Kitabı oxu: «My Little Pony - Ponyville Mysteries - Die Peryton-Panik»
Penumbra Quill
My Little Pony - Ponyville Mysteries - Die Peryton-Panik
Saga
My Little Pony - Ponyville Mysteries - Die Peryton-Panik übersetzt aus dem Englischen von Burkard Miltenberger
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My Little Pony - Ponyville Mysteries - Peryton Panic

HASBRO und das Logo MY LITTLE PONY sowie alle dazugehörenden Charaktere sind Markenzeichen von Hasbro und werden mit Zustimmung verwendet. © 2019 Hasbro. Alle Rechte vorbehalten.
ISBN: 9788726220742
1. E-Book-Ausgabe, 2019
Format: EPUB 3.0
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Prolog
Das Pony war alles andere als erfreut. Dass Prinzessin Twilight ihre Schnauze immer ungefragt in Sachen stecken musste, die sie gar nichts angingen. Und egal, wohin das nervige Alihorn ging, folgten ihm seine gleichermaßen penetranten Freundinnen nach. Wenn Das Pony nicht bald handelte, wären viele Monde sorgfältigen Planens verloren, und der Livewood bliebe für immer verschlossen. Die Zeit, Vorsicht walten zu lassen, war vorbei. Jetzt galt es, Magie zu entfesseln.
Das Pony goss ein leuchtendes Elixier auf die Erde an der Grenze zum Livewood. Als die Tropfen den Boden des Everfree-Waldes berührten, regte sich der Grund und die Erde brach auf. Nun war alles bereit für den Samen, den Das Pony genau zu diesem Zwecke angebaut hatte. Dank des Schattenponys haben diese stümperhaften Mitglieder des Schönheitsfleckenclubs den Angstfarn im Gewächshaus niedergemacht statt dieser Pflanzen. Der vibrierende Waldboden erhob sich noch einmal mit einem blassen Leuchten, um aufzuzeigen, wohin der Zaubertrank gefallen war.
Blue Moon benutzte seine Magie um jeden einzelnen sternförmigen Samen auf die strahlende Erde zu legen. Mit einem kleinen magischen Anschub verschwanden die Samen tief im Boden. Nun war die Stunde der Wahrheit gekommen. Von diesem Punkt aus gab es kein Zurück mehr.
Kapitel 1
Sweetie Belle hatte noch nie zuvor mit einem Phoenix Fangen gespielt. Sie kicherte, als der flammenfarbige Vogel „du kriegst mich nicht!“ krächzte, bevor er mit mächtigen Flügelschlägen immer tiefer in den Everfree-Wald flog. Sie jagte ihm zwischen den hohen Bäumen hinterher, und hielt dabei den Kopf ganz tief zwischen ihren weit ausgebreiteten Armen. Als Sweetie Belle eine Lichtung erreicht hatte, war von dem Phoenix nichts zu sehen.
„Die Runde hab ich wohl verloren“, sagte sie achselzuckend.
„Eee-jepp“, vernahm sie eine vertraute Stimme hinter sich. Sweetie Belle drehte sich um, überrascht, dass Big Mac in ihrer Nähe war. Sie hatte angenommen, heute das einzige Pony im Wald zu sein. Apple Bloom und Scootaloo waren zu beschäftigt, Cranky Doodle Esels neues Baumhaus zu tapezieren, sodass sie es ausgeschlagen hatten, sie auf ihrem Abenteuer zu begleiten.
Big Mac trat gegen einen Baumstamm, woraufhin ein Schwung Äpfel, perfekt gestapelt, in seinem Korb landete.
„Könntest du ein bisschen Hilfe gebrauchen?“, fragte Sweetie Belle.
„Sehr nett, dass du mir das anbietest, Sweetie Belle“, sagte Big Mac gestelzt – so ähnlich wie Rarity, wie Sweetie Belle feststellte. „Aber ich gehöre nicht zu denjenigen, die deiner Hilfeleistungen bedürfen. Es gibt Zeiten, da muss man den Blick auf das richten, was jenseits des eigenen Horizonts liegt, verstehst du? Manche Dinge kann man besser in der Dunkelheit erkennen. Glühwürmchen zum Beispiel.“
Als hätten seine Worte sie herbeigerufen, flitzen sie aus den Bäumen herbei und umschwirrten Sweetie Bell in einem flimmernden Tanz.
„Ich weiß nicht, ob ich dich verstanden habe“, sagte sie zu Big Mac. Besser gesagt, es war Big Mac gewesen. Nun sprossen ihm Hörner aus dem Kopf und ein langer Bart hing an seinem Kinn.
„Schau auf die Blätter.“ Big Mac/Nicht-Big-Mac blinzelte und gestikulierte mit einem tatzenartigen Vorderfuß.
Sweetie Belle beobachtete, wie der Laubteppich des Waldes sich zu bewegen begann, als vibriere er unter dem Gewicht einer unsichtbaren vierfüßigen Gestalt. Ein Pfad voller alter Hufabdrücke. Nun ja, einige davon waren Hufabdrücke. Die anderen schauten aus, als stammten sie von ... Klauen?
„Vergiss nicht deinen Rüben-und-Spaghetti-Regenmantel“, rief Big Mac ihr zu, bevor er seine Schwingen ausbreitete und davonflog.
Nun, das war seltsam, nicht wahr?, dachte Sweetie Belle, während sie auf einem rosagestreiften Springstock den Fußspuren folgte. Es brauchte noch ein paar Sprünge über ein Feld singender Sonnenblumen, bis ihr bewusst wurde, dass das wohl ein Traum sein musste.
Und wenn sie wusste, dass es ein Traum war ... dann musste Prinzessin Luna in der Nähe sein. Zumindest glaubte Sweetie Belle, dass das bei jedem zweiten Mal der Fall war, wenn es ihr bewusst wurde, dass sie träumte. Vielleicht wollte Luna mit ihr reden. Die Prinzessin der Nacht zu sein, muss eine einsame Angelegenheit sein, dachte Sweetie Belle, immer wach bleiben zu müssen, wenn alle Ponys schliefen.
„Prinzessin Luna? Hallo? Bist du da?“, rief Sweetie Belle und blickte umher.
Keine Antwort. Doch plötzlich veränderte sich alles. Das Sonnenlicht und die Wärme des Waldes waren weg. Am Himmel war die Sonne zu einem winzigen Lichtring geschrumpft, der fast gänzlich von einem Schatten bedeckt war. Es war eine Sonnenfinsternis, erkannte Sweetie Belle. Ein eisiger Hauch streifte ihre Flanken und sie zitterte.
Als hinter ihr Laub raschelte, drehte Sweetie Belle sich um.
„Luna?“, flüsterte sie.
Es war nicht Luna.
Angsterfüllt sah Sweetie Belle, wie eine furchterregende Kreatur auf sie zukam. Sie warf ihren riesigen Kopf empor, woraufhin ein spitzes, gewaltiges Geweih silbern im matten Licht schimmerte. Lodernde weiße Augen brannten in ihrem verschatteten Antlitz und Flügel aus Rauch entfalteten sich auf dem Rücken. Dann, mit einem Satz, schneller als ein Wimpernschlag, sprang das Biest zu ihr!
WAMM! Sweetie Belle lief schreiend auf und davon. Sie schlug ihre Hufe gegen das seidene Fell der Kreatur. Moment mal. Seide?
Sweetie Belle öffnete ihre Augen und fand sich in ihrem Zimmer wieder, im Kampf mit ihren Bettlaken. Beschämt erkannte sie, dass sie aus dem Bett gefallen sein musste, mitten in ihrem zu einem Alptraum gewordenen Traum.
Auf einmal flog ihre Schlafzimmertür auf. Rarity stürmte herein. Die Schlafmaske hatte sie über ihr Horn geschoben und ihre Mähne steckte voller Lockenwickler.
„Sweetie Belle, meine Liebe, ich hörte dich schreien! Ist alles in Ordnung?“, fragte Rarity und ließ eine Kugel magischen Lichts durch das Zimmer wandern.
„Ich ... hatte einen Alptraum“, erklärte Sweetie Belle.
Rarity streichelte Sweeties Mähne mit dem gütigen Lächeln der großen Schwester.
„Nun, glücklicherweise weiß ich, was da zu tun ist!“, versicherte Rarity und brachte sogleich zwei dampfende Tassen Kamillentee. „Ich weiß, es ist ewig her, und du bist eigentlich schon zu groß dafür, aber soll ich dir das Rosenlied vorsingen?“
Sweetie Belle nickte und nahm einen Schluck Tee. Das Schlaflied vermittelte ihr immer Geborgenheit.
Die beiden Schwestern kuschelten sich aneinander und Rarity hob an zu singen. „Zum Schutze trägt die Rose Dornen, doch Ponys haben keine. Die Wildros’ blüht, wo sie wurzelt, doch Ponys streben zum Sonnenscheine. Eine Rose ist süß und wunderschön ...“ Rarity verstummte.
„Ihr Duft ist satt und rar ...“, soufflierte Sweetie Belle. Doch sie erkannte, dass Rarity die Worte nicht etwa entfallen waren ... sie war eingeschlafen. Sweetie Belle deckte sie und sich zu und versuchte ebenfalls wegzudämmern. Aber jedes Mal, wenn sie die Augen schloss, sah sie vor sich die Gestalt. Und es fühlte sich so an, als würde sie Sweetie beobachten.
Kapitel 2
Sweetie Belle gähnte herzhaft.
„Sweetie Belle, hör auf zu gähnen!“, beschwerte sich Apple Bloom, deren Kiefer sich auch gerade öffnete. „Das ist hochansteckend!“ Scootaloo nickte, als sie auch zum Gähnen ansetzte.
„Entschuldigung“, sagte Sweetie Belle. Nach ihrem Alptraum in der vergangenen Nacht war sie zu ängstlich gewesen, noch länger weiterzuschlafen. Das konnte sie ihren Freundinnen aber nicht erzählen. Seit sie sich der Werpony-Timberwolf-Gestalt von Twist entgegengestellt hatte, glaubten alle in Ponyville, sie sei mutig. Daran sollte sich nichts ändern. Sie mochte es, nicht als Angsthasen-Pony bezeichnet zu werden.
„Glaubst du wirklich, das könnte funktionieren?“, fragte Scootaloo, während sich die Mitglieder des Schönheitsfleckenclubs auf den Weg zu Fluttershys Tierheim machten.
„Klar doch!“, begeisterte sich Apple Bloom. „Fluttershy wird Lilymoon und Ambermoon lieben, wenn sie sie erst einmal kennengelernt hat, so wie wir!“
Sweetie Belle war sich da nicht so sicher. Twilight Sparkle hatte deutlich gesagt, dass die Moon-Familie in gefährliche magische Aktionen verwickelt war. Seit sie in das Spukhaus auf dem Horseshoe Hill eingezogen waren, hatten sich seltsame Dinge in und um Ponyville ereignet. Zuerst hatte der Bogle die Schule angegriffen, dann verwandelte sich Twist in einen Timberwolf, als nächstes terrorisierte das Uralte Pony die Stadt ... und alle diese Vorkommnisse standen auf irgendeine Weise in Verbindung mit Lilymoon und Ambermoon. Aber die Mitglieder des Schönheitsfleckenclubs hatten beschlossen, ihren neuen Freundinnen die Möglichkeit einzuräumen, Twilight ihre Unschuld zu beweisen. Und genau an dem Punkt kam Apple Blooms Plan ins Spiel ...
„Fluttershy ist das netteste Pony, das wir kennen. Wenn sie sieht, wie engagiert Lilymoon und Ambermoon in der Tierzufluchtsstätte mithelfen, dann wird sie Twilight davon erzählen. Sie können dann noch Applejack bei der Ernte unter die Arme greifen sowie Pinkie Pie beim Backen und bald schon wird jedes Pony wissen, wie toll die beiden sind!“, sagte Apple Bloom begeistert.
Sweetie Belle wusste, dass es keinen Sinn hatte – wenn Apple Bloom einmal mit einer Idee ankam, verschwendete sie keinen Gedanken daran, was dabei alles schiefgehen konnte. Zum Glück übernahm das Scootaloo.
„Aber wir sind uns noch nicht einmal sicher, ob wir Lilymoon und Ambermoon trauen können“, gab Scootaloo zu bedenken. „Ja gut, sie sind unsere Freundinnen und so, aber sie haben uns immer noch nicht die ganze Geschichte über ihre Familie erzählt.“
„Na, das ist ja eine schöne Überraschung“, hörten sie eine sanfte Stimme sagen. Die Mitglieder des Schönheitsfleckenclubs sprangen auf und sahen, wie Fluttershy sie anlächelte. Sie waren so sehr in die Unterhaltung vertieft, dass Sweetie Belle gar nicht richtig mitbekommen hatte, dass sie an der Zufluchtsstätte „Sweet Feathers“ angekommen waren. „Ich würde euch zu gern auf eine Tasse Tee einladen, aber heute ist Badetag“, erklärte Fluttershy freundlich. „Ich muss viele Tiere waschen und ich möchte, dass keinem während des Wartens kalt wird.“ Der Hase Angel, eine Duschhaube auf dem Kopf und ein Handtuch um die Hüften, nickte ungeduldig.
„Aber genau deswegen sind wir doch hier“, sagte Apple Bloom freudig erregt. „Wir dachten, du könntest ein paar Extrahufe gebrauchen, die dir ein wenig aushelfen!“
„Oh, das ist aber aufmerksam“, sagte Fluttershy strahlend. „Das wäre wunderbar!“ Als aber Ambermoon und Lilymoon einige Augenblicke später eintrafen, bemerkte Sweetie Belle, wie Fluttershys Lächeln aus ihrem Gesicht verschwand. „Seid ihr ... auch hier, um zu helfen?“, fragte Fluttershy nervös.
„Mm-hm! Sie lieben Tiere! Lilymoon hat tatsächlich ihren Schönheitsfleck deshalb bekommen, weil so gut mit all den Geschöpfen umgeht!“, sagte Apple Bloom. Sweetie Belle und Scootaloo nickten eifrig.
„Das wusste ich gar nicht“, sagte Fluttershy freundlich. „Nun, es wäre schön, wenn ich heute etwas Hilfe bekommen würde. Das Baden dauert immer länger als geplant. Besonders, wenn die Otter darauf bestehen, im Schlamm zu spielen, nachdem du sie gerade saubergemacht hast.“
„Mein Schönheitsfleck bezieht sich auf übernatürliche Wesen“, flüsterte Lilymoon den Ponys des Schönheitsfleckenclubs zu, während sie gemeinsam mit Fluttershy das Tierheim betraten.
Achselzuckend sagte Apple Bloom: „Ich glaube, das sollten wir jetzt gerade nicht betonen.“
Badewannen jeglicher Formen und Größen waren auf der Wiese der Zufluchtsstätte aufgestellt worden. Enten schwammen fröhlich in Eimern. Rennmäuse warteten in einer Schlange, bis sie dran waren, von einem winzigen Sprungbrett in ein kleines Bassin zu hechten. Der Bär Harry brummte zufrieden, als er sich noch tiefer in sein Blubberblasenbad gleiten ließ, bis der Schaum ihm an die Nasenspitze reichte. Stapelweise lagen flauschige Handtücher und süßduftende Seifenstücke bereit. Sweetie Belle war überrascht, dass hier alle erdenklichen Badeutensilien bereitlagen – vom extralangen Bürstengriff für den Hals der Giraffe bis zu Waschlappen aus Moos für die Schuppen der Eidechse.
Fluttershy teilte jedem Pony ein Tier zum Baden zu, und schon bald schrubbten die Clubmitglieder gemeinsam mit Lilymoon und Ambermoon den Pelz der Badegäste. Sweetie Belle goss liebevoll Lavendelshampoo auf das Fell von Lola, dem Faultier. Apple Bloom hatte etwas mehr Gezerre mit dem Igel, der offenbar den Badetag überhaupt nicht schätzte.
„Entschuldigt bitte, das wir uns verspätet haben“, sagte Lilymoon, als Fluttershy außer Hörweite war. „Es hat länger als erwartet gedauert, aus dem Haus zu kommen.“
„Sie meint damit, dass Mutter nicht möchte, dass wir uns weiterhin mit euch treffen“, sagte Ambermoon rundheraus.
Pulsuz fraqment bitdi.