Kitabı oxu: «Wenn Beteigeuze explodiert»
Das Buch
Wer noch Augen hat zu sehen, Ohren, um zu hören und seine sechs Sinne beisammen, der weiß es längst: Es geht abwärts. Und die einzige Chance, die wir haben, diesem Chaos zu entkommen, ist, in diesem Abwärtsgang eine höhere Ordnung zu erkennen. Die traditionelle europäische Prophetie ist dabei eine Hilfe, um die göttliche Choreographie im aktuellen Niedergang zu erkennen, wenn man so will – den Fingerzeig Gottes. Mit diesem Buch legt Stephan Berndt den Abschluss seiner rund 30jährigen Forschung zur europäischen Prophetie vor. Das Buch beschreibt die letzten großen Vorzeichen für den großen Wandel.
Der Autor
Stephan Berndt forscht und publiziert seit über 20 Jahren zum Thema traditionelle europäische Prophetie. Er ist bekannt für seine umfangreichen, seriösen und eingehenden Analysen. Seine Bücher Alois Irlmaier - ein Mann sagt, was er sieht, Prophezeiungen zur Zukunft Europas, Refugium und Neustart sind seit Jahren Bestseller.
Stephan Berndt
Wenn Beteigeuze explodiert
Die letzten Vorzeichen für das, was keiner glaubt

Inhaltsverzeichnis
Umschlag
Das Buch / Der Autor
Titel
Inhaltsverzeichnis
Update 2021
Die Corona-Krise – und überhaupt
Die ganze Lumperei
Die Kluft zwischen Volk und Obrigkeit in der Realität
Die wahre Zahl der Toten
Prophezeiungen über Fremde und Flüchtlinge
Edward Korkowski (1985)
Edward Korkowski zur Ursache der Flüchtlingsströme
Die Dame aus Valdres (1968)
Das Lied der Linde – und die ›bunten Fremdlinge‹ (1921)
Berta Zängeler – und die Hungersnot in der Schweiz (~1950)
Die Bremer Großmutter – Aufstände zw. Ausländ. u. Deutschen (1968)
Alois Irlmaier – und die »große Zahl fremder Leute« (~1950)
Die Einwanderer an den »Brüsten Kölns« (vor 1849)
Die neue Bartmode (1762)
Die Lehnin’sche Weissagung (~1700)
Zusammenfassung
Der Brand von Paris – oder tut das ein Franzose?
Marie-Anne Lenormand
Lichtbotschaft aus den Tiefen des Alls
Die Supernova ein Fingerzeig Gottes?
Beteigeuze auf Focus-Online
Caesarius von Heisterbach
Wandert ein zweiter Mond in das innere Sonnensystem?
Die Botschaft von Garabandal
Angaben zum Zeitpunkt des Lichtphänomens
Zusammenfassung zur Supernova-These
Das Attentat auf den Präsidenten
Ein False-Flag-Attentat?
Ein kleines hässliches 1 x 1 der Verschwörungstheorie
Voraussagen zum Attentat auf einen Spitzenpolitiker
Eine Konferenz wegen Israel?
Wer ist das dritte Attentatsopfer?
Das Attentat im Kurier-Text
Zusammenfassung der Attentatsvorhersagen von Alois Irlmaier
Zwei ältere Quellen zu einem Attentat kurz vor Kriegsausbruch
Die Entfremdung zwischen Europa und den USA
Europa den USA feindlich gesonnen
USA und Europa am Boden
Der Verrat der USA
Zusammenfassung der bisherigen Voraussagen zu den USA
Donald Trump – endlich weg vom Fenster?
Wen Donald Trump nervt und warum
Donald Trump und die One World
Eine zentrale Schwachstelle im One-World-Projekt
Die „Vidente“
Die entsetzliche Wut
Die Strategie der Spaltung
Drei Cops auf der Treppe – oder drei kleine Helden für Steini
Schlau, schlau
Das Timing
Prophezeiungen zu Unruhen im deutschsprachigen Raum
Der Thaler
Egger Gilge aus Matrei
Mühlhiasl
Eine Irlmaier-Zeugin
Robert Schindele – und das »Allerschlimmste«
Die Feldpostbriefe – und die »entsetzliche Wut«
Warum der Aufstand des Volkes nicht in das Jahr 1945 passt
Nach dem “dritten Weltkrieg“ erst einmal das Chaos
Die Ursache der »ganzen Lumperei«
Das RKI-Panik-Orchester und seine Freunde
Das Versagen der Justiz
Dummes Missgeschick oder doch böse Absicht?
Widerspricht die dreitägige Finsternis der entsetzlichen Wut?
»Reichtum und Ruhm werden ein Fluch sein«
Der kommende starke Mann in Deutschland
Die Steuern, die keiner mehr zahlt
Wie lange regiert der strenge Herr?
Sind die Corona-Maßnahmen schon Teil der neuen Gesetze?
Zusammenfassung zum Thema „Strenger Herr, Steuern, und Unruhen“
Der europäische Kontext
Rom zerhaut wie Vieh die Priesterschar
Die Flucht des Papstes
Der Angriff auf die Kirche als Teil einer höheren Strategie
Das Zeichen des Tieres
Impfung = Impfkontrolle
Das Zeichen als Zeichen des Nichts-sehen-Wollens
Das Zeichensystem in einer vorindustriellen Gesellschaft
Die Macht des Zeichens
Ein Comeback der Verchippung in der Zeit des Antichristen?
Die One World – oder wie man Wahrheit und Lüge „versöhnt“
Das erste Tier – die westlichen Seemächte
Das zweite Tier – die ostasiatische Macht
Zusammenfassung
Der Angriff der Türkei auf Griechenland
Der türkisch-griechische Konflikt als Vorzeichen
Der Mönch Phillipas
Der Mönch Paisios
Wird Konstantinopel wieder christlich?
Hätte Israel am Ende zu viele militärische Gegner?
Die Flottenkonzentration im östlichen Mittelmeer
Südafrika
Nicolaas van Rensburg
Der große Streik
Nachwort
Nachtisch
Anhang
Das Szenario
Die Vorkriegszeit
Der “dritte Weltkrieg“
Die dreitägige Finsternis
Die Friedensepoche nach dem Kriege
Die wichtigsten Vorzeichen aus ›Countdown Weltkrieg 3.0‹
Tabellen
Tabelle 4: Die dreitägige Finsternis
Tabelle 5: Voraussagen zum plötzlichen Kriegsausbruch
Tabelle 6: Voraussagen zur Jahreszeit bei Kriegsausbruch
Tabelle 7: Voraussagen zur Dauer des Krieges in Europa
Tabelle 8: Vorhersagen zum Konflikt zwischen Volk und Obrigkeit
Literatur-Codes
Bibliographie
Bildnachweise
Quellenangaben
Fußnoten
Impressum
Update 2021
Das vorliegende Buch ist ein Update meines 2015 erschienenen Buches ›Countdown Weltkrieg 3.0‹, in dem es um hellseherisch inspirierte prophezeite Vorzeichen eines dritten Weltkrieges geht. ›Wenn Beteigeuze explodiert‹ ergänzt die in ›Countdown Weltkrieg 3.0‹ behandelten Vorzeichen um ein paar wichtige weitere, und vertieft die Analyse einiger der schon 2015 behandelten Vorzeichen.
In den sechs Jahren seit dem Erscheinen von ›Countdown Weltkrieg 3.0‹ ist so einiges passiert in der Welt. Dramatische, sehr weitreichende und oft genug ziemlich überraschende Dinge haben sich ereignet.
Die – von der Corona-Krise abgesehen – wohl größte Überraschung seit 2015 ist die Entfremdung zwischen Europa und den USA nach der 2016er Wahl Donald Trumps zum 45. Präsidenten der USA. Bis ganz zum Schluss, bis zur Auszählung der Stimmzettel am 8. November 2016 waren sich alle großen Massenmedien im deutschsprachigen Raum sicher, dass Donald Trump die Präsidentschaftswahl verliert. Keine Chance. No way. Ganz klar. Der Sieger aber hieß – Donald J. Trump.
Vier Jahre später konnte Donald Trump dann erneut weit mehr Wähler für sich gewinnen, als Medien und Umfragen vermuten ließen; auch wenn es am Ende nicht gereicht hat. Trump, seine engsten Mitstreiter und ein Großteil seiner Anhänger behaupteten allerdings stock und steif, es habe einen gigantischen Wahlbetrug gegeben. Nur konnten sie bis jetzt (31. Januar 2021) keine Beweise vorlegen, die der US-Justiz stichhaltig genug waren.
Eine große Überraschung war dann natürlich auch das Brexit-Referendum im Juni 2016, bei dem sich 52 Prozent der Briten für einen Austritt Großbritanniens aus der EU entschieden haben. Auch damit haben in Deutschland und den anderen Staaten Kontinentaleuropas die meisten Politiker, Journalisten und Analysten nicht gerechnet. Trotzdem ist es geschehen.
Sowohl der Austritt Großbritanniens aus der EU als auch Donald Trumps hemdsärmeliger Kurs gegenüber der EU – mal mit Importzöllen drohen, mal mit Truppenabzug – kennzeichnen die aktuelle Schwäche Europas. Und es ist kaum anzunehmen, dass sich eine neue US-Regierung viel anders verhalten wird.
Auch die Flüchtlingskrise ab September 2015 fügt sich in dieses Muster. Wenige Wochen davor ahnte noch niemand etwas von Hunderttausenden von Flüchtlingen, die nach Europa strömen sollten. Auch ich nicht. Zwar hatte ›Countdown Weltkrieg 3.0‹ bereits ein Kapitel mit Prophezeiungen zum Thema Flüchtlinge und Zuwanderung als Vorzeichen, aber dass sich dieses prophezeite Vorzeichen für einen späteren großen Krieg in Europa schon wenige Monate nach Fertigstellung des Manuskriptes in einem solchen Ausmaß bestätigen sollte – das hat auch mich überrascht.
Seit der 2015/16er Flüchtlingskrise zeigt sich die Schwäche Europas auch in den Beziehungen zur Türkei. Die Türkei kann Europa mit Flüchtlingen erpressen, die sie entweder in der Türkei zurückhält (heute nett), oder nach Griechenland durchreisen lässt (morgen böse). Schwer zu kalkulieren ist die Türkei sowieso. So drohte das Land Mitte 2020 seinem westlichen Nachbarn Griechenland schon einmal mit Krieg!
Und so weiter. Vom Euro und der Überschuldung vieler EU-Staaten wollen wir an dieser Stelle gar nicht erst reden. Die EU jedenfalls war Anfang 2020 schon beträchtlich angeschlagen. Dann kam das Virus.
Ohne Frage war die Zeit seit Mitte 2015 für uns Deutsche und Europäer eine Lektion in Sachen Unvorhersehbarkeit und Überraschung; eine Lektion, die sich durchaus gewaschen hat. Für Kenner der europäischen Prophetie war die eine oder andere Sache zwar auch überraschend, jedoch nicht die Gesamtentwicklung, und auch nicht viele der damit verbundenen Details.
Was mich persönlich betrifft, so war und bin ich mir andererseits trotz meines Wissens über europäische Prophezeiungen nie hundertprozentig sicher, dass sich „die Prophezeiungen“ am Ende wirklich erfüllen werden. Wie könnte ich auch?
Da mir bewusst ist, dass ich die Zukunft nicht wirklich kenne, habe ich also immer beobachtet, was in Deutschland und der Welt so vor sich geht, und geschaut, ob wir nicht vielleicht doch irgendwann vom prophezeiten Weg in die große Katastrophe abkommen; ob die Menschheit nicht vielleicht doch noch die Kurve kriegt.
Die Flüchtlingskrise allerdings ist ein Indikator dafür, dass dies nicht der Fall ist. Leider. Zum Thema Flüchtlinge findet sich eine ganze Reihe entsprechender Prophezeiungen; siehe im Kapitel ›Prophezeiungen über Fremde und Flüchtlinge‹. Das Flüchtlings- und Einwandererphänomen wurde oft genug vorausgesehen. Wir befinden uns demnach – wenigstens bisher – scheinbar weiterhin auf dem prophezeiten Kurs in einen multidimensionalen Umbruch.
Ein weiteres prophezeites Vorzeichen ist auch die Entwicklung in der Weltwirtschaft; spätestens seit der Coronavirus-Krise. Die Corona-Maßnahmen bedeuten eine dramatische Verschlechterung der Wirtschaft in Deutschland, Europa und der Welt. Der Virus-Crash ist eine Art Knockdown, und es wird sich bald zeigen, ob es am Ende ein Knockout sein wird oder ob sich die Wirtschaft davon doch wieder erholt.
Mir ist zwar keine frühzeitig dokumentierte Voraussage eines Virus-Szenarios bekannt, aber es finden sich in einigen Prophezeiungen deutliche Hinweise auf ein massives Versagen praktisch der gesamten politischen Klasse in Europa, nur wenige Monate vor Ausbruch des dritten Weltkrieges, ein Krieg, der nebenbei bemerkt in Mitteleuropa zu keinem Atomkrieg werden soll.
Und um den Leser stets daran zu erinnern, dass der prophezeite dritte Weltkrieg kein dritter Weltkrieg im „klassischen“ Sinne sein soll, also kein alles vernichtender Atomkrieg, schreibe ich nachfolgend im Fall des prophezeiten dritten Weltkrieges das “dritter Weltkrieg“ immer in Anführungszeichen. Würde die europäische Prophetie einen Atomkrieg im eigentlichen Sinne voraussagen, hätte ich mich niemals rund 30 Jahre lang mit diesem Thema befasst. Warum sich die ganze Mühe machen, wenn es keine Hoffnung gibt? … Fürs Protokoll: Es droht uns kein atomarer Weltuntergang!
Wenn der Krieg in Europa – ausgelöst durch einen großangelegten Überraschungsangriff Russlands – kurz bevorsteht, so eine Reihe von Prophezeiungen, soll das Volk gerade auch im deutschsprachigen Raum äußerst wütend auf seine Politiker („die hohen Herren“) sein. In den Quellen ist zwar kein Virus bzw. eine Krankheit mit vielen Toten erkennbar, aber es wird eine Situation beschrieben, in der sich die Obrigkeit noch zu Friedenszeit gegen das eigene Volk wendet; eine Art flächendeckender Verrat durch die Obrigkeit – und die nachfolgende Reaktion des Volkes.
Auch die aktuelle Entwicklung im Nahen Osten passt in das bestehende prophezeite Profil. Verschiedenen Hellsehern nach soll der “dritte Weltkrieg“ im Nahen Osten beginnen. Sollte Israel, so wie im Sommer 2020 angekündigt, tatsächlich das Westjordanland annektieren, wäre mit einem Aufstand der arabischen Welt zu rechnen. Fraglich wäre, wie groß dieser Aufstand würde. Eine größere Demütigung der Palästinenser als die mit der faktischen endgültigen Ausradierung ihres „Staates“ wäre jedenfalls kaum denkbar. Das wäre das Nehmen der letzten Hoffnung auf staatliche Unabhängigkeit. Wenn das nicht die Wut schürt, was dann?
Es gibt somit eine ganze Reihe von Gründen, jetzt, im Frühling 2021 ein Anschlusswerk für ›Countdown Weltkrieg 3.0‹ vorzulegen. Seit April 2015 ist so einiges passiert. Manches ist klarer geworden, etliches liegt noch im Nebel, und einiges spricht dafür, dass wir die traditionelle europäische Prophetie (im Gegensatz zur New-Age-Prophetie) wie ein Radargerät einsetzen können, um den vor uns liegenden Nebel etwas durchschaubarer zu machen.
Die Unterschiede dieses Buches zu ›Countdown Weltkrieg 3.0‹
Hinweis: Mein Buch ›Countdown Weltkrieg 3.0‹ ist derzeit nur beim Kopp-Verlag erhältlich.
Das Buch ›Wenn Beteigeuze explodiert‹ hat im Prinzip dieselbe Funktion wie ›Countdown Weltkrieg 3.0‹: Es soll den Leser zu erhöhter Wachsamkeit motivieren. ›Wenn Beteigeuze explodiert‹ ist jedoch fokussierter. Dabei ist es ein Kompromiss zwischen den Bedürfnissen neuer und älterer Leser. Manches, was im Vorgängerbuch ausführlicher behandelt worden ist, wird hier nur verkürzt wiedergegeben, um ältere Leser nicht zu langweilen, aber auch, um dieses Buch nicht zu dick werden zu lassen.
Neueren Lesern, denen an den betreffenden Stellen Hintergrundinformationen fehlen, finden im Anhang dieses Buches eine kurze Abhandlung zu den 2015 von mir behandelten Vorzeichen des “dritten Weltkrieges“.
Das Szenario
Ganz neuen Leser möchte ich an dieser Stelle empfehlen, sich das Kapitel ›Das Szenario‹ durchzulesen. Dort bekommen Sie einen Überblick über das von der traditionellen europäischen Prophetie vorausgesagte Szenario, beginnend mit der Gegenwart und über die Kriegszeit bis hin in die europäische Friedensepoche nach dem Krieg reichend. Das Ganze ist zusammengefasst. Danach lesen Sie dann im Kapitel ›Die Corona-Krise – und überhaupt‹ weiter.
Die Corona-Krise – und überhaupt
Kommen wir dann gleich zu dem, was viele Leser gerade jetzta interessieren dürfte: Ist die Coronavirus-Krise vorausgesagt worden? Antwort: Nein, jedenfalls nicht so, wie einige Leser vermuten dürften. Ein Virus selbst wird in der mir bekannten Literatur nicht vorausgesagt, wohl aber ein schwerer, offenbar irreparabler Vertrauensbruch zwischen Volk und Regierung.
In der Literatur finden sich zwar hin und wieder Vorhersagen zu zukünftigen Krankheiten, auch Krankheiten, für die es kein Heilmittel geben soll, doch diese Vorhersagen beziehen sich überwiegend auf Krankheitsausbrüche in Mitteleuropa nach Kriegsbeginn. Ein Coronavirus selbst oder ein ähnliches Phänomen taucht in der mir bekannten Literatur nicht auf.
Dass sich die Corona-Krise nicht in erwartbarer Deutlichkeit in den Quellen niedergeschlagen hat, überrascht den Fachmann zunächst wenig, denn welthistorisch gesehen weit bedeutendere Ereignisse wie z. B. der Zusammenbruch der UdSSR und die deutsche Wiedervereinigung haben sich auch nur in ganz wenigen der bekannten Prophezeiungen niedergeschlagen.
Tendenziell ist es natürlich so, dass Hellseher bevorzugt dort etwas sehen, wo es um „große“ Dinge geht, wo es langanhaltende sichtbare Folgen gibt, beispielsweise zerstörte Städte, versunkene Küsten oder das Gegenteil: aus dem Meer aufgestiegene neue Landmassen – und entsprechende Ereignisse, die dafür die Ursache sind, oder eben Ereignisse, in deren Folge es viele Tote gibt, oder Ereignisse, bei denen viele Menschen eine sehr intensive Erfahrung machen.
Natürlich nehmen Seher neben solchen Dingen auch noch subtilere Dinge wahr. Doch denkt man an die Corona-Krise, so gab es z. B. in Deutschland bis Ende Januar 2021 „nur“ 57 000 Tote, in einem Zeitraum von rund zehn Monaten. Zum Vergleich: Bei der Hongkong-Grippe 1968/70 starben in Westdeutschland von September 1968 bis April 1970 geschätzte 40 000 und in der DDR 12 000 Menschen.1
Als Corona-Toter gilt derzeit allerdings auch ein Toter, der zwar das Virus in sich trägt, aber letztlich an einer anderen Krankheit gestorben ist. Die meisten Leser werden den Unterschied kennen zwischen „an Corona“ gestorben und „mit Corona“. Allerdings wird in Tagesschau & Co nie klargestellt, wie viel Prozent nun tatsächlich „an Corona“ gestorben sind und wie viele nur „mit“.
Nach Obduktionen, die der Hamburger Rechtsmediziner (Pathologe) Klaus Püschel (bis Mitte 2020 Leiter des Instituts für Rechtsmedizin an der UNI-Klinik Hamburg-Eppendorf) zu Beginn der Pandemie durchgeführt hat, hatten von 133 „Corona-Toten“ 80 Prozent Vorerkrankungen, und das Durchschnittalter der 133 lag bei 79,5 Jahren. Vergleiche dazu die durchschnittliche Lebenserwartung in Deutschland im Jahre 2020: Männer 78,9 Jahre, Frauen 83,6 Jahre – macht im Schnitt rund 81,25 Jahre. Klaus Püschel stellte fest: „Der überwiegende Anteil der Verstorbenen war schon vorher relativ alt und schwer (!) krank.“2 Der NDR berichtete am 28. April 2020 über Klaus Püschels Untersuchung: Allein 80 Prozent […] litten unter Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Klaus Püschel selbst sagte in diesem Bericht: „Dieses Virus ist eine vergleichsweise geringe Gefahr.“3 Der Pathologe resümierte, dass die Patienten, „auch wenn es hart klingt, alle im Verlauf des Jahres gestorben wären“.4
Wenig später schaltete sich allerdings der Bundesverband Deutscher Pathologen ein und versuchte die Untersuchungsergebnisse des Hamburger Rechtsmediziners zu entkräften. Da fragt man sich unwillkürlich, ob und an welchem Punkt es nicht mehr um ein medizinisches Problem geht, sondern um ein politisches?
Wir halten fest: Wenn selbst in Tagesschau & Co zwischen „an Corona“ und „mit Corona verstorben“ unterschieden wird (aber beides als Corona-Tote gezählt wird), oder in Tagesschau & Co merkwürdige Formulierungen wie „im Zusammenhang mit Corona verstorben“ verwendet werden, ist klar, dass ein erheblicher Teil der „offiziellen“ Corona-Toten eben nicht an Corona gestorben ist.
Nur fragt sich eben wie viele? Und es fragt sich: Warum werden diese Zahlen nicht offen auf den Tisch gelegt, so dass sie jeder kennt? … „An“ und „mit“ Corona kennt jeder, aber keiner weiß, wie viel nur „mit Corona“ gestorben sind.
Bezogen auf die Hongkong-Grippe Ende der 1960er/Anfang der 1970er Jahre bedeutet all das, dass die Seher, was die reinen Opferzahlen betrifft, wohl erst deutlich jenseits der 60 000 „an Corona“ Gestorbenen auf das Corona-Problem aufmerksam geworden wären. Gut möglich, dass den Sehern Corona „zu klein“ war.
Was äußerlich sichtbare Zeichen der Corona-Krise betrifft, insbesondere die Maskenpflicht in Geschäften oder allgemein in der Öffentlichkeit, so kommt man womöglich in einen Bereich und in ein relativ enges Zeitfernster, das die meisten Seher nicht gesehen haben könnten oder deshalb nicht erwähnt haben, weil sie den Hintergrund, die Ursache des Maskenaufkommens nicht verstanden haben. Möglich auch, dass ein Seher vereinzelt doch die Masken gesehen hat, doch es geht hier ja um das, was die Seher als mitteilungswürdig empfunden haben, und das, was später auch in gedruckter Form veröffentlicht worden ist.
Ich kenne also weder aus der Literatur noch aus meinem Privatarchiv eine frühzeitig erfasste Voraussage zu dramatischen medizinischen Auswirkungen einer Grippe-Epidemie in Deutschland oder Mitteleuropa noch vor dem Kriege. Anders ist es mit tatsächlichen oder möglichen indirekten Folgen der Corona-Krise. Da hatten wir bereits die Voraussagen zu einem Volk, das sehr wütend auf die Regierung wird (siehe Kapitel ›Die entsetzliche Wut‹), aber es gibt noch andere Voraussagen, die auf einen Corona-Kontext hindeuten, beispielsweise die Grenzschließungen in Europa.
So erhielt ich im Jahre 2005 einen Leserbrief, in dem mir eine ältere Dame aus München von den Vorhersagen ihrer 1960 verstorbenen Großmutter aus Bremen berichtete. In dem Brief, von mir erstmals 2008 veröffentlicht, heißt es:5
Meine Großmutter war eine sehr gute Seherin, sie konnte die Feinstofflichkeit6 schauen, wie auch von den geistigen Ebenen. Als sie verstorben war, war ich 20 Jahre alt. …
Der Fall der Mauer und danach wird wieder die Grenze errichtet. […]
Es kommt zu einem wirtschaftlichen Zusammenbruch. […] Man soll keine Geldanlagen machen, wie Aktien, Fonds usw., es geht alles verloren. […]
Bezüglich der Grenzen kann es sich eventuell auch um alle Grenzen handeln, nicht nur um die deutsche zum Osten. Die Grenzen werden geöffnet – und wieder geschlossen.
Die Bremer Großmutter beschreibt die Grenzschließung als Vorzeichen für einen Finanzcrash, für Unruhen, Hunger und Krieg. Für die Zeit nach den ganzen Problemen sagt sie so wie viele andere Quellen auch eine Monarchie für Deutschland voraus.
Natürlich haben wir hier gleich das Problem, dass die Bremer Großmutter „ihre“ Grenzschließung in einem anderen Zusammenhang als der Corona-Krise gesehen haben könnte, beispielsweise im Zusammenhang mit der Flüchtlingskrise, zumal die Bremer Großmutter an anderer Stelle tatsächlich etwas zu Problemen mit Einwanderern sagt.
Die Grenzschließungen in Reaktion auf die Flüchtlingsströme ab September 2015 bezogen sich jedoch schwerpunktmäßig nur auf die Balkanroute, beispielsweise auf einen neuen Grenzzaun an der ungarischen Grenze gegenüber Serbien. Die Grenzschließungen im Rahmen der Corona-Krise im Frühling 2020b hingegen betrafen wenigstens zeitweise praktisch sämtliche Grenzen innerhalb ganz Westeuropas, ja der Grenzen der ganzen Welt. Und sie betrafen die Bürger Westeuropas selbst. Das ist etwas vollkommen anderes. Die Grenzschließungen 2020 waren aus deutscher Sicht ungleich dramatischer als die von 2015/2016. Und wer weiß, was noch alles kommt?
Versucht man es in Zahlen grob auszudrücken, dann wurden 2020 in ganz Europa 50 Grenzen dichtgemacht und 2015/16 nur fünf. Es erscheint also plausibler, die oben von der Bremer Großmutter vorausgesagte Grenzschließung auf die Corona-Krise zu beziehen. Unklar bleibt, wie lange die Grenzschließungen andauern sollen. Darüber wird in der Voraussage nichts gesagt. So oder so, in jedem Fall hat sich die Voraussage der Grenzschließung faktisch erfüllt – wohlgemerkt als Vorzeichen für einen “dritten Weltkrieg“!
Die ganze Lumperei
Eine weitere Voraussage mit potenziellem Bezug zur Corona-Krise findet sich in der bekannten Feldpostbrief-Prophezeiung von 1914, eine der besten deutschen Prophezeiungen überhaupt, erstmals veröffentlich im Jahre 1953 vom Benediktinermönch Pater Frumentius (bürgerlich Franz Xaver Renner), dem Beichtvater7 von Kardinal Ratzinger, der spätere Papst Benedikt XVI., was einiges über Pater Frumentius aussagt.8
An einer bestimmten Stelle der Feldpostbrief-Prophezeiung wird die Situation unmittelbar nach dem “dritten Weltkrieg“ beschrieben: Ein extrem wütendes und zorniges Volk soll sich – zusammen mit den Soldaten – an den Politikern vergreifen und viele von ihnen umbringen. Das Volk wird an der betreffenden Stelle in einem emotionalen Ausnahmezustand beschrieben, der sich meiner Einschätzung nach nur damit erklären lässt, dass das Volk in Deutschland in der Zeit noch vor dem “dritten Weltkrieg“ von praktisch der gesamten politischen Klasse belogen und vor allem massiv geschädigt worden ist.
Der Aspekt einer enormen Wut im Volk in dieser Zeit taucht in relativ vielen Prophezeiungen auf und wird weiter unten eingehend erörtert. Speziell an den Feldpostbriefen ist, dass dort die vorausgehenden Untaten der Politiker bzw. deren katastrophale Fehlentscheidungen als eigentliche Ursache der »entsetzlichen Wut« benannt werden. Die Ursache der Wut bekommt einen Namen: Zusammengefasst werden die entsprechenden „Fehlleistungen“ der Politiker mit den Worten »die ganze Lumperei«. Laut Wikipedia ist ein Lump: Eine männliche Person, die als charakterlich minderwertig, betrügerisch, gewissenlos handelnd angesehen wird (oft als Schimpfwort) „ein elender Lump“. Keine andere mir bekannte Prophezeiung stellt einen so deutlichen Zusammenhang her zwischen den Untaten der Politiker und einer dadurch ausgelösten »entsetzlichen Wut« im Volke.
In den mir bekannten Quellen insgesamt ist ein tiefgreifender, offenbar irreparabler Vertrauensbruch zwischen Volk und Regierung zu erkennen, und zwar nicht nur in Berlin, München, Stuttgart usw., sondern bis hinunter auf die lokale Ebene, offenbar ausgelöst durch eine vom Volk als zutiefst unmoralisch empfundene Politik, die tragischerweise auch noch von der überwiegenden Mehrheit der politischen Klasse mitgetragen worden ist.
Die vorausgesagte Gesamtsituation hat somit durchaus Ähnlichkeiten mit der realen aktuellen Situation. Aus heutiger Sicht und meiner Einschätzung nach ist absolut denkbar, dass die Ursache (oder eine der Ursachen) für die prophezeite dramatische Entzweiung zwischen Volk und Regierung die Politik seit März 2020 ist – und zwar nicht nur in Deutschland. Die prophezeiten und realen Muster ähneln sich sehr stark.
Die Kluft zwischen Volk und Obrigkeit in der Realität
Zur aktuellen realen Kluft zwischen Obrigkeit und Volk bzw. Teilen des Volkes lassen Sie mich an dieser Stelle den bekannten SPIEGEL-Bestsellerautor, Unternehmensberater, Risikomanager (u. a. bei der Allianz AG, der Boston Consulting Group und McKinsey & Company) und derzeit Chef des Degussa-Goldhandels Markus Krall zitieren. In einem Interview im Internet auf Youtube am 25. Juli 2020 malt sich Markus Krall aus, wie es aussehen könnte, wenn unsere Politiker irgendwann mit Grausen erkennen, dass sie in der Corona-Krise ein Riesendesaster angerichtet haben, und resigniert zu sich selbst sagen:
„Wenn das rauskommt, dass wir fahrlässig die Wirtschaft ruiniert haben, dann haben wir den Aufstand vor der Tür und dann Gnade uns Gott.“ […]9
Markus Krall weiter:
„Inzwischen sind wir schon so weit, dass ein Großteil des Mittelstandes unschuldigerweise ruiniert wurde.
Die Stimmung könnte kippen. Maggie Thatcher hat mal gesagt, die Deutschen hat man entweder an den Füßen oder an der Kehle. Ich gehe davon aus, dass wir nicht unter zehn Millionen Arbeitslosen wegkommen. Das sind gigantische Verwerfungen. Nicht jede Bevölkerungsgruppe wird das hinnehmen. Also ich will mal nicht hoffen, dass wir im Bürgerkrieg landen.“10
Lassen Sie mich zum denkbaren Wut-Potenzial der Corona-Politik auch noch den österreichischen Arzt Dr. Peer Eifler zitieren, einen der ganz wenigen Ärzte im deutschsprachigen Raum, der sich öffentlich gegen die Maskenpflicht positioniert hat und seinen Patienten – auch nur auf telefonische Anfrage hin – Atteste zur Befreiung von der Maskenpflicht ausgestellt hat. Dr. Eifler berief sich dabei auf wissenschaftliche Studien, denen nach die „medizinischen“ Masken einerseits wirkungslos gegen Viren sind – die Viren selbst sind zu klein, um zurückgehalten zu werden11 –, andererseits aber die Masken den Kohlendioxid-Anteil an der Atemluft erhöhen und sich Bakterien und Pilze in dem feuchtwarmen Milieu beschleunigt vermehren. Dr. Eiflers Ablehnung der Masken entspricht damit sogar einer Aussage des bekannten deutschen Chefvirologen Prof. Dr. Christian Drosten; Institutsleiter an der bekannten Berliner Charité und Berater der deutschen Bundesregierung. In einem Interview am 30. Januar 2020 in der Sendung ›Talk aus Berlin‹ des RBB (Rundfunk Berlin-Brandenburg), als von einem öffentlichen Druck zum Maskenzwang noch nichts zu spüren war, sagte Prof. Dr. Christian Drosten:
„Damit [mit der Maske° c] hält man es [das Coronavirus°] nicht auf. […] Die technischen Daten dazu sind nicht gut – für das Aufhalten mit der Maske.“
Drostens „technischen Daten“ stammen aus entsprechenden Studien, auf die sich auch Peer Eifler bezieht. Trotzdem wurde Peer Eifler am 30. September 2020 bis zur abschließenden juristischen Klärung die Ausübung seines Berufes mit der Begründung untersagt, er stelle Atteste aus, ohne die Patienten persönlich gesehen und untersucht zu haben. Eifler hingegen argumentierte, dass sowohl die Nutzlosigkeit der „medizinischen“ Masken (siehe Prof. Dr. Drosten) als auch deren Schädlichkeit grundsätzlich nachgewiesen ist. So steigt entsprechenden Untersuchungen nach der Kohlendioxidgehalt in der Atemluft der Maskenträger weit über das Maß, welches an Arbeitsplätzen als Grenzwert zulässig ist. (Und das gilt umso mehr für FFP2-Masken.)
Ich erwähne den österreichischen Mediziner Peer Eifler hier aber nicht so sehr wegen des zeittypischen Irrsinns eines Zwangs zum erklärtermaßen Nutzlosen oder seines beruflichen Schicksals, sondern wegen seiner psychologischen Analyse der Gemütslage im Volk. Auch Peer Eifler sieht eine große Wut kommen. In einem Interview auf dem Youtube-Kanal von FPÖ-TV vom 30. September 2020 sagte Peer Eifler, der auch als Arbeitsmediziner und ärztlicher Psychotherapeut tätig ist:
„Und wenn genau diese Autorität [die Politiker, aber im Falle von Corona auch viele Gesundheitsämter, Mediziner und Juristen°], der man ja vertrauen möchte, und sich ihr auch anvertrauen will, dann aber diese Dinge tut, dann ist es eigentlich das Perfideste, was Menschen widerfahren kann. Das heißt, es ist nicht nur Angst, sondern auch Ohnmacht, das ist Hilflosigkeit, und >die normale Reaktion darauf wäre Wut, Zorn, letztlich auch Hass. Und das würde dann explodieren. Und davor stehen wir eigentlich.“12
Glaubt man entsprechenden Umfragen, so ist die überwiegende Mehrheit der Deutschen derzeit (Januar 2021) noch weit entfernt von Wut und Hass. Alles sitzt noch artig bei Mutti zu Tisch. Nur was ist der wahre Grund dafür? Ruht die Mehrheit der Deutschen (Österreicher und Deutschschweizer) in sich selbst, und sind sie deshalb immun gegen die Einflüsterungen irgendwelcher Querulanten und Unruhestifter? Oder beruht die momentane Ruhe im Volk auf einer Mischung aus Glauben an die Regierung und mangelnde persönliche Betroffenheit? Wie würde die bisher regierungsgläubige Mehrheit der Bürger reagieren, wenn sie plötzlich auf breiter Front den Glauben an die Regierung verliert? Wie würden Muttis Mitmacher reagieren, wenn sie plötzlich eben doch persönlich betroffen wären, und zwar massiv? Die Antwort darauf ist bekannt. Jeder Massenpsychologe kennt sie, und damit auch Politiker und Medienmacher: Irgendwann kommt der Moment, in dem die Menschen nicht mehr aus dem Kopf heraus reagieren, nicht mehr abwägen, nicht mehr nach Moral und Vernunft urteilen, sich nicht mehr vertrösten lassen, sondern aus dem Bauch heraus reagieren, mehr aus dem Hier und Jetzt. Die spannende Frage, auf die im Moment keiner eine Antwort weiß, lautet: Wann wäre dieser Punkt erreicht? Wann reicht es den Leuten? Oder bekommen wir noch einmal die Kurve?
Natürlich haben Regierungen & Co noch eine Palette von Maßnahmen in Reserve, um den Zeitpunkt der Endabrechnung etwas weiter in die Zukunft zu verschieben. Eine Möglichkeit sind neue Schulden. Damit entlastet man die Bürger kurzfristig, bürdet ihnen aber für die Zukunft nur umso größere Lasten auf.
Paradebeispiel für ein solches „Buy now, pay later“ ist die Explosion der Anzahl der Kurzarbeitergeld-Bezieher in Deutschland nach Verhängung des Lockdowns im letzten Drittel des März 2020. Betrug die Anzahl der Kurzarbeiter im Jahre 2019 noch im Schnitt 145 000, explodierte sie im Mai 2020 auf 7,3 Millionen, auf das rund 50-Fache bzw. rund 16 Prozent zusätzliche Arbeitslose. Bis August 2020 sackte die Zahl zwar wieder ab, auf dann rund 4,5 Millionen, doch das waren immer noch rund 30- mal so viel wie 2019, und immer noch rund 10 Prozent aller Erwerbstätigen (44,6 Mio.).13 Im Schnitt betrug im Jahre 2020 die Zahl der Kurzarbeiter 2,79 Mio., rund 20-mal so viel wie 2019.14 Auf das ganze Jahr 2020 gerechnet sind das rund 6,25 Prozent zusätzliche Arbeitslose.
Diese faktischen Arbeitslosen tauchten in der Arbeitslosenstatistik allerdings gar nicht auf! So weist statista.com für 2019 eine Arbeitslosigkeit in Deutschland von 5 Prozent aus und für 2020 von 5,9 Prozent. Faktisch hat man eine Arbeitslosigkeit von rund 12 Prozent, aber in Nachrichtensendungen kann man den Leuten die Zahl von rund 6 Prozent verkünden.
Bleibt das Prinzip Hoffnung. Und der Glaube an die Regierung. Nur was, wenn der „Aufschwung“ am Ende doch nicht kommt und die Regierung mit dem Karren nicht aus dem Dreck? Dann wird sich zeigen, ob der Glaube der braven Bürger an die Regierung groß genug ist. Man kennt das ja aus dem Privatleben. Viele Beziehungen und Ehen halten nur deshalb so lange, weil sie nie ernsthaft getestet wurden; beispielsweise nie ein wirtschaftlicher Ruin zu verkraften war oder nie ein williger Nebenbuhler mit echtem Potenzial aufgetaucht ist. Das ist eben wie mit den kleinen Booten, die es bei ruhigem Wetter locker über den Atlantik schaffen: Nur wehe, sie geraten in einen schweren Sturm.
Die wahre Zahl der Toten
Zurück zum Thema Corona, dem möglichen Bezug zur Prophetie, und möglichen Ursachen einer vorausgesagten großen Wut: Sollte das deutsche Volk infolge eines nachhaltigen Corona-Wirtschaftscrashs das Vertrauen in die Regierung verlieren, wird man früher oder später damit beginnen, auch ernsthaft zu untersuchen, wie viele Tote die Corona-Politik – nicht das Virus selbst, sondern die Corona-Politik – verursacht hat; eine Fragestellung, die bisher in der breiten Öffentlichkeit gar nicht oder nur zaghaft angesprochen wird.
Dabei geht es u. a. um eine erhöhte Selbstmordrate wegen des Corona-Lockdowns und etliche Tausend Todesfälle infolge der monatelang aufgeschobenen, eigentlich erforderlichen Nicht-Corona-Operationen in den Krankenhäusern.
Zum Thema gestiegene Selbstmordrate sei hier der bekannte deutsch-österreichische Mediziner und Bestsellerautor Dr. Rüdiger Dahlke zitiert. Am 27. Juli 2020 in einem Youtube-Interview zur gestiegenen Selbstmordrate in den USA infolge der Corona-Maßnahmen sagte Rüdiger Dahlke:
„Die [Politiker°d] haben eine entsetzliche Angst verbreitet, die haben ganz viele Menschen in die Verzweiflung, in die Depression, in Selbstmorde getrieben. Ein Kollege aus Orlando/Florida sagt mir: ,Mehr [Selbstmorde°] in einem Monat als sonst in einem Jahr.’ Ein Kollege aus San Francisco sagt, dass sie deutlich mehr Selbstmorde in einem Monat hatten als im ganzen Jahr [davor°]. […] Also das müssen die [Politiker°] verantworten. …“15
Wer Rüdiger Dahlkes Arbeit ein wenig kennt, weiß, dass dieser Mann es mit seinen 70 Jahren nicht nötig hat, Räuberpistolen zu erzählen. Die Zahlen zu Orlando (240 000 Einwohner) und San Francisco (880 000 Einwohner) kann man grob für die USA insgesamt hochrechnen. Da dürfte einiges zusammenkommen. Stimmen die Zahlen von Rüdiger Dahlke und ließen sie sich etwa 1:1 auf Deutschland übertragen, würde sich die Selbstmordrate in Deutschland von „normal“ 10 000 im Jahr auf dann mindestens 20 000 verdoppeln. Ich halte das derzeit aber für deutlich zu hoch gegriffen. Ich schätze etwa 3 000 zusätzliche Selbstmorde in Deutschland im Jahre 2020. Nach Zahlen des thailändischen Gesundheitsministeriums, die am 11. September 2020 veröffentlicht worden sind, erhöhte sich in Thailand die Selbstmordrate von Januar bis Juni 2020 um 22 Prozent.16 Rechnet man Januar und Februar heraus – der Corona-Lockdown in Thailand begann etwa Mitte März – kommt man von März bis Juni auf einen Anstieg um 33 Prozent. Allerdings fragt sich, ob das thailändische Gesundheitsministerium echte oder geschönte Zahlen vorgelegt hat. Immerhin hat die thailändische Regierung ja dasselbe Problem wie praktisch alle Regierungen der Welt: Sie kann sich nicht allzu viele Corona-Kollateraltote leisten.
Auch wenn Deutschland nicht die USA ist und die Maßnahmen 2020 bei uns nicht so streng wie in Thailand waren, so wurden und werden auch in Deutschland infolge von Corona ganze Existenzen vernichtet. Schauen wir einmal, welche Zahlen 2021 zu den Selbstmorden im Jahre 2020 veröffentlicht werden.
Ein weiteres Problem sind unterlassene Krebsvorsorgeuntersuchungen, die aus Angst vor einer Ansteckung im Krankenhaus nicht wahrgenommen wurden. Derzeit sterben in Deutschland jedes Jahr rund 230 000 Personen an Krebs. Man wird sehen, wie sich die Zahlen infolge von Corona in den nächsten Jahren entwickeln. Auf jeden Fall ist mit mehr Krebserkrankungen zu rechnen, mit mehr schweren Verläufen und auch mehr Toten.
Wer weiß, was passieren würde, wenn die Corona-Kollateraltoten irgendwann zum großen Medienthema werden? Wie viele Corona-Kollateraltote verkraftet unsere schöne Demokratie? 20 Prozent der echten („an“) Corona-Toten? Oder 30 Prozent?
Die Corona-Krise hätte, wenn es schlecht läuft, das Potenzial, zwischen dem Volk bzw. zwischen großen Bevölkerungsteilen und der Regierung einen gähnenden Abgrund aufzureißen. Und ich meine hier tatsächlich Abgrund und nicht Graben!
Denkbar wäre aber auch ein Mix verschiedener Ursachen für den Vertrauensbruch und die Wut, wobei die Corona-Krise nur ein Faktor von mehreren wäre. Sollte beispielsweise die Euro-Währung im Zuge der Corona-Krise kollabieren und praktisch das ganze Volk verarmen, wäre wohl mit einer vergleichbaren Wut zu rechnen, schließlich haben uns die Politiker jahrzehntelang eingebläut, der Euro sei alternativlos und dass er ein unumgänglicher Schritt sei, um Europa zu einen, schließlich wolle ja niemand irgendwann wieder einen großen Krieg in Europa. Der Euro als das große Friedensprojekt, so das immer wieder vorgebrachte Argument.
Auch im Fall der Einheitswährung hätte praktisch die gesamte politische Klasse, die Politiker und Medienmacher, sowohl in Berlin als auch in den Landeshauptstädten den Bogen so weit überspannt, dass es zum irreparablen Bruch mit dem Volk kommt.
Und was wäre, wenn eines Tages die Russlandpolitik Berlins und Brüssels im Nachhinein – also nach Kriegsausbruch – als mitverantwortlich für den Krieg in Mitteleuropa angesehen würde?
Käme es zu einem katastrophalen Versagen der Regierung in Sachen Leib und Leben – beim internationalen Frieden, beim inneren Frieden und bei elementarsten Grundbedürfnissen der Bürger – würde sich im Nachhinein kein Mensch mehr über eine Wut im Volke wundern, und das in den 1914er Feldpostbriefen beschriebene Szenario mit der »ganzen Lumperei« und der »entsetzlichen Wut« wäre schlicht einleuchtend.
Leser, die das erste Mal von einer solchen Risikozusammenballung erfahren, mögen jetzt ungläubig den Kopf schütteln. Im Kapitel ›Die entsetzliche Wut‹ jedoch werden Sie sehen, wie breit die Prophezeiungs-Quellenbasis für die prophezeite Wut im Volk ist und wie wenig angreifbar die Glaubwürdigkeit der betreffenden Quellen insgesamt.
Das hier von mir so weit skizzierte prophezeite Szenario mag dem einen oder anderen Leser nicht nur extrem regierungsskeptisch erscheinen, sondern geradezu subversiv. Verständlich. Nur, ich bitte zu bedenken: Historisch gesehen wäre die prophezeite Gesamtentwicklung in ihrer Grundstruktur alles andere als neu oder überraschend. Es wäre inzwischen das dritte Mal in den letzten rund 100 Jahren deutscher Geschichte, dass ein vom Niedergang bedrohtes politisches System mit Klauen und Zähnen versucht, das zusammenzuhalten, was nicht mehr zusammenzuhalten ist. Wir kennen alles das von Adolf Hitler und Erich Honecker. Die Sache ist nicht neu. Wohl dem Bürger, der das frühzeitig erkennt und instinktiv spürt, dass der Untergang der bestehenden Ordnung letztlich nicht der Untergang des Volkes ist. Ja, für das bestehende politische System mag es der Doomsday sein, Showdown, das Jüngste Gericht. Das mag so sein.
Doch für das Volk könnte sich die Krise am Ende als eine fantastische Chance erweisen! Und um diese Chance besser zu erkennen, muss man, wie ich finde, nur etwas genauer in die Mechanik des Niedergangs schauen, wozu Ihnen dieses Buch eine große Hilfe sein möge. Je genauer man hinschaut, je tiefer man wagt, in die Statik der Bruchbude im Herzen Europas hineinzusehen, desto eher bekommt man – so denke ich – eine Ahnung von dem, was nach der großen Krise kommen könnte.
Prophezeiungen über Fremde und Flüchtlinge
Also gut. Stellen Sie Ihren Sitz gerade und legen Sie den Sicherheitsgurt an. Wir öffnen die Büchse der Pandora: Von der Corona-Krise abgesehen gibt es seit September 2015 kein Thema in Deutschland, das so sehr eine gesellschaftliche Spaltung verursacht hat, so sehr für Streit gesorgt hat wie die Flüchtlingskrise. Die Flüchtlingskrise ist mitverantwortlich, wenn nicht hauptverantwortlich für die dauerhafte Etablierung der AfD im Parteienspektrum Deutschlands und für den permanenten Grabenkrieg in den etablierten Massenmedien gegen einen weiteren Erfolg der AfD, sei es in Nachrichtensendungen, in Talkshows, politischen Magazinen oder Kultursendungen. Überall heißt es: „Keinen Millimeter nach rechts!“
Die Flüchtlingskrise war mit ausschlaggebend für den Austritt Großbritanniens aus der EU, und sie ist ein wichtiger Faktor für die Spannungen zwischen dem deutsch-französischen Kerneuropa und Osteuropa bzw. den Visegrád-Staaten: Polen, Tschechien, Slowakei und Ungarn, zusammen rund 60 Mio. Einwohner.
Ungeachtet einer moralischen oder politischen Bewertung des Phänomens Flüchtlingskrise gibt es eine Reihe hellseherisch inspirierter Prophezeiungen, oft genug schon vor vielen Jahrzehnten veröffentlicht, die einen massiven Zustrom von Fremden nach Deutschland und Mitteleuropa vorausgesehen haben, als auch letztlich das komplette Scheitern der dazugehörenden Ausländer- und Einwanderungspolitik.
Die Existenz dieser Prophezeiungen ist eine Tatsache. Die Flüchtlingskrise wurde vorausgesehen, ebenso Spannungen zwischen Einheimischen und Hinzugezogenen. Punkt. Wie erwähnt, hatte ich einen Teil der entsprechenden Prophezeiungen schon in ›Countdown Weltkrieg 3.0‹ behandelt, allerdings ging das Buch bereits im April 2015 in Druck, rund fünf Monate vor dem Einsetzen der eigentlichen Flüchtlingswelle.
Die vorhandenen Prophezeiungen zu Flüchtlingen und Spannungen mit Fremden sind Beleg und gutes Beispiel dafür, dass die im New Age etwa seit Mitte der 1970er propagierte These, die „alten“ traditionellen europäischen Prophezeiungen stimmten nicht mehr, ganz einfach falsch ist. Und es gibt noch eine Reihe weiterer Beispiele mit erfüllten „Old Age-Voraussagen“ im Zeitraum von 1980 bis 2020.
Die „veralteten“ Prophezeiungen zur Einwanderungsthematik stehen aber nicht nur in einem weltanschaulichen Spannungsfeld mit dem New Age. Hinzu kommt die Ablehnung dieser Prophetie naheliegenderweise durch jene, die die Einwanderungsthematik aus der Perspektive der Hoffnung wahrnehmen, sei es die Hoffnung auf ein besseres, weil „bunteres“ Deutschland, sei es die Hoffnung auf eine glückliche One World, die „geeinte Welt“, in der sich alle Völker vertragen und es keine Kriege mehr gibt. Die traditionelle europäische Prophetie jedoch sagt voraus, dass das Multikulti-Projekt scheitern wird, und zwar nicht nur in Deutschland.
Im Sinne des Multikulti-Kultes, eines Kultes um die heilsame Wirkung einer Allgegenwart der Vielfalt der Kulturen, sind obige Prophezeiungen natürlich reinste Ketzerei. Genau das aber war Prophetie eigentlich immer, wenn sie echt und wirklich gut war: Ketzerei. Wenn Prophetie Empörung auslöst, Wut, zornige Blicke und den Ruf nach Zensur, ist sie der Wahrheit meist sehr nahe. Das Geschrei der Bloßgestellten beweist meist nur, dass ein wunder Punkt getroffen wurde. Das war vor Jahrtausenden schon so, und so wird es auch noch in Jahrtausenden sein.
Edward Korkowski (1985)
Ich gebe zu: Ich habe etwas länger überlegt, ob ich die nachfolgende Vision von Edward Korkowski (geboren 1931, wohnhaft bei Köln) überhaupt in dieses Buch mit aufnehmen soll. Denn diese Vision Edward Korkowskis ist im Sinne der „politischen Korrektheit“ eben nicht ganz korrekt. Letztlich habe ich mich aber doch dazu entschlossen, da diese Vision schon vor 30 Jahren in Buchform veröffentlicht worden ist – und soweit ich weiß in den zurückliegenden 30 Jahren von niemandem beanstandet worden ist.
Traumvision Edward Korkowskis vom 12. Juli 1985; 1990 veröffentlicht:.17
In dieser Vision sah ich von oben auf das geteilte Deutschland. Plötzlich sackte es ab, als ob das Land um die Grenzen herum durchgeschnitten wäre.
Auf einmal bemerkte ich einen großen Haufen Müll, wie ein Berg von 300 m Höhe. Er stand zum größten Teil auf dem Gebiet der Bundesrepublik, zum kleineren auf der DDR. Kleinere Haufen Müll entdeckte ich in allen Richtungen über ganz Westdeutschland verteilt.
Ich wusste nicht, was das bedeuten sollte. Doch kam ich nun auf die Spitze des Müllhaufens herunter. Nun wollte ich wissen, ob es wirklich nur Abfall sei und wühlte tiefe Löcher – alles Müll. Plötzlich entdeckte ich aber einen Deckel aus Brettern mit einem Griff. Ich hob den Deckel, um zu sehen, ob darunter nicht doch guter Boden sei – und erschrak. Denn dieser Abfallberg war innen hohl, und unten war Bewegung. […] Viele Tausende schwarzer Ameisen waren da unten. Sie standen aber wie Soldaten in Reihen. Vor jeder Kompanie stand eine etwa dreimal größere Ameise. […] und die Ameisensoldaten gingen in unzählige Tunnel, die in allen Richtungen Verbindungen zu den kleineren Müllbergen im Land schufen. Wie man weiß, fressen sich Ameisen durch alles durch [falsch: das machen Termiten°]. Ganz schnell buddelten sie neue Tunnel und unterhöhlten das ganze Land. Ich sah, wie sie plötzlich an vielen Stellen aus dem Boden kamen.
Meine Gedanken waren, dass es nicht mehr lange dauern würde, und das Volk hier hat keine Chance mehr. Es wird alles einstürzen, in sich zusammenfallen! Ich fragte mich: „Mein Gott, was soll das alles bedeuten?“ Da hörte ich eine Stimme über mir:
„Ich bin es, dein kosmischer Führer, Lehrer, Beschützer! Nun, der Müllhaufen soll dir symbolisch sagen, dass ein ganz großer Haufen von schlechten und primitiven Menschen sich in diesem Lande angesammelt hat.
Da sind erstens die heimatlichen Demokratiemissbraucher, welche die Ordnung der Demokratie unterhöhlen und gefährden. Dann sind da viele Verfolgte, Freiheit und Lebensmöglichkeit suchende Menschen – Menschen, die gut sind, aber auch viele [davon°], die dumm und manipulierbar sind.
Sie sind sich dessen gar nicht bewusst, dass sie gesteuert werden, um die Demokratie in diesem Lande zum Einsturz zu bringen. Dann gehört noch dazu eine große Zahl von Mördern, Sadisten, vielerart Gewalttätern, wie auch Fanatiker; eingeschleuste Falschspieler, die als Verfolgte kommen, jedoch geheime Kämpfer sind; ferner Links-, Rechts- und Religionsradikale.
Alle diese Delikte [!°] werden von Menschen ausgeführt, die primitiv sind und sich zu jeder Untat verführen oder drängen lassen. Sie gelten als Unwissende, Bedeutungslose, Schwachsinnige, Chaoten und andere, die nicht genügend beachtet werden, weil sie in der Minderheit sind. Doch alle zusammen sind – wie die Ameisen da im Untergrund […].
Und ich kann dir sagen, dass viele der Falschspieler ihre Wühlarbeit [irgendwann°] unterlassen, weil sie schließlich doch auch leben wollen.“
Aus paraprognostischer Sicht ist diese Vision von 1985 äußerst interessant. Im Jahre 1985 war Masseneinwanderung nämlich noch gar kein Thema. In den drei Jahren zuvor (1982–1984) gab es sogar eine Nettoabwanderung aus Deutschland! Erst im Zusammenhang mit dem Zusammenbruch der UdSSR und dem Zerfall des Warschauer Paktes setzte dann eine Welle der Zuwanderung nach Deutschland ein. Selbst wenn der Text nicht hellseherisch inspiriert wäre, bliebe Edward Korkowskis Voraussage der Flüchtlings- oder Einwanderungskrise in der Fülle der teilweise oder vollständig zutreffend vorausgesagten Details bestechend. Das wird umso deutlicher, sieht man sich die einzelnen Aspekte genauer an.
Edward Korkowski zur Ursache der Flüchtlingsströme
Ein Schlüsselelement beim Thema Flüchtlinge ist natürlich die eigentliche, die wahre Ursache. Korkowskis „kosmischer Führer“ meint, die Flüchtlinge dienten letztlich einer dritten Macht als Werkzeug, um Deutschland zu zerstören (»dass sie gesteuert werden«). Dass Flüchtlinge von Politikern und Militärs als Druckmittel in der Außenpolitik eingesetzt werden können, ist aus zahllosen Kriegen und Konflikten bekannt. Im Jahre 2016 ist zu dem Phänomen von der US-amerikanischen Politikwissenschaftlerin Kelly M. Greenhill das Buch ›Massenmigration als Waffe: Vertreibung, Erpressung und Außenpolitik‹ erschienen. Das englischsprachige Original ist von 2011 und wurde von der International Studies Association (ISA) als bestes Buch des Jahres 2011 ausgezeichnet.
Gegnerische Staaten lassen sich destabilisieren, indem man das Land des Gegners mit Flüchtlingen flutet, und damit in dem betreffenden Land Kämpfe um Ressourcen zwischen Einheimischen und Hinzugekommenen provoziert.
Ein gegnerisches Land mit Flüchtlingen zu destabilisieren bedeutet jedoch noch lange nicht, dass man das betreffende Land auch gleich regelrecht zerstört. Edward Korkowski jedoch spricht in dem Zusammenhang davon, dass in Deutschland »die Demokratie […] zum Einsturz« gebracht – also offenbar eine Diktatur errichtet oder eine Anarchie ausgelöst werden soll. Er befürchtet, es würde »alles einstürzen, [und°] in sich zusammenfallen«. Demnach ginge es nicht nur darum, Deutschland zu destabilisieren, auszutricksen oder abzuzocken – nein, Deutschland in seiner heutigen Form soll, so Edward Korkowski, zum Einsturz gebracht werden.
Das wiederum wirft die Frage auf: Hat denn Deutschland heutzutage überhaupt noch solch erbitterte Feinde? Wer bitte sollte das denn sein? Das ist das eigentlich Ungeheuerliche an Edward Korkowskis Text: Der Gedanke, dass Deutschland einen Todfeind hat, von dem es im Prinzip noch nicht einmal etwas ahnt.
Wie bitte wäre das möglich? Wie könnten die Deutschen einen so hinterhältigen Feind haben, aber nichts von ihm wissen? … Nun, die Antwort ist vielleicht ganz einfach: Der Feind wäre eben ein falscher Freund.
Damit jedoch wird es besonders ekelhaft. Denn eigentlich wäre Deutschland dann geradezu von falschen Freunden umgeben. Normalerweise müsste Deutschland ja wenigstens ein paar echte Freunde haben, die es auf die große Gefahr hinweisen.
Und natürlich: Die Deutschen müssten auch zu dumm und zu instinktlos sein bzw. wieder einmal zu gutgläubig. Das am Rande.
Edward Korkowskis implizierte Verschwörungstheorie vom falschen Freund der Deutschen; ein Feind, der es verrät und in der heutigen Form von innen heraus zerstören will, gehört sicher in die Top Ten der internationalen Verschwörungstheorien; verschwörungstheoretischer geht es kaum. Dumm ist nur: Verrat hat nichts mit politisch rechts oder links zu tun, nichts mit Herkunft oder Religion, Partei, Club oder Bündnis. Verrat gibt es seit jeher, überall, weltweit. Fragen Sie einmal Kriemhild, Hagen und Siegfried, fragen Sie Judas und Jesus, Brutus und Julius Caesar, fragen Sie Graf von Stauffenberg und Adolf Hitler, Günter Guillaume und Willy Brandt, Donald Trump … und wer weiß, wen sonst noch alles? Verrat gibt es schon immer, und schon immer überall.
Weiter behauptet der Seher, der ausländische Feind würde sich verräterischer Gruppierungen aus Deutschland bedienen. Konkret spricht er von »heimatlichen Demokratiemissbrauchern, welche die Ordnung der Demokratie unterhöhlen und gefährden«. Diese Demokratiemissbraucher nennt Korkowski im selben Atemzug mit »Verfolgte(n), Freiheit und Lebensmöglichkeit suchende(n) Menschen«, woraus sich schlussfolgern ließe, die Demokratiemissbraucher instrumentalisierten die Zuzügler und Flüchtlinge lediglich für ihre politischen Interessen.
Wie auch immer, bereits 1985 bzw. 1990 liefert Edward Korkowski eine ziemlich interessante Skizze der politischen Rahmenbedingungen einer kommenden Zuwanderungskrise; sowohl auf nationaler als auch internationaler Ebene. Ähnlich verblüffend ist seine Beschreibung der Flüchtlinge. Er teilt sie grob in drei Kategorien:
Menschen, die gut sind – viele Verfolgte, Freiheit und Lebensmöglichkeit suchende Menschen
Menschen, die gut sind – [aber davon°] viele, die dumm und manipulierbar sind. Sie sind sich dessen gar nicht bewusst, dass sie gesteuert werden, um die Demokratie in diesem Lande zum Einsturz zu bringen.
schlechte und primitive Menschen – eine große Zahl von Mördern, Sadisten, vielerart Gewalttätern, wie auch Fanatiker; eingeschleuste Falschspieler
Wir sehen: Edward Korkowski differenziert. Keinesfalls kann man ihm pauschal Ausländerfeindlichkeit unterstellen. Sicher, über gewisse Nuancen ließe sich streiten, doch dass ein Teil der Einwanderer „Gefährder“ sind, geben ja selbst staatliche Stellen zu. So teilte im Oktober 2020 die Anti-Terror-Zentralstelle der Justiz in Nordrhein-Westfalen mit, dass man in diesem Bundesland aktuell 200 Gefährder beobachte, die man dem Islamischen Staat zurechne.18 NRW hat 18 Mio. Einwohner, umgerechnet auf 83 Mio. Einwohner in ganz Deutschland wären das rund 920 Gefährder. Und natürlich kommt noch ein gewisser Prozentsatz hinzu, denn es fragt sich, ab wann jemand als gefährlich genug gilt, um als Gefährder in die Kartei aufgenommen zu werden? Die Gefährlichkeit des tunesischstämmigen Terroristen Anis Amri beispielsweise, der am 19. Dezember 2016 mit einem Sattelschlepper auf dem Weihnachtsmarkt auf dem Breitscheidplatz in Berlin elf Menschen tötete und 55 weitere verletzte, wurde offenkundig nicht hoch genug eingeschätzt.
Man wird Edward Korkowski also kaum einen Strick daraus drehen können, wenn er von einer »große(n) Zahl von Mördern, Sadisten, vielerart Gewalttätern, wie auch Fanatiker …« spricht, und schon offizielle Zahlen umgerechnet auf 900 »Gefährder im Bereich islamistischer Terrorismus« kommen – Dunkelziffer nicht mitgezählt.
Nicht zutreffend ist Korkowskis Bild mit den Ameisen, die sich durch alles hindurchfressen. Das machen keine Ameisen, sondern Termiten. Was das erklärtermaßen symbolische Bild der Ameisen betrifft, so sei angemerkt, dass Ameisen in den etablierten Massenmedien eine recht lange Tradition als Sinnbild für den ostasiatischen Kollektiv-Menschen haben. So findet sich beispielsweise nach ganz kurzer Google-Recherche ein SPIEGEL-Artikel von 2011, in dem die Rede ist von chinesischen »Arbeitsameisen«.19 Letztlich sind die Ameisen aber auch gar nicht entscheidend, sondern der Müll bzw. der geistige Zustand der ursprünglichen deutschen Bevölkerung, der neudeutsch formuliert Biodeutschen. Es waren diese Bio- oder Herkunftsdeutschen, die die Müllberge überhaupt erst in die beklagte Höhe haben wachsen lassen.
Die hellseherischste Stelle findet sich vielleicht dort, wo es zu den Einwanderern heißt:
… aber auch viele, die dumm und manipulierbar sind. Sie sind sich dessen gar nicht bewusst, dass sie gesteuert werden, um die Demokratie in diesem Lande zum Einsturz zu bringen.20
Man denke dabei an alle jene (Wirtschafts-)Flüchtlinge, die seinerzeit, noch in ihren Herkunftsländern lebend, dort gestreuten Gerüchten geglaubt haben, ihnen würden in Deutschland gewissermaßen gebratene Tauben in den Mund fliegen. Das zu glauben, braucht es schon ein etwas kindliches Gemüt, um es vorsichtig auszudrücken.
Nebenbei: Makroökonomen und auch etlichen Regierenden muss seinerzeit längst klar gewesen sein, dass ein Großteil der 2015/16er Einwanderer viel zu geringqualifiziert ist, als dass sie sich wirklich in Deutschland integrieren lassen bzw. sich so integrieren lassen, dass keine Ghettos und Rechtsfreiräume entstehen.
Schon im Herkunftsland der Flüchtlinge wurden also Hoffnungen geweckt, die von vornherein nicht zu erfüllen waren. Und um zu wissen, wer diese Hoffnung überhaupt erst geschürt hat, wer überhaupt die ganze Welle losgetreten hat, muss man sich natürlich auch ansehen, wer in der Gerüchteküche in Sachen „gelobtes Land Deutschland“ die Karotten klein geschnitten und in den Töpfen herumgerührt hat.
Und so ist auch der Frage nachzugehen, warum die Weltgemeinschaft unmittelbar vor dem Einsetzen der Flüchtlingswelle die Geldmittel zur Verpflegung der Flüchtlinge des syrischen Bürgerkriegs in den Lagern im Libanon, Jordanien und anderswo zurückgefahren hat? Am 3. Dezember 2014 beispielsweise hatten Vertreter des Welternährungsprogramms WFP einen dringenden Spendenaufruf gestartet, nachdem es die Lebensmittelversorgung von 1,7 Millionen syrischen Flüchtlingen vor allem im Libanon wegen Geldmangel einstellen musste. Auch das UNHCR beklagte den Geldmangel.21 Doch statt seinerzeit genügend Geldmittel bereitzustellen, lässt sich die deutsche Bundesregierung die Integration der auch nach offiziellen Zahlen (ab 2015) rund zwei Millionen Flüchtlinge inzwischen jedes Jahr etliche Milliarden Euro kosten. So berichtete das Handelsblatt Ende Oktober 2019, dass sich die Kosten hierfür alleine im Jahr 2018 auf 23 Milliarden Euro beliefen.22
Das hätte man 2014/15 alles viel, viel billiger haben können. Und das war den Entscheidungsträgern seinerzeit auch bewusst, schließlich weiß man, dass die Lebenshaltungskosten im Nahen Osten sehr viel geringer als in Deutschland sind. Einer Statistik nach, in der der Lebenshaltungskosten-Index für Deutschland mit 100 angegeben wird, liegt dieser für die Türkei bei 46,3 und für Syrien bei 38,4.23 Darin enthalten sind natürlich noch nicht die für Deutschland erforderlichen spezifischen Integrationskosten wie Sprachschulung und Betreuung elternloser Kinder und Jugendlicher.
Hellseherisch ähnlich bemerkenswert ist Edward Korkowskis Vorausschau, wonach die Deutschen bzw. die in Deutschland vorherrschende öffentliche Meinung die Gefahr unterschätz und verharmlost. Noch einmal die betreffende Stelle:
Alle diese Delikte werden von Menschen ausgeführt, die primitiv sind und sich zu jeder Untat verführen […°] lassen. Sie gelten als Unwissende, Bedeutungslose, […] Chaoten und andere, die nicht genügend beachtet werden …24
In dieses Korkowski’sche Muster der Nichtbeachtung passt vortrefflich die mediale Verharmlosung der Verursacher der Massenausschreitungen mit Plünderungen in Stuttgart-Mitte in der Nacht von 20. auf den 21. Juni 2020 als „Partyszene und Eventszene“. Wohlgemerkt; Es war ausgerechnet der Stuttgarter Polizeipräsident, der die Begriffe „Partyszene“ und „Eventszene“ prägte.25 Es wäre also etwas naiv, ausgerechnet von Verantwortungsträgern vom Schlage des Stuttgarter Polizeipräsidenten die wahre Zahl der islamistisch motivierten Gefährder in Deutschland zu erfahren.
Drei Monate nach den Ausschreitungen vom 20./21. Juni ergab dann der Ermittlungsbericht einer Sonderkommission des Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg, dass von 88 Tatverdächtigen 73, also rund 83 Prozent Migranten waren bzw. Jugendliche mit Migrationshintergrund. Aber auch dieses Ergebnis – so der Journalist Boris Reitschuster – wurde in nachfolgenden Medienberichten eher verschleiert als alles andere.26 Das bedeutet: Die Nichtbeachtung und das Wegsehen sind nicht nur Ergebnis einer allgemeinen Nachlässigkeit, sondern oft genug auch Vorsatz, und zwar Vorsatz von höchster politischer Ebene.
„Mal auf Multikulti machen“
Der Glaube daran, dass Multikulti gelingt – Parole: „Wir schaffen das!“ –, und vor allen Dingen der Glaube daran, dass Multikulti alternativlos ist, ist im Deutschland des Jahres 2021 quasi Staatsräson. Der Glaube an Multikulti gehört zum guten Ton und kennzeichnet den Bürger als „modern“, „aufgeklärt“ und „mit der Zeit gehend“. Ein öffentliches Bekenntnis gegen das multikulturelle Gesellschaftsexperiment – und das ist es: ein Experiment (siehe Yascha Mounk, Dozent für Politische Theorie, Kapitel "Der Brand von Paris – oder tut das ein Franzose?") – kommt inzwischen offener Ketzerei gleich. Physisch verbrannt wird man heutzutage zwar nicht, aber im Privat- und Berufsleben der Ketzer kann doch so einiges an- oder gar komplett abbrennen. Das Face kann dann ganz schnell wieder raus aus dem Book sein.
Verblüffend am derzeit triumphierenden Dogma vom bunten Glück ist auch: Noch vor zehn Jahren war es in Deutschland komplett anders. Damals zeigte die Nadel auf dem Kompass der politisch „korrekten“ Gesinnung und der deutschen Politik noch in eine völlig andere Richtung. Noch am 16. Oktober 2010 auf dem Deutschlandtag der Jungen Union in Potsdam wetterte Kanzlerin Angela Merkel gegen die Einwanderungspolitik hierzulande und echauffierte sich, als sei sie die Parteivorsitzende der AfD:
„… und wir sind ein Land, das im Übrigen Anfang der 60er Jahre die Gastarbeiter nach Deutschland geholt hat. Und jetzt leben sie bei uns. Wir haben uns ’ne Weile lang in die Tasche gelogen, wir haben gesagt: ‚Die werden schon nicht bleiben, irgendwann werden sie weg sein, das ist nicht die Realität.’ – und natürlich war der Ansatz zu sagen: ,Jetzt machen wir hier mal Multikulti und leben so nebeneinander her, und freuen uns übereinander.’ – dieser Ansatz ist gescheitert, absolut gescheitert.“
»Absolut gescheitert« – das merken wir uns.
Warum hat sich Angela Merkels Haltung in Sachen Zuwanderung zwischen Oktober 2010 und September 2015 – in nur fünf Jahren – so grundlegend geändert? Was ist da zwischenzeitlich passiert? Haben die Engel der lieben Mutti etwas zugeflüstert? Oder die bösen Dämonen? Macht Mutti Merkel jetzt etwa gemeinsame Sache mit Darth Vader und den anderen grässlichen Dienern des Imperators? Woher der Sinneswandel? Woher die Inspiration? Warum hat es Mutti Merkel nach Ende 2010 zugelassen, dass offiziellen Zahlen zufolge noch über 2 Millionene weitere zumeist kulturell fremde Menschen ins Land gekommen sind, wenn sie sich 2010 doch noch sooo sicher war, dass Multikulti »absolut gescheitert« ist? Irgendetwas stimmt da nicht. Da ist was faul. So viel ist klar. Wie bitte soll etwas, was schon 2010 »absolut gescheitert« war, fünf Jahre später mit dann quasi doppelt starken Nebenwirkungen plötzlich so wahnsinnig toll sein?? Was, liebe Mutti, läuft da eigentlich?
Edward Korkowski jedenfalls betrachtet die Flüchtlingskrise in einem eindeutig verschwörungstheoretischen Kontext. Hinter der Flüchtlingsthematik sieht er im Zentrum einen heimlichen Feind Deutschlands. Im Grunde sieht er Deutschland von Verrätern umringt. Mit dem Thema Verrat an Deutschland durch einen falschen Freund steht der Seher zudem nicht alleine da. Beispielsweise die seinerzeit sehr bekannte niederrheinische Seherin Buchela (1986 gest.) hat 1983 in ihren Memoiren die Deutschen eindringlich vor ihren falschen Freunden gewarnt!
Buchela (bürgerlich Margarethe Goussanthier) hat, und das war seinerzeit auch kein Geheimnis, jahrzehntelang führende deutsche Politiker beraten. In der Amtszeit von Kanzler Willy Brandt (1969–1974) wurde sie sogar zu einem Staatsempfang am 16. April 1971 in den sogenannten Bonner Kanzlerbungalow eingeladen. Darüber hat seinerzeit auch die deutsche Presse berichtet, sogar mit einem Foto, auf dem man Buchela zusammen mit dem damaligen rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten Helmut Kohl und dem US-Senator Edward Kennedy sieht!27
Konkret sagte Buchela voraus, dass Deutschland, wenn es einmal in Not geraten ist, von den USA verraten werden wird (siehe erstes Zitat in Kapitel "Der Verrat der USA an Deutschland "). Und kaum verklausuliert sagte sie auch voraus, dass Deutschland auch von Großbritannien und Frankreich verraten werden wird. Echte Freunde? Glaubt man Edward Korkowski und Buchela, leider Fehlanzeige.

Abb.1:
Buchela, 1962
So viel zu Edward Korkowskis 1985er Vision zum Thema Immigranten.
Die Dame aus Valdres (1968)
Kommen wir zu einer weiteren Quelle zur Flüchtlingsthematik: eine gewisse Dame aus Valdres in Norwegen, deren Text mir 1999 in die Hände gefallen ist, und den ich 2001 in meinem Buch ›Prophezeiungen – alte Nachricht in neuer Zeit‹ veröffentlicht habe. Dem Prophezeiungstext soll eine Vision von 1968 zugrunde liegen:
Ich sah die Zeit, kurz bevor Jesus kommt28 und der dritte Weltkrieg bricht aus. Ich sah die Ereignisse mit meinen natürlichen Augen. Ich sah die Welt wie eine Art Globus. Ich sah Europa […]. Ich sah Skandinavien. Ich sah Norwegen. Ich sah gewisse Szenen, die stattfinden werden, unmittelbar, bevor Jesus wiederkommt – kurz bevor das letzte Unglück stattfindet. Ein Unglück, wie wir es noch nie zuvor erlebt haben! […] kurz bevor der dritte Weltkrieg ausbricht, wird es eine Art Entspannung geben, wie wir sie nie zuvor gehabt haben. Es wird Friede sein unter den Großmächten in Ost und West, und es wird ein langer Friede sein. In dieser Friedensperiode wird in vielen Ländern abgerüstet werden, auch in Norwegen, und wir werden nicht vorbereitet sein, wenn er losbricht. Der dritte Weltkrieg wird auf eine Weise beginnen, die niemand erwartet hat – von völlig unerwarteter Seite. […29] Es wird ein kurzer Krieg sein. …
Menschen aus armen Ländern werden [zuvor°] nach Europa strömen. Sie werden auch nach Skandinavien kommen – und Norwegen. Es werden so viele sein, dass die Leute negativ über sie denken und sie hart behandeln werden. Sie werden behandelt werden wie die Juden [in Deutschland°] vor dem Kriege. Dann wird das Maß unserer Sünden erreicht sein. […] [Dann käme der “dritte Weltkrieg“, auf den Skandinavien nicht vorbereitet ist.°]30
Hier also eine völlig andere Intonierung. Sehr grob vereinfachend gesagt: Die Flüchtlinge sind „die Guten“, die Einheimischen, hier die Norweger, „die Bösen“. Der Vergleich der Behandlung der Flüchtlinge in Norwegen mit der Situation in Nazi-Deutschland vor dem Zweiten Weltkriege, also vor September 1939 bedeutet: Was auch immer man den Flüchtlingen in Norwegen antut, in Lager eingesperrt und umgebracht werden sie nicht.
Sieht man von gewissen diskussionswürdigen moralischen Gewichtungen ab, so haben wir mit der Dame aus Valdres von (den Angaben nach) 1968 eine durchaus beachtenswerte (vermutlich) seherische Leistung: Die Dame sagt klar voraus, dass die in Skandinavien ankommenden Flüchtlinge von außerhalb Europas kommen (»nach Europa strömen«). Man kann somit schlussfolgern: Aus dem nahen Asien und dem nahen Afrika, also von südlich und östlich des Mittelmeeres! Das passt exakt zur Lage ab 2015. Die Flüchtlinge kamen via Türkei aus Syrien, dem Irak und Afghanistan, und sie kamen aus Nordafrika über das Mittelmeer.
Eine theoretische Möglichkeit wäre auf den ersten Blick natürlich auch, dass die Flüchtlinge aus Lateinamerika kommen, oder aus Zentral- oder Südafrika oder Ostasien. Doch in all diesen Fällen wäre die Anreise sehr viel länger und kostspieliger. Der Landweg wäre in vielen Fällen schlicht unmöglich. So gelangen wir rein von der Logik her wieder nach Nordafrika und den Nahen Osten. Die Dame aus Valdres sagt zwar nur »nach Europa«, aber insgesamt zeichnen sich der Nahe Osten und Nordafrika als Herkunftsregion der von ihr vorhergesagten Flüchtlinge ab.
Weiter heißt es zutreffend, dass Flüchtlinge in so großer Zahl nach Europa kommen, dass sie auch in großer Zahl Skandinavien erreichen, und dass dort Konflikte mit der einheimischen Bevölkerung auftreten, wobei heutzutage aus den Medien eher Vorkommnisse in Dänemark (z. B. in Kopenhagen) und vor allem Schweden (z. B. in Göteborg) bekannt sind.
Seit der 2015/2016er Flüchtlingswelle sind natürlich ein paar Jahre vergangen, so dass die von der Dame aus Valdres beschriebene ungerechte Behandlung der Flüchtlinge in Norwegen nicht das wirklich letzte große kollektive Vergehen vor Ausbruch des “dritten Weltkrieges“ sein kann, nicht die letzte große Untat, die das Fass zum Überlaufen bringt. Doch diese Ungenauigkeit wäre nur eine Feinheit in der Zeitpunktbestimmung, und beim genauen Timing vertun sich auch die besten Seher.
Unter dem Strich ist der Text der Dame aus Valdres die klarste mir bekannte Quelle zum Flüchtlingsphänomen als Vorzeichen eines “dritten Weltkrieges“. Selbst wenn man nur den Veröffentlichungszeitpunkt Ende des Jahrtausends und nicht das angegebene Datum der Vision 1968 nimmt, ist diese Quelle bemerkenswert.
Nachzutragen bleibt: Der Satz »Der 3. Weltkrieg wird auf eine Weise beginnen, die niemand erwartet hat – von völlig unerwarteter Seite« klingt im ersten Moment so, als würde der Krieg eben doch nicht von Russland vom Zaune gebrochen. Dieser Eindruck steht jedoch im Widerspruch zu dem vorausgehenden Hinweis, dass man in Norwegen wegen der Abrüstung im langen Frieden zuvor auf den Krieg »nicht vorbereitet« sein wird. Das »nicht vorbereitet« wäre etwas widersinnig, ginge es um einen Feind, den man überhaupt nicht in Betracht gezogen hat. Bei einem Feind „aus dem Nichts“ ist man per se schlecht oder eben gar nicht vorbereitet, egal ob und wie man in der Zeit zuvor aufgerüstet hat oder nicht. Alles, was man aber in Skandinavien im Kalten Krieg militärisch gesehen getan hat, war, sich auf einen Angriff Russlands vorzubereiten. Einen anderen Feind als Russland hatten die Skandinavier nicht, gab es nicht, kannten sie nicht. Wer hätte das sein sollen? Deutschland?
Frage also: Könnten mit der »völlig unerwarteten Seite« die USA gemeint sein? Die Idee der USA als Kriegsauslöser scheint zunächst komplett an den Haaren herbeigezogen, doch welche andere Großmacht außer Russland könnte einen dritten Weltkrieg auslösen? China könnte nie und nimmer gleichzeitig gegen die NATO und Russland kämpfen. Folglich liest sich der Text letztlich so, als würde der Krieg militärisch zwar von Russland begonnen, im Hintergrund jedoch eine andere Macht die Fäden ziehen. Wenn Russland nicht die unerwartete Seite sein kann (und auch nicht China), kommen wir erneut bei der Möglichkeit eines unfassbaren Verrates im westlichen Lager an; so wie schon bei Edward Korkowski und Buchela.
Vielleicht hatte die Dame aus Valdres zu diesem Aspekt ja eine symbolische Vision, bei der sie zwar sehen konnte, dass die eigentliche Kriegsinitiative von unerwarteter Seite her erfolgt, sie jedoch nicht sehen konnte, wer diese Seite genau ist. In jedem Fall fällt auf, dass die „unerwartete Seite“ im Unklaren verharrt und nicht konkret benannt wird.
Zugegeben: Die Dame aus Valdres drückt sich widersprüchlich aus, und die Sache lässt sich nur im Rahmen einer Deutung auf einen Nenner bringen. Im Hinblick auf die sonstige Prophetie ist der Grundgedanke aber alles andere als weit hergeholt: Irgendeiner spielt da ein falsches Spiel. Die „unerwartete Seite“ ist insgesamt ein weiteres Indiz für einen großen Verrat im westlichen Lager.
Das Lied der Linde – und die ›bunten Fremdlinge‹ (1921)
In einer der bekanntesten und besten deutschen Prophezeiung, dem Lied der Linde von 1921, findet sich folgende Aussage für die Zeit unmittelbar nach Ende des “dritten Weltkrieges“:
Ja von Osten31 kommt der starke Held,
Ordnung bringend der verwirrten Welt,
Weiße Blumen um das Herz des Herrn –
Seinem Rufe folgt der Wackre gern.
Alle Störer er zum Barren treibt,
Deutschem Reiche deutsche Rechte schreibt.
Bunter Fremdling, unwillkomm’ner Gast,
Flieh die Flur, die nicht gepflügt du hast!
Gottes Held, ein unzertrennlich Band
Schmiedest du um alles deutsche Land!
Den Verbannten [den Papst°] führest du nach Rom,
Große Kaiserweihe schaut ein Dom [in Köln°].32
Sämtliche Hauptaspekte in obigem Zitat werden auch noch von anderen Quellen vorausgesagt:
Der starke Held nach dem Kriege bzw. der große Monarch, der in Deutschland eine neue Ordnung etabliert, ein Wieder-auf-sich-selbst-Besinnen der Deutschen, ein Wiederaufblühen der christlichen Religion in Europa und eine enge Allianz zwischen dem starken Helden und dem Papst bzw. der dann erneuerten christlichen Kirche.
Was unter anderem für die echte hellseherische Qualität des Lindenlieds spricht, ist an anderer Stelle der Prophezeiung die Voraussage einer Hyperinflation in Deutschland; ein Ereignis, das sich schon zwei Jahre nach der Veröffentlichung der Prophezeiung erfüllen sollte; und ein Ereignis, für das es in der europäischen Geschichte kein Vorbild gab und das von daher für normale Menschen auch nicht vorauszuahnen war.

Abb.2:
Hist. Postkarte mit dem Bild jener Linde, in deren Stamm das Lied der Linde gefunden worden sein soll
Im Lied der Linde heißt es dazu:
Arme werden reich des Geldes rasch,
Doch der rasche Reichtum wird zu Asch.33

Abb.3:
1923: Geld wandert in den Ofen
Geht man vom Datum im Vorwort des betreffenden Büchleins aus, so wurde das Lied der Linde spätestens im Oktober 1920 niedergeschrieben, und damit rund drei Jahre vor dem Höhepunkt der Hyperinflation in Deutschland. Auf dem Höhepunkt der Hyperinflation im Herbst 1923 wurden Unmengen von Papiergeld gedruckt, und am Ende verfügten auch ganz normale Bürger über ganze Koffer voll mit praktisch wertlosen Geldscheinen.
Nach der Währungsreform am 15. November 1923 wurde das wertlose Hyperinflationsgeld von den Bürgern dann tatsächlich in den Öfen ihrer Häuser und Wohnungen verbrannt.

Abb.4:
Tabelle: Hyperinflation 1923
Anfang 1921, als das Büchlein mit dem Lied der Linde erschienen ist, lag die Inflation – bezogen auf das Inlandsbriefporto bei 100 Prozent (A in Tabelle), im November 1923 bei etwa 100 Millionen Prozent (C).
Die zwei kurzen Zeilen zur Hyperinflation haben sich damit praktisch in jedem einzelnen Punkt genau erfüllt: Arme Bürger verfügten auf dem Höhepunkt der Hyperinflation über ganze Koffer voll Geld (»… reich des Geldes«), das jedoch bald danach im Ofen verbrannt wurde. Der dramatische Geldmengenzuwachs vollzog sich vor allem in der Endphase innerhalb weniger Monate. So verteuerte sich ein Inlandsbrief von August 1923 (B) bis November 1923 (C) um das Ein-Million-Fache (»… reich des Geldes rasch«). Und als der Spuk vorüber war, standen die Bürger vor der Wahl, entweder das jetzt wertlose Geld in den Müll zu werfen oder im Ofen zu verheizen. Da die Währungsreform am 15. November 1923 stattfand und es langsam kalt wurde, hat man das Geld einfach zu Hause in der Wohnung verbrannt – das Einzige, wozu es noch gut war.
Was nun das
Bunter Fremdling, unwillkomm’ner Gast,
Flieh die Flur, die nicht gepflügt du hast!34
im Lied der Linde betrifft, so behauptet manch Skeptiker, »Bunter Fremdling« stehe für die besiegten russischen Soldaten. Das allerdings erscheint aus mehreren Gründen kaum haltbar: Zunächst einmal widerspräche eine solche Umschreibung der brutalen Invasoren – Invasoren, die großes Leid über die deutsche Bevölkerung gebracht hätten – komplett dem Stil des Gedichtes als auch jedem halbwegs empathischen Sprachgefühl. Wer den Aggressor als „Gast“ verharmlost, verhöhnt dessen Opfer und trampelt in jedem Fall auf den Gefühlen der Hinterbliebenen herum. Kurz: Das wäre die Sprache der Täter!
Zudem sind die Soldaten moderner Armeen, was ihre äußere Erscheinung betrifft, nicht bunt. Bodentruppen tragen Uniformen in Tarnfarben. Der moderne Soldat will nicht auffallen, er will möglichst unsichtbar sein. Und was bitte hätten die Soldaten aus dem Osten mit dem nicht gepflügten Acker der Deutschen zu tun? Auch dieses Bild passt nicht zu der These, die Fremden seien Soldaten.
Sehr viel plausibler ist somit die Deutung der „Gäste“ als Zivilisten, und dass Gast darauf hinweist, dass die Fremden erstens ursprünglich im Frieden kamen, zweitens noch nicht allzu lange im Lande waren und man drittens gedacht hat, sie würden bald auch wieder in ihre Heimat zurückkehren. Ein Gast eben.
Das „bunt“ im Falle der zivilen Gäste auf deren Kleidung zu beziehen, ergibt dann auch wenig Sinn. Warum sollten die Fremden bunte Kleidung tragen, die Deutschen aber nicht? In früheren Jahrhunderten, vor der Entwicklung von Industriefarben (etwa Mitte des 19. Jahrhunderts), konnten sich nur Wohlhabende bunte Kleidung leisten, und seit es kostengünstige Industriefarben gibt, kann sie sich jeder leisten. Textilfarben sind kein Kostenfaktor mehr. Von daher hat es einfach keinen Sinn, dass sich die Fremden von den Deutschen durch ihre bunte Kleidung unterscheiden. Was also bleibt? Natürlich die Haut- und Haarfarbe – im Sinne von buntes Völkergemisch.
Der mögliche Hintergrund der Flucht
Mit »Flieh die Flur« wird ein Konflikt zwischen Einheimischen und Fremden suggeriert. Doch das Lindenlied verschweigt uns, was der Grund der Flucht ist, es verschweigt, was vor der Flucht geschehen ist. Ein solches Verschweigen oder Verschleiern der eigentlichen Ursache, bzw. des Hauptereignisses, findet sich nebenbei bemerkt noch an anderer Stelle dieser Prophezeiung, beispielsweise beim “dritten Weltkrieg“, der in einer einzigen Zeile lediglich mit den Worten »schlimmste Menschenschlacht« angedeutet wird, eine Umschreibung, die man erst dann richtig versteht, wenn man andere europäische Prophezeiungen kennt: Der “dritte Weltkrieg“ wird damit im Lied der Linde zu einem Teilszenario des Krieges verdichtet: zur Endschlacht in Nordrhein-Westfalen unmittelbar vor der endgültigen Niederlage der Roten Armee.
Als Ursache der Flucht, wäre denkbar, dass die Versorgung der Fremden im Rahmen einer großen Wirtschaftskrise in Deutschland nicht mehr funktioniert hat und es am Ende zu gewalttätigen Verteilungskämpfen gekommen ist. Natürlich wäre das nicht schön, aber sehr menschlich, und vor allem aus der Geschichte her bestens bekannt.
Berta Zängeler – und die Hungersnot in der Schweiz (~1950)
Bei Berta Zängeler aus St. Gallen in der Schweiz, um 1950, erstmals 2008 im Internet veröffentlicht, heißt es:
Eine Hungersnot ist die Hauptgeißel für dieses Land [die Schweiz nach Kriegsausbruch°]. Es nützt nichts, wenn wir Vorräte anlegen, alles wird geraubt werden. [Unfug! Einfach besser verstecken!°] Die Ausländer, die in großer Zahl hier sind, werden wegen der Hungersnot nach Hause gehen.
Mobilmachung wegen Flüchtlingsströmen aus Deutschland [unmittelbar nach Kriegsausbruch°]. Da die Deutschen in so großer Zahl fliehen und in die Schweiz eindringen, muss der Schießbefehl an der Grenze erteilt werden.35
Der Selbstversorgungsgrad der Schweiz bei Lebensmitteln lag in den letzten Jahren bei etwa 60 Prozent bzw. knapp darunter. Der Wert schwankt von Jahr zu Jahr. Zum Vergleich: In Deutschland lag der Selbstversorgungsgrad 2017/18 bei 88 Prozent, in Frankreich sogar bei über 100 Prozent (Netto-Exporteur). Großbritannien lag 2019 bei 60 Prozent. Kollabiert der Lebensmittelimport, hat man mit 60 Prozent natürlich sehr viel schneller Probleme als mit 90 Prozent; die Vorräte sind deutlich schneller aufgebraucht. Es wird früher gehungert und geplündert.
Glaubt man Berta Zängeler, haben die Schweizer also schon bald nach Kriegsausbruch fast nichts mehr zu essen, es kommt in der ganzen Schweiz zu Plünderungen, und irgendwann nach den Plünderungen sollen die Fremden dann in die Heimat zurück, weil das Essen in der Schweiz immer noch knapp ist? Bitte?
Frage: Wie soll das rein praktisch geschehen? Schnüren die Schweizer mit knurrendem Magen den „Ausländern“ Fresspakete, klopfen ihnen noch einmal auf die Schulter und wünschen ihnen dann eine gute Heimreise? Möglicherweise ließen sich die Ausländer in der Schweiz ja argumentativ überzeugen, und müssten nicht „fliehen“. Nur müssten sie eben auch davon überzeugt werden, dass sie wohlbehalten wieder in ihrer alten Heimat ankommen und dort auch ein halbwegs lebenswertes Leben auf sie wartet. Das könnte im Falle der in der Schweiz lebenden Deutschen, Österreicher, Italiener und Franzosen sogar gelingen. Was aber wäre mit Menschen, die eine längere Heimreise hätten? In den Balkan etwa, in die Türkei, Syrien, Irak, Afghanistan?
Auch wenn sich durch obigen Hinweis zu den Ausländern kein offenkundiger Bezug zur Flüchtlingsthematik ergibt, so wird doch eine Entsolidarisierung, ein Bruch zwischen den Einheimischen und Hinzugezogenen erkennbar, der vermutlich maßgeblich durch jene Ausländer mitverursacht worden ist, die nicht gut genug integriert waren, denn dort verliefe ja die Bruchlinie. Kaum anzunehmen, dass jene Ausländer gemeint sind, die seit Jahrzehnten in der Schweiz leben, arbeiten, brav ihre Steuern zahlen und oft genug Jobs haben, in denen sie nicht von heute auf morgen zu ersetzen sind.
Berta Zängeler abschließend noch diese Anmerkung: Da jeder Schweizer Wehrdienstleistende nach Beendigung seiner Militärzeit eine Waffe mit nach Hause nehmen darf, vermute ich, dass sich das »Es nützt nichts, wenn wir Vorräte anlegen, alles wird geraubt werden« hauptsächlich auf staatliche Lebensmittellager bezieht, die natürlich auch von hungernden „Bio-Schweizern“ geplündert würden – wenn der Hunger allzu sehr zu nagen beginnt.
Die Bremer Großmutter – Aufstände zw. Ausländ. u. Deutschen (1968)
Noch einmal die 1960 verstorbene Großmutter aus Bremen. Auszug:
Der Fall der Mauer und danach wird wieder die Grenze errichtet.
Aufstände zwischen Ausländern und Deutschen.[…]
Die Menschen im Osten von Deutschland sind sehr hartnäckig.
Alle fremd aussehenden Menschen müssen bzw. werden [nach dem Kriege°] wieder zurückgeschickt, in ihre Heimat.36
»Aufstände zwischen Ausländern und Deutschen« sind genau genommen natürlich Unsinn. Aufstände gibt es nur gegen Unterdrücker. Das dürfte ein Formulierungsfehler der Enkelin sein. Dennoch kann man insgesamt von gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Ausländern und Biodeutschen ausgehen, egal wer nun angefangen hat. Entscheidend wäre, dass Multikulti infolge einer ernsten Versorgungskrise einen womöglich irreparablen Rückschlag erlitten hätte.
Das »Alle fremd aussehenden Menschen müssen bzw. werden wieder zurückgeschickt, in ihre Heimat« der Bremer Großmutter korrespondiert mit der Aussage der Dame aus Valdres und den Flüchtlingen von außerhalb Europas. Auch im Falle der Bremer Großmutter ist klar, dass es sich um keine Mitteleuropäer/Europäer handeln kann, sondern eher um Zuzügler aus dem Nahen Osten und Nordafrika, also Menschen, deren weit entfernte Herkunft ein Mitteleuropäer auf Anhieb erkennt.
In Hinblick auf die Glaubwürdigkeit dieser Quelle interessant ist auch das »Die Menschen im Osten von Deutschland sind sehr hartnäckig«. Dabei muss man unwillkürlich an die in Ostdeutschland deutlich größere Ablehnung der Berliner Einwanderungspolitik denken, an die dortigen Erfolge der AfD, der Pegida und andere Vorkommnisse in Ostdeutschland.
Alois Irlmaier – und die »große Zahl fremder Leute« (~1950)
Kommen wir nun zu Alois Irlmaier. Alois Irlmaier ist, das kann man durchaus so sagen, auch wenn es etwas aufgeblasen klingt, einer der, wenn nicht der bedeutendste Hellseher des deutschen Sprachraums der letzten 200 Jahre.
Die Voraussagen dieses Sehers wurden noch zu dessen Lebzeiten von einer ganzen Reihe von Zeugen niedergeschrieben, so dass von diesem Seher reichlich Material vorhanden ist und man nicht zu sehr von der Glaubwürdigkeit einzelner Zeugen abhängig ist. Einzigartig am Fall Irlmaiers sind noch heute existierende Gerichtsakten aus zwei Prozessen, in denen ihm von etlichen Zeugen bestätigt wurde, Dinge zutreffend vorausgesagt zu haben. Im sogenannten Gaukler-Prozess von 1946/47 wurden seine Fähigkeiten sogar vom Richter in der Urteilsbegründung gewürdigt. Zu diesem Prozess kam es, weil Irlmaier vom örtlichen Pfarrer wegen betrügerischer Hellseherei („Gaukelei“) angezeigt worden war.37 Darüber hinaus gibt es viele dokumentierte Zeugenaussagen hinsichtlich der Zuverlässigkeit der Voraussagen dieses Sehers. Alois Irlmaier ist in vielfacher Hinsicht ein äußerst seltener und ergiebiger Fall, siehe dazu auch mein Buch ›Alois Irlmaier – ein Mann sagt, was er sieht‹.
1992 wurde folgende, mittlerweile recht bekannte Aussage Alois Irlmaiers veröffentlicht. Die Aussage stammt vermutlich von Anfang der 1950er Jahre:
Zuerst kommt ein Wohlstand wie noch nie.
Dann folgt ein Glaubensabfall wie nie zuvor.
Darauf eine noch nie da gewesene Sittenverderbnis.
Alsdann kommt eine große Zahl fremder Leute ins Land.
Es herrscht eine hohe Inflation.
Das Geld verliert mehr und mehr an Wert.
Bald darauf folgt die Revolution.
Dann überfallen die Russen über Nacht den Westen.38
Kritiker werden jetzt vielleicht einwenden, dass Fremde oder Gastarbeiter schon seit den 1960er Jahren nach Deutschland gekommen sind. Das stimmt natürlich, doch wie oben schon angesprochen, schauen Seher in der Regel dorthin in die Zukunft, wo die Action ist; wo es um „große“ Dinge geht. Und beim Thema „viele Fremde“ war das eindeutig erst 2015/2016 der Fall. In keinem anderen Jahr seit 1945 war das Thema „Fremde und Zuwanderung“ so präsent in den Medien und in der persönlichen Wahrnehmung der deutschen Bürger.
Darüber hinaus würde ich die große »Sittenverderbnis« aus der Sicht eines 1959 verstorbenen katholischen bayerischen Brunnenbauers wie Alois Irlmaier auf die 1980er Jahre und später datieren; auf die Zeit der Christopher Street Days (in Deutschland ab 1979), der Telefonsex-Werbespots im Privatfernsehen (Privatfernsehen in Deutschland ab 1984), der Loveparade (ab 1989) und der Swingerclubs (erste Anfänge in den 1970ern, deutliche Zunahme in den 1980ern). Die nie da gewesene Sittenverderbnis ließe sich damit auf die Zeit ab den 1980ern datieren bzw. ab der beginnenden Ökonomisierung der sexuellen Revolution und ihrer inzwischen quasi schon rituellen öffentlichen Zurschaustellung in bestimmten Szenen.
Mit der Dekadenz ab den 1980ern wären die Gastarbeiter aus den 1960ern eindeutig raus aus dem Spiel. Das Gros der Gastarbeiter kam vor den Christopher Street Days und ähnlichen Phänomenen.

Abb.5: Alois Irlmaier
(1894–1959)
Außerdem ist in obigem Zitat unmittelbar nach der großen Zahl fremder Leute auch noch von einer hohen Inflation und Geldentwertung die Rede. Damit sind wir „gefühlt“ in der aktuellen Finanz- und Euro-Krise, in der Zeit der Corona-Rettungspakete und vor allem der Nullzinsen. Die hohe Inflation passt keinesfalls zu den Gastarbeitern in den 1960er und 1970er Jahren. Seinerzeit gab es zwar schon eine etwas höhere Inflation – beispielsweise Anfang/Mitte der 1970er zwischen etwa 4 und 8 Prozent –, dafür waren aber auch die Zinsen hoch. Abzüglich der Inflation blieben in den Jahren von 1970 bis 1974 immer noch rund 3 Prozent vom Zins übrig. Platt gesagt: Was man bei Aldi draufzahlte, bekam man, wenigstens wenn man genug auf der hohen Kante hatte, bei der Stadtsparkasse wieder zurück. In heutigen Zeiten der Nullzinsen jedoch ist es mit dem Zinsgewinn vorbei.
Kurz: Auch Alois Irlmaiers »große Zahl fremder Leute« deutet eher auf 2015/2016. Niemals zuvor kamen in so kurzer Zeit so viele Fremde nach Deutschland, niemals zuvor waren die Fremden kulturell und vom Aussehen her so fremd, und niemals zuvor erregten die Fremden in so kurzer Zeit so viel Aufmerksamkeit, lösten sie so starke Emotionen aus.
Nikolaas van Rensburg (1919)
Verlassen wir nun Europa und machen wir einen kurzen Schwenk nach Afrika, konkret nach Südafrika. Dort lebte Ende des 19. Jahrhunderts und Anfang des 20. Jahrhunderts ein Seher namens Nicolaas van Rensburg (gest. 1926), ein Farmer mit niederländischer Abstammung. Nach allem, was man über diesen Seher erfahren kann, muss es sich um einen sehr guten Seher gehandelt haben. Allerdings waren seine Visionen, ähnlich wie oben bei Edward Korkowski, in symbolische Bilder gekleidet, was natürlich die Deutung erschwert. Am 29. September 1919 soll der Seher folgende Vision gehabt haben. Der Text stammt aus einem Buch von 2006:39
Ein leerer Laden steht in Europa; Menschen fliehen [aus Afrika°] in Richtung Norden mit Wagen, die mit Unrat beladen sind. Viel Ochsen mit weißen Rücken [Amerikanerf°] kommen aus Westeuropa, und als sie verschwinden, rennen kleine, nackte „Kaffern“ [abwertend für einen afrikanischen Volksstamm!°40] […] Richtung Norden. Eine Depression, die alle vorherigen unbedeutend erscheinen lässt, trifft die Welt. […] Nichts wird mehr beständigen Wert haben, und es wird kein Geld mehr geben. Es trifft Europa so hart, dass England [als bedeutende Nation°] untergeht. Amerika wird eingreifen und versucht zu helfen41, und ein hungerndes Schwarzafrika wird nach Europa einfallen […].42
Ein wichtiger Punkt ist hier die zeitliche Nähe einer schweren Wirtschaftskrise in Europa zu der Flucht der armen Afrikaner nach Europa. Dass hungernde Schwarzafrikaner nach Europa »einfallen« ist nebenbei bemerkt natürlich eine überzogene Deutung. Zwischen Afrika und Europa liegt das Mittelmeer. Zur Flucht nach Europa braucht es Geld für Schleuser. Es sind also nicht die armen Afrikaner, die nach Europa flüchten, sondern jene, die noch ein paar 1 000 US-Dollar haben.
Gerade auch an den mit Unrat beladenen Wagen oder Ochsenkarren sieht man dann, wie manche Seher visionäre Inhalte in für sie zeittypische Bilder übertragen sehen. Ochsen mit weißen Rücken symbolisieren laut van Rensburg die USA bzw. US-Amerikaner. Auch das passt: In der Zeit der großen europäischen Krise kommt es zu einer Entfremdung zwischen den USA und Europa. Die Ochsen mit weißen Rücken ziehen sich aus der alten Welt zurück.
So viel an dieser Stelle zu Nikolaas van Rensburg. Später kommen wir auf ihn zurück.
Nach den sieben Quellen
1 Edward Korkowski 1985 – Flüchtlinge als Waffe gegen Deutschland
2 Dame aus Valdres 1968 – Flüchtlinge als letztes Vorzeichen für Krieg
3 Lied der Linde 1921 – nach Krieg: „bunte Fremde“ auf der Flucht
4 Berta Zängeler 1950 – nach Krieg: Ausländer heimgeschickt
5 Bremer Großmutter 1960 – Kämpfe zw. Fremden u. Einheimischen
6 Alois Irlmaier 1950 – viele Fremde kommen vor Inflation und Krieg
7 Nicolaas van Rensburg 1919 – Afrikaner flüchten nach Europa in der Krise
… nun zur achten Quelle zum Thema Flüchtlinge und Einwanderer:
Die Einwanderer an den »Brüsten Kölns« (vor 1849)
Im Jahre 2020 stieß ich in einem Online-Antiquariat auf eine Prophezeiungssammlung bzw. ein Büchlein aus dem Jahre 1849, von dem es nicht einmal ein Exemplar in der Deutschen Nationalbibliothek gibt. Das betreffende Buch ›Prophetenstimmen‹ von Theodor Beykirch findet sich zwar als PDF-Datei im Internet, doch wenn es hart auf hart kommt, ist es immer besser, man hat das Original. Also habe ich mir das Exemplar gekauft.43
In Beykirchs ›Prophetenstimmen‹ findet sich eine kurze Prophezeiung zum Schicksal der Stadt Köln, wobei man wissen muss, dass Köln im “dritten Weltkrieg“ ein ähnliches Schicksal ereilen soll wie Stalingrad im Zweiten Weltkrieg: der Ort einer furchtbaren, grauenhaften Schlacht, aber auch der Ort, an dem sich das Schicksal der angegriffenen Nation zum Besseren wendet. Ein solches Schicksal wird der Stadt Köln von vielen und oft von den besten Sehern vorausgesagt. Das besondere Schicksal Kölns ist einer der Eckpfeiler der mitteleuropäischen Prophetie.
In der Prophezeiung heißt es:
O glückliches Köln, wenn du wirst gut gepflastert sein, wirst du untergehen in deinem eigenen Blute. O Köln, du wirst untergehen, wie Sodoma [!°] und Gomorrah [Zerstörung durch Schwefel und Feuer vom Himmel°], deine Straßen werden vom Blute fließen und deine Reliquien dir genommen werden.
Wehe dir Köln! weil Einwanderer an deinen und deiner Armen Brüsten saugen, deiner Armen, die deswegen [!°] in Noth und Elend sind.
[Hinweis:°] Diese Prophezeiung fand ein gewisser Magister Heinrich von Judden, Pastor an der kleinen Martinskirche [in Köln zwischen Pipinstraße und Augustinerstraße°] im Kloster44 der Brüder der heiligen Jungfrau vom Berge Karmel.45
Verrückt: Hier ist nicht die schlechte Behandlung der Flüchtlinge das „letzte Vorzeichen“, sondern im Gegenteil die schlechte Behandlung der eigenen Bürger, während die Obrigkeit zeitgleich auch noch die Einwanderer bevorzugt!
Fraglich ist, ob man das biblische Bild einer Zerstörung durch Schwefel und Feuer, das vom Himmel regnet, wörtlich nehmen sollte oder ob es nur symbolisch steht für einen modernen Krieg in einer Stadt?
Natürlich liegt es nahe, bei dieser Prophezeiung von vor 1849 einen Bezug zum Zweiten Weltkrieg herzustellen. Seinerzeit starben bei Luftangriffen der U. S. und Royal Air Force 20 000 Kölner. Kaum eine andere deutsche Stadt wurde so schwer zerstört wie Köln, die Innenstadt zu 90 Prozent. Doch im Kölner Stadtgebiet kam es damals zu keinen ausgedehnten Kämpfen mit Bodentruppen. Es gab keine „Schlacht um Köln“. Die Stadt fiel Anfang März 1945 ohne nennenswerten Widerstand in die Hände vorrückender US-amerikanischer Einheiten.
Überhaupt nicht in die Zeit des Zeiten Weltkrieges passen die Einwanderer, die offenbar noch im Frieden und logischerweise noch vor der Zerstörung in die Stadt Köln gekommen sind. Im Zweiten Weltkrieg wurden in den letzten Kriegsjahren die Bewohner der Großstädte (insbesondere Kinder und Mütter) wegen der Bombenangriffe in ländliche Regionen evakuiert. Statt dass es eine nennenswerte Anzahl von Flüchtlingen in Köln gab, waren es die Kölner selbst, die flüchteten!
Noch merkwürdiger und unpassender für den Zweiten Weltkrieg ist, dass diese von 1939 bis 1945 im Kölner Stadtgebiet nicht vorhandenen Einwanderer von der Kölner Obrigkeit auch noch gegenüber den eigenen Bürgern bevorzugt werden. Sehr seltsam. Wie kann das sein? Das ergibt absolut keinen Sinn. Schon gar nicht in der Zeit des Dritten Reiches, als „Volksgemeinschaft“ und „Volksgenossen“ ganz groß geschrieben wurden.
Wenn Sie mich fragen: Eine fantastische Quelle. Wahnsinn. Läge dieses 170 Jahre alte Buch nicht vor meiner Nase, ich würde es nicht glauben.
Die neue Bartmode (1762)
Ebenfalls in Theodor Beykirchs ›Prophetenstimmen‹ findet sich folgender Text:
Prophezeiung eines Kapuziner-Paters aus Düsseldorf aus dem Jahre 1762 über die jetzige Zeit [die Vermutung des Autors von 1849°]:
Wenn die Frauensleute nicht wissen, was sie vor Üppigkeit und Hochmuth für Kleider tragen wollen, bald kurz, bald lang, bald eng, bald weit; wenn die Männer auch ihre Trachten ändern, und man allgemein die Bärte der Kapuziner trägt, dann wird Gott die Welt züchtigen.
Ein schwerer Krieg wird im Süden entbrennen, sich nach Osten und Norden verbreiten. Die Monarchen werden getötet werden [Monarchen = Politiker, Herrscher?°]. Wilde Scharen werden Deutschland überschwemmen und bis an den Rhein kommen.46
Dass der große Angriff aus dem Osten am Rhein stoppt, sagen viele Prophezeiungen voraus (siehe auch hier mein Buch ›Refugium‹). Der Rhein (an dem natürlich auch Köln liegt!) als Grenze des großen Angriffes ist quasi Standard und eine der großen Achsen der europäischen Prophetie. Oft genug ist dabei wörtlich von russischen Angreifern die Rede. Eine Verwechslung mit dem Zweiten Weltkrieg ist folglich ausgeschlossen. Damals schafften es die Russen nur bis zur Elbe.
Die Quelle geht weiter:
Sie werden aus Lust morden, sengen und brennen, so dass Mütter aus Verzweiflung, weil sie überall den Tod vor Augen sehen, sich mit ihren Säuglingen ins Wasser stürzen werden.
Da, wenn die Noth am größten ist, wird ein Retter kommen von Süden [wohl vom Niederrhein aus gesehen°] her; er wird die Horden der Feinde schlagen, und Deutschland glücklich machen. Dann werden an manchen Orten die Menschen so selten sein, dass man auf einen Baum steigen muss, um Menschen in der Ferne zu suchen.47
Ein Schlüsselelement zur zeitlichen Zuordnung der Prophezeiung ist der drastische Rückgang der Bevölkerung in zeitlicher Nähe zum baldigen neuen Glück der Deutschen – die Situation unmittelbar nach Ende des “dritten Weltkrieges“, wobei das Bild mit dem Auf-den-Baum-Klettern natürlich nur auf flachem Land Sinn ergibt und nicht in einer bergigen Landschaft und schon gar nicht auf bebautem Terrain, also in der Stadt. Diese Stelle bezieht sich also nur auf eine lokale Situation, eben »an manchen Orten«, vermutlich auch das am Niederrhein.
Was nun die Kapuzinerbärte betrifft, lassen Sie mich mit einer persönlichen Beobachtung fortfahren: In den 1990er Jahren habe ich ein paar Jahre in Hamburg im Schanzenviertel gewohnt, ein Stadtteil, der für seine aufmüpfigen, politisch linken eher jugendlichen Einwohner bekannt ist, aber auch für seine Kreativen.
Nachdem ich Anfang 1999 aus Hamburg weggezogen bin, habe ich in den Folgejahren immer wieder mal im Schanzenviertel vorbeigeschaut. Etwa Mitte 2018 fiel mir dann auf, dass viele junge Männer plötzlich Bärte tragen, vorwiegend Vollbärte, also keine Schnauzer oder Oberlippenbärte – also im Prinzip Kapuzinerbärte, wie gleich deutlich werden wird.
Der Begriff Kapuzinerbärte hat meines Wissens keine genaue Definition; die Mönche hatten in früheren Jahrhunderten sicherlich auch einen gewissen Spielraum, schließlich waren es Mönche und keine Soldaten. Und auch wenn man sich im Internet auf der Bildersuche die Bärte heutiger Kapuziner ansieht, findet sich eine gewisse Bandbreite. Dennoch findet sich ein gemeinsamer Nenner: Die Kapuziner ließen (und lassen) den Bart einfach sprießen, ohne bestimmte Stellen des Gesichtes zu rasieren, allerdings wurde (und wird) der Bart ab einer bestimmten Länge von Zeit zu Zeit gestutzt. Das heißt, die Mönche stutzten den Bart einmal im Monat (oder so), und die Bärte der Kapuziner werden mit zunehmendem Alter eben nicht länger, schon gar nicht so lang wie die Bärte vieler christlich-orthodoxer Priester.
Was nun die von mir beobachtete neue Bartmode der jungen Männer in Hamburg betrifft, so liegt es nahe, eine dazugehörige Inspiration in der Pop-Kultur zu suchen. Tatsächlich findet sich dort eine entsprechende Inspiration, nämlich bei etlichen der Rapper bzw. den Deutsch-Rappern. Ein herausstechendes Beispiel für die neuen Bartträger ist der bekannte Rapper Bushido (bürgerlich Anis Mohamed Youssef Ferchichi), ein Rapper mit deutsch-tunesischen Wurzeln.

Abb.6: Bushido 2009
mit Dreitagebart

Abb.7: Bushido 2018
mit Kapuzinerbart
Trug Bushido im Jahre 2009 nur einen Dreitagebart, so sieht man ihn auf dem Foto vom Mai 2018 mit „Kapuzinerbart“, wenn auch etwas stylisch rasiert. In der betreffenden Szene würde so ein Bart wohl eher salafistisch assoziiert, womit der Bart ein politisch-weltanschauliches Statement würde; indirekt eine Art Ablehnung der westlichen Kultur, wie ernsthaft diese Ablehnung im Einzelfall auch immer gemeint sein mag. Wir reden hier schließlich von Pop-Kultur. Man nehme das also nicht zu ernst.
Auf Wikipedia erfährt man dann, dass sogenannte Barbershops, eben spezielle Friseurläden für den männlichen Bartträger (kleiner Scherz) Mitte der 2010er Jahre in Deutschland zum Massenphänomen geworden sind. Zitat:
Die Zahl der Barbershops in Deutschland wuchs von rund 250 im Jahre 2015 binnen eines Jahres auf etwa 400 bis 500 an. Im Jahre 2019 berichtete ein Barbier: „Plötzlich eröffnet an jeder Ecke ein Barbershop. Das explodiert gerade.“48
Das Phänomen des Barbershop-Booms kurz nach der 2015er Flüchtlingswelle sollte einmal wissenschaftlich untersucht werden. Interessant wäre zu wissen, welchen ethnisch/religiösen Hintergrund die neuen Bartträger schwerpunktmäßig haben und ob ein Zusammenhang besteht zu einer islamistischen Inspiration infolge der vielen jungen Männer, die ab September 2015 nach Deutschland gekommen sind. Sind die neuen Bärte etwa sichtbarer Teil einer Identitätssuche der Zugewanderten in einem für sie fremden kulturellen Umfeld, zu dem sie keine innere Affinität empfinden? Motto: „Ich bleibe hier, aber ich gehöre nicht dazu.“
Ansonsten: Es wäre sicherlich ein Fehler, die Prophezeiung des Kapuzinerpaters so zu deuten, dass nun alle Männer mit Kapuzinerbärten herumlaufen. Wer nur schwachen Bartwuchs hat, für den kommt dies nicht infrage. Das sieht nicht aus. Und ältere Männer, sagen wir pauschal Familienväter, machen die Mode junger Männer naturbedingt gar nicht erst mit. Das würde als uncool empfunden. Die Kapuzinerbart-Mode ist also eine Mode, die (derzeit noch) eher jüngere Männer betrifft.
Zugegeben: Man muss nicht zwingend von den Kapuzinerbärten auf die 2015/2016er Flüchtlingswelle schließen, doch der Boom der Barbershops unmittelbar danach und deren arabisch-islamisch-nahöstlich-geprägtes Klientel (… werfen Sie mal einen Blick in einen Barbershop) und die Bartmode bei den Deutsch-Rappern legt eine entsprechende Deutung doch recht nahe.
Die Lehnin’sche Weissagung (~1700)
Auch in der Lehnin’schen Weissagung (vom Ort Lehnin bei Berlin), die Ende des 17. Jahrhunderts in Berlin als lateinisches Gedicht aufgetaucht ist und auf einen Mönch Namens Hermann zurückgeht, der angeblich um 1300 in der Lehniner Zisterzienserabtei gelebt hat, finden sich Anklänge zu Spannungen mit Fremden im Lande.49
Die Lehnin’sche Weissagung war schon im 18. Jahrhundert recht bekannt; insbesondere dem preußischen Königshaus, den Hohenzollern, schließlich kreist die Prophezeiung schwerpunktmäßig um das Schicksal eben dieser Dynastie. Und so ist vom preußischen König Friedrich Wilhelm IV. (König von 1840–1861) folgender Satz überliefert:
„Wir glauben nicht an diese Weissagung, aber wir fürchten sie.“50
Der Grund: Die Lehnin’sche Weissagung sagt den Untergang der Hohenzollern-Herrschaft voraus – aber auch die spätere Wiedereinführung der Monarchie in Deutschland. Bereits im Jahre 1746 erschien eine kritische Analyse der Prophezeiung, wobei zu bedenken ist, dass bei ambitionierten Aufklärern jener Zeit Hellseherei schon fast den Beigeschmack von Kriminalität hatte. In jedem Fall hielten viele Wortführer der Aufklärung Hellseherei für verwerflichen Aberglauben. Es entsprach dem Geist jener Zeit, derlei „Unfug“ besserwisserisch plattzubügeln. Das Haus Hohenzollern allerdings musste 172 Jahre nach obiger kritischer Analyse tatsächlich den Hut – pardon die Krone nehmen.
Ebenso wie im Lied der Linde werden die Spannungen mit Fremden auch in dieser Prophezeiung erst für die Zeit nach der großen Katastrophe vorausgesagt oder besser: angedeutet. Möglich, dass entsprechende Probleme mit kulturfernen Minderheiten erst relativ kurz vor dem Kriege aufgetreten sind, womöglich im Zusammenhang mit irgendwelchen Verteilungskämpfen auf dem Höhepunkt der Krise.
Die folgenden Zeilen der Prophezeiung beschreiben die Zeit, nachdem das Schlimmste überstanden ist, und sich die Wogen wieder geglättet haben.
Völlig vergisst nun die Mark [Brandenburg°] sämtliche frühere Leiden.
Freudig verpflegt sie wieder die Ihren, der Fremde ist freundlos.
Chorins und Lehnins Gebäude [dortige Klöster°] entsteigen auf’s neue der Erde.
Hochgeehrt glänzet nun wieder nach alter Sitte51 der Klerus.
Nimmermehr lauert der Wolf, sich in den Schafstall zu stürzen.52
Hier lässt sich kritisch anmerken, dass der Ausländeranteil in Brandenburg (natürlich ohne Berlin) aktuell verglichen mit Westdeutschland äußerst gering ist. Im Schnitt liegt er bei 1 bis 2 Prozent.
Ähnlich wie im Lied der Linde wird in der Lehnin’schen Weissagung eine Rückkehr der Monarchie und eine religiöse Renaissance in Europa vorausgesagt, so wie in vielen anderen europäischen Prophezeiungen auch, deren Zukunftsblick bis in die Zeit nach den großen Katastrophen reicht.
In dieser Zeit nach dem Kriege, in der die Bürger Brandenburgs »sämtliche frühere Leiden« »völlig« vergessen – man beachte den mit Nachdruck betonten Wandel zum Positiven – wäre »der Fremde freudlos«. Natürlich ist das eine ziemlich schwammige Formulierung. Theoretisch könnten damit auch Polen oder Bayern gemeint sein. Letzteres scheidet aber schon einmal aus, da für spätere Zeiten eine starke innere Einheit der deutschen Völker prophezeit wird. Und ich glaube auch nicht, dass damit die Polen gemeint sind. So oder so – orientiert man sich an obigen Prophezeiungen, lässt sich aus der Lehnin’schen Weissagung immerhin ein gewisser Druck herauslesen, der, vorsichtig formuliert, den Fremden eine Rückkehr in ihre Herkunftsländer nahelegt.
Zusammenfassung
Das waren in diesem Kapitel zehn Prophezeiungen und Visionen zum Thema Flüchtlinge und große Zahl Fremder. Edward Korkowski (Nr. 1) vermutet im Falle Deutschlands hinter den Flüchtlingsströmen einen geheimen Feind. Eine Verschwörungstheorie. Nun ja. Die Dame aus Valdres (Nr. 2) sieht die Flüchtlingskrise als letztes Vorzeichen für den “dritten Weltkrieg“. Das Lied der Linde (Nr. 3) sieht bunte Fremdlinge, die nach Ende des “dritten Weltkrieges“ angeblich besser das Land verlassen. Irgendetwas muss da vorgefallen sein. Was genau, darüber schweigt das Lied der Linde. Alois Irlmaier (Nr. 4) sieht eine große Anzahl Fremder nach Deutschland und nach Bayern kommen, in großer zeitlicher Nähe zu einer hohen Inflation, zu Revolution und Krieg. Berta Zängeler (Nr. 5) sagt, die „Ausländer“ würden nach dem Kriege wieder nach Hause gehen, weil man sogar in der Schweiz hungert. Für mein Gefühl verschweigt auch Berta Zängeler etwas. Aber da kann ich mich auch irren. Die Bremer Großmutter (Nr. 6) sah »Aufstände« zwischen Biodeutschen und Einwanderern und dass dann nach dem Krieg »alle fremd aussehenden Menschen« wieder in ihre angestammte Heimat müssen. Nicolaas van Rensburg (Nr. 7) sah, dass Europa, ausgerechnet dann, wenn es genug eigene wirtschaftliche Probleme hat, viele arme Einwanderer aus Afrika aufnimmt. Ob das ein günstiger Zeitpunkt und förderlich für das interkulturelle Zusammenleben ist? ... Die Kölner Quelle (Nr. 8) im Buch von 1849 sah vor der Zerstörung Kölns bedürftige »Einwanderer« nach Köln kommen, die seitens der Obrigkeit absurderweise den einheimischen Armen vorgezogen werden. Im selben Buch haben wir die Vorhersage von 1762 zu einer neuen Bartmode (Nr. 9) unmittelbar bevor „Gott die Welt züchtigt“. Die letzte Quelle, die Lehnin’sche Weissagung (Nr. 10), spricht davon, dass sich die Fremden in Brandenburg nach dem Kriege nicht mehr „freuen“ und dass man sich dann wieder (nur) um die Einheimischen kümmert. Das korrespondiert mit der Kölner Quelle von vor 1849.
Wie man sieht: Die Anzahl der Prophezeiungen und Voraussagen zur Flüchtlings- und Fremdenthematik in Mitteleuropa ist so groß, dass sich diese Quellen nicht mehr so einfach beiseitewischen lassen. Alle diese Quellen sind alt genug, so dass sie nicht vom Zeitgeist ab – sagen wir 2000 – beeinflusst sein können. Lediglich die Bremer Großmutter stammt aus meinem Privatarchiv. Alles andere wurde frühzeitig in gedruckter Form publiziert (mit Ausnahme Berta Zängelers).
Zugegebenermaßen beleuchten die jeweiligen Quellen unterschiedliche Aspekte und sind – inklusive meiner Deutung – nicht immer 100-prozentig überzeugend. Insgesamt ergibt sich jedoch, wie ich denke, ein schlüssiges Gesamtbild: Die Flüchtlingskrise 2015/2016 und danach ist eine Wegesmarkierung auf dem prophezeiten Korridor Richtung “dritter Weltkrieg“ in Mitteleuropa. Am allerdeutlichsten wird dies bei der Dame aus Valdres und bei Edward Korkowski, der sich an anderen Stellen seiner Bücher eingehender zum “dritten Weltkrieg“ äußert.
Das Lied der Linde übrigens – das sei noch erwähnt – beschreibt für ein paar Jahre nach dem “dritten Weltkrieg“ eine Situation, in der sehr wohl wieder Fremde nach Deutschland kommen! Jedoch treibt diese Menschen dann nicht die Not ins Land, und sie kommen auch nicht wegen des Geldes oder materieller Vorteile – nein, sie kommen, weil sie Deutschland als einen Ort der Inspiration wahrnehmen; genauer gesagt: die Menschen in Deutschland.
Es dürfte kaum etwas Heilsameres für die deutsche Seele geben als die Erfahrung, anderen Völkern eine echte Inspiration zu sein – und zwar ohne jeden erhobenen Zeigefinder.

Tabelle 1: Quellenlage zur Flüchtlingsthematik in ganz Europa
Der Brand von Paris – oder tut das ein Franzose?
Zum oben beschriebenen Muster eines gescheiterten multikulturellen Experimentes passen auch die Prophezeiungen zum Schicksal der Stadt Paris. Paris soll unmittelbar vor Ausbruch des großen Krieges von den eigenen Bürgern angesteckt werden, wobei jedoch offenbleibt, ob wirklich die ganze Stadt brennen soll oder nur eine größere Auswahl von Stadtteilen im Zentrum.
Das mit dem multikulturellen Experiment habe ich übrigens aus dem deutschen Staatsfernsehen, genauer gesagt aus den ARD-Tagesthemen vom 20. Februar 2018. Dort wurde ein gewisser Yascha Mounk, geboren 1982 in München, und Dozent für politische Theorie an der US-Universität Harvard, zur Politikverdrossenheit in Deutschland und dem aktuellen Erfolg der hiesigen „Populisten“ befragt. Dazu führte Herr Mounk mehrere Gründe an: erstens die wirtschaftliche Stagnation; dann wandte er sich der Migrationsfrage zu:
„Zum Zweiten, dass wir hier ein historisch einzigartiges Experiment wagen, und zwar eine monoethnische, monokulturelle Demokratie in eine multiethnische zu verwandeln. Das kann klappen. Das wird glaube ich auch klappen. Aber dabei kommt es natürlich [betont°] zu vielen Verwerfungen.“
Bemerkenswert: Da wird in den ARD-Tagesthemen über ein Experiment mit den 83 Millionen Einwohnern Deutschlands in einem Tonfall gesprochen, als handele es sich um ein soziologisches Freilandexperiment am Stadtrand von Paderborn.
Sagen wir es einmal so: Ein Experiment mit 83 Millionen Bürgern wäre im Prinzip ja noch o. k., vorausgesetzt, man lässt die demokratischen Bürger auch darüber abstimmen. Lässt man die Bürger jedoch nicht abstimmen, würde das Experiment scheitern, und wären es am Ende dann eben doch etwas zu viele der »vielen Verwerfungen« … den Rest überlasse ich Ihrer Fantasie. Der Deutschamerikaner Yascha Mounk jedenfalls würde sicherlich an seiner Bostoner Uni bleiben. Sicher ist sicher. Twinkersmiley.
Doch zurück zu Paris und dem dortigen multikulturellen Experiment. Zugegeben: In den betreffenden Quellen findet sich kein auf den ersten Blick erkennbares Indiz für eine maßgebliche Beteiligung der Pariser Bürger mit Migrationshintergrund an der Brandstiftung. Der einzige genauere Hinweis bezieht sich auf die Pariser Jugend (siehe unten). Doch bedenkt man den Stolz der Franzosen auf ihre Hauptstadt, bedenkt man den unbestrittenen architektonischen Reiz dieser Stadt, seine historischen Monumente, kurzum Paris als Steinwerdung der Grande Nation und der europäischen Kultur insgesamt, so wäre kaum zu begreifen, wieso die romanisch-, keltisch- und germanischstämmigen Franzosen dieses Juwel ihrer Identität einfach so niederbrennen. Das wäre kultureller Selbstmord. Ebenso gut könnten die US-Amerikaner die New Yorker Freiheitsstatue in die Luft sprengen, die Russen den Kreml, oder die Inder das Tadsch Mahal. Plausibler scheint daher, dass hinter dem Brand von Paris Menschen stehen, die selbst an einer Identitätslosigkeit leiden, an einer tiefen seelischen Wunde, und denen in ihrer Verzweiflung nichts „Besseres“ einfällt, als „wenigstens“ auch die Identität der anderen zu zerstören. Man kennt ein entsprechendes psychologisches Grundmuster von der Terrororganisation Islamischer Staat und deren Zerstörungswerk an unwiederbringlichen antiken Kulturschätzen in Syrien und im Irak. Nach Jahrhunderten der Demütigung durch den Westen, technologischer, wirtschaftlicher und militärischer Unterlegenheit sucht man das identitätsstiftende Element in der Gewalt: Ich zerstöre, also bin ich.
Sicher, diese Deutung mag manchen Lesern zu weit gehen. Doch ich denke, der Schlüssel zum Verständnis liegt ganz einfach in der Voraussage, dass die Einwohner von Paris ihre eigene Stadt anzünden. Hat man erst einmal diese Schwelle des Unglaubens überwunden, akzeptiert man die selbst gemachte Zerstörung von Paris als denkbare Möglichkeit, dann liegt es nahe, in den Brandstiftern keine wirklichen Franzosen zu sehen. Instinktiv dürften die meisten Menschen so empfinden. Man würde die Franzosen fragen: „Wie um alles in der Welt könnt ihr diese Stadt zerstören, eure schöne Hauptstadt, ein Juwel europäischer Geschichte und Kultur?“ Die Antwort wäre genau das: Es geht um Paris als Symbol der europäischen Kultur. Paris würde nicht zerstört, obwohl es so schön ist, sondern weil es so schön ist. Die Frage, um die sich alles dreht, lautet somit: Tut so etwas ein Franzose?
Kommen wir zu den konkreten Vorhersagen: Die Voraussage, dass die Franzosen ihre eigene Hauptstadt anzünden, ist von Alois Irlmaier aus mehreren Quellen bekannt, so u. a. aus einer Quelle von 1950:
Die große Stadt mit dem hohen eisernen Turm steht im Feuer. Aber das haben die eigenen Leut’ angezündet, net die, die vom Osten hermarschiert sind [die Russen°].53
Im März 2002 tauchte dann im Internet ein umfangreicher Irlmaier-Text auf (die Fotokopie einer Handschrift), aus dessen Inhalt sich in der Zwischenzeit ein paar Vorhersagen erfüllt haben oder wo sich die reale Entwicklung der entsprechenden Aussage doch wenigstens erstaunlich stark angenähert hat. In meinem Buch ›Alois Irlmaier – ein Mann sagt, was er sieht‹ habe ich diesen bei Irlmaier-Kennern als Kurier-Text bekannten Text auf 15 Seiten analysiert. Zu Paris heißt es im Kurier-Text:
Zuerst wird die Stadt mit dem eisernen Turm sich selbst anzünden
und Revolte mit der Jugend machen.
Der Stunk geht um die Welt.54
Der Brand von Paris wäre sozusagen der Auftakt und die Ouvertüre für den “dritten Weltkrieg“ in Europa. Das Fanal. Glaubt man dem Kurier-Text, fände der Brand von Paris zeitgleich mit dortigen Jugendunruhen statt. Kommt uns das bekannt vor? Allerdings: Im Spätherbst des Jahres 2005 kam es in Frankreich und insbesondere in Paris zu wochenlang anhaltenden Jugendunruhen; zum überwiegenden Teil Jugendliche mit Migrationshintergrund. Wikipedia schreibt dazu, dass die Jugendlichen ›meist nordafrikanischer Herkunft waren‹; weiter von einer ›Serie von Brandanschlägen auf jüdische Einrichtungen, die die diplomatischen Beziehungen zwischen Frankreich und Israel belasteten‹. Und: ›Der Pariser Imam wandte sich gegen die Gewalt und bezeichnete sie als Schande.‹ Ausgebrochen sind die Unruhen in den berühmtberüchtigten Pariser Vorstädten mit bekanntermaßen hohem Migrantenanteil. „Klarer Fall!“ sollte man denken, doch im Nachhinein konnte das politische Establishment der Grande Nation kein Problem mit den Migranten-Kids erkennen.55 Aha, so, so.
Das Magazin DER SPIEGEL schrieb seinerzeit von »Dauerrandale« und dass zwischen dem 27. Oktober und 20. November 2005 in Frankreich landesweit 10 300 Autos abgefackelt wurden, davon 4 200 im Großraum Paris.56 Laut Wikipedia wurden seit Anfang 2005 »insgesamt 28 000« Autos in Brand gesetzt, ja es wurden sogar 274 öffentliche und private Gebäude der Stadt zerstört.57 Auslöser der 2005er Ausschreitungen waren zwei Jugendliche mit Migrationshintergrund, die auf der Flucht vor der Polizei tödlich verunglückt waren. Tiefere Ursache der Unruhen waren die schon 2005 schlechten Zukunfts- und Berufschancen der französischen Jugendlichen, insbesondere eben jener mit Migrationshintergrund. 2005 lag die durchschnittliche Jugendarbeitslosigkeit in Frankreich bei happigen 19,5 Prozent. 2009 nach dem Ausbruch der Immobilien- und Finanzkrise stieg die Zahl auf 25,2 Prozent und lag Ende 2014 noch immer bei 25,2 Prozent, im November 2020 bei 22,1 Prozent.58 Orientiert man sich an Zahlen von 200959, dürfte die Quote bei männlichen Jugendlichen mit Migrationshintergrund fast doppelt so hoch sein. 2009 hatten 41 Prozent aller Pariser Jugendlichen unter 18 Jahren einen Migrationshintergrund.60
Frankreich hat also ein Riesenproblem mit seiner Jugend, das es seit mindestens 15 Jahren nicht in den Griff bekommt. Und im Zuge von Corona wird sich alles noch verschlimmern. Wetten? Dazu muss man kein Hellseher sein.
Zugegeben: Es ist keinesfalls zwingend, Irlmaiers Hinweis auf die Pariser Jugend schwerpunktmäßig auf die Pariser Jugend mit Migrationshintergrund zu beziehen. Doch sowohl die realen Erfahrungen von 2005 als auch der prophezeite Akt der Vernichtung des Kultursymbols Paris deuten in diese Richtung.
Man sollte die Lage in Frankreich also im Auge behalten. Glaubt man Alois Irlmaier, so steht Paris genau dann in Flammen, wenn sich die russischen Truppen dem Rhein nähern. Folglich müsste die Lage in Frankreich im Frühsommer/Sommer des Kriegsjahres äußerst angespannt sein. Da zuvor auch noch das Weltfinanzsystem zusammengebrochen sein dürfte, wäre die Lage natürlich in praktisch allen Ländern angespannt. Doch Frankreich wäre eines der ersten Länder in Westeuropa, das die Grenze zum offenen Bürgerkrieg überschreitet.
Was die sich direkt im Kurier-Text anschließende Voraussage Irlmaiers »Der Stunk geht um die Welt« betrifft, könnte damit sicherlich ein weltweites Aufbegehren gegen die jeweiligen Corona-Verordnungen gemeint sein. In jedem Fall könnte man von einer praktisch weltweit herrschenden Wirtschaftskrise ausgehen. Und es liegt nahe, diese Wirtschaftskrise wiederum im Zusammenhang mit der Corona-Krise und deren wirtschaftlichen Folgen zu sehen. Ja von heute (Januar 2021) aus gesehen ist kaum vorstellbar, dass die hier unterstellte Weltwirtschaftskrise nichts mit der Corona-Krise zu tu hat, dass die Corona-Krise irgendwann wieder ausgestanden sein wird und dann erneut eine Weltwirtschaftskrise ausbricht, dann jedoch verursacht von einem neuen Faktor. Angesichts der globalen Überschuldung ist im Moment wohl eher davon auszugehen, dass die Corona-Krise direkt in eine schwere globale Wirtschaftskrise übergeht. Fraglich wäre nur wie schnell.
Marie-Anne Lenormand (1843)
Geht es um Prophezeiungen zum Schicksal Frankreichs und der Stadt Paris, so darf eine Hellseherin nicht fehlen: Marie-Anne Lenormand (1772–1843). Zur Zeit der französischen Revolution und der napoleonischen Zeit lebte sie in Paris und arbeitete dort als Wahrsagerin der Reichen, Schönen und Mächtigen. Marie-Anne Lenormand ist Teil der französischen Geschichte und die bekannteste Wahrsagerin Frankreichs aller Zeiten. Geht man in Deutschland in einen beliebigen Esoterik-Buchladen, so wird man mit etwas Glück auch die bekannten Lenormand-Wahrsagekarten finden. Diese gehen (angeblich) auf jenes Kartenspiel zurück, das Maria-Anne Lenormand selbst benutzt hat. Viele Esoteriker kennen die Karten. Allerdings weiß praktisch niemand etwas von den Vorhersagen dieser Seherin zum Untergang von Paris, und damit auch zum “dritten Weltkrieg“. Ähnlich ist es übrigens mit Hildegard von Bingen: Ihre Medizin z. B. ist in esoterischen Kreisen sehr bekannt, aber keiner will etwas von ihren Vorhersagen zu einer Art “dritten Weltkrieg“ wissen, nichts zu der anschließenden Friedenszeit und schon gar nichts von der darauffolgenden Antichrist-Zeit.
Zu Paris sagt Marie-Anne Lenormand:
Der Pariser selbst wird mit der Wut und der Verzweiflung im Herzen und erfüllt von der Lehre, welche der Moskowite [siehe unten°] uns gab, mit wütender Hand die Anstrengungen unterstützen, womit die Barbaren die Königin der Städte vernichten wollen. Brennende Fackeln werden auf die Dächer der Häuser geworfen. Ganz Paris wird nun mehr eine ungeheure Brandstätte sein.61
Auch hier die völlig absurde Situation: Von außen nähert sich der Stadt Paris ein militärischer Feind – die »Barbaren« –, doch statt die Verteidigung zu organisieren, stecken die Bürger ihre eigene Stadt an. Geht’s noch?
Wer die Barbaren sind, sagt die Seherin nicht. Infrage kämen aber wohl nur Russen und Deutsche, eben ein potenter militärischer Gegner von östlich des Rheins. Die europäische Prophetie insgesamt stellt klar: Es sind die Russen. Auf Russland deutet auch die Lehre der Moskowite, wenn auch die konkrete Deutung schwierig ist, denn die Zeiten, in denen die Russen eine Lehre oder Ideologie verbreiten, sind längst vorbei. Trotzdem bleibt es ein Hinweis auf Russland.
Natürlich steht bei Marie-Anne Lenormand nichts von Jugendlichen und schon gar nichts von Immigranten oder deren Nachkommen. Doch den Worten nach, mit denen die Seherin die Situation in Paris beschreibt, geht es nicht um das bloße Ausagieren irgendeiner Wut oder etwa darum, die Herrschenden durch ein Schockerlebnis, durch einen gewalttätigen Hilfeschrei zum Dialog zu zwingen. Dazu hätte ein einziger abgefackelter Häuserblock voll und ganz „gereicht“. Das ist keine Warnung, das ist Krieg.
Das ist der Wille zur Vernichtung. Wer so handelt, glaubt, dass ihm nachher kein Polizist und kein Gericht etwas anhaben kann. Er glaubt, dass Frankreich dem Untergang geweiht ist. Und das glaubt er eben zum einen, weil die Russen im Anmarsch sind, und zum anderen, weil er selbst nie ein Franzose im Herzen war, weil er keine innere Verbindung zur französischen Kultur hat. In seinem Herzen gibt es kein vive la France.
Ja es stimmt, auch bei Marie-Anne Lenormand steht nichts von Immigranten oder deren Nachkommen. Aber das ist letztlich nicht so wichtig. Die entscheidende Frage lautet: Tut so etwas ein Franzose?
So oder so – im Gesamtkontext der europäischen Prophetie müsste die Selbstzerstörung der Stadt Paris zu einer Zeit stattfinden, in der Europa viele Fremde von außerhalb Europas beherbergt; vor allem in den Großstädten. Und diese Fremden ohne europäische Wurzeln müssten sich bei dem Pariser Brandszenario eben irgendwie positionieren. Es fragt sich: Würden die Fremden in Paris den wutentbrannten Söhnen der „Biofranzosen“ in den Arm fallen und sie anbrüllen: „Um Himmels Willen! Was tut ihr da?“ Oder würden die Fremden ein klein bisschen mitmachen? Oder wären sie gar die treibende Kraft? ... Tja, wie war’s denn 2005?
Wie gesagt: Marie-Anne Lenormand ist die berühmteste Wahrsagerin Frankreichs aller Zeiten. Aber es gibt natürlich noch den berühmtesten Wahrsager Frankreichs, nämlich Nostradamus (Michel de Nostredame) (1503–1566). Und selbstverständlich sagt auch Nostradamus etwas zum Schicksal der französischen Hauptstadt. Orientiert man sich dabei am bekannten deutschen Nostradamus-Interpreten Kurt Allgeier, so findet sich bei Nostradamus jedoch kein stichhaltiger Anhaltspunkt dafür, dass die Pariser ihre eigene Stadt anzünden. Folgt man Kurt Allgeier, findet sich bei Nostradamus vielmehr knapp ein halbes Dutzend Vorhersagen zur atomaren Zerstörung von Paris im Rahmen des “dritten Weltkrieges“.62
Zudem: Auch bei Marie-Anne Lenormand finden sich Details, die in Richtung auf eine atomare Zerstörung deuten, ebenso bei ein paar anderen französischen Sehern. Dort heißt es unter anderem, dass sich nach der Zerstörung der Stadt vorübergehend nicht einmal mehr die Tiere in die Stadt wagen.63
Im ersten Moment scheint die Überlagerung von Selbstentzündung und atomarer Zerstörung zwar verwirrend, aber bei genauerem Hinsehen sortiert sich das recht schnell. Der etwas spätere atomare Angriff dürfte etwas mit militärischen Zielen im Stadtgebiet wie Kommunikationszentren usw. zu tun haben bzw. insgesamt mit einer Eskalation des Krieges ein paar Wochen nach Kriegsbeginn. Paris wäre eines von wohl nicht ganz einem halben Dutzend Zielen atomarer Angriffe in West- und Mitteleuropa, was sich etwa mit der Situation in Japan im August 1945 vergleichen ließe, wo auf wesentlich kleinerem Territorium zwei Atombomben zum Einsatz gekommen sind.
Hier eine weitere Quelle zur teilweisen Selbstzerstörung der Stadt Paris.
Don Bosco (1888)
Der Italiener Giovanni Melchiorre Bosco (1815–1888) – kurz Don Bosco wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf, wurde 1841 zum katholischen Priester geweiht und gründete in späteren Jahren den Orden der Salesianer, der sich der Jugendbetreuung widmete, und bis zum Tode Don Boscos auf 250 Niederlassungen angewachsen war. Zeitweise wurden über 100 000 männliche Jugendliche durch diesen Orden betreut!
Don Bosco hatte seit seinem neunten Lebensjahr Visionen und hielt diese schriftlich fest, jedoch wurde nur ein Teil davon veröffentlicht. Im Jahre 1929 wurde er von Papst Pius XI. heiliggesprochen. Letzteres soll uns hier als Anhaltspunkt für eine ausreichende Glaubwürdigkeit genügen.
Bei der dritten Heimsuchung wirst du [Paris°] in fremde Hand fallen. Von der Ferne werden deine Feinde sehen, wie deine Paläste in Flammen aufgehen.64
Im Gesamtzusammenhang der europäischen Prophetie ist hier Folgendes anzumerken: Da der Angriff Russlands in Form eines Überraschungsangriffes erfolgen soll und die russischen Truppen in weniger als einer Woche am Rhein stünden (evtl. in zwei Tagen, im Falle von Luftlandetruppen für spezielle Ziele wie Brücken in nur einer Stunde), hätten sie keine Zeit, um Paris durch Artillerie und Bombenangriffe in Schutt und Asche zu legen. Mag sein, dass man schon vereinzelte strategisch wichtige Ziele innerhalb der Stadt angreift, doch entsprechende Waffen (Kampfflugzeuge, Drohnen, Raketen) würden vor allem eingesetzt, um den Schwung und das Tempo des Vormarsches der Bodentruppen Richtung Rhein aufrechtzuerhalten. Die russische Luftwaffe würde überwiegend dazu eingesetzt, militärische Ziele in Nähe der Front auszuschalten. Die »fremde(n) Hände« wären demnach Fremde innerhalb der Stadt Paris und nicht identisch mit den Feinden, die sich der Stadt nähern und diese aus der Ferne brennen sehen. Zudem: Welchen Sinn hätte es, eine brennende Stadt in Besitz zu nehmen?
Die Vorhersagen zu Paris insgesamt sind wie dargelegt etwas kompliziert, da Paris ein paar Wochen nach den von eigenen Bürgern gelegten Bränden zusätzlich auch noch atomar zerstört werden müsste. Paris wäre neben Prag, der Nordsee (!) und evtl. dem Mittelmeer vor Marseille, eines der ganz wenigen atomaren Angriffsziele im Westen und in der Mitte des Kontinents. Wie groß die Brände in Paris im Endeffekt wirklich wären, bleibt unklar. Glaubt man Marie-Anne Lenormand, dürfte vom Zentrum nicht viel übrig bleiben.
Der Vollständigkeit halber sei auch noch die deutsche Ordensfrau Erna Stieglitz (1975 in Augsburg gestorben) erwähnt, die ebenfalls eine Selbstzerstörung von Paris vorausgesagt haben soll.65 Deren Voraussagen wurden 1980 von Wolfgang Johannes Bekh veröffentlicht, allerdings nur auf Grundlage einer mündlichen Überlieferung. Von daher ist die Glaubwürdigkeit dieser Quelle und vor allem die Qualität der einzelnen überlieferten Voraussagen schwer einzuschätzen.
Lichtbotschaft aus den Tiefen des Alls
Erlauben wir uns jetzt eine kleine Pause von den Dramen auf dem Planeten Erde. Richten wir unseren Blick in die Tiefen des Alls:
Mitte Januar 2020 tauchten in unseren Medien Berichte auf über eine etwa 600 Lichtjahre entfernte Sonne namens Beteigeuze; ein sogenannter Roter Überriese im Sternbild Orion. Beteigeuze, so einige Wissenschaftler, könnte in nächster Zukunft zur Supernova werden, das heißt: Der Rote Überriese Beteigeuze – mit schlappem bis zu 700-fach größerem Durchmesser als unsere heimische Sonne und einer bis zu rund 100 000-fachen Leuchtkraft – könnte mit einem Riesenwumms explodieren, mit einer solchen gigantischen Detonation, dass man es auch noch in 600 Lichtjahren Entfernung auf der Erde tagsüber mit bloßem Auge sehen könnte. Potzblitz!
Trotz seiner enormen Entfernung würde Beteigeuze am irdischen Himmel als sehr großes Licht erscheinen: deutlich größer und sehr viel heller als alle Kometen, die die Menschheit bisher je gesehen hat. Beteigeuzes Explosion wäre der absolute Megaflash und könnte sogar so hell wie der Vollmond am Himmel erscheinen! Es wäre die Lightshow des Jahrtausends.
Mit katastrophalen Folgen auf der Erde selbst – das gleich vorweg – rechnen die Wissenschaftler allerdings nicht. Gott sei Dank.
Dass Beteigeuze als Supernova endet, ist wissenschaftlich unstrittig. Laut Wikipedia vermuten einige Wissenschaftler, dies könne innerhalb der nächsten tausend Jahre geschehen, also theoretisch auch morgen, andere tippen auf frühestens in 100 000 Jahren. Diese Bandbreite zeigt: Was den genauen Zeitpunkt des großen Knalls betrifft, haben die Wissenschaftler auf Deutsch gesagt keinen blassen Schimmer.
Wie auch immer, es gibt, wie Sie nachfolgend lesen können, ein paar Prophezeiungen, denen nach es wenige Wochen oder Monate vor Ausbruch des “dritten Weltkriegs“ ein außergewöhnliches Himmelsphänomen geben soll. Das könnte Beteigeuze sein. Eine dieser Prophezeiungen, die Botschaft von Garabandal (1961–1965), verwendet zwar nicht das Wort Supernova, erlaubt den konkreten Beschreibungen nach aber kaum eine andere Deutung. So wird in dieser Botschaft eine plötzliche dramatische Zunahme der Helligkeit in Bodennähe vorausgesagt; also auf den Straßen und Plätzen, Feldern und Äckern; eine extreme Helligkeit, die aber nur wenige Minuten andauern soll. Das allerdings weltweit. Im Prinzip beschreibt die Botschaft von Garabandal eine Situation, in der „irgendjemand“ für ein paar Minuten das Licht an der freien Luft bis zum Anschlag voll aufdreht. Ein äußerst starkes Indiz für eine Supernova.
Hinzu kommen zwei weitere Quellen, die zwar auf den ersten Blick ein anderes Lichtphänomen am Himmel beschreiben, letztlich aber auch auf eine Supernova deuten. Diese zwei Quellen werden dann noch flankiert von zwei weiteren Quellen meines Datenpools, die ein besonderes Himmelszeichen kurz vor Kriegsausbruch sahen, das betreffende Himmelszeichen aber nicht weiter beschrieben.
Die mir bekannte Quellenbasis zu diesem besonderen Himmelsereignis ist somit recht schmal; im Kern sind es nur drei Quellen, eigentlich nur zwei. Umso wichtiger wird es, sich diese Quellen genau anzusehen und sich bewusst zu sein, wo im konkreten Fall die Deutung beginnt und wie plausibel oder zwingend die jeweilige Deutung ist.
Die Supernova ein Fingerzeig Gottes?
Teil einer solchen Deutung kann dann natürlich auch die Betrachtung des Phänomens aus einem spirituellen Kontext heraus sein. Das kann konkret bedeuten – und dafür wäre die Botschaft von Garabandal die Schlüsselquelle –, dass zwischen diesem Ereignis tief in der Galaxie in 600 Lichtjahren Entfernung zur Erde und der geistig-spirituellen Entwicklung der Menschheit ein innerer Zusammenhang besteht!
In monotheistischen Worten ausgedrückt: In einer geschichtlichen Phase, in der die Menschen schon deutlich spüren, dass die Dinge an vielen Punkten und vielen Ebenen auf der Erde außer Kontrolle geraten, schickt Gott uns ein seit Menschheitsgedenken nie gesehenes Himmelszeichen als Beweis für die Existenz einer höheren Ordnung, sowohl in spiritueller Hinsicht als auch in astrophysikalischer Hinsicht.
Der Planet Erde versinkt scheinbar im Chaos, befindet sich gefühlt in der größten Krise der Menschheit, gleichzeitig offenbart sich aber durch die Aktivität eines weit entfernten Roten Überriesen eine höhere kosmische Ordnung; es offenbart sich eine Art interstellares Netzwerk, ein Netzwerk zwischen den Sonnen. Mindestens.
Und das soll Zufall sein? Glauben Sie das? Ich nicht. Für einen Zufall wäre das Ereignis einfach viel zu groß, und das Timing wäre viel zu gut.
So weit eine mögliche spirituelle Deutung: Wir sind Teil einer beseelten, bewussten Struktur, die weit hinausreicht in unsere Galaxie. Mindestens.
Beteigeuze auf Focus-Online
Werfen wir jetzt einen Blick auf das, was in den Massenmedien Anfang 2020 über Beteigeuze zu erfahren war. Ich selbst wurde auf Beteigeuze aufmerksam durch einen Focus-Online-Artikel vom 14. Januar 2020, den ich hier exemplarisch anführe – Überschrift:
Riesen-Stern droht zu explodieren – wird Beteigeuze ein zweiter Mond am Himmel?
Als ich das las, war ich einigermaßen elektrisiert. Denn in der Prophezeiung eines gewissen Caesarius von Heisterbach, gestorben im Jahre 1240, ist wortwörtlich die Rede von »zwei Monden«, die man – und auch das passt zu einer Supernova – (nur) vier Stunden lang am Himmel sehen werde. Die entsprechende Prophezeiung des Caesarius sehen wir uns nachfolgend genauer an. Vorher zitiere ich weiter aus dem Focus-Online-Artikel:
Es könnte die erdnächste Supernova sein, die es in der Geschichte der Menschheit jemals gab. Der Welt steht womöglich ein nie dagewesenes Himmelsspektakel bevor.
Beteigeuze, ein Roter Riesenstern, könnte in absehbarer Zeit in einer Supernova-Detonation verglühen. Die Explosionswolke würde dann wochen- oder sogar monatelang so hell wie der Vollmond am Himmel leuchten.
Hier ergibt sich eine Abweichung zu den vier Stunden bei Caesarius von Heisterbach; ich komme darauf zurück.
Der Stern steht [rund 600°] Lichtjahre von der Erde entfernt im Sternbild Orion. Damit wäre es die erdnächste Supernova, die Menschen je sahen.
Die bislang hellste Supernova in historischer Zeit, die im Jahr 1054 detonierte, war 6523 Lichtjahre entfernt. Sie wird in chinesischen Schriften erwähnt […]. Beteigeuze […] ist einer der hellsten Sterne am Firmament und selbst am Nachthimmel der Großstädte mit bloßem Auge gut sichtbar. […] Er ist ein so genannter Roter Überriese, deshalb schimmert er auch von der Erde aus gesehen rötlich. Zudem ist er ein veränderlicher Stern, deshalb schwankt seine Helligkeit. Im Maximum sendet er 100 000-mal mehr Licht aus als die Sonne. Zugleich variiert sein Durchmesser zwischen 580 und 960 Millionen Kilometern. [Zum Vergleich: der Durchmesser der Erd-Sonne beträgt 1,4 Mio. Kilometer]

Abb.8: Beteigeuze im Sternbild Orion
Bei der jeweils größten Ausdehnung erreicht Beteigeuze fast den 700fachen Durchmesser unseres Tagesgestirns. […] Rote Überriesen haben eines der letzten Entwicklungsstadien im Leben massereicher Sonnen erreicht. In dieser Phase schwillt ihr Durchmesser dramatisch an, und große Gasblasen bewegen sich in ihren Atmosphären auf und ab, ähnlich dem Brodeln von kochendem Wasser in einem Topf. Diese so genannte Konvektion bewirkt, dass die Himmelskörper mächtige Materiewolken ausstoßen, die sich in ihrer Umgebung ansammeln und sie einhüllen. Auch Beteigeuze ist von einer so entstandenen Hülle umgeben.
Seit kurzem verhält sich Beteigeuze merkwürdig. Himmelsforscher bemerkten, dass der Stern immer dunkler wird. „Seine Helligkeit fiel bereits weit unter das übliche Minimum“, erklärt der Astronom Edward Guinan von der US-amerikanischen Villanova University, der das Phänomen entdeckte. „Sie liegt jetzt außerhalb der normalen Parameter und damit auch außerhalb der Komfortzone.“
Bislang galt, dass Beteigeuze in einem Tag detonieren kann – oder in 100 000 Jahren – den genauen Zeitpunkt können die Astronomen nicht bestimmen. Jetzt aber sehen einige [!°] von ihnen die sinkende Helligkeit als Vorboten der Explosion.
Bei der Frage, ob eine Supernova-Explosion unmittelbar bevorsteht, halten sich die Himmelsforscher jedoch bedeckt. „Es gab bislang keine direkten Beobachtungen von Supernovae, bevor sie hochgingen“, sagt Villanova-Astronom Guinan. „Einige in der Fachwelt glauben, dass es bis in die letzten Stunden davor KEINE sichtbaren Anzeichen gibt, andere aber denken, dass sich die Vorläufersterne etwa ein Jahr vor der Detonation zu verdunkeln beginnen“. Es gebe in der Wissenschaft also keinen Konsens.
Die Explosionswolke würde wochen- oder sogar monatelang so hell wie der Vollmond am Himmel leuchten.
Hier haben wir, wie schon erwähnt, mit wochen- und monatelang eine Abweichung zu den obigen vier Stunden bei Caesarius von Heisterbach. Vermutlich liegt diese Abweichung aber noch im Rahmen der derzeit in der Wissenschaft bestehenden Berechnungsungenauigkeiten. Die Wissenschaftler wissen ja noch nicht einmal, ob Beteigeuze morgen oder erst in 100 000 Jahren explodiert. Sie wissen also nicht, was gerade jetzt (bzw. vor 600 Jahren) im Inneren von Beteigeuze vor sich geht. Woher wollen sie dann wissen, wie hell Beteigeuze wird und wie lange der Supernova-Blitz des Roten Überriesen andauert?
Lassen Sie mich in diesem Zusammenhang kurz aus dem Buch ›Supernovae und kosmische Gammablitze‹ zitieren:
… dass […] [Gamma-°] Blitze sich zwei unterschiedlichen Gruppen zuordnen lassen. Einerseits gibt es die Klasse der kurzen Gammablitze mit weniger als zwei Sekunden Dauer und im Mittel etwa 0,5 Sekunden Länge. Ihr Energiespektrum ist härter als das der langen Gammablitze, die eine typische Dauer von rund 30 Sekunden besitzen, aber auch viele Minuten Aktivität zeigen können. In seltenen Fällen erstreckt sich die Gammaemission über mehr als eine Stunde. […]66
Behalten Sie die vielminütigen Gammablitze im Hinterkopf. Diese werden uns weiter unten wieder begegnen. Weiter heißt es im Focus:
Jede der Explosionen sendet eine gewaltige Strahlenflut ins All. Die Frage ist, ob diese das Leben auf der Erde bedrohen kann, schließlich liegt Beteigeuze in unserer kosmischen Nachbarschaft. Doch Astrophysiker beruhigen: Unser Planet käme nicht in Gefahr. Denn eine Supernova müsste näher als 60 Lichtjahre sein, um die Biosphäre zu beeinträchtigen. Innerhalb dieser Zone ist jedoch kein Kandidat bekannt, der uns gefährlich werden könnte.
So weit der Auszug aus dem Focus-Online-Artikel vom 14. Januar 2020.
Der Hinweis darauf, dass es abgesehen von Beteigeuze in unserer nächsten galaktischen Nachbarschaft keine weitere Sonne gibt, die vor einer Explosion steht, bedeutet: Entweder explodiert Beteigeuze oder es explodiert gar nichts!
Von einem „zweiten Mond“ war dann auch in einem Artikel der Welt am 13. Januar 2020 die Rede. Und auch der aus dem deutschen Staatsfernsehen bekannte Astrophysiker und Wissenschaftsjournalist Professor Harald Lesch hat sich am 28. Januar 2020 des Themas angenommen.67 Auch Lesch sagt, Beteigeuze könne so hell werden wie der Vollmond.
Pulsuz fraqment bitdi.