Kitabı oxu: «Segne diesen Moment»

Şrift:

Das Buch

Können Sie sich vorstellen, einen einzigen Moment auf nichts und niemanden Groll zu empfinden… egal, was er oder sie getan hat? Egal, ob jemand schuldig oder ein Verbrecher ist? Wäre unser Geist auch nur einen Moment frei von Urteilen, Vorwürfen, Ärger und Ängsten – wie wäre das?

Der Autor

Sein Herzensanliegen ist es, Menschen zu unterstützen, ein einfacheres und zugleich reicheres und erfüllteres Leben zu führen. Als wahrer „Weltbürger“ widmet Pierre Pradervand sein Leben seit vielen Jahren der sozialen Gerechtigkeit. Er lebt und arbeitet als Seminarlehrer, Redner und Schriftsteller in Genf. Mit seinem Bestseller Segnen heilt hat er zahllose Menschen inspiriert..

Pierre Pradervand

Segne diesen Moment

Wie wir uns und jeden Tag heilen können

übersetzt von Johanna Ellsworth


Widmung

Dieses Buch ist meinen ganz besonderen Freunden Robin und Ron Radford gewidmet, die die lebendige Inkarnation der echtesten Freundschaft sind, die ich mir vorstellen kann. Ich danke euch dafür, dass ihr das strahlend helle Licht in meinem Leben seid – und das so vieler anderer Menschen.

Mein besonderer Dank geht an meine gute Freundin Manuela, der Co-Lektorin der Webseite über das Segnen, für ihre herausragende Unterstützung, indem sie mein Manuskript lektoriert hat, eine Vielzahl von Segen aus verschiedenen Quellen vorgeschlagen und einen Verlag gefunden hat. Ohne ihre Hilfe wäre dieses Buch womöglich nicht veröffentlicht worden.

Inhaltsverzeichnis

Umschlag

Das Buch/ Der Autor

Titel

Widmung

Inhaltsverzeichnis

Vorwort von Ervin Laszlo

Einleitung

1.Halbjahr: Tag 1 bis 183 der Segnungen

2.Halbjahr: Tag 184 bis 365 der Segnungen

Nachwort

Vorwort

Der Autor dieser bemerkenswerten Zusammenstellung ungewöhnlicher Segnungen schreibt, er hoffe, dass sie nicht nur denen helfen, die sie aussenden, und nicht nur denen, für die sie bestimmt sind, sondern allen Menschen der Weltgemeinschaft. Er könnte damit recht haben.

Wie Einsteins berühmte Worte besagen: Wir können die wichtigen Probleme unserer Zeit nicht mit derselben Art von Bewusstsein lösen, das sie verursacht hat. Unsere Welt wird von wichtigen Problemen überschwemmt, und wir scheinen nicht in der Lage zu sein, sie zu lösen – vielleicht, weil wir es mit demselben Bewusstsein versuchen, das sie verursacht hat. Wir brauchen ein neues Bewusstsein, und dafür bedarf es eines Sprungs – des Vertrauens und des Mutes. Dank einer tiefen und ursprünglich traumatischen Erfahrung präsentiert der Verfasser dieses Buchs ein glänzendes Beispiel für diesen Sprung. Nun können wir, seine Leser, diesen Sprung ohne traumatisches Erlebnis vollbringen, einfach, indem wir sein Buch lesen und seinem Beispiel folgen und so viele Segnungen wie möglich in 365 Tagen aussprechen.

Ein Segen am Tag ist ein Weg, wie wir zu dem Bewusstsein wechseln, das wir brauchen. Es gibt auch noch andere Wege. Für welchen wir uns auch immer entscheiden, das Ergebnis muss eine echte Veränderung in unserer Denkweise und unserem Wesen sein – ein Bewusstseinswandel. Der Autor dieses Buchs hat diesen Wandel vollbracht, und die von ihm angebotenen Segen sind eine Folge dieses Wandels. Das ist ein wichtiges Angebot, denn es könnte die Art und Weise, wie wir denken und handeln, ändern. Und in der kritischen Lage, in der wir uns befinden, hilft nur ein großer, ein radikaler Wandel.

Die Substanz der Segen, die in diesem Buch niedergeschrieben wurden, ist nichts Neues: Sie ist allen Menschen, die richtig denken und es gut meinen, heute und seit jeher bekannt. Doch diese Substanz muss betont und befolgt werden. Wir brauchen ein neues Bewusstsein und wir müssen uns anders verhalten. Statt Rache müssen wir Vergebung üben, statt miteinander zu konkurrieren, müssen wir lieben, und statt in jeder Situation an unseren Vorteil zu denken, müssen wir alle Betroffenen liebevoll mit einbeziehen – ohne Bedingungen zu stellen.

Ein solcher Wandel muss von einer veränderten Sicht unserer selbst und der Welt untermauert werden – einem neuen Denkschema. Die Wurzel der Krise, in der wir uns heute befinden, ist die enge, egoistische Sichtweise, die wir vom mechanistisch-reduktionistischen Paradigma geerbt haben, das Newtons Anhänger adoptierten. Diese Sichtweise rechtfertigt, nur an uns selbst und unsere eigenen Interessen zu denken. In Verbindung mit der darwinistischen Vorstellung – die auch nicht die Vorstellung ihres Verfassers war, sondern die seiner Anhänger, nämlich, die Welt sei ein Dschungel, in dem nur die Stärksten überleben – rechtfertigt sie die Meinung, nur wir, unser Land oder unsere Firma würden zählen. Das kommt an erster Stelle, zur Hölle mit dem Rest.

Um die Krisen unserer Welt zu überwinden, müssen wir diese Sichtweise und das Verhalten, das sie rechtfertigt, ändern. Wir brauchen keine Heiligen und Märtyrer zu werden, die sich selbst für das Gemeinwohl opfern. Um dem Guten zu dienen, bedarf es keiner Opfer. Unser eigenes Wohl ist eng verbunden mit dem Wohl anderer – letztendlich mit dem Wohl aller. Wir sitzen alle im selben Boot, im selben Raumschiff in dieser Galaxie. Wir beuten unser Raumschiff seit Jahrhunderten gedankenlos und selbstsüchtig aus. Und jetzt bekommen wir die Rechnung für unsere Kurzsichtigkeit.

Wir müssen den Planeten Erde und seine Bewohner mit derselben Sorgfalt und Fürsorge, die wir uns selbst entgegenbringen, behandeln. Es gibt auf der Erde keine »anderen«, keine Fremden. Wir sind alle Partner auf diesem überbevölkerten und ausgebeuteten Planeten. Das müssen wir lernen. Wir alle können es lernen – und wir alle können davon profitieren.

Ein chinesisches Sprichwort besagt, dass selbst die längste Reise mit dem ersten Schritt beginnt. Der erste Schritt ist, unsere Sicht der Welt zu ändern. Dann können wir herausfinden, was unsere neue Weltsicht hinsichtlich unseres Verhaltens auf der Welt bedeuten würde – was wir erreichen würden, wenn wir Liebe projizieren würden, statt Rachepläne zu schmieden, mit Freunden und Partnern zusammenarbeiten würden, statt verzweifelt miteinander zu konkurrieren und alles und jeden zu vernachlässigen, das oder der uns nicht unmittelbar angeht.

Da unsere Welt vereint ist und wir Teil von ihr sind, ist die Antwort auf die Frage, was wir erreichen können, indem wir zusammenkommen und gemeinsam fühlen und handeln, eindeutig. Wir können eine bessere Welt erschaffen – eine gerechtere und gleichberechtigtere und fürsorglichere. Und zugleich eine nachhaltigere Welt, da unsere Fürsorge für alles und jeden um uns herum die Pflege des Planeten beinhaltet. Wenn wir ein neues Bewusstsein entwickeln, das eine neue Weltsicht mit sich bringt, können wir den Sumpf der heutigen Krise überwinden und uns auf den Weg machen, der für uns bestimmt ist: den Weg der Zusammenarbeit und Harmonie zum Wohl eines jeden und aller.

Es ist Zeit, damit anzufangen. Jeder von uns kann täglich segnen – vielleicht nicht so eloquent wie der Autor dieses Buches, aber mit demselben festen Willen. Segnen Sie den Autor; das sollte nicht schwierig sein. Versuchen Sie dann, Ihren Partner zu segnen, Ihre Freunde und Bekannten, und dann Ihre Konkurrenten und Feinde. So weit zu gehen, wird immer schwieriger, aber es sollte möglich sein. Und es ist wichtig. Wenn Sie mit gutem Beispiel vorangehen und andere Ihnen folgen, könnte dies eine Art weltweite Epidemie des Segnens auslösen, und die Mühe würde sich lohnen. Diese Intention umzusetzen, könnte unsere größte Hoffnung für die Zukunft sein – und vielleicht auch unsere einzige realistische Hoffnung.

Ervin Laszlo, April 2017

Gründer und Direktor des Laszlo Institute of New Paradigm Research (Laszlo Institut für die Erforschung neuer Denkschemen) und des Clubs von Budapest. Seine jüngsten Veröffentlichungen sind Was ist Realität? Die neue Karte vom Kosmos und Bewusstsein (Mosquito Verlag, 2018) und The Intelligence of the Cosmos: Why Are We Here – New Answers from the Frontiers of Science.

Einleitung

1986 ließ eine prägende Erfahrung mich eine viel tiefere und bedeutendere Dimension des Segnens entdecken als das eher oberflächliche Ritual des Segnens, das häufig praktiziert wird.

Damals war ich in der Schweiz für eine Gruppe von Schweizer NGOs auf dem Gebiet der öffentlichen Bildung tätig, mit Schwerpunkt auf die Probleme des Nord-Süd-Gefälles (und Entwicklungsprogramme in der Dritten Welt). Ich liebte meine Arbeit, für die ich hauptsächlich Schulen besuchte, und war so engagiert, dass ich mein Lager manchmal sogar im Büro aufschlug, wenn es abends sehr spät wurde. Ich hatte einen großen Teil meiner Ersparnisse in die Organisation einer Schulausstellung über Hunger investiert, da unser Budget dafür nicht reichte. Die Presse berichtete über die Ausstellung, und meine Arbeitgeber lobten meine Initiative über alle Maßen.

Doch unter ihnen war einer, der mich einfach nicht mochte und mich loswerden wollte. Nach massiven Manipulierungen und versteckten Mobbinghandlungen konnte er seine Kollegen in den anderen Organisationen davon überzeugen, dass sie mich trotz meiner Erfolge loswerden müssten.

In einer Besprechung, die nicht protokolliert wurde, gab man mir die Wahl, entweder etwas zu tun, was vollkommen gegen meine Überzeugung war – oder zu kündigen. Da ich kein moralisches Harakiri begehen wollte, kündigte ich.

In den darauffolgenden Wochen wurde ich buchstäblich von Groll gegen meine früheren Arbeitgeber aufgefressen. Ich war besessen von Ressentiments. Ich dachte an nichts anderes mehr. Groll ist ein besonders unangenehmes Gefühl, da es einen wie eine Ratte innerlich auffrisst. Ich unternahm alles Mögliche: Ich meditierte, las spirituelle Texte, betete, wiederholte Affirmationen und Mantras, aber nichts half.

Als ich eines Tages die Bergpredigt las, wurde ich von einem Satz gepackt: »Segnet, die euch verfluchen.«1 Natürlich, das war es! Es war so einfach. Ich musste sie nur segnen! Ich fing auf der Stelle an, sie für ihre Freude, ihren Frieden, ihr Familienleben, Überfluss und Gesundheit, ihre tiefe Zufriedenheit und Arbeit zu segnen. Das tat ich jeden Tag, um den Groll loszuwerden.

Und eines Tages fing ich an, auf der Straße, im Bus, auf der Post und im Supermarkt – einfach überall – Segen auszusenden. Ich konnte gar nicht mehr damit aufhören. Ich fuhr im Zug von einer Endstation zur anderen und wieder zurück, um alle zu segnen und ja niemanden zu übergehen. Und plötzlich geschahen die erstaunlichsten Dinge; Konflikte wurden manchmal sofort, mitunter innerhalb von Tagen gelöst oder umgekehrt.

Nach ein paar Monaten bereitete ich eine Rede vor, die ich bei einer internationalen Jugendbegegnung in Zürich halten sollte. Während ich meinen Text über das Thema »Die Welt heilen« schrieb, bekam ich einen Strom an Inspirationen, den ich noch nie und seitdem nie mehr erlebt habe. Ich war buchstäblich ein Schreiberling, dem eine unbekannte, aber grenzenlos liebevolle Quelle die Sätze diktierte. Das Ergebnis war dieser Text:

Die sanfte Kunst des Segnens

Auszug aus dem Buch „Segnen heilt“2

Zehn Jahre später begegnete ich überraschend meinem früheren Widersacher, der mich aus meinem Job gemobbt hatte, und wurde plötzlich von der stärksten Freude ergriffen, die man sich vorstellen kann. Ich hätte ihn am liebsten umarmt!

Wir gingen essen, und noch tagelang sprudelte mein Herz vor Freude über. Und es dauerte weitere zehn Jahre, bis mir der Grund dieser Freude bewusst wurde – der ausführlich im obigen Text erklärt wird (siehe den Abschnitt »Wenn etwas im Leben vollkommen schiefläuft…«). Mittlerweile bin ich davon überzeugt, dass wir beide unsere (gegenseitigen) Rollen in dieser Situation vor der Geburt verteilt hatten, damit ich die Chance bekommen würde, dieses wunderbare spirituelle Instrument, das seitdem so vielen Menschen geholfen hat, zu entdecken und zu erklären.

Wie ich es heute, nach vielen Jahren des Segnens, verstehe, ist das Segnen in der ersten Phase ein Weg, einem anderen oder einer Situation bedingungslose Liebe, Frieden, Heilung, Güte zu senden und sie auch einfach nur in dieser Liebe baden zu sehen. Segnen ist an keine Religion gebunden. Jeder kann segnen. Ich habe einen Freund, der Atheist ist und der die erste Ausgabe von Segnen heilt gekauft und sogar Exemplare verschenkt hat!

Der Kern des Segnens ist, den materiellen Anschein umzukehren. Denn immer mehr von uns merken, dass die materielle Welt, in der wir leben, in gewisser Weise nur ein Traum ist (auch wenn sie oft zum Albtraum werden kann!) und dass wir hier auf Erden sind, um ganz wesentliche Dinge zu lernen (Dinge, die wir uns möglicherweise vor der Geburt selbst ausgesucht haben).

Nach (meist) viel Übung kann das Segnen zu einem ständigen Bewusstseinszustand und auch zu mehr Sensibilität und Bewusstsein des Leids anderer führen. Ich persönlich kann kein Leid mit ansehen, ohne den Betroffenen, das Geschöpf oder die Situation sofort zu segnen. Es kann auch zu einer starken Sehnsucht nach dem Glück der ganzen Menschheit werden.

Segnen hat enormes Heilpotenzial – nicht nur auf der persönlichen Ebene, sondern auch für die ganze Welt. Aus diesem Grund lassen sich im Buch zahlreiche Berichte über gelöste persönliche und zwischenmenschliche Probleme und Situationen finden, die der Webseite über das Segnen (www.gentleartofblessing.org) entnommen wurden.

Da dieses Buch als Instrument der Heilung der Welt dienen soll, spricht es auch zahlreiche soziale und wirtschaftliche, Umwelt- und andere Probleme an, ohne Organisationen, Firmen oder einzelne Personen anzugreifen. Eine Redewendung aus dem Mittelalter besagt: »Verdamme die Sünde, aber nicht den Sünder« – nicht immer leicht, aber ich habe mein Bestes gegeben und freue mich über Korrekturen von Lesern. Wie viele andere auch, glaube ich, das Wichtigste heute ist, das Weltbewusstsein zu erweitern, weil sich nur so jedes einzelne Problem lösen lässt. Unsere kollektiven Segnungen können hier entscheidend mitwirken.

Auch möchte ich betonen, dass das Segnen eine wunderbare Methode ist, Spiritualität im Alltag zu praktizieren. Die Leser werden für zahllose Lebenssituationen, von der Kindererziehung bis hin zum Gärtnern, vom Autofahren und Unterrichten bis hin zur körperlichen Liebe, für verschiedene Berufssparten und zahlreiche Eigenschaften, wie Mitgefühl, Vertrauen, Liebe und so weiter, Segnungen finden.

Meines Erachtens gibt es nicht die eine »richtige« Methode des Segnens. Intention und Aufrichtigkeit sind unendlich wichtiger als irgendwelche korrekten Formen des Segnens, und Formeln oder starre Formen wären geradewegs zum Scheitern verurteilt. Ein Segen, der nur auf der Verstandesebene erfolgt, hat keinerlei Heilkraft. Segnen ist zu hundert Prozent Herzensenergie, die im Herzen gefühlt werden muss, um eine heilende Wirkung zu entfalten.

Die dritte Eigenschaft neben Intention und Aufrichtigkeit ist natürlich Beharrlichkeit, was für so gut wie jedes ehrliche Bemühen gilt.

Und was wäre ein besseres Schlusswort für diese Einleitung als eine E-Mail, die ich von Sabine erhalten habe:

Ich habe gerade Ihr Buch Segnen heilt zu Ende gelesen. Es hat mich zutiefst berührt und lässt mich auf ein besseres Leben und eine bessere Welt hoffen.

Ich habe das Segnen erst einmal ausprobiert und es hat auf Anhieb funktioniert!

Mein Mann und ich können seit längerem kaum mehr unsere Rechnungen zahlen. Ich bin arbeitslos, und der Kunde meines Mannes zahlt nicht pünktlich. Einmal habe ich sogar fast ein Jahr lang ohne Erfolg versucht, Gegenstände, die mir gehören, im Internet zu verkaufen. Als es letzte Woche besonders eng wurde (wir konnten die Miete nicht mehr zahlen), begann ich nachts im Bett mit dem Segnen. Ich dachte dabei an unseren Vermieter und segnete ihn für seine Güte und sein Verständnis, seine Familie und Freude.

Am nächsten Tag passierte Folgendes:

Ich erhielt einen Anruf vom Sozialamt, und die sehr freundliche Sachbearbeiterin sagte mir, dass das Amt einen Teil unserer Miete übernehmen würde.

Ich bekam zwei Einladungen zu Vorstellungsgesprächen.

Der Kunde meines Mannes zahlte seine Rechnung.

Mein Exmann schickte mir eine Nachricht und schrieb, er würde am nächsten Tag seine Schulden bei mir in bar begleichen (was er auch tat).

Ich konnte meine Designerhandtasche übers Internet verkaufen.

Nichts davon hatte unmittelbar mit unserem Vermieter zu tun, aber nun konnten wir die Miete bezahlen!

Das hat uns wirklich überwältigt und wir weinten vor Dankbarkeit. In nur wenigen Stunden hatte sich so viel Gutes getan.

Was für ein Segen! Ich bin so dankbar, dass ich das Segnen zu meiner Lebensart machen möchte – jeden Tag!

Ich möchte alle auf dieser Welt in ihrer liebevollen Freundlichkeit, Ganzheit und ihrem inneren Frieden danken! WIR SIND ALLE VEREINT.

Ich hoffe zutiefst, lieber Leser, dass Sie auf den folgenden Seiten Inspirationen finden, die Ihnen eine neue Sichtweise eröffnen, und vor allem eine Methode, die Ihr Leben grundlegend verändern kann, so wie sie schon das Leben so vieler Menschen in aller Welt verändert hat.

1. Halbjahr
Tag 1
Die Fülle des heutigen Tages

Mögen die folgenden Segnungen Ihnen Frieden, Inspiration, Mut geben – was immer Sie brauchen. Diese Segnungen nehmen viele Formen an. Manche stammen aus anderen Quellen und Kulturen und können daher ganz unterschiedliche Bedürfnisse stillen. Viele von ihnen beziehen sich auf die Probleme unserer Welt, denn ich bin davon überzeugt, dass Segnen ein wertvolles Mittel ist, mit dem wir die Welt heilen können, indem wir unsere Sicht der Welt ändern und heilen. Statt an der Vielzahl der Probleme unserer Erde und ihrer Bewohner zu verzweifeln, können wir uns darüber freuen, ein Werkzeug zur Hand zu haben, das zur Lösung der Probleme beiträgt.

Ich segne diesen Tag für die Fülle an Gutem, die er schon mitbringt, für die vielen Gelegenheiten, die er mir bietet, aufmerksam zuzuhören, für andere da zu sein, für jeden Augenblick dankbar zu sein und so viel Liebe, Schönheit und Freude im Sinn zu behalten, dass negative Gedanken nicht das kleinste Schlupfloch finden, durch das sie sich in meine Seele zwängen können.

Ich segne diesen Tag für die unzähligen Chancen zu lieben, die er mir gibt: jeden Menschen, dem ich begegne, jedes Tier und jeden Vogel auf meinem Weg, jede Pflanze, die ich unterwegs sehe, zu lieben und zu segnen, denn alle sind sie vielfältige Ausdrücke des unendlichen Lebens, das alles untermauert.

Ich segne diesen Tag von ganzem Herzen für das wunderbare Abenteuer, zu dem er werden kann, wenn ich nicht mit gelangweiltem Blick, sondern mit staunenden Augen durch den Tag gehe und jede Gelegenheit nutze, Friede statt Gereiztheit zum Ausdruck zu bringen, und mich für die Liebe statt für die Angst entscheide.

Danke, mein Leben, für diesen Tag.

Tag 2
Ich segne mich selbst

Der Nachtrag zu meinem Buch „Segnen heilt - Wie dein Segen die Welt verändert und dich selbst“, lautet: „Und segnen Sie vor allem das wundervolle Kind Gottes, das Sie sind.“ Daher wollen wir heute uns selbst segnen, denn es ist sehr schwer, andere von ganzem Herzen zu lieben und zu segnen, wenn wir nicht bei der Selbstliebe anfangen. Wie der große Dichter John O’Donohue es so treffend ausgedrückt hat: „Möge dein Blick voller Güte sein, wenn du ihn nach innen wendest.“

Ich segne mich voller Aufrichtigkeit und Freude für das wunderbare göttliche Wesen, das ich bin – eins mit der Quelle unendlicher Liebe.

Ich segne mich als Kind des Universums, als ein Kind des Lichts, das durch kein bisschen Finsternis oder Selbstverdammnis getrübt wird.

Ich segne mich für meine unschuldige Freude, grenzenlose Glückseligkeit und vollkommene Zufriedenheit, für mein ewiges, unermüdliches Wesen.

Ich segne mich als göttlichen Ausdruck immerwährender Weisheit und Erleuchtung, nie endenden Urteilsvermögens und Verstehens.

Ich segne mich als Verkörperung der herrlichen, völligen Freiheit und grenzenlosen Unschuld des heiligen Geistes – und das gilt für die gesamte Menschheit.

Ich segne mich in meiner vollkommenen Einheit mit dem Fundament des Seins, der bedingungslosen kosmischen Liebeskraft, die der Schöpfer genannt wird und die jede Zelle und jedes kleinste Teilchen meines Seins kerngesund hält.

Ich segne mich als mitfühlender Hüter meiner Schwester und meines Bruders – als Quelle grenzenloser Zärtlichkeit gegenüber jeder leidenden Seele.

Und zu guter Letzt segne ich mich dafür, dass ich mich ständig an den grünen Weiden des Königsreichs erfreuen kann, die ich mit allen Menschen teile.

Tag 3
Ein Segen der Cherokee-Indianer

Heute wollen wir aus den reichhaltigen, tiefsinnigen und vielseitigen Überlieferungen der indianischen Segnungen schöpfen. Sie gehören zu den kostbarsten Kulturerben der USA. Wenn Sie wollen, können Sie „den Großen Geist“ durch „die Liebe Gottes“ und „Regenbogen“ durch „Gnade“ ersetzen. Wichtig ist allein, dass diese täglichen Segen Sie da ansprechen, wo Sie sich auf Ihrem spirituellen Weg gerade befinden. Passen Sie die Worte dieses oder jedes anderen Segens im Buch einfach den Dingen an, die für Sie von Bedeutung sind.

Mögen die warmen Winde des Himmels sanft über dein Haus streichen.

Möge der Große Geist alle segnen, die es betreten.

Mögen deine Mokassins in vielen Schneelandschaften

unzählige glückliche Spuren hinterlassen,

und möge der Regenbogen immer deine Schulter küssen.

Tag 4
Mit dem Herzen sehen

Marianne Williamson schreibt: „Nichts an deinen materiellen Umständen hat die Macht, den Motor des kosmischen Willens, dass du gesegnet bist, anzuhalten. Und du bist ‚ewig‘ gesegnet; das heißt in jedem einzelnen Augenblick. Was auch immer in der Vergangenheit geschehen ist: In jedem Moment deines Lebens schenkt dir das Universum grenzenlose Chancen, dein Leben zu bereichern.“ Ihre Worte eignen sich wunderbar als Einführung in den heutigen Segen.

Ich segne diesen Tag für die unendliche Schönheit, die sich auftut, während ich lerne, mit dem Herzen zu sehen: die Schönheit meines Nächsten, unabhängig von seinem äußeren Anschein – strahlend oder mürrisch –, die prächtige Schönheit der Schöpfung, der Natur, die in so vielen sich ständig verändernden Formen und Farben steckt, die grenzenlosen Gelegenheiten, mich zu bedanken – bei der Kassiererin für ihr strahlendes Lächeln, beim Bäcker ums Eck für sein köstliches Brot, bei der Journalistin von nebenan für ihren positiven Artikel, bei der Gemeinde für die guten Busverbindungen, bei einer besonders netten Empfangsdame oder der freundlichen Arzthelferin, für die Mahlzeiten, mit denen mein Tisch dreimal am Tag gesegnet ist.

Und ich sage ja, ja, ja zu den zahllosen Gelegenheiten zu segnen, denn ich weiß, dass jeder ehrlich gemeinte Segen zu mir zurückkehrt und auch mich segnen wird: das Trinkwasser für seine Reinheit und die, die es herstellen, die schöne, bequeme Kleidung, die ich trage, meinen erstaunlichen Körper, der rund um die Uhr funktioniert.

Durch das Segnen entdecke ich in jedem Augenblick meines Daseins den perfekten Plan der Liebe.

Tag 5
Ein Psalm als Segen des heutigen Tages

Wussten Sie schon, dass das Segnen vermutlich eine der ältesten kulturellen Ausdrucksweisen der Religion ist und dass Menschen schon seit vielen tausend Jahren Segen aussprechen? Eines der vielen Dinge, die ich am Segnen so liebe, ist die Tatsache, dass es auf ganz unterschiedliche Weise zum Ausdruck kommt. Ein Beispiel dafür ist Psalm 23, der König David zugeschrieben wird; er gehört zu den universellsten und schönsten spirituellen Texten der Weltliteratur. Ganz egal, welchen Glauben oder spirituellen Hintergrund ein Mensch hat – er findet so gut wie immer etwas, das ihn in diesem Text anspricht. Heute werden wir ihn nur wenig abgeändert als Segen anwenden:

Möge die göttliche Liebe heute dein Hirte sein.

Möge es dir an nichts mangeln.

Möge sie dich auf grünen Auen weiden

und dich zu frischem Wasser führen.

Möge die Liebe deine Seele (deinen Sinn für Spiritualität) erquicken.

Möge sie dich um der Liebe willen auf rechter Straße führen.

Mögest du kein Unglück fürchten, wenn du im finsteren Tal wanderst,

denn der Stecken und Stab der Liebe sind da, um dich zu trösten.

Möge die göttliche Liebe im Angesicht deiner Feinde – aller Herausforderungen, denen du dich stellen musst – vor dir einen Tisch bereiten.

Möge die göttliche Liebe dein Haupt mit Öl salben und dir voll einschenken.

Mögen Gutes und Barmherzigkeit dir ein Leben lang folgen

und mögest du für immer im Haus der göttlichen Liebe bleiben.

Ich wünsche Ihnen einen friedlichen Tag in der Obhut dieser Liebe und ich kann Ihnen versichern, dass sie Sie niemals enttäuschen wird.

Tag 6
Ein Segen für Lehrer

Immer mal wieder sollten wir einen bestimmten Beruf segnen. Heute beginnen wir damit und segnen eine der wichtigsten Tätigkeiten auf der Welt – die des Lehrers. Es gibt so viele Geschichten über Kinder, deren Leben durch einen Lehrer oder eine Lehrerin zum Guten gewendet wurde. Sollten unter Ihren Freunden Lehrer sein, die in diesem anstrengenden Beruf ihr Bestes geben, dann teilen Sie diesen Segen mit ihnen.

Ich segne den heutigen Tag für die vielen Gelegenheiten, meine Weisheit und Wahrheit mit anderen zu teilen, den Kreis meines Mitgefühls und Verständnisses zu erweitern und allen Kindern oder Schülern, die meiner Obhut anvertraut werden, Geduld und Liebe entgegenzubringen.

Ich segne mich selbst für meine Fähigkeit, die ganze Verantwortung für alles, was ich tue, zu übernehmen und mich jeder Situation, die sich im Klassenzimmer ergeben kann, zu stellen, Spannungen gewaltfrei zu lösen und produktive Beziehungen zu den Schülern, ihren Eltern und meinen Kollegen aufzubauen.

Ich segne mich für die Fähigkeit, in jedem Schüler das Göttliche zu erkennen, unabhängig davon, wie widersprüchlich oder aggressiv er sich verhalten mag, die Ruhe zu bewahren, wenn Schüler über die Stränge schlagen und heitere Diskussionen und Gespräche zu fördern.

Ich segne meine Schüler für ihren Wunsch, zu lernen und sich weiterzuentwickeln, für ihre Fähigkeit, zur positiven Atmosphäre im Unterricht beizutragen, mit anderen zusammenzuarbeiten, ihren Mitschülern zu helfen und dem Gruppenzwang zu widerstehen, der zu Drogen, Alkohol und Sex ohne Liebe und gegen die Normen der Gesellschaft führt.

Und schließlich segne ich mich für die Gabe, aufregenden und anregenden Unterricht zu geben, der den Geist meiner Schüler fordert, ihren Sinn für Werte stärkt und ihnen echte Moralität nahebringt, die frei von verstaubten, Schuldgefühle einflößenden Normen ist. Außerdem segne ich mich für die Fähigkeit, ihnen eine höhere, edle Vision ihres Lebens zu vermitteln und in ihnen das tiefe Verlangen zu wecken, zum Nutzen der Gemeinschaft, aller Menschen und unserer Erde zu dienen.

Tag 7
Die unsichtbare göttliche Ordnung,
die hinter allem steckt

„Segne deine Umwelt selbstlos mit der göttlichen Ordnung. Wenn du das tust, setzt du die Kräfte dieser Ordnung in der Atmosphäre frei, so dass sie ihre vollkommene Arbeit leisten können. Suche und erwarte die göttliche Ordnung und danke ihr oft. Indem du das tust, setzt du eine deiner wichtigsten geistigen Kräfte frei, die dann für dich und durch dich tätig wird, um dich und die Menschheit zu segnen.“

Unser heutiger Segen gilt daher der unsichtbaren göttlichen Ordnung, die hinter allem steckt – allen aggressiven materiellen Ansprüchen der Zwietracht auf Erden zum Trotz.3

Ich segne die atemberaubende göttliche Ordnung, die in der gesamten Natur steckt – vom winzigsten Molekül bis hin zu den ausgedehnten Galaxien in unserem wundersamen Universum.

Ich segne die göttliche Ordnung in meinem Leben und dem Leben meines Nächsten, auch wenn diese Ordnung für den menschlichen Sinn für Zusammenhänge nicht sichtbar ist.

Ich segne die unglaubliche Ordnung, welche meine über 37 Billionen Körperzellen und vielen Millionen chemischer Reaktionen lenkt, die jede Sekunde stattfinden.

Ich segne die göttliche Ordnung im Universum, die mir und allen anderen ständig unzählige Möglichkeiten bietet, sich im Leben weiterzuentwickeln, wenn wir nur auf ihr leises Flüstern hören.

Ich segne dieselbe göttliche Ordnung, welche die Grundlage meines spirituellen GPS-Systems – des „Göttlichen Positioning Systems“ – bildet, das mich sanft auf den richtigen Pfad zurückholt, wenn ich aus Unwissenheit oder ganz bewusst vom Weg abkomme.

Und schließlich segne ich die göttliche Ordnung, die die gesamte Menschheit durch die vielen derzeitigen und zukünftigen Umbrüche führt, um das zu erreichen, was letztendlich eine Welt erschaffen wird, die allen gerecht wird. Dies ist unsere göttliche Bestimmung.

Tag 8
Ein Segen von John O’Donohue

„Ein Lichtkreis ist ein Segen, ein Lichtkreis, der um jemanden gezeichnet wird, um ihn zu schützen, zu heilen und ihm Kraft zu geben.“4

Ich liebe dieses Sinnbild, vor allem, wenn man es auf alles überträgt, was man segnet, einschließlich der Dinge, die geschehen. Der Autor spricht auch davon, dass unsere Arbeit heilig ist. Vergessen Sie nicht: Was Arbeit heilig macht, ist die Liebe, die Sie in sie stecken, egal ob Sie als Kassiererin oder bei der Müllabfuhr arbeiten. Eine Straße mit Liebe zu kehren oder Ihre Kunden an der Kasse anzulächeln trägt mehr zur Rettung der Welt bei, als ein supererfolgreiches Unternehmen mit Gier und Ehrgeiz zu führen. Hier ist O’Donohues Segen für die Arbeit:

Möge das Licht Ihrer Seele Sie leiten.

Möge das Licht Ihrer Seele die Arbeit segnen, die Sie mit der heimlichen Liebe und Güte Ihres Herzens ausführen.

Mögen Sie in dem, was Sie tun, die Schönheit Ihrer Seele wiedererkennen.

Möge Ihre heilige Arbeit Ihren Kollegen und Arbeitgebern Heilung, Licht und Erneuerung bringen.

Möge Ihre Arbeit Sie nie ermüden.

Möge sie Quellen der Erfrischung, Inspiration und Begeisterung in Ihnen zum Sprudeln bringen.

Mögen Sie sich in das, was Sie tun, einbringen.

Mögen Sie sich niemals in sinnlosen Handlungen verlieren.

Möge der Alltag nie eine Bürde für Sie werden.

Mögen Sie bei Morgengrauen wach und fit sein und im neuen Tag Ihre Träume, Gelegenheiten und Versprechen erkennen.

Mögen Sie sich am Abend dankbar und erfüllt fühlen.

Mögen Sie bei Einbruch der Nacht gesegnet, behütet und beschützt sein.

Möge Ihre Seele Sie beruhigen, trösten und erneuern.

Tag 9
Ein Segen für Politiker

Die nigerianische Aktivistin Hafsat Abiola sagt uns: „Hüte dein Licht und beschütze es. Trage es hinaus in die Welt und vertraue darauf, dass wir den ganzen Planeten Erde zum Leuchten bringen können, wenn wir Licht an Licht reihen und so die Lichter der Milliarde an jungen Leuten, die heute auf der Welt leben, miteinander verbinden.“

Segnen ist eine Möglichkeit, unsere Lichter miteinander zu verbinden. Wie ich persönlich glaube, ist die Zahl, die man braucht, um die Welt zu ändern, viel geringer – vielleicht ein paar Millionen wirklich engagierter spiritueller Denker. Unser heutiger Segen gilt daher denjenigen, die sich noch immer als Weltverbesserer sehen: den politischen Spitzenpolitikern unserer Welt.

Wir segnen sie für ihre Fähigkeit, den Schutz der Mutter Erde und der Umwelt über kurzsichtiges Planen und rein wirtschaftliche Motive zu stellen. Wir segnen unsere Politiker, damit ihre Entscheidungen von Weisheit statt von Angst oder den Interessen Einzelner getragen werden.

Wir segnen sie für ihre Fähigkeit, die engen Grenzen der Nation, Gesellschaftsschichten, Religion, Herkunft, finanzieller oder wirtschaftlicher Belange zu überwinden.

Wir segnen sie für ihren Willen, den Dienst an der Menschheit und den Völkern über ihren Hunger auf Prestige oder Macht zu stellen. Wir segnen sie.

Wir segnen sie für ihr aufrichtiges Mitgefühl, das sie für die Bedürfnisse der Unterdrückten und Benachteiligten sensibilisiert.

Wir segnen sie dafür, dass sie trotz aller Verurteilungen und Vorurteile ihnen gegenüber, mit denen wir sie nur allzu oft fesseln, für die Winde der Güte empfänglich sind, die für alle wehen, die ihre Segel setzen.

Und schließlich segnen wir uns für unsere Fähigkeit, an ihrem Abbild Gottes festzuhalten, das nur zu oft in ihren Herzen verborgen bleibt, auf dass es in politischem Mut, echter Fürsorge für die, die am Rande der Gesellschaft stehen, und entschlossenen Handlungen zugunsten der Versöhnung zwischen Mensch und Natur zum Ausdruck kommen möge.

P.S. Um diesen Segen realer zu machen, sollten Sie sich drei Politiker vor Augen führen, die Ihre beliebtesten Sündenböcke sind, an drei ihrer Eigenschaften denken und sie dafür segnen. Selbst wenn Ihnen nur eine einzige positive Eigenschaft einfällt, gratuliere ich – es ist ein guter Anfang.

Tag 10
Meinen Körper segnen

Haben Sie schon mal daran gedacht, Ihrem Körper zu danken und mit ihm zu sprechen? Schließlich befähigt dieses so außergewöhnliche Instrument Sie dazu, zu funktionieren, und das mit unglaublicher Vielseitigkeit Tag für Tag, Jahr für Jahr, Jahrzehnt für Jahrzehnt. Und das, obwohl viele von uns es nur allzu oft ziemlich rau behandeln!

Heute segne ich meinen Körper für sein reibungsloses Funktionieren und dafür, dass er mir ein Geschenk und Werkzeug ist, durch das ich lebe und spiele, arbeite und anderen diene.

Ich segne mein Herz, das mehr als 84000 Mal am Tag schlägt, ohne dass ich daran denke, und meine Lunge, die über 20000 Mal am Tag aus- und einatmet.

Ich segne die Millionen von chemischen Reaktionen, die jede Sekunde in meinem Körper stattfinden und die das gesamte System aufrechterhalten, und ich segne das Wunder, das Immunsystem genannt wird, mit seinen grünen und roten Lichtern, die es ständig ein- und ausschaltet.

Ich segne meine Augen dafür, dass sie mich die feinsten Nuancen der Schönheit der Natur und all ihre Farbtöne sehen lassen, und die es mir ermöglichen, mich zu verlieben und hoffentlich eines Morgens mit dem Objekt meiner Sehnsucht in Liebe aufzustehen.

Ich segne meine Ohren, die es mir möglich machen, mit den feinsten Unterschieden in Klang und Musik mitzuschwingen oder die Sorgen meiner Nächsten mit Geduld und Mitgefühl zu hören.

Ich segne meinen Körper für seine unzähligen Funktionen, die all meine Vorstellungen übertreffen.

All das und noch so vieles mehr – und das ohne einen Tag Urlaub in 60, 70, 80 Jahren oder noch länger.

Wahrlich, ich segne dieses unglaubliche Wunder, das ich meinen Körper nenne.

Möge ich nie vergessen, ihm und dem Universum täglich zu danken, denn ohne beides würde ich nicht hier auf Erden leben können.

Tag 11
Segen der Apache-Indianer für
frisch Vermählte

Wenn Sie Bekannte haben, die heiraten oder zusammenziehen wollen, oder wenn Sie selbst das Band der Liebe, das Sie mit Ihrem Partner verbindet, erneuern möchten, wird Sie der folgende wundervolle Segen der Apache-Indianer, der schon so viele Paare inspiriert hat, zutiefst berühren.

Jetzt werdet ihr keinen Regen mehr spüren,

da ihr das schützende Dach füreinander sein werdet.

Und jetzt werdet ihr keine Kälte mehr spüren,

denn ihr werdet einander wärmen.

Jetzt werdet ihr nicht mehr einsam sein,

denn ihr werdet einander begleiten.

Und jetzt seid ihr zu zweit,

doch vor euch liegen nun drei Leben:

seines, ihres und euer gemeinsames Leben.

Geht jetzt in euer Haus, um die Tage eures gemeinsamen Lebens zu beginnen.

Möget ihr beide von Schönheit umgeben sein,

auf eurer Reise nach vorne und durch die Jahre.

Möge Glück euer Begleiter sein

an den Ort, an dem der Fluss auf die Sonne trifft.

Und mögen eure Tage auf der Erde gut und lang sein.

(Zahlreiche verschiedene Quellen)

Tag 12
Segen für die Obdachlosen auf dieser Welt

Wie ich immer wieder sage, besteht das Segnen aus 100 Prozent Herzenergie. Aus diesem Grund können die meisten Menschen Segen für alles Mögliche formulieren. Alles, was man dafür tun muss, ist, für sein Herz offen zu sein und ihm zuzuhören. Als ich die ersten Segen für dieses Buch während eines Kurzurlaubs entwarf, öffnete ich eines Abends mein Herz und hörte ihm zu. Da kam mir Folgendes:

Ich segne die Menschen, die durch widrige Umstände auf der Straße oder in irgendeinem alten Keller oder einem anderen verlassenen Gebäude gelandet sind.

Ich segne sie für ihren Mut, durchzuhalten, bis ihre Lebensumstände sich zum Besseren wenden – im Wissen, dass ich zu ihrer Verbesserung beitragen könnte.

Ich segne die Behörden dieser Groß- oder Kleinstadt dafür, dass sie den Obdachlosen eine Unterkunft geben (könnten).

Ich segne Restaurants und Geschäfte, die Lebensmittel verkaufen, dafür, dass sie das, was sie nicht mehr brauchen, für die Obdachlosen und Armen spenden (könnten).

Ich segne diejenigen, die durch die Straßen und Gassen streifen, um die zu suchen, die Hilfe brauchen, und um ihnen eine Unterkunft zu besorgen.

Ich segne die Arbeitgeber und andere, die Arbeit zu vergeben haben und dabei auch an Notleidende denken.

Und vor allem segne ich die Obdachlosen, damit sie sich nicht als arme Opfer fühlen, die Unterstützung brauchen, sondern als Kinder des Universums, die auf der Welt sind, um die Herzen ihrer Mitmenschen zu tieferem Mitgefühl und tatkräftigerer Liebe zu bewegen.

Tag 14
Für Achtsamkeit im Hier und Jetzt

Es gibt ein schönes Gedicht aus dem Sanskrit, das so lautet:

Sieh dir den heutigen Tag an, denn er ist das Leben, der Inbegriff des Lebens.

In seiner kurzen Dauer sind alle Wirklichkeiten und Vielseitigkeiten des Lebens enthalten,

die Glückseligkeit des Wachstums, die Prächtigkeit der Handlung, die Herrlichkeit der Macht,

denn gestern ist nur ein Traum, und morgen ist nur eine Vision:

Aber ein gut gelebter heutiger Tag macht jedes Gestern zu einem glücklichen Traum und morgen zu einer Vision der Hoffnung.

Sieh dir den heutigen Tag daher genau an.

Ich segne diesen herrlichen Tag, der sich jede Sekunde vor mir ausbreitet – jede Sekunde, die es mir ermöglicht, in der Gegenwart präsent zu sein, mir wirklich bewusst zu sein, wo ich bin, mich völlig darauf zu konzentrieren, was ich gerade denke oder tue.

Im Bus oder in der Bahn segne ich mich für meine Fähigkeit, voller Achtsamkeit die anderen Passagiere zu segnen, statt meine Gedanken ziellos von einer Werbetafel zur nächsten wandern zu lassen.

Im Haushalt, beim Einkaufen oder bei allen anderen Dingen segne ich mich für die Fähigkeit, entspannt in meiner vollkommenen Präsenz bei dem, was ich gerade tue, zu ruhen, statt mir über das Sorgen zu machen, was gestern schlecht gelaufen ist oder morgen falsch laufen könnte.

Ich segne mich für die Gabe der völligen Achtsamkeit, die einer der größten Reichtümer ist, das ich mir und anderen schenken kann:

 Achtsamkeit beim Essen,

 Achtsamkeit beim Gehen und bei jeder Bewegung,

 uneingeschränkte Aufmerksamkeit, wenn ich anderen zuhöre; dies ist der grundsätzliche Ausdruck meiner Liebe zu ihnen,

 Achtsamkeit in jedem einzelnen Augenblick dieses wundervollen Tages, den das Leben mir geschenkt hat.

Tag 15
Für eine stärkere Liebe zu Gott

Das erste Gebot ist ein unglaublich starkes Gebot, wenn man über seine tiefere Bedeutung nachdenkt – Gott von GANZEM Herzen, mit ganzer Seele, Kraft und Geist zu lieben – nicht 95 Prozent, sondern hundertprozentig. Möge dieser Segen uns auf den Weg hin zu diesem Ziel bringen!

Möge meine Liebe zu dir, Herr, zur Hauptströmung meines Lebens werden – frisch, inspiriert, ruhig und stark.

Möge sie so standhaft sein, dass sie die schlammigsten Gewässer der Unentschlossenheit und Kompromisse, des Zögerns und Zweifelns, durchkreuzt. Möge ihr starker, schwingender, klarer Wille die sterblichen drei Eigenschaften – Teilnahmslosigkeit, Gleichgültigkeit und alltägliche Gewohnheiten – auslöschen, die das Hornsignal der Liebe übertönen.

Möge meine Liebe so stark sein, dass ich in der glühenden Hitze der Wüste nur eine Weile an meinem geheimen inneren Ort ausruhen muss, um inspiriert und erfrischt daraus wieder hervorzukommen, oder dass ich in der beißenden Kälte einer gleichgültigen Welt nur eine weitere Pause zu machen brauche, um ihre Wärme und ihr beständiges inneres Leuchten zu spüren.

Möge diese Liebe mir Schwester, Mutter oder Partnerin werden, möge sie mein ständiger Begleiter in jeder Stunde werden, so dass ich mich für die Liebe entscheide, weil ich keinen anderen Weg kenne. Und möge ich jedes Lebewesen, dem ich begegne, mit ihrer heilenden Berührung segnen – sei es ein Mensch, eine Pflanze oder ein Tier.

Tag 15
Für eine stärkere Liebe zu Gott

Das erste Gebot ist ein unglaublich starkes Gebot, wenn man über seine tiefere Bedeutung nachdenkt – Gott von GANZEM Herzen, mit ganzer Seele, Kraft und Geist zu lieben – nicht 95 Prozent, sondern hundertprozentig. Möge dieser Segen uns auf den Weg hin zu diesem Ziel bringen!

Möge meine Liebe zu dir, Herr, zur Hauptströmung meines Lebens werden – frisch, inspiriert, ruhig und stark.

Möge sie so standhaft sein, dass sie die schlammigsten Gewässer der Unentschlossenheit und Kompromisse, des Zögerns und Zweifelns, durchkreuzt. Möge ihr starker, schwingender, klarer Wille die sterblichen drei Eigenschaften – Teilnahmslosigkeit, Gleichgültigkeit und alltägliche Gewohnheiten – auslöschen, die das Hornsignal der Liebe übertönen.

Möge meine Liebe so stark sein, dass ich in der glühenden Hitze der Wüste nur eine Weile an meinem geheimen inneren Ort ausruhen muss, um inspiriert und erfrischt daraus wieder hervorzukommen, oder dass ich in der beißenden Kälte einer gleichgültigen Welt nur eine weitere Pause zu machen brauche, um ihre Wärme und ihr beständiges inneres Leuchten zu spüren.

Möge diese Liebe mir Schwester, Mutter oder Partnerin werden, möge sie mein ständiger Begleiter in jeder Stunde werden, so dass ich mich für die Liebe entscheide, weil ich keinen anderen Weg kenne. Und möge ich jedes Lebewesen, dem ich begegne, mit ihrer heilenden Berührung segnen – sei es ein Mensch, eine Pflanze oder ein Tier.

Tag 16
Ein Segen für Krankenschwestern

Seit 25 Jahren bekomme ich Rückmeldungen von Leuten aus aller Welt, die mir bestätigen, dass Segnen tatsächlich wirkt. In meinem Buch Segnen heilt liste ich einige Beispiele auf. Manche sind erstaunlich wirksam; viele von ihnen finden sich auch in diesem Buch wieder. Der folgende Segen ist für Krankenschwestern.

Wie ich von befreundeten Krankenschwestern weiß, lässt sich dieser Segen auf unterbesetzten Stationen oft nur sehr schwer umsetzen. Deswegen sage ich nur: Gebt euer Bestes. Kein anständiger Mensch wird mehr von euch verlangen.

Ich segne diesen Tag als eine der Möglichkeiten, anderen voller Liebe zu dienen.

Möge jeder Gedanke der Heilung den Patienten dienen, denen ich begegne. Vor allem segne ich die Möglichkeit:

 alles, was ich anfasse, achtsam und fürsorglich statt hastig und nachlässig zu tun,

 zu lächeln, statt grimmig oder gleichgültig zu wirken,

 jedem mit liebevollem Interesse zu begegnen,

 innezuhalten und zuzuhören, statt mich auf meine nächste Aufgabe zu stürzen.

Ich segne das Krankenhaus, die Klinik, die Arztpraxis – da, wo ich arbeite – als einen Tempel der Liebe statt einer Quelle des Gewinns, damit es mit dem wahren Gedanken des Dienens statt dem Rotstift geführt wird. Und ich segne alle Mitarbeiter, die dort mit Fleiß, Humor und dem ehrlichen Wunsch, anderen zu dienen, arbeiten.

Tag 17
Ein Segen zur Wahrnehmung
des Göttlichen um uns herum

Der Begriff »Nächster«“5 im 2. Gebot bezieht sich nicht nur auf Menschen, sondern auf die gesamte Schöpfung – auf Tiere, Pflanzen und sogar die Natur. Das entspricht exakt der Erklärung, was Segnen wirklich ist. Heute wollen wir daher unsere Fähigkeit, das Göttliche in jedem und allem zu sehen, segnen. Und uns selbst.

Heute segne ich mich in meiner Fähigkeit, die wahre spirituelle Wirklichkeit hinter dem Schleier des materiellen Scheins zu erkennen. Wenn ich die Schönheit einer Blume wahrnehme, werde ich die göttliche Liebe erkennen, die mich anlächelt.

Wenn ich eine Schafherde sehe, werde ich mich daran erinnern, dass der göttliche Hirte – die grenzenlose Liebe – mich und alle anderen immer führt.

Wenn ich meinen Nächsten sehe, werde ich mich entsinnen, dass ich mich selbst in ihm wiedererkenne, und ihn aus tiefster Seele segnen.

Wenn ich zur Sonne aufschaue, werde ich mich über die Erinnerung freuen, dass ich das Licht der Welt bin, wie es uns ein großer spiritueller Lehrmeister vor 2000 Jahren gelehrt hat.

Wenn ich beim Bäcker einen Brotlaib oder im Supermarkt Obst ansehe, wird mich das daran erinnern, dass ich nicht nur von Brot allein lebe, sondern auch von dem, was der Heilige Geist mir im Herzen zuflüstert. Höre ich zu?

Wenn ich einen Menschen in Tränen oder tiefer Trauer sehe, werde ich ihn still in der göttlichen Freude segnen, die in seinem Herzen nur darauf wartet, sich zu zeigen und ihm seinen Schmerz zu nehmen.

Wenn ich an einem Gefängnis vorbeikomme, werde ich seine Insassen in ihrer wahren Freiheit segnen, die ihnen keiner nehmen kann.

Und wenn ein Krankenhaus auf meinem Weg liegt, werde ich seine Patienten in der Fülle ihrer Gesundheit segnen, die nur darauf wartet, entdeckt zu werden.

Und schließlich werde ich, wenn ich an einem Spiegel vorbeigehe, mich der grenzenlosen, göttlichen Liebe erfreuen, die mich anblickt, und voller Glück segnen.

Tag 18
Ein Wunsch für Sie, Teil I

Dies ist die leicht gekürzte Version eines Segens, den Sie auch als Video auf der Webseite www.youtube/simpletruths/may-you-be-blessed/ finden. Da er recht lang ist, haben wir ihn geteilt. Der zweite Teil steht auf der nächsten Seite.

Mögen Sie mit allem Guten gesegnet sein.

Mögen Ihre Freuden, wie die Sterne am Nachthimmel, zu viele sein, um sie zählen zu können…

Mögen Mangel und Mühsal nur dazu dienen, Sie stärker zu machen, und mögen Schönheit, Ordnung und Überfluss Ihre ständigen Begleiter sein.

Möge jeder Weg, den Sie wählen, zu dem führen, was rein, gut und herrlich ist.

Mögen alle Ängste und Zweifel dauerhaftem Vertrauen weichen, während Sie die Hinweise auf eine höhere Macht um Sie herum wahrnehmen.

Und möge das Licht in Ihrem innersten Wesen, wenn es nur Dunkelheit gibt und Sie den Stürmen des Lebens ausgesetzt sind, die Welt um Sie herum erhellen.

Mögen Sie sich immer darüber bewusst sein, dass Sie über alle Maßen geliebt werden, und mögen Sie bereit sein, dafür selbst bedingungslos zu lieben.

Tag 19
Ein Wunsch für Sie, Teil II

»Je mehr wir auf die Segen achten, die in uns hinein fließen, desto mehr wird unsere eigene Berührung Segen bringen.«6

Mögen Sie sich immer beschützt fühlen und spüren, wie Gott Sie als das geliebte Kind, das Sie sind, in seinen Armen wiegt.

Und mögen Sie, wenn Sie in Versuchung geraten, andere zu verurteilen, sich daran erinnern, dass wir alle eins sind und dass jeder gedachte Gedanke durch das Universum schwingt und jeden und alles berührt.

Mögen Sie, wenn Sie etwas zurückhalten wollen, daran erinnert werden, dass die Liebe am besten fließt, wenn sie frei ist, und dass Geben das größte Geschenk von allen ist.

Mögen in Ihrem Leben immer Musik und Gelächter erklingen, und möge auf jedes Gewitter ein Regenbogen folgen.

Möge Freude jede Enttäuschung wegschwemmen, möge Glückseligkeit jedes Leid verscheuchen und möge die Liebe jeden Schmerz lindern.

Möge jede Verletzung Weisheit bringen, möge jede Prüfung ein Triumph sein und mögen Sie das Leben mit jedem Tag, der vergeht, noch mehr genießen.

Mögen Sie gesegnet sein und mögen andere durch Sie gesegnet sein.

Dies ist mein Herzenswunsch für Sie: Mögen Sie gesegnet sein.

Tag 20
Die Wirkung meiner Segen verstehen

Es ist – vor allem für diejenigen unter Ihnen, die das Segnen praktizieren – ganz wichtig, die Wirkung unserer Gedanken, Segen, Meditationen und Gebete zu verstehen. Sie können (und werden) die Welt verändern.

Wir segnen uns in unserem Verständnis, dass all unsere Gedanken, Segen und Gebete das andere Ende der Welt erreichen können.

Mögen wir wirklich begreifen, dass ein Meer aus Trillionen von Wassertropfen besteht, so wie die Gegenwart und Zukunft der Menschheit aus Trillionen von Gedanken und Vorhaben besteht.

Mögen wir verstehen, dass in jeder Minute, in der wir eine – wenn auch kleine – Wirkung auf die Bewusstseinsebene des gesamten Planeten Erde haben, jeder Gedanke an Liebe und Licht, jeder ehrlich empfundene Segen, irgendwo etwas bewirkt, irgendwo hilft, ein Bedürfnis zu stillen, eine Sorge zu besänftigen, Inspiration zu geben, irgendwo in irgendjemandem diese Vision zu wecken, die ihr Bedürfnis befriedigen wird – genauso wie jeder negative Gedanke und jedes negative Gefühl unsere Schritte hin zu den weiteren Horizonten der Barmherzigkeit, die auf uns alle warten, hinauszögert.

Möge uns voller Demut klar werden, dass unser aufrichtiger Segen helfen kann, einer verzweifelten Mutter irgendwo in einem Armenviertel dieser Welt die Hilfe zukommen zu lassen, die ihr krankes Kind retten wird, oder den Gefangenen, der seit 35 Jahren in Einzelhaft sitzt, davon abzuhalten, sein Leben zu beenden – und irgendwo ein Bedürfnis zu stillen, denn das ist das Gesetz der Liebe.

Und schließlich segnen wir uns für unser Verständnis, dass wir Heiler dieser Welt sind, auch wenn wir uns dieser Tatsache bisher vielleicht nicht bewusst waren.

Mögen wir tiefe Dankbarkeit für dieses kraftspendende Wissen empfinden und uns freudig der Aufgabe verschreiben, es jeden Tag in allem, was wir tun, an jedem Ort, an dem wir uns aufhalten, in jeder geistigen Sphäre, in der wir uns bewegen, aufs Neue umzusetzen.

Ich danke dir, dem grenzenlosen Einen, wer/was auch immer du sein magst, dafür, dass du uns so sehr liebst und uns alle zu diesem vollkommenen Verständnis hinführst.

Tag 21
Ein Segen für die Prüfungen des Lebens

Häufig heißt es, Prüfungen – und ich würde auch Schwächen hinzufügen – sind im Grunde ein Segen, und das Leben derjenigen, die diese Wahrheit erlebt haben, ändert sich völlig. Aus häufigen Flüchen wird ein ständiger Segen.

Ich segne mich für meine Schwächen, auf dass sie Chancen sein mögen, aus ihnen zu lernen und an ihnen zu wachsen.

Ich segne mich für meine Ängste, auf dass ich ihre Oberflächlichkeit und Falschheit durchschaue und lerne, den Mut zu entwickeln, der mir als Kind des Universums mitgegeben wurde.

Ich segne mich für die Herausforderungen, die das Leben mir beschert, denn sie sind die wertvollsten Werkzeuge meines inneren Wachstums.

Ich segne mich für die scheinbar unüberwindbaren Probleme, denn sie lassen mich verborgene Kräfte in mir entdecken.

Ich segne mich für Augenblicke der Einsamkeit, denn sie lassen mich die göttliche Liebe als Freundin und Gegenwart entdecken, die mich nie enttäuscht.

Ich segne mich, wenn ich mich einer Krankheit stellen muss, denn sie ist eine Chance herauszufinden, dass vollkommene Gesundheit unsere natürliche, göttliche Mitgift ist, die uns immer zur Verfügung steht.

Ich segne mich, wenn ich mich Verrat, einem gebrochenen Herzen, scheinbar unersetzlichem Verlust, Hass, Zurückweisung, Zweifeln stellen muss … und noch vielen anderen Herausforderungen mehr, denn letztendlich zeigen sie mir, dass »Prüfungen die Beweise für Gottes Fürsorge« sind und dass ich selbst in einer Gewitterwolke den goldenen Sonnenstrahl sehen kann.

Tag 13
Ein Brief aus Simbabwe

„Ich muss Ihnen unbedingt schreiben, um Ihnen mitzuteilen, wie sehr Ihr wundervolles Buch Segnen heilt mir geholfen hat:

Ich lebe in Simbabwe und habe Ihr Buch vor ein paar Monaten mit großem Interesse gelesen. Nur ein paar Tage später brachen vier Männer, mit Messern bewaffnet, in den frühen Morgenstunden in mein Haus ein. Ich bin eine 84 Jahre alte Witwe, aber sie haben mich trotzdem gefesselt und geknebelt, bevor sie das Haus nach Geld durchsuchten. Ich lag hilflos auf dem Bett und fragte mich, was ich nur machen sollte. Und dann kamen mir die Dinge, die Sie in Ihrem Buch lehren, flutartig in den Sinn und ermöglichten es mir, meine Angst zu überwinden und den innersten Kern ihres Wesens zu segnen.

Dadurch spürte ich ein tiefes Gefühl des Friedens, das ich kaum beschreiben kann, und das ermöglichte mir, im Nachhinein ohne Hysterie oder zu viel Stress mit der Situation umzugehen. Alle wunderten sich über meine Ruhe und Gelassenheit in einer solchen Situation, doch mir war klar, dass ich sie ausschließlich den wundervollen Dingen, die Sie in Ihrem Buch vermitteln, zu verdanken habe.

Die Männer verschwanden, nachdem sie das gesuchte Geld gefunden hatten – das mir noch am selben Tag von einem anonymen Spender ersetzt wurde!

Wie Sie sich sicher vorstellen können, ermöglicht mir das Leben in Simbabwe, das Gesetz der bedingungslosen Liebe täglich umzusetzen, vor allem jetzt während der Wahlen!! Viele Leute hier haben Ihr Buch gekauft, und für uns alle ist es eine wunderbare Quelle der Unterstützung und des Trosts. Wie den Menschen rasch klar wird, lässt sich das Leben nur meistern, wenn man das Grundprinzip der bedingungslosen Liebe lebt.“

Pauline

Tag 22
Ein Segen für Terroristen, Teil I

Wie wir alle wissen, gehört Terrorismus zu den größten Herausforderungen unserer Zeit. Können Sie sich den gequälten und kranken Geist vorstellen, den man braucht, um einen Terroranschlag durchzuführen? Diese Leute zu verfluchen heilt diese Plage nicht. Das kann nur das Segnen. Wir wollen nichts als starkes Mitgefühl für solche Menschen empfinden, die trotz allem unsere Brüder und Schwestern sind, welche düsteren Motive sie auch haben mögen.

Ich segne alle, die versucht sind, terroristische Handlungen zu begehen, sei es aus Verzweiflung, Hass, Angst, Machthunger oder einem anderen quälenden menschlichen Motiv.

Ich segne sie für ihre Integrität, damit sie feststellen, dass sie die Ganzheit in sich selbst nicht auf Kosten der Ganzheit anderer erreichen können.

Ich segne sie für die Bewusstwerdung, dass Liebe das höchste Gesetz, das das Universum und die Menschheit regiert, und dass ihre tiefsten aufrichtigen Sehnsüchte nur durch das Gesetz der Liebe erfüllt werden können.

Ich segne sie für ihr Bewusstsein, dass sie tief in ihrem Inneren Kinder des Lichts sind und Terrorismus nur eine Umkehrung des Lichts ist, das jedes echten Grundes, jeder Substanz und jeden Gesetzes entbehrt.

Ich segne sie für ihr Verständnis, dass die Dunkelheit, die sie sehen oder sich einbilden, nur durch Licht und nicht durch noch mehr Dunkelheit aufgelöst werden kann.

Tag 23
Ein Segen für Terroristen, Teil II

Dies ist die Fortsetzung des Segens für Terroristen. Öffnen Sie sich für die tiefste Ebene des Mitgefühls in Ihrem Herzen. Der Terrorist ist und bleibt Ihr Bruder, ganz egal, was er getan hat.

Ich segne Terroristen für ihre grenzenlose Güte, Freundlichkeit und Fürsorge, ihr unendliches Mitgefühl. Als Gotteskinder wartet all das in ihnen darauf, entfacht zu werden und zur Geltung zu kommen.

Ich segne sie dafür, dass sie das Gesetz der wahren Umkehr begreifen, auf dass sie verstehen mögen, dass sie sich letztendlich alles Gute oder Schlechte, das sie anderen zufügen, selbst zufügen.

Ich segne sie für ihren Hunger nach dem richtigen Handeln, auf dass er gestillt wird.

Ich segne sie, auf dass jedes Gefühl des Mangels nun von einem klareren Bewusstsein grenzenlosen Überflusses geheilt wird, damit ihre Ruhelosigkeit deinem Frieden weicht, damit das Gefühl der Unsicherheit, das mit Aggressivität oder Angst einhergeht, von dem Gefühl deiner tröstenden Gegenwart geheilt wird, damit jedes Gefühl der Trennung, der Zugehörigkeit zu einem Clan und der Einsamkeit von dem Wissen, dass WIR ALLE EINS SIND, vertrieben wird.

Und ich segne mich für mein Wissen, dass die göttliche Liebe keine Terroristen kennt, sondern nur ihre eigene vollkommene Spiegelung, und dass dasselbe Bewusstsein auch meines sein kann, wenn ich verstehe, dass hinter dem Schleier des Scheins alle Männer und Frauen nur EINEN – den göttlichen – GEIST haben.

Tag 24
Für Opfer von Terroranschlägen

Aus den Taten einiger weniger Anarchisten im 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts, deren Ziele hauptsächlich Berühmtheiten waren, wurde der Terrorismus zu einer weltweiten Plage, die fast überall auf der Welt zufällige Ziele – meist Gruppen oder Versammlungen – angreift.

Ich segne die Opfer von Terroranschlägen überall auf der Welt, darunter auch die Opfer von zufälligem und völlig sinnlosem Massenmord, auf dass sie letztendlich den Sinn in der scheinbar sinnlosen, verrückten Wahnsinnstat oder Grausamkeit erkennen können.

Ich segne sie dafür, dass sie tief in ihrem Inneren die Kraft und den Mut zur Vergebung finden, wenn ihnen klar wird, dass Groll vor allem ein Angriff gegen sich selbst ist, so wie Vergebung ein Geschenk an sie ist.

Ich segne sie für ihre Fähigkeit, ihre Angreifer weder als Einzelnen noch als Gruppe zu verteufeln und das Verlangen nach Rache zu vermeiden, wenn sie begreifen, dass Gewalt immer neue Gewalt hervorruft – auf der Seite der Opfer und der Seite der Täter.

Und schließlich segne ich die Verletzten, damit sie rasch heilen, und die, die Angehörige oder Freunde verloren haben, damit sie den tiefen inneren Frieden finden, der Heilung bringt.

Tag 25
Ein Segen für Mutter Erde

Endlich fängt die Menschheit an zu begreifen, dass unser Planet Erde ein Lebewesen ist, das die Misshandlungen, die wir ihm zugefügt haben, mit unendlicher Geduld ertragen hat.

Wir segnen Mutter Erde für ihren unendlichen Überfluss und ihre atemberaubende Schönheit, für den Reichtum an Flora und Fauna, ihr unendliches stilles Wachstum und ihre stillen Überlebensmechanismen sowie für ihre Aufgabe, die Menschheit zu unterstützen.

Wir segnen sie für ihre Fähigkeit, sich vor den chemischen und körperlichen Misshandlungen zu schützen, denen sie ausgesetzt ist. Und wir segnen uns für unsere Fähigkeit, weniger Umweltgift anzuwenden und unseren Lebensstil einfacher zu gestalten.

Wir segnen Mutter Erde für die Reinheit ihrer Wasserquellen und den vernünftigen Umgang der Gemeinden mit dem Wasservorrat. Und wir segnen uns für unsere Fähigkeit, die Quellen klug und umsichtig zu nutzen.

Wir segnen unsere Erde für ihre Böden rund um den Globus und deren Fähigkeit, ihren ursprünglichen Zustand wiederherzustellen.

Wir segnen die vielen Tier- und Pflanzenarten – in unseren Meeren, am Himmel, auf oder in der Erde – und ihre Fähigkeit, allen Angriffen auf ihre Lebensräume, sei es durch Überweidung, Überfischung, Abholzung usw., zu trotzen.

Und schließlich segnen wir die Menschheit für ihre Fähigkeit, in sämtlichen Umweltbereichen klug zu handeln.

Tag 26
Heilung einer Arbeitsbeziehung
nach 12 Jahren (Ein Bericht)

Anne nahm an einem meiner Workshops über das Segnen teil. Sie ist Lehrerin an einer Schule und hatte eine Kollegin, die sie beharrlich ignorierte. Anne hatte keine Ahnung, warum sie das tat. Wenn sie sich auf dem Flur begegneten, schaute die andere Lehrerin weg und ließ Anne auf diese Weise wissen: Für mich sind Sie Luft. Ein halbes Jahr lang ein solches Verhalten zu ertragen wäre schlimm genug, aber 12 Jahre … Daher beschloss Anne, es mit Segnen zu versuchen. Sie überschüttete ihre Kollegin täglich mit Segen, und es dauerte nicht lange, bis die Lehrerin vor den Schulferien strahlend auf sie zukam, ihr die Hand gab und ihr schöne Ferien wünschte!

Anne, Schweiz

Tag 27
Für unsere Verwandten im Tierreich

Die Menschheit erforscht gerade erstaunliche Dinge über unsere Partner aus dem Tierreich. Immer mehr Beobachter sind sich sicher, dass Tiere ein ganz ähnliches Bewusstsein haben wie wir, und von Tag zu Tag entdecken wir mehr ihrer unglaublichen Fähigkeiten – während wir gleichzeitig immer mehr von ihnen abschlachten!

Wir segnen uns für unsere Fähigkeit als Spezies, unsere tierischen Nächsten wegen ihrer selbst zu achten und zu ehren und sie nicht länger nur als Mittel zum Zweck zu betrachten, um unsere Bedürfnisse und Wünsche zu bedienen.

Wir segnen unsere Gesundheitsindustrie für ihre Fähigkeit, andere Wege als Tierversuche zu beschreiten, die jeden Monat Millionen unschuldigen Tieren das Leben kosten.

Wir segnen die globale Lebensmittelindustrie für ihre Fähigkeit, kreative Alternativen zum Massenschlachten von Milliarden von Schlachttieren auf der ganzen Welt zu finden.

Wir segnen unsere Schulen und Familien für ihre Fähigkeit, die Herzen der Jugend für die wundervolle Pracht der Tierwelt zu öffnen.

Und schließlich segnen wir uns selbst für unsere Fähigkeit, zu begreifen, dass die Liebe für unseren Nächsten alle Lebewesen, egal welcher Gestalt oder Spezies, mit einschließt.

Tag 28
Mein Wunsch für Sie

Ein naher Freund schickte mir diesen Text, dessen Verfasser unbekannt ist und den ich als Segen ein bisschen verändert habe.

Das ist mein Segen für dich.

Mögest du an schweren Tagen Trost finden und ein Lächeln, wenn du von Traurigkeit heimgesucht wirst.

Mögen Regenbögen deinen Wolken hinterherziehen und möge ein Lachen deinen Mund küssen.

Mögen Sonnenuntergänge dir das Herz wärmen und Umarmungen dich trösten, wenn dich der Mut verlässt.

Mögen Freundschaften dein Wesen zum Strahlen bringen und dein Glaube nie getrübt werden.

Mögest du Vertrauen finden, wenn du zweifelst, und mögest du den Mut haben, dich zu kennen, die Geduld, die Wahrheit anzunehmen, und die Liebe, die dir ein erfülltes Leben gibt.

Tag 29
Ein Segen, mit dem ich die göttliche Präsenz in meinem Leben feiere

Von dem Juwel westlicher spiritueller Literatur, dem Buch Leben in Gottes Gegenwart (2005, Teamwork) von Bruder Lawrence, einem französischen Karmelitermönch und Koch, bis hin zu zahlreichen neueren Autoren wird diese einfache Wahrnehmung der göttlichen Gegenwart als Königsweg zu dem Königreich, das in uns allen schlummert, angesehen. So schreibt beispielsweise Joel Goldsmith: »Das Maß deiner eigenen Entwicklung hängt davon ab, wie stark du täglich die Präsenz Gottes bewusst wahrnimmst.«

Ich segne mich für meine Sehnsucht und angeborene Fähigkeit, die innerste Kammer meiner Seele zu betreten, um mit der mystischen göttlichen Präsenz, dem Herzen der Liebe, zu sprechen.

Möge ich mir immer bewusster werden, dass diese Präsenz mich überall begleitet – auf den grünen Weiden des Lebens wie auch bei den Schrecken der Hölle auf Erden.

Möge ich, wo immer ich auch bin, lernen, Deine Gegenwart als sanfteste und stärkste Begleiterin zu fühlen, die ich je haben könnte.

Möge ich, was immer ich auch tue, diese Gegenwart an meiner Seite, unter mir, um mich herum und über mir spüren. Möge ich mich immer daran erinnern, dass es auf Erden keinen Ort gibt, an dem deine beharrliche Gegenwart mich nicht begleitet, dass du, selbst wenn ich „meine Zelte in der Hölle aufschlage“, mich festhältst und mich ständig liebevoll umarmst.

Möge ich, wann immer ich ein Haus, eine Arbeitsstätte oder ein Geschäft, ein Restaurant oder einen neuen Ort betrete, ganz bewusst kurz innehalten, damit deine Gegenwart mir voraneilen kann.

Möge mein erster Gedanke, wenn ich morgens aufwache, der Präsenz gelten, die immer mein Zimmer und mein Zuhause erfüllt, und möge ich mich daran erfreuen, dass ich bewusst erneut einen ganzen Tag in der gesegneten Gesellschaft der Liebe erleben darf.

Tag 30
Segen für die Straßenkinder der Welt, Teil I

Heute bitte ich Sie, Ihr Herz ganz weit zu öffnen und die Straßenkinder dieser Welt willkommen zu heißen. Laut Quellen der UNO leben um die 150 Millionen Kinder auf der Straße. Es ist einer der größten Skandale auf einem Planeten mit unglaublichem Reichtum. Rund zwei Millionen von ihnen müssen zum Überleben ihren jungen Körper prostituieren. Die Worte zu fühlen – nicht sie zu sagen – bewirkt die Heilkraft des Segens. Lassen Sie also Ihr Mitgefühl wie einen Wasserfall sprudeln.

Aus tiefstem Herzen segne ich die Straßenkinder dieser Welt, damit sie Ruhe und Frieden finden. Ich segne sie für ihr Selbstwertgefühl und ihre Selbstachtung, auf dass sie die unzähligen Hürden überwinden, denen sie ausgesetzt sind.

Ich segne sie für die Gabe göttlicher Kreativität, die in jedem von ihnen schlummert, damit sie trotz aller Hindernisse ihren Platz im Leben finden.

Ich segne sie für die Schönheit und das Licht, das trotz allen Anscheins in ihnen steckt. Ich segne sie dafür, dass sie sich des Überflusses bewusst sind, damit sie den gesellschaftlich auferlegten Glauben an Mangel überwinden.

Ich segne die vielen Kinder, die Armut, finanzielle Not oder Gleichgültigkeit dazu gezwungen hat, ihren Körper zu verkaufen; möge ihre Unschuld und Reinheit nie beschmutzt werden. Und ich segne sie für ihre vollkommene Gesundheit, damit sie weder AIDS noch irgendeiner anderen Geschlechtskrankheit zum Opfer fallen.

Tag 31
Segen für Straßenkinder, Teil II

Heute setzen wir unseren Segen für die Straßenkinder fort, die gezwungen sind, ihren Körper zu verkaufen.

Ich segne die Kinder, damit sie sich ihres göttlichen Wesens bewusst sind, so dass jedes Gefühl der Selbstverdammnis, Verzweiflung, Ohnmacht vertrieben wird.

Ich segne sie, wenn sie im Tag des Todesschattens wandeln. Mögen sie spüren, dass dein Hirtenstab sie tröstet und beschützt.

Ich segne sie für ihre grenzenlosen Möglichkeiten, sich weiterzuentwickeln, damit sie sich aus ihren Lebensumständen befreien können und eines Tages frei als aufrechte und freie Bürger ihrer Gesellschaft durch die Straßen gehen.

Ich segne die Erwachsenen, die sie sexuell oder auf sonstige Weise missbrauchen, damit sie sich ihres eigenen göttlichen Wesens bewusst werden und die Schäden, die sie angerichtet haben, bereuen und wiedergutmachen.

Und schließlich segne ich mich, auf dass ich die Art der Sinnlichkeit, die diese Ausbeutung und Versklavung fördert, niemals in Gedanken oder Taten ausleben werde.

Tag 32
Für uns als Quelle alles Guten

Wir sind endlose Quellen des Guten, die nur darauf warten, zum Ausdruck zu kommen. Lesen Sie diesen Segen – wie auch alle anderen – zuerst langsam, um seine tiefere Bedeutung zu verstehen, und sprechen Sie ihn dann von Herzen aus. Sie sollten die Worte fühlen, statt sie zu denken.

Möge meine Freude ein Springquell sein, der die Wolken berührt,

eine Lärche, die mit ihrem kristallklaren Gesang zum Himmel aufsteigt,

ein Busch voller Frühlingsknospen, aus denen sich Blüten entfalten.

Möge meine Liebe ein tiefer Ozean sein, der in seiner endlosen Tiefe ruht,

ein offenes Herz, das alle, ohne sie zu verurteilen, willkommen heißt,

ein Wasserfall, dessen grenzenlose Gaben für jedes Lebewesen zur Verfügung stehen.

Möge mein Friede ein tiefer Teich sein, in dem alle zur Ruhe kommen,

ein Moosbett im Wald, auf das sich müde Wanderer mit ihren Lasten betten können und von dem sie sich erholt und frei wieder erheben,

ein offener Rückzugsort, den weder eine schreckliche Lebensprüfung noch ein peitschender Sturm stören kann.

Möge meine Gegenwart allen, die Hilfe, Gesellschaft oder Trost suchen, Halt geben.

Möge mein Leben allen, denen ich begegne – ob Mensch oder Tier –, eine endlose Quelle des Gebens, Teilens, Vertrauens und der Fürsorge sein und möge es ihnen eine ständige Quelle des Glücks und der Inspiration sein.

Tag 33
Segen eines Taxifahrers

Heute segnen wir die Taxifahrer, die in unseren Städten eine so nützliche Tätigkeit ausüben.

Geist der Wahrheit und der Liebe, ich segne diesen Tag für alles Gute, das er bringt. Ich segne dieses Taxi als rollenden Tempel deiner Gegenwart.

Ich segne die Straßen, auf denen ich fahren werde, und alle, die meinen Weg kreuzen. Ich segne jeden Menschen, der in dieses Taxi steigt. Ich segne ihn beim Kommen und Gehen, auf seinem vollkommenen Weg und für sein Ziel.

Ich segne den Innenraum dieses Taxis, damit alle, die einsteigen, in ihm Frieden und einen kurzen Zufluchtsort vor dem Alltagsdruck finden.

Ich segne mich für meine Geduld, Freude und meinen Humor, auf dass ich die Betrübten aufheitern, die Traurigen trösten, mit den Glücklichen mitjubeln kann und für sie alle ein Spiegel der grenzenlosen göttlichen Mutterliebe bin.

Tag 34
Ein Segen für Eltern

Hier ist ein Segen für einen der schwersten Jobs im Leben: dem der Eltern!

Wir segnen uns für unser heiliges Vertrauen, unsere Kinder großzuziehen, und unsere Fähigkeiten, uns allen Herausforderungen zu stellen. Wir segnen den Garten unseres Hauses dafür, dass er aus der fruchtbaren Erde bewährter Werte – die wichtigste Nahrung für unsere Kinder – schöne, starke Pflänzchen hervorbringt.

Wir segnen dich, grenzenlose Liebe, für das heilige Privileg, diese Sternenkinder großzuziehen. Möge ihr Licht immer heller strahlen, und mögen wir und andere ihren brillanten Glanz wahrnehmen. Wir segnen uns für unsere Fähigkeit, geduldig und liebevoll miteinander umzugehen.

Wir segnen uns für unsere Weisheit, unseren Kindern ein Gefühl der Integrität zu vermitteln, damit sie dem Druck anderer – sei es Sex, Drogen, Klamotten, Erfolg, Beliebtheit, Alkohol oder anderes – mit Anmut und Humor standhalten und dafür nur noch mehr geliebt werden.

Wir segnen uns für unsere Fähigkeit, wahren Reichtum – der kaum etwas mit materiellen Besitztümern und sehr viel mit Eigenschaften wie Liebe, Mitgefühl und Großzügigkeit zu tun hat – mit unseren Kindern zu teilen. Mögen wir ihnen diese Eigenschaften auf so natürliche Weise zeigen, dass unsere Sternenkinder sie widerspiegeln.

Und schließlich segnen wir uns für die Fähigkeit, als Familie gemeinsam durch dick und dünn zu gehen, andere so zu behandeln, wie wir von ihnen behandelt werden wollen, und für die Probleme der Welt und jede Seele in Not offen zu sein.

Tag 35
Die Seligpreisungen (überarbeitet)

Die Seligpreisungen in Matthäus 5 sind vielleicht der bekannteste Segen der Welt. Ich habe sie leicht verändert, damit Sie sich noch persönlicher angesprochen fühlen.

Gesegnet bin ich, wenn ich geistlich arm bin, denn meiner ist das Himmelreich.

Gesegnet bin ich, wenn ich Leid trage, denn du, unendliche Liebe, wirst mich trösten.

Gesegnet bin ich, in meiner Entscheidung, sanftmütig zu sein, denn dies ist das Tor zu unendlichem Guten.

Gesegnet bin ich, wenn ich nach Gerechtigkeit hungere und dürste, denn ich werde satt werden.

Gesegnet bin ich, wenn ich barmherzig bin, denn ich werde Barmherzigkeit erlangen.

Gesegnet bin ich, wenn ich reinen Herzens bin, denn ich werde Gott überall sehen.

Gesegnet bin ich, wenn ich Frieden stifte, denn dies wird das Göttliche in mir erwecken.

Gesegnet bin ich, wenn ich um der Gerechtigkeit willen verfolgt werde, denn mein ist das Himmelreich.

Und ich bin gesegnet, wenn mich die Menschen um seinetwillen schmähen, verfolgen und allerlei Böses reden, denn ich werde mit einem Übermaß an Gutem belohnt werden.

Tag 36
Ein schottischer Segen

Hier ein schottischer Segen, den mir ein guter Freund geschickt hat.

Möge das gesegnete Sonnenlicht wie ein großes Torffeuer auf dich herabscheinen, so dass Freunde und Fremde herbeikommen und sich an ihm wärmen. Und möge Licht aus deinen Augen wie eine Kerze im Fenster eines Hauses leuchten und den Wanderer aus dem Sturm hineinbitten.

Und möge der Segen des Regens auf dir ruhen, möge er auf deinen Geist herabfallen, ihn reinwaschen und einen klaren Teich zurücklassen, in dem das Blau des Himmels schimmert und mitunter auch ein Stern.

Und möge der Segen der Erde auf dir ruhen, weich unter deinen Sohlen, während du deinen Weg gehst, weich unter dir, während du dich auf sie bettest, müde am Ende des Tages; und möge sie dich leicht bedecken, wenn du am Ende deines Lebens unter ihr liegst.

Möge sie so leicht über dir liegen, dass deine Seele rasch unter dir hervorschlüpfen und hinauf zu Gott schweben kann.

Und möge der Herr dich segnen und dies voller Gnade tun.7

Tag 37
Ein Segen für alleinerziehende Mütter

In den westlichen Gesellschaften steigt die Zahl der alleinerziehenden Mütter aufgrund vieler sozialer Veränderungen stetig an. Der heutige Segen ist ihren Herausforderungen gewidmet.

Ich segne mich für meine Fähigkeit, meine Kinder mit Intelligenz, bedingungsloser Liebe und Weisheit großzuziehen.

Ich segne mich für meine vielen Ressourcen, mit denen ich meinem Kind das Beste aller Möglichkeiten bieten und seine Bedürfnisse – wenn auch nicht immer seine Wünsche – erfüllen kann.

Ich segne mich für mein gutes Urteilsvermögen, mit dem ich das richtige Gleichgewicht zwischen Strenge und Freiheit finde, damit es sich gesund entwickelt.

Ich segne mich für meine Fähigkeit, ein Zuhause zu schaffen, das seine Weiterentwicklung bestmöglich fördert und das die perfekte Mischung von Leichtigkeit und Freude, spiritueller und menschlicher Tiefe sowie tiefem Frieden ist.

Ich segne mich für meine Fähigkeit, ein so starkes gegenseitiges Vertrauen zu nähren, dass mein Kind mit seinen Bedürfnissen und Problemen immer zu mir kommen kann, was immer sie auch sein mögen.

Ich segne mich für die ausgewogene männliche Stärke und weibliche Sanftheit, die ich meinem Kind gegenüber zeige, um seine ausgewogene Entwicklung zu fördern.

Ich segne mich für meine Fähigkeit, dieses kostbare Pflänzchen, das das Leben mir für eine Weile anvertraut hat, in Freiheit aufzuziehen. Möge ich nie in Versuchung geraten, auf irgendeine Weise an ihm festzuhalten, und mich daran erinnern, dass ich in den Worten des Dichters nur der Bogen bin, dem der Pfeil entspringt, um sein eigenes, einzigartiges Ziel zu finden.

Tag 38
Die Vollkommenheit in meinem Leben sehen

Seit vielen Jahren schreibe ich mich mit einem ehemaligen Häftling, der 25 Jahre lang für ein Verbrechen, das er nicht begangen hat, in Texas in der Todeszelle (des schlimmsten Todestrakts in den Vereinigten Staaten) saß. Dieser Mann hat eine so hohe Stufe der Erleuchtung erlangt, dass er sagt, die göttliche Liebe hätte einen vollkommenen Lebensplan für ihn. Wie Paul Ferrini in einer seiner wunderschönen täglichen Meditationen schreibt, kommt unser Leid aus der Weigerung, unser Leben genau so anzunehmen und zu segnen, wie es im Augenblick ist. Er fügt hinzu: »In Wahrheit ist in deinem Leben nichts schiefgelaufen und es fehlt auch nichts. So wie es ist, ist dein Leben perfekt.«

Also wollen wir lernen, diese Vollkommenheit wahrzunehmen.

Möge ich lernen, den vollkommenen Plan zu erkennen, der hinter allen Ereignissen in meinem Leben steckt. Möge ich erkennen, dass alles, was in meinem Leben passiert, ein Geschenk des Schicksals ist, das mich dazu bringt, zu wachsen und zu gedeihen und meinen Horizont zu erweitern. Möge ich diejenigen, die mich verfluchen oder mir Schaden zufügen, diejenigen, die schlecht über mich reden oder Lügen über mich verbreiten, als Werkzeug des Lebens segnen, das es mir ermöglicht, mit Integrität, Abgrenzung und Stärke zu wachsen.

Möge ich sehen, dass hinter der Krankheit oder dem Unfall in meinem Leben ein liebevoller Plan steckt, der mich dazu bringt, die ultimative Quelle echter Gesundheit und das GPS – das Göttliche Positioning System –, das in Wahrheit mein Leben lenkt, zu entdecken. Möge ich in den unangenehmsten oder schwierigsten Situationen die Bedeutung göttlicher Liebe, mein spirituelles Wachstum voranzubringen, erkennen.

Möge ich jede Begegnung, jedes Ereignis und jede unvorhergesehene Situation als Fanfarenruf nach noch stärkerer Standhaftigkeit und noch tieferem Vertrauen in die Vorkehrungen der Liebe zu meinem Besten segnen. Möge ich darauf vertrauen, dass »in meinem Leben nichts schiefgelaufen ist und auch nichts fehlt … dass es so, wie es ist, perfekt ist«.

Tag 39
Geheilte Drogensucht, Alkoholismus
und Gewalt (Ein Bericht)

Mein Freund Mamadou aus Mali (Westafrika) ist einer der bewundernswertesten Menschen, denen ich je begegnet bin. Als tiefgläubiger und toleranter Muslim hat er das Segnen als seinen Lebensstil angenommen und unter den Menschen, denen er rät zu segnen, erstaunliche Heilungen erlebt. Auf der Straße begegnete er Fatoumata, einer Bekannten, deren Sohn sich mit Drogen und Alkohol vollpumpte. Er hatte auch ein Messer, mit dem er andere Leute bedrohte, und sie musste ihn des Öfteren vom Polizeirevier abholen. Sie war verzweifelt. Mamadou erzählte ihr ruhig vom Segnen und riet ihr, ihren Sohn tagsüber immer wieder für die Eigenschaften zu segnen, die er nicht zeigte. Irgendwann ging er zu seiner Mutter und sagte ihr, er hätte das Leben, das er führte, satt und wolle sich ändern. Von einem Tag auf den anderen ließ er die Finger von Alkohol, Drogen, dem Messer und den anderen Dingen und fing sogar damit an, täglich zum Beten in die Moschee zu gehen.

Tag 40
Für die Heilung eines Kontrollfreaks

Viele Menschen in unserer westlichen Kultur neigen dazu, alles unter Kontrolle haben zu müssen und womöglich auch andere zu kontrollieren. Von früher Jugend an war ich ein starker Kontrollfreak. Erst viele Jahre später, in einer großen Lebenskrise dämmerte mir, wie lieblos es von mir war – nicht nur meiner Partnerin gegenüber, sondern noch viel mehr mir selbst gegenüber. In einer Zwangsjacke zu leben ist nicht unbedingt angenehm.

Wir (Ich) segne(n) alle, die im Schatten ständiger Kontrolle leben, für ihre Fähigkeit, sich anzusehen, was sie sich und anderen damit antun.

Wir segnen sie für ihre Fähigkeit, die tiefe, verborgene Angst aufzudecken, die hinter solchen Verhaltensmustern steckt – die Angst, dass die Dinge ihnen aus den Händen gleiten, ihrer Kontrolle entgleiten.

Mögen sie erkennen, dass die Kontrolle über etwas so unglaublich Vielseitiges, Reichhaltiges und Unvorhersehbares wie das Leben, das ständig im Fluss ist, völlig unrealistisch ist.

Wir segnen sie für ihr Verständnis, dass es in einem Universum, in dem der wunderbarste und liebevollste Geist dirigiert und alles »vom mentalen Molekül bis hin zur Ewigkeit« lenkt, am besten ist, alles in den Händen dieser grenzenlosen Macht zu lassen.

Mögen sie begreifen, dass die Fähigkeit, auf jede Situation mit bedingungsloser Liebe zu reagieren, die größte Garantie dafür ist, dass die Dinge sich in allen Lebenslagen zum Guten wenden werden und sie auch die ultimative Versicherung gegen unvorhersehbare Umstände und verrückte Verhaltensformen ist.

Mögen sie lernen, das Unerwartete zu genießen und sich darauf zu freuen, unbekanntes Terrain zu betreten – innerlich und äußerlich.

Und mögen sie gar lernen, es mit Freude anzunehmen, wenn die Dinge »außer Kontrolle« geraten – als etwas Wertvolles des Universums, aus dem sie lernen können, loszulassen und auf das grenzenlos liebevolle Gesetz des Guten zu VERTRAUEN, das das Leben lenkt, wie es auch immer nach außen hin erscheinen mag.

Tag 41
Für die Militanten des ISIL

Wir haben alle von den schrecklichen Hinrichtungen gehört, die im Internet gezeigt werden, und von den extremen islamistischen Militanten der Terrororganisation ISIL (Islamischer Staat Irak und der Levante), die im Nahen Osten ein neues Kalifat des Islam gründen wollen. Heute öffnen wir unser Herz denen, die trotz allem immer noch unsere geliebten Brüder und Schwestern sind.

Heute segnen wir die Militanten dieses Netzwerks für das Göttliche, das in ihnen steckt, auch wenn der äußere Anschein ein ganz anderer ist. Wir segnen sie für ihre tiefe Menschlichkeit und ihr großes Mitgefühl, damit sie aufwachen und ihnen klar wird, dass das, was sie anderen antun, sich selbst antun.

Wir segnen die Bevölkerung der umkämpften Gebiete, damit ihnen das Leid erspart wird, das die Kämpfe in der Region mit sich bringen. Wir segnen die Hunderte der jesidischen Frauen, die entführt wurden, um Sexsklavinnen zu werden oder eine erzwungene Ehe mit islamistischen Militanten einzugehen, für ihren Mut und ihren festen Willen, niemals nachzugeben oder aufzugeben.

Wir segnen die Politiker im Westen, die sich mit dieser Herausforderung befassen, damit sie die Weisheit haben, die sie brauchen, um mit dieser Situation richtig umzugehen. Und schließlich segnen wir uns selbst, auf dass wir in der Behaglichkeit unseres Zuhauses unsere weniger glücklichen Brüder und Schwestern in aller Welt nie vergessen und aktiv das tun, was für uns das Richtige ist, um ihr Leid zu lindern.

Tag 42
Vom Propheten Mohammed inspiriert

Als Nachtrag des Segens für die Militanten des ISIL auf der letzten Seite möchte ich betonen, dass im Islam ein starkes Gefühl der Bruderschaft herrscht. Der folgende kurze Segen wurde von einem Text des Propheten Mohammed mit Änderungen übernommen. Als dieser gefragt wurde, welche Handlungen die besten seien, gab er die folgenden Antworten, die ich in einen Segen umgewandelt habe:

Möge ich das Herz eines jeden Menschen erfreuen.

Möge ich die Hungrigen nähren und den Verwundeten helfen.

Möge ich das Leid der Leidenden lindern und das Unrecht, das den Verletzten zugefügt wurde, wiedergutmachen.

Und hier ist ein Segen, der auf dem Anfang des ersten Verses des Korans 0150 »Bismillahir Rahmani Raheem« (»Im Namen Allahs, des Gütigsten und Barmherzigsten«) basiert.

Diese Worte sind die berühmteste aller muslimischen Affirmationen.

Ich segne diesen Tag im Namen Allahs für alles Gute, das er uns schenkt.

Ich segne diesen Tag im Namen Allahs für die unzähligen Gelegenheiten, ihm zu dienen und ihn zu ehren.

Ich segne diesen Tag im Namen Allahs, des Gütigsten und Barmherzigsten, für die unzähligen Gelegenheiten, seinen heiligen Namen zu ehren.

Tag 43
Für einen festen Stand

»Wir sind ein Gesetz der Liebe gegenüber allen, mit denen wir in Berührung kommen. Wir sollten nicht vergessen, dass alle, die mit unseren Gedanken und Handlungen in Berührung kommen, durch den Kontakt gesegnet werden müssen, denn wir sind ein Gesetz der Liebe: Wir sind das Licht der Welt.«8 Wenn wir das wirklich verstehen, werden unsere Segen noch wirksamer.

Heute teile ich einen Segen von Duncan Tuck aus Wales9 mit Ihnen:

Mögest du, wie die Eiche, wissen, wie man gut steht:

Verwurzelt in der Wahrheit, sich nach dem Licht ausstrecken, geduldig aushalten und lernen;

Allen ohne Unterschied, die sich in deinen Schatten begeben, Unterschlupf gewähren und Teil des Felsens werden, auf dem du ruhst.

Tag 44
Ein Segen für Gefängnisinsassen
und ihre Wärter, Teil I

Als ein Mensch, der 20 Jahre lang Gefängnisse besucht hat, möchte ich diesen Segen für Häftlinge und ihre Wärter mit Ihnen teilen. Dieser Segen teilt sich in zwei Teile: der erste Teil gilt den Insassen, der zweite den Wärtern.

Ich segne Häftlinge in aller Welt für ihre Fähigkeit, zu vergeben und damit bei sich selbst anzufangen.

Ich segne sie für ihr Durchhaltevermögen und ihre Standhaftigkeit, Hoffnung und Geduld, wenn sich die Tage, Monate und Jahre endlos hinziehen.

Ich segne sie für ihre Fähigkeit, tief in ihrem Herzen die Fähigkeit zu finden, Schlechtes mit Gutem zu vergelten, auch wenn sie von Wärtern oder Mithäftlingen misshandelt werden.

Ich segne sie für ihr Vertrauen in die göttliche Gerechtigkeit, die am Ende immer siegt und Unrecht wiedergutmacht, auch das eines menschlichen Strafrechts mit seinen Unvollkommenheiten, offenem Missbrauch und Fehlurteilungen.

Ich segne sie für die Fähigkeit, trotz der Anspannungen im Gefängnis und – bei vielen von ihnen – ihrer verhungerten Sexualität in ihrem Körper Ruhe und Frieden zu finden.

Ich segne die Zehntausende, die vierundzwanzig Stunden am Tag in Einzelhaft verbringen, auf dass sie die inneren Ressourcen finden mögen, um trotz allem durchzuhalten.

Und schließlich segne ich die Häftlinge für ihre Fähigkeit, mit der völligen Integrität eins zu werden, die tief in ihrem Inneren schlummert und die noch nie mit Verbrechen, Angst, Hass, Finsternis oder Mangel in Berührung gekommen ist, und ihre Fähigkeit, die Flamme ihres wahren Wesens, das immer rein, großzügig, aufrichtig und frei geblieben ist, wieder zu entfachen.

Tag 45
Ein Segen für Gefängnisinsassen und ihre Wärter, Teil II

Dies ist die Fortsetzung des Segens Teil I für Gefangene.

Ich segne die Wärter für ihre Sehnsucht und Fähigkeit, Häftlinge wie ebenbürtige Menschen zu behandeln und durch den Stempel, der ihnen von Menschenhand aufgedrückt wurde, hindurchzusehen, um ihre Seele zu erkennen, die nach Bruderschaft oder Schwesternschaft strebt.

Ich segne sie für ihre Fähigkeit, großzügig statt boshaft zu sein und den Geist der Gesetze anzuwenden, der Frieden stiften kann, statt den der Gesetzestexte, der so oft Gutes im Keim erstickt.

Ich segne sie für die Fähigkeit, die schwere Aufgabe zu bewältigen, ihre Arbeit jeden Tag neu zu erfinden, statt in eine seelenabtötende Routine zu verfallen, die ihnen genauso wie den ihnen anvertrauten Häftlingen schadet.

Ich segne sie für die Fähigkeit, der häufig extremen Gewalt des Systems mit ruhiger, gewaltfreier Stärke zu begegnen.

Ich segne sie für ihr tiefes Mitgefühl für das Leiden der Insassen, damit sie nie der Überzeugung erliegen, es sei halt, wie es sei, und damit sie ihre schwierige Arbeit als einen echten Dienst an den Gefangenen ausführen.

Und schließlich segne ich die Bürger unserer Länder, damit sie verstehen, dass, solange auch nur ein einziger von ihnen hinter Gittern ist, auch ein Teil von ihnen dort lebt, und dass sie das Göttliche in sich selbst und die unsichtbare spirituelle Einheit, die alle Menschen miteinander verbindet, verleugnen, wenn sie Gefangene unter Bedingungen leben lassen, die die menschliche Würde mit Füßen treten.

Tag 46
Das Oberste an oberste Stelle stellen

Der Psychotherapeut und Philosoph Piero Ferrucci erzählt die unvergessliche Geschichte des Anhängers eines indischen Gurus, der seinen Lehrmeister aufsucht und bittet: »Meister, ich will unbedingt Erleuchtung. Wie schaffe ich das nur?«

Der Lehrmeister sagt seinem Schüler, er solle ihm folgen. Sie gehen hinunter an den Fluss. Dort fordert der Lehrmeister den Schüler auf, sich am Flussufer hinzuknien und den Kopf direkt über das Wasser zu halten. Dann drückt er den Kopf seines Schülers unter Wasser und hält ihn fest. Nach einem Augenblick schafft es der geschockte Schüler, sich aus dem festen Griff seines Lehrmeisters zu befreien. Wasser rinnt ihm aus Mund und Nase, während er seinen Lehrer fassungslos anstarrt. »Der Tag, an dem du Erleuchtung genauso verzweifelt willst, wie du gerade Atem holen wolltest, ist der Tag, an dem du sie finden wirst«, lautet die knappe Erklärung des Lehrmeisters.

Ich segne mich für mein Verlangen und meine Fähigkeit, Ordnung in mein Leben zu bringen, damit ich für das, was mir am wichtigsten ist, Raum schaffe.

Mögen meine Prioritäten so eindeutig sein, dass ich alles Unwichtige und sämtliche Aktivitäten und Kontakte, die nicht mit meinem Lebensziel übereinstimmen, aus meinem Leben streiche.

Möge meine Vision so klar und stark sein, dass sie allen Müll, alle halbherzigen Anstrengungen, alle unnötigen Tagträume, alle unklaren Gedanken und verwässerten Handlungen sofort wegwischt.

Möge meine Sorge um meine Mitmenschen und meine Liebe für das wahre Gute mein Ziel so fördern, dass es allen Gewittern und Stürmen trotzt, die es zu zerstören versuchen.

Und möge ich in der ruhigen Sicherheit ruhen, dass eine tiefe Aufrichtigkeit folgen wird, denn das Universum wird zweifellos dafür sorgen.

Tag 47
Ich segne meine Nahrung

Den meisten von uns ist nicht klar, dass das Essen auf unseren Tellern aus aller Welt kommt. Die meisten – wenn nicht sogar alle – westlichen Länder importieren ihre Lebensmittel aus weit über 100, oft über 150 anderen Ländern. Wenn Sie Ihre Mahlzeiten segnen, können Sie damit also die ganze Welt erreichen – von kolumbianischen Bananenpflückern über Schweizer Käsemacher bis hin zu indischen oder chinesischen Gewürzherstellern, nordafrikanischen Dattelanbauern und so weiter. Dieser Segen – beim Essen gedacht – ist für Anbauer, Lieferanten und alle anderen, die mit der Nahrungsproduktion zu tun haben. Er ist außerdem ein gutes Mittel, im Gleichgewicht zu bleiben, statt Ihre Gedanken wandern zu lassen, und sich klar zu werden, dass wir bei unseren einfachsten, alltäglichsten Handlungen mit der ganzen Welt verbunden sind. Dieser Segen gilt hier nur den Bananenlieferanten, und es macht mir Spaß, auch jedes andere Lebensmittel zu segnen. Machen Sie sich bewusst, dass dieser Segen nur ein paar der Tätigkeiten erwähnt, die die Banane auf Ihren Teller bringen!

Ich segne die Plantagenarbeiter in Kolumbien, die meine Bananen gepflückt haben und die häufig unterbezahlt werden, während sie bei Glühhitze viele Stunden auf dem Feld arbeiten.

Ich segne die Fahrer, die sie zum Hafen transportiert haben, die Hafenarbeiter, die sie aufgeladen haben, die bunte Crew der Matrosen aus vielen verschiedenen Ländern, die sie mit dem Schiff hergebracht haben, und deren Frauen, die zu Hause geblieben sind und sich um ihre Kinder gekümmert haben.

Ich segne die polnischen Werftarbeiter, die das Schiff gebaut haben, die deutschen Techniker, die das Navigationssystem des Schiffs entwickelt haben, und so viele andere, die an seinem Bau beteiligt waren.

Ich segne die Zollbeamten, die die Bananen überprüft haben, die Händler oder Supermärkte, die sie eingekauft haben, die Fahrer, die sie viele Stunden lang auf monotonen Autobahnen vom Ankunftshafen zu den Läden und Supermärkten im ganzen Land befördert haben.

Ich segne die Verkäufer und Kassiererinnen, die sie verkauft haben.

Und schließlich segne ich mich für meine andauernde Dankbarkeit für den grenzenlosen Überfluss an Gütern, die ständig auf mich herunterregnen.

Tag 48
Ein irischer Segen für traurige Zeiten

Möge Gottes Licht deinen Weg erhellen,

wenn er dunkel ist.

Mögest du immer, selbst in der Stunde der Trauer,

das leise Singen der Lärche hören.

Möge dein Herz in harten Zeiten nie versteinern.

Mögest du dich, wenn die Schatten fallen, immer daran erinnern,

dass du nicht alleine gehst.10

Tag 49
Ein Segen dem Dienen

Der berühmte indische Schriftsteller Rabindranath Tagore11, verfasste das folgende Gedicht, das unseren heutigen Segen inspiriert hat:

Ich schlief und träumte, das Leben sei Freude,

ich erwachte und erkannte, das Leben bedeutet Dienen,

ich handelte und merkte, dass Dienen Freude ist.

Wir segnen uns für die Fähigkeit, starke Freude, tiefe Zufriedenheit und anhaltenden Frieden im selbstlosen Dienst an anderen zu empfinden. Wir segnen uns für unsere Fähigkeit, anderen zu dienen, ohne dafür Gegenleistungen zu erwarten – als ein schlichtes Geschenk unserer Liebe, das wir auf den Altar der göttlichen Liebe legen.

Wir segnen uns für die Fähigkeit, zu dienen, nie die Stunden zu zählen oder zu denken, es passe gerade nicht in unser Leben, und das Geschenk, unser bescheidenes Können in den Dienst anderer zu stellen, wirklich zu schätzen.

Wir segnen uns für das unglaubliche Privileg, unter denen zu sein, die die unsichtbare »Nation von Dienstleistenden« ausmachen und die auf eine Welt hinarbeiten, bei der alle die Gewinner sind.

Und mögen wir die einfachsten und bescheidensten Arbeiten mit derselben Begeisterung verrichten, mit der wir am Hofe einer Königin dienen würden – denn das ist genau das, was wir tun.

Tag 50
Für ein selbstloses Wesen

Vielleicht ist es die wahre Herausforderung im Leben, das menschliche Ego loszulassen. Nur das Ego – nicht das göttliche Selbst, das die Grundlage unseres authentischen Wesens tief in unserem Inneren ist – kann Angst oder Wut, Hass oder Unsicherheit empfinden. Wenn wir lernen, unser Ego – das wir zweifellos in unseren prägenden Jahren gebraucht haben, aber heute nicht mehr brauchen – sanft loszulassen, werden wir das herrliche Gefühl von Freiheit entdecken, das sich mit dem wachsenden Gefühl des Einsseins mit unserer wahren Quelle einstellt.

Ich segne mich voller Freude für meine unfehlbare Fähigkeit, das menschliche Ego und sein ständiges Verlangen nach Aufmerksamkeit loszulassen.

Mögest du, grenzenlose Liebe, durch mich leuchten, damit ich so sehr zu dir werde, dass alle auf meinem Lebensweg mich als deine strahlende Präsenz, deine bedingungslose Liebe und Vergebung erleben.

Mögen sie nicht mehr mich, sondern nur noch dich sehen.

Ich segne mich für mein Verlangen, heimlich Gutes zu tun, so dass andere meine guten Taten gar nicht bemerken, und anonym großzügig zu geben.

Möge ich nie danach streben, gewürdigt oder die Nummer eins zu sein, und noch weniger nach menschlicher Anerkennung, sondern meine tiefe Freude darin finden, im Schatten zu dienen, selbst wenn andere dafür Beifall bekommen.

Möge ich ganz klar erkennen, dass ich von mir aus nichts erreichen kann – dass es die Liebe in mir ist, die das Gute schafft.

Tag 51
Wiederhergestellte Harmonie
in einer polygamen Ehe (Ein Bericht)

Hier ist eine zweite Heilungsgeschichte meines Freundes Mamadou. Die erste, geheilte Drogensucht, Alkoholismus und Gewalt, finden Sie bei Tag 39.

Eines Tages traf Mamadou die erste Frau einer polygamen Ehe, die er gut kannte. Assiatou war schon Mitte fünfzig. Wie es in dieser Kultur üblich ist, hatte sich ihr Mann eine weitaus jüngere und attraktivere zweite Frau genommen und machte seiner ersten Frau das Leben zur Hölle. Er schlug und beleidigte sie ständig. Die junge Braut machte es ihm schon bald nach, und Assiatous Leben wurde unerträglich. Sie klagte Mamadou ihr Leid. Der riet ihr nur, die beiden aus ganzem Herzen zu segnen.

Afrikaner, die nicht zur westlichen Elite gehören, sind oft sehr empfänglich für neue Ideen. Assiatou ging nach Hause und fing noch am selben Abend damit an, ihren Mann und seine zweite Frau zu segnen. Schon am nächsten Morgen ging er zu ihr und entschuldigte sich für sein Verhalten. Die neue Braut tat es ihm bald nach. Heute gelten die beiden Frauen in ihrer Nachbarschaft als Vorbilder für einen polygamen Haushalt voller gegenseitigen Verständnisses und Respekts.

Tag 52
Für den inneren Frieden

In einer Welt der wachsenden Unruhen und immer schnelleren Veränderungen, die niemand mehr unter Kontrolle hat, wird der innere Frieden zu einer kostbaren Seltenheit. Wenn abertausende Menschen lernen, ihren inneren Kreis des Friedens zu erweitern, werden sie ihren energetischen Level immer mehr ausdehnen, bis sie sich eines Tages alle miteinander verbinden und die ganze Menschheit umfassen.

Ich segne mich für die Fähigkeit, den »Frieden, der über jedes Verständnis hinausgeht«, zu fühlen und zum Ausdruck zu bringen.

Ich segne mich freudig für den tiefen Frieden, der vom Gefühl des völligen Einsseins mit meiner Quelle kommt – der grenzenlosen göttlichen Liebe, die alle Wesen mit einbezieht und unterstützt.

Ich segne mich für meine Fähigkeit, diesen Frieden in den stärksten Unwettern und Tsunamis des Lebens auszustrahlen. Möge ich allen, die meinen Weg kreuzen, ein ruhiges Gewässer sein, das kein Lüftchen trübt, damit sie meinen offenen Händen und meinem offenen Herzen ihr Leid ausschütten können und erfrischt und hoffnungsvoll weitergehen können.

Möge ich, während ich lerne, die tausend Geräusche der Außenwelt auszuschalten, tief in meinem Inneren die leise Stimme der Wahrheit spüren, die flüstert: »Alles ist gut, alles ist gut, alles ist sehr, sehr gut.« Und möge ich lernen, in dieser unerschütterlichen Bestätigung, der Grundlage meiner Existenz, zu ruhen.

Tag 53
Ein buddhistischer Segen

Wir entleihen diesen Segen dem Buch Chanting from the Heart: Buddhist Ceremonies and Daily Practices von Thich Nhat Hanh, einem der größten buddhistischen Lehrmeister Ende des 20. Jahrhunderts/Anfang dieses Jahrhunderts. Sein Dorf Les Pruniers im Südwesten von Frankreich zieht Schüler des Buddhismus aus aller Welt an.

Möge jeder glücklich und sicher sein, und möge sein Herz voller Freude sein.

Mögen alle Lebewesen in Sicherheit und Frieden leben:

schwache und starke, große und kleine, sichtbare und unsichtbare, nahe und ferne, geborene und ungeborene Lebewesen.

Mögen sie alle in vollkommener Ruhe leben.

Möge niemand einem anderen Schaden zufügen.

Möge niemand das Leben eines anderen gefährden.

Möge niemand aus Wut oder Boshaftigkeit

einem anderen etwas Schlechtes wünschen.

Tag 54
Ein Segen für Überfluss

Überfluss ist nichts Materielles »da draußen«, das darauf wartet, entdeckt zu werden, oder das wir aus einer äußeren Quelle »anziehen« müssen. Überfluss ist vor allem eine Lebensart – unser Ausgangspunkt ist entweder Mangel oder Überfluss. Und er ist eine Entscheidung, die wir in jedem Augenblick selbst treffen.

Ich segne mich für meine Fähigkeit, den grenzenlosen Reichtum zu sehen, den das Leben für jedes seiner Kinder bereithält.

Möge ich da, wo Krankheit zu sein scheint, die Gesundheit sehen, die nur darauf wartet, sich zu zeigen.

Möge ich da, wo jemand traurig wirkt, den Trost und die Freude sehen, die bereit sind, aus der Tiefe seines Wesens aufzuschäumen.

Möge ich da, wo sich Hass festgesetzt hat, die verborgene Liebe spüren, die nur darauf wartet, zum Ausdruck gebracht zu werden.

Möge ich da, wo materieller Mangel und große Not zu herrschen scheinen, an den Fünftausend festhalten, die mit zwei Brotlaiben und fünf Fischen gesättigt wurden, oder an dem Krug der Witwe, aus der endlos gutes Öl strömte.

Möge mir da, wo Einsamkeit einen Menschen herunterzieht, bewusst sein, dass er als Kind grenzenloser Liebe begleitet werden wird.

Möge ich da, wo scheinbar nackte, kalte Gleichgültigkeit vorherrscht, zum Instrument tiefsten Mitgefühls und zärtlicher Fürsorge werden. So sei es jetzt und immer.

Tag 55
Über die Steuerung meines Lebens

Ein Geheimnis eines leichten und glücklichen Lebens ist, sich klar zu werden, dass alles, was wir für unser Eigentum halten, uns nur vom Leben – vom Universum – geliehen wurde, damit unsere Liebe, Hilfsbereitschaft und Freude wachsen können.

Ich danke dir für das Geschenk der Jahre, die du mir geliehen hast – möge ich sie dazu nutzen, um eine Welt zu fördern, in der alle glücklich leben können.

Ich danke dir für die vielen Begabungen, die du mir anvertraut hast – möge ich sie weiterentwickeln und in deinem Dienst vervielfachen.

Ich danke dir für das Geld, das du auf mein Konto einbezahlt hast – möge ich es dazu nutzen, um der Witwe und dem Waisen zu helfen und die Anliegen, an die ich wirklich glaube, zu unterstützen.

Ich danke dir für die Besitztümer, mit denen du mich überschüttet hast – möge ich genauso großzügig mit anderen teilen, wie du sie ausgeteilt hast.

Ich danke dir für die wunderbaren Freunde, mit denen du mich gesegnet hast – möge ich sie so behandeln, wie ich von ihnen behandelt werden will.

Ich danke dir für die Prüfungen, die du mir geschickt hast – möge ich sie als Werkzeuge für mein inneres Wachstum nutzen.

Und ich danke dir für die vielen freudigen Momente, die du auf meinem Weg verstreut hast – mögen sie meine Entschlossenheit festigen, ein treuer Diener der neuen Welt zu werden, die da kommt.

Tag 56
Ein Segen von Steve Jobs

Unsere heutige Inspiration stammt von keiner geringeren Quelle als Steve Jobs, dem genialen Gründer der Apple Corporation. Ich habe einen einfachen Prosatext in einen Segen umgeschrieben, indem ich »Möge ich« hinzugefügt und »du« durch »ich« ersetzt habe. Das Dogma, über das er spricht, kann jede Form starren Denkens bedeuten.

Da meine Zeit begrenzt ist, möchte ich sie nicht darauf verschwenden, das Leben eines anderen zu führen.

Möge ich nicht von einem Dogma gefangen sein – das heißt, mit den Folgen der Gedanken anderer leben.

Möge ich nicht zulassen, dass der Lärm der Meinungen anderer meine eigene innere Stimme übertönt.

Und das Wichtigste: Möge ich den Mut haben, meinem Herzen und meiner Intuition zu folgen. Irgendwie wissen sie schon immer, was ich wirklich werden will. Alles andere ist zweitrangig.12

Tag 57
Ein Segen für Börsenspekulanten

In dieser ziemlich seltsamen Welt, in der wir leben, befassen sich Tausende täglich mit Börsenspekulation – sie versuchen, aus Geld noch mehr Geld zu machen. Eine Zahl sagt alles: Weniger als 3 Prozent aller täglichen Finanztransaktionen sind für reale Güter und Dienstleistungen bestimmt. Der gesamte Rest ist reine Spekulation. Häufig zahlen die Ärmsten der Armen den Preis dafür. Die Gier, noch mehr anzuhäufen, wenn die Grundbedürfnisse schon mehr als gedeckt sind, hat meist eine bestimmte Ursache: die unterdrückte Angst vor Mangel. Sie und ich können helfen, das zu ändern.

Wir segnen alle, die in der Hoffnung auf sofortige finanzielle Gewinne ihre gottgegebene kostbare Lebensenergie in Börsenspekulationen stecken.

Wir segnen sie für ihre Erkenntnis, dass sich auf Kosten anderer keine echten Gewinne machen lassen und dass sie sich aufgrund des Gesetzes von Ursache und Wirkung – dass man erntet, was man sät – eines Tages mit den Folgen ihrer Handlungen auseinandersetzen müssen.

Wir segnen sie, damit die leise, doch beharrliche Stimme der Wahrheit trotz des hektischen Hochbetriebs und der aufgeladenen Stimmung an der Börse irgendwann zu ihnen durchdringt und sie dazu bringt, sich zu fragen: Was um Himmels Willen mache ich hier eigentlich? Und was tue ich meiner Seele damit an?

Wir segnen sie für ihr wahres Gefühl, reich zu sein, damit sie begreifen, dass jeder echte Überfluss von innen – nicht von außen – kommt, und dass das, was sie anderen geben – nicht das, was sie ihnen nehmen –, ihren wahren Reichtum ausmacht.

Wir segnen sie für den Mut, den sie brauchen, um illegale Handlungen anzuprangern, selbst wenn sie zugunsten der Firmengruppe oder Bank sind, für die sie arbeiten, und um dem darauf folgenden Druck, den Mund zu halten, zu widerstehen.

Wir segnen sie dafür, dass sie das neue Win-Win-Prinzip verstehen, das durch die Ritzen des Systems strömt und das eines Tages das alte, überholte Gewinner-und-Verlierer-ich-zuerst-Modell ersetzen wird, welches schon so lange einen Großteil der Welt regiert.

Und vor allem segnen wir sie dafür, dass ihnen ihre vollkommene göttliche Identität und ihr unzerstörbares Einssein mit der göttlichen Quelle bewusst sind.

Und wir segnen uns für unsere eigene finanzielle Integrität, so dass wir in allen Geldangelegenheiten unser höchstes Gefühl für das Richtige anstreben – egal, ob wir einen Studenten für die Gartenarbeit bezahlen oder ob wir Aktien und andere Finanzprodukte kaufen und verkaufen.

Tag 58
Segen der Indianer: Am Guten festhalten

Heute wenden wir drei indianische Segen an, die in ihrer Schlichtheit wunderschön sind. Als Erstes ein Mahnruf der Pueblo-Indianer, dem ich »Mögest du …« hinzugefügt habe:

Mögest du an dem, was gut ist, festhalten,

auch wenn es nur eine Handvoll Erde ist.

Mögest du an dem festhalten, an das du glaubst,

selbst wenn es nur ein Baum ist, der von alleine aufrecht steht.

Mögest du an dem festhalten, was du tun must,

selbst wenn es weit weg von hier ist.

Mögest du an deinem Leben festhalten,

selbst wenn es leichter ist, loszulassen.

Mögest du dich an meiner Hand festhalten,

selbst wenn ich von dir gegangen bin.13

Der zweite Segen stammt von Häuptling Dan George:

Mögen die Sterne deine Traurigkeit wegtragen,

mögen die Blumen dein Herz mit Schönheit erfüllen,

möge die Hoffnung immer deine Tränen wegwischen,

und möge vor allem die Stille dich stark machen.14

Dieses Gebet der Navajo-Indianer habe ich in einen Segen umgewandelt:

Möge vor uns Glück liegen. Möge hinter uns Glück liegen. Und möge über uns Glück liegen. Möge unter uns Glück liegen. Möge überall um uns herum Glück liegen. Mögen glückliche Worte aus unserem Mund fließen, denn wir sind die Essenz des Lebens, die Quelle des Glücks. Alles endet in Schönheit. Alles endet in Schönheit. Alles endet in Schönheit.15

Tag 59
Für einen »namenlosen« Angestellten oder
eine »anonyme« Reinigungskraft

In unserer Gesellschaft gibt es viele Tätigkeiten, die scheinbar unbedeutend oder »unwichtig« sind. Doch diese Sichtweise ist sehr oberflächlich. Man kann immer nur wiederholen, dass die niedrigste Arbeit, die mit Liebe getan wird, die Menschheit auf eine höhere Ebene bringt als ein Prestigejob oder eine »wichtige« Aufgabe, die aus reinem Selbstinteresse ausgeführt wird. Liebe ist der unverzichtbare Schlüssel zu echtem Fortschritt und das mächtigste Heilmittel auf diesem Planeten.

Ich segne mich für meine Fähigkeit, meine menschlich bescheidene Aufgabe so liebevoll und perfekt wie möglich zu erfüllen.

Möge ich mich sogar an der Anonymität der Arbeit erfreuen, im Wissen, dass für die grenzenlose Liebe nichts anonym ist,

weil jedes einzelne Element seiner Schöpfung – vom winzigsten Mikromolekül bis hin zu den Wellen der Galaxien – im göttlichen Plan, der alles einbezieht, seinen vollkommenen Platz, Zweck, Ziel und seine perfekte Aufgabe hat.

Möge ich das Vorrecht genießen, jede einzelne Tätigkeit – vom Staubwischen eines Regals im Keller bis hin zur Ablage von Dokumenten, die wohl keiner mehr je zu sehen bekommt – mit echter Sorgfalt auszuführen, im Wissen, dass die Grundeinstellung, die ich in meiner Arbeit umsetze, das Energiefeld um mich herum – wie subtil auch immer – entweder erhöht oder herunterdrückt.

Möge ich mich über den Mangel an Achtung vor meiner Tätigkeit und meiner ehrlichen Sorgfalt hinwegsetzen und diejenigen segnen, die mir diese Achtung verwehren, im Wissen, dass es sie und nicht mich ärmer macht, und möge ich sie für ihre Empfänglichkeit für das verborgene Gute segnen, das sie eines Tages voller Freude erkennen werden.

Tag 60
Ein segnender Psalm

Stephen Mitchell hat uns einige wunderschöne Übersetzungen der Psalme geliefert. Hier ist seine Version des 1. Psalms, der sich wie ein Segen liest. Sie können ihn noch persönlicher gestalten, indem Sie »Möge ich…« hinzufügen.

Gesegnet sind die Männer und Frauen,

die ihre Gier überwunden und ihrem Hass ein Ende gesetzt haben und die keine Illusionen mehr hegen.

Aber sie erfreuen sich daran, wie die Dinge wirklich sind,

und behalten Tag und Nacht ein offenes Herz.

Sie sind wie Bäume, die an strömenden Flüssen wachsen,

die Früchte tragen, wenn sie so weit sind.

Ihre Blätter verfärben sich nicht und fallen nicht.

Alles, was sie anfassen, wird von Erfolg gekrönt.16

Tag 61
Segen einer Pilgerin für den Frieden

Mildred Lisette Norman war eine bekannte Pazifistin, unparteiische spirituelle Lehrerin und Aktivistin des letzten Jahrhunderts. Sie durchquerte die USA viele Male zu Fuß, um ihre Botschaft von Liebe und Frieden zu verbreiten. Hier ist ein Segen von ihr:

Gesegnet sind die, die geben, ohne einen Dank zu erwarten, denn sie werden großzügig belohnt werden.

Gesegnet sind die, die alles Gute, das sie kennen, in Taten umsetzen, denn die noch höheren Wahrheiten werden ihnen offenbart werden.

Gesegnet sind die, die ihre Mitmenschen lieben und ihnen vertrauen, denn sie werden das Gute in den Menschen erreichen und ihnen wird mit Liebe erwidert werden.

Gesegnet sind die, die die Wirklichkeit erkennen, denn sie wissen, dass nicht die Hülle aus Ton, sondern das, was die Hülle aus Ton zum Leben erweckt hat, real und unzerstörbar ist.

Gesegnet sind die, die, nachdem sie ihr Leben dem Guten gewidmet und daher einen Segen empfangen haben, den Mut und Glauben haben, die Steine auf dem Weg zu überwinden, die vor ihnen liegen, denn sie werden einen zweiten Segen empfangen.

Gesegnet sind die, die ohne das selbstsüchtige Motiv, inneren Frieden zu finden, den spirituellen Pfad suchen, denn sie werden ihn finden.

In dieser Welt wird dir das gegeben, was du gibst, und dir wird vergeben, wie du vergibst – während du deinen Weg

durch jeden herrlichen Tag gehst,

erschaffst du deine Zukunft, so wie du lebst.

Tag 62
Durch die Augen der Liebe sehen

In jedem einzelnen Augenblick unseres Lebens wählen wir unsere Gedanken und dadurch unsere Sicht der Realität. In diesem Sinne kann man sagen, dass wir unsere eigene Wirklichkeit selbst erschaffen. Was also, wenn es am produktivsten und hilfreichsten wäre, alles durch die Augen der Liebe zu sehen?

Ich segne mich für unsere höchste Freiheit – selbst zu entscheiden, wie wir das Leben sehen.

Ich segne mich für die Fähigkeit, heute alles durch die Augen der Liebe zu sehen.

Ich segne mich dafür, dass ich meinen Nächsten in mir selbst erkenne und daher sehe, dass er genauso liebenswert ist wie ich.

Möge ich jemanden, der vom Leben gebeutelt ist oder sich in Trauer vergräbt, mit den Augen der Liebe ansehen und für ihn ein Spiegelbild der liebevollen Fürsorge des Lebens sein.

Möge mein tiefstes Mitgefühl jemanden, der von Groll oder Hass erfüllt ist, wie einen warmen Mantel einhüllen.

Mögen die Augen der Liebe mir die Inspiration geben, die Bedürfnisse von jemandem, der mit Angst ringt, zu erfüllen, so gut ich in diesem Augenblick kann.

Möge ich beim Anblick von Mangel jeder Art die Vision haben, die den Mangel beseitigt und ihn durch wahren Überflusses ersetzen.

Tag 63
Ein Segen für die Stille

Der berühmte Sufi-Dichter Rumi machte diese bemerkenswerte Aussage: »Stille ist die Sprache Gottes. Alles andere ist eine schlechte Übersetzung.« Wie ich glaube, ist die höchste Form des Gebets, Gott zuzuhören, denn als Allwissender kennt er längst jede sinnvolle Bitte, die wir ihm stellen können, und hat sie uns schon im Voraus gewährt, noch bevor wir sie überhaupt stellen konnten.

Möge ich die tiefe Stille deiner Gegenwart betreten und nur in stiller Bewunderung dasitzen und dir zuhören.

Möge ich auf diese Weise meine Gedanken zur Ruhe bringen, damit ihr Rauschen zum Schweigen gebracht wird.

Möge ich mein Herz besänftigen, damit der Lärm der Wünsche und Sehnsüchte sich legt, bis es dem friedlichen See da unten gleicht, auf dessen ruhiger, glatter Oberfläche sich das Lächeln der Liebe spiegelt.

Möge ich all meine Pläne beiseiteschieben im Wissen, dass deine viel besser sind – wenn ich nur zulasse, sie zu hören.

Möge ich für Vorschläge oder Bitten von dir so empfänglich werden, dass ich sie mit Freude annehme – in dem Wissen, dass Wunder Deine alltäglichen Mittel sind, durch die Du zu Deinen Kindern sprichst.

Möge ich meine Gefühle und Hoffnungen so ruhigstellen, dass ich in den hintersten Winkeln meiner Seele die Wahrheit deiner erstaunlichsten Aussage aller Zeiten und eines jeden Glaubenssystems höre und fühle: »Mein Sohn, du bist allezeit bei mir und ALLES, was mein ist, das ist dein.« (Lukas 15:31)

Und möge ich in der staunenden Stille meiner lauschenden Seele deinen letzten Kommentar hören: »Und so sehr liebe ich euch alle.«

Tag 64
Hunderte von Exemplaren von
„Segnen heilt“ wurden verschenkt
(Ein Bericht)

Vor ein paar Jahren wandte sich eine Spanierin aus Barcelona an mich. Wie sie mir berichtete, stand der 60. Geburtstag ihres Mannes, der begeistert vom Segnen war und es aktiv praktizierte, bevor. Sie wollte ihm ein besonderes Geschenk machen und fragte mich, ob ich nach Spanien kommen könnte, um vor seinen Freunden und Verwandten einen Überraschungsvortrag über das Segnen zu halten. Sie würde alle meine Unkosten bezahlen. Ich nahm das Angebot nur zu gern an. In letzter Minute verriet sie ihrem Mann, dass ich nach Barcelona kommen würde, um einen Vortrag zu halten, und fragte ihn, ob sie mich zum Essen einladen sollte. Er stimmte natürlich begeistert zu. Ich erzählte ihm von dem Vortrag über das Segnen, den ich am nächsten Tag halten würde, und lud ihn dazu ein.

Am nächsten Abend erschienen alle Gäste pünktlich um 20 Uhr im Konferenzraum. Der Mann kam gegen halb neun Uhr. Sein verblüfftes und freudig überraschtes Gesicht, als er sich umdrehte und über 150 Freunde und Verwandte erblickte, die ihm zu Ehren gekommen waren, werde ich nie vergessen.

Am nächsten Tag ging ich in den Buchladen, von dem er seine Exemplare meines Buches über das Segnen bezogen hatte, und der Buchhändler bestätigte mir, dass er über die Jahre mehr als sechshundert Exemplare gekauft hatte! Der Mann praktizierte das Segnen täglich; es war die Grundlage seines spirituellen Lebens. Er hatte immer ein paar Exemplare des Buches bei sich und verschenkte sie spontan, wenn er jemandem begegnete, der dafür empfänglich war.

Tag 65
Segnen in einem Café

Ich sitze im Café des Bahnhofs von Genf und verbringe eine Stunde mit Warten. Was für ein Segen!

Unendlicher, ich segne diesen Ort deiner Allgegenwärtigkeit – jede Ecke, jeder Winkel fließt mit Deiner zärtlichen, fürsorglichen, mitfühlenden Liebe zu allen, die hier sind, über.

Ich segne jeden in diesem Raum für das Gefühl des Einsseins mit dir und seiner göttlichen Identität.

Ich segne die verloren wirkende Frau, die mir gegenüber sitzt, für ihre stille Freude und Zufriedenheit.

Ich segne den freundlichen Kellner für seine Ruhe und gute Laune bei seiner Arbeit, die oft stressig ist und in der er nur selten eine kurze Pause machen kann.

Ich segne die Frau mit der scheinbaren körperlichen Behinderung für ihre vollkommene Gesundheit, ihre Ganzheit und ihr tiefes Vertrauen, dass die göttliche Liebe für sie sorgt.

Ich segne alle, die hereinkommen, auf dass sie die Berührung deiner Gnade in genau der Form spüren, die sie in diesem Moment brauchen.

Und ich danke dir dafür, dass ich mich nicht von Werbeanzeigen und dem Großstadttreiben ablenken lasse, sondern in aller Ruhe alle zu allen Zeiten segnen kann.

Tag 66
John O’Donohue

Heute borge ich erneut von dem irischen Dichter John O’Donohue einen Segen, den er für seine Mutter Josie geschrieben hat.17

Möge der Ton an dem Tag, an dem die Last zu schwer für deine Schultern wird und du ins Stolpern gerätst, tanzen, um dich wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Und möge ein Regenbogen aus Farben – Indigoblau, Rot, Grün und Himmelblau – dich auf einer Wiese des Verzückens erwachen lassen, wenn deine Augen hinter dem grauen Fenster erstarren und das Gespenst des Verlusts dich heimsucht.

Möge ein Pfad aus gelbem Mondlicht auf dem Wasser erscheinen und dich sicher nach Hause bringen, wenn die Leinwand im Boot der Gedanken faserig wird und ein Flecken des Ozeans unter dir schwarz wird. Möge die Nahrung der Erde deine sein, möge die Klarheit des Lichts deine sein, möge der Schutz der Vorfahren deiner sein.

Und möge ein langsamer Geist dich in diese Worte der Liebe hüllen, in einen unsichtbaren Mantel, der dein Leben schützt.

Tag 67
Ein Segen für Zeit

In der Geschichte der Menschheit ließ sich keine Zivilisation so von Zeit versklaven wie unsere. Dies wurde mir in aller Härte klar, als eine gute Freundin ihre Tochter, eine Akademikerin, die für eine Umweltorganisation arbeitet, zitierte: »Mutter, ich habe nicht die Zeit zu leben.« Also wollen wir uns heute mit diesem Problem befassen.

Ich segne meine Fähigkeit, mein Leben zu entschleunigen und anzufangen, wirklich zu leben. Ich segne mich für meine feste Absicht, die Zeit gut zu nutzen, statt mein Leben von der Uhrzeit regieren zu lassen. Ich segne mich für den Wunsch, ein klares Ziel im Leben zu verfolgen und daher eindeutige Prioritäten zu setzen – um zu vermeiden, meine Energie hier und da in sinnlosem Konsum und oberflächlichen Ablenkungen zu vergeuden.

Ich segne mich für meine Fähigkeit, zu erkennen, dass jede Sekunde zahllose Möglichkeiten bietet, etwas Gutes damit anzufangen, wenn ich mein Leben genügend verlangsame, um mir ihrer bewusst zu werden.

Und ich segne mich für meine Fähigkeit, zu erkennen, dass Zeit ein Geschenk ist, das die göttliche Liebe mir anvertraut hat, damit ich sie für mein inneres Wachstum, vertrauensvolle Beziehungen und alle Aufgaben, die das Universum mir anbietet, nutze.

Tag 68
Segen zur Heilung von häuslicher Gewalt

Wissen Sie, wie groß das Ausmaß häuslicher Gewalt auf der ganzen Welt ist, darunter auch in Ländern wie Bolivien, wo in mehr als 70 Prozent der Haushalte die Frau brutalen »Strafen« ausgesetzt ist (manchmal mit Todesfolge) und die Gewalt an Kindern sogar noch größer ist? Statt eines Kriegsgebiets sollte ein Zuhause ein Ort der Ruhe und des Friedens sein. Ihre Hilfe wird auf diesem Gebiet – wie auf vielen anderen – also dringend gebraucht.

Ich segne die Frauen, die der brutalen Gewalt ihrer Männer ausgesetzt sind, die tief in ihrem Inneren sich selbst so sehr verachten, dass sie ihren Selbsthass an ihren wehrlosen Partnerinnen auslassen. Ich segne sie für ihren Mut, sich den Stürmen zu stellen, und für ihre Inspiration, nach konstruktiven Lösungen zu suchen.

Ich segne sie für ihr Selbstbild, damit sie der Versuchung, ihre Selbstachtung zu verlieren oder zum Opfer zu werden, widerstehen.

Ich segne ihre gewalttätigen Partner, damit sie die tiefe Unzufriedenheit, den Selbsthass und den Mangel an Mitgefühl heilen mögen, denn diese Gefühle können sie nur in eine Sackgasse und in einen Teufelskreis von noch mehr Gewalt führen.

Ich segne die Nachbarn, die sich dieser Situation bewusst sind, für ihre aufrichtige Besorgnis und Weisheit bei der Suche nach Hilfe und möglichen Lösungen, und ich segne die sozialen Dienste und die Polizei für die Einfühlsamkeit und Weisheit ihrer Eingriffe.

Und vor allem segne ich beide Partner für ihre Erkenntnis der unglaublichen göttlichen Schönheit und Vollkommenheit, die in ihren Seelen verborgen ist und die es ihnen ermöglichen wird, dieselbe Ganzheit in ihrem Partner, ihren Kindern und ihrer Umwelt zu sehen.

Tag 69
Gregg Braden: Über das Segnen

Heute wollen wir uns mit Hilfe eines Interviews mit Gregg Braden Gedanken über diese ganz einfache Methode des Segnens machen.

Wenn wir die Erfahrung, von einem Menschen oder einem Ereignis verletzt worden zu sein, annehmen können, so sagen die Ahnen, sollten wir diese Erfahrung segnen. Es klingt komisch: das, was einen verletzt, soll man segnen? Aber dann geschieht Folgendes: Wenn wir anfangen, die Dinge zu segnen, die uns Schmerz zufügen, ist der Segen einfach nur ein Bekenntnis.

Ein Beispiel: »Ich segne den Menschen, der mich gerade angelogen hat.« – »Ich segne denjenigen, der mein Vertrauen missbraucht hat.« Und das wiederholt man immer wieder. Und man spricht es laut aus. Was dann passiert, ist, dass diese Worte die physikalische Energie aus dem Herzen in den Körper strömen lassen. Schon bald wärmt sich der Körper auf und Tränen steigen einem in die Augen. Und dann sagt man: »Ich segne diesen Menschen; ich segne diesen Menschen.« Mehr brauchen wir nicht zu tun, denn für den kurzen Augenblick, in dem sich die Spannung entlädt, können wir den Schmerz durch etwas anderes ersetzen.

Statt die Erfahrungen also zu beurteilen, wenn wir sie machen, können wir jede Erfahrung als einen Segen ansehen. Und wenn wir feststellen, dass wir uns tatsächlich verletzt fühlen, sagen wir: »Ja, ich bin verletzt.« Die Verletzung also erstens anerkennen. Zweitens: Was will mir diese Verletzung sagen? Welche Stimme höre ich? Was sagt sie mir über mein Leben? Und die Verletzung, die uns Informationen über uns selbst gibt, segnen.18

Tag 70
Ein Segen für Obdachlose

Heute öffnen wir unser Herz für die Obdachlosen. Während ich diesen Segen hier in Genf, wo ich lebe, schreibe, erleben wir eine Kältewelle. Die Temperaturen sind weit unter null. In ein paar Stunden treffe ich mich mit einem früheren Strafgefangenen, der vor Kurzem aus dem Gefängnis entlassen wurde und weder eine Familie noch ein Zuhause, weder einen Job noch Freunde hat. Dieser tolle junge Mann hat ein unglaublich schweres Leben – und es gibt Millionen auf der Welt, denen es genauso geht. Manche von ihnen leben wahrscheinlich nicht weit von Ihnen entfernt.

Aus der Tiefe meines Herzens segne ich die Obdachlosen auf der Welt, in meinem Land und meiner Nachbarschaft.

Mögen sie feststellen, dass Dein Überfluss jedem einzigen deiner Kinder immer zur Verfügung steht.

Mögen sie eine warme Ruhestätte finden, auf die sie ihren erschöpften Körper betten können.

Mögen sie eine Arbeit finden, die es ihnen ermöglicht, ihre Menschenwürde wiederherzustellen.

Mögen sie die menschlichen Kontakte finden, die sie aus ihrer oft verzweifelten Einsamkeit herausholen.

Mögen sie trotz der Riesenprobleme, die sich täglich vor ihnen auftun, ein starkes Selbstwertgefühl bewahren und herausfinden, dass ihr wahres Zuhause in der allgegenwärtigen göttlichen Liebe ist, an der es ihnen niemals mangelt.

Ich segne die Behörden und engagierten Privatorganisationen in meiner Region, auf dass sie alles in ihrer Macht Stehende tun, um Lösungen für diese Herausforderung zu finden.

Und möge ich dazu gebracht werden, zu tun, was ich kann, um bei der Lösung dieses Problems zu helfen, wenn das meine Berufung ist. Denn jeder Obdachlose, dem ich begegne, bin ich selbst.

Tag 71
Verantwortung für mein Leben übernehmen

Die ganze Verantwortung für alles, was uns geschieht, zu übernehmen gehört zu den grundsätzlichsten Schritten, die man unternehmen kann. Er steht für den Übergang vom Kind zum Erwachsenen. Das bedeutet nicht, man hätte eine bestimmte Situation selbst herbeigeführt, sondern dass man seine Fähigkeit bejaht, auf jedes Ereignis im Leben mit Kreativität, Intelligenz und Liebe zu reagieren. Dies ist der Schlüssel zu echter Freiheit und stiller Freude.

Ich segne mich für meine Fähigkeit, die tiefe Kraft zu spüren, die daraus erwächst, meine Verantwortung für alles in meinem Leben zu übernehmen.

Ich segne mich für meine Fähigkeit, mich endlich von jeder Form der Opferhaltung zu verabschieden:

 Ich ersetze Jammern durch Dankbarkeit.

 Ich weigere mich, noch einmal ein ängstliches »Nein« zu sagen, und ersetze es stattdessen durch Akzeptanz und ein starkes »Ja«.

 Ich lerne Angst durch Vertrauen zu ersetzen.

Ich segne mich dafür, die enorme innere Befreiung zu bejahen, die sich einstellt, wenn ich Herr über mein eigenes Haus bin, statt meine inneren geistigen Möbel durch Ereignisse und andere Leute hin und her rücken zu lassen.

Und vor allem segne ich mich für mein aufrichtiges Verlangen und meine tiefe Sehnsucht, daran festzuhalten, alle anderen als frei anzusehen, an ihrer wahren Größe und Würde als Kinder Gottes festzuhalten, statt sie als die armen, stolpernden Sterblichen zu sehen, die sie mitunter zu sein scheinen.

Pulsuz fraqment bitdi.

35,93 ₼
Yaş həddi:
0+
Litresdə buraxılış tarixi:
23 dekabr 2023
Həcm:
351 səh. 2 illustrasiyalar
ISBN:
9783946959717
Müəllif hüququ sahibi:
Автор
Yükləmə formatı:

Oxşar kitablar