Kitabı oxu: «Gespräche mit Tieren»
Das Buch
Wie spreche ich zu meinem Tier? Penelope Smith vermittelt Ihnen leicht nachvollziehbare Methoden der telepathischen Kommunikation, die ihr Verhältnis zu Tieren dramatisch verändern und Ihr Leben zutiefst bereichern können.
Die Autorin
Penelope Smith ist eine Pionierin auf dem Gebiet der telepathischen Kommunikation zwischen verschiedenen Spezies und gilt diesbezüglich als weltweit führende Lehrerin für Grund- und Fortgeschrittenenkurse. Durch diese Kapazität hat sie unzählig vielen Menschen zu einer professionellen Karriere als Tierkommunikator verholfen.
Ihr Leben lang kommuniziert sie schon mit Tieren. 1971 entdeckte sie, dass traumatisierte Tiere mit den gleichen Beratungsmethoden von ihren Belastungen befreit werden können wie Menschen. Ihr Erfolg wurde durch den Abschluss ihres Studiums als Sozialwissenschaftlerin unterstrichen. Hinzu kommen Jahre an Trainings- und Beratungserfahrung mit Menschen auf den Gebieten der Ernährung und ganzheitlicher Energieausgleichsmethoden. Darüber hinaus betrieb sie Forschungen zur Ernährung, Pflege, Anatomie und Verhalten von Tieren und konnte sich enormes Wissen aus erster Hand aneignen, durch den Kontakt, den sie zu Tausenden von Tieren herstellen konnte. Sie veröffentlichte Bücher, Audio- und Videokassetten sowie Zeitungsartikel. Sie gibt ein vierteljährlich erscheinendes Blatt unter dem Namen 'Spezies Link' heraus und ist international durch ihre Vorträge und als Seminarleiterin bekannt.
Penelope empfindet die Verbindung, die wir mit einer anderen Spezies durch telepathische Kommunikation aufnehmen können, als heilig und sieht darin eine Grundlage zur Ganzwerdung des Menschen. Sie vertritt den Standpunkt, dass die Fähigkeit, mit anderen Spezies telepathisch kommunizieren zu können, einem jeden von uns angeboren sei. Auch wenn viele Menschen dieses Geschenk vergessen oder beiseite geschoben haben, so kann es doch zum Wohle aller Kreaturen auf Erden wiedererweckt werden. Sie lebt mit ihrer Tierfamilie in den Wäldern der Gegend von Iverness Ridge, die sich an die Küste von Point Reyes im Nordwesten von San Francisco anschließt.
Penelope Smith
Gespräche mit Tieren
Praxisbuch Tierkommunikation
Übersetzt von Gabriele Stähler

Inhaltsverzeichnis
Umschlag
Das Buch / Der Autor
Titel
Inhaltsverzeichnis
Ein Wort an Tierliebhaber
1 Wie Tiere kommunizieren
Die angeborene Fähigkeit, telepathisch zu kommunizieren
Meine persönliche Erfahrung
Wie Tiere sich mitteilen
2 Die Fähigkeit wiedergewinnen, telepathisch zu kommunizieren
Sich telepathischen Fähigkeiten öffnen
Auf die Kommunikation vorbereiten
Die Erweiterung der Sinneskanäle
Aufnahmebereitschaft versus Projektion
Emotionale Blockaden loslassen
Ernährung spielt ein Rolle
Telepathie und Liebe
Tipps zur Verstärkung der telepathischen Kommunikation
3 Eine Schritt für Schritt Anleitung zur Kommunikation mit Tieren
Schritt 1: Stilles Beobachten
Schritt 2: Eine Botschaft übermitteln
Aufmerksamkeit
Klarheit
Wie wir vorgehen
Schritt 3: Eine Antwort empfangen
Die Vorstellungskraft
Zusammenfassung der Schritte
Machen Sie es sich doch ein wenig leichter
Der Beweis
Selbst das Tier werden
Meditation, um sich in ein Tier zu versetzen
Barrieren durchbrechen
4 Hinweise, dass Tiere verstehen
Hundegehorsam mit einer neuen Facette
Die Katze, die zu viel wusste
Krallen entfernen - Der Alptraum einer jeden Katze
Eine Wildkatze hört zu
Wie Pferde ihren Schmerz loslassen
Der Kanarienvogel, der nicht singen wollte
Ein alter Vogel lernt neue Tricks
Tanz mit einem Lama
Die Hüter der Hühner
Die Klapperschlange, die nicht biss
Frieden mit Hornissen
Das Geheimnis der 'Käferchen'
Die Wale kommen zurück
5 Probleme vermeiden, um Leben zu erleichtern
Eine Aufgabe geben
Über Freiheit, Kontrolle und Gehorsam
Vom Standpunkt Ihres Tieres aus gesehen
Wenn Tiere sich untereinander streiten
Wilde Tiere
Zusammenfassung der Grundregeln
6 Körperliche Bedürfnisse und Verhaltensprobleme
Sterilisieren und Kastrieren
Kommunikation mit Flöhen?
Chemische Gifte
Raumpflege
Fellpflege
Vorbeugen
Heilkräuter
Technische Hilfsmittel
Die richtige Ernährung
Die spirituelle Methode
Sonstige Insekten
Hilfe bei Verletzungen und Krankheiten
7 Gemeinsame Zukunft verschiedener Lebensformen auf unserer Erde
Tiere und Kinder
Der menschliche Überlegensheitskomplex
Von Leben zu Leben
Harmonie und Einheit
Impressum
Ein Wort an Tierliebhaber
Soweit wie ich mich zurück erinnern kann, habe ich Tiere aller Art geliebt. Ich persönlich kann mir ein Leben auf dieser Erde nicht vorstellen ohne die Myriaden ihrer Formen und Lebensgewohnheiten, die zur Würde und Schönheit der gesamten Umwelt beitragen und unsere Art, das Leben zu betrachten, bereichern.
Anstatt Tier und Mensch zu trennen, indem wir denken: dort sind jene und hier sind wir, sehe ich alle Lebensformen dieser Erde - Pflanzen, Steine, Wasser, Luft und alles, was wir um uns herum erfahren - als ein symbiotisches Ganzes. Wir wirken zusammen in einem Konzert, das einen Zyklus eröffnet, den wir über Jahrtausende hinweg entwickelt haben; ein fortwährendes Spiel, an dem wir teilhaben, es beobachten und uns auf größere Lebensfreude und Austausch miteinander hin bewegen. Die Harmonie ist unausgewogen, solange Grausamkeit, Missbrauch und Unverständnis die Kommunikation ersetzt, so wie es häufig der Fall war in Beziehung zwischen Menschen und den Tieren, was auf lange Sicht gesehen uns allen schadet.
Zum Glück gab es durch alle Jahrhunderte hindurch Menschen, die unsere Mitbegleiter, die Tiere ehrten und sie als spirituelle Brüder und Schwestern behandelten. Das Beisammensein und Kommunizieren mit anderen Gattungen ist nichts Neues. Dieser Faden zieht sich durch die Traditionen der Weltreligionen und ist etwas Grundlegendes im Leben der Stammesgemeinschaften vieler Länder. Solch hervorragende Persönlichkeiten wie der Heilige Franziskus, Albert Schweitzer, Mahatma Gandhi, Jane Goodall und Francine (Penny) Patterson haben es uns vorgelebt.
Die Absicht dieses Buches ist es, an die Tradition der Verbindungen verschiedener Spezies untereinander anzuknüpfen und sie wieder erfahrbar zu machen für diejenigen, die danach suchen.
Da Sie dieses Buch in Ihren Händen halten, haben Sie offensichtlich einen Zugang zu Tieren oder zumindest ein Stückchen Neugier in sich, mehr darüber wissen zu wollen, wie man mit ihnen umgehen kann. Sie finden hier Informationen und Hilfestellung, wie Sie Ihre Fähigkeit, mit Tieren kommunizieren zu können, erweitern, um ihnen näher zu kommen. Möge dieses Buch die Freude und das Verstehen steigern, die zwischen allen Wesen dieses Universums strömt.
1
Wie Tiere kommunizieren
Das englische Wort 'animal' (Tier) geht auf das lateinische Wort 'anima' zurück, was Lebensprinzip, Atem, Luft, Seele, Lebewesen heißt.
Menschlichen sowie nicht-menschlichen Tieren ist eines gemeinsam: sie setzen sich zusammen aus Körper und Geist und sind biologische Formen, die von geistigen Wesen oder geistiger Essenz beseelt sind. Vielen Menschen fällt es schwer, auch Tieren einen spirituellen Aspekt zuzusprechen, denn sie sehen Tiere aus einer der herkömmlichen Perspektiven: entweder als Objekte - zumindest niedriger als Menschen - oder sogar als roboterartige Kreaturen mit blinden Instinkten, die weder Gedanken und Gefühle haben noch fähig sind, eigene Entscheidungen zu treffen. Diese Art der Anschauung wird als Rechtfertigung oder Entschuldigung benutzt, mit Tieren unsensibel oder grausam umzugehen.
Manchen Menschen ist das Verständnis für dieses Thema dadurch erschwert, dass sie sich selbst nur als Körper oder genetische Produkte sehen ohne ihre eigene grundlegend spirituelle Beschaffenheit zu begreifen. Dies zieht unmenschliches Verhalten und mangelnde Achtung anderen Menschen gegenüber nach sich und macht es fast unmöglich, die spirituelle Natur in anderen Lebensformen zu erkennen.
Dass sowohl menschliche wie nicht-menschliche Wesen spiritueller Natur sind, einen spirituellen Kern besitzen, lässt sich dadurch beweisen, dass ihr ganzes Wesen aufblüht, wenn man ihnen mit entsprechender Achtung und Hilfsbereitschaft begegnet.
Eines der Schlüsselelemente meiner Arbeit liegt darin, das individuelle Tier als ein spirituelles Wesen zu erkennen, das (diese) eine bestimmte Form bewohnt oder beseelt. Geht man in einer Beratung und in einer Kommunikation von dieser Perspektive ausgeht, lassen sich Unstimmigkeiten und Verhaltensprobleme beheben, Krankheiten und Verletzungen leichter heilen und das ganze Tier wird lebendiger, wacher und glücklicher. Dies alles wäre nicht möglich, beharrte man auf dem behavioristischen Ansatz, der ein Tier als komplexen Automatismus instinktiver Verhaltensmuster ohne Intelligenz begreift. Es entsteht jedoch ein umfassenderes Verständnis und eine größere Hilfsbereitschaft allen Wesen gegenüber, wenn man sämtliche Aspekte ihres Seins - die körperlichen, die emotionalen, die geistigen und die spirituellen - zusammen in Betracht zieht.
Als Spezialistin für Kommunikation mit Tieren widme ich meine Aufmerksamkeit Lebewesen; besonders jenen, die vier Beine und Fell bzw. zwei Beine und Federn tragen oder sich durch ihre körperlichen Merkmale vom Homo sapiens (Menschen) unterscheiden. Tausende von Privatberatungen mit Tieren und deren menschlichen Begleitern, sei es persönlich oder über eine Entfernung, haben dazu beigetragen, Unstimmigkeiten und Verhaltensschwierigkeiten zu beheben, Heilung von Krankheiten und Verletzungen - unter Umständen auch mit Hilfe eines Tierarztes - zu bewirken, die Kommunikation mit Tieren und das Verständnis für Tiere zu verbessern sowie Richtlinien für den Energieausgleich des Körpers und für Ernährung aufzustellen. Meine Vorträge und Seminare konzentrieren sich darauf, Menschen zu helfen, ihre ursprüngliche Fähigkeit, mit Tieren zu kommunizieren wiederzuerlangen.
Die angeborene Fähigkeit, telepathisch zu kommunizieren
Immer wieder werde ich von Leuten gefragt, wann ich mit Tieren zu kommunizieren anfing, wie ich diese Fähigkeit erlangte, woher ich weiß, was Tiere denken und fühlen, und wie ich mir dieser Fähigkeit bewusst wurde.
Wie die meisten Kinder liebte auch ich als Kind Tiere. Es machte mir Spaß, sie zu streicheln, sie zu beobachten und ihnen nahe zu sein. Ganz intuitiv war ich fähig, das zu fühlen, was sie fühlten und verstand, was sie brauchten. Ich konnte so gut wie in sie hineinschlüpfen und so sein wie sie. Später sprach ich laut oder in Gedanken mit ihnen und erhielt mentale Antworten ihrerseits. Das war alles ganz selbstverständlich. Ich wusste, dass sie mich so liebten wie ich sie liebte, dass sie sprechen konnten und eigene Gedanken hatten.
Allen Wesen ist es angeboren, miteinander zu kommunizieren und sich untereinander zu verständigen. Alle oder fast alle kleinen Kinder kennen die mentale oder telepathische Kommunikation mit anderen aus einer anderen Gattung. Bevor sie sprechen lernen, kommunizieren sie, neben Körpergesten, hauptsächlich auf diese Art.
Aber sobald Kinder lernen zu sprechen, neigen sie dazu, ihre Fähigkeit mittels Gedanken zu kommunizieren, zu unterdrücken, weil die Sprache von Erwachsenen besonders hoch geschätzt und gefördert wird und größere Aufmerksamkeit bekommt. So verblasst die Fähigkeit zur Telepathie wie jede andere Fähigkeit, die nie benutzt wird. Außerdem werten Eltern und andere Erwachsene Äußerungen von Kindern wie „unser Hund hat mir von seinem Bauchweh erzählt“ häufig als bloße Erfindung oder Übertreibung ab oder bestrafen das Kind als Lügner. Offensichtlich lernen die meisten Kinder sehr schnell, dass die Fähigkeit zuzuhören und die Gedanken von Tieren zu empfangen, unerwünscht und in Wirklichkeit gar nicht existent ist. Daher unterdrücken sie diese Fähigkeit oder sie verschwindet einfach, weil man eine Fähigkeit nicht aufrechterhalten kann, die es nicht geben kann. Und so hören sie auf, ihre Tiergefährten als denkende und fühlende Wesen anzusehen.
Zusammengenommen resultiert daraus ein generelles Versagen, Kindern einen behutsamen Umgang mit Tieren beizubringen und deren körperliche Bedürfnisse verstehen zu lernen. Wenn Kinder Tiere quälen, entfernen sie sich immer weiter davon, ihre spirituelle Verbindung mit Tieren zu erfassen oder verstehen zu wollen. Selbst wenn sie noch sehr jung sind, beginnen sie sich über jeden lustig zu machen, der ein mentales oder spirituelles Erlebnis erwähnt, das über das 'normale' rigide Maß hinausgeht. Sie eifern den von Erwachsenen als akzeptabel geltenden Überzeugungs- und Verhaltensmustern nach.
Manch glücklichem Menschen eröffnet sich im späteren Leben die Tatsache, dass mentale und spirituelle Fähigkeiten oder Dimensionen, die über das 'Normale' hinausgehen, wirklich existieren. Sie können diese Dimensionen neu erfahren, wenn Sie sich an den erfolgreichen Methoden orientieren, die über Jahrhunderte angewandt wurden, um die angeborenen Fähigkeiten mentaler Kommunikation wiederzuerlangen.
Meine persönliche Erfahrung
Ich habe die Fähigkeit mit Tieren zu kommunizieren, niemals verloren. Als Erwachsene und andere Kinder über meine telepathischen Erfahrungen, Botschaften von Tieren zu empfangen, zu spotten begannen, beschloss ich, es sei besser, diese Dinge für mich zu behalten. Die Lieblingskommentare meiner Mutter lauteten etwa: 'lebhafte Phantasie' oder 'störrisch wie ein Maulesel'. Vielleicht waren es genau diese beiden Eigenschaften, die mir meine telepathische Kommunikationsfähigkeit erhielten.
Ich wollte ebenso wenig das Vertrauen, die Wärme und das gegenseitige Vertrauen, welches zwischen mir und meinen Tierfreunden herrschte, verlieren noch das gegenseitige Einvernehmen verraten, dass sie Intelligenz besaßen und sich mir durch ihre Kommunikation mitteilten. Dies war mir viel zu wertvoll, um es von der Wahrnehmungsunfähigkeit anderer zerstören zu lassen. So kuschelte ich mich weiterhin zusammen mit Fritzi, meiner Katze, in dem Wissen, dass wir einander verstanden; oder genoss es, wenn Winkie, mein Sittich, sich auf meine Brille setzte und behutsam an meinen Augenbrauen zupfte, während ich die Schulaufgaben erledigte. Stunden verbrachte ich damit, im Stillen mit den Vögeln und Schmetterlingen im Park zu sprechen, um sie dazu zu bringen, auf meiner Hand zu landen. Ich ließ sie wissen, dass ich ihnen nichts zu Leide tun würde und war begeistert, wenn sie mir antworteten, indem sie sich mir näherten.
Als ich älter wurde und mein Zuhause verließ, hatte ich viele Jahre keine eigenen Tiere, da ich umherzog oder studierte. So beachtete ich die Fähigkeit mit Tieren zu kommunizieren recht wenig; sie blieb unter der Oberfläche verborgen, so etwa wie das Wissen um eine fremde Sprache, das erst zum Vorschein kommt, wenn man jemanden trifft, der sie spricht.
Ich studierte Sozialwissenschaften, weil ich mir davon erhoffte, mehr über Menschen zu erfahren und ihre Lebensbedingungen verbessern zu helfen, was mir schon immer ein Anliegen war. 1971 hatte ich wieder die Möglichkeit, Tiere als Begleiter an meiner Seite zu haben. Durch meine Ausbildung und Arbeit als Sozialberaterin hatte ich mir das lang ersehnte Wissen und eine praktische Methodologie angeeignet, um menschliches Denken und Spiritualität zu fördern.
So bekam die Gabe, mit Tieren zu kommunizieren, eine neue Dimension: Nicht nur konnte ich mit Tieren sprechen und ihnen zuhören, sondern hatte nun auch das notwendige Rüstzeug, um ihnen zu helfen. Ich fand heraus, dass dieselben Techniken, die es Menschen ermöglichten, sich von alten Traumen, emotionalen Schockerlebnissen und geistigen Problemen zu lösen, bei Tieren ebenso hilfreich waren.
Peaches, eine kleine schwarze Katze, war meine erste Tierpatientin. Ihre Besitzerin hatte sie bei mir zurückgelassen, weil sie sich nicht weiter um das Tier kümmern konnte. Peaches war definitiv eine 'verängstigte' Katze. Sie rannte vor Menschen davon, versteckte sich und hatte Angst vor den Katzen aus der Nachbarschaft.
Sie war schon einige Wochen bei mir, als sie von draußen mit einer blutenden Bisswunde im Nacken zurückkam. Eine der Nachbarkatzen hatte sie angegriffen. Ich reinigte die Wunde, strich Salbe darauf und erwartete eine schnelle und problemlose Heilung. Peaches aber hatte andere Vorstellungen: Sobald sich eine Kruste gebildet hatte, kratzte sie diese wieder auf. Da halfen keine Verbände oder Heilmittel; sie war fest entschlossen, sich weiterhin an der Wunde zu schaffen zu machen. Mittlerweile war aus der anfänglich einige Millimeter großen, blutigen Wunde eine große Fläche geworden, um die die Haare ausfielen. Sie sah so entsetzlich aus, dass meine Mitbewohnerinnen sich beschwerten und mir nahe legten, doch etwas mit dieser Katze zu unternehmen.
Also setzte ich Peaches mir gegenüber auf einen Stuhl und führte mit ihr ein Beratungsgespräch, so, wie ich es mit einem Menschen in Not tun würde. Ich stellte ihr ganz bestimmte Fragen, die sich auf das körperliche Trauma und ihre Gefühle bezogen. Sie antwortete mir telepathisch und schickte viele innere Bilder von Katzen, die ihr Angst machten oder sie angriffen. Als sie sich diese beängstigenden Situationen nochmals vor Augen führte, entließ sie eine Menge emotionaler Belastungen und fühlte sich wohler.
Wir setzten unsere Beratungsstunden fort. Dabei entdeckte sie das Gefühl, dass die Beibehaltung und Vergrößerung ihrer Wunde die Lösung gegen ihre Angst vor Menschen und anderen Tieren sein könnte. Wenn sie ihren Körper hässlich herrichtete - so dachte sie - würden Menschen und Katzen sie meiden. Das funktionierte auch, machte aber ihr Leben zur Qual. Nachdem sie diese unterbewusst getroffene Entscheidung erkannt und bewusst wahrgenommen hatte, wurde sie zusehends ruhig und schnurrte zufrieden.
Das bemerkenswerte Ergebnis dieser Sitzung war, dass die Wunde am nächsten Tag verkrustet und die Haare nach einer Woche nachgewachsen waren, so dass man keine Verletzung mehr sah.
Noch erstaunlicher war, dass Peaches ihr ganzes Verhalten veränderte: sie rannte nicht mehr davon, sobald jemand zur Türe herein kam, sondern kuschelte sich in dessen Schoß und schnurrte! Die Katzen der Nachbarschaft ließen sie in Ruhe. Sie zog keine Angriffe mehr an.
So begriff ich nicht nur, dass Tiere denken, fühlen, verstehen und kommunizieren, sondern auch, dass dieselben Methoden, mit denen geistige Blockaden bei Menschen gelöst und deren Leben wieder in Ordnung gebracht werden können, auch großartige Erfolge (Besserung) bei anderen Spezies hervorrufen.
Ich hängte aber nicht sofort ein Schild mit der Aufschrift 'Spezialistin für Tierkommunikation' an meine Türe, denn ich arbeitete weiterhin als Beraterin für Menschen und kümmerte mich um mein spirituelles Wachstum.
1976 nahm ich eines meiner alten Interessengebiete, welches ich lange vernachlässigt hatte - das Tanzen - wieder auf. Vorstellungen zu geben und Tanz zu unterrichten waren meine Hauptbeschäftigungen. Jedoch hatte sich meine Gabe, erfolgreich mit den Tieren meines Freundeskreises zu arbeiten, herumgesprochen und so wurde diese Arbeit mehr als nur eine Nebenbeschäftigung. Ab 1977 verlangte ich Honorare für meine Beratungen und wurde zu einer professionellen 'Spezialistin für Tierkommunikation'.
Bis 1979 blieb der Tanz meine Hauptbeschäftigung; ich reiste, brachte anderen Tanzlehrern meine Bewegungstechniken bei und schrieb mehrere Bücher über Tanz und Körperbewegung.
Als ich mich mehr auf die Arbeit mit Tieren konzentrierte und meine Resultate bekannt wurden, bat man mich bei Hunderten von Radiosendern in der ganzen Nation um Interviews. Ich erschien in Fernsehsendungen und in Zeitungen und veröffentlichte verschiedene Artikel.
Wie Tiere sich mitteilen
In der herkömmlichen Psychologie ist die von wenig Einsicht zeugende Meinung verbreitet, dass Tiere, da sie weniger komplexe Gehirnstrukturen aufweisen als der Mensch, dementsprechend weniger Intelligenz, keine wirklichen Emotionen oder Denkfähigkeiten hätten und daher nur rudimentär durch Grunzen, Bellen, Pfeifen und andere Körpersignale kommunizieren könnten. Dies änderte sich, als Wissenschaftler die Komplexität an Bedeutungsinhalten entdeckten, die sich im Laut oder der Bewegung einer Biene, eines Vogels oder eines Affen offenbaren. Viele beginnen mit weniger 'mensch-geschneiderter' Voreingenommenheit zu beobachten, wie kompliziert und nachweisbar intelligent die Verhaltensreaktionen der Tiere sind. Es gibt noch viel mehr, was wir durch die Tiere selbst in direkter telepathischer Kommunikation, der Universalsprache, lernen können. Man versteht sie, wenn wir unsere Beobachtungsfähigkeit und unser Bewusstsein erweitern.
Webster's Dictonary definiert Intelligenz als die Fähigkeit, Erfahrungen zu verstehen und aus ihnen zu lernen, oder als die Fähigkeit, schnell und erfolgreich auf eine neue Situation zu reagieren. Beruft man sich auf diese Definition, dann fallen Ihnen sicher viele Beispiele intelligenten Tierverhaltens ein wie z. B. die Tatsache, dass bei Umzug zurückgelassene Katzen oder Hunde Tausende von Kilometern zurücklegten, um ihre Besitzer wiederzufinden, oder der Einfallsreichtum, der von Ratten, Waschbären, Kojoten und anderen Wildtieren an den Tag gelegt wird, wenn es darum geht, in Gebieten zu überleben, die von Menschen besiedelt wurden, wodurch den Tieren ihr natürliches Umfeld fehlt.
Es ist unsinnig, die Intelligenz eines Tieres daran zu messen, wie nahe sein Verhalten dem eines Menschen gleich kommt. Tiere haben andere genetische Anlagen und körperliche Fähigkeiten. Ihr Verhalten richtet sich nach der Art ihres Körpers, ihres Umfeldes und ihrer Erfahrung.
Einer der in Hinsicht auf körperliche Merkmale größte Unterschied sind die hoch entwickelten und extrem flexiblen Hände und Nervensysteme, die es dem Menschen erlauben, viele Aufgaben zu erledigen und dadurch seiner Intelligenz auf vielerlei Weise Ausdruck zu verleihen, wie es den Tieren nicht möglich ist. Die Tatsache, dass Tiere keine Buchstaben schreiben oder Gitarre spielen können bedeutet nicht, dass sie nicht intelligent sind.
Menschen werden auch nicht für minder intelligent gehalten, wenn sie nicht fliegen können wie ein Vogel oder so schnell rennen wie ein Gepard! Dies lässt sich allein auf den körperlichen Unterschied und nicht auf die geistigen Fähigkeiten zurückführen. Dasselbe spirituelle Wesen, das zur Zeit einen menschlichen Körper bewohnt und ihn dazu benutzt, Dinge zu konstruieren und Häuser zu bauen, würde ein Nest aus Blättern und Zweigen herstellen, wenn es im Körper eines Vogels zu Hause wäre.
Während der menschliche Körper viele unterschiedliche und komplexere Ausdrucksmöglichkeiten für die Intelligenz bereit stellt, umso erstaunlicher sind die Kompliziertheit und Mannigfaltigkeit der Ausdrucksformen anderer Kreaturen.
Unterschiede zwischen den Arten sind definitiv vorhanden. Dies beinhaltet aber nicht eine Über- oder Unterlegenheit. Wir alle sind verschieden und gerade das macht das Leben so interessant.
Lebewesen entwickeln und gebrauchen ihre Körper entsprechend ihrer genetisch angelegten Fähigkeiten und Situationen, die ihnen begegnen. Manche sind dabei erfolgreicher und gehen intelligenter vor als andere. Die meisten Haustiere haben die Kunst, unter Menschen zu leben, so gut gemeistert, dass sie zwischen die menschlichen Aktivitäten hineinpassen, sie beeinflussen oder sie in manchen Fällen sogar kontrollieren.
Das einzelne Tier unterscheidet sich von einem anderen in seinem Intelligenz- und Sensibilitätsgrad und dem Maße seiner Mitteilungsfähigkeit genauso, wie es bei Menschen der Fall ist.
Manche sind wacher und mehr interessiert als andere und es fällt einem leichter, mit ihnen zu kommunizieren.
Einige Tiere folgen stark ihrem genetischen Erbe und damit ihren Körperimpulsen und haben Spaß daran, z.B. Hund, Katze oder Pferd zu sein. Andere betonen zusätzlich zu ihrer natürlichen Körpertendenz die persönliche Note ihrer Individualität. Sie sind fähig und willens, die Impulse ihres Körpers zu kontrollieren und sich ihrer Lebenssituation so anzupassen, dass sie sich eher wie die Menschen in ihrem Umfeld verhalten.
Die meisten Tiere sind bereit, eine engere Beziehung einzugehen - vorausgesetzt, man versteht sie so, wie sie sind und begegnet ihnen auf ihrer Wahrnehmungsebene. Manche Tiere sind wahrnehmungsfähiger und bewusster als die Menschen ihrer Umgebung, die versuchen, sie zu verstehen.
Tiere kommunizieren sowohl untereinander als auch mit Menschen durch ihre Körperbewegungen, aber auch direkt durch Gedanken, Gefühle, Absichten und mentale Bilder. Menschen empfangen diese telepathischen Botschaften in dem Maße, in dem sie zuhören, sich einstimmen oder sich empfänglich dafür machen.
Während ich oft durch den Körperkontakt eine Verbindung zu dem Tier herstelle, dem ich in seiner Not helfen will, so kommuniziere ich dennoch hauptsächlich telepathisch oder direkt durch Gedanken- und Gefühlsübertragung, entweder ganz im Stillen oder begleitet von laut gesprochenen Worten. Obwohl viele Tiere die Bedeutung von Worten verstehen, weil sie an die menschliche Sprache gewöhnt sind, erfassen sie von Natur aus die Absichten, Emotionen, Bilder und Gedanken, die hinter den Worten stehen, auch wenn sie die Worte selbst nicht ganz verstehen. Da Tiere nicht in die Vorstellung hineingezwängt wurden, dass Worte oder Symbole die einzig existierende Kommunikationsart sind, verlieren sie ihre angeborene telepathische Sensitivität nicht, so wie die meisten Menschen.
Wenn sie mir ihre Gedanken und Gefühle übermitteln, dann verstehe ich sie und übersetze die Mitteilung direkt in Worte, weil andere Menschen daran gewöhnt sind. Wenn Tiere eine Szene oder etwas, das ihnen zu gestoßen ist, beschreiben, sehe ich das Geschehnis aus ihrer Perspektive. Ich nehme alles, was sie erlebt haben, geistig und gefühlsmäßig so wahr, wie sie es tun: Bilder, Geräusche, Gefühle und andere Wahrnehmungen.
Wenn Sie selbst erlebt haben, was eine andere Person gerade denkt, oder wenn Sie mit einem anderen zeitgleich ein und denselben Gedanken laut aussprechen oder die inneren Bilder oder Gefühle einer anderen Person erleben, dann wissen Sie, wie ich normalerweise mit Tieren kommuniziere und wie Sie es selbst auch tun können.
Tiere verstehen, was man zu ihnen sagt und zu ihnen 'hinüber denkt', aber nur, wenn wir ihre Aufmerksamkeit haben und sie willens sind zuzuhören (wie bei jedem anderen auch). Manche Tiere tun einfach so, als verstünden sie nicht, was von ihnen gewünscht wird. Manche Menschen leisten dem auch noch Vorschub, indem sie denken, ihr Hund (Katze, Vogel, Pferd oder Schildkröte) sei dumm, begreife gar nichts oder einfach glauben, dass sie nicht so empfinden können wie sie selbst. Manche Menschen betiteln ihre Tiere sogar mit ‚Dummkopf’ oder ‚Blödmann’ oder anderen ihre Intelligenz beleidigenden Ausdrücken. Viele Tiere, ebenso wie viele Kinder, spielen das Spiel, das man von ihnen erwartet und stellen sich dumm an. Dann brauchen sie auf die Anforderungen anderer nicht einzugehen.
Es ist interessant zu sehen, dass Tiere normalerweise intelligenter und warmherziger reagieren, je mehr wir ihre Intelligenz respektieren, mit ihnen plaudern, sie in unser Leben einbinden und sie als Freunde sehen. Lebewesen aller Art haben die Tendenz aufzublühen, wenn sie von anderen Wärme und Verständnis bekommen.
Bei dem Besuch eines Internates konnte ich etwas Interessantes in dieser Richtung beobachten. Ich traf dort auf einen Irischen Wolfshund, von dem ich sofort wusste, dass er sehr klug war und sehr genau sein Umfeld beobachtete. Doch laut allgemeiner Übereinkunft der Menschen in seinem Umkreis wurde er für sehr dumm gehalten - als einer, der nichts richtig machen kann. Das zeigte sich durch die Langsamkeit seiner Reaktionen auf die ihm gestellten Aufgaben und durch die Art, wie er in der Schule dümmlich dahinschlenderte. Er machte es sich immer wieder auf Teppichen und Sitzpolstern bequem, obwohl jeder intelligente Hund schon alleine durch die Anzahl der ihn ermahnenden Menschen verstanden hätte, dass das kein angemessenes Verhalten ist.
In dem Moment, als mir in seiner Anwesenheit gesagt wurde, er sei wirklich richtig dumm, schickte er mir blitzartig einen Gedanken herüber - ungefähr so: „Sag ihnen bloß nicht, was ich in Wirklichkeit mache - es ist mein Spiel.“ (An dieser Stelle ist anzumerken, dass diese Worte nur meine Übersetzung des Konzeptes dieses Hundes sind. Manchmal übermitteln Tiere wortwörtlich Sätze, die sie aufgeschnappt haben; aber meistens sind die Worte nur eine sprachliche Annäherung an die Gedanken und Emotionen, die gesendet werden). Ich musste darüber lachen, wie sehr dieser Hund unter Kontrolle hatte, was die Menschen von ihm dachten und darüber, wie er lebte. Er tat nur das, was er wollte, und beobachtete alles und jeden, um daraus zu lernen.
Trotz seines warnenden Gedankenblitzes fühlte ich mich verpflichtet, Klarheit über die Herabsetzung seiner geistigen Fähigkeiten zu bringen und erklärte, dass er sehr intelligent sei und genau wisse, was um ihn herum passiere und ebenso die Menschen verstünde. Er ärgerte sich ein wenig über meinen Verrat; denn jetzt würden die Menschen mehr von ihm erwarten. Aber ich konnte es nicht ertragen, es bei der Lüge 'er sei dumm' zu belassen. Später, als er wieder bereit war, mit mir zu reden, beschloss er, dass es doch ganz nett wäre, etwas mehr auf die Menschen einzugehen und so ihr Leben etwas glücklicher zu gestalten.
Ich amüsiere mich heute noch, wenn ich daran denke, wie es ihm gelang, jeden zum Narren zu halten - und das soll keine Intelligenz sein?
Natürlich kann es bei Menschen und auch bei Tieren vorkommen, dass sie eine Botschaft missverstehen und nicht erfassen, besonders dann, wenn man selber unklar darüber ist, was man von ihnen will. Tiere können durch äußere Dinge abgelenkt werden, speziell dann, wenn ihre biologischen Bedürfnisse geweckt werden wie zum Beispiel durch Essensgerüche oder andere Tiere. Dann achten sie nicht auf das, was wir ihnen sagen. Man muss ihre Aufmerksamkeit haben und im Rahmen ihres Erfahrungsbereiches mit ihnen kommunizieren.
Es macht für eine Katze wenig Sinn, wenn wir sie bitten, ein Klavierkonzert zu spielen und wird auf unsere Aufforderung auch nicht angemessen reagieren. Wir müssen Tiere ebenfalls mögen, respektieren und ihnen erlauben, so zu sein, wie sie sind - Lebewesen, mit ihren eigenen Bedürfnissen, die ihre eigene Wahl treffen und in unterschiedlichem Maße dem Einfluss ihres spezifisch genetischen Erbes unterstehen, so wie wir alle auch.
Sie können von Ihren eigenen Tiergefährten lernen, die meistens nur das von Ihnen verlangen, was Sie imstande sind, ihnen zu geben. Sie lieben und akzeptieren Sie so, wie Sie sind. Sie freuen sich normalerweise über Ihre Bemühung, mit ihnen in Kontakt zu treten und schätzen es besonders, wenn Sie ihnen Zuneigung und Verständnis entgegenbringen.
Ich werde oft gefragt, welches Tier das intelligenteste sei. Es ist schwierig, darauf eine generelle Antwort zu geben, denn die verschiedenen Körper haben unterschiedliche Aufgaben und Funktionen. Das, was für die eine Körperbeschaffenheit als intelligentes Verhalten gilt, ist für eine andere Körperform nicht intelligent. Komplexere Körper mit höher entwickelten Gehirnen scheinen mehr Möglichkeiten in ihren 'Computern' einprogrammiert zu haben; obwohl ich auch schon eine 'höhere' Kommunikation mit 'niedrigeren' Formen erlebt habe; wie zum Beispiel mit Insekten - ähnlich der von J. Allen Boone mit einer Fliege, die er Freddy nannte, beschrieben in seinem Buch „Die große Gemeinschaft der Schöpfung“, was ich Ihnen sehr empfehle, zu lesen.
Was Tiere mit den Begrenzungen machen, die ihnen durch die Art ihres Körperprogramms auferlegt sind, variiert innerhalb einer Gattung von einem Individuum zum anderen. Normalerweise werden die größeren Tiere, besonders diejenigen, die ihre Bereitschaft, mit Menschen zu kommunizieren, am deutlichsten zeigen und lernfähig sind, für flexibler, reaktionsfähiger und intelligenter gehalten - so zum Beispiel Wale, Delphine, Elefanten, Affen, Pferde, Hunde, Katzen und andere Haustiere. Aber auch in weniger komplexen Formen gemäß der Körperskala lassen sich sehr intelligente und weise Wesen finden. Zum Beispiel waren einige erstaunt über die Wachheit und Intensität der Kommunikation mit Mitgliedern, die meiner Tierfamilie angehören, wie die Schildkröte Mala, die Saumfingereidechse Ginko oder das Meerschweinchen Cinnamon.
Wenn es um Intelligenz, das Kommunikationsniveau oder emotionale Reaktionen geht, gleicht kein Wal dem anderen, kein Hund dem anderen oder die eine Katze ist niemals exakt so wie die andere. Darüber hinaus hängen die verschiedenen Möglichkeiten unseres Zugangs auch davon ab, in wie weit wir selbst fähig sind, Tiere als Mitgeschöpfe zu betrachten und uns auf intelligente Weise mit ihnen auseinanderzusetzen. Mit manch einem Tier, das von dem einen Menschen als langsam oder dumm eingestuft wurde, hatte ich eine wunderbare Kommunikation und bemerkte viele seiner guten Eigenschaften, die sein Besitzer übersehen hatte.
Das Großartige ist, dass wir alle von einander lernen können. Einige Menschen können ihre eigene Intelligenz dadurch demonstrieren, dass sie bereit sind, Tiere zu beobachten, etwas über sie zu lernen und sie besser zu verstehen. Die Bereitschaft dazu ist allerdings von Mensch zu Mensch verschieden.
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Die Fähigkeit wiedergewinnen, telepathisch zu kommunizieren
Was ist unter telepathischer Kommunikation zwischen verschiedenen Spezies zu verstehen? Die Silbe 'Tele' hat etwas mit Entfernung zu tun und 'pathie' bezieht sich auf das Fühlen. Es handelt sich hierbei nicht um einen Test von geistiger Wachheit oder Fähigkeit, die nur einem geringen, besonders begabten Prozentsatz der Menschheit zur Verfügung stünde, sondern um eine Fähigkeit, die den Wesen jeder Spezies inklusive dem Menschen angeboren ist. Telepathie ist vielmehr eine Verknüpfung, ein direkter Zugang zu der Seele aller Wesen. Es ist eine geistige Verständigung, die ohne den Kopf einzuschalten funktioniert; es ist das Wissen, was der andere gerade denkt, fühlt und erlebt, so hautnah, dass fast das eine Wesen zu dem anderen wird.
Diese Art von Kontakt basiert auf der Erkenntnis, dass alle Wesen intelligent sind, verstehen, miteinander in Beziehung treten und kommunizieren können. Es ist die Erfahrung, eine direkte Übertragung von Bildern, Gefühlen und Vorstellungen von Individuen zu empfangen, die einer anderen Spezies angehören und die immer wieder dadurch bestätigt wird, dass sie deutliche Verhaltensveränderungen, verbessertes Zusammenwirken, Friedfertigkeit und Nähe nach sich zieht. Telepathische Kommunikation vollzieht sich über weite Entfernungen durch Wände und andere Hindernisse hindurch. Sie hängt davon ab, dass man eine Verbindung schafft, sich einstimmt und weiß, mit wem man kommuniziert - so ähnlich, als ob man die richtige Telefonnummer oder den richtigen Radiosender bekommt.
Wenn sich Mensch und Tier in gegenseitigem Verstehen begegnen, treten die Würde und die Individualität beider zutage. Angst und Aggression weichen der Harmonie, Würde und gegenseitigem Respekt. Selbst skeptische Menschen können einen Unterschied beobachten, nachdem ein echter telepathischer Austausch stattgefunden hat, bei dem ein Kontakt zwischen Menschen und anderen Gattungen hergestellt wurde.
Dies unterscheidet sich erheblich von dem Zustand verzweifelten Angewiesenseins mancher Menschen auf ihre 'Schoßtiere'. Ich ziehe
es vor, das Wort 'Schoßtier' nicht zu verwenden, da es eine Färbung von Abhängigkeit, Herabsetzung, Verfügbarkeit und Besitztum in sich birgt. Stattdessen verwende ich Begriffe, die mir würdiger erscheinen wie z. B. Tierbegleiter, Tierfreund oder tierischer Freund.
Das Beispiel einer aus dem Gleichgewicht geratenen Beziehung zwischen Mensch und Haustier wurde mir bei einem meiner Auftritte in einer Fernseh Talk Show in New York City vor Augen geführt. Die Moderatorin der Show besaß 2 Lhasa apso Hunde, die ich während der Show interviewen sollte. Ich traf sie schon davor und die Moderatorin fragte mich, was ich für einen Eindruck von ihnen hatte. Sie sah sie als ihre Babys und wünschte sich verzweifelt, dass alles mit ihnen in Ordnung sei. Ihre Stimme und ihre Augen waren voller Angst, als sie mir mitteilte, dass sie hoffe, ihre beiden Tiere würden im Fernsehen nichts Negatives über sie verlauten lassen. Sie war in Beziehung auf Leben und Liebe auf ihre Hunde angewiesen und nichts durfte 'schief laufen'. Ich fühlte, wie die Hunde sich bemühten, ihre Bedürfnisse zu erfüllen und total von ihr abhängig waren. Sie versuchte über die Hunde ihr ganzheitliches Sein wiederzuerlangen, das ihr durch ihr hektisches, unverbindliches Leben abhanden gekommen war. Aus Zeitmangel wurde das Interview vorzeitig beendet, und so hatten die Hunde keine Gelegenheit, 'alles' zu erzählen.
Durch ihr Angewiesensein und auch durch ihr tiefes Bedürfnis, helfen und dienen zu wollen, können sich Tiere in die Unzulänglichkeiten ihrer Besitzer verstricken. Tiere können krank werden, wenn sie versuchen, den Menschen zu heilen oder sein Unglück zu beseitigen oder es zu spiegeln. Durch ihre Nähe und Ergebenheit bekommen sie die Schwingung mit. Als Schoßhund werden sie davon abgehalten, ein ihrer eigenen Natur gemäßes Leben zu führen. Sie können Unstimmigkeiten nicht so leicht ausgleichen, wenn sie nicht an die frische Luft kommen, sich bewegen und ganzheitlich ernähren können und wenn sie nicht ihrem natürlichen Erkundungs- und Unabhängigkeitstrieb nachgehen können. Abgetrennt von der Natur erleiden sie oft dieselben Krankheiten wie ihre Besitzer.
Das Verhältnis gestaltet sich ganz anders, wenn wir unsere Haustiere als spirituelle Begleiter in anderen Formen betrachten, denen es erlaubt ist, ihr eigenes Leben zu leben und ihrer eigenen Würde Ausdruck zu verleihen und trotzdem Freude zu haben an einer gegenseitigen Beziehung mit uns und untereinander. Viele, die die Mitglieder meiner Tierfamilie kennen lernen, bemerken, wie entspannt, glücklich und selbständig sie sind. Sie kommen und gehen und wählen selbst, mit wem sie Kontakt knüpfen wollen - sei es mit einem ihrer eigenen Gattung, einem Menschen oder einer anderen Spezies. Sie werden betrachtet als weise und intelligente Individuen, die Katzen, Hunde, Ratten, Hühner, Pferde sind und darüber hinausgehend die 'Anima' des Tieres, seinen Spirit (sein geistiges Wesen), seine Seele und Lebensessenz verkörpern. Sie verhalten sich wie eigenständige individuelle Charaktere und haben ihre eigene Würde, Besonderheiten, Rechte, Bedürfnisse, Ausdruck und Sinn für das Gleichgewicht unserer Gemeinschaft oder Familie. Wir passen uns an oder verändern uns gemäß unserem Wachstum und gegenseitigem Verstehen. Wir hören einander zu und erarbeiten Übereinkünfte, die abgestimmt sind auf unsere Bedürfnisse und unser Umfeld. Es macht uns allen richtig Spaß, so zu leben.
In dem Maße, wie sich Menschen von der Natur entfernen, von der spirituellen Essenz, die durch alles Lebendige fließt und ihr Hauptaugenmerk darauf legen, materielle Güter als Statussymbole zu erwerben, so sind auch ihre Beziehungen zu ihren Mitlebewesen verschiedenster Form charakterisiert durch das Verhältnis eines Herren zu seinem Besitz. Selbst wenn sie Liebe zu ihrem 'Schoßtier' bekunden, aber die spirituelle innere, geistige Verbindung fehlt, versuchen sie neurotisch all das von ihrem Tier zu bekommen, was sie für ihr eigenes gekünsteltes Dasein aufgegeben haben. Das Tier spiegelt ihren Jammer.
Wenn Menschen ihren Tieren mehr zutrauen, danken es ihnen die Tiere aus tiefstem Herzen, leben auf und sind kooperationsbereiter.
Sobald Menschen beginnen, ihre Fähigkeit wiederzuerlangen, Tieren ganz zuhören zu können, lösen sich Probleme ohne Gewaltanwendung oder fremdartige Lösungsversuche, wie zum Beispiel ein Tier zu schlagen oder seine Nase in seinen eigenen Kot zu drücken.
Es kostet ein wenig Mühe, den Weg der Verbundenheit und Kommunikation zu gehen. Es bedeutet vom hektischen, materiell orientierten Lebensstil zu einem ruhigeren, beobachtenderen und achtsameren Verhalten dem Leben gegenüber zu wechseln - was für manch einen einem grundlegenden Bewusstseinssprung gleich kommt. Der Gewinn ist für alle von uns immens.
Sich telepathischen Fähigkeiten öffnen
Als ich ein sehr kleines Kind war, spürte ich, was Menschen dachten und fühlten, wer sie in ihrem tiefsten Inneren waren und warum sie so waren, wie sie waren. Ich beobachtete, wie Menschen ihre Augen verschlossen vor dem, was offensichtlich richtig war. Ich wusste, dass Tiere intelligente Wesen sind, die sich untereinander und auch mich verstanden, dass wir uns glichen und uns nur durch unser körperliches Erscheinungsbild unterschieden.
Meine Mutter bestand darauf, dass ich eine rege Phantasie hätte und das war tatsächlich so: Ich konnte die Gedanken, die Absichten und Bilder hinter Worten und Körperformen regelrecht sehen. Ich fühlte mich umgeben von einer ganzen Welt geistiger Wesen - Engel, geistige Führer, Heilige, Elfen und andere Wesen ohne physische Körper. Es verwunderte mich, dass andere es nicht sehen konnten oder sehen wollten. Ich war Lebensenergie und ich wusste, dass Lebensenergie überall und in allem ist und alles umgibt.
Während meiner Kindheit beherbergte unsere Familie eine ganze Truppe von Tiergefährten: Goldfische, Schildkröten, Sittiche, Katzen und Hunde. Meine besten Freunde waren Winky, der blaue Sittich und Fritzi, ein bunt gescheckter Kater.
Seit ich etwa elf Jahre alt war, war Winky mein Begleiter. Während ich Hausaufgaben machte, thronte er auf meiner Brille und putzte meine Wimpern und Augenbrauen. Wir verbrachten Stunden liebevoller Gefährtenschaft und es bereitete mir eine riesige Freude, mich um ihn zu kümmern. Eines Tages biss Winky mich richtig fest in meine Nase. Durch den Schock und den Schmerz schlug ich ihn so hart, dass er an die Wand klatschte, was ich sofort bereute und wieder gut zu machen versuchte; aber Winky konnte es nicht mehr vergessen und unsere Beziehung veränderte sich unwiederbringlich.
Kurz danach hatte er Anfälle, schlug in seinem Käfig wild mit den Flügeln umher und spuckte Blut. Ich nahm ihn mit in eine Zoohandlung, wo sie ihm Medizin verabreichten, die mich ein Vermögen meines hart verdienten Taschengeldes kostete, aber es besserte sich nichts. Die Anfälle verschlimmerten sich, auch wenn er sich sonst außerhalb seines Käfigs normal verhielt. Winky biss mich wieder und wir entfernten uns immer weiter von einander.
Zum damaligen Zeitpunkt besaß ich nicht die Beratungsfähigkeiten, um die emotionale Ursache seiner Krankheit zu behandeln, aber ich spürte, dass er die Anfälle nur wegen unserer Verstimmung bekam. Mein älterer Bruder willigte ein, Winky zu sich nach Hause zu nehmen und sich um ihn zu kümmern. In den vielen Jahren, die Winky bei meinem Bruder lebte, bekam er nie wieder einen solchen Anfall. Immer noch erinnere ich mich an die wunderbare Zeit, die wir miteinander verbrachten und mit der Zeit verheilte auch unsere gemeinsame Wunde.
Fritzi, der Kater mochte alle Mitglieder unserer achtköpfigen Familie, aber besonders meinen Vater. Meine Mutter beklagte, dass wir Kinder Fritzi ja gar nicht so lieb haben konnten, wie wir beteuerten, wenn wir seinen Toilettenkasten nicht reinigten, denn sie hasste diese Arbeit. Nachdem ich mich zu dieser Aufgabe gerne bereit erklärte, wurde die Katzentoilette in meinem Zimmer untergebracht und Fritzi und ich kamen uns sehr nahe. Ich legte mich - ähnlich wie Fritzi - wie ein orientalischer Säbel leicht gekrümmt in mein Bett und wir schliefen wie zwei ineinander liegende Mondsicheln. Wir nahmen Zuflucht in unserem Zimmer vor den immer wiederkehrenden elterlichen Streitereien, die durch Alkohol noch verschärft wurden. Fritzi und ich verstanden einander aufs Tiefste.
Als ich im September 1964 von zu Hause wegzog, um mein Studium aufzunehmen, ging es Fritzi gar nicht mehr gut. Direkt am ersten Tag, nach dem ich fort war, bekam Fritzi mehrere Krankheitsattacken an Nieren und Darm und verstarb einige Monate später.
Viele Jahre später besuchte ich Hochschulkurse in Psychologie, die das Verhalten des Tieres (den Menschen eingeschlossen) von einem mechanischen Standpunkt aus beleuchteten, der sich auf Experimente mit Ratten in Labyrinthen oder dem Hervorrufen des Speichels bei Hunden bezog. Ich entschloss mich, diese mechanische Sichtweise, die in dieser Art von Kursen und bei den anderen Studenten um mich herum vorherrschte, anzunehmen. Ich stellte der Psychologie nicht nur den geistigen Aspekt in Abrede, wie dies in den dortigen Kursen sowieso schon getan wurde, ich klammerte das Geistige (Spirituelle) aus dem Leben aus und nahm wie alle anderen an, dass wir alle, egal welcher Spezies von Lebewesen wir angehörten, nichts weiter als materielle Formen seien, die durch Kollisionen zufälliger Partikel ins Leben gerufen wurden und mit der Auflösung der Moleküle ihr Ende nahmen.
In dem Moment, in dem ich den geistigen Aspekt verleugnete, machte sich sofort ein Gefühl der Verzweiflung und Freudlosigkeit am Dasein in mir breit, welches von vielen Menschen unseres Kulturkreises erlebt wird. Ich sah keinen Sinn in irgendetwas, kein Ziel, keine Farbe, kein Gefühl, nur noch wahllos organisierte Bewegung. Da konnte ich dann verstehen, warum meine Mitkommilitonen es eilig hatten, in die Bars zu kommen, um sich mit dem 'Geist des Alkohols' zu füllen. Sie waren leer, das Leben war bitter und sinnlos. Sie brauchten einen Ausweg, etwas, um loslassen und sich mit dem größeren Bild verbinden zu können - und sei es sogar durch Vergessen. Ich verstand, warum meine Eltern, die es sich versagten, sich selbst als spirituelle Wesen zu begreifen und so viel Angst und Hass empfanden, Alkoholiker waren. Ich begriff, warum ich meine Mutter durch meine Anwesenheit verstört hatte - ganz besonders, wenn ich sang und tanzte, denn dies brachte das wahre Selbst zum Vorschein, das sie versuchte zu verleugnen. Mir wurde auch klar, warum manche Menschen verzweifelt materiellem Erfolg hinterher jagen oder Selbstmord begehen: es ist die Perspektive, die das Leben so öde und elend erscheinen lässt.
Es gelang mir nur ein paar Tage lang diesen strengen, behavioristischen, materialistischen Ansatz aufrechterhalten. Dann kehrte ich zurück zu einem erneut lebendigen Verständnis meiner selbst und allen Lebens um mich herum, durchdrungen vom Geistigem, der Liebe zum Leben und der Hoffnung auf Harmonie. Das war auch der Grund, warum ich auf telepathische Kommunikation mit Tieren und anderen geistigen Wesen nicht verzichten wollte. Es machte wahrhaftig, ganz real zu viel Spaß - und außerdem konnte ich meine Tiergefährten nicht verraten, indem ich ihnen ihr Innenleben, ihre Gedanken und Gefühle, die sie so bereitwillig und großzügig mit mir geteilt hatten, in Abrede stellte. Ich ließ es bleiben und so starb die Fähigkeit nie.
Diejenigen, die ihre natürliche Fähigkeit, telepathisch mit anderen in Verbindung zu treten, schon lange begraben und die durch Kultur geprägte Meinung akzeptiert haben, dies sei unmöglich, Hokuspokus und unwissenschaftlicher Blödsinn, brauchen Zeit zum Üben. So können sie die Lebendigkeit ihrer Einstellung wiedererlangen, die der gegenseitigen Kommunikation mit einer anderen Gattung förderlich ist. Schauen Sie von kleinen Kindern ab, wie man sein Herz und seinen Geist öffnet; lernen Sie von der Liebe der Tiere und sämtlichem Sie umgebenden Leben.
Dies ist ein spiritueller Weg, der eine Veränderung bedeutet, ein Ablegen von gesellschaftlich anerzogenen Mustern und Gewohnheiten. Jeden Tag werden es mehr, die mit ihrer Fähigkeit, andere Gattungen verstehen zu können, wieder in Kontakt kommen. Aber glauben Sie nur nicht, dass die anderen zu Hause oder bei der Arbeit sich über Ihre neu erworbene Fähigkeit freuen werden. Im Gegenteil, es ist beängstigend, Gedanken von Tieren zu empfangen, denn man befürchtet, dass Sie nun auch leichter menschliche Gedanken, Gefühle und Absichten lesen könnten, und Sie dadurch weniger leicht zu beeinflussen wären.
Mein Gefühl sagt mir, dass wir spirituell wachsen - weder nach oben oder unten auf einer Leiter unendlicher Hierarchieebenen, sondern eher auf eine allumfassende Breite kreisend, die mehr Lebensaspekte einschließt und verständlich macht. Anstatt herablassend auf andere zu schauen, die 'unter' uns sind, während wir uns weiterentwickeln, lassen wir das Leben sich in all seinen Formen mit einem größeren Mitgefühl, Verständnis, Würde und Weisheit entfalten.
Auf die Kommunikation vorbereiten
Um die telepathische Fähigkeit wiederzuerlangen, ist es nötig, die erlernten, kulturellen Barrieren abzulegen, die diese natürliche Fähigkeit, Kontakt aufzunehmen, zu kommunizieren und Tiere zu verstehen, behindern. Erlauben Sie sich, die Tür zu Ihrem eigenen Potenzial zu öffnen, um wieder eine Verbindung herstellen zu können. In meinen Seminaren wenden wir Techniken an, die helfen, diese Tür zu öffnen; einige möchte ich anschließend beschreiben.
Um empfänglich zu sein und überhaupt jemandem - egal welcher Gattung - zuhören zu können, bedarf es einer stillen Aufmerksamkeit und Ruhe, die den meisten Menschen durch ihren aufgepeitschten Lebensstil in industrialisierten und kommerzialisierten Städten schon lange abhanden gekommen ist. Wir leben in einem Zeitalter der Hetze, wo Menschen pausenlos mit aufwühlenden Anregungen gefüttert und stimuliert werden. Verkehr, Gedränge, Verbrechen, Fernsehen und Reklame stürmen so auf unsere Sinne - unser Wahrnehmungsrüstzeug - ein, dass wir unsere Sensibilität gegen unsere Umwelt verschließen, nur um überleben zu können.
Wir lernen, nicht aufmerksam zu sein. Viele Reklamebetreiber denken, dass wir beständig und wiederholt mit Information bombardiert werden müssen, weil wir von auf uns einstürmenden Inhalten überfüttert sind. Daher errichten wir psychische Mauern; wir verschließen uns gegen das meiste, was uns umgibt, weigern uns, zu sehen, zu hören, zu fühlen und zu riechen. Wir hören niemandem mehr zu - auch nicht unseren eigenen Gefühlen und innersten Selbst. Unglaublich! Welch eine Hürde, die es zu überwinden gilt.
Tiere sind von Natur aus fähig, sich telepathisch mit ihresgleichen und jeder anderen Gattung zu verständigen. Wenn sie dazu bereit und aufmerksam sind, empfangen sie Gedanken, geistige Bilder, Gefühle, Absichten und Botschaften. Wie sieht es damit bei uns Menschen aus? Wie können wir unser Geburtsrecht, die Fähigkeit telepathisch zu kommunizieren, wiedererlangen, die uns durch unsere Erziehung verloren ging? Wie können wir wieder fähig werden, Kommunikationsinhalte außerhalb der Begrenztheit menschlicher Sprache zu senden und zu empfangen?
Als Babys und Kinder waren wir offen für die Welt, emsig und neugierig, offen für visuelle Eindrücke, Geräusche, Gefühle und Gedanken für alle Wesen unserer Umgebung. Kinder sprechen oft mit ihren Tieren und wissen auch, dass diese sie verstehen und ihnen auch antworten.
Was ist mit den Erwachsenen geschehen, die dastehen und die Kommunikation der Tiere weder visuell wahrnehmen, noch hören können? Der Mensch ist das durch Erziehung am meisten konditionierte Wesen aller Gattungen. Telepathische Kommunikation wird in unserer Kultur nicht offen als Allgemeingut akzeptiert. Wir erlernen unsere verbale Sprache und das genügt. Wir nehmen an, dass es auch weiter nichts zu wissen gibt außer dem, was durch das gesprochene Wort übermittelt wird. Das ist merkwürdig, denn wenn man den wahren Gehalt dessen, was Menschen vermitteln, nämlich die Gedanken und Gefühle hinter den Worten, nicht versteht, dann kann man den Inhalt der Worte sowieso nicht begreifen. Für eine wirkliche zwischenmenschliche Kommunikation reichen die in einem Lexikon definierten Begriffe nicht aus.
So weit sich die menschliche Verständigung auch entfernt hat von direkter Gedankenübertragung, so bedarf sie dennoch des Aufnehmens von Gedanken und Gefühlen, um vollständig zu sein. Ob wir es wahrnehmen oder nicht, zu einem gewissen Grad kommunizieren wir alle telepathisch miteinander. Wir verleugnen oder verlieren unsere telepathischen Fähigkeiten in dem Maße, in dem wir annehmen, dass dies uns unmöglich oder unerwünscht sei.
Auch dadurch, dass man es uns lehrte, zu glauben, Tiere können nicht denken - zumindest nicht wie wir - und dass sie niedriger stehen als wir, verlieren wir diese direkte und tiefe Verbindung zu ihnen.
Andere Arten, denen diese Fähigkeit nicht 'aberzogen' wurde, verlieren ihre telepathische Verbindung mit uns und ihresgleichen nie. Wir verschließen uns vor telepathischer Wahrnehmung und sind damit die Verlierer, die Minderbemittelteren. Wir limitieren unser Selbst, können so die Tiere nicht verstehen und bezeichnen ihr Verhalten und ihre Intelligenz daher als eingeschränkt - was in Wirklichkeit ganz gewiss umgekehrt ist.
Das moderne Leben verleitet uns generell, unsere Feinfühligkeit abzustellen und subtiler wahrnehmbare Realitäten zu verleugnen - besonders Gedanken- und Gefühlsübertragung durch das, was uns umgibt. Wir versuchen manisch, den Impulsen und Erwartungen unserer Zeit nachzukommen, so dass wir nur selten oder nie einen ruhigen Geist, eine friedfertige Einstellung oder eine stille Aufnahmebereitschaft haben.
Daher besteht der erste Schritt zur Kommunikation mit irgendetwas zunächst darin, die wirbelnden Gedanken in unseren Köpfen zur Ruhe zu bringen. Wir müssen langsamer werden, die Gedanken ziehen lassen und uns in Ruhe unserer Umgebung und der darin lebenden Wesen bewusst werden. Sie können die Gedanken eines anderen nicht wahrnehmen, wenn Ihr eigener Kopf zu beschäftigt ist. Wenn Sie ständig Ihre eigenen Gedanken und Bilder analysieren oder projizieren, dann sind Sie unfähig, zu sehen und zu empfangen, was da ist. Sie können in diesem Zustand nicht von anderen lernen oder deren Standpunkt verstehen. Sie müssen die Hektik der Welt verlassen und zur Ruhe kommen. Was immer Ihnen hilft, sich zu entspannen und bewusst zu werden, seien es Übungen, Meditation oder Musik, schickt Sie auf den Weg zur Empfänglichkeit.
Wenn Sie Ihr Tempo verlangsamen und sich einstimmen, werden Sie feststellen, dass Sie das Leben um sich herum viel bewusster wahrnehmen - das Verhalten, die Gewohnheiten, Gefühle, Energien und das Wesen anderer Lebensformen.
Sie werden herausfinden, dass Tiere anderer Gattungen mit Ihnen zu kommunizieren beginnen, wenn Sie längere Zeit in einer Haltung der Ruhe und Empfangsbereitschaft bleiben. Wenn ein Mensch zuhört, dann haben die anderen im Allgemeinen Spaß daran, sich mit ihm zu unterhalten.
Die Erweiterung der Sinneskanäle
Tiere sind darin geübt, Ihre Gedanken, Bilder und Absichten aufzuschnappen, aber wie gelingt es Ihnen, mitzubekommen, was sie sagen?
Telepathische Kommunikation erfolgt auf vielerlei Art. Sie werden feststellen, dass Emotionen, Bilder, Eindrücke, Gedanken, Absichten, Botschaften, Gefühle oder Energien sich auf unterschiedliche Weise kundtun, die Sie dann zu interpretieren oder verstehen lernen.
Jeder Einzelne hat Sinneswege, durch die er oder sie am leichtesten Zugang zur Kommunikation mit einer anderen Gattung bekommt. Viele Menschen können Gefühle oder Emotionen von anderen empfangen und einen Eindruck bekommen, was mit dem anderen los ist. Einige Menschen sind mehr visuell veranlagt und empfangen innere Bilder oder Farbeindrücke, Szenen, Gegenstände oder Ereignisse. Andere 'hören' Botschaften, Töne, Stimmen, Worte, d.h. sie empfangen Eindrücke auditiv. Einige nehmen die Gedanken und Konzepte eines Tieres wahr, die sie dann übersetzen und in Worte fassen. Andere wiederum nehmen durch Geruch, Geschmack, Berührung und Körpergefühle wahr, was in dem Tier, mit dem sie kommunizieren, vor sich geht oder spüren dies in ihrem eigenen Körper, solange sie mit demjenigen Tier in Verbindung stehen. Andere 'wissen' einfach, was das Tier fühlt oder denkt. Sie haben eine direkte Wahrnehmung in Form von Wissen, welches sie dann in Worte, Bilder und Gefühle umsetzen können.
All diese Wahrnehmungsarten sind während einer Kommunikation möglich und werden sogar als ganzheitliches Paket sensorischer Eindrücke erfahren. Wenn Sie üben, telepathisch zu empfangen, werden Sie feststellen, dass sich Ihnen mehr und mehr Sinneskanäle öffnen und Sie durch eine oder alle Arten kommunizieren können. Je umfassender Ihre Wahrnehmung von Mitteilungsformen anderer Tiere ist, desto leichter erfassen Sie die ganze Bedeutung oder Tiefe des Inhaltes.
Telepathie lässt sich von Sender und Empfänger nicht immer in gleicher Form übertragen. Wenn ein Tier visuelle Bilder sendet und Sie selbst offener sind für Emotionen oder Gefühle, dann erfühlen Sie die Botschaft und können sie auf diesem Wege verstehen. Oder das Tier sendet seine Botschaft durch Gedanken, Sie aber nehmen dies als Bilder oder Empfindungen wahr. Ähnlich einem Radio, das Signale empfängt und sie in Töne umsetzt, so übersetzen auch Sie. Die Art und Weise spielt keine Rolle; Hauptsache, die Kommunikationsinhalte werden verstanden.
Auf welche Weise ein Tier aussendet, hat nicht unbedingt etwas mit den Körpermerkmalen seiner Gattung zu tun, wie z.B. eine bessere Sehschärfe oder feineren Geruchssinn. Telepathie ist eine geistige oder spirituelle Gabe, die nicht durch Körperorgane limitiert ist.
Wenn Menschen beginnen, die telepathische Kommunikation zu lernen, empfangen sie oft Eindrücke, die sie nicht zu deuten wissen oder die ihnen wie Fragmente erscheinen. Lernen Sie das, was bei Ihnen ankommt, einfach so zu nehmen und lassen Sie es sich verdichten und entfalten. Sie können das Tier auch fragen, was es gemeint hat und um weitere Details bitten. Wenn Sie Erfahrungen mit einer Vielzahl von Wesen gesammelt haben, dann fällt es Ihnen immer leichter den Sinn von dem, was bei Ihnen ankommt, zu erkennen und zu einem Gesamtbild zusammenzufügen.
Vorausgesetzt Sie wollen den Moment und die Besonderheit jedes Individuums wirklich verstehen, so sollten Sie nicht alle Kreaturen in einen Hut werfen oder als 'gleich der vorhergehenden' abstempeln, denn jede Kommunikation und jedes Individuum ist einzigartig.
Sie werden Muster erkennen, die gattungs- oder erbbedingt sind, aber Sie werden auch des geistigen Aspektes gewahr, der in allen Lebensformen gleich ist. Aber seien Sie vorsichtig, Kommunikation zu kategorisieren oder stereotypisieren. Seien Sie immer für Überraschungen offen, denn sonst verwehren Sie sich selbst, verstehen oder wirklich zuhören zu können.
Aufnahmebereitschaft versus Projektion
Das große Fragezeichen bei den meisten, die lernen, mit Tieren zu kommunizieren ist Folgendes: „Woher weiß ich, dass das, was ich wahrnehme, wirklich die Mitteilung des Tieres ist und nicht eine Projektion meiner eigenen Gedanken und Gefühle?“
Zuerst müssen Sie ganz ruhig sein, ohne zu denken oder irgendetwas Besonderes zu erwarten, aber Herz und Geist offen halten. Dann werden Sie, wenn ein anderer Ihnen etwas mitzuteilen wünscht oder Sie Fragen an ihn stellen, nur dessen Gedanken und Gefühle empfangen statt Ihrer eigenen. Ihre eigenen Gedanken dringen nicht hervor, sondern halten sich im Hintergrund.
Es ist notwendig, sich darin zu üben, eine stille Aufnahmebereitschaft aufrecht erhalten zu können. Unsere Gesellschaft hat uns antrainiert, vorwiegend die Fähigkeiten der linken Gehirnhälfte zu nutzen, nämlich zu analysieren, einzuordnen, zu beurteilen und zu projizieren, damit wir Schritt halten und scharfsinnig bleiben. Für die meisten Menschen ist es nicht leicht, diese Gewohnheit mit der rechten Gehirnhälfte in Einklang zu bringen, um so ein ganzes Bild zu bekommen.
Dieser erste und wichtige Ansatz ist das Gegenteil zum bewussten Eingreifen, in dem die Dinge scheibchenweise sortiert werden. Es bedeutet, sich zurückzulehnen, sich langsam und tief atmen zu lassen, um den Rhythmus des Universums und der anderen Wesen zu erspüren. Dann tauchen deren Gedanken und Gefühle wie Wellen am Strand auf, ohne Widerstand und ohne sich ihnen entziehen zu wollen. Es ist einfach ein stilles Annehmen, Verstehen und die Bereitschaft, mehr zu lernen. Wenn Sie sich zu sehr anstrengen, um eine Verbindung herzustellen oder erwarten, dass dies in einer ganz bestimmten Form geschieht, dann könnten Sie dadurch die Unmittelbarkeit und Einfachheit übersehen. Betrachten Sie die Sache einfach als Unterhaltung mit einem Ihnen nahe stehenden Freund.
Seufzen wie der Wind - öffnen Sie Ihre Arme, Ihren Brustkorb, Ihr Herz - und alle Kreaturen werden für Sie summen. Sie werden Ihre Fragen über ihr eigenes Wesen und das des Universums beantworten. Und Sie werden feststellen, dass wir alle etwas miteinander gemeinsam haben: ein ureigenstes Wesen, die Wahrheiten des Universums und eine spirituelle Essenz. Wir können von den winzigsten Geschöpfen lernen, sei es von einer Mikrobe oder einem Insekt bis hin zu dem größten Wal oder Elefanten.
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