Kitabı oxu: «Nonni und Manni - Zwei isländische Knaben»

Şrift:

Jón Svensson
Nonni und Manni

Zwei isländische Knaben

Saga

Vorwort des Verfassers

Seitdem diese Erzählung auch in deutscher Sprache erschienen ist, habe ich von deren Lesern eine solche Menge liebenswürdiger Zuschriften erhalten, daß es mir leider unmöglich wurde, für eine jede einzeln zu danken. Es sei mir deshalb gestattet, all den freundlichen Briefschreibern, den großen und den kleinen, an dieser Stelle meinen herzlichsten Dank auszusprechen.

Jon Svensson

1. Die Zauberflöte

In der Zeit, wo ich als elfjähriger Knabe noch in meiner Heimat lebte, in der kleinen, lieblichen Stadt Akureyri, am herrlichen Golf Eyjafjördur auf Nord-Island, kam eines Tages ein Mann zu uns auf Besuch. Sein Name war Arngrim.

Er war etwas verwandt mit unserer Familie und wurde deshalb besonders freundlich aufgenommen.

Obgleich dieser Besuch kein wichtiges Ereignis war, so sollte er doch von den entscheidendsten Folgen für mein ganzes zukünftiges Leben sein.

Nachdem er sich gestärkt hatte, fragte Arngrim, ob er uns etwas auf seiner Flöte vorspielen solle.

„O ja“, antworteten alle einstimmig.

Ich wurde sehr neugierig; denn bisher hatte ich ein solches Instrument noch nicht gesehen.

Arngrim zog ein feines Lederfutteral hervor, legte es feierlich auf den Schoß und öffnete es.

Da kam eine prachtvolle, schwarzpolierte Flöte zum Vorschein.

Sie lag in mehreren Teilen da und mußte erst zusammengesetzt werden.

Als er dies besorgt hatte, setzte er das sonderbare Ding an den Mund, feuchtete seine Lippen an und begann zu spielen.

Ich war entzückt. Die lieblichen Töne bezauberten mich förmlich. So etwas Schönes glaubte ich nie gehört zu haben.

Arngrim spielte übrigens auch meisterhaft.

Das Flötenspiel war seine Leidenschaft; er sagte, daß er nie auf Reisen gehe ohne sein Instrument mitzunehmen.

Vor dem Spiel erklärte er jedesmal den Sinn der Melodie.

Wir bekamen die verschiedensten Stücke zu hören, deutsche, dänische, französische und englische.

Einige von diesen Melodien machten einen so tiefen Eindruck auf mich, daß sie für immer in meinem Gedächtnis haften blieben.

Ich wurde mehr und mehr für diese wunderbare, weiche Musik begeistert.

Es war ja auch die erste musikalische Unterhaltung in meinem Leben.

Am Abend, als alle schon zur Ruhe gegangen, schlich ich in das Zimmer unseres Gastes und bat ihn, mich seine Kunst zu lehren.

Arngrim war über meine jugendliche Begeisterung sehr erstaunt, faßte meine Hände und sagte:

„Mein kleiner Freund, das hätte ich nicht erwartet; aber leider kann ich nur diese eine Nacht hier bleiben. Deshalb wird die Zeit kaum hinreichen, dich zu unterrichten.“

„O, ich werde mir schon Mühe geben, lehre mich heute abend wenigstens noch die Anfangsgründe.“

„Jetzt? Heute abend, wo alle schon zur Ruhe gegangen sind? Glaubst du, das dürfen wir tun?“

„Ja, das dürfen wir wohl. Wir können ja ganz leise spielen.“

Arngrim wunderte sich über meinen Eifer und ging darauf ein, mir die einzelnen Griffe zu zeigen.

Ich blieb bis tief in die Nacht bei ihm und übte ununterbrochen.

Zuletzt dachte ich, ich hätte es vorläufig weit genug gebracht, das Übrige würde ich schon selbst lernen.

Darauf hub ich an:

„Mir scheint, das Flötenspiel ist das Schönste, was ich je gehört habe.“

„Du hast recht, mein Junge. Ein gewisser, geheimnisvoller Zauber liegt in diesen Tönen, nicht einmal die Tiere widerstehen ihnen. Man kann Schlangen, Ratten, selbst die Fische im Meere damit bezaubern. In einer Stadt Deutschlands, erzählt man, habe einmal der sogenannte ‚Rattenfänger von Hameln‘ durch sein Flötenspiel es dahin gebracht, daß die Ratten von allen Seiten herbeikamen und ihm nachliefen.“

Ganz verwundert sagte ich:

„Die Ratten, das verstehe ich. Aber kann man auch wirklich die Fische im Meere, wie du sagst, durch das Flötenspiel herbeilocken?“

„Jawohl, mein Freund.“

„O, dann sage mir doch, wie man das anzufangen hat!“

„Man fährt nach einer einsamen Stelle auf dem Meere, bleibt still liegen und fängt an zu spielen, am besten in langgezogenen, durchdringenden Tönen. Wenn man das einige Zeit fortsetzt, so werden die Fische an die Oberfläche gelockt, von allen Seiten schwimmen sie langsam heran, lauschen und lauschen und folgen dem Boote, wohin es auch treibt.“

„Ist das möglich? Und glaubst du, sie würden auch von mir sich locken lassen?“

„Gewiß, mein Junge, wenn du nur die richtigen Töne triffst.“

Unterdessen war es sehr spät geworden. Deshalb mußte ich mich beeilen zu Bett zu kommen.

In der Nacht träumte ich nur vom Flötenspiel.

Ratten und Schlangen gibt es auf Island nicht, dagegen Fische in Menge.

Das Meer rings umher und die Fjorde wimmeln davon.

Mein Entschluß stand fest: ich wollte mir eine Flöte verschaffen und die Fische herbeilocken.

Kaum war Arngrim am folgenden Tage abgereist, als ich auch schon in das Zimmer meines Vaters trat.

Er saß an seinem Schreibtisch.

Sofort kam ich mit meiner Bitte heraus:

„Vater, ich habe so große Freude am Flötenspiel; bitte, gib mir Geld, um eine Flöte, wie Arngrim eine hat, zu kaufen.“

Er machte große Augen, legte die Feder weg, drehte sich auf dem Stuhle um und sagte:

„So, eine Flöte willst du dir kaufen? Weißt du auch, daß die viel Geld kostet? Ich meine, es ist das Beste, wir warten etwas damit. Später können wir wieder darüber sprechen.“

„O Vater, dann kann ich mir ja eine billigere kaufen. Ich möchte mich so gern im Flötenspiel üben.“

Der Vater lächelte und sagte:

„Nun, mein Junge, wenn du ein solches Verlangen darnach hast, so magst du in die Stadt gehen und dir eine kleine Blechflöte kaufen. Sag nur, man möge sie auf meine Rechnung schreiben.“

Ich dankte ihm und eilte in die Stadt. Eine Viertelstunde später hatte ich eine niedliche Zauberflöte aus Blech.

Jeden Tag übte ich mich nun mit solchem Eifer, daß ich bald alle mir bekannten Melodien spielen konnte.

Besonders verlegte ich mich darauf, die langgezogenen, durchdringenden Töne zu lernen.

Hätte ich damals geahnt, welch schreckliche Leiden diese meine „Zauberflöte“ einige Tage später über mich und meinen kleinen Bruder bringen sollte, ich hätte sie auf der Stelle ins Feuer geworfen.

Doch ich ahnte nichts Böses und ging deshalb fröhlich und munter den Gefahren entgegen, die auf mich lauerten ...

2. Auf der Reede

Eine Schwierigkeit war noch zu überwinden. Ich mußte mir die Erlaubnis verschaffen auf den großen Fjord hinauszufahren.

Um Gesellschaft zu haben, ging ich erst zu meinem jüngeren Bruder Armann und sagte ihm:

„Hör, Manni (dies war sein Kosename, wie Nonni der meine), hast du Lust, morgen mit mir eine Kahnfahrt auf dem Fjord zu machen?“

„Ja, gern. Aber was willst du da?“

„Etwas ganz Besonderes. Ich will den Fischen auf meiner Flöte etwas vorspielen.“

„Wie! Du willst den Fischen etwas vorspielen auf deiner Flöte? Glaubst du denn, daß sie darauf hören?“

„Jawohl, und du wirst etwas Seltsames zu sehen bekommen. Ich werde die Fische herbeilocken. Aber du darfst nichts davon sagen, sonst bekommen wir von Mutter die Erlaubnis nicht.“

Manni versprach es.

Jetzt ging ich zur Mutter und bat sie, am andern Tag zum Fischen hinausrudern zu dürfen.

Die Mutter gestattete es, doch unter der gewöhnlichen Bedingung, daß gutes Wetter sei und daß wir uns nicht zu weit vom Strande entfernten.

Diese Bedingung war mir nicht nach dem Sinn; ich wollte ja weiter fahren als gewöhnlich. Doch ließ ich nichts merken und dankte ihr.

Das war ein Fehler, für den ich bald schwer büßen sollte.

Am folgenden Tag war herrliches Wetter, Sonnenschein und vollständige Windstille.

Der Himmel war blau und die Luft gesättigt mit dem Duft unzähliger wilder Blumen.

Wie froh waren Manni und ich! Es war ja ein Wetter, wie wir es nicht besser wünschen konnten.

Schon zeitig richteten wir alles her.

Wir schoben unser kleines rot und grün bemaltes Boot ins Wasser.

Ich nahm meine Angelschnur mit, an deren Ende eine kleines Bleifischchen befestigt war. Aus seinem Maul hingen zwei Angeln.

Als Lockspeise band ich vorläufig an beide ein rotes Läppchen, an das die Fische gern anbeißen.

Eben wollte ich meinem kleinen Bruder helfen ins Boot zu steigen, da kam eine alte Frau daher; es war die Witwe Thordis.

Man nannte sie allgemein die alte Wala (Vala). Diesen Namen gaben die Normannen in heidnischen Zeiten ihren Wahrsagerinnen.

Thordis war aber keine Wahrsagerin, sondern eine gute und fromme alte Frau.1

„Wohin wollt ihr, Kinder?“ fragte sie.

„Wir wollen auf den Fjord, um zu fischen.“

Thordis sah die Flöte, die aus meiner Tasche hervorlugte.

„Willst du draußen auch auf der Flöte spielen?“

Ich wurde etwas verlegen und sagte:

„Ja, so nebenbei.“

Thordis schaute mich scharf an und sagte:

„Ich weiß nicht, woher es kommt, ich fühle mich sehr besorgt um euch zwei; doch“, fügte sie langsam hinzu, „ich hoffe, Gott wird seine schützende Hand über euch halten.“

Bei diesen Worten wurde mir etwas sonderbar zumute. Nach einer Pause fuhr die Alte fort:

„Hör, Nonni, wollt ihr diese Fahrt nicht lieber aufgeben?“

„Warum denn?“ fragte ich.

Auf meinen kleinen Bruder schauend antwortete sie:

„Es möchte euch schlecht gehen; es ist doch gefährlich für zwei kleine Knaben, allein auf den Fjord hinaus zu fahren.“

Ich wurde etwas nachdenklich und dachte schon daran, auf die Fahrt zu verzichten. Da rief Manni:

„Aber sollen wir nicht bald abfahren?“

„Ja“, antwortete ich unwillkürlich, „jetzt fahren wir, Manni.“

Ich suchte meiner Angst Herr zu werden und sagte zu Thordis:

„Wir möchten diese Fahrt doch nicht gern aufgeben. Schon lange haben wir uns darauf gefreut, und unsere Eltern haben es erlaubt.“

„Nun, in Gottes Namen“, sagte die Alte, „aber fahrt wenigstens nicht über die Landzunge Oddeyri hinaus, haltet euch zwischen den Schiffen auf der Reede; da habt ihr Platz genug, euch umherzutummeln.“

„Wir wollen schon vorsichtig sein“, antwortete ich.

Uns auf der Reede zwischen den Schiffen zu halten, konnte ich ihr nicht versprechen. Das hätte unseren ganzen Plan vereitelt. Wir mußten ja weiter hinaus und eine einsame Stelle aufsuchen.

Deshalb brach ich ab, sagte der Alten Lebewohl und half Manni ins Boot. Dann sprang ich selbst hinein und stieß ab.

Manni jubelte vor Freude, als das Boot ruhig über das beinahe spiegelblanke, kristallklare Wasser glitt.

„O wie schön, wie schön!“ rief er aus und klatschte in die Hände.

Ich stieß noch einigemal mit dem Ruder gegen den Sandboden, und bald waren wir auf dem tiefen Wasser.

Weil Manni zum Rudern noch zu klein war, so sagte ich:

„Hör, Manni, du bist ein tüchtiger Junge. Du sollst heute Steuermann sein!“

Das gefiel ihm. Gleich nahm er seinen Platz ein.

Ich setzte mich auf meine Bank, ergriff die Ruder und bald glitten wir in rascher Fahrt über das Wasser, das hier silberhell schimmerte.

Die Sonnenstrahlen glänzten wie Gold darauf.

Auf der großen Reede lagen in einiger Entfernung fremde Schiffe vor Anker und badeten sich in dem dort sehr tiefen, azurblauen Meer und dem lichten, warmen Sonnenschein.

„Nonni“, fragte mein kleiner Bruder, „sollen wir nicht erst zu den Schiffen fahren und sie uns ansehen?“

„Ja, Manni, meinetwegen gern; wir haben ja genug Zeit. Steuere nur darauf zu!“

Es waren wohl anderthalb Dutzend fremde Schiffe draußen auf der Reede.

Die meisten waren dänische Kauffahrteischiffe aus Kopenhagen; ferner lag da ein Walfischfahrer aus Norwegen und eine prachtvolle englische Lustjacht. Der Besitzer, ein reicher Lord, befand sich auf einem Ausflug ins Innere der Insel.

Aber das größte und schönste von allen war „La Pandore“, ein französisches Kriegsschiff, das am weitesten nördlich lag.

Es war schon mehrere Tage da und sollte bald wieder nach Frankreich abfahren.

Beständig fuhren Boote zwischen den Schiffen und dem Lande hin und her. Es gab also für uns zwei viel zu sehen.

Ich ruderte, so fest ich konnte, und Manni steuerte auf die dänischen Schiffe los, die am nächsten lagen.

Zuerst kamen wir zu dem kleinen Einmaster „Rachel“ aus Kopenhagen. Er sah mit seiner rotbemalten Reeling sehr zierlich aus.

Wir ruderten um ihn herum und grüßten den kleinen Schiffsjungen, den wir kannten. Freundlich erwiderte dieser unsern Gruß und wünschte uns viel Vergnügen für die Fahrt.

Als wir darauf zu dem elegant gebauten Schiffe „Hertha“ kamen, lehnten die dänischen Matrosen sich über die Reeling und riefen uns zu:

„Wohin geht’s mit euch?“

„Auf eine Vergnügungstour“, gab ich zur Antwort.

„Kommt mal herauf zu uns“, rief einer.

„Danke! Wir dürfen nicht an Bord der Schiffe gehen.“

„Wer hat euch das verboten?“

„Unsere Mutter.“

„Weshalb denn?“

„Das weiß ich nicht; ich glaube, sie fürchtet, es möchte uns etwas zustoßen.“

„Wovor ist sie denn bange?“

„Einmal ist ein Knabe auf ein fremdes Schiff gegangen. Dieses segelte mit ihm fort, und man hat seitdem nichts mehr von ihm gehört.“

„Das war freilich eine schlimme Geschichte; aber wartet ein wenig, ich komme gleich zurück.“

Er verschwand im Schiffsraum.

Aus Vorsicht entfernten wir uns einige Meter vom Schiffe. „Man kann nicht wissen, was er vorhat“, dachte ich. — Doch bald erschien er wieder und warf uns zwei große Apfelsinen ins Boot.

„Die löschen den Durst“, rief er.

Ich dankte ihm herzlich und Manni warf ihm noch ein Kußhändchen zu.

Dann ruderten wir weiter und kamen zu der englischen Lustjacht. Sie war sogar an der Außenseite reich mit Gold verziert.

Wir ruderten dicht heran und betrachteten sie genau.

Während wir unser Boot langsam um das schöne Schiff gleiten ließen, zeigten sich einige englische Gesichter an der Reeling.

Die Leute hatten rote Mützen auf und sahen ganz drollig aus.

Sie nickten uns zu und riefen einige Worte herab, wovon wir nur verstanden: „Good boys!“ 2

Wir erwiderten den Gruß und sagten „All right!“3 Das waren die einzigen englischen Worte, die wir wußten.

Die Engländer lachten und riefen nochmals: „Good boys!“ — „All right!“ antworteten wir wieder und setzten unsere Erkundigungsfahrt fort.

Nacheinander besuchten und besahen wir all die fremden Schiffe und erlebten mancherlei kleine Abenteuer.

Endlich kam das Schönste.

Wir nahten dem gewaltigen französischen Orlogsdampfer „La Pandore“. Hier blieben wir lange und betrachteten das Kriegsschiff mit großer Bewunderung.

Auch hier grüßten uns die Matrosen freundlich.

Wir sahen sogar lebhafte Knaben mit sonnenverbrannten Gesichtern und pechschwarzen Haaren. Sie schauten uns mit derselben Neugierde an wie wir sie.

Es waren kleine Kadetten, die, wie man sagte, später Offiziere in der französischen Marine werden sollten.

Wir nickten ihnen zu, sie antworteten uns auf französisch.

Leider verstanden wir kein Wort davon.

„Sollten wir ihnen nicht etwas zurufen?“ fragte mein kleiner Bruder.

„Ja, aber wir können ja kein Französisch.“

Manni wußte Rat:

„Du kannst doch wenigstens ‚Napoleon‘ rufen!“ sagte der kleine Schelm, „das werden sie schon verstehen!“

„Soll ich wirklich, Manni?“

„Ja, tu es nur. Ich bin neugierig, was sie antworten.“

Ich rief also laut: „Napoleon!“

Das machte ihnen gewaltige Freude.

Immer kamen mehr Matrosen und Knaben zum Vorschein.

Sie lehnten sich über die Reeling und schauten mit lachendem Gesicht auf uns zwei kleine Isländer herab.

Der von Gesundheit strahlende Manni, mit dem rotbackigen runden Kindergesicht, und der etwas blasse, größere Bruder, beide mit hellen, isländischen Haaren, das waren seltene Typen für die dunklen Franzosen.

„Manni“, sagte ich nun, „es ist gewiß das Beste, wir rudern fort; denn wir ziehen allzusehr die Aufmerksamkeit der Leute auf uns.“

„Ich glaube auch“, erwiderte er.

Wir winkten zum Abschied und wollten gerade an der schönen Fallreeptreppe vorbeifahren.

Da kam im selben Augenblick eine französische Dampfschaluppe vom Lande her und wollte ebendort anlegen, wo wir uns befanden.

Wir beeilten uns Platz zu machen und wollten fortrudern; aber auf einen Ruf vom Deck her langte ein Insasse der Schaluppe mit einem langen Haken zu uns herüber, faßte unser Boot und zog es an sich.

Manni und ich suchten uns freizumachen, und so entstand ein kleiner Kampf zur großen Erheiterung der Zuschauer oben.

Selbstverständlich zogen wir bald den kürzeren und wurden mit Gewalt von kräftigen Händen aus dem Boot gehoben und auf die unterste Stufe der Treppe gesetzt.

Hier ließ man uns eine Weile warten.

Als wir so dastanden und noch nicht recht wußten, wohin das alles führen sollte, sagte ich zu Manni:

„Jetzt haben uns die Franzosen geradezu gefangen genommen.“

„Das ist aber auch sonderbar“, antwortete er, „daß sie so mit Macht über uns herfallen, sie sehen doch sonst alle so munter und freundlich aus.“

„Ja, das tun sie, und ich glaube, sie wollen nur Spaß machen; jedenfalls brauchen wir keine Angst zu haben.“

Pulsuz fraqment bitdi.

Yaş həddi:
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60 səh. 1 illustrasiya
ISBN:
9788711445723
Naşir:
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Bookwire
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