Kitabı oxu: «Unnützes Katzen Wissen: Verrückte Fakten rund um die Samtpfoten»
Annika Storm
Unnützes Katzen-Wissen
Von Katzen versteht niemand etwas, der nicht selbst eine Katze ist.
Natsume Sōseki (1867 - 1916),
japanischer Dichter und Anglist
Links oder rechts
Katzen haben eine Lieblingspfote, mit der sie zuerst eine Treppe hinaufsteigen oder nach einem Spielzeug schnappen. Zwei Forscherinnen aus Irland haben festgestellt, dass die Vorliebe für eine bestimmt Pfote mit dem Geschlecht zusammenhängt: Weibliche Stubentiger sind meistens rechtspfötig wohingegen Kater eher ihre linke Pfote benutzen.
kurz & knapp
Wenn sich Katzen auf ihre Beute fokussieren, erweitern sich die Pupillen enorm. So können sie auch kleinste Details wahrnehmen. Das gilt ebenfalls für Stubentiger, die auf der Jagd nach einem Spielzeug sind.

Als ursprüngliche Wüstenbewohner können Katzen eine ganze Zeit lang ohne Wasser auskommen. Die Sandkatze kann, mit der im Fleisch von Beutetieren enthaltenen Flüssigkeit, sogar komplett ohne zusätzliches Wasser überleben.

Warum Katzen auch „Muschi“ genannt werden, ist nicht eindeutig geklärt. Möglicherweise ist es eine Variation des Worts „Mutze“. So wurden im 13. Jahrhundert leichte Mädchen bezeichnet, die einen ähnlich verruchten Charakter und ein attraktives Aussehen wie Katzen haben.
Tierischer Schmuggler
Für die Behörden in Costa Rica war es ein Rätsel: Immer mehr Mobiltelefone gelangten in die Gefängnisse des Landes. Schließlich wurde ein Übeltäter auf frischer Tat ertappt. Gefängniswärter entdeckten eine Katze, an deren Rücken ein Sack festgebunden war. Als die Wachen das Tier bemerkten, machte sich dieses erstmal aus dem Staub. Es folgte eine fünfstündige Verfolgungsjagd, ehe der flauschige Schmuggler gefasst werden konnte. In dem Beutel bei der Katze befanden sich zwei Handys inklusive Ladekabel und SIM-Karten. Diese hätte sie an Gefängnisinsassen ausliefern sollen. Hinter Gitter kam der Übeltäter allerdings nicht: Nachdem die Wärter die Ladung an sich genommen hatten, gelang es der Katze direkt wieder zu flüchten.
Zu Göttern erkoren
Die alten Ägypter liebten und verehrten Katzen als heilige Tiere. Der Kult rund um die Samtpfoten entstand in der Spätzeit des ägyptischen Reichs um etwa 664 bis 332 v. Chr. Die Göttin, der die Katzen zugeordnet wurden, trug den Namen „Bastet“. Sie galt allgemeinhin als freundlich und sanftmütig. Der Katzenkult verbreitete sich in ganz Ägypten und fand Einzug in viele Haushalte, wo Katzen die Stellung von Hausgötzen einnahmen.
Grund für die Beliebtheit der Fellnasen: Katzen waren für die Ägypter sehr nützlich. Getreide war ein kostbares Gut und die Katzen hielten erfolgreich Mäuse und anderes Getier von den Kornspeichern fern. Auch Tempel hatten oftmals mit Mäuseplagen zu kämpfen. Für die Tempelkatzen gab es eigene Katzenpriester, die sich um das Wohlergehen der Vierbeiner kümmerten.
Den Katzen kam ein enormer Stellenwert zu. Sie wurden behandelt wie Angehörige, hatten eigene Friedhöfe und es galt als schweres Verbrechen, eine Katze zu töten. Man erzählt sogar, dass Katzen bei Hausbränden vor den eigenen Kindern gerettet wurden.
kurz & knapp
Katzen haben kein Schlüsselbein. So können sie sich durch noch so enge Räume zwängen.

Eine Studie hat ergeben, dass fast jeder zweite Katzenbesitzer ein Foto seiner Fellnase im Geldbeutel aufbewahrt. Nicht umsonst wird das Portemonnaie auch „Geldkatze“ genannt.

Seefahrer hatten typischerweise immer eine Katze mit an Bord. Diese sollte nicht nur Mäuse und Ratten fernhalten, sondern galt auch als Glücksbringer. Fiel die Katze über Bord, musste sie schnell wieder aus dem Wasser gefischt werden, da man glaubte, dass sonst ein Sturm über das Schiff hereinbrechen würde.

Die normale Körpertemperatur von Katzen liegt zwischen 36,7 °C und 38,9 °C. Das ist deutlich höher als die durchschnittliche Temperatur des menschlichen Körpers mit 35,7 °C bis 37,3 °C.
Zufällige Erfindung
Der Erfinder der Katzenklappe ist niemand Geringeres als Sir Isaac Newton. Bei seinen wissenschaftlichen Arbeiten fühlte er sich durch seine Katze gestört: Diese wollte permanent in sein Studienzimmer hinein oder wieder heraus. Newton hatte irgendwann keine Lust mehr, den Türöffner für die Samtpfote zu spielen. Er sägte ein Loch in die Tür und befestigte eine bewegliche Klappe daran. Die Katzenklappe war geboren.
Macht jedem Hund Konkurrenz
Die längste Katze der Welt heißt „Barivel“ und misst stolze 120 Zentimeter. Der Maine-Coon-Kater genießt das Leben in Italien. Doch es geht noch größer: Bis zu seinem Tod 2013 hatte den Titel der längsten Katze der amerikanische Kater „Stewie“ inne. Er brachte es sogar auf 124 Zentimeter Körpergröße.
Altersunterschiede
Die durchschnittliche Lebenserwartung von Katzen unterscheidet sich stark je nach Lebensumfeld. Katzen, die in der Wildnis ohne menschliche Zuwendung leben, erreichen im Schnitt ein Alter von lediglich vier bis fünf Jahren. Deutlich besser sieht es für Katzen aus, die von Menschen umsorgt werden. Freigänger haben eine Lebenserwartung von zehn bis zwölf Jahren. Damit liegen sie aber noch deutlich unter den Erwartungen für Hauskatzen. Freigänger sind bei ihren Ausflügen mehr Gefahren ausgesetzt und können sich schneller Infektionen oder Verletzungen einfangen. Das Durchschnittsalter von Wohnungskatzen liegt bei optimalen Voraussetzungen bei stolzen 15 Jahren. Wie alt die Samtpfoten letztendlich werden, liegt aber vor allem an ihren Genen.
Faulpelze
Katzen schlafen gerne und viel. An einem Tag schlafen die Fellnasen bis zu 16 Stunden. Natürlich nicht an einem Stück: Sie teilen sich die Schlafphasen über den Tag hinweg auf. Die Samtpfoten verschlafen auf diese Weise etwa zwei Drittel ihres Lebens.
Super-Lauscher
Katzen haben ein exzellentes Gehör – etwa dreimal besser als das von uns Menschen. Im niedrigen Frequenzbereich hören Katzen etwas schlechter, dafür im hohen umso besser. Bis zu 100.000 Hertz hohe Töne können sie wahrnehmen. So können Katzen hochfrequente Geräusche wie das Quieken einer Maus besser hören.
Todfeind aller Katzen: die Gurke
Ein fieser Streich versetzte Katzen 2016 auf der ganzen Welt in Panik. Besitzer hatten beim Fressen unauffällig eine Gurke hinter ihren Stubentigern platziert. Als die Vierbeiner das Gemüse bemerkten, bekamen viele so einen Schreck, dass sie mit aufgestellten Haaren in die Höhe sprangen. Videos von dem Phänomen gingen viral und fanden unzählige Nachahmer.
Aber warum haben Katzen solche Angst vor Gurken? Verhaltensforscher bestätigen, dass es nicht an dem grünen Gemüse liegt: Die Katzen erschrecken sich lediglich, weil sich auf einmal ein unbekanntes Objekt direkt hinter ihnen befindet.
kurz & knapp
Es gibt spezielle Katzenpsychologen, die sich um das geistige Wohlbefinden der Fellnasen kümmern. Sie können helfen, wenn Katzen unter Verhaltensstörungen wie Angst, Aggressionen oder Unsauberkeit leiden.

Katzen schnurren etwa 1.500 Mal in der Minute. In ihrem gesamten Leben haben sie damit durchschnittlich 10.950 Stunden geschnurrt.

Googelt man nach „Katze“ findet die Suchmaschine über 93 Millionen Einträge. Sucht man nach dem englischen Begriff „Cat“ sind es sogar mehr als 3,2 Milliarden Ergebnisse.

Der Ruhepuls einer Katze liegt bei 80 bis 140 Schlägen in der Minute. Damit ist er deutlich höher als bei Menschen mit 60 bis 90 Schlägen pro Minute.

Alle Katzenbabys haben bei Geburt blaue Augen. Erst nach ein paar Monaten lässt sich die endgültige Augenfarbe erkennen.
Ein außergewöhnliches Orakel
Die Therapiekatze „Oscar“ soll den Tod von Menschen vorhersagen können. Er lebt seit er ein Kätzchen war in einem Pflegeheim in den USA. Die Einrichtung betreut vor allem Alzheimer- und Parkinson-Patienten am Ende ihres Lebens.
Den Pflegern des Heims fiel nach etwa einem halben Jahr ein besonderes Verhalten des Katers auf: Oftmals besuchte er Patienten, schnupperte an ihnen und legte sich zum Schlafen zu ihnen ins Bett. Das Bemerkenswerte: Alle Patienten starben nur wenige Stunden nach „Oscars“ Besuch. Der Kater hatte so ein gutes Gespür für den nahenden Tod, dass die Pfleger sofort die Angehörigen der Patienten kontaktierten, sobald sich der Kater zu ihnen legte.
Mögliche Erklärungen für das „Talent“ des Stubentigers sind unter anderem, dass kurz vor dem Tod bestimmte Chemikalien erzeugt werden, die der Kater riechen kann. Oder aber, dass Katzen generell ein sehr sensibles Gespür dafür haben, wenn es Menschen schlecht geht. Übrigens: „Oscars“ besonderes Talent war eine Vorlage für Stephen Kings Horror-Roman „Doctor Sleep“.
Fass mich nicht an
Die meisten Katzen werden nicht gerne am Bauch gestreichelt. Das liegt unter anderem daran, dass dort viele verletzliche Organe liegen, die instinktiv geschützt werden. Außerdem sind die Haarfollikel am Bauch besonders berührungsempfindlich. Wenn sich eine Katze auf den Rücken dreht und ihren Bauch entblößt ist das ein Zeichen von großem Vertrauen, bedeutet aber noch lange nicht, dass sie dort auch gestreichelt werden möchte.
Katzen-Queen
Ein großer Katzenfan war Musiker Freddie Mercury. Der Frontsänger der Band Queen hatte zehn Stubentiger. Freddies Lebenspartner Jim Hutton sagte, dass „Freddie die Katzen wie seine eigenen Kinder behandelte“. Sein Soloalbum widmete der Musiker seiner „Katze Jerry – außerdem Tom, Oscar, und Tiffany, und allen Katzen da draußen im Universum – alle anderen sind egal!“. Eine Katzendame hatte es dem Sänger dabei besonders angetan: „Delilah“. Ihr widmete Mercury einen eigenen Song auf dem Album „Innuendo“ (1991). In dem Text zu dem Lied kommt unter anderem auch Miauen vor.
kurz & knapp
In vielen Gegenden der USA wird an Halloween geraten, seine Katze nicht nach draußen zu lassen. Die Vierbeiner sind in dieser Zeit besonders gefährdet, Opfer von Gewalt zu werden. Vor allem schwarze Katzen. Aus diesem Grund stehen in vielen Tierheimen rund um Halloween keine schwarzen Katzen zur Adoption zur Verfügung.

Zählen können Katzen zwar nicht direkt, sie sind aber sehr wohl dazu in der Lage, Mengenverhältnisse voneinander zu unterscheiden. In einem Experiment konnten Fellnasen zwischen zwei und drei Punkten einen Unterschied erkennen.

Das goldglänzende Mineral Pyrit wird auch „Katzengold“ genannt. Durch sein Aussehen kann es von Laien mit Gold verwechselt werden. Das Wort „Katzengold“ hat hierbei aber nur wenig mit den Samtpfoten zu tun: Wahrscheinlich stammt der Name von dem Wort Ketzer ab, das auch „Fälscher“ bedeutet.
Warum lieben Katzen Katzenminze?
Katzenminze zieht die Samtpfoten geradezu magisch an. Sie reiben sich an den Blättern, knabbern diese an und rollen sich euphorisch in der Pflanze. Die grünen Blätter mit den violetten Blüten haben eine betörende, wenn nicht sogar berauschende Wirkung auf Katzen. Das gilt übrigens für alle Katzen: Auch Großkatzen wie Löwen und Tiger können dem Duft der Katzenminze einfach nicht widerstehen. Wie genau die Katzenminze auf die Vierbeiner wirkt, ist nicht vollständig geklärt.
Wissenschaftler gehen davon aus, dass die enthaltenen Stoffe Actinidin und Nepetalacton für die Wirkung verantwortlich sind. Diese ähneln in ihrem Duft den Lockstoffen, die paarungsbereite Katzen verströmen. Für Katzenbesitzer kann die Minze ein wahres Wundermittel sein: Zum einen hat es eine entspannende Wirkung. Das kann beispielweise hilfreich sein, wenn sich die Samtpfote mal wieder weigert in die Transportbox zu kommen. Zum anderen kann der Duft auch anregend wirken und den Spieltrieb fördern. Da bewegt sich selbst ein fauler Stubentiger wieder gerne. Falls sich die Katze überhaupt nicht von der Minze beeindrucken lassen sollte, ist das auch kein Grund für Sorge: Nur etwa 50 Prozent aller Katzen reagieren überhaupt auf Katzenminze.
Prächtige Mähne
Die Katze mit den längsten Haaren trägt den stolzen Namen „Colonel Meow“. Einzelne Haare des Katers sind bis zu 23 Zentimeter lang. Das hat ihm einen Eintrag im Guinness-Buch der Rekorde beschert. Seine Besitzerin ist aber nicht nur froh über die Fellpracht ihres Vierbeiners. Sie erzählt, dass sie ständig staubsaugen muss, weil die ganze Wohnung voller Haare ist.
Ein Dieb auf Abwegen
Kanadier haben den Ruf, sehr höfliche und rücksichtsvolle Menschen zu sein. Dass das wohl auch für Einbrecher gilt, zeigte ein Mann in der kanadischen Region Nova Scotia. Als die Bewohner nicht zu Hause waren, verschaffte er sich Zugang zu deren Heim. Anstatt das Haus zu plündern und Wertsachen an sich zu nehmen, hatte er aber ganz andere Motive: Er wusch die Wäsche, nahm eine Dusche und versorgte anschließend die im Haus lebenden Katzen. Seine Errungenschaften hielt der merkwürdige Einbrecher im Tagebuch der Bewohner fest: „Heute war mein erster Tag auf der Ranch. Ich habe die Katzen […] gefüttert. Ich kann hier so viel tun, ich muss mich nur daran erinnern, mich zu entspannen und mir Zeit zu lassen.“
Wo die wilden Katzen wohnen …
Sie ist eine scheue Schönheit mit grüngrauen Augen und buschigem Schwanz: die Wildkatze. Mit der Hauskatze hat sie nur wenig gemein. Unsere Stubentiger stammen nicht von der europäischen Wildkatze ab, sondern von der deutlich leichter zu zähmenden Falbkatze aus Afrika. Diese kam einst mit den Römern zusammen über die Alpen nach Deutschland.
Die europäische Wildkatze hat sich in den tausenden Jahren, die sie durch unsere Wälder streift, nie zähmen lassen. Das liegt auch daran, dass die wilde Samtpfote Menschen stark meidet und sehr scheu ist. Heutzutage stehen die Chancen, eine Wildkatze zu Gesicht zu bekommen aber deutlich besser als noch vor einigen Jahren: Bis vor Kurzem galt die europäische Wildkatze in den meisten Regionen Deutschlands als vom Aussterben bedroht. Nachdem sie zwischenzeitlich fast vollkommen verschwunden war, leben mittlerweile wieder einige Tausend Exemplare bei uns. Das ist vor allem naturnaher Waldbewirtschaftung und grünen Korridoren über Autobahnen zu verdanken. Obwohl sich die Lage der Wildkatze in Deutschland deutlich verbessert hat, gibt es noch viel zu tun, damit sich die flauschigen Wildtiere wieder wohl fühlen. Die größte Bedrohung bleibt dabei der Straßenverkehr, durch den die Streifzüge vieler Wildkatzen tödlich enden.
Die süße Mode-Zarin
Katzendame „Choupette“ hat im Leben des Modedesigners Karl Lagerfelds eine ganz besondere Rolle gespielt. Die hübsche Birma-Katze mit den blauen Augen war sein absoluter Liebling. Sie bekam ihr Essen von einem eigenen Hauskoch zubereitet, hatte zwei Dienstmädchen, einen Privatjet und einen Bodyguard.
Sogar ganze Modekollektionen ihres Herrchens wurden nach „Choupette“ benannt. Sie selbst war aber auch nicht untätig: So warb sie als Model für Opel und japanische Schönheitsprodukte. Als Covermodel schaffte sie es, neben menschlichen Berühmtheiten wie Gisele Bündchen, auf die Titelseite der Vogue. Ihr Werbewert soll sich auf etwa 30 Millionen Euro belaufen.
Als der Modezar im Februar 2019 verstarb, stellte sein Testament sicher, dass seine geliebte Katze auch nach seinem Tod ein luxuriöses und angenehmes Leben führen kann: Lagerfeld legte fest, dass „Choupette“ eine Adoptivmutter, ein schönes Haus und finanzielle Zuwendung erhalten soll.
Breitbild-Sicht
Katzen haben ein größeres Sichtfeld als Menschen. Während wir alles vor uns in einem etwa 180 Grad-Winkel sehen können, haben unsere vierbeinigen Begleiter eine Wahrnehmung von etwa 200 Grad. Das liegt daran, dass sie auch an den äußeren Bereichen des Sichtfelds (der Peripherie) mehr wahrnehmen können.
Dr. Pfote
Die Gesellschaft von Katzen hat viele positive Auswirkungen. So sehr sogar, dass sogenannte Therapiekatzen medizinische Fachkräfte bei ihren Patientenbesuchen begleiten. Der Besuch der Samtpfoten ist dann immer etwas ganz Besonderes: Gerade alten Menschen in Seniorenheimen hilft die Gesellschaft, die Einsamkeit zu vergessen und sich zu entspannen. Die tiergestützte Therapie hat noch weitere Vorteile, wie ein gesenkter Blutdruck, Stress- und Cholesterinspiegel. Auch in der Therapie von psychisch Erkrankten oder Kindern mit Autismus werden Katzen eingesetzt. Grundsätzlich gilt: Die Katze akzeptiert die Menschen so wie sie sind und begegnet ihnen unvoreingenommen mit Zuneigung. Das hilft, Sorgen zu vergessen, sich zu beruhigen und zu öffnen.
Katzen haben sieben Leben. Oder doch neun?
In Deutschland gilt das Sprichwort, dass Katzen sieben Leben haben. In anderen Ländern, zum Beispiel in Großbritannien, heißt es dagegen, die Samtpfoten hätten gleich neun Leben. Fest steht in jedem Fall: Mehr als ein Leben haben Katzen ganz bestimmt. Diese Annahme rührt wahrscheinlich daher, dass Katzen schier unmögliche Situationen überleben können, wie etwa Stürze aus großer Höhe.
Warum es nun ausgerechnet sieben Leben sein sollen, ist nicht wirklich bekannt. Möglicherweise, weil die Zahl Sieben in Deutschland und in der christlich-katholischen Kirche allgemein eine hohe Symbolkraft besitzt: sieben Todsünden, sieben Tugenden, Welterschaffung in sieben Tagen und auch in Märchen sind es sieben Zwerge oder sieben Geißlein.
Warum sind es in England dann neun Leben? Wahrscheinlich, weil dort starke Einflüsse aus der nordischen Mythologie vorhanden waren: In dieser hing Odin neun Nächte am Weltenbaum, welcher wiederum neun Welten beheimatet.
kurz & knapp
Angeblich wurde der Wissenschaftler Nikola Tesla dazu inspiriert, die Elektrizität zu erforschen, als er beim Streicheln seiner Katze „Macak“ einen Stromschlag abbekam.

Den Rekord für den längsten Katzenschwanz hält seit 2018 Main-Coon-Kater „Cyngus“. Sein Schwanz ist 44,66 Zentimeter lang.

Katzen trinken am liebsten etwas abseits ihrer Futterstelle. Das ist ein natürlicher Instinkt. In der freien Wildbahn könnte frisches Wasser durch erlegte Beutetiere verunreinigt werden.

Viele Experten gehen davon aus, dass die meisten Katzen nicht nacht- sondern dämmerungsaktiv sind. Gerade Hauskatzen tendieren dazu, besonders aktiv bei Sonnenaufgang und -untergang zu sein und auch zu diesen Zeiten zu fressen, da das dem Tagesablauf ihrer Besitzer entspricht.
Die Auserkorene des Menschen
Katzen sind das beliebteste Haustier in Deutschland. 55 Prozent aller in Deutschland gehaltenen Haustiere sind Katzen. Das sind 10 Prozent mehr als Hunde. 2019 lebten insgesamt 14,7 Millionen Katzen in deutschen Haushalten. Die Stubentiger haben die Deutschen richtig um die Pfoten gewickelt!
Warum Milch nicht gut für Katzen ist
Anders als oft angenommen, vertragen die meisten ausgewachsenen Katzen Milch nur sehr schlecht. Sie sind laktoseintolerant. Junge Kätzchen entwickeln noch ein Enzym namens Laktase, mithilfe dessen sie den Milchzucker spalten und gut verdauen können. Sobald die Kitten keine Muttermilch mehr erhalten, wird das Enzym nicht mehr produziert und Milch damit unverträglich. Es kann zu Verdauungsstörungen, Leber- und Zahnproblemen kommen. Wer seiner Samtpfote trotzdem etwas Gutes tun will, greift lieber zu laktosefreier oder spezieller Katzenmilch.
Vergessliche Senioren
Wie Menschen auch, können Katzen im Alter Demenz bekommen. Das zeigen typische Eiweißablagerungen, die man im Gehirn von bereits verstorbenen Katzen gefunden hat. Die Krankheit ist bisher aber noch kaum erforscht. Für genaue Diagnosen müsste man mit den Patienten reden können — was sich bei Katzen allerdings schwierig gestaltet.
Exklusive Frauenfarbe
Schildpattkatzen haben eine besondere Fellfarbe: Das Muster besteht aus roten und schwarzen Fellpartien. Oftmals sind sie auch dreifarbig mit weißen Anteilen. Das Muster wird „Tortie“ genannt, in Anlehnung an den englischen Begriff „Tortoise Shell“, was Schildkrötenpanzer bedeutet. Schildpattmuster sind dabei fast ausschließlich weiblichen Katzen vorbehalten. Nur etwa 0,43 Prozent der Katzen mit Tortie-Zeichnung sind männlich. Das liegt an der besonderen Vererbung der Gene für das Muster. In seltenen Fällen kann es durchaus auch männliche Exemplare geben. Dies geschieht meistens aufgrund von Fehlern bei der Zellteilung beim Elterntier. Männliche Schildpattkatzen sind zudem fast ausschließlich unfruchtbar.
Integrierte Wasserwaage
Der Kopf von Katzen bleibt beim Jagen immer auf einer Höhe, anders als beispielsweise bei Hunden. So behalten sie ihre Beute fest im Blick und bringen ihr empfindliches Gleichgewichtsorgan in den Ohren nicht durcheinander
Flauschiger Lauschangriff
Katzen sind klein, beweglich und unauffällig. Alles Merkmale, die ein perfekter Spion haben muss. Das dachte sich zumindest der amerikanische Geheimdienst CIA, als er mitten im kalten Krieg Projekt „Acoustic Kitty“ startete. Katzen sollten als wandelnde Abhörvorrichtungen geheime Informationen beschaffen.
Das Training brachte allerdings wenig Erfolg: Wer Katzen kennt, weiß, dass sich die Vierbeiner nur nach Laune an Anweisungen halten. Außerdem erwiesen sich Hunger und Sexualtrieb der Fellnasen als große Störfaktoren. Als die tierischen Spione nach langer Erziehung endlich vor Ort zum Einsatz kommen sollten, passierte das Tragische: Kurz nachdem die Katzen den Transporter verlassen hatten, wurden sie im Straßenverkehr erfasst und starben. Das gesamte Projekt galt als großer Flop und kostete die CIA etwa 15 Millionen Dollar.
Abgeschaffter Speckbauch
Der Rekord für die dickste Katze der Welt wurde vom Guinness-Buch der Rekorde eingestellt. Es wurde befürchtet, dass Menschen dazu angeregt werden könnten, ihre Katzen zu überfüttern, damit diese den Rekord brechen. In Deutschland ist knapp jede zweite Katze übergewichtig. Den letzten Rekord als dickste Katze der Welt stellte Kater „Skinny“ auf. Er wog mehr als 20 Kilogramm.
Die Katze im Radio
In der ersten Radioübertragung aus einem Flugzeug kam eine Katze vor. Wahrscheinlich war ihr Auftritt aber nicht geplant. Der Kater „Kiddo“ befand sich an Bord eines Flugzeugs, das 1910 den Atlantik überqueren wollte. Anscheinend verhielt er sich aber so daneben, dass die erste Radionachricht, die die Bodenstation erhielt, folgendermaßen lautete: „Roy, nimm diese verdammte Katze!“.
Knecht Ruprecht war gestern
In Island gibt es die Sage von einer besonderen Katze, die an Weihnachten ihr Unwesen treibt. Sie trägt den Namen „Jólakötturin“ oder für die, die das nicht aussprechen können auch „Yule-Katze“. Sie ist beileibe keine angenehme Zeitgenossin, denn sie frisst Kinder, die nicht hart genug gearbeitet haben. Die „Yule-Katze“ steht nämlich im Zusammenhang mit der isländischen Tradition, dass alle, die ihre Arbeit rechtzeitig fertiggestellt haben, neue Kleidung erhalten. Diejenigen, die faul waren, bekommen keine Kleidungsstücke. Die „Yule-Katze“ kann so einfach fleißige von faulen Kindern unterscheiden. Eltern erzählten diese Legende gerne ihren Kindern, damit diese ihre Hausarbeiten erledigen.
Die verrückte Katzenlady ...
… gibt es laut einer Studie überhaupt nicht. Der Stereotyp einer Frau, die einsam depressiv und ängstlich ist und sich deshalb mit vielen Katzen umgibt, existiert nur in unserer Vorstellung. Die Forscher der Studie konnten keinen Zusammenhang zwischen diesen Charaktereigenschaften und dem Halten von Katzen feststellen.
Warum treteln Katzen?
Beim Treteln drückt die Katze rhythmisch ihre Pfoten nach unten, wie als würde sie etwas kneten. Diese Verhaltensweise, die auch „Milchtritt“ genannt wird, eignen sich die Katzen bereits im Kindesalter an. Die Katzenbabys massieren beim Milchtrinken den Bauch ihrer Mutter, um den Milchfluss anzuregen. Begleitet wird das Treteln oftmals von intensivem Schnurren und leicht entrücktem Blick. Obwohl erwachsene Katzen nicht mehr gesäugt werden, behalten sie den Milchtritt bei. Zu beobachten ist das Verhalten insbesondere in Situationen, in denen die Katze sehr entspannt und glücklich ist. Vielleicht erinnert sie das Schmusen mit ihren Menschen an die Geborgenheit und Wärme bei ihrer Mutter.
Katzen treteln auch häufig, bevor sie es sich zum Schlafen gemütlich machen. Dann werden auch gerne Decken und Stofftiere mit den Pfoten massiert.
Ein weiterer Grund für das Treteln kann sein, dass die Fellnasen durch wiederholtes Berühren mit ihren Pfoten, ihren persönlichen Duft hinterlassen wollen. Mit den Duftdrüsen an ihren Pfoten markieren die Fellnasen beim Kratzen, Krallenwetzen und durch solche Milchtritte ihr Revier und Eigentum.
Wer ruft denn da?
Katzen können Stimmen erkennen und sogar voneinander unterscheiden. Das haben Forscher in einem Experiment herausgefunden, bei dem Katzen Tonaufnahmen von verschiedenen Menschen vorgespielt wurden, die sie bei ihrem Namen riefen. Das Ergebnis zeigte, dass die Fellnasen besonders intensiv reagierten, wenn ihre Halter nach ihnen riefen. Dann bewegten sie vor allem ihre Ohren und ihren Kopf.
Globetrotter
Als eine verirrte Katze in einem Hinterhof in Nordirland auftauchte, dachte sich zunächst niemand viel. Dann jedoch fanden Ärzte bei einer Routinekontrolle durch den Mikrochip heraus, wo der Kater ursprünglich gewohnt hat: Nicht etwa ein paar Häuser weiter, sondern auf der anderen Seite der Welt – in Australien. Nach einer großangelegten Suchaktion konnten die Besitzer ausfindig gemacht werden. Wie sich herausstellte, hatten sie ihren Kater „Ozzie“ bei einer Reise nach London vor elf Jahren mitgenommen und verloren. Wie er dann aber von London nach Nordirland kam und dabei sogar ein Meer überwand, ist sein wohlbehütetes Geheimnis.
Rauf ist einfach, runter nicht
Es passiert ständig: Eine Katze klettert auf einen Baum und schafft es nicht mehr herunter. Und das obwohl die Fellnasen doch als hervorragende Kletterer bekannt sind. Das Hochklettern liegt in der Natur der Katzen. Erhöhte Plätze versprechen Sicherheit und einen guten Überblick.
Doch warum sitzen die Kletterkünstler immer wieder auf Bäumen fest? Ein wesentlicher Grund dafür ist, dass Katzen nicht kopfüber klettern können. Anders als beispielsweise Eichhörnchen können die Samtpfoten ihre Füße oder Krallen nicht drehen. Damit Katzen einen guten Halt finden, müssen die Krallen in aufrechter Position benutzt werden. Für den Rückweg gibt es nur zwei Optionen: Rückwärts klettern oder um Hilfe rufen.
Neunzehnlinge
Da hat Katzenmama „V. Gane of Kingham“ bestimmt große Augen gemacht. Sie schenkte im Jahr 1970 gleich 19 Katzenjungen auf einmal das Leben. Keine bekannte Katze hatte jemals einen größeren Wurf. Durchschnittlich bekommt eine Kätzin in einem Wurf zwei bis fünf Junge.
Katzenwäsche
Von wegen kurz und oberflächlich: Katzen sind sehr reinliche Tiere. Sie verbringen bis zu drei Stunden am Tag mit Fellpflege. Und das nicht nur, weil sie dreckig sind. Das Putzen erfüllt eine Reihe von verschiedenen Funktionen. Unter anderem regulieren die Samtpfoten hierdurch ihre Körpertemperatur. Nach dem Putzen verdunstet der Speichel und kühlt so den Körper.
Zudem regt das ständige Lecken und Zerren am Fell die Durchblutung und damit die Talgdrüsen in der Haut an. Diese sondern Fette ab, die das Fell geschmeidig und wasserdicht halten. Weiterhin trägt die Katze ihren typischen Duft auf und ist so für Artgenossen erkennbar. Wenn Katzen sich gegenseitig putzen, zeugt das von Vertrauen und Zuneigung. Wenn der Stubentiger mal an uns leckt und uns „putzt“ ist das ein großer Liebesbeweis.
Lateinstunde
Wissenschaftlich gesehen, gehört die Hauskatze zu der Familie der Katzen („Felidae“) und stammt von der aus Afrika kommenden Falbkatze („Felis silvestris lybica“) ab. Die Hauskatze selbst trägt den stolzen lateinischen Namen: „Felis silvestris catus“. Na, alles gemerkt?
Hilfsbereitschaft, die berührt
Wenn Menschen Krieg führen, müssen oftmals auch Tiere leiden. So auch in Syrien: Als 2011 der Bürgerkrieg ausbrach, flohen zahllose Menschen aus dem Land und ließen ihre Haustiere zurück. Der ehemalige Elektriker Mohammad Alaa Aljaleel blieb in Aleppo und begann, sich um die zurückgelassenen Begleiter der Menschen zu kümmern. Sein Traum, einen Zufluchtsort für Straßenkatzen zu bauen, nahm 2015 Gestalt an, als nach der Gründung einer Facebook-Gruppe Alaas Geschichte um die Welt ging.
Mittlerweile sind mehr als 25.000 Menschen von überall auf der Welt in der Gruppe. Durch Spenden konnte ein Grundstück in Aleppo erworben werden, wo die Katzen-Zuflucht entstand. An einem dunklen Tag wurde die Zuflucht von einer Bombe getroffen und die meisten Katzen auf einen Schlag getötet. Alaa wollte schon aufgeben, doch seine Unterstützer ermutigten ihn, weiter zu kämpfen. Mit ihrer Hilfe konnte ein neuer Ort für die Katzen außerhalb der Stadt gefunden werden. Mittlerweile haben wieder mehr als 200 Fellnasen ein neues zu Hause bei Alaa gefunden. Außerdem kümmert er sich mit Hilfe eines Tierarztes um vier Affen, ein Pferd, Tauben, Hasen und Hunde. Dank Spenden kann er seinen Traum weiterverfolgen – sich um die vergessenen Opfer des Bürgerkriegs zu kümmern.
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Es gibt Katzen, die nur dann fressen, wenn ihre Besitzer in der Nähe sind.

US-Amerikaner geben im Jahr mehr Geld für Katzenfutter aus als für Babynahrung.

Eine Katze überlebte 30 Minuten in einer laufenden Waschmaschine. Die Besitzerin fand ihre Samtpfote unterkühlt und schwach, aber wohlauf – gerade bevor der Schleudergang einsetzte.

Katzen können von Thunfisch abhängig werden. Man nennt die Stubentiger dann „Thunfisch-Junkies“.

Eine Katze überlebte einen Sturz aus dem 26. Stock eines Hochhauses. Der Name der Katze ist „Lucky“.
Keine Modelkarriere
Schwarze Katzen hatten es schon immer schwer: Oftmals mit dunkler Magie in Verbindung gebracht, wurden sie im Mittelalter gejagt und vertrieben. Heutzutage gelten diese Vorurteile als überholt. Trotzdem werden schwarze Katzen deutlich seltener adoptiert als ihre andersfarbigen Geschwister. Eine britische Tierschutzorganisation hat jetzt einen der Gründe dafür gefunden: Sie sind unfotogen. Auf Bildern stechen die Samtpfoten einfach nicht gut genug hervor und verschmelzen oftmals mit ihrer Umgebung. Für die Menschen, die liebend gerne Bilder ihrer Fellnasen ins Internet stellen und verbreiten, scheint das leider ein Problem zu sein.
Mutterinstinkt
Da staunten die Mitarbeiter einer Klinik in Instanbul nicht schlecht: Eine schlaue Katze hatte das Krankenhaus aufgesucht und eines ihrer Kätzchen mitgebracht, das offensichtlich sehr krank war. Sie setzte ihr Kleines vor den Ärzten ab, welche sich direkt um das Wohlbefinden der Fellnase kümmerten. Währenddessen wich die Mutter nicht von ihrer Seite. Nach der erfolgreichen Behandlung wurden die beiden noch zu einem örtlichen Tierarzt gebracht.
Der Herr von Chartwell
Der ehemalige britische Premierminister Winston Chruchill führte eine Tradition auf seinem Anwesen „Chartwell“ in England ein. In dem Landhaus sollte stets ein orangefarbener Kater mit einem weißen Lätzchen und vier weißen Pfoten leben. Dieser sollte immer den Namen „Jock“ tragen. Chartwell beheimatet seit den 60er-Jahren ein Museum und wird von einer Organisation für Denkmal- und Naturschutz verwaltet. Im Jahr 2014 zog „Jock IV“ in das Anwesen ein und hält seitdem die Tradition aufrecht.
Pulsuz fraqment bitdi.