Kitabı oxu: «Mit Yin und Yang im Wechsel»
Katharina Ziegelbauer
MIT YIN & YANG IM WECHSEL
TCM-ERNÄHRUNG UND REZEPTE
FÜR DIE FRAU AB 40

Inhalt
Vorwort
Hilfe, ich werde alt!
Woher kommt die Angst?
Eine heilsame Einstellung zum Körper und zum Alter
Ein ganz besonderer Freund: Unser Bauch
Von einer Lebensphase in die nächste
»Was ich im Netz fand, hat mich eher schockiert, als dass es mir half« (Interview mit Gela Löhr)
Was passiert mit meinem Körper?
Hormone auf der Achterbahn
»Die Schulmedizin sieht die Frau als ›Hormonmangelwesen‹« (Interview mit Alex Broll)
Zweiter Frühling
Typische Beschwerden – Ursachen und Therapie
Ursachenforschung aus Sicht der TCM
Leber-Qi-Stagnation
Leber-Blut-Mangel
Milz-Qi-Mangel
Nieren-Yin-Mangel
Nieren-Yang-Mangel
Beschwerden von A bis Z – kurz und bündig
Beschwerden und was Sie dagegen tun können
»Wir betrachten Patientinnen in ihrer Ganzheit« (Interview mit Florian Ploberger)
Rezepte
Rezepte, die Yin und Yang ins Gleichgewicht bringen
Trauben-Sesam-Hirse
Champignon-Omelett
Kräuter-Quinoa mit Feta und Pinienkernen
Feiner Himbeer-Couscous
Süße Quinoa mit Heidelbeeren
Dreierlei Porridge
Reiscreme mit Carob
Gebackene Früchte mit Hafercrumble
Polenta-Nuss-Kuchen
Süßer Nusscrunch
Energiekugeln
Süßes Maroni-Dessert
Schnelle Misosuppe
Schwarze-Linsen-Suppe
Pilzcremesuppe
Bohnensuppe
Selleriecremesuppe
Rote-Bete-Suppe
Griechischer Salat à la TCM
Reis-Radieschen-Salat
Bunter Süßkartoffel-Salat
Brokkoli-Quinoa-Salat mit Walnüssen
Linsensalat mit Ofengemüse
Exotischer Kürbis-Maroni-Couscous
Exotischer Rosenkohleintopf
Rote-Bete-Hirsotto
Paprika-Hummus
Auberginen auf Tomaten-Couscous
Überbackene Spargel-Polenta
Eintopf aus Linsen und Wurzelgemüse
Kartoffel-Petersilien-Laibchen
Linsenbällchen mit Sommergemüse
Süßkartoffel-Fenchel-Risotto
Herbstliches Ofengemüse mit Joghurtsauce
Kartoffel-Zucchini-Pfanne mit Ei
Schnelle Woknudelpfanne
Fenchel-Karottengemüse mit gebratenem Tofu
Knuspriger Tofu auf Selleriemus
Gebratener Kohlrabi mit Pistazienreis
Knusprige Paprika-Polenta
Literatur und Websites
Wer Zeit und Stress sparen möchte
Impressum
Kirschen oder Heidelbeeren? Was wirklich hilft bei unterschiedlichen Beschwerden!
Über die Autorin
Liebe Leserin!
Egal, ob Sie sich vor, am Beginn oder bereits mitten in den Wechseljahren befinden – ich wünsche mir, dass Sie dieses Buch mit seinen vielen Anregungen, Tipps und Rezepten als bunten Blumenstrauß sehen, als Begleiter für entspannte und vor allem beschwerdefreie Wechseljahre. Lassen Sie sich inspirieren und pflücken Sie die Blumen, die Sie anlachen: Seien es spezielle Nahrungsmittel bei Hitzewallungen, Kräutertees gegen Schlafstörungen oder eine Atemübung bei Herzrasen. Vertrauen Sie dabei Ihrer Intuition! Sie wird Ihnen zeigen, welche Empfehlungen genau die richtigen für Sie sind.
Schon seit fünfzehn Jahren ernähre ich mich nach den Richtlinien der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM). Sie hat mir geholfen, meine starke Neurodermitis in den Griff zu bekommen. Eine weitere positive Nebenwirkung: Ich hatte plötzlich viel mehr Energie, und auch Symptome wie Menstruationsbeschwerden, Schwindel und Verdauungsprobleme verschwanden aus meinem Leben. Heute gebe ich die alten Weisheiten der TCM-Ernährung in Büchern und Onlinekursen sowie in den sozialen Medien an viele Menschen weiter und freue mich jedes Mal, wenn wieder einmal jemand von seinen Erfolgen damit berichtet. Sie finden mich auf www.ernaehrungsberatungwien.at sowie auf Facebook, Instagram und Pinterest.
Während ich dieses Buch geschrieben habe, habe ich meinen 47. Geburtstag gefeiert. Die Wechseljahre bemerke ich bis jetzt nur daran, dass ich in den letzten zwei Jahren zweimal eine Zwischenblutung hatte. In die kommenden Jahre gehe ich mit der Einstellung, dass ich durch meinen gesunden Lebensstil der letzten fünfzehn Jahre bestmöglich vorgebeugt habe und Hitzewallungen & Co. mich deshalb weitgehend verschonen werden. Ja, ich rechne sogar damit, dass die kommenden Jahre die besten meines Lebens werden! Wie ich später noch zeigen werde, bestimmt Ihre Erwartungshaltung zu einem großen Teil mit, ob Sie die Wechseljahre entspannt und freudvoll erleben, oder ob Sie voller Furcht auf die ersten Anzeichen warten – und dann darunter leiden und damit hadern. Was erwarten Sie von den Wechseljahren? Wie stellen Sie sich Ihr Alter vor?
So entlarven Sie Ihre unbewussten Glaubenssätze über die Wechseljahre und das Alter
Nehmen Sie ein Blatt Papier und schreiben Sie folgende Satzanfänge darauf: »Die Wechseljahre sind …«, »Mein Körper ist …«, »Alte Frauen sind …«, »Mit 65 sehe ich mich …«. Vervollständigen Sie dann diese Sätze, und zwar möglichst spontan, also ohne langes Nachdenken. So kommen Sie Ihren verborgenen Überzeugungen auf die Spur. Erhöhen diese Überzeugungen Ihr Selbstwertgefühl und Ihr Wohlbefinden und Glück – oder stehen sie diesen eher im Weg? Wenn Ihr Satz etwa lautet: »Die Wechseljahre sind eine schreckliche Zeit, die ich am liebsten überspringen würde«, können Sie sich einen neuen, der Gesundheit zuträglicheren überlegen, etwa: »Die Wechseljahre sind eine wunderbare Chance, um meine wahren Bedürfnisse kennenzulernen und noch mehr Erfüllung im Leben zu finden.«
Wundern Sie sich, dass ich schreibe, dass die nächsten Jahre die besten meines Lebens werden? – Meine Erfahrung ist tatsächlich, dass ich umso glücklicher werde, je älter ich bin. Warum soll das nicht weitergehen?
So möchte ich einen der obigen Sätze ergänzen: »Mit 65 sehe ich mich entspannt und vor Liebe und Lebensfreude strahlend am Esstisch sitzen und ein wunderbares Mahl genießen«. – »Mit 65 sehe ich mich ein neues Buch schreiben und die Dankbarkeit spüren, dass ich anderen Menschen mein Wissen weitergeben darf.« »Mit 65 sehe ich mich mit meinen Kindern, meinem Partner und Freundinnen zusammen lachen und bereichernde Gespräche führen.« – »Mit 65 sehe ich mich wunderbare Reisen machen und das Leben so richtig genießen.«
Ja, es stimmt: Die ersten Anzeichen des Alters können beängstigend sein, und es ist nicht leicht, sich dem Jugendkult unserer Gesellschaft zu entziehen. Ich habe das bemerkt, als ich vor zwei Jahren aufhörte, meine Haare zu färben. Es hat länger gedauert, doch dann war es halb so schlimm – und ich bekomme immer wieder nette Kommentare zu meiner jetzigen Naturfarbe. Ich habe daraus gelernt, Schönheitsideale zu hinterfragen und ein Stück meiner Jugend loszulassen. Die volle Akzeptanz meines Körpers und meiner Persönlichkeit ist für mich der wahre Schlüssel zum Glück. Ich fühle mich heute tatsächlich schöner als mit Mitte 20, als ich so gar nicht in mir zu Hause und sehr unzufrieden mit meinem Leben war. Außerdem: Es ist eine Erleichterung, nicht ständig ans Haarefärben denken zu müssen!
Was bedeutet Schönheit für Sie? Ein faltenloses Gesicht und ein perfekt flacher Bauch? Oder sind es nicht eher die Lebensfreude und die Herzlichkeit, die ein Mensch ausstrahlt? – Und wie sehr wollen Sie von Vorgaben anderer abhängig sein, wie Sie auszusehen haben? Wie sehr brauchen Sie Bestätigung und Anerkennung von außen? Ich kann Ihnen versichern, dass es befriedigender ist, sich selbst diese Anerkennung zu geben. Ich werde Ihnen einige Übungen zeigen, mit denen Sie das Verhältnis zu Ihrem wunderbaren und einzigartigen Körper verbessern können. Übrigens schließt das nicht aus, dass Sie Ihre Haare färben, sich schminken oder Wert auf schöne Kleidung legen. Aber seien Sie dabei ehrlich: Tun Sie das, weil es Ihnen Freude bringt und Sie sich damit wohlfühlen? Oder halten Sie damit krampfhaft an einer halbwegs jugendlichen Erscheinung fest?
Und die körperlichen Beschwerden?
Ja, die gibt es! Aber nur jede dritte Frau leidet unter stärkeren Beschwerden in den Wechseljahren. Ein Drittel hat mäßige Beschwerden und ein Drittel so gut wie keine. Die Chancen stehen also gut, dass Sie kaum leiden werden. Das sagt die Statistik. – Beruhigend, oder? Denken Sie auch an die positiven Seiten der Wechseljahre: Die Blutung hört bei den meisten mit Anfang 50 auf, das bedeutet, Sie brauchen nicht mehr an die Monatshygiene zu denken: Keine Blutflecken in der Unterwäsche, kein Nachschauen im Kalender, ob die nächste Blutung beim Badeurlaub kommen wird … – Und natürlich Sex, wann immer Sie wollen, und ohne Angst vor einer unerwünschten Schwangerschaft. Ach ja, auch keine Bauchkrämpfe mehr, kein Brustspannen oder andere Beschwerden, die mit der Menstruation zusammenhängen. Also, ich freu mich drauf!
Tipps zum Gebrauch dieses Buches
Wollen Sie gleich mit dem Kochen loslegen? Dann lassen Sie sich von den Rezepten inspirieren, bei denen Sie jeweils das entsprechende TCM-Syndrom finden beziehungsweise die Beschwerden, bei denen die Rezepte hilfreich sind.
Wer wissen möchte, was die Symptome genau bedeuten, schaut im Kapitel zu den Ursachen und Symptomen aus Sicht der TCM nach (ab Seite 29). Darin finden sich Tipps zur Selbstdiagnose, die dabei helfen, Beschwerden in einem größeren Zusammenhang zu sehen. – Sollten Sie eher die Leber stärken oder das Nieren-Yang, oder zeigen Ihre Symptome einen Milz-Qi-Mangel? Welche Nahrungsmittel und Kräutertees sind empfehlenswert? Bei den Rezepten können Sie nachschauen, welche Ernährung bei Ihren Beschwerden empfehlenswert ist.
Den schnellen Überblick über typische Beschwerden und welche Ernährungstipps, Kräutertees und Lebensstiländerungen dabei helfen, finden Sie ab Seite 57: Ich habe die Beschwerden alphabetisch gelistet, von B wie Beckenbodenschwäche über S wie Schlafstörungen bis zu W wie Wasseransammlungen.
In der Tabelle mit den wichtigsten Nahrungsmitteln für die Wechseljahre (siehe Buch-Innenklappen) können Sie sich gleich jene heraussuchen, die für Ihre Syndrome am hilfreichsten sind. Sie finden bei jedem Nahrungsmittel die Symptome, bei denen es empfohlen wird.
Wollen Sie mit einem Kräutertee starten? Die Tabelle mit den wichtigsten Kräutern für typische Wechseljahrbeschwerden finden Sie auf meiner Website zum Download (www.ernaehrungsberatungwien.at/gratis). – Bitte beachten Sie die Anwendungstipps für die Kräuter, da diese teilweise sehr starke Wirkungen haben.
Nicht im Buch enthalten sind Informationen zu Akupunktur und Akupressur sowie Qi-Gong-Übungen. Zu diesen Themen lesen Sie bitte die weiterführende Literatur, wie etwa die Bücher von Andrea Kaffka oder Xiaolan Zhao, die Sie im Literaturverzeichnis finden.
PS: Ein wichtiger Hinweis, bevor es losgeht: Die Lektüre dieses Buches ersetzt keinen Arztbesuch! Auch die Umsetzung der Empfehlungen, die ich hier abgebe, liegt allein in der Eigenverantwortung der Leserin.

1.
Hilfe, ich werde alt!
Die Rolle unserer Erwartungshaltungen ist groß: Versuchen wir doch, uns dem Leben zu stellen und Vorreiterinnen für unsere Töchter und Enkelinnen zu werden!
Woher kommt die Angst?
Wissen Sie, was ich denke? Dass all diese Ängste vor den Wechseljahren in Wirklichkeit auf die eine große Ur-Angst zurückzuführen sind: die Angst vor dem Alter. Ja, wir wollen nicht alt werden, wir wollen nicht faltig, langsam und schwach sein.
Und was wir schon gar nicht wollen, ist sterben. Denn das wäre ja der nächste Schritt, der auf das Alter folgt, oder?
Achtung, jetzt kommt eine bittere Wahrheit – allerdings ist sie in Wirklichkeit nicht bitter; bitter ist nur unsere gesellschaftliche Konditionierung, sie so zu betrachten. Diese Wahrheit lautet: Das Alter und der Tod sind nicht verhandelbar. Selbst wenn Sie sich unter Zuhilfenahme von gesunder Ernährung, Meditation, Sport, Haarfärbemitteln – und vielleicht sogar der einen oder anderen kleinen Schönheitsoperation – noch so bemühen, schön und fit zu bleiben: Sie werden trotzdem alt werden und Sie werden sterben. Das ist so sicher wie das Amen im Gebet.
Übrigens ist das Altwerden ein Geschenk – andernfalls würde es ja bedeuten, dass wir jung sterben.
Zur Erinnerung: Nur ein Drittel aller Frauen hat starke Beschwerden in den Wechseljahren, ein Drittel leichte und ein Drittel gar keine! – Wie wäre es also, wenn Sie zu diesem letzten Drittel gehören? Und auch im Alter bleiben viele Menschen lange gesund und selbstständig und können ihr Leben genießen. Die Chancen auf ein gesundes und erfülltes Alter sind heute höher als je zuvor in der Geschichte, vor allem in unseren entwickelten und reichen europäischen Ländern. Kein Grund also, Angst davor zu haben!
Wollen Sie glücklich sein und Ihre wertvolle Lebenszeit so richtig genießen, sie erfüllt und freudvoll auskosten? Egal, ob es noch zwei Jahre sind, fünfzehn Jahre oder vierzig? Dann erkennen Sie jetzt an, dass auch Sie alt und irgendwann sterben werden. Und dass wir den Zeitpunkt, wann dies geschieht, nicht unter Kontrolle haben. Wir wissen weder, wann wir weiße Haare bekommen, noch können wir wissen, wie lange unsere Lebenszeit auf dieser wunderschönen Erde ist.
Das Leben besteht aus Veränderungen, es ist ständig im Fluss, genauso wie unser Körper sich zeitlebens verändert. Je eher wir bereit sind, diese Tatsache anzunehmen, und je besser wir es schaffen, uns in dieser Unsicherheit einzurichten, desto eher können wir unser Leben genießen und auch unsere Potenziale voll ausschöpfen. – Und desto wahrscheinlicher wird es, dass wir die Wechseljahre entspannt und ohne größere Beschwerden erleben.
Wie oft denken Sie an die Vergangenheit? Trauern Sie manchmal Ihrer Jugend nach, hadern mit verpassten Gelegenheiten und versäumten Chancen? »Ach, hätte ich doch damals nur die Weltreise gemacht …«, oder: »Hätte ich doch eine Affäre mit dem feschen Kollegen begonnen …« – und: »Vielleicht hätte ich doch ein Kind bekommen sollen …« – Jetzt ist es zu spät!
Wenn Sie bemerken, dass Sie wieder einmal mit Bedauern, Sehnsucht und Wehmut in alten Zeiten herumschwelgen, dann sagen Sie sich Folgendes: »Die Vergangenheit ist vorbei. Ich lebe im Hier und Jetzt.« Immerhin verschwenden Sie wertvolle Lebenszeit, wenn Sie nicht im Jetzt sind. Denn das Hier und Jetzt ist das Einzige, das wirklich real ist. Sowohl die Vergangenheit als auch die Zukunft existieren nur als Gedanken in unserem Kopf.
Wie oft haben Sie schon schlaflose Nächte gehabt wegen einer Sache, die sich dann als halb so wild als befürchtet herausgestellt hat – oder überhaupt nicht eingetreten ist? Über die Zukunft nachzugrübeln führt uns genauso weg vom jetzigen Moment, in dem wir das Leben wirklich leben können.
In der Vergangenheit zu leben ist ein todsicheres Rezept fürs Unglücklichsein. Und zwar in jedem Alter.

Eine heilsame Einstellung zum Körper und zum Alter
Sprechen Sie mit sich selbst, als ob Sie Ihre beste Freundin wären: unterstützend, liebevoll und ermutigend. Loben Sie sich für alles, was gut gelingt, auch wenn es nur kleine Schritte sind. Seien Sie nicht zu streng mit sich selbst! Erlauben Sie sich, Fehler zu machen, und haken sie diese dann ab.
Wenn Sie bemerken, dass Sie trotzdem wieder einmal damit anfangen, streng und böse mit sich selbst zu sein, legen Sie einfach den Schalter um und lassen Sie stattdessen nur wohlwollende und freundliche Gedanken zu. Solche Gedanken können etwa sein: »Jaja, meine Liebe, jetzt warst du gerade wieder streng mit dir selbst, sehr interessant! Na gut, du probierst es einfach weiter, kein Problem. Ich bin dabei, mich zu verändern. – Gut so!« Machen Sie sich Ihre Gefühle bewusst, und zwar auch die unangenehmen wie Angst, Trauer, Neid und Missgunst.
Versuchen Sie, alle diese Gefühle anzunehmen und ihnen Raum zu geben. Gefühle kommen, und Gefühle gehen auch wieder, das ist nicht schlimm – und ganz normal. Je mehr Sie gegen Ihre Ängste oder Ihre Neidgefühle ankämpfen oder versuchen, diese zu verdrängen, desto stärker werden sie – und desto mehr beherrschen sie Ihr Leben. Sie dürfen Angst vor dem Alter haben, Sie dürfen traurig sein wegen eines unerfüllten Kinderwunsches oder weil Sie sich von Ihrem Partner getrennt haben! Gehen Sie durch diese Gefühle durch und seien Sie sich bewusst, dass diese Gefühle nicht Sie sind. – Sie sind so viel mehr! Seien Sie liebevoll und geduldig mit sich selbst, im tiefen Wissen und Vertrauen darauf, dass all die unangenehmen Gefühle mit der Zeit immer weniger belastend werden. Suchen Sie sich Hilfe, wenn es zu schwer erscheint.
Negative Gefühle sind menschlich und gehören zu uns wie Freude, Liebe und Mitgefühl.
3 Tipps für einen heilsameren Umgang mit sich selbst

1.
Slow down! Bringen Sie mehr Muße in Ihren Alltag. Gehen Sie langsamer, vor allem dann, wenn Sie es eilig haben. »Wozu eilen wir so durchs Leben? Um schneller im Grab zu sein?« – Der Spruch gefällt mir. Nehmen Sie sich Zeit zu schauen, zu hören, zu riechen und zu spüren. Was sehen Sie, welche Geräusche dringen an Ihr Ohr? Nehmen Sie ein paar tiefe Atemzüge und spüren Sie Ihren Körper. So kommen Sie in Kontakt mit Ihren wahren Bedürfnissen – dafür braucht es Zeit!
2.
Führen Sie ein Tagebuch und sammeln Sie darin Glücksmomente: Situationen, die Sie schön gefunden oder die Sie glücklich gemacht haben. Denken Sie vor dem Einschlafen an den Tag zurück, rufen Sie sich schöne Momente in Erinnerung: den Sonnenuntergang, das Kind im Bus, das Sie angelächelt hat, das wunderbare Gespräch mit Ihrer Freundin. So trainieren Sie Ihr Unterbewusstsein darauf, nach Glücksgefühlen Ausschau zu halten.
3.
Schenken Sie Ihrem Körper mehr Aufmerksamkeit und Zuwendung, vor allem den Teilen, die Sie nicht so mögen. Vielleicht wollen Sie sich jetzt gleich vor den Spiegel stellen und Ihre verschiedenen Körperteile genauer ansehen: Beine, Bauch, Arme, Schultern, Gesicht. Wie geht es Ihnen dabei? Gibt es Stellen, vor denen Ihnen graut und die Sie gar nicht genauer ansehen können? Es wäre lohnend, sich speziell mit diesen Körperteilen langsam anzufreunden.
Ein ganz besonderer Freund: Unser Bauch
Einer jener Teile unseres Körpers, dem wir die ihm gebührende Aufmerksamkeit schenken sollten, ist unser Bauch. Jetzt wäre eine gute Gelegenheit, sich bewusst zu machen, was Ihr Bauch schon alles für Sie geleistet hat – und immer noch leistet.
Er verdaut und verstoffwechselt, er hat vielleicht Kinder getragen und geboren, und er hat Sie vor Krankheiten beschützt, denn 70 Prozent unseres Immunsystems sitzen im Darm. – Und vielleicht musste er sich dabei auch schon viele abfällige Worte von Ihnen anhören? Weil er vielleicht nicht so straff und flach ist, wie Sie ihn gerne hätten? Oder weil er vielleicht der Erste ist, der in Stresssituationen protestiert? Vielleicht können Sie mehr Mitgefühl für Ihren Bauch und seine unermüdliche Arbeit entwickeln und dafür, dass er immer noch für Sie da ist. Ihr Bauch gibt sein Bestes!
Legen Sie einfach Ihre Hand auf den Bauch (oder eine andere Stelle, mit der Sie unzufrieden sind) und schicken Sie ein paar liebevolle Gedanken genau dorthin. Was möchten Sie Ihrem Bauch gerne sagen? Und was will Ihr Bauch Ihnen antworten? Fragen Sie ihn doch einfach drauflos, die Ergebnisse könnten durchaus interessant sein.
Wenn Sie sich noch intensiver mit Ihrem Bauch – oder einem anderen Körperteil – auseinandersetzen möchten, dann finden Sie auf der nächsten Seite die Anleitung zu einer kleinen Körpermeditation. – Eine einfache Übung, um sich mit Ihrem Körper (wieder) anzufreunden.
So freunden Sie sich mit Ihrem Körper an
Diese Meditationsübung eignet sich besonders abends vor dem Einschlafen. Sie können sie aber jederzeit machen, wenn Sie Ruhe haben und mindestens 10 Minuten Zeit nur für sich.
Setzen oder legen Sie sich bequem hin und schließen Sie die Augen. Atmen Sie einige Male tief ein und aus und spüren Sie, wie Ihre Bauchdecke sich dabei hebt und senkt. Dann suchen Sie sich eine Stelle oder einen Teil Ihres Körpers aus, der Sie gerade schmerzt oder der Ihnen ganz spontan in den Sinn kommt. Das können beispielsweise die Augen sein, der rechte Fuß, das Herz oder der linke Ellenbogen. Lassen Sie sich dabei einfach von Ihrem Gefühl leiten. Nun führen Sie Ihren Atem genau zu dieser Stelle hin, das heißt Sie atmen zum Beispiel in Ihren Fuß hinein. Sie müssen nicht wissen, wie das geht – tun Sie es einfach!
Beim Einatmen denken Sie:
»Ich spüre jetzt meinen Fuß.«
Beim Ausatmen denken Sie:
»Ich schenke meinem Fuß ein Lächeln.«
Lächeln Sie wirklich bei diesen Gedanken!
Wiederholen Sie diese Sätze, sooft Sie wollen oder sooft es Ihnen notwendig scheint. Gehen Sie dann zu einer anderen Stelle weiter. Diese angenehme Meditation können Sie so oft und so lange machen, wie es sich gut für Sie anfühlt. Sie können die Übung aber auch erweitern: Schenken Sie dem betreffenden Körperteil statt eines Lächelns auch Mitgefühl, Liebe, Licht oder Wärme. Ersetzen Sie dann einfach das Wort »Lächeln« durch das jeweilige andere Wort.

Von einer Lebensphase in die nächste
Wenn wir darüber nachdenken, was die Wechseljahre überhaupt sind, dann können wir diese Bezeichnung durchaus wörtlich nehmen: Die Wechseljahre sind nichts anderes als der Wechsel von einer Lebensphase in eine andere, nämlich von den fruchtbaren Jahren in die unfruchtbaren.
Wechseljahre sind keine Krankheit, sondern ein natürlicher Prozess – genauso wie die Pubertät, mit der die Fruchtbarkeit einsetzt. Allerdings bietet uns die Gesellschaft nicht gerade viele positive Rollenvorbilder für Frauen über 50, die ihr Leben in vollen Zügen genießen, die zu sich stehen und Glück und Erfüllung ausstrahlen. – Deshalb müssen wir dies in die Hand nehmen! Lassen Sie uns gemeinsam eine neue Generation von älteren – und alten – Frauen bilden, damit unsere Töchter, Nichten und Enkeltöchter bessere Vorbilder bekommen und sehen, dass die Jahre ab 50 zu den schönsten im Leben gehören können.
Aber jetzt geht es natürlich in erster Linie einmal um Sie selbst. Sie sind es wert, dass es Ihnen so richtig gut geht! In diesem Buch erhalten Sie zahlreiche handfeste Tipps, wie Sie mit der richtigen Ernährung, mit Kräutertees sowie durch Bewegung – mit einem Wort: mit Ihrem gesamten Lebensstil – den typischen Wechseljahrsbeschwerden vorbeugen können. Darüber hinaus liefere ich Ihnen Vorschläge, wie Sie bereits vorhandene Symptome in den Griff bekommen können.
Dennoch bringen alle diese Tipps nur wenig und wirken auch nur an der Oberfläche, wenn Sie sich Ihre innere Einstellung zum Älterwerden nicht näher ansehen – und sie womöglich ändern.

Denn Ihre Erwartungshaltung bestimmt ganz wesentlich mit, wie Sie die kommenden Jahre erleben werden. Ihre Gedanken sind mächtig und werden zu Ihrer Wirklichkeit. Nutzen Sie diese Macht und beginnen Sie jetzt damit, Ihren Körper und sich selbst anzunehmen, so wie Sie heute sind.
Geben Sie sich selbst das Versprechen, Ihren Körper und Ihre Seele zu lieben und zu ehren, bis dass der Tod Sie scheidet, in guten wie in schlechten Zeiten. (Ja, diesen Eheschwur sollten wir uns alle auch selbst geben, wie ich finde!)
»Du selbst verdienst deine Liebe und Zuneigung ebenso sehr wie jedes andere Wesen im gesamten Universum.«
(Buddha, zitiert nach »Die 7 Schlüssel zum Glück« von Deepak Chopra)
Wie wäre es, wenn Sie sich auf die nächsten Jahre freuen und nur das Beste erwarten? Denken Sie, das würde Ihr Leben besser machen oder schlechter? Ich bin aus tiefstem Herzen überzeugt, dass unsere Erwartungen unsere Wirklichkeit zu einem großen Teil mitbestimmen. Und genau das können wir nutzen.
→ »Was ich im Netz fand, hat mich eher schockiert, als dass es mir half«

Angela »Gela« Löhr im Interview: Sie ist Chefredakteurin des von ihr initiierten Onlineportals lemondays.de, das Frauen ab 40 unterstützen, inspirieren und vernetzen möchte.
Wie kam es zur Gründung von »Lemondays«?
Als mir mit Anfang vierzig von meiner Gynäkologin verkündet wurde, dass ich mitten im Klimakterium stecke, war ich geschockt. Ich hatte noch nicht damit gerechnet und kannte mich mit dem Thema nicht aus. Also suchte ich im Netz nach Antworten. Was ich fand, schockierte mich noch mehr, als dass es mir half. Also begann ich selbst über die Wechseljahre zu schreiben: Meine Gedanken und Gefühle und all das, was ich inzwischen über diese Phase gelernt hatte.
Schlafstörungen, Blasenschwäche, schlechte Laune – unter einigen typischen Beschwerden haben Sie selbst gelitten. Welche natürlichen Methoden haben geholfen?
Drei Dinge haben mir sehr geholfen: das Wissen um die natürlichen Vorgänge in meinem Körper, die eigene Einstellung zu meinem Körper in diesem großen hormonellen Umbruch sowie die Reflexion meiner Essgewohnheiten.
Haben Sie bestimmte Gewohnheiten geändert oder Nahrungsmittel weggelassen, um Beschwerden positiv zu beeinflussen?
Ernährung kann fast alle klimakterischen Erscheinungen beeinflussen. Da ich selbst Ernährungsberaterin bin, stehen meine Essgewohnheiten stets auf dem Prüfstand. Je besser ich meinen Körper versorge, um so besser kann er hormonelle Schwankungen ausgleichen. Zucker und Weißmehl wirken bei mir kontraproduktiv: Sie verstärken Beschwerden, habe ich festgestellt. Je »cleaner« mein Essen ist, desto besser tut es meinem Körper.
Was sind denn die häufigsten Fragen der »Lemonistas«?
Die meisten Frauen finden zu uns, wenn sie am Anfang des Wechsels stehen. Da ist die Verunsicherung oft groß, was wohl alles auf sie zukommt. Sie wollen verstehen, was passiert, aber auch bestätigt haben, dass diese Veränderungen normal sind, dass also – in den allermeisten Fällen – kein Grund zur Sorge besteht. Und natürlich sind unsere Leserinnen dankbar für alltagstaugliche Tipps zur Linderung der Beschwerden.
Wie denken Sie über den Zusammenhang zwischen der Rolle der alternden Frau in unserer Gesellschaft und den Wechseljahrbeschwerden?
Älterwerden macht vielen Menschen Angst. Wohl deshalb, weil in unserer Gesellschaft alte Menschen scheinbar immer weniger respektiert werden. Die Wechseljahre sind ein großer Einschnitt: Viele Frauen werden sich erstmals der Endlichkeit des Lebens bewusst. Früher blieben Frauen nach der Menopause nicht mehr viele Lebensjahre. Dieses Bild existiert noch in vielen Köpfen – obwohl wir heute fast in der Mitte des Lebens durch die Wechseljahre gehen! Ich denke, das hat einen großen Einfluss auf die Beschwerden. Wie bei vielen Krankheiten, kann aber eine positive Einstellung den Körper hier unterstützen.
Haben Sie Nahrungsergänzungsmittel ausprobiert, und wenn ja: Welche haben geholfen?
Ich lasse mein Blut regelmäßig auf Vitamin- und Mineralstoffgehalt testen. Bei einem schweren Mangel nehme ich Ergänzungspräparate wie Eisen oder Magnesium. Allerdings nur so lange, bis der Mangel behoben ist. Man kann einen grundsätzlich gesunden Körper über die Nahrung ausreichend versorgen, daher bin ich gegen die vorbeugende Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln.
Was beeinflusst den Verlauf der Wechseljahre am ungünstigsten?
Stress hat eine enorme Auswirkung: Wenn der Körper ständig mentale und körperliche Anspannung ausbalanciert, hat er wenig Kraftreserven, um die natürliche Hormonumstellung zu bewältigen. Deshalb tut es sicher gut, einen Gang zurückzuschalten. Viele Leserinnen berichten auch, dass sie besser schlafen und weniger Hitzewallungen haben, wenn sie sich vegetarisch oder vegan ernähren. – Allerdings nicht »irgendwie«, sondern auf der Grundlage von frischem Gemüse, Obst und Hülsenfrüchten. Bei mir haben Zucker und Weißmehlprodukte die Beschwerden verstärkt. Ebenso Alkohol und Nikotin.

2.
Was passiert mit meinem Körper?
Wir haben »mit den Hormonen zu tun« und erleben einen »zweiten Frühling«: So unterschiedlich blicken West und Ost auf die Wechseljahre.
Hormone auf der Achterbahn
In der Schulmedizin werden die Veränderungen in den Wechseljahren (»Klimakterium«) auf die Veränderungen des Hormonhaushalts zurückgeführt: Östrogen und Progesteron nehmen ab, woraus alle möglichen Beschwerden entstehen können.
Diese Veränderungen des weiblichen Hormonspiegels sind aber nicht als linearer Prozess zu verstehen. Sie gleichen vielmehr einer Achterbahnfahrt, die bei jeder Frau unterschiedlich verläuft. Die ersten Anzeichen sind meistens Unregelmäßigkeiten der Menstruation sowie Veränderungen der Blutungsstärke selbst; zusätzlich kommt es auch noch zu Brustspannungen und Stimmungsschwankungen.
Die Hormonveränderungen beginnen bei den meisten Frauen Mitte der 40 und führen um den 52. Geburtstag herum zum endgültigen Ausbleiben der Monatsblutung. Dieser Zeitpunkt heißt Menopause; die Jahre davor werden als Prämenopause bezeichnet.
Die Jahre nach der Menopause nennt man Postmenopause. In dieser Zeit wird für viele Frauen auch Osteoporose zu einem Thema. Denn durch das Sinken des Östrogenspiegels nimmt auch die Knochendichte ab.
Interessanterweise haben Frauen im asiatischen Raum kaum Probleme in den Wechseljahren. Wenn es wirklich so wäre, dass allein die Hormone an den Beschwerden schuld sind – wie ist das bei den Asiatinnen? Die Erklärung der Beschwerden durch den gesunkenen Hormonspiegel wäre dann nicht nachvollziehbar. Es müssen also andere Faktoren eine Rolle spielen: Ernährung, Lebensstil – sowie die Rolle, die dem Alter von der jeweiligen Gesellschaft beigemessen wird.
Feststellen lässt sich der Zeitpunkt der Menopause erst im Nachhinein: wenn ein ganzes Jahr lang keine Blutung aufgetreten ist.
Genau darum soll es in diesem Buch gehen: Wie müssen wir unsere Ernährung und unseren Lebensstil ändern, damit wir die Jahre ab Mitte 40 genießen und dabei unser volles Potenzial ausschöpfen können? Und wie können wir an unserer Einstellung arbeiten, an unseren Glaubenssätzen und Vorstellungen, die wir über das Alter haben? Das erscheint mir ein weitaus sinnvollerer Weg zu sein, als eine Hormonersatztherapie zu machen.

In China bringt man dem Alter sehr viel mehr Achtung entgegen, es gilt als erstrebenswerte und schöne Zeit im Leben.
Außerdem unterstützt ein solcher Weg die Eigenverantwortung und damit das Gefühl, für das eigene Wohlbefinden selbst etwas tun zu können. Das wiederum stärkt das Selbstwertgefühl und die allgemeine Zufriedenheit. Dennoch ist mir wichtig zu betonen, dass bei sehr starken Beschwerden auch eine Hormontherapie empfehlenswert sein kann. In so einem Fall informieren Sie sich bitte umfassend, bevor Sie Ihre Entscheidung treffen.
→ »Die Schulmedizin sieht die Frau als ›Hormonmangelwesen‹«

Alex Broll im Interview: Als Heilpraktikerin und Health Coach informiert sie auf alexbroll.com u. a. zum Thema Hormone.
Was spricht gegen die konventionelle Hormonersatztherapie?
Da die Schulmedizin Frauen nach den Wechseljahren als »Hormonmangelwesen« betrachtet, werden hormonähnlich wirkende synthetische Arzneistoffe oder hoch dosierte bioidentische Hormone eingesetzt. Weil diese aber nicht der physiologischen Dosierung entsprechen, schützt sich der Körper, indem er die Aktivität der Hormonrezeptoren nach unten reguliert. Die Zelle kann mit diesem Hormon-Übermaß aber nichts mehr anfangen und die Beschwerden kommen meist noch stärker zurück. Gleichzeitig wird die eigene Hormonproduktion in den Dornröschenschlaf geschickt. Auch wenn die Eierstöcke die Arbeit zunehmend einstellen, sind sie noch in der Lage, Estradiol und Progesteron zu bilden. Der Körper kann sich anpassen – wenn er die Gelegenheit bekommt, zu erkennen, wie er mit weniger Estradiol und Progesteron auskommt.
Was sind »bioidentische Hormone«?
Sie sind chemisch hergestellt, sehen aber aus wie körpereigene Hormone. Ausgangsstoff ist die Yamswurzel, Kurkuma oder Soja. Yamswurzel enthält Diosgenin, das eine ähnliche chemische Struktur hat wie körpereigene Steroidhormone, also Progesteron. Diosgenin wird in Hormonform umgewandelt. Der Körper kann bioidentische Hormone genauso verstoffwechseln wie eigene. Besteht etwa ein Progesteronmangel, kann Frau mit einer Progesteroncreme diesen Mangel versuchen auszugleichen. Eine physiologische Dosierung ist dabei wichtig! In meiner Praxis haben sich homöopathische Dosierungen als sinnvoll und unterstützend gezeigt. Die Verwendung von Yamscreme hat allerdings keinen Effekt, da der Körper selbst nicht in der Lage ist, Diosgenin zu Progesteron oder anderen Hormonen umzubauen.
Helfen bestimmte Nahrungsergänzungsmittel oder westliche Kräuter?
Ja, aber ihr Einsatz ist nicht nur vom Hormonmangel bzw. -überschuss abhängig, sondern auch vom Beschwerdebild – etwa welche Hormone aus dem Gleichgewicht sind.
Östrogendominanz hängt oft mit Progesteronmangel zusammen. Hier können Mönchspfeffer und Traubensilberkerze helfen. Allgemeine Empfehlungen sind schwierig, da Beschwerden verschiedene Ursachen haben können. Bei Progesteronmangel kann hoch dosiertes Vitamin C helfen, ebenso wie Kalzium, Magnesium und die B-Vitamine.
Kann die Ernährung Hormonschwankungen ausgleichen?
Ernährung ist ein wichtiger Baustein, um dem Körper ins Gleichgewicht zu verhelfen. Meist sind es Hormonüberschüsse, die Probleme bereiten. Besteht ein nachgewiesener Mangel, können unverarbeitete Soja-Produkte wie Tofu unterstützend wirken. Soja enthält Isoflavone, die dem Östrogen ähnlich sind und im Körper wie ein schwaches Östrogen wirken. Allerdings ist die Wirkung nicht wissenschaftlich belegt. Leinsamen kann übrigens auch als Phytoöstrogen wirken. Die darin enthaltenen Lignane wirken möglicherweise ebenfalls leicht östrogenisierend.
Wie beeinflusst der Lebensstil das hormonelle Gleichgewicht?
Stress ist eines der stärksten hormonellen Störfelder! Auch dabei wird ein Hormon frei: Cortisol. Es führt – bei Dauerstress – zum »Progesteron-Steal«: Der Körper bedient sich am Progesteron und der Mangel wird weiter verstärkt. Auch die Xenoöstrogene in Kosmetika, Kunststoffen und in unseren Lebensmitteln können das hormonelle Gleichgewicht stören.
Hängen hormonelle Ungleichgewichte der Wechseljahre auch mit der Schilddrüse zusammen?
Die Aktivität der Schilddrüse wird durch Progesteron reguliert. Hat der Körper zu wenig davon, fährt die Schilddrüse die Aktivität herunter. Dann wird noch weniger Progesteron gebildet. – Ein Teufelskreis, der zu massiven Beschwerden führen kann. Eine Untersuchung der Schilddrüse ist daher immer sinnvoll, um Wechseljahrbeschwerden umfassend behandeln zu können.
Zweiter Frühling
In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) bezeichnet man die Wechseljahre als »Zweiten Frühling« und die Monatsblutung als das »himmlische Wasser«. – Klingt das nicht wesentlich positiver als »Menopause« und »Menstruation«?
Die TCM teilt das Leben der Frau in 7-Jahres-Zyklen. Mit 7 x 7 – also 49 – Jahren kommt es, so die TCM, zum Ausbleiben des himmlischen Wassers. Diese jahrtausendealte Einteilung der Traditionellen Chinesischen Medizin, die den »Zweiten Frühling« mit 49 Jahren beginnen lässt, ist damit gar nicht so weit von den 52 Jahren entfernt, die heute als durchschnittliches Alter für das Blutungsende gelten. Mit dem Ende der monatlichen Blutungen will uns unser Körper Kraft und Energie sparen, sodass wir mehr davon für ein gesundes und erfülltes Alter zur Verfügung haben. Da auch die Milz schon mit 35 Jahren (5 x 7 Jahre) in ihrer Funktion nachlässt und immer weniger Qi und Blut erzeugt, kostet das Aufrechterhalten der Blutungen und der Fruchtbarkeit unseren Körper immer mehr Energie. Weil wir die nach dem Blutungsende gesparte Energie für andere Zwecke nutzen können, kam es zu der Bezeichnung »Zweiter Frühling«. Kennen Sie auch Frauen, die mit 50 oder 60 erst so richtig durchgestartet sind? Neue berufliche Aufgaben, Reisen, spirituelle Entdeckungen, eine neue Partnerschaft … – alles ist möglich.
Störung in der Energieverteilung
Die typischen Beschwerden wie Hitzewallungen oder innere Unruhe erklärt die TCM so, dass die kühlende und entgiftende Wirkung der Menstruationsblutung auf den Körper fehlt. Mit der Blutung hat der Körper nämlich jeden Monat die Möglichkeit, sich von überschüssiger Hitze zu befreien.
Wenn die Blutungen weniger werden und schließlich ganz ausfallen, bleibt unterm Strich zu viel Hitze im Körper. Dies führt zu den verschiedensten Beschwerden. Daraus ergibt sich andererseits aber auch, dass schon vor den Wechseljahren die Energieverteilung im Körper nicht optimal gewesen sein kann. Übrigens sind Frauen, die unter dem Prämenstruellen Syndrom (PMS) leiden, auch anfälliger für das Auftreten von Wechseljahrbeschwerden.
Aber was steckt hinter dem PMS überhaupt? Im Schema der TCM zeigt das Prämenstruelle Syndrom eine Leber-Qi-Stagnation, die durch die Ansammlung von Blut im Uterus verstärkt wird und sich so genau zu diesen Tagen in verschiedenen Symptomen zeigt (mehr dazu bei »Leber-Qi-Stagnation«). Sobald die Blutung eintritt, gerät alles wieder ins Fließen, und die Beschwerden hören auf - bis zum nächsten Mal. Allerdings ist die Leber-Qi-Stagnation auch für den Rest des Monats vorhanden, wir spüren sie nur nicht so stark und können sie deshalb besser ignorieren. Günstig wäre es, PMS als Zeichen eines generellen Ungleichgewichts im Körper zu sehen. Mit einer Umstellung der Ernährung sowie mit einem angepassten Lebensstil kann man hier gegensteuern – und gleichzeitig auch allfälligen Wechseljahrbeschwerden vorbeugen. Diese kommen nämlich nicht aus dem Nichts, sondern sind die Folge von Ihrem Lebensstil, der Ernährung und anderen langjährigen Gewohnheiten.
In den Wechseljahren kommt alles ans Licht - der Körper zeigt uns, was alles falsch läuft und geändert werden soll.
Haben wir im Vorfeld versäumt, Änderungen in unserem Leben vorzunehmen, wird in den Umbruchjahren des Wechsels alles, was nicht stimmt, im Feuer der Reinigung und Transformation verbrannt. In gewisser Weise haben Sie dann Ihr PMS nonstop, wie Andrea A. Kaffka in ihrem Buch »Zu den Quellen weiblicher Kraft« schreibt.
Jetzt geht es darum, die Botschaft unseres Körpers anzunehmen und uns diesem Prozess hinzugeben, um die zweite Lebenshälfte gesund und erfüllt zu verbringen, anstatt voll Stress, Groll und Schmerzen.


3.
Typische Beschwerden – Ursachen und Therapie
Fließt das Leber-Qi nicht frei oder ist das Nieren-Yin im Mangel? Hier erfahren Sie, wie Sie die Ursachen Ihrer Beschwerden mittels Selbstdiagnose finden und welche Ernährung und westlichen Kräuter Ihnen helfen können.
Ursachenforschung aus Sicht der TCM
Hier erfahren Sie, woher die typischen Beschwerden in den Wechseljahren aus Sicht der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) kommen. Dabei gehe ich nur so weit auf die Theorie ein, wie es in meinen Augen für die konkrete Anwendung notwendig ist.
Nutzen Sie diese Informationen zu einer ersten Selbstdiagnose: Welches Ungleichgewicht erkennen Sie an sich wieder? Ist eher das Yin im Mangel – oder das Yang? Sind eher die Nieren oder mehr die Leber betroffen? Sie finden für jedes TCM-Syndrom die passenden Nahrungsmittel und Lebensstiltipps. Mit TCM können Sie sich selbst helfen, und zwar schon heute!

Doch behalten Sie bitte im Hinterkopf, dass diese Form der Medizin nicht mit der westlichen Medizin vergleichbar ist. Mit ihrer gänzlich anderen Denkweise eröffnet sie uns einen neuen Blickwinkel auf Gesundheit und Krankheit. Ich möchte Sie einladen, sich darauf einzulassen und dabei viel Neues zu entdecken. Im Unterschied zur westlichen Medizin bietet die TCM sehr viele Möglichkeiten, sich selbst zu helfen. Es liegt in Ihrer Macht, jetzt etwas für Ihr Wohlbefinden zu tun! Probieren Sie die Tipps aus und beobachten Sie, wie Sie zunehmend mehr Energie bekommen und auch Ihr inneres Gleichgewicht wiederfinden. Dafür ist es übrigens nie zu spät: Auch im Alter können die passende Ernährung und einfache Änderungen des Lebensstils Beschwerden lindern und so für ein Mehr an Vitalität sorgen.
Bevor es aber losgehen soll, möchte ich Ihnen noch einen wichtigen Hinweis zu den Organen in der TCM geben. In der TCM geht es um die Funktionen der Organe, weshalb diese oft auch als »Funktionskreise« bezeichnet werden. Diese Bedeutung ist aber nur zum Teil deckungsgleich mit unserer westlichen Vorstellung von Organen.
Leber-Qi-Stagnation
Ist Ihnen schon einmal eine Laus über die Leber gelaufen? Dann kennen Sie das typische Gefühl einer Leber-Qi-Stagnation: angespannt und ein wenig frustriert, wobei Sie nicht genau wissen, warum. Die Energie – das Qi – kann nicht frei durch den Körper fließen, sondern stockt an bestimmten Stellen: Wir fühlen uns so richtig unrund. Wird die Stagnation stärker, kommen Druckgefühle im Körper dazu, Verspannungen, Blähungen oder andere Verdauungsbeschwerden sowie Schmerzen.
Ein verstärktes Prämenstruelles Syndrom (PMS) mit starken Stimmungsschwankungen, Bauchkrämpfen, empfindlichen Brüsten, Rücken- und Kopfschmerzen vor oder während der Blutung ist oft ein erstes Anzeichen für das Einsetzen der Wechseljahre. Die Menstruation wird unregelmäßiger, bleibt manchmal auch ganz aus, oder es treten Zwischenblutungen auf.
Typisch für die Leber-Qi-Stagnation sind Kopfweh und Menstruationsbeschwerden, vor allem PMS und unregelmäßige Blutungen.
Symptome der Leber-Qi-Stagnation für Ihre Selbstdiagnose:
•Unregelmäßige Menstruation
•Stimmungsschwankungen und plötzliche Gefühlsausbrüche
•PMS mit Bauchkrämpfen und Brustspannungen
•Blutdruckschwankungen
•Kopfschmerzen
•Blähungen, Völlegefühl, Verstopfung
•Unregelmäßige Verdauung mit wechselnden Beschwerden
•Innere Anspannung sowie äußere Verspannungen
•Druckgefühl unter dem Rippenbogen
•Wetterfühligkeit
Wo in Ihrem Leben fühlen Sie sich unter Druck?
Ist es Zeitdruck, Leistungsdruck oder der Druck, immer schön und sexy sein zu müssen, und eine perfekte Mutter noch dazu? Druck von außen verstärkt den inneren Druck – und damit alle Symptome der Qi-Stagnation. Helfen Sie Ihrer Leber, indem Sie sich von diesem Druck befreien. Es bringt Ihr Qi wieder zum Fließen. Fragen Sie sich, was Ihnen wirklich wichtig ist im Leben. Folgende Übung kann helfen, das sehr schnell zu erkennen: Stellen Sie sich Ihr eigenes Begräbnis vor – was würden Ihre Freundinnen, Ihre Arbeitskolleginnen, Ihre Kinder oder Ihr Lebenspartner dort über Sie sagen? Wie wollen Sie in Erinnerung behalten werden? Als perfekte
TCM, was ist das eigentlich?
Die TCM – Traditionelle Chinesische Medizin – gibt es seit mehreren Tausend Jahren. Sie ist eine ganzheitliche Medizin, die aus den Beobachtungen der Natur entstanden ist. Demnach bilden Körper, Geist und Seele eine Einheit. Körperliche Beschwerden können ebenso von schlechter Ernährung, kaltem Wetter als auch von Emotionen ausgelöst werden. Gesund aus Sicht der TCM ist der Mensch dann, wenn ausreichend Qi (Lebensenergie) vorhanden ist und dieses gleichmäßig durch den Körper fließt. Die Therapieformen der TCM sind Ernährung, Akupunktur, chinesische Kräuter, Tuina (ähnlich einer Massage) und Qi Gong. Nähere Informationen zur TCM mit einfachen Erklärungen der Begriffe und Syndrome finden Sie in meinem Buch »TCM Praxis. Einfache Anwendungen in der Ernährung«.
Hausfrau mit top aufgeräumter Wohnung und gereizten Nerven? Als Mutter, bei der es zwar dreimal täglich frisch gekochte Mahlzeiten gab, die aber nur gejammert und selten gelacht hat? – Die Übung ist drastisch, aber sie bringt Klarheit. Schreiben Sie jetzt gleich die Abschiedsrede für Ihr Begräbnis! Was sollen Ihre Liebsten über Sie sagen? Damit wissen Sie, was Sie in den kommenden Jahren ändern wollen, und was Sie sofort aus Ihrem Leben ausmisten können, weil es nicht Ihrem wahren Wesen entspricht.
Wut – die Emotion der Leber
Sind Sie der Typ, der jeden Ärger runterschluckt, um ja nicht anzuecken? – Oder lassen Sie Ihrer Wut freien Lauf und poltern herum, dass alle zusammenzucken? Beides zeigt ein Ungleichgewicht der Leber an und einen blockierten Fluss des Qi. Beim Runterschlucken von Ärger erzeugen wir auf Dauer eine Leber-Qi-Stagnation, die sich irgendwann in einem unerwarteten Zornanfall entlädt: »Was ist denn los, sie ist doch sonst immer so friedlich?«, heißt es dann. Cholerische Anfälle zeigen wiederum eine Leber-Hitze, die sich ständig entladen muss. Auch dahinter verbirgt sich eine Qi-Stagnation, die – wie ein Druckkochtopf – auf Dauer Hitze erzeugt. Treten Emotionen zu häufig oder zu extrem auf, können sie aus Sicht der TCM Krankheiten hervorrufen. Sich ab und zu zu ärgern ist kein Problem, aber versuchen Sie, diesen Ärger mit Maß und Ziel auszudrücken, ohne anderen zu schaden.
Weil wir als älter werdende Frauen nicht mehr so stark an die traditionelle Frauenrolle gebunden sind, eignen sich die Wechseljahre ganz besonders, um einen wohldosierten Umgang mit Ärger zu lernen. Die traditionelle Frauenrolle besagt, dass wütende Frauen unattraktiv, hysterisch, zu emotional, zu unbeherrscht – und: hässlich sind. Frauen sollen lächeln, gut aussehen, auf Harmonie achten und nicht auffallen. Deshalb haben viele von uns gelernt, ihre Wut und ihren Ärger zu unterdrücken, womit wir uns nicht nur PMS, sondern auch Magenschmerzen und andere körperliche Probleme eingehandelt haben. Das können auch gelegentliche Entladungen zwischendurch nicht ausgleichen. Daher geht es jetzt um das bewusste Wahrnehmen und Annehmen unserer Gefühle, und zwar aller unserer Gefühle: auch »schwieriger« Gefühle wie Wut, Angst, Traurigkeit, Neid und Gier. Sie dürfen da sein und uns etwas mitteilen. Lassen Sie uns näher hinspüren, nichts mehr verdrängen und einen gesunden Umgang mit ihnen lernen. Schon durch das Annehmen sämtlicher Gefühle und durch das Aufgeben von innerem Widerstand wird vieles leichter!
Schwierige Gefühle x Widerstand = destruktive Gefühle
(aus: »Der achtsame Weg zur Selbstliebe«, Christopher Germer)
Wann haben Sie sich das letzte Mal bewegt?
Körperliche Bewegung hilft auch dem Qi, sich zu bewegen. Das muss übrigens kein Sport sein – auch spazieren gehen, durch die Wohnung tanzen oder ein paar Dehnungsübungen am offenen Fenster können sehr viel bewirken. Wichtig ist es, damit anzufangen. Jede Bewegung zählt, Hauptsache wir tun etwas! Bewegen Sie sich regelmäßig, aber ohne Leistungsdruck. Aus der Forschung zu den Wechseljahren ist übrigens bekannt, dass regelmäßige Bewegung bei fast allen Beschwerden hilft, sowohl in der Vorbeugung als auch in der Therapie. Darüber hinaus beugt regelmäßige Bewegung sogar Demenz vor, ist das nicht toll? Aber setzen Sie sich bitte nicht unter Druck – achten Sie auf die Freude an der Bewegung, denn nur dann ist sie auch wirklich gesund für Sie.

Ernährungstipps bei Leber-Qi-Stagnation
•Essen Sie regelmäßig, langsam und in Ruhe.
•Meiden Sie das Nebenbei-Essen und das Hinunterschlingen.
•Überessen Sie sich nicht!
•Reduzieren Sie scharfe Gewürze, Knoblauch und Zwiebel.
•Essen Sie mehr Gemüse und Hülsenfrüchte und weniger Fleisch und Eier.
•Meiden Sie Fertigprodukte und Fast Food!
•Ersetzen Sie Industriesüßigkeiten durch natürlich süße Nahrungsmittel wie Trockenfrüchte, Kokoschips, Kompott oder süßen Brei.
•Verwenden Sie frische Kräuter wie Basilikum, Kresse oder Petersilie.
•Trinken Sie weniger Kaffee und Alkohol!
Diese Nahrungsmittel bringen Ihr Qi in Schwung
Apfelessig (unpasteurisiert), Artischocken, Auberginen (Melanzani), Fenchel, Kohlrabi, Grünkohl, frische Kräuter, Kürbiskerne, Kurkuma, Löwenzahn, Oliven, Radieschen und Rettich (roh), Rote Bete (Rote Rüben), Sprossen, Staudensellerie (roh und gekocht), Zwetschken (Pflaumen)
Wichtig: Achten Sie auf Ihre individuelle Verdauungskraft – essen Sie nur das, was Ihnen gut bekommt!
Kräutertees, die Ihr Qi bewegen: Frauenmantel, Jasmin, Kamille, Melisse, Orangenblüten, Pfefferminze, Rosenblüten, Schafgarbe (siehe Kräuter-Tabelle)
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