Kitabı oxu: «50 Wildkräuter in ihren Lebensräumen»

Şrift:

Ingrid Mayer

50 Wildkräuter in ihren Lebensräumen

Wald - Wiese - Ufer - Wegesrand - Garten - Hecken & Gebüsche

Dieses ebook wurde erstellt bei

Inhaltsverzeichnis

Titel

Vorwort

Im Wald

Bärlauch

Knoblauchrauke

Goldnessel

Goldrute, Gewöhnliche

Waldmeister

Wald-Schlüsselblume

Lungenkraut, Echtes

Nelkenwurz, Echte

Klebriger Salbei

Am Ufer

Echter Baldrian

Bitteres Schaumkraut

Wasserminze

Sanddorn

Echtes Mädesüß

Beinwell

Wasserdost

Milzkraut, Wechselblättriges

Am Wegesrand

Breitwegerich

Spitzwegerich

Mittlerer Wegerich

Gundermann

Schafgarbe

Dost

Wilde Engelwurz

Huflattich

Wegwarte

Gewöhnliche Nachtkerze

Große Klette

Gelber Wau

Wiese

Löwenzahn

Labkräuter

Echtes Johanniskraut

Gänseblümchen

Gemeiner Augentrost

Wiesen-Schlüsselblume

Braunelle, Gewöhnliche

Wiesen-Sauerampfer

Hirtentäschelkraut

Wilde Möhre

Frauenmantel, Gewöhnlicher

Blutwurz

Im Garten

Giersch

Brennnessel, Große

Scharbockskraut

Hecken und Gebüsche

Eberesche (Vogelbeere)

Weißdorn, Eingriffliger

Brombeere

Schlehe

Hopfen

Holunder, Schwarzer

Hinweise zur Zubereitung von Tees und Tinkturen

Über die Autorin

Literaturverzeichnis

Impressum neobooks

Vorwort

Unsere heimischen Wildkräuter – wem fallen bei diesem Begriff nicht sofort ein paar Pflanzen ein? Löwenzahn, Brennnessel und Gänseblümchen werden da oft genannt. Doch es gibt noch viel, viel mehr. Eine Auswahl von fünfzig Pflanzen stelle ich in diesem Buch vor. Es ist grob nach Lebensräumen unterteilt, in denen die Pflanzen vorkommen. Was findet man im Wald, am Ufer, am Wegesrand, in Wiesen, in Gärten oder in Hecken und Gebüschen? Unsere Natur hat so viele unterschiedliche Facetten zu bieten. Geht man ein Stück spazieren, so wandelt sich das Bild oft innerhalb kurzer Zeit. Lichter Wald, sattgrüne Wiesen oder dichtes Gebüsch wechseln sich ab, genauso wie verschiedene Stimmungen, spezielle Gerüche, oder anderes Licht. Und jeder Bereich hat seine eigene Vegetation. Dabei sind die Grenzen aber oft fließend. Zum Beispiel bevorzugen manche Pflänzchen lichten Schatten, andere sind Sonnenanbeter und wiederum andere kommen mit beidem zurecht.

Darum können sich bei einigen in diesem Buch behandelten Pflanzen die Lebensräume überschneiden, z.B. wächst Löwenzahn gerne auf Wiesen, aber auch am Wegrand oder in Gärten.

Beim Sammeln zu beachten

Wer sich näher mit Wildkräutern befasst, möchte oft bald selbst losziehen, um Pflanzen zu sammeln. Oberster Grundsatz sollte dabei sein, die Pflanzen zweifelsfrei bestimmen zu können, um Verwechslungen mit giftigen Pflanzen auszuschließen.

Ist man sich sicher, die richtige Pflanze vor sich zu haben, so darf eine kleine Menge für den Eigenbedarf mitgenommen werden – jedoch nur unter bestimmten Voraussetzungen: Um den Bestand nicht zu gefährden, sollte niemals an Stellen gesammelt werden, an denen nur wenige Exemplare zu finden sind, oder gar nur ein einzelnes davon.

Natürlich dürfen gesetzlich geschützte Pflanzen nicht gepflückt oder gar ausgegraben werden. Und in ausgewiesenen Schutzgebieten darf man überhaupt nicht sammeln.

Ein Korb ist für das Sammeln am besten geeignet, denn so werden die Pflanzenteile nicht zerdrückt. Auch Papiertüten sind zum Transport des Sammelgutes geeignet. Plastiktüten sollte man besser nicht verwenden, denn in ihnen können sich die Inhaltsstoffe der Kräuter verändern, da hier das Pflanzengut leicht schwitzen kann.

Gerade wenn die Wildkräuter – etwa zur späteren Teezubereitung - getrocknet werden sollen, empfiehlt es sich, nur trockene Pflanzen zu sammeln. Morgens haftet oft noch Tau an den Blättern, der erst am späten Vormittag abtrocknet. An sonnigen Tagen ist zu diesem Zeitpunkt auch die Konzentration von ätherischen Ölen hoch, nur in der heißen Mittagssonne verdunsten diese oft rasch. Nicht gesammelt werden sollten verschmutzte oder kranke Pflanzen. Auch Pflanzen, die am Rand von viel begangenen Wegen, an Bahndämmen oder vielbefahrenen Straßen wachsen, sind weniger geeignet.

Bei der Verwendung zu beachten

Zum Trocknen breitet man die Kräuter auf Trockenrahmen aus oder bindet sie einzeln oder in kleinen Bündeln an gespannte Schnüre. Wichtig ist ein schattiges, warmes Plätzchen, an dem die Trocknung rasch gelingt. Schneller geht es mit einem Dörrapparat oder im Backofen bei niedriger Temperatur (40° C). In die Backofentür wird ein Kochlöffel geklemmt, sodass die Tür einen Spalt offen stehen und die Feuchtigkeit entweichen kann.

Zur frischen Verwendung kann man die Pflanzen waschen und am besten sofort verarbeiten.

Da die Wildkräuter über gewisse Wirkungen verfügen, sollte man sie mit Bedacht einsetzen. Wendet man eine Pflanze zu lange an (mehr als 4-6 Wochen), so können auch Nebenwirkungen auftreten oder die Wirkung schwächt sich mit der Zeit ab. Grundsätzlich sollten Kranke sowie schwangere und stillende Frauen unbedingt vor der Anwendung von Kräutern ihren Arzt befragen.

Eine Selbstbehandlung mit Heilkräutern ist bei leichten Beschwerden möglich. Ansonsten kann man sie begleitend einsetzen, allerdings nur nach Absprache mit einem Arzt.

Ich wünsche Ihnen viel Freude mit diesem Buch, wunderbare Naturerlebnisse und wohltuende Entspannung beim Sammeln, Verarbeiten und Genießen!

Ihre

Ingrid Mayer


Im Wald

Dem Wald geht ein dunkler, geheimnisvoller Ruf voraus: Dicht stehende Fichten und Tannen, deren Stämme viele Meter hoch in den Himmel ragen. Legt man den Kopf in den Nacken und sieht zu ihren Wipfeln hinauf, wird einem beinahe schwindlig. Zu ihren Füßen liegt oft ein Teppich aus Moos, der einem dieses besondere Gefühl gibt, wenn man auf die flauschigen Polster steigt, das viele Menschen schon seit ihrer Kindheit kennen. Die Luft ist klar, im Herbst liegt ein Duft nach Pilzen in der Luft. Zu jeder Jahreszeit hat der Wald einen besonderen Reiz und besondere Stimmungen. Scheint die Sonne, tanzen Lichtpunkte durch Buchen- oder Mischwälder und verleihen ihnen dadurch Leichtigkeit. Im Winter dagegen erscheint der Wald oft märchenhaft mit seinen schneebedeckte Ästen. Und im Frühjahr... dann sprießt es plötzlich aus dem Boden, und es wird für kurze Zeit bunt: Leberblümchen und Buschwindröschen bedecken die Erde und sorgen für Entzücken. In manchen Wäldern schieben sich ab März zahllose zart grüne Fähnchen empor und verströmen einen Geruch nach frischem Knoblauch – es ist Bärlauchzeit!


Bärlauch

Allium ursinum

Pflanzenfamilie: Narzissengewächs

Blütezeit: April bis Juni

Essbar

Mehrjährig

Heilpflanze

Ein Meer aus Bärlauchblättern bedeckt im Frühjahr den Waldboden.

Für viele ist Bärlauch der Inbegriff des kulinarischen Frühlings. Der herrlich knoblauchartige Geschmack macht aus so manchem Gericht einen echten Leckerbissen. Nach dem Genuss verbreitet man zwar durchaus ein gewisses „Knofi“-Aroma, das aber im Gegensatz zum Knoblauch nicht auch noch am nächsten Tag anhält. Man findet die sattgrünen länglichen Blätter des Bärlauchs ab März in feuchten Laubwäldern. Ab April erscheinen an etwa 10 bis 20 cm langen Stängeln Dolden mit weißen Blütensternen. Im Winter ist vom Bärlauch nichts mehr zu sehen, doch unter der Erde überdauert er in kleinen Zwiebeln. Erst im zeitigen Frühjahr erwacht er wieder aus seinem Winterschlaf, und neue Triebe schieben sich ans Tageslicht.

Bärlauch sammeln

Beim Sammeln von Bärlauch gibt es ein paar Dinge zu beachten. Vorsicht! Der Bärlauch hat giftige Doppelgänger. Das Maiglöckchen (Convallaria majalis) riecht nicht nach Knoblauch. Im Gegensatz zum Bärlauch bringt es meist zwei bis drei Blätter aus seinem Rhizom hervor. Beim Bärlauch dagegen sitzen die Blätter einzeln am Stiel.

Die Blätter der hochgiftigen (!) Herbstzeitlose (Colchicum autumnale), wachsen die Blätter ineinander verschachtelt und besitzen keinen Blattstiel. Auch sie riecht nicht nach Knoblauch.

Bärlauch überzieht oft flächendeckend große Waldgebiete. Doch auch wenn er gebietsweise scheinbar in unendlicher Menge vorhanden ist – Bärlauch steht auf der Roten Liste und ist in manchen Gegenden Deutschlands nur mehr in geringen Beständen vorhanden. Deshalb sollte man immer mit Bedacht sammeln: Statt mit der Schere oder einem Messer ganze Quadratmeter abzuernten empfiehlt es sich, pro Pflanze nur ein Blatt entnehmen. Nur dann ist die Zwiebel in der Lage, für den Austrieb im nächsten Jahr Nährstoffe zu speichern. Das Ernten fällt dann zwar ein wenig mühsamer aus und dauert etwas länger, aber wenn man sich bewusst macht, der Pflanze auf diese Art und Weise nicht zu schaden, dann lässt sich Bärlauch noch unbeschwerter genießen.

Die Blüten des Bärlauchs erinnern an kleine Sternchen.

So tut Bärlauch gut

Der Genuss von Bärlauch ist gesund, enthält er doch viel Vitamin C, ätherisches Öl und schwefelhaltige Verbindungen. Volksheilkundlich wird er bei Magen-/ Darmstörungen verwendet und gilt als blutdrucksenkendes Mittel.

Daneben schreibt man ihm entzündungshemmende und stoffwechselanregende Eigenschaften zu. Beim Konsum größerer Mengen können allerdings Magenreizungen auftreten.

Bärlauch wird meist frisch verwendet, zur Trocknung und Teezubereitung ist er weniger geeignet. In der Küche ist er ein wahrer Tausendsassa. Was kann man nicht alles aus ihm zubereiten: Pesto aus Bärlauch, Bärlauchknödel, Bärlauch als Zugabe zu Salaten, Nudel- oder Kartoffelgerichten, Bärlauchbutter, - suppe oder knusprige Bärlauchchips. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Rezept

Schnelles Bärlauchpesto

2 Handvoll frisch gepflückte Bärlauchblätter

4 EL Olivenöl

100 g gemahlene Mandeln

evtl. geriebenen Parmesankäse

Salz

Pfeffer

1 sauberes Schraubglas

Bärlauchblätter gut waschen. Mandeln ohne Fett in einer Pfanne kurz anrösten. Blätter mit 3 EL Öl übergießen und pürieren. Mandeln und evtl. Parmesan darunter mengen, salzen und pfeffern. In das Glas geben und mit dem restlichen Öl bedecken. Im Kühlschrank aufbewahren und nach dem Öffnen bald verbrauchen.

Schmeckt zu Nudeln oder als Brotaufstrich!

Vorsicht Verwechslungsgefahr!

Merkmale des Maiglöckchens: kein Knoblauchgeruch und meist zwei bis drei Blätter am Blattstiel


Knoblauchrauke

Alliaria petiolata

Pflanzenfamilie: Kreuzblütler

Blütezeit: April bis Juni

Essbar

Meist zweijährig

Heilpflanze

Nicht so bekannt wie der Bärlauch ist eine weitere Pflanze, die ebenso ein Knoblaucharoma besitzt: Die Knoblauchrauke (manchmal auch Knoblauchsrauke genannt). Reibt man an ihren Blättern, entfaltet sich ebenfalls Knoblauchduft. Sie wächst am liebsten schattig und feucht und siedelt sich gerne in Wäldern oder an Wegrändern an. Oft bildet sie große Bestände.

Die meist zweijährige Pflanze bildet im ersten Jahr eine Rosette aus rundlichen Blättern. Im Frühjahr des zweiten Jahres schiebt sie einen Stängel hoch, an dem zugespitzte Blätter wachsen und an dessen Ende kleine weiße Blüten mit vier Blütenblättern sitzen.

Oft stehen viele Knoblauchrauken zu einer Gruppe zusammen.

Knoblauchrauke sammeln

Ab März kann man die Blätter sammeln und als frische Zutat für Salate, Suppen oder Kräuterquarks, Gemüse-, Fleisch- und Fischgerichte verwenden. Man muss sich allerdings auf eine leicht herb-bittere Note einstellen, die jedoch durchaus ihren Reiz hat.

Auch die Blüten lassen sich verwenden und eignen sich beispielsweise als essbare Dekoration. Ab Juni reifen die Samen in langen Schoten. Die braunen, würzig schmeckenden Samenkörner können aus den Schoten gepult und pur genossen werden. Oder man streut sie über Speisen und verleiht diesen damit eine herbe Knoblauchnote. Außerdem kann man sie mahlen und eine Art Senf aus ihnen herstellen. Bereits im Mittelalter war die Knoblauchrauke als Gewürz beliebt, geriet dann aber etwas in Vergessenheit.

Typisch für die Pflanzenfamilie der Kreuzblütler sind die vier sich kreuzweise gegenüberstehenden Blütenblätter.

So tut die Knoblauchrauke gut

Auch die Knoblauchrauke enthält unter anderem Vitamin C und ätherisches Öl, außerdem Senfölglykoside.

In der Volksmedizin wird sie zur Verdauungsförderung, bei Asthma und Bronchitis, sowie äußerlich bei Insektenstichen eingesetzt. Gut geeignet ist sie auch für eine Frühjahrs-Kur, da ihr blutreinigende Eigenschaften nachgesagt werden. Am besten isst man sie frisch.

Die Blätter am Stängel der Knoblauchrauke laufen spitz zu.

Die langen Schoten beinhalten die Samenkörner.

Tipp: Samen sammeln

Ab Juni beginnt die Knoblauchrauke Samen zu bilden. Sie reifen in länglichen Schoten, die zunächst wie die Samen noch grün sind. Etwa ab Juli werden die abstehenden Schoten braun und trocken. Jetzt kann man diese vorsichtig vom Stängel streifen und öffnen. In ihrem Innern reihen sich die nun dunkel gefärbten Samen aneinander, die sich leicht herauslösen lassen. Man kann sie als Würze verwenden oder einfach als kleine Stärkung pur genießen.

Trockene Schoten und Samen der Knoblauchrauke

Goldnessel

Lamium galeobdolon

Pflanzenfamilie: Lippenblütler

Blütezeit: Mai bis Juni

Essbar

Mehrjährig

Heilpflanze

Die gelben Blüten der Goldnessel bringen Farbe in dunkle Wälder.

Die am Rand gesägten, spitz zulaufenden Blätter der Goldnessel erinnern ein wenig an die von Brennnesseln, doch der Unterschied ist sozusagen spürbar: Bei Berührung stellt sich kein schmerzhaftes Brennen ein. Manchmal zieren auch silbrige Flecken das Blattwerk.

In Laubmischwäldern bedecken Goldnesseln mit ihren Ausläufern am Boden oft große Flächen. Die duftenden Blüten erscheinen ab Mai und verleihen dann vielen Wäldern noch einmal goldgelbe Farbtupfen. Sie sind in einer Art Quirl um den Stängel herum angeordnet und wirken fast orchideenartig.

Goldnessel sammeln

Blätter und junge Triebe können ab März gesammelt werden, später ebenso die hübschen Lippenblüten. Goldnessel zählt zu der Gattung der Taubnesseln (Lamium), innerhalb derer es auch noch andere Arten gibt, die ebenso gesammelt werden können, wie etwa die Weiße Taubnessel (Laminum album) oder die rot blühende Gefleckte Taubnessel (Lamium maculatum).

So tut Goldnessel gut

Goldnesselblätter und -blüten kann man sowohl frisch als auch gekocht zubereiten. Aus den Blüten kann eine Blütenbutter hergestellt werden, die besonders hübsch anzusehen ist, wenn man verschiedenfarbige Taubnesselarten verwendet. Die Blätter können in Salate oder Suppen gegeben werden. Auch ein Pesto kann man damit herstellen. Gekocht ergeben sie ein schmackhaftes Gemüse. Taubnesseln enthalten u.a. Mineralstoffe, ätherische Öle, Schleim- und Gerbstoffe sowie Flavonoide.

Getrocknet eignet sich die Goldnessel hervorragend zur Teezubereitung.

Die Volksheilkunde schreibt der Gattung der Taubnesseln zahlreiche Heilwirkungen zu: Den Tee kann man bei Frauenleiden und Erkältungen trinken, er wirkt harntreibend, entzündungshemmend und kräftigend. Auch Umschläge kann man mit dem Tee oder den frischen Blättern machen, zum Beispiel bei Juckreiz.


Wie kleine Quirle wachsen die Blüten rund um den Stängel.

Andere Taubnessel-Arten sind z.B. die Weiße Taubnessel (Laminum album) ...

und die Gefleckte Taubnessel (Lamium maculatum), die rot blüht.

Rezept

Blütenbutter

eine Handvoll frisch geerntete Blätter und einige Blüten der Goldnessel

150 g (weiche) Butter

Salz, Pfeffer

Goldnesselblätter- und blüten waschen und trockentupfen. Blätter kleinhacken.

Die Butter zusammen mit 2/3 der Blätter mit einem Stabmixer pürieren.

Restliche Blätter und Blüten untermengen.

Mit Salz und Pfeffer würzen. Zu einer Rolle formen und im Kühlschrank wieder fest werden lassen. Zum Servieren in Scheiben schneiden.

Goldrute, Gewöhnliche

Solidago virgaurea

Pflanzenfamilie: Korbblütler

Blütezeit: Juli bis September

Mehrjährig

Heilpflanze

Die Gewöhnliche Goldrute wird auch Echte Goldrute genannt und liebt eher absonnige Plätze. Man findet sie in lichten Wäldern, am Waldrand oder an schattigen Wegen. Gerne wächst sie auch in höheren Lagen. Mit ihren goldgelben Blütenrispen erhellt sie dunkle Orte. Später bildet sie kleine Schirmchen, an denen ihre Samen hängen und die vom Wind weggetragen werden. Die Gewöhnliche Goldrute trägt am Stängel wachsende länglich-schmale Blättchen.

Goldrute sammeln

Viele kennen ihre Verwandten: Die Kanadische Goldrute (Solidago canadensis) und die Riesen-Goldrute (Solidago gigantea) stammen ursprünglich aus Nordamerika und siedeln sich oft massenweise an sonnigen Plätzen, z.B. an Bahndämmen an. Dagegen ist die heimische echte Goldrute eher ein Einzelgänger. Auch im Aussehen unterscheidet sie sich von den anderen beiden Arten. Während diese bis zu 2,50 m hoch werden können, erreicht die gewöhnliche Goldrute maximal etwa einen Meter Höhe. Außerdem verzweigt sie sich nicht so stark, und ihre Blütenkörbchen sind etwas größer. Gesammelt werden hauptsächlich die Blüten. Da man von der Echten Goldrute oft nur einzelne Exemplare findet, ist sie zum Abschneiden fast zu schade, zumal die Kanadische Goldrute und die Riesen-Goldrute eine ähnliche Heilwirkung besitzen. Alternativ kann man das Kraut der Echten Goldrute aber auch in vielen Apotheken kaufen.

Seltener anzutreffen als ihre nordamerikanischen Verwandten: Die Echte Goldrute

So tut Goldrute gut

Goldrute ist bekannt für ihre nachweislich harntreibende Wirkung und kann deshalb gut bei Blasen- und Nierenleiden eingesetzt werden. Dazu bereitet man einen Tee-Aufguss aus getrockneten oder frischen Blütenrispen. Bei Herz- oder Nierenproblemen sowie bei Ödemen sollte dieser jedoch nicht angewendet werden (ggf. vorher Arzt befragen). Daneben schreibt man der gewöhnlichen Goldrute auch noch wundheilende und entzündungshemmende Eigenschaften zu. Möglich macht dies ihr Wirkstoffmix aus Flavonoiden, Saponinen, ätherischen Ölen u.a.

In lichten Wäldern fühlt sich die Echte Goldrute wohl.

Tipp: Goldrutenkraut kann zu einem Brei zerstampft auf Mückenstiche aufgelegt werden.

Waldmeister

Galium odoratum

Pflanzenfamilie: Rötegewächse

Blütezeit: Mai

Mehrjährig

Heilpflanze

Bekannt ist der Waldmeister vor allem für sein unverwechselbares Aroma. Er wächst gerne in Laubmischwäldern und bedeckt bevorzugt unter Buchen oft große Areale am Boden. Auffällig ist seine Blattform - die länglichen Blättchen stehen in einer Art Quirl um den Stängel. Im Mai zeigen sich zarte weiße Blüten, die in einer kleinen Dolde zusammenstehen.

Die Pflanze wird etwa 15 bis 30 cm hoch. Gerne wird Waldmeister zur Zubereitung der bekannten Waldmeister-Bowle verwendet, die mit dem duftenden Kraut aromatisiert wird. Aber auch als Sirup kann der Waldmeister genossen werden.

Bei der Dosierung muss man jedoch vorsichtig sein (s.u.). Kinder, Schwangere und Stillende sollten ganz darauf verzichten.

Im Mai präsentiert der Waldmeister seine winzigen weißen Blüten.

Waldmeister sammeln

Am meisten Aroma enthält der Waldmeister kurz vor der Blüte. Dann kann man die ganze Pflanze pflücken. Vor der Verwendung ist es wichtig, den geernteten Waldmeister zuerst anwelken zu lassen. Erst dann setzt sich der typische Waldmeisterduft frei.

Achtung – den Waldmeister niemals pur essen, sondern nur als Auszug zubereiten! Denn Waldmeister enthält Cumarin, das in zu hohen Dosen zu Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen oder Kreislaufbeschwerden führen kann und außerdem blutverdünnend wirkt.

So tut Waldmeister gut

Aus dem getrockneten oder frischen, angewelkten Kraut kann man einen Tee zubereiten. Damit er nicht zu stark wird, setzt man den Waldmeister (es genügt ein Blatt- bzw. Blütenstängel für eine Tasse Tee) am besten in kaltem Wasser an und lässt ihn für etwa acht Stunden ziehen. Die Volksmedizin setzt Waldmeister bei Kopfschmerzen, zur Beruhigung und zur Stärkung der Leber ein. Er soll krampflösend, venenstärkend und stimmungsaufhellend wirken.

Für eine Bowle genügen pro Liter drei oder vier angetrocknete Pflänzchen, ansonsten riskiert man auch hier die oben genannten Nebenwirkungen.

Unter Buchen kann man oft die hübschen Blattquirle des Waldmeisters entdecken.

Tipp:

Hilft gegen Motten: getrockneten Waldmeister in kleine Stoffbeutel geben und in den Kleiderschrank legen.

Wald-Schlüsselblume

Primula elatior

Pflanzenfamilie: Primelgewächse

Blütezeit: März bis April

Mehrjährig

Essbar

Heilpflanze (Geschützt!)

Im zeitigen Frühjahr erfreut uns der Anblick der Wald-Schlüsselblume.

In Laubwäldern und auf Wiesen findet man die Wald-Schlüsselblume, die auch Hohe Schlüsselblume genannt wird. Gerne steht sie an etwas feuchteren, halbschattigen Standorten. Die langröhrigen hellgelben Blüten sitzen auf etwa 10 bis 20 cm hohen Stängeln und haben einen dunkelgelben Ring am Schlund. Ihre wie verrunzelt wirkenden Blätter sind länglich-oval und bilden eine bodennahe Rosette.

Wald-Schlüsselblume sammeln

Die Wald-Schlüsselblume steht unter Naturschutz und darf somit in der freien Natur nicht gesammelt werden. Sie kann jedoch für den Anbau im eigenen Garten im Fachhandel erworben werden.

Von der Wald-Schlüsselblume können Blüten, Blätter und die Wurzeln geerntet werden (nur bei unbehandelten Exemplaren). Die Wurzeln gräbt man im Herbst oder im Frühjahr aus. Blätter werden im Frühjahr, Blüten zur Blütezeit gepflückt. Die Blüten können frisch oder getrocknet verwendet werden.

Neben der Wald-Schlüsselblume gibt es noch eine andere Art: Die Wiesen-Schlüsselblume duftet intensiv und ihre Blüten sind dottergelb. Auch sie ist geschützt.

So tut Wald-Schlüsselblume gut

Arzneilich verwendet werden die Blüten und Wurzeln der Schlüsselblume. Sie wirken als Teeaufguss oder Kaltansatz zubereitet nachweislich schleimlösend bei Bronchitis und Husten mit Verschleimung. Verantwortlich für diesen Effekt sind die enthaltenen Saponine, die vor allem in der Wurzel zu finden sind. Daneben enthält die Schlüsselblume u.a. noch Flavonoide und ätherische Öle.

Ihre Wurzel, oft auch als „Primelwurzel“ bezeichnet, ist in vielen Apotheken erhältlich. Die Blätter der Schlüsselblume sind essbar und können als knackige Salatbeigabe verwendet werden.

Die Blüten erinnern entfernt an Schlüssel, was Anlass für verschiedene Legenden und Mythen gibt.

Lungenkraut, Echtes

Pulmonaria officinalis

Pflanzenfamilie: Raublattgewächse

Blütezeit: März bis Mai

Mehrjährig

Essbar

Heilpflanze

Die länglichen Blätter des echten Lungenkrauts mit ihrem hübschen gefleckten Muster fallen auf. Sie sind behaart und fühlen sich rau an. Die glockenförmigen Blüten erinnern von der Form her an Schlüsselblumen, weisen aber eine rote bis blauviolette Färbung auf. Anfänglich sind die Blüten rot und wechseln dann zu lila. Oft sieht man beide Blütenfarben an einer Pflanze, weshalb das Lungenkraut auch „Brüderchen und Schwesterchen“ genannt wird. In Laub-und Mischwäldern fühlt es sich wohl.

Im Garten erobert das Lungenkraut oft schnell größere Gebiete.

Lungenkraut sammeln

Junge Blätter können gesammelt und in Salate gegeben werden. Auch die Blüten können frisch verwendet werden. Zur Bereitung eines Tees können die Blüten, Blätter oder das ganze Kraut auch getrocknet werden. Ältere Blätter eignen sich zur gekochten Verwendung in Gemüsegerichten oder können in Teig ausgebacken werden.

An halbschattigen Plätzen wächst Lungenkraut auch gut in Gärten, wo es sich meist rasch ausbreitet.

So tut Lungenkraut gut

Wie der Name schon vermuten lässt, schreibt die Volksheilkunde dem Lungenkraut eine Wirksamkeit bei Erkrankungen der Lunge zu. Vor allem bei Husten wurde es früher gerne als schleimlösendes Mittel eingesetzt. Hierzu kann man das frische oder getrocknete Kraut als Teeaufguss zubereiten. Lungenkraut enthält u.a. Kieselsäure, Flavonoide, Gerb- und Schleimstoffe. Auch gewisse wundheilende Eigenschaften schreibt man ihm zu, sodass der Tee z.B. auch für Umschläge verwendet werden kann.

Das Blattmuster mit den weißen Flecken ist hübsch anzusehen.

Nelkenwurz, Echte

Geum urbanum

Pflanzenfamilie: Rosengewächs

Blütezeit: Mai bis September

Mehrjährig

Essbar

Heilpflanze

Die kleinen Blüten der Echten Nelkenwurz können leicht übersehen werden, doch wenn man darauf Acht gibt, entdeckt man diese Pflanze recht häufig. Die gelben Blüten mit den fünf Blütenblättern, die auf sparrigen, verzweigten Stängeln stehen, finden sich von Mai bis September. Später bilden sich klettenartige Früchte.

Die Nelkenwurz wird etwa bis zu 70 cm hoch und hat groß gefiederte, recht variable Blätter. Vom Stängel abzweigende, obere Blätter sind meist dreizählig, die unteren Blätter sind abgerundeter und in einer Grundrosette angeordnet. Diese bleibt über den Winter stehen. Neben Laubmischwäldern fühlt sich die Nelkenwurz oft auch an Wegrändern oder unter Gebüschen wohl.

Die zarten Blüten der Nelkenwurz fallen erst bei genauerem Hinsehen ins Auge.

Nelkenwurz sammeln

Die jungen Blätter der Nelkenwurz können in der Küche verwendet werden, z.B. im Salat oder in Gemüsegerichten. Im Frühjahr oder Herbst, bis in den Winter hinein kann die Wurzel ausgegraben werden.

Die kugeligen Klettfrüchte bleiben gern an der Kleidung hängen.

So tut Nelkenwurz gut

Wie bereits der Name erahnen lässt, enthält die Wurzel der Nelkenwurz einen Inhaltsstoff, wie ihn auch die Gewürznelke besitzt. In früheren Zeiten wurde sie deshalb als Gewürz verwendet. Die Nelkenwurz enthält jedoch weniger von dem ätherischen Öl Eugenol als die Gewürznelke. Darüber hinaus ist sie eine alte Heilpflanze. Aus der Wurzel kann man Tee zubereiten, der in der Volksmedizin gegen Durchfall eingesetzt wird.

Dieser eignet sich auch zum Gurgeln bei Zahnfleischentzündungen.

Klebriger Salbei

Salvia glutinosa

Pflanzenfamilie: Lippenblütler

Blütezeit: Juni bis September

Mehrjährig

Essbar

Heilpflanze

Wer den Klebrigen Salbei berührt, weiß sofort, woher sein Name stammt. Stängel und Blütenstände fühlen sich in der Tat klebrig an. Doch diese Pflanze ist eine wahre Zierde: Gelbe Lippenblüten sind ein besonders Kennzeichen dieser Salbeiart, die man an eher schattigen Plätzen findet. In lichten Laub-und Bergwäldern, Mischwäldern oder am Waldrand wächst der Klebrige Salbei am liebsten und mag dabei eher feuchte Standorte. Bis 80 cm kann er hoch werden. Die hellgelben Blüten sind quirlförmig um den Stängel angeordnet und verströmen einen angenehm frischen Duft. Bei den gestielten Blättern fällt auf, dass die unteren Blattspitzen nicht abgerundet sind, sondern eckig, bzw. pfeilförmig. Der Blattrand ist gezähnt.

Eine Besonderheit des klebrigen Salbeis ist die hellgelbe Farbe seiner Lippenblüten.

Klebrigen Salbei sammeln

Mit anderen Salbeiarten kann man den Klebrigen Salbei nicht verwechseln. Denn im Gegensatz zu dem heimischen Wiesen-Salbei (Salvia pratensis) oder dem ursprünglich im Mittelmeerraum beheimateten Echten Salbei (Salvia officinalis), hat diese Art keine blau-violetten, sondern gelbe Blüten. Für kulinarische Zwecke werden vom klebrigen Salbei die jungen Blätter verwendet. Später können die blühenden Triebspitzen abgeschnitten werden. Da sich die Blütezeit bis in den frühen Herbst erstreckt, kann man ihn noch relativ spät im Jahr sammeln.

Klebriger Salbei ist an eher schattigen Standorten zu finden.

So tut Klebriger Salbei gut

Die jungen Blätter können klein geschnitten in Suppen, Salate oder Kräuterquarks oder -butter gegeben werden. Auch die Blüten kommen in diesen Gerichten zum Einsatz. Ganze Blütenrispen benetzt man mit Teig und bäckt sie in der Pfanne aus.

Die Blüten oder die ganzen Rispen können frisch oder getrocknet als Teeaufguss bereitet werden. Es wird vermutet, dass der klebrige Salbei ähnliche Eigenschaften wie der für Arzneizwecke verwendete Echte Salbei hat. Wie dieser enthält auch er u.a. ätherische Öle und Rosmarinsäure. Er kann bei Atemwegsinfekten oder Verdauungsbeschwerden eingesetzt werden. In der Schwangerschaft sollte er nicht angewendet werden.

Der heimische Wiesensalbei ist ein „blaublütiger“ Verwandter des Klebrigen Salbeis.

Rezept

Klebriger Salbei in Parmesan-Hülle

4 Blütenstängel des Klebrigen Salbeis

2 Eier, 2 EL Mehl

100 g geriebener Parmesan, Salz, Pfeffer

1 EL Öl zum Ausbacken (z.B. Rapsöl)

Blütenstängel waschen und trockentupfen.

Ei, Mehl und Parmesan gut miteinander verquirlen und salzen und pfeffern.

Die Blütenstängel durch den Teig ziehen. Öl in einer Pfanne erhitzen, Salbeistängel hineingeben und bei mittlerer Hitze etwa 3-4 Minuten backen, dabei zwischendurch wenden. Herausnehmen und das überschüssige Fett auf einem Stück Küchenpapier abtropfen lassen.

In Teig ausgebackener Klebriger Salbei passt gut zu einer gemischten Vorspeisenplatte.

Am Ufer

Wasser gilt als wahres Lebenselixier. Es stillt nicht nur unseren Durst, sondern bietet auch Lebensraum für viele Tiere und natürlich für Pflanzen, die feuchte Standorte oder einfach die Nähe von Wasser bevorzugen. An Fluss- und Bachufern, Gräben oder auch auf feuchten Wiesen und Auen findet man wertvolle Schätze: Die cremeweißen Wölkchen des Mädesüß schweben über sonnigen Wiesen und Ufern. Mehrere Etagen tiefer breitet sich das Bittere Schaumkraut aus, das es lieber schattiger mag. Die Nähe zum Wasser sucht auch der Sanddorn mit seinen kräftig-orangen Beeren, wenn er auch gerne etwas trockener steht.

Doch Wasser kann noch viel mehr. Wer richtet nicht gerne seinen Blick auf einen See oder Fluss, auf plätscherndes, ruhig fließendes oder stehendes Wasser, in dem sich die Bäume spiegeln. Gewässer strahlen Ruhe aus und stehen für Erholung und Entspannung. Diesen Effekt ruft auch die Verwendung einer weiteren Pflanze hervor, die ebenfalls in Wassernähe zu finden ist. Die meisten kennen ihren Namen und die Wirkung dieser Arzneipflanze, doch viele wissen nicht wie sie aussieht – es ist der Baldrian!


Echter Baldrian

Valeriana officinalis

Pflanzenfamilie: Baldriangewächse

Blütezeit: Juni bis August

Mehrjährig

Heilpflanze

Baldrianblüten sind auch bei Insekten recht beliebt.

Der Echte Baldrian wird auch Arznei-Baldrian genannt. Die imposante Pflanze reckt sich oft bis 1,50 m in die Höhe und wächst gerne an feuchten Waldrändern oder -lichtungen, an Gräben oder Bachufern. Seine kleinen Blüten sind weiß bis rosa und setzen sich zu einer Art Dolde zusammen. Auffällig sind die fiederteiligen Blätter.

Baldrian sammeln

Arzneilich wird vom Baldrian nur die Wurzel verwendet, die man im Frühjahr oder Herbst ausgraben kann. Allerdings gilt es zu bedenken, dass dadurch die Pflanze für Insekten nicht mehr zur Verfügung steht und sie sich auch nicht mehr vermehren kann. Man kann sich auch einfach an der hübschen Pflanze erfreuen und für die Verwendung auf Alternativen zurückgreifen: Baldrianwurzel ist in vielen Fertigprodukten enthalten (z.B. Kapseln) und kann auch lose als Teedroge in Apotheken gekauft werden.

Neben dem echten Baldrian findet man oft auch noch den Kleinen Baldrian, der nicht so hoch wird und bereits ab Mai blüht. Dieser wird allerdings nicht für arzneiliche Zwecke verwendet.

Auffällig sind die gefiederten Blätter des Baldrians.

So tut Baldrian gut

Baldrianwurzel hat eine beruhigende Wirkung und ist ein verträgliches Mittel bei Schlafproblemen, sowie bei Angstzuständen. Die optimale Wirkung tritt erst bei längerer, über zwei Wochen dauernder Einnahme ein. Neben Kapseln und Dragees sind auch Tinkturen und Badezusätze erhältlich. Oft ist er Bestandteil von gemischten Tees, in denen weitere Pflanzen mit beruhigender Wirkung wie Hopfen oder Zitronenmelisse enthalten sind. Im Gegensatz zu synthetischen Produkten macht Baldrian nicht abhängig.

Aus den klein geschnittenen Wurzelstücken kann ein Teeaufguss bereitet oder eine Tinktur angesetzt werden.

Der Baldrian ist eine stattliche Pflanze, die oft hoch hinaus will.

Kurios

Baldrian & Katzen

Nicht umsonst wird der Baldrian von manchen auch „Katzenkraut“ genannt. Während viele Menschen den Geruch dieser Pflanze als unangenehm empfinden, fühlen sich Katzen dagegen von dem Duft der ätherischen Öle meist angezogen. Die Reaktion fällt oft heftig aus, ist jedoch nicht bei jeder Katze gleich. Während manche aufgekratzt und lebhaft reagieren, kann bei anderen eine eher beruhigende Wirkung auftreten. Einige Katzen zeigen sich vom Baldrian auch gänzlich unbeeindruckt.

Süchtig macht der Baldrian die Tiere jedenfalls nicht. Dennoch sollte man ihn bei seinem Haustier mit Bedacht einsetzen - Spielzeuge mit Baldrian sind bei Katzen zwar beliebt, können jedoch bei zu häufigem Einsatz Stress auslösen.

Keinesfalls sollte die Katze den Baldrian fressen, das kann zu Leberschäden führen.

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9783753189000
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