Kitabı oxu: «Kalendersex: Erotische Novelle»

Şrift:

Katja Slonawski

Kalendersex: Erotische Novelle

Lust

Kalendersex: Erotische Novelle ÜbersetzerAlina Becker Original KalendersexCopyright © 2018, 2019 Katja Slonawski und LUSTAll rights reservedISBN: 9788726157062

1. Ebook-Auflage, 2019

Format: EPUB 2.0

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Kalendersex

Alles fing mit Kirsti an. Diese Kollegin, die jeder hat, mit hennaroten Haaren und aufreizenden Klamotten, die immer gehört und gesehen werden muss, so wie die beliebten Mädchen an der Mittelschule. Diese Art Frau, die, obwohl sie stramm auf die fünfzig zugeht, ein Bestätigungsbedürfnis hat, das anscheinend niemand bei der Arbeit befriedigen kann, egal wie viel Mühe man sich auch gibt, ihrem unaufhörlichen Geplapper zu folgen. Marja hielt nicht allzu viel von Kirsti. Trotzdem waren die beiden während der großen Herbsttagung zusammen in der Sauna gelandet. Das Unternehmen, für das sie arbeiteten, hatte im vergangenen Jahr besonders hohe Gewinne erzielt, und das Management hatte beschlossen, sich bei den Mitarbeitern etwas spendabler zu zeigen. Die Herbstkonferenz war daher in ein Herrenhaus mit integriertem Wellnessbereich verlegt worden und auf dem Tagesplan standen Whirlpools, Sauna und Hautpflege. Einmal waren Marja und Kirsti spät am Abend die Letzten in der Sauna. Alle anderen waren entweder ins Bett gegangen oder saßen in einem mit Holz befeuerten Whirlpool. Beide hatten viel getrunken. Es war Kirsti, die das Gespräch in eine sexuelle Richtung lenkte. Kirsti, die geschieden war und ausgiebig datete, war es gewohnt, aus dem Nähkästchen zu plaudern, und Sex war eines ihrer Lieblingsthemen. Marja war sich dessen durchaus bewusst, da sie schon seit einigen Jahren am Schreibtisch neben Kirsti arbeitete. Marja selbst sagten solche Gespräche nicht wirklich zu, und ihr wurde gleich mulmig, als Kirsti fragte:

„Was ist deine Lieblingsstellung?“

Marja drehte sich um und sagte, sie wäre sich da nicht ganz sicher.

„Probierst du viel mit Henrik aus?“

Marja wusste nicht, was sie sagen sollte. Eigentlich fand sie, dass Kirsti das gar nichts anging. Aber das sagte sie Kirsti natürlich nicht.

„Ich strebe auf jeden Fall ein Gleichgewicht zwischen den vier Grundstellungen an, aber es spricht auch nichts dagegen, mal geleckt zu werden“, sagte Kirsti und kicherte.

Marja fühlte sich schläfrig. Sie sollte wirklich ins Bett gehen und vielleicht eine SMS an Henrik schicken, ihm sagen, dass es ihr gut ging und er ihr fehlte. Vielleicht hatte sie etwas zu viel getrunken. So wie Kirsti. Aber eines musste Marja erst noch klären:

„Die vier Grundstellungen?“, fragte sie.

Kirsti sah sie zufrieden an.

„Weißt du nicht, was die vier Grundstellungen sind?“, sagte sie neckend.

„Nein, weiß ich nicht“, erwiderte Marja säuerlich.

Sie hatte keine Lust auf Aufklärungsunterricht, vor allem nicht von Kirsti. Gleichzeitig wollte sie unbedingt wissen, worüber ihre Kollegin sprach. Marja hatte eine Art Dürrephase hinter sich und sich immer wieder dabei ertappt, dass sie sich eine andere Art sexueller Beziehung mit ihrem Ehemann wünschte. Eine Beziehung, in der sie vielleicht ein wenig mehr wagen konnten. Sie hatte noch nicht mit Henrik gesprochen, weil sie nicht wirklich wusste, was genau sie sagen wollte. Sie hatte ja nicht einmal eine Ahnung, was sie gerne ausprobieren würde, falls er ihrer Meinung sein sollte, aber vor allem hatte sie etwas Angst vor seiner Reaktion. Was wäre, wenn er wütend wurde, oder glaubte, dass sie ihn nicht mehr liebte? Aber das tat sie doch, sie liebte ihn und fand, dass sie guten Sex hatten. Meistens. Es war nur ein bisschen ... langweilig geworden. Die Kinder waren immer um sie herum, und wenn sie nicht waren, gab es so viele andere Dinge, die sie beschäftigten. Aber eigentlich ging es ihnen gut damit. Trotzdem konnte sie nicht anders, als Kirstis Erzählung zu lauschen.

„Es gibt vier verschiedene Grundstellungen“, sagte diese gerade. „Oralsex, Missionarsstellung, von hinten und Reiten. Hast du sie alle ausprobiert? Ich schon.“

Beim Gedanken daran wurde Marja rot. Hand aufs Herz: Sie konnte sich nicht daran erinnern, dass sie und Henrik in den letzten drei Jahren im Bett etwas Anderes als die Missionarsstellung ausprobiert hätten. Gut, sie hatte ihm an seinem Geburtstag einmal einen Blowjob gegeben, aber dann war ihr jüngster Sohn, sechs Jahre alt, ins Schlafzimmer gekommen und sie hatten aufhören müssen. Aber das würde sie vor Kirsti nicht zugeben.

„Du, ich gehe mal und lege mich hin“, entschuldigte sich Marja, stand auf und wickelte sich ein Handtuch um den verschwitzten Körper.

„War dir das jetzt peinlich? Dafür muss man sich nicht schämen, jeder hat Sex“, fuhr Kirsti fort.

Marja wünschte ihr eine gute Nacht und schloss die Tür hinter sich. Plötzlich war ihr Kopf voller neuer Gedanken. Alle vier Grundstellungen! Hatten sie und Henrik die alle ausprobiert? Hatte sie sie ausprobiert? Marja hatte keine Ahnung.

Es dauerte einige Wochen, bis Marja sich ein Herz gefasst hatte, und erst im November hatte sie das Gefühl, wirklich verarbeitet zu haben, was Kirsti während der Konferenz gesagt hatte. Es war eine ganz normale Mittwochnacht. Alle drei Kinder hatten sich nach dem Abendessen auf ihre Zimmer zurückgezogen, um mit ihren Tablets zu spielen, oder für die Schule zu lernen. Marja und Henrik blieben an der Theke in der Küche stehen. Während des Essens hatten sie angefangen, über Weihnachten zu reden. Sie waren dieses Jahr an der Reihe, die Weihnachtsfeier auszurichten, und sie wollten mit der Planung der Feier früher als in den vergangenen Jahren beginnen. Was würde es zu essen geben? Wo würden sie die Gäste unterbringen? Was waren sinnvolle Geschenke für die Kinder? Henrik redete, während er das Geschirr spülte. Marja trocknete ab und hörte ihm zu. Henrik hatte gerade einen Vortrag über das diesjährige Weihnachtsbudget beendet und Marja einen sauberen Teller gereicht, als sie eine Hand auf seinen Arm legte und sagte:

Pulsuz fraqment bitdi.

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