Kitabı oxu: «Der Hase und der Igel»
Brüder Grimm
Hase und der Igel
Saga
Hase und der IgelCoverbild / Illustration: Shutterstock Copyright © 1843, 2019 Brüder Grimm und SAGA Egmont All rights reserved ISBN: 9788726379679
1. Ebook-Auflage, 2019
Format: EPUB 2.0
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37.
Der Hase und der Igel.
Es war an einem Sonntagmorgen im Spätsommer, gerade als der Buchweizen blühte. Am klaren Himmel war die Sonne aufgegangen, der Morgenwind wehte warm über die Stoppeln, die Lerchen sangen in der Luft, die Bienen summten im Buchweizen, und die Leute gingen in ihrem Sonntagsstaat zur Kirche. Alle Kreatur war vergnügt, und der Swinegel auch.
Der Swinegel aber stand vor seiner Tür, hatte die Arme übereinandergeschlagen, sah in den Morgenwind hinaus und trällerte ein Liedchen vor sich hin, so gut und schlecht, wie eben ein Swinegel am Sonntagmorgen zu singen pflegt. Wie er nun so halblaut vor sich hin sang, fiel ihm auf einmal ein, er könnte doch, während seine Frau die Kinder wüsche und anzöge, ein bisschen ins Feld hinaus spazieren und nachsehen, wie seine Streckrüben stünden. Die Steckrüben waren seinem Hause am nächsten, und weil er mit seiner Familie davon zu essen pflegte, so sah er sie als sein eigen an. Gesagt, getan. Der Swinegel machte die Haustüre hinter sich zu und schlug den Weg ins Feld ein. Er war noch nicht sehr weit von Hause und wollte sich gerade um den Schlehenbusch, der da vor dem Felde liegt, nach dem Steckrübenacker hinaufwenden, da begegnete ihm der Hase, der in ähnlichen Geschäften ausgegangen war, nämlich um seinen Kohl zu besehen. Als der Swinegel den Hasen gewahr wurde, bot er ihm freundlich einen guten Morgen. Der Hase aber, der auf seine Art ein vornehmer Herr war und grenzenlos hochmütig dazu, antwortete gar nicht auf den Gruss, sondern sagte zum Swinegel, indem er eine gewaltig höhnische Miene annahm: „Wie kommt es denn, dass du hier schon am frühen Morgen auf dem Felde herumläufft?“ — „Ich gehe spazieren“, amtwortete der Swinegel. „Spazieren!“ lachte der Hase, „ich dächte, du könntest deine Beine auch wohl zu besseren Dingen gebrauchen“. Diese Antwort verdross den Swinegel ungeheuer, denn alles kann er vertragen, nur auf seine schiefen Beine lässt er nichts kommen, eben weil sie von Natur schief sind. „Du bildest dir wohl ein“, sagte er zum Hasen, „dass du mit deinen Beinen mehr ausrichten kannst?“ „Das will ich meinen!“ antwortete der Hase. „Es kommt auf einen Versuch an“, erwidert der Swinegel; „ich pariere, wenn wir um die Wette laufen, so lauf ich dir voraus“. Das ist ja zum Lachen, du mit deinen schiefen Beinen!“ sagte der Hase. „Aber wenn du so übergrosse Lust hast, bin ich dabei; was gilt die Wette?“ „Einen goldnen Lujedor und eine Buddel Branntwein“, sagt der Swinegel. „Angenommen“, antwortet der Hase; schlag’ ein, es kann gleich losgehen.“ „Nein, so grosse Eile hat es nicht“, meint der Swinegel; ich bin noch ganz nüchtern. Erst will ich nach Hause gehen und etwas frühstücken; in einer halben Stunde bin ich wieder hier zur Stelle.“
Pulsuz fraqment bitdi.