Kitabı oxu: «Luke's Besessenheit»
Luke’s Besessenheit
Luke’s Besessenheit
Copyright © 2020 by Kayla Gabriel
Alle Rechte vorbehalten. Kein Teil dieses Buches darf in irgendeiner Form oder mit irgendwelchen Mitteln ohne ausdrückliche, schriftliche Erlaubnis der Autorin elektronisch, digital oder analog reproduziert oder übertragen werden, einschließlich, aber nicht beschränkt auf, Fotokopieren, Aufzeichnen, Scannen oder Verwendung diverser Datenspeicher- und Abrufsysteme.
Veröffentlicht von Kayla Gabriel als KSA Publishing Consultants, Inc.
Gabriel, Kayla
Luke’s Besessenheit
Coverdesign: Kayla Gabriel
Foto/Bildnachweis: Deposit Photos: val_th, hannah_monika, VolodymyrBur
Anmerkung des Verlegers: Dieses Buch ist ausschließlich für erwachsene Leser bestimmt. Sexuelle Aktivitäten, wie das Hintern versohlen, die in diesem Buch vorkommen, sind reine Fantasien, die für Erwachsene gedacht sind und die weder von der Autorin noch vom Herausgeber befürwortet oder ermutigt werden.
Inhalt
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Kapitel 1
Kapitel 2
Kapitel 3
Kapitel 4
Kapitel 5
Kapitel 6
Kapitel 7
Kapitel 8
Kapitel 9
Kapitel 10
Kapitel 11
Kapitel 12
Kapitel 13
Kapitel 14
Kapitel 15
Kapitel 16
Kapitel 17
Kapitel 18
Kapitel 19
Kapitel 20
Kapitel 21
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Über den Autor
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kostenloseparanormaleromantik.com
1
Sie sind höflich eingeladen …
Familie Beran freut sich, eine Kennlernparty am 4. Juni 2014 um 17.00 Uhr in der Red Lodge, Montana zu veranstalten. Die Veranstaltung wird Livemusik und Essen bieten, zusammen mit Anleitung für den Two-step! Alle heiratswürdigen Berserkers von der Alpha-Blut Familie in jedem Clan werden ermutigt, daran teilzunehmen. Bringt eure Cowboystiefel mit und tanzt die ganze Nacht durch!
Aubrey Umbridge starrte auf eine unberührte weiße Karte und hielt sie verwirrt in der Hand.
„Eine Einladung …“, sagte sie, ihre Augenbrauen zogen sich zusammen, als sie ihre Eltern ansah. Das Wohnzimmer der Familie schien jetzt irgendwie kleiner, als wenn der Stuhl, auf dem sie saß, mehrere Meter näher an die Couch gerückt wäre, wo ihre Eltern saßen. Der Gedanke an eine Kennlernparty mit anderen Berserkers zur Partnersuche ließ ihren Mund trocken werden, ihr Puls beschleunigte sich … und nicht auf gute Weise.
„Ja”, grunzte ihr Vater, der noch nie viel gesprochen hatte. Er war ein 2 Meter großer, reiner, stattlicher Alphabär, mit hellsilbernem Haar und einem ewig finsteren Blick.
„Deswegen habt ihr mich aus der Stadt geholt? Ich habe euch doch gesagt, dass ich eine wirklich stressige Woche auf der Arbeit hatte“, sagte Aubrey und schüttelte ihren Kopf.
Aubreys Mutter lehnte sich nach vorne und für einen Moment wurde Aubrey daran erinnert, woher sie ihr eigenes Aussehen hatte. Aubreys Mutter war 1,60 Meter groß und bestand aus reinen Kurven. Ihr rundes, süßes Gesicht und ihre glitzernden, grünen Augen waren der perfekte Spiegel von Aubreys eigenem; nur das Alter ihrer Mutter und ihr kurzes, braunes Haar unterschied sie von ihr. Aubreys eigenes Haar war hüftlang und tiefkirschrot gefärbt, es umrahmte ihren großen Körper perfekt und hob ihre dunkle Kleidung und ihre blasse Haut hervor.
„Aubrey”, sagte ihre Mutter. „Wir … es ist wichtig, dass du hingehst.”
Aubrey schaute wieder perplex auf die Einladung.
„Es ist dieses Wochenende. Ich kann nicht hingehen, ich bin mit Valerie und Samantha fürs Kino verabredet”, protestierte Aubrey.
„Na ja, meine Liebe –“, sagte ihre Mutter.
„Es ist verpflichtend“, stimmte ihr Vater ein.
Aubreys Kiefer sackte nach unten.
„Entschuldigung?“, schaffte sie es nach einem Moment zu sagen.
„Es ist erforderlich, du hast keine Wahl“, sagte ihr Vater.
„Ich – ich weiß, was das Wort Verpflichtung heißt, Dad!”, rief Aubrey. „Ich bin eher darüber besorgt, warum ihr glaubt, ihr könnt mich dazu zwingen, eine … eine bescheuerte Kennlernparty der Berserker zu besuchen. Warum, um alles auf der Welt wollt ihr, dass ich das mache und warum sollte ich zustimmen?“
„Um einen Partner zu finden“, sagte ihr Vater und lehnte sich gegen das Sofa und verschränkte die Arme. „Und du musst auf deine Sprache hier im Haus aufpassen.“
Aubrey war zum zweiten Mal in kurzer Zeit sprachlos.
„Um einen Partner zu finden? Ihr macht wohl Witze! Warum glaubt ihr, ihr könnt das von mir fordern?“
„Also, Aubrey Liebling”, sagte ihre Mutter und versuchte zu vermitteln. „Es geht nicht nur um dich. Es geht um all die Kinder der Alpha Familien.“
„Dad ist kein Alpha mehr”, wies Aubrey sie darauf hin. „Er ist vor zwei Jahren in Rente gegangen. Ich bin nicht einmal qualifiziert für diese … diese Einladung.“
„Ich war Teil des Alpha Komitees, das das entschieden hat. Die Diskussion begann schon vor Jahren“, sagte ihr Vater.
Aubrey schaute ihn einen Moment an und versuchte herauszufinden, was los war.
„Der Alpha Rat hat nichts Besseres zu tun, als Speed Dating Events für ihre Kinder zu veranstalten? Das kann ich nicht glauben.“
„Na ja, dann solltest du diesen Unglauben besser aussetzen, Aubrey. Der Rat wird nicht herumsitzen und zusehen, wie unsere Art ausstirbt, nur weil unsere Generation sich nicht niederlassen will. Die Veranstaltung ist keine Wahl. Einen Partner im nächsten Jahr zu finden ist verpflichtend für alle Single Berserkers von zwanzig bis fünfundvierzig. Ohne Ausnahme“, sagte ihr Vater.
„Hörst du dir selbst zu? Das hört sich viel schrecklicher an, als das Gespräch, dass du mit mir hattest, ehe du mich mit Lawrence verkuppeln wolltest.”
Aubrey entging nicht, wie ihr Vater bei dem Namen des Mannes zusammenzuckte.
„Das ist nicht dasselbe“, verteidigte er sich.
„Aubrey“, mischte sich ihre Mutter ein. „Das ist nichts Neues. Die Berserker haben das schon immer in harten Zeiten gemacht. So haben dein Vater und ich uns getroffen, wenn du dich erinnerst.“
„Du hast mir etwas versprochen! Oder hast du es vergessen?“, forderte Aubrey sie heraus.
Ihr Vater stand auf und sein Gesicht wurde rot vor Wut.
„Es ist zwei Jahre her, Aubrey! Ich hätte dir alles gegeben damals, alles damit du dich wieder sicher fühlst. Aber ich hätte nie gedacht, dass du für fast ein Jahrzehnt alleine bleiben würdest. Du hattest nicht einen einzigen ernsthaften Freund seitdem und das kann nicht so weitergehen.“
„Ich habe Freunde gehabt“, verteidigte Aubrey sich.
„Bären?”, fragte ihr Vater und hob eine Augenbraue, als er in ihre Richtung ging und aggressiv wurde. Sein Bär war nahe an die Oberfläche gekommen und erhob sich genauso wie seine Wut.
Aubreys Bär war direkt dahinter und drückte in ihr, um herauszukommen. Der Bär beschützte Aubrey wild bei jedem Angriff und wollte nicht zulassen, dass ein kleines Ding wie ein hoch aufragender Alpha-Mann dieser Pflicht im Wege stand.
Während sie versuchte ihren Bären im Zaum zu halten, kam ihr ein hinterhältiger Gedanke. Normalerweise würde Aubrey alles tun, um zu vermeiden, dass ihr Vater wütend wurde, aber in diesem Moment würde es ihr ein wenig Spielraum verschaffen. Wenn er sich veränderte und begann Möbel zu zerstören, würde ihre Mutter sich verwandeln müssen, um ihn aufzuhalten. Aubrey wäre vergessen in dem Chaos und sie wäre auf dem Weg nach San Francisco, noch ehe sie bemerkten, dass sie weg war. Sie musste ihn nur noch ein wenig weiter reizen und ihr Vater würde durchdrehen.
„Was ist schon wichtig daran, wen ich date?“, keifte Aubrey und stand auf und starrte ihrem Vater in die Augen.
Ihre Mutter griff ein, griff ihren Vater an der Taille und zog ihn einen Schritt zurück. Dann drehte sie sich zu Aubrey um, und erriet, was Aubrey vorhatte.
„Weil du ein echter Bred Berserker bist und du die Aufgabe hast, deine Gene weiterzuführen, Aubrey Rose Umbridge. Jetzt hör auf, mit deinem Vater zu streiten.“
„Ich werde keinen Partner suchen“, sagte Aubrey und verschränkte ihre Arme, um die Haltung ihres Vaters nachzumachen.
„Dann wirst du aus dem Clan ausgestoßen und ich weiß, dass du das nicht willst”, sagte ihre Mutter.
„Du – das meinst du nicht ernst!“, rief Aubrey.
„Hör mal, ich weiß, dass du das nicht willst. Du hast ein Leben in der Stadt mit deinen Freunden. Dein Vater und ich sind froh, dass du einen Weg gefunden hast, das sind wir wirklich“, sagte ihre Mutter.
„Aber?“, unterbrach sie Aubrey.
„Aber du musst einen Partner finden. Es ist nichts, was wir uns ausgesucht haben, aber es ist so. Alles, was wir wollen, ist, dass du eine Party besuchst, was kein großer Deal ist, oder?“, fragte ihre Mutter.
„Eine Party in Montana, wo ich einen fremden Mann aussuchen soll, den ich den Rest meines Lebens als Partner haben will. Ich wiederhole mich selbst, wollt ihr mich veralbern?“
„Du gehst“, sagte ihr Vater und schüttelte seinen Kopf und stellte sich wieder in die Nähe der Couch. „Wir werden das nicht weiter diskutieren. Müssen wir dich zu der Kennlernparty eskortieren oder wirst du freiwillig hingehen?“
„Jack! Hör auf, so tyrannisch zu sein, du hilfst nicht!“, seufzte ihre Mutter. „Aubrey, bitte. Bitte geh einfach zu der Party. Bleib eine Stunde, lerne neue Leute kennen. Wenn du es nicht magst, dann finden wir einen anderen Weg.”
Aubrey sah ihrer Mutter in ihr besorgtes Gesicht und schmolz ein wenig dahin.
„Gut“, seufzte sie. „Ich werde gehen, aber das wird nicht funktionieren. Ich mag mein Leben, so wie es ist. Ich bin nicht dazu geschaffen, einen Partner zu haben.“
„Sturkopf“, murmelte ihr Vater und drehte sich um und stampfte in Richtung seiner Männerhöhle in der hinteren Ecke des Gartens.
„Danke, Liebling. Ich denke, wenn du dem eine Chance gibst, dann hast du vielleicht sogar eine gute Zeit“, bot ihre Mutter an.
Aubrey sah die Verletzlichkeit in dem Ausdruck ihrer Mutter, als sie ging, aber sie konnte sich nicht dazu durchringen, sie zu besänftigen. Das war nur das Neuste in einer langen Reihe von Forderungen von ihrem Vater, gebrochene Versprechungen im Namen der Rettung der Berserkers. Das war Amerika und nicht irgendein zurückgebliebenes Dritte-Weltland und dennoch war ihre Art immer noch sozialem Druck und Ehearrangements wie bei indischen Bräuten unterworfen.
Brodelnd kletterte Aubrey in ihren schwarzen VW Golf und fuhr in ihrem Auto auf den Highway. Die Meilen flogen an ihr vorbei, als sie das Problem in ihren Gedanken verarbeitete, die Landschaft draußen hinter der Windschutzscheibe wurde zu einer verschwommenen Linie aus weißen Punkten in der Dunkelheit.
Zum ungefähr tausendsten Mal wünschte Aubrey sich, dass sie menschlich geboren wären. Wenn sie menschlich wäre, dann wäre nichts von dem passiert. Nicht mal das Ding mit Lawrence wäre passiert.
Sie schauderte und zwang ihre Gedanken weg von der freudlosen Episode in ihrem Leben. Ihre Gedanken gingen zur Party, zu dem Gedanken an wählbaren Männern. Sie musste zugeben, dass sie nichts dagegen hatte einen attraktiven Fremden zu treffen und ein kleines Tête-à-Tête zu haben, aber mehr wollte sie nicht. Es war schon lange her, seitdem sie wilden, herzrasenden, atemlosen Sex hatte.
Sie atmete ein und konnte nicht aufhören nicht an Luke zu denken. Luke, ihre Fantasie wurde zum Leben erweckt. Luke, der Lover ohne Nachnamen. Der Berserker, der den Moment in ihrem Erwachsenenleben mit ihr geteilt hatte, an dem Aubrey wirklich alles alleine an die Wand gefahren hatte. Es war ihr größter Moment der Reue, noch größer als die Zustimmung Lawrence zum ersten Mal zu treffen.
Luke ... sie hatten ihn während eines Wochenendausflugs in San Diego kennengelernt. Es war schon fast zwei Jahre her, obwohl Aubrey es kaum glauben konnte. Luke war unglaublich, gut genug, um das ganze Wochenende, das sie mit ihren Collegefreunden geplant hatte, ausfallen zu lassen. Sie hatte ihn in der Bar ihres Hotels getroffen, beide hatten sich als diejenigen mit Berserker Blut erkannt. Luke war groß und muskulös, sein dunkles Haar war kurz gehalten, sein Kiefer war mit Stoppeln von mehreren Tagen übersät. Und diese Augen ... er hatte die unglaublichsten Augen, wie dunkles Meerglas. Er hatte sich selbst vorgestellt, nach ihrem Namen gefragt und zwanzig Minuten später standen sie in dem vergoldeten Hotelaufzug, mit den Lippen aufeinander und der Sehnsucht nach mehr.
Sie hatten zusammen im Hotelbett gelegen für gute fünfundvierzig Stunden, hatten gelacht und Champagner über den Zimmerservice bestellt und ihre Körper entdeckt. Der Sex war berauschend gewesen, wirklich wie eine Art Droge. Er hatte sie überall angefasst. Obwohl er eher ein ruhiger Typ war, machte er ihr laufend Komplimente und Bitten und knurrte weich, all das während seine großen Hände über ihre Hüften und Schenkel und Arme und Bauch wanderten, die Stellen an ihrem Körper, wegen denen sie sich unsicher fühlte. Er war unersättlich mit jedem Bissen hungrig nach ihr, so wie sie nach ihm. Die Zeit, die sie zusammen verbracht hatten, war Balsam für ihre Seele, heilte etwas von den dunklen, zerbrochenen Stellen in ihr, die Lawrence aufgewühlt hatte.
Und dennoch hatte sie nie nach seinem Nachnamen gefragt. Als Luke sie das letzte Mal geküsst hatte, waren ihre Augen dunkel geworden, als er erklärt hatte, dass er am nächsten Tag versetzt werden würde und keine andere Wahl hatte, als zu gehen, hatte Aubrey eine Entscheidung getroffen. Sie wollte, dass ihre Zeit perfekt war, eine knackige Blase der Erinnerung, an der sie sich festhalten konnte.
Sie hatte Luke umarmt und ihm gedankt. Als er aufgestanden war um zu duschen und sich anzuziehen, hatte sie ihre Tasche gepackt und war geflohen. Sie hatte sich nicht einmal selbst zugestanden, ihn zu finden, obwohl sie seit einem Jahr dauernd an ihn dachte. Sie konnte mit dem Gedanken ihn gehen zu lassen, nicht abschließen, selbst wenn er sie an …
Sie schob den Gedanken weg. Jetzt war keine Zeit, an ihr tiefstes, dunkelstes Geheimnis zu denken, etwas das sie kaum sich selbst gegenüber zugeben konnte.
Nein, sie dachte eher an Luke, wie sexy er gewesen war. Er war immer noch ihre Lieblingsfantasie; immer, wenn sie sich alleine fühlte, und entschied, sich ein wenig mit Selbstliebe zu belohnen, war Luke für sie da.
Aubrey wandte sich in ihrem Sitz, sie erkannte, dass heute Nacht sich in eine dieser Nächte verwandelte. Etwas, was sie zumindest von den Gedanken an das Wochenende ablenkte. Sie drehte das Radio auf, lächelte und drückte aufs Gas und staunte über die San Francisco Skyline, die sich vor ihr aufbaute.
2
Aubrey stand in dem übergroßen Gästebadezimmer der Montana Lodge und starrte sich selbst im Spiegel an. Ihr langes Haar war in einen losen Seitenzopf gebunden, Mascara schimmerte über ihre grünen Augen, ein wenig Röte brachte ihre Wangenknochen zum Vorschein. Sie trug ein zartes Kleid mit Empire-Taille und der cremig gelben Farbe des Nachmittagssonnenlichts, der Ausschnitt war tief und zeigte ihr Dekolleté. Ein recht weißes Spitzenband umkreiste ihre Taille, direkt unter ihren großzügigen Brüsten und war an ihrem Rücken zusammengebunden und vollendete ihre weibliche Figur. Sie hatte ihr Outfit mit einer weichen, kurzärmeligen weißen Strickjacke und feuerroten Cowboys Boots vervollständigt, ein toller Impulskauf, den sie vor ein paar Jahren gemacht hatte und für den sie selten die Gelegenheit hatte, es zu zeigen.
Sie schaute auf ihre Arme und auf ihre Tattoos. Sie hatte eine dicke schwarze Lebensschleife an einem Handgelenk und ein keltisches Schmiedeeisen an der anderen. Eines an ihrem Unterarm zeigte eine wunderbare grasgrüne Schlange, die sich um einen lebendigen roten Apfel wandte. Der andere Arm hatte ein Streulicht aus kleinen Sternen, Monden und Planeten in verschiedenen Farben. Sie liebte ihre Tattoos und hatte jedes Jahr eins als Geschenk für sich selbst hinzugefügt.
Aubrey drehte sich zur Seite und seufzte. Die Party draußen war in vollem Gang und hier versteckte sie sich in einem bescheuerten Badezimmer. Sie hatte ein paar Cocktails gehabt, hatte ein wenig mit ein paar netten Berserkern getanzt und dennoch fühlte sie sich … schäbig. Egal wie gut sie gekleidet war, wie witzig sie sein konnte, ihr Herz war nicht dabei. Sie schaute sich weiter ihre Konkurrenz an und bemerkte, wie ein paar der Berserker Frauen modelartige Blondinen waren, die flirteten und sich mit Leichtigkeit unter die Leute mischten.
Aubrey war mehr als nur vollschlank. Sie hatte große Brüste, weite Hüften und einen wirklich großen Hintern. Sie biss sich auf die Lippen und schaute auf ihr Handy. Sie musste nur noch zwanzig weitere Minuten aushalten und dann war das vage Versprechen, dass sie ihrer Mutter gegeben hatte erfüllt.
Ist das wirklich versuchen, wenn man sich die Hälfte der Party über im Badezimmer versteckte, schalt sie sich selbst.
Sie stellte sich gerade hin und drückte ihre Schultern durch, sie zwang sich, das Badezimmer zu verlassen und wieder nach draußen zu gehen. Sie ging wieder auf die Rundumveranda, wo Fidelmusik spielte und sie in den Bann zog. Sie entschied sich, noch einen weiteren Drink zu nehmen und dann der Suche eine weitere Chance zu geben. Vielleicht konnte sie danach sogar den süßen dunkelhaarigen Mann finden, mit dem sie vorhin getanzt hatte und einen weiteren Versuch mit dem Two-Step machen.
Sie trat in die summende Menge und schaffte es nur ein paar Meter weit, ehe ein großer blonder Mann rückwärts stolperte und sie fast umriss.
„Du bist so eine blöde Raumverschwendung, Emmet!“, rief ein weiterer Mann.
Aubrey schaute um den blonden Mann herum, und fand einen gutaussehenden dunkelhaarigen Berserker, der vor Wut rot im Gesicht war, seine Fäuste ballten sich, gegen den Drang sich zu verwandeln und zu kämpfen. Sie beobachtete den Mann und dachte, dass er recht vertraut aussah. Dann wiederum, hatte sie das heute schon ungefähr vier Mal gedacht. Sie sah weiterhin diesen großen, dunklen und gutaussehenden Typen und dachte, dass er sie an Luke erinnerte.
Luke ist nicht hier. Er ist ein beschissener Fang und natürlich ist er schon vergeben. Hör auf, so pathetisch zu sein, erinnerte sie sich selbst zum fünften Mal.
Der blonde Mann sagte etwas Gemeines und der dunkelhaarige Typ bewegte sich wie mit Lichtgeschwindigkeit. Seine Faust verband sich mit dem Gesicht des Berserkers, Blut wellte sofort hoch. Aubrey zog eine Grimasse und ging weiter, sie überließ es den vielen Fremden, einzugreifen und einen Streit zu verhindern, ehe die Dinge aus der Kontrolle gerieten.
Aubrey machte einen weiten Bogen um das Äußere des Zelts, um das ganze Chaos zu vermeiden. Sie war einfach nur herumgelaufen und hatte sich die Menschen angesehen, dann erinnerte sie sich daran, dass sie auf dem Weg zur Bar gewesen war. Sie stellte sich für ihren nächsten Wodka Cranberry Cocktail an und kam hinter einem betrunkenen Paar zum Stehen, die mehrere Stühle an der Bar besetzen. So wie die Blonde über dem großen Körper des Mannes hing, schien es, dass die Kennlernparty gut für sie funktionierte.
Sie trat direkt hinter die beiden und fühlte sich dumm, als sie dem Barkeeper zuwinkte, und versuchte, seine Aufmerksamkeit zu bekommen.
„Wasser. Viel Wasser“, murmelte der Mann an der Bar, als der Barkeeper kam.
Aubrey erstarrte. Diese Stimme … sie kannte diese Stimme. Für eine kurze Sekunde hatte sie Angst, dass sie direkt hinter Lawrence stand. Aber er würde natürlich nicht hier sein. Er hatte eine Partnerin und lebte am anderen Ende des Landes.
Und dann traf es sie, der Grund warum sie diese grummelige Stimme kannte. Sie hatte in ihrer dreckigen Fantasie ein paar Tage zuvor eine Rolle gespielt. Leider anstatt wie in ihren Träumen Schauer über ihre Haut zu schicken, ließ es sie in Person erbleichen.
Es war Luke, von all den Menschen. Er war hier, okay. Und er trug halb ein dünnes, betrunkenes, blondes Mädchen, dessen Hand seinen Schenkel hochfuhr und direkt zu seinem Schwanz wanderte. Etwas Dunkels rührte sich in ihr, ein Aufblinken von Schuld, Scham und Angst gleichzeitig. Wut auch, obwohl sie diese Reaktion nicht verstand.
Luke versteifte sich, er spürte die Löcher, die sie in seinen Rücken brannte. Ehe Aubrey sich noch umdrehen und weglaufen konnte, drehte er sich um und machte direkten, engen Augenkontakt. Sein Ausdruck war für einen Moment erstaunt, ehe er fiel, als wenn er nicht mehr begeistert sein könnte, sie zu sehen.
„Aubrey!”, rief er. Sie konnte nicht anders und starrte ihn Sekunden lang an, dieser ganze große, dunkle und gutaussehende Mann war plötzlich nur Zentimeter von ihren Fingerspitzen entfernt. Und in einer vielversprechenden Position mit einer anderen Dame. Aubrey schaute sich die Frau ohne Groll an, sie hoffte einfach, dass die andere Frau klüger wäre, als sie selbst gewesen war. Und viel vorsichtiger.
„Luke”, antwortete Aubrey und schaute von der Blondine weg, die sich jetzt in seinen Schoß flüchtete. Ihr Blick wurde einen kurzen Moment zu ihm hingezogen. Aubrey bemerkte, dass sein Haar jetzt länger war, weniger soldatenhaft. Er war auch dünner, aber er war noch genauso gutaussehend, wie beim ersten Mal. Ihn anzusehen ließ ihr Herz sich auf eine Art zusammenziehen, die sie nicht mehr gespürt hatte, seitdem sie vor zwei Jahren vor ihm weggelaufen war.
„Uh … das ist nicht so, wie es aussieht. Ich bin betrunken“, sagte er und drückte die Frau wieder in ihren Sitz.
Aubrey war einen Moment überrascht, da Luke eine große Sache daraus gemacht hatte, nichts zu trinken, als sie ihn getroffen hatte. Dann erkannte sie, dass das egal war. Dieses ganze Gespräch war bescheuert und sie wollte am liebsten nur noch weglaufen. Sie hatte die Aufgabe ihrer Eltern erfüllt und jetzt war es Zeit, nach Hause zu gehen. Es gab absolut nichts, was sie hier tun konnte, außer sich das Herz brechen zu lassen.
„Ich verstehe“, sagte sie. „Natürlich.“
Sie drehte sich um, um zu gehen, aber Luke sprang nach vorne und griff nach ihren Handgelenken. Seine Augen fielen auf ihr Dekolleté, dann zu ihren Tattoos, die hauptsächlich neu waren, nachdem sie ihn getroffen hatte. Etwas an der Art, wie er sie ansah, ließ ihre Haut kribbeln und sie schauderte.
„Aubrey, warte!“, bestand er darauf.
„Ich denke nicht daran“, keifte sie und versuchte sich aus seinem Griff zu befreien.
„Ich wusste nicht, dass du hier sein würdest“, sagte er.
„Ja, ich auch nicht. Jetzt lass mich gehen“, sagte sie. Sie riss sich von ihm los, drehte sich um und rannte beinahe aus dem Zelt.
Ihre Augen brannten vor Tränen, Scham und Wut gleichzeitig. Sie schalt sich innerlich selbst. Luke bedeutete ihr nichts, sie bedeutete ihm nichts. Nur ein Two-Night Stand vor Jahren. Welches Recht hatte sie, sich so zu fühlen?
Ehe sie versuchen konnte zu verstehen warum sie so verletzt und wütend war, war sie bereits in ihrem Mietauto und fuhr aus der Einfahrt der Berans.
„Nein. Nie wieder“, versprach sie sich selbst. „Und wage ja nicht zu weinen.”
Aubrey beschleunigte und brachte sich selbst so weit weg von Luke, wie es nur ging.
3
Luke Beran lag auf dem Doppelbett in seinem Hotelzimmer mit übernächtigten Augen vom Schlafmangel. Nachdem er unter den unmöglichsten Umständen Aubrey getroffen hatte, wusste er, dass er einen schrecklichen Fehler gemacht hatte.
„Ich bin am Arsch“, murmelte er laut. „Das habe ich für immer versaut, das ist sicher.“
Und dennoch versuchte Luke die Dinge zu klären. Nachdem Aubrey von der Party geflohen war, hatte Luke den Entschluss gefasst, sie zu suchen und sich zu entschuldigen. Vielleicht, wenn er sich Mühe gab, würde Aubrey ihm verzeihen. Und wenn er alle Register zog und sie umgarnte, dann würde sie vielleicht in Betracht ziehen, ihm zu vergeben. Sie würde vielleicht in sein Hotelzimmer kommen und seine Welt berühren, so wie sie es das letzte Mal getan hatte.
„Davon träumst du wohl, Arschloch”, stöhnte er.
Er verließ sich an diesem Punkt auf sein pures Glück und auf sein rauchendes Gehirn. Wenn er anfangs nicht so neugierig gewesen wäre, was ihm normalerweise jede Menge Schwierigkeiten brachte, hätte er nicht einmal Aubreys vollen Namen gewusst. Als sie dieses Wochenende zusammen in San Diego im Jahr 2012 verbracht hatten, war er schon halb in sie verliebt gewesen und hatte es nicht einmal bemerkt. Was für ein Schlag war das gewesen, als er aus der Dusche kam und geplant hatte, was er sagen würde, um sie zu überzeugen, ihm eine Chance zu geben, wenn er sie bat, auf ihn zu warten, bis er von seinem letzten Einsatz zurückkam.
Wie zum Teufel konnte Luke sie finden und sie nach mehr als einem verlorenen Wochenende bitten, wenn er nicht einmal ihren Nachnamen kannte?
Also hatte er seinen jämmerlichen Hintern durch die Lobby bewegt mit einer Donnerwolke an Ablehnung über seinen Kopf hängend und am Rezeptionstisch angehalten. Während er den Angestellten angestarrt hatte, hatte er erkannt, dass sie Gast im selben Hotel gewesen war. Luke hatte gemobbt, bestochen und gebettelt, bis die Person an der Rezeption ihm die fünf Wörter genannt hatte, die er brauchte: Aubrey Umbridge, San Francisco, Kalifornien.
Danach hatte er eines der eher technologiebegeisterten Mitglieder seiner Einheit dazu bewegt, ihm zu helfen, soziale Medien zu nutzen, um alles über Frau Aubrey Rose Umbridge herauszufinden. Er hatte sie aus der Ferne beobachtet, hatte sogar ein paar ihrer öffentlichen Facebook Fotos auf seinen Laptop gespeichert. Er hatte jede Nacht in seinem Bett gelegen, davon geträumt irgendeinen Urlaub zu bekommen, damit er sie finden und sie fragen konnte, mit ihm auszugehen.
Vielleicht würde er einen weiteren Geschmack von Aubreys Lippen bekommen und ihre großzügigen, blassen Kurven berühren.
Und dann war alles danebengegangen. Nach den ersten Aufständen des Arabischen Frühlings hatte die Armee Lukes Einheit nach Jordanien verlegt, um den Überlauf des syrischen Bürgerkriegs zu bewältigen. Nach einem Jahrzehnt Dienst in Afghanistan und Irak, war der Übergang schwierig. Neue Sprachen, neue Kultur, neue Probleme. Die Hälfte des Personals hatte sich ebenfalls verändert, was hieß, dass er den Kontakt mit einigen seiner engsten und ältesten Freunde verloren hatte.
Gerade als Luke sich eingewöhnt hatte, hatte eine überforderte und mental kranke Person den Verstand verloren und in sein eigenes Camp geschossen, drei von Lukes engsten Freunden und ein Dutzend anderer wurden getötet. Luke war derjenige, der den zwanzigjährigen Soldaten überwältigt hatte, aus purem Glück, weil er im selben Zimmer war und gerade eine Waffe in der Hand hatte.
Für eine lange Zeit danach hatte Luke nicht oft an andere Dinge gedacht, außer zu versuchen den Rest seiner Dienstzeit zu überleben ohne seinen Hintern von jemandem abgeschossen zu bekommen, egal ob Feind oder Freund. Er hatte Aubrey nicht vergessen, bei Weitem nicht, aber er war in eine Art geistige Winterstarre gekommen und hatte sich nur aufs Überleben konzentriert.
Jetzt war er ausgetreten und hatte die Armee hinter sich gelassen. Er war in die Staaten zurückgekehrt und obwohl Luke wusste, dass er hier viel sicherer war, fühlte er sich nicht besser. Er fühlte sich wie ein Fisch außerhalb des Wassers und es war eine schwere Zeit gewesen.
Dann hatte er Aubrey gesehen. Sie sah genauso aus wie früher, das süße Gesicht und das feurige dunkelrote Haar, diese üppigen Kurven. Sein Körper war hart geworden, während sein Herz in seiner Brust gesprungen war und für einen Moment hatte er wirklich … Hoffnung gefühlt. Zum ersten Mal, seitdem er nach Hause gekommen war …Himmel, seitdem er dieses Kind in Jordanien erschossen hatte, hatte er wirklich zum ersten Mal gedacht, dass sich die Dinge für ihn ändern würden.
Aubrey hatte einen Blick auf seinen betrunkenen Hintern geworfen und auf das Mädchen in seinem Schoß, die bereits versprochen hatte, später seinen Schwanz zu blasen, hatte sich umgedreht und war weggelaufen. Luke konnte ihr keine Vorwürfe machen, nicht ein bisschen. Das hieß nicht, dass er sie gehen ließ, nicht wirklich.
Luke erwachte aus seinen Erinnerungen, als ein Autoalarm irgendwo anging, draußen vor seinem Hotelzimmer im zweiten Stock. Sein ganzer Körper spannte sich an und er brach in einen feinen Schimmer an Schweiß an seinem ganzen Körper aus. Er lag ein paar Minuten still, konzentrierte sich darauf tief zu atmen, obwohl er eigentlich nur weglaufen wollte. Autoalarme waren ein großes Signal von kommender Gewalt in Jordanien und ihr Klang ließ immer noch sein Blut gefrieren, und machte ihn ganz zappelig.
Eines der Dinge, die er in seinem Leben nach der Armee am schwersten fand, war die Aufgabe, ruhig zu sein; beim Dienst gab es immer etwas zu tun. Wenn du nicht für die Nacht im Dienst warst, gab es eine lange Liste mit dummen Dingen, die getan werden mussten. Er war gerne viel beschäftigt, weil ein bewegendes Ziel sicherer ist, als eine sitzende Ente. Hier jedoch gab es überall Wartezimmer, Sitzbereiche, lange Schlangen und Menschen mit unendlicher Geduld, die alle herumstanden. Einfach dastanden und ihren Starbucks tranken und darauf warteten, dass etwas passierte.
Luke hasste es.
Er ließ den Atem aus, den er angehalten hatte und sagte sich selbst, dass er schlafen musste. Wirklich schlafen, nicht nur in seinem dunklen Hotelzimmer liegen mit all dieser Kleidung an in seinem Fall … Er schob den Gedanken weg, ehe er ihn noch verrückt machte. Nichts würde passieren, er war einfach nur erschöpft.
Die letzten Tage waren ein Wirbelwind an langen Autofahrten, Flügen, warten an Flughäfen und vielen kurzen Gesprächen mit seinem alten Einheitskommandant Stephen Collinswood gewesen. Stephen hatte sich zur Ruhe gesetzt, ehe die Einheit nach Jordanien gerufen wurde und jetzt lebte er mit seiner Frau und seinen zwei Kindern in Seattle. Stephen war einer der wenigen Freunde, die Luke hatte, der sowohl noch am Leben als auch noch nicht angeworben worden war. Er war auch ein Wolfsverwandler, was hieß, dass er einige von Lukes merkwürdigen bürgerlichen Lebensthemen verstand. Daher war Stephen Lukes Vertrauter.
Stephen arbeitete auch für die Polizei von Seattle und das hieß, als Luke entschieden hatte Aubrey zu suchen, dass Stephen Lukes erste Anlaufstelle gewesen war.
Stephen hatte Mitleid mit ihm und hatte ihre Alpha Informationen preisgegeben, dennoch hatte er sich geweigert, irgendwas Persönliches wie ihre Adresse herauszugeben.
Am Tag zuvor war Luke mit gemischten Ergebnissen zu ihrem Alpha Haus gefahren. James Erikson war nicht der freundlichste Berserker auf dem Planeten. Tatsächlich erinnerte er Luke an seinen eigenen Vater. Luke hatte seine Versuche Aubrey zu finden erklärt und versprochen, dass er die besten Absichten hatte, er hatte sogar den Namen seines Vaters und Stephens Namen und Telefonnummer als Referenz angegeben. Erikson war so verschlossen und skeptisch, obwohl er anscheinend dem ganzen Thema der Partnersuche zustimmte.
Gerade als Luke dabei war, die Sache zu beenden und etwas anderes zu versuchen, hatte Erikson gesagt, dass er dachte, dass Aubrey in einem „Obdachlosenheim irgendwas mit Frauenrechten“ arbeitete.
Zumindest gab Luke das einen Ort zum Anfangen. Er stieg aus dem Bett und zog seine Schuhe aus, dann streifte er seine Boxershorts herunter. Eines der erstaunlichsten Dinge in Bezug auf die Staaten war die Fähigkeit, hauptsächlich nackt zu schlafen, und er versuchte es auszunutzen. Na ja an den Nächten, an den er sich beruhigt genug fühlte, um nackt zu schlafen, …
Er machte das Licht auf seinem Nachttisch aus und legte sich auf seinen Rücken und starrte die Wand an. Seine Gedanken gingen zurück zu Aubrey. Sie sah so heiß aus an dem Abend, so gut zurecht gemacht. Sie war sehr unschuldig gekleidet gewesen und verdammt, er hatte sich gefragt, was sie darunter trug. Als er sie in San Diego ausgezogen hatte, hatte sie einen sexy roten BH und ein schwarzes Spitzenhöschen getragen.
Er wälzte sich auf dem Bett, seine Hand wanderte nach unten und blieb auf seiner harten Erektion liegen. Luke schloss seine Augen und erinnerte sich daran, wie sie gezittert hatte, als er ihr das Kleid ausgezogen hatte, mehr von der Aufregung als von der kühlen Luft an ihrer Haut. Und ihre Haut ….
Aubrey war wunderbar, makellose Pfirsichhaut vom Kopf bis zu den feuerrot angemalten Zehennägeln. Luke mochte Frauen in jeder Form und Größe, aber er mochte besonders Frauen mit Kurven wie Aubreys. Einige Männer redeten Mist über dickere Mädchen, aber Luke mochte einen netten, dicken Hintern und große Titten, er mochte eine Frau, die er ausstrecken und hart ficken konnte.
Wenn er darüber nachdachte, stellte er sie sich nackt und bereit für ihn vor, Luke schob seine Boxershorts die Hüften herunter und nahm seinen Schwanz in seine Hände. Er war so geil, dass ein einziger Druck mit seiner Faust ihn schon die Luft tief einsaugen ließ, sein Schwanz zuckte unter seinen Fingern. Er würde sich ein wenig selbst zügeln müssen, wenn er wollte, dass es mehr als eine halbe Minute dauerte. Er dachte an das Mädchen … Sie war so perfekt gewesen, und hatte ihn verrückt gemacht.
Mit Aubrey hatte er nicht den kleinsten Drang gefühlt, sich zurückzuhalten. Als er sie ausgezogen hatte, hatte er ihre Schenkel gegen seinen Körper gedrückt und sie hart geküsst, sie geschmeckt. Sie war so gefühlvoll, reagierte auf jede Berührung mit seiner Zunge an ihrer, jede Bewegung seiner Hände über ihre Hüften und Seiten. Aber sie hatte so gut gegeben, wie sie bekommen hatte, hatte mit ihren Fingernägeln über seinen Rücken und Schultern gekratzt, an seiner Unterlippe geknabbert, in seinen Mund gestöhnt, als er seine Hände nach unten und seine Finger über ihre Hose gleiten lassen hatte.
Als Luke darüber nachdachte, wie es war ihre heiße, nasse Spalte zum ersten Mal zu berühren, stöhnte er. Er hatte sie mit den Rücken auf das Bett gelegt und sie ausgezogen, diese großen Titten in seine Hand genommen, gebissen, geleckt und an ihren blütenrosa Nippeln gesaugt, bis sie ihre Hüften wiegte und nach Atem keuchte. Dann hatte er ihre Knie auseinander gedrückt und sie geneckt, ihre Hüftknochen berührt, ihre inneren Schenkel und ihren Hügel. Als er eine einzelne Fingerspitze über ihre rosa Spalte fahren ließ, war sie so nass für ihn.
Luke drückte seine Faust schneller und härter und fühlte, wie seine Eier sich anspannten.
Er ließ den Moment in seinen Gedanken vorspulen, dachte daran, als er sie auf Händen und Knien hatte, mit gespreizten Beinen und bereit ihn tief aufzunehmen. Er hatte sich in ihren Kanal gebohrt, die enge Hitze hatte ihn wie der schönste Handschuh umfangen. Genauso wie jetzt war er gezwungen sich selbst zu beherrschen, um den Orgasmus zu zügeln, der ihn drohte zu übermannen.
Dann hatte sie begonnen mit ihm zu sprechen, ihn zu ermutigen.
„Fick mich, Luke“, hatte sie gekeucht. „Ja, nimm mich genau so, ja da. Oh Gott, ich komme, Luke!“
Und dann hatte sie, sich an seinen Schwanz festklammernd seinen Namen geschrien …
Luke hatte die Kontrolle verloren, und bäumte sich auf dem Bett auf, als er kam. Er stieß seinen Samen in seine Hand und schrie, als er sich Aubrey vorstellte, die seinen Schwanz nahm, ihn mit ihrem heißen Saft bedeckte und nach mehr bettelte. Dann brach er zusammen, zitterte und kämpfte, um zu atmen.
Es dauerte eine halbe Minute, um aufzustehen und alles abzuwaschen. Er starrte auf das Bett, ehe er sich wieder hineinlegte und erkannte, dass der Gedanke an seine Zeit mit Aubrey ihn für ein paar Minuten weniger einsam fühlen lassen hatte. Jetzt traf es ihn mit voller Gewalt.
Er wickelte sich in die Decke, schloss seine Augen und zwang sich, sich zu entspannen, damit der Schlaf ihn übermannte. Sein letzter Gedanke war, dass er eines Tages vielleicht nicht mehr alleine schlafen würde.
4
Luke fuhr mit seiner schwarzen Mietlimousine an die Bordsteinkante der Mission Avenue, einer ruhigen Downtown Gegend von Sunnyside, Kalifornien. Er überprüfte die Papiere auf dem Nebensitz und vergewisserte sich, dass die Adresse die darauf geschrieben war, korrekt war. Er überprüfte die Zahlen auf jeder Seite der Straße, und entdeckte schon bald ein gedrungenes, schäbiges Backsteingebäude einen halben Block weiter. Es gab nichts draußen, was die Inhalte anzeigte, außer einer kleinen Bronzeplakette, auf der die Adresse stand. Ein weiterer letzter Blick auf das Stück Papier bestätigte, dass das Gebäude tatsächlich das Sunnyside Frauenzentrum war. Aubreys aktuelle Arbeitsstelle.
Hinter der langweiligen Mauer befand sich eine geheime Frauenunterkunft und ein Zentrum für Opfer von Gewalt und häuslicher Gewalt. Nach einigen Schwierigkeiten hatte Luke Aubreys Namen auf der Liste für eine Anzahl von Charity Events gefunden, und zwar nie als Kundin. Die Erkenntnis, dass sie vielleicht für eine Non-Profit Organisation arbeitete, bestärkten Lukes Erinnerungen an Aubrey. Als er mit ihr in San Diego gewesen war, hatte sie erwähnt mehr für ihre Gemeinde tun zu wollen, besonders für Frauen, die in unsicheren Haushalten gefangen waren.
Luke folgte der Spur, fand mehrere Unterkünfte, die die Begünstigten der Galas und Auktionen waren, die Aubrey besucht hatte und verglich Namen von Wohltätigkeitsorganisationen mit Unterkünften. Luke hatte den Morgen damit verbracht, die Liste der Möglichkeiten einzuengen, dann hatte er angerufen und versucht, eine Verabredung mit Aubrey an allen Orten auf seiner Liste zu bekommen. Frauenunterkünfte hatten eine verrückte strenge Sicherheit, es war also schwer, aber eine der Sekretärinnen hatte einen Fehler gemacht und auf Aubreys Namen reagiert.
Jetzt stand er vor dem Sunnyside Frauenzentrum und hoffte, er würde keinen Fehler machen. Ehe er den Schwanz einzog, trat Luke auf die stahlverstärkte Sicherheitstür zu. Als er an dem Griff zog, stellte sich heraus, dass die Tür fest verschlossen war, er drückte eine unmarkierte Klingel und schaute direkt in ein Paar Sicherheitskameras, die sich in seine Richtung schwenkten. Er trat zurück und hielt sein Gesicht nach oben gerichtet und versuchte nicht bedrohlich auszusehen. Es war schwer, harmlos auszusehen, wenn man über 1,90m groß war mit dunklem Haar und einem Vollbart. Bärverwandler kamen nicht in kleineren Größen vor, noch liefen sie im Allgemeinen mit einem blendenden Grinsen herum.
Er musste an der Inspektion vorbeigekommen sein, denn nach einem Moment summte die Tür und die Schlösser gingen auf. Er zog die Tür auf und betrat den weiß gekachelten Raum, wo zwei weitere Sicherheitstüren einen Rezeptionstisch hinter Panzerglas umrahmten. Er trat auf das Glas zu, lehnte sich herunter, um auf das junge blonde Mädchen zu starren, die ihn ebenfalls anstarrte. Sie streckte die Hand aus und drückte auf den Knopf, ehe sie sprach.
„Kann ich Ihnen helfen?“, fragte sie mit dünner Stimme.
Er lehnte sich in Richtung des Sprechers auf seiner Seite und drückte auf den Knopf.
„Hm, ja. Ich habe angerufen wegen eines Termins mit Aubrey Umbridge“, sagte er.
Das Mädchen warf ihm einen Blick zu, dann schüttelte sie den Kopf.
„Es tut mir leid, ich wüsste nicht, dass ich Ihnen helfen könnte.“
„Könnten Sie Aubrey bitten zu kommen? Sie wird mich sehen wollen“, sagte Luke. Er versuchte, glatt und ausdrucksvoll auszusehen und hoffte, das Mädchen nicht zu erschrecken und Alarm auszulösen. Er war nicht hier, um zu verletzten oder jemanden zu erschrecken, aber er war auch nicht wirklich mit Aubreys Zustimmung hier.
Das Mädchen drückte wieder den Knopf für die Gegensprechanlage.
„Es tut mir leid, ich kann Ihnen nicht helfen. Ich muss sie bitten zu gehen“, sagte sie.
„Ma’am, ich verspreche Ihnen, dass Aubrey mich kennt. Ich bin nur hier, um sie zu sehen. Wir, na ja, wir sind Freunde“, sagte er und warf ihr einen Blick zu, der eine sehr persönliche Situation andeutete.
„Ich kann nicht –“ das Mädchen wollte sich wiederholen, aber dann öffnete sich die Tür des Büros und Aubrey kam herein. Die junge Blondine drehte sich um, ihre Augen wurden so groß wie Essteller. Aubreys Mund öffnete sich, vielleicht für eine Art Gruß, aber es dauerte nur Sekunden, bis Aubreys Blick hochschnellte.
Die Art, wie ihre Augen sich verengten und ihr Mund dünner wurde, ließ Luke glauben, sie war noch weniger erfreut ihn zu sehen, als er angenommen hatte. Aubrey schaute auf die jüngere Frau zurück und gab ihr ein versicherndes Lächeln und einen Schlag auf die Schulter. Die Blondine stand auf und warf Luke einen letzten merkwürdigen Blick zu, ehe sie das Büro verließ.
Aubrey ging zum Fenster und lehnte sich an die Gegensprechanlage, der dunkle, rote Vorhang ihres Haares wirbelte um ihre kurvige Gestalt, als sie danach griff und den Knopf mit einem einzigen, scharlachroten Fingernagel antippte.
„Was machst du hier?“, fragte sie und ihre smaragdgrünen Augen glühten vor Emotionen.
Luke trat nach vorne, seine Lippen zogen sich nach oben bei der reinen Nähe von ihr. Er drückte den Knopf der Gegensprechanlage und lehnte sich herunter.
„Ich bin hier, um dich zu sehen“, sagte er.
Sie schaute finster drein und lehnte sich nach vorne, ihr kurzes, schwarzes Baumwollkleid gab ihm einen kurzen Blick auf das cremige, freigiebige Dekolleté. Luke schaute ihr direkt in die Augen und gab ein leichtes Knurren von sich, wissend, dass sie seine Körpersprache lesen würde, selbst wenn sie seine Stimme nicht hören konnte. Er sah ihre Anspannung und wie sie einen Schauder unterdrückte und sein Bär grummelte vor Lust. Sie reagierte immer noch körperlich auf ihn, immerhin.
„Ich weiß nicht, wie du sogar … Gott, wie zum Teufel hast du herausgefunden, wo ich hier arbeite?“, forderte sie ihn heraus.
„Ich kenne Menschen”, sagte Luke mit einem Achselzucken.
Aubrey bedeckte kurz ihre Augen mit einer Hand, sie schien mit etwas zu kämpfen. Neugier, vielleicht. Wut. Hunger, wenn Luke Glück hatte. Nach einem Moment schaute sie ihn an und lehnte sich wieder herüber und drückte den Knopf, damit er sie hören konnte.
„Schau, ich weiß nicht, was du hier tust. Ich weiß nicht, was du willst, und es ist mir auch egal. Du musst gehen. Das ist …“ Aubrey machte eine Pause und winkte mit einer Hand, um auf das Gebäude zu weisen. „Das ist nicht die Art von Ort, wo Männer auftauchen können und versuchen Frauen hinterherzustellen. Es ist eher das Gegenteil davon.“
Luke zuckte zusammen und nickte, er hatte ihre Reaktion geahnt.
„Ich weiß. Ich dachte, es wäre besser, hierherzukommen, als zu deinem Haus.“
Aubreys Mund verzog sich in eine unzufriedene Grimasse.
„Ah, hm. Das ist nicht schön. Was genau brauchst du? Weil, du hast genau eine Minute, ehe ich jemanden rufe, der dich rausbringt“, keifte sie.
„Ich will, dass du mit mir auf ein Date gehst“, sagte er und machte es kurz.
Aubreys Mund öffnete sich, dann schloss er sich wieder. Ihre Überraschung war niedlich und ließ Luke grinsen. „Du …”, begann sie und hielt dann inne. „Du hast mich auf meiner Arbeitsstelle gefunden, in der Unterkunft für Frauen muss ich hinzufügen … Du hast all das gemacht, um mich zu fragen, ob ich mit dir ausgehe?“
„Ja”, stimmte Luke zu und sein Grinsen wurde breiter. Er schaute ihren Körper an, bemerkte wie ihre Atemzüge schneller kamen, wie die Haut um ihren Nacken und Brust rot wurde, wie sie die Nägel einer Hand in einen unschuldigen Stenoblock auf dem Tisch drückte. Sie reagierte wirklich so wunderbar auf ihn, genauso wie sie würde, wenn sie endlich f—
„Du musst gehen“, sagte Aubrey und knallte einen Stapel Papiere auf ihren metallenen Schreibtisch, dass Luke zusammenzuckte. Als er zu ihr hochsah, schien sie bekümmert und verwirrt. Nicht genau die Leidenschaft, die er wollte, aber …
„Ich lasse meine Karte hier, du kannst mich also jederzeit erreichen, wenn du willst“, sagte er und legte sie auf die Theke.
Als sie mit ihrer Hand auf das Glasfenster schlug, war ihr Frust spürbar. Luke hob seine Hand in ergebender Pose und trat zurück. Er warf Aubrey einen letzten, langen Blick zu und bewunderte die Schwere ihrer Brust und die Art, wie sie unter seiner Inspektion rot wurde, ehe er sich umdrehte und sich durch die Sicherheitstür drängte.
Sobald er wieder auf der Straße war, zwinkerte er in der hellen Nachmittagssonne und Luke grinste wieder.
„Das hätte schlimmer laufen können“, sagte er und nickte sich selbst zu.
Immerhin, dachte er, während er wieder zu seinem Mietauto lief, hatte Aubrey auf ihn reagiert. Sie hatte auf jeden Fall irgendwelche Gefühle ihm gegenüber, ansonsten wäre sie nicht so überdreht bei seinem Anblick gewesen. Er schob die leise Stimme in seinem Hinterkopf beiseite, diejenige, die sagte, dass er nicht der erste Mann war, der das Sunnyside Frauenzentrum betrat und nach einer Frau suchte, mit dieser Art von Gedanken.
Aber anders als diese Psycho Loser Ex-Ehemänner sorgte Luke sich um Aubrey. Er hatte sie vorher noch nie verletzt und das würde er auch niemals tun. Er war kein Wissenschaftler, aber er erkannte eine gute Sache, wenn er eine sah. Und Aubrey …
Verdammt, aber Aubrey war wunderbar.
Pfeifend fuhr er seinen Wagen aus der Parklücke und fuhr zurück ins Hotel.
Er musste noch weitere Dinge planen, so wie es aussah.
Pulsuz fraqment bitdi.