Kitabı oxu: «Den kriegern hingegeben»
Den Kriegern Hingegeben
Interstellare Bräute® Programm: Band 4
Grace Goodwin

Inhalt
Willkommensgeschenk!
Interstellare Bräute® Programm
Kapitel 1
Kapitel 2
Kapitel 3
Kapitel 4
Kapitel 5
Kapitel 6
Kapitel 7
Kapitel 8
Kapitel 9
Kapitel 10
Kapitel 11
Kapitel 12
Kapitel 13
Kapitel 14
Willkommensgeschenk!
Interstellare Bräute® Programm
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Über Die Autorin
Den kriegern hingegeben Copyright © 2020 durch Grace Goodwin
Interstellar Brides® ist ein eingetragenes Markenzeichen
von KSA Publishing Consultants Inc.
Alle Rechte vorbehalten. Dieses Buch darf ohne ausdrückliche schriftliche Erlaubnis des Autors weder ganz noch teilweise in jedweder Form und durch jedwede Mittel elektronisch, digital oder mechanisch reproduziert oder übermittelt werden, einschließlich durch Fotokopie, Aufzeichnung, Scannen oder über jegliche Form von Datenspeicherungs- und -abrufsystem.
Coverdesign: Copyright 2020 durch Grace Goodwin, Autor
Bildnachweis: Deposit Photos: sutulastock, sdecoret
Anmerkung des Verlags:
Dieses Buch ist für volljährige Leser geschrieben. Das Buch kann eindeutige sexuelle Inhalte enthalten. In diesem Buch vorkommende sexuelle Aktivitäten sind reine Fantasien, geschrieben für erwachsene Leser, und die Aktivitäten oder Risiken, an denen die fiktiven Figuren im Rahmen der Geschichte teilnehmen, werden vom Autor und vom Verlag weder unterstützt noch ermutigt.
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Interstellare Bräute® Programm
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1

Hannah Johnson, Abfertigungszentrum für Interstellare Bräute, Erde
Meine Augen waren verbunden, aber ich konnte das tiefe Raunen mehrerer Männerstimmen hören, die um mich herum wisperten. Ich war von ihnen umringt. Ich drehte den Kopf nach links, dann nach rechts, doch ich konnte nichts sehen als Schwärze. Etwas seidig Glattes, aber Fließendes wie geschmolzene Schokolade, umschloss meinen Hals wie ein Kragen aus verflüssigter Hitze. Sobald der Kreis geschlossen war, waren meine Sinne plötzlich geschärft. Der Duft nach dem Schwanz meines Gefährten kitzelte die Luft und ich wusste, dass er vor mir stand. Ich konnte den würzigen Duft seiner Erregung riechen. Den exotischen Geschmack seiner Lust auf meinen Lippen kannte ich nur zu gut. Woher wusste ich, wie er schmeckte? Wie wusste ich, dass der Kragen um meinen Hals mich irgendwie mit ihm verband?
Ich zerrte an meinen Fesseln, bemühte mich, ihn zu erreichen, ihn zu schmecken, doch die breiten Riemen, die meine Handgelenke über meinem Kopf zusammenbanden, hielten mich davon ab. Das Verlangen nach meinen Gefährten und die Kraft ihrer Verbindung zu mir waren stark, und doch konnte ich nur dastehen, nackt wie ich war, und warten.
Der Duft meiner eigenen Haut und etwas seltsam Metallischem durchtränkte die Luft. Ich konnte einen leisen Hauch kühler Luft spüren, die über meine nackte Haut strich. Meine Beine standen gespreizt auf dem Boden. Ich zerrte an den Fesseln über meinem Kopf und versuchte, einen Schritt vorwärts zu machen. So erfuhr ich, dass breite Riemen an meinen Fußgelenken meine Bewegung einschränkten. Ich trat dagegen, doch mir war klar, dass ich zwar ein paar Zentimeter Spielraum hatte, aber nicht von der Stelle kommen würde.
Ich musste also warten. Meine Ohren horchten nach Schritten, dem Rascheln von Kleidung, irgendetwas, das mir einen Hinweis darauf liefern konnte, was als Nächstes geschehen würde. Ich war konfus und mir war unwohl, aber mein Körper war hungrig und sehnte sich nach der Berührung meines Gefährten.
Der Gedanke versetzte mich beinahe in Panik, und mein Herz pochte so stark, dass ich Angst hatte, es würde mir den Brustkorb sprengen.
Was sollte das? Warum war ich nackt? Wo zum Teufel war ich? Dazu hatte ich mich nicht bereiterklärt, als ich mich freiwillig zum Interstellaren Bräute-Programm gemeldet hatte. Der Plan war, einem Gefährten zugeordnet zu werden, der für mich perfekt war, nur für mich. Der Plan war, geachtet und geliebt zu werden, und...
Als hätte ich ihn herbei beschworen, legte sich eine große Hand auf meine Schulter und strich seitlich an meinen Hals hoch. Selbst mit verbundenen Augen konnte ich die gewaltige Kraft in dieser Berührung spüren. Die schiere Größe seiner Hand brachte mich zum Zittern, aber nicht aus Angst. Ich kannte seine Berührung, irgendwoher, und begehrte mehr davon.
Seine Stimme floss mir von hinten ins Ohr, und er presste die Hitze seiner nackten Brust gegen meinen bloßen Rücken.
„Nimmst du meine Besitznahme an, Gefährtin? Gibst du dich mir und meinem Sekundär frei hin, oder wünscht du, einen anderen primären Gefährten zu wählen?“ Eine tiefe Bariton-Stimme brummte mir die Frage entgegen, und meine Pussy wurde als Antwort auf seine Stimme ganz feucht. Mein Verstand erkannte ihn nicht, aber mein Körper tat das sehr wohl.
„Ich nehme eure Besitznahme an, Krieger.“ Die Worte flogen mir von den Lippen, als hätte ich keine Kontrolle über sie. Und das hatte ich auch tatsächlich nicht. Ich versuchte, eine Frage zu stellen—herauszufinden, wo ich war, was vor sich ging—aber es war, als wäre ich in einer Virtual-Reality-Simulation. Ich konnte die Hitze des riesigen Mannes auf meinem Rücken spüren. Ich konnte den Lusttropfen meines Gefährten riechen, der mir verlockende Genüsse versprach. Ich konnte das unnachgiebige Metall des Bodens unter meinen nackten Füßen spüren, und das warme Gleiten der flüssigen Seide, die sich um meinen Hals schmiegte. Ich konnte begehren und mich sehnen und wollen, aber ich konnte mich nicht bewegen.
Was auch immer als Nächstes geschehen würde, war völlig außerhalb meiner Kontrolle.
„Dann nehmen wir dich in Besitz, durch das Ritual der Benennung. Du gehörst mir, und ich werde jeden anderen Krieger töten, der es wagt, dich anzurühren.“ Seine Hand schlang sich sanft um meine Kehle, zärtlich, und doch eine sanfte Erinnerung daran, dass er der Dominante war, dass er mich nehmen konnte, ficken konnte, zum Kommen bringen—und dass ich nichts dagegen tun konnte.
Ich wollte vor dieser Kraft nicht fliehen. Ich wollte mehr.
Ich hatte mir dies hier ausgesucht, das Interstellare Bräute-Programm und ihre Auswahltests. Ich hatte gelobt, dass ich meinem mir bestimmten Gefährten mein Vertrauen und mein Leben schenken würde, vollkommen und ohne Vorbehalte.
Er drückte seine Lippen an die Seite meines Gesichtes, während die Stimmen, die ich vorhin raunen gehört hatte, ihm in einem zeremoniell klingenden Chor von Männerstimmen antworteten. „Mögen die Götter euch bezeugen und beschützen.“
Mein Liebhaber grollte hinter mir und drückte mit seiner Rechten meine Kehle ein klein wenig fester zusammen, und meine Pussy erbebte erfreut. Ein zweites Paar großer Männerhände legte sich außen an meine Schenkel, und ich wusste, dass ein zweiter Mann vor mir kniete.
Der gierige primäre Gefährte in meinem Rücken hielt mich fest an seine Brust gedrückt, während die raue Zunge des zweiten Mannes eine Spur von meiner Kniekehle über meine Innenschenkel zog, bis sie meine feuchte Mitte erreicht hatte und zu lecken begann.
Meine Hüften zuckten nach vorne, als sein Mund sich an meinem Kitzler festsog. Zwei große Finger glitten in meine Pussy, während er mich mit seinem Mund und seiner Zunge in den Wahnsinn trieb. Ich keuchte nach Luft, und das Knurren hinter mir machte mir die Knie schwach.
„Du magst seinen Mund an dir?“
Irgendwie wusste ich, dass er eine Antwort erwartete, und dass Lügen nicht drin war. „Ja.“
„Komm für uns, dann werden wir dich ficken.“ Sein riesiger Schwanz schmiegte sich an meinen nackten Po, und ich war hin- und hergerissen zwischen der Begierde, mich nach vorne der Zunge entgegen zu drücken, die mich zum Beben brachte, oder kräftig nach hinten, um den Schwanz zu necken, der sich gegen meinen Po drückte.
Ich versuchte, beides zugleich zu tun, aber ich konnte mich nicht rühren. Der Mann, der mich gefangen hielt, behielt eine Hand an meinem Hals und spielte mit der anderen mit einem meiner Nippel, dann dem anderen, bis sie beide stramm standen. Er kniff sie, bis sie beinahe schmerzten, und der Mann zwischen meinen Beinen fickte mich mit seinen Fingern und leckte meinen Kitzler so schnell, dass er besser war als jeder Vibrator, den ich zu Hause je verwendet hatte.
Ich stöhnte. Ich wollte gefüllt werden. Gefickt. In Besitz genommen. Für immer.
Ich explodierte und presste meinen Kopf an die riesige Brust hinter mir. Er gehörte nun mir, war mein sicherer Hafen, mein Gefährte. Als meine Beine zusammensackten, hielt er mich aufrecht. Darauf hatte ich mich verlassen können. Er gehörte mir, und ich gehörte ihm.
Seine Stimme war praktisch ein Schnurren in meinem Ohr. „Sehr fein, jetzt werden wir dich ficken, Gefährtin. Du gehörst uns.“
Uns. Ja. Ich begehrte sie beide. „Ja.“
Auch der Mann, der vor mir kniete, gehörte mir. Sie gehörten mir beide.
Meine Fußgelenke wurden befreit, und ich wurde herumgedreht, bis ich dem Mann hinter mir gegenüberstand. Er hob mich vom Boden hoch und trat zurück. Ich konnte nicht sehen, wie sie meine Handgelenke befreiten. Ich ließ die Arme sinken, legte die Handgelenke an meine Taille, dankbar für die Entlastung meiner Schultern. Dann zog mein Liebhaber mich auf seinen Schoß, ihm zugewandt. Ich spürte den riesigen Kopf seines Schwanzes über meine Mitte streifen, und das war die einzige Warnung, die ich bekam, bevor er mich hochhob und mit einem brutalen Ruck in mich einfuhr.
Ich schrie auf, fühlte mich von seiner Fülle aufgespießt. Er war riesig!
Ich war so vollgestopft, dass meine Pussy schmerzte, und so erregt, dass ich nicht mehr denken konnte—nur noch wollen. Doch schon bald hatte sich die vertraute, angenehme Hitze seines Lusttropfens erst über meine Pussy, dann über den Rest von mir ausgebreitet, und ich wand mich, so heiß und außer Kontrolle, dass ich zu betteln beginnen würde, wenn er sich nicht bald bewegte.
„Nun sollst du in Besitz genommen werden. Für immer.“
Seine Stimme vibrierte durch meinen Körper und irgendwie wusste ich, was kommen würde, als er sich nach hinten lehnte. Er legte sich flach hin und zog mich zu sich hinunter, meinen Hintern in die Luft gestreckt.
Zwei Hände landeten auf meinem nackten Po und hielten mich in festem, gierigem Griff. Während ich über meinen Gefährten gebeugt war, drückte ein zweiter Mann erwärmtes Öl in mein noch jungfräuliches Loch, und ich wimmerte.
Genau darauf hatte ich gewartet, das hatte ich begehrt. Dazu war ich ausgebildet worden.
Mein primärer Gefährte rückte sich unter mir zurecht, rieb mit seinem harten Körper über meinen Kitzler. Ich erschauerte, dem Gipfel so nahe, dass ich mich fühlte wie ein wildes Tier, mein gesamter Fokus auf der Vereinigung unserer Körper und dem dicken Gleiten des zweiten Schwanzes über meinen Hintern.
Hinter mir erklang eine zweite Stimme, tief, solide und bedächtig. „Nimmst du mich an, Gefährtin?“
„Ja!“ Ich bemühte mich, den Hintern höher zu strecken, ihn zu ermutigen, schneller zu machen. Sein Lusttropfen zog eine feuchte Spur über meine nackte Arschbacke, und dann fühlte ich, wie die Flüssigkeit praktisch mit meiner Haut verschmolz und mich immer höher trieb.
Ich legte mich flach auf die Brust meines Gefährten, hob meine Hände zu seinem Gesicht hoch und wartete darauf, dass mein anderer Gefährte mich durchbrach, mich füllte, mich wahrhaft ganz machte.
Mein Gefährte packte meine Knie und rückte sich unter meinen Beinen zurecht, spreizte meine Knie weiter, brachte meinen Hintern in die perfekte Position dafür, gefickt zu werden. Meine Knie waren immer noch gebeugt, und während er mein Gewicht stützte, lehnte ich mich nach vorne und machte mich bereit für den zweiten Schwanz, der mich ausfüllen sollte.
„Mach schon. Tu es, jetzt.“
War das meine heisere Stimme? Ich erkannte den atemlosen Klang nicht wieder, so erfüllt mit verzweifeltem Hunger.
„Dein Eifer bereitet mir Freude, doch maße es dir nicht an, uns Anweisungen zu erteilen.“ Eine Hand landete mit einem lautem Klatsch auf meinem nackten Hintern, und ich zuckte zusammen, als eine stechende Hitze sich über meinen Hintern ausbreitete und direkt in meinen Kitzler einfuhr. Ich wackelte mit dem Hintern, wollte, dass der Mann hinter mir noch einmal zuschlug. Und noch einmal.
Ich leckte mir über die Lippen, während mein Körper sich um den Schwanz in meiner Pussy zusammenzog. „Nimm mich.“
Klatsch.
„Fick mich“, bettelte ich.
Klatsch.
„Bitte!“, stöhnte ich und schob die Hüften nach hinten für den nächsten Hieb von seiner Hand. Die Mischung aus Schmerz und knisternder Lust war unglaublich.
Klatsch.
„Bitte? Das ist alles, was du uns zu sagen hast?“ Mein erster Gefährte stellte mir diese Frage, während sein Schwanz bis zum Anschlag in mir vergraben war.
Oh, ich wusste, was er wollte, und ich war versucht, ihn weiter zu provozieren, das heiße Brennen ihrer Dominanz wieder und wieder auf meinem Hintern zu spüren. Das Aufblitzen des Schmerzes brachte meine Nervenenden zum Funkeln und meinen ganzen Körper dazu, vor Lust zu beben. Doch ich hatte sie so weit provoziert, wie ich es wagte, und ich war so erregt, dass meine Pussy richtig pochte. Der Drang, zu kommen, war so stark, dass es wehtat. Ich brauchte es, dass er—sie beide—sich in mich pumpten. Ich brauchte es, vollkommen gefüllt zu sein. „Bitte, Sir.“
Er antwortete mir nicht mit Worten, aber sie mussten ein Zeichen ausgetauscht haben, denn der dicke Schwanz meines zweiten Gefährten presste sich gegen meine enge kleine Rosenknospe, durchdrang die äußere Wand meines jungfräulichen Hinters mit bemerkenswerter Leichtigkeit. Nun wusste ich, dass die Ausbildung, die mir erteilt worden war, auf alle Fälle ihren Wert gehabt hatte. Der Laut, der mir aus der Kehle fuhr, war mir fremd. Nach einigen vorsichtigen und doch meisterlichen Stößen hielt der Mann hinter mir still, seinen Schwanz vollständig in meinem Hintern versenkt.
Es zerriss mich in eine Million Stücke bei der Vereinigung, ich zerfiel und gab ihnen alles. Ich behielt nichts für mich zurück.
Ich gab mich ihnen vollständig hin. Restlos. Mein Körper gehörte ihnen, meine Lust, sogar mein Atem.
Während mein Körper sich um ihre riesigen Schwänze zusammenzog und zuckte, begannen die Gerüche und Klänge zu verebben, als würde ich durch Nebel wandern. Sie wurden leiser, und dann waren sie—fort.
Ich war alleine. Leer.
Meine Pussy zuckte und ballte sich um ein Nichts.
Ich versuchte, mich zusammenzurollen, doch ich konnte mich nicht bewegen.
Langsam kam ich wieder in der Wirklichkeit an. Es dauerte einige Minuten, bis ich aus einer eigenartigen Benebelung erwachte und mir wieder klar war, dass ich auf einem medizinischen Untersuchungstisch festgeschnallt war, in der Abfertigungseinheit für das Interstellare Bräute-Programm auf der Erde. Ich blinzelte, kam wieder zu mir, und zurück zu der Frau, mit der ich in den letzten Tagen eindeutig zu viel Zeit verbracht hatte.
Aufseherin Egara starrte mit dunklen Augen auf mich hinunter, einen Tablet-Computer in der Hand. Mein Körper zitterte weiter vor Begehren, während die Nachbeben des Orgasmus immer noch durch meine Pussy zuckten. Der Untersuchungstisch war kalt, und das Nachthemd, das ich trug, war im Rücken offen. Der graue Standard-Stoff war mit einem roten Muster bedruckt, das aus vielen winzigen Abzeichen des Bräute-Programmes bestand. Es fühlte sich an, als würde ich Tapeten tragen.
„Sehr gut, Hannah. Der Zuordnungsvorgang ist abgeschlossen.“ Aufseherin Egara war eine junge Frau mit strenger Miene, die ihre Aufgabe ausgenommen ernst nahm, menschliche Frauen zu ihren außerirdischen Gefährten zuzuordnen. Sie warf einen Blick auf die medizinischen Geräte an der Wand über meinem Kopf und nickte einem Assistenten in schlichter grauer Uniform zu, der das Zimmer betrat und damit begann, mir die Kabel, Schläuche und Sensoren abzunehmen, die sie für die Zuordnungstests an meinem Kopf und meinem Körper angebracht hatten.
„Was war das, ein Traum?“ Ich leckte mir über die Lippen, völlig ausgetrocknet vom Hinausschreien meiner Ekstase. Ich wollte es wissen. Ein Traum? Eine Fantasie? Ein dunkles, tiefes Verlangen, das ich vor so langer Zeit tief vergraben hatte, dass ich nicht einmal von seiner Existenz wusste? Ich hatte gerade davon geträumt, verhauen und gefickt zu werden, und nicht nur von einem Mann, sondern von zwei. Ich war auch heftiger gekommen als je zuvor in meinem Leben.
„Oh nein, meine Liebe“, bemerkte die Aufseherin. „Das war das aufgezeichnete Besitznahme-Ritual einer anderen menschlichen Braut. Die Aufzeichnung ist mehrere Jahre alt und gehört zu einer Braut, die ich in den frühen Tagen des Programms dorthin geschickt hatte.“ Das Gesicht der Aufseherin Egara zeigte den Hauch eines Lächelns, das erste, das ich an ihr gesehen hatte, seit ich das Gebäude vor einigen Tagen zur Abfertigung betreten hatte. Sie nahm sich ihrer Aufgabe äußerst hingebungsvoll an. Sehr aufmerksam, als hätte sie ein persönliches Interesse am Lebensglück jedes alleinstehenden Kriegers in der Galaxis.
„Sie meinen... ich...? Das war... was?“ Was wollte ich sagen? „Das war echt?“
„Aber ja doch. Die Neuroprozessor-Unit, die wir für die Zuordnung verwenden, wird während der endgültigen Transportabfertigung in Ihrem Körper implantiert werden. Diese NPU hilft Ihnen nicht nur, deren Sprache zu verstehen und zu sprechen, sondern ist auch so vorprogrammiert, dass Ihre eigene Besitznahme-Zeremonie aufgezeichnet wird, damit sie ordentlich dokumentiert und dazu verwendet werden kann, anderen Bräuten bei ihrer eigenen Zuordnung zu helfen. So wie das Erlebte dieser anderen Frau dazu verwendet worden ist, Ihre Zuordnung zu unterstützen.“
Ich zitterte und wünschte mir, dass sie mich noch ein paar Minuten länger in jener Traumwelt gelassen hätte. Ich wollte mehr. Begehrte mehr. „Wird mein Gefährte so sein?“ Wie sein, da war ich mir nicht sicher. Ich hatte kein Gesicht gesehen, doch ich wusste es. Ich wusste, dass ich ihn wollte. Oder sie beide.
Aber zwei Männer? Das war der Grund meiner Verwirrung.
„Da waren zwei Männer. Bin ich zwei Männern zugeordnet worden?“
Sie schüttelte den Kopf. „Nein. Sie werden nur einem einzigen männlichen Wesen zugeordnet. Und bei Ihrem primären Gefährten wird es sich um einen Krieger handeln, aber nicht um diesen Krieger.“
Was sollte primärer Gefährte denn bedeuten?
Ich schauderte und versuchte, mir vorzustellen, was in Zukunft wohl mit mir geschehen würde. Würde mein Gefährte so groß sein? Ebenso stark? Würde ich das fühlen, was diese andere Braut gefühlt hatte? Würde mein Gefährte einen zweiten Mann in unserer Besitznahme-Zeremonie dabeihaben wollen? Würde ich das wollen? Was ich gerade erlebt hatte, war über Begehren hinausgegangen, es war grenzenloses Vertrauen. Rohe, willkürliche Lust. Würde ich ebenso glücklich darüber sein, in Besitz genommen zu werden, wie sie das war?
Ich hatte mir noch nie zuvor vorgestellt, Hiebe zu bekommen. Ich hatte sie bisher nur als Bestrafung angesehen, und somit hätte ich mich zu so etwas niemals freiwillig gemeldet. Ehrlich gesagt wollte ich eigentlich gar keinem Alien-Mann zugeordnet werden. Aber hier war ich nun, an diesen verdammten Tisch im Abfertigungs-Zentrum geschnallt, und ich war selbst schuld. Ich hatte mich zum Interstellaren Bräute-Programm gemeldet, um meinem Bruder zu helfen, seine Schulden bei ein paar äußerst finsteren Gestalten zu begleichen. Er hatte eine Frau und drei Kinder, und wenn er die beträchtliche Summe Bares nicht zusammenbekam, würden sie alle auf der Straße landen. Oder noch schlimmer. Viel schlimmer.
Als Kindergärtnerin verdiente ich gerade mal genug zum Überleben für mich selbst. Ich hatte kein Geld übrig, das ich meinem Bruder hätte geben können. Aber das hier konnte ich tun.
Bis zu diesem Moment hatte ich nicht wirklich daran geglaubt, dass dieser Zuordnungs-Vorgang irgendetwas Erfreuliches für mich bereithalten würde. Ich hatte bezweifelt, dass das Bräute-Programm in der Lage sein würde, einen passenden Partner zu finden. Ich meine, im Ernst? Wie konnte ein dummes Computerprogramm wissen, welcher Mann in der gesamten Galaxis für mich perfekt sein würde? Ich hatte den Richtigen auf der Erde nie gefunden, also wie sollten sie einen außerirdischen Partner für mich auf einem fernen Planeten finden? Aber die bebende Lust, die ich gerade erfahren hatte, gab mir Hoffnung. Große Hoffnung. Zum ersten Mal in den letzten paar Wochen hatte ich das Gefühl, dass vielleicht doch alles gut ausgehen könnte. Vielleicht war es doch nicht der größte Fehler meines Lebens gewesen, mich für das Interstellare Bräute-Programm zu melden.
Fehler oder nicht, Familie war nun mal Familie. Dies war der einzige Weg, wie ich meinem Bruder helfen konnte. Mein Körper und mein Leben waren die einzigen Dinge von Wert, die ich noch hatte. Ich war nicht reich, aber ich war jung, fruchtbar und ungebunden. Verdammt, uninspiriert kam der Sache näher. Ich hatte in fünf Jahren drei Liebhaber gehabt, und keiner von ihnen hatte mich so stark zum Kommen gebracht, wie ich es gerade erlebt hatte... von einer Neuro-Simulation. Von den Erinnerungen einer anderen Frau.
Oh Gott. Ich wollte eine dieser großen, tiefen Stimmen hinter mir. Ich wollte eine riesige Hand, die sich um meinen Hals legte und mich dort festhielt, während eine heiße Zunge mit meinem Kitzler spielte. Ich wollte reglos festgehalten werden, während mich jemand von hinten fickte. Ich wollte...
Mein Überwachungsmonitor piepte und ich wurde rot, da mein erhöhter Puls darauf abzulesen war, als ich alles noch einmal durchlebte, was mir gerade passiert war. Nein, es war nicht mir passiert, sondern ihr. Der anderen Frau. Der Frau, die Aufseherin Egara auf diesen Planeten geschickt hatte. Der Frau, die von einem Krieger in Besitz genommen worden war. Einem großen, starken Krieger mit einem riesigen Schwanz. Ihrem primären Gefährten. Was auch immer das hieß.
„Ist das also der Ort, wohin ich zugeordnet wurde? Der Planet dieser Frau?“
Aufseherin Egara nickte knapp. „Ja. Zu einem Krieger auf Prillon Prime.“
Prillon Prime? Ich wurde nach Prillon Prime geschickt? Dem Planeten, der von einer Rasse hochgewachsener Krieger bewohnt war? In den Broschüren des Programms war gestanden, dass Prillon-Krieger sogar Bräute beantragten, während sie noch aktiv im Militärdienst waren. Sie waren eine von drei Rassen, die ihre Bräute auf Schlachtschiffen bei sich behielten. Im Weltraum. An der Front des Kriegs zwischen den biologischen Rassen und dem Hive, den künstlichen Lebensformen und Cyborg-Rassen, die versuchten, das Universum an sich zu reißen. Dieser Krieg hatte nun schließlich auch die Erde erreicht, und die Koalition hatte die Erde unter ihren Schutz genommen, unter einer äußerst strengen Bedingung.
Bräute. Tausend pro Jahr. Die meisten der Erdenbräute kamen aus dem Strafsystem. Die Politiker der Erde hatten nichts dagegen, Kriminelle dafür zu opfern, um die außerirdische Bräute-Quote zu erfüllen. Aber hier war ich nun, eine Freiwillige, die nur hoffen konnte, dass sie nicht gerade den größten Fehler ihres Lebens begangen hatte.
Mir fiel ein, gelesen zu haben, dass die Männer auf Prillon überzeugt von der Fähigkeit ihrer Krieger waren, sich um ihre Gefährtinnen zu kümmern. Egal wo. Prillon-Krieger scheuten niemals vor der Schlacht zurück und waren die gefürchtetste Rasse in der Interstellaren Koalition. Sie waren stets an der Kriegsfront, und ihre Kommandanten hatten die gesamte interstellare Flotte übernommen.
Du liebe Scheiße. Ich würde nicht auf einem Planeten landen! Ich würde auf einem Raumschiff mitten im Nirgendwo leben, wo sie so richtig gegen andere Raumschiffe kämpften? Oder Cyborgs. Oder was auch immer sonst noch! Der Pulsmonitor begann wieder zu piepen, und diesmal war es nicht Erregung, die ich verspürte. Sondern Panik.
Ich schüttelte den Kopf. Einmal, zweimal. „Nein. Da muss ein Fehler vorliegen.“
„Kein Fehler.“ Sie funkelte mich an. „Ihre Zuordnung wird auf neunundneunzig Prozent Kompatibilität geschätzt.“
„Aber...“ Ich hatte auf Forsia gewollt, oder auf eine der Zwillingswelten Ania und Axion, wo man in Städten lebte, umgeben von Restaurants, Partys und Opulenz. Ich wollte nicht auf ein Schlachtschiff im Weltraum.
„Ruhe.“ Das Wort war abgehackt, und sie hisste es mir zu wie eine gereizte Katze. „Es ist vollbracht, die Zuordnung ist durchgeführt. Sie haben bereits unterschrieben. Ihre Familie wurde entschädigt, wie von Ihnen gewünscht. Solange Sie das Geld nicht zurückerstatten möchten, werden Sie Ihren rechtlichen Verpflichtungen gegenüber dem Programm nachkommen. Sie haben sich für das Zuordnungsprotokoll entschieden. Sie müssen sich an das Ergebnis halten.“
Aufseherin Egara war nett genug, Mitte Zwanzig und sogar hübsch, wenn auch etwas schroff. Ich verstand. Die Frau an der Rezeption hatte mir gesagt, dass es nicht viele Freiwillige gibt. Die meisten Frauen, die Aufseherin Egara abfertigte, waren verurteilte Verbrecherinnen mit nur zwei Wahlmöglichkeiten: dem Interstellaren Bräute-Programm beizutreten oder ihre Zeit im Gefängnis abzusitzen.
„Hmm. Ich denke, ich werde diesen Ausbruch von Ihnen in Ihrem Brautprofil eintragen. Ihr neuer Gefährte sollte vor Ihrer Impertinenz gewarnt werden.“
Meine Augen wurden groß und mein Mund stand offen.
„Warten Sie mal! Dem habe ich nie zugestimmt.“ Ungeduldig riss ich an ein paar Klebestreifen an meinen Schläfen und verzog das Gesicht, als sie in meinem langen schwarzen Haar hängenblieben. Ich überreichte sie dem Assistenten, der mich vom Rest davon befreite und dann das Zimmer verließ. Aufseherin Egara musste erkannt haben, dass ich kurz davor stand, ihr dieses Tablet sonst wohin zu schieben, denn sie streckte ihre Hand in einer besänftigenden Geste aus.
„Ist ja gut, Miss Johnson. Ich werde es aus Ihrem Profil löschen.“ Sie tippte wieder auf dem Schirm herum und runzelte die Stirn. Ihr langes Haar war zu einem strengen Knoten gebunden, was auf eine Art an ihrer Haut zerrte, die ihr Gesicht nur noch strenger erschienen ließ. „Nun nennen Sie bitte Ihren Namen fürs Protokoll.“
Ich holte tief Luft und atmete aus. „Hannah Johnson.“
„Miss Johnson, sind Sie derzeit, oder waren Sie jemals, verheiratet?“
„Nein.“
„Haben Sie jeglichen biologischen Nachwuchs?“
„Nein.“ Ich verdrehte die Augen. Das hatten sie mich bereits gefragt. Ich hatte diesen Mist schon in dreifacher Ausführung unterschrieben und ich war sicher, dass dies auch auf ihrem Tablet erschien.
„Ausgezeichnet.“ Sie tippte ein paar Mal auf ihrem Bildschirm herum, ohne zu mir aufzusehen. „Ich bin verpflichtet, Sie darauf hinzuweisen, Miss Johnson, dass Sie dreißig Tage Zeit haben, den Gefährten, der Ihnen von unserem Zuordnungsprotokoll zugewiesen wurde, anzunehmen oder ihn abzulehnen.“ Sie hob den Kopf und grinste mich doch tatsächlich an. „Wenn ich mir diese Werte ansehe, halte ich das allerdings für höchst unwahrscheinlich.“
So viel Vertrauen hatte ich nicht in das Computerprogramm, mit dem sie hier die Bräute ihren Gefährten zuordneten, aber es beruhigte mich, dass die endgültige Entscheidung bei mir lag. „In Ordnung.“
„Unabhängig von Ihrer Entscheidung gibt es keine Rückkehr zur Erde. Wenn Ihr neuer Gefährte nicht akzeptabel ist, können Sie nach dreißig Tagen einen neuen primären Gefährten beantragen... auf Prillon Prime. Sie können diesen Prozess wiederholen, bis Sie einen Gefährten finden, der akzeptabel ist.“
„Aufseherin, ich möchte nur wissen...“
Sie seufzte. „Sie haben die Unterlagen bereits unterschrieben, Miss Johnson, aber ich fühle mich auch verpflichtet, Sie daran zu erinnern, dass Sie mit diesem Moment nicht länger Bürgerin der Erde sind, sondern eine Kriegerbraut von Prillon Prime. Als solche unterliegen Sie den Gesetzen und Bräuchen Ihrer neuen Welt.“
„Aber—“
„Sie sind zugeordnet worden, Hannah, und zwar einem der berüchtigtsten Krieger dieser anderen Welt. Sie sollten stolz sein. Dienen Sie ihm wohl.“ Ich war mir nicht sicher, ob mich diese Aufforderung von Aufseherin Egara ermutigen oder einschüchtern sollte, aber ich hatte nicht viel Zeit, mich zu wundern. Ich hatte keine Ahnung gehabt, dass sie persönliche Informationen über die außerirdischen Männer hatte, die sie zuordnete. Scheinbar wusste sie mehr als ich. Vielleicht mochte sie mich mehr, als ich mir vorgestellt hatte. Wenn ich eine verrückte Serienmörderin wäre, würde sie mich dann immer noch zu diesem berüchtigten Krieger schicken? Erzählte sie allen Frauen irgendwelche Lügenmärchen darüber, wie fantastisch ihre zugeordneten Gefährten waren, damit sie sich mehr auf die Abreise von der Erde freuten?
Sie trat vor und drückte gegen die Seite meines Untersuchungsstuhls. Mit einem kleinen Ruck erschien eine grelle blaue Öffnung in der Wand. Immer noch festgebunden konnte ich nur hilflos zusehen, als eine lange, äußerst große Nadel erschien. Die Nadel war an einem langen Metallarm an der Wand befestigt. Ich versuchte, zurückzuweichen, und sie sprach lauter, damit ich sie über dem Blubbern der seltsamen blauen Flüssigkeit unter mir hören konnte.
„Kämpfen Sie nicht dagegen an, Hannah. Das Gerät implantiert Ihnen nur Ihre dauerhaften NPUs. Es gibt nichts zu befürchten.“ Ihr Lächeln wirkte erzwungen und ihre Lippen waren schmal, aber zumindest versuchte sie, mich zu beruhigen. Ich hatte das Gefühl, dass sie sich nicht oft so warm und freundlich verhielt.
Ich glitt in die winzige Kammer und spürte den Stich der Nadel erst an einer Schläfe, dann der anderen. Ich war mir recht sicher, dass mir das seltsame und sehr stark surrende Gefühl, das ich nun an beiden Seiten meines Kopfes verspürte, die Migräne aus der Hölle bescheren würde. Ich fand mich damit ab, die Auswirkungen der NPU über mich ergehen zu lassen, und wurde in eine Art warmes Bad eingelassen. Blaues Licht umgab mich.
„Wenn Sie aufwachen, Hannah Johnson, wird Ihr Körper auf die Zuordnungs-Bräuche von Prillon Prime sowie auf die Erfordernisse ihres Gefährten hin vorbereitet worden sein. Er wird auf sie warten.“
Du liebe Scheiße. „Jetzt gleich? Sofort?“ Ich zerrte an den Schellen, die meine Handgelenke an den Tisch schnallten. „Ich habe mich noch nicht einmal von meinem Bruder verabschiedet! Warten Sie!“
Aus irgendeinem Grund waren mein Ärger und mein Frust plötzlich verschwunden, als hätte das warme Bad sie fortgespült. Was zum Geier war in dem Wasser? Ich fühlte mich so entspannt, so glücklich.
So betäubt.
Aufseherin Egaras knappe Stimme war das Letzte, was ich über das leise Surren der elektrischen Gerätschaften und Lichter hinweg hörte. „Ihre Abfertigung beginnt in drei... zwei... eins...“
Um mich herum wurde es langsam schwarz.
2

Kommandant Zane Deston, Prillonisches Schlachtschiff, Sektor 764
Der bittere Geschmack der Diplomatie lähmte mir die Zunge, als ich den um den Tisch versammelten Kriegern zuhörte. Wir hatten das Glück gehabt, den Feind, den Hive, in diesem Sektor vor über einem Monat entscheidend geschlagen zu haben, und das Pech, nun die Ehre zu haben, den Thronfolger von Prillon Prime, Prinz Nial, an Bord meines Schlachtschiffes zu Gast zu haben. Der junge Prinz war dazu bestimmt, nach seiner Rückkehr auf unsere Heimatwelt eine Gefährtin zugeordnet zu bekommen, und er zögerte das Unvermeidliche, so lange er konnte, hinaus. Er war ein geschickter Pilot, aber noch unerfahren. Er wollte Kampf und Abenteuer kosten, nicht das verwöhnte Palastleben, das er sein gesamtes Leben lang erfahren hatte.
Das Schlachtschiff Deston, benannt nach seinem Kommandanten, war der einzige Ort im Universum, auf dem er sich vor dem Primus, seinem Vater und dem König unserer Welt, verstecken konnte. Dieses Schiff war der einzige Ort, der immun gegen die mächtige Hand des Primus war.
Denn dieses Schiff gehörte mir. Als Kommandant mit königlichem Blut konnte nicht einmal das Königshaus es mir abnehmen. Ich war nicht nur der Cousin des Primus, sondern hatte mir auch in zahlreichen Schlachten einen Namen gemacht. Verbündete wie Feinde flüsterten meinen Namen mit Ehrfurcht.
Trotz meines Rufes in der gesamten interstellaren Flotte war ich dazu gezwungen, in diesem Sektor zu verweilen. Zu warten. Eine Frau, meine neue Gefährtin, eine Verpflichtung, die ich hier überhaupt nicht brauchen konnte und die mein Leben und meine Routine aus der Bahn werfen würde, war hierher unterwegs. Wir mussten stationär bleiben, bis wir sie empfangen hatten. Ich hatte den Antrag ans Interstellare Bräute-Programm nicht einmal selbst gestellt. Meine Mutter hatte das ohne mein Wissen oder meine Erlaubnis getan. Ich war nun gezwungen, eine Braut anzunehmen und einen Sekundär zu ernennen. Hätte ich dies verweigert, hätte das meine gesamte Familie entehrt.
Die Tatsache, dass meine Gefährtin ungewollt war, war mein Geheimnis, meine Bürde, die ich zu tragen hatte. Die Crew an Bord meines Schlachtschiffes war erfreut darüber, dass wir nicht sofort an die Front zurückkehrten, und gespannt darauf, ihre neue Matriarchin kennenzulernen. Mein Sekundär Dare war begierig darauf, ein weibliches Wesen in Besitz zu nehmen und sie mit mir zu teilen, wie es wahre Krieger taten. Der primäre und der sekundäre Gefährte teilten sich die Freuden und die Verantwortlichkeiten der Frau und ihrer Nachkommen. Wir verloren zu viele Krieger im Kampf, und der Brauch, eine Gefährtin zu teilen, sorgte dafür, dass keine zugewiesene Gefährtin jemals völlig alleine zurückblieb. Jedem weiblichen Leben, ihrem Körper und ihrer Ehre verschworen sich zwei Krieger einer Familienlinie. Starb einer von ihnen, wurde ein neuer Sekundär ernannt.
Ich hatte meinen Sekundär ernannt. Ich hatte mich an der Zuordnungsprozedur beteiligt. Und nun war ich gezwungen, so zu tun, als würde ich mich über die Zuordnung freuen, und in Empfang zu nehmen, was immer mir an Braut geschickt wurde. Ich hoffte nur, dass sie intelligent genug sein würde, nicht im Weg zu sein, und stark genug, meine Natur hinzunehmen. Prillon-Bräute waren selten und verfügten auf ihre eigene Weise über Macht. Meine Braut würde über viel Macht verfügen, sollte sie sich dessen würdig erweisen, sie von mir verliehen zu bekommen. Ich wollte eine Gefährtin, die sich jedem meiner Bedürfnisse hingeben konnte, aber meine äußerst primitiven, dominanten Bedürfnisse hatten mehr als einer Frau von meiner Welt schon Angst eingejagt. Ich konnte mir nicht vorstellen, dass es einer zerbrechlichen Frau von der Erde besser ergehen würde. Ich wusste, dass ich mich unter Kontrolle halten und meine wahre Natur zügeln musste, wenn ich keine verängstigte Braut haben wollte.
„Ich bin sicher, dass Ihre Braut jeden Moment eintreffen wird, Kommandant. Der Transport war für heute geplant.“
„Bestimmt ist ihr Haar wie fein gesponnenes Gold und ihre Augen wie dunkler Bernstein“, sprach Harbart von seinem Ehrenplatz an Prinz Nials rechter Schulter. Harbart war ein pompöser kleiner Knilch, ein buckeliger Greis und eine Kreatur, die sich nicht dem heiligen Akt der Kriegsführung verschrieben hatte, sondern den widerwärtigen politischen Schachzügen, insbesonders dem gesellschaftlichen Aufstieg seiner Tochter zur Verlobten von Prinz Nial.
Den Göttern sei Dank dafür. Wäre Harbart nicht so sehr an meinem Cousin Nial interessiert gewesen, hätte der giftige alte Mann wahrscheinlich mich selbst als Gefährten für seine Tochter ins Visier genommen. Derzeit stand ich an dritter Stelle in der Thronfolge. Ich brauchte von Nial so schnell wie möglich, dass er eine Braut in Besitz nahm und Nachfolger zeugte.
„Danke, Harbart.“ Ich nahm seine guten Wünsche an und lehnte mich in meinen Kommandostuhl zurück. Am Tisch im Besprechungszimmer war Platz für sechs meiner Offiziere—allesamt gestandene Krieger mit dunklem goldenem Haar und gelben Augen, wie für unser Volk üblich—und den Prinzen. Schon drei Stunden lang gingen wir Berichte und Schlachtvorbereitungen durch. Alle Schiffssektionen hatten Bericht erstattet. Alle Reparaturen nach unserer letzten Schlacht mit dem Hive waren durchgeführt worden. Nun war eine gesamte Kriegsformation, fünftausend Krieger und zehn Schiffe, im Weltraum gestrandet, während wir auf eine Frau warteten. Meine Frau.
Mein Inneres zog sich bei dem Gedanken bange zusammen.
Harbart öffnete seinen Mund, um zu sprechen, und ich tauschte einen Blick mit meinem Ersten Offizier aus, der die Augen verdrehte, als eine Kommunikatormeldung klingelte. Die Stimme des medizinischen Offiziers erfüllte das kleine Besprechungszimmer. „Kommandant, wir haben Ihre Gefährtin auf Krankenstation Eins aufgenommen. Sie kam vor einigen Minuten an, bewusstlos aber stabil.“
Unabhängig von meinem Desinteresse an einer Braut war ich neugierig über die Frau, die mir zugeordnet worden war. Jeder Muskel meines Körpers spannte sich an mit dem Bedürfnis, in die Krankenstation zu eilen und sie zu inspizieren. Doch das konnte ich nicht tun, nicht in diesem Augenblick. Wenn ich das täte, würde jedes männliche Wesen im Raum darauf bestehen, mich zu begleiten. Ich würde lieber in den Teergruben Prillons verrotten, als zuzulassen, dass der rotznasige Politiker Harbart meine Braut nackt zu sehen bekam. Ich hatte die Frau vielleicht nicht angefordert, aber deswegen gehörte sie nicht weniger mir. Mir, um sie zu sehen, mir, um sich um sie zu kümmern, und mir, um sie zu ficken.
Die Zeremonie der Besitznahme war heilig und privat; nur meinen engsten Kriegern, denjenigen, denen ich mein Leben und ihres anvertrauen konnte, würde es gestattet sein, Zeuge ihrer Besitznahme zu werden. Als Zeugen schworen sie, meine neue Gefährtin zu ehren und zu schützen, als heiligen Teil meiner selbst, Hälfte meines Körpers, Hälfte meines Fleisches. Sie verschrieben ihr Leben ihrem Schutz. Und bevor die Zeremonie beginnen konnte, musste ich mir versichern, dass sie mich und meinen Sekundär annehmen würde und dass sie sich unserer Zuordnung hingeben würde. Prillon-Bräute wurden niemals dazu gezwungen, einen Gefährten anzunehmen. Ich verzog das Gesicht. Wenn ich es nicht schaffen konnte, meine neue Braut in den nächsten dreißig Tagen zu zähmen, ohne sie zu verschrecken, dann hatte ich es nicht verdient, sie zu behalten.
Der Zeitpunkt war egal. Ich würde Harbart die Kehle durchschneiden, bevor ich ihm erlauben würde, die gesegnete Zeremonie mitzuerleben.
„In Ordnung, Doktor“, antwortete ich mit ruhiger Stimme. „Niemand außer mir soll sie sehen. Ich werde sie nach meiner Besprechung mit den Ingenieuren besuchen.“
„Ja, Kommandant.“
Die Kommunikator-Einheit wurde still, so wie auch der Raum, als mich die Männer ungläubig anstarrten.
„Wie kommt es, dass Sie nicht an ihre Seite eilen, Kommandant?“ Harbarts empörte Frage bestätigte mir, dass ich die richtige Entscheidung getroffen hatte. Der widerliche Mann konnte es nicht erwarten, meine Gefährtin unter seine lüsternen Augen zu bekommen.
Sein spürbarer Neid ließ in mir einen Besitzanspruch aufflammen. Zu meiner Überraschung entfachte mein Begehren nach einer nie gesehenen Frau mein Blut, und ich kämpfte gegen den Drang an, zu ihr zu eilen, sie zu sehen, ihr Fleisch zu schmecken und ihren Körper mit meinem in Besitz zu nehmen. Sie war mir unter allen anderen männlichen Wesen im Universum zugeordnet worden. Ihre Begierden waren auf meine abgestimmt, und ich war begierig darauf, den Erfolg des Programms zu überprüfen. Vielleicht war meine Mutter im Recht damit gewesen, die Situation zu erzwingen. Das Wissen, dass meine Gefährtin an Bord dieses Schiffes war, richtete meine Gedanken neu aus. Die Logik bestand darauf, dass ich keine Braut brauchte, aber nun, da sie so nahe war, hatte mein Körper anderes im Sinn.
Die Nachricht von ihrer Ankunft würde sich innerhalb von wenigen Stunden über die ganze Kriegsformation verbreitet haben, und das Schiff würde für meine Gefährtin ein gefährlicher Ort sein, bis ich sie in Besitz genommen hatte, besonders mit Harbarts königlicher Gefolgschaft an Bord. Es war auf Prillon Prime einst sehr häufig vorgekommen, dass Frauen gestohlen wurden, und so mancher alte Narr wie Harbart sehnte sich nach den Tagen zurück, als Männer sich ihre Bräute durch die Kraft ihrer Schwerter oder Armeen beschafften.
Narren. Bevor die archaischen Gesetzte vom derzeitigen Primus geändert worden waren, waren viele feine Krieger durch die Hand ihrer neuen Bräute ums Leben gekommen, ermordet aus Zorn und Erschütterung über den Verlust derer erwählten Gefährten. Selbst jetzt weigerte ich mich, meine Braut dadurch in Gefahr zu bringen, indem ich zu starkes Interesse zeigte. Je mehr sie mir wert war, umso mehr würde sie zur Zielscheibe für berechnende und machthungrige Mistkerle wie Harbart werden. Er war nicht der einzige Älteste oder der einzige Politiker an Bord meines Schiffes. Sollten sie doch alle verrotten, was mich betraf.
„Ich werde meine Pflichten nicht vernachlässigen oder mich von einer Gefährtin ablenken lassen.“ Ich erhob mich von meinem Stuhl, und die Krieger unter meinem Kommando taten es mir gleich, alle bis auf Prinz Nial. Mein Cousin grinste zu mir hoch.
„Das werden wir ja sehen, Cousin.“
Ich blickte ihn finster an. „Du wirst mit Dare den nächsten Erkundungszug machen, Cousin. Sieh zu, dass du dich nicht umbringen lässt.“ Dare war mein Sekundär und mein bester Kampfpilot. Ich würde die Sicherheit des Prinzen niemand anderem anvertrauen.
Nial grinste. Harbart plusterte sich protestierend auf, und ich verließ das Besprechungszimmer und ging auf die Kommandozentrale meines Schiffes, wo ich meinem Navigator gleich neue Befehle erteilte. „Nun, da der Transport erledigt ist, gibt es kein Warten mehr. Gib den Offizieren Bescheid. Bereit zum Abflug. Wir brechen in einer Stunde zur Front auf.“
„Ja, Kommandant.“
Ich verließ die Kommandozentrale und bahnte mir einen direkten Weg in die Maschinenräume des Schiffs für meine planmäßige Besprechung mit den Ingenieuren. Ich hörte ihnen zu, so gut ich konnte, aber ich konnte an nichts anderes denken als an das weibliche Wesen, das auf der Krankenstation auf mich wartete.
Wie würde sie wohl sein? Würde sie beim ersten Anblick von mir vor Angst erzittern, wie es so viele Frauen auf meiner Heimatwelt taten? Würde sie sich verneigen und ihren Blick abwenden, in Ehrfurcht vor meiner Kampfstärke und meinem höheren Rang? Würde sie es wagen, sich mir zu widersetzen, oder würde sie sich in allen Dingen meinem Willen unterwerfen? Würde sie weich und kurvig sein, mit großen Brüsten, wie die programmierten Frauen in den Vergnügungssimulationen des Schiffes, oder würde sie schlank und stark sein wie die Kriegerinnen meiner Heimatwelt?
Als ich den Schiffsmechaniker zum dritten Mal bitten musste, sich zu wiederholen, beendete ich die Besprechung. Ich war es leid, zu warten.
Die Krankenstation war nicht weit, und wenige Minuten später schon stürmte ich in das Zimmer, wo ich erwartete, meine Braut wach und auf mich wartend vorzufinden.
Stattdessen eilte der Arzt mit einer besorgt hochgezogenen Braue an meine Seite.
„Kommandant, sie hat das Bewusstsein noch nicht wiedererlangt.“
Meine Brust zog sich mit einem unbekannten Schmerz zusammen, und ich funkelte den Mann an. „Warum nicht?“
„Ich weiß es nicht. Alle ihre Scans erscheinen normal. Ihr Name ist Hannah Johnson. Sie stammt aus einem Ort namens Nordamerika. Und, das ist interessant, Kommandant, sie ist die erste Freiwillige, die ich von der Erde gesehen habe. Die meisten Bräute von diesem Planeten sind Kriminelle.“
Doktor Mordin hielt mir seinen Untersuchungsschirm zur Begutachtung hin, aber ich hatte weder Interesse daran, etwas über sie von einer Maschine abzulesen, noch interessierte es mich, woher sie stammte. Ich war mit Mordin in zahlreichen Schlachten gewesen und zählte ihn zu meinen engsten Vertrauten. Wenn etwas mit meiner Gefährtin ernsthaft nicht stimmen würde, hätte er mich bereits darüber informiert. Mir war egal, was die Bürokraten im Interstellaren Bräute-Programm auf ihre lächerlichen Formulare geschrieben hatten. Sie gehörte nun mir, sie war hier, und ich wollte sie in Fleisch und Blut sehen.
„Bringen Sie mich zu ihr.“
„Natürlich.“ Er drehte sich herum und betrat eine private Suite, die für gewöhnlich für den Besuch von Adeligen oder hochrangigen Offizieren reserviert war. Es war die einzige Privatkammer auf der Krankenstation, und ich war dankbar für seine Rücksichtnahme.
Ich stand in der Tür, während er meiner Braut mit seinen Scannern zur Seite eilte. Mit verschränkten Armen ließ ich ihn seine Scans abschließen. Ich konnte nicht viel von ihr sehen, denn der Mann verdeckte mir den Blick. Trotz der Tatsache, dass ich nur aufgrund der Einmischung meiner Mutter nun eine Gefährtin hatte, musste ich feststellen, dass ich seit ihrer Ankunft überaus... interessiert war. Geradezu begierig. „Ist sie gesund?“
„Sie scheint unverletzt, doch ich kann keine volle Zuchtdiagnose durchführen, bevor sie aufwacht.“
„Ist sonst jemand hier gewesen, um sich nach ihr zu erkundigen?“
Das Grinsen des Doktors war pure Boshaftigkeit, und ich war froh darüber, ihn als loyalen und vertrauenswürdigen Freund betrachten zu können. Er war nicht nur dazu ausgebildet, zu heilen, sondern auch zu töten, und er war ein berüchtigter Krieger. „Oh, die Marionette des Prinzen war hier, aber ich habe ihn abgewiesen.“
Purer Zorn pumpte durch meine Adern. „Ausgezeichnet. Vielen Dank.“
Er nickte kurz. „Ist mir eine Ehre, Kommandant.“
„Lassen Sie uns alleine.“
Er grinste. „Natürlich.“
Ich wartete darauf, dass die sich Tür hinter ihm schloss, bevor ich mich dem schmalen Bett zuwandte, auf dem meine Braut schlummerte.
Ich erwartete goldenes Haar und bernsteinfarbene Augen. Doch das Haar meiner Gefährtin war lang, glatt und schwarz wie die Nacht, mit schimmernden Strähnen, die seidig weich aussahen. Ungewöhnlich, aber über alle Maßen schön. Ebenso dunkle Augenbrauen spannten ihre Bogen über sanften Augen, und schwarze Wimpern ruhten auf blassen Wangen. Ihre Haut war blasser, als ich es je gesehen hatte, viel heller als meine dunkle Färbung. Ihre vollen, rosigen Lippen waren nicht zu übersehen, oder die leichte Röte auf ihren Wangen.
Ich sehnte mich danach, ihre Augen zu sehen, herauszufinden, ob sie so exotisch waren wie ihr dunkles Haar und ihre ebenmäßige Haut.
Sie war mit einem Laken bedeckt, das ich sanft zur Seite zog, um den Rest von ihr zu begutachten. Ihr nackter Körper war delikat und kurvig, ihre Brüste groß, mit verlockenden dunkelrosa Nippeln. Jedes Haar, das sie vielleicht am Körper gehabt hatte, war entfernt worden, wie es bei uns Sitte war, und ihr Fleisch war kahl und glatt.
Mein Schwanz regte sich zum Leben, erhob sich zum Gruß und war bereit dazu, in Besitz zu nehmen, was mir gehörte. Sie war so klein, so winzig im Vergleich zu mir und meinem Sekundär. Das war nicht ideal! Das Interstellare Bräute-Programm musste einen Fehler gemacht haben.
Ich schluckte die aufwallende Enttäuschung über ihre geringe Größe hinunter. Ich würde vorsichtig mit ihr sein müssen. Sanft. Als Kommandant hatte ich das Kommando über dieses Schlachtschiff und eine ganze Flotte anderer. Ich hatte Macht und Kontrolle, die ich mit strengem Befehl ausübte. Ich wollte die Freiheit haben, mit gleicher Intensität über ihren Körper zu herrschen. Als ich sie so ansah, erkannte ich erstmals, dass ich diese Erlösung und mehr von meiner neuen Gefährtin brauchte. Doch sie war nicht von Prillon, und sie war so klein, dass ich mir vorstellen konnte, dass das volle Ausmaß meiner Gelüste sie bestimmt verletzen würde.
Also würde ich vorsichtig sein. Zärtlich. Ständig bewusst über ihre Größe und ihren kleinen Körper.
Ich legte das Laken wieder über sie. Ich wollte sie, aber ich würde sie nicht so nehmen. Ich wollte zusehen, wie ihre Augen groß wurden, während mein Schwanz sie zum ersten Mal füllte, wollte sie vor Lust stöhnen hören, wenn ich sie zum Kommen brachte. Ich konnte meine dominanten Bedürfnisse unter Kontrolle halten und sie trotzdem ficken. Ich würde in ihrem Körper Lust finden—oft—und sie würde lernen, dass mein Sekundär und ich diejenigen waren, die ihr Lust bereiten konnten.
Ich lehnte mich über sie und steckte das Laken um ihre Schultern herum fest. Als ich hochblickte, bemerkte ich, dass ein Augenpaar mich anblickte, von tiefem Braun, das so dunkel war, dass es sich fast nicht vom Schwarz in der Mitte unterschied.
Mein Herz machte einen Sprung. Als abgehärteter Krieger sollte ich keine so heftige Reaktion auf ein so kleines weibliches Wesen haben. Ich erstarrte, wollte sie nicht erschrecken. Ich wusste nicht, wie groß die Männer auf der Erde waren, aber ich war selbst für einen Prillon-Krieger groß. Wach erschien sie mir sogar noch kleiner und zerbrechlicher, umwerfend und außergewöhnlich.
„Wo bin ich?“ Sie starrte mich an, aber verfiel nicht in Panik und versuchte nicht, zu fliehen. Ihre Stimme war melodisch und wunderschön, und sie zitterte nicht ängstlich. Sehr beruhigend.
„Du bist an Bord eines prillonischen Schlachtschiffes, auf der Krankenstation.“
Da wurden ihre Augen groß und sie mühte sich ab, sich aufzusetzen, bis ihr Rücken an der Wand lehnte. Sie drückte sich das Laken an die Brust. „Krankenstation? Ich bin auf einem Raumschiff? Sie sind Arzt? Oh mein Gott. Ist er hier?“
„Wer?“ Ich setzte mich an den Rand ihres Bettes und war höchst erfreut, als sie nicht zurückwich. Ich wollte sie berühren. Überall. Nun, da sie wach war, wollte ich sie erkunden, herausfinden, ob ihr Körper so weich war, wie er aussah. Ich fragte mich, wie sie schmeckte, ob ihre Nippel unter meiner prillonischen Zunge hart werden würden, ob ihre Pussy so süß schmecken würde, wie ich hoffte.
„Mein zugewiesener Gefährte? Aufseherin Egara sagte, mein Gefährte wäre einer der berüchtigtsten Krieger auf Prillon Prime.“ Ihr Blick traf auf meinen, und ihre Augen wurden groß.
„Das ist er.“ Meine Brust schwoll vor Stolz an. Also war die Kunde über mein Kampfgeschick bis zu den Ohren auf der Erde, dem neuen Planeten unter dem Schutz der Koalition, vorgedrungen.
„Ist er... groß wie Sie?“ Sie leckte sich über die Lippen, und ich unterdrückte ein Stöhnen. Ich wusste, dass sie sich nicht auf meinen Schwanz bezog, aber in die Richtung gingen meine Gedanken. Mein Schwanz war... groß, wie sie schon bald erfahren würde.
Meine Augen wanderten über ihr Gesicht, an der langen Linie ihres blassen Halses entlang. „Ja. Er sieht aus wie ich. Findest du mich deinem Blick zuwider?“
Ich wartete geduldig, während sie mich in Anschein nahm, die harten Winkel in meinem Gesicht, auf meinem Kiefer. Ich war nicht blau oder grün wie so manche männlichen Wesen auf anderen Koalitions-Planeten, aber vielleicht doch anders als die Männer auf ihrer Welt.
„Darf ich Ihre Hände sehen?“, fragte sie.
Neugierig hielt ich ihr meine Hände hin und sah zu, wie ihr blasses Gesicht pink anlief. Sie streckte zögernd die Hand nach mir aus, doch zog sie zurück, bevor sie mich berührt hatte. Meine Hände waren bestimmt zweimal so groß wie ihre, doch ich sehnte mich nach ihrer zögerlichen Berührung.
Eine seltsame Röte zog sich von ihren Schultern ihren Hals hinauf und über ihre Wangen.
„Warum wechselt deine Haut die Farbe, wenn du auf meine Hände blickst?“
„Wie bitte?“ Sie erschrak und wandte den Blick ruckartig von meinen Händen ab, um zu mir hoch zu blicken. „Nichts weiter. Es ist nur—ich habe mich an etwas erinnert.“ Sie hielt das Laken fest unter ihre Arme geklemmt und hob ihre Fingerspitzen hoch, um ihre Schläfen zu betasten, an denen ich feine Narben bemerkte.
„Tut dir etwas weh? Verursachen dir die Neuro-Implantate Schmerzen?“
Wenn meine Braut unter Schmerzen litt, würde ich sofort den Arzt zurückrufen. Ich kümmerte mich um mein Eigen, und ich verspürte ein unerwartetes aber instinktives Bedürfnis, die kleine Menschenfrau hier zu beschützen und für sie zu sorgen. Ich würde sie beschützen müssen, sogar vor mir selbst.
„Nein. Nicht wirklich. Es fühlt sich an wie ein leises Surren in meinem Kopf.“ Sie verzog das Gesicht und drückte die Fingerspitzen gegen ihre Haut, fuhr die Linien der schmalen Implantate nach, die permanent in ihren Schädel eingebettet waren. „Aber ich kann Sie verstehen, also nehme ich an, dass sie funktionieren.“
Jedes Mitglied des Interstellaren Koalitions-Militärs hatte dieses Implantate. Sie waren auf Sprachen programmiert und halfen dem Gehirn mit fortgeschrittenen Berechnungen. Die Implantate waren für unsere Flotte unverzichtbar und ermöglichten problemlose Kommunikation und Verständnis zwischen den mehr als zweihundert Mitgliedsplaneten der Koalition.
Sie ließ die Hände neben sich aufs Bett fallen und blickte zu mir hoch. „Wann lerne ich ihn kennen?“
„Sehr bald schon. Fürchtest du dich?“
Sie biss sich in die Lippe. „Ein wenig schon.“ Ihr Blick wanderte über mein Gesicht, blieb an meinen Augen hängen und den scharfen Kanten meiner Wangenknochen.
„Sehe ich so anders aus als Erdenmänner?“ Ich wunderte mich.
Sie seufzte. „Nein. Nicht wirklich. Sie sind viel größer und Ihr Gesicht hat gröbere Kanten.“ Sie hob eine Hand zu mir hoch, als wollte sie die Form meines Gesichtes erkunden, aber ließ sie in ihren Schoß zurückfallen, bevor sie mich berührte. Warum war sie so ängstlich davor, mich zu berühren? Ach ja, sie wusste nicht, dass ich ihr Gefährte war.
„Ihre Haut ist ein wenig anders. Dunkler, als wären Sie in der Sonne gewesen.“
„Du bist doch diejenige, deren Haut die Farbe wechselt“, antwortete ich.
Ich sah zu, wie ihre blasse Haut wieder die Farbe wechselte.
„Das heißt Erröten. Es passiert mir... wenn ich nervös oder verlegen bin.“
„Ah.“ Das war eine vernünftige körperliche Reaktion und etwas, das mir helfen würde, die Stimmung meiner Gefährtin zu erlernen. „Was passiert, wenn du erregt bist?“
Sie... errötete zu einem noch entzückenderen Farbton. „Ich—“
Die Worte blieben ihr im Hals stecken, als unsere Blicke sich trafen und ich mein Bedürfnis, sie zu berühren, nicht länger verbergen konnte. Sie legte sich erschrocken die Arme um ihre Brüste. „Sie sind es, nicht wahr? Sie sind mein Gefährte.“
„Ja, Hannah Johnson von der Erde. Ich bin Kommandant Zane Deston. Du gehörst mir.“ Ich beugte mich vor und nahm ihre kleinen Hände in meine, hielt sie in ihrem Schoß fest, während ich mich ihr näherte. Der Arzt würde bald zurück sein, aber mein Verlangen nach ihr war stärker als meine Zurückhaltung. Ich würde nicht länger warten. „Und nun werde ich dich schmecken.“
3

Hannah
Mein neuer Gefährte war riesig, größer als jeder Erdenmann, mit dem ich je zusammen gewesen war, über zwei Meter groß mit massiven Schultern und Oberschenkeln. Er trug eine dicht gewebte Rüstung mit schwarzem und braunem Camouflage-Muster ähnlich wie es auf der Erde vom Militär verwendet wurde. Er sah nicht im Geringsten sanft aus. Seine Augen hatten die Farbe von dunklem Bernstein und stachen aus seinem Gesicht hervor. Die Kanten seiner Wangen, seiner Nase und seines Kinns waren vielleicht ein wenig schärfer als die eines Menschen, aber merkwürdig attraktiv. Sein Blick war fokussiert und intensiv, und ich sah Lust darin, roh und unbändig, und meine Nippel wurden unter dem Laken hart, als seine großen Hände sich über meine legten. Dieser Prachtmann gehörte mir. Mir! Er sah nach dem aus, was er war, ein Raubtier. Ein Krieger.
Jemand, der für meine Sicherheit sorgen konnte.
Meine Hände waren in meinem Schoß gefangen, leichtfertig im Griff meines neuen Gefährten, der sich nun vorbeugte, um mich zu schmecken. Ich war mir nicht ganz sicher, was das heißen sollte, bis seine Lippen auf meinen landeten und seine lange, raue Zunge meinen Mund eroberte.
Sein Kuss—Zanes Kuss—war nicht wie der der Jungs, die ich auf der Erde geküsst hatte. Er drückte meinen Kopf gegen die Wand und forderte eine Reaktion, fixierte mich, während er meinen Mund erkundete und eroberte. Sein Kuss raubte mir den Atem und den Verstand, als seine merkwürdig lange Zunge sich völlig um meine wickelte und sanft daran zog.
Ich konnte mir nur zu gut vorstellen, wie sich diese lange Schlange in meiner Pussy anfühlen würde, mit meinem G-Punkt spielen würde bis ich schrie, oder grob über meinen Kitzler vibrieren. Ich konnte mir vorstellen, wie die rauen Fasern über meine Nippel leckten und an ihnen saugten, während sein Schwanz mich bis an die Schmerzgrenze füllte und seine großen Hände mich auf der Stelle hielten, reglos, wehrlos.
Mein ganzer Körper fühlte sich an wie unter Hochspannung, übersensibel und mir meines Gefährten so stark bewusst, dass ich kaum atmen konnte. Unter seinem Kuss schmolz mein Widerstand dahin, und ich versuchte gar nicht erst, mich zu wehren oder seinen Griff abzuschütteln. Stattdessen empfing ich den aggressiven Druck seiner Zunge mit Freude, und den stählernen Griff seiner Hände auf meinen. Meine Pussy zuckte und bebte vor Hitze, und der feuchte Beweis meiner Erregung benetzte schon bald meine Schenkel. Erinnerungen überfluteten mich mit dem exotischen Duft seiner Haut, und mein Körper reagierte, als wäre ich immer noch in der Zuordnungssimulation des Bräute-Programms, wo ich die Berührungen eines anderen Kriegers erlebte.
Er könnte mich hier und jetzt nehmen, und ich war mir nicht sicher, ob ich die Willenskraft hätte, ihn aufzuhalten. Dieser Krieger gehörte mir. Mir. Mir.
Ich konnte das leise Stöhnen nicht unterdrücken, das meiner Kehle entfuhr, ebenso wenig, wie ich mein Herz dazu bringen konnte, nicht wie ein wildes Tier hinter meinen Rippen zu rasen. Sein Schmecken ging immer weiter, bis ich keuchend und schlaff in seinen Armen hing.
Dies war mein Gefährte, mir zugeordnet, der eine Mann im Universum, der angeblich für mich perfekt war. Alles, was feminin war in mir, wollte mich ihm unterwerfen, einfach loslassen und gestatten, dass einmal im Leben jemand anders sich um mich kümmerte. Ich hatte den Drang, mich zu unterwerfen, zuvor schon gehabt und es hatte katastrophal geendet. Mein letzter Freund auf der Erde hatte mich ausgenutzt, zu seinen Gunsten benutzt und sich nicht wirklich um mich gekümmert. Er hatte mir mit seinem Alpha-Männchen-Gehabe und seiner sexuellen Dominanz so viele Versprechen gemacht, dass ich nachgegeben und ihm vertraut hatte. Ich war meiner Schwäche für aggressive Männer zum Opfer gefallen, die nur nahmen und nahmen und nahmen, bis sie mich zerstört hatten.
Ich entriss ihm meinen Mund, hatte Angst vor ihm, vor seiner augenblicklichen Macht über mich, und mehr noch Angst vor mir selbst. Ich wusste nichts über ihn. Wie konnte ich ihm so bald schon vertrauen? Es war dumm und schwach, Zuordnung oder nicht. Das Computerprogramm im Abfertigungszentrum für Bräute behauptete, dass dieses männliche Wesen, dieser Außerirdische, der perfekte Mann für mich war. Mit beinahe 100%iger Sicherheit. Aber was, wenn es sich irrte? Was, wenn er in seiner Bewerbung für das Programm gelogen hatte, oder sich als Ausnutzer herausstellte wie alle anderen Männer in meinem Leben? Selbst mein eigener Bruder hatte mich am Ende ausgenutzt. Es war für ihn vollkommen in Ordnung gewesen, dass ich mich opferte und eine interstellare Braut wurde, solange das hieß, dass er seine eigenen Schulden nicht abarbeiten oder für seine eigenen Fehler bezahlen musste. Ich hatte es trotzdem getan, nicht für ihn, sondern für meine drei Nichten. Ohne dem Geld, das ich ihnen so geben konnte, wären sie höchstwahrscheinlich entführt und von den finsteren Unterwelt-Kriminellen verkauft worden, bei denen sich mein idiotischer Bruder verschuldet hatte.
Ich versuchte, meinen rasenden Atem zu beruhigen, mein frenetisches Herz. Selbst sein Geruch, etwas beinahe Hölzernes, spielte mit mir. Nein. Nein! Männer waren nicht vertrauenswürdig. Mein Körper offenbar auch nicht. Er hatte mich so rasch verraten, wollte sich diesem großen Alien hingeben und ihm völlig die Kontrolle überlassen, während ich meinen Kopf gedankenlos zur Seite legte.
„Aufhören.“ Ich brachte das Wort kaum hervor, aber er erstarrte, sein Mund, der eine Spur über die Rundung meines Halses gezogen hatte, die raue Zunge, die mich schmeckte wie sein neuestes Lieblingsdessert. Überall, wo er mich geschmeckt hatte, kribbelte meine Haut. Ich ballte die Fäuste unter seinen Händen und wehrte mich gegen meinen eigenen Körper.
Er grollte vor Unmut und zog sich zurück, um mir in die Augen zu sehen. „Du kannst mich nicht anlügen, Gefährtin. Ich rieche den süßen Honig zwischen deinen Beinen. Ich kann dein Herz rasen hören und sehe das Pochen deines Herzschlags an deinem Hals. Du willst es.“ Er lehnte sich wieder vor, um meinen Mund zu bedecken. Seine Lippen schwebten über meinen. „Du willst, dass ich dich fülle und dich auf immer zu meinem Eigentum mache.“
Seine heisere Stimme ließ mich vor Lust zusammenzucken, aber er hatte seinen Griff an meinen Händen gelockert und ich beeilte mich, meine Lippen mit meinen Fingern zu bedecken, bevor er sie wieder berühren konnte. „Ich kenne kaum deinen Namen.“
Mit einem Seufzen lehnte er sich zurück, bis er wieder aufrecht auf dem Bett saß, und ich atmete erleichtert auf.
„Da hast du recht, meine weise Kleine. Dein Kopf kennt nur meinen Namen, aber dein Körper weiß so viel mehr.“ Seine Augenbraue zog sich hoch. „Du wirst leugnen, dass das stimmt, aber dein Körper sagt mir die Wahrheit. Als Kommandant gehört dieses Schlachtschiff mir. Man nennt mich Kommandant Deston, aber du, Gefährtin, und nur du alleine, darfst mich Zane nennen.“
„In Ordnung. Mein Name ist Hannah. Wir verwenden unsere Nachnamen auf der Erde nicht, außer für offizielle Belange oder in förmlichen Situationen.“
Zane nickte, und ich probierte ein Lächeln, versuchte, mich zu entspannen. Zumindest zwang er sich mir nicht auf—selbst wenn ich vielleicht wollte, dass sein Kuss weiterging. Dafür war Zeit... später, aber ich hatte ein paar grundlegende Fragen. Ich blickte mich im Zimmer um, doch es sah nur aus wie ein Krankenzimmer auf der Erde. Nichts weltraumartiges. „Sind wir wirklich im Weltall?“
„Ja. Wir haben auf deine Ankunft gewartet, bevor wir an die Front zurückkehren. Nun, da du sicher an Bord bist, werden wir uns den anderen wieder in der Schlacht anschließen.“
All die Hitze, die meinen Körper durchflutet hatte, verflog sofort. An die Front? Schlachtschiff? Schlacht? Ich wusste, dass Prillon-Bräute auf Schlachtschiffen gehalten wurden. Das wusste ich, bevor sie mich hierher geschickt hatten. Aber die Realität, während einer richtigen Schlacht auf einem Schiff festzusitzen, wenn Dinge explodierten und Leute starben, war plötzlich grauenhaft. Nicht länger abstrakt. Gefährlich und beängstigend und echt. „Ich kann nicht in die Schlacht. Sie müssen bei meiner Zuordnung einen Fehler begangen haben. Ich muss nach Hause.“ Ich versuchte, mich zu bewegen und vom Bett zu klettern, aber mir wurde klar, dass ich nirgendwohin kommen würde, solange Zanes großer Körper mir im Weg stand. Mir fiel auch wieder ein, dass ich unter dem Laken nackt war.
Er blickte mich grimmig an, und dieser Ausdruck verwandelte seine Gesichtszüge in die eines Raubtiers. Ängstlich spürte ich, wie meine Augen groß wurden, während ich versuchte, vor ihm zurückzuweichen. Das schien ihn nur noch mehr zu erzürnen, sein Blick wurde düster und seine Nasenflügel bebten. „Du wirst nirgendwohin gehen, noch wirst du je wieder davon sprechen, mich zu verlassen. Ich habe dein Begehren geschmeckt, Hannah. Wir sind äußerst kompatibel.“
„Aber Schlacht...?“
„Du hast Angst“, bemerkte er, während er mich sorgsam betrachtete.
„Na klar habe ich Angst! Wir sind auf einem Schiff mitten im Weltall, mitten im Krieg. Ich will nicht sterben.“ Mein Herz pochte gegen meine Brust, und ich wehrte mich gegen Zanes Griff. Der bittere Geschmack von Panik erfüllte meinen Mund.
„Schweig.“ Er erhob die Hand. „Du bist hier völlig in Sicherheit, Hannah. Dies ist ein Prillonisches Schlachtschiff. Mein Schlachtschiff. Wir haben noch keine Schlacht verloren, meine Kleine. Stelle meine Fähigkeit, dich zu beschützen, nicht in Frage.“
Ich schüttelte den Kopf. Mit einem Mal fielen mir sämtliche Schlachtszenen ein, die ich je in Sci-Fi-Filmen gesehen hatte. „Was, wenn das Schiff abstürzt? Oder explodiert? Was, wenn dein Schiff von Außerirdischen geentert wird und sie Gefangene nehmen? Was, wenn ich auf ein anderes Schiff transportiert werde? Oder von deinen Feinden gefangen? Was, wenn du getötet wirst und ein anderer Mann versucht, mich in Besitz zu nehmen?“
„Ich bin dein Gefährte und du wirst keinen anderen haben. Es gibt keinen sichereren Ort—keine sicherere Person, bei der du sein könntest, als mich. Deinen Gefährten. Und mach dir keine Sorgen darum, dass du alleine zurückbleiben könntest. Ich habe einen Sekundär ernannt, wie unsere Sitten es vorsehen. Du wirst stets umsorgt und beschützt sein. Immer.“ Während er mir mit einem Finger über die Wange strich, fügte er hinzu: „Ich bin wohl zu sanft mit dir gewesen. Jetzt verstehe ich, warum die Protokolle für die Besitznahme einer Braut geschrieben wurden. Ich werde sie nicht wieder brechen, noch werde ich dir eine Ausrede geben, einen anderen zu wählen.“ Er nahm mein Kinn und schob es mit dem Daumen nach oben. Ich konnte nicht anders, als seinem bernsteinfarbenen Blick zu begegnen. „Vergib mir, Gefährtin. Ich werde mich nun um dich kümmern, wie ich es von Anfang an hätte tun sollen. Ich werde dich nicht wieder im Stich lassen.“
Aus irgendeinem Grund brachten seine quecksilber-schnellen Stimmungsschwankungen, von sexuell aggressiv zu zornig zu sanft, meine Augen zum Brennen. Was zum Geier war los mit mir? War es die nahende Todesgefahr? War es der Transport? Hatte der mein Hirn zermahlen? Ich hatte keine Ahnung, was ich sagen sollte, also nickte ich einfach.
„Braves Mädchen.“ Er stand auf, und sofort vermisste ich die Wärme seines Beines, das sich durch das Laken hindurch an meinen Schenkel geschmiegt hatte. Sobald sein Rücken mir zugewandt war, leckte ich mir über die Lippen, wo sein exotischer Geschmack noch an meinem Mund haftete.
Er trat entschlossen zur Tür, wartete darauf, dass sie zur Seite glitt, und nickte jemandem zu, den ich nicht sehen konnte. Er drehte sich herum, und ein weiterer Mann kam hinter ihm ins Zimmer. Sie sahen einander ähnlich, aber der andere Prillon-Krieger hatte dunkelgraue Augen. Er trug nicht die gemusterte Rüstung, die Zane trug, sondern ein tiefes Grün mit einem eigenartigen Symbol an seiner Brust, das ich nicht erkannte.
„Dies ist Doktor Mordin. Er wird nun deine Untersuchung durchführen.“
Ich erstarrte und hielt mir das Laken eng an die Brust. „Ich hatte schon auf der Erde eine Untersuchung. Ich brauche keine weitere. Sie haben meine Gesundheit bestätigt. Bestimmt schicken sie Ihnen einen Bericht.“
Zane verschränkte die Arme und hob eine Augenbraue. „Hannah, du wirst mir in dieser Angelegenheit gehorchen und es dem Doktor gestatten, deine Untersuchung abzuschließen. Ich muss mich um dich kümmern, und du bist über drei Transportzentren gereist, um zu mir zu gelangen. Ich werde deine Gesundheit nicht vernachlässigen.“
„Du sagtest, dass wir in eine Schlacht unterwegs sind. Solltest du dich nicht um wichtigere Dinge kümmern? Wie etwa deine Strahlenkanonen putzen oder so?“
Er trat einen Schritt näher, sodass ich den Kopf in den Nacken legen musste. „Ich weiß nicht, was eine Strahlenkanone ist, aber es ist egal, Gefährtin. Es gibt nichts, das wichtiger ist als du.“
„Aber... aber es geht mir gut. Ich—“ Mir blieben die Worte weg, als Zane knurrte.
„Du weigerst dich, mir zu gehorchen?“ Zanes Tonfall war streng, aber der Arzt, wie ich sehen konnte, verbarg ein Grinsen hinter dem merkwürdigen Gerät, das er ins Zimmer gebracht hatte.
Gehorchen? Ich konnte sehen, dass der mächtige Kommandant Zane es nicht gewohnt war, dass man ihm nicht gehorchte, doch ich wollte nicht von einem weiteren dämlichen Alien angefasst werden, selbst wenn es ein Arzt war. „Ich brauche keine Untersuchung.“
„Du benimmst dich wie ein ungezogenes Kind.“
Mein Mund stand offen. „Nein, das tue ich nicht.“
„Ich sehe, dass du eine Lektion in prillonischer Disziplin benötigst, meine Kleine. Ich hatte angenommen, dass die Regeln über deine Unterordnung Teil deiner Vorbereitungen für den Transport gewesen wären, so wie dein Körper auch entsprechend unserer Bräuche präpariert wurde.“
Präpariert? Ich verzog das Gesicht, hob das Laken von meinem Körper und blickte nach unten. Ich... ich hatte keine Haare zwischen den Beinen. Überhaupt keine. Ich rieb meine Schenkel aneinander und es fühlte sich... glatt an. Gott, was hatten sie sonst noch getan, um mich zu präparieren?
„Dies muss sofort korrigiert werden. Anstatt zu lernen, was von dir erwartet wird, und dem zu gehorchen, wirst du nun erfahren, was passiert, wenn du es nicht tust. Du bist meine Gefährtin, und als Kommandant dieses Schiffes muss ich meinen Kriegern ein Beispiel sein. Ich werde eine ungehorsame Gefährtin nicht tolerieren.“
Was zum—
Er durchquerte den Raum mit zwei Schritten und riss mir das Laken aus den Fingern. Ich kreischte auf, doch sein stoisches Gesicht war kalt und hart wie Eis, und völlig ungerührt. Bevor ich überhaupt daran denken konnte, vom Bett zu klettern, fasste er nach mir. Völlig mühelos wurde ich hochgehoben, herumgedreht, und dann wieder mit dem Gesicht nach unten auf seinen Knien platziert. Beide Beine waren unter seinem linken Oberschenkel gefangen, mein Bauch drückte sich auf seinen rechten, und mein bloßer Hintern streckte sich in die Luft wie ein böses Mädchen, dass darauf wartete, zu—
Wow. Wo war dieser Gedanke hergekommen?
„Was tust du da? Lass mich sofort los!“ Ich war fassungslos. Der Arzt stand hinter mir, mit freiem Blick auf meinen Hintern und meine Pussy. Zanes Beine hielten meine mit der Kraft eines unverrückbaren Berges gefangen, und sein rechter Arm legte sich über meinen nackten Rücken und drückte mich nach unten.
„Du wirst mir nicht ungehorsam sein, Gefährtin. Ich kann nicht zulassen, dass du deine eigene Gesundheit vernachlässigst. Noch kann ich zulassen, dass du auf dem Schiff herumläufst und mir vor meiner Crew Respektlosigkeit erweist.“
„Ist ja gut. Ich sehe schon, dass es dir sehr ernst ist. Es tut mir leid. Und nun lass mich hoch.“
Seine Antwort war ein lautes Klatschen auf meine rechte Backe. Es tat weh.
Er verhaute mich! „Aua! Was soll der Scheiß? Lass mich—“
Klatsch.
Die linke Backe brannte nun auch, und ich konnte fühlen, wie mein Gesicht rot wurde. Zorn wallte in mir auf, als er mich wieder und wieder schlug, in ruhigem Rhythmus, unter dem mein nackter Hintern erst mit jedem Hieb stechenden Schmerz verspürte, der sich am Ende in ein flächendeckendes Brennen verwandelte.
Zu meinem Schrecken breitete sich das Brennen durch meinen Körper aus, ließ mich zusammenzucken, aber nicht aus Rage, sondern aus Verlangen nach Körperkontakt, nach mehr Sinnesreizen, nach mehr. Meine Nippel wurden hart, und mein Körper fühlte sich an, als stünde er kurz davor, mit Wahrnehmungen überladen zu werden, als er seine Taktik änderte und mich nicht weiter schlug, sondern seine riesige, warme Handfläche über mein schmerzendes, erhitztes Fleisch strich, als würde er sein Lieblingskätzchen streicheln. So sanft, so zärtlich, als wäre ich wertvoll und zerbrechlich. Die völlige Umstellung verwirrte mich und regte mich auf.
„Wärst du ruhig geblieben, wäre ich nun fertig, meine Gefährtin. Aber du hast mich angeflucht, und die Braut eines Prillon-Kriegers spricht niemals auf solche Art zu ihrem Gefährten. Du wirst mir in allen Dingen gehorchen. Du wirst dich nicht selbst entwürdigen oder dir selbst mangelnden Respekt zeigen, indem du es zulässt, dass schmutzige Worte über deine perfekten Lippen treten. Du wirst auf dich aufpassen, als wärst du das wertvollste Geschöpf auf diesem Schiff, denn für mich bist du genau das.“
Seine Zärtlichkeiten beruhigten mich, doch bei seinen Worten wurde mir nur noch unwohler als zuvor. Ich dachte nicht darüber nach, warum, sondern bemühte mich weiter, mich zu befreien. Ich wand mich und drückte mit den Händen mit aller Kraft gegen das Bett, doch ich hätte ebenso gut versuchen können, einen Felsbrocken von meinem Rücken zu stemmen. Er tat mir nicht weh, aber ich konnte mich nicht rühren.
„Für dein schmutziges Mundwerk, meine Kleine.“ Er schlug wieder zu, diesmal auf die Rückseite meiner zarten Oberschenkel, wo sie auf die Rundung meines nackten Hinterns trafen. Dieser Bereich war extrem sensibel, und das Stechen seiner großen Hand trieb mir die Tränen in die Augen. Er versetzte mir weitere Hiebe auf die Schenkel, hörte nicht auf, bis mir die Tränen übers Gesicht liefen und ich in seinen Armen erschlaffte. Ich war so verwirrt, so verletzt, und ich verstand nicht, warum er mir das antun würde.
Als Zane meine Beine endlich freigab, versuchte ich nicht, mich zu bewegen. Ich wusste nicht, was ich tun sollte. Der verdammte Arzt war immer noch da, sah allem zu, und ich fühlte mich verloren. Ich wollte mich nur noch in Zanes Schoß zusammenrollen und mich wieder von ihm streicheln lassen, mir von seiner sanften Stimme zuraunen lassen, bis er mir das Gefühl gab, dass alles wieder gut werden würde.
Wie konnte ich von Zane Trost wollen, wenn er überhaupt erst der Grund dafür war, dass ich aufgebracht war? Ich verlor wohl meinen Verstand.
Er rollte mich herum und platzierte mich wieder auf seinem Schoß, bis ich genau da war, wo ich sein wollte, aber es niemals gewagt hätte, darum zu bitten—sicher und geborgen in seinen großen, starken Armen. Ich konnte die Tränen nicht zurückhalten, und er hielt mich schweigend fest, während ich weinte, und strich mir mit der Hand sanft über meinen bloßen Rücken.
Mehrere Minuten verstrichen, bevor mein Weinen sich in Schluchzen und Schnüffeln verwandelte. Ich versuchte nicht länger, zu verstehen, was mit mir geschah. Ich war quer durch die Galaxis transportiert worden, hatte alles, was mir vertraut war, zurückgelassen, und war dann vor einem Alien aufgewacht, das mich zuerst mit Küssen um den Verstand gebracht hatte und dann meinen nackten Hintern versohlt, nur weil ich mit ihm diskutiert und ein Schimpfwort verwendet hatte.
Als ich nun über die Sache mit dem Arzt nachdachte, ergab es wohl Sinn. Wäre Zane quer durch die Galaxis gereist, um zur Erde zu gelangen, würde ich auch wollen, dass er dort von einem Arzt untersucht wird. Ich würde mich um ihn sorgen, weil er mir nicht egal war. Das ergab durchaus Sinn. Nur, wie konnte ich ihm nicht egal sein, wo wir uns doch gerade erst begegnet waren?
„Bist du jetzt soweit, dass du dich vom Doktor ansehen lässt? Wir müssen sicherstellen, dass du gesund bist und der Transport keine bösen Nebenwirkungen gehabt hat.“ Seine Stimme war sanft, doch hinter seinen Worten lag Stahl. Ich wusste, wenn ich mich ihm noch einmal widersetzte, würde ich sofort wieder übers Knie gelegt werden.
„Also gut. Ja.“
„Braves Mädchen.“
Warum machte mich dieses Lob so glücklich? Warum wollte ich ihm auf einmal Freude bereiten, einem völlig Fremden? Oh, ich wusste schon, dass ich schon immer für Alpha-Männchen anfällig gewesen war, auf das primitive und grundtiefe Verlangen danach, dass jemand starkes auf mich aufpasst und mich beschützt. Aber ich war ein gebranntes Kind was Männer anging, mehr als einmal. Und Zane kannte ich kaum. Warum benahm sich mein Körper, als würde er ihn kennen, als würde ich ihm bereits vertrauen? Mein Körper schien einen eigenen Willen zu entwickeln, und ich war mir nicht sicher, dass ich damit einverstanden war.
„Ich werde dich nun wieder aufs Bett zurücklegen. Entspann dich und lass den Arzt sicherstellen, dass alles ordnungsgemäß funktioniert.“ Sein Tonfall war sanft und ruhig, als wären die letzten paar Minuten, seine Hiebe auf meinen nackten Hintern, nie passiert.
Ich nickte und wischte mir die letzte Träne weg, während er mit mir im Arm aufstand. Er drückte mich sanft, als wäre ich wahrlich kostbar für ihn, dann drehte er sich herum und legte mich auf den Rücken. Ich wurde nicht an den Kopf des kleinen Bettes gelegt wie zuvor, sondern an sein Ende, wo mein nackter Hintern buchstäblich über den Rand hinaushing. Sein Arm hielt meine Beine hoch, während der Arzt zwei Steigbügel aus einem mysteriösen Versteck hervorholte. Der Arzt nickte Zane zu, der meine Füße in die Steigbügel legte und zurücktrat.
Scheiße. Eine gynäkologische Untersuchung? Jetzt?
Pulsuz fraqment bitdi.