Kitabı oxu: «Cross-Skating Magazin Jahrbuch 2014 - 2. Halbjahr»
Frank Röder
Cross-Skating Magazin Jahrbuch 2014 - 2. Halbjahr
Das Beste aus dem Cross-Skating Sport
Dieses ebook wurde erstellt bei

Inhaltsverzeichnis
Titel
Einleitung
Artikelliste
Vulkanradweg mit Zugabe – von Lauterbach nach Frankfurt
Schuhe für Cross-Skates
Wohin gehen die Cross-Skates Teil 4
Gesichter des Cross-Skating III – Interview mit Frank Röder über einen neuen Cross-Skate
30 Tage im Monat Cross-Skaten?
Begriffe des Cross-Skating Sports (Babylon III)
Bewegungsanalysen beim Cross-Skating – Teil 1
9. Moderner Biathlon in Köln
Deutsche Cross-Skating Meisterschaften in Frankfurt
Die spannendsten Cross-Skating Wettkämpfe - Teil 1
Deutsche Cross-Skating Meisterschaften in Trebur
Die spannendsten Cross-Skating Wettkämpfe – Teil 2
Schwere Sehbehinderung und der Weg zum Cross-Skating – Teil 1
Tour de Rur 2014
Begriffe des Cross-Skating Sports (Babylon IV)
Drei Tage am Stück rund um den Frankfurter Osten
Mulderadweg – Bahntrassenweg bei Aue
Cross-Skating Bilder des Jahres 2014
Neuer ultramoderner Cross-Skate
Cross-Skate des Jahres 2014
Bewegungsanalysen beim Cross-Skating Teil 2
Cross-Skater des Jahres 2014
Trainingspläne für Cross-Skater – Teil 1 – Zielsetzungen
a) What is Cross-Skating?
b) What are Cross-Skates? Informations and facts
c) How to determine the pole length for Cross-Skating?
d) How to train and practise Cross-Skating
Impressum neobooks
Einleitung

Hallo Cross-Skating Szene!
Mit diesem E-Book werden die überarbeiteten Artikel des zweiten Halbjahres 2014 des Cross-Skating Magazins veröffentlicht. Alle im Magazin gekürzten Artikel erscheinen im Jahrbuch in voller Länge.
Die Beteiligung von Co-Autoren erreichte in diesem Halbjahr einen Rekordwert. Daran erkennt man das breite Interesse, die gemachten Erfahrungen beim Cross-Skating zu teilen. Ein angehängter Sonderteil beschäftigt sich mit weiteren englischsprachigen Beiträgen im Cross-Skating Magazins bis 2014. Weitere Artikel in englischer und spanischer Sprache wurden verlinkt. Leider wurde die, dort erwähnte, Artikelreihe über die Europa-Durchquerung nicht vom Gastautor beendet. Man kann aber im Internet aktuell noch erfolgreich weitere Recherchen über diese Tour anstellen. Die Gastautoren schreiben ehrenamtlich und müssen noch Zeit aufwenden, um für ihren Lebensunterhalt zu sorgen.
Da schon 2014 eine deutliche wirtschaftliche Schwächung des Sportartikel-Marktes rund um den Cross-Skating Sport wahrzunehmen war, bekam die Sammlung von Know-How eine noch größere Bedeutung. Das Magazin war bis dato das einzige Medium das Erfahrungen über Cross-Skating journalistisch aufarbeitete und veröffentlichte. Bis zu diesem Jahr hatte sich die mit Abstand größte Know-How Sammlung um dem Cross-Skating Sport etabliert, besonders da ein Portal, das sich scheinbar als direkte Konkurrenz verstand, bis dahin nur mit durchschnittlich vier Kurzartikeln pro Jahr glänzte, die zudem auch noch leicht als aufdringliche Schleichwerbung für eine Handels-GmbH erkennbar war.
Das Magazin arbeitete aber weiter, auch unbeirrt durch unlautere Einflussnahme mancher Charakteren der Sub-Szene, die gerne mit mafiaähnlichen Methoden einschüchtern wollten. Dem ist sich der Journalismus seit je her bewusst, wird doch das Vermitteln von Informationen und das gelegentliche Aufdecken von Missständen als bedrohliche "Übermacht an Wissen" wahrgenommen, zumindest von bildungsfernen Individuen und von Interessentenkreisen die gern viele Personen von unabhängiger Bildung fern halten wollten. Wer sich von Wissen bedroht fühlt, hat oft selbst eine ausgeprägte Bildungslücke oder noch schwerwiegendere Probleme!
Die Stimmung im WWW galt schon damals allgemein als ziemlich "versaut" und Prognosen, wie weit die Foren, asoziale Medien und andere Mittel weiterhin dafür missbraucht werden, sahen Charakteren, wie einen tourettierenden US-Präsidenten und mobbende Populisten-Horden bereits voraus. Dies färbte auch negativ auf die Cross-Skater Szene ab und regte zur asozialen Nachahmung an. Wir hatten schon seit fast fünf Jahren vor dieser vorhersehbaren Entwicklung gewarnt. Das Magazin blieb aber cool und betrieb sein journalistisches Handwerk weiter, wie erlernt. Hier das aufgearbeitete und erweiterte Konzentrat aus dem zweiten Halbjahr 2014.
Frank Röder
Artikelliste
Die Artikelliste am Anfang jedes Jahrbuchs gibt die Historie aller Artikel des Magazins wieder, die jeweils ausgewählten Artikel die daraus für dieses Jahrbuch ausgewählt wurden, sind in der Liste fett hervorgehoben. Die Artikelnummern vor den Kapitelüberschriften sind im Jahrbuch also nicht automatisch fortlaufend, weil nicht alle Artikel des Magazins in den Jahrbüchern veröffentlicht werden. Alle Artikel, auch die hier nicht veröffentlicht sind, können aber online im Cross-Skating Magazin nachgelesen werden. Diese sind allerdings oft regional oder termingebunden und nicht mehr aktuell.
Juli 2014 (8 Artikel)264) Vulkanradweg mit Zugabe – von Lauterbach nach Frankfurt 265) Schuhe für Cross-Skates 266) Wohin gehen die Cross-Skates Teil 4 267) Deutsche Cross-Skating Meisterschaften Cross und Straße 2014 in Hessen – Teil 1 268) Deutsche Cross-Skating Meisterschaften Cross und Straße 2014 in Hessen – Teil 2 269) Test der Cross DM-Strecke in Frankfurt erfolgreich (Preview)270) Gesichter des Cross-Skating III – Interview mit Frank Röder über einen neuen Cross-Skate 271) 30 Tage im Monat Cross-SkatenAugust 2014 (7 Artikel)272) Begriffe des Cross-Skating Sports (Babylon III)273) Bewegungsanalysen beim Cross-Skating – Teil 1274) Cross-Skating Bodenseetour 2014275) Ein heißes Wettkampfwochenende steht uns bevor (Preview)276) 9. Moderner Biathlon in Köln277) Deutsche Cross-Skating Meisterschaften in Frankfurt278) Einladung zur Tour de Rur 2014 (Preview)September 2014 (7 Artikel)279) Die spannendsten Cross-Skating Wettkämpfe Teil 1 280) Deutsche Cross-Skating Meisterschaften in Trebur 281) Einladung zum Reutlinger Herbstbiathlon am 21. September (Preview) 282) Die spannendsten Cross-Skating Wettkämpfe – Teil 2 283) Schwere Sehbehinderung und der Weg zum Cross-Skating – Teil 1 284) Tour de Rur 2014 285) Begriffe des Cross-Skating Sports (Babylon IV) Oktober 2014 (9 Artikel)286) Heißer Herbst 2015 in Groß-Gerau: 3 Tage Aktionen rund um das Cross-Skaten (Preview)287) Einladung zum Wettbewerb Cross-Skating Bilder und Videos des Jahres 2014 288) 3 Tage am Stück rund um den Frankfurter Osten 289) Neue TomTom GPS-Sportuhr – es geht auch elegant – 1. Teil 290) Neue TomTom GPS-Sportuhr – es geht auch elegant – 2. Teil 291) Bergrennen bei Reutlingen am 26. Oktober (Preview) 292) 10 Meilen Nikolaus Staffel in Südhessen 293) Mulderadweg – Bahntrassenweg bei Aue294) Skating-Langlauf Kurswochenende in Klingenthal im Dezember 2014 und Januar 2015 November 2014 (5 Artikel) 295) Cross-Skating Bilder des Jahres 2014296) Neuer ultramoderner Cross-Skate297) Teasi-One² – Hardware Update des Outdoor-Navigationssystems (veralteter Test) 298) Cross-Skate Videos des Jahres 2014 299) Cross-Skating in Madrid (siehe www.total-sports.es)
Dezember 2014 (4 Artikel)300) Cross-Skate des Jahres 2014301) Bewegungsanalysen beim Cross-Skating Teil 2302) Cross-Skater des Jahres 2014303) Trainingspläne für Cross-Skater – Teil 1 – Zielsetzungen
Articles and content in English language a) What is Cross-Skating? b) What are Cross-Skates? Informations and facts c) How to determine the pole length for Cross-Skating? d) How to train and practise Cross-Skating
More articles and content in English and Spanish language…
http://www.cross-skating.de/international-articles/
Vulkanradweg mit Zugabe – von Lauterbach nach Frankfurt
Artikel 264 von Gery More am 1. Juli 2014
Knapp an einer kleinen Sensation schrammte Gerald vor zwei Wochen mit dem 100 km-Split seiner deutlich längeren Tour vorbei. Er verpasste die 6-Stundenmarke nur um 40 Sekunden. Da die Bedingungen nicht optimal waren, dürfen wir davon ausgehen, dass Gerald grundsätzlich dazu in der Lage ist 100 km auf Cross-Skates unter 6 Stunden zu absolvieren, Beweis genug war die „Zwischenzeit auf dieser 117 km langen Tour allemal und 117 km mit einem Schnitt von 16,5 km/h einschließlich 12 Minuten „Stillstand“ sind ein richtiger Kracher! Allein schon für diese wahrscheinlich bisher beste Langstreckenleistung auf Cross-Skates die herzlichste Gratulation von der gesamtem Redaktion des Magazins!
Seit langen wollte ich eine meiner absoluten Lieblingsstrecken mal wieder fahren, den Vulkanradweg. Am Sonntag den 15.6.14 war es mal wieder soweit. Nachdem ich den lieben langen Samstag gefault habe wollte ich am Sonntag von Lauterbach bis Frankfurt fahren. Der Vulkanradweg führt bis Altenstadt bis dahin sind es 76 Kilometer – die Reststrecke bis Frankfurt führt über den Höhenweg nach Oberdorfelden und von dort geht es über Bad Vilbel den Nidda Radweg bis Frankfurt.
Ich hatte keine bestimmte Zeit im Sinn und wollte ursprünglich eine lockere Ausdauereinheit abrollen um mich wieder an die richtige Langstrecke zu gewöhnen. Der Abbruch bei Hagis letztjähriger Tour Reutlingen Bodensee nagt immer noch an meinem Ego.
Bei meinem Ausstieg aus dem Zug traf ich ein nettes Ehepaar das bis Richtung Stockheim unterwegs sein wollte. Da wir denselben Weg hatten möchte ich ein Stück mit ihnen zusammen rollen. Der Mann lehnt das ab und meinte mit den Rädern würde man sich da nur aufhalten.
Zugegeben in Lauterbach hat mir meine Ortskenntnis geholfen aber aus dem Städtchen heraus geht es die ersten Kilometer auch für Radfahrer knackig bergan und mit der direkten Cross-Skater „Übersetzung“ geht es mit etwas Übung ordentlich voran.
Um es kurz zu machen erst nach 10 Kilometer haben die beiden mich überholt. Das hat meinem Ego gut getan. Für meinen Zuruf bis später hatte der Mann dann auch nur ein verächtliches Schnauben übrig. Danach habe ich die beiden immer so knapp 500 Meter vor mir gehabt und von hinten hat ordentlicher Wind geschoben. Bei der ersten größeren Trinkpause bei Kilometer 25 in Crainfeld habe ich die Radler wieder getroffen. Meine Kirschschorle war im Nu weg und der Zuckerschub hat mich die Anhöhe nach Hartmannshain schön hoch getragen. Kurzer Stopp und Wasser Aufnahme nach 32 Kilometer, auf meiner App stand ein 14,9 er Schnitt.
Dafür dass es fast nur bergauf ging war das schon recht gut. Aus den letzten Jahren weiß ich, dass es ab hier bis Altenstadt die wahre Freude ist. Immer leicht bergab und dazu noch Rückenwind und meine Arme und Beine fühlten sich auch gut an. Sollte es möglich sein heute die 100 Kilometer unter 6 Stunden zu rollen? Mein Ehrgeiz war geweckt. Im Jahr 2012 bin ich nur um knappe 5 Minuten gescheitert, allerdings bin ich da von Fulda aus angerollt, das Stück war mehr oder weniger eben.
Die Strecke nach Altenstadt hatte nach dem Routenplaner noch einige nicht zu unterschätzende Anstiege parat und das nach fast 90 Kilometer.
Also schön locker und möglichst kraftsparende lange Schwünge – herrlich die Entfernungsangaben nach Altenstadt werden immer kürzer und der Radverkehr hält sich in Grenzen.
In Ortenberg nach 56 km eine weitere kurze Trinkpause. Es ist angenehmes Wetter also nicht zu heiß daher brauche ich heute auch weniger Wasser als sonst, auch das spielt meinem Vorhaben die 6-Stundenmarke zu knacken in die Karten. Altenstadt ist nach 74 Kilometern und 4 Stunden 27 Minuten erreicht ein 16,6er Schnitt. So wird das nichts und jetzt kommen ja auch wieder einige Bergstücke. Nach Eichen geht es 70 Meter hoch und bis Windecken auch wieder runter In Windecken geht es dann kurz und knackig 80 Meter in die Höhe auf den sogenannten Höhenweg. Dieser zieht sich die nächsten Kilometer in sanften Schwüngen durch die Felder. Gut dass ich die Strecke noch kenne und weiß wo man es laufen lassen kann und wo nicht. Das Bergab Stück nach Oberdorfelden geht „voll“. Jetzt noch mal alles bis Bad Vilbel wo ich rein rechnerisch die 100 voll haben sollte. Dann passiert es, NEIN!!
Entwarnung; nichts ist kaputt nur die rote Ampel mit Bahnschranke in Gronau verhindert mein weiteres vorankommen. Eine gefühlte Ewigkeit muss ich stehen bleiben und die Warterei macht mich fast wahnsinnig – sollte es das gewesen sein? Darüber muss mir der Computer zu Hause Aufschluss geben. Einige Meter später stehen eine Gruppe Radfahrer in einer Kurve und hält ein weiteres Mal für kurze Zeit den Verkehr und vor allem mich auf meiner Rekordjagd auf.
Ich sitze am Computer und habe Gewissheit, lächerliche 40 Sekunden haben mir nach 100 Kilometer gefehlt – ich fass es nicht, die beiden Stillstände bei Kilometer 98,3 und 98,7 haben mich die 6-Stundenmarke gekostet. Oder die Tatsache dass ich nur bei Stillstand trinken kann. Dennoch, meine persönliche Bestmarke habe ich um gut 5 Minuten verbessert. Aber die magische Grenze habe ich wieder nicht unterschritten. Danach war dann auch irgendwie die Luft raus. Zumal in Bad Vilbel Straßenfest war und die Strecke von Bad Vilbel bis Frankfurt an Sonntag wie üblich hoch frequentiert wird. Radler, Fußgänger, Jogger und Cross-Skater teilen sich den Weg bis Frankfurt. Die letzten 17 Kilometer roll ich Entspannt und locker nach Hause.
Angekommen wirft meine App einen 16,5 km/h Schnitt aus – 117 Kilometer in 7:06:26 Stunden. Davon habe ich 6:53:59 Stunden in Bewegung verbracht, der Rest waren Trinkpausen und die beiden Stillstände kurz vor der 100 er Marke.
Die längste Strecke die ich bisher auf Cross-Skates am Stück unterwegs war und mit der Durchschnittsgeschwindigkeit bin ich super zufrieden. Das Beste? Ich kam ganz entspannt zu Hause an, keine Schmerzen und auch keine müden Beine oder Arme. Die Bodenseetour kann kommen.
Meine Fortbewegungsmittel: PowerSlide XC Path 2.0 seit April 2012 ca. 10.200 km mit 4 x CST Reifen die haben übrigens fast 4.000 Kilometer runter. Zu meiner Basisausrüstung zählen 2 – 3 Liter Wasser, 2 Ersatzräder auf Felge, 1 Verbandskasten, 2 Griffschlaufen für meine KV+ Viking Stöcke, immer ein Helm natürlich, 1 Paar Turnschuhe und ein Satz trockener Kleidung sowie ein Windbreaker. Sämtlicher „Ballast“ kommt in einen Rucksack. Seit über 6.000 Kilometern fahre ich die
gefederten Wendespitzen von Hagi, das Mehrgewicht spüre ich schon gar nicht mehr. Durch die Federung hat man mehr Grip und auf die Dauer durch das weniger Rutschen einen Vorteil vor Allem wenn die Kraft zu Ende geht und die Konzentration nachlässt greifen die Spitzen. Auch die Geräuschentwicklung ist wesentlich reduziert.
Danke auch an Christian Künnemann meinen Krafttrainer, die letzten Einheiten wo es um Durchhalten geht und die besonders beanspruchte Armmuskulatur extra trainiert wurde hat wirklich geholfen, so bin ich noch nie vorher die Berge hoch.
Schuhe für Cross-Skates
Artikel 265 von Frank Röder am 8. Juli 2014
Einen großen Teil der Cross-Skates kann man mit eigenen Schuhen benutzen. Inzwischen sind die wichtigsten Punkte für die Anforderungen an diese Cross-Skating Schuhe bekannt und sie sollen hier wiedergegeben werden. Auch einen kleinen Test von typischen Cross-Skater Schuhen haben wir durchgeführt, der natürlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Es wird immer wieder neue Empfehlungen geben, denn es gibt ja auch immer wieder neue Schuhmodelle. Zu oft liest man leider von „ultimativen Empfehlungen“, die nicht auf längerer Erfahrung beruhen sondern oft sehr subjektiv sind und manchmal sehr spontan gegeben werden. Auch die Vergleichbarkeit mit bewährten Schuhen aus anderen Sportarten hinkt erheblich. Als nicht schlecht , aber manchmal weniger geeignet als man früher vermutet hat, haben sich folgende „ultimativen“ Empfehlungen für bestimmte Schuharten herausgestellt:
a) Manche Wanderschuhe, denn sie sind oft schwer und/oder haben dicke Sohlen und/oder haben eine Trittdämpfung in der Sohle. Sie sind beim Laufen stabil und sind bequem und genießen dabei einen gewissen Vertrauensvorsprung. Die Trittdämpfung der Sohle, der moderneren Modelle verschlechtert aber das Gefühl beim Cross-Skaten und vergrößert die Fläche der Sohle, wie auch der Höhe, was auf Cross-Sktes oft Nachteile bringt. Wir haben klassische Wanderschuhe mit Vollgummisohle getestet, die etwas besser zum Cross-Skaten geeignet sind.
b) Mountainbike-Schuhe, sind oft schwer und/oder haben ebenfalls dicke Sohlen, da sie für Pedal-Klick-Systeme vorgesehen sind. Sind sind stabil und robust und die steife Sohle wird auch oft als angenehm empfunden. Benötigt wird sie aber nicht und sie sorgt nur für einen unnötig hohen Stand.
c) Skilanglaufschuhe, sind oft schwer und haben dicke Sohlen, da sie für Skibindungen vorgesehen sind. Außerdem ist die Sohle zu schmal (nur ski-breit, daher ohne Skibindung nicht sehr kippsicher) und zu hart (nicht rutschfest oft aus Plastik). Dazu kommt noch zu eine oft viel zu starke Wärmedämmung, die für 15 bis 35 °C kältere Temperaturen ausgelegt ist, als wir sie benötigen. Da viele die seltene Wintervariante unseres Sportes, das Ski-Skaten, mit Skischuhen erlernt haben, genießen auch diese Schuhe einen Vertrauensvorsprung, doch es sind Schuhe, die für eine Skibindung ausgelegt sind. Nur Skiroller und Cross-Skiroller erfordern Skischuhe, da sie auch echte Skibindungen aufweisen. Allerdings glaubt kaum noch ein Cross-Skater an das platte Werbemärchen „Cross-Skaten (oder ein Ersatzwort) gleicht dem Skilanglauf“, schon allein wegen des Schnees und der völlig anderen verwendeten Sportgeräte. Was viele auch nicht bedenken: Die relativ teure Skiausrüstung ist oft gar nicht für die hohen Dauerbelastungen des Cross-Skating Sport ausgelegt. Kaum ein Hobbysportler schafft 1000 km Skilanglauf in einem Winter, 5000 km Cross-Skating pro Jahr sind für ähnlich engagierte Cross-Skater jedoch kein Problem. d) Generell knöchelhohe Schuhe. Das Gefühl ist damit zwar „stabiler“, wer aber das Sprunggelenk nicht gerade halten kann, wird auch dadurch nur einen Bruchteil und häufig sogar gar keine Unterstützung durch die Schuhe erhalten. Knöchelhohe Schuhe stützen erst bei stärkerem Einknicken und das auch nur mehr oder weniger. Beim Cross-Skating müssen die Sprunggelenke aber innerhalb eines Spielraums zwischen 1 bis maximal 6 Grad stabilisiert werden. Diese Aufgabe muss in der Regel erlernt werden und kann höchstens von einem sehr engen orthopädisch angepassten Schuh übernommen werden, der dann oft auch einen Orthese eingebaut hat (= „orthopädischer Schuh“). Auf manchen Cross-Skates, wie den Powerslide Skeleton Modellen, passen knöchelhoche Schuhe nur bedingt. Dann sollte man ohnehin auf Schuhmodelle mit sehr niedrigem Schaft ausweichen.
Wesentliche Kriterien für die Eignung als Cross-Skating Schuh sind…
1) Tiefer Stand (= dünne Sohle) – je tiefer, desto besser – keine Trittdämpfung und keine „Aufbauten“ für Skibindungsplatten oder Klick-Pedale 2) Rutschfeste Sohle – je rutschfester, desto besser – gummiert und oft sogar flexibel, bedeutet meist auch griffiger 3) Bequemlichkeit – je bequemer, desto besser 4) Atmungsaktiv – je atmungsaktiver desto besser, im Winter etwas weniger bedeutend 5) Erschwinglichkeit – je günstiger, desto erfreulicher – man kann sich dann womöglich noch ein weiteres Paar Cross-Skate Schuhe zulegen 6) Gewicht – je geringer, desto besser 7) Kontrolle der Skates (dreifach gewertet) – je direkter, desto besser, also möglichst keine Sohlendämpfung
Interessant ist, dass die fast unbekannten Skateboarder Schuhe sehr gut zum Cross-Skaten geeignet sind. Wir haben preisgünstige „Nachbauten“ getestet, die Skateboard-Spezialisten kaum benutzen würden. Trotzdem hatten sie viele Vorteile. Durch ihre Polsterung auf der Schuhoberseite können die Schuhgurte auch relativ fest angezogen werden, ohne dass es zu Druckstellen kommt. Leiter isnd sie recht schwer. Manche „echten“ Skateboard-Schuhe haben eine deutlich steifere Sohle, sind dadurch aber noch schwerer und auch etwas teurer. Diese Schuhe haben, wie Sneakers, eine sehr kompakte Sohle, sie steht nicht weit über den Fuß über und sorgt somit für guten Sitz in den Cross-Skates.
Nicht bewertet haben wir die Widerstandsfähigkeit gegen Nässe und Kälte, was im Winter und auf Tagestouren ein wichtiges Kriterium sein kann.
Eine weitere Erfahrung aus der Praxis: Die getesteten Adidas „climacool“ Schuhe, lassen zwar das schlechtes Wetter schneller hinein als alle anderen Schuhe, aber auch sofort wieder heraus! Bei einer Regenfahrt kommen die Füße dadurch schnell in einen „Gleichgewichtszustand“ zwischen frisch hinzu strömenden Wasser und ablaufenden Wasser. Die Schuhe laufen also nicht immer voller, sondern die Füße sind einfach nur nass ohne weitere gefühlte Steigerung. Auf längeren Sommertouren können so nach einem kurzen Schauer, vielleicht eine Stunde später, die Füße schon wieder deutlich getrocknet sein, da sich auch das Schuhmaterial nicht vollsaugt. So kann ein offensichtlicher Nachteil auch ein Vorteil sein.
Wohin gehen die Cross-Skates Teil 4
Artikel 266 von Frank Röder am 13. Juli 2014, Fortsetzung von Artikel 253
Reifendimensionen und -konzepte
Die Reifenbreiten von Cross-Skates liegen zwischen 25 bis 50 mm. 5 Zoll-Reifen (126 mm Durchmesser) haben mit 25 bis 28 Breite oft nicht genügend Auflagefläche zum konsequenten Crossfahren. Die Reifen sinken zu tief ein und rollen dann noch schwerer als dies allein die Reduzierung auf 5 Zoll Raddurchmesser begründen würde. Dreirädrige Cross-Skates könnten das zwar teilweise ausgleichen, doch auch die Herstellung solch kleiner Luftreifen ist bis heute noch keinem Hersteller bis zur Vervollkommnung gelungen. 5-Zöller gelten bis heute als recht anfällig was Reifenpannen betrifft und als Nervenkiller, wenn es um einen Reifenwechsel geht. Mit drei statt zwei Rädern ist es zwar möglich das Einsinken in weichem Boden zu verringern, aber das dadurch notwendige Stehen über den Rädern, statt dazwischen, befördert man den Cross-Skater wieder in unerwünscht schwindelerregende Höhen.
Wie beim Rad-Cross-Sport scheint sich eine optimale Reifenbeite für den Cross-Skating Sport abzuzeichnen. Unter 30 mm Breite scheinen Reifen zu schmal zu sein, da dann auch die Reifenflanken recht stark einknicken und dabei strapaziert werden und einen hohen Rollwiderstand verursachen. Das verbreitete Format um die 50 mm Breite, z.B. beim Trailskate, war ein Vorstoß in Richtung „Fat-Tyres“, der aber bisher nur diesem Hersteller mit seiner eigenen Reifenproduktion gelungen ist. Endscheidend war nämlich die Eigenschaft, dass auch ein Reifen, wie auch die Felge, immer Hochdruckfest sein muss – in diesem Fall bis rund 5,5 bar Luftdruck. Leider ist der Trailskate und seine legendären Reifen Geschichte. Reifen der Größe 200 x 50 mm wurden in dieser Qualität seitdem nicht mehr hergestellt. Bleibt zu hoffen, dass jemand diese Idee, irgendwann wieder aufgreift und auch qualitativ umsetzt. Schwach profilierte und hochdrucktaugliche Reifen in 50 mm Breite könnten den Markt sicher bereichern. Die momentan verwendeten stark profilierte Niederdruckreifen sind auf Cross-Skats lediglich „lustig“, aber aus sportlicher Sicht für den Cross-Skating Sport ebenso eine Sackgasse wie schmale 5-Zoll-Reifen.
Die Idee, einen „Ballon-Reifen“ zusätzlich mit möglichst vielen Kanten oder mitunter auch mit Stollen zu versehen, die dann den Gripp off-road verbessern, hat aus folgenden Gründen Schwierigkeiten sich bei muskelkraftbetriebenen Sportgeräten nachhaltig durchzusetzen: Zu groß ist der Leistungsaufwand diese vielen Kanten und Stollen im tiefen Boden zum Greifen zu bringen und zu gering ist dagegen die Leistung der Sportler. Während bei 15 km/h beim 6-Zoll Cross-Skates mit schwach profilierten Hochdruckreifen auf Asphalt bereits gut drei Viertel der Leistung in die Reifen verpuffen, so vergrößert sich der Anteil off-road auf deutlich mehr als 80 %. Stollen-Reifen erfordern einen um so viel höheren Leistungsaufwand, dass es kaum Cross-Skater geben dürfte, die off-road überhaupt noch 15 km/h dauerhaft rollen können. Stollen-Reifen sind für Downhill-Fahrten oder Kite-Skating geeignet oder für motorisierte Cross-Boards, nicht aber für Ausdauersport auf Cross-Skates. Sogar beim Radcross sind die 30 bis 34 mm breiten Reifen nur wenig profiliert, da auch hier der Rollwiderstand für schnelles Vorankommen zählt.
Nun bleibt zwischen den „Fat tyres“ und den „Schmalspur-Reifen“ noch der Bereich der „gemäßigt breiten“ Reifen. Als gemäßigt breit kann man Reifen zwischen etwa 38 und 48 mm bezeichnen. Hier könnte noch ein gewisses Entwicklungspotenzial liegen, besonders, wenn es gelingt, einen ausreichend hochdruckfesten Reifen in dieser Breite zu entwickeln, der dann aber auch kein besonders ausgeprägtes Profil aufweisen sollte. Die erfolgreichste Breite sind aber bisher die „gemäßigt schmalen“ Reifen, die etwa 31 bis 37 mm breit sind. Nicht umsonst fahren Radcrosser exakt diese Breite, weil diese offenbar den besten Kompromiss zwischen off-road-Tragfähigkeit, Grip und Rollwiderstand zu bieten haben. Und was „Rennentscheidend“ ist, ist auch fast immer ökonomisch. Bemerkenswert ist auch, dass die Reifen der Radcrosser kaum Profil aufweisen. Erfahrene Cross-Skater wissen, dass man sogar ohne Profil in Gelände recht gut und schnell fahren kann, denn die Haftung off-road hängt erheblich von der Fahrtechnik ab und der geringere Rollwiderstand von unprofilierten Reifen bringt eine Tempoerhöhung, die fast immer ein gleichmäßigeres und schnelleres Rollen im Gelände ermöglicht.
Stollen-Reifen, wie die breiten 8-Zöller der Trailskates, boten zwar „Grip“, der aber mit deutlich mehr Rollwiderstand erkauft werden musste. So beschränkte sich der Einsatz doch mehr auf Downhill, Tricks und sehr gemächliches Rollen.
Versuche zwischen den Jahren 2008 und 2013 mit speziellen Prüfvorrichtungen für Bodenhaftung und Rollwiderstand im Cross-Skate-Shop, in Zusammenarbeit mit der Cross-Skating-Akademie, haben teilweise überraschende Ergebnisse gezeigt.
Breite Reifen: besserer Grip in gerader Richtung (z.B. beim Bremsen) auf allen Böden, aber relativ schlechter Grip in seitlicher Richtung (Skating-Schritt) auf allen Böden.
Schmale Reifen: schlechterer Grip in gerader Richtung auf allen Böden, aber besserer Grip in seitlicher Richtung (Skating-Schritt) auf allen Böden.
Niederdruckreifen: Höherer Rollwiderstand, besonders durch Walkarbeit auf glatten (!) Böden (Straße).
Hochdruckreifen: Niedrigerer Rollwiderstand, auch off-road.
Kleine Raddurchmesser: höherer Rollwiderstand, Verringerung von Komfort und Seitenführung (Auflagefläche kleiner und kürzer/kreisförmiger).
Große Raddurchmesser: geringerer Rollwiderstand, Vergrößerung von Komfort und Seitenführung (Auflagefläche größer und länglicher/ellipsenförmiger)
Reifen-und Räderdimension
Hier wurde ein Optimum errechnet und in der Praxis erprobt, das die überproportionale Gewichtszunahme (etwa im Quadrat) bei Vergrößerung der Felgen im Verhältnis zur notwendigen Stabilität berücksichtigt. Für ausschließliches geradeaus rollen wären zwar sehr große Räder von Vorteil, aber die Räder werden auch schwerer und müssen ja bei jedem Skating-Schritt vom Skater beschleunigt werden. Außerdem sind bei Rädergrößen ab 8 Zoll Durchmesser bereits leichte Kreiselkräfte zu spüren, die nicht wünschenswert sind. Breite Felgen ab etwa 35 mm Breite schieden als unökonomisch aus, für Reifen bis ca. 42 mm Breite reichen diese aber aus. Die optimale Reifenbreite wurde mit 30 bis 34 mm errechnet, der optimale Raddurchmesser mit 180 bis 230 mm, wobei die größeren Räder wegen des unvermeidlich höheren Gewichts vielleicht nur noch für leistungsfähigere Sportler geeignet sein dürften. Der optimale Reifendruck wurde zwischen 7,0 bis 7,5 für leichte Sportler bis ca. 8,5 /9,0 bar oder höher für schwere Sportler errechnet und erprobt, hier spielt jedoch auch die Reifenbauart eine erhebliche Rolle. Berücksichtigt werden sollte auch, dass sich nicht nur ein größerer Raddurchmesser, sondern zusätzlich auch die Reifenbreite deutlich auf das Gewicht der Reifen und der Räder auswirkt.
Reifendurchmesser
Die 5-Zoll-Räder (126 mm Durchmesser) sind nach den vorherigen Erläuterungen eigentlich nur für etwas raueren Asphalt geeignet, kaum für anspruchsvolleren off-road-Einsatz. Die Idee der 8-Zoll Reifen (200 mm Durchmesser) beim Trailskate war aber prizipiell gut. Hindernisse werden von großen Reifen „geschmeidger“ überrollt. Man vergleiche ein 26-Zoll Mountainbike mit einen 20-Zoll Fahrrad mit gleicher Reifendimension, das entspricht dem Unterschied zwischen 6- und 8-Zoll-Rädern – man sollte allerdings nur gleiche Reifenbauarten vergleichen. Die kleineren Räder „rumpeln“ mehr im Gelände und rollen dadurch unsicherer und langsamer. Auch sind die übertragbaren Seitenkräfte bei größeren Rädern größer, da mehr Seitenfläche des Reifens sich gegen den Boden abstützt (länglichere Auflagefläche auf dem Boden). Dies ist ein wichtiger Punkt an der Haftungsgrenze, wenn seitlich wegrutschende Räder zu wenig Antrieb zulassen. Interessant ist hier, dass breitere Reifen gleicher Bauart und mit gleichem Profi auf weichen Böden selten mehr und bei Messungen sogar meist weniger Seitenkräfte übertragen konnten, da sie an der Bodenoberfläche „aufschwimmen“ während schmalere Reifen in der Tiefe des Bodens besseren Seitenhalt aufbauen konnten.
Der Beitrag wird in Artikel 327 fortgesetzt.
Gesichter des Cross-Skating III – Interview mit Frank Röder über einen neuen Cross-Skate
Artikel 270 von Alena Bena am 22. Juli 2014

Neuigkeiten werden immer gern gesehen und in der Szene der Cross-Skater ist der Ruf danach schon lange zu hören. Im heutigen Interview gehe ich dem Gerücht nach, ob ein neuer, angeblich revolutionärer Cross-Skate in der Entwicklung ist, denn auf so etwas warten wir schon lange. Wer sonst als Frank Röder könnte dahinter stecken.
A.: Hallo, Frank, was ist als dran am Gerücht, du siehst an der Entwicklung eines neuen Cross-Skates beteiligt.
F.: Hallo, Alena, eine ganze Menge und ich bin etwas überrascht, dass die Informationen schon als Gerüchte weitergegeben werden. Ich mag keine Gerüchte, aber mache Informationen dürfen während der Entwicklung natürlich noch nicht nach draußen gelangen. Ich habe mich aber mir dem beauftragten Hersteller so weit verständigt, das grobe Informationen schon jetzt in die Öffentlichkeit gegeben werden dürfen.
A.: Und das gibt wiederum Anlass zu Gerüchten. Dann kläre uns doch jetzt offiziell auf, wenigstens über die Punkte, die du schon verraten darfst.
F.: Eigentlich bin ich schon seit 2009 an der Entwicklung dran…
A.: So früh schon?
F.: …ja, schon damals waren die Cross-Skates nach meinem Geschmack, etwas suboptimal.
A.: In wie fern?
F.: In der Produktqualität, vom Konzept, vom Preis und auch vom Vertriebskonzept her.
A.: Was bleibt da noch?
F.: Ja, wenig, aber man konnte damals schon damit Sport machen und die besten Ideen kommen einem Cross-Skater ja bekanntlich beim Cross-Skaten.
A.: Und die aktuellen Produkthersteller hatten für Verbesserungen kein offenes Ohr.
F.: Teils, teils, aber eben maximal ein offenes Ohr. Ein offenes Ohr ist noch lange kein verbessertes Sportgerät.
A.: Es hat sich also nicht viel getan. Das weiß ich aj auch aus eigener Erfahrung. Warum denkst du, dass es so ist?
F.: Das liegt zum Teil daran, dass die Hersteller selbst keine Cross-Skater sind und den Sport als solchen noch nicht richtig wahrnehmen. Das ist aber zum Verständnis notwendig, wenn man sehr spezielle Veränderungen vornehmen möchte, die nur bei Cross-Skates sinnvoll sind. Und dann verhinderte auch die Produktionen größerer Stückzahlen in Fernost eine schnellere und qualitativ adäquate Entwicklung. Man denkt dort in Stückzahlen und hat andere Vorstellungen von Produktqualität. Dann müssen immer erst einmal die produzierten Chargen verkauft werden, bevor die nächste Entwicklungsstufe folgen kann. Und dann sind mit einem bestimmten Kostenaufwand auch schon Werkzeuge hergestellt worden, die in Neuauflage bei der nächsten Produkt wieder Geld kosten würden. So produziert man „Bewährtes“ Jahr für Jahr weiter, statt eine sinnvolle Weiterentwicklung voran zu treiben.
A.: Halten diese Hersteller, die Sportler für zu dumm, das zu merken?
F.: Das weiß ich nicht. Es merken ja nur die erfahrenen Cross-Skater und das ist die Minderheit. Die Masse sind Anfänger also neue Kunden ohne Erfahrung und die kennen die Qualitätskriterien ja noch nicht. Und wenn die Mehrheit unerfahrene Neulinge sind, dann kann man an sie vielmehr verkaufen, als an die wenigen anspruchsvollen und erfahrenen Cross-Skater.
A.: Also Masse für die quasi Ahnungslosen und nichts für die Könner?
F.: So in etwa.
A.: Und was planst du jetzt?
F.: Also das eigentlich Planen schon seit fünf Jahren. Ich habe viele serienmäßige Cross-Skates umgebaut, um Erfahrungen mit der Veränderung der Geometrie zu machen.
A.: Du hast ja auch getunte Cross-Skates verkauft.
F.: Ja, das waren verbesserte Serienmodelle. Die Käufer haben die Verbesserung auch mich ziemlich großer Begeisterung bestätigt. Dadurch weiß ich inzwischen genau, was welche Veränderung bewirkt.
A.: Das das wären?
F. (lacht): Das werde ich noch nicht verraten.
A.: Aber was wird am dem neuen Cross-Skate besser sein? Nur so ungefähr. Wie wird der Cross-Skate überhaupt heißen?
F.: Als Projektname habe ich ihn vorübergehend „X8“ genannt, der Name kann sich aber noch ändern. Besser ist, grob gesprochen, die gesamte Geometrie.
A.: Und wie wirkt sich das aus?
F.: Er wird einfach angenehmer, schneller und sicherer rollen. Man kann damit besser auf rauen Wegen cross-skaten und entspannter lange Strecken bewältigen.
A.: Hat die Acht im Namen etwas zu bedeuten?
F.: Ja, das hat etwas mit den Reifen zu tun.
A.: Größere Räder also?
F.: Ja, das darf man wohl schon verraten. Aber es genügt nicht einfach nur größere Räder einzubauen, die neue Geometrie muss auch verändert werden, damit alles harmoniert.
A.: Gibt es dann ein neues Reifenformat für diesen Cross-Skate?
F.: Nein, das Reifenformat gibt es schon bei den Reifenherstellern, aber möglicherweise einen Reifen der dann speziell zum Cross-Skaten hergestellt wird. Noch gibt es ja keinen einzigen Hersteller der spezielle Reifen für Cross-Skates herstellt. Ein Produkt ist zwar gut und der Hersteller weiß gar nicht, dass wir es benutzen und eine anderer Reifen wird speziell für den Cross-Skating Sport umgelabelt, aber als Produkt sonst nicht speziell für den Sport verändert. Wichtiger ist zunächst, dass alles an dem Cross-Skate harmoniert und das war bisher selten der Fall.
A.: Wie wir es mit der Qualität aussehen, die dann auch verbessert werden soll.
F.: Ein Problem ist die Fernost-Herstellung. Nicht generell, denn ohne Fernost geht heute nichts mehr. Als Zulieferer wird es auch für den neuen Cross-Skate aktuell. Nur sich hinzustellen und mit „Made in Germany“ zu werben, wäre schlicht gelogen und damit wird auch zur Zeit in der Szene massiv gelogen.
A.: Also nur „Developed in Germany“?
F.: Das natürlich, vielleicht auch „Assembled in Germany“, aber das muss noch mit dem Hersteller abgestimmt werden.
A.: Und der wäre?
F.: Das war bisher noch geheim, aber es wird ein erfahrener Skiroller-Hersteller aus Deutschland sein, der für die Entwicklung der ersten Klein-Serie bereits von mir einen fünfstelligen Betrag angezahlt bekommen hat.
A.: Ist der Hersteller aus den neuen Bundesländern?
F.: Nein.
A.: Wann wird das Modell kommen?
F.: Seit einem Jahr ist die Sache konkret und ich bin mit dem Hersteller in ständigem Kontakt, der mit glaubhaft versichert, es werde nicht mehr lange dauern. Schließlich ist das Geld ja schon vor fast einem Jahr geflossen, damit kann man schon Erhebliches leisten. Ich denke also, dass es in einigen Monaten schon eine frohe Botschaft zu verkünden gibt. So zumindest der Stand, laut meinem Hersteller. Zum Ende der Jahres sollten demnach die ersten Modelle rollen, die wir dann aber noch ausführlich testen wollen, bevor wir sie zum Saisonbeginn 2015 auf dem Markt bringen.
A.: Das steht fest?
F.: Nein, das nicht, aber die berichteten Zwischenstände deuten darauf hin.
A.: Da bin ich gespannt und hoffe das Beste. Danke für das Interview!
F.: Das hoffe ich auch und keine Ursache, gern geschehen.
30 Tage im Monat Cross-Skaten?
Artikel 271 von Frank Röder am 16. Juli 2014
Fast alle Cross-Skater kennen die Werbung, 365 Tage im Jahr skiken usw. und so fort. Da die meisten von uns ja nicht „skiken“, sondern viel mehr cross-skaten, stellt sich natürlich auch die Frage, geht auch 365 Tage im Jahr cross-skaten? Theoretisch scheint das möglich zu sein, aber wer hat bisher den Beweis erbracht? Am wenigsten sicher die, die mit Cross-Skating als „Jeden-Tag-Sport“ werben. Ich kenne keinen der ein Jahr lang so aktiv war.
Es war also an der Zeit einen eigenen realen Nachweis über die tägliche Praktikabilität des Cross-Skating zu führen oder zu widerlegen. Aber 365 Tage im Jahr auf den Cross-Skates aktiv zu sein, das schien sogar mir, als begeisterter Cross-Skater, ziemlich praxisfern zu sein. Manchmal liegt zum Beispiel Schnee, dann pflege ich auch gern einmal für wenige Tage Skilanglauf die seltene, aber willkommene Ersatzsportart der Cross-Skating Sports auszuüben. An anderen Tagen betreibe ich auch andere Sportarten wie Schwimmen, Laufen, Radfahren oder Wandern. Und dann gibt es auch tatsächlich Tage an denen Outdoor-Sport ziemlich unvernünftig wäre, beispielsweise bei Gewitter oder Sturm, wenn mitunter Äste und Dachziegel durch die Luft fliegen. Outdoor-Sportler wissen das, aber vielleicht nicht die reinen Werbetexter. Und es gibt ja auch echte Ruhetage, die entweder die Vernunft oder die Gesundheit von einem fordern. Jeder wird einmal krank und man ist ja auch manchmal einfach nur zu faul. Auch die persönliche Zeitplanung ist so eine Sache, ein ganzes Jahr lang jeden Tag Sport einzuplanen, kann fast niemand und dann kann ja auch jeder Cross-Skater einmal eine technische Panne haben, die bis zum nächsten Tag nicht behoben ist. Die Frage wäre dann natürlich auch: Welchen Cross-Skate könnte man überhaupt 365 Tage im Jahr benutzen, denn angesichts mancher Materialschwächen, Upgrade- und Nachbesserungsaktionen, scheinen einige Produkte für eine tägliche Trainingspraxis kaum geeignet zu sein.
So holt schon einen innerhalb einer Woche die Realität ein. Da es nicht nur schwierig, sondern auch nicht besonders sinnvoll zu sein scheint, das ganze Jahr über lückenlos zu cross-skaten, wollte ich aber eine gewisse Erfahrungsmarke setzen und wenigstens versuchen einmal 30 Tage durchzuskaten. Mit Blick auf die zurückliegende Schönwetterphase sollte das Mitte April möglich zu sein, aber das Wetter ändert sich ja leider oft sehr kurzfristig. Es mag zwar auch schon nicht mehr zu 100 % sinnvoll zu sein, 30 Tage durchzuskaten, aber schient noch halbwegs in der Mitte zwischen erstrebenswert und verrückt zu liegen. Zwar hatte der Lette Karlis Bardelis im letzten Jahr ein sehr beeindruckendes Projekt durchgezogen, bei dem er 60 Tage lang hintereinander jeweils rund 100 km zurücklegte, was rein sportlich betrachtet schon Beweis genug sein dürfte. Doch er tat es auf Nordic-Skates die Polyurethan-Räder hatten und daher erheblich leichter rollen und keine Platten bekommen können. Cross-Skaten kann man aber nur mit Cross-Skates, also auf Luftreifen. Nur 30 Tage lang täglich cross-skaten dürfte aber daher kein Problem sein und eine besondere „Kunst“ oder gar „Extremsport“ ist es auch nicht. Um so mehr sei die Frage erlaubt, warum es bisher so wenige – oder vielleicht auch noch keiner – getan haben. Trotzdem wollte ich dieses 30-Tages-Projekt von Anfang an mit einem großen Fragezeichen versehen.
18. April, Tag 1: Da ich gestern eine echten sportlichen Ruhetag hatte, scheint es sinnvoll zu sein, das Projekt heute zu beginnen. Der Ruhetag war deswegen eingeplant, weil heute die Süddeutschen Straßenmeisterschaften über 10 km in Büttelborn stattfinden. Das ist praktisch eine „Kurzstrecke“ auf der man, gefühlt, eigentlich sprintet. Die „Vorbereitung“ dafür war, genau genommen, gar keine. Einigermaßen regelmäßiges Training davor und ein Abfahren der Strecke mussten genügen. Normalerweise holt man sich für solche kurzen Belastungen den richtigen Biss mit gezieltem Intervalltraining, doch das ließ sich leider nicht einplanen. Dann eben nicht – 10 km gehen immer. So war es dann auch: Es ging gut los, schmerzfrei und recht flott, aber der richtige Biss fehlte eben. 10 km kann man sonst deutlich „härter“ fahren. Die Ausdauer-Grundlage war aber recht gut, dann schon kurz nach dem Zieldurchlauf mit einem 190er Puls hatte sich mein Herzschlag schnell wieder beruhigt und es fühlte sich nicht anders an, als eine ganz normale Runde gerollt zu sein. Mit Ein- und Ausrollen kam ich an diesem ersten Tag auf 14 km.
19. April, Tag 2: Morgens 3 km Schwimmen, buntes Programm, in rund 52 Minuten. Dann 14 km beim Cross-Skater Treff in Groß-Gerau. Entspanntes Rollen bei angenehm ruhigem Tempo. Eine Gelegenheit für einige Stil-Experimente unterwegs, da ich mich immer noch an einen neuen Cross-Skate gewöhnen muss. Die Versuche sind aber alle positiv verlaufen, es macht immer wieder Spaß aus solchen Anlässen immer wieder bei fast null anzufangen. Das gestrige Rennen war heute in keiner Weise körperlich zu spüren. Summe nach 2 Tagen: 28 km.
20. April, Tag 3: Eine Tour ist angesagt. 26 km mit angenehmer Begleitung lassen die Zeit vergehen, wie im Flug. Gut ein Viertel der Strecke ist anspruchsvoller Waldboden, aber es fühlt sich gut an. Auf dem Rückweg setzte ich mich von der netten Gruppe ab und erlebe Rückenwind von feinsten. Die letzten genau 8 km rolle ich daher in exakt 21 Minuten. Was? Fast ein 23-km/h Schnitt sogar durch Wohngebiete, Bahn-Unterführungen und mit einem verkehrsbdingten Stopp. So hätte es uns einmal vorgestern beim Wettkampf „schieben“ sollen… Summe nach 3 Tagen: 54 km.
21. April, Tag 4: Noch eine Tour, 19 km auf einem reinen Cross-Kurs. Um für „Unterhaltung“ in der Gruppe zu sorgen, machen die Schnelleren ein paar Tempowechsel. Das geht wirklich ab und macht Spaß, zum Glück macht kleiner schlapp. So sind alle auf ihre Kosten gekommen, die Fahrt hat sich abwechslungsreich und erfrischend angefühlt. Summe nach 4 Tagen: 73 km.
22. April, Tag 5: Die erste Alleinfahrt seit einigen Tagen. Viermal in der Gruppe bei schönstem Wetter, das tat echt gut. Auch heute, schönes Wetter. Die Abendrunde fällt mit 33 km etwas länger aus. Ich bin 1 Stunde und 36 Minuten unterwegs, was mich etwas ernüchtert. So schnell wollte ich gar nicht, denn die Belastung dürfte spürbar höher sein, als beim schnellen 10er vor einigen Tagen. War sie auch, ich war schon etwas schlapp danach. Aber statt in einigen Minuten erholte ich mich dann eben in wenigen Stunden von dieser Belastung. Aber da ich noch 25 Tage mit diesem Projekt vor mir habe, sollte ich doch etwas vorausschauender fahren. Summe nach 5 Tagen: 87 km.
23. April, Tag 6: 16 km auf dem Bahntrassenweg zwischen Gau-Bischofsheim und Selzen, waren heute das pure geskatete Wellness-Programm. Nichts mehr zu spüren vom eigentlich zu hohen Tempo gestern und die reine Erholung bei 25° C und Sonne in der rheinhessischen Natur. Summe nach 6 Tagen: 103 km.
24. April, Tag 7: Morgens 36 Minuten leichtes Lauftraninig im Park, ca. 7 km. Am Abend 18 km Cross-Skaten in wechselndem Gelände ziemlich entspannt. Summe nach 7 Tagen: 121 km. In der ersten Woche etwa 11 Stunden und 40 Minuten Sport in 9 Trainingseinheiten, davon 7 Einheiten Cross-Skating.
25. April, Tag 8: Eine abendliche leichte 10 km-Runde im nahen Cross-Skating Park wirkt entspannend und ist meine Belohnung für den stressigen Tag. Abends fühle ich mich aber ungewöhnlich Müde, was ich auf die Steigerung meines Gesamt-Trainingsumfangs zurückführen muss. Summe nach 8 Tagen: 131 km
26. April, Tag 9: Morgens fühle ich mich immer noch so müde, dass ich mein Schwimmtraining ausfallen lasse, dass ich sonst jeden Samstagmorgen absolviere. Die Gesamtbelastung macht sich nun doch schon bemerkbar. Abends dann 17 km entspanntes Cross-Skaten zu 90 % auf Asphalt fühlen sich dann aber schon wieder ganz gut an. Summe nach 9 Tagen: 148 km
27. April, Tag 10: Die Müdigkeit ist überwunden, es läuft heute es wieder leicht und mit guter Motivation. Am Nachmittag 18 km entspanntes Skaten mit knapp 15 km/h und am Abend noch spontan 6 km Laufen mit netter Begleitung. Summe nach 10 Tagen: 166 km
28. April, Tag 11: Wollen will ich heute nicht, aber müssen, muss ich – das Projekt treibt mich dazu. Also dann nach einem langen Arbeitstag noch im Dunkeln auf eine 11 km-Runde. Nach gut 36 Minuten war es geschafft. War gar nicht „schlimm“ und hat mit jedem Kilometer mehr Spaß gemacht. Also gut, wenn man auch einmal nach Plan trainiert. Summe nach 11 Tagen: 177 km
29. April, Tag 12: Heute will ich und wie! Die Motivation ist wieder voll da, ich fühle mich gut und plane eine etwa längere Tour über 31 bis 32 km. Aber Pustekuchen, nach kaum einem Viertel setzt Regen ein. Da daraus ein Gewitter werden könnte drehe ich um. 14 km mit etwa einem 19er Schnitt, wäre ein gutes Starttempo für die Tour gewesen. Dann morgen vielleicht… Summe nach 12 Tagen: 191 km
30. April, Tag 13: Abergläubisch bin ich nicht, aber schon heute am 13. Tag ist das Projekt gestorben. Heute wurde eine Unwetterwarnung ausgegeben und Gewitter ist, zumindest für mich, ein schlagkräftiges Argument, nicht seine Haut zu riskieren. Trotz mehrfacher Versuche, heute zu starten, wäre es gegen jede Vernunft gewesen, es zu tun. Ich bin aber schon mehrmals, ohne die Absicht 30 Tage ohne Ruhetag zu skaten, länger auf Cross-Skates unterwegs gewesen, ich glaube es waren bis zu 19 oder 20 Tage hintereinander, andere Cross-Skater waren, meines Wissen sogar noch ein paar Tage länger unterwegs. Nur 30 Tage hat wohl „offiziell“ bisher noch keiner geschafft. Gerade einmal 12 Tage „nonstop“ zu rollen, war nicht gerade der Kracher, als ehemaliger Triathlet kann ich mich an ein Trainingsjahr erinnern in dem ich 360 Trainingstage oder umgekehrt nur 5 Ruhetage hatte. Das war „eisenharte“ Sturheit, denn gebracht hat das nichts, ich wurde dadurch nicht schneller, sondern konnte dann nur mit einigen „Spinnern“ mitreden, die sonst eigentlich kaum noch in der Lage waren, in ihrem Trainingsstumpfsinn, logische Sätze zu vollenden, die nicht das Wort Triathlon enthielten. Ich ahnte damals schon, dass es nicht so erstrebenswert sein könnte, nur für’s Ego solche Superlative zu sammeln.
Experiment gescheitert – Patient lebt! Vielleicht später noch einmal ein Versuch, aber mehr als 30 Tage nonstop müssen für mich persönlich wirklich nicht sein. Wenn es andere tun, berichten wir gern darüber, auch wenn es keine wirkliche Sensation ist.
Pulsuz fraqment bitdi.