Kitabı oxu: «Valentinstag: Leidenschaft im Paradies: Erotische Novelle»

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Malin Edholm

Valentinstag: Leidenschaft im Paradies: Erotische Novelle

Lust

Valentinstag: Leidenschaft im Paradies: Erotische Novelle ÜbersetztGesa Füßle Original Alla hjärtans dag: Passion i paradiseCoverbild/Illustration: Shutterstock Copyright © 2019, 2019 Malin Edholm und LUST All rights reserved ISBN: 9788726180824

1. Ebook-Auflage, 2019

Format: EPUB 2.0

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Valentinstag: Leidenschaft im Paradies

Valentinstag verbinde ich noch immer mit amerikanischer Kultur, obwohl es ihn schon lange in Schweden gibt und es ein etabliertes romantisches Fest ist. Meine früheren „Valentinstag-Tage“ variierten von allein zu Hause romantische Komödien gucken und dabei einen halben Liter Ben & Jerry essen, über zivilisierte Abendessen mit Freunden bis zu romantischen Dates mit den damaligen Partnern. Aber meistens ist das Fest unbemerkt an mir vorbeigegangen und erst am Tag danach fiel mir auf, dass ich den Vortag mit Romantik, Schokolade und Kuscheltieren hätte verbringen sollen. Ich ziehe Finnlands Variante des kommerziellen Zustands vor, eine Art Freundestag, wo das Platonische dem Romantischen übergeordnet ist. Das ist echt schön.

In Schweden heißt der Valentinstag seit 1956 so, als die Warenhauskette NK ihn einführte. Kapitalismus, nicht Liebe. Diese wertlosen Fakten habe ich irgendwann mit Mitte zwanzig aufgeschnappt. Jetzt sitze ich in der Schülerbücherei, nicht in einem leisen Lesesaal, weil ich da wahnsinnig werde, sondern auf einer Galerie mit Schreibtischen in einem offenen Teil der Bücherei, der zur Cafeteria rausgeht. Hier sitze ich und prokrastiniere, indem ich Valentinstagsfakten google. Auf einer Website steht, dass der Valentinstag einen sagenumwobenen Ursprung in dem römischen Luperaliafest hat. Meistens geht es um den heiligen Valentinus, der zwar nicht unbedingt der Ursprung, sicher aber der Namensgeber des Festes ist. Die Korrektheit der zahlreichen Mythen über den Tag ist sehr fraglich, aber ich lese trotzdem weiter mit einer Art Besessenheit, die ich sonst nicht von mir kenne.

Ich weiß nicht, was ich heute mit mir anfangen soll, meine Prokrastination erreicht einen neuen Höhepunkt, und um nicht von der Angst und dem Stress verschluckt zu werden, die mich leicht überkommen, beschließe ich, meine Hausaufgabe über die Geschichte des Valentinstags zu schreiben. Es ist eine kurze Hausaufgabe für ein Miniseminar und ich wähle den Fokus aufs Mittelalter, da man frühere Feierlichkeiten nicht nachweisen kann. Ich kann verwenden, dass Shakespeare Ofelia im Hamlet über den Tag sprechen lässt und darüber singen, dass sie sein Valentin ist, was die historische Existenz des Tages beweist, wenn auch nicht seine Relevanz für alle Menschen.

Am Tagesende handelt meine Prüfungsaufgabe eher um Liebe als um etwas anderes. Was Liebe tatsächlich bedeutete, sein durfte und welche Rolle sie im Leben der mittelalterlichen Menschen mit dem Rittertum spielte. Ich als Kind der 90er-Jahre kann mir nur schwer vorstellen, das die Ehe nicht auf der Liebe aufbaute, erst in der moderneren Zeit. In meiner Hausaufgabe gebe ich an, dass die höfische Liebe im Mittelalter eine nährende Rolle spielte, bei der der Mann eine adlige Frau umgarnte, die wiederum seiner Liebe nicht zugeneigt sein durfte. Die Liebe sollte einseitig sein, keusch und ohne Vereinigung. Eine langweilige Liebe, das Bild der Frau als kein sexuelles Wesen … Das stimmt nicht. Ich träume mich fort zur Erinnerung an mich und Lo am Vorabend, als wir Essen gekocht, aber den Topf auf dem Herd dann ganz vergessen und Sofa und Bett stattdessen vollgeschwitzt haben.

Ich komme nach Hause, verfroren und voller Schnee. Meine Wimpern sind weiß vom Frost, die Hunde vor der Veranda sehen aus wie Eisbären. Und da sitzt sie, meine Lo.

Im Bademantel und Pantoffeln sitzt sie auf dem Sofa und trinkt Tee. Der Duft von Zitrone breitet sich bis in den Flur aus. Sie lächelt mich an und ihr Lächeln bringt einen Punkt tief in meinem Bauch zum Kribbeln. Ihr Bürstenschnitt ist helllila gefärbt und passt zu ihren graublauen Augen, die in dem Licht einen violetten Schimmer haben. Wir wohnen nicht zusammen, verbringen aber so viel Zeit in der Wohnung der anderen, dass es vermutlich schlauer wäre, nicht mehr zwei Mieten zu bezahlen.

Ich gehe zu ihr und umarme sie, sie riecht nach Kokosöl. Ihre Haut ist warm unter mir. Wie kann eine erwachsene Person so weich sein? Der Bademantel ist kurz und zeigt ihre nackten Beine und obwohl mir so kalt ist, werde ich erregt, wenn ich sie so sehe. Ich setze mich vor sie und lasse meine Hände langsam ihre Schenkel heraufstreichen, der Bademantel öffnet sich weiter und weiter. Sie ist darunter nackt. Ich lege mein Gesicht zwischen ihre Beine und lecke an ihrer Muschi. Sie schmeckt so süß, säuerlich und scharf. Sie schmeckt nach Lo. Ich labe mich an ihrem rinnenden Saft und lasse meine Zungenspitze und meine Hände mit ihrer erigierten Klitorisperle spielen. Als sie kommt, drückt sie ihre Schenkel auf meine Ohren und ich bin dort gefangen, in ihr. Es fällt mir etwas schwer zu atmen und der Duft ihres Inneren hüllt mich ein.

„Wie findest du Valentinstag?“, wage ich später am Abend zu fragen, während wir auf dem Sofa essen und eine Folge von The L Word angucken. Ein Kinodate oder ein gewöhnliches Abendessen reicht vielleicht nicht. Ich möchte es perfekt machen, was immer es sein soll.

Pulsuz fraqment bitdi.