Kitabı oxu: «Bruckmann Wanderfürher: Zeit zum Wandern Vinschgau»
Zeit zum Wandern
VINSCHGAU
Die 40 schönsten Wanderungen – Panoramatouren und Waalwege – Almen, Hütten, aussichtsreiche Gipfel – Ausflugsziele in der Region – GPS-Tracks zum Download
MARKUS UND JANINA MEIER
Exklusiv für Sie als Leser:
MIT GPS-DATEN ZUM DOWNLOAD
Inhalt
Wandern zwischen Reben und Firn
Vinschgau in Zahlen
Tipps und Infos für unterwegs
1 Auf den Piz Lad
8,4 km · 4:00 Std.
2 Auf den Äußeren Nockenkopf
7,8 km · 4:30 Std.
3 Schöneben-Höhenweg
5,9 km · 2:30 Std.
4 Auf die Seebodenspitz
8,1 km · 4:30 Std.
5 Auf das Großhorn
9,6 km · 6:00 Std.
6 Grauner Berg und Pedross-See
11,3 km · 6:00 Std.
7 Zur Weißkugelhütte
12,4 km · 4:00 Std.
Top 5 Aussichten
8 Auf den Vorderen Schmied
16,7 km · 7:00 Std
9 Zur Watles und zum Pfaffensee
7,2 km · 2:30 Std.
10 Zur Sesvennahütte
10,2 km · 3:30 Std.
11 Auf die Spitzige Lun
8,8 km · 3:40 Std.
12 Auf das Glurnser Köpfl
10,4 km · 5:30 Std.
13 Zur Oberetteshütte
12,5 km · 5:00 Std.
14 Über die Saldurseen
15,6 km · 8:00 Std.
Top 5 Stille Touren
15 Churburg – Schludernser Waale
7,2 km · 3:00 Std.
16 Auf den Piz Chavalatsch
15,2 km · 7:20 Std.
17 Goldseeweg zum Stilfser Joch
8,3 km · 4:30 Std.
18 Zur Düsseldorfer Hütte
8,6 km · 4:00 Std.
19 Auf das Hintere Schöneck
12,4 km · 6:00 Std.
20 Über den Morosiniweg
5,6 km · 2:45 Std.
21 Zur Hinteren Schöntaufspitze
7,9 km · 4:40 Std.
Top 5 Familientaugliche Touren
22 Laaser Almenwanderung
11,8 km · 4:40 Std.
23 Auf den Saurüssel
13,2 km · 7:00 Std.
24 Der Zaalwaal bei Kortsch
4,3 km · 1:50 Std.
25 Schlandrauner Höhenweg
11,7 km · 3:00 Std.
26 Auf die Köpflplatte
14,4 km · 5:00 Std.
27 Auf das Ebene Jöchl
11,6 km · 5:00 Std.
28 Zufallhütte – Marteller Hütte
9,9 km · 4:15 Std.
Top 5 Sehenswürdigkeiten am Berg
29 Dreitälerwanderung Martell
12 km · 4:15 Std.
30 Auf die Vordere Rotspitze
11,1 km · 6:30 Std.
31 Göflaner Scharte und Alm
12,9 km · 5:30 Std.
32 Latschander Waalweg
6,2 km · 2:30 Std.
33 Auf die Vermoispitze
8,2 km · 6:50 Std.
34 Am Schnalswaal nach Juval
8,1 km · 2:30 Std.
35 Über Trumsberg nach St. Martin
8,8 km · 4:00 Std.
Top 5 Hütten
36 Tarscher Jochwaal und Latscher Alm
11,1 km · 5:30 Std.
37 Hoher Dieb und Kofelraster Seen
12,6 km · 6:00 Std.
38 Zum Zirmtalsee
11,9 km · 6:00 Std.
39 Auf den Tellakopf
8,4 km · 4:30 Std.
40 Acht-Kirchen-Wanderung
7,2 km · 3:15 Std.
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Sulden mit Messner Mountain Museum, Kirchturm im Reschensee, Glurns, Laas, Nationalparkhaus aquaprad, St. Martin in Kofel, Schloss Juval, Martelltal und Plimaschlucht, Churburg, Kloster Marienberg, Taufers im Münstertal, Vinschger Höhenweg

Schöner Wegweiser am Goldseeweg (Tour 17)

Das Gipfelkreuz auf der Watles (Tour 9)

Die Alte Pforzheimer Hütte steht neben der neuen Sesvennahütte (Tour 10)

Tiefblick vom Großhorn zum Reschensee (Tour 5)

Toller Blick zur Königsspitze von der Düsseldorfer Hütte
Wandern zwischen Reben und Firn
Der Vinschgau ist eine Wanderregion der Gegensätze. Er reicht von den Hochebenen um den Reschensee bis zu den Apfelgärten im milden und sonnigen Süden. Aber auch das ewige Eis ist im Vinschgau zu Hause und erreicht mit dem 3905 Meter hohen Ortler den höchsten Punkt Südtirols.
Dieser Wanderführer stellt eine Reihe lohnender Touren in dieser großartigen Südtiroler Urlaubsregion vor. Hier kombiniert man auf wundervolle Weise schöne Wanderungen mit den kulinarischen Genüssen der Region.
Der Vinschgau unterteilt sich in sieben Tourismusregionen. Den Beginn macht die Region Reschenpass, die direkt an der Grenze zu Nordtirol beginnt. Aufgrund der Lage an der Römerstraße Via Claudia Augusta schreibt man dort schon seit Jahrhunderten Gastfreundschaft groß.
Als Nächstes folgt das Hochtal des Obervinschgau, dessen Bild von mittelalterlichen Burgen, kleinen Dörfern und unberührter Natur gezeichnet wird.
Vom Obervinschgau zweigt in Richtung Schweiz das Münstertal ab, das mit dem Ort Taufers im Münstertal aufwartet. Es hat wunderschöne, landschaftliche Reize, bietet aber auch kulturelle Wanderungen.
Die Ferienregion Ortlergebiet im Nationalpark Stilfserjoch führt bis in die Region des ewigen Eises. Das Zentrum der Region Sulden ist von vielen Dreitausendern umgeben, die teilweise auch von Wanderern besucht werden können.

Trumsberg: Kapelle bei der Jausenstation Platz (Tour 35)
Im Haupttal folgt nach dem Obervinschgau die Region Schlanders-Laas. Schlanders ist der Hauptort im Vinschgau, und Laas ist für seinen Marmor bekannt, der hoch in den Bergen über dem Ort abgebaut wird.
Latsch mit seinen umliegenden Orten liegt im Zentrum des Vinschgaus, dem Apfelgarten Südtirols. Hier führt das Martelltal bis weit in die Ortlergruppe hinein. Gemeinsam bilden sie die Ferienregion Latsch-Martelltal.

Dreitälerwanderung: Morgendlicher Start an der Zufallhütte (Tour 29)
Die letzte Ferienregion im Vinschgau ist Kastelbell-Tschars. Die Orte im Untervinschgau sind umgeben von Apfelgärten und Weinbergen. Oberhalb von Tschars erhebt sich Reinhold Messners Schloss Juval.
Die Region Reschenpass mit den Hauptorten Reschen, Graun und St. Valentin auf der Haide wird im Osten von den Ötztaler Alpen und im Westen von der Sesvennagruppe begrenzt.
Die Sesvennagruppe reicht hinunter bis zum Münstertal, während die Ötztaler Alpen die einzige Gebirgsgruppe nördlich des Haupttales bilden. Im Süden wird der Vinschgau von der Ortlergruppe begrenzt.
Klima/Wetter
Der Vinschgau liegt in sehr zentraler und geschützter Lage in den Alpen. Er befindet sich ziemlich genau in der Mitte der Alpen und ist umgeben von mächtigen Bergen, die über 3000 Meter hoch sind. Dadurch ist das Tal ziemlich geschützt. Sowohl aus dem Norden als auch aus dem Süden aufziehende Wetterereignisse werden abgemildert. Daraus folgen geringe Niederschlagsmengen und viele Sonnenstunden, die den Vinschgau zu einem der trockensten Alpentäler machen. In Schlanders, dem Hauptort des Tales, liegt die Niederschlagsmenge bei etwa 480 mm, während sie auf der Alpennordseite, zum Beispiel in Garmisch-Partenkirchen, bis zu 2000 mm beträgt. Aufgrund der Niederschlagsarmut ist ein Bewässern der landwirtschaftlichen Flächen notwendig. Früher wurden hierfür ausgeklügelte Bewässerungssysteme angelegt, die sogenannten Waale.
Reisezeit
Aufgrund der geringen Niederschläge und vielen Sonnenstunden dauert die Wanderzeit im Vinschgau von Anfang April bis Ende Oktober. Beliebt sind vor allem die Monate September und Oktober. Während man im Frühjahr und Herbst eher sonnige und tiefer gelegene Ziele auswählt, sind die Sommermonate Juli bis Anfang September ideal für Wanderungen in den höheren Regionen. In diesen Monaten ist mit kurzen, aber durchaus heftigen Gewittern am Nachmittag zu rechnen.
Naturschutz
Der Nationalpark Stilfser Joch umfasst fast die komplette Ortlergruppe. Er wurde 1935 eingerichtet. Die Nationalpark-Häuser in Martell, Prad und Trafoi informieren über den Nationalpark sowie über die dortige Fauna und Flora.

Göflaner Alm: Die Wände der Alm bestehen teilweise aus Marmor (Tour 31).
Im Nationalpark, aber auch in den ruhigeren Regionen der Ötztaler Alpen und der Sesvennagruppe finden Alpentiere wie Gämse, Adler, Alpenmurmeltier, Alpensalamander und Alpendohle ihre Lebensräume. Aus Rücksicht auf die Tierwelt ist es wichtig, dass man sich im Gebirge entsprechend ruhig verhält. Viel spannender ist es sowieso, die Tiere in ihrem angestammten Lebensraum zu beobachten.
Die zahlreichen Pflanzen am Wegesrand sollten besser nicht als Andenken mit nach Hause genommen, sondern stattdessen an ihrem natürlichen Standort ausgiebig bewundert werden. Man bleibt außerdem unbedingt auf den markierten Wegen und kürzt diese keinesfalls ab, da ansonsten die empfindliche Vegetation keine Chance mehr hat und das Gebiet sich in ein eher hässliches Wegegewirr verwandelt. Es versteht sich von selbst, dass man seinen mitgebrachten Müll wieder mit nach Hause nimmt, das betrifft jeden Müll, auch den, von dem man normalerweise ausgeht, dass er verrottet. Kein Wanderer pausiert gern in den Eier-, Bananen- und Orangenschalen seiner Vorgänger. Wollen alle doch die Reinheit der Natur genießen.

Vorbildlich: Die Wegweiser auf den Wanderwegen im Vinschgau
Wanderungen in diesem Buch
Die Wanderungen in diesem Buch sind breit gefächert von leichten Talwanderungen entlang der Waale (z. B. Zaalwaal und Latschander Waal) über mittelschwere Gipfeltouren wie zur Vermoispitze, Seebodenspitze oder Piz Chavalatsch bis hin zu anspruchsvollen Bergtouren auf die Vordere Rotspitze oder das Hintere Schöneck.
Alle Wanderungen sollten nur bei gutem und stabilem Wetter durchgeführt werden. Zu schnell können sich einfache Wanderwege bei einem Wettersturz in nasse und glatte Wege verwandeln. In den hohen Regionen kann ein Wettersturz schnell zu Schneefall oder Vereisung führen. Fast alle in diesem Buch vorgeschlagenen Touren verlaufen auf markierten und ausgeschilderten Wegen. Die anspruchsvolleren Touren bewegen sich im steileren, ausgesetzten und teilweise abgesicherten Gelände. Einzig die Dreitälerwanderung führt kurzzeitig über einen schlecht markierten Steig, der in der Karte nicht eingezeichnet ist. Es werden keine Klettersteige beschrieben.
Trotz der guten Ausschilderung nimmt man unbedingt eine geeignete Wanderkarte mit. Hierzu bieten sich vor allem die Kompasskarten zum Vinschgau als auch die italienischen Tabaccokarten im Maßstab 1:25 000 an.

Vermoispitze: Am Gipfelsteinmann mit Blick zur Weißkugel (Tour 33)
Gehzeiten / Wegstrecken
Im flachen Gelände legt man in einer Stunde vier Kilometer zurück, während man in der Höhe bei direktem Anstieg pro Stunde 400 Höhenmeter zurücklegt. Das bedeutet, wenn man eine Strecke von 800 Höhenmetern (= 2 Stunden) auf vier Kilomter (= 1 Stunde) im Aufstieg zurücklegt, dann wird die Dauer mit zwei Stunden 30 Minuten angegeben (die kleinere Zahl durch 2 teilen). Die angegebenen Gehzeiten entsprechen diesen Grundwerten. Bei den Touren sind Höhenprofile mit den entsprechenden Wegpunkten, Gehzeiten und Wegstrecken angegeben.
Unterkunft / Hütten
Bei den Touren ist normalerweise keine Hüttenübernachtung notwendig. Allerdings bietet sich bei einigen Touren eine Übernachtung an. Dies liegt nicht unbedingt immer an der Länge der Tour, sondern vor allem an der Gemütlichkeit der vorhandenen Hütte.
Zahlreiche Almhütten auf den Wanderungen laden unterwegs zu einer wohlverdienten Rast und Brotzeit ein.
Die Talorte bieten viele Unterkunftsmöglichkeiten in allen denkbaren Preis- und Ausstattungsklassen. Besonders in der Urlaubszeit im Sommer reserviert man besser vorab. Hierbei wird man von den Tourismusbüros in den verschiedenen Orten bei der Buchung unterstützt.
Anreise
In den Vinschgau reist man entweder mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder mit dem Auto. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln fährt man von Norden mit dem Zug nach Landeck und mit dem Bus weiter nach Mals. Dort beginnt die Vinschger Bahn, die das ganze Tal durchzieht und erst in Meran endet. Man kann auch mit dem Zug über den Brenner bis Bozen und weiter über Meran bis Mals fahren. Die Vinschger Bahn und die zahlreichen Buslinien bringen die Wanderer bequem zum jeweiligen Startpunkt der Tour. Mit der Vinschgau Card, die man in vielen Unterkünften bekommt, kann man die Vinschger Bahn kostenlos nutzen. Zudem gibt es Ermäßigungen bei Seilbahnen, Museen und Freizeiteinrichtungen.
Mit dem Auto fährt man ebenfalls von Norden über Landeck, Pfunds und den Reschenpass nach Mals oder über die Brennerautobahn nach Bozen und weiter über Meran in den Vinschgau.
Die Anfahrtsbeschreibungen bei den Touren sind immer von Mals dargestellt.
Vinschgau in Zahlen

Auf dem Weg zum Saurüssl. Rechts im Bild die mächtige Jennwand (Tour 23)
3 Gebirgsgruppen sind in diesem Führer enthalten. Die mächtige Ortlergruppe auf der Südseite, die südlichen Ausläufer der Ötztaler Alpen auf der Nordseite des Tales und die Sesvennagruppe im Westen.
2 Museen von Reinhold Messner liegen im Vinschgau. Das Messner Mountain Museum auf Schloss Juval mit der Dauerausstellung »Mythos Berg« und das Museum Ortles in Sulden mit der Dauerausstellung »Im End’ der Welt«.
1804 erfolgte die Erstbesteigung des Ortlers auf Befehl von Erzherzog Johann von Österreich. Der Gipfel ist der höchste Berg Südtirols und kann auf vielen in diesem Buch vorgestellten Wanderungen bewundert werden.
14 Dreitausender umgeben das Bergdorf Sulden. Mit dem Hinteren Schöneck und der Schöntaufspitze besteigen wir gleich zwei dieser Traumgipfel in diesem Buch.
3905 m misst der höchste Berg Südtirols, der eindrucksvolle Ortler.
3325 m Meter ist der höchste Berg, den wir in diesem Buch vorstellen. Es handelt sich um die aussichtsreiche Schöntaufspitze.
2005 wurde die Vinschgaubahn zwischen Meran und Mals nach einer umfassenden Modernisierung wieder in Betrieb genommen.
Über 2000 Sonnenstunden gibt es im Durchschnitt im Vinschgau, das zu den niederschlagsärmsten Alpentälern gehört.
Tipps und Infos für unterwegs
Das sollte jeder mit auf die Wanderung nehmen
Wanderschuhe
Jacke oder Pullover
Regenschutzkleidung
Taschentücher
Rucksack
Wasserflasche
Proviant
Tüte für den Abfall
Taschenmesser
Sonnenschutz
Geld
Ausweis
Das sollte mindestens einmal in der Wandergruppe vorhanden sein
Kartenmaterial
Erste-Hilfe-Set
Notizpapier
Schreibstift
Lampe
Smartphone
Uhr
Kompass

Wanderausrüstung
Für die in diesem Buch beschriebenen Bergtouren ist eine reine Bergwanderausrüstung ausreichend. Sie sollte allerdings der Jahreszeit und dem Wetter angepasst sein. Die Materialien von Shirts, Hemden und Unterwäsche sind idealerweise aus Kunstfaser oder Merinowolle. Während Kunstfaser die Feuchtigkeit vom Körper wegtransportiert, wärmt Merinowolle auch im feuchten Zustand noch. Zudem riecht sie auch nach Tagen nicht unangenehm. Eine lange Berghose gehört zur Standardausrüstung und ist auch an heißen Sommertagen, wenn eine Shorts ausreicht, zumindest im Rucksack mit dabei. Ein Fleecepullover gegen Auskühlung und für Regenwetter ein Anorak gehören ebenso in den Rucksack wie bei kühleren Temperaturen Handschuhe und Mütze. Die Bergschuhe sollten passen, eine gute Profilsohle aufweisen und idealerweise über die Knöchel gehen. Vor langen Wanderungen läuft man besser die Schuhe ein. Gute Wandersocken haben eine Polsterung an den empfindlichen Stellen, die den Tragekomfort deutlich erhöht.
Weitere wichtige Ausrüstungsgegenstände sind ein guter Rucksack, Sonnenschutzcreme, Sonnenbrille, Erste-Hilfe-Material, Brotzeit und Getränke. Bei langen Abstiegen können Teleskopstöcke von Vorteil sein und die Gelenke deutlich entlasten. Für die Übernachtung auf Alpenvereinshütten benötigt man einen Hüttenschlafsack.
Markierung und Wegweiser
Alle Touren in diesem Buch sind gut markiert und ausgeschildert. Die Beschilderung ist recht einheitlich. Es gibt meistens Wanderschilder, auf denen häufig auch die Gehzeiten angegeben sind.
Wanderkarten
Sehr zu empfehlen sind die Tabaccokarten im Maßstab 1:25 000. Es wurden vereinzelt aber im Gelände kleine Abweichungen zu den Karten festgestellt. Deshalb achtet man immer genau auf die Wegweiser und Markierungen. Folgende Karten werden hier empfohlen:
Tabacco-Karte 08 Ortlergebiet,
Tabacco-Karte 043 Vinschgauer Oberland,
Tabacco-Karte 044 Vinschgau, Sesvenna,
Tabacco-Karte 045 Latsch, Martell, Schlanders.
Wichtige Adressen
Bergwetterbericht:
www.alpenverein.de
Tourismusverbände:
www.vinschgau.net
Ferienregion Reschenpass
www.reschenpass.it
Ferienregion Obervinschgau
www.ferienregion-obervinschgau.it
Taufers im Münstertal
www.taufers.org
Ferienregion Ortlergebiet
www.ortlergebiet.it
Schlanders-Laas
www.schlanders-laas.it
Latsch-Martelltal
www.latsch-martell.it
Kastelbell-Tschars
www.kastelbell-tschars.com
Die Schwierigkeitsgrade der Touren

Leicht: Technisch und konditionell einfache Wanderungen auf guten Wegen und Pfaden mit kleineren Anstiegen

Mittel: Technisch und/oder konditionell mittelschwierige Wanderungen, die einen sicheren Tritt und abschnittsweise Schwindelfreiheit erfordern

Schwer: Technisch und/oder konditionell anspruchsvolle Wanderungen, die aufgrund ihrer Länge oder Wegbeschaffenheit Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und gute Kondition erfordern; streckenweise auch Felspfade mit Seilsicherung
Auf geht’s

Auf dem Weg zur Düsseldorfer Hütte (Tour 18)
1

Abseits des Trubels
Auf den Piz Lad
Der Piz Lad ist der nordwestlichste Gipfel der Berge am Reschenpass. Über seinen Gipfel verläuft die Grenze zwischen Südtirol und der Schweiz. Durch seine Eckposition bietet er eine wunderschöne Aussicht auf die Seen und einige berühmte Dreitausender.
Tourencharakter
Schmale Steige, die im oberen Bereich ziemlich steil und sonnig sind.
Ausgangspunkt
Reschner Alm (2020 m), oberhalb vom Reschensee
Anfahrt
Bahn und Bus: Von Mals mit dem Bus nach Reschen. Zu Fuß von Reschen zur Alm. Auto: Von Mals nach Reschen und weiter bis kurz vor Rojen. Dort rechts ab und auf schmaler Straße zur Alm.
GPS: N46°50.162‘ E10°29.443
Einkehr
Reschner Alm, Tel. +39 331 5285818


Der Wegverlauf
Bei der Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln wandert man auf dem Weg Nr. 5 in eineinhalb Stunden zur Reschner Alm
. Reist man mit dem eigenen Auto an, startet man direkt an der Alm. Von dieser geht es auf dem Weg Nr. 5 in Richtung Nordwesten. Der Steig führt durch lichten Wald aufwärts zu schönen Almböden. Die Wiesen sind im Frühsommer ein optischer Leckerbissen besonders für Blumenliebhaber – sehr üppig blüht dann die Flora. Der Steig zieht hoch zum Sesslad Wetterkreuz (2325 m), das an sehr aussichtsreicher Position steht. Von hier lässt sich der weitere Anstieg zum Gipfel gut einsehen. Nach dem Wetterkreuz gelangt man zu einem Militärweg, der hinüber zum Südostgrat am Beginn der Gipfelflanke führt. Nun folgt der steile, steinige Schlussanstieg. In zahlreichen Kehren steigt man über Geröll und Schrofen hoch zum Gipfel des Piz Lad
(2:15 Std.) mit seinem großen Gipfelkreuz. Der Gipfel bietet eine wirklich fantastische Aussicht auf die drei Länder Schweiz (Graubünden), Österreich (Tirol) und Italien (Südtirol). Eindrucksvoll ist vor allem der Tiefblick auf die beiden Obervinschgauer Seen, den Reschensee und den Haidersee. Aber auch einige berühmte Gipfel grüßen herüber. Über dem Engadin erhebt sich das Silvrettagebirge mit dem Großen Piz Buin, und rechts daneben erstrecken sich die Samnauner Berge mit dem Muttler. Im Süden begeistert vor allem wieder die Ortlergruppe mit dem höchsten Südtiroler Gipfel, während sich über dem Langtauferer Tal die mächtige Weißkugel erhebt.
Freud & Leid
Ein toller, einsamer Aussichtsgipfel, den man sich auf einem steilen, sehr sonnigen Steig erkämpfen muss.
Abstieg
Der Abstieg hinab zur Reschner Alm führt am Aufstiegsweg über den steilen Gipfelhang hinab und weiter hinüber zum Wetterkreuz. Von dort wandert man gemütlich hinunter zur Reschner Alm
(4:00 Std.), auf der man gern einkehrt. Mit dem Auto oder zu Fuß geht es anschließend zurück nach Reschen.
Gratweg: Der Abstieg vom Piz Lad verläuft zuerst am aussichtsreichen Gipfelgrat.
2

Abseits des Trubels
Auf den Äußeren Nockenkopf
Der Äußere Nockenkopf über dem Rojental ist ein aussichtsreicher Gipfel an der Grenze zwischen Südtirol und der Schweiz, genauer gesagt zwischen dem Vinschgau und dem Engadin. Besonders interessant ist er in Kombination mit dem Reschner Höhenweg.
Tourencharakter
Gut markierte, unschwierige Wanderwege
Ausgangspunkt
Rojen (1968 m) im Rojental
Anfahrt
Bahn und Bus: Mit dem Bus von Mals nach Reschen. Zu Fuß nach Rojen (2 Std.). Auto: Von Mals mit dem Auto nach Reschen und weiter bis nach Rojen.
GPS N46°48.305‘, E10°28.678‘
Einkehr
Gasthof Rojen,
Tel. +39 340 5857612


Die letzten Meter: Am breiten Gipfelgrat des Äußeren Nockenkopfes
Der Wegverlauf
Vom Gasthaus in Rojen
wandert man auf dem Weg bergauf, der über Treppen zwischen den Zäunen stetig an Höhe gewinnt. Nach hundert Höhenmetern folgt man dem rechten Weg, der hinauf bis zum Waldrand führt. Über die nun freien Hänge wandert man zu kleinen Heustadeln. Der weitere Anstieg führt auf dem gut markierten Weg aufwärts bis auf 2400 Meter Höhe. Hier folgt man dem Weg in Richtung Äußerer Nockenkopf, der über angenehm geneigte Hänge zur Äußeren Scharte (2636 m) führt. Von der Scharte aus lässt sich erstmals ein schöner Blick ins Engadin genießen. Von hier steigt man auf dem breiten Rücken zum Gipfelkreuz auf dem Äußeren Nockenkopf
(2:30 Std.).
Der Gipfel bietet eine wunderschöne Aussicht. Wie bei fast allen Gipfeln in der Umgebung beeindruckt vor allem der Blick zum Ortler im Süden. Aber auch der Piz Sesvenna, der hinter dem Griankopf hervorblickt, zieht die Blicke auf sich.
Nach der Tour
Man sollte unbedingt noch im Gasthof Rojen einkehren und die schöne Wanderung Revue passieren lassen.
Abstieg
Der Abstieg erfolgt am Anstiegsweg hinab bis auf 2400 Meter Höhe. Von hier wandert man am Anstiegsweg weiter zurück bis nach Rojen
(4:30 Std.).
Der Reschner Höhenweg
Besonders schön ist es, den Reschner Höhenweg zur Reschner Alm zu begehen. Hierzu wandert man vom Äußeren Nockenkopf über den Anstiegsweg zurück bis zur Wegverzweigung auf 2400 Metern Höhe. Von hier führt der schöne Panoramaweg nach Westen bis zur Reschner Alm (2020 m). Der Übergang dauert eineinhalb Stunden. Es wäre ideal, hier ein zweites Auto stehen zu haben. Da dies aber meistens nicht der Fall ist, wandert man auf der Fahrstraße hinüber ins Rojental, bis man auf den Weg Nr. 7 trifft. Auf diesem geht man hinüber bis oberhalb von Rojen. Man trifft auf den Anstiegsweg vom Nockenkopf und wandert hinunter zum Gasthaus Rojen (1968 m).
3

Schöneben-Höhenweg
Der Schöneben-Höhenweg führt von Schöneben hinüber zur Haider Alm. Man bewegt sich die ganze Zeit in freiem, aussichtsreichem Gelände über dem Reschensee. Die beiden Bergbahnen am Beginn und Ende der Wanderung verringern die Mühen deutlich und machen die Tour sehr gemütlich.
Tourencharakter
Leichte, gut markierte Wanderwege
Ausgangspunkt
Bergstation Schöneben (2087 m), Seilbahn vom Nordwestende des Reschensees
Anfahrt
Bahn und Bus: Von Mals mit dem Bus nach Reschen und zu Fuß zur Talstation.
Auto: Von Mals bis nach Reschen, dort in Richtung Rojental bis zur Talstation.
GPS: N46°48.289‘, E10°29.495‘
Einkehr
Berggasthof Haideralm, Tel. +39 0473 634628, www.haideralm.it


Richtung Süden: Wunderbarer Ausblick vom Schöneben-Höhenweg
Der Wegverlauf
Nach der Auffahrt mit der Kabinenbahn vom Reschensee nach Schöneben
startet man diese Wanderung, die immer in Südrichtung bis zur Haider Alm verläuft. Hier im Skigebiet Schöneben ignoriert man am besten die Eingriffe in die Natur durch das Skigebiet und wandert möglichst schnell los. Zu Beginn muss man allerdings noch ein Stück über Pistengelände aufwärtswandern, biegt aber bald an den Wiesen von Freiten am Weg Nr. 14 nach links ab. Der geradeaus weiterführende Weg zieht hoch zum Gipfel des Zehnerkopfes. Der gesamte Höhenweg verläuft aussichtsreich auf einer Höhe von circa 2200 Metern, immer im Bereich der Waldgrenze. Gleich zu Beginn des Höhenweges hat man über den Stausee hinweg einen besonders schönen Blick ins Langtauferer Tal, das sich von Graun ostwärts in die Ötztaler Berge hineinzieht. Die höchsten Gipfel oberhalb des Tales sind die Gletscherberge Weißseespitze, Langtauferer Spitze und Weißkugel, die besonders beeindruckend herübergrüßen. Der gut markierte Steig führt weiter in südlicher Richtung. Immer wieder wandert man vorbei an knorrigen Zirben und Lärchen und durch große Alpenrosenfelder. Besonders im Frühsommer (zwischen Mitte Juni und Mitte Juli), wenn die Alpenrosen blühen, ist diese Wanderung besonders reizvoll – tief im Tal der große, blaue Reschensee, in der nahen Umgebung rosarot leuchtende Alpenrosenfelder und die grandiose Aussicht auf die zahlreichen Dreitausender. Im großen Reschensee erkennt man sehr gut den Kirchturm von Alt-Graun, das bei der Aufstauung des Sees darin versank. Eine Abzweigung nach links ignoriert man und kommt zu einigen Quellen, den Sieben Brunnen
(1:50 Std.). Kurz darauf steht man an einer Wegverzweigung. Von hier aus biegen nach rechts die Anstiege zur Elferspitz und zur Seebodenspitz vom Höhenweg ab. Der Weiterweg zur Haider Alm ist nicht mehr besonders lang. Man muss allerdings zuerst ein wenig aufsteigen, um dann über die freien Wiesen hinab zur Haider Alm
(2:30 Std.) zu wandern. Im zweiten Abschnitt des Höhenweges ist neben dem Reschensee auch der Haidersee ins Blickfeld geraten. Natürlich darf man nicht die Aussicht zum höchsten Südtiroler Gipfel, dem Ortler, verschweigen, der sich im Süden majestätisch aufbaut. Neben ihm erkennt man seine Nachbargipfel Königsspitze, Cevedale und Zufallspitzen mit weiß leuchtenden Gletscherhängen. Bevor man mit der Seilbahn ins Tal fährt, wird man an der Alm noch eine zünftige Brotzeit genießen. Anschließend schwebt man von der Bergstation bei der Alm mit der Kabinenbahn hinab nach St. Valentin auf der Haide. Mit dem Bus fährt man zurück nach Reschen und wandert hinüber zur Talstation der Seilbahn.
Kirchturm im See
Bei Graun ragt ein alter Kirchturm aus dem Wasser. Er ist gleichzeitig ein stummer Ankläger für erlittenes Unrecht. 1949/1950 versanken die Orte Graun und Reschen in den Fluten des neu aufgestauten Reschensees. 163 Häuser und 523 Hektar fruchtbarer Boden wurden vernichtet, 1000 Menschen waren von der Katastrophe betroffen. Die Bevölkerung erhielt keinen Ausgleich für ihr verlorenes Hab und Gut. Der Reschensee ist sechs Kilometer lang und hat ein Fassungsvermögen von 116 Millionen Kubikmetern. Die jährliche Stromleistung von 250 Millionen kWh Strom war damit sehr teuer erkauft.
Gemütlich: Wanderung am Schöneben-Höhenweg
Freud & Leid
Ein traumhafter, aussichtsreicher Höhenweg, den man leider häufig mit vielen gleichgesinnten Wanderern teilen muss.
Abstieg nach St. Valentin
Anstatt mit der Kabinenbahn kann man zu Fuß nach St. Valentin auf der Haide absteigen. Hierzu nimmt man den Weg Nr. 9, der die Almstraße abkürzt und unter der Gondelbahn talwärts führt. Im unteren Bereich gelangt man dann allerdings auf eine Forststraße, der man weiter talabwärts folgt. In vielen Kehren erreicht man nach eindreiviertel Stunden St. Valentin auf der Haide (1470 m).
Rückweg zur Schöneben Talstation
Man könnte von der Haider Alm zur Schöneben Talstation wandern. Allerdings verläuft dieser Abstieg auf einer Forststraße im Wald und ist deshalb bei Weitem nicht so lohnenswert wie der Schöneben-Höhenweg. Will man wirklich wieder nach Schöneben zurück, so empfiehlt es sich, den Höhenweg zurückzuwandern, was vom Tagespensum gut möglich ist.
Kombination mit Tour 4
Wer nach der Begehung des Schöneben-Höhenwegs noch nicht ausgelastet ist und über ordentliche Kondition verfügt, kann sich überlegen, ob er die Tour zur Seebodenspitz noch anhängt. Details entnimmt man der Beschreibung von Tour 4. Auf alle Fälle lohnt sich ein Abstecher hinauf zum schön gelegenen Grünen See.
4

Auf die Seebodenspitz
Die Seebodenspitz erhebt sich oberhalb vom Haidersee auf der Westseite des Obervinschgaus. Aufgrund ihrer Höhe und Lage ist sie eine fantastische Aussichtswarte. Durch die Seilbahn von St. Valentin zur Haider Alm ist der Anstieg auch angenehm kurz.
Tourencharakter
Markierter Steig, im Gipfelbereich felsiges Blockwerk
Ausgangspunkt
Bergstation der Gondelbahn von St. Valentin auf der Haide an der Haider Alm (2120 m)
Anfahrt
Bahn und Bus: Von Mals mit dem Bus nach St. Valentin auf der Haide. Auto: Von Mals bis St. Valentin auf der Haide. Im Ort den Wegweisern zur Gondelbahn folgen. GPS: N46°45.636, E10°30.266
Einkehr
Berggasthof Haideralm, Tel. +39 0473 634628, www.haideralm.it


Der Wegverlauf
Von St. Valentin auf der Haide fährt man mit der Gondelbahn zur Bergstation an der Haider Alm
. Hier befindet man sich im Skigebiet der Alm, deshalb muss man leider zu Beginn der Wanderung über die Skipisten aufwärtslaufen. Aber der obere Abschnitt der Tour und die Gipfelaussicht werden diesen kleinen Makel wettmachen. Dafür verkürzt die Seilbahn die Aufstiegsmühen doch recht deutlich. Auf dem Weg Nr. 10 wandert man zuerst noch sanft ansteigend, mit zunehmender Höhe steiler aufwärts, bis man zu einer Wegverzweigung auf 2500 Metern Höhe gelangt. Dort hält man sich rechts und erreicht den Bergrücken Schwarzer Kofel. Nun hat man endgültig das Liftgelände verlassen, selbst wenn weiter links noch ein Skilift recht weit nach oben zieht. Man gelangt nun in felsigeres Blockgelände und wandert über den Rücken hinauf zum Gipfelgrat. Über den breiten Blockkamm steigt man aufwärts zum aussichtsreichen Gipfel der Seebodenspitz
(2:30 Std.). Der letzte Abschnitt ist nochmals deutlich steiler und etwas felsiger. Der Gipfel hat seinen Namen von den Seeböden westseitig unter dem Gipfel im Vallungtal. Nun ist es aber an der Zeit, die schöne Aussicht vom Gipfel zu bestaunen. Über dem Reschensee erheben sich die Ötztaler Alpen mit den Gletscherriesen Weißkugel und Weißseespitze. Im Süden dominiert der Ortler mit der Königsspitze, Cevedale und Zufallspitzen. Im Nahbereich hat man schöne Blicke in die deutlich zahmere Sesvennagruppe.
Aussichtsreich: Wanderung am Kamm zur Seebodenspitz
Abstieg
Für den Abstieg folgt man dem Grat hinab zum Rücken Schwarzer Kofel und weiter zur Wegverzweigung auf 2500 Metern. Hier biegt man nach rechts ab und wandert auf dem Weg Nr. 16 hinüber zum Seeköpfl (2635 m). Der Weg führt weiter hinab zum schön gelegenen Grünen See
(3:30 Std.). Hier lässt sich nochmals schön rasten und die Natur genießen, bevor man wieder ins Skigebiet der Haider Alm gelangt. Vom See wandert man dann auf dem aussichtsreichen Panoramaweg oberhalb des Haidersees entlang zur Bergstation an der Haider Alm
(4:30 Std.). Dort kann man gemütlich einkehren, bevor man mit der Seilbahn ins Tal hinabschwebt. Alternativ kann man von der Bergstation in eindreiviertel Stunden hinunter nach St. Valentin auf der Haide absteigen. Hierzu nimmt man den Weg Nr. 9, der unterhalb der Seilbahn hinabführt. Er kürzt dabei mehrmals die Almstraße ab. Im unteren Bereich trifft man dann allerdings auf die Straße und wandert auf ihr in vielen Kehren talwärts.
Verbindung mit Tour 3
Wer nach der Besteigung der Seebodenspitz noch nicht ausgelastet ist, kann noch den Schöneben-Höhenweg anhängen. Der Weg wird umgekehrt wie bei Tour 3 beschrieben begangen. Man startet an der Haider Alm, steigt über die Wiesenhänge ein Stück bergauf und wandert dann hinüber zu den Sieben Brunnen. Nun geht es aussichtsreich über dem Reschensee in nördlicher Richtung bis oberhalb von Schöneben. Dort trifft man auf den Steig vom Zehnerkopf und wandert über Pistengelände hinunter nach Schöneben mit der Bergstation der Gondelbahn von Reschen. Man fährt mit der Seilbahn hinab ins Tal, wandert hinüber nach Reschen und fährt mit dem Bus zurück nach St. Valentin auf der Haide.
Historische Grenzbefestigungen im Dreiländereck
In den Jahren 1936 bis 1942 wurde an der Reschengrenze eine umfangreiche Verteidigungslinie mit Bunkeranlagen, Gefechtsständen, Panzersperren, Kasernen und Nachschubstraßen angelegt. Die Anlagen waren zum Schutz einer Invasion von Deutschland unter Hitler geplant. Im Rahmen von Führungen können die verschiedenen Anlagen der Etschquelle-Bunker Nr. 20 oder die Panzersperre Plamort besichtigt werden. Treffpunkt für die Führungen ist jeden Freitag um 15 Uhr am Parkplatz unterhalb des Sportplatzes in Reschen. Die Führung wird ab sechs Personen durchgeführt. Weitere Informationen erhält man beim Tourismusverein Reschen.
Alternativer Gipfel: Elferspitz
Nördlich der Seebodenspitz ragt die Elferspitz (2926 m) empor. Sie ist somit ein paar Meter höher als die Seebodenspitz und deshalb der Hauptgipfel des Kammes, der vom Zehnerkopf zum Piz Rasass führt. Der Gipfel kann von der Haider Alm in zweieinhalb Stunden erstiegen werden. Hierzu wandert man auf dem Schöneben-Höhenweg (Weg Nr. 9) kurz bergauf zu einem schönen Aussichtspunkt und anschließend noch hinüber bis zu der Wegverzweigung kurz vor den Sieben Brunnen. Hier zweigt nach links der markierte Steig zur Elferspitz ab. Der gut markierte Steig führt über sanfte, blumenreiche Hänge aufwärts. Erst der Schlussanstieg zum Hoaderschartl (2743 m) ist etwas steiler. Hier setzt der etwas ausgesetzte Gipfelgrat an. In nördlicher Richtung steigt man über den felsigen, teilweise etwas schmaleren Grat hoch zum Gipfel, der ebenso wie die Seebodenspitz eine schöne Aussicht hinab zum Reschensee und zu den Ötztaler Alpen mit Weißkugel und Weißseespitze bietet. Der Abstieg erfolgt am Anstiegsweg hinab zum Schöneben-Höhenweg und wieder zurück zur Haider Alm, von der aus man mit der Gondelbahn wieder hinab nach St. Valentin auf der Haide gelangt.
Traumhaft: Am Grünen See beim Abstieg
Freud & Leid
Ein wunderschöner, aussichtsreicher Gipfel, auf dem man allerdings selten allein ist.
5

Abseits des Trubels
Auf das Großhorn
Das Großhorn oberhalb von St. Valentin ist ein märchenhafter Aussichtspunkt auf die beiden Seen am Reschen. Der Gipfel ist relativ wenig besucht, obwohl sein Anstieg nicht besonders schwer ist. Allerdings erfolgt der Aufstieg auf einem schmalen und durchgehend sehr steilen Pfad.
Tourencharakter
Schmale, teilweise sehr steile Pfade.
Nicht besonders schwierig.
N46°46.063, E10°31.990
Ausgangspunkt
Parkplatz in St. Valentin (1470 m) an der Bioenergiegenossenschaft
Anfahrt
Bahn und Bus: Von Mals mit dem Bus nach St. Valentin auf der Haide. Auto: Von Mals bis St. Valentin auf der Haide. In Fahrtrichtung Reschen in die letzte Straße nach rechts einbiegen



Weitblick: Am Gipfelgrat des Großhorns reicht der Blick bis zum Ortler.
Der Wegverlauf
Vom Parkplatz an der Bioenergiegenossenschaft in St. Valentin auf der Haide
geht man ein paar Meter zurück und folgt dem nach links abzweigenden breiten Weg in den Wald hinein. Man kommt an einem Skilift vorbei und biegt kurz darauf nach links auf den Weg Nr. 6 ein. Dieser führt zurück zum Skilift, dort geht nach rechts ein undeutlicher Steig ab. Aufmerksam folgt man den Markierungen unter dem Skilift zu einer Wegverzweigung an einem Zaun. Dort biegt man auf den Weg Nr. 6 nach rechts ein. Der nun wieder gut erkennbare Steig zieht in den Wald hinein und windet sich in zahlreichen Kehren bergauf. Wenig später zweigt nach rechts der Vinschger Höhenweg ab, den man unberücksichtigt lässt. Stattdessen geht es im Wald weiter bergauf zu einer weiteren Weggabelung. Hier folgt man dem Wegweiser zum Großhorn geradeaus weiter. Der Steig führt, immer noch recht steil, weiter bergauf, bis sich der Wald allmählich lichtet. Auf etwas über 2150 Metern verlässt man den Wald und steht plötzlich auf einem aussichtsreichen Rücken. Hier wird man eine erste Rast einlegen und die schöne Aussicht zum Ortler und hinab zu den beiden Seen am Reschen genießen. Anschließend wandert man am Kamm weiter zu einem Wegweiser. Dort mündet der Aufstieg von Plawenn ein. Der schmale Steig führt auf dem Kamm in gleichmäßiger Steigung aufwärts bis zum letzten Aufschwung. Hier scheint das Gipfelkreuz bereits zum Greifen nahe. Bevor man sich allerdings daneben im Gras niederlassen kann, muss man noch den letzten Aufschwung überwinden. Der Pfad wird nochmals steiler und führt entlang eines großen Weidezauns auf Höhe des Kreuzes nach wenigen Minuten zum Gipfel des Großhorns
(3:30 Std.) hinüber. Nun hat man sich endlich seine Gipfelrast verdient, wird es aber nicht versäumen, die großartige Aussicht zu genießen. Im Süden dominiert natürlich die Ortlergruppe mit dem Ortler, Königsspitze, Cevedale, Zufallspitzen und Hohem Angelus. Direkt unterhalb des Gipfels liegt St. Valentin mit dem Haidersee und rechts daneben der aufgestaute Reschensee mit dem Kirchturm von Alt-Graun. Gegenüber erkennt man die Ausläufer der Sesvennagruppe mit Elferspitz und Seebodenspitz. Oberhalb von Graun ragen die Felszacken von Klopaierspitze und Plamorder Spitze auf. Im nahen Bereich locken noch ein paar Gipfelkreuze. Allerdings sind die Wege vom Großhorn zum Habicherkopf und Mittereck dann doch noch 350 Höhenmeter entfernt. Deshalb wird man eher auf der Gipfelwiese verweilen und die Schönheit der Natur in sich aufsaugen.
Freud & Leid
Das Großhorn ist ein wunderbarer Panoramagipfel auf die Berühmtheiten in der Ortlergruppe. Der Anstieg ist allerdings ordentlich steil.
Pulsuz fraqment bitdi.