Kitabı oxu: «Heißer Nachbar: Erotische Novelle»

Şrift:

Camille Bech

Heißer Nachbar: Erotische Novelle

Lust

Heißer Nachbar: Erotische Novelle Übersetzt Rebecca Jakobi Original BEGÆRETS MAGT - Lejligheden ovenpå Coverbild/Illustration: Shutterstock Copyright © 2017, 2020 Camille Bech und LUST All rights reserved ISBN: 9788726299618

1. Ebook-Auflage, 2020

Format: EPUB 2.0

Dieses Buch ist urheberrechtlich geschützt. Kopieren für gewerbliche und öffentliche Zwecke ist nur mit Zustimmung von LUST gestattet.

Heißer Nachbar

Kurz vor Beginn ihres Studiums zog Lisa in die Wohnung über dem Antiquariat. Sie hatte sie mit Glück bekommen, gerade als sie die Hoffnung aufgegeben hatte. Die Wohnung war nicht besonders groß, hatte aber alles, was sie brauchte; ein kleines Wohnzimmer, eine winzige Küche, ein WC mit Dusche und ein Schlafzimmer, in das ihr großes Bett gerade so hereinpasste.

Sie lag in einem alten Stadthaus mit zehn Einheiten. Das Antiquariat befand sich im Erdgeschoss. Die Geräusche aus der Wohnung über ihr hatte sie schon am ersten Abend hören können, aber es dauerte eine Weile, bis sie herausfand, was dahintersteckte. Sie musste schmunzeln, als ihr klar wurde, dass die Geräusche von den Schlafzimmeraktivitäten der Nachbarin stammten.

Sie kamen zur Sache, es wurde gestöhnt, an Schlaf war also nicht zu denken.

Sie versuchte, nicht hinzuhören, wenn sie deshalb wach lag, doch es war unmöglich; die Wohnung war zu hellhörig, und wenn die Frau zum Orgasmus kam, gab es keinen Grund zum Zweifel. Sie rief, schrie, stöhnte und jammerte lauthals. Lisa erregte das. Sie lag im Dunkel und fasste sich an, während es oben zur Sache ging.

Sie klemmte sich die Decke zwischen die Beine und bewegte sich vor und zurück, bis sie das wunderbare Kribbeln im Unterleib spürte. Im besten Fall gelang es ihr, gleichzeitig mit der anderen Frau zu kommen. Dann nämlich konnte niemand ihr eigenes lautes Stöhnen unter den Geräuschen ausmachen. Bisher hatte sie die Nachbarn noch nicht getroffen – auf dem Briefkasten stand M. Hansen, was ihr aber lediglich verriet, dass nur eine Person unter dieser Adresse gemeldet war.

Kurz nach dem Einzug begann das Studium, und sie fand schnell heraus, dass sie mit Ohrstöpseln die ganze Nacht friedlich durchschlafen konnte. Sie wohnte im zweiten Stock, der Lärm kam aus dem dritten, und bald sollte sie Bekanntschaft mit dem Bewohner des vierten Stocks machen. Eines Tages, als sie von der Universität nach Hause kam, stand er vor ihrer Tür: ein Mann um die dreißig mit grönländischen Wurzeln, sein langes schwarzes Haar war zu einem Pferdeschwanz gebunden.

„Ist was?“

Sie sah ihn an, während sie nach ihrem Schlüssel suchte.

„Ja, ich müsste mal mit dir sprechen … ja, du hörst sie doch bestimmt auch. Ich habe kein Auge zugekriegt, seit ich eingezogen bin.“

Sie lächelte, erleichtert, dass nicht nur sie die Paarungsrituale der Nachbarn ein wenig übertrieben fand.

„Naja, ja … ist schwer überhören … wenn sie loslegen. Wer sind sie eigentlich, ich habe sie noch nie gesehen?“

Er kam mit in ihre Wohnung, sie bot ihm einen Kaffee an und räumte ein paar Bücher weg, damit er sich hinsetzen konnte.

„Sie ist Kellnerin in der Eriksgade, der Mann ist immer ein anderer. Sie nimmt sie nach Feierabend mit nach Hause, habe keinen Schimmer, ob sie sich damit noch was dazuverdient.“

Lisa konnte sich nicht vorstellen, wie es war, jede Nacht mit einem anderen Mann zu verbringen. Sie kannte nur Jonas, und inzwischen war ein Jahr vergangen, seit sich ihre Wege getrennt hatten.

„Wie heißt du eigentlich?“, fragte sie.

„Oh, Entschuldigung … Carl, Carl heiße ich.“

Er war wieder aufgestanden und streckte ihr die Hand entgegen. Sie drückte sie, während sie in seine dunklen Augen schaute. Er sah nett aus, und es war schön, etwas Gesellschaft zu haben.

„Du bist mein erster Gast hier, Carl. Ich komme aus Aalborg und studiere Medizin.“

„Und du heißt …?“

„Lisa“, lachte sie entschuldigend.

Als sie es sich mit Kaffee und einem Rest Kuchen vom Wochenende gemütlich gemacht hatten, fragte sie:

„Können wir etwas unternehmen, was diese … Nachbarin angeht? Habt ihr sie schon mal darauf angesprochen?“

„Nein, die meisten ziehen anscheinend einfach aus, wenn es ihnen zu viel wird, aber ich möchte eigentlich bleiben, und ich schätze, du auch?“

Sie diskutierten mögliche Lösungsansätze, und sie lachte auf, als er beispielhaft demonstrierte, wie sie an der Tür klingelten und ihr Anliegen in allerlei komischen Floskeln vortrugen.

„Es ist eben nicht so einfach, die richtigen Worte zu finden, wenn es um sowas geht.“

„Stimmt“, sagte sie.

Pulsuz fraqment bitdi.

1,96 ₼