Kitabı oxu: «Leitfaden kardiologische Pflege»

Die Autoren

Susanne Danzer, examinierte Krankenschwester, Fachwirtin im Gesundheits- und Sozialwesen, Autorin/Fachreferentin, Pflegetherapeutin Wunde ICW®, Zertifizierte Wundexpertin ICW®, Geprüfte Wundberaterin AWM®, Pflegeexpertin palliative Wundversorgung WMAK, Pflegeexpertin Haut WMAK, Pflegeexper- tin Kompressionstherapie WMAK, Pain Nurse & Pain Nurse Plus.

Alexander Maier, examinierter Krankenpfleger und freier Journalist. Er arbeitet seit 1996 in der Abteilung für Kardiologie der Medizinischen Universitätsklinik Tübingen. Er ist dort als Herzinsuffizienz-Pfleger in der Hochrisiko-Sprechstunde sowie als Studienassistent tätig.
Alexander Maier/Susanne Danzer
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3., erweiterte und überarbeitete Auflage 2021
Alle Rechte vorbehalten
© W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart
Gesamtherstellung: W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart
Print:
ISBN 978-3-17-041286-6
E-Book-Formate:
pdf: ISBN 978-3-17-041287-3
epub: ISBN 978-3-17-041288-0
Vorwort zur 3. Auflage
Dass bereits drei Jahre nach Erscheinen der 2. Auflage eine weitere Edition des Leitfadens kardiologische Pflege an den Start gehen kann, freut mich sehr. Es zeigt das Interesse von Pflegenden an diesem faszinierenden Fachgebiet. Wie vielleicht kaum ein anderes Gebiet der Medizin ist es immer wieder kleineren und größeren Neuerungen unterworfen, sei es im interventionellen oder auch medikamentösen Bereich. So ist auch dieses Buch nicht nur erneut aufgelegt, sondern wurde von meiner routinierten Co-Autorin Susanne Danzer und mir nochmals um einige Neuheiten erweitert. Sei es die kardiologische Palliativmedizin oder die genauere Beschreibung von Brückentechnologien wie der tragbaren Defibrillatorweste, um nur zwei Beispiele zu nennen. Nutzen Sie das Buch während Ihrer täglichen Arbeit oder auch zum Nachschlagen. Möge es Ihnen jederzeit ein hilfreicher Begleiter sein. Wir hoffen, dass uns auch dieses Mal der Spagat zwischen einem kompakten Kitteltaschenbuch und einem umfassenden Werk gelungen ist. Einen großen Anteil am Gelingen hatte wieder unsere Lektorin Alexandra Schierock vom Kohlhammer Verlag. Herzlichen Dank dafür.
| Tübingen, im Mai 2021 | Alexander Maier |
Inhalt
1 Vorwort zur 3. Auflage
2 1 Lage, Größe und Form des Herzens
3 2 Diagnostische Möglichkeiten
4 2.1 Inspektion
5 2.2 Palpation
6 2.3 EKG
7 2.3.1 Belastungs-EKG
8 2.3.2 Langzeit-EKG
9 2.4 Herzkatheter
10 2.4.1 Diagnostische Herzkatheter
11 2.4.2 Therapeutische Herzkatheter
12 2.4.3 Indikationen zur invasiven kardiologischen Diagnostik
13 2.4.4 Relative Kontraindikationen gegen die Durchführung einer diagnostischen Herzkatheterisierung
14 2.4.5 Komplikationen
15 2.4.6 Begünstigende Faktoren für vaskuläre Komplikationen
16 2.4.7 Symptome für Kontrastmittelunverträglichkeit
17 2.4.8 Pflegerische Nachsorge nach Herzkatheteruntersuchungen
18 2.4.9 Entfernen eines Druckverbands
19 2.5 Echokardiale Untersuchungen
20 2.5.1 Echo (TTE = Transthorakale Echokardiographie)
21 2.5.2 Transösophagales Echo (TEE)
22 2.5.3 Belastungs-Echokardiographie (Stress-Echo)
23 2.5.4 Pflegerische Nachsorge nach TEE
24 2.6 Röntgen, MRT
25 2.6.1 Röntgen
26 2.6.2 Cardio-CT
27 2.6.3 MRT (Magnetresonanztomographie, Kernspintomographie)
28 2.7 Szintigraphie, PET
29 2.7.1 Myokardszintigraphie
30 2.7.2 PET (Positronen-Emissions-Tomographie)
31 2.8 Kipptisch-Untersuchung
32 2.9 6-Minuten-Gehtest
33 3 Allgemeine Pflege von kardiologischen Patienten
34 3.1 Dekubitus
35 4 Kardiovaskuläre Risikofaktoren
36 5 Kardiologische Erkrankungen
37 5.1 Blutdruck
38 5.1.1 Mechanismen zur Blutdruck- regulation
39 5.1.2 Durchführung einer Blutdruckmessung
40 5.1.3 Blutdruckklassifikation
41 5.2 Arterielle Hypertonie
42 5.2.1 Primäre (essentielle) Hypertonie
43 5.2.2 Sekundäre Hypertonie
44 5.2.3 Renale Hypertonie
45 5.2.4 Kardiale Hypertonie
46 5.2.5 Endokrine Hypertonie
47 5.2.6 Hypertensive Krise
48 5.2.7 Pflege von Patienten mit hypertensiver Entgleisung
49 5.2.8 Maligne Hypertonie
50 5.2.9 Symptome der Hypertonie
51 5.2.10 Komplikationen einer Hypertonie
52 5.2.11 Diagnostik
53 5.2.12 Therapie der arteriellen/essentiellen Hypertonie
54 5.2.13 Pflege von Patienten mit Hypertonie
55 5.2.14 Schulung und Beratung von Patienten mit Hypertonie
56 5.3 Herzinsuffizienz
57 5.3.1 Akute Herzinsuffizienz
58 5.3.2 Chronische Herzinsuffizienz
59 5.3.3 Häufigste Ursachen für eine Herzinsuffizienz
60 5.3.4 Symptome der Herzinsuffizienz
61 5.4 Kardiomyopathie (CMP)
62 5.4.1 Dilative Kardiomyopathie (DCM)
63 5.4.2 Hypertrophe Kardiomyopathie (HCM)
64 5.4.3 Restriktive Kardiomyopathie (RCM)
65 5.4.4 Tako-Tsubo-Kardiomyopathie (Stress-Kardiomyopathie, Broken-Heart-Syndrom)
66 5.4.5 Arrhythmogene rechtsventrikuläre Kardiomyopathie (ARVCM)
67 5.4.6 Pflege von Patienten mit Herzinsuffizienz und Kardiomyopathie
68 5.4.7 Schulung und Beratung von Patienten mit Herzinsuffizienz/Kardiomyopathie
69 5.4.8 Biventrikulärer Schrittmacher (Cardiale Resynchronisationstherapie = CRT)
70 5.5 Koronare Herzkrankheit (KHK)
71 5.5.1 Die Herzkranzgefäße (Coronararterien)
72 5.5.2 Risikofaktoren für die Entstehung einer KHK
73 5.5.3 Akutes Koronarsyndrom (ACS)
74 5.5.4 Pflege von Patienten nach Herzinfarkt
75 5.5.5 Mobilisationsphasen nach Herzinfarkt
76 5.5.6 Schulung und Beratung eines Patienten nach Herzinfarkt
77 5.6 Herzrhythmusstörungen
78 5.6.1 Herzreizleitungssystem
79 5.6.2 Telemetrie – Monitor-Überwachung
80 5.6.3 Bradykarde Herzrhythmusstörungen
81 5.6.4 Pflege von Patienten mit Bradykardie
82 5.6.5 Herzschrittmacher
83 5.6.6 Pflege von Patienten nach Schrittmacher-Implantation
84 5.6.7 Schulung und Beratung von Schrittmacher-Patienten
85 5.6.8 Tachykarde Herzrhythmusstörungen
86 5.6.9 Pflege von Patienten nach Kardioversion
87 5.6.10 Pflege von Patienten nach Katheterablation
88 5.6.11 Pflege von Patienten mit tachykarden Herzrhythmusstörungen
89 5.6.12 Ventrikuläre Tachykardien
90 5.6.13 Implantierbarer Cardioverter/ Defibrillator (ICD/AICD)
91 5.6.14 Pflege von Patienten nach AICD-Implantation
92 5.6.15 Schulung und Beratung von Patienten mit AICD
93 5.6.16 Antiarrythmika
94 5.7 Klappenveränderungen
95 5.7.1 Klappendefekte
96 5.7.2 Pflege von Patienten mit Klappendefekten
97 5.7.3 Pflege von Patienten nach Valvuloplastie
98 5.7.4 Schulung und Beratung von Patienten mit Klappendefekten
99 5.8 Entzündungen des Herzens
100 5.8.1 Endokarditis
101 5.8.2 Myokarditis
102 5.8.3 Perikarditis
103 5.8.4 Schulung und Beratung von Patienten mit entzündlichen Herzerkrankungen
104 5.9 Perikarderguss
105 5.9.1 Pflege von Patienten mit Perikarderguss
106 5.9.2 Pflege von Patienten mit liegendem Pigtailkatheter
107 5.10 Septumdefekte und Umgehungskreisläufe
108 5.10.1 Atrium-Septum-Defekt (ASD)
109 5.10.2 Ventrikel-Septum-Defekt (VSD)
110 5.10.3 Pflege von Patienten mit Septumdefekten
111 6 Basismaßnahmen bei kardiopulmonaler Reanimation (CPR)
112 6.1 Beginn der Reanimation
113 6.2 Technik der Thoraxkompression
114 6.3 Freimachen der Atemwege
115 6.4 Beatmung
116 6.5 Beatmung mit Beutel-Maske
117 6.6 BLS-Algorithmus
118 7 Kardiologische Palliativsituation
119 8 Häufigste Nebenwirkungen von Medikamenten in der Kardiologie
120 Literaturverzeichnis
121 Bildquellen
122 Stichwortverzeichnis
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1 Lage, Größe und Form des Herzens
Das Herz (Cor) ist der Motor des Körpers. Es ist dafür verantwortlich, das Blut durch die Blutgefäße in das Herzkreislaufsystem, auch kardiovaskuläres System genannt, zu pumpen, um somit den gesamten Körper mit Sauerstoff und Nährstoffen zu versorgen und Stoffwechselprodukte und Kohlendioxid abzutransportieren.
Das kardiovaskuläre System wird in zwei Teile unterteilt: Den kleinen Lungenkreislauf, über den das sauerstoffarme Blut vom Herzen zur Lunge gelangt, wo es mit Sauerstoff angereichert wird. Aus der Lunge gelangt das Blut in den großen Körperkreislauf, der das sauerstoffreiche Blut in die Peripherie und von dort, über die Kapillaren, wieder zurück zum Herzen bringt.
Das Herz liegt zwischen den beiden Lungenflügeln im Mediastinum. Nach hinten grenzt es an die Speiseröhre und Aorta. Vorn reicht es bis an die Rückseite des Sternums und sitzt unten auf dem Zwerchfell auf.
Die Größe des Herzens entspricht etwa der Faust des betreffenden Menschen und wiegt ca. 300 Gramm. Die Form lässt sich als Kegel beschreiben, der mit der Spitze nach unten schräg nach links im Mediastinum liegt.
Durch die Herzscheidewand, das Septum cardiale, wird das Herz in eine rechte und eine linke Hälfte unterteilt.
Es besitzt vier Herzkammern:
• den rechten Vorhof (Atrium dextrum),
• die rechte Kammer (Ventriculus dexter),
• den linken Vorhof (Atrium sinistrum),
• die linke Kammer (Ventriculus sinister).

Abb. 1: Blutkreislauf (Fa. Biotronik)

Abb. 2: Das Herz (Fa. Biotronik)
2 Diagnostische Möglichkeiten
2.1 Inspektion
Bei kardiologischen Patienten lassen sich folgende typische Zeichen erkennen:
• periphere Zyanose (an Fingerspitzen, Zehen, Lippen, Wangen), z. B. bei Herzinsuffizienz, venöser oder arterieller Obstruktion (Embolie, Thrombose),
• zentrale Zyanose (zusätzliche Blaufärbung der Zunge und der Schleimhäute), z. B. bei Shunt-Vitien, Störungen der Lungenfunktion,
• Venenstauung der Halsvenen, z. B. bei dekompensierter Herzinsuffizienz, Rechtsherzinsuffizienz, Trikuspidalklappeninsuffizienz,
• Einflussstauung als massive Stauung der Halsvenen, verbunden mit bläulichroter Verfärbung des Gesichts, z. B. bei schwerer Lungenembolie, hämodynamisch wirksamen Perikarderguss, Panzerherz,
• verbreiterter, hebender Herzspitzenstoß bei hypertrophiertem Ventrikel, z. B. bei Aortenstenose, arterieller Hypertonie,
• Facies mitralis (»Mitralbäckchen« → bläulichrote Gesichtsverfärbung) bei Mitralstenose,
• starkes Pulsieren der Carotiden, Musset-Zeichen (pulssynchrones Kopfnicken) und Quinckscher Kapillarpuls (pulssynchrones Erröten und Abblassen an der Stirn oder am Nagelbett) bei schwerer Aorteninsuffizienz,
• blasse, schweißige Haut, z. B. kardiogener Schock (Symptome dafür sind Blutdruckabfall, Zentralisation oder Minderperfusion lebenswichtiger Organe mit Oligurie, kalte, schweißige, oft auch marmorierte Haut, Bewusstseinsstörung bis hin zur Bewusstlosigkeit) oder Lungenödem,
• Trommelschlägelfinger bei angeborenen Vitien mit Rechts-Links-Shunt,
• Voussure (»Herzbuckel«) → Vorwölbung des Thorax über dem Herzen bei rechtsventrikulär druckbelastenden angeborenen Vitien,
• Petechien der Schleimhäute, »Splinter«-Blutungen (kleine, streifenartige Einblutungen unter den Nägeln) und»Osler«-Splits (kleine, rote, schmerzhafte Knötchen, vor allem an den Fingerbeeren) bei subakuter bakterieller Endokarditis),
• Janeway-Flecken (harte, rötliche, evtl. ulzerierende Läsionen im Unterhautfettgewebe der Handflächen und Fußsohlen), Roth-Flecken (kleine, flammendrote Einblutungen mit abgeblasstem Zentrum) auf der Netzhaut bei bakterieller Endokarditis.
2.2 Palpation
Das Palpieren des Pulses ist die beste Möglichkeit, um schon eine erste Aussage über die Frequenz und Qualität des Herzschlags zu treffen. Neben der Frequenz sind auch Regelmäßigkeit und Stärke feststellbar.

Am besten eignet sich die A. radialis zum Ertasten des Pulses. Vorsicht ist jedoch bei Patienten mit z. B. Vorhofflimmern geboten. Hier kann es sein, dass nicht alle Pulsschläge an der A. radialis ertastet werden können. Dann ist es besser, den Puls an der A. carotis zu tasten (Achtung!: Vasovagale Reaktion bei zu starkem Druck auf die Carotiden) oder den Puls über ein Stethoskop am Brustkorb abzuhören.
2.3 EKG
Die EKG-Kurve ist eine graphische Aufzeichnung der elektrischen Ströme während der Herztätigkeit.
Aus Veränderungen des EKG lassen sich Störungen der Herzfunktion ablesen, wie zum Beispiel Durchblutungsstörungen des Herzmuskels (Angina pectoris, Herzinfarkt) und Herzrhythmusstörungen.
Das Standard-EKG besteht aus 12 Ableitungen:
6 Extremitätenableitungen: I, II, III (Einthoven-Ableitungen) und aVR, aVL, aVF (Goldberger-Ableitungen),
• aVR = rechter Arm,
• aVL = linker Arm,
• aVF = linker Fuß,
6 Brustwandableitungen: V1 bis V6 (Wilson-Ableitungen)
• V1 = rechts parasternal (am Sternumrand) im 4. ICR (Interkostalraum),
• V2 = links parasternal im 4. ICR,
• V3 = auf der 5. Rippe zwischen V2 und V4 (etwas oberhalb der Herzspitze),
• V4 = in der linken Medioklavikularlinie (MCL) im 5. ICR links (Herzspitze, bei Patientinnen mit großen Brüsten wird die Elektrode unter der Brustfalte befestigt),
• V5 = vordere Axillarlinie (am vorderen Rand der Achselhöhle) links in Höhe V4,
• V6 = mittlere Axillarlinie in Höhe V4.
2.3.1 Belastungs-EKG
Beim Belastungs-EKG wird der Patient auf einem Fahrrad sitzend oder auf einem Laufband gehend in verschiedenen Belastungsstufen (zweiminütlich ansteigend) unter fortlaufender EKG-Registrierung belastet.
Indikationen für ein Belastungs-EKG
• Diagnostik und Verlaufskontrolle einer koronaren Herzkrankheit vor/während/nach Therapie,
• Verlaufskontrolle einer arteriellen Hypertonie während/nach Therapie,
• Beurteilung der körperlichen Leistungsfähigkeit nach einem Herzinfarkt und/oder einem invasiven Eingriff am Herzen (Ballondilatation, Bypass-Operation),
• Diagnostik und Therapiekontrolle belastungsabhängiger Herzrhythmusstörungen.
Kontraindikationen für ein Belastungs-EKG
• schwere arterielle Hypertonie,
• schwere Herzinsuffizienz,
• drohender oder frischer Herzinfarkt,
• instabile Angina pectoris,
• schwere, hochgradige Aortenklappenstenose,
• schwere Herzrhythmusstörungen,
• Myokarditis,
• fieberhafte Erkrankungen.
Abbruchkriterien für ein Belastungs-EKG
• Angina pectoris,
• schwere Atemnot,
• Erreichen der maximalen Herzfrequenz (Herzfrequenz 220 minus Lebensalter),
• komplexe Herzrhythmusstörungen,
• EKG-Veränderungen,
• Blutdruckanstieg über 250/130 mmHg oder Blutdruckabfall,
• Claudicatio,
• Zyanose,
• Schwindel,
• Kopfschmerzen,
• Erschöpfung.
2.3.2 Langzeit-EKG
Hierbei wird über mindestens 24 Stunden der Herzschlag und Herzrhythmus mit Hilfe eines Speichergeräts registriert und anschließend die Aufzeichnung analysiert.
Indikationen für ein Langzeit-EKG
• Erkennung und Klassifizierung von Herzrhythmusstörungen,
• Abklärung von Synkopen,
• Überwachung und Beurteilung antiarrhythmischer Therapie,
• Schrittmacherkontrolle.
Sonderformen
• Event-Recorder (ICM): Hierbei handelt es sich um ein EKG-Aufzeichnungsgerät, das unter die Haut implantiert wird. Die Aufzeichnung startet bei Herzrhythmusstörungen entweder automatisch oder kann vom Patienten mittels eines mitgeführten Auslösemechanismus manuell aktiviert werden. Die Rhythmusstörungen können später per Mobilfunk mit einem speziellen Gerät zum Arzt übertragen oder in der Klinik per Computer abgefragt und analysiert werden.
• Telemetrie: Hierbei bekommt der Patient einen Funksender umgehängt, der die EKG-Signale an einen zentralen Rechner mit angeschlossenem Monitor weiterleitet. Auf dem Monitor kann der momentane Herzrhythmus des Patienten abgelesen werden. Diese Methode wird oft zur Überwachung mobiler Patienten auf peripheren Stationen genutzt.
2.4 Herzkatheter
Es gibt sowohl diagnostische als auch therapeutische Herzkatheter. Zugangswege sind sowohl die Femoral-Gefäße, als auch in bestimmten Fällen die A. radialis.

Abb. 3: Ballonkatheter (Fa. Biotronik)
Abb. 4: Herzkatheter (Fa. Biotronik)
2.4.1 Diagnostische Herzkatheter
Sie werden eingesetzt bei
• Coronarangiographie,
• Linksherzkatheter,
• Rechtsherzkatheter, Einschwemmkatheter,
• transseptaler Punktion,
• Herzmuskelbiopsie,
• elektrophysiologische Untersuchung (EPU).


