Kitabı oxu: «doggi-golf»

Foto: Thorsten Rumpf
DER NEUE TRENDSPORT
Mit Bauanleitung für zu Hause
Steffi Rumpf
doggi-GOLF
MINIGOLF FÜR HUNDENASEN

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Autorin und Verlag haben den Inhalt dieses Buches mit großer Sorgfalt und nach bestem Wissen und Gewissen zusammengestellt. Für eventuelle Schäden an Mensch und Tier, die als Folge von Handlungen und/oder gefassten Beschlüssen aufgrund der gegebenen Informationen entstehen, kann dennoch keine Haftung übernommen werden.
Impressum

Copyright © 2020 Cadmos Verlag GmbH, München
Covergestaltung: Gerlinde Gröll, Cadmos Verlag GmbH
Gestaltung und Satz des Innenteils: Christoph Senechal, DAS AGENTURHAUS, München
Lektorat: Maren Müller
Coverfoto/Rückseite: Thorsten Rumpf
Fotos im Innenteil: Steffi Rumpf, Thorsten Rumpf, Archiv Steffi Rumpf (Daniel Diehl, Petra Hermes, Prins Petfoods NL/Judith Lissenberg, Kristina Schulz)
Deutsche Nationalbibliothek – CIP-Einheitsaufnahme
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.ddb.de abrufbar.
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Alle Rechte vorbehalten.
ISBN 978-3-8404-2060-3
eISBN 978-3-8404-6481-2

(Foto: Thorsten Rumpf)
Inhalt
doggi-golf, die neue Hundesportart
Das Beste aus zwei Sportarten
Minigolf
Treibball
Die Ziele und Grundregeln von doggi-golf
Die Vorteile von doggi-golf
Die Materialien
Geeignete Bälle
Ziellöcher und erste Hindernisse für zu Hause
Begrenzungen und Untergründe für zu Hause
Größere Bahnen und weitere Hindernisse für drinnen und draußen
Feste Bahnen selbst bauen?
Erste Trainingsschritte
Stupsübungen für Einsteiger
Kontinuierliches Schieben
Die Anzeige
Wie geht es nun weiter?
Übungen auf einer ersten Bahn
Aufbau einer Verhaltenskette – das Ziel im Visier
Den Fokus auf das Zielloch verstärken
Immer schön ruhig!
Lenken und Hindernisse überwinden
Lenkübungen für Anfänger
Erste Winkel
Die ersten kompletten doggi-golf-Bahnen
Hindernisse bewältigen
Die Qual der Wahl – Bahnen mit mehreren Ziellöchern
Zusammenfassung: Mögliche Aufgabenstellungen und Hindernisse
Training in der Gruppe und Turniere
Trainingseffekte beim Üben in der Gruppe
Ablauf eines doggi-golf-Spiels mit mehreren Mensch-Hund-Teams
Besonderheiten bei Turnieren
Rahmenbedingungen bei einem Turnier
Lösungsmöglichkeiten für häufige Probleme
Den Ball in den Fang nehmen/apportieren
Frühstart
Hektik auf der Bahn
Der Hund arbeitet langsam und unmotiviert
Verlassen der Bahn
Unruhe beim Warten
Ressourcenverteidigung
Über die Begrenzung hinaustreiben
Der Hund zeigt zu kurz an
Trainingsspiele
Widerspenstige Gegenstände schieben
Im Slalom treiben
Kegeln
Billard
Spiele auf der doggi-golf-Bahn
Anhang
Über die Autorin
Infos zu den Geräten
Danke
Stichwortregister

(Foto: Thorsten Rumpf)

(Foto: Thorsten Rumpf)
doggi-golf, die neue Hundesportart
Als mein Mann und ich uns irgendwann Anfang 2019 die ersten Gedanken zu einer Art Minigolf für Hunde gemacht haben, hätten wir niemals vermutet, dass unsere Idee in der Hundeszene so schnell so großen Anklang finden würde. Tatsächlich hatten wir es zunächst eher als Spielerei für unsere Trainingsgruppen gedacht, insbesondere für die Leute, die bei uns Treibball spielen, denn das ist doggi-golf im weitesten Sinne: Treibball in Miniaturform auf Bahnen mit Hindernissen, ähnlich wie bei einem Minigolfparcours für Menschen.
Nachdem wir anfangs noch mit großen Bällen, Bierbänken und anderen sperrigen Hilfsmitteln als Hindernissen experimentiert hatten, kamen wir zu dem Schluss, dass wir kleinere Bälle nutzen wollen, um kleinere Hindernisse einbauen und das Training an Regentagen auch mal in die Wohnung verlegen zu können.
Meine Erfahrung hat gezeigt, dass es beim Treibball häufig schwierig ist, kleine oder sehr kleine Hunde über große Distanzen hinter die Gymnastikbälle zu schicken, zumal die großen Bälle ihnen die Sicht versperren, wenn sie in der gewünschten Position angekommen sind. Selbstverständlich können kleine Hunde dennoch Treibball spielen lernen – es ist ein großartiger Sport. Mit doggi-golf wollten wir aber noch eine neue Option schaffen, bei der alle Hunde gleiche Voraussetzungen – und gleich gute Sicht – haben. Es sollte eine Alternative für Hunde sein, die nicht so gern mit großem Abstand arbeiten, und natürlich auch eine neue Idee für alle anderen Hunde und ihre Menschen, die sich noch mehr Abwechslung und neue Herausforderungen wünschen.
Außerdem erhofften wir uns, dass das Training für dieses neue Spiel einen positiven Effekt auf Hunde haben würde, die sich beim Anblick eines kleineren Balls schnell aufregen und diesen sofort tragen und apportieren wollen. Ziel war, eine gewisse Impulskontrolle zu erreichen, weil ein zu hohes Erregungslevel bekanntlich nicht sehr gesund ist, aber dennoch bei vielen Hundesportarten gefördert wird. Das sollte beim doggi-golf anders sein.
Vonseiten der Teilnehmer kam dann eines Tages beim Treiben der kleineren Bälle um und über Hindernisse, die wir als Hilfe für die Hunde unterschiedlich begrenzt hatten, der Ausspruch: „Das sieht ja aus wie Minigolf.“ Damit hatte die Idee einen Namen: doggi-golf.
In unzähligen Stunden zu Hause und auf dem Platz haben wir diese faszinierende neue Beschäftigungsmöglichkeit weiterentwickelt. Mit unseren Hunden, mit Hunden von Teilnehmern und auch ohne Hunde haben wir überlegt, getüftelt, gezeichnet, gebaut, ausprobiert, verworfen und darüber hinaus unendlich viel Spaß mit der tollen allerersten doggi-golf-Testgruppe gehabt. Vielen Dank euch allen, dass ihr immer wieder bereit wart, uns in jeglicher Hinsicht zu unterstützen, selbst als noch nicht ganz klar war, wo die Reise eigentlich hingehen wird!

(Foto: Thorsten Rumpf)
Das Beste aus zwei Sportarten
doggi-golf beinhaltet Elemente aus zwei interessanten Sportarten, die an sich schon viel Spaß machen. Ich möchte die wesentlichen Aspekte hier noch mal kurz vorstellen und erklären, wie doggi-golf beide verbindet.
Minigolf
Minigolf kennen wahrscheinlich alle. Es ist ein Spiel für jedermann, bei dem es nicht um sportliche Höchstleistungen geht, sondern in erster Linie darauf ankommt, gemeinsam Spaß zu haben. Man kann es bereits als Kind und bis ins hohe Alter spielen. Besonders athletisch muss man dazu nicht sein und auch Menschen mit Handicap können hier gleichberechtigt mitmachen. Dadurch steht Minigolf allen offen, die Lust haben mitzuspielen. Niemand wird durch körperliche Einschränkungen ausgebremst.
Häufig wird in einer Gruppe gespielt. Zuerst bespielen alle Gruppenmitglieder nacheinander die erste Bahn. Ziel ist, möglichst wenige Schläge mit dem Minigolfschläger zu benötigen, um einen kleinen Ball in das Loch auf der Bahn zu befördern. Haben alle Spieler die Bahn bewältigt (wobei es pro Bahn eine Höchstzahl zugelassener Schläge gibt), werden die Ergebnisse auf einem Block notiert und man geht gemeinsam weiter zur nächsten Bahn. Die Bahnen halten verschiedene Schwierigkeiten bereit, etwa Hindernisse, die umspielt werden müssen, Schrägen, erhöht liegende Löcher, Hügel und vieles mehr. Nach der letzten Bahn erfolgt die Auswertung. Derjenige Spieler, der insgesamt für alle Bahnen die wenigsten Schläge gebraucht hat, hat gewonnen.
Das Schöne beim Minigolf ist, dass man sich gegenseitig anfeuert oder auch innerhalb der Gruppe in eine freundschaftliche Konkurrenz tritt. Besonders großen Spaß macht es meistens, wenn man als Gruppe gegen eine andere Gruppe spielt.
Minigolf als Urlaubs-Outdoorspaß ist mittlerweile etwas aus der Mode gekommen. Die relativ neue Indoorvariante Schwarzlicht-Minigolf, die im Dunkeln gespielt wird, erlebt aber in den letzten Jahren einen Aufschwung. Diese Art Minigolf finden auch die heutigen Jugendlichen wieder „cool“.
Treibball
Treibball hat sich in den letzten Jahren als weitverbreiteter und beliebter Sport für Hunde und ihre Menschen etabliert. Die ursprüngliche Aufgabe war, acht Gymnastikbälle in ein Tor zu befördern. Das ist auch nach wie vor die Hauptdisziplin bei Treibballturnieren. Der Hundeführer darf das Tor nicht sehr weit verlassen und dirigiert seinen Hund beim Treiben der Bälle mit Stimmsignalen und Sichtzeichen.
Mittlerweile wurden diverse Treibballspiele entwickelt, etwa das Treiben der Bälle in einer bestimmten Reihenfolge, im Team, über Hindernisse und viele weitere Varianten. Im Internet gibt es außerdem regelmäßig sogenannte Treibball-Challenges mit immer neuen interessanten Herausforderungen, für die Mensch und Hund gemeinsam trainieren können.
Treibball wurde in erster Linie für Hütehunde erfunden, eignet sich aber für fast alle Hunderassen sehr gut. Wird das Training richtig aufgebaut, wobei viel Wert auf ruhiges Arbeiten gelegt werden sollte, fördert Treibball die Impulskontrolle und erweist sich als ausgesprochen vielseitig. Es geht darum, den Hund gezielt nach rechts und links hinter bestimmte Bälle schicken und ihn dabei auch auf große Distanz kontrollieren zu können. Es gibt zahllose Variationsmöglichkeiten, sodass Denksportaufgaben mit viel Bewegung beim Treiben der Bälle kombiniert werden.
Der Nachteil ist, dass für das Training eine relativ große Fläche erforderlich ist. Zudem arbeitet nicht jeder Hund gern auf große Distanz und nicht alle Hunde dürfen oder wollen sich so viel und so schnell bewegen.

Beim Treibball werden Gymnastikbälle über weite Strecken in ein Tor getrieben.
(Foto: Archiv Steffi Rumpf/Daniel Diehl)
Die Ziele und Grundregeln von doggi-golf
Gespielt wird doggi-golf auf Bahnen, die unterschiedliche Schwierigkeiten aufweisen, wie zum Beispiel die Form der Bahn, auf der Bahn platzierte oder in sie eingebaute Hindernisse, die Anordnung der Ziellöcher oder auch die Beschaffenheit des Bodens.
Reguläre doggi-golf-Bahnen sind 4 bis 7 Meter lang. Sie können aus unterschiedlichen Materialien bestehen, dürfen jedoch keinerlei Verletzungsgefahr für die Hunde bergen. Die Aufbaumöglichkeiten sind vielfältig: Um die Ecke, in U-Form, in Wellenform und zahlreiche andere Formen sind möglich. Die Breite einer Bahn beträgt zwischen 60 und 120 Zentimetern.
Für Hindernisse gibt es zahlreiche Möglichkeiten. Beispiele sind Ziellöcher an Schrägen, Gegenstände, um die der Ball herumgetrieben werden muss, Wippen, Hügel und Tunnel. Unterschiedliche Untergründe können ebenfalls eine Herausforderung darstellen. Wie die Bahnen selbst müssen auch die Hindernisse und Untergründe so konzipiert sein, dass sie für Hunde aller Größen gefahrlos zu bewältigen sind.
In der Regel hat jede Bahn ein Loch, in das der Hund einen Ball von 8 bis maximal 12 Zentimetern Durchmesser hineintreiben sollte. Die Löcher selbst haben einen Durchmesser von mindestens 13 bis maximal 19 Zentimetern – je kleiner, desto größer die Herausforderung. Die Löcher sind in der Regel rund, anders geformte Zielvertiefungen sind aber denkbar. Zudem gibt es Bahnen mit mehreren Ziellöchern und Bahnen, bei denen Aufbauten/Hindernisse das Ziel bilden, wobei auch diese dann mit einer Art Loch versehen sind. Die Löcher können sich an unterschiedlichen Stellen der Bahn befinden, müssen also nicht zwangsläufig immer am Ende sein.
Das Gewicht des Balls kann zunächst frei gewählt werden. Hier haben Hunde unterschiedliche Vorlieben und zudem hängt es vom jeweiligen Hindernis ab, ob sich ein schwererer oder ein leichterer Ball besser eignet. Bei Turnieren darf jeder Teilnehmer seine eigenen, regelkonformen, Bälle mitbringen, vor Ort müssen aber auch immer genügend geeignete Bälle zur Verfügung stehen.
doggi-golf wird meistens in Gruppen gespielt und auch bei Turnieren steht der Teamsport im Vordergrund. Eine Gruppe kann beim Turnier aus maximal drei Menschen und drei Hunden bestehen. Denkbar ist auch, dass eine Person mit mehreren Hunden eine eigene „Gruppe“ bildet. Einzelstarter, also ein Mensch-Hund-Team, können ebenfalls antreten. Selbstverständlich bleibt hier die Gruppendynamik, aufgrund der doggi-golf besonders viel Spaß macht, ein wenig auf der Strecke. Für Menschen mit Hunden, die mit der direkten Nähe von Artgenossen bei der Arbeit gar nicht zurechtkommen, ist diese Variante jedoch eine gute Möglichkeit, trotzdem mit von der Partie zu sein.
Eine Runde doggi-golf besteht aus mindestens vier und maximal 15 Bahnen. Gespielt wird auf Zeit. Pro Bahn ist eine Zeit vorgegeben, innerhalb der Mensch und Hund versuchen müssen, den Ball schnellstmöglich „einzulochen“. In der Regel sind das 2 Minuten, Ausnahmen sind möglich. Gelingt das Einlochen schnell genug, wird die tatsächlich benötigte Zeit auf dem Auswertungszettel notiert. Klappt es nicht, wird die für die betreffende Bahn geltende Höchstzeit aufgeschrieben. So verschlechtert sich das Gesamtergebnis nicht zu extrem, wenn ein Hund bei einer Bahn mal deutlich länger braucht. Nun kann der nächste Starter sein Glück versuchen.
Bei Turnieren darf der Hund auf der Bahn in aller Regel nicht an der Leine geführt werden. Ein gut sitzendes Halsband oder Geschirr sind aber erlaubt, damit er angeleint werden kann, wenn er Pause hat und die anderen Hunde der Gruppe spielen.

Treiben mit der Nase: Das können auch die Jüngsten schon lernen. (Foto: Thorsten Rumpf)
Auf jeder Bahn gibt es eine gedachte Startlinie, auf der der Ball platziert werden muss. Um ein Wegrollen zu verhindern, darf er in einen kleinen Ring gelegt werden. Die Ausrichtung von Hund und Ball darf dabei frei gewählt werden. Ob der Hund auf der Startlinie eher rechts, mittig oder links mit dem Treiben beginnt, gehört also bereits zur Taktik des Teams. Die Zeitmessung startet mit der ersten Ballberührung des Hundes nach Freigabe durch den Hundeführer. Von da an darf der Hundeführer die Bahn weder betreten noch den Hund oder die Bahn berühren.
Gewünscht ist nun ein möglichst ruhiges Arbeiten. Hunde, die den Ball ins Maul nehmen, über die Umrandung hinaustreiben oder die Bahn selbst über die Umrandung hinaus verlassen, müssen bei laufender Zeit vom Start aus neu beginnen.
Zum Treiben darf der Hund seine Nase oder auch den Fang benutzen, solange er den Ball dabei nicht ins Maul nimmt. Auch die Pfoten sind als „Werkzeuge“ erlaubt. Entscheidend ist hier die Vorliebe des Hundes, wobei das Treiben mit der Nase am genauesten ist, sodass schwierigere Hindernisse meist leichter mit der Nase erarbeitet werden können. Dabei ist es an manchen Hindernissen günstig, wenn der Hund den Ball kräftig anstupst und dann rollen lässt, sodass dieser eine weitere Strecke überwindet; an anderen ist ruhiges, konzentriertes Schieben mit dauerhaftem Nasenkontakt am Ball zielführender. Das gilt insbesondere direkt am Loch, beim Überwinden von Steigungen und wenn der Ball um Hindernisse herumgeschoben werden muss. Es ist sinnvoll, beides zu üben und unterschiedliche Signale dafür zu etablieren.

Außer der Nase dürfen auch die Pfoten eingesetzt werden. Das kann hilfreich sein, um den Ball aus einer Ecke zu „angeln“. (Foto: Thorsten Rumpf)
Den Ball am schnellsten im Loch hat nicht unbedingt der sportlichste Hund, sondern derjenige, der am überlegtesten und zielgerichtetsten an die Sache herangeht und sich dabei am besten von seinem Hundeführer lenken und dirigieren lässt. So haben alle Teams, egal ob groß, klein, sportlich, gemütlich, alt oder jung, gleich gute Chancen.
Der Hundeführer darf seinen Hund von außerhalb der Bahn durch Stimm- und Körpersignale oder auch mithilfe seiner eigenen Position lenken und stoppen. Man kann den Hund auf sich zutreiben lassen, neben ihm in dieselbe Richtung laufen oder ihn voranschicken. Eine vorgeschriebene Position des Hundeführers gibt es nicht. Günstig ist es, wenn der Hund mit der Zeit selbst das Loch als Ziel im Blick hat und den Ball nicht, wie beim Treibball gefordert, immer so nah wie möglich zu seinem Menschen treibt. Andernfalls kann es mitunter passieren, dass der Ball hinter dem Loch nah beim Hundeführer an der Umrandung liegt und der Hund nicht auf die Idee kommt, ihn wieder ein Stück von dort wegzutreiben. Aus seiner Sicht ist der Ball schon im (vermeintlichen) Ziel, nämlich beim Menschen. Dieses Missverständnis bereitet besonders dann Probleme, wenn das Zielloch mittig in der Bahn und nicht an einem Ende liegt.
Die Bahn wurde erfolgreich bespielt, wenn der Ball im Loch ist und der Hund dies mit der Nase oder dem Kinn am eingelochten Ball 2 Sekunden lang ruhig anzeigt. Erst nach diesen 2 Sekunden wird die Zeit gestoppt. Die Position, die der Hund bei der Anzeige einnimmt, kann frei gewählt werden. Es müssen jedoch für die Außenstehenden klar eine Anzeige und eine Ruheposition (wie Sitz, Platz, Steh) erkennbar sein. Bei der Zeitnahme gilt Fair Play, das heißt, jede Gruppe stoppt die Zeit der Gruppenmitglieder selbst.

Erst wenn der Ball im Loch ist und vom Hund dort durch Nasen- oder Kinnkontakt 2 Sekunden lang angezeigt wurde, wird die Zeit gestoppt. (Foto: Thorsten Rumpf)
Wie bereits erwähnt, darf der Hund die Bahn während des Treibens nicht verlassen. Auch nach dem Einlochen muss er unbedingt wieder am Start, also der einzigen Seite ohne Begrenzung, von der Bahn geführt werden und darf nicht etwa hinter dem Ziel über die Umrandung springen. Tut er dies nach dem Anzeigen und Stoppen der Zeit dennoch, wird die Zeitnahme fortgesetzt, während der Hund an die Stelle der Bahn geführt wird, wo er fälschlicherweise herausgesprungen ist. Sie wird in dem Fall erst dann endgültig gestoppt, wenn der Hund die Bahn regelkonform an der offenen Seite verlassen hat. Nur bei regelkonformem Verlassen der Bahn endet die Zeit also direkt nach der Anzeige.
Die anderen Hunde aus der Gruppe warten im Umfeld der Bahn und sollten dort angeleint werden. Dazu müssen die Hunde gelernt haben zu akzeptieren, dass ein anderes Team arbeitet, während sie selbst gerade nicht dran sind und ruhig zusehen müssen. Das sollte im Training unbedingt mit geübt werden, wobei der Abstand besonders anfangs so groß gewählt sein muss, dass weder der arbeitende Hund noch die wartenden Hunde ein Problem durch die Nähe bekommen.
Haben alle Hunde einer Gruppe die Bahn bespielt und wurde für jeden die entsprechende Zeit in der Liste eingetragen, geht die Gruppe gemeinsam zur nächsten Bahn.
Bei einem Turnier bilden die Einzelstarter ein eigenes Feld. Hier befindet sich immer nur ein Mensch-Hund-Team an einer Bahn. Nach Beendigung der Aufgabe geht es weiter zur nächsten Bahn. Die Zeiten werden auch hier ermittelt, notiert und bei der Auswertung im Anschluss mit den Zeiten der anderen Einzelstarter verglichen. Um zu viel Nähe zu vermeiden, sollte in dieser Sparte zwischen zwei Startern mindestens eine Bahn liegen. Das heißt, dass das Mensch-Hund-Team B erst dann mit Bahn 1 beginnen kann, wenn das Mensch-Hund-Team A an Bahn 3 angelangt ist.
Sind alle Bahnen bewältigt, werden die Zeiten addiert. Entweder wird so der Sieger innerhalb einer Gruppe ermittelt (derjenige, der für alle Bahnen insgesamt am wenigsten Zeit benötigt hat) oder das Gruppenergebnis, also die Gesamtzeit aller Gruppenmitglieder für alle Bahnen, wird mit dem Ergebnis von der anderen, gleich großen Gruppe verglichen. Gewonnen hat die Gruppe mit der kürzesten Gesamtzeit. Welche Auswertung erfolgt, muss natürlich vorher festgelegt werden.
Freude für alle
doggi-golf soll in erster Linie allen Beteiligten Spaß machen. Rücksichtnahme auf die anderen Mensch-Hund-Teams, genügend Abstand zwischen den Hunden sowie ein freundlicher und partnerschaftlicher Umgang mit den Hunden sollten daher selbstverständlich sein.
Pulsuz fraqment bitdi.