Kitabı oxu: «Festaktus zur Eröffnung des Deutschen Museums in München»
Gerhart Hauptmann
Festaktus zur Eröffnung des Deutschen Museums in München
Saga
Festaktus zur Eröffnung des Deutschen Museums in München
Coverbild/Illustration: Shutterstock
Copyright © 1925, 2021 SAGA Egmont
Alle Rechte vorbehalten
ISBN: 9788726956986
1. E-Book-Ausgabe
Format: EPUB 3.0
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Saga ist Teil der Egmont-Gruppe. Egmont ist Dänemarks größter Medienkonzern und gehört der Egmont-Stiftung, die jährlich Kinder aus schwierigen Verhältnissen mit fast 13,4 Millionen Euro unterstützt.
Dramatis Personae
Ein Herold
Eckhart
Ein Jüngling
Eine Jungfrau
Der Schmied
Peter Vischer
Der Pilger
Der Baumeister
Eine Frauengestalt
Die Stadtgöttin
Das Kind
Erste Stimme
Zweite Stimme
Dritte Stimme
Chor der Jünglinge
Chor der Jungfrauen
Handwerker, Volk
Bläser mit Kränzen auf dem Haupt eröffnen das Spiel mit Fanfaren.
Ein Heroldtritt aus dem Vorhang, bekränzt.
Willkommen den Willkommnen! Herzlich biet' ich ihn zuvor
so allen denen, die das liebe große Vaterland,
als jenen andren, die das größere, die Welt, uns sendete.
Fanfaren sind erklungen, nicht Triumph bedeutet ihr Geschmetter uns.
Es gelte einzig als ein Ruf und Gruß des Lebens euch,
anfeuernd euch im Innern jede reine Kraft und jeden Mut zum Sein. –
Ein Werk ist uns gelungen, und, wir leugnen's nicht,
ein deutsches Werk. Allein, wo immer auch ein echtes Werk
vollendet ward, es schenkte sich der ganzen Menschheit hin.
Ich höre raunen: »Allzuoft am Ende auch das böse Werk!«
Mag sein: hier ist ein gutes. Das zu wissen, bin ich stolz,
froh, es zu sagen, dreimal glücklich, daß ihr's hört.
Und nun ich dies gesagt, ist meiner Sendung bester Teil vollbracht.
Es wird ein Vorhang auseinandergehn, und was ihr dann
zuerst erblickt, befremd' es eure Seelen nicht.
Es kann nicht anders sein, als daß die hohe Frau,
die ihr auf goldnem Sessel dunkel thronen seht,
die Königin, der Trauerschleier nicht entraten mag.
Sie hat sich trotzdem nicht vom Leben abgekehrt.
Der Vorhang öffnet sich. Man sieht die angekündigte Frauengestalt. Sie trägt, ohne verschleiert zu sein, dunkle Schleier. Neben ihr wird, hoch aufgerichtet, der getreue Eckhart sichtbar, auf sein langes Schwert gestützt. Helm und Knauf sind mit roten Rosen bekränzt. Zwei Chöre sind längs der Wand zur Rechten und Linken der Frauengestalt aufgestellt: Chor der Jünglinge, Chor der Mädchen.
Nein, sie gehört ihm voll mit ihrem großen Herzen an.
Und wallen heut noch dunkle Schleier um sie her,
verschleiert ist die hohe Göttin darum nicht.
Chor der Jünglinge.
O Mutter, liebe Frau,
es steht am hohen Himmel
ein leiser roter Hauch.
Mutter, siehst du ihn auch?
Der Wolken grau Gewimmel
enthüllt das ew'ge Blau.
Du, Mutter, schweigst: o sage,
uns ist, als ob vom Tage
Pulsuz fraqment bitdi.