Kitabı oxu: «Die geheime Sprache der Tiere»

Şrift:

Elisa S. Suter

DIE GEHEIME Sprache DER TIERE

Eine neue revolutionäre Methode,

die Ausdrucksweise der Tiere zu entziffern,

zu verstehen und zu erlernen


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Copyright © 2020 Verlag »Die Silberschnur« GmbH

ISBN: 978-3-89845-646-3

eISBN: 978-3-89845-692-0

1. Auflage 2020

Gestaltung & Satz: XPresentation, Güllesheim

Umschlaggestaltung: XPresentation, Güllesheim; unter Verwendung verschiedener Motive

von © Eric Isselee; Svetlana Ileva; www.shutterstock.com

Verlag »Die Silberschnur« GmbH · Steinstraße 1 · D-56593 Güllesheim

www.silberschnur.de · E-Mail: info@silberschnur.de

INHALT

1.Die Wissensrevolution oder die Entdeckung der Tierwelt

2.Mein ganz persönlicher Weg

3.Wirklichkeit: Ein neuer Ansatz

4.Kommunikation mit Hasen und Hamstern

5.Was Sprache eigentlich ist

6.Geheimnisse der Hundesprache

7.Geheimnisse der Katzensprache

8.Intelligenz und die Sprache der Affen

9.Elefanten und Elefantenflüsterer

10.Pferde, Pferdetraining und die Methoden der Pferdeflüsterer

11.Bezugsfelder oder die Palette der Tiersprachen

12.Der Unterschied zwischen Mensch und Tier

13.Eine ungewöhnliche Methode, seine Führungsqualitäten zu verbessern

14.Wie man Krankheiten zu Leibe rücken kann

15.Tierliebe, die hinterfragt werden muss

16.Ein offenes Wort

17.Zoos, Zirkusse und Tierreservate

18.Telepathische Begabungen

19.Wie man die Telepathie erlernen und mit Tieren kommunizieren kann

Anmerkungen

Zur Autorin

1.
DIE WISSENSREVOLUTION ODER DIE ENTDECKUNG DER TIERWELT

Es ist nicht auszuschließen, dass wir unsere Vorstellungen über das Tier und Tiere überhaupt vollständig ändern müssen. Zumindest müssen wir sie überdenken, denn inzwischen verfügen wir ein erstaunliches Datenmaterial, das es uns nahelegt, dem Tier einen völlig neuen Stellenwert einzuräumen. Die Fortschritte, die inzwischen in Bezug auf die Tierwelt gemacht wurden, sind atemberaubend.

Ich schließe nicht aus, dass es eines Tages sogar möglich sein wird, verschiedene Tiersprachen systematisch zu erlernen, so wie wir heute schon unterschiedliche Fremdsprachen lernen, wie Englisch, Französisch, Deutsch und Spanisch etwa – oder wie verschiedene Computersprachen.

Ich werde gleich auf einige Entdeckungen hinsichtlich Tieren zu sprechen kommen, aber zunächst noch ein paar Fakten: Immerhin existierten Tiere schon vor vielen Hunderten von Millionen von Jahren; Tiere sind weitaus älter als der Mensch. Das Menschengeschlecht, so behaupten zumindest einige Wissenschaftler, ist nur 300.000-500.000 Jahre alt, einige Anthropologen billigen ihm jedoch ein höheres Alter zu, wieder andere sprechen von Millionen Jahren, wenn man die Übergangsformen vom Affen zum Menschen gelten lässt. Aber Tiere gab es schon seit dem “Anbeginn der Welt”, sie sind weitaus älter, wie gesagt mehrere Hunderte von Millionen Jahren. Allein dieser Vorsprung sollte uns zu denken geben.

Hinzu kommt, dass einige Tiere hochinteressante Überlebensmechanismen entwickelten, einige Arten werden älter als der Mensch. In den Savannen Afrikas, im Packeis der Antarktis und in den Regenwäldern Südamerikas findet man Tiere, die in Bezug auf das Alter dem Menschen weit überlegen sind. Schon Elefanten werden bis zu 60 Jahre alt und Kolkraben leben 90 Jahre lang – ein Alter, das Menschen selten erreichen. Bekannt für ihr hohes Alter sind auch Papageien oder Kakadus, die ohne größere Probleme 90 Jahre erreichen können. Der Hummer wird noch älter, 100 Jahre sind keine Seltenheit. Bestimmte Muscheln, die ebenfalls den Tieren zugerechnet werden, erreichen gar ein Alter von über 110 Jahren. Störe, eine Fischart, lassen es sich angelegen sein, über 150 Jahre alt zu werden – es gibt Störe im Übrigen seit rund 250 Millionen Jahren auf Planet Erde. Aber Schildkröten stellen selbst diese Fischart in den Schatten mit 200 Jahren, einem Alter, das auch Wale erreichen können. Eine bestimmte Schildkrötenart, die Galapagosschildkröte, schafft es sogar, 250 Jahre alt zu werden. Und eine bestimmte Schwammart, so versichern uns Biologen, erreicht ohne Probleme ein Alter von 10.000 Jahren.1

Es ist nicht auszuschließen, dass wir noch sehr viel von Tieren lernen müssen – und über Tiere. Bestimmte Tiere scheinen in Bezug auf ihre “Intelligenz” oder hinsichtlich ihrer Fähigkeit, überleben zu können, den Menschen um Längen zu schlagen. Vergessen wir nie: Bevor der Mensch sich Planet Erde untertan machte, beherrschten Tiere diese Welt. Tiere werden im Allgemeinen enorm unterschätzt.

Es gibt es zahlreiche Tierarten, die wir bis heute nicht einmal kennen. Noch immer widersprechen sich Wissenschaftler, wenn dieses Thema zur Diskussion steht. Mit Sicherheit gibt es Millionen von Tierarten! Wir unterscheiden grob zwischen Reptilien, Vögeln, Fischen, Krebstieren, Weichtieren, Spinnentieren und 280.000 anderen Tierarten. Darüber hinaus gibt es rund 950.000 unterschiedliche Insektensorten.

Bekennen wir es einmal in aller Offenheit: Die Menschheit hat gerade erst angefangen, alle Tierarten auf Planet zu Erde zu entdecken und zu klassifizieren.

Ständig stößt man auf neue. Inzwischen sprechen Wissenschaftler davon, dass rund 1,25 Millionen Tierarten recht und schlecht beschrieben und mit einem Namen versehen worden sind. Einige Wissenschaftler schätzen jedoch, dass es rund 120 Millionen Tierarten gibt.2 Wir kennen also gerade einmal ein Hundertstel aller Arten.

Gleichzeitig stehen wir völlig am Beginn einer neuen Wissenschaftsdisziplin, wenn es darum geht, Tiere von ihrem innersten Kern her wirklich zu verstehen. Eine Beschreibung oder ein Name bedeutet noch lange nicht, dass wir eine Art auch begreifen oder gar die gleiche Sprache sprechen können. Mit anderen Worten: Selbst unser Verständnis der bekannten Tierwelt ist alles andere als vollkommen.

Und was ist mit den verschiedenen Tieren innerhalb einer einzigen Art? Sie reagieren oft völlig unterschiedlich. Besitzen viele Tiere nicht einen individuellen Charakter? Bestimmte Hunde und Pferde etwa sind durchaus nicht mit anderen Hunden oder Pferden zu vergleichen, sie besitzen eine eigene, unverwechselbare “Persönlichkeit”.

Tatsächlich gibt es Abertrillionen von Tieren – niemand kennt die genaue Zahl, denn bislang haben wir ja nur von Tierarten gesprochen. Wie tauschen sie sich aus? Auf welche Art kommunizieren sie miteinander? Und wie machen sie sich Menschen verständlich?

All diese Zahlen bedeuten im Klartext, dass wir erst am Beginn einer Revolution stehen, was die Erforschung der Tierwelt und der Verständigungsmöglichkeiten mit ihr angeht. Wir beherrschen nicht wirklich die Sprachen unseres Planeten beziehungsweise seiner “Bewohner”. Wir sollten in aller Bescheidenheit realisieren, dass wir ganz am Anfang stehen, was diesen Forschungszweig angeht.

Auf der anderen Seite eröffnet eben dieser Umstand auch ungeheure Möglichkeiten. Inzwischen gibt es beispielsweise schon “begnadete” Zeitgenossen, die mit ihrem Hund etwa ein richtiges Gespräch führen und dessen Sprache “lesen” oder “verstehen” können.

Kommunikation mit Hunden

Persönlich verfüge ich mit Hunden über die meiste Erfahrung. Genaueste Beobachtung sowie die Bereitschaft, geduldig zuzuhören, lehrten mich, dass Hunde durchaus über eine eigene Sprache verfügen. Damit meine ich nicht nur bestimmte Bewegungen, die etwas Bestimmtes ausdrücken sollen. Jeder weiß, dass ein Hund, wenn er mit dem Schwanz wedelt, meist sagen will, dass er sich freut. Hunde haben zweifelsfrei Emotionen, die durchaus mit den Emotionen des Menschen vergleichbar sind. Ein Hund kann laut und aggressiv bellen und andere Menschen, die als Angreifer identifiziert werden, verjagen – und also Zorn zeigen. Er kann Zuneigung ausdrücken. Gewöhnlich ist ein Hund von einer unendlichen Neugier beseelt. Ein Hund ist aufgeregt, traurig, fröhlich, träge manchmal, bemüht sich um Gunst, kann widerspenstig sein, antagonistisch und ist mitunter sogar von Langeweile geplagt – alles lupenreine Emotionen.

Längst wurden beispielsweise “Beschwichtigungssignale” genau identifiziert, die ein Hund zeigt, wenn er Spannung abbauen und unter Umständen Unterwürfigkeit zeigen will. Dazu kann es gehören, dass er den Kopf oder den ganzen Körper abwendet, eine Pfote hebt, gähnt, die Augen zusammenkneift oder langsame, betuliche Bewegungen ausführt. Auch der Umstand, dass er sich einfach niederlegt und hinsetzt, kann dazugehören.3 Ein Gähnen bei einem Hund kann allerdings auch einfach bedeuten, dass er müde ist, nicht anders als beim Menschen. Verschiedene Interpretationen sind möglich, was die Körperbewegungen angeht.

Doch nicht nur optische Signale und also eine optische Sprache kann man bei Hunden beobachten, sondern auch akustische Kommunikationen. Die Laute, die Hunde von sich geben, sind vollständig unterschiedlich und decken eine enorme Bandbreite ab, sowohl was

(1) die Tonhöhe angeht,

(2) die Länge und Dauer eines Tones,

(3) die Intensität – laut bis leise – und

(4) die Art des Tones.

Vier Unbekannte in der Gleichung!

Akustische Schwingungen können also von Hunden zweifelsfrei manipuliert werden, was in sich selbst eine erstaunliche Fähigkeit darstellt. Hunde können heulen, knurren, bellen, fiepen, winseln, wuffen, brummen und fauchen, wobei man selbst innerhalb der Belllaute auf 100 Unterschiede aufmerksam machen könnte. Und immer ändert sich damit die Botschaft. Es gibt zum Beispiel das Warnbellen, das Drohbellen, das Bellen, um zu einem Spiel aufzufordern, das begeisterte Bellen und das ungeduldige Bellen.

Darüber hinaus gibt es taktische Signale oder Berührungssignale zwischen Hunden und zwischen Hund und Mensch, die klare, eindeutige Kommunikationen transportieren – in beide Richtungen nebenbei bemerkt. Der Hund kann uns liebevoll lecken, voller Zuneigung, und wir können ihn liebevoll streicheln.

Es handelt sich mithin um eine eigene Sprache, die viele Hundefreunde instinktiv recht gut verstehen.

Auch der Geruchssinn wird von Hunden benutzt, um zu kommunizieren, um Informationen zu geben und zu empfangen. Bei einigen Hunderassen ist er tausendfach so gut ausgeprägt wie beim Menschen.

Aber darüber hinaus gibt es sogar noch ein weitaus spannenderes Kapitel, was die Sprache des Hundes anbelangt – wenn es nämlich darum geht, mit dem Menschen in Kontakt zu treten. Gönnen wir uns ein Beispiel, das ich persönlich miterlebt habe und bezeugen kann.

Der Immobilienmakler und der Hund

Erlauben Sie, dass ich ein Beispiel aus einem früheren Buch wiederhole: Ich kenne einen Immobilienmakler, der ständig unterwegs war, um seinen Interessenten Häuser und Wohnungen zu zeigen. Der Job verlangte ihm alles ab. Jeden Tag kam er zu völlig unterschiedlichen Zeiten nach Hause. Aber seine Frau konnte trotzdem stets relativ genau vorhersagen, wann er sich von seinem letzten Kunden verabschiedete und er sich also auf den Nachhauseweg begab. Der Grund? Argos, sein Hund, der immer ruhig in seinem Korb lag, ging nämlich plötzlich zur Eingangstür und blieb dort sitzen, wenn Herrchen aufbrach, und dann wusste die Frau des Immobilienmaklers, was Sache war. Sie wusste in diesem Fall mit absoluter Gewissheit, dass sich ihr Mann vor etwa 3 bis 5 Sekunden entschlossen hatte, aufzubrechen und nach Hause zu fahren.

Sie kannte nicht die genaue Uhrzeit, wann ihr Mann zu Hause ankommen würde, weil sich die Wohnungen und Objekte, die er seinen Interessenten zeigte, an unterschiedlichen Orten befanden und die Entfernungen deshalb nicht auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen waren. Aber sie war vollkommen sicher, dass er aufgebrochen war. Der Immobilienmakler und seine Frau stellten das mit absoluter Gewissheit fest, weil sie sich den Spaß erlaubten, mehrmals einen exakten Uhrenvergleich anzustellen.

Sobald der Immobilienmakler aufbrach, sprang Argos aus seinem Korb und blieb dann so lange vor der Tür sitzen, bis sein Herrchen zu Hause eintraf.4

Schwingungen oder Telepathie

Es scheint eine Kommunikationsmöglichkeit zwischen Mensch und Tier zu geben, die bislang kaum visioniert worden ist. Ich spreche von der Telepathie.

Nun gibt es 101 Erklärungsversuche für die Telepathie. Einige Wissenschaftler sprechen von Schwingungen, die weitergegeben werden und Kreise ziehen, andere von Gedankenübertragungen außerhalb des physikalischen Universums und außerhalb der Gesetze von Zeit und Raum. Was auch immer das letzte und richtige Erklärungsmodell für dieses Phänomen ist, feststeht, dass die Telepathie existiert.

Die Berichte hierüber sind einfach zu zahlreich, als dass man sie ignorieren könnte.

So erlebte ich einmal Folgendes:

Die Entensprache

Vor einigen Jahren besuchte ich den Europa-Park im Südosten Baden-Württembergs. Es war Frühling und überall blühten die Blumen. Innerhalb des Parks sah ich am Rande eines Teiches auf einmal einige Enten zusammen mit mehreren süßen, kleinen, zauberhaften Entenküken. Der Anblick allein wärmte mir das Herz. Soweit nichts Besonderes. Aber dann geschah es: Die Küken kamen mir freudig entgegen. Ich konnte es kaum fassen, es war fast magisch. Ich befand mich im siebten Himmel vor Aufregung und Glück. Ich hockte mich nieder und wollte den Küken meine Hand entgegenstrecken, damit sie mich “beschnuppern” und Zutrauen zu mir fassen konnten. Doch da watschelte unversehens die Entenmami heran, so schnell es ihr möglich war, sie schoss förmlich aus einem Busch heraus. Sofort hielt sie ihren Kindern eine Standpauke. Die Küken zogen den Kopf ein, wandten sich von mir ab und die gesamte Entenfamilie verschwand schleunigst zwischen den Ästen und Zweigen der Gebüsche, die rund um den Teich wuchsen.

Für mich hörte sich das Geschnatter der Entenmutter etwa so an: “Seid ihr lebensmüde? Das ist ein gefährlicher Mensch! Menschen sind unberechenbar. Es gibt Menschen, die fangen Enten, braten und essen sie. Wollt ihr in der Pfanne landen?”

Die Antwort der Küken mit ihren eingezogenen Köpfen lautete: “Uuups, entschuldige, Mami. Das wussten wir nicht. Wir tun`s auch nie wieder.”

So könnte man diese “Begegnung der dritten Art” beschreiben. Was aber war wirklich passiert?

Mein ganz persönliches Glaubensbekenntnis

Persönlich gehe ich davon aus, dass Telepathie existiert und dass sich dieses unscheinbare Ereignis genau so abspielte, wie ich es gerade geschildert habe – wobei ich den Enten freilich menschliche Worte in den Mund gelegt habe.

Ich wusste aus Erfahrung mit Tauben, dass Küken unbeschriebene Blätter sind, durchaus vergleichbar mit menschlichen Babys. Dies trifft meines Erachtens auch auf Gänse zu. Wenn eine Babygans schlüpft und sie sieht als Erstes einen Menschen, dann glaubt sie ihr Leben lang, es handle sich bei diesem Menschen um ihre Gänsemami.

Deshalb funktionierte das “Gespräch” mit den Entenküken so hervorragend.

Aber wichtiger war: Ich bewegte mich völlig offen auf die Küken zu. Das bewirkte, dass sie umgekehrt auf mich zukamen, ohne jeden Argwohn.

In einem esoterischen oder philosophischen Sinne handelte es sich bei den Küken um mich selbst, sie waren mein Spiegel, sie waren verschränkt mit mir, wie man das ausdrücken könnte. Will sagen: “Ich” war in diesem Augenblick kein Menschenkörper, kein Homo sapiens, keine erwachsene Frau – sondern ich “wurde” zu den Küken, ich “war” die gesamte Szene. Ich werde später noch genauer auf diese esoterische oder spirituelle Erfahrung eingehen.

Als plötzlich die Entenmutter erschien, “wurde” ich die Entenmami. Aber dann beging ich einen entscheidenden Fehler. Plötzlich sprudelten alte, frühere Lehrsätze oder Programme, wie man das nennen könnte, wieder an die Oberfläche meines Bewusstseins. Es handelte sich um falsche Glaubenssätze, was Enten angeht. Sie lauteten etwa so:

“So verhalten sich Enten nicht.”

“Die Entenmutter wird ihren Küken den Kontakt mit einem Menschen nicht erlauben.”

“Eine Entenmutter schützt ihre Küken.”

Und so weiter. Sie verstehen? Man könnte auch sagen: Ich kultivierte einige Vorurteile gegenüber Enten und speziell Entenmüttern. Ich war vollgestopft mit falschen Programmen. Die Entenmutter konnte sich also gar nicht anders verhalten, als sie es tat. Ich hatte gewissermaßen meine Skepsis in sie hineinprojiziert. Auch auf solche alten, falschen Programme werde ich noch genauer zu sprechen kommen. Hierbei handelt es sich ebenfalls um Dynamit.

Es waren also meine eigenen falschen, unangebrachten, alten Gedanken und Überlegungen, die den Zauber des Augenblicks zerstörten. Ich selbst war verantwortlich dafür, dass die Küken mir vertrauten, und ich selbst war ebenfalls dafür verantwortlich, dass die Entenmutter die Küken zurückpfiff, wie man das salopp ausdrücken könnte.

Was dieses Buch Ihnen bietet

Ich habe diese Beispiele bewusst an den Anfang dieses Buches gesetzt, damit deutlich wird, dass es sich bei den vorliegenden Seiten um ein ganz anderes Buch handelt, als das üblicherweise beim Thema Tierkommunikation der Fall ist.

Persönlich glaube ich tatsächlich, dass der Mensch mit Tieren regelrecht kommunizieren und in Verbindung treten kann. Ich werde meine Methode in den folgenden Kapiteln sehr genau darlegen.

Doch was bietet das vorliegende Buch im Detail?

· Wie Tiere miteinander sprechen

· Auf welche Art und Weise ein Mensch mit Tieren in Kommunikation treten kann

· Wie Sie mit Hunden sprechen können

· Worin das Geheimnis der Katzensprache besteht

· Was Zoobetreiber selten wissen

· Was Zirkusbesitzer immer wieder erleben

· Welche unglaublichen Storys existieren bezüglich menschlicher Kommunikation mit Hasen, Hamstern und Vögeln?

· Wie man zu einem echten Pferdeflüsterer wird

· Wie man mit Elefanten und Affen spricht

· Welche falschen Programme man zuerst ausräumen muss, wenn man mit Tieren kommunizieren will

· Welchen Einfluss das Verhalten des Menschen auf Tiere hat

· Was der Unterschied zwischen Mensch und Tier ist

· Worin die wahre Macht des Menschen besteht

· Mit welcher Methode man seine Führungsqualitäten verbessern kann

· Was die Krankheiten eines Haustieres mit dem Besitzer zu tun haben – und wie man sie rasch zum Verschwinden bringen kann

· Welche unterschiedlichen telepathischen Begabungen es gibt

· Welche fünf Stufen Sie gehen müssen, damit Sie selbst telepathisch mit Tieren “ins Gespräch” kommen können …

So weit, so gut! Keine kleinen Versprechen, die ich hier gebe … Aber darüber hinaus werde ich zahlreiche Beispiele aus meiner Praxis und der anderer vorstellen, wenn ich selbst oder andere “begabte” Tierkommunikatoren mit der Tierwelt direkt in Verbindung traten – Geschichten, die verblüffend sind.

Wichtiger aber ist der Umstand, dass auf den folgenden Seiten preisgegeben wird, wie Sie selbst relativ rasch alle möglichen “Tiersprachen” erlernen und mit Tieren direkt in Verbindung treten können. Es erwartet Sie also eine aufregende Lektüre, die den Rahmen der normalen, allgemein akzeptierten Realität vollständig sprengt.

Steigen wir ohne weitere Präambeln einfach ein.

2.
MEIN GANZ PERSÖNLICHER WEG

Doch halt! Bevor wir ans Eingemachte gehen, ist es nur fair, zunächst noch einige Worte über meine Person zu verlieren. Ich finde, der Leser hat ein Anrecht darauf zu wissen, mit wem er es zu tun hat. Daher möchte ich in aller Kürze auf meine Vita und meine ersten Erfahrungen mit der Tierkommunikation eingehen.

Ich wusste selbst lange nicht, dass ich über genau dieses Talent verfügte – mich mit Tieren auf deren “Wellenlänge” auszutauschen und Gespräche zu führen – aus dem ganz einfachen Grund, weil ich sozusagen “unbewusst” unterwegs war und agierte und mir meiner selbst noch nicht sicher war. Ja, ich liebte Tiere abgöttisch, von Kindesbeinen an. Aber ich realisierte kaum, dass ich mich mit meinem Bewusstsein in Tiere förmlich hineinversetzen und mich auf einer mentalen Ebene mit ihnen unterhalten konnte.

Es gibt für dieses Talent viele Ausdrücke: Einige sprechen von Tierkommunikatoren, andere von Dog Whisperern oder Hundflüsterern, wenn es um Hunde geht. Es gibt ferner den Ausdruck Pferdewhisperer und sogar schon den Ausdruck Elefantenflüsterer. Man spricht auch von paranormalen Fähigkeiten, und je und je von psychics, von psychisch begabten Medien.

Aber alle diese Vokabeln treffen meines Erachtens nicht den Kern der Sache.

Jedenfalls wurde ich schon früher darauf aufmerksam, dass mit mir “etwas nicht stimmte” oder besser gesagt: dass ich mich gänzlich anders verhielt, wenn es um Tiere ging.

Meine früheste Beziehung zu einem Tier

Eines meiner frühesten Erlebnisse bestand darin, dass ich, gerade mal vier Jahre alt und noch ein Grashüpfer, mit einem Huhn eine besondere “Beziehung” aufbaute. Das Huhn gehörte meinen Großeltern und war Teil eines Hühnerstalls, was für ein Kind immer interessant und begeisternd ist. Dieses Huhn rannte seltsamerweise nicht etwa vor mir davon, wenn ich wild wie aus dem Nichts vor ihm auftauchte – so wie Hühner das normalerweise tun. Es kam im Gegenteil zu mir, ließ sich anfassen, streicheln und liebte es, wenn ich es direkt auf meinen Schoß setzte. Das Huhn benahm sich wie ein völlig zahmes Huhn – etwas, wovon man selten oder nie gehört hat.

Meine Eltern und Großeltern schauten nur ungläubig zu. Sie schossen Fotos von mir mit dem Huhn auf dem Schoß und schüttelten den Kopf. Früh hörte ich Kommentare wie: “Das kann doch nicht normal sein.” Oder: “Etwas stimmt nicht mit dem Huhn.” Sowohl meine Eltern als auch meine Großeltern staunten nur. Sie konnten sich einfach nicht die Tatsache erklären, dass ich ein besondere Verbindung zu einem Huhn aufbauen konnte. Mit schien das alles völlig normal zu sein.

Ich konnte umgekehrt die Aufregung und den Unglauben um mich herum nicht einordnen, nicht mit vier Jahren. Ich fragte mich im Gegenteil: “Was soll daran nicht normal sein? Warum sollte sich das Huhn nicht bei mir wohlfühlen?” Genau dies schien mir wiederum völlig normal zu sein. Das Huhn legte ganz normal Eier, wie jedes andere Huhn auch, aber es war auch gern und oft mit mir im Gras unterwegs. Ich liebte das Huhn und genoss seine Freundschaft. Ich wünschte mir damals, ständig dieses Huhn um mich herum zu haben, denn es lief nie von mir davon. Aber mein Wunsch ging nicht in Erfüllung, denn, so belehrte man mich, “Hühner gehören in einen Stall”. Alle belächelten mich. Und immer wieder hörte ich den Satz: “So verhält sich kein normales Huhn.”

Ich will absichtlich nicht weiter auf diese Episode eingehen, sie dient nur dazu zu illustrieren, dass ich offenbar schon immer ein besonderes Verhältnis zu Tieren hatte.

Die Taube

Mit sechs oder sieben Jahren liebte ich es, mit meiner Taube spazieren zu gehen.

Eine Taube folgte mir tatsächlich auf Schritt und Tritt. Auch mit ihr hatte ich “magischerweise” eine unglaublich gute Verbindung. Ich liebte meine Taube.

Aber andere Kinder beobachteten mich und fingen an, mich aufzuziehen. Man lachte und lächelte über mich. Es war ungewöhnlich, dass da ein kleines Mädchen mit einer Taube spazieren ging. Ich hörte Bemerkungen wie: “Wer Tiere lieber hat als Menschen, hat ein Problem mit Menschen.”

Es handelte sich natürlich um eine faustdicke Lüge, denn ich habe auch ein hervorragendes Verhältnis zu Menschen, aber als Siebenjährige konnte ich mit diesen abfälligen Bemerkungen noch nicht umgehen. Ich sah mich als ein “Opfer” an, ein Opfer übler Nachrede. Zudem will man als Kind immer akzeptiert werden, man kämpft um seinen Platz in der Gemeinschaft, um Anerkennung in der Gesellschaft. Doch in eben diese Gesellschaft passte einfach kein kleines Mädchen mit einer Taube.

Um es abzukürzen: Als Kind ließ ich mich von Erwachsenen irritieren, was diese besondere Beziehung zu Tieren anging, und es dauerte eine geraume Zeit, bis ich langsam akzeptierte, dass ich “anders” war, was mein Verhältnis zu Zwei-, Vier- oder Sechsbeinern anging.

In der Folge hatte ich alle möglichen Haustiere, auf einige Erlebnisse werde ich noch zu sprechen kommen, aber so viel sei vorausgeschickt: Immer hatte ich ein eigenartiges, fast intimes Verhältnis mit den verschiedensten Spezies. Und sehr viel später, als erwachsene Frau, entschied ich mich, mir einen alten Wunsch zu erfüllen und einen Hund zu halten.

Meine Erfahrungen mit einem Hund

Zunächst besuchte ich alle möglichen Hundeschulen, Hundetrainer und Hundeflüsterer, um herauszufinden, wie man zu dem bestmöglichen Hundehalter wird. Aber früh schon entdeckte ich, dass all die verschiedenen Methoden, Hunde “abzurichten”, nichts taugten – sie wurden dem Wesen des Hundes nicht gerecht.

Sozusagen mit Zuckerbrot und Peitsche versuchte man, Hunde zu erziehen und zu kontrollieren, man versuchte, sie zu verlässlichen kleinen Sklaven zu degradieren.

Mein Hund aber lehrte mich, dass dies nicht funktionierte – die genaue Story folgt später. Ich lernte weiter, dass Hunde im Gegenteil das Verhalten des Herrchens oder Frauchens nur spiegeln. Das heißt, sie übernehmen die Gemütslagen des Halters. Wir können also Hunde hervorragend dazu benutzen, uns selbst ins Angesicht zu schauen – und uns im Idealfall daraufhin zu verändern. Ein Hund kann also indirekt einen Menschen erziehen beziehungsweise ihn dazu führen, sich selbst genauer zu erkennen! Aber der Mensch muss zuhören können und die Sprache des Hundes verstehen.

Als ich dies plötzlich verstand, begann eine abenteuerliche Zeit für mich. Immer wieder kamen Hundehalter auf mich zu, die nicht glauben konnten, wie perfekt die Kommunikation zwischen mir und meinem Hund funktionierte. Als sie meinen Rat suchten, erkannte ich mit zunehmender Gewissheit, dass der Hund der Halter ist und jede Korrektur beim Halter vorgenommen werden muss – und nicht etwa dem Hund bessere Manieren beigebracht werden müssen.

Gleichzeitig setzte ich die Reise zu mir selbst fort, die Reise zu meinem Inneren.

Ich hatte zunehmend Erkenntnisse über meine eigene Person sowie über meine tatsächlichen Fähigkeiten gewonnen, die früher vielleicht schon latent vorhanden gewesen waren, aber die nie jemand bestätigt hatte, im Gegenteil. Weiter lernte ich, dass man gewisse “Glaubenssätze”, die man bezüglich Tieren hat, zunächst ausräumen muss – falsche Ideen, Vorstellungen und fixe Ideen –, wenn man mit ihnen “ins Gespräch” kommen will.

Hellhörigkeit

Hellhörig, wie der Fachausdruck lautet, wurde ich spätestens 2012, zumindest wurde ich mir in diesem Jahr dieses Talentes bewusst.

Unter Hellhörigkeit versteht man die Fähigkeit, selbst das zu hören, was nicht ausgesprochen worden ist. Es handelt sich nicht nur um eine Art geschärfte Aufmerksamkeit, sondern es ist ein Ausdruck, der verrät, dass man über eine paranormale Sinneswahrnehmung verfügt. Unter Hellhörigkeit versteht man auch das Talent, Schwingungen wahrzunehmen, die normalerweise nicht von Menschen empfangen werden können.

Reflexionen

Als ich auf diese verschiedenen Begabungen aufmerksam wurde, machte ich mir anfänglich keine Notizen. Auch studierte ich nicht krampfhaft entsprechende Literatur. Ich stellte daneben auch keine abenteuerlichen Experimente an. Die Begabungen waren einfach vorhanden, ohne dass ich es mir selbst erklären konnte. Einige Leute, die sich “Freunde” nannten, nahmen an, ich hätte ein spezielles Kraut geraucht, mit Drogen experimentiert oder Alkohol im Übermaß genossen. Nichts da! Ich halte von all diesen Sachen nichts, im Gegenteil, ich erachte sie als höchst schädlich. Aber ich realisierte, dass ich nicht in die üblichen Schemata und Schablonen passte.

Verschiedene “Kunden”, Tierbesitzer und Tierhalter, die immer häufiger auf mich zukamen, staunten manchmal Bauklötze. Aber es ging mir nicht darum, mich auf ein Podest zu stellen oder Applaus zu empfangen. Ich war vielmehr intensiv damit beschäftigt, mit mir selbst ins Reine zu kommen und das “Abenteuer Ich” fortzuführen. Außerdem wollte ich anderen helfen, mit Tieren freundlicher umzugehen, ja eine unendliche Liebe zur Tierwelt zu entwickeln. Ich wollte auf die unglaublichen Perspektiven aufmerksam machen, die sich eröffnen, wenn man Tiere auf eine ganz andere Art betrachtet.

Natürlich streichelten einige Bemerkungen mein Ego, selbst Tierärzte staunten, wie ich mit Tieren umgehen konnte. Aber ich versuchte, mich so früh wie möglich von dem geheimnisvollen, verführerischen Saft, der da heißt Bewunderung, frei zu machen. Aber anfänglich füllte das Lob meine leere Seelenflasche. Heute weiß ich, wie krank das war, wie rückständig in geistiger Hinsicht. Wir sollten uns nie vom Lob anderer abhängig machen. Die zwanghafte Suche, ja Sucht nach Anerkennung ist ein altes Programm, das man abspult, und wir sollten es als das erkennen, was es ist: eine Fallgrube.

Gleichzeitig kam ich mit allen möglichen Fachgebieten in Berührung. Aber früh erkannte ich, dass meine Erfahrungen nicht im Rahmen der akademischen Biologie oder Zoologie angesiedelt waren. Es handelte sich vielmehr um ein Talent, sich regelrecht in andere Tiere hineinzuversetzen und ein “Gespräch” zu führen. Dazu musste man sich lediglich auf eine andere “Wellenlänge” einstimmen. Ob es sich allerdings wirklich um eine “Wellenlänge” handelt – auf diese Frage werde ich an späterer Stelle genauer eingehen.

Jedenfalls bemühte ich mich, auch intellektuell zu verstehen, um welches Phänomen es sich bei all dem handelte und wie ich meine Erfahrungen logisch einordnen konnte, mit Hilfe meines Verstandes. Heute weiß ich, dass Logik nicht der Weisheit letzter Schluss ist. Bestimmte geistige Fähigkeiten sind keine mathematischen Gleichungen. Es handelt sich um eine ganz andere Dimension, in die man vorstößt. Im Grunde genommen taucht man in eine neue Wirklichkeit ein. Und daher versuchte ich zu verstehen, was “Wirklichkeit” oder “Realität” eigentlich ist.

3.
WIRKLICHKEIT: EIN NEUER ANSATZ

Bis heute streiten sich Philosophen um die Definition von Wirklichkeit. Fragen wir uns in aller Naivität einmal: Woraus besteht Wirklichkeit? Was macht sie aus? Wie kann man sie beschreiben?

Wenn wir Tiere beobachten, so glauben wir zunächst, dass wir uns hier unveränderbaren, objektiven Gesetzmäßigkeiten gegenübersehen. Wenn wir einer Katze eine Maus vorsetzen, so wird sie diese jagen und dann genüsslich fressen. Das scheint selbstverständlich zu sein. Hierbei vergessen wir jedoch den subjektiven Faktor. Wovon spreche ich?

Die Rolle des Beobachters

Längst ist auch in wissenschaftlichen Kreisen die These anerkannt, dass stets auch der Beobachter die Wirklichkeit steuert, jedenfalls zu einem gewissen Grad. Er trägt die Verantwortung oder eine Mitverantwortung für die gesamte Realität. Denken wir in diesem Zusammenhang nur an John Wheeler, ein Wissenschaftler, der in US-Amerika als der Nachfolger Albert Einsteins gefeiert wird. Wheeler stellte fest, dass das “Universum nicht unabhängig von uns existiert.”1 Nach seiner Ansicht gibt es eine ständige Interaktion zwischen dem physikalischen Universum und uns selbst. Wir sind also nicht nur Beobachter, sondern auch Teilnehmer in diesem Spiel, das da heißt: “Das physikalische Universum und ich”. Es hört sich seltsam an, aber in gewissem Sinne handelt es sich bei unserer “Umwelt” und bei dem “Universum” um ein partizipatorisches Ereignis.

Selbst Physiker also geben längst zu, dass dies wahr ist: Allein bei der Anordnung von (scheinbar objektiven) Versuchen spielt der (subjektive) Faktor immer eine große Rolle. Resultate von Tests ändern sich manchmal vollkommen aufgrund von subjektiven Anordnungen oder Fragestellungen. Sogar die Physik beschäftigt sich heute nicht mehr nur mit Atomen, Molekülen, Partikeln, Feldern oder Kräften, sondern auch mit dem Menschen, den Beobachtern, den Personen. Speziell wenn die Phänomene Zeit und Raum im Mittelpunkt stehen, kommt selbst die scheinbar objektivste aller Wissenschaften, die Physik, nicht mehr ohne diesen subjektiven Faktor aus. Der moderne Physiker gibt sogar längst zu, dass seine Wissenschaft regelrecht hilflos ist, wenn er nicht den Beobachter in seine Gleichungen einbezieht.

Was das alles mit Tieren zu tun hat? Gedulden Sie sich bitte noch einen Augenblick …

Nicht eben wenige Zeitgenossen verlangen von der Physik inzwischen, dass sie uns sogar Aufklärung über uns selbst gibt – über den subjektiven Faktor also. Viele Wissenschaftler und Physiker gehen inzwischen davon aus, dass kaum etwas Neutrales oder Objektives – völlig unabhängig von uns selbst – existiert. Stets muss unser eigener Gesichtspunkt einbezogen werden, eben der Gesichtspunkt des Beobachters.

Was aber bedeutet das? Nun, wenn wir etwas beobachten, während wir gleichzeitig die Erwartung hegen, dass etwas Besonderes oder überhaupt “Etwas” vor unseren Augen existiert, kommt sofort ein subjektiver Faktor zum Zug. Wir erschaffen bewusstunbewusst etwas, dem wir in der Folge Objektivität nur zubilligen. Oftmals erschaffen wir etwas, was wir erwarten und was wir glauben. Wir kreieren “Realität” oder “Wirklichkeit”, und diese Realität ist oft bereits in unserem Unterbewusstsein gespeichert.

Formulieren wir es radikal: Wenn wir davon ausgehen, dass uns ein Hund anfallen und beißen wird, laden wir ihn förmlich dazu ein, uns anzufallen und zu beißen. Wenn wir davon ausgehen, dass ein eigentlich scheuer Vogel keinerlei Angst vor uns hat, wird er sich uns manchmal ohne Furcht nähern und vielleicht sogar ein paar Brotkrümel aus unserer Hand picken. Wir senden also kontinuierlich Signale aus, ob wir uns dessen nun bewusst sind oder nicht. Noch einmal: Wir erschaffen ständig Realitäten.

Aber verweilen wir noch ein wenig bei der Theorie und der Praxis der Beobachtung.

Selbst Werner Heisenberg (1901-1976), der weltberühmte Physiker, den Hitler einst beauftragte, für Deutschland die Atombombe zu entwickeln – Heisenberg drückte sich erfolgreich –, gab zu, dass der Beobachter allein durch den simplen Akt der Beobachtung etwas erschafft. Werner Heisenberg, der sogar den Nobelpreis erhielt, formulierte bereits 1927 eine nach ihm benannte physikalische Theorie, die das gesamte Weltbild der Physik ins Wanken geraten ließ. Heute sprechen wir ehrfurchtsvoll von der Quantenmechanik und der Quantenphysik. Aber noch bedeutsamer war seine Entdeckung der Subjektivität des Beobachters/des Physikers, der ein Experiment anstellte.

Die Unzulänglichkeit des physikalischen Universums oder dessen Anfälligkeit für Manipulation durch ein Subjekt ist jedoch nur die eine Seite der Medaille. Die andere Seite besteht darin, dass wir nicht nur auf Gegenstände, Materie und Energie, die wir beobachten, unsere eigene subjektive Sicht projizieren. Die gleiche Wahrheit scheint für die Beobachtung der Tierwelt zu gelten. Der individuelle, persönliche oder subjektive Gesichtspunkt muss also immer in die Gleichung mit einbezogen werden, wenn wir von Tieren sprechen.

Lässt man diesen Ansatz gelten, so ergeben sich auf einmal fantastische Perspektiven. So viel sei vorausgeschickt: Wenn Sie diesen subjektiven Gesichtspunkt begreifen, also bereit sind, ihn zuzulassen, werden Sie selbst einige erstaunliche Erfahrungen mit Tieren machen können …

Was aber heißt das konkret für unser Thema?

Die Projektion

Ohne Schnörkel ausgedrückt und konsequent zu Ende gedacht bedeutet dies, dass durch das Bewusstsein des Menschen das Tier erst in Erscheinung tritt. Der Mensch beobachtet das Tier – und “erschafft” es gleichzeitig. Immer findet eine Interaktion zwischen dem Menschen, dem Beobachter, und dem Tier statt.

Die Quantenphysik lehrt uns, dass jeder Beobachter Teil der “Wirklichkeit” ist, die er unter die Lupe nimmt. Wir sind also keine unbeteiligten Beobachter, die die objektive Wirklichkeit erkennen. Wir sind Teil der Gleichung. Unser Denken, unsere Gedanken, unsere Vorstellungen und unsere Fragestellungen verändern bereits die Realität, die wir zu erforschen vorgeben, ja, sie definieren sie eigentlich erst. Setzt man diese Erkenntnis auf die Tierwelt um, so ergeben sich weitreichende Konsequenzen.

Betrachten wir diesen subjektiven Ansatz noch etwas genauer.

Quantensprünge in der Philosophie

In Rahmen der Philosophie kultivierten einige Denker schon sehr viel früher eben diese Sichtweise, die später Subjektivismus genannt wurde. Bereits vor 2500 Jahren erkannten griechische Philosophen, dass eine Person immer von einem Standpunkt aus denkt, argumentiert und wahrnimmt. Der Mensch steht damit logischerweise im Mittelpunkt, nicht die beobachtete Sache oder der beobachtete Gegenstand. Das Bewusstsein ist wichtiger als die physikalische Realität.

Führen wir diesen Umstand noch ein wenig aus: Der Mensch benutzt seine fünf Sinne sowie seine Gedanken und seine Fähigkeit zur Logik, um etwas zu begreifen. Er sieht, hört, schmeckt, fühlt und riecht – und kombiniert diese Wahrnehmungen mit Hilfe seines Verstandes zu einer subjektiven Realität.

Aber das Tier verfügt möglicherweise über ganz andere Sinneswahrnehmungen, von seiner “Denkmethode” ganz zu schweigen. Ameisen verständigen sich etwa mittels chemischer Botschaften. Also kann der Mensch mit seinem subjektiven Selbstverständnis ein Tier nie vollkommen verstehen. Er müsste es aus dessen eigener Perspektive betrachten können, mit den tierischen Sinneswahrnehmungen, Berechnungen, Überlebensmechanismen und so fort.

Schon Protagoras, ein griechischer Philosoph des Altertums (486-411 v. Chr.), stellte fest: “Der Mensch ist das Maß aller Dinge.” Und René Descartes (1596-1650), der französische Philosoph, Mathematiker und Naturwissenschaftler, drückte es so aus: “Ich denke, als bin ich.” Auf gut Latein: “Cogito ergo sum.” Auch dieser Satz deutet zurück auf das Subjekt. Immanuel Kant (1724-1804), der große deutsche Philosoph, wanderte in die gleiche Richtung, denn auch er wies darauf hin, dass sich der Mensch innerhalb subjektiver Wahrnehmungskategorien bewegt, zudem innerhalb von Raum und Zeit. Philosophen wie Fichte, Schelling und Schopenhauer schlugen in dieselbe Kerbe. Schopenhauer definierte gar “Die Welt als Wille und Vorstellung”, wie auch der Titel seines wichtigsten Buches lautete.

Ein Stückchen Tierphilosophie

Und so müssen wir realisieren, dass Bewusstsein die Wirklichkeit beeinflusst, definiert und, konsequent zu Ende gedacht, eigentlich erst ermöglicht. Auch der Biophysiker Ulrich Warnke bestätigte diesen Umstand. Wirklichkeit ist also immer subjektiv, sie ist notwendigerweise subjektiv. Denn wenn es keinen Beobachter gäbe, der mittels seiner persönlichen Wahrnehmungen und seines Verstandes ein Tier zu begreifen versucht – könnte es nicht beschrieben und erfasst werden.

Das aber heißt: Der Beobachter steuert die Wirklichkeit. Er erschafft sie eigentlich erst. Er “erschafft” das Tier innerhalb seiner eigenen Konzepte und Verständnismöglichkeiten. Jeder Mensch “erschafft” in diesem Sinne Tiere mit seinem Bewusstsein, unabhängig davon, ob er es weiß oder nicht. Die Tiere, wie wir sie wahrnehmen, sind nichts als die Projektionen unserer Sinne und unseres Verstandes. Das Tier selbst dagegen “sieht” sich vollständig anders. Falls es über ein “Selbst-Bewusstsein” verfügen würde, hätte es eine von der menschlichen Konzeption fundamental unterschiedliche Sichtweise.

Bemühen wir als Beispiel noch einmal den Hund. Er erfährt die Umwelt vor allem durch sein Riechorgan – das manchmal tausendfach besser entwickelt ist als das Riechorgan eines Menschen. Außerdem “betrachtet” er die Welt von einem ganz anderen Blickwinkel aus: Er schnüffelt ständig, was unmittelbar am Boden vor sich geht. Würden wir uns ganz ernsthaft bemühen, den Hund besser zu verstehen, so müssten wir uns auf alle Viere niederlassen und eine Weile die Welt aus seiner Perspektive wahrzunehmen versuchen. Wahrscheinlich kann der Hund außerdem aus einer einzigen Geruchsinformation hundert Rückschlüsse ziehen, die dem Menschen völlig fremd sind.

Versuchen wir nun, die Welt aus den Augen eines Pferdes zu betrachten. In diesem Fall müssen wir feststellen, dass es einen viel weiteren Blickwinkel besitzt als wir selbst. Warum? Nun, seine Augen befinden sich an den Seiten des Kopfes, nicht vorn wie beim Menschen. Das Pferd kann also beinahe in einem Umkreis von 360° sehen. Es verfügt über ein fantastisches Blickfeld. Befindet sich jedoch beispielsweise ein Gegenstand direkt vor dem Pferd, unmittelbar vor seinem Maul, kann ihn das Pferd nicht wahrnehmen, da die Augen ja seitlich angesiedelt sind. Es gibt also einen kleinen blinden Punkt.

Auch einige Tiere verfügen über weitaus bessere Fähigkeiten zu sehen als der Mensch. Denken wir nur an viele Katzenarten, die in dieser Beziehung weitaus talentierter sind als wir: Sie können selbst bei Nacht sehen. Wieder definiert sich “Wirklichkeit” für diese Tiere anders. Es handelt sich bei dem Talent, im Dunkeln etwas zu erkennen, nicht um unsere Wirklichkeit.

Betrachten wir nur die fünf Sinne – sehen, hören, riechen, schmecken, fühlen –, so erkennen wir sehr rasch, dass diese Sinne bei Tieren vollständig unterschiedlich ausgeprägt und gewichtet sein können.

Wahrnehmung durch das Hören

Bestimmte Tierarten hören weitaus besser als der Mensch. Normalerweise sind in diesem Fall die Ohren größer oder länger. Aber nicht immer ist die Größe der Ohren ein Kennzeichen für eine bessere Hörfähigkeit. Der Afrikanische Elefant etwa benutzt seine Ohren als riesige Ventilatoren. Wenn also die Sonne heiß niederbrennt, pumpt der Elefant Blut in seine Ohren, fächelt sich mit ihnen Luft zu, das heißt, er schlägt sie vor und zurück und kühlt sich auf diese Weise ab. Nur im Allgemeinen zeigen größere Ohren auch die Fähigkeit an, besser zu hören. Eine bestimmte Wüstenfuchsart verfügt ebenfalls über enorm lange Ohren, im Verhältnis zur Körpergröße. Seine Ohren dienen in erster Linie dazu, für uns völlig unhörbare Geräusche wahrzunehmen – wie die Bewegungen kleinster Tiere unter dem Boden.

Ferner haben einige Tiere das Talent, ihre Ohren in alle möglichen Richtungen aufzustellen und zu drehen. Sie hören “rundum”, in einem Umkreis von 360°. Sie justieren ihre Ohren, um in alle Richtungen hin lauschen zu können.

Darüber hinaus besitzen einige Tiere die Fähigkeit, selbst Töne wahrzunehmen, die wir Menschen nicht hören können. Die Fledermaus etwa hört Töne, die für den Menschen gewissermaßen nicht existieren.

Außergewöhnlich ist auch die Schleiereule. Bei ihr sitzt ein Ohr höher als das andere. Dadurch können Töne ebenfalls gänzlich anders wahrgenommen und ausgewertet werden als bei uns Menschen.

Die Entfernung und die Richtung eines Geräusches kann also eine Rolle spielen, wenn es um den höher entwickelten Gehörsinn eines Tieres geht, darüber hinaus aber auch die Lautstärke und sogar die Wellenlänge eines Tones.

Auch solche Beispiele beweisen, dass sich die “Realität” für bestimmte Tiere gänzlich anders darstellt, als wir glauben. Wenn wir Tiere wirklich verstehen wollen, dürfen wir daher nicht den Menschen und damit uns selbst in den Mittelpunkt des Weltgeschehens rücken.

Wahrnehmung durch den Geruchssinn

Kommen wir noch einmal auf das Riechorgan zu sprechen. Einige Tiere können Gerüche über viele Kilometer hinweg wahrnehmen. Den Geruchssinn benutzen umgekehrt andere Tiere, um sich zu verteidigen. Sie strömen derart unappetitliche Gerüche aus, dass sie kaum angegriffen werden. Der Bombardierkäfer etwa schießt mit einer Säure um sich; Geruchswolken entstehen, so dass er rasch entkommen kann. Das Graue Riesenkänguru verfügt über eine ähnliche Waffe, genauso wie bestimmte Wanzen, das Stinktier oder der Ameisenbär.

Aber am interessantesten ist die Tatsache, dass einige Tiere aufgrund ihres Geruchssinns die Welt vollständig unterschiedlich wahrnehmen. Da es Tausende von Gerüchen gibt, existieren aller Wahrscheinlichkeit nach auch Tausende unterschiedlicher Talente in dieser Beziehung. – Und jedes Mal ist das Resultat eine völlig andere “Realität” als die, die wir kennen.

Die Welt des Tieres

Um es abzukürzen: Jeder einzelne menschliche Sinn, die fünf Wahrnehmungskanäle also, könnte noch einmal unterteilt werden in buchstäblich Hunderte, wenn nicht Tausende von Unterkategorien, wenn wir ihn auf die Tierwelt umlegen. Dabei haben wir noch nicht einmal davon gesprochen, dass einige Tierarten magnetische oder elektrische Wellen wahrnehmen können. Bestimmte Vogelarten nehmen ohne Zweifel das Magnetfeld der Erde wahr – und richten sich in ihrem Flug danach, wenn sie ihr Winterquartier aufsuchen, das sich auf einem anderen Kontinent befindet.

Und so erkennen wir mit einem Schlag, wie unvorstellbar unterschiedlich die “Realität” und die Welt der Tiere ist – im Verhältnis zum Menschen. Im Grunde genommen versuchen hier (Tier-)Bewohner, die schier von einem anderen Planeten stammen, sich mit der “Rasse Mensch” zu verständigen, überspitzt ausgedrückt. Dabei liegen beide Spezies meilenweit auseinander. Sie verfügen bestenfalls in einem sehr begrenzten Bereich über halbwegs identische Wahrnehmungskanäle.

Wenn wir von Tieren sprechen, reden wir von Bewohnern aus einer anderen Welt. Wir sprechen von anderen Rassen und völlig anderen Daseinsformen. Und nun versucht der Mensch, mit seinen fünf Sinnen und seinem Verstand, der durch seine Wahrnehmungskanäle korrumpiert oder zumindest vorbelastet ist, all diese Welten zu erfassen. Er versucht mit gänzlich anders gelagerten Sinneswahrnehmungen das Tier zu begreifen. Aber er vergisst dabei, dass er über sehr spezifische Wahrnehmungsfähigkeiten verfügt, welche selten oder nie mit der Tierwelt übereinstimmen.

Und wissen wir denn wirklich, wie ein Pferd zum Beispiel “sieht” – abgesehen von dem größeren Winkel? Was ist mit der selektiven Wahrnehmung? Ein Pferd auf einer Weide nimmt vielleicht in erster Linie die Gräser wahr, die es fressen kann. Vielleicht achtet es auch noch auf Kleinlebewesen innerhalb der Gräser. Ein Auto nimmt es vielleicht als etwas Unverständliches oder Geheimnisvolles wahr; manchmal scheuen Pferde vor Autos, wenn sie nicht mit ihnen vertraut sind, sie empfinden Furcht. Sehen ist also nicht gleich sehen.

Der Mensch, der ein Tier allein mit seinen Sinneswahrnehmungen her zu begreifen versucht, verhält sich wie ein Blinder, der sich bemüht, einem anderen Blinden zu erklären, wie schön der Frühling ist. Oder, aus einer anderen Perspektive betrachtet und aus dem Blickwinkel des Hundes und des Menschen gesehen: Ein Geruchsgeschädigter (= der Mensch, der in dieser Beziehung für den Hund ein Behinderter ist) versucht, mit einem Analphabeten, der nicht lesen und schreiben kann (= der Hund, der in dieser Beziehung für den Menschen ein Behinderter ist) in Kommunikation zu treten. Zwei behinderte Lebewesen!

Das ist in etwa die Ausgangssituation, der wir uns gegenübersehen. Und dennoch gibt es einen, einen einzigen gemeinsamen Nenner, über den beide Spezies verfügen, der Mensch und das Tier. Es gibt ein höchst bemerkenswertes Verbindungsglied zwischen Tier und Mensch. Dieses Verbindungsglied löst all die Probleme, die ich gerade angedeutet habe.

Aber verweilen wir noch einen Moment lang bei den Hürden und Hindernissen …

Glaubenssätze

Ein weiteres Problem stellen die unbewussten Glaubenssätze dar, die wir kultivieren, wenn es um die Tierwelt geht. Denn wenn jemand bestimmte Glaubenssätze, Vorurteile oder Gedanken über ein Tier hegt, so verhindern diese eine positive, konstruktive Kommunikation.

Wenn ein Mensch zum Beispiel dem Glauben anhängt “Alle Katzen sind falsch und hinterlistig”, so kann er natürlich kaum mit einer Katze kommunizieren. Wenn er annimmt “Alle Vögel fürchten sich vor Menschen”, so wird er nie mit Vögeln in Kontakt treten können. Wir sind also zusätzlich gehandicapt durch unsere eigenen Vorurteile und Glaubenssätze.

Diese Glaubenssätze stellen eine Art codierte Energie dar. Jede sprachliche oder gedankliche Kommunikation enthält immer auch ein gewisses Maß an Energie; ich werde hierauf schon im nächsten Kapitel genauer zu sprechen kommen. Diese Energie innerhalb eines Glaubenssatzes wird nun zu dem Tier transportiert. Das Tier empfängt diesen Glaubenssatz bewusst oder unbewusst, er wirkt dadurch – und schon wird die Kommunikation behindert.

Solche Glaubenssätze finden sich in unserem Unterbewusstsein. Wir bewerten das Tier sofort, wenn wir sein Verhalten und seine Erscheinung beobachten, und diese Bewertung nimmt das Tier wahr. Entsprechend reagiert es. Wir provozieren also durch unsere Gedanken (bewusst im Idealfall) und durch unsere Glaubenssätze (immer unbewusst) die Reaktion des Tieres. Wir selbst schicken per Gedanken eine Information zu dem Tier, sie trifft dort wie ein Laserstrahl auf. Und schon verhält es sich gemäß, denn das Tier erkennt die Information. Es verwandelt sich einen Augenblick lang genau in die Information, die wir ausgesandt haben, denn es kann sie nicht abblocken. Und so wird das Tier, philosophisch gesprochen, einen Moment lang zu der menschlichen Information, zu dem Menschen.

Damit aber sind wir einem der größten Geheimnisse auf der Spur, das vorstellbar ist …

Fantastische Perspektiven

Was sich auf den ersten Blick negativ anhört, ist im Grunde genommen positiv. Warum? Noch einmal: Was wir in das Tier hineinlegen, wird zur Realität. Wir sind einen Moment lang das Tier. Das ist eine vollständig, neue Sichtweise, die bislang noch nie zum Ausdruck gebracht worden ist. Sie wurde noch nie in Betracht gezogen. Tatsächlich eröffnet sie wundervolle, neue Möglichkeiten, wenn wir diese “Verschränkung” nur zu Ende denken.

Meine Erfahrung mit Tieren belegt, dass es sich tatsächlich so verhält, wie gerade beschrieben. Wir sind also in weitaus größerem Maße dafür verantwortlich, wie ein Tier reagiert. Unsere ganzen Haltungen, Meinungen, Ansichten und Betrachtungen über ein Tier – werden durch das Tier gespiegelt. Sie werden in das Tier hineingelegt, und sie fallen in der Folge auf uns selbst zurück. Das Tier verhält sich deshalb erstaunlich kongruent zu unseren eigenen Meinungen und Ansichten. Sein “So-Sein”, wie das der Philosoph ausdrücken würde, wird durch unser erwartungsvolles Beobachten erst erschaffen.

Unterfüttern wir diese Erkenntnisse nun mit einigen aufregenden Beispielen …

4.
KOMMUNIKATION MIT HASEN UND HAMSTERN

Wählen wir zunächst zwei Szenarien aus, für die ich mich unmittelbar verbürgen kann – aus dem einfachen Grund, weil ich sie selbst erlebt habe.

Die Geschichte eines Hasen namens Grace

Ich selbst tappte einst in diese Falle, die ich gerade beschrieben habe – als ich noch nicht so viel über Tiere wusste. Ich hielt mir damals einen weißen Teddyzwergwidderhasen, wie die genaue Artbezeichnung lautet. Er sah allerliebst aus, war flauschig wie Zuckerwatte und hatte schöne Hängeohren.

Bevor ich mich für den Kauf dieses Hasens entschied, hatte ich mich kundig gemacht. Ich hatte alle Beschreibungen über die verschiedenen Hasenrassen gelesen und sorgfältig studiert. Zu diesem Zeitpunkt wusste ich noch nicht, was Gedanken, Glaubenssätze und Gefühle bewirken konnten. Mir war nicht bewusst, WER die Wirklichkeit erschafft. Ich glaubte also den Rassebeschreibungen und allen “Autoritäten”, was Hasen anging. Grundsätzlich war ich auf der Suche nach einem möglichst zutraulichen, gutmütigen, freundlichen, pflegeleichten und liebenswürdigen Charakter, der auch mit Menschen gut auskam. Ich studierte also zahlreiche Charakterbeschreibungen und tauschte mich zudem mit verschiedenen “Hasenkennern” aus. Immer hörte ich, dass Widder (= Hasen mit Schlappohren) freundlicher und gutmütiger seien als Löwenköpfchen. Auch las ich, dass Teddyhasen (= die über ein flauschiges Fell verfügen) zutraulicher sein sollten als andere Rassen. Meine Wahl fiel also auf einen Teddyzwergwidder.

Der Hase hörte auf den Namen Grace, es handelte sich um einen weiblichen Hasen, der ursprünglich einer älteren Dame gehört hatte. Aber Graces Hasenfreund war verstorben, und üblicherweise fühlen sich Hasen am wohlsten, wenn sie Gesellschaft haben. Aber mit keinem anderen Hasen – so teilte mir die Vorbesitzerin mit – habe sich Grace vertragen. Sie wisse, man müsse im Idealfall zwei Hasen halten, aber mit Grace sei das nicht möglich. Sie selbst müsse zudem ins Altersheim, also sei sie auf der Suche nach einem neuen Zuhause für Grace.

Und so geschah es, dass Grace bei mir landete.

Für mich war von Anfang an klar, dass ich Grace möglichst viel Freilauf geben wollte. Weil sie sich zudem nicht mit anderen Hasen vertrug, wollte ich ihr die Möglichkeit geben, sich in meiner Nähe aufzuhalten, wann immer sie das Bedürfnis dazu verspürte. Ich quartierte ihren Käfig also in einem Zimmer ein, das sich in dem gleichen Stockwerk befand, in dem ich mich aufhielt. Unter den Tisch legte ich eine Decke, in die Ecke daneben stellte ich ein Katzenklo. Ohne weiter nachzudenken ging ich wie selbstverständlich davon aus, dass Grace auf das Katzenklo gehen würde. Ich zweifelte nie daran, dass es klappen würde.

Als Grace das erste Mal auf den Steinboden machte, las ich die Hasenböhnchen geduldig auf und warf sie ins Katzenklo. Aber dann hockte ich Grace ebenfalls in das Katzenklo. Mehr war nicht notwendig. Was passierte? Simsalabim! Von diesem Zeitpunkt an ging Grace brav aufs Katzenklo.

Befand ich mich in der Küche, hoppelte sie zu mir und streckte dort ihre Viere behaglich in ihrem Körbchen aus. Begab ich mich ins Wohnzimmer, legte sie sich zu mir unter den Tisch. Marschierte ich auf die Terrasse oder den Rasen, folgte mir Grace ebenfalls.

Der Hase war extrem zutraulich und liebte es, gestreichelt zu werden. Grace schleckte meine Hand und meine Wange ab. Das Tier war kurz gesagt rundum glücklich. In der Nacht beförderte ich Grace in ihrem großen Käfig in ein Zimmer, das sich in demselben Stockwerk befand, wo auch ich mich aufhielt – wie schon gesagt. Ich ging einfach davon aus, dass eben diese Behandlung für sie vollkommen richtig sei. Dabei war sie weder eine Katze noch ein Hund. Trotzdem fühlte sich Grace geborgen in ihrem Käfig. Sie schlief dort zufrieden, es wurde ihr zur zweiten Natur. Der Käfig fühlte sich sicher an für mich. Heute weiß ich, dass ich selbst dieses Gefühl der Sicherheit auf sie projizierte.

So weit, so gut!

Einige Leser werden einwenden, dass es sich hierbei um keine sonderlich aufregende Geschichte handelt, zumal Hasen in der Regel in Außengehegen oder zumindest in Käfigen im Haus gehalten werden. Aber im Nachhinein handelte es sich eben doch um eine höchst ungewöhnliche Story. Grace verhielt sich nämlich vollkommen gemäß den Glaubenssätzen, die ich in meinem Unterbewusstsein abgespeichert hatte. Ich nahm einfach an, sie könne stubenrein sein. Ich glaubte weiter, sie würde gern hinter mir herhoppeln. Und ich ging davon aus, dass sie meine Nähe liebte. Auch dass sie entspannt und völlig zutraulich war, war ein Gedanke, der zunächst einmal von mir ausging. Ich hatte meine eigenen Vorstellungen in das Tier hineinprojiziert.

So weit zur Praxis, die mit der Theorie immer unterfüttert werden sollte. Betrachten wir daher nun noch einmal die Theorie.

Erklärungsversuche

Es ist im Grunde genommen gleichgültig, durch welch hochgestochene Philosophie oder Wissenschaft wir diese oder ähnliche Phänomene zu erklären versuchen. Dr. Ulrich Warnke ging und geht davon aus, dass sich Materie nur durch den Geist realisiert und nur durch ihn modifiziert wird. Er stellte fest, dass Informationen durch den Intellekt und das Gefühl “weitergegeben” werden. Das Subjekt (in dem eben beschriebenen Fall der Hasenbesitzer, also ich) beeinflusst das Objekt (den Hasen, Grace). Warnke spricht von einer Energie, die bei einer Kommunikation ausgetauscht wird. Er nennt diesen Energiefluss codierte Energie. Die Kommunikation enthält also einen Code, sprich einen Sinn oder eine Botschaft.

Die zugrunde liegende These: Geist ist Materie grundsätzlich immer überlegen.

Meine Annahme, dass sich Grace fast wie eine Katze verhalten würde, bestätigt diese These. Der Geist, die Seele, der Gedanke – welches Wort wir auch immer bevorzugen – erschafft die Realität.

Selbst der weltbekannte Physiker Nils Bohr (1885-1962), der den Nobelpreis für Physik erhielt für seine Verdienste um die Erforschung der Atome und die von ihnen ausgehende Strahlung, stellte fest, dass Gedanken eine Energie enthalten.

In der Folge erfanden alle möglichen Gurus die verschiedensten Begriffe hierfür. Einige sprachen von Bewusstseinsquanten – eine Parallelwortbildung zur Quantenphysik – andere von Psychons, wieder andere von Gedanken-Energie-Partikeln.

Vergessen sollten wir bei all diesen Wortbildungen und Erklärungsversuchen jedoch nie, dass es sich nur um das manchmal geradezu verzweifelte Bemühen handelt, ein Phänomen zu erklären.

Das Wortgeklingel ist in gewissem Sinne unwichtig. Von Bedeutung ist lediglich der Umstand, dass Gedanken Macht besitzen. Gedanken können die Wirklichkeit verändern. Sie können sogar auf Tiere einen derartigen Einfluss nehmen, dass sie ihre Verhaltensweisen ändern. Die Sprache der Gedanken, der Gefühle und der Empfindungen ist es, die auch Tiere verstehen.

Das ist eine aufregende Entdeckung. Denkt man sie konsequent zu Ende, dann gelangt man auf einmal auch zu einem völlig anderen Verständnis des Menschen.

Aktivität und Passivität, Ursache und Wirkung

Worauf ziele ich ab? Nun, der Mensch kann seine Umwelt steuern. Er kann sie in einem weitaus größeren Grad steuern, als er es sich in seinen kühnsten Träumen jemals vorgestellt hat. Er kann aktiv etwas bewegen, er muss sich nicht passiv verhalten. Der Mensch ist aufgrund seiner Gedankenkraft zu ungleich größeren Leistungen fähig, als er bislang angenommen hat.

Leider ist auch das Gegenteil wahr. Ein “unbewusster Mensch”, wie man das nennen könnte, wird gesteuert. Er wird manipuliert, sogar in einem Ausmaß, das erschreckend ist. Der Mensch, der sich nicht frei macht von den Reizen der Außenwelt, ist wie ein Sandkorn im Wind, das ständig hin- und hergeweht wird. Er glaubt, dass er bestimmte Dinge und Umstände nicht verändern kann. Er ist gefangen und sitzt in einem Käfig, ohne es selbst zu wissen. Und in diesem Käfig oder Gefängnis bewacht er sich selbst.

Ein bewusster Mensch, der um die Kraft und die Macht der Gedanken weiß, kann aus diesem Gefängnis ausbrechen. Er kann sein Schicksal selbst in die Hand nehmen. Er kann Ursache sein und muss nicht Wirkung werden. Er kann Realitäten verändern. Er kann seine eigene Realität in eine gewünschte Richtung lenken, und er kann beispielsweise auch Tiere so beeinflussen, dass sie ihr Verhalten verändern. Sogar die Weisheiten aller möglichen “Autoritäten” können dann auf einmal über Bord geworfen werden. Der Mensch, der sich seiner selbst bewusst ist und über die Macht der Gedanken weiß, erschafft eine vollständig neue Realität. Er ist niemals hilflos und niemals ein Opfer der Umstände.

Je bewusster ein Mensch ist, desto weniger ist er durch die Umwelt beeinflussbar.

Die gesamte Soziologie, deren Vertreter lehren, dass wir alle arme Mäuschen und vollständig das Ergebnis unserer Umwelt sind, kann im Prinzip abdanken. Der freie Mensch denkt, was er denken will, gleichgültig, wie sich die äußeren Umständen darstellen. Er ist ein Schöpfer. Er verfügt über konkrete Macht.

Will man also mit einem Tier eine Verbindung aufnehmen, muss man die Herrschaft über seine eigenen Gedanken, Gefühle und Empfindungen antreten. Und man muss eben diese Herrschaft anerkennen und nutzen. Wie im Märchen tun sich damit auf einmal völlig neue Welten auf …

Kommunikation mit einem Hamster

Um diese Power zu illustrieren, möchte ich ein weiteres Beispiel bringen, geben wir also erneut etwas Butter bei die Fische, wie der Volksmund so schön sagt. Aber es handelt sich bei dem folgenden Beispiel um keine Fische, sondern um einen Hamster.

Vor noch nicht allzu langer Zeit besaß ich selbst mehrere Hamster, Teddyhamster, um genau zu sein. Sie waren extrem zutraulich, es war mir gelungen, eine Verbindung zu ihnen herzustellen. Als mich eines Tages ein Tierarzt aufsuchte, kommentierte er nur erstaunt, dass diese Verbindung nicht normal sei. Das heißt, der Grad des Verständnisses und der Zuneigung zwischen den Hamstern und mir überstieg bei weitem den “normalen” Bereich.

So kam es, wie es kommen musste: Die Geschichte sprach sich herum. Und eines Tages rief mich eine andere Hamsterbesitzerin an. Sie hatte ein Problem, das sie durch ein Gespräch mit mir zu lösen hoffte. Zuerst fragte sie mich, ob ich bereit wäre, ihren Hamster zu übernehmen, er sei bissig. Von Anbeginn an habe er sich nicht anders verhalten. Sie könne seinen Käfig nur schlecht saubermachen oder ihm Futter geben. Bei jeder nur erdenklichen Gelegenheit beiße er sie in die Finger. Wer das erlebt habe, wisse, dass dies ordentlich zwicke. Sie habe schon mehrere Teddyhamster gehabt, aber so etwas habe sie noch nie erlebt. Kurz gesagt, sie wollte den Hamster loswerden.

Ich sagte ihr auf den Kopf zu, dass ihr Hamster vermutlich etwas Unschönes erlebt habe, bevor er in ihre Hände gefallen sei. Und: Die Hamsterbesitzerin öffnete sich auf einmal. Sie erzählte, dass die Hamsterzüchterin, von der sie ihren bissigen Teddyhamster erstanden hatte, bei der Aufzucht ganz anders als normal vorgegangen sei. Sie habe das Tier mit der Pipette groß gezogen, denn seine Mutter sei zu früh gestorben. So habe dieser Hamster immer regelrecht um sein Leben und um sein Futter kämpfen müssen. Sie stelle ihm deshalb stets reichlich Körner zur Verfügung; in einer Glasdose bewahrte der Hamster selbst sogar einige Vorräte auf.

Für mich nahm die Biographie des bissigen Hamsters auf einmal Konturen an, und ich begann klarer zu sehen.

Daraufhin bat ich sie, mir genau zu berichten, wann sie das erste Mal gebissen worden war und was sich exakt zugetragen habe. Die Hamsterbesitzerin kramte in ihren Erinnerungen herum. Das Tier habe vom ersten Moment an seinen Vorrat verteidigt, seitdem könne sie sich dem Käfig nur mit gemischten Gefühlen nähern. Sie glaubte, der Hamster würde denken, dass sie ihm etwas wegnehmen wolle.

Plötzlich erinnerte sie sich an ein Ereignis genauer. Als sie einmal den Käfig reinigen wollte, einschließlich seiner Glasdose mit den gesammelten Vorräten, habe der Hamster unvermittelt zugebissen. Von diesem Moment an habe sie der Gedanke nicht mehr losgelassen, er würde wieder beißen. Genau dies sei in der Folge auch geschehen.

Plötzlich konnte ich die Hamsterbesitzerin vollkommen verstehen. Sie öffnete sich noch weiter. Schließlich gab sie zu, sie sei wütend auf den Hamster. Sie gäbe ihm das beste Futter und habe ihm einen prächtigen Käfig eingerichtet. Und das sei nun der Dank dafür. Mittlerweile sei sie zu allem fähig. “Wenn ihn niemand übernimmt, dann gebe ich ihn in den Zoo!”, rief sie aus. Natürlich war mir sofort klar, worauf sie abzielte: Im Zoo werden Hamster als Schlangenfutter benutzt.

Ich überlegte hin und her, was ich tun konnte. Würde ich alle Hamster aufnehmen, mit denen Besitzer Schwierigkeiten hatten, so würde ich bald selbst einen Zoo aufmachen können. Um mich rückzuversichern fragte ich noch einmal nach, ob sie tatsächlich überlege, ihren Hamster als Schlangenfutter zur Verfügung zu stellen. Die Besitzerin des bissigen Hamsters bejahte heftig.

Schließlich entschied ich, bei ihr vorbeizuschauen, da sie in der Nähe wohnte. Und so stand ich eine kleine Weile später in der Wohnung der verzweifelten Teddyhamsterbesitzerin. Ich fragte noch einmal nach, ob sie tatsächlich bereit sei, ihren Hamster als Schlangenfutter zur Verfügung zu stellen. “Ja!” – Also bat ich sie, mir das gefährliche Monster zu zeigen, und nur Augenblicke später stand ich vor dem Käfig des Teddyhamsters. Große Knopfaugen schauten mich erwartungsvoll an. Ich teilte dem Hamster mit, gleichzeitig auf einer gefühlsmäßigen Basis und mit ruhiger, fester Stimme, dass ich ihm sein Futter nicht wegnehmen werde. Er werde immer mehr als genug Futter haben. Er würde stets in Fülle und im Überfluss leben. Nie würde es einen Mangel geben.

Der Hamster schien ungläubig seine Stirn hochzuziehen. Ich hörte ihn flüstern: “Das wäre mein Traum.” Er teilte mir mit, er stehe unter Dauerstress, seit er auf der Welt sei. Er müsse ständig um sein Futter und sein Leben kämpfen. Ich sagte ihm wortwörtlich, dass dies Vergangenheit und endgültig vorbei sei. Er lebe bei seiner Besitzerin im Schlaraffenland. Jedes Mal, wenn jemand die Hand in seinen Käfig halte, dann geschehe das nur, um ihm etwas Gutes zu tun. Das passiere nur, um ihm Futter zu geben oder ihn zu streicheln. Dafür müsse er jedoch dankbar sein!

Was passierte? Der Hamster, der sich bislang in seinem Vorratsglas aufgehalten hatte, kroch daraus hervor! Die Besitzerin stand stumm daneben und hörte nur zu.

Daraufhin begab ich mich auf Augenhöhe mit dem Tier und sagte vollkommen bestimmt, er müsse ab sofort mit dem Beißen aufhören. Wenn er noch einmal beiße, bringe ihn die Besitzerin in den Zoo, wo er an Schlangen verfüttert werden würde. Der Hamster sprang hin und her und schaute mich nur an.

Ich bat die Besitzerin nun um etwas Käse und Körner, dann machte ich den Käfig auf. Langsam reichte ich dem Teddyhamster den Käse. Er nahm ihn sofort an. Meine Hand mit den Körnern hielt ich ruhig. Er stieg auf meine Hand und “hamsterte”, was das Zeug hielt. Ich sagte ihm, er werde feststellen, dass frisches Futter besser sei als sein gesammeltes Futter, das er so hartnäckig bewache. Und ich wiederholte: Er werde immer mehr als genug haben. Der Teddyhamster hörte auf, seine Backen vollzustopfen und schaute mich nur an. Ich lachte.

Die Besitzerin staunte nicht schlecht. Ich sagte ihr, sie solle ihm immer wieder mitteilen, dass er bei ihr im Paradies lebe und immer mehr als genug habe.

Um die Geschichte abzukürzen: Von diesem Moment an biss der Hamster nie mehr zu.

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9783898456920
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