Kitabı oxu: «Jetzt trage ich dir nichts mehr nach»

Şrift:



Mit einem Vorwort

von Jana Haas


Besuchen Sie unseren Shop: www.AmraVerlag.de

Ihre 80-Minuten-Gratis-CD erwartet Sie. Unser Geschenk an Sie … einfach anfordern!

Eine Originalausgabe im AMRA Verlag

Auf der Reitbahn 8, D-63452 Hanau

Hotline: + 49 (0) 61 81 – 18 93 92

Kontakt: Info@AmraVerlag.de


Herausgeber & Lektor Michael Nagula
Einbandgestaltung Guter Punkt
Layout & Satz Birgit Letsch
Druck CPI books GmbH

ISBN Printausgabe 978-3-95447-420-2

ISBN eBook 978-3-95447-421-9

Copyright © 2020 by AMRA Verlag & Records

Ebenfalls von Manfred Mohr bei uns erhältlich:

Vergeben Versöhnen Verzeihen. Frieden beginnt in uns selbst. Neue Anwendungsformen der Herzenstechnik Ho’onopono

Alle hier vorgestellten Informationen, Ratschläge und Übungen sind natürlich subjektiv. Sie wurden zwar nach bestem Wissen und Gewissen geprüft, dennoch übernehmen Verfasser und Verlag keinerlei Haftung für Schäden gleich welcher Art, die sich direkt oder indirekt aus dem Gebrauch der Informationen, Ratschläge oder Übungen ergeben.

Alle Rechte der Verbreitung vorbehalten, auch durch Funk, Fernsehen und sonstige Kommunikationsmittel, fotomechanische, digitale oder vertonte Wiedergabe sowie des auszugsweisen Nachdrucks. Im Text enthaltene externe Links konnten vom Verlag nur bis zum Zeitpunkt der Buchveröffentlichung eingesehen werden.

Auf spätere Veränderungen hat der Verlag keinerlei Einfluss.

Eine Haftung des Verlags ist daher ausgeschlossen.

Inhalt


Einführung von Jana Haas

Vorwort zur aktuellen Situation

Begrüßung zum Kurs

Weshalb du dieses Buch wie ein Bildhauer lesen solltest

TAG1Dein Startschuss zu einer neuen Sicht der Welt

TAG2Achte auf deine Gedanken

TAG3Das Bild von dir selbst

TAG4Schau in den Spiegel

TAG5Tat tvam asi

TAG6Thema Partnerschaft – Teil 1

TAG7Partnerschaft – Teil 2: Der Honeymoon Effekt

TAG8Das klassische Ho’oponopono

TAG9Dein Lebensbild

TAG 10Vielleicht ist nur unser Denken falsch?

TAG 11Die vier Sätze des Ho’oponopono

TAG 12Die Kraft der Vergebung

TAG 13Dir selbst verzeihen

TAG 14Die Liebe entzünden

TAG 15Wie die Liebe wirkt

TAG 16Nur was du liebst, kannst du auch verändern

TAG 17Typische Fragen

TAG 18Herz und Schmerz

TAG 19Die Rolle der Gefühle

TAG 20Dein Herz befragen

TAG 21Die doppelte Verständnistechnik

TAG 22Deine Resonanz erkennen

TAG 23Das Auto der Freundin

TAG 24Die Motorrad-Tour

TAG 25Weshalb verletze ich meinen Partner?

TAG 26Kleine Wunder, die geschehen

TAG 27Mit anderen hoppen

TAG 28Ich und du und die Weltwirtschaftskrise

TAG 29Die neue Dimension der Realitätsgestaltung

TAG 30Dieser Kurs geht zu Ende – aber tut er das wirklich?

ANHANG

Feedback

Hilfen beim Üben

Bonus-Hoppen-Ergebnisse

1. Wenn ich das »Virus« wäre …

2. Das Schwein Veronika

3. Der Mann trinkt Alkohol

Bibliografie

Über den Autor

Liebe Leserinnen und liebe Leser,


Vergebung macht frei!

Vergeben kann nur, wer wahrhaft liebt!

Jeder, der nach innerer Freiheit strebt, wird mit der Notwendigkeit konfrontiert, vergeben zu müssen. Erst diese Tugend ermöglicht wahre Weisheit und eine erhöhte Lebensqualität, denn sie erweitert unseren Horizont und ermöglicht tiefe Einsichten und Erkenntnisse. Dieses Wachstum der Persönlichkeit entspricht einem lebenslangen inneren Prozess, und je eher wir damit beginnen, umso besser wird es uns gehen.

Manfred Mohrs vorliegendes Buch Jetzt trage ich dir nichts mehr nach stellt uns vielfältige heilende Möglichkeiten zur Verfügung, die wir kennenlernen und so oft anwenden können, bis wir spüren, dass wir frei von quälenden und dunklen Emotionen geworden sind. Es hilft uns, intensive Erfahrungen zu machen, und das verdanken wir dem Autor, denn Manfred ist selbst einen intensiven Weg der Vergebung und Heilung gegangen und spiegelt authentisch den Weg der Liebe wider.

In den Härten des Lebens kann man schnell dazu neigen, die Tugend der Vergebung zu unterschätzen und zu vernachlässigen. Doch wer weiß, wie heilsam und wichtig diese Schwingung auch für unser Vorankommen später im Jenseits ist, der wird diese Seelenstärke zu Lebzeiten umso mehr zu schätzen wissen und aufbringen wollen.

Mein Wissen über den Sinn des Lebens, die jenseitigen Welten und die großen Wege, die unsere Seele durch die Leben nimmt, hat mir bei der Kultivierung von Liebe und Vergebung in meinem Alltag schon oft und ganz konkret geholfen. Als ich beispielsweise immer mehr in die Öffentlichkeit ging und meine Bücher, Vorträge, Seminare und Fernsehauftritte von immer mehr Menschen wahrgenommen wurden, konnte ich mich über zahllose positive oder interessiert neutrale Rückmeldungen und Zeitschriftenartikel freuen.

Doch immer wieder gab es auch Anfeindungen und negativ gefärbte Berichterstattung. Wobei »Berichterstattung« hier wohl nicht das richtige Wort ist, denn häufig wurde von Menschen über mich geschrieben, die schlicht und ergreifend keine Ahnung von dem hatten, worüber sie sich da öffentlich ausbreiteten. Als ich Mitte dreißig war, gab es beispielsweise einen sehr negativen Artikel über mich – von einer Journalistin, die sich weder meinen Vortrag angehört hatte noch je zuvor etwas von mir gehört, geschweige denn ein Buch von mir gelesen hatte. Sie nutzte mein Auftreten einfach als Gelegenheit, ihre eigene Negativität und ihren mangelnden Glauben in die Welt hinauszuposaunen. Der Artikel war richtiggehend bösartig, und ich war sehr empört – darüber, wie ein Mensch seine Macht derart ausnutzen und gegen jemanden lenken kann, den er nicht einmal kennt. Diese Geschichte beschäftigte mich mehrere Tage lang. Ich hing in meinen Gedanken fest.

Schließlich kam ich jedoch darauf, dass ich es nicht länger zulassen wollte, dass ein fremder Mensch so über meine Gefühle bestimmt. Ich dachte an den Sinn des Lebens, meinen Seelenplan und den Weg der Seele nach dem physischen Tod. Mir fiel der Lebensrückblick ein, den auch ich eines Tages zusammen mit meinen Engeln vornehmen würde. Alle Emotionen, die dann noch aktiv schlummern und nicht verarbeitet sind, werden erneut angeschaut und müssen geklärt werden. Dieser Prozess ist sehr wichtig für das weitere Reifen und den Weg der Seele durch die himmlischen Dimensionen und später in eine nächste Inkarnation.

Vor diesem Hintergrund fragte ich mich nun, ob ich tatsächlich zulassen wollte, dass ich in meinem weiteren Leben und eventuell auch nach meinem Tod noch mit den Emotionen, die diese Journalistin in mir hervorrief, zu tun habe. Wollte ich mich wirklich weiterhin mit der Frau und ihrem Artikel herumärgern? Wollte ich noch mehr Zeit meines wertvollen Lebens zähneknirschend und verärgert verbringen, nur weil diese Frau diesen Artikel auf diese Weise verfasst hatte? Wollte ich ihr erlauben, mein Licht zu verdunkeln? Wollte ich ihr dermaßen viel Macht über mich geben? Ganz sicher nicht!

Schnell erkannte ich, dass ich der Frau vergeben musste. So entschied ich mich, jetzt gleich mit dieser Geschichte abzuschließen, um dann befreit weiterzugehen. Auch das war für mich ein Zeichen der Selbstliebe. Es war ja nur zu deutlich: Wenn es mich nach meinem Tod, wo die Seelenqualitäten betrachtet werden, nicht mehr interessierte, was irgendein Mensch irgendwann einmal über mich gedacht und geschrieben hat, dann war es auch nicht wichtig genug, mich jetzt dafür zu interessieren oder mich gar davon fesseln zu lassen. Ich konnte jetzt gleich damit abschließen und ein Vergebungsgebet sprechen. Dabei spürte ich innerlich: »Ich vergebe dir, denn du weißt nicht, was du tust.« Es war eine wertvolle Erfahrung für mich, und seither bin ich sehr viel eher dabei, allem zu vergeben, was mich ärgert und herausfordert … Ich lasse es erst gar nicht mehr dazu kommen.

Ich habe daraus gelernt, dass wir uns bei allen emotionalen Herausforderungen im Leben bewusst fragen sollten: »Wie lange will ich dieses Päckchen noch tragen?«

Wenn dich etwas ärgert oder jemand Wut, Trotz und Empörung in dir hervorruft, frage dich: Möchtest du zulassen, dass dich diese Geschichte, dieser Mensch in deinem weiteren Leben, vielleicht sogar noch im Jenseits, interessiert und beschäftigt? Möchtest du zulassen, dass dieses Geschehen, dieser Mensch so viel Macht über dich hat, dass du die ungeklärten Emotionen dein Leben lang mit dir herumtragen und selbst nach deinem Tod noch damit zu tun haben wirst?

Wenn du dies nicht zulassen willst, dann vergib! Sei es dir selbst wert zu lieben, zu vergeben und erfüllt von innerer Freiheit dein Leben zu genießen.

Ich wünsche dir sehr viel Freude auf deiner Lebensreise, viel Segen und himmlische Führung, und möge dieses wundervolle Buch von Manfred Mohr dir helfen zu vergeben und deinem Herzen zu folgen.

Jana Haas

Kreuzlingen/Schweiz

Krise und Neubeginn


»Wer will, dass die Welt so bleibt, wie sie ist, der will nicht, dass sie bleibt.«

(Erich Fried)

Während ich das hier schreibe, befinden wir uns in der zweiten Hälfte des Jahres 2020, in einer intensiven Zeit der Veränderung und des Wandels. Das Neue möchte werden, und das Alte und Bestehende muss nun immer mehr dem Neuen Raum und Leben schenken. Im Grunde befinden wir uns deshalb irgendwo in der Mitte dieses Wechsels, das Neue ist zur Hälfte da, das Alte noch zur Hälfte fortbestehend.

Für uns Menschen, die diesen Prozess miterleben, ist die aktuelle Phase erfüllt von Unsicherheit und Sorge. Wo geht der Neue Weg hin? Noch sehen wir nicht, wohin die Entwicklung uns führen möchte. Bekannte Strukturen, die uns Sicherheit gegeben haben, lösen sich langsam auf.

Der neue Rahmen, die neue Struktur, muss sich erst finden und schöpferisch ausbilden. Der ewige, alchemistische Vorgang des solve et coagular, des sich Auflösens und Verfestigens, verlangt nun wieder eine neue Transformation unserer Lebensumstände. Diesmal hat keine Naturgewalt oder Bankenverwicklung dafür gesorgt, nein, es war das Narrativ eines kleinen unscheinbaren »Virus«, der die Welt zum Stillstand und zum Ausatmen gebracht hat.

Wie wird die Neue Welt ausschauen, wenn das Räderwerk des Lebens wieder Fahrt aufnimmt? Wie werden wir es erleben, wenn die Welt wieder einatmet und ein neuer Zyklus beginnt? Noch wissen wir es nicht. Und doch, da wir ein Teil des kosmischen Geschehens sind, gestalten wir es, jeder für sich, ein winziges Stück weit mit. Jeder von uns kann etwas zur positiven Veränderung beitragen. Niemand ist »zu klein«:

»Falls du glaubst, dass du zu klein bist, um etwas zu bewirken, dann versuche mal zu schlafen, wenn eine Mücke im Raum ist.« (Dalai Lama)

Astrologisch betrachtet war im Jahr 2020 der wichtigste Transit die Konjunktion von Pluto und Saturn im Steinbock. Von den möglichen Deutungen möchte ich besonders diejenige herausstellen, die den Saturn der bestehenden Struktur und den Pluto der Transformation zuordnet. Da Pluto noch dazu der Überzeugung, der Vorstellung und dem Glauben zugerechnet werden kann, findet der äußere Wandel gleichzeitig innerlich in den Köpfen der Menschen statt, in ihrem Denken und ihren Meinungen. Sozusagen auf allen Ebenen.

Wenn jetzt selbstverständlich eine gewisse Unklarheit bestehen muss, wie diese Wachablösung Alt gegen Neu sich vollziehen wird, hilft ein Blick in die Geschichte. Das letzte Mal, als Pluto in Konjunktion zum Saturn im Steinbock stattgefunden hat, war vor etwa 500 Jahren. Als wichtigsten Moment der Geschichte findet sich, dass damals 1517 Martin Luther seine Thesen an die Kirchentür in Wittenberg genagelt hat. Es war der Beginn der Reformation, dem eine Spaltung der Gesellschaft in die beiden konkurrierenden Parteien katholisch (alt) und evangelisch (neu) folgte. Die Auseinandersetzung der beiden mündete in viele kriegerische Auseinandersetzungen, etwa den Dreißigjährigen Krieg. Schaut man genauer hin, ging es dabei um den »richtigen« Glauben, im Gegensatz zum »falschen«. Je nach persönlicher Meinung konnte dabei als »richtig« entweder der katholische, althergebrachte oder der neue, protestantische Gottesglaube herangezogen werden. Als neue Struktur entstand dabei die evangelische Kirche mit ihrem moderneren Glaubenssystem. Der Glaube (Pluto) hatte zur Veränderung (Pluto) der bestehenden Struktur (Saturn) geführt.

»Zu glauben ist schwer.

Nicht zu glauben ist unmöglich.« (Victor Hugo)

Wo finden wir nun Parallelitäten zur aktuellen Zeit Ende des Jahres 2020? Bei der Suche nach einem Glauben hinsichtlich »richtig« und »falsch« stoßen wir rasch auf eine Vielzahl von Meinungen, die das Narrativ des »Virus« betreffen. Die öffentliche Diskussion ist so emotional aufgeladen, weil es hier schlichtweg um Leben und Tod geht, weshalb ich schon von einer Art Spaltung der Gesellschaft sprechen möchte. Auf der einen Seite stehen die treuen und solidarischen Bürger, die den Vorgaben der Politik bereitwillig folgen, auf der anderen Seite die skeptischen und kritischen Mitmenschen unterschiedlichster Couleur, die anderer Meinung sind, an etwas anderes glauben und andere Wege gehen möchten. Und dieser Riss geht durch alle Gesellschaftsschichten, durch Familien ebenso wie durch Firmen und den privaten Bekannten- und Freundeskreis.

»Glaube und Zweifel bedingen einander wie ein- und ausatmen; sie gehören zusammen.«

(Hermann Hesse)

In die bestehende Situation hinein wird im zweiten Halbjahr 2020 der Mars in seinem Heimatzeichen Widder stehen und dabei unablässig Öl ins Feuer gießen. Der Mars steht hier besonders stark und bildet noch dazu bis Jahresende ein Quadrat zum Pluto/Saturn. Michael Allgeier hat in seiner Prognose für 2020 bereits darauf hingewiesen, in seiner jahrzehntelangen Praxis als Astrologe noch nie eine so spannungsgeladene Konstellation am Himmel erlebt zu haben.

Deshalb ist es auch besonders wichtig, dass jeder, der diese Zusammenhänge kennt, vor seiner eigenen Tür kehrt und viele kleine Dinge tut, im Sinne des Dalai Lama. Der Meinungsstreit und das Besserwissen lodern bereits genug, die Veränderung sollte nun in tolerante und verbindende Bahnen gelenkt werden. Diese Form von »heiligem Krieg der richtigen Meinung« kann niemand gewinnen.

»Es ist schwieriger, eine vorgefasste Meinung zu zertrümmern als ein Atom.«

(Albert Einstein)

Jeder von uns ist deshalb genau jetzt dazu aufgefordert, positive, verbindende und harmonische Impulse in sein persönliches Umfeld zu senden. Lasst es uns zu unserer Aufgabe machen bis zum Jahresende und gern auch darüber hinaus.

Als Hoffnungsschimmer wechselt dazu Saturn aktuell Anfang Dezember 2020 vom Steinbock in den Wassermann. Die Strenge des Steinbocks weicht damit langsam dem Veränderungswillen des Wassermanns, der das Wohl der Allgemeinheit im Sinn hat. Die bevorstehende Verwandlung muss nicht zerstörerisch oder kriegerisch ablaufen, die marsianische Energie kann ebenso gut abgeschwächter und natürlicher fließen, wenn die Herzen der Menschen offen sind in der Begegnung der Meinungen. Ich bin mir sicher, dass beide Seiten bestimmt nur das Beste wollen für ihre Familien, für ihre Partner, ihre Kinder und Bekannten. Das möchten wir doch alle. Das Motto der nächsten Monate sollte deshalb lauten: Auch wenn du eine andere Meinung hast, so akzeptiere ich dich doch insgesamt als Menschen.

Lasst uns Verständnis und Toleranz gegenüber Andersdenkenden üben. Lasst uns den ganzen Menschen sehen und nicht nur seine andere Meinung. Lasst uns These und Antithese verbinden zur Synthese, zum Neuen.

Mittel zu diesem Zweck gibt es genug. Da gibt es zum Beispiel die Gewaltfreie Kommunikation, die uns lehrt, mehr mit dem Herzen zuzuhören und aus dem Herzen zu sprechen, und da gibt es das wunderbare »work« einer Byron Kathie. Für mich ist das hawaiianische Vergebungsritual Ho’oponopono die am besten geeignete Methode, den anders denkenden Menschen in unser Herz zu nehmen, um in Frieden mit der vorhandenen Situation zu gelangen.

»Das Herz und nicht die Meinung ehrt den Mann.«

(Friedrich Schiller)

Jeder von uns kann etwas tun, ja er sollte es sogar. In nächster Zeit werden wir alle immer wieder vor die Wahl gestellt, uns zu entscheiden, wie wir mit anderen reden, wie wir uns austauschen und wie wir mit der Meinung anderer umgehen. Dort, wo uns der Verstand mit seinen Meinungen und Glaubenssätzen vom Mitmenschen trennen will, da verbindet uns das Herz immer aufs Neue. Lasst uns daher mehr auf die leise Stimme unseres Herzens hören und weniger auf das lautstarke Organ unseres Verstandes. Mitgefühl, Toleranz und Liebe möchten aus unseren Herzen fließen.

Jetzt sind sie alle drei besonders wichtig.


Begrüßung zum Kurs


Herzlich willkommen zum Kurs Jetzt trage ich dir nichts mehr nach – Vergebung schaffen in 30 Schritten. In ihm möchte ich dir einen Monat lang das Vergebungsritual Ho’oponopono und die damit verbundene Sichtweise der Hawaiianer auf unsere Welt vermitteln. Der Kurs ist in 30 Kapitel unterteilt. Es ist so gedacht, dass du jeden Tag ein Kapitel mit ein wenig Hintergrundwissen und einer kleinen Übung absolvierst. Nach dem Motto: Der stete Tropfen höhlt den Stein.

Mit dem Belegen dieses Kurses hast du dem Universum deinen eindeutigen Entschluss signalisiert, dich mit dem Thema Vergebung wirklich und vertiefend zu beschäftigen. Den Kurs habe ich in den vergangenen Jahren immer wieder durchgeführt und dabei kontinuierlich verbessert. Sein Vorteil ist es, langsam aber stetig in dieses Thema einzutauchen und dabei deinem Gehirn Zeit zu geben, sich auf sehr natürliche Weise neu zu verdrahten. Wir lernen hier über einen Monat eine neue Form, in die Welt zu schauen, und die ständigen täglichen Impulse geben unserem Gehirn stets aufs Neue die Aufforderung, neu und anders zu denken. Irgendwann in diesen vier Wochen bilden sich dann neue Synapsen und Gehirnautobahnen aus und wir denken anders – das Ziel dieses Kurses ist erreicht! Wenn du die Welt verändern möchtest, beginne bei dir selbst!

Die 30 Lektionen kannst du jeden Tag einzeln durchlesen, einen Tag wirken lassen und dann wieder aufs Neue in die doch noch eher fremde Sichtweise der Hawaiianer einsteigen. Ich empfehle dir, jede Übung des Tages nach dem Lesen auch wirklich gleich durchzuführen und begleitend in einem Kursbuch oder deinem Tagebuch festzuhalten. Du wirst durch diese Übungen langsam eine neue Weltsicht erlangen. Dafür genügt es übrigens nicht, die Übungen nur zu lesen …

Es ist vielleicht empfehlenswert, diesen Kurs am Abend eines jeden Tages durchzuführen. Nimm dir deshalb am besten dafür immer eine gewisse Zeit. Natürlich kannst du den Kurs auch schon am Beginn eines jeden Tages einbauen, wenn du ein Frühaufsteher bist. Mach es so, wie du es möchtest.

Die einzelnen Texte jeden Tages sind kurz, aber prägnant. Im Laufe des Kurses werde ich dir immer wieder etwas Neues über die Weltanschauung der Hawaiianer erzählen, so dass dir ihre Sichtweise immer verständlicher wird. Mit der Zeit wird ein rundes Bild entstehen, bei dem du dich und deine Umgebung mit ganz neuen Augen betrachten kannst.

Ho’oponopono kenne ich jetzt seit fünfzehn Jahren. Meine Frau Bärbel und ich haben es damals laufend praktiziert. Dabei entstand im Freundeskreis eine verwandte, aber doch eigene Technik von uns beiden, die Bärbel dann etwas scherzhaft als »Hoppen« abgekürzt hat. Auch, um es vom »normalen« Ho’oponopono abzugrenzen. Für sie war es eine neue, noch stärkere Form des Bestellens. Deshalb wurde unser Buch aus dem Jahr 2008 dann auch folgerichtig betitelt: Cosmic Ordering – die neue Dimension der Realitätsgestaltung aus dem alten hawaiianischen Ho’oponopono.

Ich werde dir in diesem Kurs beide Techniken vorstellen, sowohl das ursprüngliche Ho’oponopono als auch das Hoppen. Hoppen soll aber der Schwerpunkt sein.

Wie funktioniert das hawaiianische Ritual denn nun wirklich?

Ich muss gestehen: Auch mir bereitete der erste Kontakt mit der Idee des Ho’oponopono richtiggehend Kopfzerbrechen. Keine andere mir bekannte Herangehensweise ist dermaßen kompromisslos, denn der Satz »Alles ist mit allem verbunden« wird hier konsequent zu Ende geführt. Wenn ich mit jedem Menschen und überhaupt mit allem in dieser Welt untrennbar verbunden bin, dann muss ich doch in gewisser Weise auch dazu in der Lage sein, positiven Einfluss darauf zu nehmen. Alles, was ich dazu beim Hoppen tun muss: Jeden Teil, der mit einem bestimmten Problem in meinem Leben in Resonanz steht, zu lieben, ihm zu danken und ihn anzunehmen. Wie beim »Bestellen beim Universum« muss man es einfach einmal versucht haben, denn erst die eigene Erfahrung kann wirklich überzeugen.

Und der Erfolg gibt dieser Form des Verzeihens Recht!

Du wirst feststellen, dass dieses Seminar sehr persönlich ist. Bei der Technik des Hoppens wenden wir uns ganz nach innen und treten in Kontakt mit unserem Herzen. Deshalb habe ich von Beginn an die vertrautere Anrede des »Du« gewählt. Ich hoffe, dies ist in Ordnung für dich.

Nun noch kurz etwas zu den Inhalten:

Die ersten Tage führen dich langsam an die Sichtweise des Ho’oponopono heran.

Ab Tag 8 erfährst du dann mehr über das klassische Ho’oponopono in seinen verschiedenen Varianten.

Ab Tag 11 gehen wir immer stärker in Kontakt zum Herzen. Beim Hoppen geht es vor allem deshalb, dich in einer Form von Gebet an die Liebe im Herzen zu wenden, damit sie dein inneres Problem zu lösen hilft, das mit dem äußeren Problem in Verbindung steht. Hier wird anschließend auch die »Herzenstechnik« vorgestellt, bei der du dein inneres Problem in Liebe einhüllst.

Tag 17 ist den häufigsten Fragen gewidmet, die bisher zum Hoppen gestellt wurden.

Tag 20 und einige folgende Tage behandeln die doppelte Verständnistechnik, bei der wir uns fragen, wie dieses Problem eigentlich entstanden sein könnte. Diese Technik wird an mehreren Themen geübt.

An den letzten Tagen erfährst du unter anderem von kleinen Wundern, die beim Hoppen geschehen sind. Jeder, der diesen Kurs macht, wird schon bald über viele wundersame Erlebnisse berichten können, die ihm in den 30 Tagen begegnet sind.


Dieses Buch erscheint gegen Ende 2020, eines Jahres, das uns mit dem Auftauchen des »Corona-Virus« vor eine große Herausforderung gestellt hat. Jeder Einzelne von uns wurde dabei mit Gefühlen wie Sorge oder Ohnmacht konfrontiert. Ho’oponopono hat vielen Menschen dabei helfen können, gut durch diese herausfordernde Zeit zu finden. Denn ich kann immer mein Gefühl von Angst in mein Herz nehmen und es so lindern oder sogar heilen. In meinem Herz gebe ich mir alles, was ich brauche.

Ho’oponopono kann im Kleinen wie im Großen wirken. In der Corona-Zeit habe ich mich in einer Variante des Hoppens gefragt, wenn ich dieses »Virus« wäre, weshalb würde es mich geben, was wäre mein tieferer Sinn? Und ich habe dabei entdeckt, wie sehr ich mich im Hamsterrad meiner Arbeit verloren habe und nun, in einer Pause, wieder innehalten darf und ein Stück weit zu mir selbst finde. (Die ganze Antwort auf diese Frage findest du im Anhang zu diesem Buch).

Schließlich kann es mir gelingen, durch Ho’oponopono auch dann in meinem inneren Frieden zu bleiben, wenn Menschen unterschiedliche Meinungen haben, was den Umgang mit der Corona-Situation anbelangt. Ich kann den Teil in mein Herz nehmen, der unzufrieden mit den politischen Entscheidungen ist. Ich kann den Teil lieben, der in Resonanz mit Verschwörungstheorien ist. Jeder Einzelne von uns sendet unentwegt kleine Impulse aus, die zur Gesamtsituation beitragen. Durch die Praxis des Ho’oponopono werden unsere Beiträge friedlicher und entspannter. Denn jeder noch so gute Kampf gegen etwas trägt den Keim des Konfliktes in sich. Der Friede beginnt bei uns selbst, bei jedem von uns.

Viel Spaß beim Üben, Verzeihen und Lieben wünscht

Manfred Mohr

Weshalb du dieses Buch wie ein Bildhauer lesen solltest


Meine Kinder sind nun gerade volljährig geworden und zeigen mir mit ihrer Entwicklung, wohin die Reise in den kommenden Jahren wohl gehen wird, was persönliche Weiterbildung und Informationsvermittlung angeht. Als zum Beispiel mein Sohn kürzlich auf meinem Computer ein neues Windows-Betriebssystem einrichtete, nutzte er dazu eine ganze Reihe sogenannter Tutorials aus dem Internet. Das sind kleine Videos, in denen alle anstehenden Fragen und Probleme zu diesem Thema für den Ratsuchenden besprochen werden. Heutzutage gibt es Filmchen dieser Art zu so ziemlich allen Fragen, die gestellt werden können. Und mit Hilfe von Google findet man sie auch recht schnell im weltweiten Netz.

Zugegeben, das Internet hat seine Berechtigung. Und doch hat auch ein Buch noch immer seine Vorteile. Es ist für mich durchaus vergleichbar mit der Erfindung des Fernsehens, wonach viele Pessimisten unkten, das Kino habe seine Daseinsberechtigung verloren. Wie sich aber gezeigt hat, gibt es das Kino weiterhin. Es ist zu einem besonderen Event geworden, das sogar eine spezielle Wertschätzung erfährt.

In diesem Vergleich ist der Stellenwert eines Buches für mich ähnlich hoch wie ein Kinobesuch. Ja, es gibt eine Vielzahl von Informationen, die heute nur einen Tastendruck weit entfernt sind. Aber es ist etwas Besonderes, in ein Buch einzutauchen, um sich einem Thema tiefer und bewusster zu widmen. Deshalb finde ich, zum Zweck des Erlernens der hawaiianischen Vergebungstechnik ist ein Buch weitaus effektiver. Und das gerade, wenn es um diesen 30 Tage dauernden Weg geht, den wir hier gemeinsam beschreiten wollen. Denn in ein Buch kann ich hineinschreiben, ich kann es überallhin mitnehmen, ich kann damit an diesem Thema arbeiten, vielleicht so ähnlich, wie es ein Bildhauer tut, der eine Büste tagelang hingebungsvoll bearbeitet. Von Michelangelo ist das Zitat überliefert, dass er die Skulptur des weltberühmten David sehr einfach behauen konnte, denn der David sei im Marmor schon immer vorhanden gewesen, er habe nur den überflüssigen Stein entfernen müssen.

In ähnlicher Weise bitte ich dich, das Thema Ho’oponopono als Marmorblock zu sehen, den wir hier über 30 Tage immer wieder neu bearbeiten, ergründen und verstehen werden. Es ist eher eine stille Tätigkeit, ähnlich dem, wie ein Bildhauer in seinem Atelier ganz für sich schaffend wirkt. In gewisser Weise kehren wir dabei in uns selbst ein, und der Marmorblock steht symbolisch für unsere alten Denkweisen und Glaubensmuster, dir wir hier Schritt für Schritt betrachten, neu ordnen und in zeitgemäßer Form wieder zusammensetzen. Ho’oponopono zu praktizieren bedeutet, bereit zu sein, an uns selbst zu arbeiten. Immer, wenn du in dieses Buch schaust, gehst du in dein inneres Atelier, um deine innere Gestalt, deine innere Skulptur, neu und anders kennenzulernen.

Diese innere Arbeit wird weitergehen, wenn du das Buch zur Seite legst. Das Thema Ho’oponopono wird dich weiter beschäftigen, auch in deinem normalen Alltag. Wenn du dann wieder in dieses Buch eintauchst, wirst du es sicherlich bald mit anderen Augen lesen als zuvor.

So, wie du nie zwei Mal in den gleichen Fluss steigen kannst, wirst du auch dieses Buch immer neu und anders verstehen können. In der Sichtweise der Hawaiianer ändert sich ein Buch, das bei dir jahrelang im Schrank steht, wenn der Autor sich verändert. Scheinbar ist es noch derselbe Einband, und es enthält dieselben Seiten, die denselben Text tragen. Und doch ändert sich das Buch, sozusagen »zwischen den Zeilen«. Genauso ändert sich der Leser natürlich ebenfalls. Auch wenn du und dein »Marmorblock« rein äußerlich betrachtet dieselben zu bleiben scheinen.


TAG 1
Dein Startschuss zu einer neuen Sicht der Welt


Beginnen wir diesen Kurs doch einfach mit der häufigsten Frage, die sich wohl jeder zu Beginn der Arbeit mit Ho’oponopono stellt: Was bedeutet dieses merkwürdige Wort eigentlich?

»Ho’o« heißt – aus dem Hawaiianischen übersetzt – so viel wie »tun« und »pono« in etwa »richtigstellen« oder »richtig«. Wende ich die Technik des Ho’oponopono an, dann mache ich etwas, um selbst wieder »richtig« zu werden oder um etwas in mir, in meinem Inneren, »richtig zu stellen«. Im Laufe dieses Kurses werden wir uns immer weiter zum Kern dieser hawaiianischen Technik vorarbeiten, so langsam, dass hoffentlich jeder Teilnehmer es für sich auf seine Weise verstehen kann.

Ganz grundsätzlich arbeiten wir beim Ho’oponopono deshalb nur mit uns selbst. Der andere Mensch da draußen, mit dem wohl jeder von uns hin und wieder seine Probleme hat, darf so bleiben, wie er nun einmal ist. In der Betrachtung der Hawaiianer ist er nur mein Sparringspartner, der eine Aufgabe mit sich bringt, an der ich wachsen und mich verbessern kann. Die Frage, die sich stellt, lautet: »Ist dieser andere Mensch wirklich so ein Volltrottel oder bin ich einfach noch nicht in der Lage, angemessen mit ihm umzugehen?«

Verraten sei hier schon einmal, dass ein handelsüblicher Trottel sich erfahrungsgemäß nicht um ein Jota verändert, wenn ich ihm ununterbrochen das Siegel »Idiot« anhefte. Er soll sich verändern? Dann beginnen wir doch am besten bei uns selbst – das ist der Schlüssel!

Einen ersten Ansatzpunkt zum näheren Verständnis des Ho’oponopono liefert uns in unserem Kulturkreis die Weisheit der Mystiker aus dem Mittelalter. Wir müssen nämlich eigentlich gar nicht so weit reisen, um auch vor unserer Haustür sehr ähnliche Gedankengänge zu entdecken. Deshalb ein kleiner Einblick in die Denkweise unserer Mystiker. Beginnen wir doch einfach mit:

Unsere Außenwelt ist nur ein Spiegelbild unserer Innenwelt.

Meister Eckhart sagte es sehr treffend in seinen verschlüsselten Worten: »Wie außen, so innen; wie innen, so außen.«

Er bezieht sich dabei auf das zweite und damit eines der wichtigsten der sieben hermetischen Gesetze, die da lauten:

1.Das All ist Geist, das Universum ist geistig. (Prinzip der Geistigkeit)

2.Wie oben, so unten, und wie unten, so oben. Gesetze, die für die Materie gelten, gelten auch für Geist und Seele, und umgekehrt. (Prinzip der Entsprechung)

3.Nichts ruht, alles bewegt sich, alles schwingt. (Prinzip der Schwingung)

4.Alles ist zweifach, alles besteht aus einem Paar von Gegensätzen. Gleich und ungleich ist dasselbe. Gegensätze sind ihrer Natur nach identisch, nur im Grad verschieden. (Prinzip der Polarität)

5.Alles fließt. Alles hat seine Gezeiten. Rhythmus gleicht aus. (Prinzip des Rhythmus)

6.Jede Ursache hat ihre Wirkung. Jede Wirkung hat ihre Ursache. (Prinzip von Ursache und Wirkung)

7.Geschlecht ist in allem. Alles hat sein männliches und sein weibliches Geschlecht in sich. (Prinzip des Geschlechts)

Das Zweite Prinzip, das Prinzip der Entsprechung, wollen wir uns zu Beginn dieses Kurses näher anschauen: Immer sind wir in Beobachtung unserer Außenwelt. Wir sehen die Dinge, die im Laufe des Tages geschehen, wie sie im Fluss der Zeit an uns vorüberziehen. Ein wenig ähnelt dieses Bild dem Besuch eines Kinofilms: Wir schauen ins Leben wie auf eine Leinwand und verfolgen die Abenteuer des Hauptdarstellers mit Spannung und großer Anteilnahme. Das Prinzip »wie außen so innen« besagt nun, dass wir unseren eigenen Lebensfilm durch unsere inneren Zustände mitgestalten. Unser Inneres wird aber geprägt durch die dort ablaufenden geistigen und seelischen Vorgänge. Das sind unsere Gedanken und Gefühle.

Zu einem Großteil sind uns diese Abläufe im Inneren nicht bewusst, sie entspringen unserem Unterbewusstsein, aber sie haben – wie das Sechste Prinzip erläutert – eine Wirkung: Sie werden die Ursache für im Außen ablaufende Vorgänge.

Kleine humoristische Randbemerkung: Unser Kaiser, besser bekannt als Franz Beckenbauer, und seinerseits Lichtgestalt des deutschen Fußballs, hat uns in seiner unerschöpflichen Sprachvielfalt ebenfalls einen tiefenphilosophischen Merksatz zu diesem Thema überliefert: »Der Grund war nicht die Ursache, sondern der Auslöser.« Wem jetzt der Kopf brummt, der vergegenwärtige sich die Sinngleichheit der drei verwendeten Wörter …

Aber zurück zum Spiel: Beim Ho’oponopono nutze ich die Aussage »wie innen so außen« wie eine mathematische Gleichung. Ich setze innen mit außen gleich: »innen = außen«. Durch das Gleichheitszeichen sind Innenwelt und Außenwelt nun fest verbunden. Um eine positive Veränderung in meinem Außen herbeizuführen, arbeite ich darauf hin, mein Inneres, meinen inneren Zustand, zu verbessern. Das Außen folgt dann auf dem Fuße, wie dir deine eigene Erfahrung zeigen wird. Dazu gibt es beim Ho’oponopono verschiedene Techniken, die ich dir während dieses Kurses noch näher vorstellen werde. Im Laufe der Zeit und der praktischen Anwendung werden es übrigens immer mehr.

Nun gleich zur ersten Übung!

Der Ansatz lautet, deine Gedanken und Gefühle spielen eine große Rolle dabei, was im Verlauf des nächsten Tages geschehen wird. Dies ist vorerst nur eine These, die du selbst mit Leben füllen darfst. Erst wenn du wirklich die Erfahrung eines Zusammenwirkens von innerer mit äußerer Wirklichkeit erlebt hast, wirst du es tatsächlich glauben.

Und das möchte ich gern erreichen.


Übung: Ein Experiment

Geh in Gedanken die Zeit durch, bis du morgen zum zweiten Tag dieses Kurses kommen wirst. Bis dahin hast du ungefähr 24 Stunden Zeit. Geh diese Wegstrecke einmal durch. Blicke in deinen Terminkalender. Was liegt an? Was wird geschehen? Welche speziellen Herausforderungen werden sich dir in dieser Zeit stellen? Wobei hast du schon jetzt beispielsweise Angst zu versagen oder etwas falsch zu machen? Hast du vielleicht in deiner Firma eine Präsentation abzuhalten? Steht ein wichtiges Gespräch an, etwa mit deinem Vorgesetzen oder einem Kollegen? Sollte dies nicht der Fall sein, kannst du dir auch wahlweise vornehmen, ein Gespräch mit deinem Partner oder deinem besten Freund zu führen, bei dem du ein Problem zwischen euch ansprichst. Bist du vielleicht in Sorge, ob das Treffen oder das Gespräch dann wirklich zufriedenstellend und harmonisch ablaufen wird?

Entscheide dich für eine ganz bestimmte Herausforderung. Wenn du keine findest, dann wähle das Gespräch mit deinem Partner oder Freund. Du kannst ihn einfach anrufen, wenn du ihn in den nächsten 24 Stunden nicht persönlich treffen kannst. Beginne gern einfach mit den Worten: »Also, ich mache da gerade so einen Kurs, magst du mir bei meiner heutigen Hausaufgabe helfen?«

Nun, wo du diese Situation vor Augen hast:

Wie sind deine Gefühle, deine Gedanken im Hinblick darauf, was geschehen wird? Hast du Angst zu scheitern oder bist du zuversichtlich, dass alles prima und glatt laufen wird? Mach dir dazu doch einfach Notizen in dein Tagebuch, sozusagen ein »Gedanken- und Gefühle-Protokoll«.

Und jetzt – frohes Üben! Ich wünsche dir einen gut gelingenden ersten Übungstag, da draußen – im täglichen Leben!


TAG 2
Achte auf deine Gedanken


Na, wie ist dein Termin verlaufen? War das Gespräch erfolgreich? Kannst du feststellen, wie deine Gefühle und Gedanken in den Verlauf des Treffens oder des Telefonates mit hineingespielt haben?

Meine Erwartungen haben einen Einfluss auf zukünftige Ereignisse in meinem Leben. Im Englischen spricht man von der »self-fulfilling-prophecy«, der sich selbst bestätigenden Prophezeiung.

Wenn ich immer Angst habe, dass in mein Haus eingebrochen wird, dann wird das eines Tages auch geschehen und ich werde verkünden: »Das hab ich ja immer schon befürchtet!«

Wenn meine Gedanken und Befürchtungen nur stark und anhaltend genug sind, werden sie Realität.

Der indische Talmud kennt diesen Zusammenhang bereits seit Tausenden von Jahren und beschreibt ihn auf die folgende Weise:

Achte auf deine Gedanken, denn sie werden Worte!

Achte auf deine Worte, denn sie werden Handlungen!

Achte auf deine Handlungen, denn sie werden Gewohnheiten!

Achte auf deine Gewohnheiten, denn sie werden dein Charakter!

Achte auf deinen Charakter, denn er bestimmt dein Schicksal!

Diese Sätze sind wiederum nur eine andere Beschreibung der kurzen Formel »Wie innen so außen«.

In unserem Buch Fühle mit dem Herzen beschreiben Bärbel und ich diesen Zusammenhang genauer. Dein Grundlebensgefühl und deine Grundeinstellung dem Leben gegenüber wirken sehr stark auf Geschehnisse in deiner Realität ein. Dein Unterbewusstsein hört dir bei allem, was du sagst, immer gut zu und verstärkt, was du selbst über dein Leben erzählst. Etwa: »Immer geschieht mir so etwas Dummes. Ich habe einfach kein Glück.«

In dem Buch wird außerdem erklärt, wie allein mit Worten sowohl Gewohnheit als auch Charakter geformt werden kann. Menschen, die andauernd kundtun, wie schlecht es ihnen geht und wie übel das Leben ihnen mitspielt, haben damit nicht nur eine große Wirkung auf sich selbst, sondern ebenso auf die Menschen in ihrer Umgebung.

Mit der Zeit erhalten sie sogar einen Spitznamen, wie Bob, der von allen Freunden nur mehr »armer Bob« genannt wird oder »Bob, der immer nur jammert, Bob, der immer Pech hat«. Und alle Freunde erwarten gemeinsam mit Bob, dass schon bald die nächste Katastrophe über ihn hereinbricht. Bob verstärkt durch seine Worte die negative Meinung der Menschen über ihn. Die umgebenden Personen wirken also immer auch mit ein auf die Entstehung der Realität eines Menschen. Unsere Umwelt nimmt großen Einfluss auf uns – selbst in dieser Hinsicht!

Zur Abfrage deiner (oft unbewussten) Meinung über dich selbst dient die Übung für den heutigen Tag. Die Auflösung gibt es dann morgen. Beantworte die drei Fragen bitte sehr spontan und am besten, ohne viel darüber nachzudenken.


Übung: Dein Lieblingstier

Stelle dir bitte die folgenden drei Fragen und schreibe die Antworten in dein Tagebuch. Sei dabei so ausführlich wie möglich! Lass die Antwort einfach fließen. Vielleicht bist du dann selbst überrascht davon, welche Antwort sich einstellen wird.

1.Welches ist dein Lieblingstier? Stell dir das Tier vor deinem geistigen Auge vor und frage dich genau, was du an ihm so toll findest!

2.Welches ist dein zweitliebstes Tier? Welche Eigenschaften magst du an ihm ganz besonders? Beschreibe sie bitte im Detail.

3.Welches ist dein drittliebstes Tier? Was ist so toll an seinem Verhalten? Schreib es auf, mit so vielen farbenfrohen Einzelheiten wie möglich.

Viel Spaß, und hoffentlich bist du neugierig auf die Lösung!

Bis morgen!


TAG 3
Das Bild von dir selbst


Hallo! Willkommen zurück zum dritten Tag des Kurses! Hast du dir deine drei Lieblingstiere aufgeschrieben? Nun also hier die Auflösung:

Tier 1 – dein vorrangiges Lieblingstier – ist dein Bild von dir selbst. So wie du dieses Tier beschreibst, so würdest du dich selbst beschreiben. Dieses Tier bist du selbst. Schau dir also an, weshalb du es so magst, wie hast du es genauer charakterisiert?

Tier 2 – das zweitliebste Tier – ist das Bild, von dem du denkst, dass andere es von dir haben. So, wie du Tier 2 beschreibst, glaubst du, dass andere dich sehen. Wie kommst du dabei weg?

Tier 3 – dein drittliebstes Tier – ist dein Idealbild von dir. So, wie du Tier 3 schilderst, wärst du gerne selber, in deiner idealisierten Vorstellung. Wie gefällst du dir selbst dabei?

Also, wie siehst du dich selbst? Lassen wir diese drei Bilder erst einmal wirken. Findest du dich in den Beschreibungen ein Stück weit wieder? Schreib dir am besten eine kleine Stellungnahme als Auswertung hinter die Eintragungen in deinem Tagebuch.

Das Bild, das du von dir selbst hast, wird also stark von anderen Menschen mitgeprägt. Deine Umgebung wirkt durch ihre Meinung ständig auf dich ein. Aber auch du gibst an die Menschen in deiner Umgebung durch dein Verhalten und deine Äußerungen immer wieder neuen Input darüber weiter, wie du selbst bist.

Bei dieser Übung ist es besonders wichtig, dass du dir klarmachst, wie sehr du selbst mit deinen Gedanken und Gefühlen auf andere Menschen einwirkst.

Gestern habe ich dir das Bild vom »armen Bob« beschrieben, um dir zu zeigen, dass sich dieser Bob durch seine negativen Erzählungen immer wieder an seine Umgebung sozusagen »schlecht verkauft«. Je ärmer, erfolgloser, »schlechter« er sich selbst darstellt, umso »schlechter« denken dann auch die anderen Menschen über ihn.

Es passiert eine Art Rückkopplung, bei der seine negativen Äußerungen auf ihn selbst zurückwirken.

Ich selbst durfte in dieser Hinsicht eine spannende Erfahrung machen: Eines Tages hatte ich den Entschluss gefasst, von Köln nach München zu übersiedeln, um mit Bärbel eine Familie zu gründen. Dabei veränderte ich zwangsläufig mein gesamtes Umfeld. Beruf, Freunde und Nachbarn ließ ich in Köln zurück, um mich in München neu zu »erfinden«. Mein Kölner Umfeld hatte ein bestimmtes Bild von mir und viele meiner Freunde nannten mich »Manni«. In München stellte ich mich natürlich allen mit »Manfred« vor, und dabei blieb es dann auch. Ich war nicht mehr der »kleine« Manni, sondern wurde zum Vater und Familiengründer Manfred, was eine ganz andere und stärkere Wirkung hatte.

Nun kommt aber die andere Seite der Medaille des »armen Bob« zur Sprache: Auch du hast bestimmte Vorstellungen davon, wie die Menschen deiner Umgebung sind, die du meistens schon länger kennst. Bei der nächsten Übung schauen wir uns die Menschen, die dir nahestehen, einmal genauer an.


Pulsuz fraqment bitdi.

24,74 ₼

Janr və etiketlər

Yaş həddi:
0+
Həcm:
133 səh. 22 illustrasiyalar
ISBN:
9783954474219
Naşir:
Müəllif hüququ sahibi:
Bookwire
Yükləmə formatı:

Oxşar kitablar