Kitabı oxu: «Lotta und Luis und die Weihnachtswerkstatt»

Şrift:

Kirsten Brünjes

Lotta und Luis

und

die Weihnachtswerkstatt

Adventskalender-Geschichte

Impressum

© 2020 Bibellesebund Verlag, Marienheide

© 2020 der E-Book-Ausgabe

Bibellesebund Verlag, Marienheide

Alle Rechte vorbehalten

https://shop.bibellesebund.de/

Autor: Kirsten Brünjes

Lektorat: Daniela Radermacher

Coverillustration: Anna Karina Birkenstock, Hennef

Covergestaltung: Luba Ertel

Grafik am 10. Dezember: Luba Ertel

Illustrationen: Georg Design, Münster, www.georg-design.de

Bibeltext: Gute Nachricht Bibel, durchgesehene Neuausgabe,

© 2018 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

ISBN 978-3-95568-424-2

Hinweise des Verlags

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Inhalt

Titel

Impressum

1. Dezember

2. Dezember

3. Dezember

4. Dezember

5. Dezember

6. Dezember

7. Dezember

8. Dezember

9. Dezember

10. Dezember

11. Dezember

12. Dezember

13. Dezember

14. Dezember

15. Dezember

16. Dezember

17. Dezember

18. Dezember

19. Dezember

20. Dezember

21. Dezember

22. Dezember

23. Dezember

24. Dezember

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1. Dezember

„Ich hatte heute einen Taschenwärmer im Adventskalender! Den nehme ich gleich mit in die Schule. Guck mal, draußen schneit es schon wieder.“ Lotta wirbelt durch die Küche.

Sie tanzt am Fenster entlang und drückt ihren Finger an die Scheibe, wenn eine Schneeflocke daran kleben bleibt. Mama ist davon nicht so begeistert.

„Wenn du weiter so an der Scheibe rumschmierst, können wir nichts mehr von dem schönen Winterwetter sehen.“

Doch Lotta ist einfach nur begeistert.

„Es schneit, es schneit, kommt alle aus dem Haus“, singt sie vergnügt.

Luis kommt mit seinem Schulranzen in die Küche.

„Mama, ich brauche noch ein Teelicht, eine Klorolle und Geschenkpapier mit Weihnachten drauf.“

Mama stellt Kakao auf den Tisch.

„Luis, du weißt genau, dass ich es nicht leiden kann, wenn ihr mir erst auf den letzten Drücker sagt, was ihr braucht. Wo soll ich denn so schnell eine leere Klorolle herbekommen? Teelichter habe ich und Geschenkpapier ist in dem Korb im Nähzimmer, da kannst du dir was aussuchen.“

Luis verschwindet im Nähzimmer. Lotta rennt die Treppe rauf und kommt mit einer vollen Klorolle zurück. Sie setzt sich auf die unterste Treppenstufe, wickelt das Klopapier von der Rolle und faltet es zusammen. Dabei singt sie weiter Schneelieder.

„Leise rieselt der Schnee …“

Als Luis zurückkommt, bewirft Lotta ihn mit einem Klopapierknäuel.

„Schneeballschlacht!“

Luis grinst und wirft zurück. Mama kommt in den Flur.

„Jetzt ist aber Schluss, Lotta. Erst schmierst du die Scheiben voll und dann schmeißt du mit Klopapier rum. Was soll denn das?“

Lotta schmollt.

„Ich freu mich halt über den Schnee und habe Luis geholfen, seine Sachen zusammenzusuchen. Das ist doch was Schönes, warum schimpfst du denn?“

Mama seufzt.

„Ja, es ist schön. Aber wer macht das nachher alles wieder sauber?“

„Ich!“ Luis sammelt schnell das Klopapier und die leere Rolle ein. „Danke, Lotta!“

Dann spritzt er Glasreiniger auf das Fenster und wischt mit dem Klopapier darüber.

„Alles wieder in Ordnung. Wir können frühstücken.“

Mama muss nun doch schmunzeln.

„Ihr seid schon ein tolles Team.“

Lotta beißt in ihr Brötchen.

„Wir alle sind ein tolles Team, du bist die Frühstückmacherin und wir die Adventsbastelkram-Besorger und ich die Schneeliedsängerin.“

Mama setzt sich zu den Kindern an den Tisch.

„Was musst du denn heute mit in die Schule nehmen, Lotta?“

„Die Milchverpackungen, die wir die letzten Wochen gesammelt haben. Und die fertige Tischlaterne, die wir zusammen gebastelt haben, nehme ich auch mit. So ähnliche wollen wir jetzt auch in der Schule machen. Frau Meyer-Schön sagt, wir basteln diese Woche jeden Morgen in der ersten Stunde und dazu hören wir eine Geschichte. Da freu ich mich drauf!“ Lotta packt ein Brötchen und einen Apfel in ihre Brotdose.

Luis schaut auf die Küchenuhr.

„Komm, Lotta, wir müssen los!“

Kurz darauf stehen die Zwillinge auf dem Gehweg. Lotta knickt ihren Taschenwärmer und lässt ihn in die Manteltasche gleiten. Die beiden sind spät dran.

„Wollen wir die Abkürzung über die Wiese nehmen?“, schlägt Luis vor.

Er kann es nicht leiden, zu spät zur Schule zu kommen. Lotta ist einverstanden und so stapfen sie über die Wiese. Lotta betrachtet die Spuren im frischen Schnee.

„Guck mal, da haben die Vögel ein Muster in den Schnee gemalt!“

„Und da ist jemand mit seinen Hunden spazieren gegangen, einem großen und einem kleinen“, erkennt Luis.

Lotta lacht und zeigt auf einen Hundehaufen.

„Und da ist der Beweis!“

Sie laufen zügig weiter. Als die Schulglocke ertönt, rennen sie das letzte Stück bis zum Schulhof. Außer Atem und gerade noch rechtzeitig drängen sich Lotta und Luis mit den letzten Kindern durch die Tür in den Klassenraum.

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2. Dezember

Frau Meyer-Schön sieht heute richtig fröhlich aus. Auf dem Lehrerpult stehen viele LED-Kerzen. Tannenzweige sind mit Weihnachtskugeln und bunten Figuren geschmückt.

„Guten Morgen, Kinder“, beginnt Frau Meyer-Schön den Unterricht. „Heute starten wir in die Adventszeit. Ich freue mich sehr auf Weihnachten. Für mich persönlich ist da mein Retter geboren: Jesus. Er begleitet mich durch mein Leben. Es gibt ganz viele Situationen, in denen ich Hilfe brauche. Zum Beispiel habe ich mich am letzten Wochenende zu Hause ausgesperrt. Ich wollte nur schnell den Müll rausbringen und dann ist die Tür vom Wind zugefallen. Mein Mann und meine Kinder waren unterwegs und mein Handy war im Haus. Es war sehr kalt und ich habe Jesus im Gebet gefragt: ‚Und nun? Was soll ich tun? Kannst du mir helfen?‘ In dem Moment kam meine Nachbarin vom Einkaufen zurück. Ich habe ihr geholfen, die Taschen ins Haus zu tragen, und ihr von meinem Missgeschick berichtet. Sie hat für uns Kaffee gekocht und wir haben uns sehr gut unterhalten. Ich hatte es warm und gemütlich und sie konnte sich mal richtig aussprechen. Als mein Mann später zurückkam, konnte ich wieder ins Haus.“

„Win-win-Situation“, ruft Abdul in die Klasse.

Frau Meyer-Schön lacht. Sanja meldet sich.

„Aber ist das nicht einfach Zufall? Deine Nachbarin ist zufällig im richtigen Moment nach Hause gekommen!“

„Ja, oder Schicksal“, meint Sophie, „irgendwie ist doch alles Schicksal, sagt meine Oma immer!“

Frau Meyer-Schön überlegt.

„Ich habe es als Hilfe von Gott gesehen und war ihm und meiner Nachbarin sehr dankbar. Meine eigentliche Rettung besteht aber darin: Ich glaube, dass Jesus der Sohn von Gott ist und an Weihnachten geboren wurde. An Ostern ist er für mich gestorben und wieder auferstanden, damit ich Gottes Freund sein kann. Mich begeistert, dass in der Bibel Jesus schon Hunderte Jahre vor seiner Geburt angekündigt wurde. Für mich ist das viel mehr als Zufall oder Schicksal.“

„Wie angekündigt?“, will Sanja wissen.

„Nun, in einem Buch der Bibel, das 700 Jahre vor der Geburt von Jesus geschrieben wurde, steht zum Beispiel: ‚Doch dir, Betlehem im Gebiet der Sippe Efrat, lässt der Herr sagen: So klein du bist unter den Städten in Juda, aus dir wird der künftige Herrscher über mein Volk Israel kommen. Sein Ursprung liegt in ferner Vergangenheit, in den Tagen der Urzeit.‘ Das Buch wurde von dem Propheten Micha geschrieben. Der Geburtsort von Jesus war tatsächlich Betlehem, weil der König genau zu der Zeit, als Maria schwanger war, eine Volkszählung angeordnet hatte. Ohne diese Anordnung wäre Jesus in Nazaret geboren. Aber für die Zählung mussten sie nach Betlehem gehen, dem Geburtsort von Josef.“

„Krass, dann hat Gott dem König gesagt, jetzt muss du deine Leute zählen, damit der Jesus da geboren wird, wo dieser Micha gesagt hat?“ Abdul ist mächtig beeindruckt.

„Ich fürchte, der König hat gar nicht an Gott geglaubt“, antwortet Frau Meyer-Schön. „Aber Gott wusste eben, dass diese Zählung stattfinden wird, und hat Micha dieses Wissen gegeben.“

Abdul bekommt große Augen.

„Dann kann dein Jesus-Gott einfach so was über Leute bestimmen, auch wenn die gar nichts mit ihm zu tun haben? Dann ist der aber mächtig wichtig!“

Einige Kinder lachen über Abduls Worte. Frau Meyer-Schön schaut sehr ernst.

„Ja, Abdul. Das hast du genau richtig gesagt. Gott ist wirklich mächtig.“

Für einen Moment ist es still in der Klasse. Frau Meyer-Schön schaltet eine Kerze auf dem Pult an und macht das Licht aus.

„Uhuhu, das ist aber dunkel!“, ruft Aylin.

„Ja, heute ist es noch sehr dunkel mit nur einer leuchtenden Kerze auf dem Pult. Aber hier stehen noch 23 weitere Kerzen und jeden Tag mache ich eine mehr an. Damit wird es bis Weihnachten immer heller hier im Raum. Ich möchte euch jeden Morgen einen Gedanken mit in den Tag geben, der etwas mit Weihnachten zu tun hat. Heute ist es die Aussage von Abdul: Der Jesus-Gott ist mächtig wichtig!“

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3. Dezember

Nun dürfen die Kinder ihre Tischdekoration basteln. Lotta und Luis sitzen mit ihren Freunden Joschua, Sophie, Abdul und Aylin an einem Gruppentisch zusammen. Sie holen die mitgebrachten Sachen aus der Schultasche. Frau Meyer-Schön hat für jede Gruppe ein paar Bastelanleitungen für Lichttüten, Anhänger und kleine Päckchen ausgedruckt. Aylin hat eine weihnachtliche Tischdecke mitgebracht.

„Die legen wir mitten auf den Tisch.“

„Und dann kommen meine Tannenzweige und Zapfen da drauf. Die hab ich gestern bei meinem Opa aus dem Wald geholt und die Zweige durfte ich alleine absägen. Ich geh jetzt sowieso ganz oft zu meinem Opa, weil ich mit ihm Weihnachtsgeschenke für meine Eltern und Tanten und Onkel mache“, erzählt Joschua gut gelaunt.

Abdul schiebt Luis’ Klorolle hin und her.

„Was machste denn da? Auch so Klo-Anhänger?“ Abdul lacht. „Super cooles Geschenk: Klorolle und alte Milchtüte.“

Joschua grinst.

„Nee, nichts aus Müll. Wir bauen was aus Holz. Für meine Mama will ich ein Schmuckkästchen bauen und für Papa eine Kiste mit Geheimfach für wichtige Sachen.“

„Also, ich finde die Lichttüten aus den Milchpackungen schön. Guck mal, die hab ich schon zu Hause gemacht.“ Lotta holt die fertige Lichttüte aus ihrem Schulranzen.

Das Papier glänzt silbern. An einer Stelle ist es durchsichtig. Dort ist eine weiße Schneeflocke zu sehen. Das sieht überhaupt nicht mehr nach einer Milchtüte aus, sondern richtig schön.

Abdul nimmt die Tüte vorsichtig in die Hand.

„Die fänd meine Ma auch schön. Die ist echt aus Müll? Kann ich auch eine machen?“

Lotta nickt.

„Klar. Hier, ich hab ganz viele leere Milchtüten gesammelt und mitgebracht. Ich zeig dir, wie das geht. Und vor den Ferien dürfen wir doch die Deko mit nach Hause nehmen, dann kannst du eine Lichttüte deiner Mutter schenken.“

Abdul schaut sich bei Lotta ab, wie man die Tüte kneten muss, damit sich die einzelnen Schichten voneinander lösen und das Material seine knautschige, silberne Optik bekommt. Joschua erzählt von seinem Opa:

„Der hat eine richtig große Werkstatt im Schuppen. Weil es so kalt ist, machen wir als Erstes immer den kleinen Holzofen an. Dann wird es ganz schnell warm. Auf dem Ofen schmelzen wir Fett und machen Vogelglocken draus. Davon hängen wir ein paar im Garten auf, sodass man sie vom Küchenfenster aus sieht. Den Rest darf ich zu Weihnachten verschenken. Dieses Jahr will ich auch ein Vogelhaus für meinen Patenonkel bauen. Das wird richtig schwierig, aber Opa hilft mir dabei. Ich hab auch schon mal Schmuck gemacht.“

„Echten Schmuck? Wie hast du das denn gemacht?“ Lotta ist beeindruckt.

„Also, du brauchst eine Form, zum Beispiel einen Eiswürfelbehälter. Da kann man kleine Muscheln oder Blumen reintun. Dann wird durchsichtiges Harz darübergegossen. Nun noch den Anhängerhaken reindrehen und fertig! Letztes Jahr hab ich für meine Mama eine Rose eingegossen. Das sah richtig toll aus.“

Abdul knetet angestrengt seine Milchtüte.

„Das will ich auch machen. Kann ich mal mitkommen? Wir feiern zwar kein Weihnachten, weil wir Moslems sind. Aber wir haben auch das Schenken an Weihnachten eingeführt. Das ist Kultur in Deutschland, hat Papa gesagt. Viele Deutsche feiern Weihnachten auch ohne den Jesus-Gott von Frau Meyer-Schön.“

Lotta stanzt Schneeflocken aus weißem Papier und streut sie über die Tannenzweige.

„Ich würde auch gerne Schmuck für Mama und Tante Josi machen. Joschua, kannst du mal fragen, ob wir alle kommen dürfen?“

„Ja, und jeder kann ja was von seinem Taschengeld mitbringen, damit dein Opa nicht alles alleine bezahlen muss. Ich möchte auch mitmachen“, schlägt Sophie vor.

Joschua freut sich.

„Klar kann ich Opa fragen. Der hat eigentlich immer gern Besuch. Das erlaubt der bestimmt! Morgen sage ich euch Bescheid.“

Die ganze Schulstunde sind die Freunde mit Schneiden, Kleben und Malen beschäftigt. Alle sind gespannt darauf, ob Joschuas Opa ihnen erlaubt, dass sie ihre Weihnachtsgeschenke bei ihm basteln und bauen dürfen.

„Das wird dann ’ne richtige Weihnachtswerkstatt!“ Luis hofft, dass das klappt.

Pulsuz fraqment bitdi.

Yaş həddi:
0+
Litresdə buraxılış tarixi:
12 noyabr 2024
Həcm:
60 səh. 1 illustrasiya
ISBN:
9783955684242
Müəllif hüququ sahibi:
Bookwire
Yükləmə formatı:

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