Kitabı oxu: «Zielobjekt: Untreue Ehefrauen»

Şrift:

Toby Weston

Zielobjekt: Untreue Ehefrauen

Sammelband, Teile 1 bis 4

Dieses ebook wurde erstellt bei

Inhaltsverzeichnis

Titel

Sammelband

Vorwort

Prolog

1

2

3

4

5

6

7

8

9

10

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20

Impressum neobooks

Sammelband

In diesem Sammelband sind die Teile 1 – 4 der Romanserie: „Zielobjekt: Untreue Ehefrauen“, enthalten

Band 1, Die prüde Ehefrau

Band 2, Die treue Ehefrau

Band 3, Ehefrau und Hure

Band 4, Schmerzhaftes Honorar

Bitte beachten Sie, außer es ist gewünscht, Doppelkäufe zu vermeiden.

Vorwort

Ich hatte ursprünglich die Idee, mit dem Titel „Zielobjekt: Untreue Ehefrauen“ einen erotischen Roman zu schreiben. Während der Entstehung von Band 1 kamen mir immer mehr Ideen, unterschiedliche Szenen, Frauen und Handlungen.

Daher habe ich mich entschieden, es als Serie zu schreiben. Ich weiß selbst noch nicht, wann Schluss ist. Es ist im Grunde erst einmal eine Open-End-Story.

Natürlich wird irgendwann auch diese Serie enden. Aber darüber habe ich mir noch keine Gedanken gemacht. Die Inhalte und Handlungen der kommenden Teile sind mir heute noch nicht bekannt, die Ideen werden entstehen und die Gedanken mir zufliegen.

Als Schriftsteller, der das Schreiben als nebenberufliches Hobby betreibt, steht für mich der Spaß im Vordergrund. Natürlich bin ich für Kritik und Anregungen offen, da ich mich auf diesen Weg weiterentwickeln kann.

Ich würde mich auch über Ideen, Handlungen und Charaktere für weitere Teile freuen.

Schreibt mir doch eine E-Mail:

toby.weston@gmx.de

Viel Spaß beim Lesen

Euer Toby

Prolog

Es gibt Tage, an denen scheint die Sonne und kurz darauf regnet es wieder. Das Wetter ist einem ständigen Wechsel unterlegen. Es bleibt nichts, wie es ist, mit einer großen Ausnahme:

Toby Weston ist ein Arschloch!

Woher ich das weiß? Ich kenne ihn sehr gut, fast so gut wie den Geschmack von Schokolade auf der Zunge, oder dem Gefühl, einen Pickel auf der Nase auszudrücken. Ihr könnt es mir getrost glauben, Toby ist ein Arsch.

Die Erziehung durch meine Mutter lehrte mich jedoch, keine Behauptung ohne Beweise aufzustellen. Ein Professor hat im Internet veröffentlicht, das ein Mensch zweihundert Mal am Tag lügen würde. Die Berliner Morgenpost hat die Zahl auf zwei Lügen pro Tag reduziert. Wo die Wahrheit liegt, wird keiner mit Sicherheit sagen können. Es sind alles nur Vermutungen. Aber das Toby ein riesiges Arschloch ist, bleibt eine unverrückbare Tatsache.

Nun möchte ich meine Mutter nicht enttäuschen, und daher die Beweise für meine Aussage liefern. Ich werde euch nachfolgend Toby vorstellen, und aus seinem Leben erzählen. Dann werdet ihr mir glauben.

Wenn man Toby Weston fragen würde, welchen Beruf er ausübt, würde er lächelnd antworten: „Verführer“.

Das findet ihr witzig? Das ist es aber nicht, denn Toby meint das genauso. Er glaubt, die Verführung zur Kunst erhoben zu haben, und keine Frau würde ihm widerstehen können. Ich sagte doch bereits, er ist ein Arsch. Den ganzen Tag beschäftigt er sich nur mit diesem einzigen Thema: Verführung von Frauen. Es ist für ihn Wissenschaft, Herausforderung und Genuss zugleich. Er hat dieses Thema zu seinem Lebensinhalt gemacht.

Die Tatsache, dass er ziemlich reich ist und sich praktisch alles leisten kann, erleichtert ihm sein Hobby. Bis zu seinem zwanzigsten Lebensjahr war es ihm eher schlecht ergangen, denn sein Einkommen als Sachbearbeiter bei einem Münchner Automobilkonzern hatte ihm enge Grenzen gesetzt. Das Leben und Wohnen in der Bayerischen Landeshauptstadt war, ist und wird nie günstig sein. Aber nach der ebenso großen wie unerwarteten Millionenerbschaft, die er dem einzigen Bruder seines Vaters verdankte, hatte er angefangen, sein Leben nach seinen Wünschen und Vorstellungen zu gestalten.

Toby hält sich für intelligent, aufgeschlossen und anpassungsfähig. Tatsächlich hatte er es nicht schwer gehabt, in die gehobenen Münchner Kreise aufgenommen zu werden. Ein gewisser natürlicher Charme und seine nach der Erbschaft entwickelten Begabungen auf dem Golfplatz verhalfen ihm zu dem Lebensstil, der ihm und seinem Vermögen angemessen erschien.

Er ist jetzt fünfundzwanzig Jahre, besitzt eine Villa am Starnberger See, eine Penthouse-Dachterrassen Wohnung in Schwabing, ein Chalet in St. Moritz und ein Strandhaus auf Mallorca.

Das waren und sind natürlich gewichtige Gründe für die holde Frauenwelt, mit dem attraktiven Toby ins Bett zu springen. Anfangs hat er beinahe wahllos jedes Mädchen gevögelt, das ihm gefiel, aber in den letzten Monaten hatte er begonnen, seine immer gegenwärtige Leidenschaft zu kultivieren und nur noch denjenigen zugänglich zu machen, die er als würdige Jagdopfer betrachtete. Und in den Augen von Toby waren es verheiratete Frauen, die niemals ihrem Ehemann untreu werden würden. Genau hier liegt der Ehrgeiz von Toby: Treue Ehefrauen in fremdgehende Lustobjekte zu verwandeln.

Aber wie sollte er seine „Opfer“ finden?

Hier fand er schnell die notwendige Antwort: Das Internet!

Toby schaltete Inserate in eindeutigen Portalen und bot seine Dienste an. Ursprünglich suchte er nach gelangweilten Hausfrauen, die tagsüber, während der Gatte in der Arbeit war, etwas Abwechslung von Alltag suchten. Er fand eine Vielzahl von Frauen, die sich von ihm flachlegen ließen. Aber das war nicht das, was Toby suchte. Er wollte jagen und die Beute erlegen, und nicht von einem gedeckten Tisch essen.

Also änderte er die Inserate entsprechend ab. Nun suchte er nach Ehemännern, die ihre Frauen für einen Seitensprung anboten. Männer, die wollten, dass ihre Gattinnen fremdgingen und Toby den Auftrag erteilten, die treue Gemahlin zu verführen.

Toby hatte einen neuen Lebensinhalt gefunden! Und bekam von den Ehemännern auch noch Geld oder eine Gegenleistung dafür, dass er deren Frauen vögelte. Was läuft nur in unserer Gesellschaft falsch? Aber Toby war das egal, er hatte ein Hobby gefunden, dass seinen langweiligen Tag ausfüllte.

Sagte ich nicht bereits, er ist ein Arsch?

Aber lest selbst. Ich werde euch von seinen Aufträgen und Abenteuern erzählen, denn fast täglich kamen bei Toby E-Mails an, in denen Ehemänner darum baten:

Wollen Sie meine Ehefrau ficken?

1

Es war mal wieder einer dieser langweiligen Tage im Leben von Toby Weston.

Er hatte zu einer Party geladen und alle waren gekommen. Die Münchner C-Promis erschienen, tranken seinen Champagner, aßen seinen Kühlschrank leer und vögelten in seinem Swimming-Pool. Es war wie der Schwarm von Heuschrecken, die über einen Landstrich herfielen, alles auffraßen und wieder weiterzogen. So war die Normalität der gelangweilten Oberschicht, bei der nur Geld, Macht und ausschweifende Sex-Orgien von Bedeutung waren.

Ansonsten war die Party ein Erfolg gewesen. Es war viel getanzt und getrunken worden. Seine Gäste hatten sich amüsiert, wie er an den leeren Flaschen und Sperma gefüllten Kondome erkannte.

Aber jetzt war Toby Weston froh, dass sie gegangen waren. Endlich allein! Er saß auf seiner wertvollen Ledercouch und rauchte eine kubanische Zigarre. Mit einem angewiderten Blick betrachtete er das Schlachtfeld aus Flaschen, leeren Gläsern und überfüllten Aschenbechern. Maria, seine brasilianische Putzfrau würde vermutlich beim Anblick dieser Trümmerhalde einen leichten Ohnmachtsanfall erleiden.

Toby überlegte gerade, ob man zu einer Putzfrau noch Putzfrau sagen durfte, oder ob dies bereits rassistisch ausgelegt werden könnte, als ihn ein Geräusch zusammenfahren ließ.

Er drehte den Kopf.

Durch die offene Terrassentür kam ein fremdes Mädchen herein getorkelt. Sie trug eine enge Jeans mit einer dünnen Strickjacke darüber. Der Stoff schmiegte sich provozierend um ihre runden Brüste.

Sie blieb stehen und starrte Toby verwundert an.

„Wo sind die anderen?“, fragte sie.

„Hoffentlich alle verschwunden“, erwiderte Toby und schielte nach einer Flasche Wodka. Er könnte jetzt dringend einen Drink gebrauchen.

„Ach, scheiße“, fluchte die Unbekannte.

Toby hob die rechte Augenbraue empor und betrachtete das Mädchen ausgiebiger. Die Fremde war hübsch, nicht älter als zwanzig. Das platinblond gefärbte Haar störte ihn ein wenig, es sah künstlich und billig aus, aber das Gesicht konnte sich sehen lassen. Vor allem die Lippen gefielen ihm. Sie wirkten voll, weich und sehr sinnlich.

Er erinnerte sich nicht, das Mädchen auf der Party gesehen zu haben, aber unter der Vielzahl hübscher Frauen war sie ihm nicht aufgefallen.

Toby überlegte. Wer war die junge Frau mit den platinblonden Haaren und den hübschen Brüsten?

„Warum scheiße?“, fragte Toby, fand die Worte selbst nicht besonders anspruchsvoll gewählt, aber es waren die einzigen, die ihm in diesem Moment eingefallen waren. Nochmals suchte er nach einer Flasche Wodka. Er brauchte wirklich dringend einen Drink. Scheiße! Wie konnte ein Leben ohne Alkohol funktionieren?

„Ja, alles scheiße“, antwortete das Mädchen und ließ sich mit einem theatralischen Seufzer auf die gegenüberstehende Couch fallen. „Ich bin draußen auf einer Liege neben dem Pool eingeschlafen. Wie schrecklich! Wie spät ist es denn?“

Toby warf einen Blick auf seine schwarze Hublot Armbanduhr.

„Drei Uhr morgens. Willst du auch einen Drink?“

„Störe ich auch nicht?“

„Unsinn! In Gesellschaft schmeckt ein Wodka besser.“

„Okay, dann trinke ich gerne noch etwas. Aber bitte keinen puren Wodka. Das vertrage ich nicht.“

„Ich könnte ihn mit Orangensaft oder Red Bull mixen.“

„Ja.“

„Äh?“

„Was?“

„Orangensaft oder Red Bull?“

„Letzteres bitte. Vielleicht macht mich die Brause wieder munter.“

„Oder verleiht dir Flügel.“

„Hä?“

„Sorry, ich bin TV geschädigt. Zu viel Werbung macht die Birne matsche.“

„Ich finde, du bist witzig.“

Toby lächelte die Unbekannte mit einem seiner aufgesetzten Verführer Lächeln an und stand auf. Er hatte einige Mühe in dem Chaos saubere Gläser zu finden. Noch ehe er den Wodka entdeckte, fragte er:

„Wie heißt du eigentlich?“

„Melanie.“

„Süßer Name“, sagte Toby und dachte sich insgeheim, was wohl ihre Eltern geraucht hatten, um der Tochter einen so bescheuerten Namen zu geben.

Er füllte zwei Gläser mit Wodka, und stellte beide mit einer Dose Red Bull auf dem Tisch ab.

„Wer hat dich auf die Party mitgebracht?“, erkundigte er sich.

„Ich weiß es nicht mehr. Wir waren in Starnberg in einer Bar, als eine Gruppe erzählte, dass in einer Villa am See eine Party steigt. Ich habe mich denen angeschlossen und bin hier gelandet.“

„Na dann, Prost.“

„Prost.“

Sie tranken. Er fragte amüsiert: „Gefällt es dir hier?“

„Oh ja, ist klasse hier“, antwortete sie. „Gehört das Haus dir?“

„Ja.“

„Dann bist du wohl ziemlich reich, oder?“

„Ich glaube schon, aber genaue Auskunft könnte dir mein Steuerberater erteilen.“

Melanie lachte und machte eine Handbewegung, die das große Wohnzimmer, die beeindruckende Villa einschließlich Seeufer Grundstück mit Swimming-Pool einschloss, und sagte: „In diesem Ambiente ist man gerne reich.“

„Kann sein. Aber irgendwann nimmt das alles nicht mehr zur Kenntnis. Es ist Bestandteil des Lebens und daher Normalität. Und was machst du?“

„Ich studiere.“

„Was denn?“

„Jura. Mein Traum ist es, einmal Staatsanwältin zu werden, und böse Jungs zu verknacken.“

„Dann mal viel Erfolg.“

„Deshalb bin ich auch draußen eingeschlafen“, meinte sie und nippte an ihrem Glas. „Weil ich in den letzten Nächten viel lernen musste. Wir haben nächste Woche einige Klausuren.“

„Ich verstehe“, sagte Toby und ließ seine Blicke über den schlanken, sehr langbeinigen Mädchenkörper gleiten. Sie erregte ihn. Wenn diese billigen gefärbten blonden Haare nicht wären, könnte sie als Fotomodel arbeiten.

„Warum betrachtest du mich so prüfend?“

„Tue ich das?“, fragte er.

„Ja. Wie ein Raubtiere seine Beute kurz vor dem Angriff.“

Er lachte und fand den Vergleich durchaus passend. Er war ein Raubtier, ein Jäger, und ständig auf der Suche nach Beute. Auch wenn dieses Mädchen nicht in sein Beuteschema passte. Er suchte nach verheirateten Frauen und nicht nach süßen, jungen Studentinnen. Aber egal, er fand sie trotzdem anziehend und erregend. Außerdem lag sein letzter Sex bereits zwei Tage zurück.

„Darf ich fragen, wie alt du bist?“, erkundigte sich Melanie.

„Fünfundzwanzig.“

„Du siehst älter aus.“

Er lachte. Die direkte Art des Mädchens gefiel ihm.

„Ist das ein Kompliment?“

„Nein. Nur die Wahrheit.“

„Wie alt bist du?“

„Zwanzig.“

„Du siehst auch älter aus.“

„Das macht das Make-up“, meinte sie. „Ich habe nie sehr jung ausgesehen, glaube ich. Das ist gewiss die Erklärung dafür, dass ich schon recht früh den ersten Freund hatte. Er war älter als ich.“

„Darf ich nachfüllen?“, fragte er und nahm die Flasche Wodka vom Tisch.

„Gerne.“ Sie streckte ihm das Glas entgegen.

Toby goss puren Wodka nach und erkannte grinsend, dass sie keinen Red Bull als Mixtur zufügte.

„Darf ich etwas Musik als Hintergrund auflegen?“

„Klar. Ist doch dein Haus“, antwortete Melanie kopfnickend.

„Besondere Wünsche?“

„Etwas Langsames, bitte“, bat sie und blickte über den Rand ihres Glases hinweg zu ihm hoch. Sie hatte große, graugrüne Augen.

Er legte eine CD ein und setzte sich neben Melanie auf die Couch. Die Art, wie sie sich an ihn schmiegte, war deutlich darauf angelegt, seine Lust zu wecken. Es schien, als hätte sie den Ehrgeiz, ihren schlanken, biegsamen Körper mit seinem eins werden zu lassen. Der Druck ihres Unterleibes und ihrer straffen, vollen Brüste bewirkte binnen kurzer Zeit, dass Toby eine Erektion bekam. Es gab keinen Zweifel, dass Melanie durch ihre Kleidung hindurch dieses gierige, fordernde Wachsen und Klopfen seines Gliedes spürte.

Sie küssten sich. Melanie ließ ihren Kopf ein wenig zurückfallen und öffnete ihren weichen, vollen Mund. Ihre Zunge gab sich erst zart und verspielt, dann wurde sie drängender und wilder.

Toby fühlte, wie seine Erektion wuchs. Das Mädchen löste ihren Mund von seinen Lippen.

„Warum machen wir es uns nicht ein bisschen bequemer?“, hauchte sie lasziv. Ihre Stimme wirkte noch rauchiger und dunkler als zuvor.

Toby schien es auch so, als hätten sich ihre Augen um einige Farbnuancen verdunkelt. Aber das war sicherlich ein Irrtum, oder das Mädchen verstand es geradezu meisterhaft, sich zu verkaufen.

„Eine gute Idee“, meinte er lächelnd. „Ziehst du dich selbst aus?“

„Ich mache alles, was du willst. Wünschst du einen Strip?“

„Es kann mich nicht viel schärfer machen, als ich schon bin“, antwortete Toby, „aber ich gebe zu, dass mir solche Dinge Spaß machen.“

Er griff nach ihren Brüsten. Ihre elastische Fülle und Festigkeit beeindruckten und erregten ihn.

„Ich muss dich aber sehen, vor allem deine Reaktionen“, sagte sie.

„Du siehst mich doch!“

Sie schüttelte den Kopf. „Zieh dich aus. Ich muss dich nackt vor Augen haben.“

Er lachte, dann legte er rasch seine Kleidung ab. Sein Penis wippte verlangend nach oben. Die Eichel sah aus, als würde sie vor Lust zerspringen.

„Phantastisch“, murmelte Melanie, aber statt nach seiner Lanze zu greifen, wie Toby es erhofft hatte, trat sie einige Schritte zurück. Im nächsten Moment begann sie mit ihrem Striptease.

Streng genommen tat sie nicht mehr als andere Mädchen und Stripperinnen, aber Toby musste zugeben, dass sie ihre Sache fabelhaft machte. Ihm gefiel vor allem, dass sie alberne Übertreibungen vermied und konsequent darauf ausgerichtet war, seine Lust anzuheizen.

Unter der engen Jeans, die als erste dem Strip zum Opfer fiel, trug sie einen fast durchsichtigen Slip. Der Penis von Toby zuckte, als er die Lippen ihrer Vagina sah, die sich unter dem winzigen Höschen herausfordernd abzeichneten. Die Wölbung des Venusberges war von provozierender Schönheit.

Toby musste schlucken. Dieses Mädchen war ein Glücksfall und konnte den beschissenen Tag noch retten.

Melanie öffnete in rhythmischen Bewegungen ihren Büstenhalter. Mit dem Stoff massierte sie über ihre großen, rosigen Brustwarzen. Toby musste zugeben, dass an ihren Brüsten und ihrem schlanken Körper nichts auszusetzen war. Wenn ihre Bettqualitäten mit ihrem Äußeren Schritt hielten, konnte er dem berauschenden Ende einer Durchschnittsparty entgegensehen.

Langsam, Millimeter um Millimeter, streifte sie ihr Höschen über die zum Rhythmus der Musik schwenkenden Hüften. Als sie nackt vor ihm stand, spreizte sie ein wenig die Beine und legte eine Hand auf ihre Hüfte. Sie lächelte ihm siegessicher in die Augen, als wollte sie fragen: Na, war ich gut?

„Komm her“, sagte er.

Sie näherte sich ihm sehr langsam und griff endlich nach seinem harten Penis.

„Ich muss ihn fühlen“, sagte sie. „Erst einmal in meinem Mund. Darf ich?“

„Keine Einwände“, meinte er grinsend und ließ seine Hand über ihren Venusberg gleiten. Er spürte ihre Feuchtigkeit und Wärme. Ein Gefühl der Zärtlichkeit, das sich in diesem Augenblick mit seiner wachsenden Lust paarte, überraschte und verblüffte ihn.

Sie war eine unbekannte Frau, mit der er nur Sex haben wollte. Gefühle waren hier unpassend!

Melanie ließ sich vor ihm auf die Knie fallen und entzog ihm damit die Möglichkeit weiterer Untersuchungen seines Fingers in ihrem Schoß. Ihre Hände umschlossen seine Erektion, während ihre Zunge mit raffinierten Schlägen und langen, lustvollen Strichen seinen Penis bearbeitete. Ihre verspielte, lebhafte Phantasie brachte ihn dabei an den Rand eines Höhepunktes, noch ehe sie seinen Penis voll in den Mund genommen hatte.

Als es endlich geschah, als sich ihr hungriger, schöner Mund saugend um die pochende Rute legte, konnte er sich einfach nicht länger bremsen. Der Blick nach unten gerichtet und ihren hin- und hergleitenden Kopf sowie die jungen, schwere Brüste im Auge, konnte er nur noch: „Aufpassen!“ stöhnen, dann kam es ihm bereits.

Melanie nahm buchstäblich alles auf, was er preisgab. Sie tat ihr Bestes, um seine Eruption zu fördern. Sie umspielte seine Eichel und drückte seine Hoden, sie gab nicht eher Ruhe, bis sie auch den letzten Tropfen aufgenommen hatte. Erst dann gab sie ihn frei. Lächelnd blickte sie zu ihm hoch. Ihr Mund schimmerte. Er erwiderte ihr Lächeln.

„Leg dich auf dich Couch, jetzt darf ich dich verwöhnen“, hauchte Toby.

Melanie kuschelte sich neben ihn, ließ sich fallen, als wäre sie angekommen.

Seine Lippen schienen ebenso ein Eigenleben zu führen wie seine Hände. Küssend nahm er den Duft von ihren Haaren auf, streichelte die weichen Konturen ihres Gesichtes entlang. Er küsste sich ihre Kehle entlang, verweilte ein wenig im Grübchen des Schlüsselbeinansatzes und küsste seinen Weg weiter zu den Brüsten, deren wundervolle Fülle und Festigkeit ihn entzückte. Mit winzigen, schnellen Zungenschlägen erregte er ihre Nippel, bis sie zu kleinen Türmchen wurden.

Dann leckte er weiter nach unten, zog um den Nabel feuchte Kusskreise und sog dann tief den würzigen Duft ihrer Intimzone ein.

Mit einer Reihe zartester Knabber-Küsse nuckelte er sich an ihren seidenen Schenkeln entlang bis zu den Knöcheln hinunter, um dann ganz sanft und fast behaglich an ihrer großen Zehe zu kauen.

Melanie wusste nicht, wie ihr geschah! Dieser fremde Mann war ein Zauberer, für den ein schöner Frauenkörper nur einen Zweck zu haben schien – jeden Nerv an ihm, jedes Fleckchen Haut zu erregen, bis der ganze Körper restlos auf empfangende Liebe eingestellt war. Das war für sie ein neues, unbeschreiblich herrliches Erlebnis. Einmal ganz passiv sein und etwas mit sich geschehen lassen; einmal sich treiben lassen, um sich von der Woge der Lust in ungeahnte Höhen tragen zu lassen.

Dann drehte er sie auf den Bauch und küsste an der Rückseite ihrer Schenkel zu den festen Rundungen ihrer Pobacken. Während er mit seinen Händen weiter ihre Seiten massierte, ließ er zugleich seinen Mund und seine Zunge ganz leicht über ihren Rücken wandern.

Er begann in der Mitte und arbeitete sich langsam zu ihrem Hals hoch. Sanft, aber dominant wie ein Löwe, biss er in ihren Nacken. Melanie spürte, wie sich auf ihrem Körper eine Gänsehaut bildete.

Sie genoss dieses leicht flatternde Gefühl auf ihrem Rücken, dass ihr Schauer über den Körper jagte. Ihre Brustwarzen stellten sich auf und verlangten nach weiteren Berührungen.

Ganz leicht glitt seine Zunge über ihren Hals. Zugleich drängten seine Hände wieder unter ihren Körper, zu ihren Brüsten.

Während er weiter ihren Hals und Nacken mit Küssen bedeckte und mit seiner Zunge verwöhnte, waren seine Hände unter ihren Körper geglitten. Er umfasste sanft ihre Brüste! Seine Hände glitten über die straffen Hügel mit den harten Nippeln.

Stöhnend genoss sie seine Berührungen. Wellen der Lust glitten von ihrem Nacken und ihren Brüsten zu ihrer Intimzone. Sie konnte nicht anders, als ihren Oberkörper leicht aufzustützen, damit er besser an ihren Busen kam.

Er zog seine Hand unter ihrem Bauch wieder hervor. Melanie spürte das und war kurz etwas enttäuscht, zu gut war die Massage ihrer beiden Brüste gewesen. Aber dann spürte sie, wie die Hand zu ihrem Po hinunterrutschte, über ihre Gesäßbacken glitt und den Weg zwischen ihre Schenkel suchte.

„Ooooooooh", stöhnte sie, als sie seinen Finger spürte.

Sanft drückte er mit seiner freien Hand ihre Beine weiter auseinander. Was für ein schöner Anblick!

Er drehte sie mit einem festen Schwung auf den Rücken. Sie rollte herum und lag vor ihm, mit ihren spitzen Brüsten und ihren gespreizten Schenkeln.

Dann senkte er seinen Kopf und verwöhnte sie mit den Lippen und der Zunge. Melanie zuckte vor Lust. Wie ein wildes Pferd bäumte sie sich auf.

Wie gut das war!

Sie stützte sich auf ihre Arme und kam so mit ihrem Oberkörper höher. So konnte sie sehen, wie er zwischen ihren weit gespreizten Beinen ihre Intimzone leckte.

Was für ein geiler Anblick!

Sie ließ sich wieder nach hinten fallen, hob die Arme über den Kopf und genoss die vaginalen Zärtlichkeiten. Er spürte, wie sie sich ihrem Höhepunkt näherte.

„Oh ja, leck mich, leck mich, ja, schön tief rein mit der Zunge. So ist es gut", jubelte und stöhnte sie.

Das musste man ihm nicht sagen, er tat alles, um sie zu befriedigen. Ihre Hüften hoben und senkten sich unkontrolliert vor Lust. Aber er ließ sich nicht abschütteln.

„Ja! Jaaa! Jaaaaaaaaaaa!", schrie sie.

Ihre Hände verkrampften sich, ihre Fingernägel krallten sich in ihre Haut. Sie spürte den Schmerz nicht, sondern empfand nur unendliche Lust.

Der Orgasmus erfasste sie mit voller Wucht und ließ sie als unkontrolliert zuckendes, stöhnendes Bündel jubilieren. Sie war nur noch wollüstiges Fleisch, das genommen werden wollte. Mit einem letzten lauten „Aaaaaaah" bäumte sie sich auf und fiel dann zurück auf die Couch.

Toby hob triumphierend seinen Kopf und lächelte das wunderschöne Mädchen an. Gut gemacht, dachte er. Aber nun war er dran!

Er positionierte sich zwischen ihren Beinen. Melanie seufzte wollüstig. Er grinste. Jetzt würde er sie ficken!

Laut rief sie: „Nein!"

Er hielt tatsächlich verblüfft inne. Was sollte das denn?

„Nein, nicht so. Ich will auf dir reiten.“

Er war leicht verblüfft, aber warum eigentlich nicht? Eigentlich war ihm das egal! Hauptsache er würde diese Frau endlich ficken.

Er hatte es schon immer gemocht, wenn Frauen auf ihm ritten. So hatte er einen guten Blick auf ihre Körper, er konnte sie überall anfassen, die Lust auf ihren Gesichtern sehen. Und außerdem hielt er in dieser Position länger durch. Was angesichts seiner jetzigen Geilheit vielleicht nicht das Schlechteste war.

„Okay, gut, machen wir", meinte er also.

Melanie richtete sich mit einiger Mühe auf und krabbelte über ihn.

„Los, komm schon", drängte er gierig.

Sie schwang sich über seinen Körper, ließ sich etwas tiefer sinken, spürte den Schaft, stöhnte und begann, ihr Becken leicht hin und her zu bewegen.

„Los, mach schon", drängte er noch einmal. „Schieb ihn endlich rein."

Sie atmete noch einmal tief ein und ließ sich langsam nach unten sinken. Ganz tief, bis er sie ganz ausfüllte. Sie genoss einige Augenblicke die Vereinigung, bevor sie langsam ihren Körper hob und wieder senkte.

Toby genoss diesen langsamen, tiefen Ritt. Er überlegte kurz, ob er dagegenhalten und sie von unten stoßen sollte.

Aber warum?

Sie würde die Geschwindigkeit selbst bestimmen und er konnte sich in der Couch zurücklehnen und einfach nur genießen. Es war ein wunderschöner, geiler Anblick, der sich ihm bot. Der schlanke Körper des Mädchens, ihr wunderschönes Gesicht, auf dem nun leicht der Schweiß stand, ihre festen Brüste und ihr glatter Bauch.

Mit der Zeit wurde sie schneller. Sie setzte sich ganz auf und begann, ihn härter zu reiten. Jedes Eindringen ließ sie aufstöhnen. Ihre Brüste hüpften leicht auf und wieder ab.

„Oh ja, oh ja", stöhnte sie. „Gott, ist das guuuuuut!"

Er spürte, wie sich langsam sein Höhepunkt ankündigte. Sein Becken zuckte nun auch nach oben, bei jedem Mal, wenn sie nach unten kam. Auch Melanie spürte, wie sich Sterne vor ihrem geistigen Auge bildeten.

„Oh, ich komme bald", stöhnte sie.

„Ich auch", hechelte er. „Du reitest so gut."

Wild sprang sie auf und ab. Ihre Hände verkrampften sich. Dann erreichte er seinen Höhepunkt. Heftig zuckend saß sie auf seinem Unterleib und bewegte ihr Becken auf und ab. Sie beugte sich noch einmal ganz weit nach hinten, um ihn noch tiefer in sich zu spüren, um die Reibung zu spüren. Dann kam auch sie. Stöhnend und laut keuchend verkrallten sich ihre Hände in seiner Schulter. Ihr Gesicht verzerrte sich in wilder Lust.

Er bewegte sein Becken leicht auf und ab, legte seine Arme um sie und hielt sie einfach fest. Sie mochte seinen gepflegt-männlichen Geruch, seine festen und gleichzeitig sanften Hände, seinen fordernden Mund und seinen sehr schönen, trainierten, männlichen Körper.

„Ich muss etwas trinken“, meinte er und griff nach seinem Glas.

Melanie stand auf und setzte sich in einen Ledersessel. Er war ihr dankbar dafür. Offenbar hatte sie eine fabelhaft funktionierende Antenne, die ihr deutlich signalisierte, dass er jetzt keinen weiteren Körperkontakt wünschte.

„Soll ich nach Hause gehen?“, fragte sie ihn. Sie legte ein Bein über das andere und gab ihm dabei Gelegenheit, die schlanke Linie ihrer Schenkel zu bewundern.

„Nein“, sagte er. „Bleib noch. Wo wohnst du?“

„In Schwabing.“

Er nickte und starrte an die Decke. Hin und wieder nippte er an seinem Glas. Er gähnte. Es war nichts zu machen. Der wundervolle Sex hatte ihn ziemlich geschwächt.

„Es war eine lange Nacht für mich“, sagte er wie entschuldigend. „Von den Vorbereitungen ganz zu schweigen. Ich bin ein richtiger Partylöwe, aber nicht, wenn ich Gastgeber bin. Da muss man sich um tausend Dinge kümmern und lästige Höflichkeitskonversation betreiben ...“

„Ich habe schon verstanden“, meinte sie und erhob sich.

Toby war froh, dass sie sich langsam anzog. Sie war ihm nicht böse, das merkte er.

„Sehen wir uns wieder?“, fragte sie.

„Sicher“, meinte er. „Ich rufe dich an. Schreib mir deine Handynummer auf einen Zettel.“

„Ich freue mich darauf“, sagte sie und hatte ein sanftes und zärtliches Lächeln auf den Lippen. Sie mochte ihn wirklich.

„Willst du dich nicht auch anziehen?“, fragte sie, nachdem sie ihr Jäckchen übergestreift hatte.

„Ich geh gleich ins Bett.“

„Du willst alles so stehen und liegen lassen?"

„Ja."

„Kommt nicht in Frage! Ich helfe dir beim Aufräumen.“

„Vergiss es“, winkte er ab. „Das kann morgen früh meine Putzfrau erledigen.“

Sie blickte ihn an. „Es ist seltsam, aber du bist der erste Mann, für den ich seit Jahren etwas empfinde. Ich mag dich.“

„Danke“, erwiderte er, ohne sich zu bemühen, etwas Gefühl in die Stimme zu legen.

Melanie zog die rechte Augenbraue empor und verkniff sich eine Antwort. Ein „Danke“ als Antwort auf eine Fast-Liebeserklärung war nicht das, was sie sich erhofft hatte.

„So, jetzt fährst du bitte vorsichtig nach Hause. Ich möchte nicht, dass dir etwas passiert“, sagte er.

„Ich werde aufpassen“, meinte sie.

Dann suchte sie einen Zettel hervor, schrieb ihre Handynummer und komplette Adresse darauf. Sie beugte sich zu ihm herunter, küsste ihn zärtlich auf den Mund und verließ die Villa. Sie freute sich darauf, ihn bald wiedersehen zu dürfen.

Toby freute sich darauf, sie nie wiedersehen zu müssen. Er nahm den Zettel mit ihrer Handynummer, zerknüllte diesen und warf ihn in den Mülleimer.

Blöde Weiber, dachte er. Nur weil wir geil gefickt hatten, brauchte doch daraus keine Verpflichtung zu werden. Junge, hübsche Mädchen konnte er an jeder Ecke aufreißen und vögeln. Das war einfach, viel zu einfach in einer Stadt wie München. Das interessierte Toby nicht mehr. Er brauchte die Herausforderung, das Gefühl der Jagd und dem Reißen der Beute.

Er ging in sein Arbeitszimmer und schaltete den Computer ein. Entgegen seiner getätigten Aussage zu Melanie war er nicht müde. Nein, es war nur eine Ausrede gewesen, um das Mädchen loszuwerden.

Er öffnete den Browser und gab die gewünschte Internet Adresse ein. Nachdem er sein Pseudonym und Passwort eingegeben hatte, öffnete sich die Startseite. Sofort erkannte er, dass sich eine neue Nachricht in seinem Postfach befand. Er öffnete diese und las:

»Meine Ehefrau ist verklemmt und prüde. Willst du sie ficken und zu einem lustvollen Wesen erziehen, das ihrem Mann bedingungslos dient? Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen«

Toby lehnte sich, unverändert komplett nackt, in den Schreibtischstuhl zurück. Er dachte nach. Und während er das tat, spielte er an seinem schlaffen Penis. Bei dieser sanften Massage kamen ihm immer die besten Ideen.

Eine prüde und verklemmte Frau also. Das las sich in seinen Augen interessant und weckte seinen Jagdinstinkt. Der Auftrag reizte ihn, daher tippte er als kurze Antwort:

»Hugo's Beach Club Undosa, Starnberg, direkt am Starnberger See. Freitagabend, zweiundzwanzig Uhr. Ich sitze an der Bar und spiele mit einer Goldmünze in den Fingern. Sei pünktlich. Einen zweiten Termin erhältst du nicht«

2

Toby Weston setzte sich an die Bar Theke und bestellte ein Glas Rotwein. Es waren noch zehn Minuten, bis der Unbekannte erscheinen sollte. Was das wohl für ein Typ war, überlegte Toby.

Er griff in seine Hosentasche und nahm eine 1oz Maple Leaf Goldmünze hervor. Spielend ließ er sie zwischen seinen Fingern tanzen. Er liebte das Gefühl von purem Gold auf der Haut. In seinen Augen war es das einzig wertvolle, das die Zeit immer überdauern würde. Die Währungen kamen und gingen. Er gab den Reichstaler, den Groschen, die Rentenmark, die Reichsmark, die D-Mark und jetzt den Euro. Alle waren gekommen, um dann wieder ersetzt zu werden, immer zu dem Zweck, die Reichen noch reicher zu machen, und die Armen noch ärmer. Ein ständiger Kreislauf, den jedoch keiner begriff. Die einzige Konstante in den Jahrhunderten war immer Gold gewesen. Daher hatte Toby einen Großteil seines Vermögens in Gold angelegt.

Er blickte nochmals, fast zärtlich, auf die Maple Leaf Goldmünze zwischen seinen Fingern und schaute sich dann prüfend um. Das Publikum entsprach seinen Erwartungen. Gehobene Mittelschicht, ganz angenehme Leute, aber nichts Besonderes. Kein hübsches Mädchen anwesend, das einen Versuch wert gewesen wäre. Wenn schon! Er war heute Abend nicht auf Eroberungen aus, er dachte nur an den kommenden Auftrag.

„Was ist das für eine Münze zwischen Ihren Finger?“, erklang die Frage eines Unbekannten, der sich links neben Toby an die Bar gestellt hatte.

Toby drehte den Kopf und blickte in freundliche, intelligente Augen. Der Mann mochte Ende zwanzig sein, trug elegante Kleidung, die einen guten Geschmack bewies.

„Eine Maple Leaf.“

„Sieht nach einer Unze aus.“

Toby hob anerkennend die rechte Augenbraue. „Richtig. Sie haben einen guten Blick.“

„Heutzutage sollte sich jeder mit Goldmünzen beschäftigen.“

„Tun Sie das?“

„Gelegentlich. Warum?“

„Wir werden auf das Thema zurückkommen“, antwortete Toby und deutete auf den Barhocker neben sich. „Was wollen Sie trinken?“

„Mineralwasser. Ich trinke keinen Alkohol.“

Toby winkte den Barkeeper heran und gab die Bestellung auf. Anschließend reichte er dem Unbekannten die rechte Hand.

„Toby Weston.“

„Alexander Bergfeldt.“

„Wollen wir über den Auftrag sprechen, oder haben Sie es sich mittlerweile anders überlegt?“

„Wäre ich sonst gekommen?“

„Wohl nicht, da haben Sie recht. Erzählen Sie mir von Ihrer Frau.“

„Sie ist die Tochter meines Chefs.“

„Herzlichen Glückwunsch, sicher eine gute Partie“, meinte Toby. „Wie sieht sie denn aus? Haben Sie ein Foto von ihr im Handy?“

„Natürlich, nicht nur eines“, meinte Alexander Bergfeldt, und blätterte den Fotoordner seines Smartphones durch. Nachdem er das gewünschte Bild gefunden hatte, hielt er es Toby entgegen.

„Das ist Anna, meine Frau.“

„Alle Achtung!“, pfiff Toby anerkennend durch die Zähne.

Sein Kompliment war nicht geheuchelt. Das strahlende Gesicht des abgebildeten, blonden Mädchens war beeindruckend, es bestach durch hohe Wangenknochen, große, seidig bewimperte Augen und einen weichen, sinnlichen Mund, dem freilich anzumerken war, dass er auch kühl und arrogant sein konnte.

„Wirklich eine super hübsche Frau. Wie alt ist sie?“

„Achtundzwanzig.“

„Da bin ich aber mal gespannt, warum Sie sich zu dem Schritt entschließen, meine Dienste in Anspruch zu nehmen.“

Alexander Bergfeldt starrte nachdenklich nach vorn.

„Es ist nicht fein, über solche Probleme zu sprechen“, meinte er dann, „aber ich glaube, dass jeder Mann ein Recht haben sollte, sich zu offenbaren, vielleicht sogar die Pflicht ...“

„Gelegentlich ist es besser, mit einem völlig Fremden darüber zu sprechen …“

„Es ist ein ... ein wohl eher psychologisches Problem“, meinte Alexander, der spürbar Mühe hatte, für sein Anliegen die richtigen Worte zu finden.

„Na los. Erzählen Sie mir einfach, was los ist“, ermunterte ihn Toby.

„Irgendwas stimmt mit ihr nicht“, erklärte Alexander.

„Im Bett?“

„Ja.“

„Was ist es?“

Alexander Bergfeldt schwieg, weil der Barkeeper in diesem Moment eine Schale mit Erdnüssen auf den Tresen stellte, dann sagte er: „Als ich sie heiratete, war sie sexuell recht naiv und einfach gestrickt. Sie hatte vor mir nur eine einzige richtige, feste Beziehung.“

„Ihr Mund ist sinnlich“, meinte Toby mit einem Kennerblick. „Ich hätte sie eher als sehr aktiv und erfahren beim Sex vermutet.“

„Nicht bei mir. Ich bin ihr Ehemann. Mir gegenüber ist sie verklemmt. Immer nur die Missionarsstellung. Sie liegt leblos unter mir, mehr kommt nicht.“

„Dann sollten Sie versuchen, das zu ändern. Sie sind doch noch jung, und haben Zeit …“

„Zeit ja, aber keine Lust. Ich möchte, dass sie einmal einen Denkzettel bekommt.“

„Ich vermute, hier liegt meine Aufgabe, richtig?“

„Ja. Ich hoffe, Sie halten mich nicht für verrückt. Aber es macht mich wahnsinnig, mit welch kühler Selbstverständlichkeit sie moralische Prioritäten anmeldet, und wie sie meine gelegentlichen Sexwünsche abwimmelt. Sie spielt sich auf wie eine Heilige, redet von der abscheulichen Überbewertung der Sexualität und quält mich mit spröder Zurückhaltung. Dabei glaube ich zu wissen, dass das alles nur Theater ist, anerzogen, nicht richtig echt ...“

„Und?“

„Ich brauche jemand, der den großen Durchbruch schafft, der sie auf den Boden der Realitäten zurückholt. Sie muss dem Ehemann im Bett zu Diensten sein!“

„Wie stellen Sie sich das vor?“, fragte Toby, dessen Pulsschlag sich beschleunigte, weil er zu wissen glaubte, dass er vor einer interessanten Aufgabe stand. Der Instinkt des Jägers war erwacht, die Witterung aufgenommen.

„Ich möchte, dass Sie meine Frau verführen!“

„Würde ich denn eine Chance bei Ihrer Frau haben?“, wollte Toby neugierig wissen.

„Nein.“

„Warum soll ich es dann versuchen?“

Alexander zuckte mit den Schultern. „Ich weiß es nicht. Anna ist anders, als sie sich gibt. Kann sein, dass ihr Temperament bei einem Mann, der ihr nur ein Abenteuer verspricht, anders reagiert als bei mir. Ich fühle, dass sie leidenschaftlich sein kann. Aber ich bin nicht imstande, diese Leidenschaft zu wecken. Offenbar muss das ein anderer für mich besorgen.“

„Wie und wo soll ich sie kennenlernen?“

„Darüber“, sagte Alexander, „müssen wir uns noch klarwerden. Über Einzelheiten habe ich noch nicht nachgedacht. Aber ich muss übermorgen für zwei Tage geschäftlich nach Berlin. Da könnte es passieren.“

„Ich soll somit eine Blitzaktion starten“, meinte Toby. „Ich habe gelernt, die Kunst der Verführung zu genießen. Ich brauche Zeit für meine Eroberungen. Ein Gourmet wird die Speisen seiner Wahl niemals gierig hinabschlingen.“

„Sie nennen sich doch den Profi der Verführung. Es liegt also an Ihnen, wie Sie die Sache steuern“, sagte Alexander. „Immerhin gibt Ihnen meine Abwesenheit erst einmal die Gelegenheit, mit Anna bekannt zu werden. Ich kann Sie avisieren, als meinen Anwalt, oder meinen Vermögensberater – wir werden uns schon etwas einfallen lassen. Um das Entree brauchen Sie sich jedenfalls keine Sorgen zu machen. Sie haben völlig freie Hand und meine Erlaubnis, alles zu tun, was nötig ist. Nur eine Bedingung muss ich stellen: Anna darf niemals, unter gar keinen Umständen, erfahren, dass ich der Motor dieses Verführungsversuches bin.“

„In diesem Punkt kann ich Sie beruhigen“, entgegnete Toby. „Ich bin Profi und kann natürlich absolute Diskretion wahren. Es könnte natürlich Schwierigkeiten geben ...“

„Sicher“, nickte Alexander Bergfeldt. „Ich kann mir die Widerstände, die es zu überwinden gilt und über die Lügen, die notwendig sind, um das große Ziel zu erreichen, gut vorstellen. Aber dafür habe ich ja einen Profi beauftragt, nicht wahr?“

„Das meine ich nicht“, sagte Toby. „Ich spreche davon, ob Sie wirklich bereit sind, Ihrer Frau einen Treuebruch zu verzeihen. Setzen wir einmal den Fall voraus, dass ich es schaffe, Anna zu verführen. Sind Sie wirklich bereit, Ihrer Frau den Seitensprung zu verzeihen, und anschließend wieder eine glückliche Ehe zu führen?“

„Über dieses Problem werde ich zu einem späteren Zeitpunkt nachdenken“, meinte Alexander. „Erst einmal muss es Ihnen gelingen, den großen Durchbruch zu erzielen.“

„Wie und wo haben Sie Anna kennengelernt?“

„Bei der Jahresabschlussfeier meiner Firma. Der Chef hatte seine Familie dabei, sodass ich seine Tochter kennenlernte. Ich habe sie am Buffet angesprochen, wir haben unsere Handynummern ausgetauscht und blieben über WhatsApp und Facebook in Kontakt.“

„Wie wurden Sie von der Familie Ihrer Frau akzeptiert?“

„Sehr gut. Mein Schwiegervater möchte mich in eine verantwortungsvolle Position befördern, mit der Aussicht, irgendwann einmal die Firma zu leiten. Ich habe viel Glück gehabt und sehe einer fantastischen Entwicklung entgegen. Aber Geld allein macht keinen Spaß. Das andere muss auch stimmen. Sie verstehen sicher, was ich meine.“

„Werden Sie Anna auch betrügen?“

„Du lieber Himmel, wie kann man nur so naive Fragen stellen?“, wies Alexander ihn zurecht.

„Sie haben recht. Es geht mich nichts an“, meinte Toby lächelnd. „Ich habe da so eine Idee. Wo wohnen Sie in München?“

„Im Stadtteil Nymphenburg“, antwortete Alexander. „Wir haben eine wunderschöne Dachterrassen-Penthouse Wohnung bezogen, die ihr Vater bezahlte. Wir sind noch nicht komplett eingerichtet, sind noch auf der Suche nach passendem Mobiliar.“

„Prächtig“, meinte Toby. „Ich hatte gehofft, dass es sich so verhält. Sie werden mich Ihrer Frau als Innenarchitekt ankündigen und ihr sagen, dass ich leider nur übermorgen, während Ihrer Abwesenheit, einen Termin freimachen könnte.“

„Anna hat viel Geschmack. Meinen Sie, dass es Ihnen gelingen wird, die Rolle glaubhaft darzustellen?“

„Ganz sicher“, nickte Toby und drehte sein Rotweinglas in der Hand. „Innenarchitektur ist ein altes, liebes Hobby von mir. Ich kenne alle einschlägigen Fachzeitschriften, verstehe etwas von guten Antiquitäten und moderner Kunst, weiß, was zueinander passt.“

„Das hört sich gut an“, nickte Alexander. „Okay, wir setzen Ihre Idee in die Tat um. Wir sprachen aber noch nicht über die Bezahlung. Was stellen Sie sich vor?“

„In welchem Jahr ist Ihre Ehefrau geboren?“

„Äh. 1988. Warum?“

„Das ist das Jahr des Drachen. Ich stehe auf die Chinesischen Tierkreiszeichen. Besonders auf die wunderschönen Münzen, die mit diesen Motiven geprägt wurden.“

„Ich verstehe aber noch nicht ganz …“

„Meine Honorarforderung lautet daher, Sie übergeben mir eine 1oz Goldmünze mit einem geprägten Drachen, dem Zeichen Ihrer Ehefrau. Die Perth Mint in Australien prägt die Lunar Serie in Gold mit den chinesischen Tierkreiszeichen. Der Drache wurde in den Jahren 2000 und 2012 geprägt. Besorgen Sie mir eine dieser Münzen als Honorar. Einverstanden?“

„Gold für das Herz meiner Frau.“

„Ich werde das Herz nicht antasten. Mein Ziel liegt zwischen ihren Schenkeln verborgen.“

„Dann Gold für die Untreue meiner Ehefrau.“

„So wird es seit Jahrtausenden bezahlt. Gold für die Hure.“

„Meine Frau ist keine Hure!“

„Aber sie wird eine werden, denn es ist genau das, was Sie wünschen, richtig?“

„Hm.“

„Eine Hure zuhause, die alle Ihre sexuellen Wünsche erfüllt.“

„Ja …“

„Also dann: Gold für die Hure.“

„Einverstanden. 1 oz Goldmünze für die Untreue meiner Frau.“

„Deal. Ich werde Ihre Ehefrau verführen.“

„Ich wünsche Ihnen viel Glück dabei.“

3

Zwei Tage später stand Toby vor Alexanders junger, bildhübscher Ehefrau. Anna Bergfeldt besaß viel mehr Ausstrahlung, als es die Handyfotos hatten zeigen können. Ihre großen, graublauen Augen wirkten ein wenig kühl, aber der volle, schöne Mund deutete an, dass ihre Persönlichkeit auch andere Eigenschaften hatte.

Sie führte ihn in das große, erst zur Hälfte möblierte Wohnzimmer, bot Kaffee an, plauderte dann mit ihm über ihre Einrichtungsvorstellungen, und warf hin und wieder ein paar Fragen dazwischen. Sie wollte dies und jenes über München wissen, insbesondere über das Kulturprogramm, und erwies sich als angenehme, völlig gelockert auftretende Gesprächspartnerin, die wiederholt mit echt klingendem Bedauern feststellte, wie schade es doch sein, dass Alexander an der Unterhaltung nicht teilnehmen könne.

Dann begannen sie, sich über die Möglichkeiten auseinanderzusetzen, die der große Raum bot, wobei sie rasch merkten, dass ihr Geschmack kaum voneinander abwich. Das schuf eine gewisse Gemeinsamkeit, von der Toby zu wissen glaubte, dass sie eine sehr fruchtbare Basis für seine weiteren Bemühungen darstellte.

Entgegen seinen sonstigen Gewohnheiten war er auf eine seltsam gierige, drängende Weise von dem Wunsch besessen, mit Anna möglichst rasch zu schlafen –am besten noch heute, spätestens in dieser Nacht.

Die Faszination, die von ihrer Schönheit und ihrer schlanken, aber sehr weiblich ausgeprägten Figur ausging, weckte seine Begierde und machte ihm deutlich, dass es immerhin schon vier Tage her war, seitdem er das letzte Mal seinen erfahrenen Lustdegen in den saftigen, heißen Schoß eines Mädchens versenkt hatte. Wie hieß das Mädchen nochmals, das er in der Nacht seiner Party gefickt hatte? Er überlegte einige Sekunden, konnte sich aber nicht erinnern. Unwichtig. Es war nur eine feuchte Fotze gewesen, die gevögelt wurde. In seinen Augen war dies der einzige Zweck in der Erschaffung von Frauen: Beine breitmachen und sich besteigen lassen. Okay, in der Küche lag ein weiterer Zweck der Existenz von Weibern. Aber egal. Er blickte auf sein augenblickliches Ziel. Ja, die attraktive blonde Anna war genau sein Typ. Zumindest für eine Nacht, danach konnte sie für immer aus seinem Leben verschwinden.

„Darf ich Ihnen noch Kaffee einschenken?“, fragte die Hausherrin höflich.

„Ja, bitte.“

Als sie sich über den kleinen Tisch beugte, um seine Tasse nachzufüllen, sah er, wie ihre vollen, jungen Brüste die weiße Seidenbluse auf eine Zerreißprobe stellten. Anna trug einen Büstenhalter, aber das dünne, feine Material war einfach nicht dafür geschaffen, die Größe und die erigierten Nippel zu kaschieren. Sie zeichneten sich deutlich, wenigstens für die Dauer des Einschenkens, unter den leichten Stofflagen ab.

Anna trug zu ihrer weißen Bluse einen schwarzen, knielangen Rock mit breitem Gürtel, Nylon Strümpfe und hohen Pumps. Sie wirkte seriös und damenhaft. Die schulterlangen, goldblonden Haare und das ovale Gesicht machten sie zu einer Schönheit, die normalerweise nur in Zeitschriften zu finden war.

„Wie gefällt es Ihnen bisher in München?“, fragte er.

„Ich kenne noch zu wenig, um mir ein Urteil bilden zu können. Ich bin in Berlin geboren und aufgewachsen.“

Er blickte auf seine Uhr.

„Das ist wirklich dumm“, meinte er. „Ich habe noch einen wichtigen Termin, wäre aber gern schon heute mit Ihnen zu einer Einigung gekommen.“

Er sah das Bedauern in ihrem Gesicht und registrierte zufrieden, dass er ihr offenbar gefiel und dass sie gehofft hatte, seine Gesellschaft noch länger genießen zu können.

„Natürlich könnte ich heute Abend noch einmal zurückkommen, nach dem Abendessen ... oder würden Sie mir erlauben, Sie zum Essen einzuladen?“, fragte er.

„Nein, danke“, sagte sie rasch. „Ich esse zu Hause.“

„Ich denke, dass ich gegen acht Uhr abends noch einmal hier sein könnte“, meinte er. „Vorausgesetzt, dass Ihnen mein Vorschlag zusagt und Sie nichts Besseres vorhaben.“

„Also gut“, erwiderte sie nach kurzem Zögern. „Dann heute Abend um acht Uhr.“

Er kam bewusst zehn Minuten später, um ihr nicht das Gefühl zu geben, dass es ihn nach einem raschen Wiedersehen drängte. Er hatte sich umgezogen und erschien in einem modernen Anzug.

Auch Anna hatte die Garderobe gewechselt. Sie trug einen fast bodenlangen Rock und eine hochgeschlossene, dunkelgrüne Duchessebluse, die, wie Toby mit einem kundigen Blick feststellte, eine lange Knopfleiste auf dem Rücken hatte. Die Bluse brachte Annas pralle Brüste deutlich zur Geltung und war von bemerkenswerter erotischer Ausstrahlung.

Toby nahm an, dass die junge Frau diese Wirkung durchaus begriff und möglicherweise sogar bewusst forcierte, und er fragte sich mit prickelnder Spannung, ob er darin nicht den Auftakt zu ein paar leidenschaftlichen Stunden sehen durfte. Nein, davon konnte keine Rede sein, sagte er sich im nächsten Moment. Anna ist von ihrer Erziehung her einfach nicht der Typ, der alle Bedenken über Bord wirft. Sie war eindeutig ein Produkt ihrer Umgebung, und kann sich davon nicht lösen. Man muss viel Geduld und Raffinesse aufbringen, um ihr zu zeigen, was noch in ihr steckt und wozu sie fraglos imstande ist.

Draußen war es dunkel geworden; die Vorhänge waren geschlossen. Im Kamin brannte ein kleines Feuer. Die Sitzgarnitur lag im Lichtkreis einer Stehlampe. Der kleine Tisch war gedeckt: diesmal war es Tee, wie Toby enttäuscht feststellte. Immerhin fragte ihn Anna diesmal:

„Oder hätten sie lieber etwas Stärkeres? Ein Bier? Wodka?”

„Gern, danke“, nickte er. „Nach dem Essen würde ich gern einen Wodka mit Bitter Lemmon trinken, wenn es möglich wäre.“

Er sah zu, wie Anna zwei Gläser füllte, wobei ihm nicht entging, dass sie für sich nur ein Minimum an Wodka einschenkte. Sie kehrte mit den Gläsern zum Tisch zurück, nahm ihm gegenüber in einem bequemen Sessel Platz und meinte: „Ich habe vorhin mit Alexander telefoniert. Er hat aus Berlin angerufen. Er weiß, dass Sie hier sind und hat auch Ihren abendlichen Besuch gebilligt.“

Toby lächelte. „Hatten Sie deshalb ein schlechtes Gewissen?“

Anna wurde verlegen. „Habe ich so spießig gewirkt?“

„Vielleicht ein wenig“, meinte er.

„Aber was ist so schlimm an der Bewahrung echter Werte, an Toleranz, Treue und Familiensinn?“

„Darin ist gar nichts auszusetzen. Aber ich glaube, es geht nur darum, alberne Tabus wegzuräumen und gewisse Fesseln zu lösen, die viele Menschen wie eine Last empfunden haben. Alleine die sexuelle Revolution hat doch so vieles zum Positiven verändert.“

„So?“, fragte Anna und hob ihr Kinn. „Gerade das glaube ich nicht. Was tritt denn an die Stelle der Tabus? Doch nur die Hilflosigkeit, vielleicht auch nur eine große Leere, eine Riesenenttäuschung. Freiheit bedeutet Verpflichtung, auch im sexuellen Bereich.“

Er lachte leise. „Ich fürchte, Sie sehen das Problem zu akademisch.“

„Wie meinen Sie das?“, fragte sie irritiert.

Er zuckte mit den Schultern. „Es ist ein wenig heikel, darüber zu sprechen. Ich neige zur Offenheit und möchte nicht Gefahr laufen, von Ihnen als taktlos eingestuft zu werden.“

„Ich möchte jetzt wissen, wie Sie darüber denken. Mit Alexander kann ich über solche Themen nicht sprechen.“

„Ach ja?“, wunderte er sich. „Alexander ist doch liberal und für alles Moderne sehr aufgeschlossen.“

„Das meine ich damit nicht“, erklärte Anna. „Natürlich ist er imstande, zu dem Problem eine feste und gewiss auch interessante Ansicht zu äußern, aber ich bringe es einfach nicht fertig, mit ihm solche Themen zu besprechen. Ich finde, dass zwischen Mann und Frau gewisse Schranken bestehen bleiben sollten, sonst läuft die Ehe Gefahr, in Gewöhnlichkeit zu versanden, in einer gewissen Vulgarität. Nicht ohne Grund ist die Scheidungsrate in Deutschland so hoch.“

„Sie sprechen, als wäre sexuelle Offenheit eine ansteckende Krankheit. Vulgarität gehört zum Leben, wie Schmutz, wie Krankheiten, aber auch wie die Luft, die wir atmen.“

„Finden Sie wirklich?“

„Unbedingt. Waren Sie noch Jungfrau, als Sie heirateten?“

Er war sich der Schockwirkung dieser Frage bewusst, meinte aber zu wissen, dass er mit dieser Methode am ehesten zum Erfolg kommen würde. Anna gehörte zu den Frauen, die ihre distanzierte Höflichkeit niemals ablegten, und nur dann vergessen konnten, wenn sie merkten, dass ihr Partner damit nicht zu beeindrucken war und selbst viel schwereres Geschütz liebte.

„Bitte?“, murmelte sie. Ihre Augen weiteten sich entsetzt.

Er lächelte und wiederholte seine Frage.

Brennende Röte schoss in Annas Wangen. Ihre Augen funkelten zornig. „Ich finde, jetzt gehen Sie wirklich zu weit. Was hat das mit unserem Gespräch zu tun?“

„Eine ganze Menge“, antwortete er. „Unterhaltungen wie diese führen zu nichts, wenn man abstrakt bleibt, wenn man sich nicht am praktischen Beispiel festhält. Die einzigen Beispiele, die wir wählen können, sind Sie und ich. Daran lässt sich abmessen, vergleichen und erkennen, was wir richtig oder falsch machen.“

„Von mir ist nicht die Rede“, meinte Anna abweisend. „Ich habe nicht das Gefühl, etwas falsch gemacht zu haben.“

„Dann frage ich mich, weshalb Sie sich so stark für dieses Gespräch engagieren.“

„Ich will nur wissen, was junge Ehefrauen in meinem Alter denken, wie diese zu gewissen Problemen stehen, und wie ich mich selbst verhalten soll. Ich habe eine konservative Erziehung in einem Internat genossen. Aber wenn ich im Internet surfe, Reportagen in Fernsehen anschaue, mit Freundinnen oder Arbeitskolleginnen spreche, dann glaube ich, eine prüde und frigide Frau zu sein. In unserer heutigen Welt wird so offen und direkt über die Sexualität gesprochen, überall sieht man nackte Haut. Das können doch nicht die Werte einer zivilisierten Gesellschaft sein.“

„Die Werte des Lebens schafft sich doch jeder Mensch in seinem zuhause selbst. Da gibt es keine Richtlinien. Erlaubt ist, was gefällt. Wenn Sie in Ihrer Ehe restlos glücklich sind, wenn Sie wissen, dass Sie Ihren Mann niemals betrügen werden, besteht doch gar kein Grund, über die anderen zu reden. Nur Ihr Leben zählt, alles andere hat kein Gewicht.“

Sie schaute ihn an. „Sie haben meinen Mann kennengelernt. Was glauben Sie? Wird er mir treu bleiben?“

„Was würden Sie denn tun, wenn er mit einer anderen Frau Sex hätte?“, fragte Toby.

„Ich weiß nicht. Mein Gott, was für ein Thema! Wir sollten es schleunigst abbrechen und wieder über die Einrichtung sprechen“, schlug sie vor.

Er nickte. „Gern, aber ich bezweifle, ob Sie das befriedigen würde. Wir müssen weitermachen. Kompromisslos, wie es so schön heißt.“

„Also gut. Ich war noch Jungfrau, als er mich heiratete. Ich glaube, dass ich ihn liebe – aber ich bin mir dessen nicht völlig sicher. Es ist eine schockierende Erkenntnis, aber fast noch schlimmer ist es, dass ich mit Ihnen, einem relativ Fremden, darüber spreche. Mein Mann ist ständig geschäftlich in Berlin und lässt mich hier allein.“

„Leiden Sie unter dieser regelmäßigen Trennung?“

„Leiden? Nein, das zu behaupten wäre übertrieben, aber es schafft doch Probleme ...“

„Kann es sein, dass Sie von Ihren Eltern falsch erzogen wurden?“, erkundigte er sich.

„Wie meinen Sie das?“

„Eben falsch. Nicht wirklichkeitsgerecht.“

„Ich verbrachte meine Kindheit und Jugend in Schweizer Internaten. Daher hatten meine Eltern nicht viel Einfluss auf meine Erziehung. Es handelte sich um ausgebildete Erzieherinnen und die besten Lehrer.“

„Trotzdem kann diese Erziehung falsch gewesen sein“, philosophierte er. „Sie war vielleicht nur eine Illusion, sie hält Sie davon ab, die wahre Lebensfreude zu finden.“

„Worin besteht sie – nach Ihrer Ansicht?“, wollte sie wissen.

Er spielte den Verlegenen. „Ich kann nur von mir sprechen. Ich finde sie im Bett.“

„Das ist absurd!“

„Vielleicht“, sagte er, „sollten Sie einmal versuchen, diesen Weg zu beschreiten. Er ist schillernd, aufregend und höchst belebend.“

Ein Schatten fiel über Annas Gesicht.

„So können wir nicht diskutieren“, sagte sie schroff.

„Sie sind es eben noch nicht gewöhnt, den liberalen Geist zu tolerieren. Sie glauben, dass der puritanische Zwang Ihrer Erziehung das Heil bringt, aber ich meine, dass man Sie damit nur in ein enges und höchst überflüssiges Korsett gezwängt hat.“

„Hier steht Meinung gegen Meinung, es bedürfte schon eines weisen Schiedsrichters, um zu sagen, wer im Recht ist. Ich fange an, mich zu fragen, was das Ganze soll. Unser Gespräch, meine ich. Wir reden doch aneinander vorbei.“

„Da bin ich nicht Ihrer Ansicht.“

Sie schwiegen einige Sekunden, dann entspannte sich Anna. Sie brachte sogar ein Lächeln zustande. Kurz darauf musste sie lachen.

„Ich kann es nicht fassen“, meinte sie. „Dass ich solche Dinge in den Mund nehme ...“

„Sie werden noch ganz andere Dinge in den Mund nehmen“, prophezeite er, und war sicher, dass sie den Doppelsinn seiner Worte nicht voll verstand.

„Ich bin nicht so leicht zu beeinflussen.“

„Der Jammer mit uns ist, dass wir nicht ehrlich sein können“, sagte er.

„Das kann ich von mir nicht behaupten. Ich bin immer ehrlich. Wenn es um Dinge geht, die auszusprechen taktlos wären, halte ich lieber den Mund.“

„Was würden Sie dazu sagen, wenn ich Ihnen ehrlich offenbarte, dass ich mit Ihnen zu schlafen wünsche? Ich möchte Sie ficken, bis Sie vor Lust schreien und Ihr geiler Körper zittert, wie ein Fisch an Land. Was halten Sie davon? Wollen wir etwas vögeln?“

4

Anna starrte ihm in die Augen. Er registrierte zufrieden, dass sie, trotz ihres hochroten Gesichtes, längst aufgehört hatte, seine Direktheit als schockierend zu empfinden. Vielleicht genoss sie es sogar, weil sie ihre bisherigen Lebenserfahrungen quasi auf den Kopf stellte.

„Ich würde sagen, dass Sie verrückt sind, vielleicht auch ein Drogen- oder Alkoholproblem haben.“

„Mehr nicht?“, fragte er ungläubig.

„Mehr nicht“, bestätigte sie.

„Das kann ich nicht akzeptieren. Sie müssen sich doch Gedanken darübermachen. Nicht über die Antwort oder über das, was Ihnen der Gesellschaftskodex vorschreibt, sondern auch über das, was sich hinter meinen Worten verbirgt. Die Möglichkeiten, die damit angeboten werden, die Lockung eines Abenteuers, der Gedanke an heiße Haut und gewisse Leidenschaften, die die meisten Leute sich leider im Ehebett versagen ...“

„Ich wiederhole: Sie sind verrückt oder betrunken.“

„Empfinden Sie mich als uninteressant?“

„Eher als frech.“

„Bleiben wir beim Körperlichen, bei der allgemeinen Optik. Wie sehen sie mich?“

„Ich finde Sie weder hübsch noch hässlich“, erwiderte sie diplomatisch.

„Sie müssen sich zu meinem Körper äußern.“

„Ich kenne ihn nicht.“

„Dann ziehen Sie mich aus. Haben Sie das noch nie getan? Sie enttäuschen mich.“

„Ich bin eine verheiratete Frau“, stellte sie fest. „Das formt mein Verhalten.“

„Es gibt zwei Verhaltensweisen. Die offen gezeigte, und jene, von der ich spreche ...“

„Sie werden mich nicht dazu bringen, Dinge zu sagen, die ich für dumm, gewöhnlich und unverantwortlich halte“, erklärte Anna gereizt.

„Sie haben mich also schon ausgezogen – in Gedanken, meine ich“, sagte er.

„Wir sollten das Thema wechseln.“

„Wie Sie wollen, aber ich spüre, dass es Ihnen trotzdem Spaß macht, auf dem Vulkan zu tanzen. Es sprengt endlich einmal die Ketten Ihrer braven Bürgerlichkeit, es versorgt Sie mit Gedanken, Vorstellungen und Wünschen, die wohl jeder Mensch hat, die er aber selten genug ausspricht und verwirklicht. Ich bin da anders. Ich habe gelernt und begriffen, dass nur die Wonnen der Sinnlichkeit Gewicht haben, und handle danach.“

„Wollen Sie mich verführen?“, erkundigte sie sich spöttisch.

Er spürte, wie ihre Stimme bebte und sah, dass die Kühle aus ihrem Blick gewichen war. Ihm dämmerte, dass er eine Bresche in die Mauer ihres Widerstandes geschlagen hatte. Er befand sich auf dem richtigen Weg. Anna Bergfeldt war reif für ein Abenteuer. Vielleicht wusste sie das nicht einmal, oder sie wehrte sich dagegen, es wahrzuhaben, aber seine Erfahrung sagte ihm, dass sie jetzt keine Chance mehr hatte, diese Auseinandersetzung zu gewinnen.

„Ja, das möchte ich.“

„Ebenso gut könnten Sie versuchen, die Zugspitze in Badeschlappen zu ersteigen.“

Er stand abrupt auf. „Tanzen Sie mit mir?“

„Nein, warum sollte ich?“

Er sah sie durchdringend an.

„Sie haben also Angst“, stellte er fest.

„Angst vor Ihnen? Das ist unsinnig.“

„Darf ich den CD-Player anstellen?“, fragte er und trat an die teure Stereoanlage, ohne ihre Antwort abzuwarten. Alexander hatte, wie vereinbart, eine CD mit dezenter, langsamer Tanzmusik eingelegt.

Er wandte sich der jungen Frau zu.

„Also, wie steht´s?“, fragte er. „Wenn Sie sich Ihrer Sache so sicher sind, wie Sie meinen, kann Ihnen der Tanz nicht gefährlich werden.“

„Sie haben den Verstand verloren“, stammelte sie. „Erwarten Sie wirklich, dass ich mich mit so primitiven Methoden aufs Glatteis locken lasse?“

Er grinste. „Immerhin geben Sie zu, dass dieses Glatteis existiert.“

„Ich verstehe darunter etwas Anderes als Sie“, entgegnete Anna.

Er setzte sich wieder. „Schade“, sagte er.

„Sie sollten jetzt gehen“, meinte sie.

Er schaute sie an.

„Was werden Sie Alexander sagen?“, wollte er wissen.

„Die Wahrheit. Was sonst?“

„Sie werden ihm dieses Gespräch wiedergeben – in vollem Wortlaut?“

„Kaum“, sagte sie ironisch. „Ich habe Ihre Worte nicht mitnotiert und werde sie schnell wieder vergessen haben.“

„Sie wissen, wie ich das meine. Werden Sie den Mut haben, ihm zu gestehen, welche Themen Sie mit mir erörterten?“

„Es geht Sie wirklich nichts an, was ich ihm zu sagen beabsichtige“, meinte sie und erhob sich plötzlich. „Gehen Sie jetzt, bitte.“

Er stand auf. Seine Gastgeberin brachte ihn in die Diele. Dort blieb er stehen und wandte sich Anna zu. Sie war fast so groß wie er, eine schon wieder kühle, sehr distanziert wirkende junge Frau, die er plötzlich stärker begehrte als irgendeine andere zuvor.

Nein, das war sicherlich falsch, das war ein Gefühl, das ihn bei jeder geplanten Neueroberung übermannte, aber sicherlich geschah es nicht sehr oft, dass er in dieser Heftigkeit von der Gier nach Sex gepackt wurde.

Er zog sie an sich!

Sein Handeln kam unerwartet und für Anna so überraschend, dass sie im Moment nicht zu reagieren wusste. Sie starrte nur dem Mann in die Augen, verdutzt, empört und zugleich erregt. Sie spürte, wie er eine Erektion bekam, und war gelähmt von der Erkenntnis, dass sie sich nicht wehrte, ihn nicht abschüttelte und nicht die Dinge tat, die man unter den gegebenen Umständen von ihr erwarten durfte.

Er küsste sie!

Der Kontakt seines weichen und warmen Mundes war wie ein Signal, er gab ihr die Handlungsfähigkeit zurück. Sie stieß ihn von sich.

„Sie sind ja total übergeschnappt!“, fuhr sie ihn an.

„Kann schon sein“, gab er schweratmend zu. „Ich bin verrückt nach dir, nach deinem Mund, deinem Körper, deinem Schoß, deinen Brüsten ...“

„Schweigen Sie!“, schrie die junge Frau.

Wir sind im Dachgeschoss, schoss es ihm durch den Sinn. Niemand kann uns hier oben hören.

Er hatte nicht vor, Anna zu etwas zu zwingen. Das wäre ein Bruch mit seinen Prinzipien, seinem Glauben und seiner geliebten Verführungswissenschaft gewesen, aber er war doch überrascht von der Erkenntnis, wie wenig seine bisherigen Erfahrungen im Moment zum Tragen kamen.

Er hatte gelernt, seinen Verstand über Gefühle zu stellen, aber jetzt begriff er, dass taktische Fragen plötzlich von untergeordneter Bedeutung waren, und dass die Situation ihn zu einem Spielball seiner Begierden machte, die er um jeden Preis durchzusetzen wünschte.

„Ich muss dich haben“, murmelte er heiser.

„Wenn Sie mich anfassen, schreie ich um Hilfe!“, warnte sie ihn.

Sie war bis an die Wand zurückgetaumelt und lehnte mit dem Rücken dagegen, die Hände mit den gespreizten Fingern flach gegen die Seidentapete gepresst.

Toby ging auf sie zu. Er blieb dicht vor Anna stehen und versuchte in ihrem flammenden Blick zu lesen. Er sah nicht nur Zorn und Ablehnung darin, sondern auch einen Abglanz von Leidenschaft, den er mit seiner Aktion bewusst heraufbeschworen hatte.

Anna hatte gemerkt, was in seiner Hose los war, das stand fest – und jetzt kämpfte sie mit sich und den Verlockungen, die seine Nähe ihr bot.

„Verschwinden Sie!“, keuchte sie. „Hauen Sie ab!“

Er schüttelte den Kopf.

„Ist das die Sprache einer wohlerzogenen jungen Frau?“, fragte er.

„Ich hasste Sie! Ich werde Alexander sagen ...“

Ihre Stimme brach ab. Sie hatte nicht die Kraft, weiterzusprechen.

Toby lächelte dünn. „Du wirst nichts sagen, weil du genau weißt, dass es nicht geht. Du hast mitbeholfen, diese Situation heraufzubeschwören. Mag sein, dass du dich im Moment vor ihr und ihren Folgen fürchtest, aber gleichzeitig erschauerst du vor Vergnügen bei dem Gedanken, dass sich daraus etwas Großes, Neues und Erregendes entwickeln könnte, ein Stück aus dem wahren Leben, dem du bislang ausgewichen bist.“

„Wenn das wahre Leben, wie Sie es nennen, in der Gosse liegt und aus der Gosse kommt, will ich nichts damit zu tun haben“, murmelte sie.

Sie richtete sich auf, straffte sich, versuchte ihre Haltung zurückzuerobern. Sie strich sich eine blonde Haarsträhne aus der Stirn, wies zur Tür und sagte: „Lassen Sie mich allein, sonst rufe ich die Polizei.“

Er zog sie erneut an sich. Anna machte sich steif. Ihre Augen funkelten böse, aber nur eine Sekunde lang. Dann wurden sie weich, dann sah es so aus, als löste die Sonne eine dünne Eisschicht auf. Ihr körperlicher Widerstand erschlaffte, sie lehnte sich sogar gegen ihn, gegen seine Erektion, die ungeduldig in seiner Hose lauerte.

Er küsste Anna. Diesmal erwiderte sie seinen Kuss, tastend vorerst, dann aber mit rasch auflodernder Heftigkeit, die ihn überraschte und mitriss. Als er sie fester in seine Arme zog, löste sie die Lippen von seinem Mund.

„Nicht hier“, flüsterte sie. „Nicht in meiner ehelichen Wohnung.“

„Wo sonst?“

„Bei dir“, sagte sie.

Er witterte einen Trick hinter ihren Worten, eine Falle. Wollte sie ihn aus der Wohnung locken, um die Tür hinter ihm zuschlagen und ihn aussperren zu können? Spielte sie ihm eine Komödie vor?

Nein, der fordernde Druck ihres biegsamen, schlanken Körpers sprach dagegen. Sie war nicht der Typ, der auf diese Weise zu bluffen vermochte. Er spürte ihr Beben und ihre endlich erwachte Lust, und begriff, dass das Rennen fast schon für ihn gelaufen war. Er sah nur noch ein Risiko. Wenn er auf ihren Wunsch einging, kann sie womöglich unterwegs wieder zu ihrer prüden Einstellung zurückfinden. Er musste das Eisen schmieden, solange es heiß war.

„Wir brauchen von hier eine halbe Stunde, um meine Wohnung zu erreichen“, sagte er und presste seine Erektion gegen ihren Unterleib. „Das ist verlorene Zeit ...“

„Ich kann nicht“, murmelte sie. „Nicht hier.“

Er gab sie frei, wenn auch unwillig. „Okay. Lass uns losfahren.“

„Ich ziehe mich rasch um.“

„Du siehst doch blendend aus.“

„Was ist, wenn Alexander anruft?“, fiel ihr ein.

„Er hat sich doch eben erst gemeldet, außerdem solltest du dein Handy mitnehmen, dann bleibst du erreichbar“, beruhigte er sie.

Er half ihr in einen leichten Sommermantel. Anna rannte noch einmal ins Ankleidezimmer, um ihre Handtasche und die Schlüssel zu holen, dann verließen die die Wohnung, bestiegen den Aufzug, der sie ins Erdgeschoss brachte.

Im Wagen hatte er plötzlich Mühe, eine normale, leichte Unterhaltung anzukurbeln. Es ging einfach nicht. Die Spannung, die ihn und Anna gefangen hielt, lag wie eine schwere Last auf seinen Schultern.

„Er wird es merken“, sagte sie plötzlich.

„Wenn er zurückkommt, seid ihr quitt“, meinte Toby.

„Du glaubst, er wird mich in Berlin betrügen?“

„Ich kann es nicht mit Sicherheit sagen, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass er es tun wird, oder bereits getan hat. Oder kannst du dir vorstellen, dass ein junger Mann die Tage in Berlin allein in seinem Bett verbringt? Wir sprechen von Berlin! Einer Stadt in der alles möglich ist.“

„Das sagst du nur, um mich zu beruhigen und mir mein schlechtes Gewissen zu nehmen.“

„Ich sage es, weil es meiner festen Überzeugung entspricht“, erklärte er.

„Das beweist gar nichts.“

Er musste an einer auf Rot springenden Ampel stoppen. Toby merkte, wie es in Anna arbeitete. Ihm dämmerte, dass er noch nicht am Ziel war. Er nahm ihre Hand, die sie ihm überrascht überließ, und legte sie auf seinen Oberschenkel. Anna zog die Hand sofort wieder zurück.

„Was soll das?“, fragte sie.

„Ich muss dich spüren.“

„Wir sind verrückt.“

„Sicher. Ich würde zerspringen, wenn ich gezwungen wäre, völlig normal zu leben oder so, wie sich der brave Bürger ein normales Leben vorstellt.“

Danach schwiegen sie eine längere Zeit. Völlig unerwartet schob Anna kurz vor Erreichen seiner Wohnung ihre Hand auf die gleiche Stelle, wo er sie vorher hingelegt hatte. Toby spürte, wie allein ihre schlanke, warme Gegenwart genügte, um seinen Penis zu aktivieren. Er reckte und straffte sich, er schickte seine Hitzewellen bis in die so dicht in seiner Nähe liegenden Fingerspitzen der jungen Frau.

Annas Finger bewegten sich kaum merklich, es schien, als handelten sie gleichsam unter Zwang. Sie näherten sich seiner prallen Eichel, dann berührten sie sie, ganz kurz nur, um im nächsten Moment wieder zurückzuzucken.

Er schmunzelte in sich hinein. Jetzt wusste sie Bescheid. Er war leicht entflammbar und hatte keine Mühe, bei einer Frau ihres Formates eine hochkarätige, langanhaltende Erektion zu produzieren. Er hoffte, dass er nicht überreizt wurde und zu Hause imstande sein würde, einige gute Beweise seiner Potenz zu liefern.

„Fass ihn an, bitte“, sagte er. Er fieberte förmlich nach der Berührung ihrer schlanken Hand.

„Ist es noch weit?“, fragte sie.

„Fünf Minuten.“

„Ich habe Angst.“

„Nicht mehr lange“, versprach er.

„Was wird danach sein?“

„Daran darfst du nicht denken.“

„Ich muss daran denken, es geht nicht anders.“

„Wenn wir uns verstehen, werden wir uns weiterlieben, wenn das Zusammensein enttäuschend verläuft, gehen wir auseinander“, sagte er.

„Weiterlieben! Wie stellst du dir das vor?“

„Alexander ist oft unterwegs, nicht wahr? Und ich habe fast immer Zeit ...“

„So könnte ich nicht leben.“

„Keine Lebensform ist ideal“, sagte er. „Vergnügen muss man sich zuweilen stehlen.“

„Aber nicht auf Kosten anderer!“

„Vergnügen geht immer auf Kosten anderer“, belehrte er sie.

Er bog in die Leopoldstraße und nach dem Siegestor rechts in die Ohmstraße ein. Er besaß in der Königinstraße, direkt am Englischen Garten, eine Dachterrassen Wohnung. Die zweihundert Quadratmeter Wohnung hatte er vor zwei Jahren für 3,5 Millionen Euro erworben. München war und ist ein teurer Immobilienstandort.

Toby lenkte kurz darauf den Porsche in die Tiefgarage. Ein Lift führte direkt aus der Garage in seine Penthouse-Wohnung, so dass keine Gefahr bestand, jemand im Treppenhaus zu begegnen.

Anna sank schweigend in seine Arme, als sie aus dem Lift in die Diele der Wohnung traten. Er küsste die Frau und genoss es, seine Zunge in ihrer warmen Mundhöhle kreisen zu lassen. Sie klammerte sich an ihn und presste ihren Unterleib gegen die deutlich sichtbare Ausbeulung an seiner Hose.

Er machte sich frei, zog ihr den Mantel aus und führte sie in sein Wohnzimmer. Anna blieb dicht hinter der Schwelle stehen. Er trat neben sie, legte einen Arm um ihre Hüfte und ließ die Hand nach oben gleiten.

„Gefällt es dir hier?“, erkundigte er sich.

„Die Wohnung sieht so sauber und unbewohnt aus.“

„Hm.“

Toby konnte in diesem Moment nicht zugeben, dass die Wohnung in Schwabing ausschließlich zum Ficken diente. Hier brachte er die Frauen her, vögelte bis zum Umfallen, um sie anschließend wieder herauszuwerfen. Sein wahres Leben führte er in seiner Villa am Starnberger See.

Daher beschloss er, das Thema zu wechseln. Seine Hand legte sich besitzergreifend um eine ihrer vollen, jungen Brüste. Er presste sie leicht zusammen und bewunderte ihre erstaunliche Üppigkeit, ihre Elastizität und die stark angeschwollenen Brustwarzen.

Annas Kopf fiel gegen seine Schulter. Er merkte, wie sie zitterte, nahm seine Hand zurück, führte sie zur Couch und setzte sie in eine mit Kissen bedeckte Ecke des bequemen, breiten Polstermöbels.

„Hier vernaschst du deine Eroberungen, was?“, fragte Anna und lächelte zu ihm empor. Sie zitterte immer noch, so aufgeregt war sie.

„Nein, was glaubst du denn von mir? Meine Wohnung ist mir heilig. Du bist die erste Frau, die mein privates Reich betreten durfte“, log er.

„Ja? Wirklich?“

„Sicher“, nickte er und konnte gerade noch verhindern, nicht zu erröten. „Wollen wir ein Glas Champagner trinken?“

„Ja, sehr gerne.“

Er holte aus der Küche eine perfekt gekühlte Flasche Champagner, öffnete diese, schenkte zwei Gläser ein und nahm neben ihr auf der Couch Platz. Seine Erektion hatte sich gelegt, aber er spürte immer noch die Bereitschaft zur Wiederholung; es bedurfte nur eines kleinen Anstoßes, um das zu erreichen.

„Worauf trinken wir?“, fragte er.

„Auf nichts, bitte“, sagte sie. „Lass uns einfach trinken.“

Anna leerte das Glas mit einem Schluck fast bis zur Hälfte. Er merkte, wie sie sich danach entspannte. Sie lehnte sich zurück. Ihre vollen, prallen Brüste stachen förmlich in seine Augen. Anna lächelte ihm zu.

„Du bist ein Zauberer“, sagte sie. „Ich hätte das einfach nicht für möglich gehalten. Weißt du, dass ich im Internat als das am schwersten zugängliche Mädchen galt?“

„Es wurden über solche Themen Listen im Internat geführt?“

„Ja. Die Schüler sind sehr kreativ. Es wurde alles bewertet, sogar das sexuelle Verhalten und die Häufigkeit des Aktes jeder Schülerin. Es war beschämend für die Mädchen.“

Toby stellte sein Glas aus der Hand, zog Anna aus den Kissen, so dass sie aufrecht neben ihm saß, drehte ihre Schulter ein wenig herum und begann, die Knopfleiste auf ihrem Rücken zu öffnen. Anna ließ ihn gewähren.

Der beiseite rutschende Blusenstoff enthüllte einen Rücken von untadeliger Linie und zeigte eine Haut von perfektem, seidigem Glanz. Toby merkte, wie sein Penis sich erneut versteifte. Als er den untersten Knopf löste, war in seiner Hose schon wieder der Teufel los.

Toby zog die Blusenenden aus dem Rockbund und hakte den weißen BH auf. Dann griff er mit beiden Händen an ihre vollen, befreiten Brüste und zog die junge Frau an sich. Annas Mund wandte sich ihm zu. Als er sie küsste, zuckte ihre Zunge gierig in seinen Mund. Er massierte ihre Brustspitzen, indem er sie zwischen Daumen und Zeigefinger nahm und sanft liebkoste. Die Nippel waren groß und schienen unter seinen Aufmerksamkeiten noch zu wachsen.

Anna seufzte. Ihr Kopf mit dem duftenden, goldblonden Haar fiel erneut gegen seine Schulter. Ihre rechte Hand rutschte wie zufällig zur Seite, sie fiel auf seine Beine, wanderte höher und tastete im nächsten Moment über die heiße, von seiner Erektion verursachte Ausbeulung an der Hose.

Toby schloss die Augen. Ein wildes Triumphgefühl wallte in ihm auf. Er hatte es geschafft!

Anna, die wunderschöne, prüde und treue Ehefrau seines neuesten Kunden gehörte ihm, und sie reagierte dabei mit der kaum verhüllten Leidenschaft, die er sich von diesem Ereignis erhofft und versprochen hatte.

Annas Atem ging rascher, ihre Hand an seinem Glied wurde lebhafter und zudringlicher. Ein paar Sekunden lang überließ er sich diesem aufwühlenden Kontakt, dann stand er auf und zog die junge Frau mit sich.

Sie schlang die Arme um seinen Hals. Er küsste sie, dann griff er nach ihrem Rockbund und öffnete ihn. Das Kleidungsstück fiel zu Boden.

Toby löste ihre Arme von seinem Hals und trat einen Schritt zurück. Seine Augen verengten sich, in ihnen glitzerte es lüstern, bewundernd und zufrieden. Anna trug nur noch ein winziges, weißes Seidenhöschen, einen schmalen Strumpfgürtel mit Strapsen und die dazugehörigen Nylonstrümpfe.

Toby zog sich selbst aus, langsam, ohne den Augenkontakt von ihrem perfekten Körper zu lösen. Anna setzte sich wieder auf die Couch und beobachtete ihn. Ihre Augen klebten förmlich an seiner Unterhose, als er das Textil nach unten schob und seinen zitternden Schaft ins Freie beförderte.

Nackt trat er vor sie hin – wohl wissend, dass er sich mit seiner auf schmalen Hüften, seinem flachen muskulösen Bauch und den breiten Schultern basierenden Figur durchaus sehen lassen konnte.

Er drückte die junge Frau auf die breite Couch zurück und legte sich neben sie. Anna atmete mit offenem Mund. Sie schloss die Augen, als die Hand des Mannes an den Innenseiten ihre schlanken Beine nach oben wanderte, über die heiße Haut hinweg strich und im nächsten Moment das zarte Material ihres Höschens berührte.

Sein steifer Penis zuckte vor Lust, als er unter seinen Fingern die verräterische Feuchtigkeit spürte, die sich aus ihrer schlüpfrigen Spalte durch den dünnen Stoff drängte. Sie stöhnte leise. Ihre suchende, tastende Hand erfasste seinen harten Riemen und schob die Vorhaut hin und her.

Toby genoss es, durch die zarte Seide hindurch ihr kurzrasiertes Schamhaar zu erfühlen, dann riss er, sich halb aufrichtend, der jungen Frau das Höschen von den Schenkeln, ohne sich um das scharfe Platzen einer Stoffnaht zu kümmern.

Anna strampelte sich das Höschen von den Füßen, dann blieb sie rücklings liegen, die Hand an seinem Penis, das Gesicht mit den weit offenen Augen fragend und verlangend ihm zugewandt. Er lächelte. Seine Hand kehrte zwischen ihre Schenkel zurück, gefolgt von seinem Blick, den er nur mit einiger Mühe von Annas erregtem, schönem Gesicht zu lösen vermochte.

Annas Schamhaar war hellblond, sehr weich, nur etwa ein Zentimeter lang und zu einem Dreieck rasiert, deren Spitze an der Klitoris begann und sich dann nach oben verbreiterte. Ihre restliche Intimzone war völlig haarlos, so dass er die leicht geöffneten Schamlippen ungestört betrachten konnte.

Toby legte seinen Finger auf ihre Vulva, streichelte über ihre Klitoris und glitt in die geschmeidige Tiefe ihrer Vagina. Er bebte lustvoll als er spürte, wie sich die Frau stöhnend, hingebungsvoll und aufgewühlt an ihn presste.

Sein Finger prüfte den Innenteil der Schamlippen, inspizierte die erigierte Klitoris, tauchte ein in die überquellende Scheide und spielte daran herum, als gälte es, auf diese Weise ihre wilder werdenden Masturbationsbewegungen zu erwidern.

„Ich möchte die Herrlichkeiten deiner Intimzone aus der Nähe bewundern“, hauchte Toby.

„Du bist verrückt“, flüsterte sie und öffnete langsam die Schere ihrer schlanken Schenkel.

Toby kniete sich zwischen ihre Beine. Er starrte mit glitzernden Augen und halboffenem Mund auf die Schwellung ihres Venusberges und die Form ihrer Schamlippen.

„Bitte ... Toby ...“, meinte sie leise, ein seltsames Funkeln in den hübschen Augen. „Komm ... endlich ... ich will befriedigt werden ...“

Bei diesen Worten öffnete sie ihre Schenkel.

Er blickte voller Zuneigung und Gefühl in ihre leuchtenden Augen. Dann wanderten seine Blicke tiefer, streiften ihre prallen Brüste mit den festen Nippeln. Ihre Vorhöfe hatten sich zusammengezogen und warfen feine, herrliche Fältchen.

Er blickte tiefer, über ihren flachen Bauch, dann noch weiter herunter. Das blonde Dreieck wirkte wie eine perfekte geometrische Form. Der steife, kecke Kitzler blickte neugierig aus der Hautfalte.

Toby konnte nicht anders, er musste sich mit einem Ruck nach vorn beugen, um diese Herrlichkeit zu küssen. Seine Zunge leckte durch die ganze Länge der weichen, ihm zugewandten Spalte auf und ab. Er knabberte ein wenig an der steifen Klitoris herum und griff nach seinem harten Schwanz, als er hörte, wie Anna zu gurren und zu stöhnen begann. Sie wälzte sich unter seinen Zungenschlägen hin und her, dann umklammerte sie seinen Hals mit den Beinen, bemüht, seinen saugenden, leckenden Mund möglichst dicht an ihre lechzende, verlangende Scham heranzuführen.

„Ich ... ahhhh ... ich ... ooohhhhh ... du ...“, jammerte sie stöhnend.

Anna war jetzt ein Lustbündel. Sie hatte in der Ehe schon einige aufputschende, erotische Erfahrungen gesammelt, aber die Zunge von Toby sorgte für Gefühle, die sie einfach nicht für möglich gehalten hatte.

Ihr war zumute, als würde sie vor Wonne zerfließen, als müsste sie sich vor sinnlicher Freude buchstäblich auflösen. Er schob jetzt seine Hände unter ihren festen, glatten Hintern, als wolle er auf diese Weise den Kontakt mit ihr noch intensivieren.

Anna ertappte sich bei dem bislang für undenkbar gehaltenen Wunsch, sich ihm erkenntlich zu zeigen und seine Zärtlichkeit zu erwidern, indem sie seinen Penis in die Hand nahm. Sie musste ihn fühlen, schmecken, sie musste irgendetwas tun, um dem Dröhnen und Rauschen ihrer Lust zu genügen.

„Dreh dich herum“, ächzte sie. „Leg dich über mich ...“

Er verstand und zögerte nicht, ihre Worte zu befolgen. In der klassischen 69er-Position fuhr er fort, den Frauen Schoß mit Lippen und Zunge zu bearbeiten.

Das war der Augenblick, auf den er gewartet hatte. Anna hatte ihren Kopf zwischen seinen Beinen gelegt und konnte nicht erkennen, was er machte. Er griff neben sich und tastete nach seinem Handy. Er brauchte Beweisfotos für ihre Untreue. Der Ehemann würde seinem Wort allein nicht vertrauen.

Toby machte völlig leise, ohne das Anna dies bemerkte, eine Vielzahl sehr intimer Fotos. Besonders die leicht geöffnete, völlig nasse Spalte hat es ihm angetan. Er fotografierte diesen Anblick aus kürzester Entfernung. Anschließend stellte er das Handy auf Videofunktion um. Er drehte einen Kurzfilm, wie Anna an seinem Pint lutschte.

Das legte er das Handy griffbereit zur Seite. Er würde es später nochmals einsetzen, aber jetzt wollte er genießen.

Anna bekam davon nichts mit. Sie war von der neuen Situation gefangen. Sie sah den winzigen Tropfen an seiner Eichel und küsste ihn weg. Wenn er jetzt käme, dachte sie, von seiner leckenden Zunge an ihrer Vagina entflammt, ich würde alles schlucken.

Sie ließ seine Eichel zwischen ihren Lippen verschwinden, lutschte daran und stellte fest, dass sich damit keinerlei Ekelgefühle verbanden. Im Gegenteil. Ihre Aktivität sorgte deutlich für ein weiteres Anwachsen der gegenseitig empfundenen und vermittelten Lust.

Anna begehrte plötzlich zu wissen, wie sich sein großer, schwerer Hodensack anfühlte. Sie griff danach. Das Zusammenzucken ihres Partners machte ihr Spaß und erregte sie – soweit überhaupt noch an eine Steigerung ihrer Begierde zu denken war. Sie merkte, dass Toby an dieser Stelle besonders empfindlich war, und bemühte sich, ihn mit ihren streichelnden, pressenden und kitzelnden Fingern zu reizen.

Die Wildheit, die er im Austausch dafür an ihrem Schoß demonstrierte, brachte sie zu einem Orgasmus – dem wievielten bereits? Es war ein einziger großer Rausch, eigentlich das erste große Erleben der Lust in ihrem Leben.

Sie war eines der wenigen Mädchen gewesen, das seine Unschuld tatsächlich in der Hochzeitsnacht verloren hatte. Es hatte keinen Spaß gemacht! Alexander war betrunken und ein wenig ungeschickt gewesen. Obwohl sie kaum Schmerzen empfunden hatte, war das Ganze ohne die lustvollen Freuden abgegangen, die man einem solchen Ereignis gemeinhin zuschreibt.

Alexander! Ihr Ehemann. Sie dachte nur flüchtig an ihn, gleichsam zufällig. Er spielte keine Rolle, jedenfalls jetzt nicht. Sie wollte nicht denken, sie wollte keine Gewissensbisse verspüren. Das wäre unsinnig gewesen. Wenn sie notwendig waren, konnten sie warten. Jetzt wollte sie genießen und leben, jetzt wollte sie sich wie alle anderen einmal richtig austoben und feststellen, wo ihre Grenzen lagen. Wenn sie gewusst hätte, das Toby bereits eine Vielzahl intimer Fotos angefertigt hatte und beabsichtigte, diese ihrem Ehemann zu zeigen, hätte sie wohl anders gedacht.

„Aaaahhh ...“, gurgelte sie, seinen zuckenden Penis zwischen den Lippen und den schweren Hodensack zwischen den Fingern.

Er löste seinen Kopf von ihrer Liebesgrotte, schwang sich herum, so dass er erneut zwischen Annas Schenkeln kniete, griff nach seinem eichenharten Penis, führte die pralle Eichel durch die schillernden Schamlippen seiner Partnerin und stieß dann heftig zu, weil er endlich wissen und spüren wollte, wie ihr Schoß beschaffen war und welche Vergnügen ihn dort erwarteten.

Sein Glied rutschte mühelos bis zum Anschlag in Annas sich im entgegenbäumenden Leib. Er nahm lustzitternd wahr, wie herrlich eng sie war. Ihre Scheidenmuskulatur umschloss saugend und massierend seinen sofort in Bewegung geratenen Penis. Er vögelte hingebungsvoll, bald schnell, bald langsamer werdend, ganz den ekstatischen Gefühlen hingebend, die ihr schlanker, leidenschaftlich zuckender Körper ihm vermittelte.

„Jetzt ... oh, jetzt ...“, murmelte sie, schlang die Arme um seinen Hals und wand sich unter den feurigen Explosionen, die ihren Körper zu schütteln schienen, als sie die ersten Anzeichen eines weiteren Orgasmus heraufziehen spürte. Sie schloss die Augen und sah nur noch bunte Sterne.

Erneute nutzte Toby diese Sekunden ihrer geistigen Abwesenheit. Er nahm sein Handy zur Hand und fotografierte den Akt. Die Bilder zeigten perfekt, wie sein harter Schwanz in der Spalte der verheirateten Frau verschwand. Er konnte sogar ihr lustvoll verzerrtes Gesicht fotografieren, das dokumentierte, das sie den Akt und den Seitensprung genoss.

Dann konnte und wollte er sich nicht länger beherrschen. Er versteckte sein Handy unter dem Sofa und begann mit harten und tiefen Stößen zu rammeln. Dann war es soweit. Keuchend, trunken vor Wonne entlud sich der Mann. Stoß um Stoß verband sich mit der heißen, heftigen Ejakulation, die den Fluss seines Samens tief in den aufnahmebereiten, erhitzten Frauenkörper trieb.

Anna weinte. Tatsächlich!

Über ihre Wangen liefen Tränen. Toby lächelte. Es war klar, dass es sich nicht um Tränen des Schmerzens oder der Scham handelte. Es waren Tränen der Lust, es war eine Demonstration ihres totalen Engagements.

Er zog sein erschlaffendes Glied zurück, küsste Anna auf den Mund. Ihr lautes Atmen erfüllte den Raum. Anna brauchte fast eine volle Minute, um sich zu beruhigen und einigermaßen klar denken zu können. Sie setzte sich auf, schüttelte ihre Haare zurecht und fragte: „Wo ist das Bad?“

Er beschrieb ihr den Weg. Sie ging hinaus, und er erhob sich, um zwei Drinks zu mixen. Er entschied sich für Gin und Tonic Wasser, nahm vorab einen Schluck aus der Flasche, um die Trockenheit in seinem Mund loszuwerden.

Er blickte an sich hinab. Sein Penis glänzte. Die dünne Schicht auf der empfindsamen Haut hatte einen perlmuttfarbigen Glanz. Er lächelte. Er verstand nicht, weshalb es dem Ehemann nicht gelungen war, Anna sexuell zu erwecken. Sie hatte normale, sogar überdurchschnittlich gute Anlagen und war durchaus noch entwicklungsfähig. Die Fotos und Videos würden dem Mann zeigen, was für gieriges Weib seine Frau war. Wenn der Ehemann diese als Druckmittel einsetzte, würde er alles erreichen können, von was er träumte.

Er setzte sich wieder auf die Couch. Als er das Klappen der Badezimmertür hörte, stand er auf und ging in die Diele. Anna kam ihm nackt entgegen. Ihr Gesicht strahlte, ihr roter Mund war weich und lockend.

Pulsuz fraqment bitdi.

19 ₼

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