Kitabı oxu: «Lesben-Nest»

Şrift:

Dallas Mayo

Lesben-Nest

SAGA Egmont

Lesben-Nest

Copyright © 1991, 2018 Dallas Mayo und Verlag

All rights reserved

ISBN: 9788711977293

1. Ebook-Auflage, 2018

Format: EPUB 2.0

Dieses Buch ist urheberrechtlich geschützt. Kopieren für andere als persönliche Nutzung ist nur nach

Absprache mit dem Verlag gestattet.

1

Die glatte Haut löste ein Prickeln in meinen Händen aus. Für mich war es nicht gerade ein Lieblings-Zeitvertreib, den nackten Körper meiner Tante zu massieren. Deshalb versuchte ich, mich in Gedanken mit anderen Dingen zu beschäftigen. Aber ich mußte doch immer wieder an diese lesbische Sache denken. So ungern ich es mir auch eingestand … es bereitete mir ein gewisses Vergnügen, mit den Fingern über diese weichen Kurven zu gleiten, den drallen Arsch, der so hübsche Grübchen aufwies, zu streicheln.

Aber diesmal benutzten wir wenigstens den Massage-Tisch; ein Zeichen ehrlichen Bemühens.

Meine Tante Allegra wollte offensichtlich eine richtige Massage. Später würde sie zweifellos noch etwas anderes verlangen, etwas weniger Geschäftsmäßiges, aber im Moment war von Sex nicht die Rede. Jetzt wurde eine echte Massage verlangt. So gut, wie ich unerfahrene Amateurin es eben verstand.

Natürlich war es nicht ganz frei von dieser anderen Sache. Das war bei Allegra Murdock niemals der Fall. Selbst jetzt schnurrte sie behaglich wie ein zufriedenes Kätzchen. Natürlich zufrieden auf ihre eigene Art. Wie sie es ihrer kleinen Nichte beigebracht hatte, die ihr zu diesem Zweck zur Verfügung stand und sich niemals beklagte.

Die sich niemals beklagte?

Ha …! Ich beklagte mich doch nur aus dem einzigen Grunde nicht, weil es mir sowieso nichts genützt hätte. Aber danach zumute war mir bestimmt. Dieses nackte Fleisch, das ich so zart und sanft behandeln mußte … oh, wie gern hätte ich mal so richtig hingelangt und klatschend zugeschlagen! „Aua!“

„Hm …? Hab’ ich dir etwa weh getan?“

„Und ob, verdammt noch mal!“

„Entschuldige. Ich kenne eben meine eigene Stärke nicht, Tante Allegra.“

„Okay, okay. Aber sei gefälligst ein bißchen sanftter!“

„Hmhmmm … etwa so … und so?“

„Herrlich! Ja, so ist’s gut! Weißt du eigentlich, daß du dir eine nette Berührung angewöhnt hast? Ich meine, so lange du nicht sorglos wirst. Ach, und was ich übrigens noch sagen wollte … es wäre mir schon lieber, wenn du mich nicht länger Tante nennen würdest! Und schon gar nicht, wenn wir diesen Trip nach Florida machen werden. Das wäre dort unten einfach nicht passend, verstehst du? Wirst du dich daran erinnern können, liebste Jody? Und mich einfach Allegra nennen, hm?“

„Ich … ich will’s versuchen, aber ich werde mich erst daran gewöhnen müssen.“

„Bitte, tu’s! Nicht, daß es ein Geheimnis ist oder so …“

Ihre Stimme verklang, dann schnurrte sie wieder behaglich.

„Wir werden uns großartig amüsieren, Darling! Na, du wirst schon sehen! Ein Ort für Liebhaber, nicht für Verwandte. Eine einzige lange Party …“ Und so murmelte sie weiter dauernd vor sich hin, aber ich hörte nur mit halbem Ohr zu. Schließlich hatte ich das alles ja schon so oft zu hören bekommen! Jedenfalls das meiste. Alles über ihre Freundin in Florida. Mit dem großen Haus und mit einem Swimmingpool. Sogar ihre Bitte, sie in Zukunft nur noch Allegra zu nennen, war nicht neu. Sie hatte es während der letzten Wochen schon öfters mehr oder minder versteckt angedeutet.

An sich waren wir ja auch gar nicht richtig miteinander verwandt. Blutsverwandt, meine ich. Nur ein angeheiratetes Verwandtschaftsverhältnis. Aber da ich infolge tragischer Umstände schon mit siebzehn Jahren Vollwaise geworden war … konnte ich da nicht von Glück sagen, eine so reiche und großzügige Frau als Verwandte zu haben und — zumindest vorübergehend — bei ihr leben zu dürfen? Schließlich war ich ja arm wie eine Kirchenmaus.

Ein Glück für mich … in der Tat.

Aber auch ein Glück für sie, wie sich herausstellte! Eine Lesbierin, die sich glücklich schätzen konnte, daß ich ihr wie eine reife Pflaume in den Schoß gefallen war!

Und deshalb waren unsere Beziehungen jetzt keineswegs mehr nur vorübergehend, denn aus offensichtlichen Gründen hatte die kleine, mittellose Jody Walsh einen Platz gefunden, wo sie leben konnte … und noch dazu mit einer Tante!

Ja, es war schon ein Glück für mich. Vor allem aber hatte ich Glück, daß ich mit einem gewissen Sinn für Humor geboren war. Das war in einer Situation wie der meinen schon eine große Hilfe. Aber ich war auch noch mit vielem anderen geboren worden … zum Glück für mich! Bemerkenswerte Dinge, die mich eben zu dieser reifen Pflaume machten! Rabenschwarzes Haar, weich und wellig und leicht zu bändigen. Ein Paar große blaue Augen, die so mädchenhaft unschuldig dreinblicken konnten. Und einen aufblühenden Körper, der für einen Hauch lesbischer Teufelei geradezu geschaffen war! Machen wir uns nichts vor … meine Beine und meine Brüste hatten gar nichts mädchenhaft Unschuldiges an sich! Und wie mich die jungen Burschen anstarrten, das konnte man auch nicht gerade als unschuldig bezeichnen! Erwachsene Männer ebenfalls. In letzter Zeit konnte ich mich ja kaum noch auf der Straße blicken lassen, ohne anzüglich angeglotzt zu werden. Sogar Frauen drehten sich nach mir um und riskierten einen zweiten Blick.

Ich kam mir dabei vor wie ein Filmstar.

Hmhmm …‘

Schön, aber dumm?

War schon komisch. Nur weil mir die Schule zu langweilig geworden war, weshalb ich sie aufgegeben hatte, schienen alle Leute mir diesen Stempel aufzudrücken. Auch Allegra schien so zu denken. Manchmal behandelte sie mich fast wie einen Dienstboten, der noch unter einer armen Verwandten rangierte.

„Jody?“

„Hm?“

„Du hast ja gar nicht zugehört!“

„Oh … entschuldige. Wolltest du etwas Besonderes?“

„Nein. Mir ist nur eben etwas eingefallen. Ich mußte an unsere Gastgeberin denken und …“

„Gastgeberin?“

„Unsere Gastgeberin in Florida, du Dummerchen! Muß ich dir denn alles vorbuchstabieren? Ein bißchen mehr Aufmerksamkeit darf ich doch wohl von dir erwarten, oder?“

„Tut mir leid, entschuldige.“

„Was du brauchst, ist ein bißchen Disziplin! Dann brauchtest du dich wahrscheinlich nicht so oft zu entschuldigen.“

Aber nun hatte sie sich offenbar alles wieder von der Seele geredet und lag ganz ruhig da, um die Massage zu genießen. Ihr Fleisch zitterte unter meinen knetenden Händen. Ich widmete mich sehr lange meiner Aufgabe. Oh, sie hatte mich gut unterrichtet! Ich verspürte fast so etwas wie sexuelles Verlangen in meinen Lenden!

Kein Wunder, daß sie es so leicht hatte, mich gefügig zu machen.

„Jody?“

„Ja? Möchtest du dich jetzt umdrehen?“

„Bitte. Hilf mir, ja? Ich fühle mich heute abend so nervös und gereizt. Sei also ein bißchen nett zu mir, ja?“

„Ich … äh … ich bin doch immer nett zu dir.“

„Das habe ich doch nicht gemeint. Ich rede von der Massage. Sei nicht so grob, meine Liebe. Einfach streicheln. Ganz sachte und behutsam, verstehst du? Das brauche ich. Nicht mehr.“

„Oh? Nichts weiter?“

„Nun, ja …“ Sie lachte leise und verspielt. „Wir werden sehen. Jetzt konzentriere dich erst mal auf deine Arbeit, du gieriges Mädchen!“

Ich wußte natürlich, daß sie mich nur aufziehen wollte. Es gab gar keinen Zweifel daran, wie auch die heutige Massage für uns beide wieder enden würde. Da ich mir also darüber durchaus im klaren war, versuchte ich, mich ebenfalls in die richtige Stimmung zu versetzen. Ich hatte längst begriffen, daß ich am besten mit meiner Tante auskommen konnte, wenn ich mich all ihren Launen anpaßte. Sie nannte das Spiel und bestimmte die Regeln. Ich hatte mich einfach zu fügen.

„He, was machst du denn da schon wieder?“ rief Allegra. „Gierig, gierig! Hab’ ich dir nicht gesagt, du sollst dich ausschließlich auf deine Arbeit konzentrieren?“

„Ja, Ma’am. Entschuldigung. Aber du bist so hübsch. Ich werde ganz aufgeregt, wenn ich dich so berühre und …“

„Schon gut!“

Aber es war natürlich nur noch eine Frage der Zeit.

Ihre Brüste waren bereits geschwollen. Die Nippel ragten hart und steif nach oben. Ich massierte die prallen Fleischhügel mit beiden Händen. Bald begann Allegra immer schwerer zu atmen.

„Oh … Darling … oooh … was hast du bloß für eine nette Berührung!“

Ich kitzelte ihre Brustwarzen noch etwas intensiver. Allmählich ließ ich meine Hände dann immer weiter nach unten wandern, bis zu ihrem Bauch und zu den Hüften. Wie nicht anders erwartet, hörte ich Allegra wohlig seufzen und schließlich ziemlich laut stöhnen.

Aber ich stand auch schon ganz schön unter Dampf. So erging es mir immer. Dieser Körper verfehlte nie seine erregende Wirkung auf mich. Der Körper dieser Frau … diese Titten … diese Möse! Ich kam mir deswegen schuldbewußt vor und hielt meine eigene Reaktion für pervers. Aber dieses Schuldgefühl war für mich gleichzeitig so etwas wie ein Rettungsring, an den ich mich anklammem konnte.

Wie könnte ich denn eine echte Lesbierin sein, wenn ich deswegen Schuldgefühle empfand? Ganz gleich, was wir beide zusammen machten … es war nur zeitweilig und vorübergehend.

Mein Fleisch mochte zwar reagieren, aber meinen Geist würde Allegra niemals unterjochen können! Also waren meine Schuldkomplexe in Wahrheit ein verschleierter Segen für mich.

Zunächst aber empfand ich in solchen Situationen Vergnügen … süß und berauschend wie Wein. Ich sah keinen Grund, das dargereichte Glas nicht zu leeren.

Aber nur nichts überstürzen.

Trotz meiner wachsenden Ungeduld setzte ich erst einmal meine Massage fort und behielt die Heuchelei bei. Noch war meine herrische Tante Allegra der Boß! Selbst wenn ihre mollige Gestalt zusammenzuckte, selbst wenn sie die Knie anzog und die Beine spreizte … ich mußte weiter massieren und durfte eine bestimmte Grenze nicht überschreiten.

Ich beschäftigte mich nun mit ihren plumpen Oberschenkeln, deren samtweiche Haut mich immer von neuem faszinierte. Dann strich ich mit beiden Händen langsam nach oben, ein Weilchen über den Bauch und schließlich wieder etwas weiter nach unten, bis meine Finger im dichten, struppigen Muff wühlen konnten.

„Hmhmm … Darling … du liebes Mädchen …“

„Fühlst du dich jetzt schon wohler?“

„Viel wohler! Und du bestimmt auch, nicht wahr?“

Es war keine Frage, sondern eine Feststellung, die keiner Bestätigung bedurfte. Jedenfalls brauchte sie nicht laut ausgesprochen zu werden. Ich ließ meine Finger für mich reden. Ich liebte das taktile Gefühl, aber die Farbe des Mösenhaares gefiel mir nicht sonderlich. Es war dort unten viel zu dunkel im Vergleich zum kastanienbraunen Kopfhaar. Beinahe so dunkel wie mein eigenes, und das enttäuschte mich immer ein bißchen. Abschreckend wirkte es aber keineswegs, und so heizte ich ihr weiter eifrig ein. Ich beugte mich etwas weiter nach unten, keuchte ein bißchen und befeuchtete meine Lippen mit lüstern lekkender Zunge.

Oh, das alles war natürlich nur Show, denn diese Nutte von Frau hatte mich längst so weit, daß ich vor sexuellem Verlangen im eigenen Saft schmorte! Und als sie nun die Beine anhob und um meinen Kopf schloß, überließ ich mich dieser stummen, aber unverhüllten Einladung mehr als bereitwillig. Doch dann fiel mir ein, daß es für mich in dieser Position recht ungemütlich werden könnte; vor allem, wenn es wieder so lange wie üblich dauern sollte. Deshalb riskierte ich es, einen zaghaften Vorschlag zu machen.

„Allegra? Möchtest du ins Bett? Soll ich dir helfen?“

„Nein.“

„Aber dort würdest du es doch viel bequemer haben und …“

Doch ihre Reaktion ließ mich verstummen. Ich begriff, daß es jetzt mit dem Spielen vorbei war und ernst werden sollte. Das Bett war überflüssig. Für mich dürfte es jetzt ratsamer sein, Lippen und Zunge lieber für etwas anderes einzusetzen, als damit zu plappern. Allegras Worte ließen keinen Raum für Proteste, und so geriet ich schleunigst in Aktion.

Das Streicheln meiner Lippen vertiefte sich zu einem Kuß.

Sie preßte ihre heißen Oberschenkel hart an mein Gesicht.

Ich stand halbgebückt da und wühlte meinen Mund in die feuchte Dunkelheit, eifrig bemüht, Lust auszulösen. Und mit Erfolg. Das verriet deutlich genug die Art, wie Allegra den Körper zu bewegen begann. Sie wand sich immer ungeduldiger und ungestümer hin und her.

Wieder überkam mich dieses Schuldgefühl wegen meines lesbischen Treibens.

Ich lecke Fotze!

Zugleich stellte sich aber auch bei mir das Lustgefühl ein.

Mein Mund arbeitete immer schneller und intensiver, immer glühender und hungriger. Meine Lippen schlossen sich um den kleinen, harten Knubbel, der — wie ich wußte — ihr Zentrum der Empfindlichkeit, des Gefühls überhaupt war. Mein Mund öffnete sich, schloß sich und öffnete sich wieder. Ich saugte kräftig am Kitzler, der zitternd pulsierte und immer noch mehr zu verlangen schien. Als wollte er mich betteln.

Aber es war eigentlich kein Betteln, sondern eher beharrliches Fordern. Selbst hier zwischen diesen weichen Oberschenkeln, hier in dieser seidenglatten, sinnlichen Sex-Grube roch es nach Arroganz. Das ließ mir gar keine andere Wahl, als die Forderung zu erfüllen und das Verlangen zu stillen. Ich schloß meinen Mund fest um den kleinen, harten Schaft und bearbeitete ihn kräftig mit der Zunge. Dann begab ich mich mit dem Mund auf Forschungsreise. Nur war es gar keine Forschungsreise. Es gab hier für mich kein unerforschtes Neuland mehr. Viel zu oft war ich schon über diesen schlüpfrigen Pfad gewandert, so daß meine Zunge ganz von selbst wußte, wohin sie sich zu bewegen hatte. Mein Mund arbeitete mit ausgezeichneter Präzision.

„Jody … ah …!!!“

Ja, perfekt. Meine Zungenspitze schien eigene Augen zu haben und mit unfehlbarer Sicherheit ihren Weg zu finden.

Husch … leck … husch … hierhin … leck … husch … dahin … leck, leck, leck … kitzeln … husch … noch mal lecken … wieder husch … husch … leck … kitzeln …

Erstaunlich, was man mit einer Zunge so alles anstellen konnte, wenn man nur wußte, wie! Hmhmmm …

Ja, diese schwule Nutte hatte mich auf ihre lässige Art bestens geschult und ausgebildet!

Ich wünschte mir nur, daß jetzt noch so eine erfahrene Zunge zur Verfügung stünde, die zu meinem eigenen Nutzen derartig eingesetzt werden könnte!

Dieses schreckliche Sehnen in mir schrie auch nach Befriedigung.

Aber ich wußte, daß ich in dieser Hinsicht keine Hilfe zu erwarten hatte.

Oh, Scheiße … für mich fiel dabei niemals etwas ab! Jedenfalls nicht mehr seit der Zeit, als ich zum ersten Mal auf lesbisch verführt worden war.

Es würde mir auch heute letzten Endes wieder nichts anderes übrigbleiben, als es selbst zu tun.

Mit einem Finger, der sich allerdings schon ausgezeichnet darauf verstand! Nun, ja … er hatte ja genügend Zeit zum Üben gehabt!

Aber das hatte ich ihr ganz bestimmt nicht zu verdanken!

Das hatte mir schon sehr früh in meinem Leben ein anderes Mädchen beigebracht.

Aber in letzter Zeit batte ich doch zu überlegen angefangen, wie ein so junges, saftiges Fötzchen wie meins wohl schmecken mochte.

Vielleicht wie eine Schale Zuckerwatte?

2

Es war ein enormer Landsitz mit eigenem Strand, der aber — wie ich erfuhr — nur sehr selten benutzt wurde. Malerisch, aber zuviel Kies. Keine Konkurrenz für den hygienisch einwandfreien Swimmingpool, der nierenförmig angelegt und groß wie ein See war. Das Haus selbst — Flamingo Towers — konnte nur eine Millionärsvilla sein.

Alles war viel imponierender und beeindruckender, als ich es mir vorgestellt hatte.

Von der Besitzerin bekam ich zunächst nicht viel zu sehen.

Hildegard Kohl hatte nur kurz Hallo! zu mir gesagt und war dann sofort wieder verschwunden. Sie hatte es ihren Gästen überlassen, für sich selbst zu sorgen. Sie war — wie ich ebenfalls erst später erfuhr — nach Palm Beach gefahren, um ein paar Freunde zu besuchen und eine Party zu planen. An sich war es von ihr uns gegenüber nicht einmal unhöflich. Wir waren sehr früh eingetroffen und bislang die ersten und einzigen Gäste. Und was die Selbstversorgung anbelangte … nun, wir würden uns kaum zu überanstrengen haben, da ja das reguläre Personal noch da war, um alles für uns zu erledigen.

Mir war das durchaus recht, aber meine Tante Allegra schien doch einigermaßen enttäuscht zu sein. Vielleicht hatte sie zumindest eine Horde nackter Sklavinnen zu ihren Diensten erwartet oder so.

Nun, vielleicht war auch ich von diesem kurzen Empfang ein bißchen enttäuscht. Die riesige Besitzung machte auf mich zunächst einen verlassenen, beinahe trostlosen Eindruck. Und was am schlimmsten war … das Wetter hatte sich verschlechtert. Es regnete. Damit war es also zunächst nichts mit diesem herrlichen Swimmingpool, den ich von meinem Fenster aus sehen konnte.

Aber wie hätte in so luxuriöser Umgebung düstere Stimmung aufkommen können?

Ich hatte ein eigenes Zimmer mit Bad ganz für mich allein! Das muß man sich einmal vorstellen! Nur das Wohnzimmer mußte ich mit Allegra teilen.

Also wirklich … was für ein Luxus!

Flamingo Towers hatte offenbar mehr Gästezimmer als ein Großstadthotel! Der gesamte Westflügel der geräumigen Villa war Gästen vorbehalten.

Nachdem ich ein bißchen ausgepackt hatte, nahm ich in aller Muße ein stimulierendes Duschbad. Unter dem nadelscharfen Wasserstrahl bekam ich neuen Mut und frische Zuversicht. Ich kam mir stark, waghalsig, draufgängerisch, ja sogar heroisch vor, weil mir dieses Abenteuer bevorstand. Sollten die Chips doch fallen, wie sie wollten!

Nach dem erfrischenden Bad packte ich meine Sachen fertig aus und verstaute alles.

Als auch das erledigt war, hielt ich es für meine Pflicht, mich bei Allegra wenigstens einmal zu erkundigen, ob ich irgendwie behilflich sein könnte.

Natürlich machte ich keine großen Umstände. Ich streifte einfach einen Hausmantel über und schlüpfte in ein Paar Pantoffeln.

Falls Allegra mich brauchen sollte, wirklich brauchen sollte, dann würde ich ja sowieso in ein paar Minuten schon wieder splitternackt sein.

Wozu sollte ich mich also lange mit Make-up abplagen, das ja zwischen ihren Beinen doch nur verschmiert werden würde?

Da ja bisher noch niemand sonst hier anwesend war, dürften meine Beziehungen zu Allegra vorerst einmal die gleichen wie zu Hause bleiben.

Ach, Scheiße! Wer weiß, vielleicht würde überhaupt alles so bleiben, selbst wenn das Haus bis unters Dach mit Gästen angefüllt sein würde! Dann wäre dieser Urlaub, von dem ich mir soviel versprach, für mich restlos verdorben. Genau genommen … sogar für uns beide. Es sei denn, daß ich meine frisch gewonnene Zuversicht in genügend Bravour verwandeln könnte, um schlicht und einfach trotzig zu werden.

Hmhmmm …

Sollten die Chips doch fallen, wie sie wollten! Komische Sache. Diese gottverdammten Chips fielen doch bereits! Yeah! Ich blödes Ding!

Meine Tante saß im Wohnzimmer und hatte dieses Lächeln um den Mund, das stets wie ein sexloser Orgasmus wirkte.

Nur … sie war nicht allein.

Eine Frau war bei ihr. Oder noch ein Mädchen? Eine große Blondine stand direkt neben der Tür. Eine Blonde mit großen, braunen Augen.

„Oh, gut!“ rief meine Tante. „Du kommst gerade recht, meine Liebe. Ich wollte dich nämlich schon rufen. Jody, das ist Sabine. Sabine Devereaux. Sozusagen stellvertretender Kommandant in dieser Burg hier. Kommt unmittelbar hinter unserer Gastgeberin. Weiß alles, was es zu wissen gibt. Sie wird dich bei der Hand nehmen und dafür sorgen, daß man dich nicht mit heruntergelassener Hose erwischt. Sozusagen. Wenn du verstehst, was ich damit meine. Oder daß du dich versehentlich in ein falsches Schlafzimmer verläufst. Nun, ja … eben alles das.“

Allegra zuckte die Schultern und fügte dem falschen Lächeln noch ein verschmitztes, aber ebenso falsches Blinzeln hinzu.

„Na, was sagst du, Sabine? Ich meine, nachdem du ja nun meine kleine Range gesehen hast?“

Die große Blonde nickte. Sie verzog leicht den grellrot geschminkten Mund, aber nicht etwa zu einem Lächeln, sondern eher zu herablassender Zustimmung.

„Ja … hm, natürlich … ich denke schon, daß ich sie richtig bei der Hand nehmen kann … ja, wirklich … ganz nett und reizend.“

Der Blick aus ihren braunen Augen schien sich bis auf den Grund meiner Seele bohren zu wollen, so durchdringend starrte sie mich jetzt an.

Ich spürte, wie mein Mut rapide dahinschmolz. Meine selbstbewußte Zuversicht war wie weggeblasen. Ich bekam schwache Knie. Hastig und am ganzen Leibe zitternd setzte ich mich hin, während die beiden Frauen weiter miteinander plauderten. Sie sprachen zwar über mich, aber offensichtlich in einer Sprache, die ich nicht verstand. Noch nicht. Ich lauschte zwar, hörte aber eigentlich gar nichts. Vielleicht war ich auch nur noch zu überwältigt, um einen Sinn in das hineinbringen zu können, was sie da redeten.

Sollte ich wirklich in die Obhut dieses fremden Geschöpfes mit dem merkwürdigen Namen gegeben werden?

Ein exotischer Name.

Hörte sich französisch an, aber ich hatte vorhin keinerlei ausländischen Akzent feststellen können.

Groß war sie ja. Und auch ziemlich kräftig gebaut. Aber sie wirkte deswegen nicht etwa männlich. Bekleidet war sie mit Hose und Bluse, doch der Stoff beider Kleidungsstücke war durchaus feminin. Das attraktive Gesicht wies makelloses Make-up auf. Sie hatte keine Strümpfe an. In den Sandalen waren die nackten, rotlackierten Zehennägel zu sehen. Alles in allem machte sie den Eindruck eines blonden Mannequins. Aschblond, um genau zu sein.

Ich kam mir im Vergleich zu diesem gepflegten Geschöpf vor wie ein Trampel vom Lande, und jetzt bereute ich es doch, mir nicht die kleine Mühe gemacht zu haben, Make-up auf mein Gesicht aufzutragen.

Doch dann war ich nicht mehr Gegenstand ihrer Unterhaltung. Allegra stand schließlich auf, streckte sich müde und ließ uns allein, weil sie sich ein Weilchen hinlegen und ausruhen wollte. Kaum hatte sich die Tür hinter ihr geschlossen, da schien sich Sabine in eine vollkommen andere Person zu verwandeln. Als hätte sie soeben eine bisher getragene Maske abgelegt.

Was für eine Veränderung!

Das sorgte auch bei mir für Entspannung. Ich lehnte mich im Sessel zurück und gab mich gar nicht mehr so proper und bescheiden.

Ich brachte sogar genügend Mut auf, Sabine zu fragen, was vorhin damit gemeint gewesen war, daß sie mich bei der Hand nehmen wollte.

„Ach, vergessen Sie’s, Kindchen“, antwortete sie. „Hat überhaupt nichts zu bedeuten. Ich bin doch selber nur ein armes, arbeitendes Mädchen. Die Haushälterin … mehr oder weniger. Nur keine Bange, ich werde bestimmt nicht versuchen, Sie herumzukommandieren!“

„Das ist eine große Erleichterung für mich“, sagte ich aufrichtig. „Ich werde wahrhaftig schon genug herumkommandiert … von ihr!“ Ich zeigte auf die geschlossene Schlafzimmertür. „Und ich bin noch viel schlimmer dran als ein arbeitendes Mädchen! Ich bin nichts weiter als eine arme Verwandte! Jawohl, das bin ich!“

„Verdammter Mist, was?“

Ich kicherte.

„Das können Sie getrost zweimal sagen!“

„Gerne … verdammter Mist!“

Da mußten wir beide lachen. Ich spürte, wie sich die Herzlichkeit zwischen uns verstärkte. Jetzt kam sie mir eher vor wie ein Mädchen als wie eine Frau. Allerdings hatte ich ihr Alter bereits auf etwa fünfundzwanzig geschätzt. Jedenfalls wußte ich verdammt gut, daß ich in Sabine Devereaux eine Freundin gefunden hatte … ganz gleich, was meine Tante vielleicht erwartet haben mochte. Das hatte nichts mit Sex oder so zu tun. Sabine und ich waren eher wie zwei langjährige Schulfreundinnen. Natürlich könnte sich daraus durchaus noch etwas anderes ergeben, aber im Moment gab es darauf keinerlei Hinweise.

Sie begann über Flamingo Towers zu reden, und wie leer und einsam es hier doch eigentlich war, wenn nicht gerade eine Party stattfand. Sogar das Personal war so gut wie unsichtbar; nur Frauen, alte Schachteln, die ihren Dienst verrichteten und dann einfach wieder verschwanden, um sich in ihre eigenen Unterkünfte irgendwo in diesem großen Haus zurückziehen. Lebendig wurde es hier nur, wenn eine Party im Gange war. Dann konnte es allerdings ziemlich wild zugehen, da alle Gäste ihre eigenen Zimmer hatten, so daß es kein Problem war, ständig die Bettpartner zu wechseln. Nachts läutete auch sehr oft das Telefon. Ob ich den Apparat in meinem Zimmer schon bemerkt hätte? Das war Hildegard Kohls ganzer Stolz. Eine interne Haustelefon-Anlage, die es ermöglichte, von jedem Zimmer aus ein anderes zu erreichen. Sehr bequem, nicht wahr?

Sabine machte eine Pause, um sich eine Zigarette anzuzünden. Sie bot mir auch eine an, und als ich sie akzeptierte, grinste sie. Wir sprachen zwar kein Wort darüber, aber ich machte einen langen Zug und grinste zurück. Das war wie ein neues Glied in der Kette unserer gegenseitigen Beziehungen.

Danach hörte ich weiter zu und entspannte mich immer mehr. Ich räkelte mich in meinem Sessel. Der Hausmantel war von meinen Knien gerutscht. Ich hatte es zwar gemerkt, aber es kümmerte mich nicht weiter. Warum auch? Ich fand es ganz lustig. Wie doch so ein nacktes Bein wirkte! Irgendwie sexy. Mochte die Bewegung an sich auch noch so harmlos und unschuldig sein. Als ich mich etwas hinüberbeugen mußte, um die Asche von meiner Zigarette in einem Aschbecher abstreifen zu können, glitt mein Hausmantel noch etwas weiter auseinander. Jetzt war schon allerhand nacktes, weiß schimmerndes Fleisch von mir zu sehen. Das war nun wirklich sexy.

Und ich hatte ja sehr schöne Beine, auf die ein Mädchen durchaus stolz sein durfte. Hm … Diese Horde von Damen bei der bevorstehenden Party … Müßte es nicht ein Mordsspaß sein, mich vor den heißen Augen dieser Lesbierinnen so zu entblößen?

Sabine hatte plötzlich zu reden aufgehört.

Wenn man an heiße Augen von Lesbierinnen dachte!

Ich richtete mich nun doch unwillkürlich etwas in meinem Sessel auf und machte meinen Hausmantel wieder zu. Das Blut war mir vor Verlegenheit ins Gesicht gestiegen.

Sabine starrte mich an.

Verdammter Mist! Das war einfach zuviel. Das sollte doch nicht passieren.

Ich konnte sogar Sabines Zungenspitze sehen.

Was sollte denn da aus der netten Freundschaft werden, die soeben erst begonnen hatte?

Wenn Sabine mich so anstarrte und sich dabei die Lippen beleckte, als wäre ich irgendein delikates Dessert!

„Jody …?“

Ich konnte nicht sprechen. Ich saß einfach da wie eine Holzpuppe. Mit beiden Händen hielt ich meinen Hausmantel zu.

Und Sabine schien auf mich zugeschwebt zu kommen … näher … und immer noch näher … beinahe lässig, als schwebte sie auf einer Wolke, die intensives Parfüm ausstrahlte.

Dieser Duft erreichte mich zuerst. Eine Warnung vor unmittelbarer Gefahr.

Ich roch ihr Parfüm und überlegte, warum es plötzlich so stark war. Der Duft überlagerte sogar den Zigarettenrauch.

Stark und … sexy?

Beide Zigaretten waren inzwischen ausgegangen. Ich konnte mich überhaupt nicht mehr daran erinnern, daß wir die Zigaretten weggelegt hatten. „Ich … ähem … ja … ich glaube, ich bin wohl nach der langen Reise auch ein bißchen müde“, stammelte ich. „Vielleicht sollte ich auch ein bißchen schlafen …“

„Unsinn! Kommt überhaupt nicht in Frage! Nachdem du mich so herausgefordert hast?!“

„Ich … herausgefordert?“ antwortete ich. „Aber … ich meine … das wollte ich doch gar nicht!“

Jetzt benahm ich mich beinahe etwas kokett, als hätte ich eben erst eine sexuelle Anspielung in ihrer Bemerkung entdeckt. Mußte wohl der Ausdruck in ihren Augen gewesen sein. Ich reagierte ganz natürlich darauf.

„Inwiefern soll ich Sie denn herausgefordert haben?“ fragte ich beinahe aufreizend.

„Na, auf diese Weise! Wie du es jetzt ja schon wieder tust! Ich habe ganz einfach das Gefühl, daß du mich reizen und herausfordern willst. Und ich gedenke, dich beim Wort zu nehmen! Hast du verstanden? Wir müssen diese Sache zwischen uns sofort und ein für allemal bereinigen.“ „Hört sich ganz interessant an. Aber vielleicht ein andermal.“

„Hah …! Allegra hatte schon recht, als sie dich eine Range nannte! Du bist ein richtiger Racker! Ich hätte nicht übel Lust …“ Sie sprach nicht weiter.

„Ja …?“

Natürlich wußte ich, was sie gemeint hatte. Aber jetzt war ich die Starke. Ich mußte sie einfach noch ein bißchen weiter quälen.

„Na … und wie ist das?“

„Kleines, nichtsnutziges Nuttchen, du!“ sagte Sabine. „Ich sollte dir eigentlich eine Lektion erteilen!“

„Sicher. Warum nicht? Wahrscheinlich brauche ich eine Lektion. Aber wie gesagt … vielleicht ein andermal?“

Das war verkehrt gewesen. Das hätte ich lieber nicht sagen sollen. Es war eine glatte Herausforderung. Und ganz entschieden ein Fehler.

Sabine packte mich an den Schultern und begann mich kräftig durchzurütteln. Also … tatsächlich! Sie schüttelte mich wie eine Stoffpuppe!

Ihre Hände fühlten sich durch den dünnen Stoff meines Hausmantels sehr heiß an. Kräftige Finger drückten ziemlich unsanft zu, wirkten aber nichtsdestotrotz wie eine zärtliche Liebkosung.

Aber ich wollte das nicht. Noch nicht. Und nicht so. Nicht so früh. Und schon gar nicht, wenn meine Tante sich in unmittelbarer Nähe befand.

„Sabine …!“ protestierte ich. „Nicht! Hören Sie sofort damit auf! Was machen Sie denn da …? He, was soll das?“

Weiter kam ich nicht.

Ihre Lippen preßten sich hart auf meinen Mund und erstickten meinen ohnehin nicht allzu ernst gemeinten Protest.

Sie hörte auf, mich zu schütteln. Ihre Hände glitten auf meinen Rücken.

Jetzt bedauerte ich mein kesses Verhalten. Zum Teufel … sie war doch so groß!

Selbst als die leidenschaftliche Glut ihres Kusses nachließ, war ich kaum imstande, richtig Luft zu holen und meine Weigerung zu erneuern.

„Bitte … Sabine … nein … nicht …“

„Ach, halt den Mund!“ forderte sie mich beinahe barsch auf. „Oder möchtest du jetzt lieber schreien? Na, nur zu, Kindchen! Schreie! Soviel du willst! Weck’ sie ruhig auf! Laß es zum Skandal kommen! Nein? Na, siehst du! Das ist schon viel besser! Nett und still, wie? Yeah. Es stimmt. Ich erkenne doch ein kleines, heißes Fötzchen, wenn ich eins sehe!“

Pulsuz fraqment bitdi.

15,69 ₼

Janr və etiketlər

Yaş həddi:
0+
Litresdə buraxılış tarixi:
05 may 2025
Həcm:
120 səh. 1 illustrasiya
ISBN:
9788711977293
Naşir:
Müəllif hüququ sahibi:
Bookwire
Yükləmə formatı:

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