Kitabı oxu: «Historische Pfade Schwäbische Alb»

Luftiger Zugang zum Schloss Lichtenstein (Tour 14)
Lars und Annette Freudenthal
Historische Pfade
SCHWÄBISCHE
ALB
30 Wanderungen zu Orten mit Geschichte
Exklusiv für Sie als Leser:
MIT GPS-DATEN ZUM DOWNLOAD
unter: gps.bruckmann.de

Inhalt
Vorwort
Einleitung
Östliches Albvorland
1Grenzwall der Römer
2.30 Std.
Limeswanderung bei Mögglingen
Der Rätische Limes
2Archäologische Runde bei Heubach
2.00 Std.
Siedlungsgeschichte auf dem Rosenstein
Der Rosenstein als Trutzburg
3Limeswanderung ins Rotenbachtal
4.00 Std.
Von Lorch nach Gmünd
Das Kloster Lorch
4Im Zentrum der Macht
3.30–4.30 Std.
Auf der Staufer-Runde
Vage Anfänge einer Adelsfamilie
5Rundweg Kaiser Barbarossa
4.00–4.30 Std.
Wälder und Wiesen am Hohenstaufen
Friedrich I. – eine Legende
Mittlere Kuppenalb
6Bahnpioniere auf der Schwäbischen Alb
4.30 Std.
Erlebnispfad Geislinger Steige
Die Geislinger Steige
7Auf der Berta-Hörnle-Tour
4.30 Std.
Von Bad Boll zur Kornberghütte
Die Anfänge des Kurbetriebs
8Höhepunkte im Vier-Landkreis-Eck
5.00–5.30 Std.
Reußenstein, Filsurspung und Schertelshöhle
Die Schertelshöhle
9Im Stammland der Zähringer
4.00–4.30 Std.
Burg Teck und der Breitenstein
Herzöge ohne Herzogtum
10Kelten auf der Bassgeige
4.30 Std.
Aufstieg ab Owen zum Heidengraben
Der Heidengraben Freilichtmuseum Beuren
11Vorzeigeburg der Württemberger
2.30–3.00 Std.
Auf die Hohenneuffen
Die unbezwingbare Burg
12Landschaftspotpourri am Albtrauf
3.30 Std.
Auf dem Eduard-Mörike-Weg 2
Eduard Mörike
13Rulaman und die Hohenwittlingen
4.00 Std.
Aufstieg über die Schillerhöhle
Die Burg Hohenwittlingen
14Märchen über der Echaz
3.30–4.00 Std.
Schloss Lichtenstein und Nebelhöhle
Die Burgen Alt- und Neu-Lichtenstein
15Zum Dreifürstenstein
5.00–6.00 Std.
Variante ab dem Kornbühl
Historisches Dreiländereck am Dreifürstenstein
Lonetal und Mittlere Flächenalb
16Eiszeitjäger im Lonetal
3.00–3.30 Std.
Auf dem Neandertalerweg
Das Kleine Mammut der Vogelherdhöhle
17Blaubeurer Felsenstieg
3.30–4.00 Std.
Höhen und Höhlen rund um den Blaukessel
Die Entstehung des Blautopfs
18Der Alb älteste Schauhöhle
3.30–4.00 Std.
Sontheimer Höhlentour mit Lindenhütte
Die älteste Schauhöhle der Schwäbischen Alb
19Wo's Wasser dâ Berg nauf laufd
3.30–4.00 Std.
Albwassertour im Schmiechtal
Aller Anfang ist schwer
20Zum Lauterursprung
3.00 Std.
Über den Sternberg nach Offenhausen
Maria Gnadenzell
21Tanz auf dem Vulkan
2.00 Std.
Der Vulkankraterweg von Apfelstetten
Der Apfelstetter Vulkan
22Religion, Politik und Burg
2.30–3.30 Std.
Buttenhausen und die Hundersingen
Die jüdische Gemeinde Buttenhausen
23Burgen im Lautertal
3.30 Std.
Bichishausen, Hohengundelfingen und Derneck
Die Burg Hohengundelfingen
24Zur Quelle der Zwiefalter Ach
4.00 Std.
Von Zwiefalten zur Wimsener Höhle
Das Münster Unserer lieben Frau
Hohe Schwabenalb und Oberes Donautal
25Kaiserweg Bisingen
2.00 Std.
Am Fuße der Hohenzollern
Die drei Burgen auf dem Hohenzollern
26Hossinger Leiter
3.00 Std.
Zwischen Eyach und Hochplateau
Schutz hoch über der Eyach
27Im Machtzentrum der Kelten
2.30 Std.
Archäologischer Rundwanderweg Heuneburg
Die Stadt Pyrene
28Fürstliche Anlagen Inzigkofen
4.00 Std.
Entschärfter Klosterfelsenweg
Der Fürstliche Park
29Feldherren versus Klosterbrüder
2.30 Std.
Von Rohrdorf zum Campus Galli
Das Freilichtmuseum Campus Galli
30Schwäbischer Grand Canyon
3.30–4.00 Std.
Aussichten vom Kloster Beuron
Die Erzabtei St. Martin zu Beuron
Für jeden Tag die richtige Tour
PS:
Register
Impressum

Aussichtsreiche Rast unterhalb der Spielburg (Tour 5)

Merkurrelief am Rätischen Limes bei Gmünd (Tour 1)

Stalagmiten begeistern in der Nebelhöhle (Tour 14).

Pumpwerk der Alb-Wasser-Versorgung (Tour 19)

Jubiläumstafel des Albvereins zwischen der Teck und dem Breitenstein (Tour 9)

Küchenschelle als Frühlingsbote auf dem Triebfelsen (Tour 26)

Kanuten auf der Donaubiegung unterhalb des Amalienfelsens (Tour 28)

Blick auf den mittelalterlichen Friedhof vom Campus Galli (Tour 29)
TOUREN-ÜBERBLICK
| Leicht |
| 1 | Grenzwall der Römer |
| 12 | Landschaftspotpourri am Albtrauf |
| 18 | Der Alb älteste Schauhöhle |
| 21 | Tanz auf dem Vulkan |
| 25 | Kaiserweg Bisingen |
| 27 | Im Machtzentrum der Kelten |
| 29 | Feldherren versus Klosterbrüder |
| Mittel |
| 2 | Archäologische Runde bei Heubach |
| 3 | Limeswanderung ins Rotenbachtal |
| 4 | Im Zentrum der Macht |
| 5 | Rundweg Kaiser Barbarossa |
| 6 | Bahnpioniere auf der Schwäbischen Alb |
| 7 | Auf der Berta-Hörnle-Tour |
| 8 | Höhepunkte im Vier-Landkreis-Eck |
| 10 | Kelten auf der Bassgeige |
| 11 | Vorzeigeburg der Württemberger |
| 14 | Märchen über der Echaz |
| 15 | Zum Dreifürstenstein |
| 16 | Eiszeitjäger im Lonetal |
| 19 | Wo‘s Wasser dâ Berg nauf laufd |
| 20 | Zum Lauterursprung |
| 22 | Religion, Politik und Burg |
| 23 | Burgen im Lautertal |
| 24 | Zur Quelle der Zwiefalter Ach |
| 26 | Hossinger Leiter |
| 28 | Fürstliche Anlagen Inzigkofen |
| 30 | Schwäbischer Grand Canyon |
| Schwer |
| 9 | Im Stammland der Zähringer |
| 13 | Rulaman und die Hohenwittlingen |
| 17 | Blaubeurer Felsenstieg |
PIKTOGRAMME ERLEICHTERN DEN ÜBERBLICK
| Leicht |
| Mittel |
| Schwer |
| Gehzeit |
| Höhenunterschied |
| Weglänge |
ZEICHENERKLÄRUNG ZU DEN TOURENKARTEN
| Wandertour mit Lawfrichtung |
| Tourenvariante |
| Ausgangs-/ Endpunkt der Tour |
| Wegpunkt |
| Bahnlinie mit Bahnhof |
| S-Bahn |
| Tunnel |
| Seilbahn, Gondelbahn |
| Bushaltestelle |
| Parkmöglichkeit |
| Hafen |
| Autofähre |
| Personenfähre |
| Flugplatz |
| Kirche |
| Kloster |
| Burg/Schloss |
| Ruine |
| Wegkreuz |
| Denkmal |
| Turm |
| Leuchtturm |
| Windpark |
| Windmühle |
| Mühle |
| Hotel, Gasthof, Restaurant |
| Jausenstation |
| Schutzhütte, Berggasthof (Sommer/Winter) |
| Schutzhütte, Berggasthof (Sommer) |
| Unterstand |
| Grillplatz |
| Jugendherberge |
| Campingplatz |
| Information |
| Museum |
| Bademöglichkeit |
| Bootsverleih |
| Sehenswürdigkeit |
| Ausgrabung |
| Kinderspielplatz |
| schöne Aussicht |
| Aussichtsturm |
| Wasserfall |
| Randhinweispfeil |
| Maßstabsleiste |

Sicht durch das Peterstor auf die Westfassade des Zwiefalter Münster (Tour 24)
Vorwort
Die Schwäbische Alb ist eine über Jahrmillionen gewachsene Landschaft. Ihr Fundament entstand in der Zeit des Jura, als ein Ozean weite Teile Europas bedeckte und sich riesige Mengen an Kalk, Ton und Mergel auf dem Meeresboden ablagerten. Durch die Hebung des Oberrheingrabens und die Auffaltung der Alpen wurde die Schwäbische Alb nach oben gedrückt und nach Südosten gekippt. Im Nordwesten entstand eine Steilstufe, die das Albvorland heute als Albtrauf um 300 Meter überragt. Seitdem tragen Verwitterungsprozesse das Gestein am Rand und überall dort ab, wo auf der Alb versickertes Wasser wieder zutage tritt. Im Untergrund bildeten sich vielerorts Höhlen, die – wo immer sie zugänglich waren – den Menschen während der letzten Eiszeit sichere Zufluchtsorte boten. So bilden die Höhlen im Lonetal, im Achtal bei Blaubeuren sowie auch der Rosenstein wertvolle archäologische Fundstätten. Neben Werkzeugen und Waffen wurden hier die frühesten Zeugnisse künstlerischen Schaffens des Menschen entdeckt.
Wo das Gestein dem Verwitterungsprozess trotzte, entstanden Inseln vor der Traufkante. Als sogenannte Zeugenberge rückten sie im Mittelalter ins Interesse der Herrschenden, welche die schwer zugänglichen Bergkuppen für den Festungsbau nutzten. Hier bildete der Hohenstaufen einst das Machtzentrum der Staufer und auch heute thront weiter südlich wieder eine stolze Ritterburg auf dem Hohenzollern. Daneben bieten der Reußenstein, die Burg Teck sowie die vielen Burgen im Großen Lautertal tolle Ausflugsziele, die uns herrliche Wandermomente bescheren. Zugleich bewegen wir uns im Schwäbischen in einer Region, die immer wieder schwer umkämpft war. Besonders deutlich wird dies bei den keltischen Befestigungen – etwa auf der Bassgeige oder dem Gräbelesberg oberhalb der Eyach – und dem Rätischen Limes. Letzterer war Teil der römisch-germanischen Grenze. Nach unzähligen Streitigkeiten und Fehden im Mittelalter fand am 5. Mai 1800 bei Meßkirch eine der entscheidenden Schlachten des Zweiten Koalitionskriegs statt. Die Niederlage Österreichs gegen Frankreich läutete die Zeit der Säkularisation ein, bei der die Klöster ihre Macht einbüßten und Kirchengüter in weltlichen Besitz übergingen.
Mit unseren »Historischen Pfaden« wollen wir Ihnen aber auch das von Entbehrungen geprägte Leben der einfachen Menschen näherbringen. Hierzu zählt die Hossinger Leiter, welche nach ihrer Fertigstellung den schnellsten Zugang von der Hochalb zu den Arbeitsplätzen im Tal bildete. Eine Pionierleistung erleben wir bei der Geislinger Steige, bei der gewaltige Mengen an Erdreich von Hand bewegt wurden und etliche Felssprengungen die erste Eisenbahnverbindung vom Tal auf die Alb ermöglichten. Bei der Albwassertour erfahren wir schließlich im Schmiechtal, wie es gelang, das Wasser den Berg hoch laufen zu lassen. Zuletzt haben wir in diesem Buch mit dem Rundweg Kaiser Barbarossa und dem Eduard-Mörike-Weg zwei Rundwege aufgenommen, die sich mit Informationen über die Namenspaten bedeckt halten, die uns aber ebenfalls durch reizvolle Landschaften führen. Wir wünschen Ihnen viel Freude am Wandern!
Waldshut-Tiengen, im Früjahr 2021
Annette und Lars Freudenthal
Einleitung

Im Frühling blühen etliche Obstbäume unterhalb des Hohenstaufen und der Spielburg (Tour 5).
Gut gerüstet sicher ans Ziel
Als Mittelgebirge wird die Schwäbische Alb oft unterschätzt. Doch auch hier gilt: Feste Wander- oder Trekkingschuhe sind ein Muss für sicheres Wandern. Halbschuhe, Turnschuhe oder ähnliche Treter bieten zu wenig Halt, wirken sich negativ auf die Fußgesundheit aus und sind oft der Auslöser von vermeidbaren Unfällen. Wanderstöcke hingegen begünstigen eine aufrechte Körperhaltung, schonen die Gelenke und helfen in unachtsamen Momenten, Stürze zu vermeiden. Ebenfalls von Vorteil ist bequeme Wanderkleidung aus Funktionsmaterial, das schnell trocknet und sich leicht trägt.
Verantwortung und Selbsteinschätzung
Alle in diesem Wanderführer beschriebenen Touren orientieren sich an den offiziell ausgewiesenen Wanderwegen des Albvereins und der Tourismusverbände. So führen uns die Wegweiser und die Markierungen mit verschiedenen Symbolen und Farben sicher von A nach B und wieder zurück zum Ausgangspunkt. Da in den letzten Jahren einige Gebiete auf der Alb neu beschildert wurden, stellen wir außerdem verschiedene, zum Teil als Premiumwanderweg zertifizierte Pfade und Wege vor, die Ihnen eine verlässliche Beschilderung gewährleisten. Umgekehrt sind aufgelassene Wege oder nur schlecht begehbare Trampelpfade ohne besondere Hinweise ein sicheres Indiz dafür, dass man einen Abzweig verpasst hat. Wenn sich der nächste, gut begehbare Weg nicht zufällig in Sichtweite befindet oder klar ist, wie man wieder auf den rechten Weg findet, ist es oft besser, auf sein Bauchgefühl zu achten und zur letzten Wegkreuzung zurückzukehren.

Blick über den Rohrbach zur Stadtkirche von Geislingen (Tour 6)
Ein Ziel dieses Buchs ist, dass man am Ende der einzelnen Touren zufrieden auf die vergangenen Stunden und das Geleistete zurückblicken kann. Dies gelingt am besten, wenn man sich und seine Mitwanderer richtig einschätzt. Die längeren Touren zum Reußenstein und zur Schertelshöhle, über die Salmendinger Kapelle zum Dreifürstenstein sowie im Oberen Donautal sollten daher erst in Angriff genommen werden, wenn eine gewisse Grundkondition und Erfahrung im Gelände vorhanden sind. Hierzu zählt auch, das Wetter richtig einzuschätzen. Denn gerade an heißen Sommertagen bilden sich in den Tälern entlang des Albtraufs gerne Gewitterwolken, die oft schon nachmittags mit Platzregen und Hagel sowie Blitz und Donner niedergehen. Ein Regenschutz sollte deshalb immer dabei sein.
Ebenfalls hilfreich ist es, die Entwicklung von Regenwolken im Internet, etwa auf www.regenradar.de oder www.niederschlagsradar.de, zu beobachten. Im Zweifelsfall sollte man sich auch nicht davor scheuen, eine Tour abzubrechen beziehungsweise erst nach dem Unwetter fortzusetzen.
Generell Vorsicht ist bei Nässe, auf exponierten Felsen am Albtrauf sowie auf felsigen Pfaden geboten, da der anstehende Kalkstein von Natur aus glatt ist und schon bei wenig Feuchtigkeit keinen verlässlichen Halt bietet. Bei zugänglichen Höhlen sind besondere, oft vor Ort angegebene Hinweise zur Sicherheit und dem Schutz zum Beispiel von Fledermäusen zu beachten. Wir empfehlen, nur so weit in eine Höhle einzudringen, wie diese vom natürlichen Licht hell genug ausgeleuchtet wird. Das Befahren einer Höhle erfordert entsprechende Erfahrung oder einer fachkundigen Führung.

Admiral, ein mit der Wärme wandernder Schmetterling

Orientalischer Mohn

Schattiges Plätzchen für Esel und Pferd
Schwierigkeitsgrade
| Leicht: Eher kurze Runden, die keine oder kaum Trittsicherheit erfordern und nur wenige Steigungen beinhalten. |
| Mittel: Touren mit längeren Auf- und Abstiegen und/oder längeren Runden, die eine gewisse Kondition und Trittsicherheit erfordern. |
| Schwer: Diese Runden setzen Kondition und Trittsicherheit, zum Teil auch Schwindelfreiheit voraus. Doch auch diese Touren stellen geübte Wanderer vor keine allzu großen Aufgaben oder lassen sich durch Varianten entschärfen. |
Pause mit Genuss
Zu einer schönen Wanderung gehört natürlich auch eine Einkehr oder längere Rast. Hier haben wir es auf der Schwäbischen Alb bestens getroffen. Denn die in diesem Buch beschriebenen Wanderungen führen uns zu zahlreichen, traumhaft gelegenen Plätzen, von denen man Jahre später noch schwärmen wird. Zudem steuern die meisten der Touren zumindest eine Wirtschaft an, sodass man sich mit Gleichgesinnten austauschen und nebenbei die »Historischen Pfade Schwäbische Alb« weiterempfehlen kann. Bevor Sie darauf verzichten, ein eigenes Vesper mitzunehmen, vergewissern Sie sich aber, ob die gewählte Wirtschaft geöffnet ist.
Anfahrt
Viele Wanderziele sind im Schwäbischen Raum mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Hierfür haben wir den Namen der jeweiligen Haltestelle angegeben. Wer mit dem Auto anreist und ein Navi nutzt, kann die im Infokasten der einzelnen Touren angegebenen Koordinaten eingeben. Diese führen ihn punktgenau zum Ausgangspunkt der Wanderung beziehungsweise zur nächstgelegenen Parkmöglichkeit.
Gehzeiten und Höhenangaben
Die genannten Zeiten sind die reine Gehzeit. Weil es bei vielen der Touren einiges zu entdecken gibt, beinhaltet diese auch die Zeiten, in denen man sich umsieht und die Landschaft auf sich wirken lässt. Pausen oder gar eine längere Einkehr sind darin jedoch nicht enthalten. Rechnen Sie bitte auch etwas Zeit für unvorhergesehene Änderungen ein, sodass Sie trotz zusätzlicher Abstecher, bei kürzerem Verlaufen oder einem gesperrten Weg (z. B. wegen Holzfällarbeiten) noch rechtzeitig zurück am Ausgangspunkt sind. Unsere Höhenangaben beinhalten die tatsächlich zu leistenden Höhenmeter. Lediglich kleine Kuppen und Senken mit nur geringem Höhenunterschied haben wir ausgelassen. So stehen Sie nicht plötzlich vor einem großen Zwischenanstieg, der nirgends erwähnt wird.
Internetadressen
www.naturpark-obere-donau.de
Gemeinsamer Auftritt der 56 Mitgliedsgemeinden im Naturpark Obere Donau, www.biosphaerengebiet-alb.de Umfassende Informationen zu den Aufgaben und Besonderheiten des Biosphärengebietes Schwäbische Alb
www.albverein.net
Gemeinsamer Auftritt der Ortsgruppen des Schwäbischen Albvereins
www.tourismus.alb-donau-kreis.de
Auf der Seite vom Alb-Donau-Kreis Tourismus finden Sie Informationen zu insgesamt 20 Touren der Wandermarke »Eiszeitpfade«
www.wanderfuehrer-schwarzwald.de
Unsere eigene Seite mit all unseren bisher erschienenen Wanderführern über die Schwäbische Alb, den Schwarzwald und das Allgäu sowie auch das Elsass mit den Vogesen.

Auf der Burg Reußenstein liegt uns das Lindachtal zu Füßen (Tour 8).

Mystische Stimmung am Blautopf (Tour 17)
Östliches Albvorland

Ausblick vom Sedelfelsen über Lautern und das Albvorland (Tour 2).

Hoch über dem Remstal erhebt sich das Kloster von Lorch (Tour 3).

Kirchenbanner in der Kirche St. Sebastian in Ottenbach (Tour 5).

Küchenschellen im Bereich der Spielburg (Tour 5).
1 Grenzwall der Römer
Limeswanderung bei Mögglingen
Unser erster historischer Pfad führt vom Remstal an die äußerste Grenzzone des Römischen Reichs. Zugleich bewegen wir uns auf den Spuren der Kelten. Während der Hallstattzeit beziehungsweise jüngeren Eisenzeit nutzten sie das Mögglinger Grubenholz als letzte Ruhestätte.

Tourencharakter
Technisch einfache Runde, die sich auch bestens für einen Abendspaziergang eignet. Reizvolle Aussichten über das Remstal zum Höhenzug mit dem Rosenstein.
Ausgangspunkt/Endpunkt
Haltestelle Mögglingen, 415 m
Höchster Punkt
Abschnitt auf dem Limes, bis 485 m
Anfahrt
GPS 48.8238, 9.9564
Auto: Auf der B 29 Schwäbisch münd–Aalen bis Mögglingen Süd oder Ost, dort auf die L1161 bzw. Hauptstraße abfahren und der Westtangente bzw. Landstraße und Bahnhofstraße zum P&R-Parkplatz an der Remsbahn folgen.
Bus & Bahn: Zwischen Schwäbisch Gmünd und Aalen verkehrt die Remsbahn mit Halt in Mögglingen.
Einkehr
Schützenhaus Mögglingen, Sa. ab 14 Uhr, So. ab 10 Uhr, www.sv-moegglingen.de
Informationen
Remstal Tourismus, Tel. 07151/27 20 20, www.remstal.de

Auf dem Mögglinger Höhenweg Los geht es bei der
Haltestelle der Remstalbahn in Mögglingen. Die ersten Meter führen uns durch die Bahnhofstraße am Aktiv Markt und dem P+R Parkplatz vorbei über die Remsbahn. Nördlich der Trasse lassen wir die Bergstraße rechts liegen und biegen in den Hartweg ein. Wir befinden uns damit auf dem Mögglinger Höhenweg M01, mit dem wir in die Rosenstraße, dann in die Birkenstraße abbiegen. Bei der Kreuzung mit der Nelkenstraße geht es links am Bolzplatz vorbei. Sowie wir den Steinebach überquert haben, halten wir uns kurz rechts, dann 100 Meter weiter links und kommen zur
Schönstattkapelle Bernberg. Gerne können wir bei dem beliebten Andachtsort verweilen und den Ausblick zur Alb und den Drei-Kaiser-Bergen auf uns wirken lassen. Anschließend laufen wir wenige Schritte zurück und folgen dem Höhenweg um die Felder herum, dann nach Norden durch die Waldinsel und biegen rechts auf die Straße Gratwohlhof ein. Knapp 200 Meter weiter zweigen wir schließlich bei der T-Kreuzung links auf den Hardtweg ab.

Reich blühende Schlehen läuten den Frühling im Remstal ein.
Freiheit von Mögglingen Am Waldrand erwartet uns die
Freiheitsstatue. Vorbild für die Skulptur war tatsächlich Frédéric-Auguste Bartholdis neoklassizistische Kolossalstatue in New York City. Die »Freiheit von Mögglingen« symbolisiert mit ihrem Standort nahe des Limes einen Schnittpunkt zwischen der römischen Vergangenheit und der Zukunft der Kulturlandschaft im Remstal. Ab dem Kunstwerk geht es geradeaus durch den Wald bis zu einem anderen Weg und, leicht nach links versetzt, weiter an den
Limes, wo wir rechts auf den Römerweg einbiegen.

Die Freiheitsstatue von Mögglingen
Gräber im Grubenholz Auf dem nächsten Abschnitt informieren mehrere Tafeln über die von Kaiser Augustus vorangetriebene Besetzung des damals dünn besiedelten Süddeutschlands sowie über den rätischen Limes. Für den Laien sind im Gelände keine Spuren der antiken Verteidigungsanlage zu erkennen. Wohl aber fallen im Grubenholz mehrere flache Erhebungen auf. Es handelt sich dabei um
keltische Grabhügel, welche während der Hallstattzeit im 8. bis 6. Jahrhundert vor Christus entstanden. Als Besonderheit wurde einer dieser Grabhügel vermutlich bereits von den Römern zu einem Kalkofen umfunktioniert. So sind entlang der Limesmauer einige Kalköfen nachgewiesen, die damals der Herstellung von Werksteinen und Mörtel dienten.
Aussichtsturm Grubenholz Wir bleiben noch auf dem Römerweg bis zum
Wanderparkplatz an der Landstraße von Mögglingen nach Heuchlingen. Vom Umkehrpunkt unserer Runde führt uns der Weg zwischen den beiden Stellflächen hindurch sowie rechts über die T-Kreuzung zum
Aussichtsturm Grubenholz. Die 10,5 Meter hohe Holzkonstruktion wurde im Zuge der Remstaler Gartenschau 2019 erstellt und eröffnet uns eine herrliche Aussicht nach Osten bis Aalen sowie über die im Tal gelegenen Wiesen und Felder zum Albtrauf. Nach diesem schönen Erlebnis kehren wir zur T-Kreuzung zurück, von wo es nun geradewegs zurück nach Mögglingen geht. Wo im Ort die Steinstraße in die Bergstraße übergeht, finden wir rechts zurück zu unserem Ausgangspunkt bei der
Haltestelle der Remstalbahn.

Auf dem Mögglinger Höhenweg

Aussichtsturm am Grubenholz
Der Rätische Limes
Im Jahre 15 vor Christus gelang es Kaiser Augustus, das Römische Reich bis an die Donau auszudehnen. Die Gebietsgewinne wurden nach den keltischen Rätern als Provinz Rätien bezeichnet. Bis zur Zeit von Kaiser Claudius entstand ein stabiler Herrschaftsbereich mit der Donau als leicht zu kontrollierende Grenze. Als seine Nachfolger ihren Machtbereich weiter nach Norden ausdehnten, fehlte eine solche natürliche Barriere. Um sich gegen feindliche Einfälle zu wappnen, errichteten die Römer mit dem Limes eine künstliche Grenze gegenüber den Germanischen Stämmen. Dieser Obergermanisch-Rätische Limes bestand zwischen 150 und 260 nach Christus. In einem ersten Schritt wurden Schneisen in den Urwald geschlagen und durch Patrouillen überwacht. Im Latein stand der Begriff »limes« ursprünglich für Schneise oder auch Grenzweg. In der Folge entstanden auf einer Länge von 550 km Palisaden und Steinmauern, über 60 Kastelle und rund 900 Wachttürme. Als Besonderheit wurde bei Mögglingen beziehungsweise östlich von Welzheim-Haghof ein aus Holz errichteter Wachtturm nachgewiesen. Es handelt sich dabei um den westlichsten bekannten Holzturm entlang des Rätischen Limes. Der Standort des Turms befindet sich nördlich des Limes, was auf eine Bauzeit noch vor der Steinmauer hinweist. Der Limes selbst stellte, trotz der starken militärischen Präsenz, mehr eine Beobachtungs- und Meldelinie dar, entlang welcher in friedlichen Zeiten Handel betrieben wurde und Zölle auf Einfuhren erhoben werden konnten. Zugleich sollten unbefugte Grenzübertritte unterbunden werden. Im dritten Jahrhundert führte ein Bürgerkrieg innerhalb des römischen Reichs zur Schwächung seiner Vormachtstellung. Damit gelang es germanischen Stämmen, die Grenze zu überwinden und in die römischen Provinzen einzufallen. Schließlich musste Rom seine Grenze an den Rhein und die Donau zurückverlegen, womit der Limes seine strategische Bedeutung verlor. Seit 2005 bildet der Obergermanisch-Rätische Limes die zweite Welterbestätte des UNESCO-Weltkulturerbes »Grenzanlagen des Römischen Reichs«.

Gedenkstein auf dem historischen Limes
2 Archäologische Runde bei Heubach
Siedlungsgeschichte auf dem Rosenstein
Hoch über Heubach bildet der Rosenstein ein herausragendes archäologisches Denkmal. Die ältesten Funde stammen aus der letzten Eiszeit, als Rentierjäger in den Höhlen Schutz suchten. Später siedelten keltische Stämme auf dem Hochplateau. Im Mittelalter folgte die Burg Rosenstein. Ihre Westfassade wacht bis dato über der Stadt.

Tourencharakter
Waldreiche Wanderung mit einigen Besonderheiten am Wegrand. Für die Abstecher zu den Höhlen sowie auf den Pfaden unterhalb der Burgruine und der Waldschenke sind festes Schuhwerk und Trittsicherheit erforderlich.
Ausgangspunkt/Endpunkt
Parkplatz Rosenstein, 675 m
Höchster Punkt
Bereich nördlich Rosenstein, ca. 735 m
Anfahrt
GPS 48.7892, 9.9567
Auto: Von der B 29 Schwäbisch Gmünd–Aalen bei Böbingen oder Mögglingen abfahren und der Landstraße bis Heubach folgen. In Heubach von der Hauptstraße in die Fritz-Spießhofer-Straße abbiegen und der Beschilderung über den Pionierweg zum Wanderparkplatz folgen.
Bus & Bahn: ––
Einkehr
Waldschenke Rosenstein, Fr–Mi ab 11 Uhr, www.waldschenke-rosenstein.de
Informationen
Stadtverwaltung Heubach, Tel. 07173/18 10, www.heubach.de

Keltische Wallanlagen Unsere Wanderung folgt dem archäologischen Pfad »15 000 Jahre Geschichte auf dem Rosenstein«. Ab dem
Parkplatz Lauterursprung folgen wir der Beschilderung des Themenwegs über den Schlossweg bis zu einer Wegspinne. Kurz bevor wir diese erreichen, kreuzen wir die Wallanlagen A und B. Beim Wegweiser
Rosenstein Spinne zweigen wir rechts auf den mit liegender roter Gabel gekennzeichneten Weg ab und queren den Wall C.
Finsteres Loch und Sedelfelsen Bei der nächsten Kreuzung biegen wir mit der roten Gabel erst rechts, bei der folgenden T-Kreuzung links sowie am Wegende wiederum rechts ab. Der Themenweg leitet uns somit über die Höhle Finsteres Loch auf den Sedel. Die Karsthöhle ist über einen Abstecher zu erreichen. Nach dem Abstecher passieren wir einen ersten Aussichtspunkt und erreichen alsbald den
Sedelfelsen. Er markiert den östlichsten Punkt dieser Runde und eröffnet uns eine weite Sicht über das obere Lautertal bis zum Pfaffenberg.

Blick durch die Große Scheuer

Westfassade der Burgruine Rosenstein

Felswand bei der Dreieingangshöhle
Große Scheuer und Höhle Haus Der nächste Abschnitt erfolgt auf der Nordseite des Rosensteins an einen weiteren Aussichtsfelsen vorbei bis zu einem Treppenweg. Am unteren Ende des Gangs erreichen wir die
Große Scheuer. Die 44 Meter lange und bis zu sieben Meter hohe Höhle zeugt von einem Höhlensystem, welches bereits in prähistorischer Zeit kollabiert ist. Bei dem Bergsturz wurden Teile des vorderen Höhlenbereichs in die Tiefe gerissen und ein torförmiger Eingang geschaffen, durch den Tageslicht in die verbliebenen Teile der Großen Scheuer einfällt. Links des Gangs befindet sich die
Höhle Haus.

Der obere Zugang zur Burgruine Rosenstein erfolgt über eine luftige Brücke.
Auf dem Scheuerhauweg zur Waldschenke Zurück am oberen Ende des Treppengangs folgen wir dem Scheuerhauweg entlang des Traufs über die »Schöne Aussicht« und an der Station 6, Keltische Höhensiedlungen, vorbei bis zu einer Verzweigung des Themenwegs. Hier wechseln wir auf die gestrichelte Variante, die uns am Rand des Plateaus an einer markanten Felsformation vorbeiführt. Wo wir wieder auf den Hauptweg treffen, trennen uns noch wenige Meter von der
Waldschenke.
Lärmfels und Ruine Rosenstein Nachdem wir die Lichtung auf dem Franz-Keller-Weg wieder verlassen haben, lohnt sich rechts ein weiterer Abstecher zur Station 8, Freiluftfundstelle »Sand«, auf dem
Lärmfels. Beachtenswert ist dort die aus Metall gefertigte Orientierungsscheibe mit Orten der näheren, ferneren und sehr fernen Umgebung. Zurück auf dem Waldweg geht es rechts über eine Brücke zur
Ruine Rosenstein. Abgesehen von der Westfassade und Teilen der Nord- und Südmauer haben nur wenige Mauerreste und Gräben die Zeit überdauert.
Kleine Scheuer und Dreieingangshöhle Von der Burg folgen wir dem Franz-Keller-Weg um die Südmauer herum hinunter zu einem anderen Weg. Bevor wir links abbiegen, lohnt sich ein letzter Abstecher rechts zur
Kleinen Scheuer. Danach folgen wir dem Themenweg in entgegengesetzter Richtung über enge und steinige Pfade zur
Dreieingangshöhle, ehe wir den Aufgang rechts der Höhlenzugänge zum Weg zur Waldschenke nehmen. Ab dort finden wir rechts über die
Wegspinne und den Schlossweg zurück zum Ausgangspunkt beim
Parkplatz Lauterursprung.
Der Rosenstein als Trutzburg
Der Rosenstein besitzt als Vorsprung des Albtraufs seit jeher eine strategische Bedeutung. Als bislang älteste Funde wurden in der Kleinen Scheuer Werkzeuge aus der Altsteinzeit zutage gefördert. Bei Grabungen im 20. Jahrhundert stießen die Forscher auf Artefakte aus dem Magdalénien (etwa 18 000 bis 12 000 vor Christus). Während dieser Epoche suchten Rentierjäger Schutz in den Höhlen des Rosensteins. Ebenfalls noch vor dem Auftreten der Römer schirmten keltische Stämme den Rosenstein gegenüber möglichen Angreifern ab. Aus dieser Zeit sind noch vier Wallanlagen im Gelände sichtbar. Bis dato war es nicht möglich, die Entstehung der einzelnen Wälle genau zu datieren. Bisher durchgeführte Grabungen lassen eher vermuten, dass die einzelnen Wälle unterschiedlichen Epochen zuzuordnen sind. Noch deutlich zu erkennen ist der Wall A. Die Befestigungslinie war ursprünglich 460 Meter lang und riegelte das Plateau nach Süden zur Albhochfläche ab. Dabei handelt es sich um den Rest einer sogenannten Zweischalenmauer. Diese bestand aus einer zwei Meter breiten Vorder- und einer rund ein Meter breiten Rückfront. Der parallel dazu verlaufende Wall B hat die Zeit nur in Fragmenten überdauert. Er liegt weiter innen auf dem Rosenstein und wurde vermutlich in die spätere Befestigung mit einbezogen. Westlich davon riegelt der Wall C den westlichen Bergsporn des Rosensteins ab. Er wurde an einer natürlichen Engstelle errichtet und diente womöglich bis ins Spätmittelalter hinein der Sicherung des Vorburgareals. Zuletzt riegelt der Wall D den östlichen Teil mit den höchstgelegenen Bereichen des Rosensteins auf einer Länge von 660 Metern ab. Auch dieser ist nur noch in Teilen erhalten und hat längst nicht alles über seine Entstehung und seinen Nutzen preisgegeben.

Die namensgebenden Zugänge zur Dreieingangshöhle
Die Höhle Haus
Im Nordosten des Rosensteins gilt die Höhle Haus als strategisch besonders günstig gelegen. Neben Funden aus der Jungsteinzeit lassen sich Schmuckgegenstände unterschiedlichen metallzeitlichen Epochen zuordnen. Belegt wird die lange Nutzung auch durch Werkzeuge aus der römischen Zeit und Keramikfunde.
3 Limeswanderung ins Rotenbachtal
Von Lorch nach Gmünd
Die Streckenwanderung führt uns am Kloster Lorch vorbei an den Limes. Der alten Grenze des Römischen Reichs folgen wir über das Schweizer- und Haselbachtal bis an den Rötenbach. Nach einer Passage entlang des Bachs laufen wir der Rems bis zu unserem Ziel in Schwäbisch Gmünd entgegen.

Tourencharakter
Der Pfad am Standort vom Kleinkastell sowie der kurze Abstieg zum Rotenbach erfordern etwas Trittsicherheit. Ansonsten bequem zu laufende Runde auf überwiegend breiten, zum Teil asphaltierten Forstwegen
Ausgangspunkt
P+R Bahnhof Lorch, 300 m
Endpunkt
Bahnhof Schwäbisch Gmünd, 320 m
Höchster Punkt
Kleindeinbach, 430 m
Anfahrt
GPS 48.7975, 9.6975
Auto: Die Anfahrt erfolgt über die B 297 Stuttgart–Aalen. Bei Lorch auf die L1154 zum Zentrum hin abfahren, dann in die Gmünder Straße zum Park und Ride abbiegen.
Bus & Bahn: Ab Schwäbisch Gmünd und Göppingen mit der Remsbahn zum Bahnhof in Lorch
Einkehr
Auf der Strecke bestehen keine Einkehrmöglichkeiten, Gastronomie in Lorch und Schwäbisch Gmünd
Informationen
Remstal Tourismus, Tel. 07151/27 20 20, www.remstal.de
Kloster Lorch und Limesknick Ab unserem Startpunkt bei der
Haltestelle der Remsbahn erfolgt der erste Abschnitt auf dem Main-Neckar-Rheinweg (HW 3) über die Bahnlinie und die Landstraße hinweg hoch zum
Kloster Lorch. Neben dem Rundgang durch die frühere Benediktinerabtei lohnt der Besuch der benachbarten Stauferfalknerei. Anschließend geht es an der Stauferstele vorbei zu einem rekonstruierten
römischen Wachturm. Er befindet sich nahe dem Limesknick von Lorch, einer markanten Stelle der alten Grenze. Diese verlief südlich des Mains in nord-südlicher Richtung, um oberhalb von Lorch nach Osten abzubiegen. Mit dem Richtungswechsel sollte das strategisch und für den Handel wichtige Remstal bis nach Aalen geschützt werden. Damals bestand ein aus Stein gemauerter Wachturm im Bereich der heutigen Klosterzufahrt.
Hermann-Löns-Weg und Schweizer Bach Weiter geht es auf dem Limes-Wanderweg (HW 6) Richtung Schwäbisch Gmünd ins Schweizerbachtal. Wir befinden uns hier zugleich auf dem 2019 eröffneten Remstalweg. Nach wenigen Schritten entlang der Klosterstraße wechseln wir beim Parkplatz auf den breiten Hermanns-Löns-Weg, der uns erst in östlicher Richtung, dann nach Norden durch den Wald ins Schweizerbachtal führt. Am Ende des Wegs biegen wir bei der
Kellerklinge scharf rechts auf den asphaltierten Fahrweg ab. Dieser führt uns durch die Talaue an den gegenüberliegenden Waldrand.
Kleinkastell Sowie wir den Haselbach überquert haben, biegen wir links auf den Forstweg ab und folgen den ordentlich angebrachten Markierungen des Limeswegs auf wechselnden Wegen nach
Hangendeinbach. Dort kreuzen wir die Ortszufahrt, 350 Meter weiter die Kreisstraße und kommen nach Kleindeinbach. Links verlassen wir den Ort entlang der Hespelerstraße sogleich wieder und folgen der Beschilderung weiter in östliche Richtung. Wo sich der Weg im Wald gabelt, ginge es auf dem Limesweg geradeaus. Um zum
Kleinkastell zu finden, müssen wir indes links auf den ansteigenden Pfad wechseln. Im Umfeld eines ehemaligen Wachturms informiert eine Tafel über die Bedeutung des Platzes, den die Menschen der Umgebung später »Schlössle« nannten. Im Aberglauben, dass es dort spuken würde, mied man den Platz lieber. Am Ende des Pfads gelangen wir wieder auf den Limesweg und kommen bergab zu einem im Wald ausgestellten Altarbruchstück. Die Lage am Beginn des Rätischen Limes legt nahe, dass der Altar den Grenzgottheiten gewidmet war. Eine entsprechende Inschrift hat die Zeit allerdings nicht überdauert.

Palisade am Limesknick bei Lorch
Römische Zeugnisse am Rotenbach Am Talboden angekommen, überqueren wir den Rotenbach und da trennen sich die Wege am
Limesknoten. Während der Limesweg geradeaus verläuft, folgen wir dem Bachlauf, vorbei am Grabstein zweier Reitersoldaten, einem Merkurrelief sowie dem Relief eines Ochsenkarrens, bis zum
Altar für die Vierwegegöttinnen. Als Besonderheit trägt der Stein eine Tages- und Konsulatsangabe, was eine exakte Datierung auf den 29. Dezember 230 nach Christus erlaubt. Weiter flussabwärts vermittelt ein wenige Meter langer rekonstruierter Abschnitt des
Rätischen Limes einen Eindruck von der antiken Limesmauer.
Freimühle Kleinkastell und Rückweg Oberhalb vom Parkplatz Rotenbachtal bietet sich ein Abstecher zur
Freimühle Kleinkastell an. Die Umwallung des Kastells zeichnet sich als leichte Erhebung ab. Dennoch wurde es erst 1901 nach einem Sturm entdeckt, der mehrere Bäume umgeworfen und damit Mauerreste und Scherben zutage gefördert hatte. Nach dem Abstecher geht es durch die Unterführung der Remsbahn zur Marie-Curie-Straße. Dort halten wir uns links, überqueren die Lorcher Straße und nutzen 150 Meter weiter die Fußgängerbrücke über die vierspurige B 29 und die Rems. Auf dem letzten Abschnitt laufen wir schließlich der Rems bis zu unserem Ziel in
Schwäbisch Gmünd entgegen. Alternativ dazu ginge es auf dem Remstalweg zurück nach Lorch; in dem Fall verlängert sich die Runde zu einer 20 Kilometer langen Tageswanderung.

Rekonstruierter Wachturm nahe dem Kloster

Altar für die Vierwegegöttinnen
Das Kloster Lorch
Die Benediktinerabtei Lorch wurde um 1102 durch Friedrich I. und seiner Frau Agnes von Waiblingen als Hauskloster und Grablege der Staufer gegründet. Deutlich wird die hohe Bedeutung des romanischen Klosters bereits durch seine Lage auf einem Berg hoch über der Rems. Die ursprünglich zwei Kirchtürme an der Westfassade erkannten die einfachen Menschen als klares Zeichen der Macht. Neben wenigen Besitzgütern im Umfeld Lorchs und um den Hohenstaufen stattete das Kaisergeschlecht das Kloster mit Fernbesitzen bei Harburg und auf dem Albuch bei Bolheim aus. Nach Fertigstellung der Kirche und der Klausurgebäude wurden ab 1139 die verstorbenen Staufer in die neue Klosterkirche überführt. Als berühmteste und ranghöchste Stauferin wurde in Lorch Irene Maria von Byzanz, die Tochter des byzantinischen Kaisers Isaak II. Angelos bestattet. Bereits im jugendlichen Alter wurde sie 1193 dem normannischen Mitkönig Roger III. von Sizilien zur Frau gegeben. Nachdem dieser noch im selben Jahr verstarb, heiratete sie den späteren König Philipp von Schwaben, den jüngsten Sohn Kaiser Barbarossas. Nach dessen Ermordung in Bamberg im Juni 1208 zog sie sich auf die Burg Hohenstaufen zurück, wo sie zwei Monate später bei einer Fehlgeburt ums Leben kam. Ein bei Abrissarbeiten in den 1830er Jahren gefundener Goldring mit Emailleeinlegearbeiten wurde ihr zugeschrieben. Das als Irenenring bekannte Schmuckstück ging jedoch im 20. Jahrhundert bereits wieder verloren.

Oberhalb von Lorch bildet das Kloster heute eines der Wahrzeichen der Stadt.
Die erste Blütezeit des Klosters endete mit dem Zusammenbruch der Stauferdynastie Mitte des 13. Jahrhunderts. Einzelne Ministerialen, die ihre alten Rechte zurückforderten, konnten zwar mit Zahlungen zufriedengestellt werden. In der Folgezeit wurde das Kloster jedoch immer stärker in den Konflikt der Württemberger mit den Habsburgern hineingezogen. Mit Beginn des 14. Jahrhunderts wurde ihr Gebiet während der ständigen Kriegszüge verwüstet und die Benediktiner waren gezwungen, Besitzgüter zu verkaufen. Im Spätmittelalter erlebte das Kloster nochmals einen Aufschwung. Aus dieser Zeit stammen das spätgotische Rippengewölbe, mehrere prächtige Altäre und die neue Einwölbung des Kreuzgangs. Im Zuge der Reformation endete das Klosterleben. Heute zählt die ehemalige Benediktinerabtei zu den am besten erhaltenen Gedenkstätten der Staufer.
4 Im Zentrum der Macht
Auf der Staufer-Runde
Die als Löwenpfad ausgewiesene Staufer-Runde führt uns vom Wäscherschloss über Maitis auf den Hohenstaufen. Wo heute nur spärliche Reste von der gleichnamigen Burg zeugen, befand sich einst das Machtzentrum eines Reiches, das sich von der Nordsee bis nach Sizilien erstreckte.

Tourencharakter
Die Staufer-Runde nutzt ein ganzes Sammelsurium an unterschiedlichen Wegen und Pfaden, die jedoch im Aufstieg zur Hohenstaufen Trittsicherheit sowie Kondition am Berg erfordern.
Ausgangspunkt/Endpunkt
Wanderparkplatz Wäscherschloss, 420 m
Höchster Punkt
Burgruine Hohenstaufen, 684 m
Anfahrt
GPS 48.7673, 9.7079
Auto: Über die B 297 Göppingen–Lorch bei Wäschenbeuren auf die Bruckstraße abbiegen, außerhalb vom Ort links zum Wäscherhof abbiegen, der Straße bis zum Wanderparkplatz folgen.
Bus & Bahn: Ab Schwäbisch Gmünd und Göppingen bestehen Busverbindungen zur Haltestelle Maitis Stauferweg. Der Einstieg in die Runde erfolgt dann in Maitis.
Einkehr
Berggaststätte Himmel und Erde; Do–Sa ab 12, So ab 10 Uhr, in den Ferien zusätzlich Di und Mi ab 12 Uhr, www.berg-hohenstaufen.de
Informationen
i-Punkt Göppingen, Tel. 07161/650 44 44, www.goeppingen.de

Auf dem Löwenpfad Als Startpunkt haben wir den
Wanderparkplatz Wäscherschloss gewählt. Außerdem laufen wir die Runde im Uhrzeigersinn. Damit folgen wir dem Löwenpfad sowie auf diesem ersten Abschnitt dem Schwäbischen Alb-Oberschwaben-Weg (HW 7) in den südlich angrenzenden Wald. Nachdem wir den Manzentalweg und die Beutentalstraße gekreuzt haben, überqueren wir den
Beutenbach und folgen der Beschilderung zur
Kapelle St. Leonhard und Maria in Maitis. Bis Mitte des 12. Jahrhunderts bildeten lediglich zwei Höfe den Ort »Mateshowe«. Im Zuge der staufischen Ansiedlungspolitik wuchs dieser jedoch rasch zu einem Weiler an. Dabei entstand auch eine erste Kapelle, die im 15. Jahrhundert um das heutige Kirchenschiff vergrößert wurde und als Kleinod unter den Kirchen Göppingens gilt.
Blick über das Albvorland zwischen dem Hohenstaufen und Wäschenbeuren
Durch das Tobelbachtal Bei der Kapelle biegen wir rechts in die Gmünder Straße ein, dann trennen sich 200 Meter weiter die Wege: während der HW 7 auf den Stauferweg wechselt, biegen wir mit dem Löwenpfad erst rechts und 150 Meter weiter links zur Ruine Hohenstaufen ab. Damit gelangen wir durch eine Wiese hoch in das bewaldete Tobelbachtal. Dort beschreibt der Wanderweg eine Schlaufe und führt uns in nördlicher Richtung auf eine Wiese mit Sicht nach Wäschenbeuren. Wo wir auf einen breiten Weg treffen, biegen wir scharf links ab und folgen anschließend den Markierungen des Löwenpfads immer Richtung Hohenstaufen.
Aufstieg zur Hohenstaufen Wo wir den Waldrand des Burgbergs erreichen, biegen wir links auf den mit rotem Kreuz markierten Pfad ab. Dieser führt uns über die Nordseite des Hohenstaufens bis zu einem Wegweiser, der unter einem beachtlichen Schilderwald ächzt. Bei unserer Zählung waren sich sechs der Schilder einig: der Pfad zu unserer Rechten führt steil hinauf zur
Burgruine Hohenstaufen. Für das Studium der Schautafeln, der Stauferstele und den Rundgang über das Burggelände sollten wir reichlich Zeit einplanen. Es gibt einiges zu entdecken.
Barbarossakirche und Spielburg Nach dem Burgbesuch verlassen wir den Berg über seine Südseite und nehmen den Fußweg zur
Barbarossakirche im Ort Hohenstaufen. Nachdem wir auch den Dokumentationsraum der Hohenstaufen passiert haben, biegen wir rechts in die Beurengasse ein. Auf dieser verlassen wir den mit den Staufern eng verbundenen Ort, danach zweigt der Löwenpfad links zur
Spielburg ab. Die Passage über das früher als Steinbruch genutzte Gelände erfordert Trittsicherheit. Da es vom Ende des Pfads rechts zurück zum Fahrweg geht, kann man die Spielburg aber auch auslassen. Sowie wir weiter westlich wieder an den Waldrand kommen, biegen wir rechts ab und es folgt ein weiterer Abschnitt, bei dem der Löwenpfad einige Male den Weg wechselt. Da der Abschnitt sehr gut gekennzeichnet ist, sollten wir dennoch sicher zu einem
Wanderparkplatz finden. Ab dort erfolgt der weitere Rückweg an einem
Christuskreuz (dort rechts) vorbei zum Ortsrand von Wäschenbeuren sowie über die Wäscherhofstraße hinweg zum weitgehend erhaltenen
Wäscherschloss und unserem
Ausgangspunkt.

Die Burg Wäscherschloss ist donnerstags bis sonntags von 12 bis 17 Uhr geöffnet.

Der Aufstieg zur Spielburg
Vage Anfänge einer Adelsfamilie
Wo genau sich der Ursprung der Staufer befindet, darüber gibt es nur vage Vermutungen. Frühe Besitzungen der Adligen bei Schlettstadt mit der staufischen Reichsburg Hochkönigsburg weisen auf eine elsässische Abstammung hin. Ebenso werden sie mit den Grafen des Riesgaus sowie den Sieghardingern, einer einflussreichen bayrischen Adelsfamilie, in Verbindung gebracht. Der erste gesicherte Nachweis stammt aus dem Jahr 1079, als der Salier und römisch-deutsche König Heinrich IV. den Staufer Friedrich I. mit seiner Tochter Agnes von Waiblingen vermählte und ihn mit dem Herzogtum Schwaben belehnte. Auf Friedrich I. geht die Burg Hohenstaufen zurück. Auch stiftete er das Kloster Lorch als Hauskloster der Adelsfamilie.
Stolpersteine einer Dynastie Sowohl Friedrich I. als auch seine Söhne Friedrich II. und Konrad III. verstanden es, den Familienbesitz deutlich zu erweitern. Begünstigt wurde dies durch die verwandtschaftliche Nähe zu den Saliern. Mit dem Tod Kaiser Heinrichs V. und dem damit verbundenen Ende des salischen Königshauses beanspruchten zunächst beide Söhne die Königswürde. Bei der Wahl unterlag Friedrich II. jedoch Lothar III. Im folgenden Streit um das salische Erbe ließ sich Konrad 1127 von schwäbischen und fränkischen Adligen zum Gegenkönig ausrufen, musste sich jedoch acht Jahre Lothar unterwerfen. Erst nach dessen Tod konnte sich Konrad III. bei der Königswahl als erster Staufer gegen den Welfen Herzog Heinrich den Stolzen durchsetzen.
Höhepunkt und Ende der Stauferzeit Nachdem die Bündnispolitik unter Konrad III. noch ohne größere Erfolg blieb, gelang es unter den Kaisern Friedrich I. (Barbarossa) und Heinrich VI., das Stauferreich bis zur Nord- und Ostsee und nach Sizilien auszudehnen. Damit war es theoretisch erstmals in Europa möglich, von den Küsten im Norden bis ans Mittelmeer zu reisen, ohne auch nur eine Grenze überschreiten zu müssen. Dieses hatte bis zur Mitte des 13. Jahrhunderts Bestand, brach dann aber mit dem überraschenden Tod Friedrichs II. im Jahr 1250 in sich zusammen.

Nur wenige gesicherte Mauerreste zeugen noch von der Burg Hohenstaufen.
5 Rundweg Kaiser Barbarossa
Wälder und Wiesen am Hohenstaufen
Gerne hätten wir einen Titel wie »Auf den Spuren Barbarossas« oder Ähnliches gewählt. Tatsächlich ist der berühmte Staufer lediglich Namenspate dieses Rundwegs. Um vor Ort etwas über Friedrich I. zu erfahren, reicht es, sich dem Dokumentationsraum zu widmen.

Tourencharakter
Der Barbarossa-Weg nutzt ganz unterschiedliche, meist aber bequem zu wandernde Wege und Pfade sowie auch landwirtschaftliche Straßen. Eine Aufteilung in zwei Runden ist über die Alte Steige möglich.
Ausgangspunkt/Endpunkt
Parkplatz Reichsdorfstraße, 570 m
Höchster Punkt
nördlich Burgruine Hohenstaufen, 630 m
Anfahrt
GPS 48.7416, 9.7218
Auto: Von der B 10 Stuttgart–Ulm bei Göppingen auf die Heininger Straße Richtung Schwäbisch Gmünd abfahren, weiter über die Ulmer Straße und Hohenstaufenstraße bzw. L 1075 bis Hohenstaufen. Die Zufahrt zum Parkplatz erfolgt über die Ottenbacher Straße.
Bus & Bahn: Es bestehen Busverbindungen ab Göppingen zur Haltestelle Hohenstaufen Reichsdorfstraße.
Einkehr
Waldcafé Wannenhof, Di–So 11.30–21 Uhr, www.waldcafewannenhof.de sowie in Hohenstaufen und Ottenbach
Informationen
i-Punkt Göppingen, Tel. 07161/650 44 44, www.goeppingen.de
Durch das Eichholz nach Ottenbach Wer zunächst eine Runde wandern möchte, startet am besten beim
Parkplatz Reichsdorfstraße. Auf der Ottenbacher Straße verlassen wir den Ort Hohenstaufen, tauchen in den Wald ein und wechseln in der scharfen Rechtskurve geradeaus auf den Waldweg. Am Fuße einer Treppe öffnet sich auf einem zu beiden Seiten eingezäunten Pfad die Sicht über eine Obstwiese. Wieder im Wald, folgen wir dem Weg bis zum Wegweiser nahe dem
Waldspielplatz Eichholz, wo wir rechts nach Ottenbach abbiegen. Im Ort gelangen wir durch die Kirchbühlstraße und Kirchgasse zur
Kirche St. Sebastian. Die um 1700 gebaute Barockkirche ersetzt ein bereits im 9. oder 10. Jahrhundert bestehendes Kirchlein und wurde 1930 erweitert. Sehenswert ist die Replik eines Bildstocks von 1684 mit Darstellung des Ölbergs.
Über das Eschbachtal zum Wannenhof Zurück auf der Kirchbühlstraße folgen wir der Markierung des Barbarossa-Wegs in südlicher Richtung über den Friedhof zur Kreuzwiesenstraße, wo wir erst rechts, dann links abbiegen und Ottenbach verlassen. Bei der nächsten Gabelung zweigen wir rechts zur Alten Steige ab und passieren ein Feldkreuz. Der nächste Abschnitt des Wegs führt uns auf wechselnden, durchgehend ordentlich beschilderten Wegen durch den Wald um das Eschenbachtal herum. Beim Wegweiser unterhalb der
Alten Steige besteht die Möglichkeit, rechts nach Hohenstaufen abzukürzen. Ansonsten biegen wir links sowie 300 Meter weiter rechts ab, sodass wir als Nächstes das
Waldcafé Wannenhof erreichen.

Ausblick vom oberen Teil der Spielburg über den ehemaligen Steinbruch

Schilderbaum unterhalb der Burgruine Hohenstaufen

Die Barbarossakirche im Ort Hohenstaufen
Über den Linsenholzsee nach Hohrein Ab dem Ausflugslokal nutzen wir die Zufahrt bis hoch zur
Wannenhofkurve, wo wir links auf den Fußweg wechseln. Nach einer etwa 700 Meter langen Passage nahe der Straße biegen wir zweimal rechts zum Wanderparkplatz und dem
Linsenholzsee ab. Direkt nach dem See führt uns der Linsenholzweg links weiter bergab. Sowie wir eine T-Kreuzung passiert haben, beschreibt der Weg eine Kehre, ehe wir bei der nächsten T-Kreuzung (bei unserer Begehung im Frühjahr 2020 fehlte eine Markierung) links abbiegen. Damit geht es in nördlicher Richtung aus dem Wald heraus und über den Meerbach nach
Hohrein.
Aufstieg zum Haidweg Auf dem nächsten Abschnitt können wir es ruhig angehen lassen. Es sind einige Höhenmeter auf kurzer Distanz zu leisten. Diese führt zunächst über die Straße Herrengarten hoch zur Lettengasse (links) sowie in der Verlängerung der Gasse auf einer schwach befahrenen Straße hoch zum Haidweg. Mit schöner Sicht über die Kulturlandschaft und nach Osten auf den Bergkegel mit der Hohenstaufen biegen wir rechts auf den Haidweg ein und folgen der Beschilderung bei nur noch geringer Steigung durch ein Waldstück. Nachdem links ein Weg nach Wäschenbeuren abzweigt, öffnet sich die Sicht wieder. Bei der folgenden Gabelung halten wir uns links und wählen damit den oberen Weg an der
Spielburg vorbei.
Um den Hohenstaufen Gleich nach der Spielburg biegt der Barbarossa-Weg links ab und führt uns einmal um den Hohenstaufen herum bis zur
Barbarossakirche. Unterhalb des Gotteshauses informiert ein Dokumentationsraum über die staufische Geschichte. Der spätere Rückweg erfolgt durch die Pfarrgasse und (rechts) die Straße Im Stauch bis zum Parkplatz unterhalb der Reichsdorfstraße. Zurück am
Ausgangspunkt können wir auf eine landschaftlich schöne Runde zurückblicken, die – sollten irgendwann Schautafeln über das Leben Barbarossas informieren – allerdings noch einiges an Potenzial besitzt.

Oberhalb von Hohrein blicken wir über Obstwiesen zum Hohenstaufen.
Pulsuz fraqment bitdi.