Kitabı oxu: «Der Gebrandmarkte»

Şrift:

Marques der Gebrandmarkte

Mein Überlebenskampf

Alfred Neuenweger


Impressum

Texte: © Copyright by Alfred Neuenweger

Umschlag: © Copyright by Alfred Neuenweger

Verlag: Neuenweger

Buchenweg 12

5113 Holderbank AG

neuenweger@gmail.com

Druck: epubli, ein Service der

neopubli GmbH, Berlin

Printed in Germany

©Copyright by Alfred Illumina/Neuenweger 2019

Doch könnt ihr euch auf einige mentale schwerverdauliche Brocken gefasst machen!

Die Verdingkinder, man hat schon oft davon gehört, jedoch noch nie so direkt aus selbsterlebten einer Person welche dieses ganze Märtürium gezwungenermasen mitmachen musste !

Erhältlich sowohl als E-Book als auch in Buchform.

Nun viel Spass beim Lesen

namentlich Alfred Neuenweger


Schon erschienene Werke von Alfred Neuenweger:

- Richtig angewandte Rhetorik E-Book (DE)

- Properly applied Rhetoric E-Book (EN)

- My Personal Time Line E-Book (DE/EN)

- Bleib gelassen E-Book (DE)

- Remain calmly E-Book (EN)

- Meislis kleiner Buchmarathon Buchform (DE)

- Little Bookmarathon of Anti (EN)

Worte zu euch persönlich von Alfred Neuenweger:


Herzlich willkommen, sehr geehrte Leseratten

Mein Name ist erst seit kurzem Alfred Neuenweger.

Alter Name bestand schon seit 2006, seit meinem alten Erinnerungen aufarbeiten auf Indigo Ebene

( What The Fuck is This? )

Es verging eine lange Zeit, bis ich mich endlich zu

diesem neuen Branding bewogen hatte.

Da zu meiner neuen Buchsparten Ausrichtung mein

altes Branding definitiv nicht mehr passt, und mir

auch ein sehr nahestehender Freund sagte, dass

er sich nicht ganz damit anfreunden konnte, und ich

mich zu allem auch noch von meinem Alten

Buchverlag trennen musste.

Jedoch wäre ich nicht ich, wenn ich mich durch

solche Kleinigkeiten aus der Bahn werfen lassen

würde!

Und somit steht ein absoluter Neuanfang an!

Selbst damals, vor gut fünf Jahren, als ich für Toni

Vescoli in einer Lounge gekocht hatte, oder mit Steve

Lee an einem Tisch zu Abend ass, hätte ich nie für

möglich gehalten, dass ich jemals an den Punkt gelange,

an welchem ich mich mittlerweile befinde!

Neuenweger Goes digital!

Da wir uns jedoch momentan in einer Art Zwiespalt zwischen dem Druck und dem digitalen befinden, möchte er euch als Autor alle Vorteile beider Welten bieten, welche ihr für euch auch immer nützen möchtet!

Nachweislich konsumieren 80 % von euch, nach wie vor die Bücher auf die herkömmliche Weise.

Hier jedoch nun die Schnittstellen-Codes vom Analogen zum Digitalen, von seiner Seite her!

Mit dem QR-Tag Page kommt ihr auf die Page welche ein sehr guter Kollege für alle Bücher erstellt hat.

Mit dem QR-Tag Mail to Writer könnt ihr per Mail mit Ihm persönlich in Kontakt treten.

Mit dem QR-Tag Publishing kommt ihr auf die Page,

welche das ganze Merchandising wie ISBN Nummer lösen, in die Shops stellen und vieles mehr als Selfpublishing

Verlag übernimmt und lenkt.


Wie einige von euch sicherlich schon bemerkt haben, leiten euch all diese Codes nur auf eine weitere für euch gestaltete Seite.

Eine weitere Seite, auf welche er euch bewusst leiten möchte, beziehungsweise euch die Arbeit dessen um etliches erleichtern möchte!

Nur, wer auch all die Tags und sonstigen, in den Sätzen bewusst versteckten Spezials dieses Buches richtig nutzt, der profitiert am Ende in die Vollen!

Meine Zeit als Verdingkind Teil I
Meine Akteneinsicht

Niederlenz, den 26.09.2016

An das Staatsarchiv Aargau

Betr. Akteneinsicht

Sehr geehrte Frau Rauschert

Ich der Schreiber, möchte nach einem Telefonanruf mit dem Amt, alle meine Akten über mich, die von Jugendanwalt Dr. Kaufmann angelegt wurden, wenn noch vorhanden, eine volle Kopie.

Zu meiner Person: ich wurde am 13.Mai 1947 in Muri geboren, wohnhaft bei den Eltern in Wohlen AG.

Da ich mein Leben aufrollen möchte, brauche ich noch viele Unterlagen, teils habe ich sie schon vom Jugendheim Aarburg und Beobachtungsstation Rüfenach AG bekommen.

Es fehlen mir noch diese von den Bauern, wo ich platziert wurde, aber dies ist schwierig, da diese verstorben sind.

Nun hoffe ich, von Ihnen mehr zu erhalten, wie sie sicher wissen steht mir das zu. Ich hoffe auf ihr Verständniss.

Hochachtungsvoll Grüßt Sie Marques Brand

Unterlagen zu meiner Person

5.Oktober 2016

Unterlagen zu meiner Person

Sehr geehrter Herr Brand

Vielen Dank für ihre Anfrage. Gerne sind wir Ihnen bei der Aktensuche behilflich.

In der Beilage finden Sie Kopien der sich bei uns befindlichen Akten. Es handelt sich um eine Vollzugskarte der Staatsanwaltschaft sowie um zwei Urteile des Jugendgerichtes Bremgarten und drei Urteile des Jugendgerichtes Muri.

Leider konnten wir keine Kopien in besserer Qualität herstellen. Wir hoffen, dass die Unterlagen dennoch lesbar sind.

Wir hoffen, Ihnen damit behilflich zu sein und wünschen Ihnen alles Gute.

Freundliche Grüße

Dr. Jeanette Rauschert

Leiterin Sammlungen und Bestände


Beilagen

. Kopien

Abb. Nr. 1 (original Abbildung nur Namen verdeckt)

Rein theoretisch hätte ich hier jetzt auch einfach nur alle Dokumenten Scans aneinanderreihen können, doch der Autor hatte eine viel bessere Idee!

Da jedes dieser hier im Buch enthaltenen Dokumente seine Eigene Geschichte erzählt, soll jedes auch für sich wie ein neues Kapitel erscheinen ...

So dann auch prompt umgesetzt worden.

Ich Marques wie alles begann

Ich Marques und meine damalige Liebe, welche es auch noch heute ist, mussten, damit wir damals

genug zu Essen hatten auf ein Zuckerrübenfeld gehen, um diese zu stehlen und zu essen.

Denn Zucker gibt bekanntlich wieder genug Energie, um zu überleben, auch Würste des Metzgers oder fort geworfenes Brot vom Bäcker waren herzlich willkommen ...

Auch habe ich damals in dieser Zeit oft an Selbstmord gedacht, da all dies was um mich herum

geschah nur schwer ertragbar war und ritzte mich in der Lehre mit dem Metzgermesser, worauf ich auch mehrmals zum Arzt deswegen musste!

Diese Wunden sind noch heute von außen her sichtbar, doch die seelischen sind von außen für immer verschlossen, doch immer dar vorhanden!

Ich bin am 13.Mai 1947 an einem Dienstag um fünf vor halb sieben in Muri Aargau auf die Welt gekommen.

Mit acht Wochen, wie ich aus meinem Akten entnehmen konnte, wurde ich in einem Kinderheim abgegeben, wieso weiß ich nicht.

Da habe ich dort, wo die Eltern gewesen sind, zwei Klassen gemacht.

Dann kam ich fort zu einem Bauern, vom Bauern kam ich dann nach Rüfenach, in eine

Beobachtungsstation.

Von dort her zu einem Bauern, danach wieder zu einem Bauern, zu allerletzte kam ich in die Lehre.

Da hatte ich ein paar Dummheiten gemacht, wo die Jugendanwaltschaft kommen musste.

Dr. Kaufmann ist gestorben, Gott habe ihn selig, der hatte nichts mit den Bauern zu tun, zuletzt bin ich in Aarburg gelandet.

In Aarburg habe ich alles erlernt, was ich nun kann, ich war einer der Schwächsten, aber immer das Arschloch von allen, und dort wollte ich dann auch Selbstmord begehen!

Dann kam ich nach Königsfelden, dort habe ich einen abgehängt der sich erhängen wollte,

daraufhin haben sie mich selbst gefragt, weshalb ich Selbstmord begehen wollte!

Darauf sagte ich:

Wenn ich noch einmal dort hinauf muss, springe ich gleich außen runter über den Felsen hinaus!

Dort lerne ich alles, was ich bis dahin noch nicht konnte!

Dann sagen sie nur jetzt kommt der Nazi Brand, mir sagen sie der jung Brand Nazi diejenigen, welche noch leben, und welche davon noch wissen.

Da kommt der daher gelaufen und sagt nur so jetzt habe ich dich Brand Nazi!

Da habe ich nur gedacht ach du heiliger Kerl, da sind vier Metzger von Braunwald zu welchen ich

immer wieder hinauf ging!

Da habe ich nur so für mich gedacht, jetzt darfst du schon keine Blöße zeigen, du dann hatte ich Distanz zu ihm gehabt und habe ihm zweimal eine gedonnert, da ging dieser Kerl zu Boden!

Und dann hatte ich Angst er könnte mich nehmen, und da habe ich im darauf auf seinen Mund

Eingedroschen, und der Polizist der Juho der jetzt mittlerweile auch gestorben, auch Verdingbube gewesen, aber der konnte Erben, der war Millionär gewesen Bobfahrer noch von Dientikon, der

hatte mich dann von ihm herunter gerissen und nach Hause gebracht.

Ja da passiert nichts mehr, da musst du keine Angst mehr haben, der kannte mich diesbezüglich auch sehr gut.

Gott verdammt am Polizisten seine Kleider hatte ich auch noch verrissen!

Dann fuhr ich nach Hause, da musste ich auch noch das Taxi bezahlen!

Aber es ist eigentlich nichts danach passiert.

Daraufhin sagte ich, es war gut, dass ich nicht, doch einmal hatte ich 125 Kilo, hui, wenn ich da

einem eine gedroschen hatte, das ist gekommen wie ein Dampfhammer!

Ich habe eben nicht gewartet, bis sie zugeschlagen haben, früher habe ich auf den Mund geschlagen bekommen, und da habe ich mir gesagt, und jetzt schlägt mich niemand mehr auf den Mund!

Nein nein, als ich meinen ersten Kampf gehabt hatte, diesen zähen Kerl welchen ich runter gekämpft hatte, das seine Leute mir sind gratulieren gekommen, das ist doch nicht war, dass ich erst meinen ersten Kampf absolviert habe, da sagte ich nur ja und hier ist der Trainer, und früher hattest du auch eine Lizenz dazu, er ist von Bern und ich hatte nur den Trainer, ihr könnt schauen das ist Der erste Kampf von mir!

Ha dem habe ich eine gedroschen, wie der gsüden Tison!

Wie ein Sauhund, nein nein ich war früher wie ein Kampfhund, im Bett kommen mir heute noch solche blöden Erinnerungen hoch, wenn ich nicht schlafen kann!

Da kam mir früher, sehr viel von all diesem erlebten wieder hoch, es ist wirklich unglaublich, ich könnte dir davon ganze Tage erzählen!

Es ist zum heutigen Zeitpunkt leider nur noch ca. Ein Drittel davon, was ich Weiß!

Ich verstehe dich nicht weshalb du dies mitmachst mit deiner Marlen, so eine unglaubliche Sache.

Wenn mir jemand sagt du dies habe ich gehört, dann erwiedere ich nur sag mir wer dies gesagt hat, dann stelle ich ihn schon!

Dies gibt doch nur Krach, lass doch dies!

Nein nein, wir müssen die Leute zur Rede stellen wenn sie da sind, nicht wenn sie wieder hinter dem Rücken über einen sprechen!

Mein Vater wahr auch so wie ich, da kam einer in das Restaurant an den Stammtisch, und da sprach ihn einer darauf an, was er in Abwesenheit meines Vaters über ihn erzählt hatte, jetzt ist er da und kann es erzählen!

Darauf konterte er nur mit: »Nein da wahr überhaupt nichts!«

Darauf wurde mein Vater so wütend, das er ihm eins Schlug worauf er mitsamt dem Stuhl nach hinten durch das Restaurant flog!

»So dies hast du nun für deine Lügen du Sauhund!«

Das ist eben unehrlich, man soll dazu stehen was man gesagt hat, jederzeit und überall, wenn die Polizei fragt, dann ist dies ok, dass nennt man Notlügen!

Wenn es nicht notwendig ist, dann gehe ich mich nicht selber dadurch in den Dreck ziehen, gut wenn sie etwas gegen deine Person haben, was klar ist, und sie genug Beweise haben dann muss es so sein, aber sonst ...

Ich weiss nicht wie alt ich noch werde, und was ich diesbezüglich noch Alles mitmachen muss, wenn ich sterbe dann gibt es endlich ruhe mit all diesem Scheiss!

Da habe ich gedacht mit 70-zig Jahren wäre endlich ruhe damit, doch die KESB diese Drecksbande hatte ich schon bereits zwei Mal Theater mit ihnen wegen meiner Lebenspartnerin!

Dann wenn ich etwas sagen möchte, erwiedern diese mir nur: »Sier haben nichts mehr zu sagen, sie sind nicht mehr ihr Mann!«

»Wieso denn nicht, beide Elternteile sind tod, beide Brüder sind tod, einer von ihnen hat sich erschossen, und sie selbst hatte auch Brustkrebs gehabt?«

Meistens haben dies die Mädchen, und die Tochter vom einen Bruder, welcher gestorben ist, hat jetzt auch Krebs. Die Töchter der Mutter von ihm bekommen ganz bestimmt auch Brustkrebs, da solche Dinge ja vererblich sind!

Da haben sie Marlen auch die Brust wegoperiert, auch der Lehrerin welche ich kenne mussten sie die Brust wegoperieren, Du dies sieht aus sage ich dir, da bekamen wir Salbe damit die Haut nicht anwächst, dies habe ich Alles gemacht, ich bin ja nicht so!

Dies hat mich sehr geekelt, ich konnte kaum hinschauen. Wenn ich einen Krüpel sehe das graut mir, da mache ich gleich so. Aber mir ich habe mir ein Messer hier hineingestossen, und da wieder raus siehst du?

Schau da, hier wurde ich mit 78 Stichen genäht, und alle wieder selbst rausgenommen mit dem Nagelklipp.

Habe darauf mit meinem Vater bei Cataneo gearbeitet, dort hat es mir Alles wieder verrissen!

Als er dies sah, sagte er nur dazu: »Du gehst mir nicht zum Arzt, Wundpulver darauf, etwas Gaze einen Bodenlappen und Bindfäden darum und gut war!

So musste ich wieder arbeiten gehen Tatsache, daher sagen sie zu mir du bist ein zäher Sauhund!

Auch mein Behandelnder Arzt sagte ebenfalls: »Sie sind ein Ross, dies ist nicht normal das ein Mensch soviel Schmerz erträgt, wegen ihren gebrochenen Rippen, jeder andere normale Mensch wäre wegen dem schon längst zum Arzt gegangen und hätte dies operieren lassen!«

Mache es wahrscheinlich irgendwann einmal. Ich kann nicht gehen wegen Marlen, wer ist dann für sie da und passt auf sie auf?

Ich kann sie nicht einen ganzen Tag allein zu Hause lassen!

»Ja da kommt dann die KESB!«

»Ja die KESB, die schaut das sie ihre Tabletten nimmt, und das isst oder was?«

Nein das kann ich nicht, da wirst du Wahnsinnig!

Wenn ich eine Rechnung oder Abrechnung sehen möchte sagen sie nur: »Dies geht sie nichts mehr an sie sind nicht mehr der Mann!«

»Ach so?

Gut, aber dann zum auf sie schauen bin ich gut genug?

Bezahlen sie mir diese erbrachten Leistungen auch?«

Am 13 Mai wo sie Geburtstag hat, war sie wieder in Königsfelden, eingezäunt und eingeschlossen, sie konnte nicht nach Draussen gehen. Dann riefen sie mich von dort an ich soll sie holen kommen.

»Sie nicht im ernst, meine Frau konnte noch nicht einmal selbständig zum Kiosk und jetzt soll ich sie holen kommen, was dann wenn sie wieder einen Scheiss ablässt bin ich wieder das Arschloch?«

Weisst du, dies ist so meine Umgangssprache.

Einmal ging ich dorthin und brachte ihr frische Kleider und ein Nesesaire. Darauf kommt ein junger langhaariger Kerl und sagte nur Taschenkontrolle!

Da sage ich nur:«Sind wir hier im Gefängnis oder wo sind wir hier?

Glaubt ihr, ich bringe ihr ein Messer oder was?«

Da wurde ich so wütend, und nahm diese Tasche und warf ihm diese an seinen Kopf!

Darauf kam gleich jemand um die Ecke und fragte was los sei?

Da erwiderte ich nur mit: »Dieser freche Kerl will eine Taschenkontrolle machen, glaubt ihr etwa in allem Ernst das ich meiner Frau ein Messer mitbringe?«

»Sie sind ein verrückter Kerl, sie gehören hier rein!«

Da sprach ich:«Probiert mich zu nehmen!«

Nein die kennen mich schon dort unten. Insgesamt wahr sie vierzehn Mal dort unten, bei mir so an die sechs Mal. Die kennen mich schon, und wie meine Art ist.

Ist gleich wo ich bin, ich spreche überall gleich wie jetzt mit dir, egal mit wem, und wenn ich dann wütend werde, werde ich laut und auch sehr herrschend!

An einer Amtsperson sage ich nicht Arschloch, aber ich spreche so klar, dass sie schon merken was ich damit aussagen möchte.

Wahr mich noch rassieren, danach rief ich den Arzt an es ginge nicht mehr mit ihr, dann kam ich zurück ins Zimmer, da wahr sie schon nicht mehr da.

Ich schaute aus dem Fenster, da erblickte ich sie nur mit dem Nachthemd im Bach, wir wohnen im Hochparter. Du so schnell war ich noch nie unten, schneller als mit dem Lift und ging sie so schnell es ging holen.

Der Arzt hatte zwei Minuten vom Berg zu uns hinunter, ja er komme dann am Abend um halb neun Uhr.

Da hat die Marlen noch ein letztes Mal mit mir gesprochen.

Da sah mich auch schon Eine Mitarbeiterin vom Laden welcher sich unmittelbar unter unserer Wohnung befindet. Und sprach:«Da schau hinüber, hast du Saukerl sie runtergeworfen?«

Zum Glück waren die Polizisten gleich anwesend welche mich gepackt haben, sonst hätte ich sie auf diese Aussage hin gleich verwurstet!

Glücklicherweise sah der Bankdirektor welcher die Filiale unmittelbar daneben hatte, wie sie selbst da runtersprang. Stell dir vor ich hätte es gesehen und wäre einfach rausgesprungen, dann wäre ich ihn wieder gewesen, dies wäre es gewesen!

Da sagte der Direktor:«Nein nein ich habe es gesehen er war es nicht gewesen, sie selbst ist da runtergesprungen!«

Dies war meine Rettung!

Darauf wahr sie lange im Koma, darum läuft sie ja auch so nach vorn gebückt. Sogar denn Schuss hat sie überlebt, welcher hier beim Auge reinging, auf dem einen ihrer Augen sieht sie daher auch nur noch hell und dunkel. Schulden hatte sie auch bis die Ohren wackelten, da habe ich Briefe an die Bank geschrieben, damit dies aufhört, jetzt ist sie nun endlich Schuldenfrei. Dies habe alles ich für sie gemacht nicht irgend jemand anders!

Und heute kommt die KESB und ich bin wieder das Arschloch, nicht jemand anders!

Da wo sie über den Balkon runtersprang hatte sie einen Gips, danach ein Korsett. Welches Alles viel Geld kostete da flatterten die Rechnungen nur so ins Haus. Da sprach ich zu ihnen dies kann ich doch unmöglich bezahlen!

Darauf sagten sie nehmen sie doch einen Prokredit auf, das ist heutzutage kein Problem mehr. Worauf ich auch gleich zur Bank ging und sprach: »Ich benötige unbedingt dringend einen Kredit, damit ich die Spitalkosten bezahlen kann so um die 12`000 Franken!«

»Ach Herr Brand nehmen sie doch gleich 30`000 auf, soviel länger dauert dies auch nicht mehr!«

Ein Jahr nach dem Kuren war sie schon wieder zu Hause, da haben sie sich immer noch gestritten wer dies nun bezahlt!

Ich habe diese bezahlt, darauf hatte ich 30`000 Schulden, und ich wusste das ich irgendwoher Geld bekomme, darauf rief ich der Bank an man muss nur reden mit den Leuten, nicht nur dumm reden!

Eines kannst du mir glauben, ich habe darauf zwei Einzahlungsscheine bekommen, welche ich in der Höhe von Fr. 1`200 noch am selben Tag beglichen habe!

Zum Glück sind ja noch zahlreiche Dokumente davon vorhanden, welche all dies ganz klar belegen können, welche ich nachträglich doch noch auch auf dem einen oder anderen Umweg organisiert habe, und auch diesem Buch beigefügt sind.

Es wären noch viel mehr Dokumente gewesen, welche ich in diesem Buch hätte einfügen können, doch es wäre dann beinahe einer Endlosschlaufe gleichgekommen.

In der Kinderstation in Rüfenach, stupste ich ein Mädchen mit meinem Fuss unter dem Tisch an.

Dies wurde dann jedoch gleich als sexuelle Belästigung Minderjähriger abgetan.

Auch als ich mit den „Jungs“ Ausflüge machte, wurde ich nur mitgenommen, weil ich der Einzige war der mit einem Auto fahren konnte, auch wenn ich damals noch gar keinen Führerausweis besaß, bestraft wurde ich jedoch gleich wie die Anderen, auch wenn ich nur dazu gezwungen wurde.

Auch in Aarburg der Anstalt der gute Dr. sowieso!

Immer hatte er etwas an meiner Person auszusetzen, selbst wenn ich gar nicht Schuld daran war, wie zum Beispiel der Kaffee Diebstahl!

Zum Glück lebt er ja heute schon lange nicht mehr!

Egal was auch immer ich getan hatte, es endete jedes Mal vor Gericht.

Im Pestalozzi Heim wahr ich auch schon, von den Bauern und Familien dorthin abgeschoben, gut mal im Vergleich zu allem anderen bis dahin erlebten, ging es mir dort verhältnismäßig sehr gut.

Dann, als ich am Autowaschen war, sprach mich ein Fremder an, welcher mir Stifte und Geld anbot, wenn ich mit ihm mitkommen würde.

Er wüsste eine sehr schöne Stelle wo wir uns Geschichtliches anschauen können, wenn ich damit einverstanden war, solle ich doch am Nachmittag dorthin kommen.

Ich dachte mir, ja Geld könnte ich schon mehr als nur ein bisschen gebrauchen!

Und so entschloss ich mich dorthin zu gehen.

Er wartete auch schon bereits dort wie abgemacht.

Dann verlangte er von mir plötzlich ich solle mich ausziehen!

Zuerst verweigerte ich, als er dann jedoch sein Metzgermesser gezückt hatte, und mir drohte, zog ich mich wie er mir es befahl aus, und setzte mich leicht bedeckt ins Stroh.

Im Kopf rein mit den Gedanken daran, dass ich so schnell wie möglich an das versprochene Geld komme.

Ich sprach ihn dann auch prompt darauf an.

Doch er zögerte es merklich heraus, irgendwann dämmerte es mir dann auch, er wollte mir das Geld gar nie erst geben!


Da dachte ich nur noch an Flucht, sobald als Möglich!

Ich sah dass er mit einem Fahrrad gekommen war, da wahr für mich der Fluchtplan klar!

Als er nicht hinschaute und abgelenkt war, sprang ich davon setzte mich Nackt auf dieses Fahrrad und fuhr wieder nach Aarburg ins Heim so schnell ich konnte!

Dort wurde ich auch gleich in Empfang genommen und erzählte alles was passiert war.

Zum Glück wurde dieser Halunke dann auch ein Tag später bereits im Gewächshaus erwischt.

Weil er dann doch zu dumm war und sich beim Ofen wärmte wurde er von einem Mitschützling entdeckt!

Zum Glück lebt dieser Pädophile heute schon lange nicht mehr!

Selbst damals, als mein eigener Bruder gestorben ist, liesen sie mich nicht aus dieser seelischen Höhle heraus!

Die restliche Geschichte davon könnt ihr ja allen Dokumente her entnehmen.

Mein Lied

Dieses Lied bedeutet mir persönlich sehr viel, und ihr werdet bestimmt auch merken, dass die ganze Thematik dieses Liedes, sich durch das ganze Gedankenkonstrukt dieses Buches hinweg durch schlängelt.

Verzeih, dass ich dein Bruder bin

Volkslied


1.

Es wollt ein Mann in seine Heimat reisen, er sehnte sich nach seinem Weib und Kind.

Er aber musste einen Wald durchstreifen, wo plötzlich ihn ein Räuber überfiel.

2.

„Gib mir dein Geld, ansonsten bist du verloren, gib mir dein Geld, dein Leben ist sonst hin, gib mir dein Geld, sonst muss ich dich durchbohren, das sage ich, so war ich Räuber bin.“

3.

„Ich hab kein Geld, kann leider keins dir geben, willst du mein Leben, nimm`s und kühle deine Lust, willst du es haben, so will ich es dir geben, ich öffne dir von selber meiner Brust.“

4.

„Und wenn du Geld, ach hättest so vieles, nein, dich zu morden hab ich keine Lust.Denn ach, ja ach, was muss ich sehen, was trägst du da auf deiner blossen Brust?

5.

„Was trägst du da, um deinen Hals gebunden, es glänzt wie Gold und weisse Stickerei?“

„Das ist das Bild von meiner treuen Mutter, die ich geliebt in alle Ewigkeit.“

6.

Da fiel der Räuber plötzlich vor ihm nieder: „Verzeih, verzeih, dass ich dein Bruder bin.

Zwölf Jahre sind, seit wir uns nicht gesehen, und nun muss ich als Räuber vor dir stehn.

7.

„Zwölf Jahre haben wir uns nicht gesehen. In diesen Wäldern trieb ich mich umher.

Als Räuber musste ich dich wiedersehen, komm lass uns reisen übers weite Meer.“

Lässt doch einfach diesen ganzen Text und dessen Inhalte einfach mal bei euch rein gedanklich sacken.

Im einen oder anderen Kapitel werdet ihr ganz bestimmt noch mehr Kongruenz zu diesem Lied finden, es ist alles war, manchmal wie gesagt psychisch hart an der Grenze, doch so ist nun mal das Leben, hart und erbarmungslos, alles was man für sich selbst erarbeiten möchte, ist ein Kampf.

Doch kaum hat man sich endlich etwas dessen erarbeitet, wird es einem auch schon bereits wieder genommen, es beginnt ein Kampf, ein Kampf ums Überleben ...

Doch nun taucht ein, in eine Welt dessen, der eurigen vielleicht gedanklich nie bekannt, was ich mein ganzes Leben lang nie anders kannte!

Vorwort zu den Dokumenten

Ja es ist eine ganze Menge an Material ...

Wenn man aber dabei berücksichtigt, dass etliche Dokumente und Briefe davon bis ins Jahre 1965 oder gar 1958 zurückreichen, dann ist dies auch mehr als nur etwas begreiflich!

Der Übersichtlichkeit halber, habe ich jedem einzelnen davon eine Bedeutung gegeben, nicht nur der eurigen Verständlichkeit gegenüber, aber was halt in der Vergangenheit bei mir passiert war, kann man nicht ungeschehen machen, geschweige den jemals vergessen!

Meine Geschichte, welche ich euch hiermit nun endlich erzählen möchte, reicht jedoch weit über das Datum des ersten hier festgehaltenen Dokumentes zurück, begonnen hatte diese ganze Odyssee für mich selbst nämlich wie bereits gesagt, im Juni 1947, als ich bereits mit acht Wochen

weggegeben wurde ...

Eine Odyssee, welche mich immer wieder von neuem dem Déjà vue meiner Erlebnissen selbst aussetzte, euch rein der chronologischen bewusst so gesetzten Anordnung, da mehrere Daten auf einem Dokument vorhanden sind, da chronologisch immer wieder euch in euren Köpfen bekannte Daten, doch überzeugt euch nun selbst rein leserseelisch selbst davon!

Ich bin mir durchaus bewusst, dass der eine oder andere von euch ab und zu eine Lesepause einlegen muss, doch für mich war dieses Starkstrommaterial der psychisch machbaren Grenze der Belastbarkeit, tagtäglich präsent!

Kantonale Kinderstation

geb. 13.5.1947 Marques Brand 2917

von Bettwil

EwB. JA Aargau Dr. Kaufmann

Grund: SVG - Vergehen, Diebstahl, Unzucht mit

Kindern.

5.2.58 Kantonale Kinderstation Rüfenach

Der Knabe wurde uns zugewiesen, weil er zu Hause und in der Schule erhebliche Schwierigkeiten bereitet hat. Er soll zu Hause gelogen, gestohlen, keine Aufgaben gemacht und in der Schule geschwänzt haben.

In der väterlichen Verwandtschaft kommen Trunksucht vor. Aus der mütterlichen Verwandtschaft soll eine Tante versorgt gewesen sein, eine weitere Tante sei jetzt noch versorgt.

Der Vater des Knaben hat angegeben, dass er nicht nervös sei, seine Frau erklärte uns, sie habe gelegentlich Angst vor ihm.

Nach der Schilderung beider Ehegatten ist die Ehe alles andere als harmonisch, und scheint nicht gut zu gehen.

Marques nässte bei uns am Anfang sporadisch das Bett, später nicht mehr. Er war immer sehr laut und lebhaft. Mit seinen Kameraden schimpft er in den gröbsten Ausdrücken. Von der Arbeit drückte er sich immer gerne. Gegenüber den Vorgesetzten bemühte er sich sehr, folgsam zu sein gelang ihm dies nicht, war er aufbrausend.

Beurteilung:

Marques ist ein sehr lebhafter, verwilderter, verwahrloster Knabe. Er hat noch nicht gelernt sich anzupassen und einzuornen, offenbar hat er doch auf die Spannungen zu Hause schlecht reagiert, und sein heutiges Verhalten ist sicher auf diese Spannungen zurückzuführen. Wir möchten daher dringend empfehlen, Marques in ein Erziehungsheim einzuweisen, wo er sich langsam einordnen und anpassen lernt, wie dies die Beobachtung bei uns bestätigt hat, wenn es auch längere Zeit dauern wird. Seine Eltern dagegen, sie möchten ihn nach Hause nehmen und erst etwas unternehmen, wenn es dann nicht gehe.

Wir möchten von diesem Versuch, der nicht zum Erfolg führen wird, dringend abraten. Marques hat einer Angestellten Fr. 5.- genommen, sowie anderen Kinder oder dem Heim gehörende Sachen angeeignet. Auch wird er Beschuldigt einem 9 jährigen Mädchen mehrmals unter den Rock gelangt zu haben.

23.9.58 Jugendgericht Bremgarten:

Das Gericht erkannt: Marques ist schuldig und wird nach Art.84 StGB zur Nacherziehung in eine vertrauenswürdige Familie eingewiesen.

( Antrag des JA )

9.9.60 Jugendgericht Bremgarten:

Brand Marques sei auf unbestimmte Zeit in ein Knabenheim einzuweisen, da er sich in der mit Urteil vom 23.9.58 über ihn verfügte Erziehung in einer Fremdfamilie nicht bewährt, indem er sowohl bei der Fam. Holz- mann, Geuensee, als auch bei den Familien Strebl, Boswil, und Tellenbach, Büelisacker, derart Schwierigkeiten bereitet hat, dass er seine Wegnahm notwendig geworden sei.

6.8.60 Einweisung in die Pestalozzistiftung Olsberg

7.11.60 Herr Plüss Vorsteher dieses Heimes:

Man hat Marques gern, Seine Vorgesetzten schätzen ihn. Man sieht jedoch, dass die Verhältnisse daheim nicht geordnet sind.

3.2.62

Mit Marques geht es eigentlich nicht gut. In den Ferien ging es aber noch dümmer. Der Vater fange immer an zu krachen, und schimpfe über alle.

Marques ist auch von einem Homosexuellen verführt worden ( Charles Erné ) auf dem Wege nach Rheinfelden. Herr Plüss findet Marques noch gar nicht reif für eine Entlassung. Er stellt allerlei an, kam schlecht aus den Ferien zurück, sieht den Vater wie er ist, und regt sich über alles auf. Marques möchte Metzger lernen, und er könnte zu seiner Gotte in die Metzgerei Stapfer nach Muri gehen.

Marques Brand

20.11.62

Das Auffallendste bei Marques ist immer noch, dass er sofort bei den Buben und den Besuchern ist, die Opposition gegen das Heim machen.

Der Knabe steckt voll Aggressionen und Opposition.

März 63 Beginn der Metzgerlehre bei Herrn Stapfer, Muri;

5.4.64 Tel. von Frau Brand, Mutter von Marques, an JA.

Frau Brand ist besorgt wegen Marques, weil er so bedrückt und unzufrieden ist, davon sprach, dass er schon den Schiessapparat am Kopf hatte und das er aus dem Fenster

springe, weil einige Wochen Spitalaufenthalt ihm gut täten. Am Ostermontag habe er Schweine schlachten müssen. Er habe sie so geplagt, dass alle Leute hören konnten, dass er arbeiten musste.

5.10.64 Tel. von Frau Brand an JA

Vor 14 Tagen haben der junge Stapfer, der Meister also, eine Aushilfe und ein anderer Bursche den Marques gebunden, auf den Tisch gelegt in der Metzgerei und ihm den

Geschlechtsteil mit schwarzer Schuhwichse angestrichen. Der junge Stapfer nahm Marques auch mit nach Zürich, wo sie herumtranken und erst um 04`30 Uhr heimkamen.

Dazu kommt dass Marques nun doch schon mehrfach Selbstmorddrohungen ausstiess, dass er vom jungen Stapfer im Keller unten getroffen wurde mit einer Kaninchenpistole am Kopf.

3.1.65 Neue Lehrstelle bei Herr Christen, Safenwil

6.2.65

Es geht nicht gut mit Marques. Stiehlt Geld und Auto. Trinkt in den Wirtschaften herum statt zu arbeiten.

5.2.64

Entwendet mit Kollegen 2 Personenwagen in Muri. Es ist keiner im Besitze eines Führerscheines. Die Autos sind nicht versichert.

9.3.65

Ich hole den Burschen im Bez.Gefängnis in Aaarau.

23.3.65 Aktenauszug gemacht. ku.

Die Vollzugskarte

No. 28/58 543/60

Personalien: Brand Marques, des Ignaz und der

Frida geb. Rey 113/64 geb. 13.5.1947 von Bettwil 623/64

wohnhaft in Wohlen, Hofmatt 9

13. 1. 58 Einvernahme in Rüfenach

Diebstahl: Fr. 5.- z.N. einer Erzieherin in der Kinderstation Rüfenach Unzucht mit einem Kinde, beg. in Rüfenach, indem er Rosmarie Baumgartner unter den Rockt langte. Bestreitet dies

3. 4. 58

an JG Bremgarten mit Antrag FE

14. 4. 58

Eintritt bei Familie Holzmann, Sigrists, Krummbach-Geuensee

23. 9. 58 Urteil JG Bremgarten: Diebstahl

FE

Bleibt bei Familie Holzmann, Sigrists, Krummbach-Geuensee dann Familie Locher, Boswil, dann Familie Tellenbach, Büelisacker

16. 8. 60 Eintritt in Pestalozzistiftung Olsberg

29. 9. 60 Urteil JG Bremgarten: AE in Abänderung des Urteils vom 239.58 Art. 84 StGB

Bleibt in Olsberg bis Frühling 1963

10. 3. 63

Bed. Entlassung, Probezeit 3 Jahre, bis 10. 3.1966

Schutzaufseher: Herr H. Stapfer, Muri

Lehre bei Metzgermeister Hans Stapfer, Muri

(Götti von Marques)

4. 5. 64

Urteil JG Muri: SVG 10 Tage Einschl. bed. 2 Jahre Probezeit

5.10. 64 E

Einleitung eines neuen Verfahrens :

Diebstahl, Sachbeschädigung : SVG

623/64

Der Fremdfamilien Entscheid

Sitzung vom 23. September 1958

Im Jugendstrafverfahren gegen

Brand Marques, geb.1947, in Wohlen, Hofmattenweg 9, z.Z. b/Fam.Holzmann,Landwirt,Krumbach,

Geuensee LU

betr.Diebstahl

Beklagter

hat das Gericht den Akten entnommen und

befunden :

1.

Am 3.April 1958 überwies der Jugendanwalt den Beklagten dem Gericht mit den Anträgen:

1.

Marques Brand sei des Diebstahls im Sinne von Art.137, Ziff.1 StGB schuldig zu erklären.

2.

Er sei hiefür auf unbestimmte Zeit zur Nacherziehung in eine vertrauenswürdige Familie einzuweisen ( Art,84 StGB ).

3.

Von der Ausfällung einer Staatsgebühr und der Auferlegung der Kosten sei abzusehen (§13 des Gebührendekretes ).

2.

Der Beklagte ist überwiesen, zum Nachteil von Fräulein Hartmann, Angestellte der Kinderstation Rüfenach, Fr.5.- in Bereicherungsabsicht weggenommen und am selben Orte verschiedentlich andern Kindern oder dem Heim gehörende Sachen, wie Kugelschreiber, Kreiden, Zündhölzchen und dergleichen sich angeeignet zu haben. Er machte sich durch dieses Verhalten des Diebstahls nach Art.137 Ziff.1 StGB schuldig und strafbar.

3.

Gemäss einem in den Akten befindlichen aerztlichen Berichte handelt es sich beim Beklagten um einen lebhaften, verwilderten und verwahrlosten Knaben, der noch nicht gelernt hat sich anzupassen und einzuordnen, offenbar als schlechte Folge der Spannungen im elterlichen Hause. Es stellt sich daher die Frage, ob der Beklagte gemäss Art. 84 StGB in ein Erziehungsheim einzuweisen oder einer vertrauenswürdigen Familie zu übergeben sei. Das Gericht entschliesst sich einstimmig für die Versorgung in eine Fremdfamilie, nachdem der Beklagte bereits mit gutem Anfangserfolg in der Familie des Sigristen Holzmann, Landwirt, Geuensee LU, nach anfänglicher Beobachtungszeit im Kinderheim Rüfenach, aufgenommen ist.

Der Knabe hat dort in einer rechtschaffenden Familie jene straffe verständnisvolle Führung gefunden, deren er zur Nacherziehung bedarf. Dem Antrage des Jugendanwalts ist daher im Einverständnis des Vaters zu folgen.

4.

Gemäss § 13 des Gebührendekretes in Jugendstrafsachen ist von der Auferlegung einer Staatsgebühr und jener der Kosten abzusehen.

Dem gemäss hat das Gericht

erkannt :

1./

Marques Brand ist schuldig des Diebstahls nach Art. 137 Ziff.1 StGB

2./

Er wird auf unbestimmte Zeit zur Nacherziehung in eine vertrauenswürdige Familie eingewiesen.

3./

Es werden weder Staatsgebühr noch Kosten erhoben.

(Urteil eröffnet und von JA und Vater angenommen)

Verfügung: Zustellung an Vater des Bekl.

JA

Bremgarten, den 23. September 1958.

NAMENS DES JUGENDGERICHTS

Der Präsident:

Der Gerichtsschreiber II:

Pulsuz fraqment bitdi.

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