Kitabı oxu: «Cucumber Love»

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Katie Nice

Cucumber Love

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Inhaltsverzeichnis

Titel

Cucumber Love

Love

Impressum neobooks

Cucumber Love

Katie Nice

Cucumber Love

"We put the cum back into cucumber!"

Seit mir meine Mitbewohnerin Betty von der Frau erzählt hatte, die sich vor einer versammelten Paintball-Männermannschaft eine Salatgurke in die Möse geschoben hatte, wurde ich diesen Gedanken nicht mehr los. Das Beweisvideo blieb ihr auf ewig in Erinnerung, schwor Betty, und daran sei garantiert nichts gefakt gewesen.

„Abartig, sag ich dir, Mia! Die Gurke war viel zu groß, aber sie hat sich das Teil trotzdem unten reingeschoben. Keine Ahnung, was da für Drogen im Spiel waren!“

Damals zog sich mir bei diesen Schilderungen spontan der Gebärmutterhals zusammen, aber seither sah ich Gurken mit anderen Augen und wählte im Gemüseregal immer die besonders prächtigen Exemplare aus. Heute hatte ich ein Meisterstück gefunden. Diese Salatstange musste sich vor keinem Dildo der Welt verstecken. Dick und schwer lag sie in der Hand, die Spitze geschwungen, gerade so, als wäre sie zur perfekten G-Punkt-Stimulation zurechtgebogen. Und lang war sie, alle Achtung! Die meisten Männer würden vor Neid erblassen. Ich hatte das noch nie ausprobiert, mit einer Gurke, und konnte es mir ehrlich gesagt auch nicht vorstellen, aber es machte mir Spaß, sie nach erotischen Gesichtspunkten auszuwählen.

Ich packte den Gemüseschwengel in meinen Korb und beendete den Einkauf. An der Kasse hielt die Verkäuferin inne, als sie die Gurke übers Band zog.

„Meine Güte, das ist ja mal ein Prachtkerl!“

„Ja, oder?!“, erwiderte ich, obwohl mich ihre Bemerkung irritierte. Sahen noch mehr Frauen Gurken mit anderen Augen?

„Na, dann wünsche ich Ihnen viel Spaß damit!“ Ich zog die Augenbrauen hoch und bedankte mich.

Zuhause angekommen fotografierte ich das Ding, um Betty das Bild per WhatsApp zu schicken.

*Die Kassiererin hat mir viel Spaß damit gewünscht. Ehrlich wahr und nicht gelogen!!!*, ergänzte ich das Foto.

*Boah leck!! NICHT aufessen, die will ich anfassen.*, kam zurück.

Wie meinte sie das, nicht aufessen? Wofür hatte ich das Teil denn besorgt … für Gurkensalat natürlich. Aber ich sah ein, das wir hier einen besonderen Fall vorliegen hatten.

Mein Freund Kris und ich waren seit fünf Jahren zusammen, zwei davon lebten wir nun schon gemeinsam hier in Berlin-Neukölln. Wir hatten uns während unserer Ausbildung zum Physiotherapeuten in unserer Heimatstadt Aachen kennengelernt und hielten es beide irgendwann dort nicht mehr aus. Für uns war klar, dass wir in Berlin wohnen wollten. Meine Mutter hatte ihre jungen Jahre dort verbracht und eines richtig gemacht: investiert! In Immobilien, genau zum richtigen Zeitpunkt. “Mia, merk dir eins, Frauen können Finanzen besser. Wegen der Intuition. Gib das niemals aus der Hand.” Das tat ich nicht, bewunderte immer ihr Talent und war froh darüber, das ich mit Kris zusammen eines ihrer Schmuckstücke beziehen durfte. Über 100m², Altbau mit Stuck an den hohen Decken, wunderschöne Holzdielen, Dachgeschoß im vierten Stock, Glaskuppeldach im Schlafzimmer, Dachterrasse. Es gab hier und da Investitionsstau, aber dafür eine Miete zum Familienpreis, damit konnten wir leben.

Seit einem halben Jahr lebte Betty jetzt bei uns zur Untermiete. Sie kam ursprünglich aus Kopenhagen und studierte in Berlin historische Linguistik und Geschichte. Wir hatten uns auf einer Party kennengelernt und nachdem uns Betty von der schrecklichen Jungs-WG erzählt hatte, in der sie zu diesem Zeitpunkt hauste, boten wir ihr spontan unser „Mehrzweck“-Zimmer an. Den Raum brauchten wir nicht wirklich, nutzten ihn gelegentlich zum Wäsche aufhängen oder zur Unterbringung von Gästen.

Betty zog drei Tage später ein und es stellte sich schnell heraus, dass dies eine super Entscheidung gewesen war. Dank ihrer offenen Art schlossen wir sie schnell in unser Herz. Wir mochten die gleichen Bands, gingen zusammen auf Konzerte, hatten dieselben Lieblingskneipen und ergänzten uns prima, was den Haushalt anging. Sie konnte kochen nicht leiden, ich liebte es, Kris und ich hassten Wäsche machen, Betty sah darin eine Art Meditation. Wir hatten eine gute Zeit, saßen nachts oft mit Wein und Gras auf der Dachterrasse und fühlten uns, als gehörte uns die Welt.

Betty kam kurz vor sieben zur Tür hereingewirbelt. Sie arbeitete nebenher als Werkstudentin in einer der vielen Berliner Online-Agenturen. Ihr langes, blondes Haar steckte zusammengerollt in einem Dutt. Wie so oft bewunderte ich ihren schönen, klassischen Frauenkörper: große Brüste, geschwungene Hüften zum dran festhalten und einen Hintern, auf den ich von Anfang an neidisch gewesen war. Und sie war groß! Ihre Beine schienen in den Himmel zu reichen, was sie gerne noch mit hohen Schuhen unterstrich. Die meisten Männer hatten deswegen genauso viel Angst vor ihr, wie sie ihren Anblick faszinierend fanden. Wo auch immer sie auftauchte, fiel sie auf und die Männer drehten sich nach ihr um. Gar nicht unbedingt, weil sie einem bestimmten Schönheitsideal entsprach, sondern, weil sie Schönheit ausstrahlte, von innen. Ihr Liebesleben bestand aus zahlreichen Affären. Sie machte keinen Hehl daraus, dass sie ihren Körper selber perfekt proportioniert fand. Hungerhaken konnte sie nicht ausstehen. Oft neckte sie mich deswegen, weil ich kaum ein Gramm zu viel ansetzte. Im Grunde war ich das komplette Gegenteil von ihr. Klein, schlank, mit kurzem braunem Haar. Ich war stolz auf meinen flachen Bauch und als Physiotherapeutin hatte ich berufsbedingt muskulöse Oberarme.

Heute trug Betty eine hellblaue Leinen-Tunika, die ihre Augen fabelhaft zur Geltung brachten, darunter eine schwarze Leggins und sah damit wie immer super aus.

„Zeig her“, befahl sie, ohne Begrüßung. Ich ging und sie folgte mir in die Küche, wo die Gurke auf dem Tisch zur Begutachtung bereit lag.

„Meine Fresse, sowas hab ich ja noch nie gesehen. Hast du die Kris schon gezeigt?“

„Nee. Ist noch nicht zuhause. Außerdem glaube ich nicht, dass er das so faszinierend findet.“

Doch Betty hörte gar nicht zu. Sie hielt die Gurke in ihren Händen, glitt mit den Fingern darüber und betrachtete sie von allen Seiten. Ich beobachtete sie dabei und widmete mich dann wieder den Ofenkartoffeln, die ich mit einer eigens kreierten Kräutermischung und Käse bestreute.

Als ich das Ganze auf einem Blech in den Ofen schob, war Betty immer noch mit der Gurke beschäftigt.

„Gib her - ich will Gurkensalat zum Essen machen!“

Betty sah mich entgeistert an.

„Nicht mit der Gurke!“ Sie klang ehrlich bestürzt.

„Aber dafür habe ich sie gekauft! Kannst du sie nicht fotografieren und dann essen wir sie?“ Langsam fand ich das Ganze albern.

„Wir müssen sie noch Kris zeigen, okay?“ Ihr Blick bettelte fast und ich musste lachen.

„Also gut! Wir essen sie morgen, okay!“

Betty strahlte mich an. „Gut!“

„Und die Verkäuferin hat dir tatsächlich viel Spaß damit gewünscht? Haben alle Frauen Gurkenfantasien oder wie ist das?“ Kris saß am Tisch, schaufelte seine dritte Portion Ofengemüse in sich hinein und fand die Gurke ebenfalls ziemlich beeindruckend.

„Keine Ahnung. Ich hatte das nicht, bevor mir Betty die Geschichte mit der Paintball-Lady erzählt hat.“

Betty strich sich eine Haarsträhne aus dem Gesicht, die sich aus ihrem Dutt gelöst hatte und starrte dabei unaufhörlich auf das grüne Gemüse. Ab und zu berührte sie das Teil, nahm sie in die Hand und legte sie wieder zurück.

„Betty, willst du sie haben?“, bot ich großzügig an. „Du scheinst verliebt zu sein und ich will dem jungen Glück nicht im Wege stehen!“

„Ich glaube, ich will sie ausprobieren“, war ihre Antwort. Ich verstand erst nicht, was sie meinte. Erst als Kris sich an einem Stück Kartoffel verschluckte und zu husten anfing, begriff ich, was sie vorhatte.

„Was? Ich dachte, du fandest es damals abstoßend, als du der Tussi zugesehen hast, wie die sich das Teil unten reingeschoben hat!“

„Ja. Sie hat das ja auch falsch gemacht. Kennst du den Film Nach fünf im Urwald? So müssen wir‘s machen!“

„Was machen? Und warum wir?“ Ich war offenbar schwer von Begriff.

Pulsuz fraqment bitdi.

2,96 ₼

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29 səh. 1 illustrasiya
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9783752924725
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Birinci seriyada kitab "BettYaloge"
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