Kitabı oxu: «Yoga trifft Coaching»
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Aus Gründen der besseren Lesbarkeit haben wir uns entschlossen, durchgängig die männliche (neutrale) Anredeform zu nutzen, die selbstverständlich die weibliche mit einschließt.
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SANDRA & MICHAEL WALKENHORST
Yoga trifft Coaching
PSYCHOLOGISCHES BASISWISSEN UND TOOLS FÜR LEHRENDE
PERSÖNLICHKEITSENTWICKLUNG
MENSCHEN BEGLEITEN
RESILIENZ STÄRKEN

Yoga trifft Coaching
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© 2020 by Meyer & Meyer Verlag, Aachen, 2. Auflage 2022
Auckland, Beirut, Dubai, Hägendorf, Hongkong, Indianapolis, Kairo, Kapstadt, Manila, Maidenhead, Neu-Delhi, Singapur, Sydney, Teheran, Wien
Member of the World Sport Publishers’ Association (WSPA)
ISBN 978-3-8403-7722-8
eISBN 978-3-8403-3742-0
E-Mail: verlag@m-m-sports.com
www.dersportverlag.de
Inhalt
1Vorwort
2Über dieses Buch
3(D)Eine Heldenreise
AYogaphilosophie – Grundlagen und der Transfer ins Heute
4Psychologie vs. Yogaphilosophie und was sie gemeinsam haben
4.1Der Yogaweg des Patanjali oder wo bitte geht es zu Samadhi?
4.2Die Macht der Gewohnheit
4.3Bewusst oder unbewusst – das ist hier die Frage
4.4Der Weg zur Veränderung
4.5Der Transfer auf die Matte bzw. in den Alltag
5Svadhyaya – Selbstreflexion Werte und die Frage: Welcher Yogalehrer möchte ich sein?
5.1Lehrer-Schüler, eine mächtige Beziehung
6Yamas und Niyamas und wie man sie im Alltag leben kann
7Wertearbeit
7.1Dankbarkeit
8Selbstsupervision, Supervision und Intervision
8.1Supervision und Selbstsupervision
BCoaching – eine Einführung
9Einführung ins Coaching
9.1Angst oder Liebe
9.2Wie wir einen wirksamen Rahmen für die Arbeit mit Menschen schaffen
10Prozessverantwortung vs. Ergebnisverantwortung
11Ablauf von Stunden im Einzelsetting (Personal Training)
12Aufbau eines Coachings und Grundsätzliches
12.1Phasen des Coachings und ihre Besonderheiten
13Auswahl der Tools
14Veränderungen und Entwicklungsbegleitung
14.1Modell der Entwicklungsaufgaben
14.2Modell der Phasenabläufe
15Im Fall der Fälle – hilfreiche Interventionsmöglichkeiten
15.1Der sichere Ort
15.2Die 5-4-3-2-1-Übung
15.3Hier-und-Jetzt-Fragen
16Menschen mit ihren Besonderheiten und Anliegen
17Das Dramadreieck
18Belastungen und Konflikte meistern
CUnser Inneres besser verstehen
19Bedürfnisse und Emotionen
20Konflikte
20.1Innere (intrapsychische) Konflikte
20.2Konflikte im Außen zwischen zwei Personen, Gruppen oder Staaten (interpersonaler Konflikt)
21Verzeihen und Vergeben
22Yin und Yang - Schattenanteile und das Entwicklungsquadrat
22.1Ziel ist Ganzheit
22.2Nun, was hat das alles mit Yin und Yang zu tun?
DKommunikation
23Die Macht der Sprache
24Aktives Zuhören
25Vier-Ohren-Modell
26Umgang mit Kritik
26.1Kränkungen und ihr Ablauf
27Gewaltfreie Kommunikation
28Die VW-Technik
EHilfreiches aus der systemischen Beratung
29Systemische Fragen als Intervention und ihr Nutzen im Einzelnen
29.1Systemische Fragen für das Erstinterview
29.2Problemkontexte mit systemischen Fragestellungen explorieren
29.3Lösungssuche mit systemischen Fragestellungen
29.4Fragen nach Ressourcen
29.5Fragen zum Arbeitskontrakt und zur Definition von Zielen
30Reframing
30.1Ist das Glas halb voll oder halb leer?
31Die Wunderfrage
32Ressourcenarbeit
32.1Der Ressourcenkuchen
33Das Systembrett
33.1Grundsätzliches
33.2Das Brett
33.3Was bietet mir das Brett?
33.4Eine Anleitung
33.5Aufstellungen mit zwei oder drei Brettern
FKognitive Prozesse begleiten
34Das ABC-Modell
34.1Was sind Glaubenssätze/dysfunktionale Bewertungen?
34.2Die einzelnen Schritte und deren Abfolge im ABC-Modell
34.3Mögliche Struktur der Durchführung
35Der Gedankenstopp
35.1Umsetzung
36Affirmationen und Afformationen
36.1Affirmationen
36.2Afformationen
37The Work
37.1Glaube nicht alles, was du denkst!
GArbeit mit inneren Anteilen
38Der innere Kritiker
38.1Woher kommt der innere Kritiker und wie ist er entstanden?
38.2Wie bringe ich ihn zum Schweigen?
38.3Reziproke Hemmung
38.4Imaginationen
38.5Die Disney-Methode
38.6Der Gedankenstopp
39Mit inneren Anteilen arbeiten
HAnkertechniken
40Ankertechniken
40.1Kinästhetische Anker, um gewünschte Zustände abrufbar zu machen
40.2Arbeit bei Konflikten und Entscheidungen mittels Timeline-Arbeit und mit Bodenankern
41Die Disney-Methode oder auch Disney-Strategie
IEMDR
42Die bilaterale Gehirnstimulation und EMDR
42.1Möglicher Ablauf der einzelnen Phasen
43Index der Interventionen und ihr Nutzen in Einzel- und Gruppensettings
Anhang
1Danksagung
2Literaturverzeichnis
3Bildnachweis
4Die Autoren

Wie dieses Buch entstanden ist und was dich erwartet.
Wir kommen beide aus dem sozialen Bereich. Michael arbeitet seit über 30 Jahren als Erzieher und Sandra seit mehr als 20 Jahren als Sozialpädagogin. Beide waren wir schon immer sehr psychologisch interessiert und hatten, spannenderweise, früher beide einmal die Idee, Psychologie zu studieren. Es kam zwar anders, aber das Interesse am Menschen und seinem Gehirn, bzw. wie wir werden, wer/wie wir sind, blieb uns beiden erhalten.
Michael begann dann 2009 sein Fernstudium zum psychologischen Berater und Coach und viele weitere therapeutische Ausbildungen auf unterschiedlichen Gebieten sollten folgen. Sandra hat schon immer unser Gehirn fasziniert, weshalb sie sich hiermit sehr ausgiebig beschäftigt hat. Besonders zum Tragen kam diese Gemeinsamkeit wieder, als Sandra mit ihren Yogalehrerausbildungen 2009 begann. Mehr und mehr tauchte sie ein in die Yogaphilosophie, die sie die Jahre zuvor, als Yogapraktizierende, nicht so sehr gefesselt hatte.
Doch plötzlich kam immer mehr Tiefe in ihr Verständnis und auch immer mehr die Erkenntnis, dass sich die Yogaphilosophie und die moderne Psychologie unglaublich ähnlich, wenn nicht sogar einig sind. Es folgten spannende Gespräche und auch Diskussionen zwischen den beiden, da Michael ja quasi die moderne Psychologie lernte und Sandra die Psychologie mit der Yogaphilosophie verband. Schon da waren sie ungeheuer fasziniert, wie wunderbar diese beiden Fakultäten zueinander passen.
Als Sandra begann, Yogalehrer auszubilden, wurde noch deutlicher, was ihr schon vorher beim Unterrichten auffiel. Ein Grundlagenwissen an unterschiedlichen psychologischen Tools wäre sehr hilfreich, wenn man Yogalehrer ist. Denn auch das Yogaklientel hat sich verändert. Kamen vor einigen Jahren die Menschen hauptsächlich aufgrund körperlicher Problematiken zum Yoga („Ich habe Rücken, Knie, Schulter“ etc.), so wuchs in den letzten Jahren deutlich die Anzahl der Stresserkrankungen, wie Burn-out, Schlafstörungen etc.
Auch im Bereich der Kommunikation gibt es einige Tools, die wirklich hilfreich sind, jedoch nur in einige wenige Yogalehrerausbildungen Einzug gehalten haben. Da wir mit Menschen arbeiten, ist es von Vorteil, ein breites Wissen über den Menschen zu haben. Neben einem fundierten anatomischen Wissen gehören hier aber, unserer Meinung nach, auch Wissen über Entwicklung, unser Gehirn und einige psychologische Aspekte dazu. Neben dem Effekt, die Schüler oder Klienten besser „abholen“ zu können, bereichert dieses Wissen auch den eigenen Entwicklungsweg.
Wenn ich mich selbst gut kenne und um meine Glaubenssätze, Schattenanteile, Trigger weiß, dann kann ich auch besser mit Menschen arbeiten, ohne z. B. meine Dinge auf sie zu projizieren. Trotz des pädagogischen Studiums, in dem Sandras Schwerpunkt auch auf der Psychologie lag, stellte sie doch, gerade in ihrer Rolle als Dozentin, fest, dass sie auch hier einiges aus dem Methodenköfferchen ihres Mannes äußerst gut gebrauchen konnte. In dieser Anfangszeit hat sie, dank einiger „Coachinggespräche“, hier noch einmal viel gelernt, was ihr unglaublich hilfreich war und ist.
So entstand nach und nach die Idee, das gemeinsame Wissen zusammenzuführen und ein neues Konzept in Form eines Buchs sowie einer Ausbildung zu entwickeln. Nach ausgiebiger Marktrecherche konnten wir feststellen, dass es eben diese Symbiose in der Form, wie wir sie nun entwickelt haben, noch nicht gab und so wurde das psychologische Yogacoaching geboren.
Natürlich ist jeder Mensch einzigartig und es gibt kein allgemeingültiges Geheimrezept. Damit können wir tatsächlich nicht dienen. Aber wir können dir Wissen und Tools an die Hand geben, um dich selbst und die Menschen um dich herum vielleicht ein bisschen besser zu verstehen.
Wir sind der Überzeugung, dass Wissen und Verständnis sehr machtvoll sind, denn dann lässt sich manches vielleicht ein wenig besser nachvollziehen oder zumindest erklären. Uns liegt es am Herzen, dir ein eklektisches, also schulenübergreifendes, und breit gefächertes Wissen an die Hand zu geben. Es liegt uns fern, Dogmen aufzustellen. Wir geben unsere Erfahrung und unser individuelles Wissen wieder. Aufgrund dessen übernehmen wir auch keine Verantwortung für die Umsetzung hiervon.
Sicherlich wird nicht alles für dich passen. Das ist okay und menschlich. Man muss nicht alles mögen und es ist ebenfalls eine große Kompetenz, herauszufinden, was man nicht braucht! Nimm dir, was du brauchst! Wir hoffen, du findest Inspiration. Deshalb nun viel Freude mit unserem Buch, das dir hoffentlich auch Spaß macht und vielleicht beginnt hier eine neue Entdeckungsreise oder es bestätigt dich in der einen oder anderen Sache.

Ein Buch gemeinsam zu schreiben, birgt einige Herausforderungen (und das nicht nur, weil wir schon ein Vierteljahrhundert ein Paar sind). Wir sind zwar im Grunde her von der gleichen Profession, doch haben wir natürlich unterschiedliche Ansätze und auch andere Ausbildungen.
Michaels Fokus liegt eindeutig auf der modernen Psychologie und therapeutischen Ansätzen, die er sehr weiträumig gelernt und erprobt hat und auch als Dozent lehrt. Sandra hingegen ist Yogalehrerin aus vollstem Herzen, auch mit Interesse an Psychologie und Hirnphysiologie. Und doch sehen wir die Dinge bisweilen ganz unterschiedlich. Das macht natürlich das Ganze auch spannend und bietet viel Raum für Diskussionen.
Was aber tatsächlich in der Regel passiert, ist, dass wir zu einem Konsens kommen. Wir haben manchmal nur unterschiedliche Wege zum Ziel: Wir starten also beide in Griesheim (unserem Wohnort), nur fährt einer über die A 5 und einer über die A 67, um nach Heidelberg zu kommen. Wichtig ist aber: Wir treffen uns wieder in Heidelberg. Das ist sicher mit ein Grund, warum wir dieses Buch schreiben, wir möchten zeigen, dass es nicht den einen Weg, die eine Wahrheit gibt, sondern jeder das ganz individuell für sich herausfinden muss.
Gleichwohl wir Menschen im Grunde ähnlich gestrickt sind und es einiges gibt, was uns eint. Das bedeutet, dass keiner dir sagen kann, wie es geht (auch wir nicht, sorry). Aber du kannst dir Ideen holen, Wegbegleiter, Menschen, die vielleicht auch mal unbequeme Fragen stellen, um dich zum Nachdenken zu bewegen. Es braucht also auch andere Menschen auf dem Weg. Nicht im Sinne von: „Ich mache dich erfolgreich.“ Oder: „Ich weiß, wie es geht, so und so musst du es machen.“ Sondern als Begleiter, der dich inspiriert, sieht und vielleicht auch mal herausfordert. So, dass du deinen Weg gehen kannst.
Schon Albert Einstein sagte, dass man Probleme nicht mit derselben Denkweise lösen kann, durch die sie entstanden sind. Wir Menschen sind soziale Wesen und brauchen einander. Wir wollen gesehen und geliebt sein und dazugehören. Deshalb wünschen wir uns, dass dich unser Buch inspiriert, deinen Weg zu gehen.
Falls du tiefer in einzelne Themen eintauchen möchtest, findest du im Anhang Bücher, Internetseiten und auch Filme als Inspiration. Ebenso findest du hier alle benannten Theorien, Bücher und Autoren wieder. Da einige Informationen aus unseren eigenen Ausbildungen und dem Studium, sowie Fort- und Weiterbildungen stammen, haben wir auch hierzu jeweils Bücher oder Internetseiten im Anhang aufgeführt. Dieses Buch ersetzt weder eine Ausbildung im psychologischen Bereich, noch eine Therapie.
Du wirst erleben, dass die einzelnen Kapitel sich unterschiedlich lesen, da wir natürlicherweise einen unterschiedlichen Stil haben. Du kannst dir auch einzelne Kapitel herausnehmen, um damit zu arbeiten. Es ist deine Reise und wir freuen uns, wenn wir dich ein Stück begleiten dürfen. Du wirst in diesem Buch sowohl den Begriff des Schülers als auch des Klienten finden. Dies liegt daran, dass wir im Yoga häufig von Lehrer und Schüler, im Coaching jedoch vom Coach/Berater und Klienten sprechen. Wir haben beschlossen, dies in den jeweiligen Kapiteln, gemäß unserer Profession, so zu belassen, so hast du selbst die Möglichkeit zu entscheiden, welchen Terminus du für dich, im jeweiligen Kontext, wählen möchtest.
Dieses Buch ist in unterschiedliche Kapitel unterteilt, mit der Idee, dass du dir so auch einzelne Tools heraussuchen kannst. Manches gehört zur eigenen Innenschau, lässt sich aber auch vortrefflich in den Yogaunterricht einbauen, bei den meisten Tools findest du Ideen und Beispiele hierzu. Manchmal lassen sich die Tools jedoch nicht ganz sauber vom Wissen über uns selbst trennen, wir haben uns bemüht, das möglichst deutlich herauszuarbeiten.
Der Einfachheit halber haben wir uns für die männliche Form entschieden, natürlich sind, im Sinne der Inklusion, alle damit angesprochen, es spielt keine Rolle, ob er, sie oder divers. Da wir in unserer Arbeit meist sehr nah miteinander sind, hat sich das Du als Ansprache bewährt, weshalb wir es auch in diesem Buch verwenden. Wir hoffen, das passt so für dich!
Viel Freude am Tun und bleibt neugierig!
Sandra & Michael Walkenhorst
Im Frühjahr 2020


Herzlich willkommen. Vielleicht ist dieses Buch deine persönliche Heldenreise. Wir alle sind (Super-)Helden, Helden unseres Lebens, und haben sicher schon die eine oder andere Herausforderung erfolgreich gemeistert. Jeder von uns kennt diese Momente. Momente, in denen etwas Neues entsteht, Momente der Entscheidung, Momente des Loslassens, Momente der Entwicklung.
Der amerikanische Mythenforscher Joseph Campbell (1904-1987) hat die Heldenreise als ein Grundmuster weltweiter Mythologien erforscht. So finden wir die Heldenreise in vielen Geschichten, Filmen und Erzählungen. Und hierin auch die sogenannten Archetypen, wie z. B. den Weisen (bei Harry Potter ist das Dumbledore, im Herrn-der-Ringe-Epos heißt er Gandalf).
Auch in unserem Leben gibt es diese Heldenreise, oftmals sogar mehrere davon. Vielleicht beginnt hier wieder eine für dich. Wir hätten die Heldenreise auch zu den Tools packen können, denn auch da passt sie hin. Aber in diesem Buch geht es auch um dich, deshalb beginnt es hier. Mit dir als Held!
Campells Idee der Heldenreise wurde von vielen anderen fortgeführt und weiterentwickelt. Unter anderem auch von Paul Rebillot, der mit Teilen aus der Gestalttherapie und dem Psychodrama die Heldenreise als Selbsterfahrungsprozess für Coaching und Therapie entwickelte. Seine Etappen sind „Ruf und Herausforderung“, „Angst und Schwelle des Aufbruchs“, „Begleiter“, dem folgt eine (Fantasie-)Reise an einen imaginativen Ort, an dem „innere Aufgaben“ zu bestehen sind, nämlich die Auseinandersetzung mit der eigenen „Heldenreise“ vs. der „Dämonenseite“.
Es folgt die Belohnung, nämlich die Erkenntnis der eigenen Kräfte und damit die Rückkehr zurück in die reale Welt. Aus der gemachten Erfahrung soll der Klient an Sicherheit, Klarheit und Offenheit hinzugewonnen haben. Wir werden dir hier das Beispiel einer Heldenreise darstellen, vielleicht kommt dir das eine oder andere bekannt vor.
1.Die eigene, gewohnte Welt
Sandra lebt in einer kleinen Stadt glücklich mit Mann und Sohn und arbeitet als Lehrerin in einer Schule. Sie übt gerne Yoga.
2.Das Abenteuer ruft
Schon lange schwelt der Wunsch in ihr, Yoga auch zu den Kindern zu bringen. Sie interessiert sich für die Ausbildung zur Kinderyogalehrerin und sucht eine Ausbildungsstätte.
3.Widerstand
Sie stellt sich die Frage, ob sie gut genug ist, um Kinderyogalehrerin zu werden. Schließlich hat sie noch keine Yogalehrerausbildung. Was, wenn da nur Yogalehrer sind und sie als Einzige keine ist?
4.Dem Guru/Mentor begegnen
Sie begegnet Thomas, ihrem Lehrer und Mentor und späteren Freund und Kollegen, und wird inspiriert.
5.Aufbruch/Veränderung
Sie startet nach der Ausbildung mutig in eine nebenberufliche Selbstständigkeit.
6.Begegnung mit neuen Menschen (Begleiter und Kontrahenten)
Es gibt starke Unterstützer des neuen Weges, aber auch einige, die das Ganze belächeln.
7.Erkunden und Ausprobieren
Die ersten Anfragen kommen und Sandra darf sich ausprobieren und feststellen, dass sie gefunden hat, wofür sie brennt und dies möchte sie nun weiter ausbauen.
8.Auseinandersetzung
Die größte Auseinandersetzung ist die mit dem inneren Kritiker: Kann ich das? Schaffe ich das? Bin ich gut genug?
9.Herausforderung
Kinderyoga darf als ein neuer Arbeitsbereich entstehen.
10.Erneuerung und Essenz
Neben dem Beruf der Sozialpädagogin gibt es nun auch die Kinderyogalehrerin, die auch Aus- und Weiterbildungen anbietet. Dem Herzen zu folgen, lässt sie glücklich und zufrieden sein.
Das Beispiel ist nur eine Idee, um dir das Prinzip der Heldenreise zu verdeutlichen. Es gibt etliche andere Kategorisierungen. Vielleicht entsteht daraus auch eine ganz individuell eigene für dich!?
Es gibt auch Heldenreisen, die nicht abgeschlossen werden. Das ist auch überhaupt nicht schlimm. Oftmals erleben wir viele solcher Reisen in unserem Leben. Welche hast du schon erlebt?
Tipp
Selbsterfahrung: Schreibe deine Heldenreise auf. Welches war deine letzte Heldenreise und was hast du durch sie gelernt? Welchen Gewinn hattest du durch sie?
Die Heldenreise kann auch ein wunderbares Thema für deinen Yogaunterricht sein, diese kannst du mit Asanas verstärken, meditieren und auch Entspannungsgeschichten hierzu erzählen. Der Fantasie sind hierbei keine Grenzen gesetzt!
Notwendige Materialien: Papier, Stifte
Zeitaufwand: Je nach Thema und Tiefe 1-2 Stunden. Gegebenenfalls Hausaufgaben für den Klienten, um die einzelnen Stationen zu erarbeiten.
Setting: Einzelsetting, Personal Training. Auch im Gruppensetting möglich, dann in vereinfachter, abgewandelter Form (tolles Tool auch für Retreats, Selbsterfahrungsworkshops, Aus- und Weiterbildungen).