Kitabı oxu: «Strap-on - Erotische Novelle»

Şrift:

B. J. Hermansson

Strap-on - Erotische Novelle

Lust

Strap-on - Erotische Novelle ÜbersetztGertrud Schwarz Original Strap-onCoverbild/Illustration: Shutterstock Copyright © 2019, 2020 B. J. Hermansson und LUST All rights reserved ISBN: 9788726312768

1. Ebook-Auflage, 2020

Format: EPUB 3.0

Dieses Buch ist urheberrechtlich geschützt. Kopieren für gewerbliche und öffentliche Zwecke ist nur mit Zustimmung von LUST gestattet.

Maximilian Alexander Forsberg, einunddreißig Jahre alt, geboren und aufgewachsen in Enskede bei Stockholm. Arbeitet als Verkäufer. Er ist die personifizierte Männlichkeit. Ein Adonis. Ein Eros. Ein Muskelberg. Mindestens dreimal pro Woche macht er Muskeltraining im Fitnessstudio. Mindestens zweimal macht er Lauftraining für die Kondition. Er guckt Fußball und trinkt Bier, manchmal lacht er, manchmal erhebt er die Stimme mit deutlichen, gekonnten Zwischenrufen für die Spieler – er macht den Sport seit Kindertagen und hat viele, viele Spiele, Strafen und Torecken hinter sich. Er guckt am liebsten Actionfilme. Er hört Indiemusik. Er isst immer mindestens zwei Hamburger, wenn wir auf unserem Balkon grillen. Manchmal geht er mit seinen Freunden oder Kollegen aus. Ab und zu liest er eine Biografie über eine historische Person, oft über Frauen. Er mag Routinen und Muster. Und mich.

Kaum jemand spricht ihn mit seinem vollständigen Namen an. Das passiert nur, wenn jemand in seiner Familie über etwas empört ist, womit er zu tun hat und das sie nicht abgesegnet haben. Wir sind jetzt seit fünf Jahren zusammen.

Wir kennen uns über Tinder. Wir haben uns ein paar Tage lang geschrieben. Er verwendete keine Emojis, wie ich es tue, aber irgendwas an ihm ließ mich trotzdem an ihn glauben. Wir trafen uns in einer Bar. Es war das erste Mal, dass wir uns sahen. Schon da verfiel ich ihm vollkommen, wie eine Furie. Er trug ein schwarzes T-Shirt, das über seiner Brust und seinem angespannten, gut trainierten Bauch spannte. Eine moderne, etwas gebleichte und nach neuester Mode kaputte Jeans mit Löchern über den Knien. Dazu ein Paar weiße, offenbar noch nie getragene Sneaker. Stilsicher, klare Farben, nichts, was besonders auffiel. Die Haare mit Wachs zur Seite gekämmt, dunkel wie seine buschigen Augenbrauen. Selbst die Augen passten farblich. Die Nase weder groß, noch klein, sondern genau dazwischen. Ich konnte es nicht festmachen, aber ich war gebannt und es gefiel mir gut. Der rechte Wangenknochen. Sein Lächeln war so natürlich wie seine Umarmung zur Begrüßung. Ich saugte den Duft von Minze und einem Parfüm in mich auf, das ich bei mehreren meiner modisch interessierten Bekannten gerochen hatte. Max, stelle er sich vor.

Aus einem Glas wurden zwei und ehe der Abend vorüber war, stand ich auf allen Vieren im Bett meiner Wohnung und wurde schön von ihm von hinten genommen. Ich kam nicht nur einmal, sondern dreimal bei unserer ersten intimen Begegnung. Ich genoss es bis ins Letzte und war selig, ihn getroffen zu haben, obwohl ich wegen seiner fehlenden Emojis Zweifel gehabt hatte. Ich war so dankbar. Mein ganzer Körper klang wie eine Fanfare der Glücksseligkeit. Es fühlte sich an, als hätte ich seit Jahren nicht so gut gefickt. Obwohl ich gerade etwa eine Woche vorher Sex gehabt hatte. Aber den Typen, Karl, hatte ich in diesem Moment vergessen. Er war viel zu eitel gewesen, um sich zu entspannen und die Hemmungen fallen zu lassen, und um der Lust freien Lauf zu lassen. Es war ein One-Night-Stand gewesen. Mit Max war es anders. Das hier würde der Anfang von viel mehr sein.

Ich spürte es.

Vor zwei Tagen haben wir unser fünfjähriges Jubiläum gefeiert. Fünf Jahre. So lange sind wir schon zusammen. So lange ist unser erstes Date her, unser erster Fick – unser erstes Treffen. Unsere Beziehung funktioniert wirklich gut. Ich würde sogar darauf bestehen, dass sie gut funktioniert. Wir kennen die Gewohnheiten des anderen. Wir lachen über die Sprüche des anderen. Wir können über Schwieriges und Einfaches reden. Manchmal kabbeln wir uns, aber nicht viel. Wir vögeln, und der Sex ist gut. Er ist echt gut. Ich kann nichts anderes darüber sagen, wirklich nicht.

Aber es gibt doch etwas, das mir fehlt.

Etwas, das wir brauchen, und das weder Max noch ich bisher gefunden zu haben scheinen. Ich habe inzwischen schon sehr lange darüber nachgedacht. Habe versucht herauszufinden, worum es geht – was eigentlich fehlt. Denn wie gesagt, wir sind glücklich miteinander. Alles ist gut. Ich sollte eigentlich nicht klagen. Aber wenn das Gefühl da ist, das das Gegenteil sagt, kann ich es nicht einfach wegschieben. Das Gefühl, dass mich einsehen lässt, dass ich mich doch ein wenig selbst belüge. Irgendwas ist da. Und egal, wie groß oder klein es ist, es ist wie eine große Wolke, die immer und immer weiter wächst, und die meine Gedanken dazu bringt, sich auszubreiten und alles infrage zu stellen. Ich will nicht, dass es so ist. Ich will nicht, dass alles gut zwischen uns ist. Ich will es verdammt noch mal richtig toll haben. Ich will, dass wir uns jeden Tag lieben, wenn wir zusammen sind. Und vor allem, und das ist mir mit der Zeit immer klarer geworden, will ich, dass unser Sex heiß ist und voller wunderbarer, süßer Magie. Ich will so ficken, dass es nicht nur einen Orgasmus gibt, sondern ein ganzes Prachtwerk. Ein Feuerwerk. Ein Sturm. Ein Meer der Lust, in dem ich baden will und mir und ihm die Säfte vom Leib lecken. So will ich es haben. Aber Max? Er mag es traditionell. Er mag mich von hinten vögeln. Manchmal darf ich ihn auch reiten. Aber mehr gibt es nicht. Und ich will es nicht auf ihn schieben, überhaupt nicht, es gehören schließlich immer zwei zu einer Beziehung. Aber ich vermisse die Abwechslung. Wir beide vermissen sie. Das glaube ich wirklich.

Pulsuz fraqment bitdi.

1,96 ₼