Kitabı oxu: «Cross-Skating Magazin Jahrbuch 2011»
Frank Röder
Cross-Skating Magazin Jahrbuch 2011
Das Beste aus dem Cross-Skating Sport
Dieses ebook wurde erstellt bei

Inhaltsverzeichnis
Titel
Einleitung
Artikelliste Cross-Skating Jahrbuch 2. Halbjahr 2011
Häufige Fragen (FAQ) zum Cross-Skating
Moderner Biathlon – der Biathlon für Jedermann
Powerslide Nordic Cross Skates 2012
Der Cross-Skate-Shop in Büttelborn
Vom Inline-Skater oder Eisläufer zum Cross-Skater werden
Powerslide XC Path 1.0 – verstärkte Version
Die Sportart Cross-Skating
Cross-Skating richtig trainieren – Folge 1: Der Einstieg
Was bringt eigentlich Radlager-Tuning?
Neuer KV+ Roll Variostock aus der Schweiz
Training nach Puls – Legende & Wahrheit, Teil 1
Was tut man als Cross-Skater in Winter?
Nordic Blading und Nordic Inline Skating
Die Stilarten des Cross-Skatings
Vom Skilangläufer zum Cross-Skater werden
Training nach Puls – Legende & Wahrheit, Teil 2
Kleine Tipps zu den Stockspitzen für Cross-Skating
Vom Alpinskiläufer zum Cross-Skater werden
Mit Skateslidern auf Schnee “cross-skaten”
Nordic Blading – Ursprung des Cross-Skating oder Zwischenlösung?
Silent Tip und Co, der Weg zur leisen Stockspitze
Der Ferrari unter den Stöcken
Gesund und fit durch den Winter kommen
Impressum neobooks
Einleitung

Cross-Skating ist Skating-Rollsport, auch abseits befestigter Wege, also fast überall und das ganze Jahr über. Die benötigten Sportgeräte sind Cross-Skates, sowie als sinnvolle Ergänzung Cross-Skating Stöcke, die Skilanglaufstöcken sehr ähneln. Cross-Skating ist keine neue Sportart mehr, da schon Abbildungen recherchiert werden konnten, die Cross-Skates um 1895 zeigten. Damals waren die Straßen und Wege schlecht und es erschien nur sinnvoll, Rollsportgeräte mehr für diese Wege zu entwickeln, als für glatte Rollschuhbahnen. Die Skates mit den großen gummierten Rädern wurden aber lange Zeit nicht richtig bekannt. Erst in den 1980er Jahren kam eine kleine Renaissance der Cross-Skates auf, als sich einige Hersteller von Sportgeräten dieser Idee annahmen. Es entstand ein kleiner Kreis von Anhängern des Cross-Skating Sports, von größerer Bekanntheit oder sogar einem Boom kann aber bis heute noch nicht die Rede sein.
2004 bis 2007 kamen neuere, vor allem erschwingliche, Cross-Skates auf dem Markt, das Online-Magazin Cross-Skating.de beschäftigte sich damals als erstes Online-Portal ernsthaft mit dem Cross-Skating Sport. Am 1. Juli 2011 wurde auf der Grundlage dieses Portals das Cross-Skating Magazin gegründet, das mit jährlich etwa 80 Artikeln und Berichten schnell die größte Informations- und Berichterstattungs-Plattform über den Cross-Skating Sport wurde.
In den Jahrbüchern werden die besten Artikel des Magazins in übersichtlicher Form wieder gegeben. Termin gebundene Meldungen oder nicht mehr aktuelle Berichte werden nicht in die Jahrbücher übernommen. Das Internet ist nicht unvergänglich und so werden nur die zeitunabhängigen Artikel aus dem den Cross-Skating Magazin in die Jahrbücher aufgenommen, die damit zu dauerhaften Nachschlagewerken mit Fachbuchcharakter werden. Für einige Online-Links ist es vorteilhaft, wenn man einen E-Book-Reader mit Onlinezugang benutzt.
Für jeden Jahrgang des Magazins werden die besten Artikel in zwei eBooks zusammengefasst und veröffentlicht. Durch den Magazin Start an einem 1. Juli gibt es vom ersten Jahrgang 2011 nur ein Jahrbuch, von den folgenden Jahrgängen jeweils zwei Jahrbücher.
Artikelliste Cross-Skating Jahrbuch 2. Halbjahr 2011
Die Artikelliste am Anfang jedes Jahrbuchs gibt die Historie aller Artikel des Magazins wieder, die jeweils ausgewählten Artikel die daraus für dieses Jahrbuch ausgewählt wurden, sind in der Liste fett hervorgehoben. Die Zahlen vor den Kapitelüberschriften sind also nicht automatisch fortlaufend, weil nicht alle Artikel des Magazins in den Jahrbüchern veröffentlicht werden. Alle Artikel, auch die nicht veröffentlichten, können aber online im Cross-Skating Magazin nachgelesen werden. Die unter dem Autorennamen „admin“ verfassten Artikel fallen in die Verantwortung des leitenden Redakteurs Frank Röder. Zur besseren Einführung in den Sport wurden hier in diesem ersten Jahrbuch zusätzlich einige Extra-Seiten aus dem Magazin mit den häufigsten Fragen über diese Sportart veröffentlicht (Stand Anfang 2016, online noch aktueller). Damit soll für alle Interessierten der erste Kontakt zum Cross-Skating noch besser erklärt werden.
Häufige Fragen (FAQ) zum Cross-Skating
Juli 2011 (1 Artikel):1) Anno 2008: Cross-Skate Erfindung mit Rücklaufsperre von Dr. Bodo Lux
August 2011 (1 Artikel):2) CD-ROM Cross-Skating Trainer 100. Auflage
September 2011 (2 Artikel):3) Moderner Biathlon – der Biathlon für Jedermann4) Powerslide Nordic Cross Skates 2012
Oktober 2011 (4 Artikel):5) Der Cross-Skate-Shop in Büttelborn6) Vom Inline-Skater oder Eisläufer zum Cross-Skater werden 7) Powerslide XC Path 1.0 – verstärkte Version8) Cross-Skating Diashows auf YouTube
November 2011 (5 Artikel):9) Die Sportart Cross-Skating10) Cross-Skating richtig trainieren – Folge 1: Der Einstieg11) Die Skates zum Cross-Skating12) Moderner Biathlon in Lingenfeld 13) Cross-Skating während der dunklen Jahreszeit
Dezember 2011 (17 Artikel)14) Was bringt eigentlich Radlager-Tuning?15) Neuer KV+ Roll Variostock aus der Schweiz16) Nordic HipBag Hüfttasche von Powerslide17) Training nach Puls – Legende & Wahrheit, Teil 118) Was tut man als Cross-Skater in Winter?19) Nordic Blading und Nordic Inline Skating20) Die Stilarten des Cross-Skatings21) Vom Skilangläufer zum Cross-Skater werden22) Training nach Puls – Legende & Wahrheit, Teil 223) Spureinsteller für Skike24) Kleine Tipps zu den Stockspitzen für Cross-Skating25) Vom Alpinskiläufer zum Cross-Skater werden26) Mit Skateslidern auf Schnee “cross-skaten”27) Nordic Blading – Ursprung des Cross-Skating oder Zwischenlösung?28) Silent Tip und Co, der Weg zur leisen Stockspitze29) Der Ferrari unter den Stöcken 30) Gesund und fit durch den Winter kommen
Häufige Fragen (FAQ) zum Cross-Skating

Hier auch ein weiterer Beitrag im Cross-Skating Magazin der recht viele allgemeine Fragen beantworten hilft. Zunächst aber noch: Der Begriff Cross-Skating wurde von Cross-Skating.de entwickelt und im für jeden offenen Arbeitskreis weiterentwickelt. Man hat sich schon sehr früh auf fundierte begründete Alleinstellungsmerkmale des Cross-Skating Sports geeinigt und auch noch etwas engere Alleinstellungsmerkmale des Sportgerätes Cross-Skate. Das wurde besonders von Personen, die sich gar nicht an dieser Entwicklung beteiligen wollten, immer wieder durch die Verflechtung mit den Begriffen "Skiken" oder der eigentlich albernen Vorsilbe "Nordic" (Cross-Skating) versucht aufzuweichen oder die Vorarbeit mit zunehmen und für ein eigenes Produkt oder eine diffus definierte Sportart zu auszunutzen. Jeder kann seine Sportart, ob Cross-Skating, Skiken oder Nordic Was-auch-immer ausüben so viel er will, aber sich bitte nicht destruktiv oder schmarotzend in die solide ausgebaute Vorarbeit des Cross-Skating Sports einmischen. Man kann alles über den Sport besprechen, in den jährlichen Entwicklungstreffen für Jedermann, aber ganz bestimmt nicht in Foren oder konspirativen Abstimmungen von Späteinsteigern in diesen Sport. Jeder kann daran teilnehmen und gut begründet auch mitbestimmen, aber wer nicht dort hin kommt, soll doch bitte still sein, wenn wir unseren Sport seriös betreiben und weiterentwickeln.
Deswegen beziehen sich die Antworten speziell auf die Sportart Cross-Skating und auf die Sportgeräte Cross-Skates.
Was ist ein Nordic Cross-Skate, ein Offroad-Skate oder ein Skike? Die grundsätzlichen Fragen sind natürlich, "Was ist Cross-Skating?" und "Was ist ein Cross-Skate?". Ein Cross-Skate ist eine Mischung aus Inline-Skate, Rollski und Roller. Skikes sind das eigentlich auch, nur eben von der Firma Skike hergestellt. "Skiken" sagt man aber schon lange nicht mehr, wenn man allgemein vom Cross-Skating Sport spricht, sagt man korrekt Cross-Skating , das ist markenneutral und riecht nicht nach Schleichwerbung. Das manchmal gelesene und gehörte „Skiken“ ist eigentlich kein Sport, sondern war schon immer ein Werbegag eines Produktherstellers. Der neutrale Oberbegriff für das Sportgerät ist offiziell Cross-Skate. Ebenso kann man das Wort "Nordic", das oft noch gerne vor "Cross-Skate" gehängt wurde, ersatzlos weglassen, denn diese Sportgeräte sind nicht auf den hohen Norden angewiesen, auch wenn es trendiger klingen mag. Zu den drei (einzigen!) Nordischen Sportarten gehört der Cross-Skating Sport ohnehin nicht, wird er auch nie und warum sollte er auch? Manche betreiben Cross-Skating in Spanien, Australien, Simbabwe oder Argentinien. Das eigentliche Nordic-Skating (seit den 1970ern oder sogar früher, gilt aber trotzdem nicht als klassisch nordische Sportart!) ist Schlittschuhlaufen mit Stöcken auf zugefrorenen skandinavischen Seen. Trotzdem wird der Begriff immer wieder falsch angewendet, wenn womöglich der entsprechende fachliche Hintergrund fehlt. Am „nordischsten“ wäre Skating dann immer noch aus Eis mit Schlittschuhen, aber seit den 1990er Jahren wird kurioserweise als Nordic-Skating das Inlinerfahren mit Stöcken vermarktet. Nordisch heißt aber nicht „Stöcke“! Ein „Skike“ dagegen ist immer ein Produkt der Firma Skike, was auch immer dies aktuell sein mag (zeitweise waren das sogar Craving-Ski oder Autos). Da sich Skike nie aktive an der allgemeinen Entwicklung des Cross-Skating Sports beteiligt hat, sondern nur eigene Produkte herstellt hat können Skikes zwar Cross-Skates sein, aber Cross-Skates sind nicht automatisch "Skikes" (die Schnittmengenproblematik der Grundschule). Einen Nordic Cross-Skate gibt es eigentlich nicht, das wäre wie Nordic Schlittschuhe oder Nordic Langlaufski, nämlich genau das Gleiche auch ohne "Nordic". Ein Offroad-Skate kann jeder Skate sein, mit dem man off-road fahren kann, darunter fallen also, neben Cross-Skates, auch Cross-Inliner, bei denen man über den Rädern steht, und Cross-Skiroller, die eine Skilanglauf-Bindung besitzen. Cross-Skates haben als Erkennungsmerkmale, Luftreifen, Bremsen, fixierte Fersen am Skate und einen langen Radstand der es zulässt, dass die Schuhe zwischen den Rädern Platz haben.
Cross-Skates sind alles andere als "nordisch", die drei Nordischen Sportarten heißen anders. Ein "Trendsport" ist Cross-Skating ebenso wenig, sondern das genaue Gegenteil, ein Life-Time-Sport, den man fast lebenslang ausüben kann und auch sollte und eben nicht nur weil ihn eine paar hippe Freaks für wenige Monate oder Jahre machen.
Cross-Skates gibt es seit mindestens 1895, also sogar länger als den Skilanglauf als Sportart. Die Werbelüge, Cross-Skates stammen irgendwie von Skirollern oder von Inlinern ab, kann man also getrost als Ammenmärchen vergessen. Natürlich ist Cross-Skating auch kein Skilaufen im Sommer, denn es ist keine Skilaufen (ohne Schnee unmöglich!) und man kann es außerdem fast das ganze Jahr über betreiben, weil es eben keine Saisonsportart ist. Skiroller können den Cross-Skates zwar sehr ähneln, besonders, wenn sie als "Cross-Skiroller" (z.B. SRB XRS01 oder Powerslide X-Plorer), die gleiche Bereifung besitzen, das Unterscheidungsmerkmal ist aber die Skibindung der Skiroller, die Cross-Skates nicht haben. Wer mit Skirollern allerdings auf wechselndem Untergrund skatet, betreibt ebenfalls Cross-Skating Sport. Das bezieht sich dann auf die Sportart, der kleine Unterschied besteht dann in den Sportgeräten. Cross-Skating kann man also mit Cross-Skates oder mit Cross-Skirollern betreiben. Eine Zwitterstellung nehmen Cross-Skates mit Klappmechanik ein, wie der Powerslide Nordic Trainer 2009, der Skike vx Twin oder den Skike V8 Lift oder Multi. Sie sind dann weder Skiroller noch Cross-Skates und erreichen auch weder die gleichen "skiähnlichen" Fahreigenschaften der Skiroller (die diese auch nur zu 50-80 % erreichen) noch die sprichwörtliche Sicherheit von Cross-Skates. Auch Cross-Inliner (auch Hybrid-Skates gennannt) ermöglichen, sofern man auch Stöcke verwendet, Cross-Skating ohne im eigentlichen Sinne zu den Cross-Skates zu gehören. Cross-Inliner sind zum Beispiel die SUV-Modelle von Powerslide oder der Coyote von Rollerblade und zeichnen sich durch jeweils 3 bis 4 inliner-ähnlich angeordnete luftbereifte Räder aus.
Cross-Skates gibt es für eigene Schuhe (bauartverwandt mit Powerslide XC Skeleton, SRB XRS02 / XRS03 / XRS06 / XRS07, Fleet Skates, Trailskates oder Skike) oder Modelle mit fest montierten Schuhen (bauartverwand mit den übrigen Powerslide Cross-Skates und SUV-Skates oder dem Rollerblade Coyote). In den letzten Jahren wurde immer selbstverständlicher der neutrale Begriff Cross-Skates für diese Sportgeräte verwendet und er hat sich inzwischen eindeutig als offizieller Name für diese Art von Sportgeräten durchgesetzt. Wir haben dies von Anfang an gefördert und hatten damit erkennbaren Erfolg.
Wer kann cross-skaten?
Jeder, der gerne Skilanglaufen würde, ist auch höchstwahrscheinlich zum Cross-Skating geeignet. Mit Gelenkprotektoren und Helm den drei Nordischen Sportarten! Das weiß jeder engagierte Sportler und auch jeder aufmerksame TV-Zuschauer. Cross-Skating oder Off-Road-Skating ist auch kein Trendsport, stammt nicht aus Finnland und hat mit “nordic” eigentlich gar nichts zu tun, es sind eigentlich fast schon Inkompetenz-Indizien, wenn jemand auch nur davon spricht.
Stimmt es, dass man Cross-Skates mit Langlauf-Skiern vergleichen kann?
Man kann schon, aber der Vergleich hinkt teilweise enorm. Für Cross-Skater ist Skilanglauf eine sportartfremde Aktivität, wenn auch verwandt. Aus Gründen der Verkaufsförderung wird der Vergleich immer wieder leichtfertig von ahnungslosen Verkäufern herangezogen. Andere, meist "Trainer", wagen die unmittelbare Gegenüberstellung, dass der Inline-Skates dem Schlittschuh nachempfunden wurde und daher der Cross-Skate folgerichtig dem Langlaufski entsprechen müsse. Ein fataler Irrtum, der eigentlich auf mangelnde praktische Erfahrung in den Details hinweist! Cross-Skates sind Sportgeräte mit klaren Alleinstellungsmerkmalen, die weit über die Eigenschaften von Inlinern oder Langlaufskiern hinaus gehen. Lediglich der Vergleich von Skirollern mit Langlaufskiern ist legitim, da diese speziell zur Simulation des Skilaufs entwickelt wurden. Cross-Skates sind aber vielseitiger. Als Ganzkörper-Sportgeräte sind sie fast das ganze Jahr einsetzbar und die speziellen Rolleigenschaften, das Cross-Gelände, die Abmessungen und die Bremse der Cross-Skates erfordern eine ganz eigene Fahrtechnik, die aber jedem Skilangläufer zu Gute kommen dürfte, denn im Cross-Skating Sport können mit allen Variationen mehr als 30 Fahrstil-Variationen umgesetzt werden. Cross-Skating ist somit praktisch der Zehnkampf unter den Ganzkörper-Sportarten. So viele Bewegungs-Varianten stehen in keinem Ski-Lehrbuch, wohl aber im Lehrbuch der Deutschen Cross-Skating Akademie. Somit ist Cross-Skating eine lebenslange Herausforderung für jeden anspruchsvollen Sportler und besonders für kompetente Trainer.
Wie ist die Umstellung auf Cross-Skates für Langläufer und Rollskiläufer? Cross-Skating ist eine ideale Vorbereitung auf die Winter-Skisaison. Wer sonst klassisch läuft und zusätzlich gern skaten möchte, kann sich auf Cross-Skates schon Monate lang auf die neue Wintersaison vorbereiten, bevor im Winter wertvolle Urlaubstage dafür herhalten müssen. Routinierte Ski-Skater brauchen sich kaum umzustellen und Rollskifahrer werden vom Komfort, der Haftung und der absolut realistischen Geschwindigkeit begeistert sein (Cross-Skates brauchen im Gegensatz zu Rollskiern keine Dauerbremse). Skating mit Stöcken wird auf festen Boden generell als Nordic-Skating bezeichnet, egal ob mit Inlinern, Rollskiern oder Cross-Skates. Offroad geht es teilweise auch mit Cross-Skirollern, aber besser mit Cross-Skates. Die Lauf-Technik ist nicht ganz exakt die gleiche wie auf Skiern, ist aber in der Grundtechnik noch sehr sehr ähnlich. Wer sich noch zu den Anfängern zählt, kann nach einer kurzen Gewöhnung an Cross-Skates bestätigen: Auf Langlaufskiern und Schnee tut man sich beim Skating-Schritt (oder Schlittschuhschritt) technisch etwas schwerer. Beim Cross-Skating entfällt das Erlernen des Kanteneinsatzes und das Einschätzen des Schnees völlig. Daher kann man sagen: Cross-Skating ist leichter als Skifahren zu erlernen! Die fortgeschrittenen Techniken im Cross-Skating unterscheiden sich teilweise erheblich vom Skilanglauf und sind mitunter sehr anspruchsvoll. Man lernt im Cross-Skating nie aus und kann sich darauf einstellen seine Cross-Skating Technik auch nach Jahren immer noch perfektionieren zu können. Es wird also nie langweilig.
Wie schnell bin ich auf den Cross-Skates unterwegs? Man kann nur schwer allgemeine Angaben zum Tempo machen. Bei flachem Streckenprofil kann man bei männlichen Cross-Skatern (weibliche minus 15 %) etwa von folgendem Dauer-Tempo im Training ausgehen:

Wie viel trainieren Cross-Skater?Sehr unterschiedlich, was den Umfang in einem Jahr betrifft. Gelegenheits Cross-Skater kommen oft auf einige hundert bis tausend Kilometer im Jahr. Rund tausend sollte es aber sein, um einigermaßen im Training zu bleiben. Die meisten Cross-Skater legen, laut der bisher einzigen Umfrage zu diesem Thema, knapp 2000 km pro Jahr auf Cross-Skates zurück, was als ausreichend für eine gute Trainingsgrundlage gilt. Routinierte Cross-Skater kommen auf 3000 bis 4000 und "Viel-Trainierer auf 5000 bis 6000 km im Jahr. Das Engagement ist also sehr verschieden. Wer sich als Fachmann - oder Frau im Cross-Skating ausgibt, besonders, wer als Trainer Geld verdient, darf eigentlich nicht weniger als 2000 km im Jahr aufweisen, um noch als glaubwürdig zu gelten. Die Strecken werden von den Cross-Skatern oft per GPS-Uhr oder GPS-Handy gemessen oder auf Online-Karten nachgemessen. Die einzelnen Trainingseinheiten liegen meist zwischen 6 und 50 km, wobei es durchaus auch kürzer oder länger geht.
Ist man auf Cross-Skates schneller oder langsamer als auf Skating-Skiern?Exakte Untersuchungen stehen noch aus. Aus einer aus Pulswerten hochgerechneten Belastungseinschätzung von einem unserer Redakteure aus dem Jahre 2008, konnte jedoch ein ungefährer Vergleich ermittelt werden. Die Messung bezieht sich auf Renn-Cross-Skates und Renn-Skatingski unter jeweils optimalen Bedingungen. Dabei fällt auf, dass man bei niedrigem Leistungseinsatz (unter 200 Watt) mit Cross-Skates schneller zu sein seit, aber bei höheren Leistungseinsatz (über 250 Watt) die Skating-Ski schneller zu sein scheinen.
Welche Auswirkungen hat Cross-Skating auf den Körper? Wir würden niemals behaupten, dass irgend etwas immer gesund sei, denn jede Wirkung hat immer Nebenwirkungen, oder irgend etwas für jeden sinnvoll sei. Aber in der Praxis haben wir (Cross-Skater, Trainer, Mediziner, Physiotherapeuten u.v.a.m.) viele deutlich positive Wirkungen auf die Gesundheit feststellen können - mit erstaunlich geringen "Nebenwirkungen". Auf jeden Fall bleiben eine ganze Menge positiver Wirkungen übrig. Cross-Skating belastet den gesamten Körper, beugt also einseitigen Belastungen vor. Zudem kann man seinen Stil unterwegs wechseln, mehr die Arme oder die Beine belasten - die Belastung ist sehr abwechslungsreich. Cross-Skating ist genau genommen noch mehr als Triathlon in einer Sportart und orthopädisch sogar noch vorteilhafter. Man kann "spazieren-cross-skaten", ganz langsam mit geringer Belastung oder sich als Leistungssportler extrem hoch und trotzdem schonend belasten. Der Cross-Skating Sport hat ein extrem hohes Potenzial als Zusatztraining von Leistungssportlern anderer Sportarten, da durch die schnelle Regeneration das übrige Training kaum gestört wird, aber trotzdem ungewöhnlich hohe Trainingsreize gesetzt werden können.
Was für die Leistungssporter, für den Breitensportler und sogar zur Vorbeugung für jeden Sportler sehr wichtig ist: Cross-Skatiung ist eine seitensymmetrische Sportart die mit dem richtigen Trainingsprogramm muskuläre Dysbalancen kaum aufkommen lässt und sie sogar beseitigen kann. Das ist bei Bewegungssportarten recht selten.
Tatsache ist, dass der Energie- und Sauerstoffverbrauch beim Cross-Skating enorm ist, das wurde vom Redaktionsteam über Energieverbrauchsmessungen in den Jahren 2006 und 2009 belegt. Nur beim Skilanglauf wird, laut älteren Angaben in der Literatur, ähnlich viel Energie verbraucht. Diesen Angaben liegt aber noch der klassische Skilanglaufstil zu Grunde. Skating, auf Schnee wie auch auf festem Untergrund, erzeugt nachweislich noch höhere Energieumsätze. Zum Abnehmen ist Cross-Skating also ebenso ideal geeignet, wie auch für intensive Trainingsreize, sofern man erst einmal richtig in den Sport eingestiegen ist. Als "Idealer Sport für Übergewichtige", bezeichnen aber nur Ahnungslose unseren Sport, man beachte nur die bisher aufgeführten Einschränkungen, die leider auf Übergewichtige häufiger zutreffen.
Aber Vorsicht: Gerade Untrainierte dürfen die Belastung am Anfang nur langsam steigern. Zwar würde ich nie behaupten, dass allein durch den Stockeinsatz 40 % mehr Energie verbraucht wird (dies wird oft vom Nordic-Walking und Nordic-Blading, ebenso leichtfertig wie falsch, behauptet), aber zwischen 5 % beim Einsteiger und 12-15 % bei guten Technikern wird durchaus der Energiebedarf höher liegen als beim schnellen (!) Rad- oder Lauftraining. Diese Mehrleistung muss aber das Herz-Kreislaufsystem erst einmal bewältigen! Sogar Leistungssportler wundern sich über den hohen Dauerpuls den sie mühelos beim Cross-Skating durchhalten. Anfänger müssen aber 6 bis 10 Wochen der Anpassung berücksichtigen, bevor sie sich auf Cross-Skates voll anstrengen dürfen. Einsteiger sollten sich am Besten von einem kompetenten Trainer beraten lassen.
Vom körperlichen Nutzen einmal abgesehen: die Bewegung des Cross-Skatings an sich und die "exotische" Art der Fortbewegung machen einfach riesigen Spaß. Man kann sich umweltfreundlich in der Natur bewegen und es tut auch der Seele gut!
Worauf beruhen die weiteren Wirkungen des Nordic Cross-Skating Trainings? Um die folgenden Aussagen völlig nachvollziehen zu können, muss man eigentlich selbst schon einmal Cross-Skating ausprobiert haben. Denn nach dem Cross-Skating-Training stellt man fest, dass man sich davon unglaublich schnell erholt auch wenn man sich dabei sehr ins Zeug gelegt hat. Zunächst einmal verteilt sich die Belastung auf praktisch alle Hauptmuskelgruppen, es werden also nicht nur wenige Muskeln völlig ausgelutscht. So kann man eine enorm hohe Gesamtbelastung aushalten, ohne sich wirklich zu überlasten. Herz-Kreislauf-Patienten sollten sich aber genau aus diesem Grund strikt an die Vorgaben ihres behandelnden Arztes halten. Zudem gibt es beim Cross-Skating keine größeren nachgebenden Bewegungen, wie sie beispielsweise beim Joggen oder Ballsport auftreten und dort Mirkomuskelrisse (= Muskelkater) verursachen können.
Es überwiegen im Cross-Skating Sport gut kontrollierbare langsame Kraftausdauerbewegungen die besonders schonend sind, weil keine unvorteilhaften Rumpfbewegungen durchgeführt oder extreme Gelenkwinkel eingenommen werden. Anfänger sollten allerdings unter fachkundiger Anleitung überprüfen lassen, ob sie sich nicht aus Unsicherheit in einer unvorteilhaften Haltung bewegen, die dann nach einer Weile dann eben doch wehtun kann. Cross-Skating muss zwar erlernt werden, es geht aber recht schnell, weil Cross-Skating im Fitnessbereich nur höchstens mittlere Anforderungen an die Koordination stellt. Deswegen ist Cross-Skating sicher, man fährt entspannter, verletzungsärmer und angstfreier. Dies und auch der Spaß, der beim Cross-Skating sehr schnell aufkommt, sind Faktoren, die bei der Trainingswirksamkeit nicht außer acht gelassen werden dürfen. Man ist dann einfach aus purer Bewegungslust häufiger oder länger unterwegs.
Es kommen noch weitere, ganz cross-skating-typische, Eigenschaften hinzu: Beim fortgeschrittenen Cross-Skating kann man mit ganz cross-skating-eigenen Techniken sogar noch mehr Muskelgruppen und damit noch intensiver trainieren als beim Skilanglauf. Die eingenommenen Gelenkwinkel sind sogar schonender als beim Skilanglauf. Da man sich beim Cross-Skating nicht auf die Skienden treten kann, bewegt man die Beine etwas mehr unter dem Körper und muss bei jedem Schritt weniger in die "Grätsche" gehen. Die Kniegelenke, die Hüftgelenke und auch die Balance profitieren davon.
Noch ein ganz anderer Effekt begründet wahrscheinlich die erstaunlichen Wirkungen des Cross-Skating auf andere Sportarten und auf das allgemeine Wohlbefinden. Abfahrts-Skifahrer und RaHa-Patienten kennen schon seit längerem das Training auf Rüttelplatten. Diese sind jetzt durch neue Vertriebswege wieder in Mode gekommen und setzen sich vor allem durch als zeitsparendes Training für Leute durch, die kaum bereit oder in der Lage sind wirklich zu trainieren. Mountainbiker kennen ebenfalls den beinahe unerklärlichen Kraftzuwachs durch harte Downhill-Trails. Beim Cross-Skating im Gelände, auf rauen Wegen und auf Schotterpassagen, nutzt man diesen Rütteleffekt auf ideale Weise.
Das Knie lernt die minimalen Stöße des Geländes zu koordinieren und wird im orthopädischen Sinne stabiler. Die Muskulatur reagiert auf diese Arbeit mit stärkerer Durchblutung und höherem Kraftzuwachs als beim "vibrationsfreien" Training. Auch die Knochendichte und die Festigkeit des Bindegewebes profitieren vom Rütteltraining, das beim Cross-Skating im rauen Gelände immer automatisch enthalten ist.
Der Sauerstoffumsatz und Energieverbrauch ist durch Cross-Skating im Extrembereich so weit maximierbar, dass sogar hochtrainierte Sportler aus anderen Sportarten nach nur einer Stunde auf Cross-Skates schon ein massives Hungergefühl und einen enormen Durst entwickeln können. Die Balance wird beim Cross-Skaten unter stärker wechselnden und dennoch kontrollierbaren Bedingungen breiter geschult, als dies beim Skilanglauf der Fall ist. Dies alles trainieren wir ganz selbstverständlich, wenn wir im wechselndem Gelände cross-skaten. Es ist nicht sicher, ob der Nutzen des Cross-Skating-Trainings jemals in beweisbare Zahlen gefasst werden kann. Aber wer erst einmal ein regelmäßiges Training auf Cross-Skates begonnen hat, wird auch ohne solche Zahlen davon überzeugt sein ein wirklich hocheffizientes und Spaß betontes Training für sich entdeckt zu haben.
Was brauche ich zum Cross-Skaten?
Wie viele Cross-Skater gibt es? Das ist schwer zu sagen. Mindestens 50 bis 100 Mal im Jahr zu skaten, darf man schon als "akitv" bezeichnen, aber das sind auch heute (Stand 2016) nicht viel mehr als 1000 Aktive in Deutschland. Wenn man die gelegentlich aktiven Cross-Skater dazu zählt, die etwa zwischen 20 und 50 Mal im Jahr fahren, ist die Zahl etwa doppelt so groß. Es ist also nicht sehr wahrscheinlich unterwegs Cross-Skater zu treffen. Es gibt also in Deutschland (Stand 2016)...
knapp 1000 Aktive
etwa 1000 Weniger-Aktive und
mehr als 80.000 weitere Besitzer von Cross-Skates, die aber offenbar inaktiv sind.
Die folgenden Zahlen passen aber nicht dazu:
Angeblich gibt es mehr als 800 Cross-Skate Händler in Deutschland, die sich gerne als "Fachhändler" bezeichnen, also als Spezialisten.
Weiterhin wurde schon 2007 von mehr als 1000 "lizenzierten" Trainern (also mehr als Aktive!) gesprochen. Echte Profi-Trainer bestehen deswegen inzwischen darauf, das leidige "Lizenziert" wegzulassen.
Wer die Zahl der Cross-Skater vergrößern möchte, macht den Sport in seinem Bekanntenkreis und seiner Umgebung bekannt und/oder bietet Cross-Skating Treffs an und macht Veranstaltungen für Cross-Skater. Interessenten auf dieses Magazin hinzuweisen kann sicher auch nicht schaden.
Brauche ich unbedingt einen Kurs um Cross-Skating zu erlernen?Unbedingt nicht, vor allem muss der Aussage "ein Grundkurs, ist ein Muss", muss heftigst widersprochen werden. Wer das einfach behauptet, will meistens nur in Foren billige Werbung für seine eigenen Kurse machen, ohne mit Fachkenntnissen zu überzeugen. Man weiß ja nichts über das Talent des Fragenden und an wen er im schlimmsten Fall bei seinem Trainer gerät. Es gibt nämlich komplett unqualifizierte "Trainer", die sich nach wenigen Stunden auf irgendwelchen Veranstaltungen zum Trainer krönen lassen, ohne eigene Fähigkeiten unter Beweis stellen zu müssen. Es gibt sogar "Trainer" dieser Art, die hauptberuflich im Rotlichtmilieu arbeiten. Da sind oft Normal talentierte besser dran es mit etwas Recherche auf eigene Faust mit dem Cross-Skaten zu versuchen (oder sich einen wirklich guten Trainer suchen). Ebenso falsch wäre es aber auch, prinzipiell zu empfehlen, dass man sich einen Kurs sparen kann. Macher, der sich selbst ziemlich gut einschätzt, schreibt oft in manchem Forum wie problemlos er es gelernt hat, es ganz leicht sei und man es "einfach" selbst versuchen könne. Wer den Sport für einfach hält, unterschätzt ihn und bedarf vielleicht einer objektiveren Kontrolle seiner Fähigkeiten. Die Ansprüche an den Sportler sind etwa mittel, also weder leicht noch schwer, aber erlernbar. Ein niedriges Niveau, dass zu Vorankommen genügt haben die meisten nach etwas Üben von alleine. Das Üben kann man systematisch selbst machen, wenn man weiß wie es geht oder es kann ein Trainer helfen (wenn er weiß, wie es geht). Gute Grundmotorik ist die Voraussetzung eine Sportart überhaupt ausüben zu können und die kann man auch verschiedenen Wegen erreichen. Ein wirklich guter Trainer kann den Weg erheblich abkürzen, aber auch nach einigen Stunden Übungen mit einem schlechten Trainer wird man besser, aber vor allem, weil man einige Stunden geübt hat und weniger, weil es der Verdienst eines "Trainers" ist. Wer wirklich weiter kommen möchte und die speziellen Cross-Skating Techniken erlernen möchte, kommt aber kaum an professioneller Betreuung vorbei. Fragen Sie ihren Trainer ruhig nach seiner Ausbildung und Berufserfahrung als Trainer sowie nach seiner sportlichen Vergangenheit. Kleine "Scheinchen" von Produkherstellern oder sportartfremden(!) Verbänden sind leider immer noch kein gutes Zeugnis für Trainer. Ein gute Fang-Frage ist immer die, ob der Trainer auch Dreipunkttechniken, Permanentschub und Triple-Push unterrichtet und vorzeigen kann. Sollten Ausreden kommen oder auch ein Abtun, nach dem Motto "die Techniken sind eigentlich nur...", vergessen Sie den Trainer, denn diese spezifischen Techniken muss ein guter Trainer kennen und hinbekommen. Ja, es stimmt und wir haben es auch schon selbst oft erlebt, es gibt Talente, die fahren auf Anhieb besser und sicherer als ein großer Teil derer, die Grundkurse und besonders Skikekurse anbieten, aber diese Talente sollten sich auch nicht überschätzten, denn sie spezifischen Techniken bringt sich niemand selbst bei. Und vom eigenen Talent auf andere zu schließen und daraus abgeleitet allgemeingültige Rastschläge zu erteilen sind die schlechtesten Ratschläge überhaupt.
Kann ich mit Cross-Skates im Gelände fahren?
Nicht ab Anhieb! Vorkenntnisse in ähnlichen Sportarten verbessern zwar das Selbstbewusstsein, helfen aber anfangs trotzdem nicht allzu viel weiter, wenn es darum geht die spezielle Cross-Skating Technik zu erlernen, die man aber unbedingt benötigt, um auf rauem, tiefen oder weichem Gelände zu fahren. Man kann mit Cross-Skates zwar etwas "off-road" fahren, aber der Begriff "cross" wird oft zu großzügig ausgelegt. Man kann mit technischer Übung und körperlicher Fitness, so weit ins Gelände fahren wie es eben 15 bis 20 cm große Räder zulassen. Das geht zwar kaum über feste Waldwege oder einen Parkweg hinaus, verschafft aber rund 5-fach mehr Möglichkeiten, wenn es um die Auswahl von Wegen geht, als die Bindung an gute Asphaltstrecken auch die Inliner und Skiroller angewiesen sind. Je anspruchsvoller der Boden, desto größer und breiter sollten die Räder sein, was allerdings auch wieder mehr wiegt. Ein kurzer Radstand oder eine Klappbindung verschlechtern die Fahreigenschaften und die Fahrsicherheit im Gelände. Wer also vermehrt off-road fahren möchte verzichtet auf jede Art von Klappmechanismus und kauft sich besser Cross-Skates mit relativ langem Radstand.
Welche Kleidung ziehe ich zum Cross-Skating an? Atmungsaktive Sportkleidung, denn auf Grund deines hohen Energieverbrauchs beim Cross-Skating, wird du sonst völlig durch schwitzen. Wenn in schwierigem Gelände oder auf starken Gefällestrecken gefahren wird, können Protektoren und ein Helm nützlich sein. Wenn man im Flachland fährt, sind Handschuhe (im Sommer: fingerspitzenfreie Handschuhe) als Schutzkleidung meist ausreichend. Für Cross-Skaten mit eignen Schuhen gilt: Das Schuhwerk sollte eine schmale Vollgummisohle haben ohne Fersendämpfung haben und so flach wie möglich bauen.
Welche Schuhe benutzt man auf schuhlosen Cross-Skates? Grundsätzlich haben sich auf Cross-Skates für eigene Schuhe flach gebaute leichte (!) Sportschuhe als die geeignetsten Schuhe herausgestellt. Chucks, Sneakers, Segelschuhe oder Hallensportschuhe vermitteln ein besseres Gefühl als Laufschuhe (die weiche Trittdämpfung nimmt das Skategefühl), Wanderschuhe (schwer und ziemlich hoher Stand) oder Skischuhe (im Sommer!).
Speziell für den, nicht mehr erhältlichen, "Klassiker" Skike V07 gilt: Schuhbreite hinten maximal 85 mm (minimal 70 mm), vorn maximal 120 mm breit. Die Schuhsohle darf nicht länger als 338 mm lang sein, sonst passt sie nicht mehr auf den Rahmen. Das entspricht dann etwa Schuhgröße 48,5. Eine Stelle am Bein muss vom Schuh, mit der Hose, mit langen Socken oder mit Sporttape, bedeckt sein. Wenn man barfuß auf dem Boden steht befindet sie sich die kritische Stelle in etwa 20 cm Höhe auf der Unterschenkelrückseite (etwa oberer Achillessehnenansatz). Dort entsteht beim Cross-Skating mit dem Skike V07 etwas Reibung. Die Nachfolgemodelle vx Solo, vx Twin und V07 Plus, lassen nur eine knappe Schuhgröße kleiner zu, weil sie weniger Platz bieten. Leider fixieren die neueren Modelle die Ferse seitlich nicht besonders gut. Der V07 wird aber leider nicht mehr gebaut und die Restposten der letzten neuwertigen Modelle sind seit Mitte 2014 vom Markt verschwunden sein. Danach kamen nur noch Modelle mit labiler Schuhfixierung von diesem Hersteller auf den Markt.
Ähnliches gilt für Fleet Skates, die aber dem Schuh einen etwas besseren Halt vermitteln und weniger Reibung an der Wade verursachen. Die aktuellen Modelle von Skike (ab 2011) sind im Schuhbereich noch enger geworden und reichen nur noch etwa bis Schuhgröße 47.
Auf den SRB XRS03 passen Schuhe bis etwa Größe 49/50, der SRB XRS02 / XRS06 verkraftet sogar Schuhe bis mindestens Schuhgröße 52. Der SRB XRS 07 ist leider auf etwa Schuhgröße 44 limitiert.
Der Powerslide XC Skeleton und XC Skeleton lite kann bis etwa Schuhgröße 50 benutzt werden, die Schuh müssen aber wegen des Schafts ("Cuff") Halbschuhe sein und in der Sohle sehr schmal. Geeignet für den Powerslide XC Skeleton sind nur Schuhe mit einer maximalen Absatzbreite von 76 mm (Modell in Größe S) bzw. 82 mm (Modell in Größe L). Das "Gelkissen" das bei neueren Modellen ab 2015 unter dem Schuhabsatz platziert ist, sollte (einschließlich Schnellverstellungsschraube) schnellstmöglich entfernt werden.
Alle Cross-Skates mit fest montierten Schuhen sollte man mit bequemen und reibungsarmen Socken fahren.
Da Stöcke mit scharfen Metallspitzen benutzt werden sollte man als Augenschutz eine Brille tragen, sobald man mit mehreren Personen unterwegs ist.
Wie und wo kann ich Cross-Skating lernen?
In alteingesessenen Fachgeschäften wie dem Cross-Skate-Shop im Rhein-Main-Gebiet, aber natürlich auch bei anderen umfassend ausgebildeten professionellen Cross-Skating-Trainern. Wer es sich zutraut, kommt aber manchmal auch gut allein auf Cross-Skates weiter, denn cross-skaten ist relativ ungefährlich und man stürzt nicht allzu häufig. Cross-Skating ist auch ein Sport für halbwegs begabte Autodidakten - so seriös, das zuzugeben, muss man schon sein! Ein wenig gewarnt werden muss nämlich vor Trainern, die diese Bezeichnung nicht verdienen, weil sie in Blitz-Seminaren von wenigen Stunden zum Trainer gekrönt wurden. Leider kommt besonders oft aus diesen Kreisen die sehr dringliche "Empfehlung", dass man unbedingt einen Einsteigerkurs machen sollte, damit man es "richtig" macht (Panikmache und dann die käufliche Lösung - billige Masche in vielen Foren!). Angesichts dessen, dass es fast ebenso viele so genannte Trainer wie auch Nicht-Trainer (normale Cross-Skater) gibt, ist leicht nachvollziehbar warum diese Empfehlung in erster Linie ausgesprochen wird. Es im Zweifelsfall es, mit etwas Geduld, selbst zu versuchen, ist weit weniger "falsch" als den meisten Anfängern eingeredet werden soll. Seit 2007 hat sich die Qualität der Trainerausbildung extrem auseinander differenziert. Die eine Richtung zielte darauf Interessenten schnellstmöglich mit einem (werbewirksamen und verkaufsfördernden) "Schein" auszustatten, die andere Linie zielte schon seit 2005 auf Fachqualifikation und reine Förderung und Entwicklung des Sports. Die zweitgenannten Ausbildungen sind aufwändiger und dauern natürlich länger und haben daher erheblich weniger, aber deutlich qualifiziertere Fachkräfte hervorgebracht (C-Trainer = "Tour-Guides", B-Trainer = "Cross-Skating Trainer" und A-Trainer = "Cross-Skating Lehrer"). Leider werden inzwischen alle hochwertigen Begriffe schon wieder plagiatiert, also bitte immer genau nachfragen.
Welche Cross-Skates gibt es? Die ersten Cross-Skater wurde von heute unbekannten Herstellern etwa 1895 gebaut, noch lange bevor der Skilanglaufsport oder das Inlineskating poplär wurde.
Grundsätzlich gibt es zwei Bauarten, nämlich Cross-Skates mit montierten Schuhen und Cross-Skates für eigene Schuhe. Das Sportgerät Cross-Skate hat immer eine fixierte Ferse und Luftreifen. Mit Cross-Skirollern und Cross-Inlinern kann man zwar auch den Sport Cross-Skating betreiben, aber sie unterscheiden sich dadurch, dass Sie entweder eine Skibindung (Skiroller) aufweisen oder man hoch über den Rädern (Inliner) statt tief zwischen den Rädern (Cross-Skate) steht. Außerdem sind die Luftreifen ein Erkennungszeichen der Cross-Skates. Der gelegentliche Einbau einer Klappmechanik in früheren Jahren hat sich als Flop erwiesen, weil es dadurch nicht möglich wird damit "klassischen Skilanglauf" zu betreiben, sondern lediglich die Geländetauglichkeit und die Fahrsicherheit leiden. Definitiongemäß sind solche Skates auch keine Cross-Skates mehr, die aus Sicherheitsgünden solche Umbauten auschließen. Spezielle Skiroller, die einen Fersenhochgang ermöglichen es den klassichen Langlaufstil zu 50 bis 70 % simulieren, diese haben dann kleine Vollgummräder (nur auf Asphalt fahrbar), haben meist keine Bremse, sind oft 75 cm lang und sind nicht leicht zu fahren. Cross-Skates kann man nicht auf "skiähnliche" Eigenschaften umbauen. Das ist auch nicht sinnvoll, weil es den Einsatzbereich und die Sicherheit sehr einschränkt und man damit viel weniger trainieren würden.
Auch der Austausch der Luftreifen das Cross-Skates gegen Plastikräder führt dazu, dass der Skate dann kein Cross-Skate ist, bestenfalls ein "Nordic-Skate", dann natürlich mit schlechterer Bodenhaftung und Bremswirkung und fehlender Geländetauglichkeit.
Am längsten war der Trailskate der Firma Gateskate auf dem Markt, der 1977 auf zum ersten mal verkauft wurde und besonders seit 1990 deutlich weiter entwickelt wurde, aber dessen Produktion 2012 leider eingestellt wurde. Der Trailskate war der erste in Großserie hergestellte "Fat-Tyre-Skate", da er auf zwei Zoll breiten 8 Zoll-Reifen rollte.
1999 kam eine Art Cross-Inliner von Rollerblade, der Coyote, der aber auch nur noch vereinzelt gebraucht zu haben ist. Diese Bauweise ist genau genommen eigentlich kein Cross-Skate, sondern ein Cross-Inliner.
2004 kam der Skike V03 bis V07 auf den Markt, der bis 2011 fast unverändert gebaut wurde und der sich zunächst durch das Engagement das Cross-Skate-Shops ganz erheblich verbreitet hat. Seit 2012 verschwindet der V07 aber wieder vom Markt, da seitdem nur noch Restbestände verkauft werden. Die neueren Modelle setzten sich nur zögernd durch, da ein erheblicher Teil der früheren Händler vom Hersteller selbst vom Markt verdrängt wurde und modernere Konkurrenzprodukte auf den Markt kamen. Seit 2014 gilt der V07 praktisch als ausgestorben.
2005 kamen die Cross-Skates der Firma Powerslide, des inzwischen größten Herstellers von Cross-Skates, auf den Markt, der auch die breiteste Angebotspalette hat. Modelle wie Trainer, Trail, Path und Skeleton, haben sich einen tendenziell positiven Ruf in der Szene verschafft. Ab 2012 hat Powersldie auch die Cross-Inliner wieder aufleben lassen und vermarktet seitdem einige dieser Modelle.
2007 schob der Hersteller Skike noch den Skike S mit 5-Zoll kleinen Rädern nach, der aber auf dem Markt floppte, weil das Modell auch für Kinder nicht hoch genug belastbar war.
2011 kamen die Fleet Skates der Firma Boss auf den Markt, die den Skikes zwar äußerlich sehr ähneln, aber etwas robuster gebaut waren. Seit 2014 hörte man weniger davon und er wurden seitdem nur noch Restposten dieses einzigen Modells verkauft.
Und 2012 ist schließlich noch der Skiroller-Hersteller SRB mit dem Modell XRS02 und XRS03 in den freien Cross-Skate Markt eingestiegen. Durch das richtige Konzept und überzeugende Qualität gehörten die SRB Cross-Skates schnell zu den beliebtesten auf dem Markt, sowohl bei Könnern, wie auch bei Anfängern. 2015 griff SRB das Konzept des "Fat-Tyre-Skates" auf und stellt seitdem mit dem XRS06 einen erstaunlich geländetauglichen Cross-Skate auf dicken 8-Zoll Reifen her.
Sinnvoll ist es, Modelle mit zwei Wadenbremsen zu bevorzugen oder sie mit einer zweiten Bremse auszurüsten. Das Prinzip der Wadenbremse ist für einen sicheren Fahrstil unverzichtbar. Aus der Unterrichtspraxis kann immer wieder bestätigt werden, dass das Bremsen mit den meisten anderen Bremssystemen (z.B. durch Schienbeindruck oder Handbremshebel) sehr gewöhnungsbedürftig ist und gerade Anfänger schnell überfordert. Bremsen mit Wadenbremsen oder Rückfallbremsen macht den meisten Anfängern schon nach kurzer Zeit richtig Spaß, weil man eine zuverlässige und starke Bremswirkung erzielt. Die mögliche Bremswirkung ist beinahe so stark wie die eines Fahrrades.
Welche Cross-Skates sind besser oder sportlicher, mit oder ohne festen Schuh? Eine häufige Frage und leidiges Thema, das früher grundsätzlich von Skike-Händlern mit Skikes und von Powerslide-Händlern mit Powerslides diskutiert wurde. Es gibt natürlich auch noch andere Cross-Skate Hersteller, wie SRB oder Fleet Skates, weswegen man diese Frage aktuell (Stand Anfang 2016) mit "XRS02, XRS03 oder XRS06 von SRB" beantworten muss - die momentan der ausgereiftesten und sportlichsten unter den Serien-Cross-Skates sind. Wer einen Schuh vom Inlineskating gewohnt ist oder ihn aus orthopädischen Gründen braucht (vorher anprobieren), ist oft mit Powerslides mit festem Schuh besser dran, wer den Vorteil der freien Schuhwahl höher ansetzt, wird entweder den SRB XRS02 / XRS03/XRS06, den Powerslide XC Skeleton oder den alten Skike V07 (als Tuning Version "Rockskate") bevorzugen. Der aktuelle Top-Cross-Skate mit montiertem Schuh ist der Powerslide XC Path.
Die manchmal gelesene Pauschalbehauptung, Cross-Skates mit fest montiertem Schuh seien die "sportlicheren" Skates ist nicht grundsätzlich richtig. Besonders der Powerslide XC Skeleton und der SRB XRS02 / XRS03 / XRS06 geben enormen Halt und sicheren Stand. Skates für eigene Schuhe sind aber auch nicht unbedingt immer stabil, da der Schuh gut passen muss und auch die Schuhpolsterung nachgiebig ist. Bei Skates ohne eigene Schuhe muss für einen Gewichtsvergleich immer der eigene Schuh mit gewogen werden. Wer die Fahrdynamik des Cross-Skating Sports verstanden hat, weiß die Vorzüge des tieferen Schwerpunktes eines Cross-Skates zu schätzen und wird auch tendenziell längere Skates bevorzugen. Die Firmen Powerslide und SRB haben sich jedoch den sportlichen Entwicklungen unseres Sports gegenüber als deutlich aufgeschlossener gezeigt und senkten die Standhöhe ihrer Cross-Skates deutlich ab, womit sie langfristig tatsächlich wieder sportlicher werden, weil sie eine "verwegenere" Fahrweise zulassen. Fahrer unter 90 kg sollten eher Cross-Skates bevorzugen, die weniger als 2,4 kg/Stück wiegen, weil der Fahrstil sonst etwas zu plump wird.
Ist die Fahrtechnik wie beim Skiskating, Eisschnelllauf oder Inlineskating? Der Skatingschritt auf den anderen Sportgeräten ist ähnlich, aber nicht identisch. Skiskater, Eisskater und Inlineskater kommen aber mit den Cross-Skates zunächst klar, die Gesamtbewegung mit den Stöcken wird nur den Skiläufern vertraut vorkommen. Es gibt aber spezielle Techniken auf Cross-Skates, die das Fahren sicherer machen und ein geländetaugliches Fahren erst angenehm machen. Diese Techniken kann man dann leider weder auf Skiern und Inlinern lernen und sie erfordern unbedingt Praxis auf Cross-Skates. Nicht umsonst gibt es schon jetzt rund dreimal so viele sinnvolle Fortbewegungstechniken, als beispielsweise in den Skilehrbüchern erwähnt werden. Interessante Parallelen gibt es jedoch zum Nordic-Iceskating (mit Stöcken auf Natureis).
Natürlich haben Vorkenntnisse oft Vorteile, sie dürfen aber bei der praktischen Ausübung des Cross-Skatings oder im Unterricht nie zum Vorurteil werden, sonst öffnet sich im Kopf die "das ist genau wie"-Schublade und die Eigenheiten des Cross-Skatings werden langsamer erlernt. Cross-Skating ist sportlich und technisch vielseitiger als die Einzelsportarten Skilanglauf, Rollskilauf, Inlineskating oder Nordic-Inline-Skating. Daher wäre es eine didaktische Sackgasse, die Ganzjahres-Multi-Ausdauersportart Cross-Skating einer dieser erheblich eingeschränkteren Sportarten "unterzuordnen". Es ist in der Praxis oft umgekehrt, dass die anderen Sportarten von uns "Ganz-Jahres-Cross-Skatern" nur zu bestimmten Jahreszeiten oder auf bestimmtem Untergrund (z.B. Schnee oder Asphalt) als Ergänzungs- oder Ausweichlösung ausgeübt werden. Also werden diese anderen Sportarten bereits als sportliche "Untermenge" des Cross-Skating Sports gehandhabt.
Ist es mit den Stöcken leichter, weil man sich abstützen kann? Nein, niemals auch nur daran denken, sich mit den zerbrechlichen Stöcken abzustützen! Dies kann zu gefährlichen Unfällen führen. Auch sollen hier die völlig unfachmännischen Zitate warnend erwähnt werden die sagen, dass man mit Stöcken leichter das Gleichgewicht halten können oder Stöcke zur Gleichgewichtsschulung beitragen. Oft wird nämlich das genaue Gegenteil beobachtet - die Praxis wieder einmal! Leichter geht es aber auf alle Fälle, was den Antrieb betrifft, denn die Stöcke sind als Antriebsunterstützung gedacht und sehr hilfreich, wenn es einmal schwerer voran geht. Die leicht "stabilisierende" Wirkung des Stockeinsatzes kann man erst richtig genießen, wenn man den Stockeinsatz schon länger geübt hat und sicher auf den Skates steht. Anfangs übt man sinnvollerweise zunächst ohne Stöcke. Klingt vielleicht widersprüchlich, aber es gilt: einfach ausprobieren!
Aber man kann doch sicher Nordic-Walking Stöcke nehmen!? Nein, denn sie sind viel zu kurz. Dann lieber noch eine Weile ohne Stöcke üben, als sich einen schlechten Stil anzugewöhnen oder über die kurzen Stöcke zu stolpern. Cross-Skating Stöcke werden ganze 40 bis 55 Zentimeter länger gewählt.
Welchen Still soll man den nun fahren - 1:2-Skating, 1:1-Skating oder was sonst? Das kommt auf die Situation an. Da wir beim Cross-Skating durch die sehr stark wechselnden Bedingungen immer vor anderen Situationen stehen, sollte man anstreben alle bekannten Techniken zu erlernen und je nach Bedarf anzuwenden. Da wären beispielsweise Schlittschuhschritt, Doppelstockschub, 1:2-Skating und Diagonalskating als Grundtechniken, als Aufbautechnik das 1:1-Skating und - technisch noch anspruchsvoller - das Permanentschub-Skating und die Triple-Push-Technik. Jeweils in Kombination mit der Dreipunkt-Technik ergeben sich schon mehr als doppelt so viele Stile wie beim Skilanglauf. Bereits vielseitig ausgebildete Freizeitsportler sind oft im Stande den als "anstrengend" geltenden 1:1-Skating-Stil über viele Minuten und sogar über Stunden durchzuhalten und den Permanetschub mitunter sehr lange ausdauernd zu fahren. In diesem Magazin stehen weitere interessante Artikel zu diesem Thema. Die Krönung der Stile, da am anstrengendsten, dafür aber am sichersten, ist der Triple-Push, der nur von Fachtrainern ausgebildet wird.
Wie viele Kilometer trainieren die meisten auf Cross-Skates? Was den Jahresumfang betrifft, kommen Gelegenheitsfahrer oft schon auf bis zu 1000 km pro Jahr, engagierte Freizeitsportler auf rund 1000 bis 3000 km im Jahr und die Spezialisten sind sogar 5000 bis 8000 km im Jahr unterwegs. Bei einem Trainingstempo von durchschnittlich 10 bis 18 km/h kann man sich den Zeitaufwand ausrechnen. Anfängern genügen oft einzelne Trainingsetappen von 5 bis 10 km, die meisten Freizeitsportler ziehen beim normalen Training zwischen 10 und 20 km Länge vor und die "Freaks" planen oft Trainingseinheiten von 15 bis 40 km, aber gelegentlich auch 60 km oder bis über 100 km ein.
Wer als "Profi" in der Szene unterwegs ist, dem sei es erlaubt, nur falls er einmal verletzt sein sollte, nur 2500 km pro Saison zu fahren, schon allein wegen seiner beruflichen Glaubwürdigkeit.
Wie lange muss man üben, um einen perfekten Stil zu erlagen? Wie viel Erfarhung brauchen Cross-Skatng Trainer? Diese Frage konnten wir selbst lange Zeit nicht beantworten und es fällt auch jetzt noch schwer dies genauer zu sagen. Nach Konsultation eines Lernpychologe und vergleichen mit anderen Lernprozessen, kann man aber davon ausgehen, dass mindestens 60.000 bis 90.000 km reines Cross-Skating Training notwendig sind um sich eine “Perfektion” auch nur anzunähern, also rund 20 Jahre für die Meisten. Reine Kilometerleistung zählt dabei aber nicht, besonders die schnellen Absolventen langer Strecken, die dadurch hohe Jahreumfänge erreichen, könnten sich zu schnell der Illusion von “Perfektion” hingeben. Das “Wie” ist entscheidend, also die Qualität des Übens. Langsame Cross-Skater sind deswegen mit 60.000 km schon deutlich weiter als schnellere Cross-Skater. Um die Cross-Skating Sport überhaupt angmessen beurteilen zu können muss man mindesten 5 km bis 20 km hinter sich bringen. Für eine ausreichdende Bewegungssicherheit zum “Loslegen” stellt sich oft zwischen 15 und 60 km ein. Die Grundlage (auf Asphalt erlangt) um auch einige Kilometer auf festen Waldwegen zu fahren, liegt oft zwischen 100 und 300 km, daran arbeitet man danach aber noch lebenslang weiter. Überwiegend sicher fühlen viele ab 1000 bis 2000 km Erfahrung, dann kann man gezielt alle abbauenden Techniken erlernen oder spezielle Cross-Techniken verfeinern.. Bei einer Umfrage uner Cross-Skatern, die Anfang 2015 ausgewertet wurde, wurde im Mittel eine Erfahrung von 5000 km gefordet, die ein Trainer als mindeste Erfahrung auf Cross-Skates mitbringen sollte. Wir sind der Ansicht, dass das für Grundausbildungen zwar ausreicht, aber besonders die “Aufbaukurse” mindestens die doppelte Erfahrung erfordern, da man mit 5000 km Erfahrunng die fortgeschrittenen Bewegungstechniken selbst noch nicht sehr routiniert anwenden kann. Perfektionisten fordern zwar auch von Trainern “Perfektion” (sprich: rund 75.000 km Erfahrung), aber bis heute (2016) hat noch kein Cross-Skater diesen Erfahrungsumfan.
Gibt es Wettkämpfe im Cross-Skating oder schon einen Verband?Ja, Wettkämpfe gibt es, wenn auch nicht viele. Um die oft hemmende Bürokratie zu umgehen, werden noch die meisten Veranstaltungen inoffiziell ausgetragen. Man trifft sich dann zu "Trainingswettkämpfen" auf vermessener, aber nicht gesperrter Strecke und fährt eigenverantwortlich um die Wette. Im Rahmen anderer Veranstaltungen, wie Volksläufen, gibt es zunehmend auch einmal eine Cross-Skating Startgruppen. Auch hier gibt es großen Aufholbedarf. Ob dafür ein Verband unbedingt notwendig ist, darf selbstverständlich bezweifelt werden. Ein unabhängiger Verband ist sehr wertvoll für den Cross-Skating Sport und es gibt ihn faktisch auch schon seit 2005, doch er arbeitet seitdem fast völlig im Hintergrund, nennt sich erst seit 2007 "Verband" und wurde ausdrücklich als GbR ohne kommerzielle Ziele eingerichtet. Falls der Cross-Skating Sport aber einer etablierten Sportart "untergeordnet" werden soll oder darf, ohne seine Alleinstellungsmerkmale zu verlieren, muss ebenfalls stark hinterfragt werden, weil er ja beispielsweise eindeutig kein Skisport ist. Und ein ständiger Vergleich mit "stärkeren" Sportarten (Mitgliederzahlen, Finanzen und Einfluss) hat bisher immer zu unangemessenen Anpassungserscheinungen der "schwächeren" Sportarten geführt, die dadurch an Identität eingebüßt haben. Bisher fahren wir wohl am Besten uns ehrenamtlich und nicht-kommerziell gut zu organisieren und sportliche Aspekte, wie Fairness und Sicherheit in den Vordergrund zu stellen. Die vom Cross-Skating Magazin initiierte Touren Serie und das Magazin selbst an Brennpunkt für Informationen, können ein Anfang sein.
Wenn jetzt noch mehr Sportler "cross" unterwegs sind, ist das nicht umweltschädlich?Nein, nur bei Leuten, die das so sehen wollen und den wirklichen Tatsachen verschlossen gegenüber stehen. Tatsache ist, wir können mit Cross-Skates gar nicht in tiefes Gelände oder auf sehr weiche Wegen vordringen, wo wir den Boden dann noch mehr "weichtreten" würden. Ein Vorankommen wird so schwierig, dass man frühzeitig einfach nicht mehr weiterfährt, wenn die Böden zu empfindlich werden. Jeder unterdurchschnittlich trainierte Wanderer kann weiter ins Gelände vordringen und selbst er wird dort kaum Schaden anrichten. Unsere mitteleuropäischen Bergdörfer sind also künftig nicht durch von uns verursachte Erdrutsche bedroht.
Ist Cross-Skating im Vergleich zu Inline-Skating das was Mountainbiking im Vergleich zu Rennradfahren ist?Der Vergleich MTB zu Rennrad wird gern im Zusammenhang mit Cross-Skates zu Inliners gezogen und trifft in diesem Zusammenhang viel weniger zu als man denkt (Geländetauglichkeit!). Aber ein anderer Vergleich stimmt viel mehr nämlich, wenn mann das Rennrad mit Rollskilaufen und CS mit MTB gleichsetzt: Fast jeder Rennradfahrer hat deutlich von der Erfundung des MTB profitiert, das Trainig wurde dadurch vielseitiger, abwechsreicher und in der Saison länger, der Vorteil den auch jeder Skilangläufer und sogar Skiroller-Spazialist für sich verbuchen kann, wenn er cross-skatet. Das oft gehörte Argument, dass die fehlende Skibindung beim Cross-Skate, das Skigefühl “versaue” ist etwas eben so schlagkräftig, wie eine aufrechtere Sitzposition auf dem MTB, welche von einer gekrümmteren Haltung auf dem Rennrad entwöhne. Die Umstellung zum anderen Sportgerät geht nach dem X-ten Wechsel innnerhalb von wenigen Minuten und jeder Rennradfahrer, wie auch Rollskiläufer profitiert von den – Dank Abwechslung und Vielseitigkeit – mehr gefahrenen Trainingskilometern auf dem jeweiligen “Cross-Sportgerät” ihrer Sportart.
Woran erkenne ich unseriöse und laienhafte Angebote? Im Internet tummeln sich ja schon so viele und jeder will der Beste sein.Das ist richtig und leider sowohl im Handel, als auch bei den Dienstleistern, oft sogar bei Kursanbietern, der Fall. Fragen sie offen nach dem sportlichen Hintergrund und der Dauer der eigenen Erfahrung und Ausbildung der Anbieters, sofern Sie Wert darauf legen. Eine schlechte Werbung ist es immer, wenn keine glaubhaften Referenzen vorliegen. Doch nur ein Stück Papier über eine Wochenend-Trainerausbildung ist keine Referenz, lediglich Standard-Werbetexte und Bilder der Produkthersteller zu zeigen sind keine Referenzen. Es gibt auch Fettnäpfchen, die Ahnungslose und Trittbrettfahrer eindeutig outen. Beispiele für auffällig verdächtige Falschaussagen (!) sind folgende...
Cross-Skates mit Wadenbremsen bremst man durch Gewichtsverlagerung (falsch, das bewirkt gar nichts!)
"Vorderfußabdruck" (den gibt es speziell beim Cross-Skating nicht, hier hat jemand ahnungslos bei anderen Sportarten abgeschrieben)
Man fällt nach hinten, wenn man die Ferse belastet (vielleicht auf Inlinern, auf Cross-Skates mit korrekt eingestellter Bremse nicht. Fersenbelastung ist typisch und wünschenswert beim Cross-Skating, damit man auch off-road fahren kann und sicherer steht)
Man bremst durch Strecken der Knie (und kann dann nichts mehr ausgleichen - die Knie darf man auf Cross-Skates während der Fahrt niemals strecken!)
Passende Stocklänge = Körpergröße x 0,9 (das soll immer passen? Da macht es sich jemand aber leicht und hat keine Ahnung wie viele Faktoren eine Rolle spielen)
Man steht stabiler, wenn man x-beinig steht (und strapaziert dabei die Gelenke und ermüdet frühzeitig. Wer Cross-Skating so erklärt hat gar keine Grundlagen gelernt)
So (wie auch immer) kann man kilometerlang bergab bremsen (nur halten dies weder die Bremsen, noch die Reifen aus. Wer so etwas schreibt, hat offenbar selbst noch keine 200 Meter am Stück gebremst)
Man kann dauerhaft 25 bis 30 km/h schnell fahren (uns ist noch niemand bekannt, der/die das kann. Die das aber behauptet, ein junges Mädel, soll es uns gern einmal vorführen!)
Ein Kurs ist ein Muss! (Unsinn, wer sich gut informiert, fährt damit besser und billiger als mit einem schlechten Kurs und wer so krampfhaft um Kunden wirbt, gibt oft schlechte Kurse. Bei guten Trainern bringen Kurse natürlich auch etwas.)
So sieht es leider aus, wenn fröhlicher Zweckpotimismus (= Verkaufsförderung) in blanke Lügen umschlägt. Informieren sie sich bitte immer umfassend und fragen Sie nachdrücklich!
Und dann gibt es auch noch Bilder und Videos auf denen sich vermeintliche "Trainer" als eigentlich ahnungslos outen, was die spezielle Cross-Skating Fahrtechnik betrifft. Das wären...
"Hängendes Vorderrad" - in keiner Phase sollte sich das Vorderrad tiefer befinden als das Hinterrad
Übungen in denen das Hinterrad mehr als 10 cm vom Boden angehoben wird - fahrlässig und gefährlich!
Stöcke die nach vorn zeigen - ebenfalls fahrlässig und gefährlich!
Bremsen oder fahren mit gestreckten Knien - fern jeglicher spezifischer Dynamik unseres Sports!
Demonstration oder Empfehlung eines breiten Standes oder breiten Stockeinsatzes - hier ist der "Trainer" offenbar noch selbst Anfänger und unsicher.
Nach außen "schlenzen" des Vorderrades in der Rückholphase des Skating-Schrittes - so nachlässig darf kein Trainer sein, sollte er eigentlich wissen warum...
Sie werden diese FAQ oder Teile daraus in identischer Form oder verdächtig ähnlich auf mehreren Websites und auch in Printerzeugnissen finden. Wir entwickeln unsere Texte jedoch weiter (daher steht im Cross-Skating Magzin immer die "neueste Version") und formulieren sie oft nach neuesten Erkenntnissen um, damit sie immer aktuell sind, daher rühren einige Abweichungen von Texten, die sonst immer noch identisch wären. In ganz offensichtlichen Fällen wurde das hier verwendete Wort "Cross-Skate" einfach nur durch "Skike" oder "Nordic Skate" ersetzt. Unseriöserweise und logischerweise findet man natürlich in keiner dieser illegalen Kopien eine Quellenangabe. Welcher Dieb gibt schon gern zu, dass er klaut? Wir wollen den Sport bekannt mache, aber Klauen kann teuer werden!
Pulsuz fraqment bitdi.