet wurden. Das individuelle Bewußtsein, das feststellt «ich bin», stellt im gleichen Gedankengang auch fest, daß das «Nicht-Ich» etwas Fremdes ist, vor dem es sich in acht nehmen muß. Gleichzeitig ist das der Preis, der uns aus der Paradieseinheit katapultiert, die wir unbewußt wieder erreichen wollen, obwohl wir ihr auf der bewußten Ebene alles entgegenstellen. Und hier offenbart sich der schizoide Mechanismus unseres instinktiven Verhaltens. Im Bauch wollen wir miteinander verschmelzen, im Kopf wollen wir jedoch voneinander getrennt bleiben, und das ist es, was auch den Unterscheidungsmechanismus in unserem Wahrnehmungsverhalten beeinflußt. Denn der Kopf, der sich mit dem anderen nicht verschmelzen, sondern ihn sich nach seinen eigenen Gesichtspunkten einverleiben möchte, wird in der Partnerschaftsanalyse nicht den anderen, sondern nur die «Beschreibung des anderen» anstreben, und zwar nach seinem eigenen Bild. Deshalb ist das Problem, das wir haben, daß wir niemals den anderen anstreben, sondern nur das eigene Spiegelbild, von dem wir uns anziehen lassen, und zwar nach den Kriterien der Werte, die wir dem Partner oder der Partnerin vorher aufoktroyiert haben. Es sind deshalb immer unsere eigenen Bilder, mit denen wir kommunizieren, weil wir den anderen gar nicht so, wie er ist, wahrnehmen, sondern nur so, wie wir ihn sehen. Wir sehen ihn durch die Verschmelzungssehnsucht der in uns selbst unerfüllten Bilder, von denen wir uns durch einen geeigneten Träger, auf den wir zuvor unsere eigenen Wünsche übertragen haben, anziehen lassen. Wir lassen also unsere Übertragungen in der Partnerschaft «sich durch sich selbst lieben», indem wir ihnen unsere eigene Identität «hinterherspiegeln», damit wir nicht das Gefühl bekommen, daß was «nicht uns entspricht», etwas mit unseren inneren Sehnsüchten zu tun haben sollte. Somit sind wir für einen kurzen Augenblick wieder innerhalb des Paradieses, obwohl wir uns in Wirklichkeit natürlich außerhalb befinden.
Normalerweise hat also das, was wir in einer Beziehung sehen, mit dem anderen wenig zu tun. Denn wir sehen den anderen ja nicht so, wie er ist, sondern nur so, wie wir ihn sehen wollen. Wenn wir voraussetzen, daß wir die Welt so sehen, wie wir gelernt haben, sie wahrzunehmen, und wir aus dem Angebot, wie wir wahrnehmen können, nur aus den Möglichkeiten unserer ererbten Anlagen wählen können, wird uns klar, daß das, was wir im anderen erkennen, immer auch etwas mit uns selbst zu tun hat. Im Prinzip begegnen wir im anderen immer auch den eigenen Möglichkeiten, die wir durch den anderen reflektiert bekommen. Weil wir alle dazu neigen, immer sehr subjektiv etwas für richtig und falsch zu halten, bedingt jede Auseinandersetzung mit dem anderen zuerst einmal die Auseinandersetzung mit unserem eigenen Selbst.
Dieses Selbst ist die Gesamtheit. Deshalb schließt es notwendigerweise auch alles, was wir beim anderen betrachten, mit ein. Darum ist auch die Frage müßig, ist es der andere, der auf mich einwirkt, oder bin ich es selbst, der seine ausgelagerten Teile durch den anderen zurückreflektiert bekommt. Es ist immer sowohl das eine als auch das andere. Damit ich das, was ich bei mir selbst nicht sehe, zurückreflektiert bekomme, brauche ich eine geeignete Projektionsfläche. Und deshalb suche ich mir unbewußt den Partner aus, der geeignet ist, das bei mir Ungesehene zu reflektieren, so daß ich meinen unbewußten Teilen im anderen begegnen kann. Deswegen ist der andere immer auch das, was er für mich reflektiert. Wenigstens für mich. Was er außerhalb von mir für sich selbst und andere noch sein könnte, braucht mich nicht zu interessieren. Weil ich ihn aus dieser Perspektive, also außerhalb der Ausrichtung, wie ich ihn sehe, sowieso nicht wahrnehme. Weil alles, was wir im anderen sehen, immer nur mit uns selbst zu tun hat, müßten wir folgerichtig feststellen, daß es gar keine Partnerschaftsastrologie geben kann, sondern nur eine psychologische Selbstanschauung der Teile, die ich in mir abgespalten und ausgelagert habe und die ich nun über den anderen wieder zurückzubekommen hoffe.
Die Aspekte
Die Beziehungsaspekte zeigen an, wie sich die Teile, die wir bei uns ausgelagert haben, mit den Teilen, die andere bei sich ausgelagert haben, zu Reaktionsmustern und Verhaltensabläufen verbinden, die an unsere Bewußtseinstüre pochen und um Wiederaufnahme in unsere überpersonale Seelenstruktur bitten. Die wechselseitigen Verbindungen verraten, wie sich Menschen in Gruppen energetisch aufeinander abstimmen, denn «das, was wir zu sein glauben», ist die eine Seite unserer Persönlichkeit, und «das, was durch die anderen auf uns zukommt», entspricht dem unbekannteren Teil unseres Wesens, das uns mit den abgespaltenen Teilen unserer Persönlichkeit über die anderen berührt. Deshalb sind Beziehungen nicht nur ein Ergebnis der Art und Weise, wie Menschen untereinander kommunizieren, sondern auch das Ergebnis der Suche nach der eigenen Vollständigkeit. Das, was der andere uns spiegelt, ist der uns selbst unbekannte Teil unseres Wesens, der erkannt und wieder zurückgenommen werden möchte, und wir, die wir so tun, als seien wir das, was der Verstand glaubt, das wir sind, müssen uns damit abfinden, daß es uns nicht gelingen wird, uns zu erkennen, solange wir den Schatten im anderen nicht zulassen können. Da jene unbequemen Kräfte im Außen unsere eigene Schöpferkraft und unseren schöpferischen Willen mit darstellen, müssen wir wissen, daß es in dieser Hinsicht keine Entwicklung geben kann, solange wir den Partner und alles, was uns aus der Außenwelt berührt, nicht auch in unsere Entwicklung miteinbeziehen können.
Im Grunde genügt es nicht, nur einfach die Beziehung zu betrachten; es wäre wichtig, auch die Voraussetzungen zu sehen, warum mich der eine oder andere Partner in einer Lebensphase anzieht. Das Festhalten am Ich entspricht der Angst vor dem Verlust des Egos. Man hält an Bildern fest, auf die man das Bild seiner Identität übertragen hat, und verteidigt nun mit den Waffen der Ausgrenzung die eigene Vorstellung des anderen! Damit ist der Schatten, den wir vor uns selbst verstecken und auf die anderen projizieren, zu einem Teil des eigenen Verhaltens geworden, indem wir stellvertretend für das bei uns selbst Unerkannte das Unbequeme in der Umwelt angreifen und zerstören. Damit werden wir wieder mit der Frage konfrontiert: Nehmen wir die objektive Außenwelt wahr oder nur unsere subjektiven Vorstellungen, die wir der Außenwelt nachgebildet haben? Ist es der Partner oder die Partnerin, die wir sehen, oder sind es unsere eigenen Übertragungen, die wir im anderen zurückbetrachtet erhalten? Nehmen wir ihn überhaupt objektiv wahr oder nur unsere subjektiven Vorstellungsmuster, wie wir ihn sehen? Gibt es ein Ziel, auf das wir uns ausrichten, oder gibt es nie ein Ende für das, was innerhalb der «Innenwelt unser Außenwelt unserer Innenwelt» nicht weiterführt?
Auf unserer Reise durchlaufen wir endlose Lernschlaufen, also Erfahrungen, die unseren Persönlichkeitskern mit anderen Energiemustern zu endlosen Kombinationen an Lern- und damit an Bewußtseinserfahrung verschmelzen. Jedesmal, wenn uns das Unbewußte mit neuen Perspektiven (und damit neuen Seelenanteilen) konfrontieren möchte, dann ruft es gewissermaßen als Schicksalsauslösung solche Begegnungen in unser Leben, die uns Teile der Antworten reflektieren, nach denen wir suchen. Denn schließlich ist es kein Zufall, wer in unser Leben tritt, weil wir im Unbewußten wie ein riesiges Energiegebilde miteinander vernetzt sind und dann die passenden Partner in unser Leben ziehen, wenn es gilt, unsere Bewußtseinserfahrungen auszudehnen und über den anderen unerkannt neue Perspektiven auf unseren Weg zu ziehen, die darauf warten, in uns entdeckt und in unsere Entwicklung integriert zu werden. Im Grunde können wir den anderen als eine mögliche Ergänzung des bei uns selbst Unerkannten betrachten, der uns in der Konfrontation mit den unangenehmen Teilen seiner Persönlichkeit an die bei uns selbst ungelebten Inhalte erinnert. Umgekehrt kann mir auch eine vertiefte Betrachtung der Probleme, die mir durch den anderen bewußt werden, etwas von dem zeigen, was an mir selbst unerlöst ist und in die Beziehung eingebracht werden kann.
Mit anderen Worten, die Partner, so wie sie sich uns darstellen, entsprechen der Summe unserer Erfahrungen, die wir mit den Widersprüchen in uns selbst gemacht haben. Das entspricht gleichzeitig auch unserem Bewußtsein, in das ständig neue Erfahrungen einfließen, was sich in einem immer wieder leicht modifizierten Partnerbild niederschlägt. Wir müssen wissen, daß wir nicht generell Erfahrungen anziehen, sondern uns von Erfahrungsmustern anziehen lassen, die zu unserer inneren Persönlichkeitsstruktur irgendwie in Verbindung stehen. Da diese persönliche Innenschau sich wechselwirkend mit den gemachten Erfahrungen verbindet und gleichzeitig auf sich selbst zurückreflektiert, d. h. auf den eigenen Standpunkt einwirkt, ist es leicht nachvollziehbar, daß das persönliche Streben nicht primär darauf zielt, den anderen kennenzulernen, sondern sich mehr darauf beschränkt, sich in seinen eigenen Erfahrungen zu bestätigen: den Erfahrungen, den anderen aufgrund der eigenen Ausrichtung kennenzulernen.
Setzen wir weiter voraus, daß unsere persönlichen Erfahrungen unserem persönlichen Wirken in der Welt entsprechen und dieses Wirken unseren ererbten Anlagen, so können wir vermuten, daß wir uns nicht nur gegenseitig ergänzen, sondern vor allem voneinander lernen, uns selbst im anderen zu verstehen. Dies wiederum bedeutet, unsere karmischen Lektionen zu begreifen, auch wenn die meisten von uns diese falsch als äußeres, unbeeinflußbares Schicksal interpretieren. Wir können also schlußfolgern, daß die Schaltzentrale für unsere Taten nicht in unserem Bewußtsein sitzt, sondern in jenem übergeordneten Menschengeist, der die Welt in allen Seelen zusammen wahrnimmt, was sich unserem Ego dann als kollektiver Zeitgeist auswirft. Unser Ego wäre dann also nur ein Ausschnitt des kollektiven Geistes; unsere individuellen Anlagen zögen dabei die noch fehlenden Erlebnismuster an, um sie über den Filter des bewußten Erlebens in die Gesamtpersönlichkeit zu integrieren. Das würde dann bedeuten, daß es gar kein individuelles Ego mehr gibt, sondern nur noch die Illusion des Egos, das sich als «Ich» wahrnimmt, während sich in Wirklichkeit das Ganze durch seine eigenen Teile in den verschiedenen Beziehungskonflikten selbst erfährt. Die Dualitäten wären dann nichts anderes als die Projektionen unseres Ich, um sich die Außenwelt zu entschlüsseln. Wir schaffen unsere Realitätsebenen durch die Wirkungen unserer Handlungsbilder und gleichzeitig erschaffen die Wirkungen dieser Bilder erst die Identität unseres Ich.
Zusammenfassung
Wenn wir akzeptieren können, daß der erste Schritt zum Sehen ist, uns mit dem Widerspruch zu versöhnen, daß der andere gleichzeitig der ist, der er ist und es andererseits doch nicht ist, sind wir der Wahrheit näher. Er ist einerseits nicht so, wie uns unsere bewußte Wahrnehmung dies glauben machen will, denn der Gesehene entspricht nur dem, was wir von ihm wahrnehmen und was wir wechselwirkend aus unserer Psyche in ihn hineinspiegeln können. Andererseits ist das, was wir an ihm sehen, genau das, was er für uns ist. Er entspricht demzufolge genau unserem Vorstellungserleben, das wir auf ihn übertragen. Da sich das Bewußtsein des Menschen immer über die Erlebnisse in der Welt selbst erfahren will, legt es in die Betrachtungen des anderen seine persönlichen Vorstellungen hinein, um aus den Reflexionen des Partners etwas über seine individuellen Vorstellungsmuster zu erfahren. Der Mensch versucht also stets, die Welt in sich hineinzuspiegeln, um darauf reagieren zu können. Dem spirituell Interessierten, der sich selbst betrachtet, eröffnet sich dabei eine Vielzahl verschiedener Einsichten, und diese relativieren seine Zweifel über sich selbst, die er im anderen reflektiert, und daraus schöpfen sich Wissen und Erkenntnis. Dem Uninteressierten schlägt die Sache um. Denn hat er erst einmal angefangen, den anderen in seinen eigenen Fehlern zu erkennen, ist bald kein Halten mehr. Seiner selbst völlig ungewiß, weiß er sich sicher: Er versucht wenigstens dem Partner klarzumachen, daß er an den Konflikten unschuldig ist.
Schwellbrunn, Walpurgis 1999
Akron
Teil 1
Aus der Sicht des Mannes



Sonne
Der geistige Wille aus der Sicht des Mannes
Für dich als Mann ist die alles überstrahlende Sonne ein Symbol der universalen Lebenskraft, denn sie ist die spirituelle Helle, deren Strahlen alles durchdringen und auf deren Schwingen du dich bis zum Olymp hinauftragen lassen kannst. Aus der «Sehnsucht nach dir selbst» machst du ein erstrebenswertes Ziel. Aus diesem durch deine eigenen Bilder hindurch projizierten Suchen formst du gern ein himmlisches Schlaraffenland, in dem du alle Wünsche und Sehnsüchte als persönliche Ziele wiederfindest. Dadurch kehren in allen Zielen die eigenen Bilder wieder, ebenso wie du in allen Bildern die eigenen Ziele siehst. In der Sonne als Inbegriff der Tageshelle schießt du bisweilen über deine Ziele hinaus. Doch solange deine Motive und Handlungen sich im Einklang mit deinem schöpferischen Willen befinden, sind die angepeilten Ziele (noch) erstrebenswert.
Sonne in Konjunktion entspricht der Suche nach dem Ziel oder der Reise des Helden zu sich selbst, denn sie ist der innere Motor deines persönlichen Strebens und lädt dich ein, die Umwelt als Steigbügel für deine eigenen Ziele zu benutzen. Doch erst in der Verschmelzung mit der Heldin kann sich dein Ich als das erkennen, was es ist: eine sich stets wandelnde, vitale Größe mit begrenzter Existenzdauer, die sich aus unbewußten Verhaltensmechanismen und kollektiven Urmustern zusammensetzt. Durch den verschmelzenden Aspekt verwirklichst du dich selbst in ihr auf bedingungslose und kompromißlose Weise, so daß die kindlich-unschuldige Freude am Sich-Verstrahlen oft zur Sucht nach Bewunderung des eigenen Glanzes wird. Denn trotz Leidenschaft, geistiger Kraft und schöpferischem Willen erinnert diese Konstellation an die Herrschaft der Sonnenkönige und weckt (oft) den Anschein rücksichtsloser Selbstverwirklichung.
In einer negativen Verbindung repräsentiert das Zentralgestirn nicht nur die aktiven, in klarer Bewußtheit angestrebten Lebensziele, sondern zeigt dir auch die Instabilität deiner Wünsche. Denn in negativer Beziehung besteht die akute Gefahr, dich von der Realität zu entfernen, da das Bedürfnis nach Größe und Freiheit in dem Maße wächst, wie Minderwertigkeitsgefühle und persönliche Schwäche auf die Partnerin übertragen werden, weil sie deine Mängel kompensieren muß. Das kann zu totalem Wirklichkeitsverlust führen. Denn sobald du dich in deinen eigenen Größenwahnbildern verirrst, bist du von der Realität durch diese Wunschvorstellung getrennt, die du nicht als Illusion erkennst. Durch das Kompensieren der verdrängten Suche, die die «Vereinigung mit der Frau» zum Inhalt hat, versuchst du dieses Defizit durch aktive Dominanz zu korrigieren. In überhöhter Selbstbezogenheit spielst du vor der Welt den «Vater Held», auf dessen innerer Bühne sich die Partnerin als ein Inventarstück seiner unausgelebten, kompensierenden Bilderwelt darstellt.
Sonnentrigone und -sextile resultieren aus dem Zusammenspiel des Seins, aus der Freude heraus zu sein: aus dem innersten Schöpferwillen, der sich aus sich selbst gebärt. Dabei erhellen sie sich durch ihr eigenes Leuchten und stellen sich sofort in den Mittelpunkt, denn sie verkörpern sich auf eine Weise, in der die kindlich-unschuldige Freude am eigenen Strahlen zur Sucht nach Bewunderung durch die anderen wird. Das Ich, das sich gern mit der Sonne identifiziert, realisiert nicht, daß es selbst ein Sammelsurium von Trieben und Wünschen, Minderwertigkeitskomplexen und Autoritätskonflikten ist, das sich selbst nicht immer sicher ist und das eigene Unbehagen ungelöster Fragen oft in den Antworten des Beziehungspartners sucht. Doch normalerweise versprechen diese Aspekte einen ungeheuren Strom potenter Ausdruckskraft und deuten Möglichkeiten zur geistigen Entwicklung in der Beziehung und zur gemeinsamen Entfaltung schöpferischer Kräfte auf allen Gebieten an, die von der jeweiligen Verbindung konstelliert und von der Sonne dominiert werden.

Sonne/Sonne
Sonne des Mannes in Aspekt zur Sonne der Frau
Konjunktion 
Wenn sich die Kraft des sich pausenlos selbst in den Mittelpunkt stellenden Egos mit dem Feuer deiner Partnerin verbindet, dann erlebst du die Flammen deines kreativen inneren Feuers als reflektierende Himmelsglut, deren Strahlen deine Seele durchdringen und auf deren Schwingen du dich in ihren Armen über dich selbst hinaustragen lassen kannst. Dieser Aspekt zeigt das kraftvolle, lebensbejahende, alles erhellende Prinzip, das Lebenslust, Vitalität und jugendliche Frische zum Ausdruck bringt. In der Beziehung zeigt er das Erwachen, Aufblühen und Reifen der sonnenhaften Natur. Es gelingt, das eigene Wesen in deinem Gegenüber zu entfalten und nicht nur den Hohlraum auszufüllen, der dem Suchbild der Gesuchten nach der Phase der ersten Verliebtheit entspricht.
Quadrat, Opposition 
Dies ist ein äußerst unangenehmer Aspekt, weil die Flammen des sich gegenseitig vernichtenden inneren Feuers nicht als Himmelsglut, sondern als unbewußte Angst des innersten Schöpfer-Egos empfunden werden, von dem Numinosen des anderen verschlungen zu werden. Die Absicht, deiner kreativen Manifestation in der Seele der Gefährtin Raum zu schaffen, in dem dein Höheres Selbst ihr schöpferisches Ich auf der Suche nach sich selbst inszeniert, wird von ihr aus deiner Sicht böserweise dadurch unterlaufen, indem sie ihr Ego auf deiner «Bühne» rücksichtslos auszuleben versucht und dadurch alles, was du erhöhst, im Namen ihres inneren Widerstandes mit unglaublicher tyrannischer Arroganz zerstört. Aus der Sicht des Mannes zeigt dieser Aspekt eine Partnerin, die ihre unerfüllte Sehnsucht nach Vereinigung durch die Zerstörung der sich weigernden Sonne befriedigen will.
Trigon, Sextil 
Im Bereich persönlicher Beziehungen ist die Sonne Ausdruck gelebter Großzügigkeit. Sie hat häufig einen versöhnenden Charakter, der wohltut wie ein Sonnenaufgang nach einem erfrischenden, nächtlichen Regen. Zusammenspiel und Harmonie verbinden sich in deiner Seele unter dieser Gestirnsverbindung zu einer leuchtenden Kraft gemeinsamer Energie, die alles Dunkle in der Beziehung im Licht der Kraft triumphierend überwindet. Aber auch dort, wo keine Brücken geschlagen werden müssen, steht dieser Aspekt für wohltuende Wärme, gegenseitiges Vertrauen und für die Aussicht, in der Beziehung die Sonnenseite des Lebens zu erfahren.

Sonne/Mond
Sonne des Mannes in Aspekt zum Mond der Frau
Konjunktion 
Der allegorische «Neumond» (die Sonne des einen bedeckt den Mond des anderen) zeigt die männliche Stärke, die von der weiblichen Empfindsamkeit angezogen wird. Deshalb bringt dieser Aspekt deine Suche nach Vollständigkeit zum Ausdruck, die über das Betreten mondhafter Lebensstege und das Verlieren im weiblichen Wassergeist Einsicht in die unentwickelten Dimensionen der Psyche nehmen will. Im Objekt deiner Anziehung kannst du dem verdrängten Teil deiner Sehnsucht in dir wieder begegnen, und das ist es, was diese Verbindung so wertvoll macht: die Begegnung mit dir selbst. Solange du dem anderen Teil nicht begegnet bist, mußtest du dein Selbstbild immer wieder wechseln. Jetzt aber erfährst du, daß du dein Suchbild nicht mehr länger verändern mußt, weil du spürst, daß das Gesuchte mit dem Suchenden identisch ist. Wenn du fühlst, wie die Göttin im «Subjekt deiner Begierde» pulst und lebt, erhältst du in der Erfahrung mit ihr das Gefühl nach Übereinstimmung mit dir selbst zurück; das dir eigene Gefühl, dich in der Beziehung mit ihr wie zu Hause zu fühlen.
Quadrat, Opposition 
Für dich als Mann ist die Sonne identisch mit der Macht rücksichtsloser Selbstverwirklichung. Dem reflektierenden Gestirn des Mondes, unter dessen abnehmendem Schein Hexen ihre todbringenden Kräuter sammeln, stellst du den patriarchalischen Sonnenkönig entgegen. In seinen Folterkammern wird alles gepfählt, enthäutet und gepeinigt, was nicht ins Licht der Sonne strebt. Der harte Spannungswinkel zwischen den Hauptlichtern Mond und Sonne deutet auf Schwierigkeiten und Reibungen bei der Rollenverteilung in der Partnerschaft hin: Treibender Faktor ist die Diskrepanz zwischen Fühlen und Wollen, denn dieser Aspekt verkörpert eine Stätte des seelischen Empfindens, deren libidinöses Feuer wohl intuitiv erahnt, aber nicht erfaßt werden kann, denn er zeigt die vehemente Wiederauslösung des kindlichen Dranges an, wenn nicht über Liebe, sich doch wenigstens über die inneren Konflikte negativer Elternbilder spüren zu können. Frauen wollen sich mit ihren Vätern verschmelzen, Söhne sind daran interessiert, sich mit ihren Müttern zu verbinden: Deshalb solltest du die auf deine Partnerin übertragenen unbewußten Erinnerungen an deine Mutter überwinden. Vielleicht wolltest du sie besitzen und identifiziertest dich mit dem Vater, um wenigstens im übertragenen Sinn an der Sexualität mit der Mutter teilhaben zu können. Oder du machtest das Vaterbild zu einem Teil deines eigenen Verhaltens, von dem aus du dein eigenes, kindliches Verlangen dirigiertest. Dadurch identifizierst du dich mit einem Verhaltensmodell, das dir auf bildhafte Weise zwar Sexualität erlaubt, in wirklichem Sinn aber jede Körperlichkeit verweigert. Da du unter diesem Aspekt jeder Frau die Züge der Mutter (Mond) verleihst, die dir Sexualität nur über die Identifikation mit dem Vater (Sonne) erlaubt, mußt du dich einerseits mit dem Vater identifizieren, um überhaupt an dein Frauenbild herankommen zu können. Andererseits mußt du dich in dieser Vaterrolle gleichzeitig von deinen eigenen Gefühlen distanzieren, weil es sich für das «Kind» nicht schickt, mit der Mutter zu schlafen. Das entspricht der Eliminierung des andersgeschlechtlichen Elternteils in der heutigen Beziehung bei gleichzeitiger Verschmelzung als ein Zeichen des Rückfalls auf eine frühe, ungelöste Stufe der Triebvorgänge. Dieses Gestirn versinnbildlicht die Wiederauferstehung deines ungelösten kindlichen Konfliktes, dich wenn schon nicht über Anziehung und Nähe wenigstens über die Schatten negativer Elternbilder spüren zu können.
Trigon, Sextil 
Der Impuls der harmonischen Sonne/Mond-Verbindung, Gefühl und Wollen zu vereinen und als Verkörperung des emotionalen Willens in die Welt hinauszustrahlen, wird von dir auf die seelische Gefährtin übertragen. Deshalb fällt es dir leicht, dich in harmonischer Verbundenheit zu deiner Begleiterin zu fühlen, denn sie reflektiert dir exakt das Gefühl, im Gleichklang mit dem Kosmischen zu sein. Für den sonnenhaften Helden ist dieser Aspekt ein Symbol der universalen Lebenskraft, denn er ist die spirituelle Helle, dessen Strahlen deine Beziehung durchdringen und auf dessen Flügeln du dich in das Herz deiner Partnerin hineintragen lassen kannst, denn er ist auch ein Symbol deines eigenen Lichts auf der Reise zu dir selbst. Es ist dein privater Himmel, den du in der Seelenfrau entdeckst, und in dem du alle Wünsche und Sehnsüchte als persönliche Ziele wiederfindest. Dadurch reflektieren sich in allen Facetten deiner Partnerschaft die eigenen Bilder wieder, ebenso wie du in allen Bildern die eigenen Ziele siehst, und deshalb fällt es dir entsprechend leicht, das ergänzend Weibliche in deine mentale Ich-Struktur harmonisch einzubringen. Solange sich deine Motive und Handlungen im Einklang mit deinem Herz befinden, sind alle Ziele recht. In dieser Konstellation verbindet sich harmonisches Gelingen mit deinem schöpferischen Willen.

Sonne/Merkur
Sonne des Mannes in Aspekt zum Merkur der Frau
Konjunktion 
Sonne/Merkur repräsentiert die Energie des Denkens, die sich ständig zwischen dir und deiner Gefährtin hin- und herbewegt, und fördert Ausdrucksfähigkeit, Verstand und einen sprunghaften Erkenntnisdrang. Deine Liebe zielt nicht auf ihre Gefühle, sondern auf ihren Verstand, der sich leicht in die Lüfte der Denkvorstellungen erhebt. Und weil du das «Objekt der Anziehung» bist, auf das ihr Denken «zufliegt», kann diese Verbindung auch für dein Streben, dich mit den Äußerungen deiner Partnerin zu identifizieren, die du willensmäßig kontrollierst und dir dadurch ein Gedankengebäude nach deinem «Bilde» erschaffst, ohne selbst die Bausteine zusammensuchen zu müssen, sehr bereichernd sein.
Quadrat, Opposition 
Der Spannungswinkel beinhaltet ein Potential der Ruhelosigkeit, Streitlust, Verhärtung, kurz: des ruhelosen und subjektiven Denkens, aus dessen Konfliktsituation heraus sich aber immer wieder ein neuer, kreativer Standpunkt entwickeln kann. Deshalb ist es in der Beziehung für dich notwendig, daß du eine klare Vorstellung mitbringst, wo immer du etwas erreichen willst. Vielleicht möchtest du deine Partnerin durch das Feuer deiner Sonne gefühlsmäßig entzünden, was aber durch ihre verstandesmäßige Ausrichtung nur schwer gelingt. Sie wird dich niemals aus einer emotionalen, sondern immer nur aus der intellektuellen Perspektive sehen und in dir den (feindlichen) Bruder, Vater oder Chef wahrnehmen. Es ist daher wichtig, bei Sachfragen nicht zu viele Emotionen einzubringen, es könnte sonst zu Unklarheiten oder Verwechslungen kommen. Reden, Zuhören und miteinander Kommunizieren ist das, was euch in dieser Beziehung weiterbringt.
Trigon, Sextil 
Harmonisch verbunden reflektiert dieser Aspekt die intellektuelle Distanz deiner Beziehung, die von den anderen gerne als «vernünftig» qualifiziert wird. Möglicherweise handelt es sich dabei um die kräftig «verdünnte» Liebe einer Zweckbeziehung. Du bist offen für die Gedanken und Sichtweisen deiner Partnerin, und sie wirkt über ihre sachliche und klare Argumentation ausgleichend auf deinen Seelen-Haushalt ein. Ihr spornt euch gegenseitig an, die Intuition deines Willens mit ihren praktischen Zielen in eine harmonische Übereinstimmung zu bringen, denn im Gegensatz zu ihrem oft zersplitternden Ringen kannst du die Dinge global sehen, ohne dich in Details zu verrennen. Im wesentlichen zeigt diese Verbindung, daß ihr die wohltuende Kraft des Verstandes erfahrt, die darin liegt, in den Kern der Dinge einzudringen und Klärungen und Lösungen herbeizuführen, die wohlbemessen und ausgewogen sind.

Sonne/Venus
Sonne des Mannes in Aspekt zur Venus der Frau
Konjunktion 
Das Charisma der weiblichen Venus schenkt dir als Mann viel Freude am Sex, denn sie verkörpert die kosmische Schwingung göttlicher Harmonie sowie die Lüsternheit sexuellen Feuers und handelt aus dem Gefühl kosmischer Verschmelzungssehnsucht genauso wie aus der drängenden Gewalt sexueller Selbstdarstellung heraus. Dabei erscheint sie dir als prickelnde Verführerin, die um deine Gunst und Aufmerksamkeit buhlt und sich dafür mit Liebe und Zuneigung revanchiert. Genauso wichtig ist aber auch die mit der inneren Mitte verbundene Erfahrung, zu den tiefen Gefühlen von wahrer innerer Freude zu kommen, denn du entwickelst für die Gefährtin viel vertrauliches Gespür. Diese Verbindung steht für das Erleben tiefer Zufriedenheit, denn sie spricht von Erfüllung und Freude und zeigt Befriedigung und gegenseitiges Verstehen in einer Beziehung an.
Quadrat, Opposition 
Es ist nicht der süße Honigmond eines seligen Erlebens, dem du hier begegnest, sondern die verschlingende Hingabe, die das verlorene Paradies durch ekstatische Liebe und überpeitschende Gefühle wieder zu erreichen sucht. In der bacchantischen Gestalt der Liebe drückt sich Leidenschaft und sexuelle Ekstase aufgrund innerer Unerfülltheit aus. Es ist die Schwelle zu den tieferen Bezirken der Seele, hinter der die Begegnung mit der dunkleren Instinktnatur erfolgt, aus deren Sicht sich alles verhindert, was du in deiner Beziehung suchst. Vielleicht erscheint dir der sexuelle Ausdruck deiner Partnerin in einem schiefen Licht, oder etwas anderes fehlt, um ihr Potential in eurer Beziehung zum Ausdruck zu bringen, Tatsache ist: Sie stößt dich ab! Hier befindest du dich im Sündenschlamm der unstillbaren Liebeslust. Deine Strafe entspricht dem ewigen Eingebundensein in den Schleiern der Triebe, auf denen als zusätzliche Strafe die ewig lockende, aber ihre Versprechungen niemals einhaltende Liebesgöttin aufgemalt ist.
Trigon, Sextil 
Dieser Aspekt repräsentiert den feurigen Bereich von Luft und Erde, der sich in Tanz und Bewegung ausdrückt, und symbolisiert die Beziehungsebene in dir, die, überwältigt vom unbändigen Verlangen nach Liebe, sich den Instinkten überläßt. In Sachen Liebe bedeutet das Unbekümmertheit, Lebenslust, Freude am Sex, Ungebundenheit und erfrischende Spontaneität ebenso wie eine manchmal rücksichtslos wirkende Sorglosigkeit. Venus kann dir in der Partnerschaft aber auch als temperamentvolle, energische, charismatische, egoistische und rücksichtslose Frau voller Lust und Lebenshunger begegnen, denn diese Gestirnsverbindung symbolisiert Erlösung durch Liebe, und das bedeutet nichts anderes als die Sehnsucht nach körperlicher Liebe. Das entspricht dem Verhalten, dich entweder der Liebesgöttin auszuliefern, die deiner vereinnahmenden inneren Weiblichkeit entspricht, oder diese Lüsternheit in lustdurchtränkten Wunschvorstellungen selbst zu inszenieren, denen du in der Folge dann hinterherlaufen mußt.

Sonne/Mars
Sonne des Mannes in Aspekt zum Mars der Frau
Konjunktion 
Unter dieser Konstellation kennzeichnest du dich durch das Erstürmen deiner Ziele mittels der Durchsetzungskraft deines impulsiven Willens als Held, denn der Mars der Partnerin bedeutet eine Landemöglichkeit für deine ausgelagerten Aggressionen, und deine Sonne verkörpert die strahlende Durchsetzung der eigenen Ziele. Dadurch erhält die Frau von dir Energie und kann in der Partnerschaft selbst die Initiative ergreifen. Ihr sexuelles Erleben ist intensiviert, denn sie ist aggressiv und angriffslustig und versucht physisch und psychisch mit dir in Konkurrenz zu treten. Dabei ist sie launisch und unberechenbar wie das Wetter im April, denn sie verkörpert eine warme bis hitzige Atmosphäre, in der Lebenslust, Leidenschaft und schwärmerische Begeisterung genauso zu finden sind wie Impulsivität, Heißblütigkeit und ungestüme Übertreibung. Die Ungeduld, die dieser Aspekt ausdrückt, heißt: Ich will alles, und zwar sofort. Deshalb kommt es sehr auf die Art der Verbindung der übrigen Planeten an, ob ihr die Wärme genießen dürft oder ihre Hitze und ihre Unbeständigkeit fürchten müßt.
Quadrat, Opposition 
Im Spannungsfeld dieser Verbindung spürst du die aggressive Energie des Feuers, die von der Frau auf dich projiziert wird und nach außen drängt, weil sie ihre eigene Weiblichkeit nicht spürt. Du bist oft in Rangeleien und Widersprüche verstrickt, die viel Anstrengung erfordern, um die entgegengesetzten Impulse unter einen Hut zu bringen. Die Reibungswärme, die dabei entsteht, kann sich aber auch kreativ entladen, denn oft wirken sich die Verletzungen des täglichen Überlebenskampfes anreizend auf deinen Energiehaushalt aus. Dieser Aspekt steigert deine Vitalität, läßt die Bremsen wie von selbst wegfallen und führt zu einem Verhalten, wo du den «inneren» Helden oft übertrieben nach außen darstellst, denn er charakterisiert nicht nur den Widerstand deiner Gefährtin, sondern auch die Widerstände im eigenen Kopf, die dir auf Umwegen über sie ständig Angst einjagen. Du fühlst dich stets aufs neue in die gleichen Auseinandersetzungen verstrickt, weil du nicht erkennst, daß es deine alten Ängste sind, die immer wieder ausbrechen, weil sie, statt von dir wegzufließen, von deiner Partnerin ständig auf dich projiziert werden.
Trigon, Sextil 
Mut, Entschlossenheit und Potenz sind das Positive dieses Aspekts. Ob du dich für deinen äußeren Tatendrang entscheidest oder für die schöpferische Energie deines inneren Willens, eins ist sicher: Unter diesem Einfluß kannst du zu einem Kurier jener ansteckenden Begeisterung werden, die durch einen zielgerichteten, sprühenden Tatendrang besticht und nicht nur durch den Zwang, ständig gegen die Umwelt anrennen zu müssen. Und dank der Kunst, mit deiner Impulsivität auch die Animalität deiner Partnerin zu entzünden, die ihren Animus auf dich überträgt, entwickelt sich zwischen deinem inneren Wollen und der männlichen Ausrichtung der Frau eine große Harmonie, da sie dich in ihrer ganzen Tatkraft unterstützt. Das Selbstvertrauen wächst und alle Hürden werden restlos überwunden. Auf jeden Fall kannst du in dieser Beziehung die Früchte deines Wirkens ernten. Und was du neu beginnst, verheißt erfolgreiches Gelingen.

Sonne/Jupiter
Sonne des Mannes in Aspekt zum Jupiter der Frau
Konjunktion 
Unter diesem «himmlischen» Einfluß peilst du olympische Gipfel an. Dazu begleitet dich eine Partnerin, die sich in einem positiven Sinn «unter deinen Scheffel» stellt. Da die Sonne ihren jupiterhaften Drang widerspiegelt, sich in deiner Schöpferkraft zu verwirklichen, möchte sie alle imaginären Inhalte durch dich zur Entfaltung bringen. Du wiederum entzündest in ihr alle Lichter, um auch den letzten Schatten zu vertreiben, denn in deiner Sonne erscheint ihr der Geist des Feuers, der ihr ganzes Bewußtsein durchdringt. Dadurch empfindet die Frau zwar eine große Anziehung zu dir als Partner, aber auch den Drang wegzulaufen, weil sie spürt, daß sie in diesem Feuer auch verbrennen kann, denn manchmal verheddern sich die überhöhten Ziele in den Niederungen der Absicht, immerzu nach der eigenen Göttlichkeit zu streben.
Quadrat, Opposition 
Energetisch weist diese Verbindung auf ein Feuerwerk großer Erwartungen hin, das du in Form unerfüllbarer Wünsche und Hoffnungen auf deine Partnerin überträgst. Dabei kommt dein Wesen um so strahlender zur Geltung, je mehr du dich in deinen projizierten Spiegelbildern selbst darstellst. Da der Geltungstrieb der Sonne aber damit nicht verschwunden ist, sondern sich durch ihren Jupiter ins Uferlose ausdehnt, verstecken sich die überhöhten Ziele in den Niederungen des Egos, um die eigene Göttlichkeit im Spiegel deiner Seelenfrau zu reflektieren. Deshalb besteht die Gefahr, von der Realität getrennt zu werden, denn das Bedürfnis nach Größe und Freiheit wächst kompensativ mit dem eigenen Unvermögen, Grösse zu erreichen. Wenn es dir gelingt, zu einer gelasseneren Haltung und einem tieferen Verständnis deines Lebens zu gelangen und nicht alles von den Reflexionen deiner seelischen Umgebung zu erwarten, wirst du merken, daß dein Glück in dir selbst liegt und nicht vom Erreichen übertriebener Ziele abhängt.
Trigon, Sextil 
In deiner persönlichen Entwicklung signalisiert dieser Aspekt, daß du den Durchbruch wagen und den entscheidenden Schritt zur Ganzheit jetzt ins Auge fassen kannst: zur kosmischen Vereinigung, Selbstwerdung und Vollendung. Das beinhaltet Großzügigkeit, Würde, Autorität und Vertrauen und bedeutet in der Beziehung jenes unvorstellbare Gefühl von Glück, das dir erlaubt, offen und voller Lebendigkeit den Geist deiner Fülle zu genießen. Man könnte auch behaupten, daß diese Verbindung dich einlädt, die Sehnsucht nach dem Gipfel zum Himmel hinaufzusenden, denn dein Herz ist erfüllt von einem Gefühl innerer Stärke, die dir auf allen Ebenen zu Großzügigkeit, Optimismus, Würde und Autorität verhilft.

Sonne/Saturn
Sonne des Mannes in Aspekt zum Saturn der Frau
Konjunktion 
Da die Sonne das eigentliche Symbol für die Persönlichkeit darstellt, zeigt sich im beklemmenden Saturn-Aspekt der Frau die Tendenz, statt der inneren Freude die äußere Leistung zu entwickeln und dir für deine geopferte Wärme und deinen sonnenhaften Optimismus ein Gefühl äußerer Struktur und das kristalline Empfinden innerer Sicherheit zu vermitteln. Wahrscheinlich ist es das Vaterbild der Frau, das sie auf dich projiziert, mit dem unbewußten Auftrag, die Forderungen, die dieser an sie stellte, stellvertretend für sie zu erfüllen. Im Würgegriff dieser Projektion entwickelst du dich in der Partnerschaft zu einem Menschen, der sich permanent selbst übertreffen will, weil er unbewußt gegen das übertragene Vaterbild konkurrieren und dieses in den Augen der Frau sogar übertreffen muß, will er vor ihrem inneren Erwartungsanspruch bestehen. Deshalb stehst du unter permanentem Druck und mußt dich immerzu beweisen.
Quadrat, Opposition 
In dieser Beziehung fühlst du dich nicht geliebt und wenn, dann ist es nur das Bild deiner äußeren Bedeutung oder die Liebe der Partnerin zu ihrem Bild von dir. Umgekehrt entspricht der Gefühlsübergriff der Frau, die dich kontrolliert und die du in der tragenden Rolle des Vaterbildes inszenierst, deiner eigenen Regie, wenn du dein ausgelagertes Ich nebenbei als psychischen Notausgang im Lebensstück benutzt, wodurch du vor dir selbst davonlaufen kannst. In dieser Verbindung bist du deiner inneren Verhinderungsstruktur, die du auf deine Partnerin überträgst, nicht schutzlos ausgeliefert. Auf der einen Seite ist dein emotionaler Austausch zwar blockiert, aber auf der anderen Seite fällt die Betreffende auf dein großartig kompensierendes Selbstbild herein, in dem du all deine Schwächen unbewußt auf andere projizierst. Statt deinem verletzlichen Ich (Sonne) Schutz zu verleihen, identifizierst du dich mit ihrem mächtigen Verhinderer und versuchst diesen unbewußt gegen sie auszuspielen; andererseits zwingt dich dieser Teil, dich ihren Verdrängungsmechanismen zu unterwerfen und keine persönlichen Gefühle zu zeigen, die sie bedrohen. Aber alles, was du an dir selbst lieben läßt, ist nur die Präsentation deiner Selbstinszenierung, das erblindete Spiegelbild deiner die Kontrolleurin «kontrollierenden» Selbstreflektion.
Trigon, Sextil 
In der Partnerschaft strebst du ein untadeliges, keimfreies Verhalten an, das nicht unbedingt deiner Individualität entspricht, das dir aber den Respekt und die Anerkennung deiner Begleiterin einbringt und dich vor der Auseinandersetzung mit deiner eigenen Subjektivität schützt. Den unbewußten Frust, dich hinter einem Verhaltensrahmen verstecken zu müssen, kompensierst du dadurch, daß du den Inhalt dieses Rahmens zum Prinzip erklärst. Das fehlende Selbstvertrauen, das du durch Lebensernst und Selbstbehauptungswillen kompensierst, zwingst du deiner Umwelt durch Leistungsforderungen, soziale Verantwortung zu übernehmen, auf. Insoweit diese Maske mit deiner inneren Person übereinstimmt, macht sie dir keine Schwierigkeiten; wenn sie aber eine unbewußte Fälschung der Abweichung darstellt, bezahlst du für ihre Hilfe nicht nur mit der Angst, sie verlieren zu können, sondern auch mit den Gewissensbissen, sie akzeptieren zu müssen. Erst wenn du loslassen und unabhängig von einem leistungsstützenden, gefühlsunterdrückenden Abwehrmechanismus der eigenen Subjektivität begegnen kannst, kannst du um diese neuen Erkenntnisse herum einen anderen Rahmen bilden, der deinen eigenen Erfahrungen im Umgang mit diesen inneren Blockaden entspricht.

Sonne/Chiron
Sonne des Mannes in Aspekt zum Chiron der Frau
Konjunktion 
Dieser Aspekt verkörpert die Anpassung deiner schöpferischen Ideen an den kritischen Willen der Frau. Die Flammen des Optimismus, des siegreichen Kampfes, des Triumphes und der Krönung sind am Erlöschen, denn unter der trockenen Brise eines Realitätsverständnisses aus der Perspektive der Aufarbeitung karmischer Vergangenheit sind nicht mehr spontane Höhenflüge, sondern intellektuelle Verarbeitung der Realität, Strukturierung des Lebens und Strategien zur Bewältigung des Alltags das Thema. In dieser Verbindung gilt es, dich von den angenehmen Selbsttäuschungen zu verabschieden, von den betörenden Illusionen der Triebe, und dich statt dessen dieser zunächst bitter zu erfahrenden, aber tief eindringenden Strahlenkälte des bewußtwerdenden Geistes deiner Partnerin auszusetzen. Hier kannst du nicht nur lernen, dich in den Dienst der anderen zu stellen, sondern auch, diesen Akt nach außen würdig darzustellen und dir aus deinem Opfer-Inszenarium einen Lebensraum zu schaffen, indem du die anderen durch deine Anpassung an ihre Botschaften in ihrem eigenen Sendungsbewußtsein von dir abhängig machst.
Quadrat, Opposition 
Unter dieser Verbindung bist du dem Willen deiner Gefährtin ausgeliefert, die sich in allen Belangen um dich kümmert, denn Chiron ist die Verkörperung des verletzten Ich, das zwischen den lebendigen Kräften des Unbewußten und Bewußten in karmischer Vergangenheit einst aufgerieben worden ist und nun die kontrollierte Defensive zum Prinzip erklärt. Deshalb hältst du dich auf der Beziehungsebene innerlich bedeckt. Das bedeutet, du lebst deine Ideen unter ihrer Obhut aus, und oft, wenn sie deine Ideen schon auf der Vorstellungsebene blockiert, setzt sie dich deinen eigenen Zerstörungsmechanismen aus, was zu überspitzten Verhaltenszwängen (Ordnungswahn, Sauberkeitsfimmel) führen kann, wenn sich die Wut in ängstlichem Verhalten zu kompensieren sucht. Da der Durchsetzungstrieb deines Feuers aber damit nicht verschwunden ist, sondern unter dem Diktat der karmischen «Wächterin» nur umgedreht wird, wendet sich die Energie gegen dich selbst und blockiert so möglicherweise deinen Entwicklungsprozeß. Zumindest solange du nicht merkst, daß du dir deine Realität aufgrund deiner inneren Erwartungen erschaffst, die du dadurch nicht ungeschehen machst, indem du sie in der Projektion auf die Eva vor dir versteckst, und das wiederum ist es, was dir dieser Aspekt vermitteln will.
Trigon, Sextil 
Wenn die Sonne deinen Drang widerspiegelt, dich in deiner Schöpferkraft zu verwirklichen, und der Chiron deiner Partnerin das rechte Maß, dann siehst du hier, daß es dir nicht immer leicht fällt, das rechte Maß zu finden und – statt Maßlosigkeit und Übertreibung zu leben – Einsicht in die natürlichen Zusammenhänge des Lebens zu bekommen. Der hohe Anspruch, sich mit der Schöpfernatur ins Gleichgewicht zu bringen, setzt nicht nur reine Beweggründe und selbstloses Weisheitsstreben voraus, sondern auch das spirituelle Erkennen, daß sich Chaos und Ordnung, Zerstörung und Aufbau, schöpferische Intelligenz und emotionale Motivation nicht widersprechen, sondern wechselseitig bedingen. Dabei verströmt die Frau Harmonie und ein gesundes ökologisches Empfinden, auch wenn ihre mangelnde atmosphärische Flexibilität und puritanischen Fehlidentifikationen mit weltverbessernden Modellen dich immer wieder hemmen. Trotzdem verbleibt dir immer noch ein gerüttelt Maß an innerem Erkennen, um über das Reinheitsprinzip der Seele auch im Alltag karmische Tiefeneinsichten zu akzeptieren, die dein Feuergeist in seiner sonnenhaften Überheblichkeit alleine zu erkennen nicht immer in der Lage ist.

Sonne/Uranus
Sonne des Mannes in Aspekt zum Uranus der Frau
Konjunktion 
Unter diesem Einfluß schaffst du dir selbst den Nährboden, auf dem das rebellierende Verlangen deiner Partnerin gedeiht, die zerstört und ihre Zerstörungmechanismen mit immer neuen Ideen am Leben erhält. Sie peitscht dir das Blut durch die Kanäle, um den Ausbruch aus den Konventionen einzuleiten oder wenigstens die Bereitschaft zum Ausbruch sicherzustellen. Wird ein solcher Ausbruch aber nicht gelebt, so kann die vermehrte Energie nicht entschärft werden, was zu ungewohnten Spannungen in der Beziehung führen kann. Es ist der Blitz aus heiterem Himmel, der die natürliche Beziehung stört, der die Veränderung einleitet und generell das Alte zugunsten des Neuen stürzt. Es kann aber auch sein, daß sie – wenn der Ausbruch in der Vorstellung steckenbleibt und zu Depressionen führt – ihr unstillbares Fernweh auf dich überträgt, denn der unerfüllte Uranus der Frau wird deine eigene Sehnsucht nach der Ferne motivieren. Er nistet sich als unterschwellige Lebensbedrohung in deinen Alltag ein und wird als unbewußte Abwehr gegen jegliche Anpassung an die Bedingungen der Umwelt aktiv. Obwohl es in eurem Zusammenleben viel Aufregung und Zündstoff gibt, fehlt der Verbindung auf die Dauer die nötige Stabilität, es sei denn, du bist reif genug, die «Kastanien» deiner Partnerin ständig aus dem Feuer zu holen.
Quadrat, Opposition 
Hier fühlst du dich von deiner seelischen Begleiterin nicht nur dauernd unter Druck gesetzt, sondern innerhalb der Bedrohung auch nicht ernstgenommen. Denn irgendwie ist dir bewußt, daß du die Beziehung nur dem Umstand verdankst, daß die Frau gar nicht sieht, wer du bist, daß sie nicht einmal deine Angst wahrnimmt und die Verbindung wahrscheinlich nur aufgrund des Versäumnisses existiert, eure Lebensansichten und -ziele einer genaueren Überprüfung zu unterziehen. Innerhalb der Beziehung bestimmt sie deinen emotionalen Hintergrund, denn unter diesem Aspekt wirst du von ihren Visionen durchdrungen, alles auf den Kopf stellen zu müssen. Sie zwingt dich, alles in Frage zu stellen und ohne Rücksicht auf Verluste zu neuen Ufern aufzubrechen; gleichzeitig wirst du durch ihre dauernden Ausbruchsversuche ständig eingepfercht. Die seelische Rastlosigkeit drängt ins Erleben. Du willst vor der Bedrohung davonlaufen. Dieses «Vor-sich-Davonlaufen» wird durch die Beständigkeit in einen Lebensrhythmus umfunktioniert, in dem die Unruhe zu einem Teil des beziehungsbedingten Verhaltens wird. Weil du weder sie noch ihre unberechenbare Sexualität kontrollieren kannst, kommt es zum ständigen Anrennen gegen den Widerstand der Frau, zum ständigen Ausbruchsversuch aus der Beziehung. Die Angst vor Auseinandersetzung kann so groß werden, daß du dich bei den leisesten Anzeichen von Herausforderung von allen bestehenden Banden losreißt und nicht nur vor dem Streit, sondern allmählich auch vor der Beziehung davonläufst.
Trigon, Sextil 
Unter der explosiven Einwirkung dieser Konstellation wirst du von den glücklichen Erkenntnissen förmlich überschwemmt, die dir durch den Kontakt mit deiner Partnerin möglich werden. Sie schenkt dir den aufregendsten Widerstand, den du dir nur vorstellen kannst. Auch über einen Mangel an Rebellion brauchst du dich nicht zu beklagen, denn ihre Unkonventionalität und ihr Erfindungsgeist können Formen annehmen, die dazu führen, daß du dein ganzes Weltbild sprengst und deinen bisherigen Lebensstil neu ausrichtest. Die Befreiung aus den Erwartungen der Welt geschieht durch das freiwillige Überdrehen der Ansprüche, in dem man sich die Tätigkeitsfelder aussucht, die die Unruhe absorbieren und in denen Hektik und Aufregung schon einbezogen sind. So kannst du die Angst von dir aus lösen, indem du die Angst immer wieder hervorzwingst und ihr in der Unbekümmertheit deiner Gefährtin bewußt begegnest. Dann können beide offen füreinander werden: Sie lockt dich mit ihrem unbewußten Verlangen, aus der Form herauszubrechen und dabei alle Hüllen zu sprengen, die dir, um die Beziehung zusammenzuhalten, immer wieder neue Rätsellösungen aufzwingen.

Sonne/Neptun
Sonne des Mannes in Aspekt zum Neptun der Frau
Konjunktion 
Sonne/Neptun handelt von der Sehnsucht deiner Seele nach ihrem inneren Licht, und des Rätsels Lösung, die dir nach rational-logischen Kriterien unmöglich erscheint, begegnet dir auf der Beziehungsebene in der Neptun-Frau. Es ist die Sehnsucht nach der unerreichbaren Liebe, die dich anzieht, denn in dieser Beziehung segelst du in einem Meer aus träumerischen Bildern und Empfindungen, die der Grenzüberschreitung und Selbstauflösung huldigen. Auf der symbolischen Ebene entspricht das dem Bild einer Seejungfrau, die unheimlich in den unergründlichen Tiefen des Meeres leuchtet und durch ihr Licht die unerlösten Seelen anzieht. Wenn tiefes Einfühlen und intuitives Verschmelzen die Grundlage eurer Verbindung sind, wird die Beziehung wie ein leuchtendes Schiff am Abendhimmel segeln. Wenn nicht, wird die ungelebte Seite der Partnerschaft im Unbewußten versenkt und die verdrängte Sehnsucht die Sterne verfinstern.
Quadrat, Opposition 
Wenn die Neptun-Frau unter diesem Aspekt die innere Sehnsucht verkörpert, um die emotionale Bindung zu sprengen und sich ins Göttliche auszudehnen, wird sie deine sonnenhafte Identitätsfindung nicht nur unterbinden, sondern jede Instinktbefriedigung generell verhindern, indem sie spirituelle Signale in die sexuellen Bedürfnisse einströmen läßt. Du bist ständig auf der Suche nach der Göttin, die du aber gar nicht wirklich finden willst, weil du in den Tümpeln gründelst, wo sie sich dir immer wieder zu entziehen vermag. Dadurch läßt du dich von ihrem Sehnen vereinnahmen, die emotionalen Bedürfnisse nur noch auf der höheren Ebene zu leben, weil du mit der Transzendierung der leiblichen Instinkte jede Ausrichtung nach weltlichen Zielen aufgibst. Wenn du eines Tages erkennst, daß du das verzweifelt gesuchte Bild niemals erreichen kannst, stehst du mit leeren Händen da. Gleichzeitig beschwört das eine (heilsame) Krise herauf, weil du in dieser Beziehung nicht gelernt hast, deine Bedürfnisse zu formulieren, sondern deine Ansprüche immer nur um das herum projizierst, was dir deine Partnerin reflektiert, und das ist es ja, was dich immer weiter von dir wegführt. Vielleicht solltest du dich fragen, ob es nicht klüger wäre, die Beziehung aufzuheben, weil du darin die Verhinderung erkennst, deine persönliche Eigenart auszuleben, die nur so lange sinnvoll ist, wie du sie nicht siehst.
Trigon, Sextil 
Du bist in einen Archetyp deiner inneren Sehnsucht verliebt, der sich in der äußeren Frau manifestiert. Deine Sonne benutzt ihren Neptun sozusagen als Spiegel, um sich selbst besser verstehen zu lernen. Gleichzeitig fühlt sich ihr Neptun durch deine Sonne herausgefordert, durch dieses Spiegelbild hindurchzusteigen und dir zu zeigen, das es nur ein Traum ist, den du anziehst, und auch sie nur ein Teil dieses Traumes ist. Doch durch die Selbsterkenntnis machst du dich frei, den Sinn der Illusion anzunehmen, die dich zwar hindert, bloße Selbstverwirklichung anzustreben, deren Sinn aber andererseits nicht sein kann, den bloßen Vorstellungen deiner Sehnsüchte zu unterliegen – sondern deren Aufgabe sich allein in der gemeinsamen Einsicht erfüllt, das Wesen der Harmonie miteinander zu erfühlen.

Sonne/Pluto
Sonne des Mannes in Aspekt zum Pluto der Frau
Konjunktion 
Im Zusammenspiel mit der Sonne kombinieren sich die dunklen und unbewußten Antriebe der Frau in deiner Seele zu einer leidenschaftlichen Tiefe faustischer Erleuchtung: entweder auf den Gipfel der Verschmelzung oder in die Unerlöstheit der Selbstvernichtung. Dieser Aspekt zeigt an, daß du nun bereit bist, gemeinsam mit deiner Begleiterin in die finsteren Schächte hinabzusteigen und die Maske plutonischer Kraft ins Licht zu heben, in der dir dein königlicher Stolz entgegenleuchtet, der dir aus den dunklen Augen der Partnerin entgegenblickt. Durch deine Sonne kannst du euren gemeinsamen Weg durch die Dunkelheit beleuchten und dabei entdecken, daß das, was die Frau auf dich überträgt, deine eigene Unterdrückung ist, die du in dieser Verbindung durch sie auslebst. Und zwar, indem du sie auf dieser Reise durch die Hölle, deren Existenz du normalerweise verdrängst, als deine Führerin akzeptierst.
Quadrat, Opposition 
Dem Schatten deiner Sonne, wo die Hexen und Zauberinnen in der Nacht den Mann betören, verführen, sexuell gefangennehmen und von sich abhängig machen, stellst du deinen inneren Großinquisitor entgegen. Du willst die Widersacherinnen verbrennen, die all jene kastrieren, die schwach genug sind, sie zu fürchten, statt deine wahren Gefühle anzuschauen. Dein größtes Problem ist, daß du fürchtest, der Gefährtin zu sehr ausgeliefert zu sein und dadurch allzusehr verletzt zu werden, denn dieser Aspekt symbolisiert nicht den Herrscher, sondern das Opfer oder den durch die Frau «entthronten» Mann. Um gegenüber ihr zu bestehen, müßtest du dich öffnen und dich nicht mit der Unerbittlichkeit der Götter identifizieren, damit das Menschliche unter deiner Maske nicht erstickt und zu einer Art von Menschenfeindlichkeit pervertiert. Das, wovor du Angst hast, ist deine eigene Unterdrückung, die du im Spiegel deiner Partnerin empfängst, und in dem Augenblick, wo dich der unablässige Schöpferzwang, das ständige Herrschertum, das du dir nur aufgesetzt hast, um dich der Frau nicht ausliefern zu müssen, verläßt, fällt dein Abwehrmechanismus zusammen und die verdrängte Lust nach Unterwerfung und völliger Auslieferung an die «Höllenfürstin» in den finsteren Katakomben instinktiver Weiblichkeit bricht durch. Du durchbrichst die Angst und bietest dich ihr als Opfer auf dem Altar der Erlösung dar.
Trigon, Sextil 
Unter dem mächtigen Einfluß deiner plutonischen Gefährtin zeichnest du dich durch ein starkes Bedürfnis nach Macht aus und durch das Streben, in den Augen der Welt in überhöhter Selbstbezogenheit «Gottvater Sonne» zu spielen, denn das Bedürfnis nach Größe und Freiheit durch die Krafteinwirkung der Frau wächst in dem Maße, wie Minderwertigkeitsgefühle und persönliche Schwäche kompensiert werden müssen. Es sind die unterschwellig angelegten, in der Beziehung erwachten Machttriebe, durch die dich die «Hexe» in völlig unbekannte Höhen katapultiert. Für sie ist deine Sonne Lebenskraft, die ihr hilft, ihre auf dich projizierten Schattenkräfte zum Strahlen zu bringen, was ihr wiederum ermöglicht, sich ihrer Energie bewußt zu werden. Umgekehrt verweist das auf den Mut und die Leidensbereitschaft, die du aufbringen mußt, um dich von ihren Schattenmächten durchdringen zu lassen. Damit verbinden sich hier Energie und Leidenschaft zu einer außerordentlichen Partnerschaft, in der du wie Rumpelstilzchen um ihre Seele tanzt, wenn es ihr gelingt, ihre dunkle Glut durch dein Sonnenfeuer hindurchleuchten zu lassen.

Sonne/Lilith
Sonne des Mannes in Aspekt zur Lilith der Frau
Konjunktion 
Diese Konstellation weckt die schlafenden Triebe in dir, denn die dunkle Seite oder die Lilith der Frau kombiniert sich mit deinem Licht zu leidenschaftlichen Extremen. Das Höchste und das Tiefste von allem wird durchlebt, denn du möchtest endlich deiner «echten inneren Person» begegnen. Dabei legst du die Grenzen fest, wie weit du gehen möchtest, und der verdrängte Teil deiner eigenen in ihr wahrgenommenen Übertragung übernimmt in der Gestalt deiner Gefährtin die Regie und die Verantwortung für dieses Spiel. Deine nicht gelebte Persönlichkeit, die du als Kind (möglicherweise) nicht akzeptieren durftest und die immer noch als Schattenseite in deiner Psyche ihr Unwesen treibt, wird durch deine Lilith-Partnerin aktiviert. Obwohl du anfangs sehr große Mühe hast, dich mit ihr zu konfrontieren, lernst du sie mit der Zeit bewußt zu kanalisieren und damit durch Annahme zu entschärfen, damit sie sich nicht mehr nur nachteilig in deinem Leben auswirken kann.
Quadrat, Opposition 
Das Gefühl, in der Enge eingeschlossen zu sein, stellt für dich eine Art Geborgenheit dar. Doch weil du das gleichzeitig verdrängst, kann diese Verbindung oft auch zur Hölle für dich werden, weil dieser Aspekt eine erotische «Zwangsjacke» verkörpert. Wo es Gelebtes gibt, existiert auch Ungelebtes, und letzteres ist es, was dir deine Partnerin vermitteln will. Einerseits erwartest du von ihr, daß sie dir die Teile, die du versteckst, weil du dich sie nicht zu leben traust, zeigt, und andererseits bekämpfst du sie für die Angst, die sie in dir auslösen könnte, falls es ihr gelänge, deine Alpträume ans Tageslicht zu bringen. Das gipfelt darin, daß du, um mit den unterdrückten Emotionen in Kontakt zu kommen, auf eine selbstzerstörerische Weise im täglichen Leben immer wieder mit Situationen konfrontiert zu werden wünschst, die dich nicht nur bedrohen, sondern auch – weil du sie gleichzeitig abwehrst – zu zerstören drohen, weil dich deine unentdeckten Zwänge zwingen, das Unerlöste immer wieder in die Kommunikation einzubringen. So richtest du deine unterdrückte Identität gegen die Frau, von der du gleichzeitig Erlösung erwartest, und merkst nicht, wie du dich immer tiefer in deinen ungelösten Problemen verstrickst, die dir deine Partnerin nur widerspiegelt.
Trigon, Sextil 
In dieser Beziehung kannst du auf eine tiefe, intensive Weise neue Perspektiven ergründen, denn hier öffnet sich dir die Gelegenheit, deinen dunklen Seiten in einem emotional geschützten Rahmen und einer tiefenpsychologischen Atmosphäre zu begegnen. Der Lilith-Anteil deiner Begleiterin hilft dir, mit deinen verborgenen Teilen wieder in Kontakt zu kommen, weil die karmischen Blockaden unter diesem Aspekt wegfallen und du all die verdrängten Gefühle in dir wecken und innerhalb der Beziehung leben darfst. Dadurch bekommst du die Möglichkeit, durch die «Schwarze Göttin» zu deinem inneren Wesen zurückzufinden. Am schönsten ist es, wenn du deine Belastbarkeit durch totale Hingabe unter Beweis stellen darfst und sie dich dabei tröstend streichelt und dir Mut zuspricht.

Sonne/Mondknoten
Sonne des Mannes in Aspekt zum Mondknoten der Frau
Konjunktion 
Sonne/Mondknoten hat mit deinen inneren Wandlungen und den Veränderungen durch die Frau zu tun; somit sind neben Illusion und Hoffnung auch Befreiung und Erlösung angesprochen. Der Mondknoten deiner Partnerin ist nämlich nicht nur ein karmischer Erfüller, sondern vor allem auch der Überbringer jenes Urteils, das du selbst (über dich) in ihr gefällt hast: Sie ist die Frau, die dich mit deinen ursprünglichen Wurzeln wieder in Verbindung bringt. Das Bewußtsein tut sich nämlich schwer, neben den Inhalten, mit denen es sich beschäftigt, auch jene Inhalte gelten zu lassen, die zwangsläufig nicht im Zentrum seiner Aufmerksamkeit stehen oder sogar verleugnet werden; diese aber sind es, die durch deine Gefährtin reflektiert werden wollen. In den Urgründen der Seele steht diese Begegnung für eine Zeit tiefster Einsicht in die ewigen Zyklen von Werden und Vergehen. Sie zeigt den Beginn des Neuen, das sein Ende jedoch bereits in sich trägt, weil sich im Untergrund schon die Kraft des Zukünftigen regt. In dieser Partnerschaft richtet sich dein Blick auf eine neue Entwicklung, auf ein neues Leben und betont dabei die Bedeutung der transzendenten Dimension, die die Verbindung mit dem Höheren Selbst ermöglicht.
Quadrat, Opposition 
Im gemeinsamen Erleben erinnert dieser Aspekt an die dem Tageslicht abgewendete Seite deiner unbewußten Suche, die du in ihr spürst, ohne das Erahnte aber weder sehen noch fassen zu können. Hier manifestiert sich der karmische Wille, den du für deine persönlichen Ziele so lange vor den eigenen Karren spanntest, bis er sich in dieser Verbindung plötzlich gegen dich selbst wendet, um dich mit den Auswirkungen deiner eigenen Taten in den Gefühlen der Partnerin zu konfrontieren. Vielleicht solltest du dich aber auch glücklich schätzen, wenn deine eingeübten Methoden, Überpersönliches abzuwehren und Karma zu verdrängen, in dieser Beziehung nicht mehr funktionieren: Damit kannst du dich endlich öffnen und dich deinem wahren Inneren zuwenden. Das Ewige kann dann seinen Platz in deiner Seele wiederfinden. Möglicherweise steht Eva für eine Trauer, die du verdrängt hast, weil du sie nie leben konntest. Oder die Dame deiner Wahl zieht dich trotz heftigster Ablehnung unwiderstehlich an, so daß dein Karma wieder zum Leben erwacht und du dich mit deinen inneren Widersprüchen auseinandersetzen kannst. Wenn du die Schwermut und das Unverständnis, das du in dieser Beziehung erlebst, untersuchst, wirst du womöglich auf ein verdrängtes Ereignis aus deinem Leben treffen, daß sich in Zusammenhang mit der Beziehung auslöst. Der Aspekt kann dich also auf alte unbearbeitete Konflikte aufmerksam machen, so daß ein Problem «heimgeholt» und betrachtet werden kann. In jedem Fall brechen uralte Versteinerungen auf, weil der Mondknoten der Partnerin dich zur Problemlösung auffordert.
Trigon, Sextil 
Diese Verbindung zeigt neue, weitreichende Perspektiven in Übereinstimmung mit deiner Begleiterin an und auch deren positive Reflexion deiner inneren Erwartungen. Wenn du beispielsweise überzeugt davon bist, daß du ein edler Beschützer sein mußt, um dir die Anerkennung deiner Gefährtin zu sichern, dann wird sie dir mit Freude die Lichtseiten deiner Erwartungen spiegeln. Dein solarer Wille kann sich in die Partnerin hineinschwingen, um in ihrer Seele auf Entdeckungsreise zu gehen. Es wäre aber falsch, sie bloß stellvertretend für opportunistisches Denken, Fühlen und Handeln zu betrachten. Ihr zentrales Thema ist der karmische Ausgleich, und sie sieht ihre Aufgabe darin, das Gleichgewicht zwischen bewußten und unbewußten Inhalten zu fördern, das durch Hinsehen, Hinhören und Hinfühlen hergestellt werden kann. Doch trotz all ihrer Vorzüge mußt du behutsam vorgehen: Das unbewußte Wissen der Frau muß vorsichtig angepeilt und ans Tageslicht gehoben werden, bevor sie dir die Wahrheiten vermitteln kann, die dein bewußter Wille nicht zu entdecken vermag.

Sonne/Aszendent
Sonne des Mannes in Aspekt zum Aszendenten der Frau
Konjunktion 
Auf der Gefühlsebene verweist dieser Aspekt auf eine starke gegenseitige Anziehungskraft. Dabei ist es keine persönliche Zielsetzung, die du auf deine Partnerin überträgst, sondern der gelassene, fast selbstverständliche Glaube an die eigene Kraft und Fähigkeit, wie sie nur der harmonische Gleichklang zwischen bewußtem und unbewußtem Willen hervorbringen kann. Du bekommst alles von ihr, was du dir wünschst, weil du deine sonnenhaften Energien auf den «Brennpunkt ihrer Anziehung» (Aszendent) zu richten weißt. Vor diesem Hintergrund entsteht eine enorme Suggestivkraft; du akzeptierst die Frau in der Rolle, so wie sie sich dir gegenüber gibt, und ziehst dadurch ihre bedingungslose Hingabe auf dich. Sie fühlt sich von dir in ihrer ureigensten Art und Weise wahrgenommen, und deshalb schenkt sie dir ihren besten Teil von sich: ihr Vertrauen.
Quadrat, Opposition 
Diese Beziehung entspricht nicht den gegebenen Erfordernissen, deine inneren Bedürfnisse mit dem Profil deiner Begleiterin in Übereinstimmung zu bringen. Deshalb ist es folgerichtig, wenn du dich gegenüber dem Erscheinungsbild, mit dem sie sich identifiziert, die Art, wie sie auf dich zugeht oder dem Magnetismus ihrer Ausstrahlung, den du als ersten Eindruck von ihr aufnimmst, in Opposition begibst. Du bekämpfst die Seite ihres Wesens, die aus der Vielschichtigkeit ihrer Person egozentrisch ans Tageslicht drängt, und möchtest die selbstdarstellerische Maske zerstören, durch die sie sich dir zeigt.
Trigon, Sextil 
Im Bild der Partnerin drückt sich genau das aus, was du dir in deinen kühnsten Träumen erhoffst: die Personifizierung deines gesuchten, faszinierenden weiblichen Selbst. Das bedeutet, die Sichtweise, wie sie gerne wahrgenommen werden möchte, entspricht dem inneren Bild, das du in jeder Frau suchst, und damit zeigt dieser Aspekt die Auswirkung, die durch ihr Selbstbild, das du imaginierst, in dir ausgelöst wird. Damit kommt in dieser Verbindung vor allem der Übertragungscharakter deiner inneren Bilder zum Zug, der signalisiert, daß du dich der Macht über sie bewußt bedienst und deinen Einfluß zielgerichtet geltend machst. Gleichzeitig besitzt sie in deinen Augen eine enorme Ausstrahlungskraft; du akzeptierst sie, so wie du sie siehst, und dadurch ziehst du das Vertrauen der auf dich projizierten Maske auf dich.

Sonne/Medium Coeli
Sonne des Mannes in Aspekt zum Medium Coeli der Frau
Konjunktion 
Die Sonne ist immer Ausdruck von erfreulichen Erfahrungen, herrlichen Aussichten und großer Lebensfreude. Wenn sie die «Himmelsmitte» deiner Weggefährtin bestrahlt (d.h. im Zenit des Horoskopbildes deiner Partnerin steht), beschreibt dies den gemeinsamen Aufstieg ins Licht, was nichts anderes bedeutet, als daß du den in die Umwelt eingebundenen Ausschnitt deiner Persönlichkeitsstruktur durch die Energie und die gesellschaftliche Ausrichtung deiner Gefährtin erfährst. Ihr verfügt zusammen über das Gespür, über alle Verschiedenheiten hinaus Brücken zu bauen und das gemeinsam Verbindliche herauszustreichen.
Quadrat, Opposition 
Es ist nicht leicht für dich, genügend Einsicht zu entwickeln, um dich nicht in unnötige und oberflächliche Reibereien mit dem Objekt deiner Liebe zu verwickeln. Oft realisierst du nicht, daß du immer noch von den Minderwertigkeitskomplexen ungelöster Gesellschaftskonflikte gesteuert bist, die du stellvertretend über die Frau auslebst. Diese Handlungen sind zu einem Verhaltensmechanismus verklammert, der die schlafenden Ängste weckt und das Gefühl von Sinnlosigkeit an die Oberfläche bringt. Die Verbindung verdorrt, wenn du dich innerlich zu weit von ihren Zielen entfernst. Andererseits fällt es dir schwer, ihre Ziele so zu kontrollieren, wie dir dies die Verplanung der materiellen Realität suggeriert. So entsteht ein geschlossener Kreislauf der Verdrängung als Ausdruck eines wackligen Fundaments, auf dem die Beziehung steht.
Trigon, Sextil 
Diese Aspektierung entspricht der Bildung einer atmosphärischen Harmonie zwischen deiner Partnerin und dir. Auf unbewußter Ebene gibt es viele vertrauliche Gemeinsamkeiten, nicht ganz unverwandt dem herzlichen Verständnis zwischen Opa und Enkelkind. Daraus leitet sich eine große innere Zuneigung aus Übereinstimmung in der äußeren Zielrichtung ab, und es fällt dir leicht, zusammen mit der Frau zu glänzen und in der Außenwelt die gebührende Beachtung zu finden. Auch in der gesellschaftlichen Ausrichtung zeigt diese Konstellation Stabilität und verweist damit auf die Möglichkeit einer dauerhaften, nach außen orientierten Bindung. Es sind die aktiven, in klarer Bewußtheit angestrebten Lebensziele, die dich in dieser Verbindung zu einem völlig neuen Lebensgefühl führen, wo du alte Verhaltensmuster und Grenzen überwinden und dich zu einer großmütigen, versöhnenden Geste durchringen kannst.

Sonne aspektlos
Sonne des Mannes ohne Aspekt zu einem Planeten der Frau
Da die Sonne den Willen des Ich verkörpert, sich in der äußeren Welt zu behaupten, entspricht ihre fehlende Verbindung auf der Beziehungsebene der Instabilität gemeinsamer Ziele. Ist sie der Inbegriff der Tageshelle, dann entspricht ihre Abwesenheit dem Schatten, um vom unermeßlichen Nichts der «Nicht-Verbindung» verschlungen zu werden. Unter dieser Voraussetzung gelingt es dir kaum, in die Einheit mit der Urmutter zurückzusinken. Vielleicht versuchst du, das Weibliche systematisch zu unterdrücken, doch weil hier kein Austausch stattfindet, ist selbst das ein vergebliches Bemühen. Nicht einmal die Angst der sonnenhaften Männlichkeit, in die Abgründe der Mondin zurückzusinken und von den Urgründen des Unbewußten wieder verschlungen zu werden, ist dir hier vergönnt. Das innere Verlangen, dem Leben gemeinsam zu trotzen und alle Ziele in gegenseitiger Übereinstimmung zu erreichen, ist erloschen; es gibt nichts, was sich auf der Sonnenebene für dich zu erreichen lohnt. Wenn die Flammen der Sonne deine Begleiterin auf dem langen Schicksalsweg nicht umhüllen, gibt es keine Schritte zu einem gemeinsamen Ziel. Auch nicht das große Aufatmen am Ende eines Krieges, der Friede einer befreiend göttlichen Barmherzigkeit, das Eingehen in die Wahrheit höchster Sphären findet statt. Es braucht weder eine Schar Dämonen, die ihre Hand gegen dein Beziehungsglück richten, noch mutige Pioniere, die die Beziehungsbrücken wieder aufbauen, die unter der Kriegssonne in Schutt und Asche gelegt worden sind, nicht einmal einen versöhnenden Charakter, der es dir ermöglicht, das Kriegsbeil endgültig zu begraben und einen echten Neuanfang zu finden: Es bleibt nur noch das große Gähnen – einfach nichts! Denn es ist das kleine, verzweifelte Ich, das sich vergeblich in den Mittelpunkt der Welt stellt, um von der Partnerin berührt zu werden, und das in seinem Anspruch nach Aufmerksamkeit dieser aspektlosen Sonne ebenso weichen muß wie sein aufgeblasenes Ego, dem in dieser Verbindung auf die Dauer die Puste ausgeht.


Mond
Die seelische Reflexion aus der Sicht des Mannes
Der Mond ist beim Mann das Symbol der Mutter, im hellen wie im dunklen Sinn. Die lunarische Seite in jedem Menschen strebt danach, sich mit dem Prinzip der Großen Mutter zu verbinden, um wieder einen Zugang zu den Urwurzeln zu finden. Er symbolisiert das Ungesehene in dir, die unbewußten Verhaltensweisen, die so sehr Teil deiner Gewohnheiten geworden sind, daß du sie gar nicht mehr bemerkst. Er repräsentiert aber auch die abgespaltenen Teile deiner emotionalen Natur, die mondhaften Launen, die du ins Exil der dunkelsten Seelenschächte verwiesen glaubtest, die jedoch in den Negativprojektionen deines Tagesbewußtseins ihr bequemes Domizil gefunden haben und dir alles in die Realität übertragen, was dir deine inneren Gesichter vorgaukeln.
Psychologisch gesehen erschließt dir die Mondkonjunktion jenen Bereich, in dem du dich gern deiner triebhaften Sehnsucht auslieferst, die du der Partnerin überstreifst. Man könnte auch sagen, daß du deine inneren Gefühlsquellen mit Lebenskraft nährst, indem du dich der Seelenbegleiterin emotional öffnest und sie damit zu entsprechenden Reaktionen einlädst, an deren Reflexionen sich dein Mond wiederum vollsaugen kann. Dadurch vertiefst du dich in ihr Wesen und umkreist das «Weltall ihrer Seele», von dem deine begriffliche Welt nur ein Teil und deine Suche nach dir selbst ein noch kleinerer Ausschnitt ist.
Eine negative Konstellation weist auf emotionale Probleme hin, die im Gefühlsaustausch mit der Partnerin zum Ausdruck kommen können. Entweder läßt du dich von ihr übermäßig beeindrucken, indem du deine Gefühle ihren Ansprüchen unterstellst, oder du neigst in der Beziehung zu unnötiger Aggressivität, weil du aufgrund deines hart aspektierten Radixmondes ständig Gefahr witterst, von ihr betrogen oder mißverstanden zu werden. Wie du deinen Gefühlen auf der Schwelle zwischen Realität und Irrationalität begegnest, so begegnet dir auch die Realität in den Gefühlen der Frau zwischen Manie und Wahnsinn, zwischen Selbsttäuschung, Empfänglichkeit und Sensitivität, denn Luna ist die Ahnin, die die Geheimnisse seelischer Innenräume berührt und die Tiefenbilder der Seele beschreibt, so wie dir die Gefährtin deine Gefühle reflektiert. Immer ist es dein Morast, der in ihr dann die Widerstände auslöst, die du spürst: der Urschlamm der Mütter, in dem du versinkst, um den mondhaften Ungeheuern zu begegnen oder um in der Eva die Schattenanteile deines verdrängten Weiblichen zu erkennen, das gleichzeitig die Basis allen Lebens ist.
Mondsextile und -trigone deuten dagegen auf die gegenseitige Durchdringung positiver Gefühlseinheiten an. Esoterisch gesehen erschließen sie jenen Bereich, der die Harmonie im Umgang mit dem anderen Geschlecht fördert. Denn all dein Streben, in dem du dich gern deinen triebhaften Gefühlsahnungen auslieferst, dient nur dem Versuch, mit deiner Partnerin einen positiven Gefühlsaustausch zu erreichen. Somit kannst du erkennen, daß deine äußeren Handlungen nur das eine Ziel vor Augen haben – nämlich deine Gefühlsinhalte jemandem überzustülpen und das Objekt deiner Ausrichtung dann auf die Ebene hinunterzuziehen, auf der dir die Person dann die aufoktroyierten Gefühlsharmonien zurückreflektiert, um das Ganze dann in Übereinstimmung mit dem zu bringen, was sich tatsächlich in der Außenwelt vorfindet: die Kongruenz des in der Außenwelt Sichtbaren mit deinem inneren Gefühlseindruck.

Mond/Sonne
Mond des Mannes in Aspekt zur Sonne der Frau
Konjunktion 
Der männliche Mond als der reflektierende Teil im persönlichen Empfinden kann sich nur schwer im aktiven Sonnenprinzip der Frau verwirklichen, deshalb fällt es deiner Männlichkeit nicht leicht, dich im passiven Reflektieren, der bedingungslosen Öffnung und aufopfernden Hingabe an die Frau zu offenbaren. Zwischen dem Drang, dich als Mann zu verwirklichen, und dem gleichzeitigen Zwang, dich in den Bedürfnissen deiner Partnerin zu reflektieren, verhältst du dich in der Beziehung unberechenbar und gibst ein gutes Spiegelbild für die innere Zerrissenheit deiner Gefühlswelt ab. Solange du nicht bereit bist, die weibliche Sonne zu akzeptieren, die sich auf deiner Oberfläche spiegelt, und damit Reflektor für die Kraft und den Willen der Frau zu sein, können vergangene Traumata wie Feminisierung oder Kastration zum Vorschein kommen, die ein widersprüchliches Verhalten in dir auslösen. Das könnte in deinem Verhalten als Mann auch zu «lesbischen» Beziehungen (weibliche Hingabe an eine männliche Frau) führen, oder auf eine «homosexuelle» Verbindung deiner Partnerin zu dir als Mann (männliche Dominanz über einen weiblichen Knaben).
Quadrat, Opposition 
Diese Konstellation verkörpert das ödipus-komplexbeladene Ich, das zwischen dem mondhaften Matriarchat der Triebe (Gefühle) und dem Sonnen-Patriarchat der Götter (Verstand) aufgerieben wird, und steht für die Forderung, dein inneres Elternbild zu korrigieren. In der Frau begegnest du den Schwierigkeiten, die du mit deiner Mutter hattest, und damit kannst du dich mit den inneren Prinzipien deiner Anima-Figur auseinandersetzen. Du rebellierst gegen das Sonnenprinzip des Vaters (in der Frau) und suchst die Vereinigung mit der Großen Mutter (in dir), was der Flucht vor deiner Selbstverwirklichung entspricht. Genauso wie Ödipus wünschst du dich in den Schoß des infantilen Ausgeliefertseins zurück, wo du keine Verantwortung zu übernehmen brauchst. Psychologisch läßt das auf eine starke weibliche Tendenz rückschliessen, die das männliche Prinzip absorbiert. Da dein männlicher Durchsetzungstrieb aber damit nicht verschwunden ist, sondern unter dem Diktat des ausgelagerten weiblichen Bildes nur umgedreht wird, setzt du dich sozusagen «gegen dich selbst» durch, indem du dich «gegen die eigene Verwirklichung durchsetzt» und dich damit unter den Augen der Frau selbst kastrierst. Dies ist kein leichter Beziehungsaspekt, weil deine kindhafte Muttererfahrung in der Projektion auf die Frau immer noch in deinem Kopf herumspukt und darauf wartet, analysiert und auf ihre wahre innere Bedeutung reduziert zu werden.
Trigon, Sextil 
Eine harmonische Verbindung zwischen deinem Mond und ihrer Sonne unterstützt die Abstimmung zwischen Gefühl und Wille: Du wirst zum medialen Genießer, der sich nicht nur – sich selbst erkennend – in den Gefühlen seiner Partnerin sonnt, sondern der sich über die mehrfachen Brechungen ihres Lichtes, in dem er sich spiegeln kann, auch als das begreift, was er ist: der gespiegelte Spiegel, der sich im Spiegelrahmen ihrer Begrenzung erkennt. Ängste, Blockaden und emotionaler Leidensdruck werden aus den Tiefen des Unbewußten ins Licht der Sonne übertragen und von der geballten Kraft des Willens dort verbrannt. Damit erlebst du hier eine Phase des äußersten Wohlbefindens, denn die Chance, die sich hier bietet, reicht vom Gefühl spontaner Freude bis zum tiefsten Glück reifer Liebe und einer vertrauensvollen Gewißheit der Geborgenheit und des Aufgehobenseins im anderen. In dieser Verbindung kannst du dich einer großen Sympathie erfreuen, denn deine sensible Gefühlswelt wird durch die Sonne deiner Begleiterin unterstützt. So fällt es dir in der Beziehung entsprechend leicht, das ergänzend Weibliche in deine mentale Ich-Struktur harmonisch einzubringen.

Mond/Mond
Mond des Mannes in Aspekt zum Mond der Frau
Konjunktion 
Dieser Beziehung liegt ein eminentes Streben nach Verschmelzung mit den Gefühlen des anderen zugrunde, weil alles, was wir wähnen, nur die Materialisation dessen ist, was wir träumen. Dein Auge projiziert das innere Bild deiner Gefühle auf die äußere Welt, genauso wie die Erfahrungen der äußeren Welt auf deine Gefühle einwirken. Wenn du das erkennst, entlarvst du die Stabilität der Welt als eine Illusion, hervorgegangen aus dir selbst. Unter dieser Konstellation gibst du deinen Gefühlen dadurch Sinn, indem du sie zuerst auf die äußere Frau projizierst, um sie dann als erkannte Realität wieder zurückzunehmen, denn diese tiefe Verbindung deutet auf das innere Aufspüren deiner Gefühle in der von dir als wärmend empfundenen Aura der Partnerin hin. Sie kann aber auch ein Hinweis dafür sein, daß du dich auf dem Weg der Selbstfindung in deinen emotionalen Abgründen verlierst, denn die Beziehung symbolisiert die aus den Tiefen der Gefühle heraufleuchtenden emotionalen Bedürfnisse, die nicht nur für alle Antworten auf die Rätsel des Lebens, sondern genauso für die tiefen Wasser ungestillter Sehnsüchte stehen. So verbinden sich Realität und Wahn im gegenseitig reflektierten «Mondschein» zur Vorstellung, einen gemeinsamen seelischen Austausch zu erleben, der weit über eine menschliche Bindung hinausreicht, denn das, was in des anderen Seele erscheint, ist der Stoff, aus dem deine eigenen Sehnsüchte gemacht sind.
Quadrat, Opposition 
Innerhalb dieser Verbindung, in deren «Wassern» sich der Beziehungsaspekt in ständig neuen Selbstbespiegelungen bricht, zerstäubt das menschliche Fühlen und verwandelt den pulsierenden Strom sich verändernder Bilder in ein inbrünstiges, aber vergebliches Sehnen nach Verschmelzung. Darin teilst du dich dem Objekt deiner Anziehung mit: ist doch der Mond die Brücke, die in die Seele deiner Gefährtin führt, der Spiegel, aus dessen Entwindungen sich das Gesicht der Großen Mutter schält und dich blendet, wenn du sie ansiehst. Durch den damit verbundenen Rückfall in die Embryo-Rolle wirst du gezwungen, dich der inneren Rolle auch in der äußeren Form anzupassen, denn Blindsein entspricht auf der instinktiven Ebene den mondhaften Gefühlen des Ausgeliefertseins: der Verschmelzung mit den inneren Trieben. Laß dich also von der Mondfrau am «Laufgeschirr» deiner Seele in die Höhe heben, und schwebe wie ein Embryo im Fruchtwasser schwerelos durch die Räume infantiler Traumvorstellungen, die neben sehnsuchtsvollen Gefühlen auch Illusionen und Luftschlösser entstehen lassen können.
Trigon, Sextil 
Der Mond ist das Symbol der Mutter. Um wieder einen Kontakt zu den eigenen Grundlagen herzustellen, strebt die lunarische Seite in jedem von uns danach, sich mit dem Prinzip der Großen Mutter zu verbinden, denn die Sehnsucht, die aus dem (embryonalen) Verhalten herrührt, mit der Mutter eins zu bleiben, wird mit dem unstillbaren Wunsch nach Geborgenheit verknüpft. Deshalb stellt sich hier die Seele in den Vordergrund. Unter ihrem Einfluß dient dein äußeres Streben im Prinzip nur dem Ziel, das Innere deiner Seelenbegleiterin zu erhellen und von seinen sphinxhaften Verschleierungen offenzulegen, was sich in einem großen Bemühen um das Verständnis innerseelischer Prozesse niederschlägt. Tiefes Eindringen in die Seele der Geliebten ist die Voraussetzung für den strahlenden Weg ins Licht, bei dem du in Gefühlen und Gedanken nicht nur um dich selbst kreist und über das Unvermögen deines eigenen Erkennens reflektierst. In der Begegnung mit der Mondin spiegelt sich das Urseiend-Weibliche, in deren Formen du harmonisch zerfließt. Es ist, als ob du eingetaucht wärst in die Herzenskammer des Weibes, und das entspricht auf der exoterischen Ebene dem Fötus im Mutterbauch, der wächst, um ins Licht des Bewußtseins geboren zu werden.

Mond/Merkur
Mond des Mannes in Aspekt zum Merkur der Frau
Konjunktion 
Diese Verbindung entspricht ihrem eifrigen Bemühen, Gefühle zu analysieren, oder ist zumindest der Versuch, deine Gefühle in einem äußeren Rahmen festzuhalten, der den «Denkschubladen» deiner Partnerin einverleibt erscheint. Die Frau läßt Konflikte auf der Gefühlsebene gar nicht erst zu, indem sie deine Emotionen rationalisiert, und ist mit Argumenten schnell zur Hand, wenn es gilt, über Gefühle zu reden. Es ist ein ernstzunehmender Versuch, den Emotionen durch die Übersetzung in Sprache sozusagen den Stachel zu ziehen, sie also gewissermaßen zu neutralisieren und auf eine Ebene zu heben, auf der ihnen verstandesmäßig begegnet werden kann. Du müßtest ihr deine Gefühle einreden, damit sie sie, wenn sie sie schon nicht spüren, wenigstens auf der rationalen Ebene nachvollziehen kann. Dann könnte sie die Gefühle zum Teil jenes Vorstellungsrahmens machen, durch den sie, weil sie die Gefühle jetzt rational kontrolliert, mit dir wenigstens darüber kommunizieren kann.
Quadrat, Opposition 
Auf der Beziehungsebene werden deine Gefühle durch die verstandesorientierten Merkurkräfte der Frau kontrolliert. All ihr partnerschaftliches Streben dient im Prinzip nur dem Versuch, dein Inneres zu erhellen und es den Vorstellungsinhalten des analysierenden Denkens einzuverleiben, was sich in einem großen Angebot von Wegen zum Verständnis innerseelischer Prozesse niederschlägt. Doch da du dich (und dein inneres Kind) in ihr nicht fühlen kannst, führt jedes Gespräch über emotionale Nähe zu einem Gefühl beklemmender Frustration. Sie läßt nicht zu, daß du dein mütterliches Gefühl auf sie überträgst und deine eigene Projektion in ihr begehrst, weil sie mit ihrer Mutter möglicherweise Probleme hatte. Umgekehrt kannst du sie ohne Mutterbild sexuell nicht begehren und ohne Kontakt zu ihrer Leiblichkeit steigt dir die Sexualsphäre in den Kopf. Stilisiertes Verhalten ersetzt die Werte, Gefühle werden auf Formalismen reduziert und emotionale Werte werden nicht gelebt, sondern nur vorgespiegelt: Tiefsitzende seelische Ängste lassen lieben. Nur wenn du ein gewisses Maß an innerer Frustration und Unbefriedigtsein akzeptierst, wird es dir eines Tages vielleicht gelingen, daß die Frau die Gefühle zu ihrer Mutter wieder zuläßt und deinem Mond damit stellvertretend erlaubt, sein Kind (in ihr) wieder zurückzubekommen. Vielleicht läßt sie sich dann trotz ihrer vordergründigen Unverbindlichkeit in ihrem Gefühlsbereich von dir erlösen, wenn dein Fühlen durch ihr Denken hindurchdiffundiert.
Trigon, Sextil 
Wenn Verstand und Psyche harmonisch miteinander in Verbindung treten, kann das Ergebnis nur Kreativität sein (oder Erkenntnis), also Schöpferisches, das sich aus den Urnebeln des Unbewußten nährt. Das symbolisiert das Aufbrechen innerer Gesichter und das Hervorkeimen einer spirituellen Erkenntnis, in den scheinbaren Zufälligkeiten vergangener Ereignisse den inneren Zusammenhang zur eigenen Entwicklung zu ermitteln. Bisweilen erlebst du in der Beziehung aber auch ein von deinen Gefühlen abgespaltenes Denken oder ein von den Denkmustern getrenntes Fühlen und damit die Diskrepanz zwischen Seele und Geist. Wenn du deine Zeit damit vertrödelst, diese beiden Opponenten, die sich dir von Zeit zu Zeit verweigern, zwanghaft zu verbinden, erreichst du nichts. Wenn du aber ein gewisses Maß an innerer Spannung als notwendige Folge dieser Stellung akzeptierst, dann verleiht dir dein Mond Mut, Witz und geistreiches Reagieren gegenüber den intellektuellen und gefühlsmäßigen Ansprüchen deiner Partnerin.

Mond/Venus
Mond des Mannes in Aspekt zur Venus der Frau
Konjunktion 
Die Konjunktion symbolisiert die Verbindung zwischen dem Bewußten und dem Unbewußten und verkörpert das Geheimnis des Weiblichen, das dich bisweilen in deinen Träumen erreicht. Es ist der Wunsch nach einem inneren Gleichgewicht, das dich aus den Extremen der sich oft widersprechenden Gefühle erlösen soll. Da Mond und Venus die Verbindung der Realität zur inneren Gefühlswelt ausdrücken, kannst du ermessen, wie dein weltliches Empfinden noch in den Gefilden unbewußter Träume steckt. Somit entdeckst du die Wurzeln in den inneren Bildern. Die objektive Welt läßt die individuellen Ängste durchscheinen, weil die subjektiven Ängste die Grundlage objektiver Weltanschauung sind; doch die Maske läßt als Wahrheit nur durchschimmern, daß jede Wahrheit immer wieder eine neue Maske von Verlogenheit darstellt. Du gibst dich sanft und damit der Frau die Möglichkeit, ihre Empfindungen in dir zu reflektieren, denn niemand beherrscht den Balanceakt zwischen Realität und Unbewußtem so perfekt: den Doppelsalto, sich in seinen Anziehungs- und Abstoßungsspielen so unbeschwert und heiter spiegeln zu können.
Quadrat, Opposition 
Auf der Suche nach Geborgenheit und Liebe begegnest du hier den polymorphen Gespenstern im Reich der Triebe, die sich hinter verschiedenen Masken verbergen, und in deren Gesichter du deine Verhinderung hineininterpretierst. Damit bricht hinter dem Bild von Harmonie und Zuneigung jene dunkle Seite auf, die dem instinktiven, irdischen Aspekt des archetypisch Weiblichen entspricht, nämlich alles auf sich zu ziehen und in die eigene Gefühlswelt einzubinden, ohne dich in deiner männlichen Rolle zu akzeptieren. Der weibliche Buhlteufel in Gestalt deiner Partnerin ist die Nadel in der Rille der Seele, die sich zwischen dich und das Bild deiner Mutter stellt und dadurch, daß sie deine Männlichkeit aus der Sicht der Mutter ablehnt, deine negativen inneren Gefühle zum Klingen bringt. Als Mann kannst du darüber nachdenken, wie du die verschlingende Seite deiner besitzergreifenden Gefühle im Tempel der Harmonie zur Kommunion mit der Liebe bewegen kannst, ohne daß der Motor deiner überschäumenden Lebenslust ins Stottern kommt. Verheddere dich nicht in den Tiefenschichten irritierender Anziehungs- und Abstoßungskräfte, und liefere dich nicht deinen perversen inneren Erscheinungen aus, denn oft erlebst du deine Sexualität auch in einem Rahmen, der sich zwischen Hingabe und Verweigerung bewegt.
Trigon, Sextil 
Dieser Aspekt symbolisiert die Lockrufe der Lust, die nicht nur für Liebe und inneren Frieden, sondern auch für die unerlösten Sehnsüchte in deiner Seele stehen, und die dich wieder mit deinen Urquellen verbinden. Es ist die Sehnsucht nach der Tiefe, die dich durchströmt, die Suche nach der inneren Wahrheit, denn die Jagd nach äußeren Werten füllt dich immer weniger aus, je länger die Beziehung dauert. Vielleicht fühlst du dich deiner Mutter gegenüber schuldig, weil du ihre Nähe nicht genügend würdigen konntest, und rehabilitierst dich dadurch, indem du jede Frau ablehnst, die dir deine Vorstellung von Liebe im Sinne deiner Mutter erfüllt. Also muß die verschmähte Partnerin herhalten, durch einen immer wiederkehrenden Akt der Ablehnung dein inneres Mutterbild zu besänftigen. Die Harmonie in der Beziehung dient somit dem einzigen Zweck, die unerlöste innere Weiblichkeit wieder zu versöhnen und damit den unersättlichen Hunger nach Liebe und Anerkennung wenigstens vorübergehend zu stillen. Gerade innerhalb dieser Verbindung kannst du erfahren, daß du mit dem, was du bekommst, niemals restlos glücklich werden kannst. Doch liegt gerade in dieser Erkenntnis die Kraft, die dich über dich selbst hinaus zur tiefsten inneren Erfüllung führt.

Mond/Mars
Mond des Mannes in Aspekt zum Mars der Frau
Konjunktion 
Im Beziehungsbereich symbolisiert dieser Aspekt die Bindung der aktiven, nach außen drängenden Aggressionskräfte (Mars der Frau) an deinen innersten Gefühlsbereich (Mond). Das drückt sich im Alltag als etwas aus, das dich zugleich ängstigt und fasziniert. Denn einerseits bist du eingesperrt in den Bildern deiner Kindheitsängste – jederzeit bereit, deine Wurzeln gegen Angriffe von außen zu verteidigen, denn du befindest dich in der schwierigen Lage, deine inneren Gefühle gegen äußere Einwirkungen ständig verteidigen zu müssen –, und andererseits ziehst du die Aggressionen deiner Partnerin auf dich. Du spürst, wie dein Leib zur Flamme wird, in der ihre Männlichkeit tanzt, denn du fühlst ihre starke sexuelle Anziehung, der du dich öffnest, ob du willst oder nicht, und durch die sich dein Triebleben belebt. Immer tiefer zieht es dich in den Bereich der Triebe, kindliche Erinnerungen an die Mutter brechen auf und manchmal ist es dir, als müßtest du für die Aggressionen deiner Begleiterin die mütterliche Verantwortung übernehmen. Sex ist die Reibefläche für das Feuer zu zweit, dabei ist die Frau der aggressive Teil und reflektiert dir deine männliche Seite. Oft nimmst du ihre Energie aber auch mit dem Magen auf, wenn es dir nicht gelingt, deine Gefühle in Übereinstimmung mit ihrem zielgerichteten Triebverlangen zu bekommen, denn in Beziehung zu deiner seelischen Innenwelt verhält sie sich oft wie ihr Vater, der – in ihrer kindlichen Erinnerung – die Mutter unterworfen hat.
Quadrat, Opposition 
Unter diesem Einfluß bist du ein Gefangener deiner eigenen Furcht. Die Furien in den Nischen deiner unterirdischen Seelenkammern richten sich destruktiv gegen dich, weil du durch deine Partnerin Wünsche ausleben willst, die dem zuwiderlaufen, was du dir gefühlsmäßig überhaupt zutraust. Deshalb suchst du Schmach und Verletzung als notwendige Erfahrung, um dich über die Aggressivität der äußeren Frau von deinem inneren Mutterbild, das dich in der Rolle des Kindes gefangenhält, zu lösen, denn die Frustration, durch die sich dein ungelebtes Aggressionspotential in der Gefährtin zum Ausdruck bringt, ist der Schlüssel, um dein Unbewußtes zu bewegen bzw. das innere Kind der Mutter wegzunehmen. Erinnerungen an frühkindliche Verschmelzungssehnsüchte mit ihr tauchen auf, denn deine Seele (Mond) fühlt sich plötzlich von ihren Erinnerungen angegriffen, wenn sich der Mars deiner Begleiterin durch die Schichten deines Innenlebens pflügt. Die Beschäftigung mit deinen inneren Gespenstern kann zum Ventil für unterdrückte Aggressionen werden, und ihnen zu unterliegen verspricht gleichzeitig (befreienden) Lustgewinn.
Trigon, Sextil 
Du suchst in deiner Partnerin die Löwenbändigerin, die dich unterwirft, worauf du ihre Peitsche küßt. Überhaupt erinnert dein Verhalten an das eines Kindes, das alles in der Außenwelt anzieht, was es selbst gefühlsmäßig zum Ausdruck bringen möchte. Dabei machst du dir durch das Erscheinungsbild der Frau deine Gefühle bewußt, die du dir nicht eingestehen kannst, und indem sie dir als «Dompteuse» die Herausforderung schenkt, nach der du dich sehnst, fühlst du dich von deiner Angst aufs Angenehmste bedroht. Das ist der Preis für die Erfahrung, Sex und Angst im selben Augenblick wahrnehmen zu können. Dein Mut ist groß, und in gewisser Hinsicht erinnerst du an den «Grimmschen Knaben», der die Bedeutung der Furcht noch nicht kennt und auszieht, um sich von seinem Aggressionpotential unter Druck setzen zu lassen («Von einem, der auszog, das Fürchten zu lernen»). Archetypisch entspricht dein Gefühlsleben dem naiven Rollenspiel des heldenhaften Jünglings, der jene Liebe und Hingabe, die er seelisch weder empfindet noch schenken kann, übertrieben nach außen darstellt. Da dein Gefühl – in unbewußter Nähe zur frühkindlichen Sexualität – keineswegs frei von autoerotischen Bestrebungen ist, kehrst du manchmal auch den mutterbetörenden Jüngling hervor, der die Beschützerinstinkte in der Partnerin weckt und auf die «Wassermühlen» seiner erotischen Wünsche lenkt.

Mond/Jupiter
Mond des Mannes in Aspekt zum Jupiter der Frau
Konjunktion 
Die harmonische Verbindung steht für das ahnende Verstehen emotionaler Zusammenhänge und für das Vertrauen in die Frau, also für das seelische Verstehen, die innere Einsicht und das damit verbundene Vertrauen in das, was dich in der Partnerin gefühlsmäßig über dich hinaushebt und es dir ermöglicht, den Geist der Mütter zu empfangen. Lohn sind die kryptischen Ahnungen und visionären Erscheinungen aus dem Reich der Tiefe, wo sich deine Seele in den unermeßlichen Schichten des spirituellen Weiblichen verfängt. Es ist der Abstieg zu den Quellen, der deine Seele befähigt, das Spektrum ihrer Wahrnehmung zu erweitern, und es ist der Schoß der Nacht, aus dessen Urgründen sich das mondhafte Sehnen in die Walhalla von Jupiters schöpferischem Bewußtsein emporwälzt. Dieser zeigt, daß du für die Gefühle deiner Gefährtin empfänglich bist, durch die du über die Enge deines unmittelbaren Gesichtskreises hinauswachsen kannst, denn die Kombination symbolisiert (über das egoistische Ich hinaus) die Potenz deines in den Gewässern des kollektiven Unbewußten aufleuchtenden Selbst. Mond/Jupiter unterstreicht deine innere Bereitschaft, zu reifen und in der Partnerschaft zu wachsen, bis du den äußeren Anforderungen seelisch gewachsen bist.
Quadrat, Opposition 
Der harte Aspekt führt zu den übertriebenen Gefühlen eines grenzenlosen Optimismus, der in allen Bereichen deiner Beziehung ihren Niederschlag findet. In emotionalen Dingen bist du absolut vereinnahmend und hoffst auf eine gefühlsmäßige Übereinstimmung mit der Göttin, um dir deine egoistischen, ichbezogenen Wünsche zu erfüllen. Partnerschaft wird nur unter der Bedingung der eigenen Wunscherfüllung akzeptiert: Du bejahst in der Gefährtin all das, was sie dir an eigenen Wünschen erfüllt. Damit stünden dir in dieser Verbindung romantische Zeiten bevor, in denen du in warmen Gefühlen baden könntest, wäre da nicht der Freiheitsdrang der Frau, dich immer wieder dann in deinem Seelen-Morast allein zu lassen, wenn dein infantiles Streben nach dem Eintauchen in die eigenen Tiefensümpfe verlangt. Das bedeutet, daß du zu tiefen, dich selbst überwältigenden Erfahrungen nur gelangst, wenn du, statt von ihr ständig im «Winde stehen gelassen zu werden», deine innere Unvollständigkeit selbst ausfüllst.
Trigon, Sextil 
In dieser Beziehung entwickelst du dein geistiges Potential aus dem Fundus der Liebe, vor allem aus der Liebe zu deiner Mutter. Bis in alle Tiefen spürst du die starke Verbindung mit dem innersten Kreis der Schöpfung, woraus die Ganzheit strömt, den Abstieg in den Erdenschoß, und zwar nicht als Opfer der Verführung, sondern in der Hoffnung auf Wiedergeburt. Es sind die unvergänglichen Archetypen, die du hier im Herzen deiner Partnerin berührst, die deiner individuellen Erfahrung im Sinne einer ungeschauten Ordnung zugrunde liegen, die man auch als Liebe bezeichnen könnte. Da dein Mond im Jupiter der Frau all dies selbst gebiert, ist er – ohne selbst Bild zu sein – die hinter den Bildern wirkende Gefühlsenergie für die Netzwerke des «Großen All-Bewußtseins», und er stattet dich mit der Gewißheit aus, intuitiv und hochsensibel mit dieser feingesponnenen Organisation umzugehen. Die übertriebene Idealisierung der Göttin entspricht dem Streben nach Befreiung von instinktgebundenen Zwängen, was dich nach jener reinen Form von Liebe suchen läßt, die sich nicht nur im Kopf entwickelt, sondern die aus deiner Seele wie eine Blume hervorwächst, wenn sie Licht, Wärme und Wasser von der Manifestation deiner Projektion bekommt.

Mond/Saturn
Mond des Mannes in Aspekt zum Saturn der Frau
Konjunktion 
Im Einflußbereich dieser Aspektverbindung kannst du erfahren, wie schwer es ist, die eigenen Gefühle zu leben, wenn es der lieben Partnerin nicht gefällt. Irgendwie löst sie in dir den Wunsch aus, auf individuelle Eigenart zu verzichten und deinen emotionalen Ausdruck an ihre Forderungen anzupassen, denn in ihr begegnet dir die von einem Streben nach besseren Lösungen beseelte Über-Mutter. Als wertende, kontrollierende Instanz verlangt sie meistens Verzichte auf Gefühle und verhindert die triebhafte Instinktnatur. Das mag oft zu Verdrängungen oder für das Ego unannehmbaren Zwängen führen. Andererseits vermagst du deine besitzergreifende Bindung an deine Peinigerin auch nur schwer aufzugeben, denn sie ist nicht nur die Unterdrückerin, die dich die Abgeschnittenheit von deiner inneren Geborgenheit spüren läßt, sondern sie ist auch die Mutter, die dich vor den Verführungen und den vielfältigen Versuchungen der Außenwelt um den Preis deiner noch unerwachsenen Freiheit schützt.
Quadrat, Opposition 
Als Mann hast du unter dieser «strengen» Konstellation eine Partnerin gefunden, die dich in Frage stellt, um dich mit deinen Zweifeln zu identifizieren und aus dieser Verdrängungsperspektive Anziehung zu deiner ablehnenden Weiblichkeit zu empfinden. Das entspricht in der Beziehung einer triebverneinenden Erzieherin, der du dich völlig auslieferst – in der ganzen Embryonalität deiner kindlichen Gefühlsnatur. Ablöseprozesse gelingen dir nicht, weil du von den Schuldgefühlen, die sie in dir auslöst, abhängig bist. Möglicherweise antwortet deine Seele mit einer (verspäteten) Vorstellung von Buße für die Unzufriedenheit der Mutter, denn du spürst Gefühle nur in der exemplarischen Bestrafung durch die Frau. Das bedeutet auch, daß du dich in der Beziehung in einem Kerker befindest, denn aus der Angst heraus, der «Schwarzen Göttin» zu begegnen, die dich in die unkontrollierten Instinktbereiche deiner Gefühlsnatur hinabzieht, schützt du dich durch die Partnerschaftsübertragung auf eine triebverhindernde Komplizin, der du dich willentlich auslieferst, denn sie verkörpert den seelischen Zugriff, der deine Gefühle durch Strukturierung fest zusammenhält. Gemeinsamkeit wird dabei zur seelischen Prothese, weil dir erst die Reaktion der unbewußt Verbündeten die eigene Vorstellung ausfüllt, wie du dich seelisch wahrnehmen kannst. So versuchst du, alle emotionalen Entscheidungen auszugrenzen und hoffst vergeblich, durch praktische und nachvollziehbare Werte die in den Fluten der Gefühle versunkene Identität wieder ans Tageslicht zu bringen. Der Schwerpunkt liegt auf Recht und Ordnung, weil du dich in dieser Beziehung an sichere Strukturen auslieferst, ohne zu bedenken, daß du hinter diesen Gefängnismauern deinem seelischen Manko nicht entkommst. Einerseits versuchst du, ihr alle gefühlsmäßigen Entscheidungen zu überlassen, doch da der Mond Gemüt und Gefühle symbolisiert, zeigt sich jede Saturnberührung gleichzeitig als endothymer Grund in deiner Seele, wo Beklemmung und Unterdrückung noch die freundlicheren Aspekte dieser Verbindung sind.
Trigon, Sextil 
Auch hier fällt es dir schwer, deine Empfindungen zu formulieren oder überhaupt Entscheidungen zu treffen, weil du deine realen Werte nicht entwickelt hast. Du überträgst die Verantwortung auf eine Partnerin, die dir die Entscheidungen abnehmen soll, und machst dich von ihr abhängig, um ihr die Gefühlskontrolle zuweisen zu können. Voraussetzung zu dieser Disposition war möglicherweise eine Mutter, die sich unbewußt weigerte, Mutter zu werden. Ihre Unzufriedenheit in dieser Rolle könnte sich auf dich übertragen haben, worauf du Schuldgefühle entwickelt hast und wünschtest «psychologisch» ungeboren zu bleiben, gefangen im Mutterbauch. Denn die Sehnsucht nach der Mütter Quelle ist doch geradezu der Heimweg und gipfelt in der Frage, was für Voraussetzungen in der eigenen Psyche solche Wirkungen erst sinnvoll machen: nämlich diesen Bedürfnissen nicht zu unterliegen, die du sowieso nie befriedigen kannst, und statt dessen den Rahmen der Gefühle in jenem größeren Zusammenhang zu suchen, der im Gewölbe deiner unbegriffenen Psyche eingekerkert ist. Solange du nicht bereit bist, deine persönliche Perspektive zu erweitern, darfst du in der Beziehung auch keine Paradieszustände erwarten. Es ist die Aufgabe der Frau, dich durch die Kälte hindurchzustoßen, bis der Leidensdruck größer ist als deine Angst vor der Psyche – deine Angst vor Umwertung der Werte und dem Verlust der Welt. Es wäre also klug, dir hier die Frage zu stellen, was sich gewinnen ließe, solltest du die Voraussetzungen zur Blockierung deiner Gefühle jetzt erkennen? Denn wie immer, wenn Saturn angesprochen ist, findet sich die Lösung meistens dort, wo du bereit bist, dich in der Leere selbst zu erkennen und das Defizit aus eigenen Kräften auszugleichen, dort wo du durch das Abgeschnittensein vom Leben dazu angespornt wirst, die verlorenen Gefühle zu erfragen und durch dein Erkennen wieder zu ersetzen. Die fehlenden Werte also auszugleichen, statt noch länger auf die Akzeptanz deiner Gefühle im anderen zu hoffen und den nicht erkannten Teil der eigenen Psyche in die Welt zu projizieren und dort gewissermaßen gegen dich zu leben.

Mond/Chiron
Mond des Mannes in Aspekt zum Chiron der Frau
Konjunktion 
Hier irritiert dich dein inneres «Gespenst von Freiheit», das dir trotz aller Hingabezwänge ständig im Kopf herumspukt, denn in dieser Verbindung werden deine alten kindlichen Gefühle gegenüber der Mutter wieder geweckt, denen du in deiner Partnerin begegnest. Du projizierst dein Mutterbild auf sie, oder besser gesagt: sie zieht dein Mutterbild auf sich, und unbewußt strebst du danach, der Mann (für sie) zu sein, den deine Mutter aus dir machen wollte. Weil diese Zuneigung im «Zeichen der Mutter» erfolgt, bedeutet das, daß du dich ihr unterwirfst und von ihr erwartest, daß sie dich hemmt und zur Tradition anhält, damit du – wie der kleine Junge, der vor seiner Mutter davonläuft – einen Grund zur Flucht hast. Doch das ist natürlich nur ein inneres Bild. Da es dein übertragenes Schuldgefühl ist, das dich im Rahmen deiner Partnerin anzieht, weil du dich selbst als unbewußter Liebhaber der Mutter fühlst, wirst du ihr niemals davonlaufen, so wie du deiner Mutter auch niemals davongelaufen bist. Sie ist die Sklavin deines Verlangens, deine Schuld durch bedingungslose Hingabe langsam abzubauen, indem sie die Führung übernimmt oder – wenn dich die beschränkende Enge nicht mehr anspornt – die Beziehung aufgrund deines Bedürfnisses nach Schmerz in einem therapeutischen Sinne rücksichtslos beendet.
Quadrat, Opposition 
In deiner seelischen Ausrichtung findet sich ein übertriebenes Streben nach Ordnung, die Angst vor Chaos und der damit verbundene Drang, die Gefühle zu organisieren und zu analysieren, um sie vermeintlich besser zu kontrollieren. Wahrscheinlich besitzt du kein großes emotionales Selbstwertgefühl und mußt dich sehr anstrengen, die Gefühlsrolle in der Beziehung aufrechtzuerhalten, um bei deiner Partnerin Anerkennung zu finden und deine mondhaften Gefühle in harmonischen Einklang von Körper, Seele und Geist zu bringen. Unterschwellige Empfindungen werden in deine Erinnerung hochgespült, denn das aus den Mondbereichen heraufschimmernde Gespinst unsichtbarer Verknüpfungen, das in Form von unstrukturierten, gefühlsmäßigen Taten und Entscheidungen ins Leben eindringt, verhilft dir erst in der karmischen Auslese deiner Seelenführerin zu jenem gefühlsmäßigen Erkennen, das ganzheitlich und organisch ins Leben eingebettet ist. Solange du dir nicht eingestehen willst, daß dein Gefühlswert vom dunklen Hintergrund in deiner Seele abhängig ist, der die destruktive Irrationalität deiner Empfindungen in Form übersteigerter Subjektivität auf die Gefährtin projiziert, was nichts anderes als die Angst ausdrückt, von den eigenen Gefühlen überrannt zu werden, erlebst du in dieser Beziehung eine vollständige Auslieferung an die eigene Gefühlsnatur. Es ist die Vorstellungsblockade, die sich aus deinem Fühlen, was die Frau empfindet, zusammensetzt, oder aus dem, was du glaubst, daß die Frau empfinden muß, damit du sie spüren kannst.
Trigon, Sextil 
Im Bereich der Partnerschaft bist du für die irrationalen Mutterprojektionen der Gefährtin empfänglich (sie signalisiert dir umgekehrt den rationalisierenden Vater), denn die Verbindung schafft einen gewissen Ausgleich zwischen deiner emotionalen Spontaneität, die du dich nicht zu leben traust, und dem asketischen Streben der Frau nach heilender Beschränkung. Die Neigung ihrer Seele, kontrollierend in die Welt der Gefühle einzugreifen, zwingt dich oft, mit «angezogener Handbremse» auf der Gefühlsspur zu fahren. Willst du nicht Sklave einer freudlosen Routine werden, mußt du neue Ideen entwickeln und Aufgaben und Projekte beginnen, die dich fordern, denn unter diesem Aspekt hast du ein feines Gespür für die Leiden der anderen und ein offenes Auge für das Ungleichgewicht der Welt.

Mond/Uranus
Mond des Mannes in Aspekt zum Uranus der Frau
Konjunktion 
Der Ruf der Instinkte erreicht dich in dieser Verbindung in uneingeschränkter und unschuldiger Unterstützung deiner Sinnlichkeit. Das entspricht der glühenden Seite der Göttin, die das «Feuer der Schlange» in dir aufsteigen läßt, denn der lockende, in Versuchung führende Uranus des Weibes, der sich am Aufreizenden und Verführerischen nicht weniger freut als am Häßlichen und Unfruchtbaren, repräsentiert die Ekstase in jeder Erscheinung und die Erfüllung jedes nur denkbaren Verlangens nach Liebe. Das führt oft zu unkonventionellen Beziehungen, weil unvereinbare Gegensätze plötzlich zueinanderfinden und sich zu Sichtweisen zusammenbinden, in denen alles Sichtbare nur vorübergehende Formen sind, die auftauchen und wieder verschwinden. Du suchst in der Gefährtin den gesellschaftlichen Kontakt, der dir ein anregendes Lebensgefühl vermittelt, und sie strebt weniger nach ewiger Liebe, sondern nach impulsiver Leidenschaft, durch die sie ihr aktives Gefühlsleben loswerden kann.
Quadrat, Opposition 
In dieser Beziehung liegt ein unbewußtes karmisches Muster verborgen, das du nicht erträgst, das dir aber durch die Frau ins Bewußtsein gerufen wird: nämlich immer und überall davonzulaufen. Es ist eine merkwürdige Schizophrenie zwischen dem Gebot nach absoluter Freiheit und dem inneren Bedürfnis nach Bindung und Geborgenheit, die dich umzingelt, wobei du den Wunsch nach Bindung selbst lebst und den Wunsch nach Freiheit an die Partnerin delegierst, die es vorzieht, sich aus dem Staub zu machen, bevor sie von dir eingefangen wird. Du kompensierst dein Verhalten dadurch, indem du eine Frau anziehst, die dich abwehrt und damit indirekt ihre Mutter bestraft, indem sie dich (bzw. deinen Mond stellvertretend für ihre Mutter) in deiner seelischen Zudringlichkeit an ihrer Kälte ständig auflaufen und leiden läßt. Sie distanziert sich nicht nur vom mütterlichen Verhalten, sondern in der Verkörperung der Mutter als Frau auch vom Weiblichen schlechthin. Da auch du das Weibliche unbewußt ablehnst, dich ihm aber gefühlsmäßig nicht entziehen kannst, suchst du unbemerkt die verhinderte Frau, die deine Gefühle nicht annehmen kann. Du benutzt also das Unvermögen der Gefährtin, dir einen sichtbaren Grund im Leben zu schaffen, dem Weiblichen entkommen zu können, ohne dir das selbst eingestehen zu müssen. Dadurch sieht sich dein mondhaftes Empfinden plötzlich in der abstrakten Situation, in der es an den Projektionen der Gefühle zwar interessiert teilnimmt, aber mehr, um sich wie in der Hauptrolle eines Filmes zu betrachten und ohne am Geschehen seelisch teilnehmen zu können. Du betrachtest dich selbst aus der Perspektive eines Berichterstatters, der über die Gefühle zwar berichtet, ohne sich dabei jedoch persönlich festlegen zu müssen, weil die Begleiterin sich dir ständig entzieht. Du distanzierst dich gleichsam in der Auserwählten von dir selbst!
Trigon, Sextil 
Diese Verbindung ist eine komplexe Mischung aus der Offenheit gegenüber allem Neuen und der gleichzeitigen Fixierung auf die Gefühlsmuster. Die Frau kann sich selbst nicht spüren, denn die bildhafte Manifestierung der sich selbst erkennenden Seele, die sich ins Herz hineinschaut, ist unter Uranus der «gespiegelte Betrachter»: sie selbst! Sie befindet sich in der schizoiden Situation, in der sie an den Projektionen ihrer Gefühle zwar interessiert teilnimmt, aber mehr, um die Welt wie aus einem Glashaus zu betrachten. Es ist die Sichtweise einer Außenstehenden, die das Geschehen rapportiert, ohne sich seelisch einbringen zu können. Jetzt hat sie Angst vor ihren eigenen Gefühlen, die sie irrtümlicherweise für deine hält, und möchte statt ihnen lieber Gefühle verwirklichen, von denen sie glaubt, daß es nicht die ihren sind. Sie entzieht sich dir, um dieses «Sich-Verlieren» nicht in sich selbst zu erleben. Das verursacht dir Schmerz. Und da sie sich nicht an dich binden will, weil sie ihren Gefühlen nicht traut, hilft dir hier nur noch ein göttlicher Trick aus dem Dilemma: Du akzeptierst ihre Ablehnung, weil du merkst, daß es ihre Weiblichkeit ist, die sie in dir ablehnt, da sie sich in ihrem Frausein minderwertig fühlt. Denn gerade die Projektion, aus der sie sich (in dir) betrachtet, vergrößert die Möglichkeit, in dieser Beziehung zu wachsen.

Mond/Neptun
Mond des Mannes in Aspekt zum Neptun der Frau
Konjunktion 
Die Konjunktion entwickelt ihr geistiges Potential aus der unerreichbaren Sehnsucht nach Liebe, die so hoch über dem Verstand der Menschen schwebt, daß ihr keine Gefahr droht, innerhalb menschlicher Bewußtseinsziele jemals Realität werden zu müssen. Die ersehnte Gefährtin badet in den warmen Gewässern deiner Seele, und du antwortest ihrem numinosen Streben nach dem Göttlichen mit deiner verschwenderischen Liebe. Dieser Aspekt beschreibt nicht zuletzt ein grenzenloses Gefühl von innerer Wärme, nämlich das innere Bild zweier Seelen, die in den Gewässern des Unbewußten träumen. Gleichzeitig ist er eng mit der Libido verknüpft, denn das spirituelle Engagement ist eine Sublimierung des Mutter-Eros. Damit steht diese Beziehung für grenzenlose Sehnsucht und tiefe Gefühle und verkörpert die Ausweitung des seelischen Empfindens in die Gefühlswelt der Partnerin, die dir neue Räume öffnen soll.
Quadrat, Opposition 
Das Kind in dir, das sich aus Angst vor der Mutter seine Gefühle nicht zu leben traut, sucht seine Aufgabe in der Beziehung darin zu finden, daß es sich zwischen die Welten stellt, um dort Verwirrung zu stiften, und, statt die Emotionen der Mondin weiterzugeben, unbewußt an der Frau seiner Träume festhält. Denn hinter der Sehnsucht nach der Göttin verbirgt sich nichts anderes als das ständige Manöver, Gefühlen auszuweichen und alles Persönliche aufzulösen. Du hältst, statt nach dem Erreichbaren zu streben, an dem unerreichbaren Bild deines inneren Verlangens fest, das dir deine Wünsche schon aus dem Grunde nicht erfüllen wird, damit es weiterhin Ziel deiner Träume bleiben kann. Zwar versuchst du die Frau mit der ganzen Ausdruckskraft deiner verschlingenden Gefühlsnatur an dich zu binden, was aber nicht gelingt, da sie aus ihrem Wunsch nach Befreiung von der Mutter mit all ihrer Kraft dagegenhält. Was du für die Frau deiner Sehnsucht hältst, ist ein Gefühlszustand, der für deine emotionalen Bedürfnisse viel zu hoch gegriffen ist, als daß du von ihm das seelische Glück für einen Preis erwarten könntest, der sich in dieser Verbindung als positiv herausstellen dürfte.
Trigon, Sextil 
Der Neptun der Partnerin zeigt dir deinen ausgelagerten Drang nach Auflösung und Verschmelzung an, und da dein Mond die Beziehung zum «inneren» Kind repräsentiert, das nur auf Bilder und Symbole reagiert, finden wir unter diesem Aspekt eine Sehnsucht nach der inneren Begleiterin vor, die dich freundlich an der Hand nimmt und zu den «Müttern» führt. Sie führt dich behutsam in die unendlichen Abgründe deiner Innenwelt und gewährt dir einen Blick in die geheimnisvolle Tiefe, wo sich dir zwischen Sehnsüchten und Abgründen die spirituelle Liebe enthüllt. Persönliche Wünsche werden durch kosmische Schwingungen ersetzt und in allen Zielen dem Jenseitigen nachgeeifert, was neue Schwerpunkte im Leben setzt. Das Gefühl, irgendwie aus Raum und Zeit hinauszutreiben, nimmt überhand, je mehr du dich deinen inneren Träumen überläßt, und läßt dich ahnen, welche vibrierende Spannung in der Tiefe deiner Seele glimmt, wenn du hinab zu den Quellen der Mysterien dringst.

Mond/Pluto
Mond des Mannes in Aspekt zum Pluto der Frau
Konjunktion 
Auf der mythologischen Ebene symbolisiert diese Verbindung die Rippe Adams, die der christliche Vatergott dem Mann wegnahm und daraus Eva formte, denn diese Rippe, die innerhalb dieser Beziehung zu dir gehört, aber außerhalb von dir existiert, ist die Flamme des Bewußtseins, die dir leuchtet, wenn du in die Finsternis des Unbewußten hinabsteigen mußt, um deinen verlorenen Teil wiederzuentdecken. Die Frau ist dabei die Fackel, die dich in den unterirdischen Räumen der Seele leitet, denn in dieser tiefgründigen Verbindung kommen deine unbewußten Bedürfnisse erst durch die Reflexionen der plutonischen Göttin ans Licht. Um die Tiefe dieser Beziehung zu ergründen, mußt du wie ein Dschungelkämpfer die Schichten der seelischen Unterwelt durchdringen und die fehlende «Rippe» in der Tiefe entdecken und zur inneren Vollständigkeit wieder ins Licht des Bewußtseins hinaufbringen. Erst wenn du sie wiedergefunden hast, kannst du erahnen, was Liebe ist, denn dieser Aspekt ist das Tiefste, was du erleben kannst, wenn du dich dem Kraftstrom deiner Partnerin wirklich öffnen kannst.
Quadrat, Opposition 
Die plutonische Gefährtin ist die Herrscherin, die immer zur Stelle ist, wenn es gilt, all jene zu beherrschen, die schwach genug sind, sie zu fürchten. Hier befindest du dich im Reich der verschlingenden Mutter, deren Schatten die kinderfressende Medea aus den tiefsten Schichten deiner Seele ist, denn sie löst in dir die Horrorbilder aus, von ihr entweder lustvoll verschlungen oder in irgendeiner Form zur Verantwortung gezogen zu werden. Das zeigt dich als einen durch das Weib kastrierten Mann, der durch den Verlust seiner Männlichkeit und die schmerzende Wunde am eigenen Leib die spirituelle Seite seiner Persönlichkeit entwickeln und den Weg der Priesterschaft beschreiten kann, der ihm einen besseren Zugang zu seinen unterentwickelten Persönlichkeitsanteilen bietet. Durch die Verschmelzung mit dem Weiblichen wirst du der eigenen Unvollständigkeit bewußt und für die Leiden der anderen offen.
Trigon, Sextil 
Dieser Aspekt steht für Tiefe und Einsicht in einer Beziehung. Er gewährt dir einen Blick hinter den Spiegel, denn er symbolisiert das Unentdeckte, die verdrängten Teile deines Selbst, die du in die Hölle verwiesen glaubtest, die jedoch in den Projektionen innerhalb deiner Beziehung ihren Aufenthaltsort gefunden haben. Du forderst von der Frau, daß sie dich bedingungslos festhält, um dich gerade aus diesem Grund von ihr abzuwenden, denn du fühlst dich plötzlich in der Lage, durch die Reflexionen einer schwierigen Verbindung ein tieferes emotionales Fundament zu legen, um darauf eine seelische Beziehung zu errichten, die die Aufforderung zur Regeneration und Wandlung schon in sich trägt. Es ist, als ob du durch das Feuer gehen müßtest, um zu bemerken, wie auch die verbrauchten Gefühle in ihr ursprüngliches Element des Unbewußten zurückkehren müssen, um wieder neu aus den Ruinen auferstehen zu können. Denn du ahnst: Erst wenn du die Traumata deiner Seele überwunden hast, also auch das Böse außerhalb von dir als einen Teil von dir selbst erkennst, der wieder zu dir zurück möchte, erst dann kannst du dich als der erleben, der du bist, und auch den Selbsterkenntnisakt mit Hilfe deiner Begleiterin vollbringen, die Gegensätze in dir wieder zu versöhnen und damit in der Beziehung immer vollständiger zu werden.

Mond/Lilith
Mond des Mannes in Aspekt zur Lilith der Frau
Konjunktion 
Der «schwarze Mond» deiner Begleiterin zeigt an, daß du in der Beziehung mit ihren dunklen Seiten in Berührung kommst. Das sind Erfahrungen, in denen du dir deiner Unfreiheit und Abhängigkeit bewußt werden kannst, denn der inaktive, bewußt verführte Teil in einer Partnerschaft zu sein, ist eine faszinierend-schmerzhafte Entdeckung für dich. Zwar kann die Lilith der Frau auch für das Gefühl der wunderbaren Wiedererlangung eines verlorenen Teils deines Selbst stehen, in der Regel aber beschreibt sie alle unglücklichen Auswüchse von Beziehungen wie Hörigkeit, Tyrannei und unkontrollierte Leidenschaft. Mitunter ist in dieser karmischen Verbindung aber auch die psychische Verstrickung als Summe aller ungelebten Möglichkeiten angesprochen, wo dir die Dämonin der Nacht in der Seele herumstochert und die alten, nur oberflächlich verheilten Wunden wieder aufreißt.
Quadrat, Opposition 
Unter diesem Einfluß triffst du auf eine Frau, die sich nicht binden will. Sie will weder Liebe noch Verschmelzung, sondern nur die Freiheit, sie selbst zu sein. Meist neigt sie zu Destruktivität hinsichtlich deiner Vorstellungen über Partnerschaft und Familie, dafür schenkt sie dir die aus dem Mangel an emotionaler Wärme geborenen Fieberträume, in denen du erfährst, wie Liliths feurige, rachedürstende Wut auf die patriarchalische Unterdrückung des Weiblichen die Gefühle der Männer zerstört. Sie wird versuchen, dich psychisch zu zerbrechen, um sich über deine eigenen Gefühle zu erheben und in ihrem triumphalen Sieg über deinen Willen ihre dämonische Macht zu spüren. Dieser ungleiche Kampf verläuft zwischen ihrer abgründigen Seite, die sich verstärkt in deine Gefühle vertiefen will, und der lähmenden Gebundenheit deiner Ohnmacht, die dir nichts anderes zu tun einräumt, als die Übergriffe deiner Partnerin zu reflektieren. Das Schlachtfeld ist deine mondhafte Seele, in deren schwarzen Löchern sie sich in die Tiefen deiner Seele versenkt, aus der sich ihre finstere Weiblichkeit dann wieder erhebt und in deinen Gefühlen unbemerkt nach der Herrschaft über dein Bewußtsein strebt.
Trigon, Sextil 
Für die Psyche ist nichts so verwirrend wie die verlockende und verführerische Gestalt der verhängnisvollen Lilith, die den negativen transformativen Aspekt des Weiblichen darstellt und den Mann durch ihre verhängnisvolle Bezauberung total verwirrt. Sie ist die dunkle Schwelle, die, wenn du sie übertrittst, dich in den faszinierenden Wahnsinn der Gefühle jenseits des kontrollierenden Verstandes führt. Im Gegensatz zur Eva, die sich Adam unterwirft, ermöglicht sie die Ausweitung des intuitiven Fühlens in Bereiche jenseits des Lichts, denn deine Begleiterin erfährt Liliths Fluch in einem kalten Zorn, wodurch sie sich weigert, sich dir anzupassen und statt dessen lieber deine Normen und Werte umpflügt. Umgekehrt versuchst auch du in ihre Finsternis einzugreifen, um den winzigen Lichtfunken zu packen, der die Neugeburt deines Bewußtseins durch die Tiefe des Erkennens ihres Alptraums entfacht. Doch wenn es dir gelingt, sie durch Vertrauen und Liebe in der Tiefe ihres Herzens so zu berühren, daß sie wie in einem Schock ihre verletzte Hülle abwirft und hinter sich läßt, kann sie für dich auch zur transformierenden Schwelle werden, die dich von der Dunkelheit ins Licht katapultiert.

Mond/Mondknoten
Mond des Mannes in Aspekt zum Mondknoten der Frau
Konjunktion 
Dieser Aspekt bringt die Verbundenheit durch gemeinsame Erfahrungen zum Vorschein, wie es normalerweise in einer Beziehung kaum möglich ist. So wie der Regen die Wüste durchtränkt, so durchziehen alte Erinnerungen deine Gefühle, und unter den wärmenden Strahlen deiner Gedanken wächst die Frau im Spiegel deiner Vorstellungen zum Ebenbild alter gemeinsamer Erlebnisse heran. Doch damit du sie auf deiner Gefühlsfrequenz «empfangen» kannst, mußt du zuerst gewisse Emanationen hervorheben, die aus jenem schmalen Band des Karmas «zusammengestrickt» werden, aus dem sich die menschlichen Handlungen zu den Mustern verweben, auf dem sich das Schicksal dann vollzieht. Obwohl es die Seelengefährtin ist, deren wärmendes Licht du auf der Oberfläche deiner Seele empfängst, empfindest du dich als die Speichermaterie, die ihre Energien zusammenhält. Umgekehrt greift auch sie in den Schlamm deines «Bodensatzes», um die Lotoswurzel im seelischen Urgrund zu finden, die eure Herzen vereint. Wenn du dich ihr öffnest und sie in deinem Seeleninneren gründeln läßt, spürst du, wie das Gefühl seelischer Heimat in dir erwacht, das du erhältst, wenn du erkennst, daß du sie aufgrund deiner Gefühlsvorstellungen erschaffen hast. Dann wirst du entdecken, daß du in ihr deinem Wunschbild begegnest, das dir alle Wünsche erfüllt.
Quadrat, Opposition 
Hier mußt du dir das Bild deiner Partnerin genauer anschauen, das du dir aufgrund deiner Gefühle in deiner Vorstellung kreierst, denn es ist der in der Frau verwirklichte, idealisierte Traum von dir selbst, dem du in dieser Beziehung begegnest. Falls du nicht erkennst, daß du dir deine Gefühlswelt selbst erschaffst, zwingst du sie, dich immer wieder zu enttäuschen, bis du die Ergebnisse deiner äußeren Wirklichkeit an dem messen kannst, was du innerlich suchst. Doch wenn du deine Gefühle entdeckst, die du auf sie projizierst, und gleichzeitig erkennst, daß du nicht der Inhalt deiner Gefühle bist, sondern nur der Beobachter, der sich mit seiner Projektion identifiziert, dann kannst du im Spiegel deiner Gefühle zum «Bild deiner Sehnsucht» einen Kontakt herstellen und durch die Rücknahme der Projektion deine wahre Partnerin hinter dem Spiegel entdecken, die durch die Vorstellungssplitter des zerbrechenden Spiegels hindurchsteigt, durch dessen reflektierende Oberfläche du sie in deinen eigenen Maskentänzen bisher von dir fernhieltest.
Trigon, Sextil 
In dieser Verbindung kommen Sensibilität und instinktsichere Empfänglichkeit zusammen. Daher sind die Gefühle, die du von deiner Weggefährtin empfängst, deinem Unbewußten bis in die Urgründe vertraut. Du verstehst zwar nicht, daß du zu tiefen, dich überwältigenden Erfahrungen nur gelangen kannst, wenn du deine emotionale Leere selbst ausfüllst, aber wenigstens ist das, was dir die vertraute Begleiterin reflektiert, dazu angetan, diesen Mangel mit der bildhaften Erfüllung karmischer Verschmelzung auszufüllen. Sie suggeriert dir, daß sie diejenige ist, die dein Verlangen erfüllt, das verlorene Paradies durch das verzweifelte Entbrennen in Liebe wiederzubekommen. Auch wenn du die innere Leere durch die Bindung an eine dich ergänzende Frau letztlich verdrängst, so verwirklicht sich in ihr deine Vorstellung von Liebe. Deshalb handelt dieser Aspekt von einer Beziehung, die sich im leuchtenden Glanz übereinstimmender Gefühle erfüllt.

Mond/Aszendent
Mond des Mannes in Aspekt zum Aszendenten der Frau
Konjunktion 
Da diese Konstellation die äußere Erscheinungsform der Frau in Beziehung zu deinen innersten Wünschen ausdrückt, kannst du ermessen, wie stark ihr Bild, das sie in die Welt ausstrahlt, mit dem, was dich emotional beeindruckt, verbunden ist. Das bedeutet nicht nur, daß sie die Aufmerksamkeit deiner Gefühlswelt erreicht, sondern daß sie auch von deinem Unbewußten in einer tragenden Rolle in die Archetypen deiner Seele eingebunden wird und dir dort als Anima-Projektion zur Verfügung steht. Die Archetypen sind bildhafte Verdichtungen psychischer Erlebnisse, die die Menschheit im Laufe ihrer Entwicklung angesammelt hat, und die sich nun um das Erscheinungsbild deiner Gefährtin legen, da ihr Aszendent deine Seele berührt. Wenn du begreifst, daß das engelshafte Weib sich immer einer Maske deiner Zustimmung bedient, ohne daß zwischen ihr und dem Eindruck, den sie in dir auslöst, ein Zusammenhang bestehen muß, dann steht dieser Aspekt für Verständnis, tiefe Zuneigung, Nähe und Seelenverwandschaft, Feingefühl und Fürsorglichkeit im Umgang miteinander und nicht zuletzt für die Gewißheit, daß ein geheimnisvolles, unsichtbares Band dich mit deiner Partnerin vereint.
Quadrat, Opposition 
Der negative Winkel zeigt, daß du mit Gefühlsverletzungen zu kämpfen hast, denn es ist die Formlosigkeit oder der unergründliche Wasserspiegel, auf dem sich das Erscheinungsbild der Partnerin reflektiert. Es ist kein faßbares, dreidimensionales Gebilde, das sich dir erschließt, sondern es ist die Illusion einer Schimäre, die sich dir entzieht, und zwar immer dann, wenn du dich ihr öffnest. Sie führt dich in die unendlichen Tiefen der Innenwelt und gewährt dir einen Blick hinter den Spiegel des Bewußtseins, in dem du deine inneren Ängste am Bild der Enttäuschung ausgerichtet hast. Dieser Aspekt symbolisiert auch die Erwartungen deines Selbst, durch die Begleiterin ständig aufs Glatteis geführt werden zu wollen. Der Gang durchs Wasser beeinflußt die gespiegelte Erscheinungsform der Frau, aus der sich deine Erwartung nährt, und je mehr das Wasser zu gefühlsmäßigen Welt- und Wertvorstellungen «gefriert», je mehr kannst oder willst du die Wahrheit hinter der Maske deiner Partnerin erkennen, wo dir deine Sehnsüchte und Abgründe entgegenblicken, die du ins Exil der nächtlichen seelischen Korridore verwiesen glaubtest, die aber in den Gefühlseinbrüchen deines Tagesbewußtseins fröhlich Auferstehung feiern.
Trigon, Sextil 
Es ist keine wirkliche Person, die du hier erstrebst, sondern eine äußere Projektion, die du dir unter dem Einfluß deiner Gefährtin ersehnst. Erfaßt du dein Streben spirituell, so umgreift es nichts weniger als das Göttliche, untersuchst du dein Ziel aber konkret, so ist es die unerreichbare Maske vor deinem weiblichen Wunschbild, auf die du deine Gefühle überträgst. Da die Begleiterin unter diesem Aspekt exakt dem Spiegelbild deiner Vorstellung entspricht, kannst du deine Sehnsüchte leicht auf sie projizieren, indem du ihre Nähe zu deinen emotionalen Träumen freudig begrüßt. Dann erlebst du in der Beziehung Klarheit und Harmonie, denn die Mondin schafft den natürlichen Einklang mit der inneren Sehnsucht durch das hohe Prinzip ihres Wesens für alle ihre Verstrickungen sich erkennenden Seelen.

Mond/Medium Coeli
Mond des Mannes in Aspekt zum Medium Coeli der Frau
Konjunktion 
Im Beziehungsleben bedeutet diese Kombination Wärme, Lebendigkeit und Engagement, denn du verfügst über eine emotionale Beweglichkeit, die es dir erlaubt, dich auch mit der Umwelt der Partnerin gefühlsmäßig auseinanderzusetzen. Es fällt dir nicht schwer, eine Verbindung zwischen deinen Zielen und ihrem Erscheinungsbild herzustellen, denn du spürst den Einklang von bewußtem Wollen und unbewußtem Streben, was psychisch ein gesteigertes Lebensgefühl auslöst und in der Außenwelt zum überzeugenden Ausdruck führt. Da du dich stets bemühst, das äußere Streben der Frau auf deine Gefühlsmitte zu lenken und es dort festzuhalten, kannst du äußere Ziele in seelische Tiefen hüllen, auf die sich deine Begleiterin gerne ausrichtet. Im Bereich der Liebe verbindet sich die Sonnenglut ihrer «Mittagsspitze» mit dem reflektierenden Licht deines Mondes und zeigt, daß ihr euch in einem Flammenmeer befindet, das sich zu einer prächtigen Dauerglut entwickeln kann.
Quadrat, Opposition 
Hier kannst du erfahren, wie schwer es ist, Gefühle zu entwickeln, wenn es der (bösen) Partnerin nicht gefällt. Psychologisch ausgedrückt entspricht ihr Medium Coeli in Beziehung zu deinem Mond dem Animus der Mutter, den du über die männliche Seite der Frau in dir auslebst (introjizierter Mutteranimus!). Im alltäglichen Leben drückt sich dieser Teil deiner Psyche über die Gefährtin in Pedanterie, Krittelei und Starrsinn aus, vor allem dann, wenn du dich der rigiden Moral ihres Über-Ich kritiklos unterwirfst, um deiner Männlichkeit auszuweichen. Die Neigung ihrer (gesellschaftlichen) Vernunft, kontrollierend in deine Gefühle einzugreifen, mag zwar in manchen Fällen berechtigt sein, in der Regel zeigt sie aber eine Ablehnung deiner inneren Gefühlswelt, den damit verbundenen Rückzug in dich selbst und die Verhärtung deiner empfindlichen Gefühlsnatur an. Anstelle gelebter Lebendigkeit treten immer häufiger Sicherheit vorspiegelnde Verhaltensweisen, die die Beziehung in eine starre, leblose Verbindung verwandeln. Statt Lust und Freude erwarten dich Ernst und Verantwortung in einseitiger und übertriebener Form. Deshalb ist es hier ratsam, Abstand zu deiner Begleiterin zu halten, um diese Verstrickungen zu erkennen und sie in positiver Weise lösen zu lernen, statt sie in äußeren Spiegelbildern überwinden zu wollen.
Trigon, Sextil 
In der Partnerschaft unterstützt die Frau dein Bemühen, deine emotionale Intelligenz ihrer gesellschaftlichen Perspektive anzugleichen. Sie bestimmt deine Zielsetzungen, weil du deine Gefühlswelt ihrer Sichtweise «nachstellst». Dadurch beeinflußt sie deine Entscheidungen, und zwar in Übereinstimmung mit deiner Gefühlsnatur. Andererseits fällt es dir nicht schwer, deinen Mondbereich mit ihren Zielen zu verbinden, denn im harmonischen Brennpunkt dieses Aspektes hast du die Möglichkeit, seelische Tiefen zu ergründen und in gesellschaftliche Ziele einzuhüllen, die der Partnerin ein übereinstimmendes Kopfnicken abringen.

Mond aspektlos
Mond des Mannes ohne Aspekt zu einem Planeten der Frau
Im seelischen Erleben kannst du hier erfahren, wie deine Gefühle durch deine Partnerin ohne Resonanz «hindurchfließen». Wenn wir den Mond als die Anpassung der Realität an die eigene Gefühlsnatur betrachten, der die gespiegelte Erscheinungsform der Welt repräsentiert, was innerhalb des Fühlens keinen Widerspruch bedeutet, so kann man sagen, daß deine Gefühle in der Frau weder Alpnoch Wunschträume auslösen. Man kann aber auch nicht behaupten, daß sie deine Gefühle nicht versteht: Es ist ganz einfach kein Resonanzkörper da, um sie aufzufangen, und so ist das Gefühlsbild der Gefährtin das Erscheinungsbild deiner selbst, einzig und allein durch deine Wahrnehmung gefärbt. Du träumst von den Quellen des Lebens, aus denen die Gefühle wie Seifenblasen schweben, und alles, was hinter den glitzernden Kugeln vor dir aufleuchtet, ist der Inhalt deiner Projektion. Gerade, weil deine Begleiterin nichts für dich fühlt und deine Emanationen deshalb auch nicht mit ihrer Seele in Verbindung bringt, übersieht sie deine Gefühle und ist für alle deine Empfindungen auf eine sachliche, unemotionale Weise offen. Das kann zu Mißverständnissen führen, weil du diese vorbehaltlose Offenheit fälschlicherweise als Einverständnis deutest.


Merkur
Das begriffliche Denken aus der Sicht des Mannes
Merkur ist der Planet des kommunizierenden Verstandes, der den Austausch mit der Umwelt regelt, und damit ist er auf der Partnerschaftsebene nicht nur ein Sinnbild des intellektuellen Erkennens, der sich mit der Lösung der Probleme der anderen befaßt, sondern auch des Tricksters, der mit seiner ausgelagerten, auf die Umwelt projizierten Gefühlsnatur in den Herzen der anderen jongliert. In der mythologischen Überlieferung wird er sowohl als Gott der Narren und Betrüger als auch als Hermaphrodit beschrieben, der den Schlüssel zu den tieferen Wahrheiten in sich trägt. Dieses äußere Streben nach der inneren Wahrheit des anderen entspringt dem Drang nach Freiheit, der allem Denkerischen innewohnt: der Sehnsucht nach Befreiung durch die Erkenntnis der Zusammenhänge der ihm selbst verschlossenen Gefühlsnatur. Merkur entspricht dem denkerischen Gestalten, alles, was er berührt oder mit dem er in Verbindung kommt, als Symbole zu erfassen und damit den Sinnen zugänglich zu machen. Damit wird seine Position, zwischen dir und der Außenwelt zu vermitteln, einsichtig: Es ist der Austausch zwischen dem Inneren und dem Äußeren, zwischen dem bewußten und dem unbewußten Selbst. In dir verstärkt er die logische Analyse, sowie die Fähigkeit, sich mitzuteilen und zu erklären, denn das merkurische Prinzip basiert auf der Erfassung von Gesetzmäßigkeiten und Schlußfolgerungen und entscheidet darüber, ob ein Inhalt in seinem Zusammenhang erkannt werden kann oder in seine Einzelteile zerfällt.
Konjunktionen deuten auf einen tiefen Austausch mit der Partnerin hin, und zwar in den Bereichen, die von den die Konjunktion bildenden Planeten und den von ihnen besetzten Feldern und Zeichen beherrscht werden. Energetisch charakterisiert dieser Aspekt das Denken, das die Welt polarisiert, um sie zu begreifen. Im gemeinsamen Erleben zeigt diese Verbindung, daß du die wohltuende Kraft des Verstandes erfährst, die darin liegt, in die Bedürfnisse der weiblichen Seele eindringen und auch in kniffligen Situationen Erklärungen und Lösungen herbeiführen zu können, die wohlbemessen und ausgewogen sind.
Negative Aspekte bedeuten oft einen zugespitzten Konflikt, Auseinandersetzungen, Tiefschläge, Niedertracht oder Schwierigkeiten und Blockaden beim Gedankenaustausch, die der Verstand nicht zu entziffern vermag und die unbemerkt die Kommunikation verhindern, weil die Verbindungsdrähte zwischen dir und der Umwelt zerschnitten sind. Vielleicht ist es auch die Furcht, von der Umwelt nicht verstanden zu werden, die durch diese Konstellation ausgelöst wird. Andererseits kann eine negative Stellung ablehnende Themen oft besser zum Ausdruck und damit Probleme schneller zur Konfliktlösung auf den Seziertisch der intellektuellen Analyse bringen. Wird diese Seite allerdings übermäßig betont, kann das ganzheitliche Erfassen der Zusammenhänge zu kurz kommen.
Harmonische Verbindungen führen zu einer umfassenden gemeinsamen Lebensausrichtung und deuten auf einen Zustand optimaler Ausgewogenheit zwischen den Vorstellungen deines Verstandes und den Bedürfnissen deiner Partnerin hin, wodurch bisweilen unvereinbare Gegensätze miteinander verschmolzen werden können. Hier dominiert die Vermittlungs- und Kommunikationsfähigkeit und der damit verbundene Abbau von Konfliktsituationen in der Partnerschaft. Du wirst dich im Bewußtsein der Frau in jenen Bereichen durchsetzen, die von den das Sextil oder Trigon zu deinem Merkur bildenden Planeten dominiert werden. Neue Einsichten helfen Widersprüche zu überwinden und führen immer wieder zu unkonventionellen Lösungen bisweilen schwierig erscheinender Probleme.

Merkur/Sonne
Merkur des Mannes in Aspekt zur Sonne der Frau
Konjunktion 
Hier bist du ständig darauf erpicht, der Frau ein auf Horizonterweiterung ausgerichtetes Bild zu vermitteln, weil es um die «Identifizierung mit dem Bild von Wissen» geht. Das, was deinen Geist dazu bewegt, über sich selbst und die Welt ein Bild zu machen, wird mit der Partnerin geteilt, doch identifizierst du dich manchmal so stark mit dem Produkt deiner Gedanken, daß du, statt auf ihre Argumente einzugehen, von den Bildern deines Geistes fortgerissen wirst. Dabei schätzt du sie weniger wegen ihrer Weiblichkeit, sondern weil sie dir ihren sonnenhaften Glanz, auf der du dein intellektuelles Potential entfalten kannst, als Projektionsfläche zur Verfügung stellt. Deshalb führt dieser Weg manchmal auch weniger zu einem Austausch in der Beziehung als zu einer mehr oder weniger starken Identifikation mit dir selbst. In diesem Sinn lebst du in der Beziehung die Inkarnation des mittelalterlichen Pfaffen und dein «Wort von der Kanzel» besitzt die feurige Überzeugungskraft schöpferischer Vision und führt zur allumfassenden Gewichtung weltlicher Zusammenhänge.
Quadrat, Opposition 
Vielfach bist du ein Spötter oder ein Lästermaul, dessen Streben sich darin erschöpft, recht zu haben und in den Augen der Frau als der Klügere erscheinen zu wollen. Aus ihrer Sicht verkörperst du oftmals den neunmalklugen Besserwisser oder den Luftikus, der seine Gedanken nicht zu zügeln weiß. In gemeinsamen Zielsetzungen springst du von einer Sache zur anderen und weißt oft nicht, was du einen Augenblick vorher wolltest. Immer wieder bringt dich ihre Gegenwart von einem Vorhaben oder einem wichtigen Erkenntnisschritt ab, denn in dir wirkt eine nervöse Energie des Denkens, die ständig zwischen den Polaritäten hin- und herfließt, ohne zu einem klaren Standpunkt zu kommen. Es kann aber auch bedeuten, daß du sie ständig auszutricksen versuchst, weil du dich ihrer fortgesetzten Ablehnung ausgeliefert fühlst. Das führt auf der intellektuellen Ebene oft zu Blockaden, weil du sie die ganze Zeit von dir ablenken mußt. Sie empfindet dich als Sündenbock ihrer unausgelebten intellektuellen Möglichkeiten, kann dich aber trotzdem nicht loslassen, weil du ein Teil ihrer eigenen Ich-Betrachtung bist.
Trigon, Sextil 
Deine Schwäche im Erleben versuchst du durch die Sonne deiner Partnerin zu kompensieren, damit du deine Ideen an ihren Flammen «entzünden» kannst, denn im gemeinsamen Erleben strebst du danach, ihre Energien zu bündeln und für dich nutzbar zu machen. Der merkurische Geist in dir hat sich entschlossen, sich über sein Handeln selbst Klarheit zu verschaffen, und auch wenn er dies natürlich nur in den eigenen Denkkanälen tut, so bist du doch in der Lage, deine verstandesmäßigen Ansätze in den Sonnenstrahlen der Frau zum Ausdruck zu bringen, indem du ihr die Ziele vorgibst und ihre Ausrichtung schon im Bereich der Absicht mental dirigierst. Im inneren Erleben zeigt diese Konstellation, daß du die wohltuende Kraft des Verstandes auf der Beziehungsebene erfährst, die darin liegt, in den Kern der Dinge einzudringen und bei allen Zielen die Sichtweise deiner Partnerin genügend zu berücksichtigen, um nicht plötzlich vor Hindernissen zu stehen, die sich deinen Vorstellungen widersetzen.

Merkur/Mond
Merkur des Mannes in Aspekt zum Mond der Frau
Konjunktion 
Dies ist ein sehr glücklicher Aspekt, weil sich die Gefühle der Mondfrau deinem rationalen Empfinden leicht erschließen. Sie kann deine Gedankengänge spüren und fühlt sich zu dir sehr hingezogen. Aber auch du bist sehr einfühlsam und kannst mit ihr empfinden und dabei gleichzeitig gut zum Ausdruck bringen, was du spürst, wenn du sie umfängst. Dabei gelingt es deiner behutsam in die Gefühle der Partnerin eindringenden Wahrnehmung, auch unbewußte Bereiche zu analysieren, etwa wenn sie über ihre Visionen mit dir zu reden wünscht und sich dadurch aus den numinosen Schleiern der Seele plötzlich so etwas wie eine Perspektive herauskristallisiert. Das symbolisiert das Aufbrechen innerer Gesichter und das Hervorkeimen einer spirituellen Erkenntnis, in den scheinbaren Zufälligkeiten seelischen Erlebens einen inneren Zusammenhang zu finden, denn dieser Aspekt ist ein Symbol deiner erkennenden Kraft, aus den unüberschaubaren Gefühlen der Mondin jenen Ausschnitt des Sichtbaren herauszuzirkeln, der sich bewußt ausmessen und mit dem Verstand ausloten läßt.
Quadrat, Opposition 
Vielleicht mag es dir dann und wann gelingen, mit dem Verstand Annäherungen an den sensiblen Gefühlsbereich deiner Gefährtin zu finden, auch wenn sich Verstand und Seele nicht überaus gewogen sind. Deshalb sind dir ihre Gefühle auch meistens fremd, da du sie hinter deiner Maske des Erkennens nur so erleben kannst, wie du sie durch deine Brille siehst. Zwar hättest du die Fähigkeit, in die Sphären ihres Mondes einzudringen, psychische Tiefen zu ergründen und sie phantasiereich in Sprache zu hüllen, in der die Obertöne der Seele mitschwingen, doch bist du mit Geschichten viel zu schnell zur Hand, wenn es gilt, über Gefühle zu reden, und oft versuchst du sie der Partnerin einzureden, bis sie sie zu spüren glaubt. Das passiert immer dann, wenn dein Merkur, statt den gespiegelten Bildern nachzuspüren, plötzlich die Gefühle der Frau ergründen und zum Teil jener Vorstellung machen will, durch die er sie gleichzeitig kontrollieren kann.
Trigon, Sextil 
Im harmonischen Brennpunkt dieser Wirkungskräfte verfügst du über eine geistige Beweglichkeit, die es dir erlaubt, dich mit den gefühlsmäßigen Dingen in der Psyche deiner Partnerin auseinanderzusetzen. Sie bietet dir ihre mütterliche Seite als Landefläche an, während sich bei dir Gefühl und Vernunft miteinander streiten, ob du auf dieser Projektionsfläche auch landen kannst. Daß dir solche Manöver meistens gelingen, verdankst du nicht zuletzt der Fähigkeit, mit dem reinen Intellekt Annäherungen an den ungreifbaren Gefühlsbereich zu finden, wo Fühlen und Denken eine sichere Grundlage für die gegenseitigen Suchbilder bilden. Du besitzt die Fähigkeit, durch eine verstandesmäßige Annäherung an das innere Fühlen der weiblichen Seele die eigenen Spiegelbilder zu erkennen, hinter denen die verdrängten Instinkte lauern. Erst an den Überschneidungen zwischen den inneren Ängsten und den äußeren Bildern dämmert die archetypische Mondin in Gestalt deiner durch Erkenntnis erlösten Anima auf.

Merkur/Merkur
Merkur des Mannes in Aspekt zum Merkur der Frau
Konjunktion 
Es sind nicht hundert Einfälle, es sind hunderttausend Ideen, die du mit deiner Partnerin gleichzeitig verwirklichen möchtest. Dabei geht es dir nicht immer um einen tiefschürfenden Gedankenaustausch, sondern oft auch um pure Debattier- und Redelust. Energetisch ist hier die Initialzündung für den Prozeß der Bewußtwerdung angesprochen, denn ihr Merkur dringt durch deinen gedanklichen Raum, und du beginnst, dir ein Bild von dir selbst – und damit von ihr – zu machen. Damit befindest du dich in dieser Beziehung auf einer inneren Erkundungsreise, auf der du die Vorstellung von deiner Welt in ihren Gedanken entdeckst. Und weil dir in Übereinstimmung mit der Gefährtin immer wieder neue Gesichtspunkte zufallen, symbolisiert diese Verbindung die gemeinsame Kraft des Verstandes, der ständig neue Sichtweisen entwickelt und Ideen und Lösungsvorschläge kreiert, die in den Kern der Dinge eindringen und Klärungen und Lösungen herbeiführen können, die realistisch sind.
Quadrat, Opposition 
Im gemeinsamen Erleben fühlst du dich von deinem Denkpotential bedroht und von deinen inneren Vorstellungsbildern umzingelt, die unbarmherzig in deinem Kopf zirkulieren, denn Merkur verstrickt sich in den Verschlingungen des Denkens und die Frau entpuppt sich als neunmalkluge Besserwisserin. Der aufdämmernden Angst, dich im undurchdringlichen Dschungel gegenseitiger Argumente zu verirren, stellst du klugerweise deinen abwehrenden Verstand entgegen, der sich stellvertretend für deine Einfälle jetzt um die Gedanken der anderen kümmert. Doch erst, wenn du erkennst, daß du den Widerstand deiner Partnerin suchst, damit du etwas hast, was du bekämpfen kannst, kannst du den intellektuellen Widerstand dieses Aspekts erkennen: Erkenntnis der eigenen Grenzen, Einblick in die Zusammenhänge und Einsicht in die Notwendigkeit, aggressiven Regungen rechtzeitig einen angemessenen Ausdruck zur Verfügung zu stellen, kurz: einen äußeren Rahmen, der dich gerade deshalb stärkt, weil du dich gegen ihn auflehnen kannst. Erst, wenn du die Einwände der Gefährtin als deine eigene Strategie erkennst, die Bedingungen der Widerstände kennenzulernen und damit die Voraussetzungen zu deren Beseitigung, bist du am Ziel: in der Anpassung an die eigenen Gespenster in den Gedanken der anderen.
Trigon, Sextil 
Im Ansatz zeigt diese Verbindung eine gedankliche Übereinstimmung mit den Ideen deiner Partnerin, in deren Umfeld du dich für ihre Einfälle begeisterst und dich ihren Perspektiven öffnest. In deinem merkurischen Geist inkarniert sich der Klugscheißer, der sprunghafte Veränderungen durchlebt und auf seiner Suche nach Erkenntnissen und Lösungen ständig auf der Flucht ist und beengende Fesseln durchschneiden will. Es ist die kreative Form des unruhigen Verstandes, dessen sprudelnde Ideen und Gedanken nur so fließen, weshalb du oft unfähig bist, deine Gedanken ohne den Beistand deiner Begleiterin zu disziplinieren. Die schöpferische Kraft des Denkprinzips schleudert dich ständig zwischen den Zielen hin und her. Vielseitig beschreibst und rekonstruierst du kausallogische Zusammenhänge, verbindest Widersprüche und gleichst vorübergehend aufscheinende Gegensätze mit den doppelzüngigen Wortspaltereien mehrschichtiger Sichtweisen aus, so daß du ständig neue Standpunkte einnimmst. Doch erst die Argumente der Frau helfen dir, die ambivalente Gabe der Verstandeskraft zu nutzen und durch ihr Verständnis zu entfalten, um zur Klarheit zu gelangen. Damit befindest du dich in ihrem Kopf auf jener Entdeckungsreise, auf der du die Welt als das Bild in einem Spiegel, den Spiegel aber als die Grundlage deiner eigenen Gedanken erkennst. Denn im Innersten spürst du genau, daß der intellektuelle Schulterschluß mit der Partnerin die angestrebte Sicherheit für dich bedeutet, da sie genauso denkt wie du.

Merkur/Venus
Merkur des Mannes in Aspekt zur Venus der Frau
Konjunktion 
Diese Konstellation schenkt dir die Gabe, deine Gedanken klar zu formulieren und auch komplexere Aussagen in einfache Bilder zu übertragen, die von deiner Umgebung leicht verstanden werden können. Dadurch fällt es dir nicht schwer, die Partnerin um den kleinen Finger zu wickeln, denn der Merkur verleiht dir im Umgang mit ihr das innere Empfinden, ihren Charme stets ins Zentrum deines Kommunikationsaustausches zu rücken. Deshalb setzt du dich auch lieber mit ihren Problemen auseinander, statt dich um deine eigenen Gefühle zu kümmern. Dein diplomatisches Gespür, sie in den Mittelpunkt deines Interesses zu stellen, sichert dir ihre Aufmerksamkeit und ihr blindes Vertrauen. Doch in der Selbsttäuschung verhangen, die Verbindung zu harmonisieren, sind alle Bestrebungen schließlich nur triumphale Versuche, die Realität sozusagen aus der Entfernung über das Harmoniestreben im anderen zu leben. Fazit: Du versuchst die eventuell fehlende Libido durch ein freundliches Weltbild zu kompensieren, damit du deine gefühlsmäßige Leere durch dieses filtern und damit für dein eigenes, unmittelbares Erleben entschärfen kannst.
Quadrat, Opposition 
Die Welt der Harmonie ist ein Ideal, das mehr mit deinen inneren Wünschen als mit der äußeren Wirklichkeit zu tun hat. Solange du dir das nicht eingestehen willst, verdrängst du die Wirklichkeit in der Partnerschaft zugunsten deiner Wunschvorstellung, damit du deine Verlogenheit auch leben kannst. Das entspricht der unbefruchteten Blüte, die den Zweck ihrer Bestimmung vergessen hat, denn dahinter versteckt sich der Konflikt, dich mit deiner Partnerin gar nicht auseinandersetzen zu wollen, sondern sie dir in den Bildern deiner Vorstellung zu erschließen, an die du dein intellektuelles Empfinden angepaßt hast. Doch je mehr du dich an das Bild ihrer äußeren Wirklichkeit anzupassen versuchst, desto mehr werden deine Gefühle in den Wirkungsbereich der beiseite geschobenen inneren Gefühlswelt gezogen. Statt deine Gefühlsnatur zu motivieren, setzt du dich mit der Venus der Eva auseinander und suchst durch verbale Auseinandersetzung zu entschärfen, was du an eigenen Triebinstinkten nicht erträgst.
Trigon, Sextil 
Die übermäßige Rationalisierung, die du unter dieser Verbindung in die Beziehung einbringst, versucht die Partnerin unter objektiven Gesichtspunkten zu sehen. Da dies natürlich niemals gelingen wird, weil du in deinen merkurischen Überlegungen die Irrationalität ihrer weiblichen Instinktnatur nicht berücksichtigt hast, bleibt nur die Möglichkeit, ihr «gefiltertes» Bild in deine eigene Lebensbeschreibung miteinzubeziehen. Du lebst ihr emotionsfreies Spiegelbild, aus dem du ihre Triebnatur entfernt hast, vor dem harmonischen Hintergrund einer «Heidiland»-Inszenierung aus, und stülpst diesem Bühnenstück noch schnell deine Sichtweise auf, um dein Beziehungsbild zusammenzuhalten, denn du glaubst, das Bild in deinem Kopf sei die Wirklichkeit. Dieser Aspekt umschreibt also das, was du zu sehen nicht gewillt bist, in den schönsten Farben, wobei du dich fortwährend selbst überlisten mußt, weil dein Merkur nicht nach ihrem weiblichen Empfinden, sondern nur nach dem Bild deiner Wahrnehmung ausgerichtet ist.

Merkur/Mars
Merkur des Mannes in Aspekt zum Mars der Frau
Konjunktion 
Innerhalb der Beziehung läßt du dir von der kämpferischen Natur der Frau, die die karmischen Verwebungen aus den Tiefen des Unbewußten durch einen mutigen Schritt des Egos hervorholt, den Intellekt stimulieren, worauf es zu objektiven Erkenntnissen kommt. Es ist nicht auszuschließen, daß die Partnerin bisweilen enttäuscht reagiert, wenn du ihre Sexualinstinkte neutralisierst und auf der geistigen Ebene interpretierst; andererseits möchtest du nichts anderes als die Einsicht herbeireden, daß zur Harmonie des Ganzen die Triebnatur einbezogen werden muß. Der Sinn der Verbindung findet sich dort, wo deine intellektuelle Sichtweise mit dem aggressiven Willen der Gefährtin zusammenfällt und zeigt, daß ein erfolgreicher Weg nicht über blindes Handeln geht, sondern daß er über die innere Absicht zweier Menschen führt, die ihr unbewußtes Potential auf ein gemeinsames Ziel ausrichten und den Dschungelpfad miteinander in unbeirrbarer Beharrlichkeit gehen.
Quadrat, Opposition 
Aggression ist Mars und Spiel ist Merkur. Und damit der Mars deiner Partnerin funktionieren kann, braucht er den reflektierten Widerstand in deiner Sprache. Dabei hast du öfter das Bedürfnis, die Gefährtin verbal zu «töten», denn sie wird durch ihre Animus-Projektion (Mars) versuchen, ins aufgeklappte Messer ihrer verdrängten rationalen Sichtweise zu rennen (Merkur), die sie durch dich auslebt. In diesem widersprüchlichen Verhalten vermagst du ihre Aggression zu sehen, die nicht wirklich ins Leben hineingeht, sondern ständig mit deinen Gedanken kokettiert. Statt eines mutigen Triumphators auf dem Schlachtfeld der Triebe bist du nur ein Gladiator der Zunge in der Arena der Argumente, der seine Einsichten nach allen Seiten verteilt. Gleichzeitig ist Merkurs Sprache aber auch das «Bollwerk», um die emotionale Wirklichkeit von dir fernzuhalten. Dadurch werden alle Weisheiten zu tauben Worten und die Reden selbst zu hohlen Sprüchen, die du brauchst, um mit der Aggressivität der Begleiterin nicht konfrontiert zu werden. Hier mußt du Farbe in der Beziehung bekennen als Teilnehmer eines Krieges, den du in weiter Ferne wähnst, dabei findet er nur durch deine Worte statt.
Trigon, Sextil 
Der Mars repräsentiert die Triebnatur der Frau, die auf die Muster deiner Vorstellungen trifft, wenn sie den funkelnden Speer ihrer Begierde wie eine Amazone in den Kopf des von ihr verwundeten Helden stößt. Dabei genießt sie das Unbehagen des Opfers, wenn sie es in seiner Männlichkeit provoziert, denn dieser Aspekt deutet auf eine Beziehung hin, in der sie ihr inneres Heldenbild in dir wiederfindet, mit dem sie sich sexuell manifestieren will. Umgekehrt versuchst du, die Instinktnatur der Partnerin zu «dirigieren», indem du sie zu aggressiven Handlungen gegen dich einlädst, wobei du unbewußt hoffst, endlich deiner verhinderten Aggression zu begegnen. Unter dem Vorwand, wenigstens zu erfahren, was du nicht willst, lieferst du dich von Zeit zu Zeit ihrer aggressiven Triebnatur aus, um deine inneren Konflikte zu spüren und sie stellvertretend in ihren Handlungen zu analysieren. Das entspricht einem inneren Verhalten, dich durch die Kontrolle der Aggressionen deiner Gefährtin aggressiv zu profilieren. Jeder deiner Gedanken trägt deshalb den Stempel intellektueller Vernunft, die sich bestätigen will oder zu erkennen sucht, aber immer nur vor sich selbst davonläuft, weil hinter allen Zielen bloß die eigene Verhinderung steht. Die Partnerschaft ist dabei die Straße, auf der sich die Frau ständig selbst überholt.

Merkur/Jupiter
Merkur des Mannes in Aspekt zum Jupiter der Frau
Konjunktion 
In dieser Partnerschaft bist du vom Wunsch erfüllt, Harmonie und Frieden durch den Austausch von Informationen herzustellen, während deine Gefährtin wünscht, aus der Erweiterung des Wissens zusätzliche Perspektiven zu gewinnen. Während du die Fragen des Lebens durch hinterfragendes Denken zu lösen suchst, wünscht sie in ihren Problemen gleichzeitig auch den rationalen Sinn zu erkennen. Daher ist es euer gemeinsames Ziel, die Verschmelzung von Seele und Geist über die Bewußtseinskanäle zu vollziehen, wobei du der «Wellenbrecher» bist, der die Dreidimensionalität ihrer göttlichen Höhenflüge in die Zweidimensionalität des Verstehens einzwängt. In der Regel mußt du ihren jupiterhaften Anspruch, das Ewige transparent zu machen, durch denkerische Klimmzüge ausgleichen, denn ihre schöpferische Abgehobenheit führt oft zu gedanklichen Widersprüchen, die aber trotzdem Anreiz zur Vereinigung bieten und damit das Unaussprechliche oder Undenkbare spiegeln, für das sie in der Dualität ein Symbol sein wollen.
Quadrat, Opposition 
Auf der Beziehungsebene wirkt sich dieser Aspekt zunächst einmal nachteilig aus, weil die vielen Ideen und Pläne, die ihr zusammen schmiedet, nie halten, was ihr euch von ihnen versprecht, da sie meistens realitätsfremd und übertrieben sind. Wegen der Fülle von Eindrücken, die es unter diesem Einfluß zu vernetzen gibt, besteht ständig die Gefahr, daß du dich in den weiten Assoziationsfeldern der Jupiter-Frau gedanklich verstrickst. Je größer dein Wissen ist, desto unruhiger wirst du in der Verbindung mit ihr, denn es gilt, immer neue Informationen zu erwerben und Fähigkeiten zu wecken, die du jedoch nicht in der Lage bist, zu einem sinnvollen Ganzen zu verbinden. Du verirrst dich im Gedanken eines nach Objektivität strebenden «Beziehungskoordinaten», der das Zerfließen der Partnerin in einen spirituellen Rahmen setzt, um das «Unaussprechliche» darin unterbringen zu können. Gerade der unbewußte intellektuelle Zwang, den Überblick nicht zu verlieren, liefert dich einer Informations-Schwemme aus, denn dieser Aspekt versinnbildlicht Interessenfülle und geistige Expansion und zielt in Bereiche, wo der Sinn unseres Daseins nicht mehr in der gegenseitigen Verschmelzung, sondern in den Labyrinthen der Kommunikationspsychologie oder in den vierdimensionalen Laboren virtueller Wirklichkeit empfangen wird. Doch da die Weltbilder im Kopf entstehen, schwingt sich dein Denken in die schwindelerregende Uferlosigkeit vernetzter Wechselseitigkeiten aus.
Trigon, Sextil 
Im Einflußbereich dieser Konstellation verbindet sich dein rationaler Verstand mit dem höheren Bewußtsein deiner Beziehungsgefährtin zu einem ineinandergreifenden Verständnis auf allen Ebenen. Großzügiges Denken, das auch gegenteilige Meinungen erlaubt, ist angesagt: Das gemeinsame Ziel ist die Erweiterung von Geist und Verstand. Ständig evoziert ihr die Geburt eines größeren Weltbildes – oder wenigstens die Erweiterung des weltanschaulichen Rahmens für eure Bilder. Dein Wissensdurst nimmt überhand, denn Merkur trägt – in seiner Rolle als Verbinder – Erkenntnisse von einem Koordinatenpunkt zum anderen und offenbart dir die Ziele einer weltumspannenden Perspektive der Frau, die das Ideal einer ungeheuren Vision von Zukunft aus sich gebärt und die du zu einer beeindruckenden Synthese verarbeiten kannst, wenn es dir gelingt, sie ins Bewußtsein zu integrieren. Ständig bist du vom inneren Verlangen getrieben, durch den Austausch neue Visionen aus ihr zu evozieren und aus dem Rückfluß ihres Wissens größere Perspektiven zu gewinnen. Doch auf der Suche nach Erlebnistiefe tauchst du oft in die Bilder ihrer Vergangenheit ab, um die vergessene Göttin zu suchen, die in deiner Psyche hochsteigt, weil du glaubst, ihr Geheimnis mit dem Verstand nicht entschlüsseln zu können. So können sich alte Bilder mit neuen Zielen in deinem Hirn zu Pseudowahrheiten verbinden, deren Ziele allein darin liegen, die innere Leere auszufüllen. Das richtige Ziel aber wäre, in der Vergangenheit das Zeitlose zu erkennen und daraus reale Gegenwartsbezüge zu gewinnen.

Merkur/Saturn
Merkur des Mannes in Aspekt zum Saturn der Frau
Konjunktion 
Dieser Aspekt konfrontiert dich mit der Oberflächlichkeit des Denkens und fordert dich auf, die Ziele, die du in der Beziehung anstrebst, mit dem Pflichtgefühl deiner Partnerin abzustimmen. Da sie die Suche nach dem Licht repräsentiert, liegt ihre Hauptbedeutung in der tiefen Erkenntnis und der Gewißheit dessen, was dir im Beziehungsleben wirklich wichtig ist. Deshalb mußt du dir das Vertrauen der saturnischen Begleiterin erwerben, denn sie ist das Symbol pflichtbewußter Einbindung schlechthin und macht dir bewußt, daß du mit deiner merkurhaften Intellektualität oft Bereiche wie «karmische Haftung aus kollektiver Verantwortung» verdrängst. Mit der rechten Hand gibt sie dir einen inhaltlich beschränkten Rahmen vor, nicht ohne dir aber mit der linken gleichzeitig die Möglichkeit einzuräumen, diesen beengenden Käfig in den Mittelpunkt eurer Kommunikation zu bringen und ihn mit Hilfe reifer Erkenntnisse zu sprengen.
Quadrat, Opposition 
Durch die Begegnung mit der argwöhnischen Gefährtin wirst du gezwungen, deine ungeliebten Schattenseiten wahrzunehmen, in denen du den Auswirkungen deines Denkens mitsamt seinen Versäumnissen begegnest. Das kann zu Hemmungen und Blockaden im Kommunikationsbereich führen, denn dein Denken wird durch ihre Kritik blockiert. Statt vorschnell zu handeln lernst du hier, ihr zuzuhören und deine Ideen erst dann zu formulieren, wenn du genau weißt, was du sagen willst. Der Aspekt steht einerseits für Stabilität und Fixierung und zeigt weniger den Aufbruch zu neuen Ufern, sondern mehr das Streben nach Konsolidierung an, in der Erreichtes verteidigt und abgesichert werden kann. Andererseits repräsentiert er aber auch die sich bewußt zusammenziehenden Kräfte, dank derer es dir gelingt, aus der Fülle der Möglichkeiten in jedem Augenblick diejenige auszuwählen, die sich in der jeweiligen Lage am besten verwirklichen läßt. Leider kommst du dabei selten über ein Weltbild im «Jackentaschenformat» hinaus, denn unter der Führung der skeptischen Begleiterin entwickelt sich dein Weltbild nur sehr langsam und verweist nicht selten auf den inneren Zwang, deinen Intellekt in den Käfig ihrer eigenen (unerkannten) Verhinderung einpferchen zu wollen.
Trigon, Sextil 
Da der Saturn der Frau unter dieser Konstellation auf das innere Bedürfnis des Mannes verweist, die Essenz seines Denkens in den Dienst eines organisierten Umfelds zu stellen – das Ganze aber an die Partnerin zu delegieren und in der Übertragung an sie unerkannt vor sich selbst zu leben –, hast du hier die passende Begleiterin gefunden, die dir hilft, deine Spontaneität zu unterdrücken, weil du dich unbewußt nach einem festen Rahmen sehnst, dessen Überwindung dich gleichzeitig wieder anspornt. Deshalb steht die Saturnierin für die ersehnte Erzieherin, die dir hilft, alles, was du in der Welt vorfindest, zu strukturieren und damit deiner überbordenden Fülle von Ideen und Gedanken ein sicheres Nest zu bauen, in dem deine Ideen ausgebrütet und ins Licht gelangen können.

Merkur/Chiron
Merkur des Mannes in Aspekt zum Chiron der Frau
Konjunktion 
Mit Hilfe der Frau kannst du in der Beziehung über deine Absichten und Taten hinauswachsen: zum einen, weil es dir gelingt, eine Sache gleichzeitig von außen und von innen zu betrachten; zum anderen, weil du erkennst, daß du gleichzeitig Antreiber und Getriebener deiner Handlungen bist. Sie öffnet dir unbekannte Bereiche in deinem Verstand, über die du in alte karmische Verstrickungen eintauchen kannst. Doch werden die Probleme leider nicht dadurch gelöst, daß man sie artikuliert. Zum Vorteil gereichen sie auch nur unter der Voraussetzung, daß ihr Vorhandensein ein Ansporn ist, um sich selbst zu erkennen. Es ist also sicherlich falsch, wolltest du im Verhalten deiner Partnerin nur das Gute erkennen. Ebenso ist es aber auch verfehlt, wenn du in ihr die bloße Verhinderung von geistiger Entwicklung siehst. Denn im Grunde ist beides richtig, aber nur, wenn du beides in ein angemessenes Verhältnis zueinander bringst und dich nicht der schmerzhaften Einsicht entziehst, daß das, was verletzt, seine Voraussetzung nicht in der Reflexion der Begleiterin, sondern in deiner Verstrickung in die eigenen Modelle vergangener Wirklichkeit hat.
Quadrat, Opposition 
Psychologisch scheint die Gefährtin die Ziele in dir zu repräsentieren, die dir in höchstem Maße zuwider sind. Sie legt durchdachte Vorstellungen, Pläne oder Selbstkonzepte in Schutt und Asche, denn sie möchte viel tiefer in die Dinge eindringen, als du dir das vorstellen kannst. Sie kompensiert deine Geschäftigkeit, indem sie dir die Leere hinter deinen Fassaden vor Augen hält. Oft fühlst du dich von ihren Gedanken bedroht oder von den inneren Vorstellungsbildern umzingelt, die sich in deinem Hirn entfachen, denn Chiron löst die Blockaden in deinem Denken auf schmerzvolle Art und Weise auf, die als Personifizierung eines drohenden Verderbens in Form von Schuldgefühlen und Ohnmachtserlebnissen in dein Erleben hineinzufließen beginnen. Der inneren Angst, dich im undurchdringlichen Dschungel deiner quälenden Bilder zu verirren, versuchst du oft das Abwehrverhalten deines pragmatischen Verstandes entgegenzuhalten, der vorgibt, sich jetzt um das Chaos der anderen zu kümmern. Da du nicht ahnst, daß du den Widerstand als notwendige Erfahrung brauchst, um in die Tiefe zu dringen, ist dir die Chance dieser Seelenverbindung meist nicht klar. Doch sie bringt dich wieder zu dir selbst zurück, weil es nichts mehr gibt, das du erreichen mußt oder vor dem du dich zu verstecken brauchst. Du bist jetzt in der verzweifelt-glücklichen Lage, alles zulassen zu können, was deine Partnerin verlangt, weil du dich nicht mehr gegen ihre Einflüsse verteidigen kannst. Du brauchst dich aber auch nicht mehr zu wehren, weil du jetzt alles geschehen lassen kannst und darfst: «Ich wandle mich durch bewußtes, denkerisches Nicht-Handeln!»
Trigon, Sextil 
Hier begegnest du einer Frau, die eine Form des Bewußtseins repräsentiert, das einerseits mit deinen Schuldgefühlen aus vergangenem Karma in Beziehung steht, andererseits aber auch mit deinem züngelnden Verstand verbunden ist. Dabei ist es ihr eine besondere Freude, alle deine Wertvorstellungen, Pläne und Konzepte lahmzulegen und deine Argumente wegzufegen und ihnen durch verstandesmäßiges Taktieren den Wind aus den Segeln zu nehmen. In der geistigen Auseinandersetzung mit ihr ziehst du regelmäßig den kürzeren, weil jeder Einwand, der dir zu einer Sache einfällt, bereits ein Teil ihrer Gegenargumente ist. Nicht weil er nicht treffend, sondern weil er immer nur die Hälfte eines unerkannten Ganzen in dir selbst ist. Wenn du erkennst, daß ihr Widerstand gerade das ist, woran du wachsen kannst, weil er dir die Argumente spiegelt, die unbewußt in den Schuldkammern deiner Seele dämmern, kannst du die Heilkraft dieser Verbindung erkennen: nämlich die Notwendigkeit, nicht nur den oberflächlichen Einfällen, sondern auch deinen tieferen Argumenten eine angemessene Plattform zur Verfügung zu stellen, auf der sie sich ins Licht des Bewußtseins heben können. Erst, wenn du die Argumente deiner Partnerin als dein schlummerndes Potential erkennst, das sich stellvertretend durch ihren Mund in dein Bewußtsein katapultiert, damit du die Bedingungen der inneren Widerstände deiner abgespaltenen Gedanken kennenlernst und damit die Voraussetzung zu deren Beseitigung, bist du befreit: in der Anpassung an die eigenen Gespenster in den Gedanken der anderen. Damit erkennst du die Muster deiner Vergangenheit als die Schöpfer einer Zukunft, die für dich in dieser Beziehung zur Gegenwart werden.

Merkur/Uranus
Merkur des Mannes in Aspekt zum Uranus der Frau
Konjunktion 
Diese Kombination sprengt die Grenzen des Intellekts und des dualen Denkens und zeigt dir auf der Beziehungsebene neue Räume und das damit verbundene Unterfangen, alten Betrachtungsweisen durch neue Sichtweisen zu begegnen. Das bedeutet aber auch, daß du deine bekannten Erfahrungsbereiche verläßt und deinen kategorisierenden und analysierenden Verstand in die Wahrnehmungsräume der uranischen Wirklichkeit deiner Partnerin hineinstellst, um dir neue Bewußtseinshorizonte zu öffnen. Die damit verbundene Lebensbeziehung kann destruktiv oder kreativ sein oder beides zusammen. Sie weist aber immer auf erfrischende Erfahrungen hin, die zwar chaotische Züge tragen können, aber keine wirkliche Gefahr bedeuten, selbst wenn du dich durch die Gedankensprünge der Frau in den Widersprüchen deines dualistischen Weltbilds verstrickst. Du wirst vom Uranus der Gefährtin in Realitäten hinaufgetragen, wo du die Verflechtungen der Gedanken im Netzwerk des Großen Geistes erahnst, und kannst dein Haupt in ihrem (Bewußtseins-)Schoß über die Beschränkung verstandesmäßiger Dualitäten hinausheben und einen Blick ins Zentrum der Schöpfung werfen, wo alle Unterschiede «zusammenfallen». Alles steht in Wechselbeziehung zueinander, die Realitäten sind ineinander verflochten und in diesem Sinne verkörpern auch deine Wunschbilder und Träume eine eigene Wirklichkeit, die alltäglich aus dem großen Fond des Schöpfergeistes inszeniert wird.
Quadrat, Opposition 
Das Problem in der Beziehung ist, daß dir die Frau mit ihrem Feuerwerk von Einsichten ständig widerspricht, denn dieser Aspekt zeigt an, daß sie die uranische Veranlagung, die Werte auf den Kopf zu stellen, in deinen Gedanken auf die Spitze treibt. Sie zwingt dich zu einem verstandesmäßigen Schnellfeuer, an dem rationale Überlegungen nur geringen Anteil haben. Oft wirst du von ihren schrägen Gedankenblitzen derart mitgerissen, daß du vergißt, ihren Wortsalven ein Ende zu setzen und statt dessen bereit bist, lieber alles in Frage zu stellen, als dich ihr zu widersetzen. Dein Realitätsdefizit gipfelt darin, daß sich dein Verstand von ihren «ver-rückten» Sichtweisen derart betören läßt, daß du lieber die Verbindung zu deinem Weltbild verlierst, als daß du ihre Gedankensprünge unterbrichst.
Trigon, Sextil 
Der ruhelose Geist deiner Partnerin, Uranus, sprengt die Grenzen deines Intellekts und des dualen Denkens. Da dieser Planet für alles steht, was exzentrisch ist und aus dem Rahmen fällt, kannst du dir vorstellen, wie eruptiv sich seine Einflüsse auf deine irdische Beziehung auswirken. Er verkörpert die kreative Kraft des fragenden Geistes, der alle Grenzen aufbricht und eine Brücke zwischen den Welten baut, wo alle Gegensätze verschwinden und in einem Geistesblitz alle getrennten Formen als Teile eines übergeordneten Ganzen erahnt werden können. Deshalb kannst du unter diesem Aspekt zu Erkenntnissen kommen, die weitreichende Neuerungen zur Folge haben, denn Merkur/Uranus führt zu einer spontanen und unberechenbaren Übereinstimmung zwischen deinem Verstand und den schöpferischen Einfällen der Frau. Die gemeinsamen Aufgaben erfordern geistige Lösungen, und die Energie, die dabei umgesetzt wird, verweist auf die Kreativität einer unkonventionellen Beziehung jenseits aller Polarisierung.

Merkur/Neptun
Merkur des Mannes in Aspekt zum Neptun der Frau
Konjunktion 
Deine Fähigkeit zum klaren Denken verbindet sich hier gut mit den irisierenden Nebeldämpfen aus den Urquellen der Frau. Dabei hilfst du ihr, die Träume zu «erden» und ihre numinosen Gefühle zu verstehen. Dafür stellt sie dich in den Mittelpunkt ihrer kosmischen Ziele. Doch die Beziehung hat ihren Preis: Dein denkerisches Selbst wird von ihren fließenden Energien zwar liebevoll durchdrungen, doch andererseits wird deine rationale Basis mit ihren funktionalen Handlungsabläufen durch ihren Einfluß oft auch «aufgeweicht». Deshalb solltest du darauf achten, daß deine Partnerin ihre Identität nicht (ganz) verliert, wenn sie sich aufschwingt, um die Gefühle der Tiefe mit den Höhen der Erkenntnis zu verbinden und sie in deinem Kopf zum Ausdruck zu bringen. Denn in ihrem Streben, deinen Geist auf eine höhere Bewußtseinsebene zu tragen und deine Seele ins Elysium ihres Inneren zu ziehen, riskiert sie den Verlust ihrer rationalen Form. Es ist das Vertrauen der kindlichen Seele, die sich noch in den Sphären des Kosmos wähnt und das bewußte Erleben in ihre Träume und Traumwelten impliziert.
Quadrat, Opposition 
Der Austausch mit der bezaubernden «Wassernymphe» ist unter dieser Verbindung von sehr feinstofflicher Natur, so daß es leicht zu Unklarheiten und Irritationen kommen kann. Oft scheinst du unter ihrem Einfluß unfähig zu klaren Gedanken, denn dein Denken wird leicht von ihren Gespenstern durchdrungen und dein bezugnehmender Verstand durch ihre mystischen Störfelder sehr stark behindert. Vielleicht fühlt sie sich durch deine intellektuelle Ausrichtung in die Enge getrieben, weshalb sie versucht, deine Vernunft zu irritieren. Das wiederum mag dich verwirren, denn sie zaubert aus deinen Gedanken stets irrationale Gesichter und hysterische Verstrickungen hervor. Andererseits könnte dieses Verhalten aber auch zur Entwicklung deiner höheren Intuition beitragen, falls es dir gelingt, in der «Gedankensuppe» ihrer nebelhaften Sehnsüchte deinen Verdrängungen mystischer und okkult-utopischer Fiktionen zu begegnen, in denen weniger das Detail, sondern mehr der Sinn fürs Ganze herausgehoben werden will.
Trigon, Sextil 
Auf der Beziehungsebene wird dein Selbst von den kosmischen Erfahrungen deiner Partnerin durchdrungen, denn ihre Reflexionen, die sich in deinem Denken spiegeln, erweitern deine intellektuelle Realität. Dagegen erscheint die rationale Schärfe deines Verstandes mit seinen Handlungszielen oft wie «weichgespült». Du bist bereit, dich der geheimnisvollen Quellnymphe zu öffnen und dir das Formlose anzusehen, nach deren magnetischen Ausrichtungen sich überhaupt erst das gestaltet, was du in der Welt als Bild wahrnimmst. Die Verbindung mit der neptunischen Seelenfee repräsentiert die Kraft, wo der Geist sich aufschwingt, um die Gefühle der Tiefe mit den Höhen der Erkenntnis zu verbinden. Ihre Visionen unterstützen deinen sensibilisierten Verstand, die Geheimnisse des Unaussprechbaren wahrzunehmen, denn hier geht es darum, deine fließenden Energien zu erkennen und durch Worte und Gefühle zum Ausdruck zu bringen. Dein bewußtes Erleben ist von ihren Träumen infiziert, denn die Bindung an das Unfaßbare dominiert. Dabei folgst du der Sehnsucht ihrer Seele, die das Unfaßbare als Ausgangspunkt und zugleich als Zielrichtung auf eine höhere Bewußtseinsebene trägt. Auf der unbewußten Ebene verkörpert diese Verbindung das Staunen, mit dem nach Adam alle Erkenntnis beginnt.

Merkur/Pluto
Merkur des Mannes in Aspekt zum Pluto der Frau
Konjunktion 
Das fundamentale Wesen deines kommunizierenden Verstandes wird von deiner karmischen Begleiterin ständig aufgefordert, tiefer in die Materie einzudringen, denn das Motto dieses Aspektes lautet: «Vom Akt des Erbsenzählens zu den Urgründen des Erkennens!» Unter ihrem Einfluß wirst du zu tiefschürfenden Auseinandersetzungen gezwungen, die nicht länger nur der Lust an der Erkenntnis frönen, sondern sich auch mit den Hintergründen der Dinge auseinandersetzen. Der Wunsch nach Erkenntnis ist der Wunsch nach Individualität, und die Ausweitung deiner Gehirnkapazität, zu der dich deine Partnerin antreibt, während dein Interesse an neuen Perspektiven ansteigt, ist der Wunsch nach globaler Erkenntnis. Sie könnte einen wichtigen Prozeß der Selbsterkenntnis in deinem Umfeld anzeigen; andererseits ist sie nur da zu finden, wo du selbst im Erkennen die Einwirkung deiner ablenkenden Denkmuster erkennst.
Quadrat, Opposition 
Dieser Aspekt verursacht einen Konflikt zwischen deinem Verstand und der unergründlichen Gefühlsnatur der Frau. Dabei spielst du gern den klugen Lehrer, der sie mit Argumenten überzeugen will. Doch aus ihr spricht die tiefe Stimme des Erkennens, die die dualisierenden Kräfte deines Intellekts beeinflussen kann. Dein Gefühl ist richtig, daß sie dein rationalisierendes Argumentieren zum Verstummen bringen könnte, doch es nützt dir nichts, vor ihrem Zugriff auf der Hut zu sein, denn letztlich bist du der Vasall Merkurs, der über sie tiefer in die Geheimnisse der Seele eindringen will. In der Beziehung mit ihr wirst du von deinen inneren Gespenstern gequält, die eine Personifizierung eines drohenden Verderbens sind, das nicht unbedingt als konkretes Ereignis eintreten muß, sondern sich auch in Schuldgefühlen und Ohnmachtserinnerungen ausdrücken kann. Die Partnerin korrigiert die Sünden im kurzfristigen Denken, die der Verstand im blinden Vorwärtsstürmen auf nichtige Ziele begangen hat, und obgleich letztlich eine Befreiung und Wiederbelebung damit verbunden ist, mußt du erst einmal durch die Finsternis hindurch, denn nur dieser Weg verspricht am Ende auch Licht.
Trigon, Sextil 
In dieser Partnerschaft ruft die Begleiterin das Verlangen in dir wach, dich mit ihrer erkennenden Seite zu verbinden, denn innerhalb eurer Berührung bist du der stotternde Held, der dem mächtigen Drachen begegnet, aber, bevor er wegrennt, plötzlich erkennt, daß dieser ihm zu großer Tiefe und Weisheit verhelfen kann. Bei genauerem Hinsehen baut die Frau keine intellektuellen Monumente auf, sondern zerstört sie systematisch, indem sie dir zunächst eine gewisse Macht in Form suggestiver Wortgewalt zur Verfügung stellt, um sie dann mit der Wucht der Widersprüche und dem systematischen Verfall deiner Argumente wieder wegzufegen. Durch dieses katalysatorische Fegefeuer der Entwicklung führt sie dich auf geheimnisvollen Wegen zu den Mysterien des ewigen Lebens. Dort trinkst du vom Quell der kollektiven Erkenntnis und läßt die Einsicht in dir aufdämmern, daß der Schlüssel der Evolution dem Ausgangspunkt deines Denkens entspricht, aber nur, wenn du dein rationales Wissen hinterfrägst und dein Bemühen, die Partnerin durch die Merkurisierung der Schatten- und Tabu-Bereiche zu verdrängen, aufgibst.

Merkur/Lilith
Merkur des Mannes in Aspekt zur Lilith der Frau
Konjunktion 
Du mußt deine Überlegungen in Frage stellen, wenn du diese Frau verstehen und nicht in deinen Befürchtungen steckenbleiben willst, die sie dir reflektiert, damit du in deinem äußeren Erleben nicht immer nur deine inneren Ängste inszenierst. Es geht hier darum, daß du das Schweigen der Partnerin aufbrichst, denn du spürst ihre offensichtliche Verweigerung, sich dir zu öffnen, und damit verbunden ein starkes Verletzbarkeitsgefühl. Es handelt sich um ihre Angst, sich jemandem in ihrer ganzen Blöße zu zeigen, ein Umstand, der sie zwingt, deine Aufmerksamkeit ununterbrochen auf sich zu ziehen, damit sie dich ständig im Auge behalten kann. Andererseits wünscht sie sich von dir, daß du die Bilder in ihrem Kopf «befriedigst», d.h. dich in deinem Verständnis auf ihre Schattenseiten einstellst (auf alten Ikonen wird die Lilith oftmals mit einer Vagina auf der Stirne dargestellt!). Weil sie dich oftmals für deine Ablehnung, ihre Probleme zu lösen, bestrafen will, zwingt sie dich zur endlosen Wiederholung fixer Ideen in deinem Hirn, was oftmals zu Zwangsneurosen wie das Zählen der Mosaikplättchen in der Küche führt. Du mußt dich mit unsinnigen Fragen solange auseinandersetzen, bis du nicht mehr an der äußeren Form der Fragen hängenbleibst, sondern zum Kernpunkt deiner inneren Angst vordringst, wo du die geforderten Antworten finden wirst.
Quadrat, Opposition 
Lilith ist die Göttin der Zauberei und des Spukwesens; sie wird schon in den sumerischen, babylonischen und assyrischen Überlieferungen Geflügelte und Würgerin, Hure und Vampirin, Teufelin, Hexe und Schlange genannt. Wenn sie aus den kollektiven Tiefen in Gestalt deiner Partnerin auftaucht, dann sind alte karmische Ängste zu bearbeiten. In ihrer Rolle ist sie aber keineswegs nur das böse Gespenst, auch wenn es aus deiner Perspektive so ausschaut; sie ist eher der Abszeß, der aufplatzt und alle Dämonen und Spukgestalten in dir freiläßt, die unbemerkt in dir wohnen. Sie ist die analytische Anima vom Typ «Schwarzer Engel», die ihre Liebhaber mit Verdrängung, Projektion, Aggression und Regression einschüchtert. Sie ist aber auch die Vermittlerin, die dich in die Tiefen des absoluten Wissens hinabführt, wenn du ihr Inneres «beseelst». Es ist daher notwendig, die Lippenbekenntnisse mit Inhalt zu füllen, sonst wirst du von ihr in das Inferno der Ängste, Befürchtungen und Ohnmachtserlebnisse gezogen, wo dich deine Schulddämonen zu Sklavenarbeit und erniedrigender Anbetung zwingen.
Trigon, Sextil 
Hier kannst du tiefer in die Dinge eindringen, als deinem Bewußtsein, das die vorüberhuschenden Bilder des Lebens zu einem Netzwerk verknüpft, lieb ist. Denn Lilith lädt dich ein, dich der Welt so zu zeigen, wie du wirklich bist, statt so, wie du glaubst, die Umwelt beeindrucken zu können. Du sollst also nicht die Rolle spielen, in der du die Umgebung beeinflussen kannst, sondern dich mit dem Inhalt auseinandersetzen, den die sexuelle Verdrängung der Lilith in deinem Denken auslöst. In dieser Beziehung erlebst du deine Begleiterin aus der Perspektive des kleinen Jungen, der bereit ist, mit ihr aufzubrechen und sich mit den Abgründen in ihrer Psyche auseinandersetzen, die sich als interessante Perspektiven in seinem Denken spiegeln. Selbst wenn die Erkenntnis schmerzlich sein sollte – für dich bedeutet sie individuelle Weiterentwicklung!

Merkur/Mondknoten
Merkur des Mannes in Aspekt zum Mondknoten der Frau
Konjunktion 
Mit Hilfe deines analytischen Verstandes kannst du das Karma deiner Begleiterin auf eurem gemeinsamen Weg ergründen, das sie unbewußt in deinen Gedanken spiegelt, und ihr die Gesetze von Ursache und Wirkung näherbringen. Zwar erwartet sie von dir, daß du ihr das Gesehene erklärst, aber gleichzeitig wünscht sie von dir auch, daß du ihren Horizont erweiterst, denn irgendwo in der Ferne befindet sich der Sinn des Lebens, den sie in deinen Erklärungen zu finden wünscht. Ob du nun an die Wiedergeburt der Seele glaubst, an die Seelenschuld, die in früheren Inkarnationen durch eigenes Handeln gebildet wurde, oder nicht – unter diesem Aspekt solltest du dir in jedem Fall Gedanken über die Gesamtzusammenhänge im Seelenbild deiner Gefährtin machen, um dich mit ihren Fragen auseinandersetzen zu können.
Quadrat, Opposition 
Meist wirst du von der seelischen Ausrichtung der Frau verwirrt. Sie ist ständig auf der Suche nach einem Ziel, obwohl sie gar nicht weiß, was sie sucht. Wie ein Filmprojektor ein Bild auf die Leinwand wirft, projiziert sie ihre unausgesprochenen Fragen auf das «innere Bild deiner Vorstellung» und zwingt dich zum ständigen Erfinden von Geschichten, die ihr das vermitteln, was sie hören will. Wenn sie ihren Suchpunkt (Mondknoten) in deinem Bewußtseinsfokus (Merkur) bewegt, wird die Oberfläche deines Geistes erregt, gerade so, wie ein ins Wasser geworfener Stein Wellen verursacht, die sich in alle Richtungen bewegen. Erst wenn du erkennst, daß all ihre Suche und Wünsche nur die Reflexionen der unendlichen Sehnsucht ihres Mondknotens sind, der sich in dir spiegelt, um das Spiel mit sich selbst in der «Suche nach Sinn» in deinem Hirn voranzutreiben, kannst du in den «Schilderungen ihrer Bilder» auch dein Bemühen erkennen, das den Sinn des Lebens in der Auseinandersetzung mit ihr sucht. Es sind die höheren Sinne, durch die du die Wahrnehmung «wahrnimmst», und wenn du erkennst, daß du dir deine Bilder selbst erschaffst, lernst du auch, sie zu verändern, und indem du das tust, kannst du erfahren, wie sich die Ergebnisse dieser veränderten inneren Wirklichkeit an dem äußern, was du zum Verständnis deiner Partnerin über ihr Karma beitragen kannst.
Trigon, Sextil 
Du mußt die Bilder deiner karmischen Gefährtin ganz genau anschauen, die sie in deinen Gedanken kreiert, denn manchmal läßt du ihrer Imagination viel zu viel Spielraum in deinem Kopf. Denn mit jedem Gedanken, der in dein Hirn eindringt, übernimmst du die Verantwortung, ihn auch wieder reflektieren zu müssen und damit einer Absenderin zu spiegeln, die nicht merkt, daß das von dir Reflektierte immer auch das unmittelbare Produkt ihrer eigenen inneren Erwartung ist. Sie trifft nicht gerne Entscheidungen, weil jede Entscheidung den Gesichtswinkel färbt, aus dem sie das Beurteilte später sieht. Denn sie spürt: Nur solange sie keine Verantwortung für ihre Sichtweisen übernimmt, kann sie dich zwingen, ihr immer nur das zu spiegeln, was sie sehen will. Weil sie dazu aber deinen Verstand benutzen muß, da sie die Verantwortung ihrer Sinnsuche durch dich lebt, ist es gut zu wissen, daß sie dich immer an den richtigen Platz dirigiert, wo sich das, was sie über sich erfahren möchte, in deinen Gedanken wunschgemäß reflektiert.

Merkur/Aszendent
Merkur des Mannes in Aspekt zum Aszendenten der Frau
Konjunktion 
Diese Konstellation verweist auf eine Phase starker Faszination und hoher Anziehungskraft, denn sie repräsentiert aktive Erkenntnis, Klarheit und geistige Veränderung, also die Fähigkeit des Geistes, Ideen und Überzeugungen formen und gut ausdrücken zu können. Vor diesem Hintergrund entsteht eine starke Beziehung; die Frau akzeptiert sich, so wie sie ist, und zieht durch ihre Ehrlichkeit und Offenheit deine Liebe auf dich. Du kümmerst dich um sie und versuchst ihre Interessen zu formulieren. Sie dankt es dir durch das Öffnen der Maske, hinter der sie sich in ihrer nackten Ganzheit offenbart.
Quadrat, Opposition 
Im gemeinsamen Erleben befindest du dich in einem Konflikt, den du der Partnerin zuschiebst, weil du ihr Verhalten als Provokation gegenüber deinen persönlichen Erwartungen empfindest. Doch zu oft läßt auch du den Takt im Umgang mit ihr vermissen und zwingst ihr deine Vorstellungen auf. In dir festigt sich eine fixe Idee, wie sie sich dir zu präsentieren hat; doch ist sie nicht wie eine in Zement gegossene Mulde, in die du deine Erwartungen hineinschütten kannst, sondern sie besitzt selbst genügend Energie, um deine Gedanken zu formen und eine eigene Kreation in deinem Kopf zu entwerfen, so wie sie von dir gesehen werden will. Solange du sie nicht so siehst, wie sie ihrer Meinung nach ist, sondern nur so, wie du sie unter dem Diktat deiner Vorstellung empfindest, befindet ihr euch in einem zermürbenden Streit, der zu keinen gemeinsamen Standpunkten oder Erkenntnissen führt.
Trigon, Sextil 
Im Bereich der Beziehung ist es dein Ziel, dich mit der Maske deiner Partnerin auseinanderzusetzen, die für ihre individuelle Persönlichkeit steht. Das deutet auf einen Zustand optimaler Ausgewogenheit zwischen ihrem äußeren Erscheinungsbild und deinen persönlichen Erwartungen hin. Da sie spürt, daß alles, was du aus ihr an Erkenntnis herausfilterst, sich auf die eine oder andere Weise in der Verbindung niederschlägt, zeigt sie sich dir immer von jener harmonischen Seite, die deine positive Erwartung unterstreicht. Daher führt deine Sichtweise zu einer umfassenden und ganzheitlichen Analyse, die ihr ganzes Wesen umschließt, wodurch auch vermeintlich unvereinbare Gegensätze und Widersprüche miteinander verbunden werden können (Merkur ist schließlich Ausdruck der Fähigkeit, die Maske der anderen zu analysieren und sie gleichzeitig in die eigenen Erkenntnisse miteinzubeziehen).

Merkur/Medium Coeli
Merkur des Mannes in Aspekt zum Medium Coeli der Frau
Konjunktion 
Dein unbewußter Intellekt paßt gut zu den Karriereplänen der Frau. Ihr ergänzt einander wie Lehrer und Musterschülerin oder wie der Boß vor der Pensionierung, der der Hochschulabsolventin, die sich neu in der Firma die Erfolgssprossen auf der Karriereleiter emporkämpfen will, seine Erfahrung und sein Wissen zur Verfügung stellt. Es ist weniger die stürmische Begeisterung für eine Sache, die euch zusammenschweißt, als viel mehr nüchternes Kalkül, jede Situation analysieren zu wollen. Auf der Beziehungsebene zeigt diese Verbindung, daß sie weniger die feurige Liebe als die unterstützende Kraft karrierefördernder Möglichkeiten sowie den wohltuenden Schwung deines Verstandes sucht, um neue Perspektiven zu sichten, aus denen sich interessante Wege entwickeln lassen. Wenn du ein gewisses Maß an rationalisierten Überlegungen und knallharten Strategien seitens der Partnerin moralisch akzeptieren kannst, dann schenkt dir diese Konstellation die Freude zusammen ausgeheckter Strategien und gemeinsamer Überlegenheit durch schnelle Reaktionen und effektvoll inszenierte Überraschungsmomente.
Quadrat, Opposition 
Im fanatischen Kampf um intellektuellen Selbstausdruck bringt dieser Aspekt eine Atmosphäre von Unehrlichkeit und Durchtriebenheit in die Beziehung, die die niederen Instinkte, einander ständig «über den Tisch ziehen zu wollen», anspricht. Die Frau befürchtet, du könntest in ihre materielle Ordnung einbrechen. Eiskalt darauf bedacht, beruflich vorwärtszukommen, signalisiert sie dir, daß sie deine Ratschläge ablehnt. Du hingegen versuchst, ihren Ehrgeiz umzukrempeln, und das kann zu einer völligen Umwertung aller bisherigen Vorstellungen von gesellschaftlicher Anerkennung führen, weil viele ihrer Ideen und Pläne für deinen Verstand realitätsfremd und übertrieben sind. Meistens ist es aber die Unaufrichtigkeit dir selbst gegenüber, die tiefe Einsichten verhindert oder sich zur krassen Lebenslüge ausformt. Die fragwürdigen Künste der Heuchelei, Verschlagenheit und Gerissenheit sind dabei tonangebend oder anders herum formuliert: Hier zeigt sich der Einsatz von Schläue, Abgebrühtheit und Mogeleien, die dir zum Erreichen bestimmter Ziele bisweilen notwendig erscheinen, aber gleichzeitig auch die Gefahr beinhalten, selbst betrogen zu werden.
Trigon, Sextil 
Diese Verbindung weist eine beschwingte Leichtigkeit auf, in der du dich für theoretische Lösungen begeisterst und dabei eine Menge Gedanken verbrauchst. Du versuchst, die Frau zu verstehen, und da sie dich liebt, faßt sie Vertrauen in deine Ideen. Sie sieht ihren Sinn für logisches Kalkül in dir verwirklicht und fügt deinem Denken Cleverneß und einen schelmischen Tupfer geistreicher Schläue bei, die bei dir einen gewissen intellektuellen Kitzel hervorrufen oder dich – falls du ihrem Urteilsvermögen nicht traust – kaufmännisch fordern, indem du dich zur besseren Übersicht noch einmal auf die Geschäftsbücher stürzt. Wenn nämlich Ironie und geistiger Schalk die Vernunft bespötteln, kann ein Mißklang die Harmonie nicht unempfindlich stören.

Merkur aspektlos
Merkur des Mannes ohne Aspekt zu einem Planeten der Frau
Wird die Frau von deinem Merkur nicht berührt, bist du in der Beziehung dem Zwang enthoben, alles, was du außen vorfindest, strukturieren zu müssen, damit du die Emanationen deiner Gefährtin verstehen kannst. Wenn du aber gleichzeitig verstehst, daß der Merkur meist dafür steht, die Emotionen der anderen zu filtern, um Unkontrollierbares für das eigene Erkennen zu entschärfen, kannst du weiter folgern, daß der fehlende Aspekt so umfassend ist, daß du nicht einmal erfährst, warum die Partnerin deine Ideen nicht versteht. Damit schützt dich der aspektlose Merkur nicht nur vor dem Verhalten, dich ständig erklären zu müssen, weil deine Erläuterungen sowieso nichts fruchten, sondern versetzt dich auch in die Lage, Eva ohne das stützende Korsett der Ratio begegnen zu dürfen, die meist die Gefühle hinter «verkopften»Vorstellungen verbannt. So triffst du in der Begegnung mit ihr immer auf deine eigene innere Leere, die dir die Wahrheit enthüllt, was Menschen füreinander sind, wenn sie nicht mehr denken würden, was sie füreinander bedeuten könnten.


Venus
Das weibliche Suchbild aus der Sicht des Mannes
Als Göttin der Liebe, des Friedens und des Glücks, die zudem als Ideal weiblicher Schönheit gepriesen wird, verkörpert Venus die Flammen der Sehnsucht nach der sexuellen Vereinigung zwischen Mann und Frau und symbolisiert den paradiesischen Vorhof des körperlichen Verlangens: die verschlingende Hingabe, die das verlorene Paradies durch das Empfinden der Vereinigung wieder zu erreichen verspricht. In ihrer Waage-Zuordnung als «Venus-Urania» steht sie für die reine, himmlische und idealisierende Liebe; in ihrer Stier-Manifestation als «Venus-Pandemos» hingegen beherrscht sie die irdischen Triebe. Sie repräsentiert die Stärke, den Mut und die Tatkraft, die du als Mann für die Frau deiner Herzenswahl aufzubringen bereit bist, und in ihrer Ganzheit verkörpert sie zudem den Frauentyp, der dir das Bild, das du in der Außenwelt suchst, reflektiert: die auf Eva projizierte Neigung, sich der Umgebung innerlich öffnen zu wollen. Damit steht Venus für deine Anziehungskraft auf Menschen und Objekte, auf die du zugehen und mit denen du kommunizieren möchtest (Venus-Urania) oder die du besitzen und dir einverleiben willst (Venus-Pandemos). Wenn der Mond für die Befruchtung steht, dann ist sie der Kuß: die erste, vorsichtige Öffnung dem anderen gegenüber, die «seelische Eintrittskarte in das Körperinnere», aber auch die höllischen Zungenküsse, jene Elixiere des Teufels, die in den uterinen Höhlen und tiefen Wassertümpeln gründeln und ihre Opfer einsaugen.
In der Konjunktion drückt sich die Anziehung der Gegensätze aus oder das (Such-)Bild deiner Sehnsucht nach einer Frau, die dir die verlorene Einheit wiederbringen und dich zum gespiegelten andersgeschlechtlichen Teil in deiner unbewußten Anlage – die sich dir nur über die Identifikation mit Eva reflektiert – zurückführen soll. Das bedeutet aber auch, daß du – wenn du erkennst, daß die innere Unvollständigkeit immer dazu neigt, sich mit den übertragenen Bildern aufzufüllen – zu tiefen, dich selbst überwältigenden Erfahrungen gelangen kannst. Wenn du deine innere Leere nicht durch die Bindung an eine «ergänzende» Partnerin verdrängst, dann zeigt dir dieser Aspekt, wie du als Mann fühlen und deine innere Weiblichkeit in der Spiegelung über die äußere Frau akzeptieren kannst.
Unter disharmonischen Einflüssen glaubst du, dich deinen inneren Sehnsüchten hingeben zu können, ohne durch die Höhen und Tiefen menschlicher Leidenschaft gehen zu müssen. Die dunkle Venus-Qualität entspricht nicht nur dem mondhaften Drang einfältiger Hingabe, sondern dem urinstinktiven Verlangen nach dem Spiel von Zu- und Abneigung, dem Reiz von Ablehnung und Gewährung. Das kann bei dir zu einer Abhängigkeit von deinen inneren Projektionen führen, wenn die jahrtausendealten Suchbilder in den Tiefen des kollektiven Unterbewußten aufbrechen: Ist es die göttliche Urmutter oder die teuflische Urhexe, die vor deinem inneren Auge erscheint? Denn oft stürzt du dich Hals über Kopf in die libidinösen Gewässer der Sehnsucht nach der sexuellen Vereinigung und demonstrierst dabei die verschlingende Hingabe, die zum Höllenfeuer wird, indem sie das verlorene Gefühl der Ganzheit durch Verschmelzung wieder zu erreichen verspricht. Es ist das überspannte Venusprinzip, das meist zu exaltiert ist, um in der täglichen Wirklichkeit zu funktionieren, und das du in die abgehobenen Sphären deiner Vorstellungsrealitäten abschiebst, um es dort in großartigen Gebärden auf den gespenstischen Maskenbällen deiner Selbstdarstellungs-Suche in den Bildern deiner projizierten Anima zu leben.
Venussextile und -trigone geben dir Hinweise auf den Sinn deiner Suche nach Berührung, Sinnlichkeit, Schönheit und Erfüllung, zumindest so, wie sie durch die Augen des Mannes gesehen werden (wollen), und zwar als ein Aspekt männlicher Erfahrung mit dem ewig Weiblichen dargestellt, und weniger als Sinnbild der unerschöpflichen Kraft, durch die die Natur immer neues Leben erschafft. Die reine, himmlische und idealisierende Liebe (Venus-Urania) enthält zudem Elemente der «reinen Jungfrau», also des idealisierten Mutterbildes des Mannes. Eigentlich aber ist sie ein Symbol der schöpferischen Formgebung, die der noch formlosen Idee als Materie zur Mutter wird.

Venus/Sonne
Venus des Mannes in Aspekt zur Sonne der Frau
Konjunktion 
In dieser Beziehung hat deine Partnerin die «Hosen» an. Sie lebt ihre Gefühle aus dem Bauch heraus und bietet dir eine Landefläche, auf der du deine Phantasien durch sie ausleben kannst, um dich vom täglichen Streß zu erholen. Da du dich im Bann ihrer Ausstrahlung mit dem Bild deiner Anima konfrontiert siehst, ist sie für dich der Inbegriff der Erfüllung. Gleichzeitig bist du der leibliche Genießer, der dem breiten Strom seiner Begierden ewig hinterhertaumelt, denn für dich sind die Lustgefühle, die dich angesichts materieller Formen befallen, der Inbegriff tiefster innerer Verbundenheit mit dem Leben, und es ist dir ein Anliegen, dich in liebkosendem Gleichklang mit dem Ganzen zu spüren. Nicht nur, weil für dich alle schöpferischen Formen Glück und Freude bedeuten, sondern weil jede Art von sichtbarer Entfaltung deinem seelischen Bedürfnis entspringt, dich von der Umarmung mit dem körperlich Greifbaren verführen zu lassen. In der Beziehungsrealität bedeutet dies oft nichts anderes, als daß du die Frau benutzt, um dein inneres Feuer zu entzünden. Wenn du dich ihr lustvoll unterwirfst und deine Lust offen zeigst, hast du gute Chancen, daß sie dich in allen Bereichen gewähren läßt.
Quadrat, Opposition 
Dieser Aspekt symbolisiert zwar Erlösung durch Liebe, doch nüchtern hinterfragt versteckt sich dahinter nichts anderes als der in den Adern heftig pulsierende Ruf der Triebe. Du wirfst dich entweder der Liebesgöttin, die der vereinnahmenden inneren Weiblichkeit entspricht, in die Arme, oder setzt diese Lüsternheit gegen dich selbst, indem du dich in deiner Liebesvorstellung feminierst und dich wie ein Kind zur weiblichen Sonne hin ausrichtest. Da du aber meistens nicht erkennst, daß du nur die eigene Maske vor ihrem Gesicht anschaust, in die du alles projizierst, was du an dir vermißt, liebst du möglicherweise nicht so sehr die Frau, sondern mehr das auf sie projizierte «solare Feuer» deiner selbst. Hier zeigt sich der paradiesische Vorhof des leiblichen Verlangens: die verschlingende Hingabe als Flucht vor sich selbst, die das verlorene Gefühl der inneren Mitte in der Berührung mit Eva wieder zu erreichen sucht. Du benutzt sie für dein egoistisches Streben, dich in ihrer Umarmung spüren zu können, denn du erwartest, daß sie alle Wünsche und Sehnsüchte spiegelt, die du unerkannt vor dir selbst in die Welt projizierst. Doch weil du lustvoll liebst und deine Lust offen zeigst, hast du gute Chancen, daß sich die Objekte deiner Begierde trotzdem in dir verlieren.
Trigon, Sextil 
Unter dieser Konstellation verbirgt sich neben dem Streben nach äußerem Glanz auch eine Annäherung an die innere Harmonie deiner Partnerin, weil du ahnst, daß du die Schönheitsideale, denen du in der äußeren Welt nachjagst, in der Tiefe deines Herzens nicht finden kannst. Die positive Verbindung deiner Venus mit der Sonne der Frau symbolisiert nämlich nicht nur Friede, Freude, Eierkuchen, sondern sie steht auch für die nicht zu erfüllende Vereinigungssehnsucht mit dem Ewig-Göttlichen oder dem Wunsch nach Wiedervereinigung der Polaritäten. Dein ganzes Bestreben ist darauf ausgerichtet, Harmonie herzustellen, um von der inneren Sinnfrage abzulenken, und es ist keine Frage, daß dies mit diesem Aspekt hervorragend gelingt. Du bist der geborene Vermittler. Manchmal bist du sogar bereit, gegenteilige Ansichten zu übernehmen und, um von einer problematischen Situation abzulenken, die Harmonie einer glücklichen Verbindung in einem positiven Umfeld nach außen durchschimmern zu lassen.

Venus/Mond
Venus des Mannes in Aspekt zum Mond der Frau
Konjunktion 
Diese «weibliche» Verbindung gründelt in den körperwarmen Gewässern sinnlicher Hingabe und physischer Lust, denn unter diesem Aspekt spürst du ein großes Verlangen nach Liebe und Zärtlichkeit. Dabei spiegelt sich die Sehnsucht nach Nähe in deiner Seele als Bild der Großen Göttin, aus deren Schoß sich das Lebenswasser sprudelnd ergießt. In ihrer Umarmung fühlst du dich von einer zauberhaften Fee umfangen, und wenn du richtig hinschaust, erkennst du darin deine Partnerin als (reale Verkleinerung der symbolischen) Urmutter. Sie offenbart dir die zyklische Erneuerung der Erde, die Kraft des Wachstums oder Werdens, die kommt. Deshalb erscheint dir das Leben in Beziehung zu Eva wie eine fließende Ausdehnung, die unablässig aus sich selbst wächst: das Bild der sich aus sich selbst schöpfenden Urmutter, die das Leben aus sich selbst gebärt und damit die Grundlagen für das Wachstum sichert. Die dich in deinem Innersten befruchtende Mondin ist deine beziehungsmäßige Gefährtin, in deren Augen dir die himmlische Harmonie entgegenblitzt und in deren Sphären dir Hingabe und Lust zur «Mutter» wird.
Quadrat, Opposition 
Innerhalb der Beziehung erschließt sich dir jener Bereich, in dem du dich nicht mehr als vernünftiges, zielorientiertes Wesen, sondern als eine die Gefühle durch Eifersucht zerstörende Instinktnatur ergründen kannst, die alles in der Partnerschaft angreifen muß, was sie so dringend für ihre innere Vollständigkeit braucht. Hier erscheinst du als Mann, dessen Beziehungsinhalt sich in panischer Verlustangst um die Frau seiner Liebe dreht und dessen Streben gerade darauf zielt, das Objekt seiner Anziehung durch übertriebenes Klammern wieder zu verlieren. Im krampfhaften Bestreben, nicht verlassen zu werden, verlagerst du den Schwerpunkt deiner Aufmerksamkeit auf die Frau, die du als Zielpunkt deiner Gefühle gefangenhältst (damit sie dir nicht mit deinen übertragenen Emotionen davonlaufen kann). Vielleicht zeigt sich in deinem Verhalten eine problematische Eltern- bzw. Mutter-Beziehung. Möglicherweise brachte dich deine Mutter mit ihrer unerfüllten Partnerbeziehung in Verbindung, was bei dir die Angst auslöste, von der Mutter verlassen zu werden. Diese schlummernde Angst kompensiert sich unter diesem Aspekt mit dem unbewußten Verhalten, die Partnerin an Stelle der Mutter um jeden Preis besitzen zu müssen. Diese Angst wiederum entspricht dem «Urbronnen der Mütter», in den schon Faust hinabgestiegen ist, um den Monstern zu begegnen. Diesen Ungeheuern kannst du niemals entrinnen, weil sie die innere Verlustangst repräsentieren und dich zwingen, gerade das zu zerstören, was du so sehr zu halten suchst.
Trigon, Sextil 
Dieser Aspekt ist ein Symbol der Lebenskraft, denn er charakterisiert die tiefe gegenseitige Zuneigung, auf deren Schwingungen du dich weit in die Sphäre der Mondin hineintragen lassen kannst. Sie fühlt sich in deiner warmen, sich hingebenden Sinnlichkeit gut aufgehoben, und du schätzt ihre großzügige emotionale Nähe, die sich aus dem Überfluß seelischer Freude nährt. Damit kannst du in ihr deinen inneren Idealen begegnen, die die innere mit der äußeren Welt verbinden und dich immer wieder liebevoll daran erinnern, was für ein unergründliches Wesen du doch bist. Während die Libido auf den Wellen dieser überschäumenden Harmonien tanzt, meldet sich dein inneres Mutterbild, das sich im Charisma deiner Partnerin reflektiert, und steigert deine Hingabe, die sich in der Liebe ausdrückt, die du als Kind von deiner Mutter empfingst und die als unbewußtes Gefühlsmuster immer noch in deiner Seele existiert. Dadurch, daß sich dein auf sie übertragenes Liebesbild positiv in ihr auswirkt, erfährst du Verständnis und Erfüllung durch sie, was eine ausgezeichnete Grundlage für dauerhafte Nähe ist.

Venus/Merkur
Venus des Mannes in Aspekt zum Merkur der Frau
Konjunktion 
Dein ständiges Bemühen, die Gedanken der Gefährtin auf deine Sinnlichkeit zu lenken, entspricht in der Beziehung dem verdeckten Streben, dein latentes Liebesbedürfnis durch ihre gedankliche Zuwendung zu «nähren». Und was als Aufopferung an die Begleiterin erscheint, ist im Grunde nur das stetige Bemühen, dein sinnliches Empfinden in ihren gedanklichen Mittelpunkt zu stellen. In dieser Beziehung kannst du dich deshalb an die Vorstellungen der Frau verlieren, die du zu deinem emotionalen Zentrum machst. Weil dein Selbstwert somit von dem Bild abhängig wird, wie sie über dich denkt, liegt hier eine vollständige Auslieferung an die eigene Vorstellung vor, die sich aus dem Denken, was sie denkt, zusammensetzt. Oft wirst du deshalb zum Gefangenen einer eigenen Anpassung, gerade weil es dir gelingt, mit den Vorstellungen der Partnerin übereinzustimmen.
Quadrat, Opposition 
Auf der Beziehungsebene willst du deine der Männlichkeit geopferte sexuelle Hingabe mit Hilfe deiner merkurischen Weggefährtin ergründen. Dabei versuchst du sie als eine «Projektionsleinwand» für deine bohrenden Fragen zu benutzen, ohne dich mit deiner (venusischen) Sexualität direkt auseinandersetzen zu wollen. Sie wiederum ist unter deinem Einfluß bereit, die androgyne Rolle zu übernehmen, die deine «Weiblichkeit» ihr aufzwingt. Indem du ihr deine Venus durch ihre merkurische Brille spiegelst, stellst du ihre Weiblichkeit in Frage und zwingst ihr die «Beobachterrolle» auf. Das entspricht dem Spiegel raffiniertester Selbsttäuschung: Die Sexualität, die du vor dir selbst versteckst, überzeugt dich erst in der Reflexion der Projektion, also in ihrem Bild, von ihr selbst (in dir), und sie, die ihre Sexualität auf dich projiziert, reflektiert dir die ihre Weiblichkeit in Frage stellende Frau, die ihrer weiblichen Seite in dir dadurch begegnen kann, indem sie sie bei sich selbst unterdrückt.
Trigon, Sextil 
Zwar fließen durch die «Kommunikationskanäle» dieser Verbindung ständig die Gefühle der Harmonie, doch die Sehnsucht nach Verschmelzung mit der merkurischen Gefährtin bedingt, daß du dich dabei nach ihren Vorstellungen ausrichtest. Du entwickelst deine Ziele meist nach den Vorgaben der Frau, ohne daß dir immer bewußt ist, daß der Verzicht deiner Wünsche zugunsten derer Evas gerade dem Verhalten entspricht, deine Triebstruktur dem kontrollierenden Vernunftsystem deiner Begleiterin unterzuordnen. Damit hängt dieser Aspekt auch mit deiner emotionalen Anpassung an ihre Vorstellungen zusammen, denn manchmal umschreibst du, was du zu leben nicht gewillt bist, und dazu benutzt du das Denken deiner Partnerin, das vor allem deine unterdrückten Empfindungen (das eigene Ungesehene) in dich zurückspiegelt. Umgekehrt drängt auch sie zu dir in der verbalen seelischen Öffnung, weil sie nur über die Verschmelzung mit dir die tiefere Bedeutung ihrer sexuellen Prägung erfahren kann. Das bedeutet, daß du dich manchmal selbst überlistest, indem du sie zu überlisten versuchst, weil dein harmonisches Empfinden ja nach dem Denken der Gefährtin ausgerichtet ist. In der Selbsttäuschung verhangen, die Frau zu harmonisieren, sind deine Vermittlungs- und Schlichtungsabsichten oft bloße Versuche, die Sexualität aus falscher Anpassung aus der Entfernung von dir selbst über ihre Vorstellung zu leben.

Venus/Venus
Venus des Mannes in Aspekt zur Venus der Frau
Konjunktion 
Mit diesem Aspekt begegnest du deiner Begleiterin, die deiner harrt und die all deine Liebeserwartungen erfüllt, und sei es, indem sie dir die unerlöste Prinzessin vorgaukelt, die sich nach Befreiung sehnt. Sie ist die Erfüllung deiner kreativsten und erotischsten Phantasien und signalisiert dir ein «Schlaraffenland der Gefühle», wie es sonst im grauen Alltag kaum zu finden ist. Dazu bedient sie sich starker sexueller Bilder, die sie dir als Blitze der Liebeslust bis zur Selbstaufgabe reflektiert, und strahlt gleichzeitig einen magnetisierenden Eros aus, der von dir zum Fließen gebracht werden möchte. Du spürst, wie sie dich mit ihrem wunderbaren Einfühlungsvermögen berührt und schenkst ihr dafür dein Herz und gibst dich ihr ganz hin.
Quadrat, Opposition 
Vielleicht liebst du unter dieser Konstellation die Liebe um der Liebe willen um einen «Tick» zuviel. Möglicherweise überlistest du dich selbst, weil dieses Quentchen zuviel, das du von Eva erwartest, wenn du in den Tempel der Lust eintrittst, dich (genau um diese Spaltbreite) an der Erfüllung vorbeischießen und dich frustriert im Vorhof der Hölle zurückbleiben läßt. In der Selbsttäuschung verhangen, mit der Geliebten zu neuen Ufern aufzubrechen, schießen diese Gefühle oft über das Ziel hinaus, weil die Sexualität, die du mit der Partnerin leben möchtest, auf der Grundlage basiert, ihre emotionale Hingabe zu benutzen, um deine unerfüllten Wünsche gemeinsam mit ihr auszukosten. Gerne münzt du die körperliche Nähe in einen physischen Besitzanspruch um, der nicht nur der wonnigen Leiblichkeit dient, sondern die Befriedigung gleichermaßen auch aus dem Suhlen in den einverleibenden, dunklen inneren Lustbildern zieht. Es ist nicht immer leicht zu begreifen, daß der Fokus harmonischer Erfüllung weniger auf Liebe als auf die symbolische Darstellung der Sexualität zielt.
Trigon, Sextil 
Die Liebesgöttin symbolisiert die Verbindung der Herzen und zeigt, daß ihr euch in Gedanken mit der Empfänglichkeit, Zuneigung und Harmonie befaßt. Unter ihrem Einfluß kommt vor allem der Leidenschaftsaspekt zum Ausdruck, denn Venus steht für Liebe, Gefühl und Harmonie. Als Verkörperung der Erotik bedeutet sie auch Hingabe, Sehnsucht und Wunsch nach Vereinigung. Das bedeutet, du bist zur großen Liebe bereit. Es ist die Sehnsucht nach gegenseitiger Vereinigung, die dich erfüllt, die flammende Hingabe, die das Geheimnis des Lebens in sich birgt, die dich in Evas Armen berührt, jenes Fließen der Gefühle, das der Quelle allen Lebens entströmt und sich nach Einswerden mit dem anderen sehnt. Dabei steht dieser Aspekt für weit mehr als nur für erotische Erfüllung: Er steht für die Begegnung mit der Anima.

Venus/Mars
Venus des Mannes in Aspekt zum Mars der Frau
Konjunktion 
Die offene, spontane Art dieser Verbindung, die Gunst deiner Partnerin durch Hingabe zu gewinnen, macht deutlich, daß es nicht dein Ziel sein kann, deine innere Weiblichkeit (Venus) zu verdrängen, sondern ihr in der Männlichkeit (Mars) der Frau offen zu begegnen und sie damit zu integrieren. Es ist nicht Sinn und Zweck dieser Beziehung, deine eigene Geschlechtlichkeit im anderen Geschlecht zu befriedigen, sondern vielmehr deine eigene Gegengeschlechtlichkeit zu erkennen: als Mann erfährst du dich in der Frau in deinem weiblichen Aspekt, denn du ziehst das weibliche Empfinden, das sich in ihr normalerweise gegenüber dem männlichen Partner auslöst, nicht an, sondern stößt es in sie zurück, indem du von ihr nicht in deiner Männlichkeit, sondern in deiner weiblichen Hingabe empfunden werden möchtest (worüber du dich gleichzeitig wieder ärgerst, ohne es aber ändern zu können). Dafür lockst du ihr männliches Verhalten aus ihr heraus, in dessen Spannungsfeld du deine weiblichen Empfindungen lebst und gebannt über den verschiedenen Spiegelungen der Egoprojektionen deines weiblichen Narzißmus meditierst.
Quadrat, Opposition 
Hier wirst du in deiner sensiblen Männlichkeit von der Aggressivität deiner Begleiterin bedroht. Wenn du deiner Mutter glaubst, daß gute Jungen keine Aggression zu haben brauchen, dann kannst du dich mit deiner Passivität auseinandersetzen und Befriedigung in der «Unterwerfung unter deine übertragenen Aggressionen» finden. Du kannst deine ausgelagerte Aggressivität gegen dich selbst leben, indem du dich deiner Geliebten zu Füßen legst und dich ihr mit jeder Pore deines Körpers hingibst bis zur schmerzlichen Vereinigung, die für dich Vollständigkeit bedeuten kann. Wenn du aber spürst, wie sie sich zu dir hingezogen fühlt, könntest du sie dafür bestrafen wollen, daß sie versucht, ihre Weiblichkeit durch dich zu finden, denn plötzlich wird dir bewußt, daß deine Partnerin gerade das in der Außenwelt lebt, was du gerne selbst tun würdest, wenn du den Mut dazu aufbrächtest. Du könntest plötzlich merken, daß dich deine Mutter damals belogen hat, um deine Männlichkeit unter ihrer Kontrolle zu behalten, und spürst jetzt umgekehrt eine unbändige Freude beim Gedanken, die Frau anstelle des Weiblichen zu quälen. Doch weil du dich nicht traust, lebst du das Ganze meist in Sexualphantasien aus.
Trigon, Sextil 
Im gemeinsamen Erleben fällt es dir nicht schwer, mit deinem passiven und hingebenden inneren Teil Frieden zu schließen. Du erlebst eine harmonische Verschmelzung mit deinem weiblichen Anteil, während sich die Weiblichkeit deiner männlichen Partnerin mit deiner «inneren Frau» identifiziert (auch wenn ihr dadurch die eigene Vorstellung von Erfüllung liebt und weniger den anderen, weil ihr nicht erkennt, daß ihr nur die eigene Maske vor dem Gesicht des anderen anschaut, in die ihr alles hineinprojiziert, was ihr an euch vermißt). Dein in der Begleiterin gespiegelter männlicher Anteil ist ein Aspekt, der nicht nur einlädt, die vitalen Triebbedürfnisse zu leben, sondern auch der Tiefensehnsucht nachspürt, ist es doch der Eiertanz der Geschlechter, der in dieser Konstellation aufscheint. Das Verschmelzen mit der Liebe zieht den Triebinstinkt an. Auch wenn deine Partnerin dir nur ein Lächeln schenkt, dankst du es ihr mit unermüdlicher Hingabe. Mit aller venusischen Hingabe versuchst du dich in die Seele deiner Geliebten zu vertiefen und in den Strom der Gefühle einzutauchen, denn dieser Aspekt verspricht knisternde Erotik und Zärtlichkeit. Hier formt sich das Mysterium der Triebe, das ein Teil einer tiefen inneren Verbindung ist und nicht nur die Befriedigung eines von außen zu erfüllenden Bedürfnisses.

Venus/Jupiter
Venus des Mannes in Aspekt zum Jupiter der Frau
Konjunktion 
Im emotionalen Bereich durchströmt dich jene Kraft, die sich nicht nur nach «dümpelnder» Befriedigung sehnt, sondern auch nach echter seelischer Erfüllung. Du strebst eine harmonische Verbindung an, was sich in Toleranz und Güte ausdrückt. Doch zeugt dieser Aspekt nicht nur von der Absicht, Widersprüchliches auszugleichen und im Erkenntnis-Dom zum Wissen zu vereinen, daß alles irgendwo im Leben seinen tiefen Sinn besitzt, sondern er bringt auch einen Hauch von Harmonie und Glanz in deine Partnerschaft. Dabei wird deine Libido durch das unbegrenzte Vertrauen deiner Begleiterin in den Mittelpunkt des Universums gebracht. Gleichzeitig zieht es dich in den liebkosenden Gleichklang ewiger Liebesgesänge hinab, da es dir ein großes Anliegen ist, in den Fluten ihrer jupiterhaften Libido zu versinken. Diese Art des «Schöpferwillens» entspringt einem tiefen sexuellen Bedürfnis, dich in den Armen der Liebesgöttin verwirklichen zu wollen.
Quadrat, Opposition 
Mit dieser Konstellation wirst du mit dem grenzenlosen Anspruch der Frau konfrontiert, deine Ziele im Sinne ihres Selbstbildes so zu manipulieren, daß nur das Große sie erreicht. Ihr Sinn für jupiterhafte Ausweitung steht deinem Sehnen nach der Intimität einer engen Liebesbeziehung im Wege, denn deine andersgeschlechtliche Seite ist mit ihren philosophischen Entgrenzungen nicht deckungsgleich. Dabei bleibt sie häufig in schwärmerischen Übertreibungen hängen. Scheinheiligkeit breitet sich aus, grenzenloser Anspruch anstelle Grenzenlosigkeit. Ihre Ideale kosmischer Sinnfindung kollidieren oft mit deiner weltlichen Trieberfüllung. Gleichzeitig verstärkt ihr Bedürfnis nach spiritueller Entgrenzung deine Angst, in ihrer Liebe zu zerfließen und deine körperlichen Ansprüche aus den Augen zu verlieren. Zwingst du sie zur Liebe, wird sie ihre auf dich projizierte weibliche Identifikation möglicherweise zurückbekommen, dafür aber das Vertrauen in ihre Empfindungen verlieren. Deshalb wird sie deine Nähe wahrscheinlich meiden. Wenn sie deinem Liebeswerben nachgibt – also gewissermaßen der Sinnlichkeit, die sie selber nicht auszustrahlen vermag, erliegt und sich dir in die Arme wirft –, zerstört sie die Verbindung zu ihren große Träumen, denn ihr Weg führt zu mehr oder weniger starken Identifikationen mit überpersönlichen Modellen, die sich über das Menschliche erheben und ihr die Illusion der Unabhängigkeit gestatten, auch wenn es letztlich nur die egoaufblähende Auswirkung einer grandiosen Selbstbespiegelung ist, deren Sinn alles andere als die Selbstverwirklichung ist.
Trigon, Sextil 
Unter diesem Aspekt ist der Wunsch nach innerer Entfaltung das Tor zur Erfüllung. Im Bestreben, dir die Liebe zu zeigen, wo auch materielle Ziele ihre geistige Erfüllung finden, führt die unbewußte Absicht der Frau dein «libidogesteuertes Verlangen» an ihre «Illusion der Realität» heran. Der tiefere Sinn dieser Konstellation liegt wohl darin, den inneren Frieden und die kosmische Übereinstimmung trotz dieses Glücks, das deine Partnerin auf dich abstrahlt, zu empfinden. Zwar mag vielleicht erst die Erkenntnis, daß das wahre Glück kaum innerhalb dualer Grenzen zu finden ist, die wirkliche Erlösung bringen, und die Aufforderung, das Glück nicht nur einseitig in Wohlstand und Harmonie zu suchen, ein kleiner Schatten auf dem Weg ins Glück bedeuten, doch sind Venus und Jupiter so günstig aspektiert, daß selbst Illusionen materiell wie spirituell gestillt werden können.

Venus/Saturn
Venus des Mannes in Aspekt zum Saturn der Frau
Konjunktion 
Beziehungen mit diesem Aspekt sind meist Zweckbindungen, deshalb gibt sich die Liebe ängstlich und zugeknöpft, denn hier zeigt sich ein Streben nach Sicherheit, das die Gefühle oft «stranguliert». Wenigstens ist es dir erlaubt, die unbewußten Erwartungen der Frau an ihren Vater als Eigenverantwortung zu akzeptieren, die du dir selbst aufbürdest, sofern du deine Anima (was sehr wahrscheinlich ist) auf sie überträgst. Deine Partnerin handelt ihrem inneren Vaterbild gemäß: Alles, was Liebe und Gefühle betrifft, wird tiefgekühlt und eingefroren. Doch was versteckt sich hinter der strengen Vaterseele, die dich in der Maske der «Tochter» immer wieder belehren will, und was bedeutet eine Frau für dich, die dir zwar Sicherheit gibt, dich aber gefühlsmäßige Ablehnung erfahren läßt? Deine eigene Ängstlichkeit, wenn du, statt die Zuneigung von anderen zu akzeptieren, lieber Beziehungen eingehst, die dir deine emotionale Ablehnung spiegeln! Heute ist Moral keine Frage der Anpassung an äußere Gesetze; vielmehr geht es darum, daß du zu dir selbst findest. Deshalb lädt dich dieser Aspekt auch ein, dich deiner Verhinderungen bewußt zu werden und Schritt für Schritt vor dir selbst die Maske abzulegen.
Quadrat, Opposition 
Unter dieser Konstellation wirst du viele Lektionen im Hinblick auf Gefühle und ihre Verhinderung in Beziehungen erfahren können. Du wirst lernen müssen, dich zurückzunehmen und dich in Partnerschaften zu binden, die deine Gefühle blockieren. Es ist für dich nicht immer leicht zu verstehen, daß du in der Frau möglicherweise die Gefühle des dominanten Vaterbilds ansprichst. Du erwartest unbewußt von ihr, daß sie dich zwingt, Verantwortung zu übernehmen, aber auch, daß sie deine Gefühle unterdrückt, die sich mit den venusischen Schönheiten des Lebens beschäftigen. Dadurch kannst du ermessen, wie hier die Emotionen zu den Eltern wiedererweckt werden wollen, die in deiner Kindheit nicht gelebt werden konnten. Arbeiten, Ziele erreichen, sich für deine Partnerin bis zur totalen Erschöpfung aufzuopfern, das ist eine Bestimmung. Leiden, um über die Verhinderung der Gefühle (unterdrückte) Lustgefühle in dir selbst auszulösen, eine andere. Unter diesem Aspekt möchtest du immer wieder daran erinnert werden, daß es die weibliche Dominanz ist, der du deine venusische Weiblichkeit unterzuordnen hast. Wenn du nicht deine Männlichkeit, sondern deine gegengeschlechtliche Weiblichkeit in der Frau unterdrücken läßt, kann das bedeuten, daß du die schwache Weiblichkeit (Mutter/Schwester/ Frauenbild) dem tyrannischen Vater zynischerweise opferst und deiner Gefährtin die Männlichkeit verweigerst, um sie als Frau stellvertretend für den abwesenden Vater dahin zu bringen, die Mutterprojektion in dir als Mann zu Führungsaufgaben und Verantwortung zu zwingen.
Trigon, Sextil 
Dieser Aspekt bedeutet für dich, daß du dich aufgrund deiner Unfähigkeit, deine innere Mitte mit Sinn zu füllen, auf der Suche nach Harmonie vom strukturierenden Saturn deiner Begleiterin führen läßt. Vielleicht kannst du deine (strenge) Mutter durch sie spüren, oder dein saturnisches Vaterbild meldet sich; auf jeden Fall wird dir eine Frau begegnen, die einerseits ihre Gefühle leugnet, andererseits aber – da sie ihre Venus durch dich lebt – auf deine Gefühle nicht verzichten kann und die verleugneten Gefühle so in den Stand der wirklichen Gefühle hebt, wodurch Assoziationen wie «Liebe als Pflicht» und «Treue zur Strafe» in den Raum gestellt werden. Dieser Abwehrmechanismus stellt sich bei der von Saturn verkörperten Liebe ein, die die von Venus vertretenen Gefühle ihrer emotionalen Darstellung entkleidet und bis auf die Strukturen reduziert, umgekehrt von ihm aber auch Schutz und Rückhalt erhält, genauso wie es deine Partnerin in deiner eigenen Übertragung von ihrem Vater empfing: Das entspricht deinem ausgelagerten, übertragenen und in der andersgeschlechtlichen Umdrehung gegen dich selbst in Konfrontation gesetzten Vateranteil. Der unbewußte Mechanismus, den eigenen Vater in ihr zu sehen und gegen «ihre» Weiblichkeit in dir zu setzen, ist allerdings erstaunlich und verhilft dem bösen Saturn als dem notwendigen Strukturierer deiner ausgelagerten, sich immer wieder entziehenden Weiblichkeit zu einer gewissen Sympathie.

Venus/Chiron
Venus des Mannes in Aspekt zum Chiron der Frau
Konjunktion 
Diese Verbindung wirkt sehr anstrengend, weil dein venusischer Optimismus durch die Moral deiner Begleiterin ständig in Schach gehalten wird, da sie dir ständig einflößt, daß du deine aufflammenden Gefühle zuerst zu klären und auf Karma «abzuklopfen» hast, bevor du dich ausufernden Sehnsüchten überlassen darfst. In dir ist viel libidinöses Potential vorhanden, und ihre Aufgabe ist es, dich davon abzuhalten, diese Energie zu verschwenden, während sie dir gleichzeitig den tieferen Sinn und Zweck deines Lebens erklären will. Sie wird versuchen, sich in den Dienst deines Karmas zu stellen und dir helfen, deine inneren Bilder genauer anzuschauen, denn sie sieht sich als Geburtshelferin, die allem Ungelösten in dir zur Bewußtwerdung ins Licht der Welt verhelfen will.
Quadrat, Opposition 
Unter diesem Einfluß kann deine Partnerin ihre Gefühle nur hinter den Motiven selbstloser Aufopferung spüren, hinter denen sie ihr wahres Gesicht versteckt. Deine Perspektive widerspricht ihrem Empfinden für Sitte und Struktur. Sie richtet sich zunächst nicht nach ihrer Sichtweise, sondern nach den Forderungen deiner «libidinösen» Venus aus, die sie aber in Wahrheit bekämpft. Während du ihr deine Hingabe signalisierst und versuchst, sie in deine Emotionen einzuweihen und gemeinsam mit ihr über eure Empfindungen hinauszuwachsen, wird sie wahrscheinlich deine Ziele hinterfragen und deine Gefühle für ihre eigene Sichtweise zurechtrücken. Sie gibt vor, sich von der Fassade deiner Venus nicht täuschen zu lassen und wird versuchen, die Verbindung zu deiner Sinnenfreude zu kappen und dein Bedürfnis nach echter Nähe zu verdrängen, indem sie vor den negativen Auswirkungen sexueller Bindung warnt. Gelingt es ihr, deine Libido stellvertretend für ihre eigene Blockade zu verhindern, dann sieht sie großzügig über ihre eigene Behinderung hinweg und versucht das eigene Unvermögen, sich nicht öffnen zu können, zu kompensieren, indem sie dich unterwirft. Gelingt ihr das nicht, dann versucht sie von dir zu bekommen, was ihr zu geben nicht möglich ist: die Lust an der Verhinderung. Im Extremfall wünscht sie gar erniedrigt zu werden, um sich dir in der totalen Unterwerfung hinzugeben und damit wenigstens eine Scheinbefriedigung ihrer geopferten Identität zu erlangen.
Trigon, Sextil 
In dieser Beziehung fällt es dir besonders schwer, in Konfliktsituationen zu leben, denn du möchtest eine andauernde Harmonie erzwingen, die unmöglich zu erreichen ist. Deshalb traust du dich nicht, auf den Tisch zu hauen, weil du hoffst, schließlich doch noch Harmonie und Versöhnung herstellen zu können. In deinem Verhalten läßt sich das unbewußte Streben erkennen, den Widersprüchen der Gefühle entgehen zu wollen, ohne sich der Widersprüchlichkeit überhaupt bewußt zu sein. Bei deiner Partnerin findet sich das unterschwellige Bemühen, durch Therapieversuche deine Psyche zu stabilisieren. Sie will alles, was sie außen vorfindet, strukturieren und in den Griff bekommen. Und da sie immer Möglichkeiten findet, die unterdrückten Spannungen in dir loszuwerden, indem sie ihre Aufmerksamkeit deinen Problemen schenkt, werdet ihr euch immer tiefer in diesem Versteckspiel verstricken. Das muß aber nicht zum Zusammenbruch führen, denn die harmonische Verbindung versinnbildlicht den weitverbreiteten psychischen Virus der Selbsttäuschung, den wir seit vielen Generationen ganz tief in uns vergraben haben, damit wir unsere Unvernunft, die wir Vernunft nennen, überhaupt ertragen können.

Venus/Uranus
Venus des Mannes in Aspekt zum Uranus der Frau
Konjunktion 
Die emotionale Energie dieser Beziehung ähnelt der Nervosität einer Fieberkurve, denn hier wirst du mit der unbefangenen, sprunghaften Sinnlichkeit deiner Partnerin konfrontiert. Zwar ist deine Libido nicht schwach, doch sie wird vom rebellischen Geist der Frau nach Unabhängigkeit berührt, den du – damit du sie anziehen kannst – irgendwo auch in dir selbst tragen mußt. Dem Drang, dich in der Anima-Projektion zu verlieren, wirkt ihre uranische Absicht entgegen, dich vom Leiblichen abzulenken und dich in der Sehnsucht nach dem Unerreichbaren jeder tiefergehenden zwischenmenschlichen Berührung zu entziehen. Dies wiederum entspricht der unwiderstehlichen Dämonin der Nacht, die sich im Zentrum ihres weiblichen Lust- und Opfertempels der Verzückung hingibt. Die uranische Venus ist die Priesterin des Feuers, die von der Wechselwirkung zwischen sexueller Lust, unterwerfender Kraft und aufreizender Hingabe an die betörende Sinnlichkeit lebt, und die auf dem goldenen Altar die Libido schürt und mit ihrem Flammenstab die Liebesenergien ihrer Geschöpfe in den Blutbahnen immer wieder kochen und aufbrodeln läßt. Solange du keine tiefere emotionale Beziehung wünschst und dich mehr an den inneren Bildern berauschst, lebst du das Extreme meist nur «kopfmäßig» aus.
Quadrat, Opposition 
Dieser Aspekt weist über das Unvermögen, Liebe und Zuneigung annehmen zu können, auf frühkindliche Strukturen zurück. Vielleicht spiegelt sich in dieser Verbindung, daß man von den Eltern nicht mit genügend Achtung behandelt worden ist und deshalb persönliche Zuneigung nicht auf sich bezieht. Deine Partnerin ist deshalb möglicherweise gezwungen, das früh erfahrene Muster, keine Liebe zu bekommen, immer zu wiederholen, indem sie deine Liebe entweder nicht annimmt oder nur dort sucht, wo du sie ihr nicht geben kannst. Umgekehrt benutzt du sie, um deinem inneren Muster, nicht geliebt werden zu wollen, ein Ziel zu geben. Im Alltag bedeutet dies oft nichts anderes, als daß du die Frau nur benutzt, um deine innere Leere zu füllen, ohne sie wirklich annehmen zu können. Das Ziel dieser Konstellation läge dann darin, nichts erreichen zu wollen, was du dir sowieso nicht zutraust: dieses Nicht-Erreichen jedoch zu zementieren! Oder was für einen Sinn sollte es geben, der dich zwingt, dich einer Hexe auszuliefern, die mit deinen Gefühlen spielt, zumal dein Motto heißt: Lieber eine kontrollierte Nicht-Erfüllung als eine lustvolle Auslieferung an die Gefühle des anderen. Du benötigst mehr das Bild der Gefährtin als diese selbst.
Trigon, Sextil 
Die uranische Partnerin befriedigt dein Bedürfnis nach einer aufregenden Gespielin, die dich weniger seelisch «auspolstert» als emotional verwirrt und durch ihren kühlen Sex-Appeal aufs Äußerste fasziniert. Ihre unberechenbare Art empfindest du zwar als tückisch, aber auch als höchst anziehend, was nicht unbedingt zur Stabilität der Beziehung beiträgt. Sie kann dir jedoch zu einer interessanten Perspektive des Lebens verhelfen, aus der sich die Banalität der Liebesgefühle ein bißchen länger verdrängen läßt. Möglicherweise kannst du deine unerreichbare Anima-Figur jedoch auf sie projizieren und ihr unbewußt den Weg weisen, wie sie es erreichen kann, dich im Zustand deiner inneren Schwäche gegenüber deiner Anima zappeln zu lassen, ohne daß du ihr wegläufst: nicht, indem sie sich von dir nicht erreichen läßt, sondern indem sie dir signalisiert, daß dir nur eine Frau, die du emotional nicht erreichen kannst, genügend wert ist, dich an sie binden zu wollen. Andererseits gibst du dich durchaus mit der «dramatisierten Stilisierung der Gefühlsverhinderungs-Befriedigung» dieses Beziehungsdramas zufrieden, weil diese Verbindung auf der Triebebene gar nicht unbedingt gelebt werden will.

Pulsuz fraqment bitdi.