Kitabı oxu: «Healthcare CIO»

Die Herausgeber
Dr. Pierre-Michael Meier ist Geschäftsführer der ENTSCHEIDERFABRIK und der AHIME Academy of Health Information Management Executives sowie Generalbevollmächtigter der Hospitalgemeinschaft Hosp.Do.IT.
Prof. Dr. Gregor Hülsken ist Dozent für Wirtschafts- und Medizininformatik an der FOM Hochschule für Ökonomie und Management und ist Geschäftsführer der AHIME Academy of Health Information Management Executives.
Prof. Dr. Björn Maier ist Studiendekan an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Mannheim im Bereich Gesundheitswirtschaft, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Vereins für Krankenhaus Controlling e.V. (DVKC) und Senior Partner des IMCOG Instituts.
Pierre-Michael Meier Gregor Hülsken Björn Maier
Dieses Werk einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwendung außerhalb der engen Grenzen des Urheberrechts ist ohne Zustimmung des Verlags unzulässig und strafbar. Das gilt insbesondere für Vervielfältigungen, Übersetzungen, Mikroverfilmungen und für die Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen.
Die Wiedergabe von Warenbezeichnungen, Handelsnamen und sonstigen Kennzeichen in diesem Buch berechtigt nicht zu der Annahme, dass diese von jedermann frei benutzt werden dürfen. Vielmehr kann es sich auch dann um eingetragene Warenzeichen oder sonstige geschützte Kennzeichen handeln, wenn sie nicht eigens als solche gekennzeichnet sind.
Es konnten nicht alle Rechtsinhaber von Abbildungen ermittelt werden. Sollte dem Verlag gegenüber der Nachweis der Rechtsinhaberschaft geführt werden, wird das branchenübliche Honorar nachträglich gezahlt.
Dieses Werk enthält Hinweise/Links zu externen Websites Dritter, auf deren Inhalt der Verlag keinen Einfluss hat und die der Haftung der jeweiligen Seitenanbieter oder -betreiber unterliegen. Zum Zeitpunkt der Verlinkung wurden die externen Websites auf mögliche Rechtsverstöße überprüft und dabei keine Rechtsverletzung festgestellt. Ohne konkrete Hinweise auf eine solche Rechtsverletzung ist eine permanente inhaltliche Kontrolle der verlinkten Seiten nicht zumutbar. Sollten jedoch Rechtsverletzungen bekannt werden, werden die betroffenen externen Links soweit möglich unverzüglich entfernt.
1. Auflage 2022
Alle Rechte vorbehalten
© W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart
Gesamtherstellung: W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart
Print:
ISBN 978-3-17-038856-7
E-Book-Formate:
pdf: ISBN 978-3-17-038857-4
epub: ISBN 978-3-17-038858-1
Die Autoren
Patrick A. Haberland ist Manager Life Sciences Europe bei DHR International. Er verfügt über eine 20-jährige Erfahrung im Executive Search. Zu seinen Klienten gehören akademische und medizinische Einrichtungen sowie Krankenhäuser aller Versorgungsstufen, genau wie Unternehmen aus den Branchen Pharma, MedTech, eHealth und verschiedenen Industriezweigen. Durch seine umfassende Tätigkeit hat er ein tiefgreifendes Verständnis von Geschäftsdynamiken und Ansprüchen der Führungskräfte in diesen Sektoren. Haberland ist Diplom-Jurist (Dipl. jur. Univ.), studierte erfolgreich Wirtschaft und Recht mit dem Schwerpunkt EU-Osterweiterung sowie Krankenhausbetriebswirtschaft.

Prof. Dr. Gregor Hülsken (Hrsg.) ist Dozent für Wirtschafts- und Medizininformatik an der FOM Hochschule für Oekonomie & Management in Essen, Geschäftsführer und Dozent der Academy of Health Information Management Executives (AHIME) GmbH, Senior Partner der terraconnect GmbH & Co. KG in Nottuln und durch die ENTSCHEIDERFABRIK empfohlener Berater im Gesundheitswesen. Seit 2001 ist er Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Informatik (GMDS). Er qualifizierte sich weiter in der Medizinischen Informatik und erwarb dort Zertifikate und Zusatzqualifikationen im Bereich der Krankenhaus-IT. Nach seinem Studium und der Promotion war er bis zum Wechsel an die FOM am Universitätsklinikums Münster zunächst als Arzt, später im IT-Management als Leiter der Klinischen IT-Systeme tätig.

Prof. Dr. Björn Maier (Hrsg.), Jahrgang 1973, studierte Betriebswirtschaftslehre (BWL) an der Universität Mannheim, insbesondere öffentliche BWL und Krankenhausmanagement. Nach dem Abschluss zum Diplom-Kaufmann war er von 1999 – 2001 als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Seminar für Allgemeine BWL, insbesondere Operations Research an der Universität zu Köln (Prof. Dr. Dr. Günter Beuermann) tätig und promovierte 2001 in einem DFG-Sonderforschungsbereich. Von 2004 bis 2008 begleitete er im Rahmen einer Forschungsstelle an der Justus – Liebig Universität in Gießen das Benchmarking der gesetzlichen Unfallversicherungsträger (DGUV). Seit 2008 ist er Studiendekan an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Mannheim im Bereich Gesundheitswirtschaft. Er ist Vorstandsvorsitzender des Deutschen Vereins für Krankenhaus Controlling e.V. (DVKC) und Senior Partner des IMCOG Instituts.

Prof. Dr. Tanja Maier, Jahrgang 1975, studierte Ökotrophologie an Justus-Liebig-Universität Gießen. Nach dem Abschluss war sie von 2000 – 2005 als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Management personaler Versorgungsbetriebe am Institut für Wirtschaftslehre des Haushalts und Verbrauchsforschung an Justus-Liebig-Universität Gießen tätig. Die Promotion erfolgte zum Thema: »Entwicklung eines Governance Modells für Nonprofit-Krankenhäuser«. Von 2006 bis 2016 war sie Mitglied des Leitungsteams und Leiterin des Fachbereichs Hauswirtschaftsmanagement bei der Kleeblatt Pflegeheime gGmbH. Im Jahr 2015 erfolgte die Weiterbildung zur Auditorin für Lebensmittelsicherheit/ Food Safety Manager an der Hochschule Geisenheim University. Von 2016 bis 2018 war sie Managing Director bei der IMCOG GmbH Center of Excellence in Healthcare and Public Sector. Seit 2018 ist sie geschäftsführende Gesellschafterin am Institut for Healthcare Economy und seit 2019 als Professorin für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre an der VICTORIA | Internationale Hochschule tätig.

Dr. Pierre-Michael Meier (Hrsg.) ist Geschäftsführer der ENTSCHEIDERFABRIK und der AHIME Academy of Health Information Management Executives sowie Generalbevollmächtigter der Hospitalgemeinschaft Hosp.Do.IT. In der AHIME Association of Health Information Management Executive ist er Executive Vice Preisdent und CFO. Beim Europäischen Verband der Krankenhaus Manager EVKM engagiert er sich im Sub-Committee HIM. Er studierte Wirtschaftswissenschaften in Bielefeld und Wien mit Schwerpunkt Internationales Krankenhausmanagement und Betriebsinformatik. Sein beruflicher Schwer punkt liegt heute auf den Themengebieten Chancen der digitalen Transformation, Health-IT und -Technologie, Prozesse, Reorganisation, Strategie und Unternehmensführung. Als Zertifikatsinhaber »Medizinische Informatik« hat er bereits seit 1995 Erfahrungen in Unternehmen der Gesundheitswirtschaft (Unternehmensberatung, Krankenhäuser, Anbieter von Health-IT und -Technologie). Seit 2019 ist er Inhaber des Zertifikats CHCIO (Certified Healthcare CIO).

Thorsten Schütz ist Arzt mit Zusatzbezeichnung »Medizinische Informatik« sowie Certified Healthcare CIO nach AHIME. Er leitet im Klinikum Itzehoe den Bereich IT und Betriebsorganisation. Seine Schwerpunktthemen sind Digitalisierungsstrategien, IT-Sicherheit, Vernetzung von IT und Medizintechnik und der Ausbau mobiler Technologien. Er ist stellvertretender Vorsitzender des Bundesverbandes der Krankenhaus-IT-Leiterinnen/Leiter e. V. (KHIT), stellvertretender Sprecher des Branchenarbeitskreises (BAK) »Medizinische Versorgung« im UPKRITIS, Vorsitzender im IHK Prüfungsausschuss und Gastmitglied im VDE Normungsgremium.

Prof. Dr.-Ing. Martin Staemmler lehrt Angewandte Informatik / Medizininformatik an der Hochschule Stralsund und hat an der RWTH Aachen sein Studium der Elektrotechnik als Dipl.-Ing. abgeschlossen. Forschungstätigkeiten in den Bereichen MR Bildgebung, Bildverarbeitung und -management am Universitätsklinikum Aachen und am Fraunhofer Institut für Biomedizinische Technik (IBMT) führten im Jahr 1983 zur Promotion an der Universität Saarbrücken. Der Fokus der weiteren Tätigkeit lag auf medizinischem Informationsmanagement und resultierte in dem Aufbau eines Abteilungssystems für die Radiologoie und Neurologie, das zudem die Möglichkeit zum internationalen Austausch von Bilddaten umfasste. Im Jahr 1997 folgte Herr Staemmler dem Ruf der FH-Stralsund auf eine Professur. Er ist wiss. Beirat der KH-IT (Bundesverband der Krankenhaus-EDV-Leiterinnen/-Leiter KH-IT e. V.), Vorstandsmitglied HL7 Deutschland e. V., Vertreter der GMDS in der European Federation for Medical Informatics (EFMI) und Vertreter der GuiG mbH im IHE-Europe Stearing Committee
Grußwort Dr. Josef Düllings
Nach jahrelanger Zurückhaltung der Länder bei den zu leistenden Investitionen hat der Bund mit dem Krankenhauszukunftsgesetz den Turbo zur Digitalisierung eingeschaltet. Das Wertschöpfungspotenzial der Digitalisierung ist enorm. McKinsey geht für die Gesundheitsbranche von 34 Mrd. Euro pro Jahr aus. Allein für die Krankenhäuser wären dies rund 11 Mrd. Euro pro Jahr.
Die Herausforderung ist jedoch, dass es jetzt sehr schnell gehen muss und nachhaltig sein soll. Damit sind weitere Investitionen gefordert, aber auch eine Änderung der Prioritäten im Management der Krankenhäuser. Oberste Priorität der Digitalisierung ist, sie zu einer obersten Priorität zu machen. Die Antwort darauf ist der Healthcare CIO. Das für diese Funktion notwendige operative und strategische Know-how bietet dieses Lehrbuch. Dazu haben namhafte Experten beigetragen, die auch in der vom VKD geförderten Entscheiderfabrik bereits seit über fünfzehn Jahren mit zahlreichen Projekten in der Praxis erfolgreich sind.
Dr. Josef Düllings
VKD-Präsident
Grußwort Dr. Gerald Gaß
Die Dynamik der Digitalisierung im deutschen Gesundheitswesen insgesamt und in den Krankenhäusern nimmt an Fahrt auf und wird sich in den kommenden Jahren noch weiter beschleunigen. Die Potenziale sind unübersehbar: das effiziente Zusammenwirken der unterschiedlichen Akteure bei der Leistungserbringung, die Entlastung der Beschäftigten durch digitale Prozesse und die Verfügbarkeit von Kompetenzen unabhängig vom Ort der Leistungserbringung.
Digitalisierung im Krankenhaus ist nicht zu allererst eine technische Herausforderung, sondern eine komplexe Aufgabe, die die Prozesse im Krankenhaus insgesamt tiefgreifend verändern wird. Diese Aufgabe braucht Kompetenz, Koordination und Führung, um zielgenau und mit den richtigen Prioritäten angegangen zu werden. Die Verantwortung für diese Aufgabe muss angesichts ihrer Komplexität und Verantwortung im Topmanagement angesiedelt sein. Dazu braucht es Kompetenzen und Fähigkeiten, die durch dieses Lehrbuch vermittelt werden können. Damit leitet das Lehrbuch einen wertvollen Beitrag, um die Digitalisierung in den Krankenhäusern effizient zu gestalten.
Dr. Gerald Gaß
Vorstandsvorsitzender der Deutschen Krankenhausgesellschaft e. V.
Grußwort Martin Große-Kracht und Dr. Daniel Napieralski-Rahn
Seit Jahren ist die Digitale Transformation der Mega-Trend im Gesundheitswesen. Durch die Digitalisierung ändern sich dabei lang etablierte Prozesse, Strukturen in Krankenhäusern und ambulanten Leistungszentren sowie die medizinische Versorgung an ihren Schnittstellen nachhaltig und disruptiv. Mittlerweile gibt es viele Beiträge im deutschsprachigen Raum, die versuchen Lösungsansätze in Form von Erfahrungsberichten, einzelnen Projektbeispielen oder die Übertragung von Change-Prozessen aus anderen Branchen abzuleiten.
Die Erfahrung der AHIME zeigt, dass diese Einzelaspekte für die hoch komplexen Veränderungsprozesse im Gesundheitswesen häufig zur kurz greifen. Erst die Verknüpfung von Digitalisierungsstrategie, Fach- und Methoden-Know-how, Prozessorientierung und moderner Führung macht aus der Vision eine im Alltag gelebte digitale Prozesslandschaft. Ein Standardwerk, das speziell auf die Anforderungen im Gesundheitswesen und die konsequente Umsetzung der digitalen Transformation in der Praxis zugeschnitten ist, fehlte bisher im deutschsprachigen Raum.
In diesem Buch Healthcare CIO – Aufgaben, Fähigkeiten und Rollen wurden erstmals die wichtigsten Kompetenzfelder und Erfolgsfaktoren des digitalen Umbaus im Gesundheitswesen zusammengeführt. Das Ziel des Buches ist es, Ihre Arbeit als Healthcare CIO gezielt und praxisnah zu unterstützen. Eingerahmt von Einführung und Fazit, erhalten Sie in sieben Kapiteln einen vollständigen Überblick der technischen wie auch personellen Herausforderungen für die Umsetzung einer nachhaltigen und nutzenstiftenden Digitalisierungsstrategie. Diese stimmt mit dem Curriculum für die Weiterbildung als Certified Healthcare CIO überein, die wir als Academy of Health Information Management Executives (AHIME) in Kooperation mit dem College of Healthcare Information Management Executives im deutschsprachigen Raum anbieten.
Nutzen Sie dieses Standardwerk des Healthcare CIO, um den nun auch vom Gesetzgeber angetriebenen digitalen Wandel im Gesundheitssystem mit modernsten Methoden erfolgreich und nachhaltig zu gestalten.
Martin Große-Kracht
Vorstand ATEGRIS und President AHIME
Dr. Daniel Napieralski-Rahn
Kaufmännischer Direktor LWL-Kliniken Marl, Hamm und Dortmund
Grußwort Prof. Dr. Jürgen Wasem
Völlig zu Recht wird Digitalisierung auch in der Gesundheitswirtschaft zunehmend als zentrale Führungsaufgabe verstanden. Denn auf der einzelwirtschaftlichen Ebene ist der wettbewerbliche Erfolg wesentlich auch davon abhängig, inwieweit die Gesundheitseinrichtungen die notwendige Digitalisierung effektiv und effizient bewältigen. Der Chief Information Officer zieht folgerichtig in immer mehr Organisationen des Gesundheitswesens ein. Neben einrichtungsspezifischen Aufgaben stellen sich auch institutionen- und sektorübergreifende Aspekte für einen Healthcare CIO. Für das Gesundheitswesen und seine Einrichtungen geht es nicht nur darum, die richtigen Inhalte der Digitalisierungsstrategie zu identifizieren, wozu der Wertbeitrag einzelner Lösungen ermittelt werden muss. Es bedarf auch eines leistungsstarken Teams, mit dem die Aufgabe umgesetzt werden soll. Und die Digitalisierung muss in einem Prozess des Change Managements eingebettet sein. Zwar gibt es natürlich schon eine Reihe von Fachbüchern, ein explizites Lehrbuch mit Fokus auf den Healthcare CIO gibt es hingegen bislang noch nicht.
Der Multidimensionalität der Aufgabe entsprechend, werden fachliche Inhalte gleichermaßen wie Leadership-Themen in dem Werk vermittelt. Insofern trägt das vorliegende Werk zum Schließen einer Lücke bei. Ich wünsche dem Lehrbuch eine weite Verbreitung.
Prof. Dr. Jürgen Wasem
Lehrstuhl für Medizinmanagement an der Universität Duisburg-Essen
Inhalt
1 Die Autoren
2 Grußwort Dr. Josef Düllings
3 Grußwort Dr. Gerald Gaß
4 Grußwort Martin Große-Kracht und Dr. Daniel Napieralski-Rahn
5 Grußwort Prof. Dr. Jürgen Wasem
6 Vorwort
7 1 Krankenhausführung und Digitalisierungsstrategie
8 Pierre-Michael Meier
9 1.1 Strategische Aspekte der Digitalisierung
10 1.2 Unternehmensführung
11 1.3 Projektmanagement im Transformationsprozess
12 1.4 Finanzierung der Digitalisierung und Krankenhauszukunftsgesetz
13 1.5 Drohender Erlösabzug Risikosteuerung
14 1.6 Digitale Reifegrad Messung
15 2 Technologie Management
16 Gregor Hülsken
17 2.1 Definition und Begriffe
18 2.2 Entscheidungsfindung und IT-Strategie
19 2.3 Messung der Performance – Reifegradmodelle und Frameworks
20 2.4 Modelle und Frameworks zum Design, Bewertung, Implementierung und Betrieb von Informationstechnologie
21 3 Change Management – Krankenhausführung & Digitalisierungsstrategie
22 Björn Maier
23 3.1 Herausforderungen und Voraussetzungen
24 3.2 Grundlagen des Change Managements
25 3.3 Phasen von Veränderungsprozessen
26 3.4 Beteiligte Akteure bei Change-Prozessen
27 3.5 Erfolgsfaktoren im Change Management
28 3.6 Methoden und Instrumente des Change Managements
29 3.7 Change Management in der Umsetzung
30 4 Ermittlung und Management des Wertbeitrages
31 Thorsten Schütz
32 4.1 Einleitung
33 4.2 Kennzahlensysteme
34 4.3 Kritische Erfolgsfaktoren (KEF)
35 4.4 Key Performance Indicator (KPI)
36 4.5 Balanced Scorecard (BSC)
37 4.6 PDCA-Zyklus
38 4.7 Gartner-Hype-Cycle
39 4.8 Kondratjew-Zyklen
40 4.9 Bewertung von Investitionen
41 4.10 Budgetierung
42 4.11 Outsourcing
43 4.12 Lizensierung
44 4.13 Definitionen und Trends
45 4.14 KRITIS
46 5 Service Management
47 Martin Staemmler
48 5.1 Ziele und Aufgaben
49 5.2 Service-Wert-System gemäß ITIL® 4
50 5.3 Umsetzung von Service Management
51 5.4 Service Management Praktiken und Prozesse
52 6 Talent Management
53 Patrick A. Haberland
54 6.1 Status quo Arbeitsmarkt
55 6.2 Was ist Talent Management?
56 6.3 Die Ebenen von Talent Management
57 6.4 Performance Management
58 6.5 Schöne neue Arbeitswelt – New Work
59 6.6 Anreizgestaltung
60 6.7 Führung neu denken
61 7 Relationship Management
62 Björn Maier, Tanja Maier
63 7.1 Grundlagen des Stakeholder und Relationship Managements
64 7.2 Ermittlung und Auswahl der relevanten Stakeholder
65 7.3 Aufbau und Umsetzung eines Relationship Managments
66 7.4 Steuerung der digitalen Transformation und des Digitalisierungsprozesses
67 8 Fazit der Herausgeber
68 Abbildungs- und Tabellenverzeichnis
69 Stichwortverzeichnis
Vorwort
Liebe Leserinnen,
liebe Leser,
der digitale Reifegrad in der ambulanten und stationären Versorgung und den postakutstationären Bereichen der Rehabilitation, der Betreuung und der Pflege weist in den allermeisten Entwicklungsfeldern noch deutliche Potenziale auf. Dies betrifft sowohl die prozessuale Unterstützung mit IT-Lösungen, gerade zwischen den Sektoren, als auch Themen wie Patientensteuerung und -zufriedenheit, aber auch das Risikomanagement. Trotzdem ist die Digitalisierung der deutschen Akutkrankenhäuser insgesamt im Jahr 2021 auf Grundlage des Krankenhaus-Zukunftsgesetzes (KHZG) in eine neue Phase getreten.
Es ist nun geboten, die Digitalisierung und den verstärkten Einsatz der Informationstechnologie nicht nur als Modeerscheinung oder regulatorische Notwendigkeit zu begreifen, sondern eine strategische Lösung für diese Herausforderung zu finden, die letztlich über die Existenz vieler Leistungserbringer entscheiden wird. Ohne die Einbindung des Informationsmanagements (IM) in nahezu alle Behandlungs- und Unterstützungsprozesse wird es keine zukunftsfähigen Lösungen für Patienten und Mitarbeiter geben.
Themen, die seit mehreren Jahrzehnten diskutiert werden, wie etwa die Überwindungen von Sektorengrenzen sowie das Zurückdrängen bürokratischer Anforderungen werden nur gelingen, wenn sich die Krankenhäuser in ihrer digitalen Reife entsprechend entwickeln. Die Umsetzung einer Digital- oder auch Health IT-Strategie ist eine Aufgabe aller Führungskräfte, im Prinzip aller Mitarbeiter im Krankenhaus. Es ist eben gerade kein Technik Thema oder ein Ansatz für Exoten. Die flächendeckende IT-Infrastruktur ist das Rückgrat der modernen Gesundheitsversorgung.
Dieses Buch hat zwei Aufgaben: Einerseits gibt es einen sehr genauen Überblick und Einblick, was eine moderne Führungskraft, die für den Bereich Digital- oder auch Health IT-Strategie verantwortlich ist, wissen muss und tun sollte, um erfolgreich zu sein. Zum anderen zeichnet es ein gutes Bild von den Schwerpunkten der Weiterbildung zum Certified Healthcare CIO (CHCIO). Der CHCIO ist ein weltweit etabliertes Zertifikat, das von der CHIME (Colleage of Health Information Management Executives) verliehen wird. CHIME hat der AHIME (Academy of Health Information Management Executives) für den deutschsprachigen Raum die Lizenz zur Lokalisierung und Zertifikatsvergabe erteilt. Damit können in der Prüfung Besonderheiten in Belgien, Deutschland, Lichtenstein, Luxemburg, Österreich, der Schweiz (und Südtirol) integriert werden, auf diese stellt auch dieses Buch ab und zeigt auch an der einen oder anderen Stelle die kulturellen Unterschiede auf.
Ganz wichtig ist dabei der ganzheitliche Ansatz: Neben Verständnis für technische Plattformen und die Kommunikation der Systeme ist es von entscheidender Bedeutung, dass die digitale Transformation und das IT Management als Managementaufgabe verstanden werden. Grundlegend dafür sind die Kenntnisse des Gesundheitssektors und das Zusammenwirken seiner Akteure. Das heißt aber auch, das entsprechende Talente entdeckt und gefördert und Teams entwickelt werden müssen. Darüber hinaus muss eine Veränderung der Kultur erreicht werden. Vieles scheitert nämlich nicht nur an mangelnden finanziellen Ressourcen und den regulatorischen Vorgaben, sondern auch an den noch nicht ausreichend in den Entscheider-Zirkeln etablierten CIOs.
Ganz konkret sollte der Healthcare CIO Kompetenzen in den folgenden Bereichen aufweisen, die ausgiebig in diesem Buch behandelt werden.
1. Krankenhausführung und Digitalisierungsstrategie
Bewertung und Ausrichtung von Menschen, Prozessen, Ressourcen und Lösungen, um die Erreichung von Krankenhauszielen zu ermöglichen.
2. Technology Management
Bewertung, Design, Implementierung und Unterstützung von Technologien zur Information der Entscheidungsfindung und zur Förderung messbarer Ergebnisse.
3. Change Management
Führung zur Steuerung und Unterstützung von Prozessänderungen und -übernahmen, um in einen identifizierten zukünftigen Zustand zu gelangen.
4. Ermittlung und Management des Wertbeitrages
Bewertung und Demonstration des Wertes von Lösungen, die die Effizienz fördern und den Bedürfnissen von Unternehmen und Patienten entsprechen.
5. Service Management
Herausfinden und Identifizieren von konstituierenden Bedürfnissen und Erwartungen, Formulieren von Lösungen und Bereitstellen effektiver Reaktionen auf Bedürfnisse und Erwartungen.
6. Talent Management
Aufbau und Aufrechterhaltung einer leistungsstarken Organisation von Teams und Einzelpersonen
7. Relationship Management
Identifizierung, Aufbau und Pflege von Vertrauens- und Partnerschaftsbeziehungen mit internen und externen Interessengruppen
Mehr CIOs in den Entscheider-Zirkeln der Leistungserbringer führt unserer Meinung nach auch zu weniger Beharrungstendenzen der Organisationen und öffnet den Blickwinkel für neue Perspektiven. Dabei geht es nicht nur um die Vermittlung von Wissen, sondern auch um den Erwerb von Kompetenzen zur Umsetzung und Steuerung von Geschäfts- und Managementprozessen.
Wir – die Herausgeber – wollen uns dafür bedanken, dass CHIME – und vor allem Russ Branzell (CEO) und Tim Stettheimer (Vice President Education) als Entwickler und Schöpfer der Idee des CHCIO –unserem Anliegen gefolgt sind, nicht nur das CHCIO-Zertifikat in den deutschsprachigen Raum zu bringen und es für die regionalen Gegebenheiten zu adaptieren, sondern auch dieses Buch unterstützen.
| Die Herausgeber | Grevenbroich, im Oktober 2021 |