Kitabı oxu: «Fisting»
Sachbuch
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eISBN 9783798607682
Inhaltsverzeichnis
Warnung
Vertrauen, Vorsicht und Verantwortung
Vorwort
Warum dieses Buch?
Einleitung
Was genau ist Fisting?
Erklärung
Worin liegt der Reiz?
VAGINAL-FISTING
Sanfter Einstieg
Die richtige Vorbereitung
Positionen
Bequemlichkeit ist Trumpf!
Fisting konkret
Die vorsichtige Penetration
Fisting-Techniken
Variationen der Lust
Fisting-Orgasmen
Intensiv, intensiver, Ekstase!
Zusätzliche Reize
Vibrator, Dildo, Zunge & Co.
Die Vagina …
… das »unbekannte Wesen«!
Vaginale Fitness
Beckenbodentraining & PC-Muskel
Die meistgestellten Fragen …
… und unsere Antworten
ANAL-FISTING
Grundsätzliches
Die richtige Vorbereitung
Analregion & Damm
Reizempfindlicher, als viele glauben
Stellungssuche
Je bequemer, desto besser
Konkrete Technik
Die vorsichtige Penetration
EXTRA-THEMEN
G-Punkt & Squirting:
Scheiden-Spekulum:
Self-Fisting:
Prostata-Massage:
Doppel-Fisting:
Von Frau zu Frau:
Analverkehr:
Die Klistier-Spülung:
Fisting-Storys:
Darkzone:
Auf die Knie!:
Vollkommene Erfüllung …:
Tiefer …:
Schlusswort:
Wir sind am Ende angekommen – für Sie ist es vielleicht ein neuer Anfang!

„Wer wollte sich anmaßen zu beurteilen, was beim Sex pervers ist?
Solange man niemandem damit körperlichen oder seelischen Schaden zufügt, sollte man die gesamte Bandbreite der Möglichkeiten genießen, entweder allein oder mit dem Partner.
Denn beim Thema Sex gibt es viel zu entdecken – und oft ist es gerade das Ungewöhnliche, das die größten Reize bietet!“
[Kim Powers]
Warnung
Vertrauen, Vorsicht und Verantwortung
Es mag dem einen oder anderen Leser merkwürdig vorkommen, dass wir dieses Buch mit einer Warnung beginnen; denn eine Warnung verbinden wir automatisch mit etwas Negativem, von dem wir lieber die Finger lassen sollten. Das trifft in diesem Fall aber nicht zu. Wir möchten Ihnen mit diesem Hinweis nur ausdrücklich bewusst machen, dass Fisting-Techniken von den Partnern viel gegenseitiges Vertrauen, Vorsicht und Verantwortungsbewusstsein erfordern. Diese Warnung sagt nicht »Lassen Sie es sein!«, sondern sie weckt die Sensibilität für eventuelle Gefahren, die jedoch leicht vermeidbar sind, wenn man sie kennt.
Alles, was wir Ihnen in diesem Buch beschreiben, sind Dinge, die im Rahmen des Fistings geschehen KÖNNEN. Wir zeigen auf, wie groß das Spektrum der Möglichkeiten ist. Sie und Ihr Partner entscheiden GEMEINSAM, was Sie ausprobieren und wie weit Sie gehen möchten. Sie tragen die alleinige Verantwortung für Ihr Handeln. Die Tatsache, dass Sie dieses Buch lesen, macht deutlich, dass Sie sich umfassend informieren wollen. Ihnen ist klar, dass Fisting keine Sexualtechnik ist, für die das Motto »learning by doing« gilt. Natürlich lernt man bei jeder Session immer wieder etwas dazu, macht neue Erfahrungen; aber die unbedingte Voraussetzung, um Fisting pro bl e mlos genießen zu können, ist ein bestimmtes Grundwissen, was den Genuss, aber auch was die möglichen Gefahren betrifft. Mit Hilfe unserer Tipps und Hinweise lassen sich gesundheitliche Gefahren vermeiden – nur so ist es möglich, den immensen sexuellen Reiz, den beide Partner durch Fisting erleben können, für sich zu entdecken.
Unsere Informationen geben Ihnen erotische Hilfestellung bei den ersten Versuchen und nehmen Ihnen die Unsicherheit, mit der dieses Thema verständlicherweise verbunden ist. Je mehr man über eine Sache weiß, desto sicherer wird man im Umgang mit ihr und desto mehr Spaß macht sie. Es liegt in Ihrer Hand, ob Sie und Ihr Partner Fisting auf genussvolle Art und Weise – nämlich sanft und behutsam, Schritt für Schritt – kennenlernen. Nur wer beim Fisting dem Partner voll und ganz vertrauen kann, wer spürt, dass er vorsichtig ist und dass er sich seiner großen Verantwortung für den anderen bewusst ist, kann sich mit Body and Soul fallen lassen. Dann sind beide auf dem besten Weg, eine ganz neue Seite der Sexualität für sich zu entdecken.
Vorwort
Warum dieses Buch?
In diesem Buch geht es um Fisting, das heißt ums Penetrieren der Vagina bzw. des Anus mit der Hand, der Faust bzw. dem Arm. Zugegeben, diese Art der sexuellen Stimulation stellt eine ganz spezielle Technik dar, die verständlicherweise nicht zu den weit verbreiteten Vorlieben zählt. Fisting besetzt sozusagen einen erotischen Nischenplatz und nur sexuell bereits erfahrene und vorsichtige Sexler sollten sich an diese Spielart heranwagen. Fakt ist: Es gibt durchaus Leute, die Fisting relativ häufig praktizieren – und zwar entgegen der allgemeinen Annahme nicht etwa nur männliche Homosexuelle und S/M-Fans, sondern »ganz normale« Männer und Frauen, die Spaß an dieser bizarren sexuellen Spielart haben. Fisting bietet viele Möglichkeiten und wird von heterosexuellen Paaren, homosexuellen Männern und Frauen sowie von Bisexuellen praktiziert. Man muss kein Fan sadomasochistischer Praktiken sein, um Fisting zu mögen oder sich zumindest dafür zu interessieren. Es gibt viele Menschen, die das Thema grundsätzlich reizt, die jedoch aufgrund der überaus speziellen Thematik wenig darüber wissen. Schließlich gehört die Penetration mit der Hand oder Faust nicht zu den gängigen Stimulationstechniken, die in den meisten Erotik-Magazinen und -Filmen gezeigt werden – und selbst die unsäglichen TV-Nachmittags-Talkshows mit ihren diversen Sex-Themen haben sich DARAN noch nicht herangewagt! Fisting ist nun mal kein Thema, über das man öffentlich spricht und sich ganz zwanglos Infos einholt; es gibt bisher kaum deutschsprachige Aufklärungsliteratur darüber, das gilt vor allem fürs Vaginal-Fisting – gerade dieser Technik ist allerhöchstens mal ein einzelner Absatz oder ein Kapitel innerhalb eines Buches gewidmet. Fazit: Fisting ist ein Tabu – genau das macht einen Teil des Reizes aus, denn vieles, was allgemein als »pervers« gilt, zieht uns auf eigentümliche Weise an.
Doch wie soll man erfahren, was Fisting eigentlich ist, wie es abläuft, wo der besondere Genuss, aber auch die Gefahr liegt? Das ist unser Ziel und genau da setzt dieses Buch an: Wir wollen dieses besondere Thema sachlich erläutern, wollen Licht ins Dunkel bringen, den Leser informieren, nötige Vorbereitungen erklären und auf wichtige Sicherheitsvorkehrungen hinweisen. Wir wollen schlicht und einfach über das Thema aufklären und Interessierten die Unsicherheit nehmen; wir geben nützliche Tipps und Hinweise, klären in einer Mischung aus Unterhaltung und Sachlichkeit auf und machen mit unserem Buch vielleicht Lust auf mehr. Wir betonen aber auch: Fisting ist absolut kein Muss in einer Beziehung und wer diese sehr spezielle Sex-Technik das eine oder andere Mal probiert, ohne davon begeistert zu sein, der sollte ganz einfach [im wahrsten Sinne des Wortes] die Finger davon lassen.
Wir zeigen und erklären in diesem Buch, was Fisting ist und wie man es Schritt für Schritt erlernt und erlebt – ob Sie dann tatsächlich ein echter Fisting-Fan werden, bleibt selbstverständlich Ihnen überlassen. Unsere Leser erfahren hier, dass Fisting eine Kunst ist, die von den Akteuren einiges fordert: Verantwortungsbewusstsein, Sachkenntnis und erotisches Talent.
Gerade weil Fisting, wenn es richtig und verantwortungsbewusst gemacht wird, beiden Partnern eine extrem starke physische und emotionale Intensität bietet – so stark wie kaum eine andere Sexualtechnik! –, ist dieses Buch wichtig. Wir erklären dem Leser, worum es geht – entscheiden muss jeder Einzelne dann selbst, ob, wann und wie er Fisting probieren will. Denn unser gesamtes Sex-Life und die individuellen Techniken, die uns reizen, unterliegen unserer persönlichen sexuellen Selbstbestimmung.
Ich wünsche Ihnen, dass Sie Ihre eigene, ganz individuelle Sexualität voll auskosten – ob mit oder ohne Fisting! Maximalen Genuss dabei wünscht Ihnen
Kim Powers
Einleitung
Was genau ist Fisting?
Leider ist Fisting ein martialischer Begriff, der zweifellos mit den Eigenschaften »hart«, »wild« oder gar »brutal« behaftet ist. Merkwürdigerweise gibt es im Deutschen kein besseres Wort für diese Sexualpraktik als diese englische Bezeichnung. Dabei ist Fisting weit davon entfernt, mit Gewalt zu tun zu haben oder gar mit Lieblosigkeit oder fehlender Zärtlichkeit – im Gegenteil. Im weiteren Verlauf dieses Buches wird noch deutlich werden, dass es gerade auf die enge Beziehung zwischen beiden Partnern, die Nähe und das gegenseitige Vertrauen ankommt, um diese Sexualpraktik gemeinsam genießen zu können. Mit entsprechend viel Zeit, Verständnis und der richtigen Vorbereitung ist Fisting nicht nur schmerzlos, sondern auch ausgesprochen lustvoll; einige sprechen in diesem Zusammenhang sogar von spirituellen Erlebnissen. Wir hoffen, es gelingt uns auf diesen Seiten, das völlig falsche, brutale Image des Fistings zu korrigieren und dem Leser zu verdeutlichen, was es wirklich beinhalten kann: grenzenlose Lust.
Die Bezeichnung Fisting stammt vom englischen Wort fist = Faust und wird im Allgemeinen mit »Faustfick« übersetzt. Oft werden in diesem Zusammenhang auch die englischen Begriffe »Fist Fucking« oder »Handballing« genannt. Gemeint ist damit grundsätzlich das Gleiche: Mit Vaginal-Fisting bezeichnet man das Eindringen der Hand in die Vagina [cirka bis zum Handgelenk] und mit Anal-Fisting ist das Eindringen in Rektum/Mastdarm bzw. maximal bis in Höhe des unteren Dickdarmes gemeint [etwa bis zum Unterarm]. Zugegeben: Diese Umschreibungen klingen sehr sachlich und alles andere als erotisch – vielleicht sogar abschreckend. Aber der Genuss entsteht durch das ganz besondere Gefühl, das diese Technik auslösen kann, und nicht durch die anatomische Beschreibung der Action.
Oftmals werden diese beiden unterschiedlichen Penetrationsmethoden [vaginal und anal] fälschlicherweise zusammengefasst oder gar als die gleiche Technik angesehen, doch weit gefehlt. In diesem Buch werden deshalb die beiden Begriffe Vaginal- und Anal-Fisting getrennt behandelt und separat erläutert, wobei der Schwerpunkt auf vaginalem Fisting liegt.
Für beide Praktiken – vaginal und anal – gilt jedoch: Unbedingt nötig sind viel Zeit, Vorsicht, Verständnis, Vertrauen und eine gute Vorbereitung. Und bei beiden Varianten bildet die menschliche Anatomie die NATÜRLICHEN GRENZEN: Die Größe und Länge der Vaginalhöhle wird durch den Gebärmutterhals und die dahinter liegenden Organe [Gebärmutter, Blase etc.] begrenzt, beim Eindringen ins Rektum limitieren die Lage, der Aufbau und die Empfindlichkeit des Darmes die Penetrationsmöglichkeiten. Sowohl Vagina als auch Anus/Rektum sollten zuvor gedehnt und damit auf das Fisting vorbereitet werden, doch dazu später Genaueres.
Zwar liegt bei der Bezeichnung Fisting nahe, dass die Hand dabei zur Faust geballt ist, doch in der sexuellen Realität ist das eher selten der Fall. Tatsächlich ist es so, dass sowohl bei der vaginalen als auch bei der analen Variante das Eindringen und die Dehnung eher langsam geschehen, indem erst einer, dann nach und nach mehrere Finger hineinge scho ben werden, bis schließlich die gesamte Hand Platz findet – meist erst nach mehreren zeitlich eventuell weit auseinanderliegenden Versuchen. Auch darauf gehen wir noch genauer ein. Die Fingerspitzen bilden beim Fisten meist einen Ring, sind also gekrümmt, um zu vermeiden, dass sie die Darmwand verletzen. Auch dazu später mehr.
Erklärung
Worin liegt der Reiz?
Fast jeder, der Fisting [ob anal oder vaginal] schon mal probiert und es genossen hat, beschreibt diese Erfahrung hinterher als besonders intensiv. Gefühlsintensität ist also ein Begriff, der mit dem Fisting-Erlebnis eng verbunden ist. Des Weiteren wird Fisting von den Fans dieser Spielart als sehr intim bezeichnet. Große Intimität gehört also ebenfalls zu den herausragenden Erfahrungen innerhalb des Fisting-Rituals.
Für den aktiven Fister liegt der Reiz darin, den Körper des anderen von innen zu spüren. Er ertastet den Partner aus einem »Blickwinkel« heraus, der sehr ungewöhnlich und völlig neu ist. Dass sich der passive dem aktiven Fister auf diese ganz spezielle Weise hingibt, ja geradezu ausliefert, erfordert ein besonderes Vertrauen; die beiden Partner sind sich durch diesen Akt sehr nah.
Im Gegenzug spürt die Gefistete die Berührungen des anderen an dieser ganz und gar ungewöhnlichen, »verbotenen« Stelle, sie fühlt den Druck, das Gefühl des Ausgefülltseins, und diese außergewöhnlichen Empfindungen, denen sie ausgesetzt ist, setzen auch außergewöhnliche Lust-Emotionen frei. Passive Fister benutzen bei der Beschreibung ihrer Gefühle oft die Worte »Völle« und »Druck« und daraus schließen Psychologen, dass – genau wie es beim Stuhlgang geschehen kann – das Lustzentrum im Gehirn stimuliert wird. Der gefistete Partner muss sich dem anderen hingeben, sich ihm körperlich und seelisch ausliefern und dessen Stimulation einfach nur ganz bewusst empfangen – und zwar tief in sich.
Wo wir gerade beim psychologischen Aspekt sind: Natürlich besteht eine phallische Symbolik in dem Eindringen der Hand in die Vagina. Genau so, wie der erigierte Penis diesen sehr intimen Bereich erobert, füllt auch die Hand die Vagina aus – für viele gefistete Frauen allerdings noch »perfekter«, als es ein Penis je könnte! Sie sehen die fistende Hand als die absolute Krönung der vaginalen Penetration an, denn die Hand ist viel flexibler als ein Glied: Sie kann sich einrollen oder strecken, sich flach machen, vertikal drehen oder gar rotieren.
Gesteigert wird diese körperliche Reizung des Lustzentrums ganz sicher noch durch die Tatsache, dass die Handlung des Fistens als absolut »verdorben« und »schmutzig« gilt und sich der gefis te te Partner »benutzt« fühlt; sexuell devote oder masochistische Komponenten spielen also ebenfalls mit hinein. All das ergibt für den Fisting-Fan eine ganz besondere Gefühls-Mischung, die sich in sexueller Erregung ausdrückt: Das Fisting bereitet ihm eine einzigartige LUST und viele Fisting-Fans schreiben dieser Sexualpraktik sogar spirituelle Erfahrungen zu!
Was genau die Gefistete spürt, hängt natürlich auch von der Eindringtiefe, von der Größe der Hand beziehungsweise des Hilfsmittels und den Bewegungen des aktiven Partners ab: Bewegt er sich schnell und stoßartig oder sanft und fließend, macht er Pausen, variiert er den Rhythmus …
Wie auch immer das Fisting [vaginal oder anal] unter zwei Partnern abläuft, auf jeden Fall ist die Tatsache, dass die/der Gefistete dem Fister sein Körperinneres ausliefert, ein Ausdruck großen, tiefen Vertrauens. Zum Fisten gehören immer zwei, die es beide wollen und gemeinsam genießen, denn diese Technik kann absolut nur dann funktionieren, wenn sich der passive Partner dem aktiven öffnet und ihm mit Körper und Seele entgegenkommt.
Dabei ist es selbstverständlich, dass beide dieser Technik VORHER gemeinsam zugestimmt haben müssen – niemals sollte einer der Partner mit dem Fisting mitten während des Liebesspiels überraschend beginnen bzw. den anderen plötzlich dazu auffordern, denn dieses besondere Spiel bedarf besonderer körperlicher und geistiger Vorbereitung [z. B. das Lesen dieses Buches!].
Während der Interviews, die wir im Laufe der Recherche zu diesem Buch mit aktiven und passiven Fistern führten, beeindruckte uns eine Aussage ganz besonders; denn sie gibt die einzigartige Atmosphäre, die zwischen den beiden Partnern während des Fistens herrscht, perfekt wieder:
»Es ist ein unbeschreiblicher, atemberaubender Anblick, wenn man sieht, wie die eigenen Finger, die eigene Hand vom Körper des Partners ›verschlungen‹, ja regelrecht ›eingesogen‹ und dort im Inneren festgehalten wird! Man verschwindet langsam im warmen, weichen, sanft pulsierenden Inneren des anderen, wird dadurch ein Teil von ihm, die beiden Körper verschmelzen miteinander, man weiß nicht mehr, wo die eigene Hand, der eigene Arm endet und der Body des Partners beginnt – die Grenzen sind fließend …«
Vaginal-Fisting

Sanfter Einstieg
Die richtige Vorbereitung
Im Gegensatz zum Anal-Fisting ist beim Vaginal-Fisting nicht unbedingt eine Vorbereitung der Vagina durch Gleitmittel oder gar eine Klistier-Spülung nötig. Denn normalerweise reicht das natürliche Gleitmittel, das die Scheide mit steigender sexueller Erregung absondert, absolut aus. Viele Paare haben jedoch die Vorliebe, Gleitmittel zu verwenden [gerne auch vorher in einer Schale etwas angewärmt], weil sie z. B. die dadurch zu spürende extreme »Glitschigkeit« als besonders erregend empfinden; dagegen ist absolut nichts einzuwenden, denn Gleitmittel hat nur positive Auswirkungen, solange man Folgendes beachtet: Es sollte nicht fetthaltig sein. Im Gegenteil: Öl- oder fetthaltige Gleitmittel können die innere Scheidenwand reizen, da sie Bakterien anziehen. Deshalb gilt: Wenn’s beim Vaginal-Fisting um die richtige Gleitfähigkeit geht, dann bitte nur wasserlösliche Lubrikanzien verwenden [also KEINE Vaseline, Massageöl oder gar Butter!]. Wasserlösliche Mittel haben auch den Vorteil, dass sie, falls hinterher noch Vaginalverkehr mit Kondom folgt, das Präservativ nicht angreifen, was bei fetthaltigem Gleitmittel leider der Fall ist: Fett greift in kürzester Zeit den Latex an. Relativ neu auf dem Markt sind silikonhaltige Lubrikanzien, die wasserlöslich sind und Latex nicht angreifen – eine praktische Kombination. Also: Wer mag, kann gerne [das richtige!] Gleitmittel verwenden – je mehr, desto besser. Gerade reifere Frauen greifen gerne auf dieses praktische Hilfsmittel zurück, da sich bei vielen von ihnen aus hormonellen Gründen die natürliche Befeuchtung und Elastizität der Scheide verringert.


Im Gegensatz zum Analist beim Vaginal-Fisting die Verwendung von Einweg-Handschuhen nicht notwendig, aber man kann sie natürlich benutzen, wenn beide Partner es als angenehmer empfinden. Viele Fans des Vaginal-Fisting ziehen sich dünne Handschuhe über, bevor sie mit der Stimulation beginnen. Oft spielt dabei auch der optische Reiz eine Rolle, z. B. wenn die Handschuhe schwarz sind. Auf jeden Fall sollte man gegebenenfalls darauf achten, dass die Handschuhe nicht zu kurz sind und nicht zu locker sitzen, denn dann könnten sie im Körperinneren abrutschen, zumal es dort sehr eng ist. Empfehlenswert sind möglichst lange Handschuhe, die etwa bis zum Ellenbogen reichen.
Nicht zu vergessen, wenn’s um die richtige Vorbereitung geht, ist natürlich auch die entspannte, gemütliche Atmosphäre. Denn um Lust zu empfinden und zu relaxen, brauchen wir Wärme, Zeit und Ruhe – das gilt für so spezielle Techniken wir Fisting ganz besonders. Drehen Sie die Heizung auf, ziehen Sie den Telefonstecker raus und dimmen Sie das Licht. Dazu möglichst viele gemütliche Kuschel-Kissen, die richtige Musik und romantischer Kerzenschein, so kann die sanfte, ruhige Atmosphäre schon einen großen Teil zur richtigen Einstimmung aufs Sex-Spiel beitragen.
Weitere Tipps fürs Vorspiel bzw. für den sanften Einstieg ins Fisting: Was könnte es Entspannenderes geben als ein herrliches Romantik-Bad mit duftendem Badeöl und bei Kerzenschein? Entweder er bereitet seiner Liebsten das Schaumbad vor und verwöhnt sie dabei vom Wannenrand aus mit Zärtlichkeiten [z. B. sanftes Rückenwaschen] und Leckereien [frisch gepresster Orangensaft, Erdbeeren ect.] oder sie genießen das Bad zu zweit. Wenn das warme Wasser den Körper umgibt, man sich wohlig in der Wanne aus streckt und dabei auch noch die Haut des anderen spürt, ist dies Relaxen pur! Die Muskeln sind warm, gut durchblutet und entspannt und dies ist vom körperlichen Aspekt her genau die richtige Voraussetzung fürs Thema Fisting, denn nur ein entspannter Unterleib kann einen oder mehrere Finger oder gar eine ganze Hand in sich aufnehmen. Aber natürlich spielt hier auch das kopfmäßige Relaxen eine große Rolle und auch dafür eignet sich so ein Romantik-Bad perfekt.

In dieser Atmosphäre entstehen schnell erotische Lüste, denn die besondere Situation und das Gefühl des warmes Wassers, kombiniert mit dem Duft des Badeöls, wirken stimulierend. So ist es kein Wunder, wenn sich beide Partner schon in der Wanne gegenseitig fühlen und an den intimsten Stellen massieren – ein perfektes Vorspiel! Manche Paare mögen auch die gegenseitige Körperpflege in der Wanne; mit seifigen Händen den anderen zu erkunden, ist wunderbar, und gerade als Vorbereitung aufs Fisting könnte er ihr z. B. auch den Schambereich rasieren [siehe dazu auch S. 28].
Wie wär’s mal mit einer Partnermassage als Vorspiel? Gerade für den Einstieg ins Fisting ist das Kneten und Massieren empfehlenswert, denn in gemütlicher Atmosphäre die öligen Hände des Partners auf der Haut zu spüren, sich einfach fallen zu lassen und den Berührungen des anderen hinzugeben, das ist für die Frau eine himmlisch schöne Entspannung. Er sollte zu diesem Zweck eine romantische Massage-Location vorbereiten, z. B. eine dicke Decke und viele Kissen auf dem Boden; dazu gedimmtes Licht oder noch besser unzählige Kerzen im Zimmer verteilt [Tipp: Teelichter eignen sich gut!] und natürlich eine angenehme Raumtemperatur und schon kann’s losgehen mit der intensiven Körpererfahrung des Massierens.

So eine Massage ist Sinnlichkeit pur: Hier berühren sich zwei Menschen, Haut reibt an Haut, wir spüren die Körperwärme des anderen, erkunden seinen Body, hören das wohlige Seufzen. Sie sollten dabei aber unbedingt an Massageöl denken, denn die Hände müssen auf der Haut der Partnerin gut gleiten können. Der ölige Film, der das Kneten und Walken erleichtert, trägt sein Übriges dazu bei, dass ganz automatisch eine knisternde Atmosphäre voller erotischer Spannung entsteht. Unser Sexualzentrum wird dadurch direkt stimuliert, denn bei der Partnermassage werden all unsere Sinne angesprochen – wir müssen es nur zulassen und die Frau muss sich ganz bewusst auf den Genuss einstellen.
Partnermassage bedeutet Relaxen mit Körper und Seele; sie ist beruhigend und gleichzeitig sinnlicherotisch. Sie ist eine der besten Therapien gegen Alltagsstress, pflegt Body and Soul und ist ein echter Sinnesgenuss. Wichtig sind ruhige, sanfte Bewegungen ohne Zeitdruck; der aktive Partner sollte genau auf die Reaktionen der Partnerin achten und sich auf deren Wünsche einstellen. Es ist für beide Seiten ein Treibenlassen im Meer der Gefühle. Alles kann geschehen, aber nichts muss passieren. Die Grenzen sind hierbei fließend und so kann die Massierte entführt werden in ihre ganz persönliche Welt der Sinne. Es kann sich z. B., je nach Erregungsgrad, der eine oder andere Finger des Mannes schon mal in intime Regionen »verirren« – die Vorbereitung aufs Fisting wird somit in die Massage integriert, beides geht fließend ineinander über.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass die Partnerin vor dem Vaginal-Fisting die Blase entleeren sollte – es sei denn, beide stehen auf Natursekt, also auf Sex-Spiele mit Urin. Die allermeisten gefisteten Frauen haben im Laufe des Geschehens sowieso irgendwann den Eindruck, auf die Toilette zu müssen [egal ob die Blase voll ist oder leer], da der aktive Partner durch die Vaginalwand hindurch Druck auf die Blase ausübt. Ist diese dann tatsächlich voll, kann es passieren, dass es zu ungewollten Überraschungen kommt.

Manche Paare mögen es, wenn die Intimregion ganz oder teilweise rasiert wird, bevor die Stimulation beginnt. Abgesehen vom optischen Genuss und den intensiveren Empfindungen durch die glatte, enthaarte Haut kann es sich als praktisch erweisen, die Haare zumindest um den Scheideneingang herum zu entfernen, da es sonst während des Fistings im »Eifer des Gefechts« etwas ziepen könnte. Außerdem lässt sich die Intimrasur gut ins zärtliche Vorspiel integrieren.
Was die Stellung betrifft: Da es sehr wichtig ist, dass sich die Partnerin entspannt, bietet es sich an, dass sie auf dem Rücken liegt und die Beine aufstellt, da dadurch das Becken leicht gekippt wird. Perfekt ist es, wenn sie ein oder zwei dicke Kissen/Decken unter dem Po hat, sodass der Unterleib angehoben wird. Der aktive Partner setzt/kniet sich dann zwischen ihre geöffneten Beine. So kommt er nicht nur gut an ihre Vagina heran, sondern kann ihr auch ins Gesicht sehen und ihre Reaktionen daran ablesen. Natürlich eignet sich zum Vaginal-Fisting auch die Doggy-Style-Position, bei der die Frau auf allen vieren kniet und ihrem hinter ihr positionierten Partner ihren Unterleib entgegenschiebt; aber diese Stellung ist für sie nicht ganz so bequem und der Partner kann ihr Gesicht nicht sehen. [Verschiedene Vaginal-Fisting-Stellungen erläutern wir ausführlich im anschließenden Kapitel ab S. 39.]

Bei der Frage der Stellung kann ein sogenanntes Liebeskissen sehr hilfreich sein. Das über den Erotik-Versandhandel und in Erotik-Shops erhältliche aufblasbare Kissen ist aus strapazierfähigem und dennoch angenehm weichem Kunststoff gefertigt. Es wird in unterschiedlichen Farben angeboten. Vor der Benutzung muss es kurz aufgeblasen werden und sobald es prall mit Luft gefüllt ist, zeigen sich die Vorteile dieses Sex-Helfers: Es hat genau die richtige Größe, um den weiblichen Unterkörper während des Liebesspiels in einer optimalen Position zu halten. Völlig egal, ob sich die Frau mit Rücken oder Bauch darauflegt – ihr Unterleib ist erhöht und streckt sich dem Partner entgegen, ohne dass sie sich dabei anstrengen muss. Das ist nicht nur bei »normalen« Sex-Spielen, sondern natürlich auch beim Vaginal-Fisting bzw. bei der Vorbereitung auf diese Spielart [Dehnungsspiele etc.] sehr wichtig, denn die Frau sollte entspannt sein und sich nicht anstrengen müssen, um die Position zu halten. Bein-, Rücken- und Unterleibsmuskulatur der Frau werden durch das Liebeskissen automatisch entlastet, denn sie muss das Becken nicht mehr selbst anheben, sondern kann relaxen und sich voll und ganz auf ihre Empfindungen konzentrieren. Der Partner hat durch die erhöhte Lage ihres Beckens leichten Zugang zu ihrer Vagina.
Zur Vorbereitung auf das Fisting gehört selbstverständlich nicht nur Hygiene, die Wahl der Position, eventuell Gleitmittel und die richtige Atmosphäre, sondern mindestens genauso wichtig ist natürlich ein sinnliches Vorspiel – und das ist individuell unterschiedlich. Welches Paar bei der Einstimmung auf den Sex, beim Schmusen und Kuscheln, Küssen, Fühlen und Lecken was mag, ist zum Glück verschieden und kann auch von Tag zu Tag variieren, je nach Lust und Laune. Dieses Vorspiel ist gerade beim Vaginal-Fisting enorm wichtig, um beide Partner in die richtige Stimmung zu bringen und Körper and Seele in gemeinsame Schwingungen zu versetzen. Vorspiel ist allerdings ein sehr allgemeiner Begriff, der dem Variationsreichtum der Einstimmung auf den Sex in keinster Weise gerecht wird. Zum erotischen Vorspiel gehört alles, was beiden Partnern guttut: ein heißes Bad in duftendem Badeöl, eine zärtliche Ganzkörper-Massage zur Entspannung, Küsse über den gesamten Körper, obszönes Geflüster über sexuelle Techniken, Fellatio, Cunnilingus und und und – die Möglichkeiten sind unendlich!

Hinzu kommt, dass so ein ausgiebiges Vorspiel den Vorteil hat, die Vagina auf natürliche Weise auf das bevorstehende Fisting vorzubereiten. Viele Vaginal-Fisting-Fans stehen darauf, Vagina und Klitoris vor dem Fisting durch orale Zärtlichkeiten in die entsprechende Stimmung zu bringen; dafür spricht, dass gerade Oralsex eine starke Lubrikation der Scheide bewirkt, und außerdem wird durch diese sehr intime Sexualtechnik die Vertrautheit und Nähe zwischen beiden Partnern verstärkt. Dies ist genau die richtige Basis fürs Fisting.
Viele Fans des Vaginal-Fisting berichten, dass sie nicht auf direktem Wege zu dieser Spielart gekommen sind, sondern einen »Umweg« über die G-Punkt-Stimulation gemacht haben. Logisch: Wer auf der Suche nach dem G-Punkt mit einem oder mehreren Fingern oder einem G-Punkt-Vibrator in die Vagina der Partnerin eintaucht, für den ist der Schritt zum Vaginal-Fisting nicht mehr allzu weit. Außerdem lässt sich die G-Punkt-Stimulation gut ins Vorspiel integrieren. [Siehe hierzu auch im Kapitel »G-Punkt & Squirting« ab S. 126.]
Last but not least sei hier im Abschnitt über die nötigen Vorbereitungen die Kommunikation zwischen den beiden Partnern genannt. Sich gegenseitig zu sagen, was man sich wünscht, was man vom anderen erwartet und vor allem, was man eventuell NICHT möchte, ist immens wichtig!
Erfahrungsberichte
Infos aus erster Hand!
Ich erinnere mich noch ganz genau daran, wie es war, als mein Mann Ralf und ich zum ersten Mal Vaginal-Fisting erlebten. Wir hatten schon oft darüber gesprochen und uns gegenseitig mit unseren erotischen Fantasien angeturnt, wie es wohl sein würde, den anderen auf diese ganz besondere Weise zu spüren. Ich liebe es sowieso, wenn er mich dort unten manuell stimuliert. Beim Vorspiel dringt Ralf oft mit dem Finger in mich ein und massiert parallel dazu meine Klitoris – nicht selten erlebe ich dabei schon den ersten Orgasmus, so sehr erregt mich das.
Deshalb war für uns der Schritt zum Vaginal-Fisting nicht allzu weit. Ralf hat mich von Mal zu Mal immer weiter gedehnt, und zwar auf spielerische Weise. Ich habe es gar nicht bewusst als Vorbereitung aufs Fisting empfunden, wenn er mal zwei oder gar drei Finger benutzt hat, sondern für mich war es einfach ein sehr lustvolles Spiel. Nach und nach haben wir uns auch verschiedene Dildos und Vibratoren bestellt – gerne etwas größer im Durchmesser! Dass dabei automatisch mein Vaginaleingang geweitet wurde, wenn Ralf mich mit diesen Spielzeugen verwöhnt hat, war ein willkommener Nebeneffekt als Vorbereitung aufs Fisting. Ich bin mir sicher: Wenn ich ständig daran gedacht hätte, dass das Ganze irgendwann auf Fisting hinausläuft, wäre ich sicherlich nicht so entspannt gewesen. Ich habe unseren Sex ganz einfach im Hier und Jetzt genossen und dabei nicht daran gedacht, was beim nächsten Mal vielleicht passieren könnte.
Und irgendwann war es dann endlich so weit: Dieses unglaublich intensive Gefühl, als Ralf mit der gesamten Hand in mich rutschte, ist unbeschreiblich. Ich war an diesem Tag sexuell unheimlich empfindlich und bereits zweimal durch seine Zärtlichkeiten gekommen: einmal durch seine klitoralen Fingerfertigkeiten und danach noch einmal durch seine orale Stimulation. Ralf war sehr zärtlich und hat sich unendlich viel Zeit genommen. Ich schwamm also regelrecht auf einer Lustwelle und so war es auch gar nicht verwunderlich, dass ich körperlich und seelisch sehr entspannt und gut vorbereitet war, um seine Hand zu empfangen. Er glitt fast mühelos in mich hinein und ich half ihm auch ein wenig durch meinen Gegendruck, denn sobald ich spürte, dass er mit mehr als einem oder zwei Fingern in mich vordringen wollte, erregte mich diese Vorstellung ungemein. Ich wusste einfach: Es ist der richtige Augenblick, um Vaginal-Fisting zu erleben! Wir waren ein perfekt eingespieltes Team, obwohl es unser erstes Mal war, denn Ralf war sehr behutsam und achtete genau auf meine Reaktionen. Die Intimität, die ich spürte, als er mit der gesamten Hand in mir war und mich ausfüllte, ist unbeschreiblich – genau wie die Erregung!
Das Ganze ist eine einzigartige Mischung aus Lust und Vertrauen, Druck, Dehnung, Ausgefülltsein und tiefer, inniger Liebe. Das lässt sich aber nicht von heute auf morgen herbeizaubern, sondern man muss sich dieses Erlebnis gemeinsam mit dem Partner Schritt für Schritt erobern.
Svenja K.
Mein Mann Roman ist ein sehr zärtlicher, rücksichtsvoller Liebhaber – gleichzeitig aber auch ein sehr anspruchsvoller. Durch ihn habe ich die wundervollsten Spielarten der Liebe kennengelernt. Eines Tages überraschte er mich mit einem herrlich romantischen Rosen-Bad. Er hatte unser Badezimmer in das sanfte Licht unzähliger Teelichter getaucht, die Wanne voll laufen lassen und darin schwammen Rosenblätter und es duftete verführerisch nach orientalischem Duftöl – ein unglaublich romantisches und vor allem sinnliches Erlebnis! Ich war begeistert. Er zog mich aus und ich durfte mich in die Wanne setzen, während er mir dem Rücken wusch und mich mit einem Glas Sekt verwöhnte. Ich spürte regelrecht, wie die Anspannung des Tages von mir abfiel und ich mich rundum entspannte.
Nach dem Bad wickelte er mich in ein großes weiches Handtuch, trocknete mich ab und trug mich ins Schlafzimmer. Ich fühlte mich im wahrsten Sinne des Wortes wie auf Händen getragen! Dieses Umsorgtwerden schmeichelte mir natürlich sehr, denn welche Frau hätte das wohl nicht gerne. Es ist wunderbar, so im Mittelpunkt des erotischen Interesses zu stehen und sich einfach nur vom geliebten Partner verwöhnen zu lassen …
Anschließend legte mich Roman aufs Bett und begann mich mit meiner Lieblings-Body-Lotion einzucremen. Im Schlafzimmer war es schön warm und auch dort brannten Kerzen. Ich spürte seine zärtlichen Hände auf meinem Körper und da war es natürlich kein Wunder, dass ich immer mehr Lust auf ihn bekam. Ich bin eine Frau, die verführt werden will, dann bin ich zu allem bereit – und das beherrscht Roman in Perfektion! Ich schloss einfach die Augen und bot ihm meinen nackten Körper zum ausgiebigen Eincremen an. Überall spürte ich seine warmen, cremigen Hände, seine knetenden, neugierigen Finger. Roman weiß genau, dass ich am Busen sehr empfindlich bin, und deshalb massierte er mich erst ausgiebig um die Brüste herum, bis ich es fast nicht mehr aushielt. Endlich kümmerte er sich auch um die Spitzen und ich stöhnte vor sexueller Ungeduld!
Dann drehte er mich um und widmete sich meiner Rückseite. Erst war die Nackenpartie dran, dann der untere Rücken, anschließend die Füße und Unterschenkel, alles wurde eingecremt und gewalkt. Schließlich spürte ich einen großen Spritzer der anfangs etwas kühleren Body-Lotion auf meinem Po. Roman legte beide Hände auf meine Pobacken und begann die Creme zu verteilen. Ich streckte mich ihm entgegen und »ganz zufällig« verirrte sich bei seiner liebevollen Behandlung immer mal wieder ein Finger zwischen die Backen – ein extrem lustvolles Spiel! Als er auch noch mit den Fingern zwischen meine nun leicht gespreizten Schenkel fuhr, war ich bereits auf direktem Wege in Richtung Ekstase. Er machte mich so heiß, dass ich zu allem bereit war – Hauptsache er hörte nicht auf! Genau das hatte Roman geplant. Er wollte mich so verrückt machen vor Lust, dass ich mich ihm mit Haut und Haaren hingab. Ich stöhnte und seufzte unter seinen cremigen Händen und hatte mich inzwischen auf alle viere gestützt, um ihm besseren Zugang zu meiner Intimregion zu ermöglichen. Er hatte mich und meine Lust vollkommen in der Hand – und ich lieferte mich ihm nur allzu gerne aus!
War das tatsächlich ich, die da so hemmungslos seufzte und schrie? Egal, ich war einfach nur noch Lust Lust Lust! Er stimulierte mich so gekonnt mit seinen Fingern, dass ich von einer Ekstase in die nächste gespült wurde. Dadurch merkte ich erst gar nicht, dass plötzlich etwas anders war als sonst.
Dann dämmerte es plötzlich durch mein lustumnebeltes Hirn: Es waren nicht nur ein oder zwei Finger, die ich in mir spürte! Roman hatte es tatsächlich wahr gemacht: Fisting! Ich spürte ihn tief in mir, fühlte seine intensive Nähe, ein Drücken und Drängen, das mich ganz und gar ausfüllte.
Ich fühlte absolut keinen Schmerz, denn er hatte mich unglaublich gut auf dieses Erlebnis vorbereitet – auch durch unsere erotischen Spielzeuge, die wir oft benutzten. Ich war ganz und gar von ihm durchdrungen, spürte ihn tiefer als jemals zuvor, er bewegte die Finger in mir, schien sie zu spreizen, weitete mich dadurch noch mehr, und dieses einmalige Gefühl löste in mir einem Orgasmus aus, wie ich ihn in dieser Intensität niemals für möglich gehalten hatte.
Ich wurde weggespült von den riesigen Wellen meiner Lust, alles um mich herum explodierte und das Nächste, an was ich mich erinnere, war, dass Roman mich im Arm hielt und mein Gesicht küsste. Ich weinte vor Glück und vor Lust, denn ich war fassungslos, dass eine solche Ekstase überhaupt möglich war.
Kora L.

Positionen
Bequemlichkeit ist Trumpf!
Was die Positionen beim Vaginal-Fisting betrifft, so gibt es verschiedene Möglichkeiten. Es lässt sich jedoch nicht sagen, welche die »richtige« Fisting-Stellung ist. Denn jede Frau ist anatomisch etwas anders gebaut und jede hat ihre speziellen Vorlieben. Die eine mag es so, die andere so. Beide Partner müssen also ausprobieren, was ihnen am angenehmsten und bequemsten erscheint. Beide sollten sich körperlich nicht anstrengen müssen oder verkrampfen, um die Position einzuhalten. Hier einige Vorschläge:
1. Rückenlage
Sehr bequem sowohl für den aktiven als auch für den passiven Partner ist die Rückenlage der Gefisteten. Sie legt sich hin, schiebt sich gegebenenfalls ein Kissen unter den Po; die Beine können dabei entweder locker zu den Seiten wegkippen – manche mögen es, wenn sie ebenfalls auf Kissen gebettet werden –, oder aber sie können aufgestellt werden. Der aktive Partner hat nun freien Zugriff, indem er sich vor die geöffneten Schenkel setzt oder legt, und auch optisch kann er in dieser Stellung die Action voll und ganz genießen. Ein Vorteil bei dieser Position ist, dass die Gefistete während der Stimulation den Oberkörper aufrichten und gegebenenfalls mit Hilfe eines Handspiegels, den der Partner hält, das Fisting beobachten kann. Grundsätzlich ist dies die Stellung, für die sich Fisting-Neulinge entscheiden sollten, da sie für beide Seiten die besten Möglichkeiten zum Relaxen bietet.

2. Von hinten
Die passive Partnerin kniet sich hin und beugt den Oberkörper nach vorne, ggf. sogar so weit, bis sie Unterarme und Kopf auf dem Boden ablegen kann. Po und Unterleib ragen nun in die Luft. Der Partner kniet hinter ihr oder aber seitlich und hat freien Zugriff auf die Vagina. Da die mögliche Eindringtiefe hier relativ groß ist, sollte diese Position nicht unbedingt von Fisting-Anfängern gewählt werden. Ein Nachteil dieser Stellung ist, dass die Gefistete absolut keine Chance hat, das Spiel auch optisch zu genießen.

3. »Gesicht zu Gesicht«
Bei dieser Variante, die am besten auf einem bequemen Bett oder einer Liege zu genießen ist, setzt sich die passive Partnerin mit dem Gesicht zu ihm gewand auf den Schoß des Aktiven; dieser sitzt mit relativ aufrechtem Oberkörper hinten angelehnt, eventuell hat er einige Kissen als Rückenstütze. Die passive Partnerin rückt nun ein Stück zurück und lässt sich dann nach hinten fallen. Die Beine gespreizt, bietet sie dem Fister dadurch die Möglichkeit, das Spiel zu beginnen [siehe auch Abb. auf der nächsten Seite]. Auch in dieser Position kann die Gefistete den Oberkörper zwischendurch etwas aufrichten, um per Handspiegel einen Blick auf das lustvolle Geschehen zu werfen. Den Spiegel kann der Partner mit der freien Hand halten.

Die Abbildung verdeutlicht, wie bequem diese Position für beide Seiten ist: Die Frau kann sich bequem nach hinten legen und auf den Ellenbogen abstützen, während ihr Partner – ebenfalls liegend – direkten Zugang zu ihrem Vaginalbereich hat. In der Eingewöhnungsphase sollten seine Finger in der Vaginalhöhle jedoch immer gekrümmt sein, um Verletzungen zu vermeiden.

4. Kniende Position
Diese Stellung ist eher für fortgeschrittene Fister zu empfehlen, da sie der Gefisteten weniger Bequemlichkeit bietet als die anderen genannten Positionen. Sie kniet mit relativ aufrechtem Oberkörper, die Beine sind dabei geöffnet, stützt die Arme hinten ab und kann den Kopf zurückfallen lassen. Am besten geschieht dies auf dem Bett, und zwar am Rand des Bettes, es geht aber auch auf einem Sessel oder einem flachen Tisch, allerdings ist Letzterer eher unbequem. Der Fister kann sich nun mit einem Kissen unter den Knien auf den Boden vors Bett setzen und mit der Stimulation beginnen. Nachteil: Es ist für die Gefistete relativ anstrengend, längere Zeit in dieser Position zu bleiben.


5. Auf dem »Gyno-Stuhl«
Wenn’s um die richtige Stellung fürs Fisting geht, denken viele sicherlich zuerst an einen Gynäkologen-Stuhl – schließlich vereint dieser alle Qualitäten, die man sich von einem »Fisting-Möbel« wünscht: Er ist bequem, die passive Partnerin liegt darin sehr relaxt und außerdem leicht erhöht, sodass sich der Fister vor sie setzen und sie stimulieren kann, die Beine sind gespreizt und werden gestützt. Zwar hat nicht jeder einen solchen »Gyno-Stuhl« zu Hause, man kann aber auch eine normale Gartenliege mit Fußteil oder einen normalen Sessel/Stuhl verwenden. Polstern Sie die Holzlehnen ggf. etwas ab, sodass die Partnerin ihre Schenkel links und rechts darüberlegen kann, ohne Druckstellen zu bekommen. Man kann sich auch drei Stühle schnappen: Einen bequemen, mit Kissen gepolsterten zum Draufsetzen und zwei weitere, auf die die Gefistete ihre Füße stellt.

6. »Von unten«
Für diese Position [siehe Abb. S. 45] eignet sich ein bequemes, nicht zu hohesBett oder Sofa besonders gut. Die passive Partnerin rückt mit dem Becken bis an den Rand und stützt sich mit den Händen seitlich aufs Polster.
Der Fister legt sich nun ein paar Kissen unten auf den Boden vor das Bett [parallel dazu] und positioniert sich mit dem Kopf in etwa zwischen den gespreizten Beinen der Partnerin. Er kann nun mit der aktiven Hand hinauflangen, sie stimulieren und Stück für Stück weiter eindringen.

7. Seitenlage von hinten
Um in der Seitenlage [siehe Abb. S. 46] dem Fister den vaginalen Zugang von hinten zu ermöglichen, muss die passive Frau sich leicht zusammenkrümmen und ihr oberes Bein anfangs ggf. etwas anheben. Der Partner kann sie dabei auch stützen, um sie zu entlasten. Sobald der Fister eingedrungen ist, kann sie das Bein wieder ablegen – anders wäre es auch viel zu anstrengend und nicht lange durchzuhalten. Nachteil dieser Stellung: Durch die geschlossenen Beine sind Vaginaleingang und -höhle nicht, wie z. B. in der Rückenlage mit angewinkelten und gespreizten Beinen, automatisch leicht geöffnet, sondern werden eher noch etwas zusammengepresst. Das macht das weitere Eindringen und die Bewegung der Hand im Inneren nicht leichter. Außerdem hat die Frau durch die Penetration von hinten keine Möglichkeit, das Geschehen mit Hilfe eines Handspiegels zu beobachten. Andererseits ist diese Stellung für die Gefistete recht bequem, da sie sich quasi in der »Embryonalhaltung« seitlich zusammenkauert.

Fisting konkret
Die vorsichtige Penetration
Gerade wenn’s um die konkrete Fisting-Action geht, darf die Kommunikation zwischen den Partnern nicht abreißen. Gerne dürfen sich beide dabei sagen, was sie sehen und fühlen, wie sehr sie dadurch erregt werden und ob sie es langsamer oder schneller möchten. Es versteht sich eigentlich von selbst, dass beim Thema Vaginal-Fisting Sensibilität gefragt ist und nicht etwa mit der sexuellen »Brechstange« vorgegangen werden darf. Denn abgesehen von der seelischen und kopfmäßigen Vorbereitung hat die Vagina einige ganz natürliche Abwehrmechanismen: Sollte sie zu schnell und hart erobert werden, ziehen sich die Muskeln zwecks Abwehr zusammen und das schmerzlose Eindringen wird unmöglich.
Weil’s so wichtig ist, sei hier also nochmals betont: Die Vagina muss auf diese bizarre Spielart vorbereitet werden; darin besteht übrigens bereits ein großer Reiz für beide Partner. Denn gerade während dieser Dehnungsphase – sei es durch das Einführen erst eines, dann mehrerer Finger oder durch die Anwendung von Dildos, die sogar über längere Zeit [durch bestimmte Umschnallvorrichtungen bzw. Slips z. B. auch tagsüber unter der Kleidung] in der Vagina getragen werden können – wird das Sexualzentrum im Gehirn angeheizt. Beide Partner turnt es an, sich vorzustellen, wie es erst sein wird, wenn die Vagina tatsächlich so weit vorbereitet und gedehnt ist, dass sie eine ganze Faust aufnehmen kann. Die Fantasie ist ein geniales Aphrodisiakum! Mit jedem Mal, bei dem die Akteure wieder einen weiteren Schritt in Richtung Vaginal-Fisting machen, steigt also die sexuelle Erregung, die diese Spielart auslösen kann – und zwar gerade dadurch, dass nicht gleich zu 100 % gefistet, sondern das erotische Spiel schön langsam ausgedehnt wird. So wird der Genuss verlängert.
Es kann also durchaus sein, dass es nicht gleich beim ersten Versuch, mit den Fingern oder einem Stück der Hand in die Vagina der Partnerin einzudringen, alles klappt. Vielleicht ist die Gefistete zu verkrampft und es treten dadurch unangenehme Gefühle oder gar Schmerzen auf; oder aber der aktive Fister ist unsicher, weil er etwas falsch machen könnte, und traut sich nicht.
Deshalb kann nicht oft genug betont werden: Probieren Sie’s langsam aus, tasten Sie sich langsam an diese sexuelle Variante heran! Wenn beide Partner es wollen und Lust darauf haben, dann wird es sehr wahrscheinlich auch irgendwann klappen und beiden außergewöhnliche erotische Erfahrungen ermöglichen. Und selbst wenn es passieren sollte, dass beide letztendlich feststellen, dass diese Technik doch nicht das Richtige für sie ist und sie sich den Lustgewinn anders vorgestellt hatten, dann war es zumindest diesen Versuch wert. Denn was unsere Sexualität betrifft, sollten wir es nicht bei heimlichen Träumen, Wünschen und Fantasien belassen – lustvolles Austesten ist angesagt!
Weiter geht’s mit der Fisting-Praxis: Vor dem Einführen eines oder mehrerer Finger oder gar der ganzen Hand in die Vagina ist das gründliche Waschen der Hände eine Selbstverständlichkeit; so wird verhindert, dass unerwünschte Bakterien ins Körperinnere gelangen. Der Fister kann, wenn er möchte, dünne Einmalhandschuhe tragen [Vorsicht bei Latexallergie!]. Dies ist beim Anal-Fisting aber viel eher üblich als beim Vaginal-Fisting.
Hat sich die zu Fistende langsam und über längere Zeit hinweg so weit an das Dehnen ihrer Vagina [per Finger oder per Dildo] gewöhnt – eine genaue Zeitangabe ist hier unmöglich, da die Empfindungen der Einzelnen individuell unterschiedlich sind –, dann kann der aktive Fister mit dem Einführen mehrerer Finger beginnen. Er kann aber auch vorher die Vaginalöffnung, die Klitoris oder die Austrittsöffnung der Harnröhre sanft massieren, um das Relaxen der Partnerin zu fördern. Die Frau dürfte jedoch auch schon allein durch den Gedanken daran, was sie gleich erwartet, erregt sein – das gehört ja zu diesem besonderen Sex-Spiel dazu!
Gestartet wird also ganz langsam mit einem oder zwei Fingern. Der aktive Fister sollte zwischendurch immer auf Signale [körperliche oder verbale] der Partnerin achten. Gefällt es ihr? Kommt sie ihm mit dem Unterleib entgegen? Schiebt sie sich regelrecht auf seine Hand? Stöhnt sie lustvoll? Oder zieht sie sich etwa zurück? Sind ein oder zwei Finger eingeführt und stimuliert der Fister den Eingang der Vagina bzw. das Scheideninnere vorsichtig [je nachdem, was beide in diesem Moment mögen und wie weit sie gehen wollen], dann wird sich die Vagina automatisch weiter öffnen und die Lubrikation nimmt weiter zu.
Der Eingang der Vagina kennt das Dehnen nun also bereits, nun gilt es, das Scheideninnere vorsichtig zu erforschen. Zeige-, Mittel- und Ringfinger sind inzwischen eingeführt, der kleine Finger noch nicht und auch der Daumen wartet noch draußen und kann dabei die Klitoris sanft streicheln. Ab einer bestimmten Tiefe kann der Fister seine Finger leicht krümmen, um mehr Druck auf die Vaginalwand und die angrenzenden Organe auszuüben und sich selbst und die Partnerin dadurch zu stimulieren – wie einleitend bereits gesagt: Druck und das Gefühl, von innen ganz ausgefüllt zu werden, bilden beim Fisting einen großen Reiz.
Es gibt Frauen, die es lieben, beim Fisting zusätzlich durch einen Dildo oder Vibrator oder durch die Zunge des Partners klitoral stimuliert zu werden [weitere Infos S. 68]. Dies ist allerdings keine Sexualpraktik, die gleich beim ersten Fisting-Versuch ausgetestet werden sollte, denn das würde die Frau aller Wahrscheinlichkeit nach emotional überfordern. Gerade bei den ersten Malen ist die Passive meist vollauf damit beschäftigt, sich auf diese völlig neuartigen Gefühle zu konzentrieren. Aber bei Frauen, für die Vaginal-Fisting eine von vielen gerne genossenen Möglichkeiten auf der sexuellen Speisekarte ist, kann die zusätzliche Stimulation der Klitoris der Sex-Action die Krone aufsetzen:


Die recht versteckte Lage der Klitoris trägt dazu bei, dass manche Männer dieses Lustorgan vernachlässigen. Als zusätzlicher Reiz ist die klitorale Stimulation auch beim Fisting beliebt.
Sie spürt gleichzeitig das vaginale Ausgefülltsein, das Drücken und Pressen in ihrem Inneren und paralell dazu das Vibrieren der kleinen Beckenboden- und Vaginalmuskeln, das herrliche klitorale Zittern und Zucken an diesem kleinen feinen Punkt, diesem weiblichsten aller Organe …
Wer möchte, kann natürlich zwischendurch immer mal wieder die Hand zurückziehen und der Frau eine Pause gönnen, bevor das Fisting fortgesetzt wird. Die inzwischen eingeführten drei Finger sollten nicht von Anfang an gespreizt sein, sondern der Fister sollte sie zusammenlegen, sodass sich Zeige- und Ringfinger unter dem Mittelfinger »verstecken«. Übrigens: Gerne zwischendurch immer mal wieder zum Gleitmittel greifen, wenn Sie mögen!
Irgendwann, wenn der Fister spürt, dass es der Partnerin gefällt und sie weiterhin entspannt ist, kommt langsam der kleine Finger dazu. Ist er ebenfalls eingedrungen, legt er sich gemeinsam mit dem Zeigefinger unter den Ring- und den Mittelfinger. All dies lässt sich vorher hervorragend auf dem »Trockenen«, also außerhalb der Vagina üben.

In diesem Stadium kann es sein, dass der Fister heftigere Kontraktionen der Scheide spürt, fast so, als ob die Gefistete dem Partner die Hand drückt. Das ist ein Zeichen, dass es ihr gefällt. Sollte er jedoch fühlen, dass sie verkrampft, muss er sich zurückziehen, entweder nur einen oder zwei Finger oder sogar ganz. Sie braucht dann eine kleine Pause, danach kann er wieder in sie eindringen, wenn sie einverstanden ist.
Ist der aktive Fister mit vier Fingern vaginal eingedrungen – der Daumen ist immer noch draußen und stimuliert gegebenenfalls sanft die Klitoris –, dann kann er seine Hand von der Waagerechten in die Senkrechte drehen; die Art der Vaginaldehnung verändert sich dadurch und somit variiert auch der Reiz, den die Gefistete spürt.

Selbstverständlich müssen beim Fisting nicht immer gleich alle fünf Finger eingeführt werden. Auf Wunsch kann z. B. der Daumen, der viel Raum in Anspruch nimmt, draußen bleiben.
Das Einführen aller fünf Finger ist selbstverständlich kein Muss – wie viele Finger mitspielen, müssen beide Partner gemeinsam entscheiden. Es hängt von den individuellen Vorlieben, aber auch von der »Tagesform« und/oder von der persönlichen Anatomie der Frau ab. Wer jedoch auch den Daumen mit hinzunehmen möchte, sollte dazu erst einmal die Hand ein Stück zurückziehen, um dann den Daumen mit an die anderen vier Finger heranzulegen bzw. nach innen in seiner Handfläche zu platzieren.
Nun sind also alle fünf Finger im Inneren der Vagina. Die Hand bzw. der Arm sollte dabei so gedreht sein, dass die Handfläche nach unten zeigt; außerdem sollten die Finger zunächst leicht gekrümmt sein, um Verletzungen vorzubeugen, denn gekrümmte Finger sind runder, softer und nicht so spitz wie ausgestreckte. Sie werden merken, dass sich die Finger durch die leichte Krümmung den natürlichen Gegebenheiten im Inneren der Vagina anpassen; die Vaginalhöhle schmiegt sich um die gekrümmte Hand, die jetzt schon fast eine Faust ist. Übrigens: Erfahrene Fister strecken die Finger auch mal aus, aber anfangs sollten Sie das lassen, also die Finger lieber gekrümmt halten.

Sollte die Gefistete sehr eng gebaut sein und einen sehr engen Scheideneingang haben, kann es vorkommen, dass an diesem Punkt der Fisting-Action das Maximum erreicht ist: Die ganze Hand mit allen fünf Fingern scheint nicht durch den Ringmuskel am Scheideneingang hindurchzupassen, die Hand scheint zu breit zu sein. In den allermeisten Fällen lässt sich dieser Ringmuskel jedoch nach und nach mit viel Geduld und Zärtlichkeit dehnen und schließlich überwinden – wenn nicht bei diesem ersten Versuch, dann vielleicht beim nächsten oder übernächsten. Dabei kann es hilfreich sein, die Finger gleich nach dem Einführen etwas zu spreizen und den Scheideneingang dadurch weiter zu dehnen – natürlich nur, sofern es der Partnerin nicht wehtut. Durch diese Dehnung kann dann meist das entscheidende Stückchen Raum geschaffen werden, um tatsächlich mit der ganzen Hand hineinzugleiten. Nicht nur die Gefistete, sondern auch der Fister sollte diesen Augenblick genießen – auch optisch! Übrigens: Hinterher kann es zu einer Art »Muskelkater» im Ringmuskel am Scheideneingang kommen. Durch die starke Dehnung fühlt dieser sich etwas gereizt an, was jedoch bald wieder abklingt.
Spätestens jetzt, wo die gesamte Hand eingedrungen ist, sollte der Fister seiner Partnerin auch verbal mitteilen, dass das Maximum erreicht ist und alle fünf Finger sie massieren. Denn abgesehen davon, dass sie es intensiv spürt, ist auch die zusätzliche Stimulation durch das Gehörte für viele sehr erregend.
Im ersten Moment nach dem Eindringen aller fünf Finger sollte der aktive Partner erst einmal eine Pause machen und es genießen. Lassen Sie diesen besonderen Augenblick auf sich und die Partnerin wirken. Sie braucht diesen Moment auch, um sich an die Intensität des Drucks und der Gefühle zu gewöhnen.
Sozusagen die »Königsklasse« des Vaginal-Fisting ist die rhythmische Stimulation der Partnerin mit der geballten Faust. Es muss wohl nicht extra betont werden, dass diese Technik generell nur fortgeschrittene Fister und Gefistete genießen werden. Dabei schiebt der Aktive seine geballte Faust im Inneren der Vagina vor und zurück. Er sollte dabei aber niemals hart vorgehen und seine Bewegungen nur dann intensivieren, wenn sie es ausdrücklich möchte.

Durch diese Stimulation mit der Faust werden die zahlreichen Vaginalnerven gleichzeitig stimuliert und die Gefistete erfährt sehr intensive Reize. Bei dieser Fisting-Bewegung gibt es viele Variationen, z. B. was den Rhythmus betrifft, oder aber der Fister kann seine Faust während des Vor- und Zurückschiebens immer etwas öffnen und schließen, so wie ein pumpendes Herz. Er kann dabei seine Hand auch leicht rotieren lassen, während er sie vor und zurück schiebt – probieren Sie aus, was Ihrer Partnerin gefällt.
WEITERE TIPPS: Der erfahrene Fister kann sogar die Fingerspitzen um den Gebärmutterhals, der als harter, flaschenhalsförmiger »Knubbel« gut zu erfühlen ist, herumlegen. Einige Frauen mögen es auch, wenn der Mann die Finger spreizt oder den Scheidenboden »krault«, also rhythmisch unten gegendrückt.

Wichtig ist jedoch: Je nach den anatomischen Gegebenheiten ist die mögliche Eindringtiefe der Finger bzw. der Hand/Faust unterschiedlich. Die Größe bzw. Länge der Vaginalhöhle variiert von Frau zu Frau. Auf keinen Fall darf sich der Aktive zum gewaltsamen »Hineinrammen« hinreißen lassen.
Durch den Druck, der beim Fisting auf die Vagina ausgeübt wird, kann es passieren, dass der sogenannte G-Punkt stimuliert wird. Für viele Frauen ist es das erste Mal, dass sie diese Erfahrung machen: Die Art der Stimulation unterscheidet sich von der Klitoris-Reizung, es kann sogar zum G-Punkt-Orgasmus kommen und einige Frauen können regelrecht ejakulieren; sie stoßen im Augenblick des Orgasmus eine helle, klare Flüssigkeit aus, die oft in Form einer kleinen Fontäne durch die konvulsivischen Ekstase-Zuckungen aus der Vagina herausgepresst wird. Wie gesagt, es kann sein, aber es gehört nicht automatisch zum Vaginal-Fisting dazu, zumal der G-Punkt nicht bei jeder Frau gleich sensibel ist. Es berichten aber einige Vaginal-Fister/ innen von derartige Erlebnissen. Wer mehr über den G-Punkt und die weibliche Ejakulation wissen möchte, findet ausführlichere Informationen ab S. 126.
Für viele Fisting-Fans macht die verbale Beschreibung dessen, was sie während dieser besonderen Sexualpraktik spüren, einen Extra-Reiz aus. Der Aktive beschreibt seiner Partnerin, wie sich das Innere der Vagina für ihn anfühlt; er sagt ihr, wie wunderschön sie ist, wie sehr ihn das Spiel erregt, wie weit er bereits in sie eingedrungen ist und was er als Nächstes tun wird. Und auch die Passive lässt ihn an ihren intensiven Gefühlen teilhaben, sie beschreibt dieses einzigartige Ausgefülltsein und bittet ihn, sie noch weiter von innen zu verwöhnen …
Erfahrungsbericht
Infos aus erster Hand!
Ich fiste meine Freundin Petra von Zeit zu Zeit vaginal – erstaunlicherweise hat sie sich diese Technik von mir gewünscht, denn sie hat es vorher schon mal mit ihrem früheren Partner ausprobiert und sie sagt, sie mag das Gefühl des »Genommenwerdens«, des totalen »Ausgefülltseins«. Anfangs konnte ich es mir gar nicht vorstellen, dass ich so weit in sie hineinpassen würde. Aber inzwischen finde ich diese Technik auch total abgefahren und liebe es, wenn ich sie so nah spüren kann. Da ich sowieso ein großer Fan der weiblichen Sexualität bin und mich selbst beim Sex zunächst immer etwas zurücknehme – wow, was für ein toller Anblick, sie beim Orgasmus zu beobachten! – ist das Vaginal-Fisting für mich genau das Richtige. Es ist eine sehr anspruchsvolle Technik, bei der nicht nur sie als Gefistete, sondern auch ich voll auf meine Kosten komme. Denn es ist ein unbeschreiblich schönes Gefühl, so tief in ihr zu sein, sie dort zu spüren, ihre Wärme und Nähe und die Intensität unserer gemeinsamen Sex-Action. Es ist tatsächlich, als ob wir miteinander verschmelzen. Wenn sie sich dann noch richtig gehen lässt und einen Höhepunkt erlebt, während ich in ihr stecke, dann erregt mich das mindestens genau so stark wie eine der vielen anderen abwechslungsreichen Sex-Techniken, die wir miteinander erleben. Inzwischen sind wir beim Fisting schon so gut aufeinander eingespielt, dass ich genau weiß, wenn ihr Orgasmus naht. In dem Augenblick, wenn sie ganz kurz davor ist, steigere ich meine Stimulation noch, indem ich meine Faust rhythmisch gegen ihren Beckenboden presse – Sie können sich nicht vorstellen, was das für einen Effekt hat! Petra dreht fast durch vor Lust, sie stöhnt mir ihren Orgasmus entgegen und ich habe fast das Gefühl, als würde ich mit ihr kommen, so intensiv ist dieses Erlebnis. Denn ich bin ja im wahrsten Sinne es Wortes hautnah dabei. Es ist einmalig!
Guido P.
Pulsuz fraqment bitdi.