Kitabı oxu: «Zimmerblattpflanzen»
Udo Dammer
Zimmerblattpflanzen

Veröffentlicht im Good Press Verlag, 2020
EAN 4064066118228
Inhaltsverzeichnis
Vorwort
Vorwort zur zweiten Auflage
Register
1. Kapitel. Allgemeine Lebensbedingungen
2. Kapitel. Die Standorte für Zimmerpflanzen
3. Kapitel. Hilfsmittel für die Kultur
4. Kapitel. Anzucht und Vermehrung
5. Kapitel. Aufzählung der Blattpflanzen
Farne
Selaginellen
Cycadeen
Nadelhölzer
Pandanaceen
Palmen
Araceen
Bromeliaceen
Commelinaceae
Liliaceae
Amaryllidaceae
Musaceae
Marantaceae
Piperaceae
Moraceae
Celastraceae
Begoniaceae
Myrtaceae
Melastomataceae
Araliaceae
Cornaceae
Labiatae
Acanthaceae
Rubiaceae
Caprifoliaceae
[pg 3]
Vorwort
Inhaltsverzeichnis
Das vorliegende Bändchen soll dem Freunde der Zimmerblattpflanzen kurze Winke über die Kultur der Blattpflanzen geben. Auf ausführliche Beschreibungen glaubte Verfasser verzichten zu können, da diese in den Spezialbändchen der Bibliothek gegeben werden sollen. Hier kam es nur darauf an, die allgemeinen Lebensbedingungen der Blattpflanzen kurz zu erörtern, allgemeine Winke für die Kultur der Blattpflanzen zu geben und eine Auswahl von Blattpflanzen zu treffen, die der Laie auch wirklich im Zimmer kultivieren kann. Allerdings konnte ich es mir nicht versagen, auch einige Arten aufzunehmen, die man besser im Glaskasten als frei im Zimmer hält. Eigene Erfahrung hat mich aber belehrt, daß diese zarten Pflanzen sich bei sorgsamer Pflege, wozu vor allem gleichmäßige Feuchtigkeit und Temperatur des Erdballens gehören, auch längere Zeit frei im Zimmer halten lassen. Möge der Liebhaber, welcher schon andere Pflanzen längere zeit kultiviert hat, sich einmal an ihnen versuchen! Die Schönheit dieser Pflanzen, welche in unseren deutschen Gärtnereien leider fast vollständig verschwunden sind, lohnt wohl die doch immerhin geringe [pg 4] Mühe, welche sie bereiten. zu besonderem Danke bin ich der Firma Haage & Schmidt in Erfurt, eine der wenigen Gärtnereien in Deutschland, die noch seltenere Pflanzen kultiviert, verpflichtet für die Ueberlassung der Abbildungen. Die in diesem Werkchen besprochenen Pflanzen sind sämtlich in dieser Gärtnerei vorhanden.
Groß-Lichterfelde, im Frühjahr 1899.
Udo Dammer.
Vorwort zur zweiten Auflage
Inhaltsverzeichnis
Die freundliche Aufnahme, welche die erste Auflage erfahren hat, hat eine neue Auflage des vorliegenden Bändchens nötig gemacht. Am Inhalte habe ich nur wenig zu ändern gehabt: einige neue Arten, welche sich als gut geeignet für das zimmer bewährt haben, wurden aufgenommen. Wünschenswert erschien es mir auch, auf einige neuere Hilfsmittel für die Kultur der Zimmerblattpflanzen hinzuweisen. Möge auch diese neue Auflage dem Anfänger in der Zimmerblattpflanzenkultur ein brauchbarer Ratgeber sein.
Dahlem, im Januar 1908.
Udo Dammer.
[pg 5]
Register
Inhaltsverzeichnis
Acanthaceae 85
Adiantum Capillus Veneris 30
Adiantum cuneatum 30
Adiantum Farleyense 30
Adiantum pedatum 30
Adiantum reniforme 29
Adiantum tenerum 30
Aechmea 1 55
Agaven 65
Aloe 65
Amaryllidaceae 65
Ananas 55
Anthurium crystallinum 54
Araceae 50
Aralia filicifolia 83
Aralia japonica 82
Aralia papyrifera 82
Aralia Sieboldi 82
Aralia Veitchi 83
Araliaceae 80
Araucaria excelsa 33
Archontophoenix Alexandrae 46
Archontophoenix Cunninghami 46
Areca Baueri 43
Areca sapida 43
Asparagus Sprengeri 63
Aspidistra elatior 64
Asplenum Nidus 25
Aucuba japonica 83
Bärlappe 31
Bananen 66
Baumepheu 82
Begonia argyrostigma 74
Begonia discolor 74
Begonia heracleifolia 74
Begonia maculata 74
Begonia Rex 73
Bcgonia ricinifolia 75
Begonia smaragdina 75
Bcgonia xanthina 73
Begoniaceae 71
Bertolonia guttata 78
Bertolonia maculata 79
Billbergia 55
Blaugummibaum 75
Brahea Roezli 41
Bromeliaceae 54
[pg 6]
Caladien 50, 51, 52
Caladium Argyrites 52
Calathea zebrina 68
Caprifoliaceae 90
Celastraceae 70
Chamaedorea desmoncoides 47
Chamaedorea Ernesti Augusti 48
Chamaedorea geonomiformis 48
Chamaedorea glaucifolia 48
Chamaerops 39
Chlorophytum comosum 57
Chlorophytum Sternbergianum 57
Cocos australis 49
Cocos Datil 49, 66
Cocos Weddelliana 49
Coffea arabica 90
Coleus Blumei 84
Coleus laciniatus 84
Coleus Verschaffelti 84
Commelinaceae 56
Cordyline australis 60
Cordyline congesta 60
Cordyline ferrea 62
Cordyline ignea 62
Cordyline indivisa 60
Cordyline terminalis 62
Comaceae 83
Corypha australis 39
Cryptomeria japonica 33
Curculigo recurvata 66
Cyanophyllum magnificum 79
Cycadeen 32
Cycas revoluta 32
Cyrtomium falcatum 25
Dattelpalme 42
Dieffenbachia 54
Dioon edule 32
Dracaena cannaefolia 63
Dracaena fragans 62
Dracaena Goldieana 62
Dracaena marginata 63
Dracaena Rothiana 62
Elephantenohr 26
Epheu 80
Eranthemum igneum 88
Eranthemum rubrovenium 88
Eranthemum sanguinolentum 88
Erythea armata 41
Eucalyptus Globulus 75
Eugenia 77
Evonymus japonica 70
Färberröte 89
Farne 24
Fatsia japonica 82
Fatsia papyrifera 82
Ficus elastica 69
Ficus stipulata 69
Frauenhaar 29
Goldorange 83
Grisebachia 44
Gummibaum 69
[pg 7]
Hedera colchica 80
Hedera Helix 80
Hedyscepe Canterburyana 44
Howea Belmoreana 44
Howea Forsteriana 44
Kaffeebaum 90
Kentia Baucri 43
Kentia Canterburyana 44
Kentia Mac Adhuri 43
Kentia sapida 43
Kletterfeige 69
Kornelkirsche 83
Labiatae 84
Labkraut 89
Latania borbonica 39
Latania chinensis 39
Laurus Tinus 90
Liliaceae 56
Livistona altissima 39
Livistona australis 39
Livistona chinensis 39
Livistona Hoogendorpi 39
Livistona oliviformis 39
Livistona rotundifolia 39
Maranta bicolor 68
Maranta Lietzei 68
Marantaceae 67
Melastomataceae 77
Monstera deliciosa 52
Moraceae 69
Musa Cavendishi 66
Musa rosacea 66
Musa zebrina 66
Musaceac 66
Myrtaceae 75
Myrte 75
Myrtus communis 75
Nadelhölzer 33
Nidularium 55
Palmen 36, 57
Palmlilien 58
Pandanaceen 34
Pandanus graminifolius 36
Pandanus nitidus 36
Pandanus utilis 36
Pandanus Veitchi 36
Patschoulipflanze 84
Peperomia argyraca 68
Peperomia ariaefolia 68
Peperomia marmorata 68
Peperomia resedaeflora 68
Pfefferpflanze 68
Philodendron bipinnatifidum 52
Philodendron pertusum 52
Phoenix 42
Piperaceae 68
Pitcairnia 55
Platycerium alcicorne 26
Plectogyne variegata 64
Pogostemon Patschouli 84
Polypodium aureum 25
Pritchardia filifera 39
Pritchardia robusta 39
Pritchardia Sonorae 39
[pg 8]
Pteris argyraea 28
Pteris cretica 27
Pteris quadriaurita 28
Pteris serrulata 27
Pteris tricolor 28
Ptychosperma Alexandrae 46
Reispapier 82
Rhapis flabelliformis 41
Rhopalostylis Baueri 43
Rhopalostylis sapida 43
Rubiaceae 89
Ruellia maculata 87
Sanchezia nobilis 87
Schiefblatt 71
Schraubenbäume 34
Seaforthia elegans 46
Seaforthia robusta 43
Selaginclla apus 32
Selaginella denticulata 32
Selaginella erythropus 32
Selaginella Martensii 31
Selaginella uncinata 32
Selaginella Victoria 32
Selaginellen 31
Sonerila Hendersoni 80
Sonerila margaritacea 50
Spargel 63
Spindelbaum 70
Strobilanthes Dyerianus 86
Strobilanthes maculatus 87
Stromanthe sanguinea 68
Tetrapanax papyrifera 82
Trachycarpus 39
Tradescantia floribunda 56
Tradescantia zebrina 56
Venushaar 30
Viburnum Tinus 90
Vogelnest 25
Waldmeister 89
Yucca alocifolia 59
Yucca recurva 59
Zapfenpalmen 32
Zebrina pendula 56
[pg 9]
1. Kapitel. Allgemeine Lebensbedingungen
Inhaltsverzeichnis
Um Blattpflanzen mit Erfolg im Zimmer kultivieren zu können, d. h. sie zur höchsten Entwickelung zu bringen, ist es nötig, daß man im Auge behält, daß es die Blätter sind, welche, und zwar nur im Lichte, die Hauptmasse der festen Pflanzensubstanz, den Kohlenstoff, aus der Luft in Gestalt von Kohlensäure, aufnehmen und aus dieser den Kohlenstoff abscheiden. Ohne Licht ist diese Arbeit der Blätter nicht möglich. Sie findet am intensivsten im Sonnenlichte, weniger stark im zerstreuten Tageslichte statt und vermindert sich in dem Maße, wie das Licht abnimmt. Im Zimmer erhält nun jede Pflanze sehr viel weniger Licht als im Freien. Schon in einer Entfernung von einem Meter vom Fenster hat die Pflanze nur noch ein Fünftel der Lichtmenge, welche eine Pflanze im Garten erhält. Sie kann also hier nur ein Fünftel der Arbeit verrichten. Je näher wir die Pflanze an das Fenster stellen, desto mehr Licht erhält sie, desto besser wird sie sich entwickeln.
Die Kohlensäure ist in der Luft nur in geringer Menge enthalten. In 10,000 Teilen Luft sind nur etwa 4 Teile Kohlensäure. Außerdem braucht die Pflanze aber [pg 10] noch aus der Luft Sauerstoff, ein Gas, von welchem in 100 Teilen Luft nur 21 Teile enthalten sind. Um der Pflanze diese beiden Bestandteile recht reichlich zuführen zu können, müssen wir ihr also recht viel frische Luft geben.
Die Hauptmasse der frischen Pflanze bildet Wasser. Ohne Wasser kann die Pflanze nicht leben. Die großen Blattflächen verdunsten beständig Wasser, um so mehr, je trockener die Luft ist. Zimmerluft ist, besonders im Winter im geheizten Zimmer, außerordentlich trocken. Die Wasser-Verdunstung der Pflanze ist dann eine besonders starke. Den durch die Verdunstung entstehenden Wasserverlust müssen wir durch Begießen ersetzen.
Mit dem Wasser nimmt die Pflanze aus dem Boden Nährstoffe auf, die sie während der Vegetationsperiode braucht. Während der Ruheperiode braucht die Pflanze diese Nährstoffe nicht oder nur in sehr beschränktem Maße. Deshalb müssen wir dafür sorgen, daß die Pflanze während der Ruheperiode möglichst wenig verdunstet, damit sie nicht gezwungen ist, mit dem Wasser viel Nährstoffe aufzunehmen. Die Verdunstung wird eingeschränkt durch feuchte Luft und niedere Temperatur. Wenn wir die Blätter häufig bespritzen, bildet sich um dieselben eine feuchte, kühle Luft. Außerdem können wir die Pflanzen dadurch vor zu starker Verdunstung bewahren, daß wir sie während der Nacht mit einem über einige Stäbe gebreiteten Stück nasser Leinwand, Gaze oder dergl. bedecken. Während der Vegetationsperiode müssen wir andererseits für reichliche Verdunstung und reichlichen Wasserersatz sorgen, damit die Pflanzen mit dem Wasser recht viel Nährstoffe aus dem [pg 11] Boden aufnehmen. Die Wasseraufnahme erfolgt nur durch Wurzeln und zwar um so stärker, je wärmer die die Wurzeln umgebende Erde ist. Je kühler der Boden ist, desto geringer ist die Wurzeltätigkeit. Während der Vegetationsperiode begießen wir die Pflanzen deshalb mit Wasser, das wärmer ist als die Zimmertemperatur. Zartere kann man nach und nach an Wasser von 25 bis 30° R [31,25 bis 37,5° C] gewöhnen. Sie befinden sich dann dabei sehr wohl. Niemals sollte man Wasser zum Begießen verwenden, das kühler als die Zimmertemperatur ist.
Die Erde im Topfe soll stets eine bestimmte Menge Luft enthalten. Erde, welche dauernd so naß ist, daß keine Luft darin Platz hat, ist nicht geeignet für das Wachstum der Pflanzen. Die Wurzeln ersticken in solcher Erde und verfaulen, die Pflanze geht zu Grunde. Deshalb muß man dafür sorgen, daß das überschüssige Gießwasser schnell aus dem Topf abfließen kann. Das Loch im Boden des Topfes darf niemals durch Erde verstopft sein. Andrerseits darf die Erde nicht zu trocken werden, weil sonst die Pflanzen nicht genügend Wasser finden, ganz trockene Erde aber häufig nur sehr schwer wieder Wasser annimmt. Wenn die Pflanzen täglich mit zu wenig Wasser begossen werden, dann tritt nicht selten der Fall ein, daß die Erde im Topfe nach und nach von unten her trocken wird, während sie oben feucht ist. Die Wurzeln vertrocknen dann leicht. Pflanzen, deren Erde zu trocken geworden ist, stellt man mehrere Stunden bis an den Topfrand in eine Schüssel Wasser von etwa 30 Grad R [37,5° C]. Um eine gleichmäßige, nicht zu starke und [pg 12] nicht zu geringe Feuchtigkeit der Erde im Topfe zu erhalten, begießt man nur dann, wenn die Pflanze Wasser braucht, d. h. wenn die Blätter anfangen schlaff zu werden; dann aber gießt man so reichlich, bis das Wasser aus dem Abflußloche herausfließt. Wenn das Wasser sofort nach dem Begießen abfließt, dann ist das ein Zeichen, daß die Erde an einer Stelle so trocken ist, daß sie kein Wasser mehr annimmt. Der Topf ist dann sofort in Wasser zu stellen.
Alle Pflanzen brauchen zu ihrem Gedeihen eine bestimmte Temperatur. Jede Pflanze hat im Laufe des Jahres eine bestimmte Ruheperiode. Während dieser Periode kann die Temperatur niedriger sein, als während der Zeit der Wachstums. Je nach der Heimat der betreffenden Pflanze muß die Temperatur während der Ruheperiode kälter oder wärmer sein. Pflanzen der Tropen wollen auch während der Nuheperiode eine Temperatur von 12–15° R. [15–18°C], sie sind also im geheizten Wohnzimmer zu halten. Pflanzen der Subtropen und der diesem Klima entsprechenden tropischen Gebirge hält man am besten bei 6–10° R. [7–12°C], also in ungeheizten, aber mit geheizten Räumen in Verbindung stehenden Zimmern. Pflanzen der warmen gemäßigten Zone werden am besten bei 2 biz 4° R. überwintert, also im frostfreien hellen Keller, auf hellen Korridoren etc. Pflanzen der kalten gemäßigten Zone müssen im Winter ganz kalt stehen, leichter Frost ist ihnen nicht schädlich. Nur soll man die in Töpfen stehenden Pflanzen nicht zu strenger Kälte auösetzen.
[pg 13]
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