Kitabı oxu: «Schüchterne und sozial ängstliche Kinder in der Schule»

Şrift:


Die Herausgeberinnen


Susan C. A. Burkhardt ist Psychologin und Sprecherzieherin und arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin und Dozentin an der Interkantonalen Hochschule für Heilpädagogik in Zürich. Ihre Schwerpunkte sind die emotionale Entwicklung und Prävention von Verhaltensauffälligkeiten sowie eine gesunde psychosoziale Entwicklung unter schwierigen familiären Bedingungen.


Beatrice Uehli Stauffer ist Psychologin. Sie arbeitet als Dozentin an der Interkantonalen Hochschule für Heilpädagogik in Zürich am Institut für Verhalten, sozio-emotionale und psychomotorische Entwicklungsförderung. Sie ist Fachexpertin im Bereich internalisierender Störungsbilder im Kindes- und Jugendalter sowie Co-Leiterin der Studierendenberatung.


Susanne Amft leitet das Institut für Verhalten, sozio-emotionale und psychomotorische Entwicklungsförderung (IVE) an der Interkantonale Hochschule für Heilpädagogik in Zürich. Sie ist Motologin und Therapeutin für Konzentrative Bewegungstherapie und Tanztherapie. Ihre Schwerpunkte sind Psychomotorische Entwicklungsförderung sowie Interventionen bei Kindern und Jugendlichen mit Verhaltensauffälligkeiten.

Susan C. A. Burkhardt, Beatrice Uehli Stauffer, Susanne Amft

Dieses Werk einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwendungaußerhalb der engen Grenzen des Urheberrechts ist ohne Zustimmung des Verlags unzulässig und strafbar. Das gilt insbesondere für Vervielfältigungen, Übersetzungen, Mikroverfilmunge und für die Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen.

Die Wiedergabe von Warenbezeichnungen, Handelsnamen und sonstigen Kennzeichen in diesem Buch berechtigt nicht zu der Annahme, dass diese von jedermann frei benutzt werden dürfen. Vielmehr kann es sich auch dann um eingetragene Warenzeichen oder sonstige geschützte Kennzeichen handeln, wenn sie nicht eigens als solche gekennzeichnet sind.

Es konnten nicht alle Rechtsinhaber von Abbildungen ermittelt werden. Sollte dem Verlag gegenüber der Nachweis der Rechtsinhaberschaft geführt werden, wird das branchenübliche Honorar nachträglich gezahlt.

Dieses Werk enthält Hinweise/Links zu externen Websites Dritter, auf deren Inhalt der Verlag keinen Einfluss hat und die der Haftung der jeweiligen Seitenanbieter oder -betreiber unterliegen. Zum Zeitpunkt der Verlinkung wurden die externen Websites auf mögliche Rechtsverstöße überprüft und dabei keine Rechtsverletzung festgestellt. Ohne konkrete Hinweise auf eine solche Rechtsverletzung ist eine permanente inhaltliche Kontrolle der verlinkten Seiten nicht zumutbar. Sollten jedoch Rechtsverletzungen bekannt werden, werden die betroffenen externen Links soweit möglich unverzüglich entfernt.

1. Auflage 2022

Alle Rechte vorbehalten

© W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart

Gesamtherstellung: W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart

Print:

ISBN 978-3-17-039528-2

E-Book-Formate:

pdf: ISBN 978-3-17-039529-9

epub: ISBN 978-3-17-039530-5

Inhaltsverzeichnis

1  Vorwort

2  Einführung: Das Phänomen und Problem der Schüchternheit bei Kindern und Jugendlichen?

3 Susanne Amft, Beatrice Uehli Stauffer & Susan C. A. Burkhardt

4  Hintergrund

5  Wie äußert sich Schüchternheit?

6  Schüchtern oder introvertiert?

7  Woher kommt Schüchternheit

8  Von schüchtern bis zur sozialen Angststörung

9  Verhaltensauffälligkeiten – internalisierendes Verhalten

10  Häufigkeit von Verhaltensauffälligkeiten

11  Internalisierende Verhaltensauffälligkeiten

12  Relevanz des Themas

13  Zu diesem Buch

14  Literatur

15  Übersicht zum Phänomen Schüchternheit, zur Entstehung und zu sozialen Kompetenztrainings

16 Ulrike Petermann

17  1 Sozial ängstliche Kinder

18  1.1 Bedeutung und Auswirkungen von Schüchternheit

19  1.2 Soziale Angststörung und soziale Phobie

20  1.3 Trennungsangst

21  1.4 Selektiver Mutismus

22  2 Entstehung und ursächliche Zusammenhänge

23  2.1 Biologische Risikofaktoren

24  2.2 Psychische Risikofaktoren

25  2.3 Soziale Risikofaktoren

26  2.4 Bedingende und aufrechterhaltende Faktoren: Ein integratives Modell

27  3 Intervention

28  3.1 Prävention: Soziales Kompetenztraining

29  3.2 Anwendung in der Schule

30  Literatur

31  Schüchterne/sozial ängstliche Kinder in der Schule: Zusammenhänge mit schulischen Aspekten, Migration und Geschlecht

32 Barbara Gasteiger-Klicpera, Franziska Reitegger & Matthias Krammer

33  1 Schüchternheit und soziale Ängste in der Entwicklung von Kindern und Jugendlichen

34  2 Zusammenhang mit dem Geschlecht der Kinder und Jugendlichen

35  3 Zusammenhang von Schüchternheit und sozialer Ängstlichkeit mit kulturellen Aspekten und Migrationshintergrund

36  4 Der Einfluss des sozialen Schul- und Klassenklimas sowie der Qualität der Beziehungen zwischen Lehrpersonen und Schüler/-innen

37  5 Empirische Untersuchung

38  5.1 Methodisches Vorgehen

39  5.2 Untersuchungsinstrumente

40  5.3 Stichprobe

41  5.4 Statistische Auswertung

42  6 Ergebnisse

43  6.1 Unterschiede nach Schultyp und Schulstandort

44  6.2 Korrelationsanalysen zu Aspekten der Schulebene, der Klassenebene und der individuellen Ebene

45  6.3 Identifikation von Risikofaktoren

46  7 Zusammenfassung und Diskussion

47  Literatur

48  Jugendliche mit internalisierender Symptomatik auf Sekundarstufe II: Wohlbefinden und Belastungen

49 Annette Krauss, Patrizia Röösli & Claudia Schellenberg

50  1 Einleitung

51  2 Internalisierende Symptomatik im Jugendalter

52  3 Wohlbefinden und Anforderungsbewältigung von Jugendlichen mit internalisierenden Symptomen

53  4 Untersuchung zu Wohlbefinden und Belastungen von Lernenden mit internalisierender Symptomatik an Berufsfach- und Mittelschulen

54  4.1 Stichprobe

55  4.2 Instrumente

56  4.3 Statistische Analysen

57  4.4 Ergebnisse der Studie

58  4.5 Diskussion

59  5 Schlussfolgerungen

60  Literatur

61  Aktuelle Therapiemethoden zur kognitiv-behavioralen Behandlung sozial ängstlicher Kinder und Jugendlicher

62 Siebke Melfsen & Susanne Walitza

63  1 Therapiebedürftigkeit

64  2 Methoden der klassischen kognitiv-behavioralen Angsttherapie

65  2.1 Überblick über klassische kognitiv-behaviorale Interventionsmethoden

66  2.2 Therapiemanuale

67  2.3 Empirische Befunde

68  2.4 Weitere Behandlungsparameter

69  3 Weitere innovative Forschungsansätze

70  3.1 Gründe für weitere innovative Forschungsansätze

71  3.2 Kurzzeitige Intensivtherapien

72  3.3 Selbsthilfe-Programme

73  3.4 Achtsamkeit (mindfulness) und Selbstfürsorge (self-compassion)

74  4 Zusammenfassung

75  Literatur

76  Ängstliche Kinder in der Schule. Ein personzentriertes Verständnis und Handlungsempfehlungen für Lehrpersonen

77 Margaretha Florin

78  1 Angst und Ängstlichkeit im Umfeld von Schule und Unterricht

79  1.1 Ängste und Ängstlichkeit im schulischen Alltag

80  1.2 Auswirkungen von Ängsten auf das Lernen und Wohlbefinden

81  2 Ein personzentriertes Verständnis von Ängsten und Ängstlichkeit

82  2.1 Menschenbild und Persönlichkeitstheorie des personzentrierten Ansatzes

83  2.2 Entstehung von Ängsten und Ängstlichkeit nach dem personzentrierten Ansatz

84  3 Umgang mit Ängsten und Ängstlichkeit im schulischen Alltag

85  3.1 Haltung der Lehrperson und Beziehungsebene

86  3.2 Unterrichts- und Klassenklima

87  3.3 Ideen zur spezifischen Förderung

88  4 Schlusswort

89  Literatur

90  Der Umgang mit schüchternen Kindern im Unterricht

91 Xenia Müller

92  1 Erkennen und Wahrnehmung von Schüchternheit durch die Lehrperson

93  2 Schulleistungen und Leistungsbeurteilungen

94  3 Schüchterne Kinder und Peerbeziehungen

95  4 Handlungsansätze für den Unterricht

96  4.1 Schüchternheit erkennen und Haltungen reflektieren

97  4.2 Umgang mit Ängsten und emotionale sowie soziale Kompetenzen stärken

98  4.3 Förderung der Teilnahme am Unterricht

99  4.4 Soziale Integration in die Schulklasse

100  4.4 Leistungsbeurteilung

101  Literatur

102  Das unsichtbare Kind – Nonverbaler Ansatz zur Identifizierung von schüchternen und sozial ängstlichen Kindern

103 Iris Bräuninger, Rosemarie Samaritter & Sue Curtis

104  1 Einführung ins Thema

105  2 Literaturüberblick

106  3 Identifizierung von schüchternen und sozial unsicheren Kindern durch beobachtbaren nonverbalen Ausdruck

107  4 Fallvignetten zur Zielsetzung im schulisch-therapeutischen Setting mit schüchternen und sozial ängstlichen Kindern

108  4.1 Fokussieren auf nonverbale Hinweise

109  4.2 Kinder im allgemeinen Raum

110  4.3 Kinder im persönlichen Raum

111  4.4 Der symbolische Bewegungsausdruck

112  5 Schlussfolgerung

113  Danksagung

114  Literatur

115  6 Anhang

116  6.1 Nonverbale Checkliste für Fachkräfte zur leichteren Identifizierung schüchterner und sozial ängstlicher Kinder

117  Schüchterne Kinder in der Schule Möglichkeiten der Ermutigung mit Body 2 Brain CCM®

118 Claudia Croos-Müller

119  1 Möglichkeiten der Ermutigung: Körpercodes gegen Schüchternheit

120  1.1 Embodiment und Körperpsychotherapien

121  1.2 Die Body 2 Brain CCM® Methode: einfache Körpercodes zur gezielten Selbststeuerung von Affekt, Kognition und Verhalten

122  1.3 Neurophysiologie und Body 2 Brain CCM® Wirkungsweise

123  2 Zentrales Nervensystem, peripheres Nervensystem und Neurophysiologie im Zusammenspiel mit Körper und Psyche

124  2.1 Das zentrale Nervensystem

125  2.2 Das periphere Nervensystem

126  2.3 Die Hirnnerven

127  2.4 Emotionen und Neurotransmitter

128  3 Schüchternheit – Ängstlichkeit – Selbstwertproblematik – soziale Phobie

129  3.1 Neurophysiologie und Körpersignale

130  3.2 Body 2 Brain CCM® Körpercodes – Grundformen und Kombinationen (Croos-Müller 2019)

131  4 Body 2 Brain CCM® Körpercodes – Übungsbeispiele für schüchterne Kinder

132  Literatur

133  Mit Musik geht alles besser? Musiktherapie für schüchterne, sozial ängstliche Kinder und Jugendliche

134 Susan Christina Annamaria Burkhardt

135  1 Einführung

136  2 Der Mensch ist ein musikalisches Wesen

137  3 Musik als therapeutisches Mittel

138  3.1 Musiktherapie mit Kindern und Jugendlichen

139  3.2 Wirkung von Musiktherapie

140  4 Musiktherapie für schüchterne Kinder und Jugendliche

141  4.1 Methoden der Musiktherapie bei Schüchternheit

142  4.2 Beispiele erfolgreicher musiktherapeutischer Interventionen

143  5 Musiktherapie und Schule

144  5.1 Entwicklungsförderung durch Musiktherapie in der Schule

145  6 Fazit

146  Literatur

147  Schüchternheit und Mobbing – Hintergrundwissen und Handlungsmöglichkeiten im pädagogischen Arbeitsfeld

148 Vanessa Jantzer & Michael Kaess

149  1 Einführung in das Thema Mobbing

150  1.1 Definition von Mobbing

151  1.2 Erscheinungsformen von Mobbing

152  1.3 Häufigkeit von Mobbing

153  1.4 Entstehungsbedingungen von Mobbing

154  1.5 Folgen von Mobbing

155  2 Soziale Angst

156  2.1 Potentielle Einflussfaktoren

157  3 Praktische Implikationen

158  3.1 Individuelle Schutzfaktoren speziell für schüchterne Kinder

159  3.2 Allgemeine Schutzfaktoren

160  3.3 Resilienz

161  4 Fazit

162  Literatur

163  Selbstverletzendes Verhalten bei sozial ängstlichen Jugendlichen

164 Tina In-Albon & Daniela Schwarz

165  1 Fallbeispiel

166  2 Selbstverletzendes Verhalten

167  3 Selbstverletzendes Verhalten und soziale Ängste

168  4 Interventionen

169  5 Zusammenfassung

170  Literatur

171  Eltern und ihre schüchternen Kinder im Kontext Schule

172 Beatrice Uehli Stauffer

173  1 Einleitung

174  2 Ausgangslage

175  3 Eltern sind nicht gleich Eltern – Die Interaktion von individuellen und soziokulturellen Rahmenbedingungen

176  3.1 Elterliche Risikofaktoren

177  4 Was Eltern wissen müssen – Relevante kindliche Entwicklungsbereiche

178  4.1 Bindungserfahrungen und Emotionsregulation

179  4.2 Selbstwirksamkeitserfahrung und ein realistisches Selbstkonzept

180  5 Was können Eltern tun?

181  5.1 Stärkung der Selbstwirksamkeitsüberzeugung

182  5.2 Ermöglichen von Erfahrungen in der Peergruppe

183  6 Fazit

184  Literatur

185  Die Autorinnen und Autoren

Vorwort

Im Verlauf meiner langjährigen Beschäftigung mit der sozialen Entwicklung von Kindern im Grundschulalter verengte sich mein Interesse immer mehr auf die spezifische und vernachlässigte Gruppe der schüchternen und sozial ängstlichen Schülerinnen und Schüler. Es wurde mir zunehmend bewusst, dass die Stillen in der Schule die Vergessenen sind. Das war selbst in der Forschung lange Zeit so.

Die damals zahlreichen auf aggressiv-störendes Verhalten ausgerichteten Publikationen motivierten mich erst recht dazu, in erster Linie die schüchternen Kinder in den Blick zu nehmen. Ganz im Gegensatz zur Tatsache, dass soziale Ängstlichkeit und Schüchternheit an unseren Schulen mindestens ebenso verbreitet sind wie Aggressivität und störendes Verhalten, wird der Leidensdruck von schüchternen und stillen Kindern auch heute noch leicht übersehen.

Schüchternheit ist ein sehr verbreiteter und gewohnter Bestandteil des menschlichen Verhaltens und längst nicht in jedem Fall ein Problem. Wer hat nicht schon Situationen erlebt, in denen man wirklich oder vermeintlich zu schüchtern gehandelt hat und sich ein mutigeres Vorgehen gewünscht hätte. Problematisch wird Schüchternheit vor allem dann, wenn sie das angemessene Verhalten mit großer Regelmäßigkeit in einer Vielzahl alltäglicher Situationen blockiert. Die Blockade beruht einerseits auf überzeichneten sozialen Befürchtungen (sie werden mich auslachen/sie werden mich ablehnen/ich werde dumm dastehen) und andererseits auf einem ausgeprägten Vermeidungsverhalten, das sich bis zur Schulverweigerung steigern kann. Auch schon bei milderen Formen von Schüchternheit sind die reduzierte Unterrichtsbeteiligung und die eingeschränkten Beziehungen zu Gleichaltrigen typisch.

Schüchternheit tangiert aber nicht nur einzelne Handlungsbereiche, sondern die gesamte Persönlichkeit, insbesondere auch die Selbstwahrnehmung und das Selbstvertrauen. Wegen des angeschlagenen Selbstvertrauens neigen Schüchterne dazu, ihre Fähigkeiten zu unterschätzen, woraus wiederum negative Folgen für das Lernen, die Lernfreude und die Erfolgszuversicht entstehen. Schüchterne äußern häufiger die Formel »Ich weiß nicht« als ein überzeugtes »Das kann ich«. Eltern kennen diese Schwierigkeiten nur zu gut. Viele Mütter und Väter mussten sich seit der Kindergartenzeit sagen lassen »Ihr Kind sagt nichts, macht nicht mit, steht immer abseits«. Eltern und Lehrpersonen gelingt es häufig nicht, angemessen auf das gehemmte und ängstlich vermeidende Verhalten der Schüchternen zu reagieren. Aus Mangel an wirkungsvolleren Maßnahmen beschränken sich Erwachsene zu oft auf meist wirkungslose Aufforderungen wie »Mach doch besser mit im Unterricht« oder »Sag doch auch mal was«. Die irrige Meinung, Schüchternheit lasse sich mit etwas mehr Motivation und gutem Willen von den Betroffenen selber überwinden, steht im Widerspruch zur Vielschichtigkeit und Tiefe des Problems.

Besonders im Rahmen der Schule muss sich deshalb ein professionelles Verständnis von Schüchternheit und sozialer Ängstlichkeit entwickeln. Dazu gehört nicht nur das theoretische Wissen um die Hintergründe und Auswirkungen von sozialen Hemmungen auf die Persönlichkeit und das Lern- und Sozialverhalten von Schülerinnen und Schülern, sondern auch ein fundiertes Handlungswissen im Umgang mit den Betroffenen. Wo Lehrpersonen an die Grenzen ihrer Möglichkeiten stoßen, sollten, wie bei anderen schulischen Schwierigkeiten, spezialisierte Fachpersonen unterstützend zur Seite stehen. Ich bin überzeugt, dass die vorliegende Sammlung von sehr sorgfältig ausgewählten Beiträgen zu zentralen Aspekten von Schüchternheit in der Schule den Leserinnen und Lesern wertvolle Einsichten und Kenntnisse vermittelt und dabei hilft, die Schüchternen in Zukunft weniger zu vergessen.

Georg Stöckli

Einführung: Das Phänomen und Problem der Schüchternheit bei Kindern und Jugendlichen?
Susanne Amft, Beatrice Uehli Stauffer & Susan C. A. Burkhardt
Hintergrund

Bei der Planung der Fachstelle »Verhaltensauffälligkeiten und herausfordernde Situationen« am Institut für Verhalten sozio-emotionale und psychomotorische Entwicklungsförderung an der Interkantonalen Hochschule für Heilpädagogik, Zürich, hatten wir im Sinn, Lehrpersonen und Schulen bei schwierigen Situationen im Schulalltag zu beraten. Wir stellten drei Fragen in den Vordergrund

1. Erleben Sie Situationen in der Schule, die Sie täglich herausfordern?

2. Gibt Ihnen das Verhalten eines bestimmten Kindes oder Jugendlichen Rätsel auf?

3. Fragen Sie sich, wie Sie ein/-e Schüler/-in erreichen und bestmöglich fördern können?

Wir erhielten viele Anfragen. in denen Probleme mit aggressiv und hyperaktiv auffälligen Kinder geschildert wurden, die die Lehrpersonen an den Rand ihrer Belastbarkeit brachten.

Niemand wollte dagegen von uns wissen, welches Rätsel hinter dem Kind steckt, das sich im Unterricht niemals meldet, immer verträumt und zurückgezogen in der Klasse sitzt und, wenn die anderen spielen, lieber zuschaut. Niemand fragte bisher, wie er dieses Kind erreichen könne und welche Hilfestellung es möglicherweise benötigt.

Überraschend ist dies nicht, denn gerade die wilden, störenden Kinder erfordern meist die ganze Aufmerksamkeit der Lehrpersonen, damit der Unterricht möglichst reibungslos gestaltet werden kann. Hier scheint es offensichtlich, dass etwas geschehen muss.

Doch was ist mit diesen schüchternen, in sich zurückgezogenen Kindern, die oft im Klassenzimmer unbemerkt bleiben? Wie kann eine Lehrperson diese Kinder erkennen, die nicht nur ein wenig still sind, sondern möglicherweise tatsächlich Hilfe benötigen?

Schüchterne Kinder sind auch deswegen schwierig zu erkennen, weil sie sich ihrer Probleme schämen. In unserer Gesellschaft wird ein gewisses Maß an Beteiligung und Eigeninitiative sozial gewünscht und auch gefordert: »Sei doch nicht so schüchtern«, »Jetzt sag doch mal was«, »Hat’s dir die Sprache verschlagen?«, »Kannst du nicht reden?« – Schüchterne sind in ihrem Verhalten gehemmt und leiden unter solchen Etikettierungen.

Janr və etiketlər

Yaş həddi:
0+
Litresdə buraxılış tarixi:
19 dekabr 2025
Həcm:
439 səh. 32 illustrasiyalar
ISBN:
9783170395305
Müəllif hüququ sahibi:
Bookwire
Yükləmə formatı:

Oxşar kitablar