Kitabı oxu: «Bruckmann Wanderführer: Zeit zum Wandern Oberallgäu und Kleinwalsertal»
Zeit zum Wandern
OBERALLGÄU UND
KLEINWALSERTAL
40 Wanderungen und Bergtouren – großartige Gipfel und Aussichten, rauschende Wasser, herrliche Blumentouren – Ausflugsziele in der Region – GPS-Tracks zum Download
BERNHARD IRLINGER
MIT GPS-DATEN ZUM DOWNLOAD

Inhalt
Das Wanderland Oberallgäu
Oberallgäu in Zahlen
Tipps und Infos für unterwegs
1 Von der Vorderburg zum Falkenstein
3:30 Std. · 10,5 km
2 Durch die Starzlachklamm
2:15 Std. · 6 km
3 Auf den Grünten
5:30 Std. · 11 km
4 Auf das Wertacher Hörnle
3:45 Std. · 9,5 km
5 Spieser und Kleiner Hirschberg
5:00 Std. · 9,5 km
6 Die Zipfelsbachfälle bei Hinterstein
3:15 Std. · 6 km
7 Vom Ostrachtal zum Schrecksee
6:15 Std. · 14 km
Top 5 Beste Aussichten
8 Auf den Hochvogel
8:30 Std. · 17 km
9 Jubiläumsweg und Gaishorn
10:00 Std. · 21 km
10 Zum Hinanger Wasserfall
0:50 Std. · 2 km
11 Auf den Schnippenkopf
5:30 Std. · 11 km
12 Durch den Faltenbachtobel
1:00 Std. · 2,5 km
13 Das Rubihorn über Oberstdorf
6:00 Std. · 14 km
14 Bergab zu den Gaisalpseen
5:00 Std. · 10 km
Top 5 Rauschendes Wasser
15 Vom Nebelhorn zum Großen Daumen
4:15 Std. · 9,5 km
16 Über das Laufbacher Eck ins Oytal
7:00 Std. · 22 km
17 Von Oberstdorf nach Gerstruben
4:30 Std. · 13 km
18 Auf den Großen Krottenkopf
9:30 Std. · 19 km
19 Der Heilbronner Weg
6:30 Std. · 11 km
20 Rund um das Rappenalptal
11:30 Std. · 26,5 km
21 Über den Fellhornrücken
3:30 Std. · 10 km
Top 5 Große Gipfel
22 Rund um den Freibergsee
1:30 Std. · 4,5 km
23 Durch die Breitachklamm
1:15 Std. · 3,5 km
24 Rund um den Widderstein
6:00 Std. · 15,5 km
25 Zum Grünhorn
6:00 Std. · 13 km
26 Hoher Ifen und Gottesackerplateau
5:45 Std. · 13 km
27 Vom Riedbergpass auf den Besler
4:00 Std. · 10 km
28 Zum Scheuen-Wasserfall
1:30 Std. · 4,5 km
Top 5 Für Groß und Klein
29 Auf den Siplingerkopf
4:30 Std. · 10 km
30 Weiherkopf und Rangiswanger Horn
3:15 Std. · 8,5 km
31 Durch den Ostertaltobel
1:15 Std. · 3,5 km
32 Zum Stuiben
4:15 Std. · 9,5 km
33 Über das Immenstädter Horn
4:45 Std. · 10,5 km
34 Rund um den Großen Alpsee
3:00 Std. · 11 km
35 Die Buchenegger Wasserfälle
5:15 Std. · 12,5 km
Top 5 Allgäuer Blumentouren
36 Vom Hochgrat zum Rindalphorn
4:30 Std. · 13,5 km
37 Durch die Hausbachklamm
2:00 Std. · 7,5 km
38 Zur Salmaser Höhe
3:45 Std. · 9,5 km
39 Durch den Eistobel
1:45 Std. · 5 km
40 Auf den Stoffelberg
3:00 Std. · 8,5 km
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Im Sommer blüht in den Allgäuer Alpen der giftige Blaue Eisenhut.

Die Rappenseehütte im letzten Abendlicht (Touren 19 und 20)

Der Weg zum Stoffelberg führt über blühende Frühlingswiesen (Tour 40).

Über die Wiesen von Bolsterlang geht der Blick zu Rubihorn und Nebelhorn.
Das Wanderland Oberallgäu
Im Oberallgäu und dem zu Österreich gehörenden Kleinwalsertal ragt das Herzstück der Allgäuer Alpen mit den mächtigsten Gipfeln über den grünen Tälern auf. Von den sanften Hügel des Alpenvorlandes, zwischen denen blau leuchtende Seen eingebettet sind, bis zu den beeindruckenden Hochgipfeln bietet die abwechslungsreiche Landschaft eine breite Palette lohnenswerter Touren für jedes Alter und jedes Können.
Ein Gebirge entsteht
Nur selten trifft man in den Alpen auf eine solche landschaftliche Vielfalt wie in den Allgäuer Alpen. Vor ca. 200 Millionen Jahren bedeckte ein flaches Meer das heutige Mitteleuropa. Tropische Temperaturen ließen das Meerwasser verdunsten und ein hoher Salzgehalt ließ die Dolomitgesteine entstehen, die heute den Allgäuer Hauptkamm aufbauen. Ständiger Wechsel zwischen Hebungen und Senkungen sorgte in den folgenden Jahrmillionen für die Bildung verschiedenartiger Gesteine. Im tiefen Wasser des Jurameeres wurden feine Sedimente abgelagert. Die daraus entstandenen mergligen Gesteine sind reich an Tonen und äußerst fruchtbar. Sie bilden die steilen Hochgipfel der Allgäuer Grasberge. In der Kreidezeit, vor ca. 100 Millionen Jahren, kam es in einem flacheren Meer zur Bildung kalkreicher Sedimente. Die damals entstandenen Schrattenkalke sind leicht löslich und bilden heute stark verkarstete Bergmassive wie das Gottesackerplateau. Vor 50 Millionen Jahren begann im Tertiär dann die Hebung der Alpen. Vor dem aufstrebenden Gebirge bildete sich ein Tiefseegraben, in dem wieder feine, merglige Ablagerungen entstanden. Von den steilen Seitenhängen rutschten immer wieder verschiedenartige Sedimente ab und sorgten für eine verwirrende Gesteinsvermengung. Das unter diesen Verhältnissen entstandene Gestein nennt man Flysch. Es bildet sanft geformte Berge mit fruchtbaren Grasflanken. Im Jüngeren Tertiär lagerten die aus dem aufsteigenden Gebirge kommenden Flüsse im Vorland Geröll ab, das durch feinere Sedimente zu einem festen Gestein verbacken wurde. Dieses Konglomerat wurde anschließend am Alpenrand mit in die Auffaltung des Gebirges einbezogen und bildet heute die Nagelfluhberge am Nordrand der Allgäuer Alpen.

Über der Buchelalpe weht die bayerische Rautenflagge im Wind.
Vom Stillachtal führt eine Wanderung zum Rappensee.
Vor ca. 2 Millionen Jahren begann die Eiszeit, die das Bild der Landschaft entscheidend überarbeitete. Mächtige Gletscher schürften die breiten Täler und die Seebecken im Vorland der Berge aus. Kleinere Eisfelder gruben die oftmals bis heute mit Seen gefüllten Kare in die Bergflanken und formten die Berge zu stolzen Felshörnern. Erst vor 10 000 Jahren endete die letzte Phase der Eiszeit.
Edelweiß und Steinbock
Ein Puzzle aus Wäldern und Weiden bestimmt das Landschaftsbild im Oberallgäu. Neben den Wirtschaftswäldern, in denen die Fichtenbestände dominieren, findet man vor allem an den Bergflanken artenreiche Mischwälder. Hier leuchtet im Herbst das bunte Laub von Buchen und Bergahorn und an manchen Stellen treten vermehrt Birken und Lärchen in Erscheinung. Über dem Kleinwalsertal kann man beispielsweise am Ifenmassiv die seltenen Zirben entdecken und vor allem in den Nagelfluhbergen trifft man auf uralte Eiben. Einen deutlichen Hinweis auf das Gestein, aus dem die Berge aufgebaut sind, erhält man durch die Sträucher in den höher gelegenen Bergregionen. Die im Allgäu Drusen genannten Grünerlen bevorzugen Standorte mit kieselhaltigem Untergrund, wie man sie zum Beispiel an den Flyschbergen findet. Auf kalkhaltigem Gestein wachsen die Latschen.

Der Hirschberg bei Hindelang im Abenddunst
Dank der vielfältigen Gesteine und Böden findet man im Allgäu auf engem Raum eine einzigartige Fülle unterschiedlicher Blumen. Im Frühjahr überziehen Krokusse die Wiesen und die filigranen Blüten der Soldanellen bezaubern den Wanderer. Auf sonnigen Felshängen leuchten die gelben Blüten der Aurikel. Bald reckt der stengellose Enzian seinen blauen Kelch dem Licht entgegen. Im Frühsommer findet man an schattigen Waldrändern die großen Lilienblüten des Türkenbunds und die weit verbreitete Akelei. In höheren Lagen blühen jetzt in schuttgefüllten Karen der Eisenhut, die verschiedenen Formen der Alpenrose und auf den Bergwiesen der gelbe Enzian, aus dessen Wurzeln der berühmte Schnaps gebrannt wird. Mit etwas Glück lässt sich auch die schönste der heimischen Orchideen, der Frauenschuh, und der weiße Blütenstern des Edelweiß entdecken. Um diesen Reichtum auch den folgenden Generationen zu bewahren, ist es für jeden Wanderer eine Selbstverständlichkeit, keine dieser Blumen zu pflücken.
Neben der Pflanzenwelt lädt auch die Fauna zu schönen Entdeckungen ein. Die teils großen Bestände an Rotwild und die damit einhergehenden Verbissschäden sorgen zwar immer wieder für Zwist zwischen den Waldbauern und der Jägerschaft; für den Wanderer ist es aber jedes Mal wieder ein Erlebnis, an Herbstabenden dem urtümlichen Röhren der Hirsche zu lauschen. In den Bergregionen begeistern die Kletterkünste der Gämsen. Mit ein wenig Glück kann man im Gebiet zwischen Kleinwalsertal und Stillachtal einen Steinbock entdecken. Diese stolzen Tiere wurden 1964 wieder angesiedelt und haben sich seither erfreulich vermehrt. Nicht nur die Lieblinge der Kinder sind die verspielten Murmeltiere, die auf hoch gelegenen Almböden in großen Kolonien leben. Ständiger Besucher bei der Gipfelrast sind die Bergdohlen, die um ihren Anteil an der Brotzeit betteln. Immer wieder sieht man auch verschiedene Greifvogelarten wie Bussarde und Falken ihre Kreise am Himmel ziehen. Besonderes Glück braucht man allerdings, um einen Adler zu beobachten. Maximal drei Paare brüten rund um Stillach- und Kleinwalsertal. Ebenso schwer sind Auerhahn und Birkhuhn zu entdecken, die nur in abgeschiedenen Gebieten leben.

Auf den Allgäuer Bergwiesen lassen sich mit etwas Glück junge Murmeltiere beim Spielen beobachten.
Der Mensch im Gebirge
Schon in der Stein- und Bronzezeit schweiften die Menschen in den Sommermonaten auf der Suche nach Jagdbeute und Mineralien durch das Gebirge. Im ersten vorchristlichen Jahrtausend waren es dann die Kelten, die sich als erste sicher nachgewiesene Siedler im Allgäu niederließen. Im Jahre 15 v. Chr. besetzten die Römer das Gebiet des heutigen Allgäus und gründeten die Provinz Rätien. Eine der wichtigsten Römerstädte in Rätien wurde das 15 n. Chr. gegründete Campodunum, das heutige Kempten.

Gerstruben am Fuße der Höfats wurde im 14. Jh. von Walsern aus dem Lechtal besiedelt.
Ab dem 3. Jh. drangen die Alemannen immer wieder in das Allgäu ein, das sie schließlich nach und nach besiedelten. Sie rodeten die Urwälder und begründeten die Viehwirtschaft. Bald gerieten sie unter den Einfluss der Franken, die ab dem 7. Jh. die Christianisierung vorantrieben. Im 11. Jh. entwickelte sich unter der Führung der Staufer ein Schwäbisches Herzogtum, zu dem auch das Allgäu gehört. Im 13. Jh. zerfiel das Herzogtum und das Allgäu wurde zu einem Flickenteppich verschiedener Herrschaftsgebiete, die von adeligen oder kirchlichen Herren regiert wurden. Das Ende des Mittelalters war eine wirtschaftlich zwiespältige Zeit. Einerseits sorgten der Salzhandel und der Erzabbau für vermehrten Wohlstand, der im Aufblühen der gotischen Kunst seinen Ausdruck fand. Andererseits unterlagen die Bauern einem von den Grundherren ins Unerträgliche gesteigerten Abgabendruck. Nach vorangegangenen Unruhen gipfelte der Unmut der Bauernschaft 1525 im Bauernkrieg. Nach anfänglichen Erfolgen mussten sich die Bauern den Truppen des Schwäbischen Bundes geschlagen geben. Weite Teile des Allgäus wurden verwüstet.

Die Milchkuhhaltung ist bis heute ein wichtiger Teil der Allgäuer Wirtschaft.
Nach einer kurzen Erholungsphase verarmte im Dreißigjährigen Krieg das Land vollends. Schwedenüberfälle und die grassierende Pest ließen ein zerstörtes und entvölkertes Allgäu zurück. Nur sehr langsam konnte sich das Land wieder erholen. Erst im 18. Jh. sorgten der seit dem Mittelalter betriebene Flachsanbau und die damit verbundene Leinenweberei wieder für ein wenig Wohlstand. Zwischen 1803 und 1805 fand der nicht von allen Allgäuern begrüßte Anschluss an Bayern statt. Doch unter der bayerischen Verwaltung fand das Land endlich die nötige Ruhe, um seine wirtschaftlichen Verhältnisse zu ordnen.
Im 19. Jh. schließlich bekam das Allgäu zwei entscheidende Impulse, die das Wirtschaftsleben bis heute maßgeblich beeinflussen. Zum einen verbreitete Carl Hirnbein das Wissen um die Verarbeitung von Milch zu haltbarem und gut verkäuflichem Käse. Die Viehwirtschaft, die bis dahin hauptsächlich zur Fleischversorgung gedient hatte, wurde nun auf die bedeutend lukrativere Milchwirtschaft umgestellt. Zum anderen begann mit dem Bau der ersten Eisenbahnen und der zunehmenden Vorliebe der Reisenden für romantische Naturlandschaften der Tourismus, der heutzutage Hunderttausende von Besuchern jedes Jahr wieder in die Allgäuer Bergwelt lockt.
Oberallgäu in Zahlen

Über den Seealpsee geht der Blick zu den Gipfeln des Allgäuer Hauptkammes (Tour 16).
9 Gipfel über 2600 Meter ragen in den Allgäuer Alpen auf, wobei im Rahmen der Touren 18 und 19 fünf von ihnen bestiegen werden können.
1883 Meter hoch liegt nahe dem Haldenwanger Eck auf 47°16´15´´ Grenzstein 147, der den südlichsten Punkt Deutschlands markiert (Tour 20).
2,27 Quadratkilometer misst der Große Alpsee und ist damit der größte Natursee im Oberallgäu (Tour 34). Mit 3,13 Quadratkilometer hat der künstlich aufgestaute Rottachsee noch eine größere Wasserfläche aufzuweisen.
10000 Jahre sind vergangen, seit Steinzeitmenschen an den Hängen des Gottesackerplateaus nahe der heutigen Schneiderkürenalpe ein Jagd- und Hirtenlager errichteten (Tour 26).
300 Meter stürzt der Seebach-Wasserfall über mehrere Stufen ins Oytal und ist damit der zweithöchste in Deutschland (Tour 16).
1044 Meter hoch liegt der Ortskern von Balderschwang, das damit die höchstgelegene Gemeinde Deutschlands ist (Touren 28 und 29).
21300 Einwohner hat Sonthofen und ist damit der größte Ort im Wandergebiet. Die kleinste Gemeinde im Oberallgäu ist Balderschwang mit 327 Einwohnern, die allerdings von der österreichischen Exklave Jungholz mit 287 Menschen noch unterboten wird.
2656 Meter hoch ragt knapp hinter der Grenze auf österreichischem Boden der Große Krottenkopf auf, der höchste Gipfel der Allgäuer Alpen (Tour 18).
Tipps und Infos für unterwegs
Das sollte jeder mit auf die Wanderung nehmen
Wanderschuhe
Jacke oder Pullover
Regenschutzkleidung
Taschentücher
Rucksack
Wasserflasche
Proviant
Tüte für den Abfall
Taschenmesser
Sonnenschutz
Geld
Ausweis
Das sollte mindestens einmal in der Wandergruppe vorhanden sein
Kartenmaterial
Erste-Hilfe-Set
Notizpapier
Schreibstift
Lampe
Smartphone
Uhr
Kompass

Karten
Die Umgebungskarte des Bayerischen Landesvermessungsamtes im Maßstab 1:50 000 Blatt UK L8 / Allgäuer Alpen deckt nahezu das gesamte Tourengebiet ab. Nur für die Touren 1 und 40 benötigt man das Blatt UK L17 / Kempten und für die Touren 37 und 39 das Blatt UK L11 / Lindau-Oberstaufen.
Notfall
Die Leitstelle der alpinen Rettungsdienste erreicht man im Allgäu unter der Nummer 192 22; auf österreichischer Seite gilt die Nummer 144. Im Notfall wählt man am besten die 112, die von Mobiltelefonen auch ohne Netzkarte zu erreichen ist.
Öffentliche Verkehrsmittel
Das Oberallgäu besitzt ein gut ausgebautes öffentliches Verkehrsnetz. Die Ausgangspunkte der meisten beschriebenen Touren sind daher problemlos mit Bahn oder Bus zu erreichen.
Fahrplanauskunft der Deutschen Bahn: Tel. 194 19 und www.bahn.de
Fahrplanauskunft für Busse im Allgäu:
Regionalverkehr Schwaben-Allgäu, Tel. 0 83 22/967 70; Linienverkehr »Komm mit«, Tel. 0 83 21/90 77
Alpiner Wetterbericht
Wetterbericht des Deutschen Alpenvereins: Tel. 089/29 50 70 und unter www.alpenverein.de
Wetterberatung des Östereichischen Alpenvereins (Mo-Sa von 13–18 Uhr): +43/(0)5 12/29 16 00.
Auskunft
Informationen über das Oberallgäu
Oberallgäu Tourismus Service, Tel. 0 83 21/800 45 40, www.oberallgaeu.de
Wichtige örtliche Auskunftsbüros
Gästeinformation Rettenberg, Tel. 0 83 27/930 40, www.rettenberg.de
Gästeamt Sonthofen, Tel. 0 83 21/61 52-91 oder 92, www.sonthofen.de
Gästeinformation Bad Hindelang, Tel. 0 83 24/89 20, www.bad-hindelang.info
Gästeinformation Fischen, Tel. 0 83 26/364 60, www.fischen.de
Tourismus Sport Oberstdorf, Tel. 0 83 22/70 00, www.oberstdorf.de
Kleinwalsertal Tourismus, Tel. +43/(0)55 17/511 40, www.kleinwalsertal.com
Gäste-Info Balderschwang, Tel. 0 83 28/10 56, www.balderschwang.de
Gästeinformation Bolsterlang, Tel. 0 83 26/83 14, www.bolsterlang.de
Gästeamt Blaichach, Tel. 0 83 21/80 08 36, www.blaichach.de
Gästeinformation Immenstadt, Tel. 0 83 23/91 41 76, www.immenstadt.de
Oberstaufen Tourismus, Tel. 0 83 86/93 00 20, www.oberstaufen.de
Kur- und Gästeamt Weiler, Tel. 0 83 87/3 91 50, www.weiler-simmerberg.de
Die Schwierigkeitsgrade der Touren

Leicht: Technisch und konditionell einfache Wanderungen auf guten Wegen und Pfaden mit kleineren Anstiegen

Mittel: Technisch und/oder konditionell mittelschwierige Wanderungen, die einen sicheren Tritt und abschnittsweise Schwindelfreiheit erfordern

Schwer: Technisch und/oder konditionell anspruchsvolle Wanderungen, die aufgrund ihrer Länge oder Wegbeschaffenheit Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und gute Kondition benötigen; streckenweise auch Felspfade mit Seilsicherung
Auf geht’s

Der Aufstiegsweg zum Großen Krottenkopf bietet herrliche Weitblicke (Tour 18).
1

Abseits des Trubels
Von der Vorderburg zum Falkenstein
Nördlich des Grünten streckt sich ein lang gezogener Vorgebirgsrücken von der Burgruine Vorderburg nach Südosten bis zum steilen Nagelfluhkamm »Auf dem Falken«. Im Frühjahr und im Spätherbst geht von dort der Blick durch das Illertal bis tief in das in Eis und Schnee erstarrte Hochgebirge.
Tourencharakter
Eine einfache Wanderung auf Wirtschafts- und Wanderwegen, die gut mit Kindern unternommen werden kann
Ausgangspunkt
Ein Parkplatz bzw. die Bushaltestelle im Vorderburger Ortsteil Großdorf
Anfahrt
Von Rettenberg oder Wertach nach Kranzegg, dort nach Vorderburg und Großdorf abbiegen. In Großdorf Bushaltestelle der Linie Immenstadt–Wertach



Vom Falkenstein bietet sich durch das Illertal ein imposanter Ausblick zu den Hochgipfeln der Allgäuer Alpen.
Der Wegverlauf
Vom Parkplatz in Großdorf
gehen wir unterhalb der Bäckerei Wörle auf der Hauptstraße wenige Meter nach rechts und biegen dann links in den »Kapellenweg«. Wir halten uns nach wenigen Metern rechts (Wegweiser Ruine Vorderburg und Falkenstein) und an der Weggabelung nach der Kapelle links. Nun zwischen den Höfen zu einer Querstraße vor einem alten Haus mit bemalter Fassade. Rechts an diesem Haus vorbei (Wegweiser Ruine Vorderburg, Weg 14) und an der nächsten Weggabelung geradeaus (Wegweiser Ruine Vorderburg, Rottach, Weg 14). Der Weg schwenkt nach rechts und führt uns zu einer Wiese. Vor einem Zaun links auf schmalem Steig (Wegweiser Ruine Vorderburg, Weg 14) durch den steilen Hang problemlos zur Ruine Vorderburg
(0:30 Std.).
Freud & Leid
Großteils verläuft diese Wanderung auf einem harmlosen, breiten Bergrücken, der nördlich von Rettenberg östlich des Illertales aufragt. Nur das letzte Wegstück führt uns auf einen schmalen, teils felsigen Steig, der allerdings gefahrlos zu begehen ist. Als Lohn gibt es dafür vom schnell erreichten Gipfelkreuz einen herrlichen Ausblick.
Links an der Ruine vorbei zu einem Aussichtspavillon am Bergkamm. Ein schmaler Pfad leitet uns jetzt am Kamm (ab hier Wegweiser Falkenstein, Weg 10) zu einer Wegkreuzung. Den Wegweisern folgend über eine Wiese geradewegs aufwärts, oberhalb von Brackenberg am Wiesenrand entlang zu einem Feldweg. Nach wenigen Metern rechts über die Wiese zu einer Forststraße (am Rückweg von dieser Wegkreuzung nach Brackenberg) und auf ihr rechts durch den Wald. Nach ca. 10 Minuten links auf einen Steig, der uns über den Kamm auf eine Wiese führt. Ein schmaler Weg bringt uns anschließend über den weichen Wiesengrund zu einer Bank an einem Aussichtsplatz. Von hier links haltend zum höchsten Kamm und auf einer Wegspur am Bergrücken entlang. Wir überqueren einen Weg und wechseln nach wenigen Minuten auf einen Feldweg, der uns abwärts zu einer Wegkreuzung führt. Auf breitem Weg links hinab ins nahe Hinterberg
(1:35 Std.).

Über die sanfte Voralpenlandschaft bei Vorderberg geht der Blick zu den Allgäuer Bergen.
Rechts hinter dem ersten Bauernhof einen Feldweg aufwärts (Wegweiser Falken), an der ersten Weggabelung links und an der zweiten rechts. Nach wenigen Metern links auf einem Steig durch den Wald aufwärts und dann auf teils felsigem Weg über den schmalen Bergkamm zum Kreuz auf dem aussichtsreichen Falkenstein
(2:05 Std.).
Vom Gipfel wandern wir auf dem bekannten Weg über Hinterberg
(2:25 Std.) zurück zur erwähnten Wegkreuzung am Rand der Wiesen von Brackenberg. Hier geradeaus auf dem Feldweg (Wegweiser Brackenberg) zu den nahen Höfen von Brackenberg. Geradewegs auf ein Teersträßchen, nach kurzer Strecke geradeaus (Wegweiser Ruine Vorderburg) und am letzten Hof erneut geradeaus auf einem Feldweg abwärts. Wir folgen den Wegweisern nach Vorderburg, die uns zu einer Wegkreuzung am Ortsrand von Vorderburg führen. Danach gehen wir auf dem Teersträßchen rechts abwärts, an der nächsten Kreuzung wenige Meter nach links und danach rechts zur nahen Hauptstraße hinab. Rechts erreichen wir nach wenigen Metern den Wanderparkplatz in Großdorf
(3:30 Std.) und die Bushaltestelle.

Nach einem Anstieg erreichen wir die Mauerreste, die an die mittelalterliche Vorderburg erinnen.
2

Durch die Starzlachklamm
Ein schmaler Steig, der Groß und Klein begeistert, erschließt die erfrischend kühle Starzlachklamm. Ein Abstecher führt dann zum neu errichteten Museumsdorf am Südfuß des Grünten, von dem aus auf geführten Wanderungen die historischen Erzminen erkundet werden können.
Tourencharakter
Auf schmalem Felssteig durch die Klamm, der dann auf geteerten Wirtschaftswegen zum Museumsdorf Erzgruben führt
Ausgangspunkt
Der Wanderparkplatz am Eingang zur Starzlachklamm im Sonthofener Ortsteil Winkel
Anfahrt
In Sonthofen von der B 308 auf ausgeschilderter Nebenstraße nach Winkel. Vom Bahnhof Sonthofen verkehren Stadtbusse nach Winkel.



Nach einem Steg führt uns der schmale, felsige Weg in den engsten und wildesten Teil der Klamm.
Der Wegverlauf
Vom Parkplatz in Winkel
leitet uns ein breiter Wirtschaftsweg ins Tal der Starzlach. Wir folgen ihm, bis wir vor einem Anstieg rechts auf einen schmalen Wanderweg überwechseln können. Er führt uns an der plätschernden Starzlach entlang bis zum Eingang in die Klamm, an dem ein malerischer Wasserfall in ein großes Wasserbecken rauscht. Links liegt das Kassenhäuschen, neben dem ein überdachter Brotzeitplatz in einem geräumigen Strudelloch untergebracht ist.
Der Weg führt nun über teils glatt geschliffene Felsen an der Starzlach entlang, die die Gesteinsschichten zu bizarren Kunstwerken modelliert hat. Ab hier ist auf dem teils feuchten Weg etwas Vorsicht geboten, um nicht ins Rutschen zu kommen. Die Geländer geben aber Sicherheit und so kann man ohne Sorgen die herrliche Schlucht genießen. Vor dem engsten Teil der Klamm führt uns eine Brücke über tiefe Strudellöcher. Der schmale, felsige Steig ist teils in die senkrechten Felswände gesprengt, ehe sich das Tal wieder weitet. Ein weiterer Steg bringt uns wieder auf die linke Seite der Schlucht. Bald umgehen wir in einem düsteren Tunnel einen Wasserfall und erreichen kurz darauf das obere Ende der Starzlachklamm.
Wir gehen nicht auf dem Steg rechts über die Starzlach, sondern steigen auf dem gut ausgebauten Treppenweg zwischen Felstürmen den steilen Waldhang hoch. Unter den Steilwänden eines Klettergartens knickt der Weg nach links und bringt uns zum oberen Talrand hinauf. Ohne weitere Mühen wandern wir über eine Wiese zum nahen Gasthof Alpenblick
(1:00 Std.), von dem aus sich ein wunderschöner Blick zu den Bergen der Allgäuer Alpen bietet. Zum Museumsdorf folgen wir vom Gasthof der geteerten Alpstraße nach rechts, die uns auf grüne Bergweiden bringt. Über uns ragt die imposante Berggestalt des Grünten auf, die mit steiler, von bizarren Felsen durchsetzter Flanke zu uns abfällt. Wir schwenken an der folgenden Straßengabelung auf das rechte, untere Sträßchen, das uns über sonnenüberflutete Wiesen direkt zum Museumsdorf Erzgruben
(1:20 Std.) führt.

Im Laufe der Jahrtausende hat die Starzlach die Felsen in der Klamm glatt geschliffen.
Vor allem Kinder werden vom Museumsdorf lieber mit dem »Erzgrubenbähnle« ins Tal zurückkehren. Es verkehrt regelmäßig zwischen Burgdorf und dem Museumsdorf und bedient bei Bedarf auch den Wanderparkplatz in Winkel. Wir wandern jedoch nach der Besichtigung wieder zurück zum Gasthof Alpenblick
(1:45 Std.). Von dort könnte man natürlich wieder durch die malerische Starzlachklamm nach Winkel wandern, die Eintrittskarten vom Hinweg bleiben natürlich auch für den Rückweg durch die Klamm gültig.
Freud & Leid
An schönen Wochenenden kann es am Parkplatz, an dem die Tour in die Starzlachklamm beginnt, recht eng werden. Am Kassenhäuschen am Beginn der Klamm ist die Eintrittsgebühr (1,50–3,50 Euro) zu entrichten. Nach dem Weg durch die malerische Schlucht kann man hinaufwandern zum für Groß und Klein interessanten Museumsdorf Erzgruben.
Als Alternative bietet sich ein etwas steilerer und schnellerer Abstiegsweg an. Um ihn zu erreichen, folgen wir am Gasthof vorbei der Teerstraße und biegen nach ca. 300 Metern links auf den Nothaldeweg ein. Er leitet uns anfangs durch Wald und dann über Wiesen steil zur Starzlach hinab. Vor dem Flüsschen wenden wir uns nach links und gehen zur Brücke, über die wir den nahen Parkplatz in Winkel
(2:15 Std.) erreichen.
3

Auf den Grünten
Hoch über dem Illertal ragt am Nordrand der Alpen der Grünten auf, der dank seiner isolierten Lage zu den vortrefflichsten Aussichtsbergen im Allgäu zählt. Zum Abschluss der Tour sorgt der Steig durch die enge, geologisch interessante Starzlachklamm für einen weiteren Höhepunkt.
Tourencharakter
Eine teils anstrengende, aber nicht allzu schwierige Bergtour auf schmalen Steigen und Alpwegen, die etwas Trittsicherheit erfordert
Ausgangspunkt
Der Wanderparkplatz am Eingang zur Starzlachklamm im Sonthofener Ortsteil Winkel
Anfahrt
In Sonthofen von der B 308 auf ausgeschilderter Nebenstraße nach Winkel. Vom Bahnhof Sonthofen verkehren Stadtbusse nach Winkel.


Der Wegverlauf
Vom Parkplatz in Winkel
gehen wir kurz in Richtung Starzlachklamm und nach der Brücke links auf einem Wanderweg (Wegweiser Alpenblick) zu einem Kiesweg. Auf ihm rechts durch den Wald steil aufwärts und bald auf schmalem Weg über Weiden und eine bewaldete Kuppe zu einer Teerstraße. Wir folgen ihr links abwärts (Wegweiser Burgberg) und schwenken bald rechts auf eine breite Forststraße (Wegweiser Grünten, Grüntenhaus). Auf ihr steigen wir zunehmend steiler bergan. 70 Meter nach einem Bach biegen wir rechts in einen anfangs steilen Weg ein (Wegweiser Grünten, Burgberger Hörnle). In Kehren aufwärts und bald geradewegs auf einen Steig (Wegweiser Grüntenhaus), der uns durch den Wald zu den Alpweiden hinaufführt. Wir gehen geradeaus auf dem breiten Alpweg bergan und bald ist das Grüntenhaus
(3:00 Std.) erreicht.

Auf dem höchsten Punkt des Grünten, dem Übelhorn, steht seit 1924 zu Ehren der Gebirgsjäger das »Jägerdenkmal«.
Vom Haus folgen wir dem Weg nach links (Wegweiser Grünten) zu einem bewaldeten Bergkamm. Auf ihm steigen wir rechts hinauf zur unübersehbaren Sendestation auf dem Grünten. An der Weggabelung halten wir uns links (Wegweiser Jägerdenkmal) und wandern unter der Bergstation der nicht öffentlichen Seilbahn hindurch zum Jägerdenkmal auf dem Übelhorn
(3:40 Std.), dem höchsten Punkt des Grünten. 1924 wurde das mächtige Denkmal zu Ehren der Gebirgsjäger eingeweiht. Vom Gipfel, der seine Nachbarn deutlich überragt, bietet sich eine überwältigende Aussicht nach allen Seiten. Im Westen, Süden und Osten türmen sich zahllose Bergkämme hintereinander auf. Lange lässt sich hier dank der schier unbegrenzten Auswahl das beliebte Gipfelraten spielen. Im Norden dagegen bietet sich von unserem Berg, der in vorderster Reihe am Alpenrand aufragt, ein grenzenloser Ausblick über das Alpenvorland, das uns zu Füßen liegt. Lange hält uns dieser Rundumblick gefangen, ehe wir den Abstieg beginnen.

Zwischen Felsblöcken windet sich der Weg vom Gasthof Alpenblick zur Starzlachklamm hinab.
Vom Gipfel steigen wir in nordöstlicher Richtung auf einem anfangs etwas felsigen Kamm abwärts (Wegweiser Rettenberg, Grüntenhütte, Kranzegg). Nach wenigen Minuten gehen wir rechts auf einem Steig in einen Wiesensattel hinab und von dort rechts durch den Südhang des Grünten abwärts zur Zweifelgehrenalpe. Von der Alpe gehen wir in gleichbleibender Richtung abwärts (Wegweiser Burgberg) zum Weg, der vom Grüntenhaus herabkommt. Auf ihm links hinab (Wegweiser Alpe Obere Schwand) zur Schwandalpe
(4:25 Std.), in der man den Sommer über einkehren kann. Rechts an der Alphütte vorbei (Wegweiser Burgberg) und abwärts, bis wir an der Alpe Kehr eine Teerstraße erreichen. Sie bringt uns rechts zum Gasthof Alpenblick
(4:50 Std.).
Wenige Meter vor dem Gasthof biegen wir links auf einen Feldweg ab (Wegweiser Starzlachklamm, Winkel). Er schwenkt bald nach links und wir wechseln geradeaus auf einen Wanderweg (Wegweiser Starzlachklamm, Winkel), der uns über eine Wiese führt. Der Weg läuft links unter den überhängenden Wänden eines Klettergartens bergab und leitet uns gut ausgebaut zwischen Felstürmen in den Talgrund hinab. Wir lassen einen ersten Steg, der über die Starzlach führt, links liegen. Weiter geradewegs in die Starzlachklamm, deren kühle Frische nach dem sonnigen Abstieg über die Südflanke des Grünten wieder die Lebensgeister weckt. In einem düsteren Tunnel umgehen wir einen Wasserfall, ehe sich die Schlucht wieder weitet. Vor der engsten Stelle bringt uns ein Steg an die linken Schluchtwände, in die der schmale Steig gesprengt ist. Bald wechseln wir oberhalb mächtiger Strudellöcher, in denen das Wasser unergründlich und geheimnisvoll leuchtet, wieder an den rechten Hang. Der Weg führt nun über teils glatt geschliffene Felsen an der Starzlach entlang, die die Gesteinsschichten zu bizarren Kunstwerken modelliert hat. Bald ist das Kassenhäuschen erreicht, neben dem ein überdachter Brotzeitplatz in ein geräumiges Strudelloch gebaut wurde, das der Fluss vor Jahrtausenden oberhalb der heutigen Talsohle geschürft hat. Wir steigen wenige Meter abwärts an den Rand eines großen Wasserbeckens, in das aus der Klamm ein malerischer Wasserfall rauscht. Hier entscheiden wir uns an der Gabelung für den schmalen linken Weg, der noch ein Stück der Starzlach folgt. Wir treffen bald auf einen Wirtschaftsweg, auf dem wir talaus zur Brücke wandern, die uns zum nahen Wanderparkplatz in Winkel
(5:30 Std.) zurückbringt.

Stege und ein schmaler, felsiger Weg führen uns durch den engsten Abschnitt der Starzlachklamm.
Freud & Leid
Trotz seiner verglichen mit den Allgäuer Hochgipfeln relativ geringen Gipfelmeter, sollte man den Anstieg auf den Grünten nicht unterschätzen. Über 1000 Höhenmeter gilt es auf großteils recht steilen und steinigen Steigen zu überwinden, bis man den berühmten Rundumblick vom Wächter über dem Illertal genießen kann.
4

Auf das Wertacher Hörnle
Westlich über dem Tal der Wertach erhebt sich ein waldreicher Höhenzug, dessen höchster Gipfel das Wertacher Hörnle ist. Vom malerischen Bergsee und den freien Süd- und Ostflanken bieten sich beeindruckende Blicke zu den nahen Hochgipfeln.
Tourencharakter
Eine einfache Bergtour auf breiten Alpwegen und Steigen
Ausgangspunkt
Parkplatz/Bushaltestelle am nördlichen Ortsrand von Obergschwend neben der B 310
Anfahrt
Zwischen Unterjoch und Oberjoch an der B 310. Im Ort Haltestelle der Buslinie von Unterjoch über Oberjoch nach Bad Hindelang und Sonthofen (Bahnanschluss)


Der Wegverlauf
Am Parkplatz am Ortsrand von Obergschwend
beginnt eine teils geteerte Alpstraße (Wegweiser Buchelalpe), die uns anfangs durch Wiesen und dann in weiten Serpentinen durch den Wald aufwärts zur bewirtschafteten Buchelalpe
(0:50 Std.) führt. Von der Alpe links aufwärts (Wegweiser Wertacher Hörnle) zu einer Weggabelung, an der wir uns rechts halten (Wegweiser Wertacher Hörnle). Nach wenigen Metern hinter einem Zaun dem roten Pfeil rechts folgen über Alpweiden und durch Wald steil aufwärts zu einer kleinen Waldweide. Wir halten uns rechts, überqueren einen Wirtschaftsweg und erreichen nach wenigen Metern einen Wegweiser an einer breiten Alpstraße. Auf ihr links (Wegweiser Wertacher Hörnle) eben durch den Wald und über Alpwiesen zu einer Wegkreuzung. Rechts (Wegweiser Wertacher Hörnle) auf teils geteertem Weg steil aufwärts zu einer Wegkreuzung in den Wiesen unter dem Wertacher Hörnle. Rechts (Wegweiser Hörnlesee) führt uns ein kurzer Abstecher zum idyllischen Hörnlesee (1601 m). An seinem Ufer kann man auf umgestürzten Baumstämmen eine Rast einlegen, ehe man den letzten Anstieg zum Gipfel in Angriff nimmt.
Freud & Leid
Für diese Tour heißt es rechtzeitig aufbrechen, denn der recht kleine Parkplatz in Obergschwend ist schnell voll belegt. Dort beginnt der auch mit Kindern gut zu bewältigende Anstieg durch Wald und über Alpweiden, der vorbei an der beliebten Einkehr an der Buchelalpe und am kleinen Hörnlesee auf den aussichtsreichen Gipfel führt.
Vom See ein kurzes Stück zurück und dann über Wegspuren rechts hinauf bis kurz unter den Südgipfel des Wertacher Hörnles (1684 m). Wir halten uns rechts und über den Bergkamm zum kreuzgeschmückten Hauptgipfel
(2:30 Std.), der traumhafte Ausblicke bietet. Besonders eindrucksvoll sind die Hochgipfel, die im Süden und Osten über dem Ostrachtal und Tannheimer Tal aufragen. Vom Gipfel geht es auf dem Aufstiegsweg wieder hinab bis zur Buchelalpe
(3:15 Std.). Von der Hütte auf dem Fußweg über die Wiese hinab, geradeaus über die Alpstraße und auf einem breiten Kiesweg (Wegweiser Obergschwend), weiter abwärts. Nach kurzer Strecke wechseln wir auf einen schmalen Steig, der uns über teils feuchte Wiesen hinabführt. Hier auf einer Kiesstraße kurz nach rechts, dann links auf einem Wiesenweg zu einer nahen Teerstraße hinab und auf ihr links bis vor die Bundesstraße. Links gehen wir an der Bushaltestelle vorbei und zurück zum Parkplatz am Rand von Obergschwend
(3:45 Std.).

In einer eiszeitlichen Karmulde liegt unterhalb des Wertacher Hörnles der bezaubernde Hörnlesee.
5

Abseits des Trubels
Spieser und Kleiner Hirschberg
Über Bad Hindelang durchzieht der geologisch interessante Hirschbachtobel die Südflanke des Spieser. Ein schmaler Steig führt hier an Wasserfällen vorbei hinauf zu gerundeten Bergkuppen, von denen die Blicke zu den Gipfeln der Allgäuer Hochalpen und weit ins Alpenvorland gehen.
Tourencharakter
Zu Beginn verlangt ein schmaler Steig Trittsicherheit. Anschließend auf harmlosen Wegen über die Bergkuppen
Ausgangspunkt
Die Kirche im Ortszentrum von Bad Hindelang
Anfahrt
Bad Hindelang liegt an der B 308, die von Sonthofen auf das Oberjoch führt. Gute Busverbindungen nach Sonthofen (Bahnhof) und in andere Allgäuer Orte


Der Wegverlauf
Von der Kirche im Ortszentrum von Bad Hindelang
gehen wir auf der »Marktstraße« in östlicher Richtung zur »Jochstraße«. Wir folgen ihr wenige Meter links aufwärts und biegen dann links in die zur Kalvarienberggasse ausgeschilderte »Rosengasse«. Wir folgen ihr aufwärts, bis rechts neben einer Kreuzwegstation ein schmaler Teerweg abzweigt. Auf ihm wandern wir aufwärts zur Kalvarienbergkapelle. Links der Kapelle beginnt eine Wegspur, die uns über weiche Wiesen zu einem Teersträßchen führt. Wir folgen der Straße nur wenige Meter nach links und biegen dann rechts auf einen Wiesenweg ein. Er bringt uns in wenigen Minuten hinauf zum Café Polite.
An der Kreuzung neben dem Café halten wir uns rechts und steigen in den Talgrund des Hirschbachtobel ab.
Wir nehmen an der Kreuzung hinter dem Brückchen den linken Weg. Die Schautafeln des »Geologischen Lehrpfades Hindelang« erläutern nun die Entstehungsgeschichte der Landschaft und die verschiedenen Gesteine am Wegesrand. Wir steigen rechts des Baches auf dem gut ausgebauten und zusätzlich mit Drahtseilen gesicherten Weg bergan. Oberhalb des ersten Schluchtabschnittes weitet sich das Tal, und wir erreichen eine Wegkreuzung. Der geologische Lehrpfad führt links über den Steg und bietet eine einfachere und kürzere Wegvariante.
Wir wandern jedoch geradeaus am Bachbett entlang talauf. Ein zweiter Steg bringt uns auf die linke Bachseite und kurz darauf zweigt links der Kellerwandweg ab. Wir wandern jedoch auf schmalem Steig geradeaus in den beeindruckenden oberen Abschnitt der Schlucht. Eine Brücke hilft uns wieder über den Bach, der über glatt gewaschene Felsen sprudelt. Der Steig weicht jetzt in den rechten Talhang aus und wir gewinnen schnell an Höhe. An steilen und abschüssigen Stellen sorgen Drahtseile für Sicherheit. Bald liegt das Felsamphitheater des Hirschbachtobels unter uns. Das Gelände wird wieder flacher und durch Wald steigen wir zu einem herrlichen Aussichtsplatz empor.
Wenige Meter weiter treffen wir auf eine Forststraße, der wir nur wenige Meter folgen. Dann zweigt links ein Wanderweg ab, der uns durch den Wald zu einer Wegkreuzung am Rand einer Alpweide bringt. Wir biegen rechts auf den Weg ab, der über einen aussichtsreichen Almwiesenrücken bergan führt. Links vor uns steht unser nächstes Ziel, der Spieser, aus dessen schütter bewaldeter Südflanke bizarre Felstürme ragen. Vor einer kreuzgeschmückten Kuppe treffen wir auf einen breiteren Weg, der uns rechts zur Hirschalpe
(2:45 Std.) bringt.
An der Kreuzung neben der Alpe bieten sich zwei Weiterwege an. Links kann man an einem Kreuz vorbei zur Südflanke des Spieser steigen und dann von einer Weggabelung rechts haltend über den bewaldeten Südwestrücken den Gipfel erklimmen. Wir gehen jedoch geradeaus bergauf zum Steinpasssattel, halten uns dort links und wandern über aussichtsreiche Bergwiesen und den Ostrücken zum Gipfelkreuz auf dem aussichtsreichen Spieser
(3:15 Std.) hinauf.
Freud & Leid
Nördlich über Bad Hindelang ragen die aussichtsreichen Gipfel von Spieser und Kleinem Hirschberg auf. Der Aufstieg durch den wilden Hirschbachtobel sollte versierten Wanderern vorbehalten bleiben. Der teils drahtseilgesicherte Steig führt über steiles Felsgelände, verlangt Trittsicherheit und ist stark der Sonne ausgesetzt.
Vom Kreuz folgen wir einem steinigen Steig, der am Westrücken bergabläuft. Er schwenkt bald nach rechts und führt uns durch die Nordflanke des Spieser in einen breiten Wiesensattel. Wir treffen auf einen Querweg, der uns rechts haltend zum tiefsten Punkt des Sattels leitet. Ein Übertritt hilft über einen Zaun und anschließend ein Bohlenweg zu einer Weggabelung. Wir halten uns links und folgen dem Bohlenweg, der uns an verfallenen Hütten vorbei in den Wald führt. Die roten Markierungen leiten uns in eine sumpfige Talmulde, in der verstreut kleine Heustadel stehen. Entlang der Markierungsstangen marschieren wir durch das feuchte Gelände zu einer Alphütte am gegenüberliegenden Hang.

Tief unter dem Spieser schlängelt sich das von Dunst erfüllte Illertal.
Dort setzt ein breiter Weg an, der uns links auf einen Waldrücken führt. An der nächsten Wegkreuzung gehen wir geradeaus und wandern an der Karl-Hüller-Hütte vorbei abwärts bis zur Klank-Hütte. Wir verlassen hier geradewegs die nach rechts knickende Alpstraße und folgen einem schmalen Steig, der uns über einen Wiesensattel und einen bewaldeten Bergrücken auf den Hirschberg bringt. Wir überschreiten den unauffälligen höchsten Punkt und steigen zum großen Kreuz auf dem Vorgipfel des Hirschbergs
(4:05 Std.) ab.
Direkt am Kreuz schwenkt der schmale, steinige Steig nach rechts und läuft in unzähligen Kehren durch den steilen Waldhang abwärts. An einer ersten Wegkreuzung gehen wir geradeaus zu einer zweiten, an der von links der im Hirschbachtobel abzweigende Kellerwandweg hereinkommt. Rechts haltend steigen wir zu einem breiten Querweg hinab, an dem wir wieder auf den »Geologischen Lehrpfad Hindelang« treffen. Unterhalb setzt ein Weg an, der uns rechts haltend in ein Tal bringt.
Vor dem Bach halten wir uns links und wandern an einigen Rückhaltebecken vorbei zu einer schmalen Teerstraße hinab. Sie führt uns links zu den ersten Häusern von Bad Hindelang. Wir folgen geradewegs der Gailenbergstraße abwärts, bis wir an ihrem Ende links zur Kirche im Ortszentrum von Bad Hindelang
(5:00 Std.) gelangen.

In Kaskaden rauscht der Hirschbach durch die nach oben hin zunehmend steilere Schlucht.
Pulsuz fraqment bitdi.