Kitabı oxu: «Cassel Wilhelmshöhe»

Şrift:

Herausgeber

Erik Schreiber

Historisches Deutschland

e-book 047

Cassel-Wilhelmshöhe 1799 – 1853

Erscheinungsdatum 01.10.2021

© Saphir im Stahl

An der Laut 14

64404 Bickenbach

www.saphir-im-stahl.de

Titelbild: Simon Faulhaber

Lektorat: Peter Heller

Vertrieb: neobooks

Herausgeber

Erik Schreiber

Cassel-Wilhelmshöhe

Historisches Deutschland

Inhaltsverzeichnis

1) Kurze Beschreibung von Wilhelmshöhe bey Cassel 1799

2) Cassel in historisch-topographischer Hinsicht

nebst einer Geschichte und Beschreibung von Wilhelmshöhe und seiner Anlagen 1805

3) Geschichte und Beschreibung des kurfürstlich-hessischen Lustschlosses Wilhelmshöhe und seiner

Anlagen, von erster Entstehung an, bis auf gegenwärtige Zeiten 1821

4)Cassel Wilhelmshöhe und die schönsten Punkte der Umgebung 1853

Kurze Beschreibung

von

Wilhelmshöhe

bey

Cassel

Cassel, in der Hampischen Buchdruckerey.

1799

Wilhelmshöhe, wo der jetzt regierende Herr, Landgraf Wilhelm IXte im Jahr 1787 das vorherige alte Schloß abreissen und ein neues erbauen lassen, liegt eine gute Stunde, durch eine in gerader Linie geführte Lindenallee, von Cassel, hart an dem Fuße des hohen Carlsberges, auf welchem Landgraf Carl, im Anfange diesen Jahrhunderts, sich durch die bekannte große Anlage eines Riesengebäudes ein immerwährendes Denkmal errichtete.

Der vormals geführte Name Weissenstein kommt von einem weissen Steinfelsen her, der nächst an dem linken Flügel des Schlosses liegt. Im Herbste des Jahres 1798 erhielt der Ort den Namen: Wilhelmshöhe.

Es besteht dieses neue Schloß in einem Hauptgebäude und zwey Flügeln. An dem Frontispice des ersteren, das mit einer Kuppel gedeckt ist, stehen einwärts, nach dem Karlsberge hin, die Worte: Wilhelmus IX. Condidit und auswärts: Wilhelmshoehe.

Alle drey Gebäude, in alt- Römischer Bauart, durch zirkelförmige Communicationsterrassen verbunden, fallen vortrefflich ins Auge, sind inwendig sehr räumlich und bequem, und auf das Pracht und Geschmackvolleste ausmeublirt; sie scheinen für die Ewigkeit gebaut, und sind dem erhabenen Styl, in welchem das Gebäude oben auf dem Berge angelegt ist, ganz angemessen. Sie bestehen aus drey Stockwerken, haben platte mit Kupfer gedeckte Dächer, welche rund um von Galerien, mit Urnen geziert, umkränzt sind. - Beym Eingange des rechten Flügels, der zugleich eine Kirche in sich faßt, liegen zwey große Löwen, von Herrn Ruhl in Stein gebildet; beym Eingang des linken Flügels zwey dergleichen, mit jenen in ebener Größe, von den Gebrüdern Herren Hand verfertigt. - Der ganze Vorgang des linken Flügels, welchen vier Säulen zieren, ist marmorirt. Man tritt aus diesem Vorgange in einen grossen Saal, dessen Wände zum Theil mit 23 sehr schönen Gemälden vom verstorbenen Hofmaler, Rath Tischbein, bedeckt sind, welche mehrstentheils die Geschichte des Antonius und der Cleopatra vorstellen; rechts an diesen Saal stößt der ebenfalls marmorirte Speisesaal, und links ein Vorzimmer, woraus man in ein Schreib-Kabinet, und aus diesem, durch ein daran grenzendes kostbares halbrundes, mit den schönsten Gemälden bekleidetes Zimmer, in das mit einem reichen Bette versehene Schlafgemach kommt. - Ueber der Thüre dieses letzteren, woran noch zwey Zimmer stoßen, sieht man das Gemälde einer liegenden Venus, von der Hand des hiesigen Professors und Hofmalers Herrn Bötner. - In der Haupt- Etage, zu welcher eine mit einer schön gearbeiteten eisernen Umfassung versehene Treppe führt, herrscht das nämliche Verhältniß und dieselbe Eintheilung der Zimmer. Preussens König, Friedrich Wilhelm II. bewohnte sie, als er im Augustmonate 1796 dem Fürsten einen Besuch gab.

Es sind hier die mehresten Gemälde von eben gedachtem Herrn Bötner. Zum Gegenstand wählte er sich den Wielandischen Oberon, und man findet daher in diesem Zimmern:

Hüon mit der Amande, in dem Augenblick, wo sie auf der wüsten Insel von dem Einsiedler gesegnet werden; die Entbindung der Amande; dieselbe, wie sie erwachend den neugeborenen Knaben auf ihrem Schoose erblickt; und Hüon, wie er zurück kommt, und über die neue Erscheinung staunt.

Ausser dem großen und dem Speisesaal, sind alle Zimmer mit Seidenstoffen verschiedener Farben, zum Theil in Hanauer Fabriken verfertigt, tapeziert, womit Vorhänge und Stühle-Ueberzüge der Zimmer übereinstimmen; so wie dann die Gesimse der Kamine von Marmor verschiedener Art im neuesten Geschmack gearbeitet sind. Es würde zu weitläufig seyn, die mannigfaltigen Verzierungen der Zimmer im Einzelnen anzuführen; indessen trägt Alles, auch die Parkets, Trumeaux, Sessel, Tische - zur Pracht des Ganzen bey. Um das Innere zu sehen, hat man den Burggrafen, Herrn Rothe, anzusprechen.

Linker Hand des Schlosses ist ein See, worauf man spazieren fahren kann, daher solcher auch mit ein paar zierlichen Lustschiffen besetzt ist; jenseits desselben aber ein sogenanntes Chinesisches Dorf Mou-Lang benahmt, wo man einen artigen Speisesaal, eine kleine Fürstliche Wohnung, die Bagatelle genahmt und Seitwärts eine Schweizerey, eine starke Fasanerie und einen Thiergarten antrift, in welchem Damhirsche und Rehe zum Vergnügen unterhalten werden.

Nahe hinter dem Schlosse sind auch beyden Seiten Lustwälder in angenehmen Abwechslungen angelegt, deren mannigfaltige Schönheiten den aufmerksamen Beobachter ganze Tage hindurch beschäftigen können. Gleich Anfangs stößt man auf die Einsiedeley des Peters, einen zur Sommerzeit äußerst angenehmen Ort, durch das kühle Dunkel der Bäume, welche die Einsiedeley umgeben. Versunken in diese schauerliche Einsamkeit, hört man auf einmal vor sich den Donnerfall des Aqueducs, eines großen Römischen Gebäudes, welches in 14 ziemlich weit gesprengten Bogen, woraus dessen beträchtliche Länge zu ermessen ist, besteht. Das Ganze hat völlig das Ansehen einer Ruine, so wie auch der darauf halb zusammengestürzte Thurm, und ist von dem herrschaftlichen Baudirektor Herrn Jußow nach Römischen Denkmälern aufgeführt. Hinten ist diese Ruine der Anhöhe, von welcher das Wasser aus einem dahinter gelegenen Bassin darauf geleitet wird, gleichgebaut. Das Wasser strömt mit Heftigkeit durch breite Kandeln, stürzt sich 18 Fuß breit, und 1 Fuß im Durchmesser in eine Tiefe von 104 Fuß, und erfordert in jeder Stunde 2800 Ohmen Wasser. Der Fall selbst gewährt ein herrliches Schauspiel. Das Wasser stürzt mit einem fürchterlichen Getöse die Ruine herab in einen Behälter, wo es zu lauter Schaum aufwallt; so, schlängelt es sich eine kurze Strecke, rauschend über Felsen und Klippen hin in das Bassin der Fontaine. Auf beyden Seiten der Ruine sind breite Gänge, worauf man dreist hin und her bis an den Sturz des Wassers spaziren kann.

Seitwärts davon liegt in einer kleinen Anhöhe der Tempel des Apoll's, so wie in einiger Entfernung der des Merkur`s, und die Halle des Plato, wo man diesen Weltweisen unter seinen Schülern erblickt. - Auf der entgegen gesetzten Seite findet man, nachdem man einen sogenannten Philosophengang durchwandert hat, den Socrates. Hier hat das Auge die reizendste Aussicht; man sieht in der Tiefe den großen See, und in der Ferne eine Landschaft, welche man nicht malerischer denken kann; weshalb jedem zu rathen ist, an diesem zauberischen Orte ein wenig auszuruhen, und im Genusse der schönen Natur zu verweilen. - Von hier kommt man unbemerkt in ein kleines romantisches Thal, wo Pytagoras, der weinende Heraklit, und der lachende Demokrit, neben dem weisen Anaxagoras hausen, und wo man der Cumäischen Sybille in ihrer 100 Fuß tiefen dunkeln Grotte, mit Hülfe eines Lichts, einen Besuch machen kann. - Die Grabmäler Virgil's und eines Cajus Sextus, wovon das erstere nach dem bey Neapel befindlichen, der Sage nach, wahren Monumente dieses Dichters erbaut ist, begrenzen dieses herrliche Thal, und zugleich die schönsten Spazirgänge, die man wünschen kann. Man bemerkt übrigens in dieser Gegend sehr viele ausländische Holzarten, womit die Lustwälder durch den Fleis des bekannten Garten- Inspektors Herrn Schwarzkopf‘s bepflanzt sind; z.B. verschiedene Sorten Cedern, den Tulipanen-Baum, verschiedene Arten Nadelhölzer, als: Amerikanische Fichten mit 5 Sprossen, den sogenannten Baum des Lebens, die Hemloks-oder Schierlingstanne aus Amerika, etc.

Etwas weiter hin, und zwar oberhalb des schon bemerkten Aqueducs, wird man ebenfalls durch den Anblick eines prächtigen Wasserfalls überrascht. Das Wasser fällt hier über einen ungeheuren Felsen, halb so tief, allein in einer größeren Breite, als das Wasser des Aqueducs, und vielleicht gewährt dieser Anblick mehr Ergötzen, als der des Aqueducs, da der Fels, welcher diesem Wasserfall zur Grundlage dient, ganz Natur zu seyn scheint. Ueber demselben ist eine Brücke gesprengt, nach einer ähnlichen in der Schweiz, die Teufels Brücke genannt, auf welcher man den majestätischen Wasserfall unter sich hörbar durchstürzen sieht, und vor sich die prächtigste Aussicht hat, indem das Auge den Strom des Wassers bis an den äußern Rand des Aqueducs, wo es herabstürzt, verfolgen kann. -

In einer kleinen Entfernung von dieser Brücke, etwas unterwärts, kommt man in die Hölle oder das Plutonische Reich, welches tief in einen Felsen gehauen ist. Auf einer Seite des Eingangs steht Herkules, mit Alcesten, welche er aus der Unterwelt zurückbringt, und ihrem entzückten Gemahl, dem König Admet zuführt; er wird von den drey Furien verfolgt, welche ihm den schönen Raub wieder abnehmen wollen. Alle diese Figuren sind von Gips, und haben viel Ausdruck. Auf der andern Seite sieht man den Sänger Orpheus, mit seiner Geliebten Euridice. Pluto hatte, gerührt vom Saitenspiel des Unglücklichen, die Rückkehr seiner Geliebten auf die Oberwelt ihm unter der Bedingung verstattet, daß er sich, so lange er mit seiner Beute noch in seinen Staaten verweilen würde, nicht nach ihr umsehen sollte; er überschreitet dieses Gebot, und nun bemächtigen die Furien sich von neuem der Euridice, und ein kleiner Armor beweint das harte Schicksal der beyden Liebenden. - Neben diesen Statuen erblickt man die drey Parcen, Lachesis hält den Rocken, Clotho zieht den Faden, und Atropos schneidet ihn ab; - als eine Abbildung der drey menschlichen Alter. -

Inwendig steht beym Eingang der Grotte abermals Herkules mit seiner Keule, welche er gegen den Cerberus, den strengen Wächter des Tartarus, schwingt. In der Mitte sitzt auf einem Thron, Pluto, der Gott der Unterwelt, mit seiner Gemahlin Proserpine, welche die drey Höllenrichter: Minos, Aeacus und Rhadamantus zu ihrer Rechten haben. - Verschiedene Gruppen stellen die mancherley Stufen vor, womit, nach der Dichtung der alten Griechen, die Verbrechen der Oberwelt im Tartarus gebüßet wurden.

So sieht man den Tantalus, angeschlossen im Wasser; über ihm beugt sich ein Baum mit schönen Früchten, welche aber, so wie er im Begriff ist, sie mit dem Munde zu haschen, gleich dem Wasser, worinnen er bis ans Kinn steht, zurück weichen. Er leidet diese Strafe um deswillen, weil er die Geheimnisse der Götter, womit diese bey einem von ihm veranstalteten Gastmale, unter den Freuden des Weins und der Tafel, zu freygebig gewesen waren, zum größten Aerger unter die Leute gebracht hatte.

Ixion ist mit Schlangen auf ein Rad geflochten, welches sich schnell und unaufhörlich mit ihm umwendet. Er hatte die Verwegenheit gehabt, seine Augen zur Gemahlin des ersten der Götter zu erheben, und ihre nähere Bekanntschaft zu wünschen. Jupiter, welcher sich ein Gleiches in diesem Punkte von seinen Geschöpfen natürlicherweise nicht gefallen lassen wollte, empfand das Beginnen Ixions, ihn einem so menschlichen Schicksale unterwerfen zu wollen, sehr übel, und strafte den Frevler auf die gedachte Art. Auch Juno entrüstete sich gewaltig darüber, daß Ixion sie schön gefunden hatte, - zum offenbaren Beweise, daß sie nicht zu den Töchtern der Erde gehöre. - Sisyphus ist verurteilt, einen großen runden Stein einen hohen Berg hinauf zu schieben, welcher sich immer, sobald er dem Gipfel desselben nahe ist, wieder in die Tiefe wälzt. Seine Räubereyen auf der Oberwelt hatten ihm diese ewig vergebliche Arbeit auferlegt. - Tityus, weil er Latone, die Schwester Apoll's liebte, wurde von diesem getödet und im Tartarus auf dessen Befehl auf einen Felsen geschmiedet, wo ein Geyer ihm am Tage die Leber zerfleischt, welche Nachts wieder wächst; ein zu grausames Urtheil vom Gotte der Musen! - Die Danaiden, welche ihre Geliebten in der Brautnacht ermordet hatten, sind durch einen gerechten Urthelsspruch zu dem langweiligen Geschäfte verdammt, ein durchlöchertes Faß mit Wasser zu füllen. - Zwey große Flügelthüren dienen zum Eingang in die Grotte, und sind durchaus mit gelben Glasscheiben versehen, welche eine grausende Dämmerung darinnen verbreiten, und, wenn man von innen den Blick auf die weit ausgebreitete Landschaft wirft, solche in einem ganz besonderen Lichte darstellen.

Oberhalb des Plutonischen Reichs, und zwar linker Hand desselben, kömmt man an einen Wasserfall von einer neuen Anlage; die Gegend ist hier so wild und schauerlich, als sich eine lebhafte Phantasie solche nur immer denken kann. Der Wasserfall stürzt sich in einem etwas schmalen Beet über dem Scheine nach unordentlich aufeinander gethürmte Felsenstücke und durch wildes Baumgestrüppe in eine beträchtliche Tiefe, und rauscht von da, als ein schmaler Giesbach, über natürliche Cascaden, durch die Eremitischen Fluren der vorhin erwehnten Griechischen Philosophen, bis er sich in dem großen See verliehrt. -

Auf dem Gipfel des Carlsbergs, welchen man auf den mit vielen Kosten, an manchen Stellen gar durch Felsen gebaueten bequemen Chausseen erreicht, steht dann das sogenannte Octogon, ein achteckiges sehr sonderbares Gebäude von Duvstein, aus welchem letztern auch die sämtlichen Grotten, Cascaden und Treppen bestehen. Ein großes Kreuzgewölbe mit vielen offenen Bogen macht den ersten Stock dieses Gebäudes, worüber noch zwey andere Gewölbe aufgethürmt sind. In der Mitte ist es völlig leer, und hat den Himmel zum Dach; das dritte und letztere Gewölbe hat über sich eine Platteforme, mit einer Galerie, welche auf 192 Pfeilern ruht, und auf deren vorderen Seite eine 96 Fuß hohe Pyramide von Quadersteinen sich erhebt, welche die Statue des Herkules, wie er auf seine Keule gestützt stehet, trägt. Sie ist von Kupfer, 32 Fuß hoch, 8 Fuß im Durchschnitt, und nach dem vollkommensten Ebenmaaße gebildet. Bis in die Keule, worauf die Figur ruht, und welche 9 Menschen ganz bequem faßt, kann man ohne Gefahr steigen, und die weitesten und schönsten Aussichten haben; aus dieser aber in den Körper fortzusteigen, ist ein etwas schwieriges Unternehmen. Vor der vorerwähnten Pyramide sind zwey Figuren mit Posaunen angebracht. -

Einige Stufen unter dem Octogon ist die Grotte Polyphems, welcher auf einem Felsen sitzend, und auf einer siebenstimmigen Flöte blasend vorgestellt ist; hinter dem Felsen befindet sich eine kleine, von außen nicht sichtbare Orgel, welche vom Wasser getrieben wird, und 7 verschiedene Stücke spielt; neben der Statue des Riesen selbst aber sind die Bilder des Neids, der Hofnung, der Liebe und des Todes, in Gips geformt. Es sind in dieser Grotte, so wie auf verschiedenen Stufen neben den Cascaden, kleine Vexirfontainen angebracht, welche unvermerkt angelassen werden können, und den unbesorgten Zuschauer überraschen. -

Auf jeder Seite der Grotte befinden sich noch zwey verschlossene Grotten, die auf verschiedene Art ausgeziert sind; vor derselben aber ein Bassin, mit einer steinernen Artischocke, aus welcher das Wasser 50 Fuß hochspringt. - Einige Stufen tiefer kommt man an den sogenannten Riesenkopf. Man sieht nemlich daselbst einen Riesen bis an die Schultern unter einem Felsen begraben; vermuthlich eine Vorstellung des Enceladus eines Sohns der Erde, welcher mit seinen Brüdern, nach der Griechischen Götterlehre, den Olymp bestürmte, und vom Zeus vernichtet wurde. Sein hohler Kopf wirft mit einem sonderbaren Geräusch das Wasser bis auf eine Höhe von 55 Fuß; der Sturz der breiten Wasserwand über den ungeheuren Fels giebt einen angenehmen Anblick, und die monotonische Musik, welche ein auf beyden Seiten angebrachter Centaur und Faun , die in Hörner stoßen, hervorbringen, erregt in dem Zuschauer ein sonderbares Gefühl. Vor dem Fels selbst ist ein Bassin, worin das Wasser sich sammelt, und ein Fremder wird selten diesen begeisternden Ort verlassen, ohne, auf der darselbst zur Bequemlichkeit angebrachten steinernen Bank, den verschiedenen hier befindlichen Kunstwerken seine Aufmerksamkeit einige Minuten hindurch geschenkt zu haben. Aus dem letztern Bassin fällt das Wasser auf die bewundernswürdige Cascade, die hier ihren Anfang nimmt, und wiederum 3 Bassins hat, von denen das Wasser herabfällt, und einen herrlichen Anblick gewährt. Am Ende der Cascade kömmt man in eine Grotte, worinnen Neptun mit andern Meer-Gottheiten residirt. -

Um von der Höhe des Werkes einen Begriff zu geben, so ist zu bemerken, dass an beyden Seiten der Cascade 842 Stufen in die Höhe führen; will man aber bis in die Keule des Herkules steigen, so beträgt die Höhe überhaupt 902 Stufen. - Aus dem vor Neptuns Grotte befindlichen Bassin geht das Wasser unter der Erde in ein anderes nahe an dem Plutonischen Reiche gelegenes, woraus dann ein großer Theil desselben über den Fels unter der vorhin beschriebenen Teufelsbrücke sich stürzt, und ein kleiner Theil ins Plutonische Reich geführt ist. -

Vor diesem letztern ist ein Bassin, dessen Wasser theils für den Aqueduc, theils für die in einiger Entfernung vom Fürstlichen Schlosse, angebrachte große Fontaine aufbewahrt wird. Diese wirklich schöne Fontaine, vielleicht das Bemerkenswehrteste der Wilhelmshöhe Anlagen, erreicht nach einer vorgenommenen Verbesserung nunmehr die seltene Höhe von 190 Fuß. Es gibt einen majestätischen Anblick, wenn sich das Wasser, bey Anlassung der Fontaine, mit größter Heftigkeit in die Höhe thürmt, eine vollkommne Wassersäule bildet, bey der erreichten höchsten Höhe in einem Staubregen herabfällt, und eine unaufhörliche Bewegung auf dem Spiegel des Bassins verursacht. Aus diesem letztern schlängelt sich das Wasser in mancherley Krümmungen um kleine Inseln, und stürzt sich über der Natur nachgeahmte Felsen und Klippen durch die sogenannten Elysäischen Felder in den großen See, welcher linker Hand des Fürstlichen Schlosses liegt, und Anfangs dieser Beschreibung vorgekommen ist. Unter diesen Wasserfällen zeichnet sich derjenige aus, wo das Wasser durch die Oefnung eines Felsen wider einen davor liegenden Stein fällt, und durch die Gewalt des Drucks einen besonderen Sprudel verursacht. Ueberhaupt wird der Freund der Natur auch diese kleineren romantischen Wasserfälle mit Gefallen sehen.

Noch gehört hierher ein eingefaßter Blumengarten, hinter dem linken Flügel des Schlosses, dicht am Fuße des sogenannten weißen Steins, dessen Eingangs dieser Beschreibung Erwähnung geschehen, und welcher dem ganzen Orte den vormaligen Namen gegeben hat; sodann hauptsächlich ein alt-Gothisches Gebäude hinter dem Thiergarten. Es ist dieses Letztere auf einer offenen Anhöhe angelegt, und hat die Gestalt der Ruine von einem alten mit Graben und Zugbrücken versehenen Ritterschlosse mit Thürmen bekommen, wovon einer zusammen gestürzt ist, der andere aber in der Höhe von 120 Fuß oben mit einer Galerie versehen worden, und eine Fürtsl. Wohnung, auf der Seite gegenüber aber eine Kapelle, darneben ein Wachthaus und Marstall mit Wohngemächern enthält. Gleich beym Eintritt in diese ehrwürdige Mauern glaubt man sich vollkommen in die grauen Ritterzeiten versetzt, und dies noch mehr, wenn man die inneren Verzierungen und Meublirungen siehet; selbst zu den Portraits, mit welchen die Wände der Zimmer und Vorgänge behangen sind, hat man Stücke meist aus vorigem Jahrhundert hierher zusammengebracht. Der Speise - und der Rittersaal ist vorzüglich; ein Stockwerk höher hat der Durchlauchtigste Bauherr seine Wohnzimmer, nebenbey auch ein Zimmer, worin sich eine besondere kleine Ritter- Bibliothek befindet. Oben auf der Galerie bietet sich ebenwohl die herrlichste Aussicht dar.

Es trägt diese mit dem herkulischen Oktagon wetteifernde, unter dem schon genannten Herrn Baudirektor Jussow verfertigte Partie den Namen: Löwenburg. Unter der Zugbrücke dieser Burg, nach Süden hin, wird in kurzer Zeit noch ein von dem Gebürge herab geleiteter Wasserfall sich durchstürzen und sich mit den Gewässern im philosophischen Thale vereinigen. Sicher gehet man auch hier nicht ohne Bewunderung von dannen. Der Burgvogt, Herr Böger, weiset Jeden nach Verlangen zurechte. -

Uebrigens ist im Ganzen, und in allen Anlagen auf Wilhelmshöhe, Kunst und Natur auf das glücklichste vereinigt, und man sagt nicht zu viel, wenn man den Ort, in seinem ganzen Umfange, für das einzige Werk in seiner Art ausgiebt. Nur ein Landgraf von Hessen-Cassel besitzt ihn; allein vielleicht könnte auch, nach der lokal- Verfassung, kein anderer Fürst ein gleiches Werk in seinem Lande hervorbringen. - Der jetzt regierende Landgraf findet Vergnügen daran, diesen seinen Lieblingsort auf alle Art stets mehr zu verschönern, und sein bekannter feiner Geschmack in Bau- und Garten-Anlagen, wovon das vorhin von Ihm angeordnete Wilhelmsbad bey Hanau einen offenbaren Beweis abgiebt, setzt ihn hierzu vollkommen in Stand, und läßt von jedem neuen Plane alles erwarten.

Längst dem Wege bey erreichter Wilhelmshöhe rechter Hand passirt man eine Reihe neu erbaueter in der Mitte einen Glas- Salon fassender Gewächshäuser, deren innere Einrichtung der Liebhaber ganz zur Absicht finden wird.

Die Wässer auf Wilhelmshöhe werden ordentlicherweise nur an gewissen Tagen im Jahre angelassen; wer solches außer dieser Zeit sehen will, erhält auf Verlangen einen Erlaubnißschein vom hiesigen Hrn. Ober- Baudirektor und Ober-Kammerrath Dury, welcher dann an den Brunnen -Inspektor Herrn Steinhöfer abgegeben wird, als welcher überhaupt alle Wasserleitungen in Bewegung setzt.

Verzeichniß einiger Sehenswürdigkeiten, in und bey Cassel

1) Das ansehnliche Gebäude des Museums, das eine Sammlung von Alterthümern von Gemmen und Münzen, von Naturalien, von mathematischen, physicalischen und optischen Instrumenten, von Kunstsachen verschiedener Art und die Bibliothek in sich begreift, hat den Haupteingang mit drey Bogen-Thüren von der Seite des Friedrich- Platzes. Der gewöhnliche Eingang jedoch ist der, den man hinten im Vorhofe nimmt. Die Direktion über das Ganze hat Se. Excellenz der Herr geheime Rath und Oberhofmarschall von Veltheim. Ueber die Alterthümer, Münzen und Kunstsachen hat der Herr Rath Völkel: über die Naturalien der Herr Hofrath Grandidier: über die Bibliothek der Herr Hofrath Strieder auch Herr Rath Völkel, und über die mathematischen ect. Instrumente der Herr Professor Matzko die Aufsicht. Zu einem Zimmer von musikalischen Instrumenten verschiedener Zeitalter und Völker ist der Herr Hoforganist Becker, bestellt. Wer die Schätze dieses Hauses sehen will, lässet sich zuvor bey dem Herrn Professor Matzko oder dem Herrn Rathe Völkel, oder auch dem Herrn Hofrathe Strieder anmelden, worauf dann der Inspektor Herr Döring nach der bestimmten Zeit bereit stehet, den Gemeldeten zu empfangen und zu führen. Es pflegt auf der westlichen Seite der Anfang zur Besichtigung gemacht zu werden. Eine Treppe hinan tritt man zuerst in ein Kabinet mit optischen, nachher in eins mit mathematischen und mit physikalischen Instrumenten; ein Tschirnhausisches und ein Hartsoekersches Brennglas und der Villettische Brennspiegel sind hier besonders merkwürdig. In dem Hauptgebälke darüber ist ein Saal mit vielen Modellen und mechanischen Erfindungen, wo selbst die Thür davon ein mechanisches Meisterstück heißen kann. Ein Paar kleine Zimmer enthalten alte und seltsame musikalische Blase- und Saiten- Instrumente. Beym heruntergehen von hier kommt man in ein kleines mit Schmetterlingen und Insekten angefülltes Kabinet, sodann in ein anderes daneben von Musaischen und Florentinischen Arbeiten, wo sich besonders ein heiliger Johannes und ein Petrus, auch die Tafel von der Vestung Rheinfels auszeichnet. Nun folgt ein Zimmer mit Muscheln und Seegewächsen, Fischen, See- Schildkröten, Skeletten von Wallrossen und andern See-Thieren, Paradisvögeln ect. und einer egyptischen Mumie; hierauf ein Salon mit vielen Seltenheiten aus dem Thierreiche, wo fürnemlich ein ausgestopfter Elephant, ein junges Kameel und 2 junge Leoparden, die hier ehedem in der Menagerie gelebt haben, in die Augen fallen. Jetzt folgt ein Saal mit Mineralien und Versteinerungen, in Glasschränken; dann kommt man in einer Galerie von neuen Statuen und Gruppen, wo vorzüglich die zwischen den Säulen stehende bronzene Florenzer Figuren zu bemerken sind. Beym Ausgange dieser Galerie durch eine Glasthür befindet man sich in der Mitte des Gebäudes und gehet nun durch eine andere Glasthür in eine gegenüber liegende Galerie, wo man meist antike marmorne Statuen und Gruppen, Urnen und viele aus Korkholz in Italien verfertigte Modelle der vorzüglichsten römischen Ruinen siehet. Ein hieran stoßender Saal ist mit egyptischen, hetrurischen, griechischen, römischen und deutschen Alterthumsstücken besetzt; der in der Mitte stehende Glaspult enthält eine reiche Sammlung hohl und erhaben geschnittener antiken und modernen Steine. In dem Pretiosen- Zimmer hiernächst sind in Glasschränken sehr viele goldene und silberne Gefäße und Kleinodien, andere Kunstarbeiten von Bernstein, Elfenbein, Holz, Kristall und Glas, auch in dem zwischen den Säulen stehenden pyramidenförmigen Schränken eine Anzahl römischer Münzen befindlich; auf einem Gestelle in einem Fensterraum erblickt man eine mit Armaturen umgebene silberne Tafel mit zehn goldenen Medaillen von der Königl. Schwedischen Familie aus dem Hause Vasa, nebst einer großen und sechs kleinen Kronen mit Diamanten, Perlen und Sapphiren besetzt. Das folgende Zimmer dient zur Aufbewahrung einer beträchtlichen Anzahl sonderbarer künstlicher großer und kleiner Uhrwerke und Automaten von vielerley Gattung. Jetzt wird man in das dritte Stockwerk des Gebäudes hinauf geführt und kommt zuerst in ein Zimmer, dessen Wände mit alter und neuer Rüstung und Waffen verschiedener Nationen behangen sind; in einem hiermit verbundenen Kabinette siehet man, neben andern Kunstarbeiten in Wachs, alle regierende Landgrafen seit Philipp dem Grosmüthigen und ihren Gemalinnen, deren nach Portraits genau nachgeahmte Köpfe von kolorirtem Wachs, mit dergleichen Händen, in Figuren nach Lebensgröße, sitzend und mit Kleidungsstücken ihres Zeitalters versehen, vorgestellt sind.

Ein paar hier noch befindliche kleine Zimmer fassen Schildereyen von verschiedener Kunst und eine Sammlung europäischer Kleidungen der vorigen Jahrhunderte, so wie von asiatischen und amerikanischen Völkern, in sich. Endlich gelangt man bey dem Heruntergehen zu den Bibliothekszimmern. Nach einem passirten Vor- und dem Arbeitszimmer stößet man auf ein geräumiges Zimmer, das ganz von einer ansehnlichen Sammlung in Tischen mit Glasthüren nach den Objektengeordneter moderner silberner und einem Tische goldener Medaillen eingenommen wird, und dessen Wände mit farbigen Kupferabdrücken von den durch Raphael in den Logen des Vatikans befindlichen Gemälden geziert sind. Von hier öffnet sich der 270 Fus lange mit einer Galerie durchaus umgebene Bibliotheks-Saal, der bis jetzt in die 60,000 Bände faßt und wo man einen nicht unbeträchtlichen Vorrath von Bibeln und Handschriften, die Geschichte und das Staatsrecht aber am Stärksten besetzt antrifft.

Mit dem Gebäude des Museums verbindet sich ein hoher Thurm, von 5 Geschossen und eben so vielen Sälen, der zu einem astronomischen Observatorio eingerichtet, und worüber der Herr Professor Matzko gesetzt ist. Auf dem obersten mit einem Umgange und Balüstrade versehenen Saale liegen die Augen auf der ganzen Stadt und Gegend.

2) Die Bildergalerie, nebst der im Jahr 1775 errichteten Maler-Akademie und einer unter der ersten befindlichen Porzellaingalerie. Die Bildergalerie ist zuerst von Herrn Landgrafen Wilhelm dem VIIIten angelegt, und enthält manches vortrefliche Original-Gemälde berühmter Künstler. Hr. Inspector Tischbein, welcher nächst dabey wohnt, macht die Fremden recht gern mit denen Schätzen bekannt, die seiner Aufsicht anvertrauet sind. Bey ihm ist auch ein gedruckter Catalog der Galerie und sonstiger Fürstl. Gemälde von Cassel zu haben.

3.) Das Lyceumsgebäude oder vielmehr das hierin befindliche Schulmeister-Seminar. Der Herr Metropolitan Rehm zu Waldkappel hat davon eine besondere Nachricht und Beschreibung herausgegeben, aus welcher man ersehen wird, daß dies Seminar mit Recht eine Stelle unter den Sehenswürdigkeiten in Cassel einnehme.

4) Das Modellhaus, ein neues Gebäude, welches des jetzt regierenden Landgrafen Hochfürstliche Durchlaucht neben dem holländischen Thor aufführen lassen. Das sehenswehrteste darinnen ist das Modell vom Carlsberge; mit sämtlichen Kunstwerken; es geht durch das ganze Gebäude, und enthält eine Länge von 220 Fus. - Der im Hause wohnende Modell- Inspektor zeigt und erklärt Alles ausführlich.

5) Das Zeughaus, ein 328 Fus langes und massives Gebäude, im 16. Jahrhundert erbauet.

6) Die Münze, im alten Collegienhof

7) Das katholische Gotteshaus, unter den Regierung Landgrafen Friedrichs II. erbaut. Es hat die Kapelle einen schönen Altar nach Römischer Art, mit Marmor bekleidet, und manches artige Stück von Stuckaturarbeit und Malerey, besonders die 8 großen Stücke, die Leidensgeschichte Christi vorstellend, von der Hand des verstorbenen Raths Tischbein. Das Obere dieses nur als Privatgebäude scheinenden Hauses, enthält die Wohnung für den Geistlichen.

8) Die beyden schönen Plätze, der Friedrichs- und Königsplatz, welcher letztere ein merkwürdiges 7mal wiederholendes Echo hat, verdienen die Aufmerksamkeit der Reisenden. Den Friedrichsplatz ziert die marmorne an sich 15 Fus hohe Bildsäule des letztverstorbenen Landgrafen Friedrichs II., von den Landständen demselben errichtet. Sie ist das Werk des verstorbenen berühmten Raths Nahl. Den sonst unbeträchtlichen Carlsplatz verschönert die marmorne an sich neuen Fus hohe Statue des Landgrafen Carls, und steht hier, weil dieser Fürst die Oberneustadt, und die auf diesem Platze gelegene im italienischen Geschmacke aufgeführte Kirche, gegen das Ende des letztern Jahrhunderts, zu Gunsten der französischen Flüchtlinge, erbauen ließ.

9) Die Aue, benebst dem dabey liegenden Orangerie-Hause, und Marmor-Bade. Die Aue ist ein schöner grosser Garten, welcher aus Alleen, englischen Boskets und Bassins besteht, und dem Publikum zu jeder Zeit offen ist. Des jetzt regierenden Landgrafen Hochfürstliche Durchlaucht, für den englischen Geschmack eingenommen, haben ihn nach dieser Idee umgeschaffen, da er sonsten ganz im steifen holländischen Styl angelegt war; wenige Menschen werden seine alte Gestalt zurück wünschen, und auf allen Fall hat er, mehr der Luft und Sonne zugänglich als sonst, an Salubrität unendlich gewonnen. - Das Marmor- Bad ist, wie die Orangerie, ganz im italienischen Geschmacke, und zeichnet sich durch treffliche Statuen von Marmor vorzüglich aus. –

10) Wilhelmsthal, ein Fürstl. Schloß nebst einem Garten, 2 starke Stunden von Cassel, und von der Anlage Landgrafen Wilhelms VIIIten. Es nimmt sich durch seine zierliche Bauart und Ausmeublirung, so wie der Garten durch eine darinnen angebrachte schöne Grotte, aus; übrigens liegt es ein wenig tief, und hat daher keine Aussicht; auch hat die Natur überhaupt für diesen Ort nichts gethan, und blos durch Kunst hat er das werden können, was er jetzt ist. In den topographisch-statistischen Nachrichten von Niederhessen des Homberger Hrn. Metropolitans Martin, 2. Bandes 1s Heft S 135 etc. kann man eine nähere Beschreibung des Wilhelmsthaler Schlosses aufschlagen. Vortheilhafte Veränderungen in der Garten- Anlage werden hier nicht minder von dem jetzt regierenden Fürsten von Zeit zu Zeit vorgenommen. –

11) Freyenhagen, ehemals das Guth einer nun ausgestorbenen adelichen Familie in Hessen. Es liegt eine starke Stunde von Cassel am Ufer der Fulda, welches im Sommer zur Lustfahrt dahin auf diesem Flusse Anlaß giebt. Die Gebäude bedeuten nicht viel; der dabey befindliche Garten aber ist recht artig, und wegen seiner Pyramiden von Taxus, deren einige eine Höhe von 50 Fus, und im Durchschnitt 12 Fus haben, sehenswerth. Die Lage selbst ist sehr einsam, und daher der Aufenthalt an diesem Orte, welchen der vorüberfließende Strom ohnehin angenehm macht, dem Freund ländlicher Ruhe und Stille besonders interessant.

Cassel

in historisch-topographischer Hinsicht

Nebst einer Geschichte und Beschreibung

von

Wilhelmshöhe

und seinen Anlagen

Marburg, 1805

Geschichte und Beschreibung

des

kurfürstlich-hessischen Lustschlosses

Wilhelmshöhe und seiner Anlagen,

von erster Entstehung an, bis auf gegenwärtige Zeiten.

1805

In der Entfernung einer starken Stunde nordwestwärts, von der kurfürstlich-hessischen Haupt- und Residenzstadt Cassel, am Fuße des hohen majestätischen Habichtswaldgebürges, liegt das Lustschloß Wilhelmshöhe mit seinen prächtigen und erstaunenswürdigen Anlagen. Das romantische der ganzen Gegend, die Gegenstände, welche hier die aufmerksamkeit und die Bewunderung eines jeden für Natur- und Kunstschönheiten Gefühlvollen auf sich ziehen, ganz so schildern zu wollen, wie sie sind, würde vergeblich seyn. Man muß selbst die bezaubernde Gegend durchwandert seyn, muß selbst den allgewaltigen Eindruck empfunden haben, welche der Anblick der über alle malerische Schilderungen weit erhabenen Schönheiten der Natur und Kunst auf Herz und Sinne macht, um sich zu überzeugen, daß Natur und Kunst vereint hier wetteiferten, ein Meisterwerk zu bilden, dessen gleichen in Deutschland nicht zu finden ist.

Eine vortreffliche schnurgerade Allee von Lindenbäumen, eine Stunde lang, welche am Wilhelmshöher Thore anfängt und durch die Wilhelmshöher Vorstadt bey den Dörfern Wehlheiden und Wahlershausen vorüber, sich unmerklich bergan zieht, verbindet Cassel gewissermaßen mit der Wilhelmshöhe.

Wegen der erhabenen Lage des Lustschlosses Wilhelmshöhe und seinen Anlagen, welche sich am Fuße des Habichtswaldgebürges ausbreiten und bis auf seinen äussersten Gipfel erstrecken, genießt man in dieser Gegend einer unbeschränkten, über alle Beschreibung malerischen Aussicht in das ganze weite Thal, in dessen Mitte Cassel liegt, einer Aussicht, welche nur durch die in weiter Entfernung hervorragenden höheren Gebürge beschränkt wird. Unzählige Dorfschaften, Saatfelder und Wiesen, durch welche die Fulde in verschiedenen Krümmungen hinfließt, liegen hier wie eine große Landcharte vor dem entzückten Auge ausgebreitet und je mehr man sich der Höhe des Berges nähert, desto mehr erweitert sich der Umfang des Gesichtstreifes, der sich endlich, auch bey den heitersten Frühlingstagen, in blauer Ferne verliert.

Die Natur und Beschaffenheit des Gebürges, an und auf welchem Wilhelmshöhe liegt, zeigt es augenscheinlich, daß hier ehemals ein wirklicher Vulkan war. Die da herumliegenden ungeheuren Steinmassen sind offenbar ursprüngliche Geburten eines alten verloschenen feuerspeienden Berges; wann aber und zu welcher Zeit das unterirdische Feuer hier Lavaströme geschmolzen und Felsstücke und Steine aus den Eingeweiden des Berges gen Himmel geschleudert, wie es da hier ausgesehen habe, ob da die Gegend bewohnt oder eine wüste Einöde gewesen sey, davon schweigt selbst die älteste Geschichte gänzlich. Wahrscheinlich sind schon seit Verlöschung des unterirdischen Feuers Jahrtausende hingeschwunden und seine Existenz verliert sich in die frühesten Zeiten der Urwelt.

Daß auch der Grund, worauf Wilhelmshöhe prangt, einst Meeresgrund gewesen, daß das ganze Gebürge des Habichtswaldes von Meeresfluthen bedeckt und überströmt worden sey, bezeugen die ansehnliche Menge Seemuscheln auch hin und wieder gefundene Versteinerungen und Abdrücke von Fischen, deren noch jetzt bis beynahe zur obersten Höhe des Gebürges viele zu Tage kommen. Jetzt erheben sich da, wo vor vielen Jahrtausenden vielleicht Meereswogen sich aufthürmten oder glühende Lavaströme sich fortwälzten Palläste und Staunen erregende Anlagen; wo wüste Steinfelsen als Ueberbleibsel vulkanischer Ausbrüche hingeschleudert lagen, da grünen jetzt Lustwälder, blühen fruchttragende Bäume, Blumen und Kräuter aller Art und aus den entferntesten Welttheilen. Alle die vortreflichen englischen Anlagen, Lustwälder und Gärten, welche zusammengenommen ein großes Ganzes ausmachen, das sich vom Schlosse an auf mehrere Stunden weit im Umkreise erstreckt und von unzähligen Pfaden durchschlängelt wird, deutlich zu beschreiben, würde eben so unmöglich seyn, als den Eindruck zu schildern, den der Anblick das Ganzen macht. So viel ist gewiß und durch die tägliche Erfahrung hinlänglich bestätigt, daß selbst die kühnste Erwartung jedes Fremden, der diesen Ort zum ersten Male besucht, wiet, sehr weit übertroffen wird. Der Liebhaber und Kenner die Baukunst, der Malerey, der Bildhauerkunst und der Naturforscher finden hier reichhaltigen Stoff für ihre Wißbegierde und gewiß wird keiner Wilhelmshöhe verlassen, ohne seine Erwartungen vollkommen erfüllt zu sehen.

Die Anzahl der einländischen sowohl, als vornehmlich ausländischen seltenen Bäume, Stauden, Blumen und anderer Gewächse, welche in den vortrefflichen Anlagen von Wilhelmshöhe sich vermehrt haben, ist sehr beträchtlich. Dem Naturforscher und Botaniker wird es vielleicht nicht unangenehm seyn, hier ein möglichst vollständiges Verzeichniß davon mit beygefügten Linne’schen Benennungen zu finden. Die meisten derselben stammen aus Nordamerika her und sind:

Eschenblättrigter Ahorn. Acer Negundo.

Rother Ahorn. Acer rubrum.

Gestreifter nordamerikanischer Ahorn. Acer triatum.

Cretischer Ahorn. Acer Creticum.

Ahorn von Montpellier. Acer Monspessulanum.

Pensilvanischer Ahorn. Acer Pensylvanicum.

Krausblättriger Ahorn. Acer crispum, foliis quinquepqrtitis crispis.

Opalahorn. Acer opalus.

Gemeiner Ahorn. Acer pseudo-Platanus

Zuckerahorn. Acer saccharinum.

Tartarischer ahorn. Acer Tartaricum.

Die Lenne. Acer Platanoides.

Maßholder. Acer campestre.

Alaternus. Rhamnus alaternus.

Alpenwegdorn. Rhamnus alpinus.

Paliurus. Rhamnus patiurus.

Fließender Amberbaum. Liquidambar styraciflua.

Amelanschier. Pyrus amelanchier.

Wilder Birnbaum. Pyrus communis.

Lazarolbirne. Pyrus pollveria.

Wilder Apfelbaum. Pyrus malus.

Feigenapfel. Pyru dioica. Pyrus botryapium.

Canadische Birne. Mesipilus Canadensis.

Erdbeerblättrige Birne. Pyrus arbutifolia.

Beerentragender Birnbaum. Pyrus baccata.

Virginischer Apfelbaum. Pyrus coronaria.

Gefiederter Birnbaum. Pyrus hybrida.

Birnquitte. Pyrus cydonia oblonga.

Apfelquitte. Pyrus cydonia maliformis.

Portugesische Quitte. Pyrus cydonia Lusitanica.

Maryländische Andromeda. Andromeda Mariana.

Traubentragend Andromeda. Andromeda racemosa.

Virginische Andromeda. Andromeda paniculata.

Stacheligter Angelikabaum. Aralia spinosa.

Fliegenfalle. Apocynum androsaemifolium.

Apricose. Prunus armeniaca.

Canadische Kirsche. Prunus pumila.

Mahaleb. Prunus Mahaleb.

Kirschlorbeern. Prunus laurocerasus.

Elsebeeren. Prunus padus.

virginische Elsebeeren. Prunus virginiana.

Nordamerikanische niedrige Traubenkirsche. Prunus nana, floribus laxe recemosis, serraturis foliorum imis glandulosis.

Gemeine Kirsche. Prunus cerasus.

Gemeine Pflaume. Prunus domestica.

Kriechenbaum. Prunus latifolia.

Seidenpflanze. Asclepias purpurascens.

Attich. Sambucus ebulus.

Canadische Holunder. Sambucus canadensis.

Petersilienblättrigte Holunder. Sambucus laciniala.

Holunder mit gelbgesprengten Blättern. Sambucus nigar, foliis luteo variegatis.

Holunder mit weißen Beeren. Sambucus nigra, baccis albis.

Berghollunder. Sambucus racemosa.

Bärentraube. Arbutus uva ursi.

Berberizenstrauch. Berberis canadensis.

Der Katalpebaum. Bignonia catalpa.

Die wurzelnde Bigonie. Bignonia radicans.

Die schwarze Birke. Betula nigra.

Die zähe Birke. Betula lenta.

Die Zwergbirke. Betula nana.

Die nordamerikanische niedrige Birke. Betula pumila.

Die nordische weiße Erle. Betula incana.

Die canadische Birke. Betula Canadnesis.

Der Blasenbaum. Colutea arborescens.

Der orientalische Blasenbaum. Colutea orientalis.

Der offenstehende Blasenbaum. Colutea aperta, foliis cordatis, leguminibus antice apertis.

Blasenstrauch. Colutea frutescens.

Europäischer bocksdorn. Lycium europaeum.

Chinesischer Bocksdorn. Lycium chinese.

Der Bohnenbaum. Cytisus laburnum.

Schmalblättrigter Bohnenbaum. Cytisus alpinus.Schwärzlicher Cytisus. Cytisus nigricans.

Ungestielter Cytisus. Cytisus sessilifolius.

Oesterreichische Cytisus. Cytisus austriacus.

Weiße Himbeere. Rubus idaeus.

Wohlriechende Himbeere. Rubus odoratus.

Brombeere. Rubus fruticosus.

Der Castanienbaum. Fagus Castanea.

Die Zwergkastanie. Fagus pumila.

Buche mit gesprenkelten Blättern. Fagus sylvatica.

Rothbuche.

Kopfförmige Buddleje. Buddleja capitata.

Buxbaum. Buscus semper virens. Verschiedene Abarten davon mit weiß und gelb eingefaßten Blättern.

Nordamerikanischer Ceanothus. Ceanothosamaricanus

Kletternder Celaster. Celastrus scandens.

Ladanums Cistenröslein. Cistus ladanifernus.

Die Clarettraube. Vitis labrusca.

Blaue Clematis. Clematis viticella.

Krause Clematis. Clematis crispa.

Geschlossene Clematis. Clematis viorna.

Erlenblättrigte Clethra. Clera alnifolia.

Nordamerikanischer Hartriegel mit großer Blumendecke. Cornus florida.

Cornelkirsche mit rother Frucht. Cornus mascula. Und verschiedene Abarten derselben, mit gelber Frucht und mit gesprenkelten Blättern.

Weißer Cornelbaum. Cornus alba.

Seidenartiger Cornelbaum. cornus sericea.

Blaubeerigter Hartriegel. Cornus Amornum.

Immergrüne Cypresse. Cupressus sempervirens.

Cypresse mit dem Acacienblatte. Cupressus disticha.

Weiße Zeder. Cupressus thyoides.

Traubenblumigte Cyrille. Cyrilla racemiflora.

Kellerhals. Daphne mezereum.

Immergrüne Daphne. Daphne laureola.

Darmbeeren. Crataegus torminalis.

Mehlbaum. Crataegus aria.

Hahnensporn. Cratagus crus galli; foliis obyerse ovatis, subcuneiformibus, serratis, ramis spinosis.

Weisdorn mit gefüllten Blüthen. Crataegus oxyacantha flore pleno.

Weisdorn mit gelben Beeren. Crataegus oxycantha baccis flavis.

Weisdorn mit glänzenden Blättern. Crataegus lucida

Rundblättriger Weisdorn. Crataegus rotundifolia.

Eßbarer Weisdorn. Crataegus edulis.

Drüsigter ‚Weisdorn. Crataegus glandulosus.

Weißdorn mit grauer Rinde. Crataegus leucophleos.

Virginische Dattelpflaume. Diospyros virginiana.

Kreutzender Ehrenpreis. Veronica decussata, foliis ovalibus, integerrimis; floribus racemosis, axillaribus.

Steineiche. Quercus ilex gramuntia.

Eiche mit Weidenblättern. Quercus phellos.

Weiße Eiche. Quercus alba.

Niedrige rothe Stumpfeiche. Quercus palustris.

Rothe Eiche. Quercus ruhra.

Schwarze Eiche. Quercus nigra.

Eiche mit Kastanienblättern. Quercus prinos.

Burgundische Eiche. Quercus cerris.

Ziegenbarteiche. Quercus aegilops.

Wintereiche mit kurzgestielten Früchten.

Sommereiche mit langgestielten Früchten. Quercus robur.

Italienische Speiseeiche. Quercus esculus.

Exonische Eiche. Quercus. exoniensis.

Korkeiche. Quercus suber.

Epheu mit dem Silberblatte. Hedera foliis argenteis.

Sibirischer Erbsenbaum. Robinia caragana.

Strauchartiger Erbsenbaum. Robinia frutescens.

Americanische Erdnuß. Glycine apios.

Strauchigte Sylcine. Glycine frutescens.

Esche. Fraxinus excelsior.

Blumenblättrige Esche oder Mannaesche. Fraxinus ornus.

Rundblättrige Esche. Fraxinus rotundifolia.

Glanzblättrige Esche. Fraxinus integrifolia.

Schwarze Esche. Fraxinus novae Angliae foliis ovato – oblongis, antice crenatis.

Esche mit verschiedenen Blättern Populus heterophylla.

Silberpappel oder weiße Esche. Populus alba.

Italienische Pappel. Populus Carolinensis, foliis cordatis, crenatis, supra glandulosis antice integris.

Canadische Pappel. Populus Canadensis, foliis cordatis creantis, eglandulosis.

Fenrißbaum. Rhus vernix, foliis pinnatis, ovalibus, margine revolutis, floribus dioicis.

Gerbersumach. Rhus coriaria

Hirschkolbensumach. Rhus typhinum.

Glatter Sumach. Rhus glabrum.

Sumach mit geflügelten Stielen. Rhus copallinum.

Canadischer hochwachsender Sumach. Rhus hypselodendron, foliis pinnatis, subserratis, lanceolatis, panicula composita.

Sumach, welcher an den Gelenken wurzelt. Rhus radicans

Giftsumach. Rhus toxicodendron.

Peruckenbaum. Rhus cotinus.

Weiße Fichte. Pinus Canadensis.

Rothtanne. Pinus picea.

Gemeiner Kiefer. Pinus sylvestris.

Krummholzbaum. Pinus montana.

Pineolenbaum. Pinus pinea.

Weihrauchskiefer. Pinus taeda.

Meerkiefer. Pinus maritima.

Steifer virginischer dreyblätteriger Kiefer. Pinus rigida.

Jerseykiefern. Pinus virginiana.

Sumpfkiefer. Pinus palustris.

Zwiebelnußkiefer. Pinus cembra.

Lerchenbaum. Pinus larix.

Schwarzer nordamerikanischer Lerchenbaum. Pinus laricina.

Waymouthskiefer. Pinus strobus.

Zeder vom Berge Libanon. Pinus Cedrus.

Edeltanne. Pinus abies.

Balsamtanne von Silead. Pinus balsamea.

Schierlingstanne. Pinus americana.

Schwarze nordamerikanische Fichte. Pinus mariana.

Unächte Fieberrinde. Iva frutescens.

Dreylappichter Flaschenbaum. Anno triloba.

Gardens Fothergille. Fothergilla Gardeni.

Strauchartiges Fünffingerkraut. Potentilla fruticosa.

Geißblatt, Jelängerjelieber. Lonicera periclymenum.

Italienisches Geißblatt. Lonicera capri folium.

Immergrünes Geißblatt. Lonicera sempervirens.

Alpengeißblatt. Lonicera alpigena.

Tartarisches Geißblatt. Lonicera tatarica.

Carolinisches Geißblatt. Lonicera symplioricarpos.

Bestäubtes Geißblatt. Lonicera media, capitulis verticillatis aphyllis terminalibus, tubo corollae brevi gibbo, ad basin didymo, foliis summis connate perfoliatis, reliquis sessilibus.

Acadisches Geißblatt. Lonicera diervilla.

Myrthenblättriger Gerberbaum. Coriaria myrtifolia.

Ginkgobaum. Ginkgo biloba.

Blühender Ginster. Genista florida.

Spanischer Ginster. Spartium junceum.

Weißblühender Ginster. Spartium monospermum.

Pfriemenkraut. Spartium scoparium.

Gestrahlt Pfriemen. Spartium radiatum.

Sibirischer Ginster. Genista sibirica.

Dreyfachelichte Gleditsia. Gleditsia chinensis.

Unbewehrte Gleditsia inermis.

Kriechende Gualtherie. Gualtheria procumbens.

Hainbuche. Carpinus betulus.

Schwarze Hainbuche. Carpinus nigra, foliis ovato cordatis.

Hopfenhainbuche. Carpinus ostrya.

Virginische Hainbuche. Carpinus virginiana, foliis subcordato-llanceolatis, duplicato serratis; amentis masculinis terries.

Vierflügelichte Halesia tetrapetra.

Halodendron. Robina Halodendron.

Borstige Robinie. Robinia hispida.

Acacienbaum. Robinia pseudo-Acacia.

Rothe und weiße Lambertsnußsträuche. Corylus avellana.

Zauberhasselsträuche. Hamamelis virginica.

Orientalische Hasselnuß. Corylus colurna.

Amerikanische Hasselnuß. Corylus cornuta.

Europäischer Hecksaamen. Ulex europaea.

Aufrechter Hundswürger. Cynanchum erectum.

Baumartige Hydrangea. Hydrangea arborescens.

Gemeiner Jasmin. Jasminum officinale.

Strauchartiger Jasmin. Jasminum fruticans.

Wilder Jasmin. Philadelphus coronarius.

Geruchloser wilder Jasmin. Philadelphus inodorus.

Bastard Indig. Amorpha fruticosa.

Rothe Johannisbeere. Ribes rubrum.

Alpenjohannisbeere. Ribes americanum nigrum, inerme foliis trilobis, racemis pilosis, corollis campanulatis.

Haarige Stachelbeere. Ribes grossularia.

Glatte Stachelbeere. Ribes uva crispa.

Hagebuttenstachelbeere. Ribes cynosbati.

Großkelchichtes Johanniskraut. Hypericum calycinum.

Beerentragendes Johanniskraut. Hypericum androsaemum.

Sprossendes Johanniskraut. Hypericum prolificum.

Olympisches Johanniskraut. Hypericum olympicum.

Virginische Itea. Itea virginica, foliis ovatis, acutis, dentatis, floribus racemosis.

Prächtige Juckeke. Yucca gloriosa.

Europäischer Judasbaum. Cercis siliquastrum.

Canadischer Judasbaum. Cercis canadensis.

Jungfernwein. Hedera quinquefolia.

Roßkastanie. Aesculus hippocastanum.

Roßkastanie mit scharlachrother Blüthe. Aesculus pavia.

Kelchblumenstaude. Calycanthus floridus.

Alpenkellerhals. Daphne alpina.

Ketmia. Hibiscus syriacus.

Keuschheitsbaum. Vitex, agnus castus.

Knopfbaum. Cephalanthus occidentalis.

Kreutzwurtzbaum. Baccharis halimifolia.

Laurus Tinus. Viburnum Tinus.

Schneeballenstrauch. Viburnum opalus roseum.

Türkische Weide oder Schlingenbaum. Viburnum lantana.

Virginisches Biburnum mit am Rande zurückgelegten Blättern. Viburnum nudum.

Gezähntes Biburnum. Viburnum dentatum.

Gemeiner Lebensbaum. Thuja occidentalis.

Chinesischer Lebensbaum. Thuja orientalis.

Sommerlinde. Tilia europaea.

Winterlinde. Tilia cordata.

Schwarze amerikanische Linde. Tilia americana.

Carolinische Linde. Tilia Caroliniana.

Filzigte Linde. Tilia tomentosa, foliis cordatis, acute serratis, subtus tomentosis.

Portugiesische Lorbeerkirsche. Prumus Lusitanica.

Mandelbaum. Amygdalus communis.

Zwergmandelbaum. Amygdalus nana.

Pfischenbaum. Amygdalus persica.

Zwergpfirschenbaum. Amygdalus pumila.

Weißer Maulbeerbaum. Morus alba.

Schwarzer Maulbeerbaum. Morus nigra.

Papiermaulbeerbaum. Morus papyrifera.

Rother Maulbeerbaum. Morus rubra.

Tatarische Maulbeere. Morus tataarica.

Chinesische Maulbeere. Morus chinensis.

Mausdorn. Ruscus aculeatus.

Zungenkraut. Ruscus hypoglossum.

Traubentragender Mausdorn. Ruscus racemosus.

Glattrandige Melde. Atriplex halimus.

Mispel. Mispilus germanica.

Zwergmispel. Mespilus chamae mespilus.

Feuerbusch. Mespilus pyracantha.

Mispel mit gelben Beeren. Mespilus Xanthacarpus.

Scharlachrothe Mispel. Mespilus phaenopyrum.

Bergquitte. Mespilus cotoneaster.

Biegsame dornige Mispel. Crataegus uniflora.

Canadischer Mondsamen. Menispermum Canadense.

Moosbeere. Vaccinium oxycoccos.

Trunkelbeere. Vaccinium uliginosum.

Preuselbeere. Vaccinium vitis idaea.

Brabantische Myrthe. Myrica gale.

Wachsbaum. Myrica cerifera.

Carolinischer Wachsbaum. Myrica carolinensis.

Wilder Oelbaum. Elaeagnus angustifolia.

Baumartige Osterluzey. Aristolochia arborescens.

Pappel mit tief eingeschnittenen Blättern. Populus foliis lobatis.

Hängende Pappel. Populus pendula.

Atheniensische Pappel. Populus Atheniensis.

Amerikanischer Pfefferbaum. Vitis arborea.

Dattelpalme. Diospyros lotus.

Gemeiner Pimpernuß. Staphylaea pinnata.

Dreyblätterigter Pimpernuß. Staphylaea trifoliata.

Morgenländischer Platanus. Platanus orientalis.

Abendländischer Platanus. Platanus occidentalis.

Rainweide. Ligustrum.

Immergrünende Rainweide. Ligustrum italicum.

Blaßrothe Rose. Rosa aculeata incarnata.

Große Burgundische Rose. Rosa Burgundica major.

Kleine Burgundische Rose. Rosa Burgundica minor.

Buschrose. Rosa corymbosa, germinibus pedunculisque glabris, bracteis linearibus, floribus corymbosis.

Carolinische Rose. Rosa Carolina.

Centifolienrose. Rosa centifolia.

Singletons hundertblättrige Rose. Rosa centifolia anglica.

Chinesische Rose. Rosa sinica.

Damascenerrose. Rosa Damascena rubra.

Pulsuz fraqment bitdi.

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