Kitabı oxu: «Das Geburtstagsgeschenk: Erika Lust-Erotik»

Şrift:

Linda G.

Das Geburtstagsgeschenk: Erika Lust-Erotik

Lust

Das Geburtstagsgeschenk: Erika Lust-Erotik übersetzungRebecca Jakobi original FødselsdagsgavenCopyright © 2018, 2019 Linda G. und LUST All rights reserved ISBN: 9788726023879

1. Ebook-Auflage, 2019

Format: EPUB 2.0

Dieses Buch ist urheberrechtlich geschützt. Kopieren für andere als persönliche Nutzung ist nur nach

Absprache mit LUST gestattet.

Eines warmen Sommerabends im Café Klimt…

„Julie, was…“ Marianne wird von einem laut aufheulenden Motorrad unterbrochen. Mein Blick schießt sofort in die Richtung des Lärms, meine Faszination für schnelle Maschinen ist schließlich kein Geheimnis. Doch merkwürdigerweise werde ich diesmal nicht von dem grünen Blitz, der nun wenige Meter entfernt anhält, sondern von seinem Fahrer angezogen. Eine unerklärliche Kraft bauscht sich in mir auf. Ich kann meine Augen einfach nicht von dem Typen in der engen Lederkleidung nehmen.

Er setzt die Füße auf den Boden und schaltet den Motor aus. Als er den Helm abnimmt und sein helles, schulterlanges Haar zurechtschüttelt, ist es um mich geschehen. Ein Schauer läuft mir über den Rücken und als ich kann dem Drang nicht länger widerstehen kann, hebe ich ohne zu zögern den Blick. Der Augenkontakt trifft mich wie ein elektrischer Schlag, der seine Wellen durch meinen ganzen Körper schickt.

Ich vergesse vollkommen zu atmen und ringe erst nach Luft, als meine Lunge zu protestieren beginnt.

Als Mr. Sexy bemerkt, welche Wirkung er auf mich hat, heben sich seine Lippen zu einem Lächeln, das meinen Puls in die Höhe jagt. Ohne den intensiven Blick von mir zu lösen, öffnet er unerträglich langsam den Reißverschluss seines Lederanzugs und entblößt seinen Brustkorb. Mein Mund wird staubtrocken. Als wollte er all das noch schlimmer machen, zerrt er an den Ärmeln und schnell ist sein ganzer Oberkörper frei. Der Schweiß glänzt in der Sonne. Meine Brustwarzen sträuben sich und plötzlich wird mir peinlich bewusst, dass allein sein Anblick das Begehren in meinem Unterleib zum Leben erweckt hat.

„Hallooo, Julie“, ruft Simone und reißt mich damit jäh zurück in die Wirklichkeit. Jetzt, wo der Zauber gebrochen ist, kann ich wieder normal atmen.

„Wieder zu Hause?“

„Sorry, was hast du gesagt?“ Ich widme meine Aufmerksamkeit wieder meinen Freunden, die wissend lächeln. Ich erröte und nehme schnell einen großen Schluck kühlen Weißwein, der das trockene Gefühl im Hals augenblicklich lindert.

„Ich wollte nur wissen, wie es bei dir und Søren läuft.“ Die Worte meiner Freundin lassen alle guten Gefühle verschwinden und ersetzen sie mit Traurigkeit und einem bitteren Geschmack im Mund.

„Es ist vorbei. Die Scheidung kann gar nicht schnell genug gehen“, antworte ich und beiße die Zähne zusammen um die Tränen fernzuhalten. Der Gedanke an das Verhalten meines Ex-Mannes wiegt schwer auf meiner Brust. „Ihr wisst ja, dass ich eine dunkle Vorahnung hatte, aber gestern hat sich mein Verdacht bestätigt. Er hat zugegeben, dass seine Affäre schon seit… lasst mich kurz nachrechnen…“, ich halte ein paar Sekunden inne, drücke den Finger auf die Lippen, ehe die Worte aus mir heraussprudeln. „… seit verdammten zwei Jahren läuft!“

Meine drei treuen Seelen reagieren wie aus einem Munde.

„Wo ist das Schwein? Dem verpasse ich einen Denkzettel, verdammte Scheiße“, knurrt Patrick und stößt im Aufstehen seinen Stuhl um. Ich schaue ihn flehend an, unsere stumme Unterhaltung läuft darauf hinaus, dass er sich widerwillig schnaubend zurück auf seinen Stuhl fallen lässt.

„Ich meine es ernst, Jules.“ Seine Augen funkeln bedrohlich, aber auch das kann seine Hingabe nicht verbergen. Ich lächle ihn an und blinzele eine verirrte Träne weg.

„Wie kann er nur?“ Marianne stellt genau die Frage, die ich mir bereits tausend Mal gestellt habe. Blankes Entsetzen steht ihr ins Gesicht geschrieben.

Mein Herz macht vor lauter Dankbarkeit einen Hüpfer. Ohne meine Freunde würde ich das niemals überstehen.

Ich verliere mich in düsteren Gedanken. Er hatte genug Gelegenheiten, mich zu verlassen. Warum wollte er zur Eheberatung gehen, wenn er doch sowieso eine andere gefickt hat?

„Was für ein Idiot“, schimpft Simone und nimmt meine Hand. Ihre gekränkte Stimme holt mich zurück ins Café Klimt. Sie hat die Augen zu Schlitzen verengt, doch hinter der Wut erahne ich den Schmerz. Erst vor kurzem hat sie das gleiche mit ihrem Ex-Freund durchgemacht.

Ich erzähle, wie mich die letzten Tage ausgelaugt haben.

„Der Arsch ist mit seiner neuen Freundin zusammengezogen. Hat nur seine Klamotten mitgenommen, also habe ich den Rest in den Keller geworfen.“ Ich leere das Weinglas in einem Zug.

„Dann habe ich mit einem Anwalt gesprochen. Er soll alles regeln, zwischen Søren und mir gibt es nichts mehr zu reden.“ Ich atme tief ein, blinzle fieberhaft, trotzdem rinnt eine einzelne Träne meine Wange hinab. Es tut unweigerlich weh, dass mich der Mann, dem ich voll und ganz vertraut habe, derart im Stich gelassen hat.

Pulsuz fraqment bitdi.

1,96 ₼