Kitabı oxu: «Der Fremde: Erotische Novelle»
B. J. Hermansson
Der Fremde: Erotische Novelle
Übersetzt von: Gertrud Schwarz
Lust
Der Fremde: Erotische Novelle ÜbersetzerGertrud Schwarz Original Främling Copyright © 2019, 2019 B. J. Hermansson und LUST All rights reserved ISBN: 9788726312638
1. Ebook-Auflage, 2019
Format: EPUB 2.0
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Adela sitzt auf einer Bank in dem Park, den sie schon immer geliebt hat. Sie fühlt, wie ihre dunkelbraune Mähne im selben Takt im Wind weht, wie das Herbstlaub um sie herum tanzt. Sie trägt eine Bluse in gedeckten Farben zwischen Braun und Grau und eine Hose, die perfekt auf ihrer Taille sitzt. Ihre Haut wird etwas kalt, während sie da sitzt, und sie spürt, wie ihr schmales Gesicht sich von der Wärme rötet. Sie bemerkt die Kastanien, die ein Stück von ihr entfernt nacheinander herabpurzeln. Der Kastanienbaum. In dem sie als Kind gespielt hat. In dem sie so gern geklettert ist und dessen Kastanien sie immer gesammelt hat. Adela steht auf und steckt sich sorgsam einige Kastanien in eine Tasche. Es fühlt sich etwas nostalgisch an. Als ob sie wieder sieben Jahre alt wäre und nur ans Jetzt denken könnte. So wunderbar naiv und aufrichtig herrlich.
Heute ist ihr Leben anders. Tagelang arbeiten und immer weitere und schwierigere Aufgaben erledigen (?). Es fühlt sich fast an, als ob sie überhaupt nichts mehr schafft. Trotzdem macht sie täglich nichts anderes als kämpfen und mithalten und ausführen. Wenn es nicht Überstunden in der Werbeagentur sind, Kampagnen und Ideen, die fertiggestellt, und die Wünsche und Anweisungen vom Kreativdirektor, die zusammengeführt werden müssen, dann sind es Rechnungen, die bezahlt und Essen, das eingekauft und weggepackt werden muss oder Wäsche, die sortiert werden will. Das ganze Leben ein Hamsterrad. Sieben Tage in der Woche vom Öffnen der Augen bis zum Buch, in dem sie nie richtig vorankommt, bevor sie einschläft. Und sie muss doch nur an sich selbst denken.
Aber heute hat Adela etwas Ungewöhnliches getan. Etwas, das sie schon seit Monaten, vielleicht schon seit einem Jahr, nicht getan hat – kommt darauf an, ob man den Termin beim Zahnarzt vor einer Weile dazurechnet oder nicht. Wenn der nicht zählt, hat sie dieses Jahr noch keinen einzigen Tag freigenommen. Etwas, das sie aus einer Laune heraus vor zwei Wochen beschlossen hat. Nicht, weil sie etwas vorhatte, beispielsweise ihre Eltern im Norden oder ihre Schwester im Süden zu besuchen. Sie wollte einfach nur einen Tag ganz für sich alleine haben. Mitten in der Woche, wenn die anderen arbeiten und in dem Hamsterrad rennen, in dem sie sonst mitläuft. Heute wollte sie dem entkommen.
Sie wollte allein sein und nur ihren eigenen Bedürfnissen und Eingebungen folgen. Sie hatte nichts mit Freundinnen oder kulturellen Ereignissen geplant, was sie sonst an den Wochenenden versuchte, wenn sie ein paar Stunden übrig hatte und sich gebildet fühlen wollte. Sie spürte eine große Freiheit in sich, während sie durch den Park streifte, der ihre Oase in der pulsierenden Stadt war. Hier fand sie Ruhe, während sie die Atmosphäre und die schöne Umgebung in sich aufsaugte. Die Bäume waren höher als ihr Haus und die Büsche und Rabatten veränderten ihre Farben und Formen. Zusätzlich liebte sie den Herbst, was das Erlebnis sicher nicht verschlechterte. Etwas an der Jahreszeit erfüllte sie immer mit einem ganz besonderen Gefühl. Einerseits waren es all die schönen Farben, die alles von Dunkel bis Sprießend einschlossen. Alles von Braun über Rot bis Orange. Und die Leere. Die kühle Luft, die in sie eindrang, wenn der Herbst kam. Etwas, das sie unglaublich an dieser Jahreszeit liebte.
Als Adela langsam und jenseits von Raum und Zeit, abgesehen vom Gefühl, im Hier und Jetzt zu sein, durch die edlen Alleen des Parks streift, nimmt sie in der Ferne einen Fremden wahr Er trägt dunkle Farben und einen grob gestrickten Schal. Seine Haare sind dunkel und nach hinten gekämmt. Er muss etwa Mitte dreißig sein. Stilvoll. Sexy. Als sie ihn bemerkt, blickt er direkt in ihre Richtung. Auf den niedlichen Kieswegen ist er fehl am Platz. Sie kennt ihn nicht, da ist sie sich sicher.
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