Kitabı oxu: «Ein feuchter Mittsommernachtstraum und 11 andere erotische Fantasien»

Şrift:

B. J. Hermansson, Elena Lund, Katja Slonawski, Malin Edholm, Nicole Löv, Sandra Norrbin, Vanessa Salt

Ein feuchter Mittsommernachtstraum und 11 andere erotische Fantasien

Lust

Ein feuchter Mittsommernachtstraum und 11 andere erotische Fantasien ÜbersetztRebecca Jacobi Original

Coverbild / Illustration: Shutterstock

Copyright © 2018, 2019 B. J. Hermansson, Elena Lund, Katja Slonawski, Malin Edholm, Nicole Löv, Sandra Norrbin, Vanessa Salt und LUST

All rights reserved

ISBN: 9788726292862

1. Ebook-Auflage, 2019

Format: EPUB 2.0

Dieses Buch ist urheberrechtlich geschützt. Kopieren für gewerbliche und öffentliche Zwecke ist nur mit Zustimmung von LUST gestattet.

Ein feuchter Mittsommernachtstraum

Malin Edholm

Am Tag vor Mittsommer komme ich am Ferienhaus an. Mittsommer, das einzige Fest, das es wirklich wert ist, zu feiern. Ein Tag, der der Natur gewidmet ist, der Wiedergeburt, der Fruchtbarkeit und der Liebe. Ein Tag für uns.

Alle sind hier, eine große Gruppe Freunde und Bekannte – sowohl Pärchen als auch Singles, was für unser Alter nicht selbstverständlich erscheint. Wir haben Essen und Trinken eingekauft und werden das Wochenende in diesem Sommerhäuschen verbringen. Oder vielmehr in diesem Haus, es ist ein großes gelbes Holzhaus mit großen Fenstern und weißen, gehäkelten Gardinen, etwas abseits gelegen und an drei Seiten von Wald umgeben. Die Wiese auf dem Grundstück ist grün und wurde schon länger nicht mehr gemäht. Hier und da wachsen wilde Blumen und lassen die Wiese scheinbar nahtlos in den Wald übergehen. Das Haus ist ein Paradies auf Erden und solang ich mich zurückerinnern kann, bin ich jeden Sommer hierhergekommen.

Der Tag ist warm, keine Hitze wie in südlicheren Breitengraden, sondern angenehm und frisch. Das Haus spiegelt sich in dem blanken See, das schwimmende Saunafloß schaukelt sanft auf dem Wasser und der Wald hält erwartungsvoll den Atem an. Ein Gefühl von freudiger Erwartung und Glück erfüllt meinen Körper, als ich mithelfe, die Einkäufe aus dem Auto ins Haus zu tragen.

In der gelben Küche mit deutlichen Spuren der Siebziger – weiße Griffe an den Küchenschränken, abgenutzte Holzbänke und Linoleumboden – stehen Fredrik und Sofia, eines meiner absoluten Lieblingspärchen. Wahrscheinlich ist es komisch, ein Lieblingspärchen zu haben, aber diese beiden sind immer auf eine so natürliche Weise gleichzeitig innig und einladend. Beide sind groß und gut gebaut und scheinen beinahe zu einer Person zusammengewachsen zu sein. Sie sind so entspannt miteinander, während sie mir alle Aufmerksamkeit schenken und fragen, wie es mir geht und wie es mit der Arbeit läuft. Sie berühren mich am Arm und lächeln mich an, bis mir warm wird und ich ein bisschen verlegen werde. Früher bin ich ihnen ausgewichen, aus Angst vor meinen eigenen Gefühlen und der Reaktion meines Körpers auf die beiden, inzwischen versuche ich nur, meine Reaktionen nicht zu offensichtlich zu zeigen oder ihnen meine Gesellschaft aufzuzwingen. Sie plaudern fröhlich drauflos, während sie die Einkäufe einräumen, und ich schaue nach, ob alles, was wir für das Wochenende brauchen, in der Küche vorhanden ist. In erster Linie, um etwas zu tun zu haben und aus dem Augenwinkel David beobachten zu können, der die trockenen Lebensmittel in die Speisekammer einräumt. Er streckt sich nach dem obersten Regalbrett und das T-Shirt rutscht nach oben, sodass sein Bauch entblößt wird. Am liebsten würde ich einfach herübergehen und mit den Fingern die Haare entlangstreichen, die unter dem Bauchnabel wachsen. Er merkt, dass ich herüberstarre, und lächelt mich an. Die Reaktion meines Körpers, als er belustigt und herausfordernd eine Augenbraue hochzieht, ist fast schon lachhaft, meine Knie schlottern ein wenig und ich befeuchte unbewusst meine Lippen.

Ich schaue auf meine Schuhe herunter, bevor mein Blick unfreiwillig zu ihm zurückwandert. Zu seinem durchtrainierten Po und seinem kurzgeschnittenen Haar. Mein Magen zieht sich zusammen, als er wieder meinen Blick erwidert. Meine Wangenmuskeln spannen sich an und das Wasser läuft mir im Mund zusammen, als wäre ich hungrig. Ich will ihn verschlingen. Hier und jetzt entscheide ich mich, dass ich genau das tun werde. Kein Zögern mehr, keine Feigheit und kein Warten, dass der andere die Initiative ergreift. Ich stehe da, mit einem Teller in der Hand, dessen Zweck ich vergesse habe, und starre Davids braungebrannten Körper an, von dem ich Vanilleeis schlecken will, und verspreche mir selbst, mich zu trauen. Zumindest ein Wochenende lang.

Ich mache einen Spaziergang, um die Schönheit der nordschwedischen Wälder auf mich wirken zu lassen. Die Stille. Die Erhabenheit. Birken, Kiefern und Fichten. Das Moos, das den Boden bedeckt. Den sumpfigen Morast, vor dem man sich in Acht nehmen soll. Die Mücken, die mein Blut rauben. Die unberührte Wildnis, die man kaum noch findet, wurde erhalten auf einem kleinen Stück Land, das auf den Leinwänden hunderter Naturromantiker abgebildet ist. Ich streiche mit den Händen über alle Baumstämme, an denen ich vorbeigehe, kratze mich an ihren scharfen Kanten, aber es blubbert im Körper bei dem Kontakt, den ich bekomme. Hier und da raschelt es im Unterholz und das Vogelgezwitscher begleitet mich wie ein Freund. Ich genieße meine Einsamkeit, bevor ich zurückgehen und mich an der Gesellschaft erfreuen werde.

Ich komme zu einem rauschenden Bach, klettere voller Ehrfurcht die steinige Senkung herunter, schöpfe das klare, fast türkisene Wasser in meine zur Schale geformten Hände und trinke mit großen Schlucken. Das Wasser ist kalt und meine Hände werden taub, aber ich ziehe sie nicht zurück, will sie nicht aus dem schönen Wasser nehmen, das von dem nahen Berg heruntergeflossen ist. Ich streife schnell meine leichten Sommerkleider ab und steige in das kühle Wasser. Als ich so dastehe, lasse ich meine Hände über die Gänsehaut meines frierenden Körpers gleiten und fühle meine weichen Formen. Ich streiche über meine Schlüsselbeine, meine Brüste, den Bauch und hinunter zum Venushügel, bedeckt von Haar. Ich stehe nackt im Freien und reibe meine Hand über meine erigierte Klitoris, vor und zurück.

Ein Gedanke ist in letzter Zeit wie ein Sonnenblumenkern in meinem Kopf gekeimt und gewachsen. Die Natur ist ein lebender Mechanismus, wie eine anzubetende Entität. Ohne die Natur würden wir alle aussterben, das ist keine neue Erkenntnis, aber trotz dieses Wissens leben wir nicht danach. Und was ich nun empfinde, ist ein starkes körperliches Begehren nach der Natur, der Natur nah zu sein. Mein Körper reagiert auf die Natur auf eine ganz andere Weise als vorher. Eine ständige Erregung ergreift mich. Ich will mich nackt in die Landschaft stürzen, eins werden mit den Bäumen, der Erde und dem Gras. Ich will so viel und kann nicht richtig greifen, wonach ich verlange. Nur, dass ich versuchen sollte, loszulassen. Versuchen, die Magie zu finden. Und mit einem letzten Reiben und leichten Stöhnen bin ich der magischen Welt ein bisschen nähergekommen.

Als ich aus dem Wasser steige, prickelt meine Haut und ich kann meine Glieder langsam wieder spüren. Ich halte das schöne Gefühl fest, es macht mich ausgeglichen und ich brauche so viel Gelassenheit wie möglich, wenn ich ein flirtender, tatkräftiger Mensch sein will. Der die Initiative ergreift und sich nimmt, was er haben will. Vor allem David.

Wir sitzen allein und schweigend auf dem Steg, das Gemurmel vom Abendessen weht wie ein leichter Windstoß herüber und macht die Atmosphäre noch perfekter. Der Geruch nach Grill, synonym mit dem Geruch des Sommers, kitzelt immer noch in der Nase. Der Wald rundherum spiegelt sich im dunklen See. Ich baumele mit den Beinen, tauche die Füße ins Wasser und bilde Ringe auf der Wasseroberfläche. Es sieht aus, als ob die stattlichen Nadelbäume um den See tanzen. Der Himmel ist blassblau, die Sonne steht tief. Etwas weiter weg dümpelt eine Entenfamilie und die Mücken sirren wie verrückt.

David schaut unter seinem Pony zu mir herüber. Da sich die aufgeladene Stimmung zwischen uns nicht gelegt hat, hole ich tief Luft und lege ihm kühn meine Hand auf den Oberschenkel. Ich merke, wie sich seine Muskeln unter meiner Berührung anspannen, wie meine Hand vor Spannung wie angehoben wird und wie er eine Gänsehaut bekommt, aber die kleinen Härchen sind weich. Ohne seinen Blick loszulassen, lasse ich meine Hand zielstrebig in seine Shorts gleiten und seinen harten Ständer greifen. Seine Augen weiten sich vor Schock und er stöhnt leise. Ich streiche sein hartes Glied auf und ab, spüre die Adern und den weichen Kopf. Ich muss auch stöhnen, während ich ihn in meiner Hand halte, es gibt mir ein Gefühl der Macht, das meinen ganzen Körper erfüllt, bis in die Fingerspitzen und Zehen. Ich streichele weiter seine Erektion, während ich den Blickkontakt halte und genieße, wie sehr in meine Kühnheit schockt.

Ich lehne mich vor und begegne seinen vollen Lippen, während ich langsam seine Jeansshorts herunterziehe. Der Steg ist hart unter meinen Knien, als ich mich aufrichte und mich mit graziöser Präzision rittlings auf ihn setze. Als ich meinen Körper vorsichtig über seinen Ständer sinken lasse und er ohne Widerstand geradewegs in meine feuchte Vagina gleitet, flucht er vor Überraschung und Erregung. Den Slip habe ich im Koffer auf meinem Zimmer gelassen.

Mein kurzes Kleid fällt über unsere zusammengeschweißten Geschlechtsteile und ich führe meinen Körper langsam über ihm hoch und runter. Die Küsse werden intensiver und unsere Blicke haben einander immer noch nicht losgelassen. Es ist rau, so intensiv und offen, dass ich Lust bekomme, zu lachen. Stattdessen spanne ich meine Beckenbodenmuskulatur noch mehr an, umschließe ihn in mir und reibe mich langsam an seinem Körper, bis ich nach einigen wohligen Minuten meinen Höhepunkt erreiche und meine Lust herausschreie. Er kommt kurz nach mir und klammert sich krampfhaft an meine Hüften, bis er aufhört zu zittern.

Er schenkt mir einen ermatteten, verträumten Blick.

„Wow. Einfach nur wow.“

Ich lächele und küsse ihn auf die Nasenspitze. Als ich mich erhebe, sind sein Penis und meine Schenkel blutig. Meine Regel muss von der Penetration in Gang gesetzt worden sein. Jetzt lasse ich das Lachen aus mir herausblubbern, dann streife ich mir mein blumiges Sommerkleid über den Kopf, stehe ein paar Sekunden nackt vor ihm und lasse ihn meine Kurven bestaunen, bevor ich ins Wasser tauche und der See meinen Körper umspült. Das Wasser fühlt sich samtweich an, kühl und erfrischend. Es dauert nicht lange, bis er meinem Bespiel gefolgt ist und während wir im Wasser treiben und planschen kommen Veronika, Charlotte und Trude zum See herunter und schließen sich uns an. Ich schwimme auf der Stelle und beobachte wohlwollend ihre nackten Körper, als sie sich ein Kleidungsstück nach dem anderen ausziehen und in das lauwarme Wasser springen.

Der Gedanke, dass sie uns gehört haben könnten, lässt mich wohlig erschaudern und ich fühle mich schon fast wieder bereit für noch einen Orgasmus. Dass sie unseren Sex gesehen und darum hergekommen sein könnten, um nackt mit uns zu baden, macht mich nahezu verrückt, mein Magen schlägt Purzelbäume und es kribbelt in meinen Armen, Beinen und im Unterleib.

Trude und Charlotte, die schon viele Jahre lang ein Paar sind, finden im Wasser schnell zueinander und diese so liebevolle Intimität zu beobachten, kommt mir beinahe verboten vor, was es nur noch erregender macht. Sie sind komplette Gegenteile und spiegeln einander so wunderschön, als sie sich an der Leiter umarmen. Veronika liegt auf dem Rücken, lässt sich weiter nach draußen treiben und schaut in den hellen Himmel hinauf, der an anderen Abenden im Jahr oder an anderen Orten auf der Welt von Sternen geschmückt ist. Hier sind die Sterne einer Mitternachtssonne gewichen. Ich schwimme zu ihr und wir nehmen uns bei den Händen. Ihr Haar fließt wie eine orangene Feder um sie und lässt sie aussehen wie ein Engel. Unsere verschlungenen Hände fühlen sich so natürlich an. So lassen wir uns treiben und hören das Schmatzen der Küsse und Körper, die im Wasser schaukeln und den lieblichen Sommerabend genießen.

Als wir aus dem Wasser geklettert und den kleinen Hügel zum Haus hinaufgestiegen sind, ist die lange Tafel im Garten verlassen. Ein paar sind noch wach, sitzen kartenspielend um den Tisch im Wohnzimmer oder haben sich in das braune Ledersofa gekuschelt. „Gute Nacht“, sage ich fast im Flüsterton. Alle tragen weiche, gemütliche Schlafklamotten oder weite Kapuzenpullis über ihren schicken Kleidern und erst da merke ich, wie kalt mein Körper ist.

David, Veronika und ich gehen in mein Zimmer hoch. Ich bin eine der wenigen im Haus, die ein Doppelbett abbekommen hat, und dort kriechen wir zusammen unter die große weiche Decke und schlafen bei sanftem Streicheln und Küssen ein.

Bei der Morgendämmerung liegt der Tau wie eine feuchte Membran auf dem Gras.

Der Tag ist gekommen. Endlich ist Mittsommer.

Ich wache vor allen anderen auf. Das Sonnenlicht flutet die Veranda, aber hat zu dieser Uhrzeit noch keine wärmende Kraft. Alles ist ruhig und friedlich. Eine Lärche zwitschert ein Stück weiter weg und der Wind schaukelt die Bäume in einem seltsamen Takt. Der Himmel ist klar und wunderbar. Ich setze mich ins Gras, das sich kalt anfühlt an den Stellen meiner Haut, die das dünne Nachthemd nicht bedeckt. Das Gras heißt mich willkommen und ich sinke hinein. Wenn es im Leben etwas Fantastischeres gibt als Tage wie diesen, mit ihrer natürlichen und unzerstörten, reinen Schönheit, dann will ich wissen, was das sein kann. Hier und jetzt ist die Luft besonders leicht zu atmen, ich fülle meine Lungen immer wieder und spüre, wie sich mein Brustkorb zu seiner vollen Kapazität ausweitet, was er lang nicht mehr getan hat.

Während ich in dem grünen, etwas wildwüchsigen Gras liege, zum unendlichen Himmel aufschaue und versuche, dass es mir beim Gedanken an dieses unermessliche, unergründliche Universum nicht schwindelt, kommen Torbjörn und Leo mit ihren Kaffeetassen heraus. Der markante, schwere Kaffeeduft kitzelt meine Nasenflügel und lässt meinen Magen wütend knurren. Sie setzen sich zu mir und lassen die Stille über uns ruhen. Ich lege meinen Kopf in Leos Schoß und er streicht mir übers Haar. Die sanfte Berührung kommt so natürlich, wie ein Wunsch nach Intimität aus dem Innersten unserer Seelen. Einem anderen Menschen auf eine ungekünstelte Weise nah zu sein. Seine Beine sind haarig und ich folge den Härchen mit dem Finger. Sie erinnern an die Grashalme unter mir, ein Wirrwarr aus perfekt langen und weichen Fäden, die in gemächlichem Tempo wachsen.

Bald wächst auch das körperliche Verlangen nach mehr Berührung. Mein Unterleib beginnt zu pochen und ich merke, wie sich Leos Hose unter mir spannt. Von meiner Position neben seinem Ständer schiele ich zu seinem errötenden Gesicht herauf. Dann schaue ich zu Torbjörn herüber, der ebenfalls die veränderte Stimmung bemerkt hat. Die Lust ist greifbar, wie ein ausgestrahlter Paarungsduft.

Wir hören, wie die anderen im Haus langsam aufwachen, eine Tür knarrt, eine Stimme spricht mit einer anderen, zu weit weg, um die Stimme oder die Worte zu erkennen.

„Kommt, wir gehen Blumen pflücken“, schlage ich vor und wir stehen alle drei auf und schlendern durch den Morgen. Wir kommen an ein paar friedlich grasenden Kühen vorbei und bald sind überall um uns herum Butterblumen. Wir stehen mitten in hohem Gras, soweit das Auge reicht. Ab und zu muhen die Kühe und der Wind zupft zärtlich an unseren Kleidern.

Wir fangen an, Blumen zu pflücken, mit denen wir später Kränzen binden und den Maibaum schmücken werden. Wir pflücken Blumen verschiedener Sorten, Farben und Größen, aber ich kann mich nicht entspannen. Ich kann die herrlichen Farben und die idyllische Landschaft nicht voll und ganz genießen, bevor mein Körper von seiner Spannung befreit wurde. Ich spüre meine eigene Nässe die Innenseiten der Schenkel herunterlaufen und in meinen Fingern und in der Brust kribbelt es vor Eifer. Ich will die zerbrechliche, lusterfüllte Atmosphäre nicht mit Worten zerstören, ich will unsere kleine Blase aus Impulsivität und Schicksal nicht platzen lassen. Worte erscheinen überflüssig. Stattdessen springe ich auf Torbjörns Rücken, er kommt nicht ins Schwanken, obwohl ihn meine kindische Attacke überrascht. Stattdessen rennt er ein paarmal im Kreis, während ich lache und mich an seinem kräftigen Körper festhalte. Dann fällt er um ich lande unter ihm. Seine Augen glitzern frech, als er meine Schenkel auseinanderschiebt und seinen harten Unterleib an meinen feuchten Slip presst. Mein Körper zuckt vor Begehren, eine Art Wahnsinn, den ich so noch nie empfunden habe, nicht auf diese unersättliche, intensive Weise. Ich denke einen Moment an David und Veronika, die ich in meinem Bett zurückgelassen habe. Aber das kurzzeitige schlechte Gewissen verschwindet, als Leo sich uns im Gras anschließt.

Zwei Paar Hände schieben nun mein Nachthemd hoch, über den Bauch und den Kopf, weg vom Körper. Ich schaudere vor Wohlbehagen und bekomme trotz Wärme Gänsehaut. Mein nackter Körper spürt jeden Grashalm an jeder Zelle. Meine nackten Brüste werden von dem plötzlichen Windzug steif und die Brustwarzen spannen, sodass sie beinahe schmerzen. Sie schreien nach Lippen und ich beuge meinen Oberkörper hoch, um Aufmerksamkeit auf sie zu lenken. Die Sonne brennt auf meine entblößte Haut, aber der Wind kühlt sie ab. Beide küssen federleicht meine nackte Haut. Torbjörns Bart kratzt verführerisch. Sie wechseln sich ab. Wetteifern um die wohligen Stöhnlaute, die mir entfleuchen.

Ich kann nicht mehr länger warten. Ihre Hände, die meinen Körper streicheln, reichen in diesem Moment nicht mehr aus, sie erregen mich zu sehr. Beide sind behutsam und vorsichtig. Torbjörn kniet immer noch zwischen meinen Beinen, also ziehe ich ihm mit einem Handgriff die Shorts herunter, ziehe meinen durchtränkten Slip zur Seite und mit meinen Beinen um seine Hüfte ziehe ich ihn an mich heran und umschließe seinen Penis mit meiner feuchten Scheide. Ich halte ihn dort fest, überkreuze meine Fußgelenke für einen besseren Halt und beginne, mich an seinem Körper zu reiben, ihn zu reiten. Er befindet sich in meinem Griff und ich sehe ihm an, wie er sich entspannt und es genießt, dass ich bestimme. Leo küsst weiter meine nackten Brüste, die an sein Gesicht schlagen, während ich meinen Körper an Torbjörns reibe. Mit Leos Zunge an meiner immer mehr befriedigten Brustwarze bekomme ich plötzlich Lust darauf, einen Penis in meinem Mund zu spüren, ihn zu kosten und mit meiner Zunge mit einer pulsierenden Eichel zu spielen.

Ich verlangsame das Tempo ein wenig, um mich darauf konzentrieren zu können, Leos Shorts herunter zu ziehen. Ich finde seinen erigierten Penis, der sofort gegen meinen Mund schlägt, als ich ihn befreie. Ich fange damit an, meine Zungenspitze herauszustrecken und seine bluterfüllte Eichel zu reizen. Der Penis zuckt bei meiner Berührung, sodass ich die Wurzel mit meiner Hand ergreife, dabei seine Hoden streichele, an ihm lecke und meine Zunge um die Eichel kreisen lasse. Ich rolle meine Zunge und genieße es, damit seine Erektion zu erforschen. Ich nehme ihn tiefer in den Mund und spreize seine Beine noch weiter, damit ich seine Hoden und den Bereich darum herum besser betasten kann. Ich massiere seine Schenkel, genau wie es Torbjörn bei mir tut. Ich spanne meine Schenkel an und bewege mich wieder etwas schneller, während Torbjörn mit dem Daumen fest um meine Klitoris kreist.

Ich weiß nicht, wohin mit mir, mein Körper bebt von all der Berührung. Ich fühle mich elektrisch aufgeladen. Als ob alle meine Zellen und alle Berührungsflächen auf den Höhepunkt zusteuern. Ich lasse Torbjörn etwas Bewegungsfreiraum, damit er mich mit aller Kraft ficken kann, während meine Hüften jeden Stoß hart entgegennehmen. Sein Griff um meine Hüfte ist bestimmt und ich muss den Takt, in dem ich Leo blase, an den Takt anpassen, in dem Torbjörn meinen Körper leitet. Ich bin an der Schwelle zum Orgasmus und konzentriere mich mehr auf Leo, um den Moment hinauszuzögern.

Mit den Fingern erforsche ich Leos Schenkel und streichele seinen Anus. Er zittert an meiner Hand und ich lasse einen Finger hineingleiten. Mit einem Stöhnen, das fast verzweifelt klingt, streckt er sich über mich und packt Torbjörn, und die beiden treffen sich in einem leidenschaftlichen Kuss, während ich spüre, wie Leos Penis in meinem Mund zu pulsieren beginnt. Ich ziehe den Penis mit einem letzten saugenden Plopp aus meinem Mund und lasse ihn stattdessen auf Torbjörns Bauch spritzen. Und dann gebe ich mich meinem eigenen Orgasmus hin, dessen kräftige Muskelkrämpfe Torbjörns nahenden Klimax triggert. Als wir alle aufgehört haben, zu zittern, liegen wir dort im Gras, voller Erde, Sperma, Scheidensaft, Schweiß und Menstruationsblut und lachen einfach nur. Wir lachen, sodass sich unsere Bäuche biegen und ich spüre einen beginnenden Muskelkater nach allen Anspannungen der letzten 24 Stunden.

Wir beenden unsere Aufgabe, Blumen zu pflücken, und ich bemerke, wie Leo und Torbjörn anscheinend etwas verlegen nach mehr Körperkontakt suchen. Ich lächele über die nun erotisch aufgeladenen Blicke und etwas unbeholfenen Bewegungen der beiden besten Freunde.

Als wir zum Haus zurückkommen sind alle wach und mit den Vorbereitungen beschäftigt. Ich sehe strahlendes Lächeln, wohin ich auch blicke, und alle scheinen nahezu herumzuhüpfen, während sie den Tisch decken und das heutige Fest vorbereiten.

Die Festtafel ist mit dicken, weißen Leinentüchern und blaugeblümten Tellern gedeckt, eleganten Kristallgläsern und noch leeren Vasen. Aus dem Haus strömt der Duft kochender Kartoffeln, Lachs und Hering. Ein paar Birkenzweige und Blätter liegen schon bereit und unsere Blumen werden die Postkartenromantik vollenden.

Unsere Freunde werfen uns belustigte Blicke zu, als wir zerzaust zurückkommen und die Blumen in die Vasen stellen, aber niemand sieht verurteilend aus und niemand stellt weitere Fragen. Veronika kommt auf mich zu, küsst mich auf die Wange und bleibt dicht vor mir stehen, bis ich sie auf den Mund küsse.

„Danke für die schöne Nacht“, flüstert sie mir ins Ohr und lässt die Lippen erotisch einen Moment verweilen.

„Danke gleichfalls“, antworte ich, etwas geniert aufgrund der Tatsache, dass ich gerade mit zwei anderen geschlafen habe.

Aber dann zeigt sie mir, wie ich die Zweige, Blätter und Blumen zu einem perfekten Kranz binden kann und alles zwischen uns fühlt sich natürlich und gut an.

Alle stehen bereits hinter ihren Stühlen und warten auf mich. Ich steige langsam die Holztreppe hinter dem Haus hinunter und werde von einem Glücksgefühl erfüllt bei der Szene, die sich mir bietet. Die Sonne, das Säuseln in den Bäumen, alle schick gekleideten Freunde, sommerliches Essen im Überfluss und überall Farbflecken wilder Blumen.

Ich spüre, wie alle Blicke meinen Körper mustern und ich fühle mich wie eine Göttin der Attraktion in meinem papierdünnen, durchsichtigen Kleid, dem wallenden, offenen Haar und dem Kranz aus lila, rosa und blauen Blumen. Ein erheiterndes Gefühl überkommt mich, ein Raubtier zu sein, eine große Katze oder ein Reptil, das alle mit seinen schönen, gefährlichen Augen beobachtet und die Situation abschätzt. Und alle warten darauf, was ich mit meiner Macht tun werde.

Ich gehe langsam und berechnend zu meinem Platz, mein Kleid flattert mir im Wind hinterher wie ein Umhang. Ich begegne allen ihren Blicken mit einem listigen Lächeln, dann hebe ich mein Glas und proste ihnen zu: „Auf dieses Mittsommerfest und alle fantastischen Freunde, die sich hier versammelt haben! Und auf die Fruchtbarkeit, der dieser Tag gewidmet ist! Ja, und auch auf meine Blutung, dank der ich allen herrlichen, fruchtbarkeitsbejahenden Sex genießen kann, ohne Konsequenzen fürchten zu müssen… Auf mehr Ausgelassenheit und Lust!“

Alle lachen und prosten sich zu. Die Gläser klirren herrlich aneinander und das sprudelnde Getränk prickelt auf der Zunge und im Hals, auf dem Weg nach unten. Es füllt meinen bisher leeren Magen und schwappt dort herum, in Erwartung des fantastischen Mittsommerbüffets vor uns. Pellkartoffeln mit Dill, Lachs, Hering, Quiche, Frühlingszwiebeln und ein sommerlicher Salat mit Nüssen und Granatäpfeln. Und Massen an Erdbeeren – ich war es, die die Erdbeeren gekauft hat, und meine Philosophie ist, dass es niemals zu viele Erdbeeren geben kann. Das Wasser läuft mir im Munde zusammen und ich fülle den ganzen Teller mit Essen. Meine Muskeln sind erschöpft von den physischen Aktivitäten von gestern und heute Morgen, aber das Essen schmeckt göttlich.

Wir essen, lachen, singen und plaudern stundenlang, während die Sonne lässig die wenigen Wolken fortjagt, die sich an den Himmel wagen. Als das Essen auf dem Tisch zur Neige geht, singen wir noch mehr Sommerlieder. Die Perfektion dieses Tages macht unsere sonst mangelhaften Stimmen klangvoll, als wir ohne Taktmaß drauflos schmettern und hier und da die Wörter vertauschen. Wir singen umgedichtete Trink- und Studentenlieder, Lieder von Evert Taube und zum Spaß auch einen Disneysong. Alles, um laut und fröhlich singen zu können. Dann tanzen wir im Ring um unseren Maibaum. Ein Phallussymbol, das wir zu einer Vulva umgeformt haben. Hand in Hand hüpfen wir um die Vulva, geschmückt mit Blumen und Blättern. Alle tragen weiße oder helle Kleider oder leichte Anzüge, die bei dem wilden Tanz sowohl Gras- als auch Weinflecken aushalten müssen.

Der Nachmittag vergeht mit Wikingerschach, Fußball und improvisierten Akrobatikübungen, die erstaunlicherweise nicht in gebrochenen Körperteilen resultieren. Alle sind froh, das Lachen steckt an und je später es wird, desto träger werden unsere Bewegungen, desto länger verweilen unsere Hände auf den Körpern der anderen. Münder hören auf zu sprechen und beginnen stattdessen zu flüstern und zu küssen. Wohin ich auch sehe, meine ich, neue Konstellationen aus intimen Freunden zu entdecken. Es ist, als ob wir alle polyamourös geworden wären und die innige, liebevolle Lust bejahen, vor der mein Körper übersprudelt.

Ich selbst sitze wieder im Gras, auf Alex‘ Schoß, der mit kräftigen Griffen meine Schultern massiert, während Felicia versucht, aus meinen Händen zu lesen. Sie erklärt, dass sie im Internet einen Wahrsagekurs gemacht, aber noch nicht alles gelernt hat. Sie folgt den vielen Linien in meinen Handflächen mit ihren sorgfältig manikürten Nägeln und das kitzelnde Gefühl gepaart mit dem Geräusch von all ihren Ringen, die aneinander klirren, versetzten mich in eine Art Trance.

Felicia ist unglaublich schön und ich ertrinke fast in ihren dunklen Augen. Wie kann jemand so dunkle Augen haben, die dennoch nicht schwarz sind, die dennoch soviel Variation und Licht enthalten? Ich entdecke goldene Flecken in ihrer Iris und meine Verzauberung verstärkt sich. Ihre Lippen sehen so weich aus, als sie Worte formen wie „Zukunft“ und „hoffnungsvoll“. Ich höre kaum, was sie sagt, bin so ergriffen von ihrer Schönheit. Ich sehe wieder auf ihre Hände herunter. Der Annahme nach haben alle Frauen, die mit Frauen schlafen, kurzgeschnittene Nägel. Das ist ein Zeichen für ihr Interesse, Sex mit anderen Frauen zu haben. Felicias Nägel würden mich kratzen, wenn sie ihre Finger in meine feuchte Scheide einführen würde. Aber ich würde diese Finger gerne an allen anderen Stellen meines Körpers spüren. Sie verstummt, als sie merkt, wie ich sie mit Hunger im Blick anstarre. Das Gefühl, ein Raubtier zu sein, macht sich wieder bemerkbar. Eine Art Stimme der Gesellschaft flüstert mir zu, es ruhig angehen zu lassen und mich seriöser zu benehmen, nicht so maßlos. Aber ich ignoriere das Flüstern, das schnell mit selbst formulierten Fantasien ersetzt wird, während ich mich vorbeuge und ihren Mund anfalle. Sie erwidert meinen Kuss, bereit und voller Begehren. Ihre Zunge ist schon bald in meinem Mund und trifft auf meine Zunge. Die Begegnung ist feucht und schickt ein Zittern durch meinen ganzen Körper. Von Felicias Gewicht, als sie mir so nah wie möglich zu kommen versucht, werde ich an Alex gepresst. Ich spüre ihren Eifer, der meinem in nichts nachsteht. Ich mache einen Satz und rolle mit ihr ihm Gras herum, bei ihrem Lachen zwischen den Küssen spannt sich mein Bauch bis zum Äußersten an, meine Vulva pulsiert bereits vor Verlangen.

Das weiße Kleid an ihrem Körper hat grüne und erdige Flecken, zerstört, aber perfekt.

Eine Erinnerung an das zerbrechliche Leben hier auf Erden, das gerade deswegen so wunderbar ist. Dank der Zerbrechlichkeit des Daseins, dem Mangel an Zeit, dem Mangel an Chancen, die dazu führen, dass das Leben etwas zählt.

Das aufflammende Begehren in meinem tiefsten Inneren ist wie ein Steinbruch, wie unendlich tiefes, klares Wasser, wunderbar unheimlich und unheimlich wunderbar. Wie ein reißender Fluss, der mit Zerstörung droht, der Kraft und Überleben demonstriert. Wie ein plätschernder Bach, der nach dem kalten Winter den Frühling zum Leben erweckt. Wie ein Baum, der wächst und immer stärker und größer wird und dessen Wurzeln die Erde durchbrechen und ihren Platz einnehmen mit ihrer schönen Erhabenheit, ohne Entschuldigungen. Dessen Zweige sich gen Himmel strecken und die Freiheit dort oben im Blauen bejubeln, ohne Höhenangst oder Scham.

Bald liege ich über ihr, mit meinen Fingern tief in ihrer feuchten Scheide und dem Mund um ihre harte Brustwarze. Ihre perfekten Fingernägel kratzen über meinen Rücken, Schmerz und Behagen mischen sich zu einem Cocktail und führen zu noch heftigeren Verkrampfungen in meinem pochenden, feuchten Geschlecht. Ich lege mich zwischen ihre fülligen Schenkel und lasse unsere geschwollenen Geschlechter aufeinandertreffen. Mein haariges und ihr gewachstes. Während ich mich an ihr reibe, schiebe ich mehr und mehr von meiner Hand in ihre warme Scheide. Ihre samtweichen Wände drücken gegen meine Hand und sie ist unglaublich feucht und herrlich, als sie sich um meine Finger schließt. Sie zittert unter mir und ich empfinde eine unbeschreibliche Lust, sie erst einmal und dann noch einmal zum kommen zu bringen. Die blutigen Spuren ihrer Nägel verstärken meinen eigenen Höhepunkt.

Als ich aufsehe, wird mir klar, dass wir nicht weggegangen sind, um ein bisschen Privatsphäre zu haben, sondern dass wir uns mitten zwischen den Freunden ficken. Niemand scheint es uns übel zu nehmen, alle sind zu beschäftigt mit ihren eigenen intimen Spielen. Am Himmel droht eine dunkle Wolke über uns, einen ansonsten so perfekten Tag zu zerstören, aber es wäre nicht Mittsommer, wenn es nicht mindestens fünf Minuten lang regnen würde. Daher freue ich mich über die Regentropfen, die einer nach dem anderen auf meine empfindliche Haut treffen und sich dort sammeln, bis ein Monsun aus Lust hervordringt und in unserer Umarmung explodiert. Die Regentropfen kühlen meine warme Haut ab und laden meine müden Muskeln wieder auf, sodass ich wieder Kraft habe, mich etwas schneller zu bewegen, etwas fester zu drücken und uns zu einem weiteren Höhepunkt zu führen.

Wir toben wie Kinder durch den Wald. Tannenzweige kratzen an unseren nackten Körpern. Noch mehr Blut, das Mutter Erde geopfert werden kann. Unter unseren nackten Füßen knacken Tannenzapfen und trockenes Moos. Die Sonne hat den Boden aufgewärmt, aber die Luft ist kühl, meine Brustwarzen sind hart und befinden sich in einer synchronisierten Harmonie mit meinem ständig feuchten, pochenden Unterleib. Der Schmerz ist angenehm, das Warten auf die nächste menschliche Berührung überwindbar. Jetzt bin ich fast eins mit der Natur. Jemand fängt an zu schreien, jemand anders stimmt jaulend ein und bald brüllen wir alle, rennend und keuchend.

Ich stelle mir Wesen vor, Waldelfen, Wichtel und Trolle, die uns aus ihren Verstecken tief im Wald anschauen. Ich sehe ihre wilden Augen und scharfen Zähne zwischen den dichten, dunklen Bäumen. Die intensive Mystik und die Lust haben mich fest im Griff. Die Mittsommernacht soll für übernatürliche Wesen eine der aktivsten Nächte im Jahr sein. Vor meinem inneren Auge sehe ich Titania mit ihren Feen tanzen und werde von einer unerklärlichen Sehnsucht erfüllt, den Nöck zu sehen.

Als wir den versteckten Waldsee erreichen, sehe ich nichts anderes als dicht belaubte Baumkronen und die nackten Körper meiner Freunde, die die ruhige, schwarze Wasseroberfläche durchbrechen, aber als ich die Augen schließe, meine ich, eine leise Geigenmelodie zu hören, die zwischen den rauen Baumstämmen hervorsickert. Die Musik wird von dem Säuseln der Birkenblätter getragen. Die Hexenkraft würde uns jedoch niemals ertränken können, stattdessen würden wir den unendlichen Tanz zur Melodie des bockfüßigen Spielmannes willkommenheißen. Da bin ich mir sicher.

Ich mache ein paar kräftige Schwimmzüge und treibe dann neben Fredrik und Sofia auf der Stelle. Wenn es eine perfekte Gelegenheit gibt, herauszufinden, ob sie mit mir spielen wollen, dann ist es diese Nacht. Ob sie mich in ihre Blase aus inniger Zärtlichkeit hineinlassen möchten. Bisher haben sie sich ausschließlich an einander gehalten, trotz der Epidemie an Offenheit, die mein Trinkspruch auf die Fruchtbarkeit hervorgerufen zu haben scheint.

Sie hören damit auf, sich zu küssen, und sehen mich an, dann öffnen sie ihre Arme in meine Richtung, in ihrer typischen, vollkommenen Synchronisierung. Wie ein einziges langes übernatürliches Geschöpf heißen sie mich in ihrer gemeinsamen Umarmung willkommen und beginnen sofort damit, mich zu liebkosen und zu küssen, so gut es in dem dunklen Wasser geht.

Als wir uns aus dem sumpfigen Wasser robben, sind wir vom Schlamm des fruchtbaren Bodens bedeckt, aber nichts kann unsere freien Herzen an diesem Abend dämpfen, stattdessen umarmen wir einander und verlassen wieder den Trollwald, den die nächtliche Sonne nicht richtig erreicht.

Der Schotterweg knirscht unter unseren nackten Füßen, als wir gegen drei Uhr nachts nach Hause wandern. Das schwache Dämmerlicht erhellt unseren Weg, die Dämmerung, die niemals erlischt, die Sonne, die sich weigert, unterzugehen. Der klare Himmel Nordschwedens und das Licht, das niemals versiegt, rahmt einen vollendeten Tag ein. Dieser Junitag, der für immer dableibt, aber in ein paar Augenblicken verschwindet. Wir springen über einen Graben und das wildwuchernde Gras kitzelt unsere nackten Beine. Der Sommer hat gerade erst angefangen, aber ist dennoch bereits seit einer Ewigkeit da. Unsere Körper haben vergessen, wie sich die Schwere von Klamotten anfühlt. Nur die nächtlichen Sonnenstrahlen berühren unsere Haut. Und wir selbst. Hand in Hand, mit geschlossenen Augen, legen wir uns auf ein Bett aus Blumen. Wer muss sieben Sorten Blumen pflücken und sie unter das Kopfkissen legen, wenn man sich direkt drauflegen kann. Wiesenkerbel, Lupinen, Butterblumen, Acker-Senf, Klee, Margariten und Vergissmeinnicht als Kissen und Matratze für unseren müden Körper. Unsere Knie sind mit Schürfwunden und Sommersprossen geschmückt. Von der Sonne geküsste Körper, überstreut mit blauen Flecken. Blaue Flecken von Bad und Klippen, vom auf Bäume klettern, vom Turnen. Mit dem Sommer kam die Wiedergeburt unserer Jugend. Die Hemmungen tauten gleichzeitig mit dem Schnee. Jetzt leben wir wie Libellen in der Wahnvorstellung, Schildkröten oder Krokodile zu sein, Reliquien aus dem Anbeginn der Zeit, die alle überleben werden.

Das Gras kitzelt unter meinen Handflächen, die wilde Wiese umschließt mich in einer wiegenden Umarmung. Die Wahl, die Augen offen zu halten, um den hellrosa Himmel und die einzelnen flauschigen Wolken zu sehen, die langsam vorbeiziehen – oder die Augen zu schließen und dadurch dem Boden und den Gefühlen im Körper noch näher zu kommen. Ich entscheide mich, die malerische Nacht auszuschließen. Das Äußere der schönen Nacht darf außerhalb meiner Reichweite existieren. Ich brauche ihre Schönheit in diesem hier und jetzt nicht. Der Sehsinn wird eingeschränkt, um der Sehnsucht des Körpers und der Seele Raum zu geben, ein Teil der Natur zu sein. Eine Glockenblume schaukelt im Wind. Ein Halm, der die anderen berührt, im Kreislauf der Liebkosungen.

Ich liege zwischen Fredrik und Sofia und Veronika und Felicia. David, Leo und Torbjörn liegen auch in der Nähe, genau wie alle anderen. Wir sind alle ein großer Organismus, der gibt und nimmt, Streicheln, Küsse und nackte Umarmungen. Ich klettere auf Sofia, knie auf allen Vieren über ihr und halte sie fest. Flechte meine Finger in ihre und drücke zu. Diese majestätische Frau, die so viel größer und stärker ist als ich, genießt es, mich über ihr zu haben. Ihre bessere Hälfte packt meinen Po und drückt seinen Ständer in meine feuchte Scheide. Als ob er es schon oft getan hätte. Er gleitet langsam hinein und legt ein Teil seines Gewichtes auf mich, was dazu führt, dass mein Körper fest an Sofias gedrückt wird und ich kämpfe damit, meinen ersten herannahenden Orgasmus zwischen den beiden glatten Körper hinauszuzögern. Ich begegne Sofias Blick und ihren Lippen, sie sind unglaublich weich und schmecken nach Erdbeerwein. Ihre Zunge ist glatt und sanft. Sie umarmt sowohl mich als auch ihren Freund so gut es geht mit ihren langen Armen und Beinen. Ich bin vollkommen umringt von ihren Körpern, Düften und Berührungen. Mein ganzes System erscheint zu überhitzen von meiner feuchtesten Fantasie, die plötzlich fantastische Wirklichkeit ist. Überall um uns herum hört man Stöhnen, glucksende Geräusche von Körperflüssigkeiten und Körpern, die sich miteinander bewegen. Stöhnen und Schreien und Vogelgezwitscher.

Metadata:

Wir tobten wie Kinder durch den Wald. Tannenzweige kratzten an unseren nackten Körpern. Unter unseren nackten Füßen knackten Tannenzapfen und trockenes Moos. Die Sonne hatte den Boden aufgewärmt, aber die Luft war kühl. Zwei Paar Hände schieben nun mein Nachthemd hoch. Mein nackter Körper spürt jeden Grashalm an jeder Zelle. Meine nackten Brüste werden von dem plötzlichen Windzug steif und die Brustwarzen spannen, sodass sie beinahe schmerzen. Ich kann nicht mehr länger warten.

Mittsommer. Das Fest der Natur, der Wiedergeburt, der Fruchtbarkeit und der Liebe. Auf einem idyllischen Anwesen weitab vom großstädtischen Stress trifft sich eine Gruppe von Freunden, um zu feiern. In Malin Edholms neuer Kurzgeschichte wird aus einem schönen, sommerlichen Fest eine erotische Erfahrung des Verbundenseins – miteinander und im Einklang mit der Natur.

Das Kollektiv
Prolog

In einem Kollektiv am Rande Berlins leben sieben Menschen, die sich ursprünglich nicht kannten.

Es gibt keine Regeln in dem Kollektiv. Mehrere der Bewohner haben zuvor erlebt, dass andere über ihr Leben herrschten. Sie wollten, hofften und glaubten – aber sie bekamen nichts. Andere diktierten immer, wie sie sein sollten und wie sie ihr Leben zu führen hatten. Einige von ihnen durften ihre künstlerischen Visionen nicht zum Vorschein bringen, weil es nicht dem Rechtschaffenen, dem Gewöhnlichen entsprechen würde. Andere durften nicht bestimmen, wen sie küssen wollten. Und manche hatten noch nie jemanden geliebt, weil es Menschen gab, die ihnen sagten, es sei falsch.

Im Kollektiv gibt es keine derartigen Regeln. Hier gibt es keine Vorurteile. Niemand urteilt über den anderen. Niemand sagt einem, wie man zu sein hat, und niemand hat Erwartungen an den anderen. Im Kollektiv teilen alle miteinander. Mir gehört nichts und dir gehört auch nichts. Alles gehört allen. Du fragst dich, ob es zu Eifersucht kommt? Für die meisten ist es normal, dass man Dinge besitzt, die einem viel bedeuten und die man auf keinen Fall verlieren will, egal ob durch Zufall oder Absicht. Aber auch dies ist das Schöne am Kollektiv - denn solche Vorstellungen gibt es dort nicht.

Vielleicht ist das Seltsamste an diesem Ort, wie die Beziehungen hier funktionieren. Viele verstehen es nicht (oder wollen es nicht verstehen). Es ist genauso wie mit materiellem Besitz. Niemand gehört jemand anderem. Niemand hat exklusive Rechte. Alle profitieren. Obwohl einige sogar verheiratet sind, wird gerecht geteilt. Sie kann einen anderen küssen. Er kann mit einer anderen intim sein. Sie kann sich wiederum mit der anderen vergnügen. Er kann mit dem anderen das Gleiche tun.

Hier lieben alle sowohl die Regeln, die nicht existieren, als auch die Menschen, mit denen sie ihr Leben teilen.

Und sie lieben sichkreuz und quer.

F und R

F liegt auf dem Bauch. Das Bett ist weich, das Laken faltig. Ein Sonnenstrahl fällt durch die Jalousien. Sie ist etwas gelangweilt und denkt darüber nach, was der Tag ihr bieten wird. Obwohl sie keine Kleider trägt, ist ihr Körper warm. Die lauwarmen Temperaturen machen es möglich. Vor allem aber glüht ihr Schoß – und will mehr. F ist geil. Das ist sie fast immer, sagen die anderen. Und das stimmt wirklich. Sie könnte jederzeit und überall Sex haben. Solange ihr ein schöner, intensiver Orgasmus versprochen wird, ist sie zu allem bereit. Für das Vergnügen der vollkommenen Befriedigung würde sie alles geben. Dafür lebt sie. Nicht für einen Mann, nicht für eine Frau, für nichts anderes – nur für den Orgasmus.

Als R den Raum betritt, weiß sie nicht, dass er es ist. Sie hört, dass jemand kommt, und ergreift sofort die Chance. „Egal wer du bist, willst du mich ficken?“, fragt sie mit leichter, weicher Stimme. Es hätte auch R, E, E, D, O oder M sein können. Oder jemand ganz anderes. Nicht selten kommt es vor, dass Fremde das Kollektiv besuchen, um zu sehen, wie es funktioniert. Manchmal suchen sie einfach nur nach Antworten auf ihre Fragen, manchmal möchten sie sogar mitmachen. Und da niemand zu irgendjemandem gehört und alles gleich geteilt wird, gilt dies auch für die Menschen, die nicht im Kollektiv leben – wenn sie da sind und teilnehmen wollen, dann ist es ihnen erlaubt. Jeder kann hier sein, wer er will, solange man volljährig und freundlich ist.

Aber diesmal ist es R, der den Raum betritt. Er sagt nichts. Er geht einfach zu F. Sie liegt mit leicht gespreizten Beinen da und mit dem Kopf auf ihrem Unterarm, der wie ein Kissen zwischen ihrem Gesicht und dem Laken ruht.

Ihre Haut ist wunderschön. Hell, fast wie Marmor. Und ihr Körper ist so klein. Ihre Haare dagegen sind lang und wild. Sie breiten sich über ihren Hals aus und reichen bis zum Steißbein. Er sieht, wie ihr Körper atmet, und bemerkt, wie sie zuckt. Ihm ist klar, was sie will.

Er zieht sich aus. Sie hört, wie er sich den Pullover (dem Geräusch nach kann es auch ein Hemd sein, die meisten hier tragen nämlich eher weiche als gestärkte Hemden) auszieht und ihn auf den Boden fallen lässt. Gleiches gilt für Hosen und Socken. Er trägt keine Unterhosen, er sagt, sie würden ihn einengen. Und alle können es nachvollziehen, keine Unterwäsche zu tragen. Er ist jetzt nackt. Er kniet sich aufs Bett. Sanft. Sie spürt sein Gewicht auf der Matratze, die unter seinen Knien nachgibt. Ihre Scham beginnt noch mehr zu glühen, als sie spürt, dass er sich nähert. Und das lustvolle Gefühl, dass er sein Glied bald auf sie drücken würde, ist nicht mehr weit entfernt. Er platziert seine Beine neben ihren Waden und umhüllt sie mit seinem Körper. Sicher und geborgen liegt sie zwischen seinen Beinen und unter seinem Bauch und seiner Brust. Neugierig und zugleich geil überlegt sie, was er mit ihr vorhat. Ob er sie gleich fickt oder erst etwas anderes macht. Vielleicht spielt er mit ihr. Oder neckt sie sogar. Ist es überhaupt der R, den sie kennt? Oder ist es eine Frau? Der Gedanke fasziniert sie. Sie wird verwirrt und aufgeregt zugleich. Vielleicht.

Er beugt sich vor und spitzt die Lippen, um ihren süßen, schönen Körper zu liebkosen. Er küsst sie und hinterlässt warme, feuchte Abdrücke auf ihrer Haut. Sie spürt den Speichel. Er wärmt sie. Ihr Körper zuckt, und er bemerkt es. Seine Küsse wandern ihren Hintern entlang. Beide Seiten; eine nach der anderen. Dann nähert er sich ihrer Mitte an. Sie rutscht ein Stück nach oben, lässt ihn näherkommen. Sie atmet schwer. Sie atmet schneller.

Ihre Vagina zieht sich zusammen und erweitert sich. Explodiert. Wächst. Auch in ihm brennt das Verlangen, das Blut pulsiert und er merkt den Druck auf seine Vorhaut, die immer mehr von dem, was sich in seinem Inneren befindet, herausdrängt, hinauslassen will. Sein Penis tropft. Er ist schon lange nicht mehr gekommen. Sein Schwanz krepiert fast.

Ihr Geschlecht ist rosig. Weich, glattrasiert, schön und warm. Sie legt die rechte Hand auf ihren Bauch und spürt die feuchte Haut. Dann führt sie zwei Finger in ihre Vagina ein. Sie ist immer noch angespannt. Mit den Fingern kann sie sich aber weiten, und mit ihrer Erregung wird es nach und nach leichter, ihre Finger einzuführen. Sie bereitet sich darauf vor, ihn in sich aufnehmen zu können.

Und es ist wirklich schön.

E

Niemand sieht E, die in der Tür steht. Sie beobachtet, wie er sie von hinten nimmt. Sein Körper klatscht gegen ihren. Wie ein Tier, wie eine Schlange, fixiert er seinen Bauch an ihrem unteren Rücken. Schweißtropfen laufen über seine Oberschenkel und Waden. Ihr Kopf sucht nach seinen Lippen und zwischen Keuchen und Stöhnen tauschen sie Speichel aus. Hungrig. Förmlich ausgehungert. Ihre Stimme ist von Wollust und Ekstase erstickt worden. „Mehr, mehr, mehr!“, flüstert sie, und die Stimme erstirbt ihr in der Kehle. Er stößt seinen Schwanz mit unkontrollierbarer Geschwindigkeit in sie hinein, hart und gierig, aufgeregt und dann wieder ruhiger, fast zärtlich. Er fühlt sich sicher, er weiß genau, was er tut. Sie passt ihre Bewegungen den seinen an. Und sie weiß, dass er wie ein wahrer Gott fickt. Er stellt sich in die perfekte Position und dringt auf eine Weise in sie ein, die sie beide vor Lust krampfen lässt.

Während R F fickt, steht E da und beobachtet sie. Mit ihrem Mund macht sie ihre Finger feucht. Salz trifft Süßes. Lust und Krämpfe. Sie zieht ihren Rock hoch und streichelt ihre Schamlippen. Sie spürt bereits den Saft, der ihre Vagina durchströmt. Mit der anderen Hand fährt sie unter das Oberteil und streichelt ihre Brüste.

Die anderen beim Vögeln zu beobachten, bringt sie förmlich zum Bersten. Soll sie mitmachen? Oder lieber weiter beobachten? Sie schaut auf die Uhr.

Sie lehnt sich zurück und stemmt sich mit den Füßen gegen den Rahmen, um nicht umzufallen. Ihre linke Hand wandert von ihrer Brust zu ihrem Schoß. Mit beiden Händen und immer mehr Fingern befriedigt sie sich nun fieberhaft vor dem Anblick der beiden Liebenden.

Zum Klang der klatschenden Geschlechtsteile bringt sie sich selbst zum Höhepunkt. Sie kommt in einem wilden Orgasmus. Wie Wellen aus Feuer ergreift er von ihr Besitz.

Sie zieht die Finger zurück, lässt den Rocksaum wieder fallen und geht davon. Die anderen machen weiter und wissen nach wie vor nicht, dass sie beobachtet wurden.

Oder doch?

E und D

Das Frühstück sollte ruhig ablaufen. Schweigend essen sie ihre Croissants. Dann sprechen sie über ein Ölgemälde, das ihnen kein gutes Gefühl gibt. Es steht nichtssagend auf einer Staffelei. „Das drückt weder mich noch dich aus, weder Tag noch Nacht, weder ja noch nein. Van Gogh wäre entsetzt gewesen, wenn er es gesehen hätte. Vielleicht hätte er sich das zweite Ohr abgeschnitten.” E nimmt sich ein Stück Brot, D trinkt einen Schluck Kaffee. Stille breitet sich über ihnen aus, und beide denken darüber nach, was dem Gemälde fehlt. E war schon als Kind ein Künstler, der niederländische Expressionist ist sein großes Vorbild. Seine Familie hatte sein Talent schon bemerkt, bevor er überhaupt buchstabieren konnte. D hat Kunstwissenschaft und Philosophie studiert. Somit ergänzen sie sich beruflich. E kreiert ein Bild und D versucht, es mit Worten zu beschreiben und zu verstehen.

„Hörst du, wie sie ficken? Vielleicht fehlt ja der Sex ...” E schaut auf. Er hört zu. Ja, jetzt vögeln sie alle. Er spitzt die Ohren, um die Stimmen, Klänge und den Rhythmus des Stöhnens zu unterscheiden, und bald hat er erraten, wer da bei der Sache ist. Er denkt nach. Ein Bild muss etwas vermitteln. Wenn es nichts vermittelt, ist es kein Bild, dann ist es nur eine Kopie von etwas Wortlosem ohne Bedeutung. Er denkt nach und überlegt, welche kreative Bedeutung es hätte, wenn man Sex ins Bild einbrächte. Ja, Sex ist das eine, große Gefühl. Wenn es ihm gelänge, Sex im Bild zu implementieren, würde das auf jeden Fall ... irgendetwas sagen. Und es würde nicht nur irgendetwas Alltägliches sagen – es würde alles sagen. Denn genau das ist Sex. Alles. Alles. Alles.

D hat schon seine Hose geöffnet. Er wichst unter dem Tisch, und es dauert nicht lange, bis er so hart ist wie ein Holzbrett. E bemerkt es und wird geil von dem Anblick, wie D ihm mit konzentriertem Blick gegenübersitzt und mit der rechten Hand sein Glied bearbeitet. Er folgt seinen Bewegungen mit dem Blick. „Du willst doch, dass ich dich so hart ficke, dass du explodierst und die verdammte Leinwand mit deinem eigenen Sperma bemalen kannst.“ E ist überrascht von dem, was er da hört. Er ist etwas zurückhaltender als sein Kamerad. Aber es stimmt. Wenn er darüber nachdenkt, braucht das Bild vielleicht genau das. Er hat es wieder und wieder versucht, aber noch nie ausprobiert, den höchsten Genuss als Pinsel zu verwenden. Und er ist geil. Er spürt, wie sich sein Schwanz anspannt, so wie eine Leinwand auf einem Rahmen. Er kann nicht anders, als es D gleich zu tun. Er ist schon hart. Obwohl er vor kaum einer Stunde schon masturbiert hat, sollte er keine Schwierigkeiten haben, ein weiteres Mal zu kommen. Und er will kommen, er muss sogar.

Nach einiger Zeit bricht er das Schweigen. „Ja. Ich will, dass du mich fickst. Ja. Ich will, dass du mich fickst, bis mein Sperma über die Leinwand spritzt.” Seine Worte sind kraftvoll, er fackelt nicht lange. So etwas hat er noch nie gemacht. Er versteht, dass es genau das ist, was er braucht.

Schneller und härter fährt er mit der Hand über seinen Schwanz. Auf und Ab. Ab und auf. Er hält seine Erektion fest im Griff, und es spannt und drückt, während er mit der Handfläche an seinem Ständer entlanggleitet. Das Blut pulsiert immer schneller. Er drückt seine Erektion zusammen. Er will ihn haben. Und vor allem will er seine pochende Erektion in sich spüren. E steht auf. Er zieht sich die Hose bis zu den Knien hinunter und beugt sich über die Tischplatte. Schiebt Teller und Schüsseln beiseite. Macht sich bereit. D bewegt die Hand jetzt so schnell, dass selbst sein Oberarm zuckt. Blitzschnelle Bewegungen. E bemerkt, dass er nicht mehr länger warten kann. Er muss ihn haben. Und umgekehrt. D erhebt sich, hat die Hose schon zur Seite gekickt. Er geht zu E und nimmt breitbeinig hinter ihm Aufstellung. E ruht sicher zwischen seinen Beinen. Sein Schwanz tanzt im Rhythmus seiner Hüften. Und es wird herrlich für beide werden.

D legt die Hände auf Es Schultern und krallt sich vorsichtig fest. Er spürt, wie sich die Muskeln unter seinem Griff anspannen, und er merkt, wie seine Hände schon alleine durch die Liebkosungen schwitzen. Er massiert Es Schultern, beugt sich zu seinem Nacken herunter und küsst ihn. E erschaudert, bekommt Gänsehaut und gibt ein ebenso kitzliges wie verlangendes Stöhnen von sich. Dann legt D ihm eine Hand auf den Mund, und E spuckt hinein. Je ekelhafter E sich aufführt, desto heißer ist er.

Bevor E es realisiert, spürt er, wie Ds mächtiger Schwanz in ihn eindringt. Das Gefühl ist das Größte, das man sich nur vorstellen kann. Das Böse vermischt sich mit dem Angenehmen und Glückseligen. Er fühlt sich wie verzaubert von dem, was passiert. Und die Leere in ihm, von der er gar nicht gewusst hatte, bis sie durch diese kräftige Erektion gefüllt worden war, ist jetzt verschwunden. Er fühlt sich vollkommen. D dringt mit seinem Schwanz schon beim ersten Stoß tief in ihn ein. Und wie groß er ist, der Schwanz: sowohl lang als auch dick und begierig. D stöhnt beim nächsten Stoß und sagt, dass er sich danach gesehnt hat, ihn zu ficken. Und E keucht und sagt: „Ja, ja“ und „Mehr, mehr”, macht ein Hohlkreuz und streckt die Hände nach hinten aus, um D zu helfen, noch tiefer in ihn einzudringen. Er merkt deutlich, wie der Schwanz sich verkrampft, während seine eigenen inneren Muskeln dasselbe tun. Die Krämpfe umarmen einander. Ihre Bewegungen erzeugen Zuckungen, die nach mehr verlangen. Und es gibt mehr: Haut wird weiter gedehnt und Fleisch dringt tiefer ein. Als D ganz in ihm steckt, kann E nicht anders, als die Augen zu schließen und zu genießen. Wörter oder stöhnende Geräusche, die seiner Erregung Ausdruck verleihen könnten, schaffen es nicht mehr, seinen Körper zu verlassen. Alles in ihm zieht sich zusammen und konzentriert sich auf einen winzigen Punkt. Nichts anderes hat mehr Platz.

Der Tisch wackelt. Porzellan stößt an Porzellan. Eine Schüssel fällt zu Boden und zerbricht in tausend Stücke. Eine Karaffe ebenso. Anstatt anzuhalten, anstatt langsamer zu werden, erhöhen sie ihr Tempo.

E zu ficken ist so, als sähe man das Schönste und täte das Herrlichste zugleich. Sein Hintern ist sehr weich, aber trotzdem schlank und wohlgeformt. Jedes Mal, wenn D sein Glied in E hineinstößt, erzittern die Gesäßbacken. Der Anblick, wie sich Es Hintern im Takt seines Schwanzes bewegt, wie er zittert und ihn einlädt und quetscht und wie er nach ihm giert und wie er ihn schluckt, ist wirklich aufheizend. Es dauert also nicht lange, bis D kommt. Er spritzt Es Rücken voll mit heißem, klebrigem Sperma, das sich wie geschmolzener Zucker über seine gespannte Haut legt.

Auch E ist kurz davor. Er könnte jederzeit explodieren. Das Gefühl von Sperma auf seiner Wirbelsäule treibt ihn immer weiter in Richtung Höhepunkt. Er hört, wie D nach seinem Orgasmus keucht, spürt, wie er sich entspannt und langsam zur Ruhe kommt. E dreht sich um. Bevor er überhaupt fragen kann oder nach etwas fragen muss, geht D vor ihm auf die Knie und nimmt seinen Schwanz zwischen die Lippen. Er ist gut in dem, was er tut. Und dann kommt auch E. Die Lippen sind herrlich, und die Zunge ist so rau. Sein Schwanz reagiert empfindlich auf Ds Bartstoppeln. Er läuft rot an. Als E das Gefühl hat, jetzt wirklich die Grenze erreicht zu haben, zieht er seinen Schwanz aus Ds Mund und richtet ihn auf die Leinwand. Mit schnellen, harten Bewegungen umfasst er selbst sein Glied. Und dann spritzt er das ganze Gemälde mit einem einzigen Schuss voll. Sein Körper explodiert förmlich.

Als sie schließlich wieder zur Besinnung kommen und wieder in den Raum, in die Küche und in den Alltag zurückkehren, stellen sie beide fest, dass es einen Unterschied macht. Und vielleicht hätte ihnen sogar Van Gogh zugestimmt.

O und M

Manche mögen trockene Orte. Viele bevorzugen es bequem. Auch eine Kombination dieser beiden Vorlieben ist alles andere als ungewöhnlich. Bei O und M ist es anders. Sie ficken lieber unter der Dusche. Der enge und feuchte Raum und die Wasserstrahlen lassen sie den Körper des anderen ganz anders wahrnehmen.

Und genau das passiert auch dieses Mal.

Zuerst treffen sich O und E im Flur. E ist gerade beim Beobachten zweier anderer gekommen, sagt sie. O drückt ihre Lippen auf Es Mund, und sie lassen ihre Zungen miteinander spielen. Aber E muss weiter, sie ist spät dran. O sucht also nach M. Es ist schon länger her, dass sie das letzte Mal intim waren. Einige Tage. Zuerst schaut sie ins Schlafzimmer, dann ins Wohnzimmer, dann in die Küche. Aber sowohl die Küche als auch das Schlafzimmer sind belegt. Sex und Erotik bringen die Fenster zum Klappern und die Böden zum Vibrieren. Alles ist wie immer.

Im Wohnzimmer ist niemand. Es bleibt also nur ein Ort übrig, und zwar das Badezimmer. O tritt zur Tür und lauscht. Hört sich an, als würde er unter der Dusche stehen. Und da man im Kollektiv niemals Türen verschließt, muss sie nur eintreten. Richtig, M ist gerade damit beschäftigt, sich mit einer Mischung aus Schaum und Wasser einzuseifen. Das Wasser ist heiß, der Dampf legt sich auf die Fensterscheibe. Sie zieht sich aus. Er scheint sie nicht zu bemerken. Erst, als sie die Glastür zur Dusche öffnet, sieht er sie. Drückende Hitze und Feuchtigkeit empfängt sie, und er verschlingt sie mit einem Blick, in dem sich zuerst Verwirrung, bald jedoch Konzentration und Verlangen spiegelt.

Sie liebt nichts mehr, als wenn er ihre Muschi mit seiner Zunge liebkost. Und er weiß auch, dass sie das am liebsten hat. Sie muss nur in die Dusche steigen, sich an die Wand lehnen und das Wasser aus dem Wasserhahn spritzen lassen. Reden ist überflüssig. Und er geht genau richtig vor ihr in die Hocke, um mit der Zunge gekonnt ihren Schoß zu umspielen.

Das heiße Wasser rinnt über ihre Brüste. Ihr Haar ist sofort nass vor Hitze, ihre Haut ebenso. Das Gefühl ist wunderschön, es hüllt sie vollständig ein, und sie kann Körper und Seele entspannen. Seine Hände gleiten über ihren Körper und er beginnt, ihre Brust zu streicheln, während er mit der Zungenspitze an ihrer Klitoris spielt. Kitzeln. Kuss. Nähe. Sie genießt, ihr Zwerchfell verlangt nach mehr. Mit langsamen Bewegungen knetet er ihre Brüste, neckt ihre Brustwarzen und lässt seine Zunge geschwind zwischen ihre Schamlippen gleiten. Ihre Beine zittern. Um das Gleichgewicht nicht zu verlieren, aber ihr Liebesspiel nicht unterbrechen zu müssen, spreizt sie die Beine noch weiter. Ihr Gesäß wird gegen die vom Wasser rutschigen Fliesen gepresst.

Sie stöhnt. Das Gefühl beginnt in ihrem Geschlecht, in ihrer Klitoris. Von dort wandert es entlang der Scheide, über ihren Venushügel, in ihre Haut und über Bauch und Brust bis in die Arme. Ihr ganzer Körper konzentriert sich auf dieses wohlige Gefühl, das er ihr gibt. Seine Zunge ist genauso warm wie das Wasser. Ms Bewegungen sind gekonnt. Das hat er schon oft gemacht. Und jedes Mal liebt sie es. Er dringt mit seiner Zunge tief in ihr Geschlecht ein, streichelt und leckt sie von innen und außen, rein und raus und raus und rein. Alles an ihr zieht sich zusammen. Die Muskeln zittern und lockern sich. Ihr Körper erbebt, während er seufzt, sich entspannt und nach mehr und mehr lechzt.

Sie schlingt die Oberschenkel um seine Schultern, und stützt somit seine Bewegungen, damit er nicht wegrutscht. Sie hat seinen Kopf fest im Griff und hilft ihm dabei, Zunge, Mund und Kopf im bestmöglichen Tempo zu bewegen, tiefer und tiefer. Es erfüllt sie, ihn so fühlen zu können, seinen Kopf und seinen ganzen Körper sowie die Erektion, die er wiederholt berührt. Sie kann nicht anders, als von ihm abzulassen, eine Hand unter sein Kinn zu legen und sein Gesicht zu ihrem hinaufzuziehen. Sie küssen sich. Speichel mischt sich mit Wasser und Schweiß und Körpersäften.

Mit der rechten Hand umfasst sie seine zitternde Erektion. Er ist so kräftig, dass es unmöglich ist, seinen Ständer zwischen Daumen und Zeigefinger zu halten. Sie gibt ihr Bestes. Wenn sie ihn so hält, kann sie das Pulsieren in seinem Schwanz wirklich spüren. Er zuckt schnell auf und ab und das Blut strömt durch die geweiteten Adern in seinem Glied, das immer noch aufrecht steht. Und sie möchte nichts weiter, als dass er mit diesem Gemächt, dieses schöne und starke und lustvolle Geschlecht, in sie eindringt. Dass sie zusammen eins werden. Dasselbe Vergnügen, dieselbe Ekstase erleben, die sich in alle Richtungen ausbreitet und sie beinahe zum Bersten bringt, zwischen Wasser, Kacheln und Haut.

Er hält ihr Gesäß, umklammert ihren Hintern. Sie hält sich an seinem Rücken fest. Sie ziehen sich zueinander heran. Hart. Schnell. So nah wie möglich. Und ihre geteilte und gleichzeitig individuelle Erregung bricht in lautem Stöhnen aus ihnen heraus.

Sein Schwanz durchpflügt sie wie selbstverständlich. Ihre Vagina bebt vor Lust. Er ist so groß und stark und männlich. Sie fühlt sich wie in eine andere Dimension versetzt. Ihre Beine geben nach, die Ekstase ist nahe, und er muss sie halten. Sie zieht ihn noch näher, noch härter, noch länger und heftiger an sich heran.

Als sie kommt, ist sie klatschnass. Genau wie sein Gesicht. Sie öffnet die Augen und bemerkt, dass sie nicht vom Wasser durchnässt sind, sondern von ihrem hervorragenden, wilden Sex. Das Wasser aus dem Wasserhahn läuft schon lange nicht mehr.

Alle

Als der Abend kommt und die Sonne untergeht, heißt es, sich ausruhen. Alle kriechen in ein gemeinsames Bett. Sie sprechen über den Tag, über neue Entdeckungen und frühere Erfahrungen. Sie teilen sich immer einander mit. Er erzählt von ihr, sie erzählt von ihm. Und er über ihn und sie über sie. Alle sprechen mit Freude, Begeisterung und Dankbarkeit. „Jeden Tag explodiert die Liebe in diesen Mauern!“, sagt einer von ihnen. Alle lächeln und stimmen zu. Es ist wirklich so. Im Kollektiv gedeiht die Liebe. Hier findet man all das Schöne, Gute und Entzückende, das Liebenswürdige und Süße und absolut, absolut Wunderbare. Für etwas anderes ist hier kein Platz, weil das Gefühl von Liebe und Freiheit alles überstrahlt.

Die Außenwelt haben sie lange hinter sich gelassen. Sie erinnern sich kaum noch daran, wie es einmal war. Manchmal klopft jemand an die Tür und bittet sie, ihre Lebensweise zu ändern, weil es ihn aufregt und vielleicht sogar seine Vorstellung des Normalen und Richtigen verletzt. Manch einer macht sich Gedanken darüber und kommt gar nicht mehr zur Ruhe. Aber die Mitglieder des Kollektivs schauen sich dann nur an. Tauschen einen verständnislosen Blick aus. „Nein, da haben Sie etwas falsch verstanden“, sagen sie dann aufrichtig und erklären der fremden Person, dass sie wohl ein anderes Kollektiv meinen muss. Weil sie nichts falsch machen. Sie bringen nichts durcheinander und treiben niemanden in die Boshaftigkeit oder auf Abwege – weder sich selbst, noch irgendjemand anderen.

Manchmal blicken sie zurück. Manchmal hilft es, sich zu erinnern, und das tun sie normalerweise, wenn sie im Bett liegen und nach einem weiteren Tag zur Ruhe kommen. Es kommt vor, dass jemand sagt: „Erinnert ihr euch daran?“, und damit auf ein bestimmtes Ereignis in der anderen Welt anspielt, in der Welt vor dem Kollektiv. Dann erklärt er, was genau er meint, und die anderen schließen die Lücken. Ja, gemeinsam können sie sich auch an Vergangenes erinnern. Sie wissen noch, wie es war, ein Leben zu führen, das so weit von ihrer jetzigen Realität entfernt ist, dass es sich wie eine erfundene Geschichte anfühlt. „War das wirklich so?“, fragt manchmal jemand mit ebenso viel Unsicherheit wie Angst. Und jemand anderes erwidert: „Ja, ja, ich glaube schon.“ Und so weiter und so fort. Aber es dauert nicht lange, bis einer der anderen beginnt, über die Aktivitäten des Tages zu sprechen, eines Tages voller Sex, Nähe, Träume und Küsse. Dann werden sie alle von dem wunderbaren Gefühl ergriffen, Teil dieses Gesamtbildes zu sein. Sie verstehen, dass man das, was sie haben, nicht als gegeben sehen kann, und dass sie nun, da sie Teil dieser schönen und vollkommenen Gemeinschaft sein dürfen, nicht wieder fortwollen. Keiner von ihnen möchte in die Vergangenheit zurück. Sie wollen weiter machen. Sie wollen alle Regeln vergessen und die Vergangenheit zurücklassen, die versucht hat, ihnen ihre Persönlichkeit zu nehmen, anstatt sie im Hier und Jetzt leben zu lassen, in der einzigen Wirklichkeit, die ihnen Luft zum Atmen lässt. Die Namen dieser sieben Menschen formen auf wundersame Weise das Motto, nach dem sie leben: FREEDOM. Freiheit.

Die Medizinstudenten

Sandra Norrbin

„Erzähl, was heute Abend deiner Meinung nach passieren soll“, sagte der Mann ihr gegenüber ruhig.

Es war eindeutig, dass er nicht zum ersten Mal mit einer Frau zusammensaß, die vor Nervosität so zitterte, dass sie ihr Glas kaum halten konnte.

Eigentlich wusste sie nicht mehr über ihn, als dass er Johan hieß und 47 Jahre alt war. Zwölf Jahre älter als sie, aber er fühlte sich gleichaltrig an. War sie alt geworden oder hatte er sich so gut gehalten?

Sofie sah ihn an und schluckte.

„Können wir noch ein bisschen damit warten?“, fragte sie schließlich.

Sie wurde rot.

„Ich habe so etwas noch nie getan“, sagte sie dann und trank von dem Wein, der auf dem Tresen vor ihr stand.

Johan lächelte sie an.

„Natürlich“, sagte er. „Das hier ist dein Abend, nicht meiner.“

Es dauerte nicht lange, bis er sie zum Entspannen gebracht hatte. Er hatte Humor und warme, braune Augen, die sie ansahen, als wäre sie die schönste Frau der Welt. Wäre die Situation eine andere gewesen, hätte sie ihn stolz zu ihren Freundinnen mitgenommen und ihn ihren Eltern vorgestellt.

Aber sie waren hier auf keinem gewöhnlichen Date und sie würde ihn nie jemandem vorstellen. Er war ihre Fantasie und sonst gar nichts.

Sofie nickte, als er sie fragte, ob er ihr nachschenken dürfe.

„Du weißt ja, was ich dir geschrieben habe“, setzte sie vorsichtig an.

Johan nickte.

„Ich weiß nicht, wieso, aber ich hatte eine Fantasie“, setzte sie fort, unterbrach sich dann aber.

Johan sagte nichts und trank etwas Wein. Er hatte für sie beide bestellt. Einen lieblichen Weißwein lieblichen für Sofie und einen herben Barolo für sich selbst. Er ließ den Wein im Mund kreisen, während er den Geschmack voll in sich aufnahm. Speichel, eine Veilchennote und trockene Früchte balancierten die herbe Note aus. Dieser Wein war die perfekte Mischung aus Hartem und Weichem. Die Kontraste des Weines sagten ihm zu.

Sofies Kontraste hatten ihm ebenfalls zugesagt. Sie sah so unschuldig aus mit ihren großen, hellblauen Augen und den blonden Haaren, aber unter der Oberfläche schlummerte etwas sehr viel Gewagteres. Er freute sich darauf, diese Seite von ihr hervorzukitzeln. Er nahm an, dass Sofie sehr viel mehr in sich verbarg, als ihr selbst klar war.

„Ich hab dir ja ein bisschen darüber geschrieben“, sagte sie und wurde noch röter.

Johan nickte. Er konnte sich kaum vorstellen, dass die schüchterne Frau vor ihm dieselbe war, die ihm so offen von ihren Träumen, Hoffnungen und Fantasien geschrieben hatte.

„Ist es schwer, darüber zu reden?“, fragte er.

Sofie nickte.

„Aber das ist noch etwas“, protestierte Sofie. „Ich bin ans Schreiben gewöhnt, aber nicht daran, hier zu sitzen und …“

Sie verstummte.

„Und es jemandem laut zu erzählen“, beendete Johan den Satz.

Sofie nickte erneut.

„Genau!“

„Wäre es einfacher, wenn ich erzähle, wie ich es verstanden habe, und du verbesserst mich, wenn nötig?“

Sofie sah ihn erleichtert an.

„Ja“, sagte sie. „Danke!“

„Wieso hast du mir überhaupt geschrieben?“, fragte Johan.

Sofie zögerte erst, beschloss dann aber, ehrlich mit ihm zu sein.

„Ich habe gedacht, dass du meine Fantasie Wirklichkeit werden lassen kannst“, sagte sie und setzte sich auf, als ob sie deutlicher für sich einstehen wollte.

„Die Medizinstudenten?“, fragte Johan.

Sofie sah auf den Tresen herunter und nickte.

„Wie lange hast du diese Fantasien schon?“, fragte er.

„Lange“, antwortete Sofie. „Es fühlt sich an, als hätte ich schon immer irgendwie darüber fantasiert.“

„Aber du hast es noch nie ausprobiert?“

Sofie schüttelte den Kopf.

„Nein, es gab nie die Gelegenheit, danach zu fragen. Es fühlte sich so doof an.“

„Warum?“, fragte Johan verwundert.

„Ich hatte nie so eine Art von Beziehung“, sagte Sofie. „Meistens hatten wir gewöhnlichen Sex. Missionarsstellung und so. Er wollte nichts anderes.“

„Dein Mann?“, fragte Johan, verbesserte sich aber schnell. „Entschuldige. Dein Exmann.“

Sofie nickte.

„Und jetzt willst du etwas anderes ausprobieren?“

„Ja“, antwortete Sofie. „Das will ich.“

„Erzähl mir davon.“

Sofie räusperte sich, als ob sie die Worte zusammensammeln wollte.

„Ich weiß nicht, ob es um die Untersuchung geht oder darum, so entblößt auf einem Gynäkologiestuhl zu liegen“, begann sie.

„Red weiter“, nickte Johan aufmunternd.

„Vielleicht geht es auch darum, die Verantwortung abzugeben?“, fuhr sie fort. „Einmal nichts tun zu müssen. Und du fühltest dich so vertraut an, dass ich dachte, du könntest mich das erleben lassen.“

„Das werde ich“, sagte Johan ruhig. „Wir können gleich los, aber vorher bekommst du noch etwas von mir“, sagte er und legte eine kleine Schachtel auf den Tresen.

Sofie holte tief Luft, als sie die Schachtel sah. Sie war schwarz mit einer breiten roten Schleife darum. Aus der Form konnte man nicht schließen, was darin war, aber Sofie vermutete, dass es nichts Romantisches sein würde. Sie konnte die Schachtel nicht aus den Augen lassen und spürte, wie die Geilheit in ihr größer wurde.

Johan knüpfte langsam die Schleife auf, hob aber nicht den Deckel. Stattdessen nahm er ihre Hand und legte die Schachtel hinein. Sofie wusste nicht, was sie tun sollte. Sie wagte nicht, die Schachtel zu öffnen, ohne dass er sie darum bat.

„Hast du schon einmal einen Analplug getragen?“, fragte Johan nach einer Weile des Schweigens, die ihr wie eine Ewigkeit vorkam.

Sofie holte Luft. Sie hatte noch nie einen Plug getragen oder anderes Sexspielzeug als einen Vibratorhasen gehabt.

„Nein, noch nie.“

„Mach es auf.“

Vorsichtig nahm Sofie den Deckel und öffnete die Schachtel ein wenig. Darin lag etwas Glänzendes. Überrascht sah sie Johan an, der ihrem Blick wortlos begegnete. Stattdessen bedeutete er ihr nickend, die Schachtel ganz zu öffnen. Es fühlte sich an, als ob alle in der Bar sie anstarrten, aber als sie sich im Lokal umsah, nahm niemand Notiz von ihr.

Sofie hob den Deckel von der Schachtel und sah den Plug an, der in schwarzen Samt gebettet war. Es war eher ein Schmuckstück als ein Analplug, dachte sie. Er sah überhaupt nicht so aus, wie sie sich einen Analplug vorgestellt hatte. Er war aus glänzendem Edelstahl und am einen Ende tropfenförmig. Am anderen Ende befand sich eine kreisrunde Platte, in die ein roter Stein eingefasst war. Der Stein glänzte im Kerzenschein des Tresens. Sofie konnte nicht aufhören, über das glatte Metall zu streichen.

„Ich möchte, dass du den hier heute Abend trägst“, sagte Johan.

Sofie nickte, rührte sich aber nicht vom Fleck.

Johan sah sie amüsiert an.

„Also, solltest du ihn nicht einsetzen gehen?“, fragte er.

Sofie schämte sich.

„Doch, Entschuldigung. Ich weiß nur gar nicht, wie das geht. Ich habe noch nie …“

„Kein Problem. Alles, was du brauchst, ist in der Schachtel“, sagte Johan beruhigend. „Nimm sie mit und dann kommst du danach wieder her.“

Sofie stand auf und schloss die Schachtel, bevor sie sie in ihre Handtasche legte. In ihr stritten unterschiedliche Gefühle, als sie zur Damentoilette ging. Der Gedanke, einen Plug zu tragen, machte sie so geil, dass sie nicht einmal nachfühlen musste, um zu wissen, dass sie feuchter war als je zuvor. Gleichzeitig hätte es auch die Büchse der Pandora sein können, die sie im Begriff war zu öffnen. Aber sie wollte das hier. Sie hatte so lange davon geträumt. Darüber fantasiert.

Sie öffnete die Tür zur Damentoilette, ging zu einer Kabine und verschloss sorgfältig die Tür. Sie hatte gerade den Reißverschluss ihres Rock geöffnet, als ihr Telefon plingte. „Zieh dir das Höschen aus, bevor du zurückkommst.“ Sofie sah die Nachricht an und zögerte kurz, zog dann aber resolut den Reißverschluss ganz auf und ließ den Rock zu Boden fallen. Dann zog sie sich entschlossen das Höschen aus und warf es in den Papierkorb. Sie hatte Johan ausgesucht und sie war es, die mehr als Vanilla wollte.

Sie fischte die mattschwarze Schachtel aus der Tasche und öffnete den Deckel. Der Plug war geradezu mädchenhaft süß. Sofie nahm ihn vorsichtig heraus und wunderte sich über sein Gewicht. Der Gedanke, wie der rote Stein sie schmücken würde, machte sie so geil, dass sie unbedingt nachfühlen musste, wie nass sie war.

Sie streichelte sich vorsichtig mit den Fingern, dann mit dem Plug, bevor sie sich mit ihm um die Klitoris strich. Sie musste ihn sich einfach schnell in die Muschi schieben, während sie sich selbst im Spiegel betrachtete. Der Blick, den sie traf, war nicht der, an den sie gewohnt war. Die Geilheit hatte das Süße und Unschuldige an ihr verschwinden lassen, und Sofie begrüßte den animalischen Blick, der in ihr hervorgerufen worden war.

Es fühlte sich verboten und dekadent an, halbnackt in einer Toilettenkabine zu stehen, mit einem Plug in der Muschi, aber Sofie genoss es. Sie zog den Plug heraus, und während er noch feucht und warm von ihrer Muschi war, spreizte sie die Beine, schwankte etwas und führte den Plug zwischen ihre Pobacken. Wenn es sich vorher schon verboten angefühlt hatte, war das kein Vergleich dazu, den roten Stein zwischen ihren Pobacken glänzen zu sehen.

Das Telefon plingte wieder und die kurze Nachricht von Johan brachte sie dazu, sich schnell anzuziehen und sich durchs Haar zu fahren, bevor sie schnellen Schrittes in die Bar zurückkehrte. Sie hatte rosige Wangen und bat um Entschuldigung, dass sie so lange gebraucht hatte.

„Trägst du den Plug?“, fragte Johan.

Sofie nickte.

„Dreh dich um“, sagte Johan und drehte sie, sodass sie mit dem Rücken zu ihm stand.

Er war groß, selbst wenn er auf dem Barhocker saß, und sie konnte seinen Atem spüren, als er sich nach vorne lehnte.

„Wenn ich also deinen Rock hochziehe und nachfühle, dann ist er da?“, sagte er, streichelte ihre Arme und ließ seine Hände nach unten gleiten. Fast unmerklich strichen seine Daumen über ihre Brüste. Ihre Brustwarzen wurden durch die Berührung steif.

Er lachte lautlos, als Sofie durch seine Hände aufstöhnte. Er hielt an dem Rockbund inne, knöpfte nonchalant den Knopf auf und zog unmerklich den Reißverschluss nach unten.

„Möchtest du, dass ich nachfühle?“, flüsterte er.

Sofie konnte nicht antworten und spreizte stattdessen leicht die Beine, damit er herankommen konnte. Oh Gott, wenn die Leute wüssten, was sie gerade taten. Hätten die anderen Gäste sich jetzt umgedreht, hätten sie gesehen, wie Johans Hand zwischen ihren Pobacken in Richtung Plug verschwand.

„So brav bist du“, flüsterte er.

Sofie bog sich etwas weiter, damit er sie streicheln konnte, aber stattdessen schloss er Reißverschluss und Knopf. Als wäre nichts passiert, teilte er ihr mit, dass es Zeit war, zu gehen.

Die Kühle des Frühherbstes schlug ihr entgegen, als sie das Hotel verließen. Für einen Moment fühlte es sich an, als ob sie schlagartig nüchtern wäre, obwohl sie kaum mehr als ein Glas Wein getrunken hatte. Johan lächelte sie an, nahm ihre Hand und führte sie durch die wenigen Blocks zum Klub. Es war ein unbeschwerter Spaziergang, und niemand, der ihnen begegnete, hätte geglaubt, dass sie gerade unterwegs zu einem Swingerclub waren, in dem sich Sofie von mehreren Männern vernaschen lassen wollte.

„Da sind wir“, sagte Johan und wandte sich ihr zu. „Bereit?“

Sofie nickte. Johan klopfte an der Tür und wartete, bis sich eine Klappe in der Tür öffnete. Ein Gesicht tauchte auf, dann ging die Klappe wieder zu und die Tür wurde geöffnet. Johan grüßte freundlich, als sie hineingingen. Sofie fühlte sich mit einem Mal schüchtern und verloren, aber Johan nahm ihre Hand und führte sie durch eine der beiden Türen.

Auf den ersten Blick sah es wie eine Hotellounge mit Sofas und tiefen Sesseln aus, aber als ihre Augen sich an das gedämpfte Licht gewöhnt hatten, sah Sofie eine Frau auf einem Sofa sitzen. Die Frau war nackt und von vier Männern umringt, die sie intensiv betrachteten. Als die Frau sich zurücklehnte und die Beine spreizte, begannen die Männer sie wie auf ein Signal hin zu streicheln. Einer der Männer saugte gierig an ihrer Brust, während ein anderer die Frau leckte.

Sofie konnte die Augen nicht von der Frau lassen, die durch die Berührung der Männer laut aufstöhnte. Die Frau drehte ihren Kopf, um an den Schwanz des dritten Mannes zu kommen, und griff mit der Hand nach dem vierten.

Das war eine Frau, die sich für sich und ihre Sexualität nicht entschuldigte, dachte Sofie. Johan folgte ihrem Blick, und ohne, dass sie es merkte, glitten seine Hände unter ihre Bluse und fanden den Weg zu ihrem BH. Mit sicheren Händen hakte er den BH auf, zog ihn ihr aber nicht aus.

„Siehst du, wie sie es genießt?“, fragte Johan.

Sofie sah dem Schauspiel auf dem Sofa mit großen Augen zu und nickte nur. Johan knöpfte langsam den obersten Knopf ihrer Bluse auf. Sofie versuchte nicht, ihn aufzuhalten. Auch nicht, als er den zweiten und dritten öffnete. Schließlich waren alle Knöpfe der Bluse offen und wenn sie sich nicht vorsah, würden Bluse und BH zu Boden fallen.

„Komm, wir gehen ein eins der anderen Zimmer“, sagte Johan.

Er nahm ihre Hand und ging langsam durch das Zimmer, als ob er sie vorzeigen wollte. Sofie konnte die Blicke der Männer auf sich spüren und genoss die Aufmerksamkeit, die sie hervorrief. Sie richtete sich auf, forderte einige der Blicke heraus und spürte, wie es in ihr vor Geilheit fast schmerzte.

Johan ging vor ihr zu einem der kleineren Zimmer weiter hinten im Gebäude. Er hielt an und lächelte etwas darüber, wie Sofie durch das Zimmer schritt. Es war offensichtlich, dass bei ihr noch etwas anderes unter ihrer unschuldigen Oberfläche schlummerte. Die blonden Locken und die blauen, unschuldigen Augen spiegelten ihr Inneres nicht wider. Sie hatte etwas Animalisches an sich und er sehnte sich danach, herauszufinden, wie sie wirklich war.

Er öffnete die Tür und ging hinein. Sofie folgte ihm und blieb vor der Schwelle stehen.

„Warte hier“, sagte er.

Sein Tonfall hatte sich verändert und war autoritärer geworden. Bestimmter. Mehr wie ein … Lehrer.

„Ich hole meine Studenten“, sagte er. „Du kannst dich so lange ausziehen. Da drüben ist ein Haken, an den du deine Kleider hängen kannst.“

Sofie nickte folgsam. Sie sah sich im Zimmer um. Viel war da nicht. In der Ecke stand ein Sessel mit einem kleinen Tisch daneben, auf dem Fußboden lag ein Teppich. Ansonsten war das Zimmer leer, vom Haken abgesehen, wo sie ihre Kleider aufhängen sollte.

Sie hörte ein Klopfen an der Tür, konnte sie aber nicht rechtzeitig öffnen, bevor Johan eintrat. Er hatte sich umgezogen und trug jetzt einen Arztkittel. Hinter ihm kamen drei junge Männer mit nackten Oberkörpern und weißen Arzthosen.

„Das hier sind meine Medizinstudenten“, sagte Johan. „Sie helfen mir heute bei meiner Untersuchung.“

Er wandte sich ihnen zu und erklärte, dass sie sich bei ihm gemeldet hatte, weil sie Hilfe bei einem Problem brauchte. Sie wisse nicht, ob sie noch sexuelle Lust empfinden könnte. Mit ihm zusammen sollten die drei Männer daher genau ihren Körper untersuchen, um herauszufinden, ob alles in Ordnung war und sie ihr bei ihrem Problem helfen könnten. Johan würde die Untersuchung leiten und die drei Medizinstudenten sollten tun, was er ihnen sagte.

Die Männer nickten. Sie hatten ihren Auftrag verstanden. Zu ihrer Verwunderung öffnete Johan eine Tür hinter einem Wandteppich, den sie nicht gesehen hatte. Das Zimmer dahinter war größer. Mittendrin stand ein Gynäkologiestuhl. Sofie keuchte auf, als sie ihn sah, sagte aber nichts und folgte Johan in das Zimmer.

„Als Erstes untersuchen wir die Brust. Ich untersuche, wie sich deine Brüste anfühlen und wie sie auf Berührung reagieren. Danach machen meine Studenten dasselbe.“

Sofie nickte.

„Ich will, dass du dich mit dem Rücken an die Wand da drüben stellst und die Arme zu den Ringen streckst, die da hängen. Du kannst die Ringe mit den Händen greifen, damit wir dich ordentlich untersuchen können.“

Sofie stellte sich ohne zu zögern an die Wand. Sie streckte die Arme zu den Ringen in der Wand und sah, wie die drei Männer sich im Kreis um sie herumstellten.

Johan ging zu ihr und küsste sie leicht auf die Wange, ehe er die Hände zu ihren Brüsten herabgleiten ließ. Sie reagierten sofort auf seine Berührung. Ohne ein Wort massierte er sie sanft, bevor er fest nach ihrer Brustwarze griff und sie drehte. Sofie heulte auf.

„Tut das weh?“

Sofie schüttelte den Kopf.

„Gut so“, sagte er. „Wir müssen dich ordentlich untersuchen, damit wir nichts übersehen. Nicht wahr?“

Sofie nickte. Johan drehte schnell die andere Brustwarze, aber diesmal war Sofie vorbereitet. Als er ihre Brustwarze losließ, winkte er einen der Männer zu sich, der sich schnell neben sie stellte. Sofie konnte die Wärme seines Körpers spüren und schloss die Augen, während seine Hände zu ihrer Brust glitten.

Sie konnte spüren, wie immer mehr Hände ihre Brüste streichelten. Ihr Atem wurde schwerer und schwerer und als einer der Männer an ihrer Brustwarze saugte, stöhnte sie laut. Sie wollte nicht, dass es vorbeiginge, und als sie schon fast am Kommen war, spürte sie, wie Johans Hände ihren Griff um die Ringe lockerten. Als sie die Augen öffnete, hatten die Männer sich um den Untersuchungsstuhl gestellt. Sie warteten auf sie.

Johan führte sie zum Stuhl und bat sie, sich hinzulegen. Willig gehorchte sie ihm und ließ ihn dann ihre Beine spreizen. Er half ihr, die Beine oben abzulegen. Sofie nickte, als er sie fragte, ob es bequem sei.

„Dann werden wir jetzt die äußeren Genitalien untersuchen“, sagte Johan trocken zu seinen Studenten. Wir beginnen mit einer sehr vorsichtigen Berührung, um zu messen, wie die Patientin darauf reagiert. Haben wir einen Freiwilligen?“

Einer der Männer reckte die Hand und Johan zeigte auf ihn.

„Schön. Du fängst an. Wir untersuchen also die äußeren Genitalien mit den Schamlippen und der Klitoris. Ich möchte, dass du mit einer so federleichten Berührung wie möglich die Reaktionen der Patientin testest.“

Johan wandte sich an Sofie.

„Du sagst, wenn du etwas spürst“, sagte er. „Unbehagen oder andere Gefühle.“

Sofie nickte und spürte, wie die Studentenhände die Innenseiten ihrer Schenkel streichelten. Die anderen sahen zu, ohne zu verbergen, wie geil sie waren. Die Hosen konnten ihre steinharten Schwänze nicht verbergen.

Sofie spürte die Wärme seiner Hand mehr als die Hand selbst. Sie war so geil, dass sie sich immer wieder an seine Hand drücken musste, aber er zog sie schnell weg. Verdammt, verdammt, verdammt, dachte sie. Sie brauchte ihn. Jetzt.

Sie spürte noch mehr Hände auf ihrem Körper, aber sobald sie in die Nähe ihrer Muschi kamen, wurde die Berührung leichter, sodass sie sie kaum wahrnehmen konnte. Sofie spreizte die Beine noch weiter, damit sie besser herankamen, aber sie reizten sie nur. Sie stöhnte schwer und suchte bittend nach Johans Blick. Sie hielt es nicht mehr aus.

Plötzlich verschwanden die Hände von ihrem Körper. Stattdessen stellten sich zwei Männer neben sie und griffen nach ihren Brüsten. Sie beugten sich runter und leckten und saugten an ihren Brüsten. Johan und der andere Mann standen vor ihren gespreizten Beinen und sahen ihre Muschi vor Geilheit glänzen.

„Wir müssen jetzt herausfinden, ob sie feucht werden kann“, sagte Johan und ging einen Schritt auf sie zu. Mit dem Daumen spreizte er ihre Schamlippen und streichelte vorsichtig über ihre Öffnung. Sie war so nass, dass es nur so rinnen musste, dachte Sofie, aber wagte es nicht, sich zu bewegen, damit er nicht aufhörte. Sie brauchte seine Hand. Brauchte seine Berührung und seinen Schwanz.

„Wie nass sie ist“, sagte Johan anerkennend, als er einen Finger in sie einführte. „Wunderbar nass.“

Er wandte sich an den Mann neben sich.

„Möchtest du die Reaktion der Patientin überprüfen, während ich die Klitoris stimuliere?“

Der Mann nickte und stellte sich neben Johan.

„Ich werde die Klitoris nun abwechselnd mit meiner Zunge, meinen Lippen und meinen Händen streicheln. Währenddessen untersuchst du die Vagina der Patientin mit deinen Händen.

Der Mann nickte und stellte sich etwas zur Seite, damit Johan besser an sie rankam.

„Dann wollen wir mal“, sagte er und tropfte etwas Gleitmittel auf seine Finger. Er trug Gummihandschuhe, wie die anderen Männer auch.

Johan tastete sich langsam mit den Fingern zur Klitoris vor und streichelte die Seite. Sofie konnte spüren, wie die Finger des anderen Mannes gleichzeitig problemlos in sie hineinglitten. Er suchte nach ihrem G-Punkt, während Johan ihre Klitoris streichelte. Sofie wurde klar, dass sie die Finger eines Mannes in sich hatte, die Hände eines anderen Mannes ihre Klitoris streichelten und zwei weitere Männer an ihren Brüsten saugten. Eine kurze Sekunde dachte sie, dass sie sich schämen müsste, aber der Genuss gewann und sie ließ alle Gedanken an Scham fahren.

„Schwanz“, jammerte Sofie. „Schwanz. Ich brauche einen Schwanz. Ich kann nicht mehr. Ich muss einen Schwanz bekommen.“

Johan nickte einem der Männer zu, der zu Sofies Kopf ging. Er zog seine Hose herunter und zeigte Sofie seinen harten Schwanz, die ihn lüstern ansah. Sie riss den Mund weit auf, um den ganzen Schwanz in den Mund zu bekommen. Sie nahm ihn tief in den Mund, saugte an ihm und befriedigte ihn, während Johan sie hart und systematisch befriedigte.

Pulsuz fraqment bitdi.