Kitabı oxu: «Der letzte Traum der alten Eiche»

Şrift:

Hans Christian Andersen

Der letzte Traum der alten Eiche

Julius Reuscher

Saga

Der letzte Traum der alten Eiche ÜbersetzerJulius Reuscher Coverbild / Illustration: Shutterstock Copyright © 1858, 2019 Hans Christian Andersen und SAGA Egmont All rights reserved ISBN: 9788726379860

1. Ebook-Auflage, 2019

Format: EPUB 2.0

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Der letzte Traum der alten Eiche.

Ein Weihnachstmärchen.

Auf hohem Abhange, unmittelbar neben dem offenen Meeresufer, stand ein wirklich alter Eichbaum, der gerade dreihundertfünfundsechzig Jahre zählte. Aber diese lange Zeit hatte für den Baum nicht mehr zu bedeuten, als ebenso viele Tage für uns Menschen. Wir wachen am Tage, schlafen des Nachts und haben dann unsere Träume, aber mit dem Baume ist es anders, der Baum wacht drei Jahreszeiten hindurch, erst gegen den Winter versinkt er in Schlaf, der Winter ist seine Schlafzeit, er ist seine Nacht nach dem langen Tage, der Frühling, Sommer und Herbst heisst.

Manchen warmen Sommertag hatte die Eintagsfliege um seine Krone getanzt, gelebt, geschwebt und sich glücklich gefühlt, und ruhte dann das kleine Geschöpf einen Augenblick in stiller Glückseligkeit auf einem der grossen frischen Eichenblätter, dann sagte der Baum immer: „Du armes, kleines Wesen! Nur einen Augenblick währt dein ganzes Leben! Wie kurz doch! Es ist traurig!“

„Traurig?“ antwortete dann immer die Einstagsfleige, „was meinst du damit? Alles ist ja so unvergleichlich licht und klar, so warm und herrlich, und ich bin so froh!“

„Aber nur einen Tag, und dann ist alles vorbei!“

„Vorbei?“ sagte die Eintagsfliege. „Was ist vorbei? Bist du auch vorbei?“

„Nein, ich lebe viele Tausende von deinen Tagen, und mein Tag umfasst ganze Jahreszeiten. Das ist etwas so Langes, dass du es gar nicht auszurechnen vermagst!“

„Nein, denn ich verstehe dich nicht! Du hast Tausende von meinen Tagen, aber ich habe Tausende von Augenblicken, um darin froh und glücklich zu sein! Hört alle Herrlichkeit dieser Welt auf, wenn du stirbst?“

„Nein,“ sagte der Baum, „sie besteht sicher länger, unendlich länger, als ich es denken kann!“

Pulsuz fraqment bitdi.