Kitabı oxu: «Nova 3 - Salz und Pfeffer: Erotische Novelle»
Emma Silver
Nova 3 - Salz und Pfeffer: Erotische Novelle
Gertrud Schwarz
Lust
Nova 3 - Salz und Pfeffer: Erotische NovelleÜbersetzerin Gertrud Schwarz Original Nova 3: Salt och peppar coverbild /Illustration: Shutterstock Copyright © 2019, 2020 Emma Silver und LUST All rights reserved ISBN: 9788726322736
1. Ebook-Auflage, 2020
Format: EPUB 2.0
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Novas Suche nach Wahrheit und Gerechtigkeit geht weiter. Hat ihr ehemaliger Juwelierchef eine neue Spur gefunden, als er sie anruft und sich mit ihr treffen will? Die Enttäuschung, dass Hans ihr nur Wertschätzung entgegenbringen möchte, geht schnell vorbei, als ihre jahrelange Fantasie Wirklichkeit wird. Zurück in ihrer Wohnung trifft sie Simon und eine aufgebrochene Tür, die Wohnung wurde auf den Kopf gestellt und ihr Computer ist weg. Kann es sexy Simon gewesen sein, der eingebrochen ist und alle von ihr gefundenen Beweise entwendet hat?
Dies ist der dritte Teil der Nova-Reihe. „Salz und Pfeffer“ ist eine Kurzgeschichte des Erotic Noir — Krimiliteratur mit erotischen Elementen.
Nova 3: Salz und Pfeffer
Written by: Emma Silver
Translated by: Gertrud Schwarz
Original Title: Nova 3: Salt och peppar
LUST
Nova hatte den Geschmack von Elvira noch im Mund, als sie zurück in ihre Wohnung kam. Allein der Gedanke, dass sie Liebe mit einer anderen Frau gemacht hatte, nicht nur einmal, sondern mehrfach diese Nacht, erregte sie erneut. Elvira hatte sie wieder und wieder zum Kommen gebracht. Es war so anders im Vergleich zu Simon und Gio: weicher und gefühlvoller. Gio hatte selbstsicher um Dinge gebeten und sich genommen, was er wollte, während Simon mit seinem harten, gut trainierten Körper sie an erste Stelle stellte, eher er sich um sich selber kümmerte. Sie hoffte, dass sie nicht zwischen ihnen würde wählen müssen. Nach drei Jahren im Gefängnis, was drei Jahren völliger Enthaltsamkeit auf mehr als einer Ebene entsprach, fühlte Nova sich wohl damit, ihre Sexualität neu zu entdecken.
„Hoppla, ich bin wohl zu einem leichten Mädchen geworden“, lachte sie sich selbst zu, als sie in die Dusche ging und sich für einen neuen Tag in der Buchhandlung, in der sie arbeitete, umzog. Ein schneller Blick auf die Küchenuhr zeigt ihr, dass sie vor dem Öffnen noch eine knappe Stunde Zeit hatte. Sie würde in so kurzer Zeit nicht viel über den Raub recherchieren können, für den sie unschuldig verurteilt worden war.
Der Gedanke an das Tattoo spukte in ihrem Hinterkopf herum, das Tattoo, das einer der Räuber hinter dem Ohr hatte. Vielleicht war es nicht so ungewöhnlich, wie Nova dachte, aber es war keine gewöhnliche Eidechse, Spinne oder Herz mit Namen drin. Es war eher ein kunstvolles Gebilde. Sie überlegte, wie sie im Netz danach suchen könnte, vielleicht über Facebook. Das Problem war nur, dass so etwas den Typen auch verschrecken konnte, ehe sie ihn entdeckt hatte.
Nova fragte sich, was aus Gio geworden war. Nach ihrer heißen Nacht war er einfach abgehauen, wobei er nicht bemerkt hatte, dass sie ihn ansah und seine Bewegungsmuster wiedererkannte – es waren dieselben wie die des einen Juwelendiebs. Dann verschwand er spurlos. Jedenfalls war er seitdem nicht wieder bei seinem Job aufgetaucht, und niemand im Restaurant, in dem er arbeitete, wusste, wo er abgeblieben war.
Als Nova völlig außer Atem drei Minuten vor Öffnung in die Buchhandlung kam, wartete ein Zettel auf sie.
„Ruf Hans de Goetz an“stand da. Sie wäre nicht überraschter gewesen, wenn da „Ruf Brad Pitt an“ gestanden hätte. Sie wusste, dass sie bei Hans nicht hoch im Kurs stand, und wenn er tatsächlich glaubte, dass sie den Räubern damals geholfen hatte, an all die Kostbarkeiten zu kommen, war das kaum verwunderlich. Außerdem war Nova in den letzten Tagen mehrfach im Laden gewesen und hatte ihn mit ihren Nachforschungen „gestört“. Sie musste einfach allen Spuren nachgehen, wenn sie den Dieben auf die Schliche kommen und Gerechtigkeit bekommen wollte.
„Klang es eilig?“, fragte sie Agnetha, die Chefin, die am Telefon gewesen war, als Hans de Goetz anrief.
„Überhaupt nicht. Es klang eher so, als wärt ihr Freunde und er wollte nur mal sehen, wie es dir geht.“
Freunde? Sie und Hans de Goetz? Wohl kaum. Deswegen rief er sie auf der Arbeit an und nicht zu Hause – er hatte ihre Nummer nicht, die ohnehin geheim war. Sie hatten sich zwar gut verstanden, als sie bei ihm gearbeitet hatte, aber sie hatten sich nie außerhalb der Arbeit getroffen. Hans war verheiratet und hatte seine Familie, zu der er abends heimfuhr. Sie selbst hatte tapfer Versuche unternommen, jemanden für ihre Freizeit zu finden, jemanden zum Lieben und für ein gemeinsames Leben, aber sie war von Natur aus schüchtern und ihre damals rundere Figur hatte nicht zu ihrem Selbstvertrauen beigetragen.
Nova hatte nicht übel Lust, die Nachricht zu ignorieren und ihn wieder anrufen zu lassen, wenn er sie wirklich erreichen wollte. Er war spröde und distanziert gewesen, als sie ihn um Hilfe gebeten hatte. Wenn er nun etwas von ihr wollte, musste sie es ihm nicht leichter als unbedingt nötig machen. Auf der anderen Seite sollte sie nicht zu unnahbar sein, wenn er ihr helfen wollte und ihm etwas eingefallen war, das sie voranbringen konnte. Dass sie außerdem seit ihrem ersten Treffen von seiner eleganten Ausstrahlung in den Bann gezogen worden war, war eine andere Sache. Dass jeder Kontakt mit ihm sie zwang, zu schlucken und tief einzuatmen, ehe sie sich auf die Dinge konzentrieren konnte, die er sagte, war auch eine andere Sache. Jetzt bat er sie darum, ihn anzurufen.
Ihre Neugier gewann schnell die Oberhand, und da noch keine Kundschaft in der Buchhandlung war, wählte sie die Nummer, die Hans hinterlassen hatte.
„Goldkäfig“, antwortete eine muntere Stimme, die sie sofort als Elviras erkannte. Nova fühlte sich plötzlich schüchtern und wusste nicht, was sie sagen sollte. „Das war schön gestern“, brachte sie hervor.
„Oh, hallo, du Tolle“, sagte Elvira und klang aufrichtig froh über ihren Anruf. „Fand ich auch. Bist du heute Morgen gut nach Hause gekommen?“
„Ohne Probleme. Ich war rechtzeitig zu Hause und wieder in der Stadt. Ich bin jetzt auf der Arbeit.“
„Was hast du an?“, fragte Elvira.
„Was ich anhabe?“ Nova lachte. „Ein Kleid, man glaubt es kaum. Du hast mich inspiriert.“ Nova hatte jede Art von Koketterie abgelegt, als sie einsaß, aber davon geträumt, sich herauszuputzen und zu schminken, wenn sie wieder draußen wäre. Trotzdem hatte sie es seitdem nicht geschafft, sich darum zu kümmern. Ihre Gedanken waren so sehr darauf fixiert gewesen, Gerechtigkeit zu schaffen, dass alles andere an Bedeutung verloren hatte. Sie schminkte sich, aber nur so viel wie unbedingt nötig, und trug meistens Jeans und einen Pulli oder eine Bluse. Aber heute Morgen hatte sie sich weiblich gefühlt, zum ersten Mal so richtig weiblich, und hatte deshalb gründlich nach einem Sommerkleid gesucht, das nicht allzu verknittert war. Nach einer kurzen Behandlung mit dem Bügeleisen war es akzeptabel, und mit einem Gürtel um die Taille sah das etwas zu große Kleid richtig gut aus.
Pulsuz fraqment bitdi.