Kitabı oxu: «Fleisch: Erotische Novelle»

Şrift:

Lea Lind

Fleisch: Erotische Novelle

Lust

Fleisch: Erotische Novelle ÜbersetztKirsten EversOriginal KødCopyright © 2018, 2019 Lea Lind und LUSTAll rights reservedISBN: 9788726202083

1. Ebook-Auflage, 2019

Format: EPUB 2.0

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Ich erinnere mich nicht mehr, wann sich die Situation mit Mr. Boyfriend eigentlich veränderte. Oder wann genau wir gemeinsam einen etwas expliziteren Geschmack entwickelten. Ich erinnere mich nur noch Häppchenweise. Eine dezente Bemerkung hier, eine etwas weniger dezente Bemerkung dort. Stück für Stück entstand in unserem Fleisch ein Bedürfnis, dessen Existenz weder ihm noch mir vorher bewusst gewesen war, das uns aber nichtsdestotrotz tief in den Knochen steckte. Bei mir war es das Herrschen - seines das Bedürfnis, sich zu unterwerfen.

Wenn ich zurückdenke, ergibt es eigentlich recht viel Sinn, dass mir das Herrische und Bestimmende immer schon gelegen hat. Dass es aber erst jetzt, mit Mr. Boyfriend, zu einem ganz normalen Bestandteil meines Sexlebens geworden ist, liegt vielleicht daran, dass ich - wie so viele Andere auch - zur Normalität erzogen wurde und es mir deshalb früher einfach nicht in den Sinn gekommen ist. Denn ohne Zweifel sind einige meiner frühesten Erinnerungen von meinem Wunsch geprägt, alles zu bestimmen - und das über ein Maß des Normalen hinaus.

Als Kleinkind war ich Herrscherin meiner Stofftiere. Versuchte, mir meine Freunde zu unterwerfen. Und die Haustiere. Sogar die Erwachsenen. Es war nicht süß oder "Ach, schaut mal, was für ein lustiges, willensstarkes Mädchen, die wird sich bestimmt durchschlagen im Leben!". Es war mehr auf die inakzeptable, peinliche Art, die wir Menschen am liebsten einfach ignorieren, wenn sie uns begegnet. Wenn das Ego zu sehr durchscheint und wir nicht ganz wissen, was wir sagen sollen, weil wir dazu erzogen worden sind, es zu ignorieren. Dann hört man nur ein hastiges "Entschuldigung, Sie meint es ja nicht so" oder "Ich weiß wirklich nicht, was heute mit ihr los ist!". Aber ich wusste es ganz genau. Was war mit mir los? Ich bin ein Mensch, und meine Bedürfnisse sind wichtiger als deine Bedürfnisse. Denn genau so ist es ja im Leben. Wenn man mal ganz ehrlich ist und jegliche Moral und Erziehung außer Acht lässt.

Das soll allerdings nicht heißen, dass ich heute eine selbstsüchtige, fiese Kuh bin. Ich habe natürlich im Laufe der Jahre verstanden, dass ich, will ich ein Teil unserer Gesellschaft sein, die Spielregeln befolgen muss. Aber beim Sex hab ich keinen Bock auf Moral. Dann will ich meine Lust stillen. Und das ist der Grund, warum es mit Mr. Boyfriend so gut funktioniert - nachdem wir erstmal ganz ehrlich miteinander gewesen waren.

Die erste Zeit unserer Beziehung war schrecklich normal. Er brachte mir Blumen, ich bedankte mich. Er küsste mich sanft und fragte, ob ich Lust hätte, und dann legte er sich auf mich. Aber Himmelherrgott war das langweilig. Ich liebte ihn. Und wollte ihn auch nicht missen. Aber es genügte mir einfach nicht. Also begann ich, ihn zu sticheln. Benahm mich undankbar und kommandierend. Jedes Mal gab er sofort nach. Entschuldigte sich für Dinge, für die er sich nicht zu entschuldigen brauchte. Das erregte mich. Und brachte auch seine Augen zum Leuchten. Je mehr ich ihn erniedrigte, umso inniger schien er mich anzuhimmeln.

Ich schimpfte und schimpfte, während meine Klitoris vor Lust anschwoll, meine Höschen klitschnass wurden und unser Sexleben immer und immer besser wurde. Insbesondere, nachdem ich mich dazu entschloss, ihn zu bestrafen.

Während eines Dinner-Dates mit Kaya und David rutschte es ihm nämlich heraus, dass ihn meine kastanienbraunen Locken faszinierten, seit wir uns das erste Mal getroffen hatten.

"Die Haare... und ihre perfekte Haut", seufzte er verliebt, während David ihm auf die Schulter schlug, in meine Richtung nickte und sagte, dass sie besser aufpassen sollten, nicht zu sehr ins Detail zu gehen, wo doch Damen zugegen seien.

Mr. Boyfriend registrierte das jedoch kaum. Er blickte nur verträumt vor sich her.

Ich nahm einen Schluck von meinem Wein und ließ mir nichts anmerken. Aber später - er trat gerade aus dem Bad, während ich hineinwollte - knöpfte ich ihn mir vor.

Pulsuz fraqment bitdi.

1,96 ₼