Kitabı oxu: «Cross-Skating Magazin Jahrbuch 2018/2019»
Frank Röder
Cross-Skating Magazin Jahrbuch 2018/2019
Das Beste aus dem Cross-Skating Sport
Dieses ebook wurde erstellt bei

Inhaltsverzeichnis
Titel
Einleitung
Artikelliste Cross-Skating Jahrbuch 2018/2019
Mitmachen bei der „Aktion Cross-Skating Treff“
Aufwärmen beim Cross-Skating – ja oder nein?
Cross-Skating Bilanz 2017
Wie viel Training ist gesund?
14-Stunden-Fasten
Pseudo-Doping: Ist vielleicht doch etwas dran?
Erste lange Frühjahrs-Tour in Gross-Gerau
Ernährungsberatung und der Verkauf von Wonder-Food
Trainingslager – 4. Folge
Cross-Skating Runde im Nord-Osten von Frankfurt auf LSD
Cross-Skating Klassiker rund um Frankfurt erneut abgerollt – der Grüngürtel Rundweg
Vorstellung des Skike V9 Fire
Babylon XIV – Fachbegriffe des Cross-Skating Sports
Erste Langstrecke – Cross-Skate-Touren Plan 2018
Die ersten 500 Kilometer auf dem Skike V9 Fire
Babylon XV – Fachbegriffe des Cross-Skating Sports
Cross-Skater Paradies Bretagne
Cross-Skating – der beste „All-In-One“ Workout?
Cross-Skating Tour zur Burg Frankenstein im Odenwald
Cross-Skates sind tot – es lebe der Cross-Skating Sport
Erstbezwingung des Melibokus mit Cross-Skates
Interessantes Cross-Skate-Rennen in Trebur
Babylon XVI – Fachbegriffe des Cross-Skating Sports
Der Cross-Trainer als Trainingsalternative – Teil 2
Wann ist viel Sport nicht mehr gesund?
Die Stärken des Cross-Skating Sports
Irrtümer über Cross-Skating und Cross-Skates
Der Fernradweg Hanau-Bad-Hersfeld für Cross-Skater und Radfahrer
Effizient trainieren
Cross-Skating mit allen Sinnen genießen – 1. Folge
Cross-Skating Touren gehen immer – 420 km auf Cross-Skates nach Ulm
Veranstaltungen als Triebfeder des Sports
Cross-Skate-Werkstattfragen -Folge 3 – Knarrende Cross-Skates
Babylon XVII – Fachbegriffe des Cross-Skating Sports
Preise bei den Cross-Skates wie in den Emiraten
Elf gute Gründe, warum Cross-Skating gesund ist
Impressum neobooks
Einleitung

Das Wichtigste zuerst: Cross-Skating ist und bleibt ein genialer Sport. Seine Anhänger bleiben begeistert und werden oft von Jahr zu Jahr immer begeisterter. Es ist ein Sport der von Tun lebt und seine eigene Motivation zum Weitermachen aus sich selbst zieht. Die echten Cross-Skater wissen was ich meine. Der Sport überzeugt einen jedes mal auf's Neue, wenn man ihn ausübt. Immer wieder kommt man vom Cross-Skaten mit der Überzeugung, dass es der „richtige“ Sport ist. Ab 2018 musste sich der Cross-Skating Sport noch mehr als zuvor mit Hilfe seiner inneren Qualitäten bewähren, weil das Äußere der Szene spürbar wegbröckelte. Um es vorweg zu nehmen: Der Cross-Skating Sport schaffte es. Aber was war geschehen?
Der Sport fiel schon seit Beginn der 2010er-Jahre in einer zunehmende Krise.Gewarnt wurde davor schon lange, die Gründe waren von Anfang an bekannt, aber manche wollten es nicht wahrhaben oder die Probleme lieber totschweigen und machten weiter wie bisher. Natürlich ging das nicht und führte nur zu einer Blase aus falschen Informationen und geschäftsmäßigem Zweckoptimismus, die bald zu platzten drohte. Das alles betraf aber nur den „Geschäft“ rund um dem Cross-Skating Sport, also alles womit man Geld verdienen konnte, also den Produktverkauf, kommerzielle Veranstaltungen und die Kurse, die schon lange sehr ambivalent betrachtet wurden. Das kam alles andere als überraschend, denn die Warnungen waren schon lange laut und deutlich zu hören.
Das Know-How um den Sport war aber 2018 schon längst vorhanden. Im Cross-Skating Magazin erschien 2018 immerhin der fünfhundertste Fachartikel über den Cross-Skating Sport. Wer eine Ausrüstung besaß und ohnehin mehr ein Einzelkämpfer war, musste sich von keiner Krise beeindrucken lassen. Man konnte den Cross-Skating Sport allein oder im kleinen Kreis weiter betreiben, als sei nichts geschehen. Da die Zahl der aktiven Cross-Skater auf wahrscheinlich weniger als eintausend in Deutschland einbrach, wurde es lediglich schwieriger Gleichgesinnte zu treffen. Der Sport selbst, blieb und bleibt fast völlig unbeeinträchtigt, vom wirtschaftlichen Einbruch der Cross-Skating Szene.
Im Cross-Skating Magazin machte sich diese Entwicklung durch weniger Berichte über Wettkämpfe und Veranstaltungen bemerkbar. Es war im Magazin in vergangenen Artikeln bereits viel über die Grundlagen und Prinzipien des Sports berichtet worden, so dass die Redaktion viele Inhalte wiederholt hätte, wenn sie den Ehrgeiz anderer Sportmagazine nach einer konstanten Anzahl von Veröffentlichungen gehabt hätte. Laufmagazine und Fachblätter anderer Sportarten glänzen ja durch eine latente Wiederholung der meisten sportwissenschaftlichen Inhalte, so etwa im Zweijahres-Rhythmus, weil irgendwann schon fast alles über einen Sport gesagt wurde. Ganz stimmt das nicht, es gibt immer wieder neue Erkenntnisse, doch das sind nicht viele und sie füllen leider keine monatlichen Ausgaben. Die Redaktion des Cross-Skating Magazins wollte aber vermeiden, dass zu viel „bereits Gesagtes“ in lediglich aufbereiteter Form Einzug in die aktuellen Veröffentlichungen fand. So wurden die Artikel im Magazin immer seltener, so selten sogar, dass dieses Jahrbuch das erste ist, das zwei Jahre zusammen fast, um einen Umfang zu erhalten, für den sich ein Jahrbuch lohnt. Zum Glück gab es viele Anregungen und tatkräftige Hilfe von unseren Lesern, Redakteuren und Gastredakteuren. Und Neues gibt es in dieser immer noch relativ neuen Sportart auch zu berichten. Dazu finden die Leser in den Jahrbüchern die Artikel in ungekürzter und oft überarbeiteter Form, manchmal aktualisiert und manchmal mit zusätzlichen neuen Inhalten aufgepeppt. Trotz der Probleme in der Szene veröffentlichte das Cross-Skating Magazin 2018 seinen 500. Fachartikel über die Sportart. Die stellte einen absoluten Rekord dar, was das geschriebene Wort in diesem Fachbereich betrifft. Das waren ein paar positive Punkte.
Negativ war wiederum, dass die Abmahner-Pest Einzug erneut ein Einfallstor in den Redaktionsalltag suchte. Die üblichen Verdächtigungen sind in der Szene hinreichend bekannt und werden zunehmend gemieden, wie die Pest. Sie versuchen die verbliebene Reststruktur des Sports, die das Know-How bewahrt, mit ein paar bequem verdienten Euro als anrüchiges Almosen für sich herauszuschlagen. Damit nehmen sie in Kauf die bestehenden Informationsnetze rücksichtslos zu zerstören und den Ruf des Sport nachhaltig zu schädigen. Das Händlernetz lag schon seit Jahren brach nachdem, besonders ein Produkthersteller zu seinem Händlernetz selbst in Konkurrenz trat und es damit regelrecht eingedampft hatte. Auch damals glaubten Produkthersteller, es sei eine gute Idee Kunden, Trainer, Händler und andere Förderer ihres eigenen Geschäfts, einfach abzumahnen für vermeintliche Vergehen, die nur selten welche waren. Wie dumm, die Hand zu beißen, die einen füttert!
Trotzdem ging es weiter mit dem Magazin, das damit die perversen Zensurfantasien manch kranken Kopfes zu Nichte machte. Die Leser dankten es mit guter Resonanz. In Zeiten wie diesen, waren die Inhalte eines Fachmagazins über Cross-Skating offenbar gefragter denn je. Mehr autodidaktisches Lernen und mehr Training allein, wurden wieder alltäglicher bei den noch aktiven Sportlern. Und es geschah sogar das Wunder, dass der Sport weitere Neuzugänge erhielt. Das war erfreulich und nötig, denn es ist ja leider unvermeidlich, dass jedes Jahr einige Aktive aus gesundheitlichen Gründen den Sport an den Nagel hängen müssen oder, noch schlimmer, versterben. Cross-Skater sind eben häufig nicht mehr die Jüngsten. Das inzwischen hohe Durchschnittsalter der Cross-Skater, das inzwischen deutlich über dem fünfzigsten Lebensjahr liegt, motiviert aber andererseits auch, den Sport in höherem Alter zu beginnen und ihn so lange wie möglich zu betreiben.
Ganz in diesem Sinne, schreibt das Cross-Skating Magazin weiter, um den Sport zu erhalten und weitere Menschen für den Sport zu begeistern.
Artikelliste Cross-Skating Jahrbuch 2018/2019
Die Artikelliste am Anfang jedes Jahrbuchs gibt die Historie aller Artikel des Magazins wieder, die jeweils ausgewählten Artikel die daraus für dieses Jahrbuch ausgewählt wurden, sind in der Liste fett hervorgehoben. Die Artikelnummern vor den Kapitelüberschriften sind im Jahrbuch also nicht automatisch fortlaufend, weil unwichtige Artikel des Magazins in den Jahrbüchern nicht veröffentlicht werden. Alle Artikel, auch die hier nicht veröffentlicht sind, können aber online im Cross-Skating Magazin nachgelesen werden. Diese sind allerdings manchmal regional oder termingebunden und nicht mehr aktuell. Im Magazin gekürzte Artikel sind dafür in den Jahrbüchern in voller Länge zu lesen.
Januar 2018 484) Mitmachen bei der „Aktion Cross-Skating Treff“ 485) 1. Cross-Skating Quartal 2018 – Training, Touren, Trainingslager 486) Aufwärmen beim Cross-Skating – ja oder nein?
Februar 2018 487) Cross-Skating Bilanz 2017 488) Wie viel Training ist gesund? 489) 14-Stunden-Fasten 490) Pseudo-Doping: Ist vielleicht doch etwas dran?
März 2018 491) Erste lange Frühjahrs-Tour in Gross-Gerau 492) Ernährungsberatung und der Verkauf von Wonder-Food April 2018 493) Trainingslager – 4. Folge 494) 10 Jahre Herbstbiathlon in Sondelfingen 495) Cross-Skating Runde im Nord-Osten von Frankfurt auf LSD 496) Cross-Skating Klassiker rund um Frankfurt erneut abgerollt – der Grüngürtel Rundweg
Mai 2018 (4 Artikel) 497) 25. Internationaler Tag der Pressefreiheit 498) Vorstellung des Skike V9 Fire 499) Babylon XIV – Fachbegriffe des Cross-Skating Sports 500) 1. Langstrecke – Cross-Skate-Touren Plan 2018
Juni 2018 501) Cross-Skater laufen beim 8. Lauf gegen Depression in Gross-Gerau 502) Die ersten 500 Kilometer auf dem Skike V9 Fire Juli 2018 503) Babylon XV – Fachbegriffe des Cross-Skating Sports
August 2018 504) Cross-Skater Paradies Bretagne 505) Cross-Skating – der beste „All-In-One“ Workout? 506) Herbstbiathlon 2018 – leider-abgesagt
September 2018 507) Wieder ein heißer Cross-Skating Herbst 2018 508) Tour zur Burg Frankenstein im Odenwald 509) Cross-Skates sind tot – es lebe der Cross-Skating Sport 510) Erstbezwingung des Melibokus mit Cross-Skates
Oktober 2018 511) Interessantes Cross-Skate-Rennen in Trebur 512) Babylon XVI – Fachbegriffe des Cross-Skating Sports November 2018 513) Cross-Skating Kurse auch im Herbst und Winter Dezember 2018 514) Der Crosstrainer als Trainingsalternative – Teil 2515) Wann ist viel Sport nicht mehr gesund?
Januar 2019 516) Die Stärken des Cross-Skating Sports Februar 2019 517) Irrtümer über Cross-Skating und Cross-Skates
März 2019 518) Der Fernradweg Hanau-Bad-Hersfeld für Cross-Skater und Radfahrer
April 2019 519) Effizient trainieren
Mai 2019 520) Tag der Pressefreiheit: Informationsfreiheit unter Druck
Juni 2019 521) Cross-Skating mit allen Sinnen genießen – 1. Folge
522) Gedenken der Opfer der Meinungsfreiheit523) Cross-Skating Touren gehen immer – 420 km auf Cross-Skates nach Ulm Juli 2019 524) Bergrennen und Biathlon in Reutlingen fallen aus
August 2019 525) Rhein-Main Herbst-Tour am 3. Oktober September 2019 526) Veranstaltungen als Triebfeder des Sports 527) Bergrennen auf die Schwäbische Alb findet doch statt Oktober 2019 528) Cross-Skate-Werkstattfragen -Folge 3 – Knarrende Cross-Skates November 2019 529) Babylon XVII – Fachbegriffe des Cross-Skating Sports 530) Cross und Nordic-Skating Traininigscamp la Palma 2020
Dezember 2019 531) Preise bei den Cross-Skates wie in den Emiraten532) Elf gute Gründe, warum Cross-Skating gesund ist
Mitmachen bei der „Aktion Cross-Skating Treff“

Regelmäßiges Training ist das A und O in jeder Sportart. Doch nicht jeder hat das Zeug sich regelmäßig genug selbst aufzuraffen und und bei Wind und Wetter das ganze Jahr über sein Training durchzuziehen. Viele brauchen etwas Motivation und sogar die hartgesottenen „Alleinfahrer“ freuen sich manchmal über etwas Abwechslung durch eine gemeinsame Ausfahrt mit Sportsfreunden. In einigen Ausdauer-Sportarten haben sich schon seit Jahren Trainingstreffs bewährt. Am bekanntesten sind wohl die Lauftreffs, die im Rahmen der 1970er Jahre mit der „Trimm Dich“ Bewegung ins Leben gerufen wurden. Seit etwa 2005 gibt es auch einige Cross-Skating Treffs, doch im Vergleich zu den Lauftreffs nur in homöopathischer Verdünnung. Während heute wirklich jede Kleinstadt und fast jedes Dorf mindestens einen gut organisierten und regelmäßigen Lauftreff hat, könnten die meisten Großstädte in Mitteleuropa froh sein wenn sie nur einen einzigen Cross-Skate Treff hätten. Aber Treffs funktionieren nur lokal. So würde es in einer kleineren Großstadt kaum ausreichen nur einen Treff zu haben, denn kaum jemand nimmt gern eine längere Anfahrt zu seinem Sport-Training in Kauf. Nur lokale Treffs funktionieren, schon 15 Minuten Anfahrt mit dem Auto, schreckt ab und das zu Recht, denn es untergräbt ja ein wenig die Idee einen umweltfreundlichen Sport auszuüben. 15 bis 30 Minuten Anfahrt mit den Cross-Skates wären dagegen schon wieder eine erstrebenswerte sportliche Herausforderung. So gesehen sollte der Treffpunkt des nächsten Cross-Skate Treffs möglichst nicht weiter als etwa 5 km entfernt sein. Momentan ist das noch ein sehr hoher Anspruch, der noch nicht erfüllt werden kann. Betrachtet man aber die gesamten Verkaufszahlen von Cross-Skates von wahrscheinlich mehr als 100.000 Paaren, müsste heute in jedem Ort mit mehr als 3.000 Einwohnern bereits ein Besitzer von Cross-Skates leben. Ich weiß, dass in meinem Wohnort mindestens als 30 Cross-Skate Paare auf 25.000 Einwohner komme, wahrscheinlich sind es sogar noch mehr. Gekauft wurden die guten Stücke mit dem guten Vorsatz sie benutzen, dann sollte man es doch auch tun! Deswegen starten wir jetzt die „Aktion Cross-Skating Treff“ .
Gibt es keinen, mach‘ dir einen! So sollte das Motto der Cross-Skate Treff-Gründer sein und jeder darf zu einem Treff einladen. Oft ist die Motivation der Initiatoren die, dass sie sich selbst verpflichten zum Trefftermin regelmäßig raus zu gehen, um zu skaten. Sie sind damit also selbst ihre besten Kunden. Das darf man aber nur ideell sehen, denn ein Treff darf nichts kosten, sonst ist es kein Treff mehr. Wenn jetzt jemand einwendet, „ein oder zwei Euro kann ich doch für meinen Aufwand nehmen“, dann muss man fehlenden Idealismus unterstellen und das ist keine Grundlage zum langfristigen Aufrechterhalten eines Treffs. Denn wenn nur ein Regentropfen fällt, wäre schon ein Euro ein gutes Argument sich diesen einzusparen und schon ist die Idee geplatzt. Treffs sind also immer kostenlos! Treff sind und bleiben aber auch Treffs. Unterricht ist eine andere Seite des Sports, die ihre Berechtigung hat, aber nicht mit der Treff-Idee vermischt werden sollte.
Wie lang oder schnell sollten Treff sein? Man kann natürlich jede Dauer und jedes Tempo mit den Teilnehmern vereinbaren, aber ein guter Richtwert ist etwa eine Stunde Dauer, damit sich das Kommen auch lohnt. Natürlich erfordert das auch eine gewisse Ausdauer. Wer regelmäßig zum Treff kommt, wird damit keine Probleme haben, aber diese eine Stunde ist auf der anderen Seite auch der Knackpunkt. Eine Stunde hält man nicht auf Anhieb mit Cross-Skates durch und man sollte auch nicht auf dem letzten Loch pfeifend diese eine Stunde überstehen. Also ist vorher Training angesagt. Das ist leider die Phase, die ziemlich viele nie überwinden und vorher ihre Cross-Skates an den Nagel hängen. Routinierte Cross-Skater können das kaum noch nachvollziehen, aber hier sollte, wer vor hat einen Treff solide aufzubauen, vorübergehende Aufbauangebote anbieten. Hier wäre dann durchaus ein Betätigungsfeld für kommerzielle Trainingsangebote, Beispielsweise könnten nach einem Grundlagenkurs, etwas drei bis fünf aufbauende kürzere Übungs- und Trainingseinheiten angeboten werden. Danach sollte schon ein Formaufbau spürbar sei und die Stunde auf Cross-Skates zumindest in greifbare Nähe gerückt sein. Solche Betreuung ist intensiv und darf dann auch etwas Kosten. Hier sollte man ein gesundes Maß zwischen Kosten und nutzen für den beginnenden Cross-Skater finden. Uneigennützige Sportsfreunde lassen sich aber auch oft darauf ein, ihre künftigen Treff-Begleiter ganz langsam bei einem, 20-, 30-, 40-, 50- und am Ende einem 60-Minuten-Training anzuleiten.
Beim Tempo sind die Lauftreffs ja fein raus. Dank großer Teilnehmerzahlen gibt es dort mehrere Tempogruppen, dort kann also jeder sein passendes Lauftempo finden. Nur selten konnte ich dies in Cross-Skate Treffs umsetzen, zu gering sind oft die Teilnehmerzahlen, so dass man sich eigentlich immer nach den Langsamsten richtet. Diese sollte diese Rücksichtnahme aber auch respektieren und – wenn schon langsam – dies auch in gleichmäßigem Tempo durchhalten. Diese etwa eine Stunde Belastung sollte man also selbst gut einschätzen können und bereits selbst ausprobiert haben, bevor man am Ende noch den Treff an seinem eigenen Formeinbruch teilhaben lässt. Treffs sollten also immer mit gleichmäßiger Belastung durchgeführt werden! Das bedeutet selten ein konstantes Tempo, denn Steigungen, Gegenwind und Cross-Abschnitte sollten berücksichtigt werden.
Die Treff-Leiter haben die Aufgabe eine geeignete Strecke zu wählen, also für keinen der Teilnehmern zu schwer und von Anfang an das Tempo angemessen niedrig zu halten. Ebenso sollten sie aber auch, denn es ist ja „nur“ eine Stunde, diplomatisch für zügiges Vorankommen sorgen. Nötige Pausen kann man machen, aber auch nicht zu lange, mancher kühlt sonst aus oder hat sich seine Zeit für den Treff woanders gestohlen und kommt sonst in Termin-Not. Im Treff findet zwar kein Unterricht statt, auf gefährliche Fehler sollte man aber zu Gunsten aller Treff-Teilnehmer hinweisen. Die Teilnehmer sollten aber bitte selbst vorher für eine funktionsfähige und sichere Ausrüstung sorgen und der Gruppe keine vermeidbaren Pause durch wiederholte Einstellarbeiten unterwegs aufzwingen. Wer das nicht selbst kann, hat vielleicht die Möglichkeit sich mit einem erfahrenen Treff-Teilnehmer ein paar Minuten vorher zu verabreden. Wer mehr trainieren möchte, kann auch den Treff zum geselligen Einrollen nutzen und danach noch ein Training in individueller Intensität anhängen. Manchmal findet man auch dafür noch Begleiter.
Die Treff-Leiter müssen schon aus dem Grund mit unerschütterlicher Begeisterung bei der Sache sein, weil die Teilnehmerzahlen, besonders zu Anfang, so niedrig sind, dass man kaum von einer Gruppe sprechen kann. Deswegen sollten sie die Termine immer so legen, dass sie dann ohnehin vorgehabt hätten zu fahren, selbst wenn sie einmal allein am Treffpunkt stehen sollten. Und dann sollte man auch noch in der Lage sein, eine monatelange Kontinuität mit den Treff-Terminen durchzuhalten und immer wieder die Werbetrommel dafür zu rühren.
Wir helfen weiter! Das Cross-Skating Magazin veröffentlicht gern die Kontaktdaten zu regelmäßig stattfindenden Cross-Skating Treffs. Auch im Cross-Skating Magazin besteht die Möglichkeit den eigenen Treff einzutragen. Neben Hobbysportlern, bieten wir auch seriösen Cross-Skate Händlern und Trainern die Möglichkeit an der AKTION CROSS-SKATING TREFF teilzunehmen, indem sie unsere neutralen Flyer benutzen, die sie mit Ihren Kontaktdaten kostenlos (jedoch sonst inhaltlich unverändert) an potenzielle Cross-Skating Interessenten verteilen dürfen. Darauf stehen ganz kurz die Vorteile unserer Sportart. Das weckt die Neugier und kann helfen weitere Cross-Skater zu finden. Auch „einsame“ Cross-Skater haben so die Möglichkeit schneller ein sportliches Umfeld mit Gleichgesinnten aufzubauen. Hier geht es zum Link zum Download der Broschüre. Eine feste Ratgeber-Seite mit Tipps zum Einrichten und Betreuen von Cross-Skater-Treffs folgt in Kürze in diesem Magazin.
Aufwärmen beim Cross-Skating – ja oder nein?
Artikel 486 von Frank Röder am 19. Januar 2018.
Die klare Antwort gleich zu Anfang: Ja! Aber das bedeutet nicht, dass man ein turnvater-jahn-mäßiges Gymnastikprogramm durchexerzieren muss, bevor man mit dem Cross-Skating loslegt. Das kann auch unauffälliger geschehen.
Was passiert eigentlich beim Aufwärmen oder sollte dabei passieren? Nun, der Aufwärmvorgang ist vielschichtig und es ist oft gar nicht so sehr das Gefühl, dass einem „warm“ werden muss, bevor man anfängt. Verschiedene Bereiche des Körpers unterscheiden sich ganz erheblich in ihrer Vorbereitung bis sie optimal leistungsbereit sind.
1. Der Kopf: Zum einen muss man bereit sein (zumindest Lust haben) zur sportlichen Aktivität. Das kann abgestuft sein von riesiger Vorfreude bis hinunter zum inneren Ruck der gerade so ausreicht, den Inneren Coach-Potatoe zu überwinden. Wann muss also wollen, kann sich aber darauf immerhin oft mehrere Stunden lang vorbereiten, wenn das Training im Voraus geplant wird.
2. Die Koordination muss sich einstellen. Die motorischen Zentren springen im Gehirn bereits an, allein wenn man nur an die bevorstehenden Bewegungen denkt. Oft ist aber eine konzentrierte mehrminütige und technisch saubere Bewegungsausführung noch wirksamer, damit die entsprechenden Gehirnregionen auch vollständig aktiviert werden und dadurch die Bewegungen noch flüssiger und exakter durchgeführt werden können. Oft ist das schon nach 5 bis 10 Minuten der Fall, manchmal kann es aber auch länger als 30 Minuten dauern bis man motorisch richtig „rein kommt“.
3. Die Muskulatur muss warm werden. Dann ist sie geschmeidiger, hat einen geringeren inneren Widerstand und ist weniger verletzungsanfällig. Außerdem wird durch die verstärkte Durchblutung beim Erwärmen die Versorgung des Muskels mit Sauerstoff und Nährstoffen (= u.a. Energie) verbessert, er wird also tatsächlich leistungsfähiger. Da sich manche Männer, technische Vorgänge nur im Vergleich zum Auto vorstellen können: Hier ist tatsächlich der Vergleich mit einem Motor angebracht, der warm gefahren wird, das „Öl“ wird dünnflüssiger, gelangt in alle Bereiche vom Motor und Getriebe und die Mechanik läuft leichter. Auch der nachfolgende Punkt ist damit vergleichbar. Im Körper werden jedoch viel mehr Systeme „hochgefahren“, weil er doch viel komplizierter als der aufwändigste Motor ist.
4. Die Gelenkschmierung wird verbessert. Beim Aufwärmen wird die Gelenkschmierung verbessert. Der Stoffwechsel von Knorpeln ist außerdem auf leichte „Pumpbewegungen“, Rüttelbewegungen oder Lastwechsel angewiesen, die Nährstoffe in das Knorpelgewebe eintragen. Da diese Prozesse nur langsam anlaufen, sollte natürlich nicht mit hoher Belastung begonnen werden. Männer hergehört: Das entspricht ebenfalls dem Warmfahren eines Motors. „Schnellstarter“ riskieren, muss aber nicht zwangsläufig sein, einen erhöhten Gelenkverschleiß (= Arthrose), Langsamstarter verbessern dagegen die Eigenschaften und damit auch Haltbarkeit ihrer Gelenke.
5. Stoffwechselprozesse laufen an. Alles, was mit der Energiegewinnung im Körper zu tun hat, wird ebenfalls stärker aktiviert. Der anaerobe Stoffwechsel (ohne Sauerstoffverbrauch mit Milchsäurebildung) steht zwar sofort zur Verfügung, sollte aber aus den genannten Gründen nicht gleich zu Anfang durch einen Zwischenspurt beansprucht werden. Der aerobe Stoffwechsel (mit Sauerstoffverbrauch) steht langfristig zur Verfügung und ist daher der, den wir bei Ausdauer-Leistungen überwiegend nutzen. Für Ausdauerbelastungen bis rund 70 bis 90 Minuten spielt die Energiegewinnung aus Kohlenhydraten (Muskelglykogen, ein stärkeähnlicher Zucker) eine große Rolle. Längere Belastungen werden überwiegend aus dem Fettstoffwechsel mit Energie abgedeckt. Auch zum Abnehmen ist der Fettstoffwechsel bedeutend, er sollte zu diesem Zweck mit längeren ruhigen Trainingseinheiten trainiert werden und kann bei hochtrainierten Sportlern sogar sehr viel Energie zur Verfügung stellen – und das mitunter viele Stunden lang. Das ergibt dann bei Hochtrainierten auch ein erstaunlich hohes Dauertempo. Um in jenen sinnvollen Fettstoffwechseltrainingsbereich zu gelangen, muss sich ein Anfänger diszipliniert über rund eine Stunde mit recht geringer Belastung „aufwärmen“. Das muss man erst einmal durchhalten.
„Profis“ oder Sportler auf beinahe Profi-Trainingsniveau besitzen, spüren sogar, ob sie „auf Fettstoffwechsel laufen“ und kommen auch erheblich schneller in diesen Bereich. Oft können sie schon nach 20 bis 30 Minuten mehr als die Hälfte ihres Energiebedarfs aus ihren Körperfetten decken.
6. Die Organdurchblutung nimmt zu und muss auch zunehmen. Besonders die Sauerstoff transportierenden Organe müssen pausenlos optimal funktionieren. Das betrifft natürlich die Lungendurchblutung, was viele Asthmatiker oft daran spüren, dass sie beim Sport sogar recht gut Luft bekommen. Noch wichtiger ist aber die Durchblutung der Herzkranzgefäße, die sich bei Aufnahme der Belastung notwendigerweise erhöht, aber leider nicht schnell genug für einen „Blitzstart“, was zu leichter bis stärkerer Sauerstoffunterversorgung des Herzmuskels führen kann. Bei leichter Unterversorgung erreicht das Herz nicht seine volle Leistungsfähigkeit, stärkere Unterversorgung kann aber bei entsprechender gesundheitlicher Veranlagung oder akuten Gesundheitsproblemen, sogar bedenklich werden.
Untersuchungen an 45-jährigen männlichen trainierten Marathonläufern haben ergeben, dass es ohne Aufwärmen schon bei einem Puls von 145 bis 150 Defizite in der Durchblutung der Herzkranzgefäße gab. Ohne Folgen zwar, in diesen Fällen, aber das muss ja nicht sein und es hört sich auch nicht erstrebenswert oder gesund an.
Wie sollte man sich aufwärmen? Das kann ein leichtes Gymnastikprogramm sein, aber es sollte angemessen ausgewählt werden, denn manche unpassende oder schlecht durchgeführte Gymnastik tut deutlich mehr weh, als einfach nur locker loszufahren. Wegen der geringen orthopädischen Belastung beim Cross-Skating ist auch ein Verletzungsrisiko beim verhaltenen Losfahren so gut wie nicht vorhanden.
Beim Aufwärmen mit Puls 120 bis 130, verbesserte sich in Tests die Durchblutung innerhalb von 2 bis 3 Minuten deutlich messbar und schon nach 5 Minuten war keine weitere Verbesserung mehr feststellbar. Trotzdem dauert es oft noch etwas bis die Muskulatur wirklich warm und weniger verletzungsanfällig wird. Besonders verletzungsanfällig ist unser Sport aber auch unaufgewärmt nicht, so lange man keinen Fahrfehler macht, die abrupte Bewegungen erfordern. Jedenfalls habe ich auch durch einige, zugegeben unvernünftige, „Kaltstarts“ noch nie irgendwelche muskulären Probleme bekommen. Noch nicht einmal das Gefühl, die Muskulatur sei noch „dicht“, das ich aus allen anderen Sportarten kenne, war bei mit beim jemals Cross-Skating zu spüren.
Deswegen aber trotzdem Vorsicht, denn was die „Pumpe“ macht, spürt man in diesem Moment noch nicht. Auch die Koordination braucht ihre Zeit bis sie optimal abläuft. Das ist aber individuell sehr verschieden, zwischen 5 und 30 Minuten. Generell kann man sich an den alten Pauschalwert von 15 Minuten Aufwärmen vor höheren Belastungen halten. Ein typischer „Mittelpulser“ (Anaerobe Schwelle bei ca. 170), sollte beim Aufwärmen mit Puls 120 bis 125 beginnen und kann nach 6 bis 10 Minuten auf 130 bis 135 hochgehen.
Wer das Glück hat, etwas schneller zu sein, wird beim Training mit erheblich langsameren Sportlern schon festgestellt haben, dass ein sehr langes Aufwärmen auch sehr günstig vor längerem Training sein kann. Z.B. 30 bis 40 Minuten mit Puls 120 in der Gruppe einrollen, dann klinken sich die Langsameren aus und man darf nach Herzenslust Gas geben. Gas geben funktioniert dann gut, doch der Puls bleibt trotzdem noch recht lange Zeit in einem erstaunlich niedrigen Pulsbereich. Das kann ja nur gut sein, besser jedenfalls als ein Herzkasperl wegen zu hohem Stresspuls zu riskieren,was eine typische Wettkampfsituation bei sehr nervösen Sportlern wäre .
Dehnprogramme braucht man eigentlich nur, wenn man Defizite in der Flexibilität bestimmter Muskelgruppen hat. Dies aber bitte von Fachleuten prüfen lassen. Das Dehnen sollte dann entweder nach dem Training geschehen, wenn es nicht zu erschöpfend gewesen ist (dann würden die Muskeln durch die Dehnung noch mehr gestresst werden) oder direkt nach dem Aufwärmen. Dies würde dann aber bedeuten: Cross-Skates wieder ausziehen, Dehnprogramm durchführen, Geräte wieder anlegen und los geht’s. Das liegt den meisten Cross-Skatern gar nicht, besonders den Cross-Skatern, die feste Schuhe am Skate haben.
Da machen gezielte Dehnprogramm, die separat ins Training eingeflochten, werden schon mehr Sinn. Zweimal die Woche, „Problemfälle“ auch bis zu viermal, wären schon sehr effektiv. Was man auf keinen Fall tun sollte, ist ein Dehnprogramm mit angelegten Sportgeräten zu machen. Man hat dann genau die Bewegungseinschränkungen durch das Sportgerät, die man ja durch das Dehen eigentlich los werden möchte. Auch Dehnungen mit Stöcken sind in den meisten Fällen nur „sinnvoll“ für’s Website-Foto oder für die Produktwerbung. Welcher Radfahrer, beispielsweise, macht seine Gymnastik schon auf dem Rad sitzend? Sich mit den Dehnübungen nach dem Sportgerät zu richten (es also nicht abzulegen) wäre daher grundverkehrt, denn nach seinen eigenen Defiziten sollte man sich richten.
Es ist auch aus dem gleichen Grund selten sinnvoll, dass man mit einer ein Gruppe im Gleichtakt die gleichen Dehnübungen macht, da nicht alle die gleichen Probleme oder Dysbalancen haben. Sinnvoll ist in fast jedem Fall die Dehnung des Fußhebers (der Scheinbeinmuskel) und des Hüftbeugers (die Leiste). Oft ist auch Wadendehnung sinnvoll, weil eine flexible Wade das Anheben des Vorderrades und den Bodenkontakt des Hinterrades erleichtert. Ansonsten machen wir ja keine extremen Bewegungen, die eine besondere Beweglichkeit (wie Turnen oder Schwimmen) erfordern. Wenn man keine individuellen Defizite hat, kann man sich alle weiteren Dehnungen sparen. Da kommt unser Sport den „Faulenzern“, die nichts tun wollen, außer einfach nur fahren, ziemlich entgegen.
So kann das Aufwärmen bei Cross-Skating, in den meisten Fällen, in zurückhaltendem Anfangstempo durchgeführt werden, bei dem man auf hohe Belastung und Schwierigkeiten verzichtet und sehr auf eine korrekte Bewegungstechnik achtet.
Eine Ausnahme sollte man aber vielleicht bei sehr heißem Wetter machen. Wer Hitze nicht so gut verträgt, aber sich bei heißem Wetter doch eine kleine Dosis Bewegung gönnen möchte, sollte dann nämlich möglichst kalt starten. Da diese heißen Trainingseinheit bei weniger hitzevertäglichen Personen ohnehin zeitlich begrenzt sind, kann man mit einem solchen „Kaltstart“ seine Trainingsdauer um einige Minuten verlängern, bevor es einem zu heiß wird.
Cross-Skating Bilanz 2017
Artikel 487 von Frank Röder am 1. Februar 2018.
Nach einem Monat der Besinnung und der Recherche stellen wir leider fest: Es steht momentan leider nicht gut um unseren Sport. Das Jahr 2017 war seit etwa 2005 das Jahr mit der negativsten Bilanz, wenn man das Mittel jener Faktoren einbezieht, was die Szene einer Sportart ausmacht. Diese etwas düstere These wagen wir hier konkret darzustellen. Natürlich kann sich das ändern und das soll es auch. Genau aus diesem Grunde werden hier ja die Probleme angesprochen, denn durch die leider noch zu verbreitete Ignoranz würden sie noch weiter wachsen. Aber nach wie vor ist und bleibt der Cross-Skating Sport genial , ich kenne keinen Sport, der dem Sportler so viel gibt, wie diese Sportart! Was liegt also im Argen?
Die kurze „jüngere Geschichte“ Mein Beobachtungszeitraum der aktuellen Historie erstreckt sich über rund 14 Jahre (als Cross-Skating-Sportler, -Personaltrainer, -Händler, -Autor), aber hervorheben möchte ich zunächst einen kurzen Zeitraum zwischen 2007 und 2009 in dem es eine Art Renaissance* der Sportart gab. Danach kam eine knapp zweijährige Stagnation und danach ein Abwärtstrend, der bis heute anhält. Die aktiven Sportler können das kaum nachvollziehen, weil sie mehr denn je überzeugt davon sind, den richtigen Sport zu betreiben sind sind mit den Jahren tief verwurzelt in dieser Sportart. Mir geht es eben so.
Vieles ist heute fast genauso, wie vor rund einem Jahrzehnt: Schon damals gab es einige Engagierte, die sich professionell mit dem Sport befasst haben und die nicht so recht zu den zahlreicheren schlecht ausgebildeten Gelegenheitsverkäufern passten. Es war schon damals klar, dass das auf Dauer nicht gut gehen könnte. Welcher Fachmann möchte sich schon von Dilettanten ins Geschäft reden lassen? Doch das geschah immer wieder, der Cross-Skate-Handel wurde als „lustiger Nebenerwerb für Ahnungslose“ vermarktet und ebenso aufgenommen. Der Schwarze Peter liegt hier ziemlich klar, bei denen, die jene Ahnungslosen und auch die mit Ahnung bezahlt haben: Die Großhändler und die Kunden. Beide Seiten setzten so gut wie keine Qualitätsmaßstäbe an, was die Qualifikation für Verkauf, Service und Ausbildung betraf. Leider wurde fast jede Form der Qualifikation und Pseudo-Qualifikation als weiteres Geschäft angesehen, leider auch wieder als ein „Geschäft für Ahnungslose“. In keiner Sportart ist mir ein so schlechtes Ausbildungssystem begegnet, wie in der Sportart Cross-Skating (oder wie man es auch immer alternativ nennen mag). Einzelne Ausbilder, waren zwar rühmliche Ausnahmen, doch das war keinem Ausbildungssystem sondern den individuellen Fähigkeiten jener Personen zu verdanken.
Schon damals, bis 2009 gab, es einen deutlichen Kontrast in den Beweggründen und in der Kompetenz der Schlüsselfiguren der Szene, bzw. denen, die sich zu Schlüsselfiguren erklärten. Technisch ist zwar viel passiert in dieser Zeit, aber noch lange nicht genug und viel zu wenig ist auf den Markt gekommen, das die Entwicklung wirklich stark voran gebracht hat. Man kann leider nun ansatzweise von einer Weiterentwicklung der Hardware sprechen. Die oft als Fortschritt erwähnten 8-Zoll Reifen gab es schon vor rund 30 Jahren an US-amerikanischen Cross-Skates. Die Wartungsfreundlichkeit der Cross-Skates hat in den letzten drei Jahren leider wieder abgenommen. Oft wurde auf Schrauben verzichten und somit der Cross-Skater von einfachen Wartungsarbeiten ausgeschlossen. Nach dem Quantensprung durch den Umstieg weniger Cross-Skate Hersteller auf Alu-Bremsbeläge, haben sich in der Bremsentechnik wieder Rückschritte auf dem Markt verbreitet. Der größte davon steckt aber immer noch in den Köpfen, denn zwei Bremsen, bremsen besser als eine und die spezielle „strenge“ Art die Bremsen einzustellen, hat es erst ermöglicht den Cross-Skates zu ihrer sensationell günstigen Unfallstatistik zu verhelfen. Schlecht eingestellt verschenkt man also Sicherheitspotenzial. Es gibt immer noch Händler und „Trainer“, die das nicht wissen. Null Stürze im Jahr auf die „Hinterseite“ sind nämlich besser als zwanzig (ohne Bremse oder zu „lasch“ eingestellt) oder zehn (Bremse nur an einem Skate vorhanden, auf der anderen Seite kracht’s wie gehabt).
Damals wie heute gibt es rund sechs Hersteller von Cross-Skates – heute nur teilweise die gleichen wie damals – und heute wie damals, sind nicht alle Produkte wirklich marktfähig. Cross-Skating Vereine konnten wir in der jüngeren Geschichte der Sportart drei zählen, plus eine Cross-Skating Abteilung, zwei davon gibt es nicht mehr und die in einem Ski-Club gegründete Cross-Skating Abteilung hat, mangels Interesse der Skiläufer, schon wieder aufgegeben. Eins zu vier also leider gegen den Sport. Die Lehre daraus müsste lauten: Zur typisch deutschen Vereinsgründung ist der Sport zu klein und die Verbindlichkeit der Sportler zu gering. Die jüngste Schätzung geht ja immerhin nur noch von deutlich weniger als 1000 Aktiven in Deutschland aus. Ziemlich aussichtslos ist es auch, die Positiv-Floskel „e.V.“ eines Vereins aus Werbegründen für sein damit verbundenes Geschäft oder andere kommerzielle Angebote nutzen zu wollen, das geht schon aus steuerlichen und gesetzlichen Gründen schief. Es wäre naiv, so zu handeln. Davon abgesehen, wäre die Existenz des Vereins schon mit der ersten Abmahnung teuer beendet. Vereinsarbeit ist vor allem eins: Arbeit, und zwar überwiegend unbezahlte!
Die Informationspolitik Der Sport ist immer noch kaum bekannt. Eine plausible Informationspolitik zu Gunsten der Sportart hat es nie gegeben. Es gab wohl lobenswerte seriöse Informationsquellen, aber leider waren in der Überzahl zahlreiche Fehlinformationen und verfälschende Mitteilungen auf allen möglichen Medien vertreten. Begonnen auf Websites, in Foren, auf YouTube bis hin sogar ins Regional-TV. Qualität und authentische Berichte von erfahrenen Cross-Skatern waren hier eindeutig in der Minderheit. Viele die mit Cross-Skating gerade angefangen hatte, hinterließen auf irgend welchen Medien ihre „ultimativen Tipps“ und ließen den Sport dann wieder bleiben, bevor sie wirkliche Erfahrungen im Cross-Skating sammelen konnten. Als Faustregel kann man davon ausgehen, dass regelmäßige 1000 bis 1500 km Cross-Skating Praxis jedes Jahr notwendig sind, um überhaupt nachvollziehbare Fortschritte aufzubauen und nicht jedes Jahr nach Ostern fast wieder bei null anzufangen. Und wer sich „Trainer“ schimpfen will, sollte sich das nicht mit weniger als 3000 Cross-Skating Kilometern in den Knochen wagen.
Anfänger zu beraten, wenn man selbst noch Anfänger ist, das ist keine wirklich gute Idee, aber gerade in Foren wurden ja einige kompetente Urgesteine des Sports vergrault. Diese ziehen jetzt leise und ganz in Ruhe ihre tausende von Kilometern in den Wäldern oder in Spezialisten-Foren ihrer Runden, fernab vom lauten Trubel manches Selbstdarstellungs-Portals. Ahnungslosigkeit war also lange Zeit Programm – ja es wurden sogar Sportgerät-Erfinder in manchem Forum von Anfängern „blöd angemacht“, die glaubten, ihre zwanzig Einträge dort seinen ein Art von Kompetenznachweis. Es wird sogar – und das offenbar nur im Cross-Skating Sport – manchmal die Meinung vertreten, dass man gar keine qualifizierten Ausbilder und Fachleute benötige und Anfänger am Besten von Anfängern lernen sollen. Mit dieser schmerzhaft schrägen Logik sollte man seine Kinde nicht in die Schule schicken, um lesen zu lernen, sondern auf den Spielplatz. Kein Wunder, dass sich viele Fachleute aus den lauten Portalen, die so etwas fördern, zurückgezogen haben. So kann man einen Sport doch kaum ernst nehmen!
Wer selbst überzeugt ist, sollte andere überzeugen!Aktive Cross-Skater verstehen kaum noch, wie von den Sport nicht überzeugt sein kann, denn der Sport reißt einen mit, wenn man ihn erst einmal richtig begonnen hat. Richtig begonnen? Für die meisten bedeutet das in den ersten Wochen, etwas häufigeres konzentriertes Üben, am Besten drei bis fünfmal pro Woche und dann den schonenden Übergang immer mehr zum längeren Ausdauertraining hin. Nach etwa 20 bis 30 Trainingseinheiten hat es dann fast jeden gepackt, der erst einmal so weit gekommen ist. Jede weitere Überzeugungsarbeit scheint dann überflüssig zu sein, man ist regelrecht infiziert und das praktisch ohne schädliche Nebenwirkungen und bei vergleichsweise geringen laufenden Kosten. Der Aufwand ist für das, was einem der Sport gibt, fast verschwindend gering. Pro Trainingsstunde wenden Cross-Skater oft weniger als einen Euro Kosten für Materialabnutzung auf – es gibt nur wenige günstigere Sportarten. Am Sport und den Sportgeräten selbst kann es also kaum liegen. Doch leider ist der Sport kein Selbstläufer, denn zu viele steigen wieder aus, bevor sie richtig begonnen haben.
Gute Argumente wurden oft nicht gut vermittelt Doch die Vorteile des Cross-Skatings scheinen sich auch heute noch viel zu wenig herumzusprechen. Vielleicht liegt es an den Informationsmedien? Womöglich auch an den kommunizierten Inhalten. Falsch ist ganz sicher, dass Cross-Skating dem Skilaufen gleicht und es ein Trendsport sei, wie es aber leider immer wieder bestimmte Quellen verbreiten, die vorher schlecht recherchiert haben. Cross-Skating ist Cross-Skating und kein halbwegs reifer Mensch will sich nachsagen lassen Trends hinterher zu hecheln. Sportler lockt man damit also kaum, besten falls Geschäftsleute die darauf hoffen mit Trends schnelles Geld verdienen zu können. Doch dieser Hut ist so alt, ich glaube schon in den 90ern nannte man solche kommerziellen Trend-Folger „Papageien“oder so ähnlich. Brave standardisierte Werbesprüche aufsagen, laut das Werbemaskottchen spielen und als Erster den Reibach machen! Damit ist aber immer ein Ende eines Trends in Aussicht gestellt. Produkt-Trends dauern drei bis maximal sechs Jahre, für so eine kurze Zeitspanne ist nicht jeder bereit eine neue Sportart zu erlernen, auch wenn es noch so leicht fällt. Einem Sport tut so etwas nicht gut. Ich bezeichne Cross-Skating daher gerne viel zutreffender als Life-Time-Sportart, die man fast sein ganzes Laben lang fortführen kann. Solcherlei langfristige Planung öffnet Türen für die Bereitschaft, sich langlebige und hochwertige Sportgeräte zuzulegen und eine Sportart konsequent und langfristig zu erlernen. Freilich erfordert so eine Ausbildung auch gut ausgebildete Ausbilder, was in Cross-Skating immer noch ein absolutes Manko ist. Von Anfang an wurden nicht nur jede Menge „Gefälligkeits-Trainer-Lizenzen“ verschenkt, sondern zur exponentiellen Förderung des Produktverkaufs auch „Trainer-Ausbilder“ aus dem Boden gestampft, deren Ausbildungsqualität man zur Recht kritisch betrachten darf. Diese Problematik zieht sich aber schon seit Anfang der Cross-Skating Renaissance* wie ein brüchiger roter Faden durch die Szene.
Geschäft versus Sportlichkeit? Hier liegt vielleicht auch eine andere Wurzel des Übels. Zu vielen eigentlich nur sportlich interessieren Kunden wurde mit dem Sport zusätzlich oder sogar in erster Linie ein lukratives Geschäft in Aussicht gestellt (das hätte man sich dann schriftlich geben lassen sollen) und damit wurde oft eine gewisse Verkrampftheit mit jeder Auskunft über den Sport mittransportiert, die leider oft primär auf das Geschäft mit dem Interessenten zielte. Fast im Chor wurden sogar, bei sonst üblicherweise entspannten Videos von Freizeitsportlern, Hersteller-Werbeslogans aufgesagt – die Masse der Hobbysportler wurde quasi als gratis Werbeträger für bestimmte Produkte genutzt. Das ist zwar legitim, aber bitte nicht so plump und papageienhaft, das schreckt viele nur ab! Den Sport bewerben ist die eine Sache, das ist immer noch nicht genug geschehen. Eine Marke zu bewerben, direkt oder indirekt, ist eine andere Sache. 2007 hörte ich auf einer so genannten Trainer-Ausbildung einen Teilnehmer verärgert sagen, „Bin ich hier auf einer Tupper-Party?“. Nichts gegen die praktischen Plastik-Kübel, aber sehr deutlich wurde die Ähnlichkeit im Vertriebssystem, das damals fast jeden unbedarften Kunden zum Händler oder sogar Ausbilder machen wollte. An diesem Prinzip hat sich bis heute immer noch nicht viel geändert. Destruktiv war vor allem, dass insbesondere seriös arbeitende Händler, die sich professionell mit der Materie und dem Sport auseinandersetzten, es schwer gemacht bekamen. Von Seite mancher Hersteller wurden sie, bei ungleich höherem Aufwand an Vertriebskosten sogar mit Nebeneberufsverkäufern gleichgesetzt oder sogar benachteiligt. Trotz handelsüblich professioneller Verkaufsabwicklung gegenüber einem Zubrot ohne große Verpflichtungen (oder Kompetenzen) der Gelegenheitsverkäufer. Es gab sogar Händlerverzeichnisse für die der Händler für die Auflistung dort rund 40 € Monatsgebühr zahlen sollte. Ein sehr exklusiver Obolus ohne absatzsteigernde Verpflichtungen des Produktherstellers. So verstärkte sich der Eindruck, dass die Idee des Sport einfach radikal zum Kohle machen ausgenutzt werden sollte, egal wer zahlte. Dies konnte die Qualität des Handels nur ausdünnen und verstärkte den Eindruck eines schnellen Trends bei dem einige das schnelle Geld machen wollte bevor der Trend einbrach. Nun der Marketing-Trend mag eingebrochen sein, den Sport gibt es noch, ebenfalls einige überzeugte Sportler.
Veranstaltungen Die Tendenz der Veranstaltungszahlen ist derzeit abnehmend! 2017 gab es etwa so viele Cross-Skating Veranstaltungen wie 2007, dazwischen aber deutlich mehr, nämlich bis zu 53 Veranstaltungen pro Jahr, wahrscheinlich sogar mehr. Ab 2010 gab es zwar einen deutlichen Qualitätseinbruch bei vielen Veranstaltungen, dies wurde aber durch viel ehrenamtliches Engagement und einige neue kostenlose und preisgünstige Angebote etwas ausgeglichen, so dass die Zahl der Angebote bis etwa 2015 beinahe konstant bleib. Danach kamen zum Glück einige wenige hochwertige Veranstaltungen neu dazu, die Menge der Angebote konnte aber, bei den sinkenden Aktivenzahlen, nicht mehr gehalten werden. Es ist auch wirklich schwer für 2018 sicher deutlich unter 1000 Aktiven Cross-Skater, Angebote aus dem Boden zu stampfen bei denen alle auf ihre Kosten kommen - sportlich gesehen. Schnellstmöglich soll im Cross-Skating Magazin ein Special für Veranstalter erscheinen, in dem interessante Veranstaltungsvarianten vorgestellt werden sollen.
Irritierende Vermarktungsstrategien Praxiserfahrungen wurden leider zu selten für Vermarktung und Produktentwicklung genutzt, denn in der Praxis konnten fast keine nachhaltigen Wirkungen auf die Weiterentwicklung durch das Feedback von Kunden und Händlern nachgewiesen werden. Der Warenumschlag fand zu oft bei Ebay oder "aus dem Kofferraum" statt, anstatt in Ladengeschäften. Trotzdem wird die große Lüge von "Fachhändler" immer noch gepflegt und in irritierender Weise verbreitet. Viele erklären sich gern unlauter selbst zum Fachhändler oder finden sich ohne weitere Qualifikation und Anstrengung auf Händlerlisten. Nicht jeder, der Ware gegen Geld beschafft, darf sich wirklich Händler schimpfen. Unterstützt haben diese von Anfang an zum Scheitern verurteilte Tendenz jene "Händlerlisten" auf denen so gut wie jeder Unqualifizierte aufgeführt werden kann. Wer als Kunde versuchte von solchen Listen nur zehn Kontaktadressen zu erreichen, kann oft froh sein überhaupt eine einzige kontaktieren zu können. Und wer kauft schon gern bei der einzig möglichen Option? Aber viele geben auch auf, bevor sie zehn Kontakte ausgetestet haben. So verdampfte schon immer ein riesiges Potenzial an künftigen Cross-Skatern.
Nur wenige seriöse Händler ackerten, trotz oft schwieriger Händlerkonditionen, weiter, die unter anderem waren: extrem dünne Händlermarge, Qualitätsschwankungen, mangelhafte Produktkonzepte oder Gewährleistungsabwicklung, undurchsichtige Bevorzugung anderer Händler, lange Lieferzeiten und Lieferengpässe oder "Vorfinanzierungsmodelle" durch die Händler selbst. Ausgerechnet diese Händler - wahrscheinlich weil bei ihnen die größten "Reichtümer" vermutet wurde - wurden dann gern durch Abmahnungen von Produktherstellern (!), aber auch durch andere Möchtergern-Händler, in ihrem finanziellen und zeitliche Handlungsspielraum eingeschränkt. Eine Branche, die sich selbst kannibalisiert, scheint kaum überlebensfähig zu sein. Davon abgesehen, dass eine Branche, die so ihr Geld verdient, als ausgesprochen schäbig gilt, kann man auf so einem "Schlachtfeld" kaum arbeiten.
Viele der so genannten Händler waren oft nur Vermittler, die Provisionen erhielten, aber nicht wirklich handelten, keine Lager und keine Demo-Ware hatten und auch keine Verantwortung und keinen Service übernahmen. Das „Kistenverschieben“ war schon immer bei den seriösen Händlern gefürchtet, jetzt ging es sogar ohne die Kisten anzufassen.
Was alles schief gegangen ist Das Blöde ist, das es keine garantierte Patentlösung aus dem Dilemma gibt und es weiterhin nur Einzelne mit viel Einsatz versuchen können, die Situation zu ändern. Hier eine unvollständige Liste mit auffälligen Punkte, die bisher Probleme bereitet haben.
Schneeballsysteme sind unbeliebt. Sei es durch Anwerben der gesamten Verwandtschaft und Bekanntschaft oder durch die Tatsache, dass dieser Teich bald leer gefischt ist und oft nur ein unbeliebter Angler übrig bleibt.
Umgehen des Einzelhandels ist immer fahrlässig. Um den Handel mit seinen soliden Strukturen zu stärken erfordert es, keinen Handel über Auktionsplattformen, kein Garagenverkauf (oder anderer „Nebenbei-Verkauf“), keine Provisions-“Händler“.
Konkurrenz zum Einzelhandels schreckt die kompetentesten Aktiven ab. Wenn die Hersteller selbst als Online-Shop verkaufen, fragen sich viele Händler zu recht, wozu sie dieser Firma auf die Sprünge geholfen haben.
Vorabfinanzierung durch Händler oder Kunden ist anrüchtig. Egal, ob man es als Crowdfunding verpackt (Cross-Skates sind ja absolut keine neue Idee!) oder ein noch nicht hergestelltes Modell auf viele Monate durch bezahlte Vororder von Händlern und Kunden (!) vorfinanzieren lässt, wenn ein Hersteller nicht bereit ist dieses unternehmerische Risiko ganz selbstverständlich zu übernehmen, bekommen viele Händler und Kunden kalte Füße und lassen sich auf so ein Abenteuer gar nicht erst ein. Dabei wäre der Sport an sich ein sehr lohnenswertes Abenteuer.
Fehlende Förderung des Einzelhandels ist fahrlässig. Für Einträge auf Händlerlisten, die Händler bezahlen zu lassen, klingt nicht nach Verkaufsförderung. Auch zu geringe Handelsmargen drosseln die Bereitschaft zum Engagement für ein Produkt.Umgekehrt fördern aber zu große Margen die Verkaufslügen, die verbreitet werden, damit ausgerechnet dieses Produkt bevorzugt verkauft wird.
Die Qualität der Produkte ist zu wechselhaft. Qualitätsstufen,die einmal erreicht wurden, wurden leider zu oft bei Nachfolge-Modellen wieder abgebaut. Auch die wenigen spezialiserten Werkstätten haben keine Qualitätsstandards. Mancher der in der Branche sogar Geld verdient, weiß noch nicht einmal, dass ein Innensechskant Inbus heißt.
Cross-Skating als eine Art Nordic-Walking, Inline-Skating oder Sommerski zu verkaufen, kommuniziert nicht das ganze Potenzial des Sport. Er ist kein Ersatz, sondern den genannten Sportarten in vielen Punkten überlegen und dazu noch vielseitiger. Womöglich ist dies auch eine Schwäche in der Ausbildung bei den Cross-Skating Fachkräften.
Treffs für Cross Skater sind zu rar. Der Puls eine Sportart schlägt im regelmäßigen und möglichst kostengünstigen Training. Daher sind Treffs kein Spielplatz für kommerzielle Treff-Veranstalter (sollte man nie machen!), sondern für ehrenamtlich orientierte Aktive, die so total angefressen vom Cross-Skating sind, dass sie gern ihre Zeit in einen Treff investieren.
„Geiz ist geil“, ist überholt, das müssten auch die Geizigsten Käufer schon kapiert haben. Genau diese Einstellung hat der Branche aber übel zugesetzt, dass müssen sich die Konsumenten vorwerfen lassen! Man bekommt, was man bezahlt, wenn etwas „billig“ ist, wurde an anderer Stelle gespart, das ist ein wirtschaftliches Naturgesetz,gegen das niemand verstoßen kann. Und noch schlimmer: Oft bekommt man noch nicht einmal was man bezahlt! Es lohnt sich daher immer die Qualität zu durchleuchten, ob im Wareneinkauf oder bei Dienstleistungen, in jeder Branche! Wenn aber offensichtlich gut Qualität geboten wird ist Geiz am falschen Platz. Mehr als einmal habe ich nach langen informativen Telefonaten oder aufwändigen Beratungen oder Probefahrten von kruden Kunden die Erpresser-Pistole auf die Brust gesetzt bekommen und ich solle nun nach diesem Aufwand ihnen jetzt den günstigsten Preis auf dem Markt bieten. Nichts gegen faires Verhandeln, aber solche Kobolde fliegen bei mir raus und werden von mir nicht mehr bedient, wie jeder, der mich versucht über den Tisch zu ziehen. Und bin ich nicht der einzige bemühte Händler in der Szene, dem das passiert ist.
Und die Prognose? Wir sind 2018 im Durchschnitt kaum dort angelangt, wo wir schon 2008 schon hätten sein können! Den wenigen Punkten in denen die Szene inzwischen weiter ist, stehen Punkte entgegen, wo wir auf den Stand vor 2008 zurückgefallen sind. Es gibt kein vom Endverbraucher wahrgenommenes Qualitätsmanagement im Cross-Skating Sport, sondern vor allem ein auf den äußeren Eindruck ausgerichtetes herumdoktern an Symptomen ohne Beseitigung der Ursachen.
Der ausnahmsweise legitime Vergleich zu etablierten Sportarten Sportlich bietet Cross-Skating mehr, dazu stehe ich, wirtschaftlich ist Cross-Skating aber immer noch ein Witz! Die Welt des Skilanglaufs ist etwa 500 bis 3000 mal größer als unsere Cross-Skating Szene, die der Inline-Skater etwa ebenso viel. Sogar Nordic-Walking und der Skiroller Sport hängen Cross-Skating noch mit deutlich mehr als 100-fach größeren Umsätzen und Aktivenzahlen bei Weitem ab. Das Vertrackte daran ist, dass Cross-Skating in der Praxis und sogar sportlich mehr Vorteile bietet als diese Sportarten, das aber immer noch kaum jemand weiß. Wir alle tragen daran Mitschuld, auch wenn einzelne sich bisher wirklich sehr sehr bemüht haben.
Cross-Skating 2018 in Zahlen (Deutschland)
Geschätzt etwa 700 bis 1000 Aktive, als "aktiv" gilt schon, wer mehr als 500 km im Jahr cross-skatet. Damit ist man schon aktiver als viele, die sich als Skiläufer bezeichnen, weil sie zwei Wochen in Jahr im Schnee sportlich sind.
Es gibt nur maximal drei bis fünf Fachgeschäfte, mit Lagerhaltung, Werkstatt und Ladenräumen für diesen Sport. Ich meine wirkliche Fachgeschäfte.
Es gibt nur geschätzte fünf bis maximal zwanzig Trainer, die wirklich Cross-Skating unterrichten können - Cross-Skating, nicht nur Kurse anbieten und Geld dafür nehmen.
Auch schlummern geschätzte ungenutzte 120.000-140.000 Paar Cross-Skates in Kellern und Garagen. Das bedeutet, das wahrscheinlich weniger als ein Prozent der Käufer den Sport auch langfristig über mehrere Jahre ausüben!
Diese Zahl motiviert keinen Hersteller dazu, langlebigere Produkte herzustellen, denn es kommt ja kaum zu Reklamationen.
Jeder Landkreis in Deutschland hat hunderte Kilometer an Wegen, die für unseren Sport geeignet sind. Eine so große und lückenlose "Infrastruktur" bieten sonst nur wenige Sportarten (nur alles was zu Fuß oder auf Luft-Reifen geht) und sie steht kostenlos zur Verfügung. Keine Schneekanonen, keine präparierten Pisten und Wege, keine Hallen, keine Sportanlagen werden für Cross-Skating benötigt!
Wer zum Beispiel dreimal pro Woche 15 km Cross-Skating betreibt, wendet dafür gerade einmal rund dreieinhalb Stunden auf und trainiert sportlich sehr "ganzheitlich". Im Studio oder für Sportarten mit längeren Anfahrten, muss man für einen vergleichbaren Trainingseffekt fünf bis acht Stunden aufwenden. Sogar Läufer müssen vier Stunden pro Wochen Laufen um ebenso viel Energie zu verbrauchen, haben dann aber noch nicht so vielseitig trainiert.
Was kann man tun? Dies ist der wichtigste Absatz dieses Artikels. Ganz wichtig ist es Vorteile weitererzählen, vor allem, was hat einem selbst der Sport gebracht hat, um ein Beispiel zu geben. Hier ein ganz tolles Beispiel, das sehr hohe Authentizität aufbaut: https://www.biathlon-training.de/2018/01/09/mit-cross-skating-abnehmen/
Wer selbst Treffs aufbauen möchte wir zu einem der wichtigsten Bausteine der Sportart kann damit viel bewirken. Zur Unterstützung können folgende Flyer genutzt werden: Link zum Download der Broschüre.
Ebenfalls sehr wichtig sind Veranstaltungen. So kann man in eine Laufveranstaltung ein Cross-Skating Rennen integrieren, wenn es der Veranstalter und die lokalen Gegebenheiten zulassen, also die Strecke von Start bis Ziel für Cross-Skates geeignet ist. Um unnötige Reibung oder Gefahren für andere Laufteilnehmer auszuschließen, sollten die Cross-Skater eine separate Startgruppe bekommen und diese Gruppe genügend Zeitabstand um Überschneidungen im Ablauf zu vermeiden. Wir sind immer an einem Erfahrungsaustausch mit anderen potenziellen Veranstaltern interessiert.
Ganz wichtig, wenn man den Sport beschreibt: Bitte nur seriöse Äußerungen über den Sport tätigen. Keine Vermutungen, nicht Geratenes, kein Werbe Bla-Bla und einfach nichts aus unbekannter Quelle. Ausnahmen sind natürlich eigene gemachte Erfahrungen,die darf man dann aber auch selbst verantworten. Es gibt genügend Quellen für bekanntes Know-How, das man weitergeben kann, obwohl wir noch lange nicht alles wissen in dieser nur 130 Jahre jungen Sportart.
Es gibt Fachleute, es gibt einen gar nicht so geringen spezifischen Erfahrungsschatz über den Cross-Skating Sport und es gibt eine erstaunlich umfassende und fundierte Fachliteratur in unserer Sportart. Dieses Potenzial kann und sollte von allen genutzt werden!
Und bitte immer konstruktiv und dabei trotzdem kritisch bleiben. Die Szene benötigt noch einige Jahre bis sie sich etabliert hat. Sie muss sich gerade von ihrem ersten großen Rückschlag erholen. Die Qualitätsstandards setzten jetzt vor allem die Sportler selbst. Daher es bitte gerade in dieser Phase nicht zulassen, dass zu viel Humbug über unseren Sport erzählt wird oder zu viel Schrott auf den Markt geworfen wird!
Was wir hier nicht tun Zu diesem Saisonbeginn lässt sich das Cross-Skating Magazin nicht als unkritische Werbe-Plattform instrumentalisieren. Wir berichten nicht von Messen auf denen, nach der breiten Erfahrung der letzten Jahre, maximal kaum erprobte Neuigkeiten unter's Volk gebracht werden sollen. Hier wird auch nicht hektisch und aus Angst, gegenüber der Konkurrenz ins informative Hintertreffen zu gelangen, jeder 2018er Produktkatalog ungefragt hineinkopiert, einschließlich der hippen Werbesprüche. Warum nicht? Das Magazin soll ja nicht desinformieren und wir haben in der Vergangenheit schon zu viel empfohlen, was uns später leid tat. Nichts gegen Neues, aber Unbewährtes ist schon zu viel auf dem Markt, das unterstützen wir nicht (mehr). Dabei ist es nur ein Testaufwand von nur rund 1500 km, um einem Neuprodukt wenigstens mittelmäßige Haltbarkeit und konzeptionelle Reife zu attestieren. Oder sollen wieder die Kunden weiterhin die Crashtest-Dummies spielen? Das mag ich nicht verantworten indem ich es fördere!
Dieser Artikel mag wie eine „Abrechnung“ mit der Szene wirken. Dem will ich nicht widersprechen, denn anders scheinen die Fehler nicht wahrgenommen zu werden, aber ich bezweifle, ob das durch nur einen Artikel allein geschehen kann. Der Appell geht auch nicht mehr an die Produkthersteller und Geschäftsleute der Szene und schon gar nicht an diejenigen, die sich selbst als meine selbst erklärten Gegenspieler rühmen und seit 2010 einen wirtschaftlichen Vernichtungs-Krieg gegen mich führen.. Faktenallergie ist die eine Sache, wer rechnen kann, sieht aber leicht, dass vielleicht zehn Leute, die sich wegen ihrer eigenen Versäumnisse aufregen, in homöopathischer Verdünnung in der großen Masse der potenziellen Cross-Skater, die wir noch mobilisieren können untergehen. Der Appell geht an die aktiven Cross-Skater draußen und ebenso an alle, die es noch werden möchten. Es gibt Millionen, die dankbar sein werden, diesen fantastischen Sport kennenzulernen. Vor uns liegt das gleiche Potenzial an Interessenten, wie in den Jahren 2004 bis 2007 . Das natürliche Gesundschrumpfen der Szene seit 2010 wird sicher noch 2018 etwas weiter gehen. Aber schon jetzt ist es einfacher, den Sport zu vermitteln, denn der geringeren Zahl von Aktiven und ebenso Ausbildern steht ein gewachsener Erfahrungsschatz an Fachwisssen zu Verfügung. Damit sollte es leichter sein, als noch vor Jahren, den Sport richtig zu beginnen, richtig aufzubauen und ihn richtig weiterzubetreiben.
* Cross-Skating Renaissance: So nennt man den erneuten kleinen Boom der Cross-Skates zwischen etwa 2005 und 2010. Um 1895 wurden die ersten Cross-Skates gebaut, in den 1980er-Jahren kamen erste Cross-Skate mit Luftreifen auf den Markt, jedoch mit geringem Erfolg. Seit etwa 2005 wurde der Sport immer häufiger als Cross-Skating bezeichnet - ein Begriff der sich sporartintern durchgesetzt hat.
Nachtrag: Auf Grund des großen öffentlichen Interesses an diesem Thema, hat das Magazin jetzt im Cross-Skating Forum ein Extra-Forum eingerichtet bekommen. Dort kann über diesen Artikel, aber auch über alle vergangenen und künftigen Artikel des Magazin diskutiert werden. http://cross-skating.aktiv-forum.com/f84-cross-skating-magazin-forum
Wie viel Training ist gesund?
Artikel 488 von Frank Röder am 13. Februar 2018.
Diese vielleicht schwierigste Frage der Trainingslehre scheinen die Trainingswissenschaftler nun langsam immer genauer beantworten zu können. Hier folgt, unter anderem, eine kompakte Zusammenfassung der aktuellen Erkenntnisse.
Viel hilft nicht viel, das gilt auch für sportliches Training. Sofort stellt sich aber auch die berechtigte Frage, was man unter Training versteht. Training dient der Aufrechterhaltung oder Verbesserung der körperlichen Leistungsfaktoren, so sie kürzeste Definition in der Sportwissenschaft. Sportmediziner und Gesundheitstrainer, fragen aber auch nach dem Mehr-Nutzen von mehr Sport.
Natürlich bringt kein Sport auch keinen Nutzen, das ist logisch. Deswegen ist dies auch der eindeutigste Bereich in der weiter unten folgenden Grafik, denn einig sind sich alle, dass Nichts auch nichts bringt. Deswegen sollte man sich vor den sportlichen Nichtstun hüten, denn Sport ist nicht immer Mord, nur falls einmal etwas schief geht, wie Unfälle oder man es übertreibt und sich dabei verletzt. Extremsport ist ebenfalls ganz sicher der Gesundheit nicht mehr förderlich. Das muss man betonen, weil es gerade im Ausdauersport viele Extremsportler sehr gut fühlen und sich dadurch in ihrer Gesundheit bestätigt sehen. Extrem-Ausdauersportler, aber auch notorische Viel-Trainierer, stumpfen aber in ihrer Wahrnehmung etwas ab und verringern durch ihr Zu-Viel an Training bereits den optimalen Nutzen des Trainings für ihre Gesundheit. In wie fern viel Training für Rekorde und Bestleistungen nötig ist, steht auf einem anderen Blatt. Hochleistungssportler können noch gesund sein, gesünder wären sie aber, fast immer, mit weniger Training. Maximale körperliche Leistungsfähigkeit geht nicht einher mit maximaler Gesundheit. Davon darf man natürlich nicht den Umkehrschluss ableiten, dass weniger Training automatisch besser sei, denn dann nähert man sich wieder jenem Nullpunkt, der schon zuvor erwähnt wurde. Das Optimum liegt irgendwo zwischen nichts und viel, aber die Trainingswissenschaft kann es inzwischen viel genauer benennen.
Sicher hat schon fast jeder von diesen sportlich und gesundheitlich relativ unbeutenden Fitness-Sensationen gehört: Mit wöchentlich drei mal zehn Minuten oder zwei mal zwanzig Minuten irgendeines Trainingsprogramms wird damit eine perfekte Fitness versprochen. Tatsache ist, dass der anabole, goldbraune Doping-Kinn-Trainer oder die modisch gestylte Magersuchts-Tussi, die so etwas anbieten, selbst so nicht trainieren (vor allem die YouTube-Klicks sind gefragt). Natürlich ist jede Art von Training, sei es auch noch so kurz, so selten oder ineffizient, immer noch besser als gar kein Training. Falsch sind aber die Behauptungen, dass so wenig Training völlig genüge oder einen sogar „fit“mache. Dazu sind auch die Trainingsziele jedes einzelnen zu unterschiedlich, diese können sein…
Abnehmen
Schutz vor Herz-Kreislauf Erkrankungen
Prävention gegen andere Stoffwechsel-oder Organerkrankungen
Verbesserung der körperlichen Leitungsfähigkeit
Verbesserung des Kreislauf-Verhaltens und/oder der Gefäß- und Kapillar-Funktionen
Koordinationsschulung als Gehirntraining und/oder Unfallvorbeugung
Kraftverbesserung um Tätigkeiten besser ausführen zu können und/oder zur Stabilisierung von Gelenken
Pflege des Bewegungsapparates durch aktive Nutzung desselben
Prävention oder Therapie von psychischen Erkrankungen oder Suchterkrankungen
Dabei sind mehrere Ziele gleichzeitig durch sportliches Training erreichbar. Der Hochleistungssport geht aber so weit, wie es der Sportler gerade noch aushält und nimmt auf seine Gesundheit nur so weit Rücksicht, wie es zum Erreichen der erstrebten Hochleistungen notwendig ist. Zu oft wird die Sportlergesundheit dabei aber fahrlässig, unwissentlich oder rücksichtslos riskiert.
Beim Gesundheitssport geht es anfangs vor allem darum, Menschen überhaupt zu regelmäßiger Bewegung zu motivieren und danach sachte ein notwendiges Mindestpensum zu erreichen und langfristig aufrecht zu halten.
Es kommt auch auf das Was und das Wie an?
Es ist grundsätzlich zu befürworten regelmäßig zu trainieren. Es ist nie zu spät damit zu beginnen. Diverse Fitnessplattformen mögen da für einige ein Ansporn sein, doch auch die Qualität des Trainings ist entscheidend. Es gibt natürlich die verschiedensten Trainingsformen, nicht alle davon eigenen sich aber als Gesundheitssport.
Natürliche Sportarten, wie Laufen, Gehen oder Wandern sind von Natur aus für den Menschen gemacht (oder umgekehrt!) und sind dazu auch noch praktisch überall durchführbar. Auch die Trainingswirkung ist als gut bis sehr gut einzuschätzen, wobei Laufen als Sport mitunter nicht von jedem gut verkraftet wird. Die neue sehr alltagstaugliche Fitness-Bewegung, die 10.000 Schritte am Tag als Fitness-Programm empfiehlt, geht schon sehr weit, denn 10.000 Schritte sind schon „ein Haufen Holz“, der oft nur mit zusätzlichen Fußwegen erreicht werden kann. Die Idee ist aber hervorragend, weil nur mit geringen Mehraufwand und ansonsten leicht bis mäßig geänderten Geh-Gewohnheiten ein beachtliches Bewegungsprogramm absolviert werden kann.
Auch Berufspendler, die das Fahrrad benutzen, tun oft schon genügend für ihr gesundheitlich notwendiges Trainingspensum.
Fitness-Studios werden im ihrem Nutzen für die Gesundheit leider oft etwas unterschätzt. Selbstverständlich kann man dort hervorragend trainieren, aber nicht automatisch wird nach dem Besuch eines Studios ein optimal fitter Mensch wieder heraus kommen. Es erfordert auch dort einen guten Trainingsplan und eine gute Einweisung, damit nicht am Ende noch Schaden angerichtet wird oder nur Zeit und Geld verschwendet wird. Sportarten, wie Bodybuilding (den Körper zu zwingen eine ästhetisch zweifelhafte Überernährung zu ertragen) sind gesundheitlich abträglich und finden keine Berücksichtigung im Gesundheitssport.
Gerätetraining an Ausdauersport-Geräten kann eine gute Ergänzung sein oder eine Alternative, wenn das Wetter für Outdoor-Sportarten weniger einladend ist. Dazu sollte man aber wissen, dass man Indoor-Training kaum klimatisch optimieren kann. Das bedeutet, dass man teilweise mit seiner Körperüberhitzung beschäftigt ist, statt mit dem eigentlichen Training. Starke Ventilatoren und eine für den Ausdauersport optimale Raumtemperatur zwischen 8 und 16 °C, werden in Studios kaum realisierbar sein. Zu Hause kann man das besser einrichten und im Idealfall rund 90 % der Trainingseffizienz der eigentlich ausgeübten Sportart (zum Beispiel Laufen oder Radfahren) auch indoor erreichen.
Sport im Freien ist fast immer wirksamer. Läuft man im Studio bei 20°C auf dem Laufband los, wird einen warm bevor man richtig aufgewärmt ist, was besonders fatal ist. Der Stoffwechsel beginnt gerade sich auf die Ausdauerleistung einzustellen, aber muss bereits gegen eine beginnende Überhitzung ankämpfen. Ein baldiges Ende des Trainings ist dann schnell in Sicht oder es wird eine sehr schweißtreibende und etwas ekelhafte Quälerei. Längere Trainingseinheiten fallen indoor somit oft schwerer als beim Outdoor-Training. Auch eine gewisse Langeweile kann dafür mitverantwortlich sein. Dafür kann man aber oft indoor kontinuierlicher planen, weil Indoor-Training wetterunabhängig ist. Für regelmäßiges, vielleicht sogar tägliches Training zwischen 20 und 40 Minuten scheint das Ausdauer-Gerätetraining daher ganz gut geeignet zu sein. Für Einheiten ab 30 bis 45 Minuten Dauer macht es oft draußen mehr Spaß. Eine Kombination aus beidem führt am Ende oft zu den besten Ergebnissen. Wer zu Hause trainiert und Hometrainer, Crosstrainer, Laufband oder das Slide-Board in einem per Ventilator gut klimatisieren Trainingsraum einrichtet, wird sogar dort einmal eine längere Einheit von deutlich über einer Stunde Dauer absolvieren können. Sehr motivierend kann im Trainingsraum ein Monitor zur Filmwiedergabe sein – einen Spielfilm von 80 bis 120 Minuten Länge beim Training zu überstehen ist schon ein respektables Trainingspensum. Doch so ein langes Training empfiehlt sich vor vorzugsweise denjenigen, die nach der „Indoor-Saison“ noch deutlich mehr vorhaben oder akut deutlich abnehmen möchten.
Setzt man das Cross-Skating Training als eine der wenigen ganzheitlichen und hoch effizienten Sportarten als unsere Referenz-Sportart voraus, so scheint man schon mit überschaubarem Aufwand einen maximalen gesundheitliche Nutzten daraus ziehen zu können. Im Vergleich mit anderen Ausdauer-Sportarten ist Cross-Skating deswegen effizienter, weil der Energieverbrauch durch die hohe Kraftausdauerleistung relativ vieler und großer Muskelmassen sehr hoch ist und ergänzend dazu die Regenerationszeit vom Training extrem kurz ist. Die nächste Trainingseinheit könnte also früher folgen, als beispielsweise beim Laufen. Doch das können eigentlich nur Leistungssportler wirklich sinnvoll nutzen, die fast täglich cross-skaten. Wer „nur“ gesund bleiben möchte und nicht mehr Zeit als nötig investieren kann oder möchte, erreicht mit dem Cross-Skating bereits mit 4,5 Stunden Training pro Woche ein Maximum an gesundheitlicher Wirkung. Voraussetzung ist auch ein optimal abgestimmter Trainingsplan, der nochmals Zeit spart, aber in der Praxis leider oft nicht akkurat eingehalten werden kann. So werden viele einen nicht ganz optimalen Trainingsplan mit etwas größeren Trainingsumfängen ausgleichen müssen und kommen dann mit rund 6 Stunden Trainingsaufwand auf fast die gleiche Wirkung. Die optimalen 4,5 Stunden beziehen sich auf den Sport Cross-Skating bei guter Trainingsplanung. Mehr Zeit wird benötigt bei…
…nicht ganz optimaler Trainingsplanung, beispielsweise nur langsamem reinem Ausdauertraining, womit man aber auch keinen Fehler macht und kein Risiko eingeht. Auch bei sehr ungleichmäßiger Verteilung des Trainings über die Woche gibt es Abzüge, beispielsweise, wer am Samstag eine Stunde und am Sonntag zwei Stunden trainiert und den Rest der Woche gar nicht.
…Ausübung anderer Sportarten: Laufen erreicht immerhin zwischen 87 und 90 % der Trainingseffizienz des Cross-Skatings, Radsport und Schwimmen 60 bis 75 %, Wandern oder Nordic-Walking 45 bis 55 % der Trainingseffizienz. Beim Indoor-Training verringert sich die Effizienz nochmals um den Faktor 0,9 bis 0,6 im Extremfällen. Dem entsprechend länger muss in anderen Sportarten trainiert werden.
Kleine Aktivitäten, wie die täglichen 2000 Schritte zum Bahnhof und zurück, zählen allerdings mit, wenn auch nicht zu den ganz hochwirksamen „Bringern“ im Training.
In der Grafik ist an der oberen Linie leicht erkennbar, dass man keinen höheren gesundheitlichen Nutzen als 100 % erreichen kann. Die Leistungsfähigkeit wird bei mehr Training zunächst schon noch gesteigert, doch nehmen auch immer mehr die nachteiligen Nebenwirkungen stärker zu. Bis rund 10 Stunden Training, nach optimiertem Trainingsplan, dürften die meisten vom Training noch gesundheitlich profitieren. Die untere Linie zeigt die Wirkung eines schlecht geplanten Trainings an, das natürlich weniger Nutzen bringt. Dann würde man auch mit mehr Training früher in den Bereich gelangen, wo die negativen Nebenwirkungen des vielen Trainings die gesundheitlich positiven Wirkungen immer mehr aufheben.
Wichtig ist aber die Tatsache, dass jedes Training, auch nur wenige Minuten pro Woche eines suboptimalen Trainings , mehr bringen, als gar kein Training! Jede Bewegung nutzt also. An den Grafen kann man aber ablesen, ab wann man wirklich spürbar profitiert. 2,5 Stunden Training sollten als Minimum schon sein. Doch für alle, die bisher „nur“ 2,5 Stunden in der Woche trainiert haben, lohnt es sich besonders, nur ein wenig mehr zu trainieren, den schon knapp darüber laufen die Kurven in den wünschenswerten gelben Bereich.Mit 3,5 Stunden optimalem Training ist man schon fast beim höchsten Aufwand-Nutzen-Verhältnis angelangt. Ab 5 bis 7 Stunden Training pro Woche sollte man aber einen Trainingsplan haben. Viele trainieren dann auch bereits „planvoll“ und halten sich – bewusst oder unbewusst – an bestimmte Regeln der Trainingslehre und erreichen somit schon fast die obere Linie der Grafik. Doch Ausdauersport macht auch relativ „schmerzfrei“ und manche Viel-Trianierer, bewegen sich mit 15 Stunden schlecht geplantem Trainings in der Woche schon weit in dem Bereich wo viele gesundheitlichen Wirkungen schon wieder aufgehoben werden (das „Hobby-Ironman-Syndrom“) oder anders ausgedrückt: Mit Plan wären sie viel gesünder und könnten dabei noch einige Stunden Zeit in der Woche sparen.
Cross-Skating ist in dieser Hinsicht fast ein Idealfall: Man kann durchaus auch einmal intensiver trainieren, ohne sich zu überfordern und nimmt dann trotzdem den höheren Trainingsreiz mit. Man kann auch einmal etwas länger trainieren und profitiert wieder von der erstaunlich schnellen Regeneration im Cross-Skating Training. Die schnelle Regeneration bügelt mehr Planungsfehler aus als bei allen anderen mir bekannten Sportarten. Andererseits bekommt man durch das Ganzkörpertraining und die mitunter hohe Trainingsbelastung einen so großen Trainingsreiz der dann noch länger anhält als in anderen Sporarten. Man könnte es, einfach ausgedrückt, auch so formulieren: Mit einem guten Cross-Skating Training hast du für zwei bis drei Tage genug trainiert! Wer also nur jeden zweiten oder dritten Tag trainiert, erreicht mit recht wenig Aufwand eine hohe Leistungsfähigkeit, ohne großes Risiko von Überlastungen. Wer aber fünfmal oder sechsmal trainieren möchte, wird noch leistungsfähiger und wird sich dabei auch kaum überlasten. Die Bedeutung des Trainingsplans, wird dann aber, zur Vermeidung von Überlastungen, schon deutlich größer.
Zusammenfassung:
jedes Training bringt sofortigen gesundheitlichen Nutzen, dessen Höhe von verschiedenen Faktoren abhängt
ab etwa 2,5 Stunden hoch effizientem Training pro Woche erreicht man einen hochsignifikanten gesundheitlichen Gewinn
zwischen 4,5 und rund 10 Stunden des gleichen Trainings wird das Maximum des gesundheitlichen Nutzens erreicht, der danach langsam wieder abnimmt
die Wahl der Trainingsmethode, des Trainingsplans, der Trainingsumgebung und der Sportart hat Einfluss auf die Trainingswirksamkeit.
Konsequenz:
Sofort anfangen! Wenn jetzt gerade ganz mieser Wetter sein sollte und man ohnehin nur 20 Minuten Zeit hat: Raus und 20 Minuten stramm spazieren gehen – der Anfang ist damit getan und morgen geht es konsequent weiter!
Dran bleiben und jede Woche mindestens das Äquivalent von 2,5 Stunden Cross-Skating trainieren. Mit den oben genannten Zahlen multipliziert, ergibt das bei manchen Sportarten einen etwas höheren Zeitaufwand.
Spätestens, wenn man auf rund 6 Stunden Training pro Woche kommt, sollten Umfänge und Intensitäten des Trainings durch einen Trainingsplan gesteuert werden.
Schlussbemerkungen:
Auch bereits ausdauernde Umsteiger aus anderen Sportarten, müssen (!) üben, um mit den Cross-Skates zurecht zu kommen. Ohne guten Stil, kein gute Effizienz, Tempo und Ausdauer beim Cross-Skating.
Pulsmesser sind gut, um die eigene Beanspruchung zu objektivieren. Fitnessprogramme, die willkürlich Trainingsbereiche errechnen, kennen aber weder den praktizierenden Sportler noch den Cross-Skating Sport! Hier sollte man sich mehr auf die eigene Beobachtung des Pulses verlassen als auf die „Ratschläge“ eines ahnungslosen Programms oder einer App.
Pulsuz fraqment bitdi.