Kitabı oxu: «Begierde 12 - Rollenspiel: Erotische Novelle»

Şrift:

Malva B

Begierde 12 - Rollenspiel: Erotische Novelle

Übersetzt

Gertrud Schwarz

Lust

Begierde 12 - Rollenspiel: Erotische Novelle ÜbersetztGertrud Schwarz

Original

Begär 12: RollspelCoverbild / Illustration: Shutterstock Copyright © 2013, 2020 Malva B. und LUST All rights reserved ISBN: 9788726454659

1. Ebook-Auflage, 2020

Format: EPUB 2.0

Dieses Buch ist urheberrechtlich geschützt. Kopieren für gewerbliche und öffentliche Zwecke ist nur mit Zustimmung von LUST gestattet.

Was zur Hölle sieht er in Beatriz, der ältlichen Trulla mit null IQ?, dachte Hanna, als sie mit Fredrik zum Staré Město unterwegs war, der Altstadt von Prag. Fredrik hat Hanna als Geste der Versöhnung auf einen Wochenendtrip nach Tschechien eingeladen. Wieder und wieder hat er darauf bestanden, dass Beatriz ihm nichts bedeutete. Er hatte nur mal betrunken mit ihr rumgemacht. Aber was ist, wenn er lügt? Vielleicht vögelte ihr Freund diese schönheitsoperierte Tussi jedesmal, wenn er auf Geschäftsreise in Argentinien war?

Prag ist wie ein Museum mit neuen Dachpfannen. Sie sind auf dem Weg zum Stavovské divaldo, dem Stadttheater. Hand in Hand gehen sie an einem älteren Mann vorbei, der den Rasen mäht. Der Rasenfleck ist etwa so groß wie der Rasenmäher.

„So einen Job hätte ich auch gern“, sagt Fredrik. „So von wegen schnelle Ergebnisse.“

Hannas Absätze klackern auf dem Kopfsteinpflaster. Das grüne Theatergebäude mit den vier großen weißen Pfeilern liegt am Ende eines kleinen dreieckigen Platzes. Hanna spürt, wie der Flügelschlag der Geschichte sie streift, als sie sich auf ihren Platz setzt und zu den Deckenbemalungen und den goldenen Balkonen hochblickt. Man kann die Atmosphäre beinah greifen. Fredriks Niesen holt sie in die Gegenwart zurück.

„Ich glaube, sie haben hier nicht staubgesaugt, seit Mozart das letzte Mal hier war“, sagt er.

Hanna kann sich nur schwer auf die Vorstellung konzentrieren. Sie kann das arrogante Grinsen von Beatriz nicht vergessen, als sie ihr erzählte, wie gut sie Fredrik kannte. Hanna wünscht sich eine Fernbedienung, mit der sie ihre Gedanken abstellen könnte.

Während dem zweiten Akt schließt sie die Augen in einem tapferen Versuch, sich nicht mehr zu ärgern. Es grenzt schon an Ironie, dass Fredrik ausgerechnet für Don Giovanni Karten besorgt hat. Die Musik erinnert sie an das Musical, das sie in Buenos Aires gesehen haben, in dem dreiundzwanzig spindeldürre Tänzerinnen mit unnatürlich großen Brüsten vor einem Samtvorhang über die Bühne hüpften. In Hannas Fantasie spielt Beatriz die Hauptrolle. Wie eine aufgezogene Porzellanpuppe surrt sie immer wieder herum. Plötzlich verliert sie das Gleichgewicht und fällt durch ihre überdimensionalen Brüste vornüber. Sie platzen. Ein rosa Luftballon mit lachendem Mund schwebt auf die Bühne hinab. Don Giovanni tritt drauf.

Hanna wacht auf und lacht unangemessenen auf, als Don Giovanni sich in Wirklichkeit gerade vor dem Publikum verbeugt und der Vorhang fällt. Die Frau in der Reihe vor ihr dreht sich um und bedenkt Hanna mit diesem Blick, den nur mittelalte Frauen mit lila-stichigen Haare in der Oper draufhaben. Aber Hanna ist das egal. Sie hat ihre Unlust abgeschüttelt und fühlt sich jetzt richtig frisch.

„Sandra ist sauer auf mich“, erzählt Hanna eine Stunde später, als sie bei einem typisch tschechischen Abendessen mit Schinken und Kartoffelbrei in einem Restaurant in der Nähe sitzen.

Fredrik sieht auf und hört mitten im Biss auf zu kauen.

„Sandra? Wann habt ihr euch gesehen?“, fragt er.

Hanna stochert im Essen herum. Der Schinken sieht aus wie der Schweinebraten von Oma, den sie jedes Weihnachten probieren musste, als sie klein war. Sie schneidet einen Fettstreifen ab und wünschte, sie hätte stattdessen Wurst mit Brot bestellt.

„Ich habe sie schon ziemlich lange nicht mehr gesehen. Ich weiß nicht, wieso mir das gerade jetzt einfällt, aber sie hat mich letzte Woche angerufen und erzählt, dass der Spanier, mit dem sie was hat, jetzt mit ihr zusammenziehen will.“

„Ach du meine Güte! Nach zwei Monaten Beziehung?“

„So in etwa habe ich auch reagiert. Aber da hat sie mich angeschrien, dass ich nur eifersüchtig bin. Wie krank das ist, dass ich immer die Erste und die Beste sein will, die Glücklichste und die Schönste. Dass es pathetisch ist, dass ich mich nicht einfach für sie freuen kann.“

Pulsuz fraqment bitdi.

1,96 ₼