Kitabı oxu: «Die neue 4-Blutgruppen-Therapie»

Şrift:

Das Buch

Dieses Buch revolutioniert die legendäre 4-Blutgruppen-Diät von Dr. James D´Adamo. Über Jahrzehnte entwickelte der Naturheilmediziner seinen wegweisenden Ansatz der Gesundheitsvorsorge mithilfe von über 50.000 Patienten weiter. Ergebnis ist die neue 6-Blut-Untergruppen-Prophylaxe, die zeigt, wie wir chronischen Krankheiten hochwirksam vorbeugen können: mit auf die Blut-Untergruppe abgestimmter Ernährung, einfachen Übungen und natürlichen Therapien, die uns körperlich und geistig gesund erhalten und Krankheiten im Frühstadium heilen - oder erst gar nicht entstehen lassen. Die neue 6-Blut-Untergruppen-Prophylaxe von Dr. D´Adamo setzt den Leitsatz "Vorbeugen ist besser als heilen" praktisch und einfach um: für ein gesundes, erfülltes und langes Leben!

Die Autoren

Dr. James L. D’Adamo, N. D. D. N. B., ist der Urheber der weltberühmten Blutgruppendiät und Direktor des D’Adamo-Instituts zur Förderung von Naturheiltherapien. Dr. D’Adamo, der in den Vereinigten Staaten, Deutschland und der Schweiz ausgebildet wurde, hat vor über 50 Jahren durch die Entdeckung des Zusammenhangs zwischen dem Bluttyp eines Menschen und seinen Ernährungs- und Fitnessbedürfnissen die Naturmedizin revolutioniert. In seinen bahnbrechenden Büchern, One Man’s Food ... is someone else’s poison (1980) und The D’Adamo Diet (1989), lehnt er Standardmethoden der medizinischen Versorgung ab und ruft leidenschaftlich nach einer Diagnose und Behandlung, die dem Individuum gerecht werden. Dr. D’Adamo begann in New York zu praktizieren und arbeitete später auch in London, Montreal, Antwerpen und Chihuahua, Mexiko. Er hat über 50.000 Patienten - darunter auch viele berühmte Leute - behandelt. Derzeitig arbeitet er in seinen Praxen in Portsmouth, New Hampshire, und Toronto, Kanada, wo er und sein Team aus Naturheilspezialisten die umfangreichste Naturheilmedizin in ganz Nordamerika anbieten.

Webseite: www.dadamoinstitute.com


D’Adamo Institute 44 Bridge Street Portsmouth, NH 03801-3902 (603) 430-7600 D’Adamo Institute 186 St. George Street Toronto, Ontario, Kanada M5R 2N3 (416) 968-0496

Allan Richards arbeitete mit Dr. D’Adamo an dessen Buch One Man’s Food ... is someone else’s poison. Er war Teil der Jury der Scripps Howard 2009 National Journalism Awards und erhielt für seine Berichte über HIV/AIDS in Südafrika 2009 eine Kaiser-Mini-Professur für globale Gesundheit. Richards ist assistierender Professor und stellvertretender Direktor der Florida International University’s School of Journalism and Mass Communication in Miami.

Dr. James L. D`Adamo & Allan Richards

Die neue 4-Blutgruppen-Therapie

Gesundheitsprophylaxe

für die 6 Blut-Untergruppen

Übersetzt von Johanna Ellsworth


Inhaltsverzeichnis

Umschlag

Das Buch / Die Autoren

Titel

Inhaltsverzeichnis

Vorwort

Einleitung

Kapitel 1 - Die Original-Blutgruppendiät

Kapitel 2 - Blutgruppen und Vorbeugung

Kapitel 3 - Blutgruppen: Die Wahrheit der Natur

Bluttyp 0

Bluttyp A

Bluttyp B

Bluttyp AB

Kapitel 4 - Varianten eines Themas: Die Untergruppen der Blutgruppen

Bluttyp 0a

Bluttyp 0b

Bluttyp Ao

Bluttyp Ab

Bluttyp Bo

Bluttyp Ba

Kapitel 5 - Unterzucker - die Ursache aller Ursachen

Kapitel 6 - Die Behandlung von Krankheiten, die mit Unterzucker zusammenhängen

Kapitel 7 - Speisepläne für Blutgruppen und Blutuntergruppen

Speiseplan für Blutgruppe 0

Speiseplan für Blutgruppe A

Speiseplan für Blutgruppe B

Speiseplan für Blutgruppe AB

Kapitel 8 - Diättabellen für die einzelnen Blutgruppen und Blutuntergruppen

Diättabellen für Blutgruppe 0

Diättabellen für Blutgruppe 0a

Diättabellen für Blutgruppe 0b

Diättabellen für Blutgruppe A

Diättabellen für Blutgruppe Ab

Diättabellen für Blutgruppe Ao

Diättabellen für Blutgruppe B

Diättabellen für Blutgruppe Ba

Diättabellen für Blutgruppe Bo

Diättabellen für Blutgruppe AB

Kapitel 9 - Wie Sie Ihr eigenes Vorbeugeprogramm zusammenstellen

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Bluttyp A

Bluttyp B

Bluttyp AB

Kapitel 10 - Das Vorbeuge-Fitness-Programm

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Bluttyp A

Bluttyp B

Bluttyp AB

Kapitel 11 - Rezepte zur Vorbeugung

Kapitel 12 - Vitamine und Mineralstoffe zur Vorbeugung und Heilung

Kapitel 13 - Richtig essen

Kapitel 14 - Vorbeugeprogramm für Kinder

Kapitel 15 - Kinderkrankheiten und Heilmittel

Kapitel 16 - Selbsthilfe bei weit verbreiteten Gesundheitsbeschwerden

Nachwort

Anhang I - Methoden der Diagnostik

Anhang II - Behandlungsmethoden des D’Adamo-Instituts

Danksagungen

Anmerkungen

Impressum

Kommentare zum Werk: Die neue 4-Blutgruppen-Therapie Gesundheitsprophylaxe für die 6 Blut-Untergruppen

»Dr. D’Adamos revolutionäres Programm, seine Entwicklung der Blutgruppendiät, hat mein ganzes Leben verändert. Es hat mir eine Grundlage gegeben, auf der ich aufbauen kann - und vernünftige Essgewohnheiten. Sein Werk hat meinem Leben wieder Auftrieb gegeben - und zwar auf der psychischen und der körperlichen Ebene. Ich lege es jedem ans Herz, der sich sein Wohlbefinden zurückerobern will.«

Andrew McCarthy, Schauspieler/Regisseur


»Als ein Kollege mir schriftliche Informationen über das D’Adamo Institute for the Advancement of Natural Therapies (D’Adamo-Institut zur Förderung von Naturheiltherapien) aushändigte, wog ich fast 100 Kilo. Damals hatte ich ein Jahr lang hoch dosierte Steroide genommen - Medikamente zur Behandlung meiner Autoimmunerkrankung, die jedoch starke Nebenwirkungen hatten. Selbst als meine Ärzte mir ein weniger schädliches Medikament verschrieben, warnten sie mich vor zu großen Erwartungen. Da ich die Wechseljahre schon hinter mir hatte, würde ich wahrscheinlich nicht mehr allzu viele Pfunde abnehmen. Dadurch, dass ich Dr. D’Adamos Anweisungen befolgte, nahm ich 70 Pfund ab - zehn mehr, als ich zugenommen hatte. Ich konnte allmählich die Medikamente um 60 % reduzieren und fühle mich seit langem fantastisch. In seiner Methode steckt viel Weisheit.«

(Dr.) Denise M. Nagel, praktische Ärztin

Ich widme dieses Buch meiner liebevollen Frau Christiana, die immer für mich da war und die mir die Zeit gab, meine Forschungen fortzusetzen. Ohne sie hätte ich das Buch nie schreiben können.

Vorwort

von Louise L. Hay

Das Leben besteht aus verschlungenen Wegen.

Hätte man uns bloß schon als Kinder beigebracht, dass Vorbeugen die beste Methode ist, gesund zu bleiben! Stattdessen werden wir mit strahlender Werbung für überzuckerte, wertlose Fertignahrung überhäuft ... Fertignahrung, die süchtig machen soll und die für unsere Gesundheit schädlich ist.

Irgendwann reagiert unser Körper auf diesen Mangel an guter, natürlicher Nahrung und wir stellen fest, dass wir uns eine Reihe von Krankheiten zugezogen haben. Es ist so viel leichter, einen gesunden Körper gesund zu halten, als einen Körper zu reparieren, dessen Gesundheit den Bach hinuntergegangen ist.

Das war meine Lebensgeschichte, bis bei mir vor über 30 Jahren Krebs diagnostiziert wurde.

Sicher können Sie sich meine Freude und Überraschung vorstellen, als ich im Frühjahr 2009 ein Schreiben von Dr. D’Adamo erhielt. Ich strahlte, als ich den Umschlag öffnete. Positive Erinnerungen kamen zurück, als ich an den Mann dachte, der mir so viel über Gesundheit beigebracht hatte.

Als ich den Anfang des Briefs gelesen hatte - »Als meine frühere Patientin, Verlegerin und Verfechterin der Naturheilkunde würde ich mich sehr freuen, wenn Sie dieses Buch veröffentlichen würden ...« - sprang ich auf und dachte sofort: Klar mache ich das - (in einer New Yorker Minute)! Nach allem, was dieser Mann für mich getan hatte, war ich dankbar für die Chance, endlich etwas Besonderes für ihn tun zu können.

Wie bereits erwähnt war bei mir drei Jahrzehnte zuvor Krebs festgestellt worden. Bei meinem Hintergrund - eine Vergewaltigung im Alter von fünf Jahren und eine Kindheit und Jugend des körperlichen und sexuellen Missbrauchs - war es kein Wunder, dass sich in meinem Vaginalbereich Krebs entwickelt hatte.

Doch, es machte mir schon Angst. Aber ich hatte seit mehreren Jahren Selbstheilung gelernt und gelehrt, und nun schenkte das Leben mir die Chance, mir selbst zu beweisen, dass das, was ich gelehrt hatte, tatsächlich funktioniert. Schließlich hatte ich selber ein Buch über die psychischen Muster von Krankheiten des Körpers geschrieben (Heile deinen Körper) und wusste, dass Krebs eine Erkrankung war, die sich aus einem tiefen Unwohlsein heraus bis zur Ablehnung entwickelt und so lange verdrängt wird, bis sie buchstäblich den Körper auffrisst.

Das Wort unheilbar, das für viele Menschen so erschreckend klingt, bedeutete für mich, dass sich ein bestimmter Krankheitszustand nicht durch äußere Mittel heilen lässt, sondern dass man in sich gehen muss, um die Heilung zu finden.

Damals übernahm ich sofort die Verantwortung für meine eigene Heilung und begab mich auf eine Entdeckungsreise. Ich las und recherchierte alles, was ich über alternative und ganzheitliche Methoden zur Unterstützung meines Heilungsprozesses in die Hände bekam. Ich lernte, dass ich die Wut loslassen und vergeben musste. Ich lernte, Methoden wie Fußreflexmassage, Colontherapie und andere Therapien anzuwenden. Auch wurde mir dringend empfohlen, mir einen guten Ernährungsspezialisten zu suchen.

Auf verschlungene Wege brachte mich das Schicksal zu Dr. James D’Adamo. Die wichtigste Etappe auf meiner Heilungsreise hatte ich damit erreicht.

Diese Erfahrung lehrte mich mehrere Dinge. Erstens: Vertraue auf das Leben. Egal wie schlimm die Umstände aussehen - es gibt immer eine Lösung, einen Ausweg. Was wir essen und was wir denken, bestimmt über unsere Gesundheit. Junknahrung und negative Gedanken zerstören unsere Gesundheit. Der Körper weiß, wie er sich heilen muss. Wir müssen ihm nur die Nahrung zuführen, die er dafür braucht.

Heute bin ich über 80. Ich bin mit Lebenskraft gesegnet und halte mich immer noch an die heilenden Methoden, die Dr. James D’Adamo mir vor so vielen Jahren empfohlen hat.

Ich danke ihm von ganzem Herzen für alles, was er mich über die Methode, wie ich meinen Körper wieder gesund machen konnte, gelehrt hat. Sie hat für mich funktioniert - und das kann sie auch für Sie.

Es gibt Zeiten im Leben, wenn jemand Ihnen einen Riesengefallen tut und Sie sich fragen, wie Sie ihm das je zurückzahlen können. Nun, jetzt weiß ich es.

Mögen auch Sie von dem Wissen dieses weisen Mannes profitieren!


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Einleitung

Vor fast 30 Jahren arbeiteten Dr. James D’Adamo und ich an dem Buch One Man’s Food ... is someone else’s poison, dem Original über Dr. D’Adamos bahnbrechende Forschungsarbeit über den Zusammenhang zwischen Ernährung und Blutgruppen. Seit der Veröffentlichung unseres Buches im Jahr 1980 hat Dr. D’Adamos Sohn, Dr. Peter D’Adamo, 4 Blutgruppen. Vier Strategien für ein gesundes Leben verfasst. In seinem Buch bestätigt er, dass One Man’s Food und das Konzept der individuellen Behandlung auf Basis der Blutgruppen, das sein Vater entwickelt hat, die Grundlage für sein Werk bilden.

Wie ich schon in der Einleitung zu One Man’s Food erwähnte, machte meine damalige Frau Ingrid Boulting mich mit Dr. James D’Adamo bekannt. Ingrid und ich waren frisch verheiratet, und ihr Hochzeitsgeschenk an mich war ein einstündiger U-Bahn-Trip von unserer Wohnung in Manhattan zu Dr. D’Adamos Praxis in Bay Ridge, Brooklyn. Ich wehrte mich gegen diesen Besuch - schließlich war ich in den Sechzigern aufgewachsen und hatte den Spruch »Man ist, was man isst« oft genug gehört, um darauf zu achten. Ich bevorzugte schon eine mediterrane Ernährung aus Fisch, Gemüse und Pasta und war fast nie krank. Warum sollte ich ihn also aufsuchen? Was war an ihm so besonders?

Das Besondere an Dr. D’Adamo war, wie Ingrid sagte, dass er individuell maßgeschneiderte Diäten- und Fitnesspläne erstellte - eine Lebensweise, die auf der Blutgruppe des Menschen (0, A, B oder AB) basiert - und sie beharrte darauf, dass ich den Termin wahrnahm. Auch wenn ich äußerst skeptisch war, gab ich schließlich nach und fuhr zu seiner Praxis. Dort saß ich über eine Stunde lang in einem überfüllten Wartezimmer. Als ich in seinen Praxisraum gerufen wurde, untersuchte Dr. D’Adamo mich mit einer Methode, die er Iridologie nannte. Wie er sagte, sei die Iris im Auge wie eine Landkarte des ganzen Körpers und würde Schwächen in den Organen und entstehende Krankheiten spiegeln. Nachdem er meine Augen untersucht und festgestellt hatte, welche Organe geschwächt oder geschädigt waren - »Ihre Nieren und Leber sind erschöpft«, wie er mir fröhlich mitteilte -, stach er mir mit einer Nadel in den Finger, schmierte einen Tropfen meines Bluts auf ein Glasplättchen und testete meine Blutgruppe. Ich habe Blutgruppe B. Mehr würde er nicht brauchen, sagte er. Dann verbrachte er die nächsten 45 Minuten damit, einen maßgeschneiderten Speiseplan für mich aufzustellen, in dem er jede Obstsorte, jede Gemüsesorte, jede Getreidesorte, jedes Milch- und tierische Produkt auflistete, das ich essen dürfte, sowie die, die ich definitiv meiden sollte.

Diese Begegnung brachte mich dazu, meine Ernährungs- und Lebensweise zu ändern, was mich noch gesundheitsbewusster machte, und führte letztendlich zu meiner Zusammenarbeit mit Dr. D’Adamo. Nach der Veröffentlichung von One Man’s Food zog Dr. D’Adamo nach Toronto, wo er ein Institut für Naturheilkunde eröffnete und 20 Jahre lang als Arzt tätig war. Danach zog er nach Portsmouth in New Hampshire, einer idyllischen Stadt in Neuengland, wo er das D’Adamo Institute for the Advancement of Natural Therapies gründete.

Ich selbst zog irgendwann in die Gegend von Miami.

Ein Anruf von Dr. D’Adamo

Während ich vor ein paar Monaten zur Florida International University im Norden von Miami ging, an der ich Journalismus lehre, rief mich Ingrid an. Das Gespräch verlief so:

»Hi, Allan, hier ist Ingrid. Wie geht es dir?«

»Gut, und dir? Ich hab jetzt keine Zeit, ich bin in Eile -«

(Sie überhörte meine Eile) »Dr. D’Adamo hat angerufen ... er sucht dich.«

(Ich blieb mitten auf dem Gehweg stehen.) »D’Adamo? Was will er denn?«

»Er will, dass du sein nächstes Buch für ihn schreibst. Er konnte dich nicht finden, und deswegen hat er mich im Internet herausgesucht.«

»Sein nächstes Buch schreiben? Ich habe seit 30 Jahren nichts mehr von ihm gehört - und jetzt soll ich sein nächstes Buch schreiben?! Ich hab gleich ein Meeting und bin spät dran -«

»Hier ist seine Nummer; du sollst ihn zurückrufen ...«

Aber ich rief ihn nicht zurück. Ein paar Wochen vergingen. Dann rief Dr. D’Adamo mich an. Dieses Gespräch verlief so:

»Hi Allan, hier ist Dr. D’Adamo ...«

(Ich holte tief Luft ... und schwieg bedeutsam)

»Hallo? Allan, sind Sie noch dran?«

»Ja, hi, Dr. D’Adamo. Wie geht es Ihnen? Ich hab jetzt keine Zeit, ich hab gleich Unterricht und bin spät dran -«

»Es dauert nur einen Moment, Allan ...«

Ja klar.

Er fing an zu erklären, dass er gerade an einem neuen Buch arbeitete und versucht hatte, mit anderen Autoren zusammenzuarbeiten, mit denen die Zusammenarbeit aber nicht klappen wollte. Wie er sagte, hatte er den Eindruck gehabt, wir seien bei seinem ersten Buch auf einer Wellenlänge gewesen, und er hoffte, wir könnten uns wieder zusammentun.

Ich fühlte mich geschmeichelt und sagte ihm das auch. Aber hatte er in One Man’s Food nicht schon alles gesagt, was er sagen wollte? Und was war mit Peters Buch? Beide waren internationale Bestseller geworden. Warum noch ein Buch schreiben? Hatte er nicht schon alles untergebracht? Auf alle Fälle war ich sehr beschäftigt, wie ich ihm sagte. Ich hoffte, er würde verstehen, dass ich an dem Projekt nicht interessiert sei.

Doch es war, als hätte er gar nicht zugehört. »Ich praktiziere jetzt seit über fünfzig Jahren Medizin, Allan, und ich habe schon über 50.000 Patienten behandelt. Ich habe neue Entdeckungen gemacht ... es gibt Untergruppen im Blutgruppensystem - und nein, Peters Buch ist nicht das letzte Wort in der Sache. Ich bin mit seiner Meinung über Lektine nicht einverstanden. Und ich versuche immer noch, die Menschen einzeln zu heilen, während er versucht, die ganze Welt über das Internet zu heilen. Außerdem habe ich mich in ein paar Dingen geirrt ...«

Mein erster Gedanke war, dass es sich hier um so ein Vater-Sohn-Rivalitäts-Dings handle. Der Vater, der der Gründervater der Blutgruppen und der Pate der Naturheilmediziner in den USA ist, möchte vielleicht das letzte Wort über seine eigene Entdeckung haben.

Aber was meinte er damit, er habe sich in ein paar Dingen geirrt? Schließlich ist es unter Ärzten nicht üblich, Fehler zuzugeben. Ich hatte Dr. D’Adamos Ethik nie angezweifelt. Er war ein Purist im Vergleich zu den vielen Ärzten, die mir in den achtziger Jahren begegnet sind, als Alternativheilmethoden in den USA regelrecht explodierten. Daher nahm ich es ernst, als er sagte, er habe Fehler gemacht und die Blutgruppen seien vielleicht nicht das, wofür er sie ursprünglich gehalten hatte. Aber das bedeutete noch lange nicht, dass ich ein zweites Buch mit ihm zusammen schreiben wollte.

»Ich würde mich ja gern noch länger mit Ihnen unterhalten, aber ich muss meinen Studenten einen Abschlusstest -«

»Überlegen Sie es sich, Allan.«

Er bat mich um meine Adresse, um mir Material über sein Werk schicken zu können, damit ich es mir noch mal überlegen könnte.

Der Gedanke Fünfzig Jahre Forschung und über 50.000 Patienten schwirrte mir im Kopf herum, während ich mit dem Aufzug hinauf zu meinem Klassenzimmer fuhr. Drei Jahrzehnte konnten seiner Leidenschaft für seine Arbeit keinen Dämpfer versetzen, dachte ich. In seiner Stimme schwang immer noch dieselbe autoritative Kraft mit, die sie vor 30 Jahren hatte. Ich erinnerte mich an das erste Mal, als er mich um meine Mitarbeit bat. Es war ungefähr sechs Wochen, nachdem ich sein Patient geworden war. Damals sah er mich an und sagte: »Sie werden mein Buch schreiben.«

Aber das war damals. Ich war jünger und hungriger nach einem Auftrag gewesen. Ich hatte damals noch keine Kinder und weniger Verpflichtungen ... und ich hatte noch kein Journalismus-Massenkommunikations-Programm zu leiten, bei dem Studenten und Mitarbeiter meiner Fakultät ständig an meine Tür klopften.

Das Wiedersehen

Warum also sitze ich jetzt spätabends in einem Hotel in Portsmouth, New Hampshire, und schreibe diese Notizen für die Einleitung zu seinem neuen Buch? Ich glaube, ich bin aus reiner Neugier hergekommen. Wir waren die Co-Autoren eines Buchs, aus dem eine weltweite Bewegung der Blutgruppendiät entstanden ist, und auch wenn ich seit drei Jahrzehnten von dieser Welt weit weg bin, halte ich Dr. D’Adamo für einen so originellen Denker und Naturheilmediziner, dass ich mir wenigstens anhören sollte, was er zu sagen hat.

Der Doktor und seine Frau Christiana holten mich vor zwei Tagen vom Manchester-Boston Regional Airport ab. Gestern und heute habe ich damit verbracht, mir sein Institut (zwei Holzhäuser im Neuengland-Stil, die im Zentrum von Portsmouth stehen) anzusehen, seinen Stab aus ausgebildeten Naturheilmedizinern kennenzulernen und eine Anzahl von Heiltherapien zu begutachten, darunter Kneippsche Fußbäder, eine Kammer für hyperbare Therapien und eine Firard-Sauna, die er über die Jahre in seine Behandlungsmethoden aufgenommen hat und für die Behandlung von Krebs, rheumatischer Arthritis und Arteriosklerose verwendet. Nach Feierabend spazierten wir über das bewaldete Gelände seiner 17 Morgen großen Farm. Als Erstes machten wir an einer Meditationsstelle halt, auf der ein Buddha und eine Bank an einem Bach stehen, später an einem Pavillon neben seinem Kräutergarten, wo wir uns zuerst über private und anschließend über berufliche Dinge unterhielten.

Wie ich ihm auch sagte, war das hier ein ganz anderes Kaliber als der Garten seines Hauses auf Staten Island, wo ich ihn für unser erstes Buch interviewt hatte. »Und wie viel anders als in meiner Kindheit ...«, ergänzte er. Dabei bezog er sich auf sein Leben als Sohn eines Polizisten, der zu Fuß einige der gefährlichsten Bezirke von New York City patrouilliert hatte.

Doch Dr. D’Adamo war nicht an der Vergangenheit interessiert. Seine Arbeit lag ihm genauso leidenschaftlich am Herzen wie immer, und ich musste ihn mehrmals zügeln, als er über die Blutgruppen und seine neuesten Entdeckungen loslegen wollte: Warum ein B-Typ wie ich Sojamilch meiden und den Verzehr von Huhn einschränken sollte - und vor allem Einzelheiten über seine neuen Erkenntnisse in Bezug auf die Untergruppen A1 und H1 sowie die Auswirkung der Rh-Faktoren.

Es schien, als hätte er eine Riesenmenge an neuen Informationen auf Lager und als könnte er es kaum erwarten, dass ich meinen Kassettenrekorder einschaltete, um alles aufzunehmen. Was er zu sagen hatte, interessierte mich zwar, doch ich wollte ihm zuerst einfach nur zuhören und mich ihm wieder annähern.

Ich fragte ihn, was er von der integrativen Medizin hielt, der Bewegung von Ärzten wie Andrew Weil, die die Schulmedizin mit alternativen Heilmethoden verbinden. Meine Frage entzündete eine sofortige feurige Antwort. Er winkte missbilligend wie ein unzufriedener Prophet ab.

»Was wissen die Ärzte schon über Naturheilmedizin? Seit Jahren haben so viele Schulmediziner die Naturheilmethoden schlechtgemacht - und jetzt wollen sie sie plötzlich anwenden. Wenn sie sie anwenden möchten, sollen sie erst einmal eine richtige Ausbildung darin machen. Haben sie die Pflanzenheilkunde oder Akupunktur studiert und angewandt? Viele Ärzte versuchen sich heute ein bisschen darin. Sie springen auf den Zug der Alternativmedizin auf, die enorm gewachsen ist, weil so viele Patienten mit der Schulmedizin unzufrieden sind.«

Das war D’Adamos Ton. Er spie noch immer Feuer, wenn es darum ging, die Naturheilmethoden zu verteidigen. Auch hatte er einen historischen Vorteil - immerhin hatte er 50 Jahre lang Patienten auf der Grundlage ihrer Blutgruppen behandelt. Welcher andere Naturheilmediziner konnte schon solche Erfahrungswerte vorweisen?

Ich bohrte weiter und fragte ihn, wie er es fand, dass so viele Amerikaner sich heutzutage mehr mit alternativen Heilmethoden auseinandersetzten. Als wir unser erstes Buch geschrieben hatten, war die Einstellung in Amerika noch eine andere gewesen. Damals wurden Leute mit einem natürlichen Lebensstil und mit Naturheilpraktikern anstelle von Hausärzten als irregeleitet oder gar verrückt angesehen.

Heute ernähren sich viele Menschen von Bioprodukten, praktizieren Yoga, suchen Akupunkteure auf und nehmen Vitamine und Kräuter zu sich. Die Bewegung der Alternativmedizin - und das Konzept der Präventivmedizin - sind viel weiter verbreitet als damals.

»Ja, es ist toll zu sehen, wie die Menschen sich Dingen wie Yoga und Meditation, Vitaminen und Ernährung immer bewusster werden«, antwortete er. »Früher brauchte man ein ärztliches Rezept, um in einem Reformhaus Rohmilch zu kaufen - wenn man vor 30 oder 40 Jahren so etwas in New York überhaupt auftreiben konnte. Kann man sich das vorstellen? Heute bekommt man in jedem Supermarkt um die Ecke Biomilch. Aber das Bewusstsein dafür zu entwickeln ist nur der erste Schritt. Die individuellen Menschen müssen auch wissen, ob Rohmilch ihrem Körper guttut oder ob sie eine Entspannungsübung wie Yoga oder eher einen Sport wie Rennen oder Schwimmen brauchen. Ob sie Lamm oder Innereien essen sollten oder besser Vegetarier werden.

Darüber hinaus gibt es so viele Kombinationen von so genannter ›gesunder Supernahrung‹, die im Internet verbreitet werden und angeblich Energie liefern, gegen Unfruchtbarkeit oder zur Gewichtsabnahme gut sind. Sie sind nicht nur lächerlich, sondern können sogar richtiggehend gefährlich sein. Leuten, die chronisch erschöpft sind, eine Diät aus konzentrierten Säften mit einem hohen Zuckeranteil als schnell wirkenden Energiespender anzudrehen, könnte diese Menschen in die Unterzuckerung (Hypoglykämie) oder sogar Diabetes treiben - wenn sie nicht schon dort angekommen sind. Man kommt immer wieder an den Punkt, dass man wissen muss, welche Nahrungsmittel für welches Individuum auf der Grundlage seiner Blutgruppe und des gegenwärtigen Allgemeinzustands die richtigen sind.«

Das zweite Mal

Diese letzte Bemerkung war ausschlaggebend für meine Entscheidung, mit Dr. D’Adamo ein zweites Mal zusammenzuarbeiten. Hier war der Naturheilmediziner, der zweifellos den originellsten Beitrag zur Naturheilkunde der Moderne geleistet hatte - mit dreißig weiteren Jahren an Erfahrung in der Behandlung von Krankheiten. Dies zu einem Zeitpunkt, an dem die Amerikaner bereiter als je zuvor sind, die Verantwortung für ihre Gesundheit selbst zu übernehmen und neue Wege der Heilung zu gehen. Es schien ein günstiger Augenblick für uns, wieder einmal zusammenzuarbeiten.

Es ist jetzt 3 Uhr morgens in Portsmouth. Morgen früh werde ich meinen Kassettenrekorder einschalten und anfangen, das aufzunehmen, was Dr. D’Adamo seit langer Zeit veröffentlichen möchte: seine neuesten Beobachtungen und Erkenntnisse über Blutgruppen und Heilung, und wie er einige der schwierigsten Krankheiten des 21. Jahrhunderts behandelt, darunter Fettleibigkeit, Herzprobleme, Krebs, Diabetes, ADHS und Depression. Außerdem teilt er seine drängende neue Botschaft über Prävention der Welt mit - etwas, das im amerikanischen Gesundheitssystem leider nicht zu finden ist. Meine Aufgabe wird das Niederschreiben sein.


- Allan Richards Portsmouth, New Hampshire


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Kapitel 1

Die Original-Blutgruppendiät

In meinem ersten Buch One Man’s Food is someone else’s poison, das 1980 veröffentlicht wurde, versuchte ich (Dr. James D’Adamo) Zweierlei: in den Vereinigten Staaten eine Lanze für die Naturheilmethoden zu brechen und zum ersten Mal meine Entdeckung des Zusammenhangs zwischen der Blutgruppe eines Menschen und seiner Ernährung als ein Mittel vorzustellen, mit dem sich die Gesundheit maximieren lässt, und als Behandlungsmethode von Krankheiten, darunter sogar die führenden Todesursachen in den USA - Herzprobleme, Krebs, Diabetes und chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD).

In meinem zweiten Buch The D’Adamo Diet, das ich 1989 verfasst habe, schilderte ich meine Beobachtungen über Untergruppen und die Rh-Faktoren sowie ihre Auswirkung auf die individuelle Diät.

Seit der Erstausgabe von One Man’s Food ist vieles geschrieben worden, was auf meinen Erkenntnissen über Blutgruppen basiert, darunter auch der New-York-Times-Bestseller Vier Blutgruppen meines Sohns Dr. Peter D’Adamo, der auch Naturheilmediziner ist. Auch wenn ich dankbar dafür bin, dass sich viele Heilpraktiker für meine Arbeit und meine Forschungen interessieren, und dass durch Peter mein Blutgruppenkonzept Millionen von Lesern auf der ganzen Welt nahegebracht wurde, ist es doch enttäuschend zu sehen, wie viele Ernährungsspezialisten sich das Blutgruppenkonzept umgehängt haben, als wäre es der neueste Modetrend, und die Grundlage für meine Erkenntnisse in ihre Praxis oder Veröffentlichungen einbeziehen, ohne je eine aussagekräftige Anzahl von Patienten behandelt zu haben.

Das Individuum und die Blutgruppe

One Man’s Food hat nicht nur den Gedanken eines Zusammenhangs zwischen der Blutgruppe und der Ernährung eines Menschen in den Raum geworfen, sondern auch eine radikale Vorstellung ins Leben gerufen - radikal im Vergleich zu der Art und Weise, wie die meisten Schulmediziner und selbst einige Ernährungsspezialisten heute praktizieren: nämlich dass jedes Individuum ein einzigartiges Geschöpf mit bestimmten Charakteristiken ist. Anders gesagt: Es laufen keine zwei Menschen auf der Erde herum, die genau gleich sind - es gibt keine zwei Menschen mit demselben Fingerabdruck, Lippenabdruck, Ohrläppchen, Iris oder Stimme (sogar eineiige Zwillinge teilen nicht sämtliche Charakteristiken). Deswegen sollten sich auch nicht zwei Menschen genau gleich ernähren.

Die Blutgruppen sind mittlerweile ein weit verbreitetes Konzept - manche Befürworter sagen sogar, die Blutgruppe würde die Persönlichkeit eines Menschen definieren. Ihre Bedeutung als ernährungswissenschaftliches Mittel habe ich entschlüsselt und über einen Zeitraum von fünfzig Jahren herausgearbeitet. Ihr heutiges Vermarktungspotenzial - auch wenn es willkommen ist, da dadurch mehr Menschen erreicht werden können - liefert sie (leider auch) Ärzten aus, die von dem Konzept profitieren, ohne über das erforderliche Wissen oder die nötige Erfahrung zu verfügen.

Zum Zeitpunkt, als ich One Man’s Food schrieb, hatte ich schon über 15.000 Patienten untersucht, diagnostiziert und behandelt. Ich führte damals eine erfolgreiche Praxis in Bay Ridge, Brooklyn, einem ruhigen italienischen Stadtbezirk an der hohen Verrazano-Narrows-Brücke, die Brooklyn mit Staten Island verbindet. Außerdem hatte ich eine zweite Praxis an der Upper West Side von Manhattan und eine dritte in der Hester Street in Little Italy, wo ich mittellose Anwohner behandelte. Wir leben in einer Zeit, die ich als das Ende der Dunkelzeit der Naturheilverfahren in den Vereinigten Staaten bezeichnen möchte. Die amerikanische Naturheilmediziner-Bewegung - der natürliche Weg zur Gesundheit - fing damals gerade an, aus dem Untergrund in das Bewusstsein der generellen Bevölkerung aufzutauchen.

Eine rasante Entwicklung

Auch wenn sich Naturheilkunde in den USA auf das Ende des neunzehnten Jahrhunderts zurückverfolgen lässt und sich in den zwanziger und dreißiger Jahren des letzten Jahrhunderts mehrerer Phasen großer Beliebtheit erfreute, erreichte sie erst in den 1960er Jahren ein breiteres Publikum. Damals wurden viele traditionelle Lebensweisen hinterfragt - darunter auch die Schulmedizin, die statt Ursachen die Symptome behandelt und im Wesentlichen davon ausgeht, alle Menschen hätten den gleichen Körpertyp.

Die Generation der Babyboomer suchte für viele Bereiche der modernen Gesellschaft - einer Gesellschaft, die immer mechanischer geworden war und die sich immer mehr von der Natur entfernt hatte - nach Alternativen. Das Bewusstsein über den Klimawandel und die Suche nach reinerer Luft, Wasser und Lebensmitteln (die nicht gefärbt und auch nicht mit künstlichen Zutaten, darunter einigen nachweisbar krebserzeugenden Stoffen, konserviert sind) war die Reaktion auf eine Welt, die sich bis dahin darauf verlassen hatte, Obst und Gemüse mit Hilfe von giftigen Schädlingsbekämpfungsmitteln zu erzeugen, Antibiotika und Hormone zum Mästen von Rindern, Schweinen und Hühnern zu verwenden, und deren Industrien und Autos enorme Mengen an Kohlendioxid und anderer Abgase produzierten, die in unseren Städten Smog verursachten sowie Krankheiten wie Asthma und andere Atemwegserkrankungen erhöhten.

Der Wissenschaft und der Öffentlichkeit wurde allmählich bewusst, dass unser Lebensstil uns zu ersticken drohte und dass Übergewicht, Herz-Kreislauf-Krankheiten und andere chronische Krankheiten, die für die industrialisierte Gesellschaft typisch sind, durch den täglichen Konsum von Fertigprodukten begünstigt werden.

In vielerlei Hinsicht hinkte Amerika den europäischen Ländern wie Deutschland und der Schweiz weit hinterher. Diese Länder hatten schon ein viel stärkeres Bewusstsein, wie sie ihre Lebensmittel schützen können - ihre Tomaten, Salatköpfe, Trauben, Kirschen und andere Obst- und Gemüsesorten aus biologischem Anbau waren keine blassen und geschmacksneutralen Imitationen der Originale, wie sie in den USA so häufig zu finden sind. Auch wurden Krankheitssymptome häufig mit Therapien behandelt, die wir alternativ nennen - wobei alternativ für uns einen anderen Behandlungsweg als die ärztliche Fünf-Minuten-Diagnose und das Verschreiben von Medikamenten bedeutet. Ärzte in europäischen Ländern hingegen setzten Kräuter und Heilpflanzen, homöopathische Mittel, Wasser- und Mineraltherapien und noch viele andere sanfte, aber wirksame Heilmethoden aus der Natur ein.

Junge Leute in Amerika fingen an, mit vegetarischer Kost, Makrobiotik und natürlichen Heilmethoden zu experimentieren. Sie entwickelten den Gedanken, dass wir für unser Wohlbefinden selbst verantwortlich sind und vorbeugende Maßnahmen ergreifen können, um das wunderbare Geschenk unserer Gesundheit zu schützen. Weder der amerikanische Verband der Mediziner (American Medical Association) noch die Pharmaindustrie waren bereit, diesen Gedanken zu unterstützen, da es beim Gesundheitswesen in diesem Land damals wie auch heute um Profit geht - das heißt, um die profitträchtigen Krankheiten der Menschen. Michael Moores Dokumentation SICKO aus dem Jahr 2007 ist ein korrektes Portrait des amerikanischen Gesundheitswesens: Wer es sich nicht leisten kann, muss halt leiden.

Als Naturheilmediziner oder das, was in Amerika als ›Arzt für Alternativmedizin‹ bezeichnet wird - das heißt, ein Arzt, der die Anwendung von Lebensmitteln oder Kräutern als Präventivmedizin praktiziert - hatte man es in diesem Land noch nie leicht. Als ich in den 1950er Jahren meine Praxis eröffnete, durfte ich noch nicht einmal das aussprechen, was ich heute sage, nämlich, dass ich Krebspatienten durch eine Diät heilen könnte - obwohl es sich um eine Krankheit handelt, die größtenteils mit Lebensmitteln zusammenhängt.

Die Neuigkeit, dass Nahrung Medizin ist, explodierte in den 1960er Jahren wie eine Bombe in der amerikanischen Gesundheitsszene. Auch mein Blutgruppenkonzept und der Gedanke, dass Menschen individuell statt als lauter identische Kopien behandelt werden sollten, waren vollkommen neu, obwohl konventionellere Köpfe dies oft für einen halbfertigen Ansatz hielten. Und dennoch - als ich den Zusammenhang zwischen Blutgruppe und Diät als Grundlage für meine Behandlungsmethoden nahm und meinen Patienten damit helfen konnte, breitete sich meine Entdeckung und Methode in New York City und darüber hinaus wie ein Lauffeuer aus, und meine Arztpraxen waren überfüllt mit Menschen, von denen viele unter einem fortgeschrittenen Krankheitsstadium litten.

Das amerikanische Gesundheitswesen: Der Bedarf an Vorbeugung

Heute, drei Jahrzehnte später, herrscht in Amerika ein anderes Klima vor, wenn es um das Gesundheitswesen geht. Doch das amerikanische Gesundheitssystem steckt in ernsten Schwierigkeiten. Chronische Krankheiten wie zum Beispiel Herz-Kreislauf-Krankheiten, Krebs, Diabetes und Übergewicht sind laut den Zentren für die Überwachung und Prävention von Krankheiten (Centers for Disease Control and Prevention - CDC) für über 70 % der Gesundheitskosten in den USA verantwortlich. Doch Patienten, die unter diesen Krankheiten leiden, erhalten nur ca. 50 % der empfohlenen medizinischen Präventivmaßnahmen. Jeder Vierte stirbt in den Vereinigten Staaten an Krebs. Über 65 % der Amerikaner sind übergewichtig, und nach Schätzung der CDC sind über 112.000 Todesfälle im Jahr auf Übergewicht zurückzuführen. Laut CDC ist Übergewicht auch die Ursache anderer Krankheiten einschließlich Diabetes, Bluthochdruck, Arthritis, Erkrankungen der Atemwege, Depression und gynäkologischer Komplikationen, darunter auch Unfruchtbarkeit.

Ja, ich glaube - nein, ich weiß sogar -, dass Krebs und diese chronischen Erkrankungen vermeidbar sind, und dass wir weit über 100 Millionen Dollar pro Jahr an Gesundheitskosten einsparen könnten, wenn diese Krankheiten unter Anwendung meiner Forschungsergebnisse und Erfahrungen mit Blutgruppen verhindert oder behandelt würden.

Heutzutage schaffen es die mächtigen Pharmaunternehmen immer noch, ihre Medikamente auf den Markt zu bringen - darunter viele mit einer langen Liste von schweren Nebenwirkungen oder keinen ausreichenden Tests, die gesundheitsschädlich sind. (Zum Beispiel hat Vioxx, ein Medikament gegen Arthritis, in ca. 30.000 Fällen zu Herzversagen geführt, bevor es 2004 vom Markt genommen wurde.)

Zum Glück gibt es auch ein wachsendes Bewusstsein über die Rolle, die Lebensmittel beim Heilprozess spielen.

Als ich vor zehn Jahren nach Portsmouth, New Hampshire, zog, nachdem ich vierzig Jahre lang an meinen Instituten in Brooklyn und Toronto und einer Praxis in Montreal tätig gewesen war, wollte ich mich von meiner Arbeit als praktizierender Arzt zurückziehen und stattdessen mehr Zeit darauf verwenden, meine Erkenntnisse über die Blutgruppen an andere Naturheilmediziner weiterzugeben. Und trotzdem kamen die Patienten immer noch zu mir: Patienten von weit weg, aus Kalifornien, Hongkong, den Philippinen, Mexiko und Südamerika, Patienten aus Ländern mit einem staatlichen Gesundheitswesen wie England und Frankreich, und sogar Patienten, die eine Krankenversicherung hatten und sich teure konventionelle medizinische Behandlungen leisten konnten (nur wenige meiner Behandlungsmethoden werden von einer Krankenversicherung erstattet). Warum taten sie das? Warum waren sie bereit, für das individuell zugeschnittene Behandlungskonzept, das ich für sie erstellte, um die halbe Erdkugel zu reisen und mehrere tausend Dollar auszugeben? Weil das, was mein Vater mir als Kind gesagt hat, wahr ist: Die Gesundheit ist der kostbarste Schatz eines Menschen, und ohne sie kann man nicht mehr viel tun.

Ich erkenne voller Dankbarkeit das wachsende Bewusstsein der Menschen über die wichtige Rolle, die Nahrung, Kräuter und Fitness für ihre Gesundheit spielen. Viele Ärzte bezeichnen alternative Heilmethoden - auch meine - immer noch als ›Quacksalberei‹, weil ihre Wirksamkeit und die Weise, wie diese Naturheilverfahren funktionieren, noch nicht wissenschaftlich erwiesen sind, obwohl die Ergebnisse deutlich zu erkennen sind. Und dennoch waren sie gezwungen, Naturheilmethoden in ihre Arbeit mit einzubeziehen, weil Millionen von Amerikanern sie anwenden und Nutzen aus ihnen ziehen.

Doch dieses erhöhte Bewusstsein ist nur ein Schritt auf dem Weg der Vorbeugung und Behandlung von chronischen Krankheiten. Selbst nach fünfzig Jahren ärztlicher Tätigkeit und über 50.000 behandelten Patienten lautet meine Devise noch heute: Alle Menschen sind einzigartige Individuen, die durch die vereinte Genetik zweier Elternteile erschaffen werden, durch die Kultur, Gesellschaft und geografische Region, in der sie aufwachsen, geprägt werden und von ihren dominierenden Gedanken gelenkt werden.

Und was das Wichtigste ist: Die Blutgruppe eines Menschen - egal ob 0, A, B oder AB - ist die zuverlässigste Anleitung, die die Natur ihm zur Bestimmung seiner individuellen Ernährungsbedürfnisse mitgegeben hat.

Diese Aussage möchte ich noch detaillierter ausführen. Das ist der Grund, weshalb ich mich entschlossen habe, Die neue 4-Blutgruppen-Therapie - Gesundheitsprophylaxe für die 6 Blut-Untergruppen zu schreiben. Seit der Veröffentlichung von One Man’s Food habe ich das Wesen der Blutgruppen weiter untersucht und herausgefunden, dass das Zusammenstellen von individuellen Diäten noch mehr beinhaltet als nur den Zusammenhang zwischen Lebensmitteln und den vier Blutgruppen. Meine zusätzlichen Recherchen haben die wichtige Bedeutung von Untergruppen im Blutgruppensystem bestätigt. Diese Untergruppen zeigen sich in Personen, deren Eltern und Großeltern verschiedene Blutgruppen hatten. So kann zum Beispiel ein Mensch, der Blutgruppe 0 hat, subtile Eigenschaften von A oder B aufweisen, wohingegen ein A-Typ mehrere Eigenschaften eines 0- oder B-Typs haben kann.

Darüber hinaus habe ich entdeckt, dass Rh-Faktoren (Rh-positiv und Rh-negativ) sowie A1 und H1 - weitere Eigenschaften des Bluts, die sich durch eine Blutgruppenbestimmung (Serumbestimmung/Untersuchung des Blutserums) feststellen lassen - bei der Erstellung einer individuellen Diät und Behandlung einer Person auch eine Rolle spielen. Rh-positive Menschen neigen dazu, schneller auf das Blutgruppenprogramm zu reagieren, während ich festgestellt habe, dass Rh-negative Menschen langsamer auf die Behandlung ansprechen. Individuen mit Blutgruppe 0, die H1-positiv sind, brauchen mehr Eiweiß als Menschen mit Blutgruppe 0, die H1-negativ sind. Typ A, der A1-positiv ist, braucht für eine vegetarische Ernährung Eiweiß; Typ A, der A1-negativ ist, braucht weniger Eiweiß oder kann sich sogar rein pflanzlich ernähren.

Wie Sie sehen können, ist die Blutgruppenbestimmung komplex und erfordert viel mehr als nur ein allgemeines Verständnis der vier Blutgruppen. Jahrelange Erforschung der Blutgruppen und Praxisarbeit haben es mir ermöglicht, noch größere und dramatischere Erfolge bei der Heilung der schwersten Krankheiten unserer Zeit zu erzielen.

Dieses Buch ist die Summe der Jahre, in denen ich mein Heilsystem angewandt habe, und bietet die neuesten Informationen über Blutgruppen und Diäten, die Sie zur Verbesserung Ihres Gesundheitszustands anwenden können. Doch es ist auch eine Herausforderung an das Ärztewesen und an die, die sich Spezialisten der Blutgruppendiät nennen, indem es aufzeigt, wie meine erweiterte Arbeit an Blutgruppen chronischen Krankheiten vorbeugen und sie heilen kann - Krebs, Herzkrankheiten, Diabetes, Übergewicht, Überzuckerung (Hyperglykämie) und Depression ... Krankheiten, die das Gesundheitswesen immer noch in den finanziellen Ruin treiben und den Menschen unnötig leiden lassen.

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Kapitel 2

Blutgruppen und Vorbeugung

Bei zwei der unvergesslichsten Fallgeschichten, die ich je behandelt habe, ging es um zwei Knaben. Im ersten Fall hatte ein Junge namens Roger das Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom (ADHS). Für einen Neunjährigen ist es relativ normal, sehr lebhaft und aktiv zu sein, und Roger bildete keine Ausnahme. Er war ständig in Bewegung. Es gibt jedoch einen qualitativen Unterschied zwischen aktiv sein und zappelig sein. Wie viele Kinder mit ADHS konnte Roger nicht lange stillsitzen oder sich konzentrieren. In der Schule störte er den Unterricht, rief häufig dazwischen oder stritt sich in der Pause mit seinen Klassenkameraden, was oft zu Raufereien führte.

Roger war schon von Schulmedizinern behandelt worden und hatte die übliche Auswahl an Medikamenten wie zum Beispiel Ritalin erhalten. Das Ergebnis war bescheiden. Als letzten Ausweg brachten seine Eltern ihn zu mir in meine Klinik in Toronto - viele Patienten suchen meine Praxis erst dann auf, wenn sie schon den Weg der konventionellen Medizin hinter sich haben, ohne große Erfolge zu verbuchen. Und die Schulmedizin hatte bei Roger im großen Stil versagt - seine Mutter wurde hysterisch, als sie mir berichtete, dass er ihr Haus angezündet hatte.

Ich hatte keine schnelle Antwort parat, als die Eltern mir sagten: »Warum hat unser Sohn das Haus angezündet?« Es konnte für Rogers psychischen Zustand und für seine extremen Handlungen eine Reihe von Gründen geben, doch ich wollte nicht spekulieren. Aber eines wusste ich: Viele Krankheiten, darunter auch ADHS, sind das Ergebnis eines Ungleichgewichts in der Biochemie des Körpers und lassen sich durch Ernährung und Vitaminpräparate behandeln. Ich erklärte, dass ich von innen nach außen gehe und versuche, den Körper durch Nahrungsmittel, die auf dem Bluttyp des Patienten basieren, wieder in Ordnung zu bringen. Wenn sie bereit wären, mir zu vertrauen und sich an meine Empfehlungen zu halten - in Rogers Fall ganz strikt -, dann könnten wir es vielleicht schaffen, sein Verhalten wieder zu normalisieren.

Rogers Vater sagte, er hätte in dem Buch Arm und reich: Die Schicksale menschlicher Gesellschaften von Jared Diamond, dem Evolutionsforscher und Professor für Geografie und Physiologie an der UCLA, der für dieses Werk den Pulitzer-Preis erhalten hat, über den Zusammenhang zwischen Blutgruppe und Genetik gelesen. Später brachte er das Buch mit und zeigte mir den folgenden Abschnitt, der die menschliche Widerstandskraft gegen Krankheiten auf der Basis der Blutgruppen beschreibt:

... die unterschiedliche Sterberate durch Epidemien, die sich in traditionellen europäischen Völkern zeigt, hatte nur wenig mit Intelligenz und viel mehr mit einer genetischen Widerstandskraft zu tun, die von Einzelheiten der Körperchemie abhängt. So haben zum Beispiel Menschen der Blutgruppe B oder 0 eine stärkere Widerstandskraft gegenüber Pocken als Menschen der Blutgruppe A.

Die Tatsache, dass er etwas über den Zusammenhang zwischen Blutgruppen und Krankheit gelesen hatte, nahm ihm wohl etwas von seinen Zweifeln, dass ADHS behandelt werden könnte, indem die Ernährung seines Sohns dessen Blutgruppe angepasst würde. Seine Frau war weniger daran interessiert, sich intellektuell damit auseinanderzusetzen, ob meine Methode wissenschaftlich basiert sei. Ich bin in Toronto dafür bekannt, dass ich eine Reihe von Krankheiten - darunter auch ADHS - durch Ernährung und verschiedene Nahrungsergänzungsstoffe erfolgreich behandelt habe, und so war sie für das Heilprogramm sofort zu haben.

ADHS: Der innere Tsunami

Roger war Bluttyp 0. Ich werde später noch näher auf die physischen und psychischen Eigenschaften sowie auf Ernährungsbedürfnisse des 0-Typs eingehen, doch generell gesagt hat der 0-Typ ein robustes und aktives Wesen und braucht täglich tierische Eiweiße. Meine Empfehlung war, Roger eine eiweißreiche Diät vorzusetzen, angefangen mit einem Protein-Shake beim Aufstehen und noch vor dem Frühstück. Tagsüber sollte er in Abständen von zwei Stunden sieben kleine Mahlzeiten aus Fisch, Fleisch, Pute, und/oder Lamm essen.

Außerdem reduzierte ich seine Kohlenhydratzufuhr - Brot, Pasta und Kartoffelbrei - drastisch, denn diese Lebensmittel werden nach dem Verdauen in Glukose umgewandelt. Auch strich ich sofort sämtliche Zuckerquellen - einschließlich Honig, Süßigkeiten, Limonade, Fruchtsäfte, Ahornsirup (den Roger täglich großzügig über seine Pfannkuchen schüttete) sowie alle Lebensmittel, die mit stark fruktosehaltigem Maissirup (der nach dem Verdauen auch in reine Glukose umgewandelt wird) gesüßt sind - aus seinem Ernährungsplan.

Heute weiß jedes Kind - es gibt sogar Fernsehspots für Energiedrinks, die damit werben -, dass Zucker in jeder Form, auch Fruchtzucker, dem Körper einen Energieschub versetzt. Bei einem Jungen, der ADHS hat oder zu Hyperaktivität tendiert, verursachen solche Energieschübe eine chaotische, drängende Energie. Ich vergleiche diese Kraft mit einer stürmischen inneren See. Halten Sie sich nur vor Augen, wie Wellen ans Ufer oder gegen eine Felsküste krachen. Zucker wirbelt den Blutstrom mit der gleichen Art ungezähmter Kraft auf. Die Kräfte, die in Rogers Innerem wüteten, müssen die Stärke eines inneren Tsunamis gehabt haben, um ihn dazu zu provozieren, sein Elternhaus anzuzünden.

Auch wenn es nicht so aussieht, ist ein Körper, der ständig Energieschüben ausgesetzt ist und dauernd in Bewegung ist, in Wirklichkeit total erschöpft und geschwächt. Die beständige Zufuhr von Eiweiß lieferte ihm Nährstoffe, die langsam verdaut wurden und die, zusammen mit der Verringerung von Kohlenhydraten und Zucker, Rogers Blutzuckerspiegel ausglichen, ihm Kraft schenkten und es seinem Körper ermöglichten, zu seiner natürlichen Energie zurückzufinden. Auch war die tägliche Einnahme von Vitamin B in Mengen, die seinem Gesundheitszustand und seiner Blutgruppe angepasst waren, zur Versorgung und Beruhigung seines Nervensystems ganz wichtig.

Roger sprach recht schnell auf die Diät an und bekam seine Emotionen und Psyche wieder so gut in den Griff, dass er innerhalb von ein paar Monaten wieder in die Schule gehen konnte. Dort zeigte er zum ersten Mal in seinem Leben gute Leistungen.

Asthma und Diät

Der zweite Junge, der Ivan hieß, ist ein lebendes Beispiel dafür, wie sehr sich eine verantwortungslose Ernährung auf die Gesundheit eines Kindes auswirkt. Ivan litt unter schwerem Asthma und musste öfters keuchend und hustend in die Notaufnahme gebracht werden. Er hatte Blutgruppe A. A-Typen reagieren auf Milchprodukte äußerst empfindlich - ein kleines Glas Milch, eine Scheibe Käse oder eine Kugel Milchspeiseeis sind Gift für ihren Körper. Ivans Körper reagierte mit einer übermäßigen Produktion von Schleim, der seine Atemwege verstopfte.

Ich strich sofort alle Milchprodukte und Weizenprodukte, die für einen A-Typ viel zu säurehaltig sind, und setzte ihn auf eine strenge vegetarische Diät. Der A-Typ ist der einzige Bluttyp, der zu hundert Prozent Vegetarier sein sollte, auch wenn manche Fälle Eigenschaften anderer Blutgruppen aufweisen, die die Bedürfnisse eines A-Typs verändern können.

Innerhalb von wenigen Wochen nachdem ich seine Ernährung umgestellt hatte, war Ivans Lunge die Verstopfung los und er brauchte sein Steroid-Inhaliergerät nicht mehr. Er konnte wieder ein normales Leben führen und am täglichen Schulsport teilnehmen.

Ungefähr zwei Monate später tauchte Ivan jedoch stark keuchend wieder in meiner Praxis auf. Wie ich vermutete, hatte er sich nicht mehr an seinen Ernährungsplan gehalten und aß wieder Milchprodukte. Ivans Mutter gab zu, dass er abends beim Fernsehen öfter Milchspeiseeis und Kekse aß, wenn sein Vater am Feierabend zu Hause war.

Ich verliere selten meine Beherrschung gegenüber Patienten, doch an diesem Tag ging ich mit Ivans Vater hinaus auf den Flur und las ihm die Leviten. Ich machte ihm klar, dass er gerne selbst entscheiden konnte, ob er Eis und Kekse essen wollte - aber warum die Chance zerstören, die sein Sohn auf ein gesundes Leben hatte? Danach sorgte Ivans Mutter dafür, dass es vor dem Fernseher keine süßen Snacks mehr gab. Als Ergebnis ging Ivans Asthma wieder zurück.

Tipps zum Vorbeugen?

Ich muss oft an Roger und Ivan denken und daran, wie sich ihr Leben drastisch verändert hat, nachdem sie ihre Ernährung auf die richtigen Lebensmittel für ihren Bluttyp umgestellt haben. Während der Wahlkampagne 2008 dachte ich oft an sie - und viele andere Patienten -, weil das Zentrum von Portsmouth, wo sich mein Institut befindet, eine der ersten Anlaufstellen der Wahlkampagne war und die Kandidaten jeder Couleur während der gesamten Präsidentschaftskampagne hierherkamen, um ihr Programm zu verkaufen.

Das Gesundheitswesen wurde wieder einmal zu einem wichtigen Thema gemacht, und auch wenn einige Politiker das amerikanische Gesundheitssystem gerne »weltweit das Beste« nennen, landete es in der Qualitätsfrage beim prestigeträchtigen Commonwealth Fund im Vergleich zu Australien, Kanada, Deutschland, Neuseeland und England auf dem letzten oder vorletzten Rang.

Obwohl ich für eine allgemeine Krankenversicherung bin, bin ich davon überzeugt, dass viele Millionen Menschen weiterhin grundlos leiden werden, selbst wenn wir unser Gesundheitssystems reformieren. Denn wir übersehen dabei den wichtigen Aspekt des Gesundheitswesens: die Vorsorge.

Wir zäumen unser Gesundheitssystem von hinten auf. Wir bemühen uns zwar, eine Krankheit zu heilen, wenn sie sich im Körper festgesetzt hat, investieren jedoch nur wenig Zeit oder Geld darin, die Öffentlichkeit über die Wichtigkeit der Lebensmittel aufzuklären, die sie ihrem Körper zuführen, und wie sie Krankheiten von vornherein verhindern können.

In einer kürzlich durchgeführten Untersuchung der Partnerschaft für Vorsorge (Partnership for Prevention), einer ehrenamtlichen Gesundheitsorganisation, weisen Gesundheitsexperten, darunter auch Ärzte der CDC, auf, dass ein stärkerer Gebrauch von nur fünf Vorbeugedienstleistungen jährlich über 100.000 Leben in den USA retten würden. »Das zeigt die potenzielle Wirkung der Vorsorge auf dramatische Weise«, sagte Dr. Kathleen Toomey von der CDC, die die Studie mitfinanziert hat. »Unsere Nation hat noch nie ernsthaft in Vorsorge investiert.«

Der Haken - auch an dieser Studie - sind die fünf empfohlenen Vorsorgetipps. Hier sind sie:

1 Nehmen Sie täglich eine geringe Dosis Aspirin zur Vorbeugung von Herzkrankheiten

2 Unterziehen Sie sich regelmäßig einer Darmspiegelung

3 Gehen Sie regelmäßig zur Brustkrebsvorsorge

4 Geben Sie das Rauchen auf

5 Gehen Sie jährlich zur Grippeimpfung, wenn Sie über 50 sind.

Natürlich sollte man nicht rauchen und regelmäßig zur Krebsvorsorge gehen, doch die Grundlage der Vorbeugung von Krankheiten - die Wichtigkeit unserer täglichen Ernährung - fehlt auf dieser Liste. Wie können wir ein Gesundheitssystem haben, das es versäumt, die Wirkung der Nahrung auf unseren Körper zu berücksichtigen, wenn wir uns auf Krankheiten beziehen, die mit Nahrung zu tun haben?

Seit langem finden Wissenschaftler genügend Nachweise über den Zusammenhang zwischen bestimmten Nahrungsmitteln und chronischen Krankheiten. Der National Research Council hat in seinem Bericht Diät, Nährstoffe und Krebs (Diet, Nutrition and Cancer) aus dem Jahr 1982 deutliche Nachweise über den Zusammenhang zwischen Ernährungsfaktoren und Brustkrebs erbracht.

Selbst das amerikanische Gesundheitsministerium (U. S. Department of Health and Human Services - HHS) und das amerikanische Ministerium für Landwirtschaft (USDA) bieten in den Ernährungsrichtlinien für Amerikaner (Dietary Guidelines for Americans) des Jahres 2005 wissenschaftlich untermauerte Ratschläge zur Verbesserung der Gesundheit und Verringerung der Risiken, chronische Krankheiten zu entwickeln:

Eine gute Ernährung ist für eine gute Gesundheit notwendig und für das gesunde Wachstum und die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen unumgänglich ... Bestimmte Krankheiten und Symptome, die durch eine schlechte Ernährung verursacht werden, sind unter anderem Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörung (Dyslipidämie), Diabetes Typ 2, Übergewicht und Fettleibigkeit, Osteoporose, Verstopfung, Divertikelkrankheit, Eisenmangel, Krankheiten im Mund-Rachen-Bereich und einige Krebsarten.

Nahrung begreifen

Heutzutage finden moderne Mediziner allmählich den Weg zurück zu dem, was schon Hippokrates vor 2500 Jahren erklärt hat: »Lass deine Nahrung deine Medizin und deine Medizin deine Nahrung sein.« Sie bieten in Zeitschriftenartikeln oder auf Webseiten immer mehr Vorschläge an, die sie für gute Ernährung halten. Doch was empfehlen diese Schulärzte?

Esst rote Beete, sagen sie, weil rote Beete eine gute Quelle für Folsäure und Betaine sind. Beide Nährstoffe senken den Blutzuckergehalt von Homocystein, einem Nahrungsbaustein, der die Arterien schädigen und das Risiko einer Herzkrankheit erhöhen kann. Oder trinkt Granatapfelsaft, denn er kann innerhalb eines Jahres den Blutdruck senken. Oder esst Tomaten, weil sie Lycopin enthalten, das Krebs bekämpft.

Doch diese Ratschläge und viele andere dieser Art sind nur generelle Empfehlungen. Rote Beete und Granatapfelsaft - sowie Karottensaft, ein weiterer beliebter Gesundheitsdrink - enthalten gleichzeitig hohe Anteile an Fruchtzucker, der, wenn man Unterzucker (Hypoglykämie) oder einen niedrigen Blutzuckerspiegel hat, die Bauchspeicheldrüse und Nebennieren noch mehr beansprucht und die Müdigkeit noch verstärkt. Hätte Roger regelmäßig Karotten- oder Granatapfelsaft getrunken, dann hätte er sein ADHS und sein frenetisches Verhalten nie in den Griff bekommen.

Und die armen Menschen, die versuchen, sich die Schutzwirkung von Lycopin aus Tomaten, Tomatensauce oder Ketchup zu holen, müssten pro Woche mehrere hundert Tomaten verzehren! Selbst wenn sie die Zeit und Möglichkeit hätten, so viele Tomaten zu essen, würde diese Menge für die meisten Menschen viel zu viel Säure enthalten - vor allem Bluttyp B oder jemand, der unter Gastritis leidet.

Der Kern meiner Überzeugung und Praxis ist, wie ich schon erwähnt habe - auch wenn man es gar nicht oft genug sagen kann -, dass jedes Individuum ein einzigartiges Lebewesen ist, das aus zwei verschiedenen Sets genetischer Eigenschaften geschaffen wurde, die in diesem Universum immer nur ein einziges Mal zusammenkommen und dann nie mehr. Ich glaube, es gibt keine menschlichen Stereotypen, keine Blaupausen, keine perfekten Repliken - Ähnlichkeiten, ja, die gibt es; Verwandtschaften bestehen eindeutig - doch selbst Mitglieder ein und derselben Familie weisen riesige Unterschiede zueinander auf. Und als Folge dessen können keine zwei Menschen genau dieselbe Diät vertragen.

Schon zu Anfang meiner Tätigkeit führten mich meine Untersuchungen der Blutpathologie dazu, die Möglichkeit einer Verbindung zwischen den individuellen Bluteigenschaften und den Eigenschaften des Körpers einschließlich der Ernährungsbedürfnisse der Person näher zu erforschen. Außerdem haben meine Beobachtungen über Blutgruppen und Blut-Untergruppen, gepaart mit dem Wissen, wie wichtig es ist, sich richtig zu ernähren, und welche Lebensmittel dem einzelnen Körper Kraft geben (anstatt sich nach den Vorgaben der Geschmacksnerven zu richten), Kranke geheilt. Ebenso bedeutend könnte auch die Tatsache sein, dass dadurch bei vielen auch chronische Krankheiten verhindert werden konnten.

So wie ein Arzt Rezepte für Medikamente ausstellt, um Symptome zu behandeln, schreibe ich Speisepläne und empfehle (nach individuellem Bedarf) bestimmte Obst- und Gemüsesorten, tierische Eiweiße und Getreidesorten, die für die Blutgruppe und Blut-Untergruppe eines Individuums und seinen aktuellen Gesundheitszustand relevant sind. So wie die meisten Leute ein Medikament gegen ein Krankheitssymptom einnehmen, nehmen meine Patienten Nahrung zu sich, um ihren Körper zu stärken, ihn wieder ins Lot zu bringen und sie vor dem Verlust ihrer natürlichen Vitalität zu schützen, und um im Krankheitsfall die Wurzel des Übels zu beseitigen. So gesehen empfehle auch ich rote Beete, Granatapfel- oder Karottensaft, Okra, braunen Reis oder andere Lebensmittel, doch ich tue es jeweils nach den individuellen Bedürfnissen des Patienten.

Krankheiten vermeiden

Vor kurzem las ich im Boston Globe einen Artikel über eine meiner früheren Patientinnen, die beim Boston Marathon mitmachte. Das freute mich, weil die Frau erst vor drei Jahren an Brustkrebs erkrankt war. Ich bin immer dankbar, Patienten helfen zu können, wieder gesund zu werden, so wie ich dieser Frau helfen konnte. Gleichzeitig weiß ich, dass ihr Krebs hätte vermieden werden können, wenn sie vor ihrer Krankheit gewusst hätte, welche Lebensmittel sie lieber hätte essen sollen.

Der Krebserkrankte, der Diabetiker, die unfruchtbare Patientin, das Kind mit ADHS, der depressive Jugendliche, der vorzeitig verkrüppelte Arthritispatient ... all diese vielen wunderbaren Menschen, die das Leben lieben und sich nach Gesundheit verzehren, die vielen Bäume, die vor ihrer Zeit gefällt werden, nicht etwa durch einen Krieg oder Hunger und Armut, sondern wegen einer Einkaufstüte voller Lebensmittel, die für ihren Bluttyp völlig falsch sind - keiner von ihnen hätte je so leiden müssen.

Während Politiker versuchen, ein Heilmittel für das kränkelnde Gesundheitswesen zu finden, können Sie und Ihre Familie still und leise an einer echten Gesundheitsreform teilhaben, indem Sie sich als Individuen sehen und den chronischen Krankheiten vorbeugen, an denen immer noch so viele Menschen erkranken.

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Kapitel 3

Blutgruppen: Die Wahrheit der Natur

Jeden Tag sehen Menschen auf der ganzen Welt Fernsehen auf dem Plasmabildschirm, telefonieren mit Handys, die Fotos machen und Nachrichten übermitteln können, und fahren Autos, die sich selbst einparken. All diese Wunder des 21. Jahrhunderts werden durch komplizierte Technik möglich gemacht und mit einer Bedienungsanleitung geliefert.

Unser komplizierter physischer, emotionaler, psychischer und spiritueller Körper lässt sich zwar durch unsere individuelle DNA immer besser lesen ... doch unsere Geschichten stehen auch in unserem Blut geschrieben.

Indem ich die Eigenschaften entziffere, die in den unterschiedlichen Blutgruppen (0, A, B oder AB) stecken, konnte ich schon Tausenden von Menschen auf der ganzen Welt zu einem besseren Verständnis ihrer Ernährungsbedürfnisse verhelfen.

Die Leute, die dieses Wissen anwenden, erreichen die Gesundheitsebene, die die Natur für ihren einzigartigen Körper vorgesehen hat, und unterstützen zugleich die Vorbeugung der häufigsten degenerativen Krankheiten.

Ich möchte erneut betonen, dass sich viele von uns schon auf einem besseren Weg zur Gesundheit als frühere Generationen befinden. Wir kaufen heute Lebensmittel aus biologischem Anbau und essen Agrarprodukte von Bauernhöfen der Umgebung. Landwirtschaftliche Programme, die von den Kommunen unterstützt werden, und Wochenmärkte finden sich mittlerweile sogar in Großstädten wie New York City und Boston. Sie bieten den Kunden Zugang zu Gemüse, Fleisch und Getreide, die frischer und weitaus nahrhafter sind als Lebensmittel, die quer durchs Land transportiert werden. (Die meisten Lebensmittel in den USA werden vier bis sieben Tage zuvor geerntet, bevor sie durchschnittlich tausend Meilen quer durch Amerika reisen, um in die Supermärkte und sogar Gesundheitsläden gebracht zu werden.)

Heute sind beinahe fünf Millionen erwachsene Amerikaner Vegetarier, und 25 % der Gesamtbevölkerung sind laut dem amerikanischen Verband der Ernährungswissenschaftler (American Dietetic Association) »Flexitarier«. Flexitarier ernähren sich hauptsächlich von Getreide, Gemüse und Obst, verzehren jedoch zwei- bis dreimal pro Woche auch Milchprodukte oder mageres Fleisch wie zum Beispiel Fisch, Geflügel oder Straußenfleisch.

Fast jeder Amerikaner probiert diese oder jene Diät aus. Da Krankheiten wie Fettleibigkeit und Krebs, die ernährungsbedingt sind, jedes Jahr immer noch über eine halbe Million Menschen auslöschen, müssen wir unseren Ernährungsgewohnheiten jedoch mehr Aufmerksamkeit widmen. Aber welche Diät ist die richtige?

Wenn ich von einer Blutgruppendiät spreche, meine ich keinen Modetrend oder ein Programm zum Abnehmen. Ich spreche von dem, was ich für eine Wahrheit der Natur halte - was ich auch immer wieder bewiesen habe. Ich spreche davon, dass Sie die individuelle Zusammensetzung Ihres Körpers und die Nahrungsmittel, die für ihn richtig sind, verstehen lernen.

Wenn Sie also Typ A sind und zu denen gehören, die sich vegetarisch ernähren, dann sind Sie vermutlich auf dem richtigen Weg. Doch wenn Sie Typ 0 sind - ein körperlich sehr aktiver Typ, der täglich tierisches Eiweiß benötigt -, entbehrt Ihr Körper Nährstoffe, die er dringend braucht. Mit der Zeit wird Ihre körpereigene Vitalität nachlassen, Sie werden müde und matt und anfällig für Krankheiten.

Doch das ist weder für den 0-Typ noch für eine andere Blutgruppe unumgänglich - vorausgesetzt, Sie folgen dem Weg, den Ihre Blutgruppe vorgibt.

Bluttyp 0

Lassen Sie uns den Bluttyp 0 näher untersuchen und sehen, warum er eine eiweißreiche Ernährung bevorzugen sollte.

Über 50 % meiner Patienten haben Blutgruppe 0. Der Typ 0 ist von allen Bluttypen der von Natur aus kräftigste. Von allen Bluttypen hat er auch die längste Lebenserwartung. Typ 0 hat meistens eine kräftige Statur und blüht durch aktiven Sport auf. 0-Typen sind die Sportler dieser Welt. Auch wenn sie zu einem muskulösen Körperbau neigen, können sie einen trägen Kreislauf haben. Ohne rigoroses Fitnessprogramm von mindestens einer Stunde täglich zur Ankurbelung des Kreislaufs werden sie (eher als die anderen Bluttypen) schnell lethargisch. Durch aktiven Sport laden Bluttypen 0 nicht nur ihre Batterien wieder auf und optimieren ihren Energielevel, sondern erreichen auch die geistige Klarheit, die man für starke Leistungen benötigt.

Das bringt uns zum tierischen Eiweiß zurück, das der 0-Typ braucht.

Wenn wir in eine frühere Phase der menschlichen Entwicklung zurückgehen, sehen wir, wie die Anthropologen uns sagen - und wie mein Sohn Peter in seinem Buch 4 Blutgruppen. Vier Strategien für ein gesundes Leben ausführt -, dass die erste Blutgruppe 0 war. Die ersten Menschen waren Jäger; zum Jagen und Erlegen ihrer Nahrung brauchten sie einen gut trainierten Körper. Das Kampf-oder-Flucht-Syndrom war nie ausgeprägter als in unseren Vorfahren, deren tägliches Überleben extrem anstrengend war. Diese Menschen brauchten hochkonzentrierte Nahrung, und diese Nahrung bekamen sie durch den regelmäßigen Verzehr des energiereichsten Nahrungsmittels, das es gibt: tierisches Eiweiß.

Auch wenn die wenigstens von uns heutzutage ihre nächste Mahlzeit jagen müssen, und obwohl unser Kampf-oder-Flucht-Mechanismus weitaus weniger stark ausgelöst wird als in anderen Zeiten der Menschheitsgeschichte, ist der Bluttyp 0 immer noch von seinen Vorfahren geprägt und braucht seine tägliche Portion an tierischem Eiweiß, um seinen körperlichen Bedarf zu decken.

Ein 0-Typ, der eine vegetarische Lebensweise führt, wird immer hungrig sein und ständig naschen - meist Kohlenhydrate -, um einen raschen Energieschub zu bekommen. Diese Menschen der Blutgruppe 0 werden letztendlich Unterzuckerung entwickeln. Hypoglykämie trifft ca. 65-85 % aller Amerikaner1 und ist die Folge eines zu hohen Zuckerkonsums aus Kohlenhydraten und Alkohol (sowie zu viel Kaffee oder koffeinhaltigen Kräuter-Energiedrinks), was die Bauchspeicheldrüse veranlasst, zu viel Insulin zu produzieren.

Alle Kohlenhydrate - einschließlich Wurzelgemüse, Obst und Getreide sowie Rohrzucker oder brauner Zucker - werden in verdauter Form zu Glukose. Die Bauchspeicheldrüse gibt Insulin ins Blut ab, um den Zuckerspiegel zu regulieren, doch bei Menschen mit zu niedrigem Blutzucker wird zu viel Insulin ausgestoßen und der Blutzuckerspiegel fällt schnell auf einen ungesunden Level.

Sämtliche Körperzellen verwenden Glukose als Energiespender, doch wenn der Blutzuckerspiegel zu niedrig ist, lechzen die Zellen nach Energie. Dies führt häufig zu körperlicher, geistiger und psychischer Erschöpfung. Unbehandelt kann Unterzucker irgendwann zu einer Reihe von Krankheiten führen - von Depressionen über Diabetes bis hin zu Krebs.

Hypoglykämie findet sich häufiger in 0-Typen, denen es an tierischem Eiweiß mangelt, als in einer der anderen Blutgruppen.

Für eine optimale Gesundheit sollte die tägliche Ernährung von Menschen der Blutgruppe 0 mehrere Portionen Pute, Lamm, Fisch und gelegentlich Biorindfleisch enthalten. Ein 0-Typ schränkt jedoch besser Milch- und Getreideprodukte ein oder verzichtet ganz auf sie. Milch, Käse und Eier verursachen bei 0-Typen eine übermäßige Schleimproduktion, die oft zu chronischen Erkrankungen der Atemwege und des Kreislaufsystems führen. 0-Typen, die Milchprodukte aus ihrer Ernährung streichen oder den Verzehr stark reduzieren, werden Asthmaleiden oder chronische Schleimhautentzündungen vermeiden oder deutlich verbessern.

Von allen Blutgruppen neigt der 0-Typ von Natur aus am wenigsten zu Erkrankungen der Atemwege und Herzgefäße. Doch ein 0-Typ, der regelmäßig Milchprodukte verzehrt, reagiert eher wie ein A-Typ - unter allen Blutgruppen entwickelt der A-Typ am häufigsten Herzkrankheiten - und leidet unter übermäßiger Arterienverstopfung, die zu einer Reihe von Herz- und Kreislauferkrankungen führt.

Weizenprodukte fügen dem Körper des 0-Typs einen ähnlich hohen Schaden zu und können ein Ungleichgewicht der Salzsäure im Magen hervorrufen. Magensäurehemmer sind ihnen nicht fremd, da sie von Natur aus zu viel Magensäure produzieren. Wenn der Magensäurelevel aus dem Gleichgewicht gerät, wird der 0-Typ für eine Anzahl von Magen-Darm-Erkrankungen anfällig, darunter auch Geschwüre des Zwölffingerdarms, Gastritis und Magensäurereflux. Wie man sieht, kann man immer noch zu den falschen Nahrungsmitteln greifen, selbst wenn man sich um eine scheinbar gesunde Ernährung bemüht (heißt es nicht, Vollkornbrot sei gesünder als Weißbrot?).

Doch für Bluttyp 0 liegt der Schlüssel zur Gesundheit nicht nur in den ausgewählten Lebensmitteln. Eine Lebensweise, die Krankheiten vorbeugt, muss aktiven Sport einbeziehen. Vergessen Sie nicht, der 0-Typ war ein Jäger. Egal ob Sie ein Student sind, der den ganzen Tag in Vorlesungen sitzt, ein leitender Angestellter in der Chefetage oder ein Verkäufer - wenn Sie der Blutgruppe 0 angehören, braucht Ihr Körper rigorosen Herz-Kreislauf-Sport wie zum Beispiel Joggen, Gymnastik, Freiübungen, Wandern, Schwimmen oder Fahrradfahren.

0-Typen, die Eiweiß essen, ohne Sport zu treiben, verwandeln die positive Wirkung und den gesundheitlichen Nutzen des Eiweißes in eine giftige Falle für ihren Körper. Sie leiden unter rascher Gewichtszunahme und kämpfen so lange gegen Speckfalten, Doppelkinn und eine wachsende Schlappheit an, bis sie ein Fitnessprogramm anfangen.

Genauso wichtig ist, Sport zur richtigen Zeit zu treiben. Die beste Zeit für den 0-Typ ist morgens als Erstes. Wenn sie das tun, regen sie das gesamte Körpersystem an und schaffen so eine Barriere gegen Stress und Anspannungen. Menschen der Blutgruppe 0, die abends Sport treiben, erreichen zwar immer noch den Nutzen für Herz und Blutdruck, jedoch nicht im selben Maß den für Geist und Psyche.

Bitte beachten Sie: 0-Typen, die krank oder deren Kräfte eingeschränkt sind, müssen ihren Eiweißverbrauch reduzieren und dürfen nicht übermäßig Sport treiben.

Bluttyp A

Die optimale Vorsorgediät für den A-Typ beruht, wie ich schon erwähnt habe, auf einer vegetarischen Grundlage. Während Menschen der Blutgruppe 0 Nomaden, Jäger und Höhlenbewohner waren, entwickelte sich Blutgruppe A zu einem Zeitpunkt, an dem die Menschen Siedlungen errichteten und sich Ackerbau und Viehzucht zuwandten. Veränderungen der Lebensweise führten zu Veränderungen der Ernährung. Das lässt sich leichter verstehen, wenn Sie an Ihren eigenen Alltag denken. Wenn Sie den ganzen Tag im Büro sitzen, in einem Vorort wohnen und mehr im Auto fahren, als zu Fuß zu gehen, oder wenn Sie zu viel Zeit vor dem Fernseher oder im Internet verbringen, ist Ihr Bedarf an eiweißreichen Mahlzeiten geringer als der eines Menschen, der körperlich schwerer arbeitet, so wie zum Beispiel ein Bauer, Förster oder Klempner.

Als die Menschen Gemeinschaften bildeten, verließen sie sich mehr auf den Verstand als nur auf ihre Körperkraft, und so entstand ein neuer Bluttyp. Über 35 % meiner Patienten haben Blutgruppe A.

A-Typen sind im Allgemeinen weniger aktiv als 0-Typen, und ihr Körper braucht weniger tierisches Eiweiß. Im Gegensatz zum Körper eines Bluttyps 0, der für Übersäuerung anfällig ist, mangelt es dem A-Typ an ausreichender Magensäure, was ihm die Verdauung von Eiweiß erschwert. Tatsächlich ist es egal, wie gut Individuen der Blutgruppe A essen oder wie viele Vitamine sie einnehmen - ihr Körper kann Nahrung und Ergänzungsstoffe nicht völlig zersetzen und verwerten. Sie müssen deshalb Betain-HCL und tierisches Lab in Tablettenform einnehmen, um die Nahrung besser verdauen zu können. (Tierisches Lab wird zur Herstellung von Käse verwendet, da es das Eiweiß in der Milch gerinnen lässt. Es wird aus der Magenwand junger milchgefütterter Kälber oder Ziegen gewonnen; es gibt jedoch auch nichttierische Quellen, die für Vegetarier geeignet sind. Mit Betain-HCL Nahrungsergänzungsmitteln kombiniert, beschleunigt tierisches Lab die Schleimzersetzung.)

Da schleimbedingte Krankheitsbeschwerden und häufige Erkältungen, Entzündungen der Nasennebenhöhlen, Allergien und andere Erkrankungen der Atemwege für Menschen der Blutgruppe A typisch sind, müssen sie Milchprodukte meiden. Schon die geringste Menge eines Milchprodukts - ein Tropfen Milch oder eine Scheibe Käse - im Körper eines A-Typs ist absolutes Gift für ihn. Die einzige Milch, die ein A-Typ vertragen und verdauen kann, ist als Säugling die Muttermilch.

Außerdem sollten Menschen mit der Blutgruppe A Vollkornprodukte vermeiden (auch wenn der A-Typ Weizenkeimmehl verträgt, da hier die Säure neutralisiert ist). Die gesündesten Lebensmittel für den A-Typ sind immer eher alkalisch, wie zum Beispiel grünes Blattgemüse und Salate, Tofu, Sojamilch und eine Reihe von Körner- und Getreidesorten wie Reis, Quinoa, Dinkel, Amaranth und Nudeln aus Reis oder Soja.

Wie ich schon erwähnt habe, entwickelten Menschen der Blutgruppe A einen scharfen Verstand, während sie sich an das Leben in einer Gemeinschaft anpassten, und sind für ihre klare Logik bekannt. Sie sind die Problemlöser. Nichts ist so komplex, als dass der A-Typ es nicht durchdenken könnte. Da Menschen der Blutgruppe A sehr sensibel sind, stehen sie ihrem Gefühlswesen näher und sind äußerst kreativ. Sie neigen dazu, sich für Kulturen und Künste zu interessieren, und weil sie so tiefsinnig spirituell sind, weisen ihre künstlerischen Leistungen oft eine transzendentale Qualität und häufig den Bezug zum Himmlischen auf. Ich vermute, ein Maler wie Michelangelo oder der Dichter Percy Bysshe Shelley, der Vegetarier war, hatten Blutgruppe A.

Sie tendieren auch zu einem überstimulierten Geist, der ihren Stoffwechsel ansteigen lässt. Trotz ihrer ganzen intellektuellen, künstlerischen und spirituellen Tiefe werden A-Typen von nervöser kinetischer Energie angetrieben und spüren nur selten ihre wahre natürliche Energie. Sie sind immer in Bewegung - geistig, physisch und emotional. An der Oberfläche kann man einen A-Typ leicht für einen 0-Typ halten, da beide aktiv und vital wirken. Doch der A-Typ ist nicht von einem Körper abhängig, der sich nach Bewegung sehnt, sondern von seinem rastlosen Verstand.

Diese Art sporadischer Energie schafft innere Spannung, Unruhe und Ungeduld. A-Typen starten häufig ein Projekt oder eine Schularbeit, ohne sie zu vollenden. Sie können den Drang spüren zu reisen oder ihren Umständen zu entfliehen. Wenn sie gestresst und nervös sind, sind sie oft sich selbst und anderen gegenüber überkritisch. Dann ist es schwer, es ihnen recht zu machen.

Aufgrund ihres scharfen Verstands und kinetischen Antriebs scheinen sie gute Multitasker zu sein. Doch sie verwechseln ihre vielfältigen Fähigkeiten mit körperlicher Stärke. Die Tatsache, dass sie ständig in Bewegung sind, holt sie irgendwann ein, denn sie überbeansprucht Bauchspeicheldrüse, Nebennieren und Herz und lässt A-Typen vorzeitig altern. Es ist, als hätten sie den Energiespeicher ihres Körpers aufgebraucht - und plötzlich sind sie alt. Deswegen haben Menschen des Bluttyps A die kürzeste Lebenserwartung von allen Blutgruppen. Sie können ihre Lebensdauer jedoch um sinnvolle Jahre verlängern, wenn sie gemäß ihrer Blutgruppe essen und Fitness betreiben.

Eine innere Ruhe zu entwickeln ist daher für A-Typen einer der Schlüssel zur Gesundheit und Vorbeugung. Sie müssen in einer ruhigen Umgebung leben und gehören nicht zu den Menschen, die mitten in Manhattan mit seinen ständigen Hupkonzerten und dem endlosen Trubel wohnen können. A-Typen suchen sich öfter ein grünes Plätzchen unter einem ruhigen Baum im Central Park und erleben so lange schlaflose Nächte, bis sie in eine ruhigere Gegend gezogen sind.

Sport ist für A-Typen genauso wichtig wie für die Blutgruppe 0. Der Fitnessplan eines A-Typs muss jedoch darauf ausgerichtet sein, den Körper zu entspannen, statt ihn noch mehr anzuregen. Aktivitäten wie Joggen, Freiübungen, Gymnastik oder Kontaktsportarten haben eine stimulierende Wirkung auf das Nervensystem und machen einen A-Typ deshalb nur noch zappeliger. A-Typen sollten Yoga, Tai Chi oder Qi Gong machen, was verkrampfte Muskeln dehnt und aufgestaute Spannung abbaut. Yoga beim Aufstehen hilft dem A-Typ, ins Gleichgewicht zu kommen und ihn auf den Tag vorzubereiten. Menschen mit Schlafstörungen empfehle ich, nach der Vollendung ihrer Asanas (Yoga-Stellungen) in einer Lotusposition zu verharren und das Wort Friede als Mantra zu wiederholen. Da Wörter sich auf den inneren Zustand auswirken, wird dieses Wort ihren Verstand beruhigen.

Auch Meditieren hilft dem A-Typ, sein inneres Gleichgewicht zu finden, und bewirkt ein Gefühl des Friedens, vor allem wenn es morgens als Erstes praktiziert wird. Für A-Typen ist es möglicherweise schwierig, ihr aktives Gehirn auszuschalten, doch sie können lernen, ihre geistige Energie zu zügeln, indem sie eine tägliche Disziplin entwickeln. Pausen mit Fünf-Minuten-Meditationen alle paar Stunden lassen ihr Gehirn ruhen und sich neu fokussieren. Darüber hinaus haben solche Entspannungspausen eine erfrischende Wirkung.

Probieren Sie diese einfache Übung vor dem Schlafengehen aus: Legen Sie sich auf Ihr Bett oder eine flache Matte auf dem Boden. Holen Sie ein paar Mal sanft Luft und konzentrieren Sie sich auf Ihre Muskeln und inneren Organe. Stellen Sie sich auf Ihre inneren Anspannungen ein. Sie werden sich wundern, wie gut fünf bis zehn Minuten Entspannung die Muskelverkrampfungen löst - vor allem in der Schulter- und Nackengegend.

Durch diese einfache Übung können Sie auch erkennen, welche Wirkung Gedanken auf Ihren Körper haben - das heißt, welche Gedanken Ihnen Energie abzapfen und welche Ihnen ein Gefühl der Ruhe und des Wohlbefindens vermitteln.

Bluttyp B

Jeder von uns kennt den Ausdruck »Alles in Maßen«. Kein Bluttyp verkörpert das Mittelmaß mehr als ein B-Typ. Die vorbeugende Ernährungsweise und Fitness, die für den B-Typ richtig ist, liegt genau zwischen 0 und A. Wenn der allgemeine Zustand eines B-Typs im Gleichgewicht ist, braucht der B-Typ das Beste aus beiden Welten: tierisches Eiweiß und eine vegetarische Ernährung.

Wenn seine Gesundheit nicht ausgewogen ist, reagiert der Körper eines B-Typs entweder wie ein Bluttyp 0, dem Proteine fehlen und der unter Erschöpfung leidet, oder wie der A-Typ, der übermäßigen Schleim produziert. Individuen der Blutgruppe B erfreuen sich generell einer guten Gesundheit und eines stabilen Autoimmunsystems. Sie können Milchprodukte in geringen Mengen vertragen, doch wenn sie zu viel Milch, Käse und Butter essen oder in der Kindheit vorgesetzt bekamen, leiden sie - wie der A-Typ - häufig unter Katarrhen (übermäßige Schleimbildung, die im Allgemeinen von einer Entzündung der Schleimhäute vor allem in Nase und Hals herrührt). Auch können sie für Erkrankungen der Atemwege, Lebensmittelallergien, Sinuserkrankungen und Asthma anfällig sein.

Auch wenn ich gegen einen übermäßigen Kaffeekonsum bin, schadet eine Tasse Kaffee am Tag - vorzugsweise aus biologischen Kaffeebohnen - ohne Zucker und Milch dem B-Typ nicht. Kaffee entwickelt mehr Säure, je mehr Milch und Zucker man ihm hinzufügt. Wenn der Gesundheitszustand eines B-Typs nicht stabil ist, können diese Tropfen Milch in einer Tasse Kaffee schon zu Erkältungen, chronischem Husten und noch ernsteren Problemen der Atemwege führen.

Und wenn ein B-Typ in einer Umgebung lebt, in der die Zentralheizung oder Klimaanlage häufig läuft - was beides die Feuchtigkeit aus der Luft zieht und die Schleimhäute der Nasenwege austrocknen und dadurch übermäßig irritieren -, entzündet diese Mischung aus Milchprodukten und ausgetrockneten Atemwegen die Nasenwege und verursacht Verstopfung. Dasselbe gilt für B-Typen mit Hautproblemen wie zum Beispiel Ekzemen und Schuppenflechte: schleimbildende Lebensmittel und Lufttrockenheit strapazieren ihre Haut und irritieren sie noch mehr.

Wie für den A-Typ sind Vollkornprodukte auch für den B-Typ nicht besonders bekömmlich. Stattdessen sollte Weizenersatzprodukten wie Dinkel, Quinoa und Amaranth sowie Reisnudeln der Vorzug gegeben werden. Wie Menschen der Blutgruppe 0 braucht auch der Bluttyp B tierisches Eiweiß, und er kann unter vielen Nahrungsmitteln auswählen, darunter Pute, Lamm, Lachs und Heilbutt. Einem B-Typ, dessen Gesundheitszustand ausgeglichen ist, steht auch eine Vielfalt an Gemüsesorten, Getreide und Körnern zur Verfügung - der Schlüssel ist hier, sie in Maßen zu genießen.

Nur ca. 7 % meiner Patienten sind Typ B, doch von allen Blutgruppen lassen sie sich am leichtesten identifizieren. Noch bevor ich dem Patienten Blut abnehme, kann ich erkennen, ob er Bluttyp B ist. Diese Blutgruppe kam aus dem Osten und findet sich häufig unter Semiten und Asiaten, aber ich beziehe mich nicht auf ethnische Grundlagen, wenn ich sage, dass es sich um einen leicht erkennbaren Bluttyp handelt. Ich meine ihr Gemüt, ihre Wesenszüge und dieses undefinierbare gewisse Etwas, das den B-Typ auszeichnet.

Am besten kann ich es so beschreiben: Der B-Typ ist jemand, der einerseits sehr praktisch ist und gleichzeitig mit einem Fuß fest in der spirituellen Welt steht. Diese Individuen scheinen rittlings auf der greifbaren und der transzendentalen Welt zu sitzen; sie lassen beide Welten miteinander verschmelzen und bekommen dadurch eine einzigartige Perspektive auf das Leben.

Im Gegensatz zum A-Typ, der in seiner Spiritualität eher künstlerisch oder verträumt ist, ist der B-Typ bodenständig. Zum Teil beruht das auf seinem Ordnungsbedürfnis. Ob am Arbeitsplatz, zu Hause oder wenn es um die Lösung eines Problems geht - der B-Typ liebt es zu organisieren und methodisch vorzugehen. Das soll nicht heißen, dass der B-Typ zwanghaft veranlagt sei. Doch Unordnung kann ihn aus dem Gleichgewicht bringen und aufregen. Die Fähigkeit, Strategien zu entwickeln und ihre Welt rasch wieder in Ordnung zu bringen, zeichnet diese Blutgruppe aus.

Diese Eigenschaft ist nützlich für den B-Typ - es macht ihn zu einem geborenen Anführer, zu jemandem, der sich in einer verantwortungsvollen Position am meisten verwirklichen kann. Menschen der Blutgruppe B, die keine verantwortungsvollen Aufgaben und Führungspositionen haben, führen ein sehr frustriertes Leben. Da sie dazu neigen, Lösungen statt Probleme zu sehen, sind sie dynamische Innovatoren.

Sportaktivitäten sind für den B-Typ weniger wichtig als für den 0-Typ, aber wichtiger als für Menschen der Blutgruppe A. Auch hier ist Sport in Maßen ein wichtiger Begriff. Der B-Typ tendiert am besten zu Sportarten wie Laufen, Schwimmen, Hatha-Yoga oder leichtem Joggen. Während Bluttyp 0 täglich eine Stunde Aerobic braucht, sollte der B-Typ nicht mehr als 30 Minuten am Tag Sport treiben. Danach wird sein Körper langsam ermüden.

Menschen der Blutgruppe B schlagen sich gut in Wettsportarten wie Basketball oder Tennis, doch da bei ihnen das Hirn mehr zählt als die Muskeln, verbuchen sie als Langstreckenläufer keine großen Erfolge. Aber sie weisen außergewöhnlich gute Leistungen in Sportarten auf, die kreatives und strategisches Denken erfordern. Auch wenn sie vielleicht nicht gerade die Ausdauer eines 0-Typs besitzen, kann die Kombination aus Körperkraft und Kreativität diesen Mangel ausgleichen und sie dazu bringen, einen 0-Typ zu besiegen.

Da die Blutgruppe B mitten zwischen dem 0-Typ und dem A-Typ liegt, erfreuen sich Menschen dieses Bluttyps einer überdurchschnittlichen Lebensdauer, wenn sie gemäß ihrer Blutgruppe essen und Sport treiben.

Bluttyp AB

Die jüngste und seltenste Blutgruppe AB umfasst etwa 2 % der Weltbevölkerung und besitzt die Eigenschaften der Blutgruppen A und B. Wie Anthropologen uns sagen, drangen B-Typen, die dominante Blutgruppe im Osten, ins Römische Reich ein, heirateten A-Typen, die Blutgruppe, die damals in Europa dominierte, und brachten so diese jüngste Blutgruppe hervor.

Menschen der Blutgruppe AB haben die Verträglichkeiten der Blutgruppen A und B geerbt; wenn ihre Gesundheit stabil ist, neigt ihr Immunsystem zu einer verstärkten Fähigkeit, Abwehrkörper gegen Infektionen zu bilden. Dadurch sind sie weniger für die Allergien und Autoimmunschwächen anfällig, die für den Bluttyp A typisch sind.

Die beste Vorbeugediät ist eine Mischung aus den Nahrungsmitteln, die für die Blutgruppen A und B geeignet sind. Menschen, die Blutgruppe AB haben, bekommt eine Ernährung, die auf Vegetarier ausgerichtet ist, unter mäßiger Beigabe einiger Tiereiweiße. Wie der A-Typ vertragen sie keine Milchprodukte und neigen auf ähnliche Weise zur Überproduktion von Schleim und zu Erkrankungen der Atemwege. Milchprodukte - Käse, Milch, Butter und so weiter - sollten stark reduziert oder ganz gestrichen werden. Wie der B-Typ verträgt auch der AB-Typ den Verzehr von Vollkornprodukten nicht und sollte sie durch Produkte aus Dinkel, Amaranth, Quinoa und Reismehl ersetzen.

Wie die Blutgruppe A ist der Geist des AB-Typs aktiver als sein Körper, obwohl er zu einer etwas stabileren Konstitution und mehr körperlicher Aktivität neigt. Das perfekte Gleichgewicht sind 15 bis 20 Minuten Aerobicübungen pro Abend zur Stärkung von Herz und Kreislauf sowie Yoga am Morgen für die innere Ruhe und Gelassenheit, die er braucht.

Während sich der B-Typ durch sein einzigartiges Organisationstalent und der A-Typ durch seine spirituellen und intellektuellen Eigenschaften hervorheben, besitzen Menschen der Blutgruppe AB Qualitäten, die man bei den anderen Bluttypen nicht häufig findet. Sie bilden eine Balance zwischen der Kreativität des Bluttyps A und dem bodenständigen Geschäftssinn des B-Typs. Künstlerisch begabte Menschen wissen, wie schwer es ist, im schöpferischen Zustand praktisch zu bleiben, und jeder Unternehmensleiter kennt den inneren Kampf mit seiner sensiblen Seite.

AB-Typen - eine Blutgruppe, die immer noch in den Kinderschuhen steckt, was ihre Entwicklung angeht - scheinen dieses enorme Talent zu besitzen, beide Welten im Gleichgewicht zu halten. Gleichgewicht ist hier ein Schlüsselwort. Wegen ihres Gleichgewichtssinns - nicht nur im Körper, sondern auch im Geist - glaube ich, dass das Schicksal der menschlichen Rasse im Blut der Individuen der Blutgruppe AB steckt. Sie tragen nicht die Vorstellung von der Apokalypse und dem traurigen Untergang der Welt in sich, sondern ein Gespür für Frieden und Gewaltlosigkeit, das uns allen helfen kann, in eine Ära der positiven Transformation einzugehen.

Ich wurde schon oft beschuldigt, eine rosarote Brille zu tragen, doch wenn ich die Menschheit aus der Sicht der Blutgruppen betrachte und Typ AB als den nächsten Schritt in unserer Evolution ansehe, bin ich guten Mutes für die Zukunft - trotz der Bedrohungen durch Klimawandel, Terrorismus und anhaltende gesellschaftliche und politische Unruhen auf der Welt.

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Kapitel 4

Varianten eines Themas: Die Untergruppen der Blutgruppen

Nicht lange nachdem ich One Man’s Food geschrieben hatte, machte ich eine Phase durch, in der ich anfing, meine Methode der individuellen Diagnose zu hinterfragen. Auch wenn ich den Gedanken etabliert hatte, die vier Blutgruppen als Methode zur Diagnose und Behandlung von Patienten anzuwenden - und dadurch schon viele Patienten mit chronischen Krankheiten geheilt hatte -, fragte ich mich allmählich, ob es vielleicht mehr als nur die vier primären Blutgruppen gibt. Schließlich haben alle Patienten zwei Eltern, zwei Großelternpaare, vier Urgroßelternpaare und so weiter, die nicht alle derselben Blutgruppe angehören. Könnte es aufgrund dieser »Vermischung« von verschiedenen Blutgruppen leichte Abweichungen geben?

Hat zum Beispiel ein Patient mit einem Elternteil, dessen Blutgruppe 0 ist, und einem zweiten Elternteil, der der Blutgruppe A angehört, eine dominante Blutgruppe - sagen wir mal 0 - mit Spuren der Blutgruppe A? Anders ausgedrückt: Könnte ein Bluttyp 0, der eigentlich aktiv und voller Energie ist, der aber gleichzeitig Spuren eines A-Typs hat, vielleicht Yoga bevorzugen? Könnte ein Mensch der Blutgruppe B, der eher der gut organisierte Geschäftstyp ist, ähnliche Subspuren besitzen und beispielsweise ein Künstler sein, der in einem mit Bildern zugepflasterten Atelier lebt?

Wenn das der Fall wäre - sind Blutgruppen dann in Wirklichkeit Mischungen, die sich aus mehr als einem Typ zusammensetzen, statt nur Monotypen zu sein?

Sobald ich in diese Richtung dachte, fing ich an, meine Patienten noch kritischer zu untersuchen. Mir war zwar klar, dass meine Anwendung der Blutgruppen - zusammen mit meinen diagnostischen Methoden, von der Iris abzulesen und die sechs Pulse zu nehmen - mir wichtige Informationen vermittelte, anhand derer ich Schwachstellen im Körper feststellen und anschließend Nahrungsmittel, Kräuter, Vitamine und verschiedene Therapien zur Stärkung verschreiben konnte. Doch wenn das der Fall war, wenn die Blutgruppen tatsächlich Kombinationen von Eigenschaften verschiedener Bluttypen waren, dann musste ich noch sensibler für diese Vermischungen werden und noch individuellere Ernährungspläne zur Unterstützung der Heilung und Verhinderung von Krankheiten aufstellen.

Aber wie konnte ich das herausfinden? Selbst wenn Wissenschaftler intuitiv spüren oder wittern, dass sie möglicherweise gerade dabei sind, etwas zu entdecken (oder etwas Neues über ihre ursprüngliche Entdeckung herauszufinden), wissen sie nicht immer, wonach sie suchen. Sie wissen nur, dass sie testen und untersuchen müssen und für Variationen oder auch ganz neue Entdeckungen offen sein sollten. Also folgte ich meinem ursprünglichen Gefühl und entwickelte eine Liste von Fragen. Diese Fragen sollten mir helfen, die Individualität und besonderen Bedürfnisse eines Menschen besser zu verstehen.

Einer der ersten Patienten, bei denen ich eine Abweichung von der Norm feststellte, war ein international bekannter Fotograf mit der Blutgruppe 0. Merkwürdigerweise wies er nur wenige Eigenschaften des 0-Typs auf. Er vertrug weder Leistungssport noch Milchprodukte. Er war außergewöhnlich empfindlich und bevorzugte eine vegetarische Ernährung. Da dieses meine Theorie der Individualisierung anhand der vier Blutgruppen direkt in Frage stellte, testete ich seine Blutgruppe mehrmals. Als ich sein Blut unter dem Mikroskop statt nur mit dem bloßen Auge untersuchte, entdeckte ich etwas, das ich noch nie gesehen hatte.

Wenn ich die Blutgruppe feststelle, verwende ich zwei Seren: das gelbe B-Serum und ein blaues A-Serum. Wenn das Blut bei der Vermischung mit einem dieser Seren nicht gerinnt, hat die Person die Blutgruppe 0. Wenn das Blut bei der Vermischung mit dem blauen Serum gerinnt, aber nicht in Verbindung mit dem gelben Serum, dann hat der Mensch Blutgruppe A. Wenn es bei der Vermischung mit dem gelben Serum gerinnt, jedoch nicht bei dem blauen Serum, gehört der Patient zur Blutgruppe B. Und wenn das Blut in Verbindung mit beiden Seren gerinnt, ist die Person ein Bluttyp AB.

Als ich das Blut dieses Patienten erneut testete, gerann es in keinem der beiden Seren; das war die Bestätigung, dass der Patient Blutgruppe 0 hatte. Doch wie ich dann feststellte, hatte das Blut, das sich mit dem blauen Serum vermischt hatte, feine Gerinnungsklümpchen an den Rändern entwickelt. Ich fragte mich, ob das nicht ein Anzeichen für eine andere, weniger dominierende Untergruppe war. Könnte ein Individuum mehr als nur eine Blutgruppe haben - das heißt, könnte es eine dominierende Blutgruppe haben und zugleich Eigenschaften von Untergruppen aufweisen? Die Vorstellung traf auf diesen Patienten und seine A-Typ-Eigenschaften zu. Als ich einen neuen Ernährungsplan für ihn aufstellte - in dem ich die Eigenschaften der Blutgruppe A berücksichtigte -, reagierte sein Körper viel besser darauf: Die Schwellung in seinen Gelenken und seine schmerzhafte Arthritis gingen langsam zurück.

Nun war mir bewusst, dass ich zurück ans Zeichenbrett gehen und das Blutgruppenkonzept und die Ernährungspläne überarbeiten musste, um die Möglichkeit der Varianten mit einzubeziehen, die sich aus Eigenschaften von Untergruppen ergeben. Damit ließe sich leichter erklären, warum manche Menschen der Blutgruppe A rigorosen Sport brauchen, der über Yoga hinausgeht, weshalb manche Bluttypen 0 überempfindlich sind und eine ruhige Umgebung vorziehen, und wieso manche B-Typen eher für sich leben möchten.

Im Jahr 1987 wurde ich zum ersten Mal auf Untergruppen im Blutgruppensystem aufmerksam. Seitdem habe ich sie in meine Diagnostik und Tausende von Ernährungsplänen für Patienten einbezogen. Es gibt sechs Untergruppen: Typ 0a, Typ 0b, Typ Ao, Typ Ab, Typ Bo und Typ Ba. (Der erste Buchstabe, der groß geschrieben wird, bezieht sich auf die primäre Blutgruppe, und der zweite Buchstabe, der klein geschrieben wird, steht für die Untergruppe. Um auf das Beispiel meines Patienten zurückzukommen: Auch wenn seine primäre Blutgruppe 0 war, wies er dominierende Eigenschaften der Blutgruppe A auf. Wie mir rasch klar wurde, wirkte eine Diät, die nur für den Bluttyp 0 erstellt wird, bei ihm nicht. Deswegen nahm ich Aspekte, die für A-Typen gut sind, in seinen Behandlungsplan auf und ordnete meinen Patienten als einen Bluttyp 0a ein.)

Die Kombination der Blutgruppe mit der Untergruppe hat mir geholfen, meine Analyse der individuellen Bedürfnisse meiner Patienten bei bester Gesundheit oder der Genesung von einer Krankheit zu verfeinern. Nach meinen Erfahrungen unterliegen die Untergruppen keinen so deutlichen Standards wie die primären vier Blutgruppen. Wenn man Blutgruppen mit Farben vergleichen könnte, würde ich sagen, 0, A, B und AB sind wie die Primärfarben Rot, Blau, Gelb und Grün.

Die Untergruppen weisen unterschiedliche Stärkegrade oder Schattierungen auf. Wenn sie mit den Primärfarben vermischt werden, produzieren sie unterschiedliche Farbtöne - wie wenn man Gelb mit Rot vermischt und Orange erhält, oder Blau und Grün zu Türkis vermischt. Die Untergruppen modifizieren die primäre Schattierung oder Blutgruppe. Und je nach Stärke der Untergruppe kann sie unterschiedliche Stärkegrade und Varianten der primären Blutgruppe erzeugen. Es ist schwierig, die Varianten in der Blutgruppe eines Menschen zu identifizieren, ohne das Blut unter dem Mikroskop zu untersuchen. Doch hier ist eine Liste von Fragen, die ich bei meiner Diagnostik anwende und die Sie ähnlich nutzen können, um Ihre primäre Blutgruppe und die Anwesenheit einer Untergruppe näher zu bestimmen:

Bluttyp 0a

1 Litten Sie als Kind häufig unter Erkältungen und Problemen der Atemwege? Leiden Sie heute darunter?

2 Haben Sie zurzeit Allergien? Haben Sie jemals unter Allergien gelitten?

3 Leiden Sie unter Asthma oder einer Nasennebenhöhlen Entzündung? Hatten Sie in der Vergangenheit Probleme damit?

4 Haben Sie Schilddrüsenbeschwerden?

5 Ziehen Sie Lesen sportlichen Aktivitäten vor?

6 Haben Sie meistens kalte Hände und Füße, selbst an heißen Tagen?

7 Fühlen Sie sich nach Fitnessaktivitäten müde?

8 Reagieren Sie allergisch auf Milchprodukte?

9 Bekommen Sie nach dem Verzehr von übermäßig viel Fleisch Probleme mit der Gallenblase?

10 Sind Sie kreativ?

11 Haben Sie Arthritis?

12 Für Frauen: Leiden Sie unter häufigem Ausfluss?

13 Werden Sie nach einem Sauna Besuch oder einem heißen Bad müde?

14 Reagieren Sie einfühlsam, wenn andere Probleme haben?

Wenn Sie sechs oder mehr der obigen Fragen mit Ja beantwortet haben und der Blutgruppe 0 angehören, sind Sie wahrscheinlich Bluttyp 0a. Wenn Sie also das letzte Kapitel über Blutgruppen gelesen haben und wenn übermäßiger Sport für Sie nicht das Richtige ist, dann liegen Sie ganz richtig. Sie sind kein Marathonläufer. Sie sollten Ihre sportlichen Aktivitäten einschränken. Wenn Sie zum Beispiel laufen, sollten Sie die Strecke auf ca. 3-6 km am Tag beschränken. Zusätzlich wäre es gut für Sie, Ihre tägliche Routine durch Yoga zu bereichern. Das beruhigt Ihr Nervensystem.

Auch sollten Sie Milchprodukte von Ihrer Ernährung streichen, vor allem wenn Sie eine chronische Erkrankung der Atemwege entwickelt haben. Sie können zwar etwas Kalb, Lamm und Rind essen, sollten jedoch hauptsächlich Fisch verzehren. Es ist ganz wichtig, dass Sie auch den Abschnitt über Bluttyp A lesen, der in diesem Buch vorkommt - vor allem den Teil über den Geist des A-Typs. Dadurch werden Sie Ihre Gedankenprozesse und Ihr Bedürfnis, eine Meditationsübung zu entwickeln, besser verstehen.

Bluttyp 0b

1 Fühlen sich andere Menschen zu Ihnen hingezogen?

2 Wollen andere Ihnen oft ihr Herz ausschütten?

3 Arbeiten Sie gern mitten in einer Organisation oder sind Sie selbstständig?

4 Leiden Sie unter einer Allergie?

5 Könnten Sie sich vorstellen, Vegetarier zu werden?

6 Interessieren Sie sich mehr für die Probleme anderer als für aktiven Leistungssport?

7 Haben Sie einen breiten Fächer an Interessen, die nichts miteinander zu tun haben?

8 Regen Sie sich über Unordnung auf?

9 Treiben Sie eher strategischen Sport, als sich nur auf Ihre körperliche Kraft zu verlassen?

10 Bekommen Sie Verdauungsprobleme, wenn Sie Tomaten essen?

Wenn Sie mindestens vier Fragen (oder mehr Fragen als die für den Bluttyp 0a) mit Ja beantwortet haben, sind Sie wahrscheinlich Bluttyp 0b. Sie sollten zwar Milchprodukte einschränken, doch Sie können eine Vielfalt an Fleischsorten essen, darunter Fisch, etwas Huhn, Kalb, Lamm und gelegentlich auch Rind. Körperliche Fitness ist für Sie ganz wichtig. Sie sollten sich auch mit dem Abschnitt über Bluttyp B vertraut machen, den Sie in diesem Buch finden.

Bluttyp Ao

1 Zeigen sich bei Ihnen nach drei Monaten vegetarischer Ernährung Ermüdungserscheinungen?

2 Gibt Leistungssport Ihnen Energie?

3 Sind Sie öfter erkältet oder haben Sie eine chronische Nasennebenhöhlenentzündung?

4 Gehen Sie gern in die Sauna oder empfinden Sie ein heißes Vollbad als besonders wohltuend?

5 Stimulieren sportliche Aktivitäten Ihren Geist?

6 Leiden Sie unter Blutdruckbeschwerden?

7 Werden Sie bei übermäßigem Sport nervös oder gestresst?

8 Hilft Sport Ihnen, Probleme zu lösen?

Wenn Sie die Fragen 1, 2, 5, 6 und 8 mit Ja beantwortet haben und die Fragen 3, 4 und 7 mit Nein, dann sind Sie wahrscheinlich Bluttyp Ao. Sie werden immer Fisch, Huhn, Lamm und etwas Kalb in Ihrer Ernährung brauchen; und wenn Sie sich viel körperlich betätigen, brauchen Sie vermutlich täglich Fleisch. Ihr Fitnessprogramm sollte ca. 20 Minuten Yoga sowie 15 Minuten Leistungssport pro Tag umfassen. Lesen Sie den Abschnitt über Bluttyp 0, um die Bedürfnisse Ihres Körpers zu verstehen.

Bluttyp Ab

1 Bekommen Sie nach dem Verzehr von Milchprodukten Verdauungsprobleme?

2 Hatten Sie als Kind häufig Erkältungen oder Beschwerden der Atemwege?

3 Arbeiten Sie am liebsten als Selbständiger?

4 Mögen Sie Gruppenarbeit oder Gruppenaktivitäten?

5 Haben Sie eine anziehende Ausstrahlung - das heißt, fühlen sich andere schnell zu Ihnen hingezogen?

6 Können Sie Ideen gut vermitteln?

7 Spüren Sie einen Drang nach körperlichen Aktivitäten?

8 Ist Ihnen Ordnung in Ihrem Leben wichtig?

9 Motivieren Sie andere?

10 Fühlen sich andere manchmal von Ihnen eingeschüchtert?

11 Führen Sie ständig einen inneren Kampf, weil Sie das Gute in anderen sehen wollen, obwohl man vorsichtig sein sollte?

Wenn Sie mehr als sechs Fragen mit Ja beantwortet haben, sind Sie wahrscheinlich Bluttyp Ab. Menschen dieses Bluttyps weisen zwar die Energie des A-Typs auf, funktionieren jedoch auch gut in einer Tätigkeit als Entscheidungsträger. Sie dürfen in ganz geringen Mengen Milchprodukte, ein wenig Fisch und Huhn (einmal pro Woche) sowie einmal im Monat Lamm essen. Sie sollten sich an drei bis vier Tagen pro Woche von vegetarischer Kost ernähren. Zwar brauchen Sie etwas Sport, doch weniger als Bluttyp A.

Bluttyp Bo

1 Haben Sie beim Sport den Ehrgeiz zu gewinnen?

2 Entwickeln Sie gern Strategien oder geschäftliche Kontakte beim Sport?

3 Bevorzugen Sie vor allem Fleisch?

4 Mögen Sie Diskussionen?

5 Lösen Sie Probleme, während Sie Sport treiben?

6 Würden Sie im Urlaub lieber Leistungssport treiben, als am Strand zu liegen?

7 Sind Sie selbstständig oder haben Sie eine Schlüsselposition in Ihrer Firma?

Wenn Sie mindestens vier Fragen mit Ja beantwortet haben, sind Sie wahrscheinlich Bluttyp Bo. Hierbei handelt es sich um sehr sportliche Menschen, die täglich 8 bis 16 Kilometer laufen könnten und im Sportwettkampf sehr erfolgreich wären. Sie sind begeisterungsfähig, arbeiten gut mit anderen zusammen und machen gern bei Gruppenaktivitäten und Organisationen mit. Auch sind sie der Typ Mensch, der sich besser mitteilen kann, während er Sport treibt. Wenn Sie also ein Bluttyp Bo sind, der gerade komplexe Geschäftsverhandlungen durchführt, dann empfehle ich Ihnen, dies auf dem Golfplatz zu tun.

Sie sollten ein Fitnesscenter in der Nähe haben und sich sportlich betätigen, bevor Sie wichtige Entscheidungen treffen. Sie können Milchprodukte in relativ großzügigen Mengen verzehren und vertragen Fleisch hervorragend. Doch Sie sollten nicht mehr als einmal im Monat Huhn essen.

Bluttyp Ba

1 Treffen Sie im entspanntesten Zustand am leichtesten Entscheidungen?

2 Unterstützt eine ruhige Umgebung Ihren Entscheidungsprozess?

3 Machen hyperaktive Leute Sie nervös?

4 Ziehen Sie Yoga dem Laufen oder Rennen vor?

5 Tendieren Sie zu einer vegetarischen Ernährungsform?

6 Bevorzugen Sie leise Farben wie Blau- oder Grüntöne um sich herum?

7 Haben Sie derzeit Allergien oder Probleme mit den Nasennebenhöhlen und Schleimbildung?

8 Ermüden sportliche Aktivitäten von über 35 Minuten Sie?

Wenn Sie mindestens vier Fragen mit Ja beantwortet haben, sind Sie wahrscheinlich Bluttyp Ba. Dieser Bluttyp besitzt alle Eigenschaften des B-Typs und einen beträchtlichen Anteil der Kreativität des A-Typs. Beschwerden der Atemwege - wie zum Beispiel chronische Erkältung, Allergien und Nasennebenhöhlenentzündungen - sind für diese Menschen eine lebenslange Herausforderung, und sie können auch unter verschiedenen Kreislaufproblemen leiden.

Milchprodukte müssen von Ihrem Ernährungsplan gänzlich gestrichen werden und Vollkornprodukte sollten durch Weizenkeime und Sojaprodukte ersetzt werden. Huhn sollte nur ein- bis zweimal im Monat verzehrt werden, doch Fisch wird weitaus besser vertragen und kann mehrmals pro Woche auf dem Speiseplan stehen. Lamm kann in moderaten Mengen verzehrt werden. Sportliche Aktivitäten sollten Yoga oder Tai Chi einschließen.

Sobald Sie Ihren Bluttyp kennen und Ihre Untergruppe feststeht, können Sie Ihre spezifischen Ernährungs- und Fitnessbedürfnisse erkennen. Diese Informationen erleichtern es Ihnen nicht nur, gesund zu bleiben und eine ganz Reihe von degenerativen Krankheiten zu vermeiden. Wenn Sie unter einer der Beschwerden leiden, mit denen sich die nächsten beiden Kapitel befassen, wird dieses Wissen Ihnen außerdem helfen, sie zu überwinden und Ihr optimales Wohlbefinden wiederzuerlangen.

Kapitel 5

Unterzucker - die Ursache aller Ursachen

Fühlen Sie sich so wohl, wie es sein sollte?

Wachen Sie nach acht Stunden Schlaf mit klarem Kopf und voller Energie, Lebenskraft und Vorfreude auf den kommenden Tag auf? Oder fühlen Sie sich eher benommen und gereizt?

Haben Sie ernstere Beschwerden als chronische Erkältungen oder saisonal bedingte Allergien? Haben Sie Schmerzen in Ihren Gliedern oder einen hohen Cholesterinspiegel? Sind Sie übergewichtig und quälen Sie sich mit einer erfolglosen Diät nach der anderen ab?

Wurde bei Ihnen eine Nebenniereninsuffizienz festgestellt? Fibromyalgie oder chronische Erschöpfung? Eine Autoimmunkrankheit wie zum Beispiel rheumatische Arthritis?

Hat Ihr Arzt Ihnen mitgeteilt, Ihr Hormonhaushalt sei durcheinander? Ist Ihr Menstruationszyklus unregelmäßig? Haben Sie ungewöhnlich lange Monatsblutungen oder Schwierigkeiten, schwanger zu werden?

Noch schlimmer: Haben Sie in der Brust oder an einer anderen Körperstelle Knötchen entdeckt?

Was ist Ihrer Meinung nach der Grund für solche oder andere Beschwerden?

Pech, sagen Sie vielleicht. Oder Ihre Gene. Dann glauben Sie sicher auch, Ihre Gesundheit sei schon dazu vorprogrammiert zu versagen. Vielleicht sind ja auch die Luftverschmutzung und die chemischen Umweltgifte daran schuld, die Gänseleberpastete vom letzten Weihnachtsfest oder womöglich die Eier mit Speck und Bratkartoffeln, die Sie täglich zum Frühstück essen?

Die einzige falsche Antwort auf der Liste ist die erste. Mit Sicherheit beeinflussen die Gene die Gesundheit - genauso wie es das Leben in einer von Smog heimgesuchten Großstadt oder in der Nähe einer Öl- oder Kohleraffinerie tut. Ich denke, uns allen ist mittlerweile klar geworden, dass zu viel Cholesterin und fettreiche Nahrung Arterien verstopfen und zu Herzkrankheiten führen können. Aber Pech? Bsssss... falsch, null Punkte!

Aus meiner Sicht ist man größtenteils für seinen gegenwärtigen Gesundheitszustand selbst verantwortlich. Wenn Sie irgendwelche Beschwerden haben, haben Sie sie zum Teil selber verursacht. Ja, die Erkältung, ja, der hohe Cholesterinspiegel, ja, die arthritischen Schmerzen und ja, sogar der Krebs. Und auch wenn es stimmt, dass viele dieser Erkrankungen aus der genetischen Zusammensetzung eines Menschen resultieren - müssen sie deswegen unbedingt zum Leben erwachen und sich in Ihrem Körper festsetzen?

Natürlich wird die Ölraffinerie am Ende Ihrer Straße Rauch ausstoßen, und seine Giftstoffe werden Ihrer Lunge Schaden zufügen. Heutzutage sind mehr Umweltgifte als je zuvor im Wasser und in der Luft, was Krankheiten verursacht. Doch zum größten Teil ist es die Einkaufstüte, die ich schon erwähnt habe (die mit Lebensmitteln angefüllt ist, welche für Sie und Ihre spezifische Blutgruppe und Untergruppe völlig falsch sind), die Ihr größter Feind ist. Glauben Sie mir. Ich habe Patienten lange genug diagnostiziert und behandelt und mit angesehen, wie zu viele Menschen blind durch ihre alltägliche Ernährung - der wahren Ursache vieler körperlicher, geistiger und sogar psychischer Beschwerden - stolperten.

Unnötige Erschöpfung und Depressionen

Vor einigen Jahren kam ein junger Mann aus New York in meine Praxis. Er klagte darüber, dass er meistens müde und deprimiert sei. Seine Depressionen hatten seine Freundschaften beeinträchtigt, ihn von seiner Familie entfremdet und seine berufliche Karriere in einer Werbeagentur stark behindert. Das kommt nicht überraschend - jemand mit wenig Energie und einem Hang zur Melancholie wird kaum zum Partylöwen, zu einem begeisterungsfähigen Kollegen in der Firma oder zu einem Menschen, der mit den komplexen Beziehungen umgehen kann, die innerhalb einer Familie bestehen.

Ich stellte einen niedrigen Blutzuckerspiegel bei ihm fest und reduzierte seinen Konsum an konzentrierten Kohlenhydraten wie Kartoffeln, Nudeln und Backwaren deutlich. Da er ein 0-Typ war, legte ich ihm eine Eiweiß reichere Ernährung nahe. Es dauerte in seinem Fall nicht lange, bevor sich sein Blutzuckerspiegel normalisiert hatte. Das wurde durch mehrere Monate der umgestellten Ernährung erreicht. Er erlebte eine bemerkenswerte Umkehr seines Energielevels und psychischen Zustands, gefolgt von einer neuen Einstellung zur Kommunikation im Job und in der Familie.

An dieser Stelle möchte ich wiederholen, was auf Gesundheit nicht zutrifft, nämlich Pech haben. Er hatte Glück insofern, dass er seinen Allgemeinzustand rechtzeitig unter Kontrolle bekam, bevor die Schäden auftraten, die Unterzucker - auch Hypoglykämie genannt - im Körper einer Person anrichten kann. Geschätzte 85-90 % meiner Patienten haben Hypoglykämie, darunter auch diejenigen, die unter Übergewicht, Diabetes, Hormonstörungen, Unfruchtbarkeit, ADHS, Alkoholismus, koronarer Herzkrankheit und Krebs leiden.

Unterzucker ist bei der Mehrheit meiner Patienten nicht nur die am weitesten verbreitete Ursache für Krankheiten, sondern auch der heimliche Auslöser für die meisten degenerativen Krankheiten. Ein Zuckerspiegel, der aus dem Gleichgewicht geraten ist, überfordert auf Dauer die Bauchspeicheldrüse. Sie wird dadurch ständig gezwungen, Insulin zu produzieren, um den schwankenden Blutzuckerspiegel zu neutralisieren und auszugleichen. Die meisten Menschen haben ihre Anfälligkeit für Unterzucker vermutlich von den Großeltern geerbt, die entweder eine stark geschwächte Bauchspeicheldrüse oder Diabetes hatten. Unterzucker ist ein Vorzeichen von Diabetes. Wenn er nicht behandelt wird, führt er irgendwann zu dieser Krankheit.

Eine geschwächte Bauchspeicheldrüse strapaziert auch die Nebennieren und mindert dadurch die Cortisol-Produktion. Wenn die Nebennieren geschwächt sind und nicht länger genügend Cortisol herstellen, ruft dies meist ein biochemisches Ungleichgewicht hervor. Das wiederum kann eine vielfältige Anzahl von Krankheiten zur Folge haben - darunter Arthritis, Autoimmunschwäche und Hormonmangel, der den weiblichen Menstruationszyklus stört und eine Schwangerschaft der Frau verhindert.

Unterzucker - ein Tintenfisch mit vielen Armen

Unterzucker ist die Geißel unserer Zeit. Sie ist wie ein Tintenfisch, dessen Saugarme sich nach vielen anderen Körperteilen ausstrecken.

Ich bin nicht der Erste, der darauf hinweist - die schädlichen Wirkungen eines niedrigen Blutzuckerspiegels sind schon seit Jahrzehnten bekannt. Worin ich mich von anderen unterscheide, ist in der Behandlung von Unterzucker und der damit verbundenen Krankheiten. Und natürlich auch in der Vorbeugung.

Bei den meisten Erkrankten sind die Wurzeln des Unterzuckers vermutlich schon in der Kindheit zu suchen. Sie wurden mit Fertignahrung und Lebensmitteln gefüttert, die mit Konservierungsstoffen und einem Übermaß an komplexen Kohlenhydraten und Zucker (oder mit den neueren Ersatzsüßstoffen wie Fruchtsäften, Zuckerrohrextrakten und fruktosereichem Maissirup angereicherte Nahrungsmittel) angereichert waren. Diesen Lebensmitteln mangelte es nicht nur an Nährstoffen, sondern sie schickten die Kinder auch in die Sackgasse des Übergewichts. Und noch schlimmer: Sie kompromittierten die biochemischen Beziehungen zwischen Enzymen, Hormonen und dem normalen Zellenleben.

Lassen Sie es mich ohne Umschweife sagen: Ab der frühen Kindheit entscheidet die Ernährung darüber, wie stabil die Gesundheit eines Menschen als Kleinkind, Jugendlicher, Erwachsener und im Alter sein wird. Unser Körper setzt sich aus Billionen von Zellen zusammen, und jede einzelne Zelle hat eine andere Aufgabe - sie weiß genau, was sie im Körper tun muss. Beispielsweise irrt sich keine Nierenzelle und fängt plötzlich an, sich wie eine Leberzelle zu verhalten. Unsere DNA legt fest, was unsere Zellen tun werden. Eine weitere Komponente einer Zelle, die Ribonukleinsäure, also die RNA, führt wie ein strenger Aufseher die Befehle der DNA aus. Die RNA stellt sicher, dass jede neue Zelle eine genaue Nachbildung der Zelle ist, die sie ersetzt. Aber die Zellen brauchen Nährstoffe, um sich vollkommen nachbilden zu können.

Und hier fängt die Sache an, bei den meisten Leuten schiefzulaufen - insbesondere bei denen, die unter Unterzucker leiden, die ihr Essen blind mit Zucker oder Honig gesüßt haben und die dem Irrtum verfallen sind, der Energieschub, den ihnen ein zuckersüßer Snack oder ein Sandwich aus dicken Brotscheiben und als Beilage noch Pommes - oder auch nur ein Fruchtsaftgetränk oder Karottensaft - immer geliefert hat, würde sie stärken und ihnen Kraft für ihren langen Arbeitstag geben. Noch schlimmer ist es für diejenigen, die am Feierabend zu einem Whisky oder ein paar halben Bier gegriffen haben, um sich zu entspannen oder um in einer Krise Trost zu suchen.

Sie können darauf wetten, dass alle, die sich langfristig auf eine Ernährung aus Kohlenhydraten und Zucker verlassen haben, morgens müde aufwachen, am späten Vormittag immer lustloser werden und meist gleich nach dem Essen oder am Nachmittag ein Nickerchen brauchen. Der Grund dafür ist, dass sie sich auf der Zellenebene geschwächt haben, und geschwächte Zellen bewirken geschwächte Organe (Nieren, Nebennieren, Bauchspeicheldrüse, Leber und so fort) sowie ein geschwächtes Immunsystem.

Was ich aufregend - sogar faszinierend - finde, und was meine Leidenschaft für die Heilung von Krankheiten erhalten hat, ist die bemerkenswerte Flexibilität des Körpers: seine Fähigkeit, sich in vielen Fällen zu regenerieren und seine natürliche Kraft und Vitalität wiederzugewinnen. Genauso wie die falschen Nahrungsmittel geschwächte Zellen hervorrufen können, die für degenerative Krankheiten anfällig sind, so kann die richtige Ernährung diesen Prozess umkehren und gestärkte Zellen hervorrufen, die den Körper mit Nährstoffen versorgen und ihn gesund halten. Selbst Zellen mit genetischer Anfälligkeit für Krankheiten wie zum Beispiel Arthritis oder Herzkrankheiten lassen sich revitalisieren.

Es braucht Zeit und harte Arbeit, um den Schaden zu reparieren, der in Ihren Zellen entstanden ist. Und es erfordert noch mehr Arbeit, den Schaden zu beheben, der durch frühere Generationen verursacht und durch die DNA auf Sie übertragen wurde. Unabhängig davon, ob meine Arbeit für Sie etwas Neues ist oder ob Sie ein Alternativmediziner sind, der meine Prinzipien der individuellen Diagnose und Behandlungsmethoden anwendet, ist es ganz wichtig, den Patienten mit Unterzucker - oder einer anderen Krankheit - als Individuum mit einzigartigen körperlichen Bedürfnissen anzusehen. In dieser Hinsicht unterscheiden sich meine Behandlungsmethoden von Unterzucker, Diabetes, koronarer Herzkrankheit, Übergewicht und anderen Krankheiten, die damit verbunden sind.

Haben Sie Unterzucker?

Wenn bei Ihnen oder Ihren Kindern kein Unterzucker festgestellt wurde - er wird von Ärzten häufig übersehen -, empfehle ich Ihnen, die klassischen Symptome sofort abzuklopfen. Wenn Sie unter andauernder Müdigkeit, Heißhunger auf Zucker, Depressionen, Gereiztheit und Energieschwankungen gegen 11 Uhr morgens oder zwischen 14 und 15 Uhr nachmittags leiden und mitten am Nachmittag das Bedürfnis nach einer Cola oder einem Kaffee, einem Schokoriegel oder auch einem Eiweißriegel verspüren, um sich wieder fit zu fühlen, dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass Sie Unterzucker haben.

Was ein Leser aus einem Buch herausziehen kann, ist zwar nur begrenzt, doch falls eines dieser Symptome bei Ihnen anzutreffen ist, sollten Sie die Unterzucker-Diät einhalten, die Sie am Ende dieses Kapitels finden.

Wenn Sie Blutgruppe 0 sind, wird es zweieinhalb Jahre dauern, um Sie von Unterzucker zu heilen. Bei Menschen der Blutgruppe A dauert es bis zu drei Jahre, und bei einem Bluttyp B dauert es zweieinhalb bis drei Jahre, um den ungesunden Zustand zu korrigieren. Doch wenn Sie mein Programm befolgen, können Sie diese Krankheit loswerden und geben sie auch nicht an Ihre Kinder weiter, wenn Sie in dem Alter sind, in dem Sie Kinder bekommen können; so wird das Risiko gemindert, dass sie Unterzucker oder Diabetes entwickeln. Falls Sie in dem Alter sind, in dem Sie keine Kinder mehr bekommen können, können Sie mit erneuerter Gesundheit und Vitalität alt werden und viele der häufigen degenerativen Krankheiten des Alters vermeiden.

(Bitte beachten Sie: Sämtliche Diätpläne sollten immer unter der Aufsicht eines qualifizierten Arztes oder anderen Fachmanns für Gesundheit mit Kenntnissen und genügend Erfahrung in der Anwendung der D´Adamo-Bluttypen- und Blut-Untergruppenmethode angewendet werden.)

Wenn Sie keine dieser Symptome von Unterzucker feststellen, dann befolgen Sie einfach den Ernährungsplan für Ihre Blut- und Blutuntergruppe, den Sie den Speiseplänen und Diättabellen entnehmen können (die in Kapitel 7 und 8 zu finden sind). Sie dienen der Vermeidung von Krankheiten. Und vergessen Sie nicht: Die Bluttypen- und Blutuntergruppendiäten sind Anleitungen, die Ihnen diejenigen Lebensmittel nahebringen, die Ihr individueller Körper für eine vollkommene Gesundheit braucht.

Meine Untersuchungsmethode für Unterzucker - und alle anderen Krankheiten - beginnt mit der Anwendung einer Kombination aus Irisdiagnose, Pulsdiagnostik und Blutgruppenbestimmung, die eine Analyse der Rh-Faktoren und anderer Blutindikatoren (A1 und H1) mit einbezieht. Die Diagnose ist im Grunde ein Zwischenspiel zwischen diesen drei Methoden. Indem ich zuerst den Puls nehme, erhalte ich einen generellen Eindruck von den gegenwärtigen Funktionsschwächen eines Menschen. Die Blutgruppenbestimmung und die Blutuntergruppenbestimmung ermöglichen es mir, die spezifische Zusammensetzung des Patienten zu erfassen und mich darauf zu konzentrieren, wie sein Allgemeinzustand bei perfekter Gesundheit sein sollte.

Eine Untersuchung der Iris, die äußerlich die inneren Schwächen des Körpers spiegelt, ist als Bestätigung der beiden anderen Techniken nützlich. Wenn ich die drei Methoden anwende, hilft mir das, die Ursache der Symptome - und nicht nur die Symptome an sich - zu verstehen und herauszufinden, welcher spezielle Ernährungsplan, welches besondere Fitnessprogramm, welche bestimmten Nahrungsergänzungsstoffe und zusätzliche Therapien gebraucht werden, um die Ursachen rückgängig zu machen.

Selbst ohne diese diagnostischen Techniken ist Unterzucker inzwischen so auf dem Vormarsch, dass ich davon ausgehe, dass die Mehrheit meiner Patienten zwischen 3 und 50 Jahren eine Form der Zuckerunverträglichkeit entwickelt hat und sich in einem Zustand chronischer Müdigkeit befindet. Ich sehe es ihnen schon am Gesicht an - sie wirken häufig erschöpft und kraftlos, als hätten sie seit Jahren nicht mehr gut geschlafen. Selbst bei Patienten, die noch etwas Vitalität aufweisen, verbirgt sich dahinter künstlich eingeflößte Energie oder eine Irritierbarkeit oder Depression, die ich bei näherem Hinsehen feststelle.

Ich muss sie gar nicht fragen, woraus ihre gegenwärtige Ernährung besteht, aber wenn ich es doch tue, höre ich von fast allen dasselbe: zwei Drittel der Nahrungsmittel des Betreffenden bestehen aus Zucker und Stärke in Form von Kartoffeln, Brot, Nudeln, Reis und dazu etwas Obst und Gemüse. Der Geschmack der meisten Menschen hat sich so an Kohlenhydrate gewöhnt - egal ob es die Cornflakes, der Toast oder das Croissant zum Frühstück sind, das Brötchen, das als Beilage zu einem gemischten Salat gereicht wird, der Strahl Schokoladensirup auf einem Eisbecher, der Löffel Honig in einer Tasse Kamillentee, die Flasche Bier oder das Glas Rotwein nach der Arbeit -, dass sie keinen Tag ohne diese Ernährungsweise auskommen können.

In geringen Mengen mögen die obigen Zutaten vielleicht keine schädigende Wirkung auf den Körper haben. Doch die meisten Menschen fühlen sich nach einer Mahlzeit nicht satt, solange sie sie nicht mit etwas Süßem oder Kohlenhydratreichem abschließen.

Ich sage Ihnen die schlechte Nachricht jetzt schon. Dann wissen Sie gleich, auf was Sie sich einlassen, sollten Sie versuchen, Ihren Unterzucker rückgängig zu machen: Die fünf bis acht Wochen, die es dauern wird, um Ihre Zuckerabhängigkeit loszuwerden, werden so ungefähr die schwierigsten Wochen sein, die Sie in Ihrem Leben je durchgemacht haben. Doch wenn Sie Ihren Konsum an Zuckerarten und Kohlenhydraten nicht zügeln können, wird die Zuckerunverträglichkeit bestehen bleiben und Ihren Körper über den Schaden an den Nebennieren und der Bauchspeicheldrüse, die von dieser Krankheit am meisten betroffen sind, weiter gefährden. Sie werden den Weg, der zur Verschlechterung Ihres Gesundheitszustands führt, weitergehen.

Empfehlungen für die Behandlung von Unterzucker

1 Streichen Sie sämtliche Süßstoffe aus Zucker: weißen oder braunen Zucker, Honig, Melasse, Ahornsirup und alle künstlichen Süßstoffe.

2 Streichen Sie Limonade, Cola und sämtliche Alkoholarten - das bedeutet Bier, Wein, Schnaps und Liköre wie z. B. Brandy und Whisky sowie alle gemixten Drinks wie z. B. Mojitos, Daiquiris und Martinis.

3 Reduzieren Sie Ihren täglichen Verzehr von Brot, Reis oder Nudeln drastisch. Essen Sie nicht mehr als eine halbe bis eine Scheibe Brot pro Tag (dazu zählt auch Vollkornbrot).

4 Reduzieren oder streichen Sie Gemüsesorten mit einem hohen Zuckeranteil wie z. B. Karotten, Kartoffeln, rote Beete und Zwiebeln.

5 Reduzieren oder streichen Sie Obst mit einem hohen Zuckeranteil wie z. B. Äpfel, Ananas, Kirschen und Bananen.

Tägliche Diätmahlzeiten

Es gibt 21 Hauptmahlzeiten in der Woche, und alle sollten Eiweiß enthalten. Bluttypen 0 tendieren zu den schwereren Tiereiweißen wie zum Beispiel Rind, Lamm und gelegentlich Fisch. Die Blutgruppen A und AB tendieren zu den leichteren Eiweißen wie beispielsweise Fisch, Pute und gelegentlich Lamm oder Huhn. (Beachten Sie, dass Menschen mit Blutgruppe A keine vegetarische Diät vertragen, solange ihre Zuckerunverträglichkeit nicht geheilt ist.) Bluttyp B kann schwere und leichte Eiweiße in seine Mahlzeiten einbauen. Alle Bluttypen müssen ihre Hauptmahlzeiten durch eiweißreiche Snacks ergänzen.

So sollte ein Tagesmenü aussehen (alle Bluttypen):

Pressen Sie nach dem Aufstehen den Saft einer halben Zitrone in ca. ¼ l Wasser aus und trinken Sie das Zitronenwasser. Menschen der Blutgruppen 0 und B sollten anschließend 20 Minuten lang Gymnastik oder Sport treiben. Für die Blutgruppen A und AB sind nun Yogaübungen geeignet. Lassen Sie auf den Frühsport einen Energiedrink folgen. Ein eiweißreiches Getränk für Typen 0 und B sollte enthalten:

 1 EL2 hydrolisiertes Molkepulver

 2 EL Lezithin-Granulat

 1 TL3 Stractan, ein Kraut des Lärchenbaums (wahlweise)

 1 TL Hefe

 ca. 115-150 g4 Wasser oder Reismilch; einmal pro Woche durch Grapefruitsaft ersetzen

Menschen der Blutgruppe A und AB sollten dasselbe Rezept verwenden, doch die Hefe weglassen und das Molkepulver durch Soja ersetzen. Darauf folgt das Frühstück. Bluttypen 0 und B dürfen einnehmen:

 ½ Grapefruit

 einen Eiweißdrink oder ein Ei

 Kräutertee

Bluttypen A und AB können außerdem Dinkel, Quinoa oder Puffreis mit Sojamilch verzehren. Zwei- oder dreimal pro Woche dürfen sie das Ei oder den Eiweißdrink durch Frühstücksflocken ersetzen.

Essen Sie gegen 11 Uhr eine Selleriestange oder einen Reiskuchen mit Mandelbutter. Oder verzehren Sie eine Handvoll Mandeln oder Sonnenblumenkerne.

Zum Mittagessen sollten Sie einen Salat essen, der abhängig von Ihrem Bluttyp aus sechs oder sieben Gemüsesorten sowie aus Tofu, Fisch, Pute, Rind und Lamm (gelegentlich) besteht. Schließen Sie das Mittagessen mit Kräutertee ab.

Essen Sie gegen 14 Uhr einen Snack aus Mandeln und Sonnenblumenkernen oder nehmen Sie noch eine Selleriestange oder einen Reiskuchen mit Mandelbutter oder Tofu zu sich.

Essen Sie um 18 Uhr eine Mahlzeit aus Fleisch, Fisch, Pute oder Hühnchen und dazu mindestens drei bis fünf Gemüsesorten.

Nehmen Sie zwischen 21:00 und 22:00 Uhr einen weiteren Proteinshake zu sich, da es äußerst wichtig ist, einen relativ normalen Blutzuckerspiegel aufrechtzuerhalten. Wenn Sie zu diesem Zeitpunkt ein eiweißhaltiges Getränk trinken, wird Ihr Blutzuckerlevel während der Nacht nicht sinken. Das bewahrt Sie vor der Müdigkeit am frühen Morgen und vor der Irritierbarkeit, die bei Unterzucker so häufig auftreten.

Auch ist es unverzichtbar, beim Abendessen Lebensmittel mit einem hohen Kohlenhydratanteil wie beispielsweise Nudeln oder Reis zu vermeiden. Kohlenhydrate lösen Schwankungen in Ihrem Blutzuckerspiegel aus während Sie schlafen und beeinträchtigen so Ihre Stimmung und Energie beim Aufwachen.

Vitamine

Vitamine sollten von allen Bluttypen eingenommen werden. Beachten Sie bitte, dass bei Unterzucker das tägliche Spektrum an Vitaminen vielseitig und vollständig sein sollte und den Vitamin-B-Komplex, Niacin, B6, Zink, Chrom, Selen, Eisen, Vitamin C und Tabletten zur Unterstützung der Bauchspeicheldrüse enthalten sollte. Eine Vitaminanleitung zur Vorsorge und Heilung finden Sie weiter hinten (in Kapitel 12). Sie ist in Blutgruppen und Unterblutgruppen eingeteilt und lässt sich als vollständige Nachschlagehilfe bei Unterzucker anwenden.

Ratschläge und Ermutigung

Bringen Sie viel Geduld mit. Ihre Hypoglykämie hat sich über viele Jahre entwickelt, und abhängig von Ihrem jetzigen Allgemeinzustand und anderen möglicherweise verborgenen Beschwerden müssen Sie eine strenge Diät einhalten, bevor Sie eine Zunahme Ihrer Energie feststellen. Aber es ist machbar. Tausende meiner Patienten haben meine Empfehlungen befolgt und dadurch ihre Gesundheit und Vitalität vollständig wiedererlangt. Wenn Sie das Programm nicht hundertprozentig einhalten können (und ich weiß, dass die Leute sich gerne bequeme Ausreden einfallen lassen, um hin und wieder von ihrer Diät abzuweichen), wird sich Ihre Vitalität proportional zu Ihren Bemühungen wieder einstellen. Anders ausgedrückt: Wenn Sie die Diät 85 % der Zeit einhalten, können Sie davon ausgehen, diesen Prozentsatz an Gesundheit wiederherzustellen.

Und noch ein kleiner Tipp

In den ersten drei bis vier Wochen stellen sich womöglich Kopfschmerzen, Magenschmerzen oder Müdigkeit ein. Lassen Sie sich dadurch nicht verunsichern! Ihr Körper ist süchtig nach Lebensmitteln, die Sie viele Jahre gegessen haben, und rebelliert nun gegen die neue Ernährungsform. Sie sind dabei, alte Gewohnheiten abzuschütteln - doch alte Gewohnheiten sind nun einmal hartnäckig.

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