Kitabı oxu: «In der Gewalt meines Herrn: Erika Lust-Erotik»

Şrift:

Reiner Larsen

In der Gewalt meines Herrn: Erika Lust-Erotik

Lust

In der Gewalt meines Herrn: Erika Lust-Erotik Übersetzung Rebecca Jakobi Original I min herres vold Copyright © 2018, 2019 Reiner Larsen Wiese und LUST All rights reserved ISBN: 9788726076189

1. Ebook-Auflage, 2019

Format: EPUB 2.0

Dieses Buch ist urheberrechtlich geschützt. Kopieren für andere als persönliche Nutzung ist nur nach Absprache mit LUST gestattet.

Ich bin auf dem Weg zu meinem Herrn. Ich habe mich seit Tagen darauf gefreut. Drei Tage vor der Verabredung erinnert mich mein Telefon daran. Es ist wie eine Bombenwarnung für meine Sinne. Endlich bekomme ich, was ich mir schon immer gewünscht habe. Es passiert nicht zufällig ausgerechnet jetzt. Da bin ich mir ganz sicher. Die letzten drei Jahre haben sich nur um mich gedreht. Um mich und um das, was ich mir aufbauen will. Ich bin weit weggezogen. Fort von einem weiteren Ex. Fort, um zu versuchen, jemand zu sein. Das hat mein Leben ausreichend gefüllt. Jetzt gibt es nur mich und meine Fähigkeiten. Nur das. All das!

Ich erreichte die Stadt mit meinem Gesellenbrief und nur wenig anderem. Ich habe ein Foto von mir, wie ich vor dem Hostel stehe. Den Rucksack über eine Schulter gehängt. Ganz neu in einer ganz neuen Stadt. Genau dort fasste ich den Entschluss, glücklich zu sein. Ich wohnte vier Monate lang in dem Hostel. In den Kojen neben mir wohnten unterbezahlte, rumänische Handwerker, gutgelaunte Touristen, Geflüchtete aller Art. Die einzig festen Bestandteile waren die Angestellten und die Inhaberin. Es vergingen einige Tage, in denen ich die Stadt besichtigte und spürte. Danach ging alles ganz schnell. Ich sprach mit der Inhaberin des Hostels. Ich fragte, ob ich ihre Öfen benutzen durfte. Es gab zwei davon in der Küche. Ich bekam die Erlaubnis, wenn ich versprach, um sieben Uhr fertig zu sein, da sie dann das Frühstück – Toast und Cornflakes - servierten. Innerhalb der ersten Tage platzierte ich meine Brote auf dem Frühstückstisch. Schon um halb acht waren sie alle weg. Die Inhaberin, Rosanna, war eine Frau in ihren Dreißigern und erfuhr von ihren Angestellten davon. Normalerweise kam sie erst im Lauf des Vormittags. Ein paar Tage später stand sie um halb sieben in der Küchentür. Sie wollte probieren. Nach ein paar Bissen bot sie mir an, für das Hostel zu backen und im Gegenzug kostenlos dort wohnen zu dürfen. Wir begannen uns zu unterhalten. Eine Woche lang traf sie jeden Tag frühzeitig ein, um zu sehen, was ihre Investition so drauf hatte, aber auch, um mit mir zu plaudern. Wir wurden Freundinnen, bevor die Woche vorüber war. Sie hat mir meine Wohnung organisiert, sie hat mir geholfen, meine erste Bäckerei zum Laufen zu bringen und sie hat mich meinem Herrn empfohlen.

Das geschah noch, bevor ich in meine Wohnung zog. Wir kannten uns seit fast zwei Monaten. Die kleine Bar des Hostels war leer. Sie und ich fügten abwechselnd Songs einer Spotify-Playlist hinzu. Wir tranken Gin Tonic. Nicht das Gesöff aus der Bar. Rosannas eigenen. Wir betranken uns. Wir begannen über Sex und Männer zu plaudern.

„ Bist du bereit für einen Schocker?“, lallte sie ganz unverhofft. „Dann zeige ich dir jetzt, worauf ich stehe.“

Ich wurde nervös und befürchtete, sie könnte mich meinen. Aber ich war betrunken und wenn ich es mit einer Frau versuchen sollte, konnte ich mir keine andere als Rosanna vorstellen. Sie ist ein echtes Latinoluder. Strotzender Arsch, hübsche B-Körbchen, schmale Taille, dunkle Mangaaugen. Immer in Absatzschuhen und meistens in einem Kleid oder Rock.

„ Komm her“, sagte sie. Anscheinend war sie der Meinung, ich könnte ihre Vorlieben nicht von meinem Barhocker aus betrachten. Ich hüpfte lächelnd herunter und kam zu ihr. Ganz und gar darauf eingestellt, mit ihr zu knutschen.

„ Das hier liebe ich“, sagte sie und schaltete eine kleine Lampe hinter sich an. Ich sollte gut sehen können. Sie begann ihr Kleid anzuheben. Erst langsam, dann hob sie es in einem Ruck über ihren beneidenswerten Hintern. Zuerst konnte ich es im Halbdunkel nicht erkennen. Ich kam einen Schritt näher. Sie drehte mir ihren Hintern zu. Da sah ich die einander kreuzenden roten Striemen. Sie wirkten leicht geschwollen. Ich hatte sie an diesem Tag nie sitzen sehen. Wir tauschten uns lange über unsere Vorlieben aus. Über die Schwierigkeit einen Mann zu finden, der uns gab, was wir brauchten. Dann erzählte sie von der Klinik. So nennen wir sie beide. Sie erzählte, dass sie sich einen solchen Ort immer erträumt hatte. Dass sie sich erträumt hatte, zu einem Herrn gehen zu können. Einen Termin zu vereinbaren. Ihre Bedürfnisse erfüllt zu bekommen und dann nach Hause zu gehen und ihre Kinder ins Bett zu bringen. Sie hatte ihre Fantasie sogar an eine Webseite geschickt, die die Fantasien sämtlicher Leute verfilmte. Vor fast einem Jahr hatte sie dann bei einem Treffen für selbstbewusste Frauen von der „Klinik“ gehört. Als ich die Brötchen in den Ofen schob, war ich feucht und besoffen. Wir gingen erst schlafen, als das Frühstück eröffnet wurde. Wir umarmten uns sturzbetrunken.

„ Ich schicke dir später die Nummer“, flüsterte sie. Später schlief ich mit beiden Händen zwischen den Beinen ein.

Jetzt bin ich hier. Besitzerin einer kleinen Bäckerei und dabei, eine zweite zu eröffnen. Ich mache, was ich liebe und verdiene gut dabei. Ich erinnere mich oft an den Verlauf meiner Reise. Ich musste lernen, stolz auf das zu sein, was ich tue. Und das bin ich jetzt auch, während ich auf Rosannas Fahrrad durch die Straßen fahre. Ich bin angekommen. Stelle das Fahrrad ab. Ich gehe zur Tür. Ich bewege mich, als wäre ich wieder ein kleines Mädchen. Ich brenne vor Eifer. Manche Leute behaupten, ich wäre wie ein Gummiball. Das war in meinen verzweifelten Jahren, als ich mich misslungen fühlte. Als ich mich träge durch die Straßen meiner Heimatstadt schleppte. Als ich meinte, ich wäre falsch zusammengebaut. In den Jahren, als ich Freund um Freund, Liebhaber um Liebhaber erfolgslos versuchte, einen Orgasmus zu bekommen. Ich verstand es nicht. In den Pornos sind alle Männer heiß darauf, zu dominieren. Selbst in denen, die mit BDSM nichts zu tun haben. Aber ich hatte nie einen Partner, der damit klarkam. Keinen einzigen, der richtig begriff, dass ich das für einen Orgasmus brauchte. Es fühlte sich an, als würde ich etwas von ihnen verlangen, das sie nicht wollten. Dieses Gefühl ist schwer zu beschreiben. Die paar Typen, die ich liebte, wollten mir einen Orgasmus ermöglichen und ich träumte davon, sie auch glücklich zu machen. Eine doppelte Enttäuschung, wenn das nicht funktionierte. Nach einer Weile merkte ich ihnen die Unsicherheit an. Sie wurden eifersüchtig, weil ihnen klarwurde, dass sie mir nicht geben konnten, was ich unbedingt brauchte. Ich lüge nie. Auch im Bett nicht. Ich wünschte, es würde ihnen nichts ausmachen. Mit mir zu tun, was sie wollen.

Jetzt bekomme ich meine Orgasmen so oft ich will und so oft ich genug Geld habe. Ich brauche nicht nachzudenken. Mein Herr weiß, was mir gefällt. Er tut alles, wonach ich mich schon so lange gesehnt habe.

Pulsuz fraqment bitdi.