Kitabı oxu: «Wer jünger bleibt, kann älter werden»
Dietmar Schenk
Wer JÜNGER bleibt, kann ÄLTER werden
Synergaging – so macht der Kopf den Körper fit!

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Copyright © 2020 Verlag »Die Silberschnur« GmbH
ISBN: 978-3-89845-649-4
eISBN: 978-3-89845-690-6
1. Auflage 2020
Umschlaggestaltung & Satz: XPresentation, Güllesheim; unter Verwendung eines Motivs von © New Afrika; www.shutterstock.com
Verlag »Die Silberschnur« GmbH · Steinstraße 1 · D-56593 Güllesheim
www.silberschnur.de · E-Mail: info@silberschnur.de
Inhalt
Vorwort von Stephan Petrowitsch
Vorwort in eigener Sache
Einleitung
Kapitel 1: Synergaging – der Start
Kapitel 2: Der 4pol
• Information, Energie und Gefühl
• Gebrechlichkeit ist eine Scheinwelt
• Die Achsen des 4pols
Kapitel 3: Das Bewusstsein
• Grundlegendes zum Thema “Altern”
Die vier Alterungsarten
Die klaren Vorstellungen der Gesellschaft zum Alter
Die Disengagement-Theorie
Nicht alles und jeder altert in der gleichen Weise
Biomarker für das Altern
Erkenntnisse zum Altern
• Die geistige Einstellung unserer Gesellschaft
Wie entsteht Realität?
Das kollektive Bewusstsein
Prognosen zum Pflegebedarf
Ausklinken aus der ungewollten Realität
• Gral-Geheimnisse zum Thema Altern
Kapitel 4: Der Körper
• Die Augen – Quell der Beweglichkeit
• Wann ist der richtige Zeitpunkt für Synergaging?
• Ein kleines Übungskapitel für dich
• Noch mehr Fitness für Augen, Geist und Körper
• Sieben überaus wichtige Punkte für dein Synergaging, sofort und einfach umsetzbar
• Gut ausgebaute Wege zur perfekten Körperhaltung
• Ein paar Gedanken zur Ernährung
• Ohne Wasser kein Leben
• Gral-Geheimnisse zum Thema Ernährung
Kapitel 5: Der Geist
• Grundlegendes
• Warum gehören Drüsen und Nerven in diesem Buch zum Geist?
Die Drüsen
Gral-Geheimnisse zum Thema Drüsen
Die Nerven
Gral-Geheimnisse zum Thema Nerven
Kapitel 6: Die Seele
• Gebrechlichkeit ist fehlende Lebensenergie
• Den Lebensweg gehen
• Noch einmal: Die Disengagement-Theorie
• Die erste Seite der Medaille: Gewollter Rückzug
• Die zweite Seite der Medaille: Ungewollter Rückzug
• Hast du ein Ziel, ist die Seele zufrieden
Kapitel 7: Das Perfektum
• Das Bewusstsein
• Was auf dich zukommt
• Dein Umdenken
• Wenn du wenig Zeit hast – der Quickie für dich
• Wenn du mehr Zeit hast
Synergaging Online Camp
Über den Autor
Vorwort von Stephan Petrowitsch
Liebe Leserinnen und Leser!
Vor Jahren war ich auf der Suche nach der einen Energie, die unser aller Leben konstruktiv zu verändern vermag. Und doch war ich eigentlich nicht auf der Suche, denn kann man etwas finden, von dem man gar nicht weiß, dass es existiert? Ein Schlüssel, der das ganze Leben positiv verändert – wer hat jemals davon gehört?!
Auslöser für meine Suche war, dass ich lange Zeit mit viel zu geringer Lebenskraft unterwegs war. Nicht als Einziger, denn viele Menschen leiden darunter, und Burn-out und Depressionen verbreiten sich unaufhaltsam. Damals stellte ich mir die Frage, ob es möglich ist, diese Entwicklung aufzuhalten. Auf der Suche nach Antworten bin ich weit gereist.
Viele Menschen versuchen heute, anderen auf ihrem Weg zu mehr Gesundheit und Selbstbestimmung zu helfen. Nur wenige haben begriffen, dass es dabei nicht um bestimmte Methoden und Produkte geht, sondern darum, die Lebenskraft zu steigern. Als Regisseur des Films “Wunder der Lebenskraft” bin ich genau dafür zum Experten geworden: die Lebenskraft auf direktem Weg, also ohne Hilfsmittel, innerhalb kürzester Zeit deutlich anzuheben. Meine Expertise bezieht sich jedoch nicht auf alle möglichen Ansätze und Versuche, die es dazu gibt – ich kann also über die vielen einzelnen Methoden keine Einschätzung abgeben.
Mehr Lebenskraft – wer das als Schlüssel für die konstruktive Veränderung seines ganzen Lebens erkannt hat, ist schon einen Schritt weiter als viele andere. Dietmar hat das erkannt und ist völlig unabhängig von mir und meinem Filmteam auf Parallelen zu meinen Erkenntnissen gestoßen. Da meine eigenen Recherchen Erfahrungen gezeitigt haben, die mein Leben für immer veränderten, dürften auch die Leser dieses Buches – wenn sie es schaffen, mit Hilfe der vorgestellten Themen zu einer sprunghaften Steigerung ihrer Lebenskraft zu gelangen – ähnliche Veränderungen erwarten.
Um verlorene Lebenskraft wiederzufinden, bedarf es unkonventioneller Lösungsansätze. Es geht darum, die Balance und die Dynamik wiederaufzubauen. Und genau da möchte auch dieses Buch ansetzen.
Dietmar hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Menschen zum Quell der Lebenskraft und damit zu kerniger Gesundheit bis ins hohe Alter zu führen. Leider finden sich zu viele damit ab, gebrechlich zu werden. Es scheint heutzutage normal zu sein, seine Lebenskraft zu verlieren und ab einem gewissen Alter mit dem Rollator unterwegs zu sein. Hier bedarf es gezielter Aufklärung, denn Gebrechlichkeit ist keinesfalls normal oder gar von der Natur vorgesehen.
Ich wünsche all diesen Menschen, die sich mit ihrem scheinbar durch die Natur vorgezeichneten Schicksal beinahe abgefunden haben, ihren Weg zu finden, um wieder gesund, frei und selbstbestimmt leben zu können. Ich weiß auch, dass es DIE Universalmethode für jedermann nicht gibt. Ob dieses Buch Ihre Methode sein wird, lieber Leser, wird sich bald zeigen. Falls nicht, so haben Sie zumindest viel grundlegendes Wissen erhalten, um an der richtigen Stelle weiterzusuchen … nach dem Wunder der Lebenskraft.
Vielen Dank für Ihr Interesse an meinen Worten,
Ihr Stephan Petrowitsch
Produzent des Films “Das Wunder der Lebenskraft”
Vorwort in eigener Sache
Der Mythos des Heiligen Grals
Der Mythos des Heiligen Grals ist so eine wunderbare Vorlage für das, was ich Synergaging nenne, dass ich ihn hier einfach ansprechen muss. Wenn du dieses kleine Kapitel durchgelesen hast, dann wirst du nicht nur den Grund verstehen, warum, sondern hast auch gleich einen tollen Einblick in Synergaging erhalten, meine Mission für eine gesündere, vitalere und fröhlichere Gesellschaft.
Kennst du den Inhalt dieser Sage? Der Held, Parzival, oder auch Gwaine, verlässt sein behütetes Zuhause. Er macht sich auf zum Hof von König Artus, wo er nach einigen Prüfungen zum Ritter geschlagen und in die Gemeinschaft der Tafelrunde aufgenommen wird. Schon bald realisiert Gwaine, dass diese angenehme Runde im Mangel lebt. Der König siecht dahin, das Reich ist dem Untergang geweiht. Auch das Volk ist vom Mangel schwer getroffen, und alle warten darauf, dass der Heilige Gral endlich gefunden wird, damit er sie erlöse.
In den Mythen verschiedener Kulturen begibt der Held sich entweder alleine auf die Suche (die Reise des Helden) oder der Heilige Gral erscheint als strahlende Vision am Tisch der Tafelrunde und fordert die Ritter auf, gemeinsam sein Geheimnis zu ergründen. Ich habe mich für dieses Buch für die zweite Variante entschieden. Immerhin geht es ja um unsere Gesellschaft. Die Abenteuer der Ritter bestehen darin, verschiedene Aufgaben zu lösen. Sie müssen sich immer wieder neuen Rätseln bzw. wichtigen Fragen stellen, sich selbst treu bleiben, eine Burg erobern oder Unrecht rächen. Wenn es gar zu brenzlig wird, dann greift der Zauberer Merlin helfend ein.
Die, die nach dem Gral suchen, wachsen mit ihrer Aufgabe, indem sie zu ihrem Mut und der Unschuld auch Erfahrung erlangen und das Leben besser verstehen lernen. Zuletzt gelingt es, das Geheimnis des Heiligen Grals zu enthüllen. Durch die Taten der Helden wird der Gralshüter, der verletzt oder krank ist, geheilt, und das zerstörte Land erblüht wieder zu einem Paradies.
Adaption des Mythos in unsere Zeit: Wie du den Heiligen Gral für dich benutzt
Du als Held/in verlässt deine Komfortzone, um einer neuen Gemeinschaft beizutreten, jener, die auf der Suche nach andauernder Lebenskraft ist. Noch leidet diese Gesellschaft Mangel: Sie wird von unwissenden, egoistischen Menschen geführt, das natürliche Leben geht zum Wohle von zweifelhaftem Wachstum immer mehr zurück, Politik und Wirtschaft sind machtbesessen, geldgeil und unbelehrbar. Nun ist die strahlende Vision des Grals erschienen, und die Gemeinschaft derer, die im gesellschaftlich erschaffenen Mangel die Orientierung darüber verloren hat, was sie wirklich für andauernde Fitness braucht, bekommt die Gelegenheit, sich neu auszurichten.
Wichtige Informationen stehen dir nun zur Verfügung, und du kommst deinem Ziel näher: der Glückseligkeit, der ewigen Jugend sowie gesunder Nahrung in unendlicher Fülle. Das alles hält der Heilige Gral für dich bereit. Natürlich wirst du auch Burgen erobern und für das (dein) Recht eintreten, denn je mehr du deine Orientierung wiederfindest und weißt, was gut für dich ist, desto weniger wirst du dich von Politik und Konzernen für dumm verkaufen lassen. Je mehr Menschen die Vision des Heiligen Grals für sich zulassen, desto mehr werden die Burgen gestürmt und das Recht fasst Fuß – das Recht auf Leben und seine Unversehrtheit. Beides wird von den Burgherren (noch) mit Füßen getreten.
Während du dich auf den Heiligen Gral einlässt, wirst du in die Lage versetzt, dein Leben, deine Glückseligkeit und deine ewige Jugend selbst in die Hand zu nehmen. Mut hast du bereits bewiesen, indem du dir dieses Buch gekauft hast.
Es wird nicht über Nacht geschehen, aber du bist Teil einer erwachenden Gesellschaft. Dadurch wird es irgendwann auch eine Umstrukturierung in den noch dunklen Führungsschichten unserer Gesellschaft geben und das Land kann aufblühen. Du bist Hüterin oder Hüter des Heiligen Grals, und darauf kannst du so was von stolz sein. Du bist Mitglied der Tafelrunde. Sie könnte realer nicht sein!
Deine 11 Schritte zu andauernder Fitness – werde zum “Master Eleven”!
Mit dem Heiligen Gral bist du im Besitz eines immer größer werdenden Wissens, das dir auf Dauer Vitalität und Fitness verleiht. Das ist sein Geheimnis. Wie du siehst, gibt es ihn wirklich, und du hast ihn entdeckt.
Dass der Heilige Gral wirkt, wirst du an den folgenden 11 Stufen erkennen, die du gehen möchtest, wenn du dich mit deiner Lebenskraft beschäftigst:
•Je mehr du dich mit deiner Lebenskraft befasst – und das tust du mit dem Synergaging-Programm –, desto mehr wird sie Einzug in dein Leben halten.
•Je mehr die Lebenskraft Teil deines Lebens wird, desto klarer wird dein Bewusstsein werden für die Wahrheiten.
•Je klarer dir die Wahrheiten werden, desto bewusster wirst du konsumieren.
•Je bewusster du konsumierst, desto natürlicher wird sich dein Leben gestalten.
•Je natürlicher sich dein Leben gestaltet, desto gesünder wirst du sein.
•Je gesünder du bist, desto glücklicher bist du.
•Je glücklicher du bist, desto mehr Sinn tritt in dein Leben, weil du ihn viel besser erkennst.
•Je mehr Sinn dein Leben macht, desto mehr Antrieb hast du, deine Ziele umzusetzen.
•Je mehr Ziele du umsetzt, desto eher ist dir deine Mission auf Erden klar.
•Je klarer dir deine Mission ist, desto größer ist dein Selbstwert.
•Je größer dein Selbstwert, desto mehr bist du im Kontakt zum Göttlichen und zu deiner Seele.
Mit Synergaging wirst du diese elf Stufen erklimmen, nicht nach Programm und mit Mühe, sondern einfach und fließend. Mit Synergaging wirst du immer mehr Kontakt zu deinem Über-Ich erhalten und die Fessel der Körperlichkeit lockern. Freue dich auf diese unglaubliche Entwicklung.
Der Heilige Gral bietet dir der Sage nach Glückseligkeit, ewige Jugend und Speisen in unendlicher Fülle, und so bietet Synergaging dir:
Glückseligkeit
Wenn du dir die 11 Punkte auf der Zunge zergehen lässt, dann weißt du, dass du gerade den Weg zur Glückseligkeit eingeschlagen hast.
Ewige Jugend
Die Erweiterung deines Bewusstseins führt dir vor, warum wir zivilisierten Menschen alt werden (nicht zu verwechseln mit “altern”). Die Ursachen zu kennen, ist immer die beste Voraussetzung für Lösungen.
Speisen in unendlicher Fülle
Damit ist nicht die Menge gemeint, sondern die Fülle an Nährstoffen. Du wirst erfahren – vielleicht weißt du es auch schon –, dass herkömmliche Lebensmittel von heute gegenüber 1985 bis zu 80 % an Nährstoffen eingebüßt haben. Dennoch ist es möglich, sich in unendlicher Fülle zu ernähren.
Einleitung
Eine unbewusste, ungesunde Lebensweise mündet in Krankheiten und letztendlich in Gebrechlichkeit. Bitte gestatte mir daher, dass ich mich nicht gleich auf den Weg zur Gesundheit begebe, sondern zunächst auf das böse Ende schaue mit der Frage:
Warum werden Menschen eigentlich gebrechlich?
Bei der fünfjährigen Suche nach Antworten auf diese Frage bin ich auf dieses, mein Konzept – oder: den Heiligen Gral – gestoßen. Die Hauptbotschaft, das, worauf Synergaging aufbaut, lautet: Altern ist nichts weiter als das Voranschreiten in der Zeit – aber in Abwesenheit von Krankheit. Und: Synergaging beschränkt sich nur auf den Körper. Alt werden jedoch ist eine rein mentale Angelegenheit. Und das ist doch genial, oder? Wenn “gebrechlich werden” gar kein unabwendbares Schicksal ist, sondern nur durch unsere Gedanken initiiert wird, dann ist doch alles in Butter, denn wir haben es selbst in der Hand. Wir können die Verantwortung für uns selbst übernehmen, es also schaffen, nicht gebrechlich zu werden – oder positiv ausgedrückt: Wir können es schaffen, unsere Lebenskraft zu behalten – und zwar dauerhaft. Kernige Gesundheit erfolgt daraus automatisch.
Schon 2002 war im Deutschen Ärzteblatt zu lesen: “Der Begriff ‘Gesundheit’ entzieht sich (…) weitgehend einer Definition. Schon die Frage nach ihr kann sie beeinträchtigen oder zerstören, wie dies für ähnlich sensible Gebilde wie Vertrauen, Liebe, Gnade, aber auch zum Beispiel für den Schlaf oder die Sättigung gilt. Man kann unendlich viel für seine Gesundheit tun; das hat aber nicht viel, oft sogar gar nichts damit zu tun, ob und in welchem Maß man sich als gesund empfindet – und Letzteres zählt. So kann das Paradoxum zustande kommen: Je mehr ich für meine Gesundheit tue, desto weniger gesund fühle ich mich. In diesem Sinne ist Gesundheit eben nicht machbar, nicht herstellbar, stellt sich vielmehr selbst her. Gesundheit gibt es nur als Zustand, in dem der Mensch vergisst, dass er gesund ist. Nach Hans-Georg Gadamer ist dies der Zustand ‘selbstvergessenen … Weggegebenseins’ an den Anderen oder das Andere.1”
Aber …
… so einfach ist es nun auch wieder nicht, denn es sind nicht allein unsere eigenen Gedanken, die uns alt werden lassen. Vielmehr ist da noch der Fokus der Gesellschaft, das Kollektiv, der Motor. Wie im Vorwort bereits gesagt: Der König und das Reich kränkeln, und das Volk leidet Mangel. Wenn man sich das bewusstmacht und erkennt, was es bedeutet, dann steht einem nichts mehr im Wege, den Mangel zu beheben und auch in späteren Jahren noch “vitfit” zu sein und – zu bleiben.
Mit diesem Buch erfährst du, was für ein gesundes, vitales Fortschreiten an Jahren die Voraussetzungen sind. Es funktioniert, sei dir dessen gewiss.
1. Kapitel
Synergaging – der Start

Synergaging – der Start
Bevor du dein behütetes Zuhause – deine Komfortzone – verlässt, hier ein paar Details, die für dich interessant sein und dir Lust auf den Ritterschlag machen könnten:
Es ist ganz einfach, etwas zu behaupten und das Ganze dann mit Theorien zu untermauern, damit es glaubhaft klingt und Anhänger findet. Eine solche Behauptung kann sogar richtig klasse klingen und Menschen begeistern – Leute, die so fasziniert sind von der Behauptung, dass sie sie einfach annehmen, ohne sie zu hinterfragen. Sie sagen dann zum Beispiel Zahlenreihen auf, damit Zähne nachwachsen.
Ich behaupte nichts, sondern stütze mich
A:auf allgemein bekannte Fakten,
B:auf das, was ich selbst herausgefunden und getestet habe, als ich der Frage nachging: Warum werden manche Menschen gebrechlich und andere nicht.
Auf die allgemein bekannten Fakten (Punkt A), die sich zum Beispiel auf die Ernährung beziehen können, komme ich an gegebener Stelle zu sprechen.
Bei Punkt B spreche ich von Erfahrung, aus der Situation heraus geboren, dass ich selbst meine Mutter gepflegt habe, weshalb ich mit der Materie vertraut bin. Ich komme sozusagen aus der Praxis. Meine Expertise auf dem Gebiet von Synergaging ist also nicht durch bloßes Sammeln von Informationen entstanden, die ich bei Google und durch das Lesen entsprechender Bücher zusammengetragen wurde, sondern durch Aufpassen, Zuhören, Hinterfragen, Kombinieren. In Kapitel 3 gehe ich ausgiebig darauf ein.
Bereits 2012 habe ich eine Theorie entwickelt und bin dem Seniorenwohnzentrum Elz/Ww. heute sehr dankbar, dass ich ihm mein Konzept zur Verfügung stellen durfte, um den Menschen, die dort wohnten, etwas Gutes zu tun, aber auch, um Synergaging auf feste, tragfähige Pfosten zu heben. Im Sommer jenen Jahres fand also ein fünfwöchiger Workshop statt, an dem Heimbewohnerinnen mit Rollator und Pflegestufen teilnahmen. Damals wurde Synergaging gerade geboren, es steckte also noch in den Kinderschuhen. Ich arbeitete mit den Damen an Beinkraft und Gleichgewicht, somit an ihrer Selbstsicherheit, und ich verhalf ihnen zu einem anderen Fokus in Bezug auf ihre Situation. Darüber hinaus war das Setzen eines nahen Ziels Teil des Programms.
Die Beinkraft baute ich auf durch Übungen zur Kräftigung des Wurzelchakras, dem Gedanken folgend, dass die Lebenskraft nur fließen kann, wenn dieses Energiezentrum auch im Saft steht. Jedem dürfte bewusst sein, dass kein Bodybuilder zu einem ansehnlichen Oberkörper gelangen kann, wenn er die Beinmuskulatur außer Acht lässt. Ein starkes Wurzelchakra, einhergehend mit kräftiger Beinmuskulatur, bewirkt aber, dass die Sexualdrüsen belebt werden, wodurch das gesamte System wieder in Fahrt kommt. Es sorgt darüber hinaus dafür, dass der Gang sicherer wird. Ein sicherer Gang auf kräftigen Beinen bewirkt Sturzprävention und macht Gehhilfsmittel weniger notwendig, wenn nicht gar überflüssig, wodurch erneut mehr Sicherheit entsteht.
Allein der Aufbau des Wurzelchakras brachte die Teilnehmerinnen ein beachtliches Stück voran. Darüber hinaus unterstützte ich diese Arbeit durch eine neue Sichtweise. Alle Damen verließen sich auf den Rollator und glaubten, ihn zu brauchen, um auf sicheren Füßen stehen zu können. Es gelang mir, sie ihr Gefährt anders betrachten zu lassen, nicht als Stütze, sondern als Transportmittel für ihre Tasche, den Schlüssel, etwas zu trinken … Das brachte weitere Fortschritte für die Gruppe, aber noch nicht zur vollsten Zufriedenheit.
Erst eine recht traurige Tatsache führte im Workshop zur Kehrtwende – jene, dass Heimbewohnern oft die herzliche und warme Berührung fehlt.
Von Affen ist bekannt, dass sie melancholisch, depressiv und krank werden und sogar letztendlich sterben, wenn sie nicht gelaust werden. Das Lausen hat nur zweitrangig den Zweck, das Fell frei von Parasiten zu halten. Es stärkt vielmehr das Zusammengehörigkeitsgefühl, bringt Nähe und Schutz und ist auf diese Weise lebensnotwendig. Und erst als ich den Teilnehmerinnen nach einigen Trainingseinheiten in Aussicht stellte, umarmt zu werden, sobald sie es ohne Rollator schafften, quer durch den Speisesaal auf uns zuzugehen, vergaßen sie ihre Unsicherheit und machten sich auf den Weg zu diesem lohnenden Ziel (natürlich unter Aufsicht von Pflegepersonal, was sich am Ende sogar als unnötig erwies). Die Damen genossen die so arg vermissten Berührungen, und für die Folgelektionen rückten sie bereits zeitig vor unserem Eintreffen Tische und Stühle im Speisesaal zur Seite, um Platz für die wunderbaren Energieübungen zu machen – und um umarmt zu werden. Doch damit nicht genug: Am Ende des fünfwöchigen Workshops konnten sie tanzen, Ball spielen und die Übungen, die sie vorher im Sitzen oder an Stuhllehnen durchführten, ohne Stützen schaffen.
Nach diesem Erfolg, der von der Heimleiterin des Seniorenwohnzentrums Elz schriftlich bescheinigt wurde, waren die Zutaten für Synergaging klar:
•ein auf das Gewünschte ausgerichtetes Bewusstsein,
•ein gekräftigter Körper,
•ein gesunder Geist,
•ein lohnendes Ziel.
Hört sich alles ganz einfach an? Klar, so muss es sein? Dann mach ich das mal?
Wie wunderbar, wenn du diesen Enthusiasmus entwickelst! Ganz deutlich voneinander abgrenzen lassen sich die vier Bereiche jedoch nicht. Es gibt Schnittmengen. Sie machen klar, wie sehr doch alles miteinander verwoben ist. Ich gehe darauf ein, und so hast du mit diesem Buch die Möglichkeit, so richtig vitfit zu werden. Freu dich auf:
•eine Bewusstseinserweiterung,
•eine stabile Gesundheit, Vitalität und Fitness,
•ein erfülltes Leben,
•eine neue Lebensanschauung
•und auf die Möglichkeit, dich wieder ein bisschen mehr aus der Manipulation dieser Gesellschaft auszuklinken, um dein Leben der Natur anzugleichen – mit einem Quäntchen mehr Selbstbestimmung.
Es ist kein Geheimnis, dass es Politik und Wirtschaft vor allem um Gewinne geht. Da machen die Entscheidungsträger auch keinen Hehl draus. Sie versuchen also gar nicht erst, es zu verbergen. Die Arbeitsplätze müssen sicher sein, damit Steuern und Gewinne strömen. Dass aber mit einem gesunden Umdenken neue, den anstehenden (und notwendigen) Veränderungen adäquate Arbeitsplätze und entsprechendes Wachstum geschaffen werden können, scheint in deren Bewusstsein noch nicht angekommen zu sein. Es ist offensichtlich einfacher, die Gesellschaft absichtlich im Ungewissen zu lassen und sie weiterhin auf Kosten ihrer Gesundheit und der Umwelt zu schröpfen.
Nun aber bist du auf Synergaging gestoßen und hast, zumindest in Sachen Vitalität und Fitness, den Durchblick. Es gestattet dir, dich ein wenig mehr der Steuerung durch jene zu entziehen, denen nur und um jeden Preis eine funktionierende Wirtschaft wichtig ist. Du bist damit Teil einer immer größer werdenden Gemeinschaft von Menschen, die den Überblick hat, und darauf kannst du stolz sein.
Willkommen im Club.
2. Kapitel
Der 4pol

Der 4pol
Jetzt, da du aufgewacht bist, bist du im Begriff, dir eine neue, wunderbare Welt zu erschließen und zu erfahren, wie das Leben wirklich ist. Du erlebst die Wirklichkeit hinter der Wirklichkeit. Lasse dich ein auf dieses spannende Abenteuer.
Weil es für ein vitfittes Voranschreiten in den Jahren so extrem wichtig ist, gehe ich in diesem Kapitel kurz auf die 4poligkeit des Universums ein und darauf, was es damit auf sich hat. Auch Synergaging gehorcht – wie sollte es anders sein – diesem universellen Gesetz.
Große Lehrer wie der indische Wissenschaftler und Autor Deepak Chopra haben schon vor einigen Jahren die Beschaffenheit der Materie gekennzeichnet. Doch wozu war das notwendig? Wir wissen doch alle aus der Schule, dass das kleinste Teilchen der Physik das Atom ist (atoma = griech. unteilbar). Laut unserer Lehrer und der Gelehrten ist es unteilbar, besteht aber seinerseits wiederum aus Protonen, Elektronen und Neutronen. Das sind elektrische Ladungen. Das Proton ist positiv, das Elektron negativ geladen und das Neutron ist elektrisch neutral. Es sitzt nur im Atomkern zwischen den Protonen, damit diese sich nicht gegenseitig an die Wäsche gehen.
Wechseln wir von der Physik in die Chemie, dann finden wir das Atom in einer Tabelle wieder. Sie gibt die Wertigkeit eines Atoms an, die sich wiederum an der Anzahl von Elektronen orientiert, um einen Stoff zu charakterisieren. Was macht also letztendlich den materiellen Unterschied zwischen einem echten und einem falschen Diamanten aus? Genau, die Anordnung und die Anzahl der Elektronen. Und das sind – wie bereits gesagt – “nur” elektrische Ladungen. Liegt der Unterschied zwischen Kohlenstoff und Glas also gar nicht auf materieller Ebene? Genau so ist es. Der Unterschied zwischen Kohlenstoff und Glas findet sich nur in der elektrischen Beschaffenheit, und das ist nichts weiter als Information und Energie.
Führen wir die Überlegungen weiter, dann kommen wir sogar zu dem Schluss, dass alles Existierende nur aus Gedanken besteht, denn was ist ein Gedanke anderes als Information und Energie? Alles, was wir anfassen, bearbeiten, bauen – dazu gehört vor allem auch unser Körper –, ist in seiner tiefsten Existenz ein verdichteter, ein massiv gewordener und geformter Gedanke.
Die Masse, das Greifbare, spielt in unserem Leben also nur eine verschwindend kleine Rolle – der Naturkonstanten folgend macht sie die Winzigkeit von einem Milliardstel unserer Realität aus. Stellt sich die Frage: Wie soll dieses Milliardstel alleine lebensfähig sein? Es lässt sich klar erkennen, dass wir ohne Information und Energie nicht auskommen, wenn wir essen, trinken, schlafen, uns bewegen und fortpflanzen wollen (wer eine andere Reihenfolge favorisiert, darf die Wörter getrost umstellen).
Information, Energie und Gefühl
Information und Energie sind untrennbar miteinander verbunden, und ohne Energie gibt es keine Information. Betrachten wir diese Aussage ein wenig näher und setzen Energie mit Gefühl gleich, dann bleibt uns nicht verborgen, dass Information erst in Verbindung mit Gefühlen eine Bedeutung erhält. Was ist eine Information wert, auf die niemand reagiert? Nichts! Aber flüstert uns ein wertvoller Mensch ins Ohr “Ich liebe dich”, dann entsteht daraus eine Emotion, und die Information erhält eine Bedeutung. Auch die Information eines Polizisten, der uns an den Straßenrand bittet und sagt: “Motor aus, Papiere her, Kofferraum aufmachen”, weckt in uns Gefühle, die der Aufforderung, der Information eine Bedeutung zukommen lassen. Ist es nicht so?
Natürlich sind die oben genannten Informationen für uns nicht (über-)lebenswichtig. Aber es gibt diese lebenswichtige Information. Ohne sie keine Existenz! Und da Existenz überall vorhanden ist, muss es auch die Lebensinformation sein, die das Leben gewährleistet, und tatsächlich steht diese jedem Menschen in jedem Augenblick und überall zur Verfügung. Die Betonung liegt dabei auf “Augenblick”. Nur das Bewusstsein greift die Information ab, während der Verstand sich in Vergangenheit oder Zukunft wähnt, was mit “Leben” nicht vergleichbar ist. Je bewusster wir sind, desto besser die Aufnahme von lebenswichtiger Information – und desto besser auch die Lebensqualität. Synergaging ist dazu da, das Bewusstsein auf einfache Weise zu schärfen, und schafft damit die verbesserte Lebensqualität, die du dir mit diesem Buch erhoffst.
Hier macht sich der Unterschied zwischen Informationen und Information bemerkbar. Informationen werden uns von anderen Menschen geschenkt – oder von Computern, Medien usw. Sie können das Leben bereichern, sind aber nicht lebensnotwendig. Information dagegen steuert das Leben.
Wenn wir wissen möchten, mit welcher Information der Vierpol arbeitet, müssen wir ein wenig tiefer in die Materie einsteigen – und erlangen damit einen Einblick in den Quantencode. Der Quantencode bestimmt, welche Information wie intensiv unser Leben erreicht (siehe auch: Synergemo – Der Quantencode, Silberschnur 2010).
Wahrscheinlich hat jeder Mensch schon einmal das reine Hier und Jetzt erlebt, das Gegenwärtige, das Leben eben. Das kann bei allen möglichen Lebenssituationen der Fall sein, die es uns erlauben, bewusst zu sein. Vielleicht beim Aufenthalt an einem einsamen Ort, in herrlicher Bergwelt, am von Menschen verlassenen Strand, beim bewussten Ein- oder Ausatmen, beim Orgasmus. Man ist eins mit dem Augenblick, der keine Gedanken zulässt. Das Lebensgefühl in diesem Moment duldet in seiner Gegenwart keine schlechten Emotionen, die Fülle des Lebens (Information!) strömt durch das Selbst und der materielle Körper ist in diesem Moment nicht mehr als ein Wohnmobil, das einem diese Erfahrung ermöglicht. Das Gehirn, der Verstand, hat Sendepause. In diesem Moment enthält er sich jeglicher Bewertung (außer dass es vielleicht ein grandioser Augenblick ist), was sich darin ausdrückt, dass nichts Beschränkendes oder Beengendes existieren kann. Letzteres wird sicherlich nicht vermisst, denn da es in diesem wohltuenden Augenblick keine Grenzen gibt, fühlt man sich vollkommen entspannt und glücklich, wenn nicht gar glückselig. Da in diesem erhebenden Moment das Lebensgefühl frei schwingen kann, erlaubt es das ungehinderte Fließen aller natürlich verfügbaren Stoffe durch unseren Körper. Die Lebensinformation findet Zugang zu unserem Selbst und verwöhnt uns einen – vielleicht nur kurzen – Moment mit der Essenz, die wir lebenden Systeme – dazu gehören natürlich auch die Tiere, die Pflanzen, die Bakterien usw. – zum Funktionieren benötigen. Es dürfte jedem einleuchten, dass Bakterien andere Information benötigen als Pflanzen, Tiere andere als Menschen, Frauen andere als Männer, Kinder andere als Erwachsene, Willi Wunder andere als Walter Wander. Die Informationsübermittlung ist also eine vollkommen individuelle Angelegenheit – und mehr noch als das, denn auch die Information, die du heute benötigst, ist eine andere als gestern. Genau in diesem Moment, jetzt, da wir leben, in dieser Minute und Sekunde, benötigt jeder von uns eine ganz bestimmte Information. Was aber regelt, welche das ist? Das sind Aufmerksamkeit und Wahrnehmung! Es liegt ganz allein an der Art und Weise, wie wir unsere Realität wahrnehmen!
Zwischen uns und der Umwelt herrscht eine dauernde Wechselwirkung. Die Schnittstelle dazu ist das Bewusstsein. Wir nehmen die Umwelt wahr, bewerten, was wir sehen und erleben, verpacken es in Gedanken und Gefühle, senden es ins Universum und erhalten die Information, die wir benötigen, um das Ausgesandte erleben zu können. Der Quantencode wird entsprechend eingestellt wie der Zahlencode an einem Tresor, nur wesentlich feiner und komplizierter. Wir sind also ein Motor für einen Realität kreierenden Kreislauf.
Habe ich nun etwas Neues erzählt, etwas, von dem du noch nie etwas gehört, gelesen oder erfahren hast?
Gebrechlichkeit ist eine Scheinwelt
Die Lehre vom Bewusstsein, vom gelebten Augenblick, vom Hier und Jetzt oder von der Präsenz in der Gegenwart ist nichts Neues! Sie beschreibt einfach nur, dass das Leben das Selbst ist, das schon immer da war und immer da sein wird. In den Weisheitslehren aller Zeiten finden wir Hinweise auf die Tatsache, dass das Leben nur hier und jetzt stattfindet und alles andere einer Illusion oder Täuschung gleichkommt. Sie sind Produkte unserer Gehirne, die ihre eigenen Welten kreieren. Was große Physiker wie Einstein und Heisenberg bereits im letzten Jahrtausend als gegeben verbreiteten, wird mittlerweile durch die Quantenphysik bewiesen. Es ist schlichtweg eine Tatsache, dass wir uns in einer Scheinwelt bewegen – zu der auch die Gebrechlichkeit gehört –, solange der Verstand eingeschaltet ist und in nicht existenten Zeiten schwelgt. Ist er aber offline, dann tritt das reine Bewusstsein zutage – und das kennt keine Gebrechlichkeit!
Durch die Prägungen während unserer Kindheit und Jugend (und auch später noch) bauen wir eine Schablone für eine virtuelle Welt auf, die von einer ganz bestimmten Einstellung zum Leben und zu vielen Dingen und Verhaltensformen geprägt ist. Entweder spiegelt sie die Sichtweisen der Eltern und anderer Bezugspersonen wider – oder aber genau die entgegengesetzten Perspektiven, weil wir uns mit den Ansichten anderer nicht identifizieren wollen (Rebellion). Wie auch immer, von der Gesellschaft übernommene, aber auch durch Erfahrungen selbst kreierte Sichtweisen – wie: “Im Alter wird man eben gebrechlich …” – blenden immer viele andere, ebenso mögliche und mitunter sogar wohltuende Aspekte des Lebens aus. Meist sind die eigenen – übernommenen – Perspektiven nicht sehr förderlich für uns und gehen daher mit schlechten Gefühlen einher. Auf diese Weise wird bereits gedanklich Lebensinformation behindert, und die Möglichkeit, bis ins hohe Alter fit und vital zu bleiben, als absurd katalogisiert. Der so entstehende Informationsverlust bewirkt letztendlich Symptome und Krankheiten. Natürlich fügt sich so etwas niemand absichtlich zu, dennoch sind wir alle selbst dafür verantwortlich, wenn wir krank werden. Kein anderer Mensch, kein strafender Gott und kein Zufall können als Übeltäter dafür herangezogen werden. Höchstens noch das leidenswillige Ego!
Das Ausblenden des wirklichen Lebens (der Lebensinformation) führt unweigerlich zu lebenseinschränkenden Situationen. Das kann so weit gehen, dass der Körper mit Krankheitssymptomen darauf reagiert, um auf diesen Missstand aufmerksam zu machen, oder er tut genau das, was du erwartest – und wird gebrechlich. Wie gesagt: Dafür ist nicht die Außenwelt verantwortlich, auch wenn die Kollektivenergien einen sehr großen Einfluss auf den Einzelnen haben, wie wir noch sehen werden. Unsere gesamte Realität hängt immer davon ab, was wir für möglich halten, der Knackpunkt ist unsere einschränkende Wahrnehmung. Sie wird vom Verstand entworfen, der dafür Vergleichswerte aus der nicht mehr vorhandenen Vergangenheit und der fiktiven Zukunft bemüht. Weniger Leben und mehr Sorgen und Unwohlsein sind die Folgen. Alles ist aber nichts weiter als ein Justieren des Quantencodes im Vierpol. Es kann das Leben schwermachen – oder leicht. DU hast die Wahl.
Die Achsen des 4pols
Information und Energie bilden gemeinsam eine Achse des Vierpols, um es genau zu sagen: die Y-Achse. Wir sprechen hier von der “essenziellen Information” (essenziell = wesentlich, hauptsächlich) und der Lebensenergie. Den Wert der Lebensenergie habe ich bereits in Kapitel 1 beschrieben. Beide Werte befinden sich im Quantenzustand und bilden zwei Pole, die ich an dieser Stelle mit Yin und Yang bezeichne. Yin und Yang sind die dualen Kräfte fernöstlicher Lehren und stehen für jede Art von Gegensätzen wie männlich/weiblich, heiß/kalt, plus/minus und so weiter. Beide Kräfte sind bedingungslos miteinander verknüpft, so wie Tag und Nacht nicht ohne einander existieren können. Sind diese beiden Kräfte ausgeglichen, dann ist alles gut und die Information nährt vorbildlich unsere Lebensenergie. Ist der polare Zustand aber nicht in der Balance, dann geschieht das Gleiche auch mit unserer Realität. Diese Realität, der Lebensprozess, steht unter idealen Umständen als X-Achse rechtwinklig auf der Y-Achse und hat natürlich auch zwei Pole, die ich ebenfalls Yin und Yang zuordne.
Die X-Achse
Stell dir nun einmal vor, die X-Achse sei zwischen den beiden Händen deiner seitlich ausgestreckten Arme zu finden. Gehe weiter davon aus, dass die rechte Hand für Yang, das Männliche, das Geben steht und die linke für Yin, das Weibliche und das Nehmen. Du darfst dich gerne hinstellen, die Arme ausbreiten, die Augen schließen und in die beiden Hände hineinfühlen. Spürst du einen Unterschied zwischen Geben und Nehmen, oder ist dieser Zustand bei dir ausgeglichen?
Geben und Nehmen ist ein Kreislauf, der ausgeglichen sein muss, damit er funktioniert. Es gibt Menschen, die sich auf Festen herumtreiben, in Gruppen mischen und mittrinken, doch wenn sie mit dem Geben an der Reihe sind, verkrümeln sie sich (Feiglinge) oder sagen, es sei schon spät, sie müssten heim oder hätten genug (Lügner). Wie fühlt sich ein solcher Mensch, wenn er dann doch einmal etwas bezahlen soll? Wenn er in die Enge getrieben wird und notgedrungen einen ausgibt, um sein Gesicht zu wahren? Ist er nicht immer auf der Hut, damit ihm das Geld nicht abgeluchst wird? Lebt er nicht ständig mit einem schlechten Gefühl des Mangels und der Angst, etwas zu verlieren?
Und wie ist es mit der Gegenseite, mit Menschen, die zwar gerne geben, aber nichts annehmen können, die jederzeit der Meinung sind, alles für alle kostenlos machen zu müssen? Menschen, für die “nein” ein Fremdwort ist? Leben sie nicht mit der Angst, überhaupt erst gefragt zu werden? Ausgenutzt zu werden? Und wenn ihnen für ihre Arbeit Geld geboten wird, ringen sie dann nicht mit sich und verlieren (“Schon gut, lass stecken, hab ich gern gemacht!”)? In jedem Fall sitzt beiden Beispielpersonen ein Gefühl in der Brust, das ihnen das Leben vermiest, und dieses Gefühl modifiziert die Y-Achse. Der Fluss der essenziellen Information wird behindert, die Lebensenergie ausgebremst.
Wenn du sowohl geben als auch nehmen kannst, dann ist deine Lebensenergie im Einklang mit dem Universum. Wer gibt, ohne nehmen zu können, oder immer nur nimmt, ohne zu geben, der schafft in sich ein Vakuum, das das Verhältnis zwischen Lebensinformation und Lebensenergie stört … und das raubt am Ende Lebenskraft und verkürzt das Leben.
Die Y-Achse
Meiner Erkenntnis nach verläuft die Y-Achse in unserem Körper zwischen der Zirbeldrüse (spirituelle Menschen können mit dem Begriff Kronenchakra eher etwas anfangen) und dem Steiß (spirituell: Wurzelchakra). Sie deckt im menschlichen Körper also die komplette Wirbelsäule ab, ein Konstrukt aus Knochen, in dem sehr viel Information und Energie unterwegs ist. Immerhin laufen hier ganze Bündel von Nerven durch, und ist dieser Spinalkanal unterbrochen, passiert unterhalb des Bruchs nicht mehr viel. Die Rede ist dann z. B. von einer Querschnittslähmung. Zwar ist nun immer noch ein Energiefluss gegeben, denn die gelähmten Gliedmaßen sterben ja in der Regel nicht ab, aber der Informationsfluss ist blockiert und eine Steuerung bleibt aus.
Auch bei der Y-Achse finden wir Yin und Yang wieder. Yin ist der Steiß, die Verbindung zu Mutter Erde, das Weibliche also, zu dem wir gehören, und Yang ist die Verbindung zu Vater Kosmos, zum Universum. Die Y-Achse verbindet uns demnach sowohl mit der Erde (sie erdet uns) als auch mit dem Universum (der spirituellen Quelle).
Die beiden Achsen in der Abbildung unseres Körpers
Auf X- und Y-Achse bin ich nun kurz eingegangen, nicht aber auf deren Kreuzungspunkt, und das ist jene Stelle auf der Wirbelsäule, an der wir die Energie des Herzchakras finden. Dort sind wir im Heilzentrum und der Energie der Liebe und des Lebens.
Abb. 1: Mache deinen 4pol vitfit – mit Synergaging
Wenn wir glücklich sind, dann surrt ein Energiegenerator in unserer Brust, und je stärker das Glück, desto stärker die positive Energie. Genau dort treffen sich die beiden Achsen.
Warum habe ich in ein Buch über Synergaging das Kapitel über den 4pol eingebaut?
Alles, was existiert, hat einen 4pol, jeder Mensch, jedes Tier, Pflanzen, Planeten, Gedanken, Situationen – einfach alles. Es gibt keinen 2-, 3- oder 5-Pol. Unserer geliebten Erde ist der 4pol so wichtig, dass sie sich sogar ihren eigenen kreiert. Er ist den Wissenschaftlern unter dem Begriff “Geodynamo” bekannt. Und so hat auch Synergaging seinen 4pol.
Wenn wir Vitalität und Fitness für alle Lebensjahre anstreben – also vitfit bleiben möchten, dann ist es nötig, im Einklang mit diesem 4pol zu sein. Er besteht aus Körper, Geist, Seele und dem Bewusstsein. Auf jeden der einzelnen Pole gehe ich nun ausführlich ein.
3. Kapitel
Das Bewusstsein

Das Bewusstsein
Der Sage nach verlässt Parzival – oder Gwaine – sein behütetes Zuhause, um am Hof von König Artus zum Ritter geschlagen und in die Tafelrunde aufgenommen zu werden. Das ist eigentlich eine Unmöglichkeit, denn Gwaine ist kein Adliger und hat somit kein Anrecht auf den Ritterschlag. Dennoch schafft er es, sein Ziel zu erreichen und Mitglied einer ganz besonderen Gruppe von Menschen zu werden. Kaum ist er in den wunderbaren Kreis aufgenommen, da realisiert er, dass die neue Gesellschaft dem Mangel verfallen ist. In seinem wohlbehüteten Zuhause war ihm das absolut nicht bewusst. Gwaine sieht die Auswirkungen des Mangels: Der König ist krank und schwach, das Reich dem Untergang geweiht und das Volk hungert.
Wie kannst du Gwaines Abenteuer nun mit deinem vergleichen?
Du verlässt dein behütetes Zuhause – deine Komfortzone, die du gewohnt bist und die eine gewisse Bequemlichkeit bietet
Du wirst in die Tafelrunde aufgenommen, in jenen Kreis von Menschen, die Synergaging kennengelernt haben.
Du erkennst, dass die Gesellschaft, zu der auch dein altes Leben gehört, dem Mangel verfallen ist. Diese Gesellschaft ist mit einer im Geist kränkelnden Führung (Politik, Wirtschaft, Konzerne, Medien, Medizin, Kirchen) gestraft und hungert (zumindest, was die Wertigkeit der Ernährung betrifft).
Als Mitglied der Tafelrunde, jener Gesellschaft, die andauernde Gesundheit und Lebensenergie für sich haben möchte, machst du dich auf die Suche nach dem Heiligen Gral (das Wissen, wie das geht). Mit Synergaging, das dich in neue Gefilde führt, breitet sich ein ganz neues Wissen vor dir aus, und du darfst seine Rätsel ergründen …
Das dritte Kapitel habe ich in zwei Unterkapitel aufgeteilt. Beide befassen sich mit Gedankenenergie. Einmal mit deiner eigenen und einmal mit jener der Gesellschaft. Nennen wir letztere: die Kollektivenergie.
Viele bewusste Lehrer sind der Meinung: Wir denken uns krank. Ich selbst drücke es gerne so aus: Gebrechlichkeit ist eine rein mentale Angelegenheit.
Dass da etwas dran ist, hat man in Priming Tests festgestellt, zum Beispiel: Für eine Studie wurden mehrere Gruppen ins Leben gerufen, damit sie sich an Satzergänzungstests übten. Alle Gruppen befanden sich in einem Raum und hatten zwei Stunden Zeit, um Sätze zu ergänzen, wie: “Wenn ich Freizeit habe, dann …” “Wenn ich im Urlaub bin, dann …” “Wenn ich ein Haus baue, dann …”
Die Gruppen sollten möglichst viel Kreativität in ihre Aufgabe legen und sich eingehend mit dem Test befassen. Eine der Gruppen hatte die Aufgabe, Sätze mit “Wenn ich alt und gebrechlich bin, dann …” zu bilden. Sie beschäftigte sich also volle zwei Stunden lang intensiv mit der Möglichkeit, ein Pflegefall zu sein.
Am Ende der Testphase wurde jedoch nicht die Kreativität der Gruppen gemessen, sondern die Zeit, die die Teilnehmer brauchten, um Raum A zu verlassen, durch einen langen Gang zu gehen und den Test in Raum B abzugeben. Interessant war das Ergebnis: Alle Gruppen brauchten ungefähr gleich lang, um die Strecke zurückzulegen, mit Ausnahme der Alt-und-gebrechlich-Gruppe. Sie brauchte länger als alle anderen.
Diese Tatsache unterstreicht die Wichtigkeit des dir nun vorliegenden Kapitels. Ohne das Bewusstsein, dass Gebrechlichkeit eine rein mentale Angelegenheit ist, stehst du mit deinem Wunsch nach Vitalität und Fitness auf verlorenem Posten. Nachfolgende Erläuterungen werden dir bestimmt ein Staunen entlocken, wenn nicht gar mehr.
Grundlegendes zum Thema “Altern”
In diesem Kapitel nähern wir uns nicht nur mit den Grundlagen dem Thema Altern. Wir befassen uns gleichzeitig auch mit unserer Gedankenenergie, denn eine Trennung zwischen den beiden ist nur schwer möglich.
Was sagt der Begriff “Altern” denn eigentlich aus? Um das zu verstehen und um uns selbst ein Bild davon machen zu können, habe ich mich eingehend informiert. Zu wissen, was “altern” bedeutet, war Voraussetzung dafür, ein Konzept für dauernde Vitalität und Fitness zu erarbeiten.
Die vier Alterungsarten
Es gibt nicht nur eine Alterungsart, oh nein. Es gibt derer gleich vier. Und zwar sind da zunächst
•das primäre Altern und
•das sekundäre Altern.
Das primäre Altern
Diese Alterungsart, die auch physiologisches Altern genannt wird, sagt nur eines aus: ALTERN IST EIN BIOLOGISCHER PROZESS. Das primäre Altern bezieht sich einzig und allein auf die Zellebene und ist daher ein zellulärer Alternsprozess in Abwesenheit von Krankheiten. Gemeint ist also das Voranschreiten in den Jahren, wie es auch ein Auto, ein Haus oder ein Berg tun, auch wenn diese keine Zellen haben, wie wir sie von unserem Körper kennen.
Das sekundäre Altern
Dem primären Altern steht das sekundäre Altern gegenüber, und da sieht es schon ganz anders aus. Sekundäres Altern ist die Folge äußerer Einwirkungen wie
•Bewegungsmangel,
•Fehlernährung,
•Suchtmittelkonsum,
•Aufenthalt an mit Schadstoffen belasteten Orten,
•Krankheiten und Ähnliches.
Krankheiten als äußerer Einfluss? Wie passen diese in die gleiche Schublade wie Bewegungsmangel, Fehlernährung, Suchtmittelkonsum und der Aufenthaltsort? Sind diese vier nicht von meiner Entscheidung abhängig?
Genau, und so sind es auch die Krankheiten. Natürlich nicht, wenn du keine Verantwortung für dich übernimmst und zum Arzt gehst, damit er dir mit Pillen und OP dein Leiden verringert (oder auch nicht). Wenn du die volle Verantwortung für dein Leben übernimmst, dann wirst du akzeptieren, dass Krankheiten selbstgemacht sind – durch Bewegungsmangel, Fehlernährung, Suchtmittelkonsum, durch den Aufenthalt in gesundheitsschädigenden Milieus, durch Stress, die mentale Einstellung und vieles mehr. Davon ausgenommen sind angeborene Gesundheitsprobleme, aber um diese geht es in diesem Buch auch gar nicht. Lassen wir für den Moment so stehen, dass auch Krankheiten zum sekundären Altern gehören, und schauen wir uns die nächsten beiden Alterungsarten an.
Das biologische Altern
Wir sprechen vom biologischen Altern, wenn drei Voraussetzungen gegeben sind:
1. Die Universalität, das heißt: Generalisierbarkeit – zum Beispiel der Entwicklungsschritte, die jeder Mensch auf der Welt in einer bestimmten Reihenfolge durchlaufen muss. Wir alle werden als Baby geboren, wachsen zu Jugendlichen heran, werden erwachsen und der Tod kommt am Ende des Lebens. Die Prozesse des Alterns sind also – so beschreibt es die Universalität – bei allen Mitgliedern einer Art in ihrer Gesetzmäßigkeit gleich.
2. Die Systemimmanenz: Sie beschreibt Faktoren, die ein System charakterisieren, wobei in Bezug auf das biologische Altern das Altern an sich als ein solcher Faktor herangezogen werden kann. Spricht man vom menschlichen Leben, dann gehört das Altern mit dazu und muss nicht erst extra erläutert und erklärt werden. Beim Lotto sind es zum Beispiel unter anderem 49 Kugeln, die die Systemimmanenz ausmachen.
3. Die Irreversibilität – die Unumkehrbarkeit: Das Leben läuft immer in der gleichen Richtung ab und eine Kehrtwende (zurück zur Jugend) ist nicht vorgesehen. Niemand kann auch als Greis zur Welt kommen und dann immer jünger werden. Bis zu einem gewissen Alter wäre das vielleicht mal ganz interessant, aber wenn es dann in Richtung Geburt geht … Geschmackssache!
Kurz und bündig: Unter biologischem Altern verstehen wir
•jede zeitgebundene Veränderung im Leben eines Organismus
•sowie einen nicht umkehrbaren biologischen Prozess, der mit dem Tod endet.
Das nicht biologische Altern
Diese Alterungsart zeigt sich nun schon wesentlich komplexer. Zu ihr gehören Bewertungen und die können
•sozialer,
•kultureller,
•biografischer oder
•subjektiver Art sein.
Das mag sich zunächst recht harmlos anhören. Wenn man aber bedenkt, dass sich diese Bewertungen auf gesellschaftliche und psychische Aspekte stützen und Veränderungen in den kognitiven Funktionen des menschlichen Gehirns hervorrufen, dann kann das einem schon zu denken geben. Kognitive Veränderungen im Gehirn sind Informationsverarbeitungsprozesse. Wer möchte schon, dass sich zum Beispiel sein Denken, seine Reaktionsfähigkeit oder seine Bewegungen verlangsamen? Oder alles zusammen? Und wer möchte dann auch noch, dass dieses Verlangsamen von der Gesellschaft initiiert wird, wo viele doch so gerne alleine sind hinter ihrer Haustür? Wer kein Mitläufer ist, dem muss es vor diesem Gedanken grausen. Leider ist es aber eine Tatsache, dass das “psychologische Altern” existiert, und wer unbewusst und leichtgläubig in der Welt unterwegs ist, ohne Dinge zu hinterfragen, stapft leicht in diese Falle.
Du meinst, das betrifft dich nicht? Du hast mit der Gesellschaft nichts am Hut? Nun, mag ja sein, aber überlege mal:
•Wie oft hast du schon die Wortkombinationen “alt und krank” oder “alt und schwach” benutzt oder zumindest als gegeben akzeptiert und damit alt mit krank und schwach gleichgesetzt?
•Wie oft hast du schon Prophezeiungen gehört wie “Mit 50 fangen die Beschwerden an” – ohne diese Aussage bewusst zu hinterfragen?
•Wie oft hast du schon gehört: “Meine alten Knochen wollen nicht mehr so richtig!”? Oder hast diesen Satz schon selbst benutzt? Ist dir bewusst, dass es sich dabei nur um eine Ausrede handelt, warum dieser Mensch (oder du?) etwas nicht mehr schafft, anstatt etwas dafür zu tun, dass er es wieder schafft?
•Wie steht es mit der Aussage: “Ich wachse schon gegen die Erde!”? Findest du das witzig, kreativ und originell? Ist es für dich sogar eine biologische Tatsache?
•Oder kannst du besser lachen, wenn jemand meint, er sei im knackigen Alter, weil es überall knackt? Sei dir gewiss, wenn es bei dir überall knackt, dann ist das nur für andere lustig. Für dich sicherlich nicht. Halte dich mit solchen Witzen also lieber zurück.
Möglicherweise erkennst du dich in den Beispielen aber überhaupt nicht wieder. Es ist ja auch nur eine winzig kleine Auswahl von dem, was möglich ist. Wenn du aber denkst: “Komm du mal in mein Alter …” Oder: “Die Jugend von heute …” Oder auch: “Früher war ich noch …” Dann gehörst du leider zum “Club der potenziell Gebrechlichen”.
Hast du mit solchen Gedanken absolut nichts zu schaffen, dann sei froh – und lies weiter. Denn du bist garantiert nicht davor geschützt, infiziert zu sein oder es zu werden. Die Gesellschaft (inklusive dir) hat klare Vorstellungen davon, wie ein “alter” Mensch auszusehen hat.
Die klaren Vorstellungen der Gesellschaft zum Alter
Die Gesellschaft zeigt uns oft und gerne, wie sie sich “alte Menschen” vorstellt. Um 1900 herum hat man das sogar auf einer Tafel festgehalten, die den Titel “Das Stufenalter des Menschen” trägt. Die folgende Abbildung erklärt sich selbst.
Abb. 2
Wer meint, die Grafik sei ja schon weit über hundert Jahre alt und überholt, irrt, denn heute sind die Vorstellungen der Gesellschaft zum Alter sogar noch schlimmer. Immerhin ist auf der uralten Blechtafel niemand gebrechlich. Selbst der Neunzigjährige sieht noch recht fit aus und spielt mit einem Kind. Dagegen ist das Pärchen, vor dem auf dem nachfolgenden Schild (Abb. 3) gewarnt wird, nicht mehr so gut zu Fuß. Vielleicht spiegeln sie aber auch nur eine selbst geschaffene Realität, denn solche Leute gibt es ja tatsächlich. (Abb. 4)
Zum normalen Alltagsbild gehört auf jeden Fall der Rollator. Es scheint, dass immer mehr Menschen sich lieber einem solchen Gefährt anvertrauen, als selbst etwas dafür zu tun, kraftvoll und sicher auf eigenen Beinen unterwegs sein zu können. Wir dürfen uns ruhig die Frage stellen: Ist es Unwissen oder Faulheit? Ist es ein Ergeben ins Schicksal oder gar … modern? Wie auch immer: Wer ist sich bewusst, dass auf den Rollator der Rollstuhl oder das Pflegebett folgen können?
Die Disengagement-Theorie
Zum nicht biologischen Altern gehört auch ein Phänomen, das gerne mit dem Begriff Disengagement beschrieben wird. Im Kapitel “Seele” rolle ich dieses Thema noch einmal auf und bohre tiefer. Vorab aber schon einmal so viel:
Disengagement besagt, dass sich eine Person ab dem Rentenalter aus dem sozialen Leben zurückzieht. Das ist nicht weiter tragisch, wenn es sich dabei um das Ziel dieser Person handelt. Das Leben war reich an Erfahrungen, man war viel unterwegs, vielleicht weltweit, die Familie kam zu kurz, der Freundeskreis auch. Und nun, endlich, ist Feierabend – und zwar für immer. Jetzt, so mag die Person denken, entspann ich mich und bin für meine Familie da. Wenn es dabei bleibt und die Person ihren Frieden hat, dann ist das wunderbar und es gibt nichts an ihrem Entschluss auszusetzen.
Der Entschluss kann aber auch schnell gestört werden. Plötzlich treten Leute auf den Plan, die ganz andere Ziele haben. Freunde klingeln: “Endlich hast du genug Zeit, komm doch mal mit zum Stammtisch!” Oder: “Am Samstag machen wir einen Kegelausflug. Da fehlst du so was von …” Dieses Verhalten ist verständlich, und ihr Engagement zeigt, dass sie die Person ein halbes Leben lang vermisst haben und nun gerne in ihrer Mitte hätten. Es bleibt auch okay, wenn sie ein Nein akzeptieren können, weil die frischgebackene Rentnerin, der frisch gebackene Pensionär nun gerne für sich und ihre Familien da sein möchten. Schlimm wird es, wenn der Wunsch ignoriert wird und Freunde oder Nachbarn dafür kein Verständnis haben. Entweder hat man dann so viel Durchsetzungskraft, um sich die Luft zu verschaffen, die man braucht, oder das neue, “freie” Leben saugt Kraft und verkürzt die Zeit, die man noch auf der Erde bleibt. Gut, wenn man hier die Gratwanderung schafft.
Abb. 3
Abb. 4
Ein Disengagement kann sich aber auch ganz anders vollziehen: Die Person tritt die Rente an, hat das Gefühl, nicht mehr gebraucht zu werden, fühlt sich alt und zieht sich immer mehr in ihr Schneckenhaus zurück. Am Anfang geht sie noch zum Stammtisch, in den Verein, zum täglichen Spaziergang, aber all das wird mit der Zeit weniger und das Haus wird immer seltener verlassen. Pläne gibt es keine und Ziele schon zweimal nicht. So macht das Leben plötzlich keinen Sinn mehr. Ein sinnloses Leben hat zur Folge, dass es für kaum noch etwas Motivation gibt. Der innere Schweinehund wird immer stärker, je weniger Sinn das Leben macht. Kein Wunder, denn er ist der Energiesparminister des Systems und erkennt, dass der Lebenssaft immer weniger wird. Er wäre ein schlechter Sparer, würde er nun für alles Ressourcen freischalten. Da ist schon eine Menge Überzeugungsarbeit vonnöten, damit er etwas rausrückt, und diese Überzeugungsarbeit heißt: Motivation. Dem inneren Schweinehund muss klargemacht werden, was die Belohnung dafür ist, wenn er Energie spendiert. Und egal, wie das Ziel aussehen mag, die Belohnung ist auf jeden Fall schon mal mehr Lebenskraft. Recht bald folgen Motivation, Freude, Sinn und das Gefühl, nun doch wieder etwas zu leisten.
Ziele oder gar Visionen sind unbedingt notwendig, um vitfit zu bleiben, nicht nur die richtige Ernährung und Bewegung. Wer lohnende Ziele und Visionen hat, die es umzusetzen gilt, wird sich automatisch schon gesund (v)erhalten, um Kraft für das zu haben, was wichtig ist.
Übrigens: Es muss kein großes Ziel in der Zukunft sein, das erreicht werden will. Sich jeden Abend aufs Neue etwas Sinnvolles für den nächsten Tag vorzunehmen, ist schon ein guter Start ins neue Leben.
Nicht alles und jeder altert in der gleichen Weise
Wir wissen ja bereits, dass das Altern nichts weiter ist als ein biologischer Prozess, der in Abwesenheit von Krankheit mit dem Tod endet. Das klingt nach Generalisierbarkeit, indem man diese Aussage auf alles anwendet, was lebt. Doch gibt es hier markante Unterschiede, denn nicht wirklich auf alles hat das Altern den gleichen Einfluss. Es gibt wahrhaftig nicht alternde Lebensformen, zumindest altern sie offensichtlich nicht. Dazu gehören:
Viele niedere Organismen, zum Beispiel die Amöbe. Sie pflanzt sich durch Teilung fort, wie eine Zelle, und ist daher praktisch unsterblich. Aus eins mach zwei, und wenn der eine Teil sterben sollte (was nur durch eine Katastrophe geschehen kann und nicht durch Altersschwäche), dann lebt ja der andere Teil weiter, und die Teilung schreitet voran. So wie es die Amöbe macht, tun es auch unsere Körperzellen. Solange sie sich fleißig teilen, ist alles in bester Ordnung. Wenn die Teilungsfrequenz immer langsamer wird und letztendlich zum Erliegen kommt, stirbt die Zelle. Wir haben es in der Hand, wie sehr die Teilung sich verlangsamt.
Die Eiche. Dieser fantastische Baum produziert auch im Alter von 1000 Jahren noch locker Blätter und Eicheln bester Qualität. Die Eiche altert praktisch nicht, und auch hier ist ein Ende nur durch eine Katastrophe besiegelt (Waldbrand, Kettensäge usw.). Doch selbst ein Waldbrand muss nicht das Ende eines Baumes bedeuten. Auf Teneriffa habe ich gesehen, dass Kiefern in den Cañadas so widerstandsfähig sind, dass sie dem Feuer trotzen können. Schau dir die verkohlte Rinde des Baumes in Abb. 5 an, der trotzdem wieder austreibt.
Der Nacktmull. Er ist in etwa so groß wie eine Maus, lebt aber neunmal länger, sofern er nicht in die Hände irgendwelcher Tierversuchslaboranten gerät, bei denen er sich immer größerer Beliebtheit erfreut. Er altert nicht im herkömmlichen Sinne.
Biomarker für das Altern
Woran erkennt man nun, ob und dass ein Mensch im gesellschaftlichen Sinne altert? (So wird es im Allgemeinen ausgedrückt, aber ich mache hier gerne einen Unterschied zwischen “altern” – was ja ein unabwendbarer biologischer Prozess ist – und “alt werden”, dem Indiz dafür, dass das Altern in nicht gewolltem Modus abläuft und beeinflusst werden kann. Sowohl positiv als auch negativ.) Betrachten wir uns also die Biomarker fürs Altwerden.
A: Da ist zunächst die Körperhaltung. Man möchte eine gebeugte, von Schmerzen gezeichnete Körperhaltung einem alt gewordenen Menschen zuschreiben, dem man ansieht, dass er es im Kreuz hat und sich nicht mehr gerade aufrichten kann. Leider ist es so, dass eine solche Haltung zunehmend auch bei jüngeren Menschen anzutreffen ist (hast du nun gerade bewusst deine Haltung korrigiert?). Das ist zum einen zurückzuführen auf entsprechende, mitunter schon früh auftretende Limitationen des Bewegungsapparats (z. B. durch Vernachlässigung des Körpers) und zum anderen auf unbewusst schädliche Körperhaltungen, die sich mit der Zeit manifestieren. Betrachtet man den Biomarker Körperhaltung bewertungsfrei aus einer anderen Ebene, dann darf man sich erlauben zu sagen, dass auch jüngere Menschen schon alt geworden sein können.
Abb. 5
Abb. 6: Der Nacktmull
B: Der Gang. Ein alt gewordener Mensch schlurft durch die Gegend und schleppt sich mühsam durchs Leben. Vielleicht scheint es nur so, vielleicht ist es Tatsache, dass er nicht mehr die nötige Kraft aufbringt, um sein Leben zu leben. Zumindest reicht sie nicht aus, um die Füße zu heben, was auch ein Sturzpotenzial in sich birgt. In meinem Workshop im Seniorenheim Elz hat sich sehr deutlich herausgestellt, dass der Biomarker “Gang” auf eine mentale Einstellung zurückzuführen ist. Es ist nicht mehr genug Kraft im Unterleib vorhanden, um sich sicher zu bewegen. Das bringt Unsicherheit, die Angst zu fallen und sägt am Gleichgewichtssinn. Daraus geboren wird der Wunsch, Sicherheit durch Hilfsmittel zu erlangen, z. B. durch Spazierstöcke und Krücken. Diese reichen mit der Zeit nicht mehr aus. Ein Rollator wird notwendig für noch mehr Sicherheit, und letztendlich ist es der Rollstuhl oder gar das Pflegebett. Wer die Thematik rechtzeitig erkennt, kann sehr viel dafür tun, dass es nicht so weit kommt.
C: Die Elastizität der Haut. Wer würde denken, dass die Haut spätestens ab dem 30. Lebensjahr an Elastizität verliert. Der Feuchtigkeitsgehalt geht zurück, und die bis dahin so glatte Beschaffenheit der Oberfläche leidet. Ein Zuviel an Sonne und Meer beschleunigt diesen Vorgang, denn die für die Straffheit wichtigen Faktoren Elastin und Kollagen, die “Gummibänder” der Haut, reagieren auch wie Gummi und verhärten unter den genannten Bedingungen schneller. Der Einsatz von Sonnenschutzcremes verhindert das nicht. Im Gegenteil.
Die Kollagenfasern sind wichtige Eiweißbausteine, die unsere Haut wieder anspannen, wenn sie nach einer Muskelbewegung verschoben wurde. Sie speichern außerdem Wasser und geben ihr die geliebte Spannkraft und Festigkeit. Bis etwa zum 25. Lebensjahr funktioniert das ganz gut. Doch dann siegen die Umwelteinflüsse, und der Abbau der elastischen Fasern nimmt an Fahrt auf. Das lässt sich vor allem an Falten erkennen und am Erschlaffen der Gesichtskonturen. Rauchen, Stress, übermäßiger Alkoholkonsum und wenig Schlaf nagen mit an der sowieso schon bröseligen Stütze.
Wenn du etwas für deine Haut tun möchtest, dann ist es vor allem wichtig, genug Wasser zu trinken, mindestens zwei, besser drei Liter am Tag. Wenn du die oben genannten Negativfaktoren meidest, ist das ein weiterer Pluspunkt.
Du kannst darüber hinaus deine Kollagenfasern schützen oder gar ihre Neubildung auf natürliche Weise anregen, z.B. mit Extrakten aus der grünen Banane.
Fördere die Aktivität deiner Bindegewebszellen und hilf deinem Körper damit, Kollagen zu bilden. Dazu eignen sich u.a. Extrakte aus Hopfen.
Das Bilden neuer Fasern allein ist schon super. Diese dann zu schützen, und zwar gegen schädliche Einflüsse von innen und außen, setzt dem noch eins drauf. Auszüge aus Blättern und Rinde des tropischen Bocoa-Baumes bieten sich dafür an.
Die genannten Maßnahmen können sogar noch getoppt werden, und zwar mit Massagen. Damit diese nicht so trocken ablaufen, bieten sich verschiedene Öle an, deren Fettsäuren die Kollagenfasern stärken. Für jeden Hauttyp bietet der Markt richtig gute Produkte (auch ohne Mikroplastik, und das ist wichtig. Denn diese Partikel sind kleiner als die Hautporen und werden bei der Massage förmlich in die Haut hineingerieben. Um gute Produkte zu finden, bieten sich verschiedene Apps für iPhone und Smartphone an).
Das Coenzym Q10 ist eine körpereigene Substanz mit vielseitigen Funktionen im Körper. Da es unter anderem den Zellstoffwechsel anregt, profitieren die Kollagenfasern davon. Mit anderen Worten: Q10 ist auch für eine glatte Haut gut.
Vitamin C, in Kombination mit Vitamin E, wirkt intensiv als Radikalenfänger (siehe Kapitel 4, der Körper). Diese machen auch vor den elastischen Fasern nicht Halt, und das lässt unsere Haut erschlaffen. Vitamin A gehört hier ebenso mit ins Boot. Es ist nicht nur für die Augen gut. Die Vitamine A, C und E sorgen dafür, dass die Kollagenfasern elastisch bleiben und regen außerdem die Kollagenbildung an.
D: Die Haut- und Haarfarbe. Was du für deine Haut alles tun kannst, habe ich schon gezeigt. Es beeinflusst auch die Farbe, die viel frischer wirkt, wenn die Haut bekommt, was sie haben möchte. Die Haut ist aber auch ein Atmungsorgan, und atmen tun wir, um zu leben. Menschen, die das Leben nicht richtig zulassen, atmen in der Regel flach und haben Probleme mit der Lunge. Lass auch die Haut atmen, indem du das Leben zulässt. Sie wird es dir mit Frische danken. Für die Haarfarbe habe ich allerdings keinen Tipp abzugeben. Doch ich bin mir sicher, dass ein freudvolles Leben und die entsprechende Ernährung einen positiven Effekt auf deine Haarfarbe haben.
Warum ist das so? Nun, ein freudvolles Leben verhindert Stress, und eine gesunde Ernährung zerpflückt seine negativen Auswirkungen, sollte er doch einmal entstehen. Stress macht Haare grau, und das hat seinen Grund, denn Stress geht immer einher mit einer vermehrten Ausschüttung der Hormone Noradrenalin und Dopamin. Zwar gibt es ein Gen mit dem Namen MAOA, das diese Hormone auch wieder abbaut, aber leider ist Wasserstoffperoxid ein Nebenprodukt dieser Aktivität. Entsteht mehr davon, als durch Glutathion unschädlich gemacht werden kann, dann entzieht es den Haaren ihre Farbpartikel, und sie werden grau oder gar weiß.
Glutathion wird bei seiner Aufgabe, Wasserstoffperoxid in harmloses Wasser umzuwandeln, vom Gen GPX gestärkt. Wenn aber nicht genug Glutathion vorhanden ist, dann kann GPX seiner Aufgabe nicht gerecht werden, und vielerlei Schäden sind möglich. Nicht nur für die Haare, sondern auch das Gehirn kann es treffen.
Glutathion ist also ein Antioxidans, und zwar eines der stärksten, die derzeit bekannt sind. Es macht nicht nur Jagd auf freie Radikale, sondern schaltet auch DNA-Reparatur-Prozesse ein. Damit ist Glutathion eine der wirksamsten Synergaging-Substanzen, da es den menschlichen Körper vor vorzeitiger Alterung bewahrt.
Da es zu Glutathion zahlreiche Veröffentlichungen und Nahrungsergänzungsmittel gibt, verweise ich hiermit auf externe Quellen. Es obliegt mir nicht, eine Empfehlung auszusprechen.
E: Auch charakteristische Messdaten gehören zu den Biomarkern. Blutdruck, Pulsfrequenz und andere werden gerne zur Bestimmung herangezogen. Während ein hoher Blutdruck vor allem das Resultat falscher Ernährung und falscher mentaler Einstellung ist, sagt die Pulsfrequenz viel über dein Alter sowie über die Beschaffenheit deines Adernsystems aus.
Du kannst folgende Tests durchführen und dir ein Bild über deinen Zustand machen.
•Dein Ruhepuls sollte idealerweise 72 (bei Männern) oder 75 (bei Frauen) betragen. Jogge bequem und locker für fünf Minuten, gerne auch auf der Stelle. Miss dann deine Pulsfrequenz, die nun etwa bei 120 Schlägen pro Minute liegen dürfte. Ruhe dich aus, warte 30 Sekunden und miss die Frequenz erneut. Sie sollte nun auf 90 Schläge pro Minute gesunken sein und nach weiteren 30 Sekunden den Ruhepuls erreicht haben. Je länger es dauert, zum Ruhepuls zurückzukehren, desto labiler sind deine Blutgefäße. Hier solltest du unbedingt etwas tun. Fitnesstraining ist gut, aber Synergaging wirkt tiefer und auf allen Ebenen.
•Ob dein biologisches Alter bzw. das Alter deines Herzens zu den Daten in deinem Pass passt, kannst du ebenfalls mit einer einfachen Übung feststellen. Die Leistungsfähigkeit des Herzens nimmt mit den Jahren immer mehr ab, bis es aufhört zu schlagen. Daraus wurde die Belastungsfrequenz für verschiedene Altersgruppen ermittelt. Als Faustregel gilt: 220 – Alter = maximale Herzfrequenz unter Belastung. Sie betrüge bei einem Fünfzigjährigen 170. Dies ist jedoch nur ein Idealwert, der nicht zwingend erreicht werden muss. Nachfolgende Tabelle zeigt die angepassten Werte an:

Tablelle 1: Pulsfrequenzen
Bringe dich so richtig auf Trab. Laufe ein paar Stockwerke die Treppe hoch oder mache, was auch immer dich ins Hecheln bringt. Nach etwa einer Minute – oder wenn du das Gefühl hast, mehr geht nicht – miss bitte deinen Puls und vergleiche ihn mit der obigen Tabelle. Na, wie alt ist dein Herz?
F: Charakteristische Werte für die Lungenfrequenz und die Vitalkapazität. Wie schon beim Thema Haut angesprochen, ist die Lunge ein Indiz dafür, wie sehr du das Leben akzeptierst und zu dir einlädst. Ein flacher Atem, bei dem das Ausatmen länger dauert als das Einatmen, zeugt von keinem guten Lebenswillen. Entsprechend wird die Lunge auch darauf reagieren und sich zurückbilden. Wenn sie nur oberflächlichen, unbewussten Atem gewohnt ist, wozu sollte sie so ausgeprägt bleiben, wie sie es in jungen Jahren war? Über die Sollwerte und deine Istwerte wird dich dein Arzt informieren.
G: Schwächer werdendes Hör- und Sehvermögen, wobei beides heutzutage nicht unbedingt mehr nur ein Biomarker fürs Altwerden ist. Die Zahl der Kinder, die mit Brille eingeschult werden, steigt an, und die derer, die mit Brille aus der Schule entlassen werden, noch mehr. Inzwischen trägt weit über die Hälfte der deutschen Bevölkerung eine Brille, und wenn du die Suchbegriffe “Kind” und “Brille” googelst, kommst du aus dem Staunen nicht mehr heraus. Der Bundesverband der Augenärzte Deutschlands (BVA) ist sogar der Meinung, dass “… es oft sein muss, dass Kinder eine Brille bekommen, damit sich deren Sehvermögen gut entwickeln kann.”2
Dass die Augen bei den Menschen immer schlechter werden, ist eine Tatsache, und dass die Sehschwächen vorzeitig mit Sehhilfen korrigiert werden, auch. Dass das Problem aber ganz woanders liegt, ist offensichtlich, denn es gibt genügend Bevölkerungsgruppen auf der Welt, auf die das nicht zutrifft.
Das Thema “Augen” ist nicht nur mir, sondern vor allem für dich so wichtig, dass ich mich in Kapitel 4, der Körper, ausführlich damit beschäftige.
H: Bei Punkt “G” habe ich es eigentlich schon mit angesprochen: Die kognitiven Leistungen wie das Gedächtnis, die Koordination, das Lernen gehen zurück. Wer jedoch die vorher angesprochenen Punkte beherzigt, sorgt gut vor.
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