Kitabı oxu: «Autark leben als Selbstversorger»

Şrift:

Autark leben als Selbstversorger

Durch Permakultur, Minimalismus und Zero Waste nachhaltig und plastikfrei leben - Kosmetik selber machen, Gemüse anbauen & fermentieren und Müll vermeiden.

Autor: Wolfgang Sonnscheidt

Einleitung

Autarkie? Die meisten Menschen kennen diesen Begriff in Zusammenhang mit Staaten. Ein autarker Staat ist ein Staat, der sich umfassend selbst mit Gütern versorgen kann und auf keine äußere Hilfestellung angewiesen ist. Dieser Staat befindet sich in einem Zustand vollkommener Unabhängigkeit und erzeugt nur das, was er für den Eigenbedarf der Bevölkerung benötigt. In Zeiten der Globalisierung und der weltweiten Vernetzung größter Wirtschaftszweige kaum noch vorstellbar, oder? Ein Staat, der auf keine Importleistungen angewiesen ist, um Güter herzustellen oder seine Bevölkerung zu versorgen. Ein solcher Staat ist eine Idealvorstellung. In der Realität existieren Nuancen davon. Staaten sind vor allem darum bemüht mehr zu exportieren als zu importieren. Damit geht ein weiterer Begriff einher. Die Autonomie. Je selbstbestimmter ein Staat ist, desto mehr kann er sich auch als souveräner Staat behaupten und Konflikten trotzen.

Wenn ganze Staaten Schwierigkeiten damit haben autark zu sein, können einzelne Menschen dann überhaupt autark leben? Definitiv! Die heutigen Systeme sind nicht auf eine Selbstversorgung ausgelegt. Wo Gemeinschaft ist, da wird häufig auch die Anfälligkeit zur Fremdversorgung größer. Doch keine Sorge! Dies muss nicht zwangsläufig so sein. Autark zu leben bedeutet vor allem auch eine Änderung der Lebenseinstellung. Der Natur geben und auch etwas zurückzuerhalten. Was wie eine Abhängigkeit klingt, ist eine mehrere Jahrtausend alte Vorstellung davon, wie Mensch, Tier und Natur gelebt haben und leben sollten. Wohin der Mensch zurückkehren sollte. Und die Tendenz und das Bedürfnis der Menschen entwickelt sich immer weiter dorthin. Die Auswirkungen der energieintensiven und Ressourcen verschwendenden Industrie sind spürbar. Von Lebensmittelverschwendung, über Dürren, Klimakatastrophen, bis hin zu Nahrungsmittelknappheit. Die negativen Auswirkungen einer immerzu konsumierenden und wirtschaftsorientierten Welt sind spürbar. Und mit den Auswirkungen erhält die brennende Frage nach dem Ausweg immer mehr Raum.

Dies ist auch als die Tragik der Allmende zu verstehen. Damit gemeint sind Güter, die eigentlich allen Menschen zur Verfügung stehen, weil Sie allen gehören. Die Gesellschaft ist jedoch darauf ausgelegt, dass der erste und schnellste sich alle Ressourcen greift, die der Menschheit zur Verfügung stehen sollten (vgl. Philoclopedia, o. J.). Und nicht nur die Ausnützung durch einzelne Menschen ist das Problem, sondern auch die Übernutzung durch alle Menschen stellt ein großes Problem für die Natur dar. In diesem Buch soll es darum gehen, wie Sie Ihr Leben unabhängiger und nachhaltiger gestalten können und der Natur ein Stück dabei zurückgeben. Sie lernen verschiedene Methoden zur Selbstversorgung und alternative Lebensformen kennen. Nehmen Sie die Tipps, Tricks und Beispiele als Anreiz, um in Ihrem persönlichen Leben etwas zu ändern. Sie werden lernen, wie selbsterfüllend es für viele Menschen ist, dass Ihre Versorgung nicht mehr von anderen abhängt. Vom eigenen Anbau, über Energieversorgung und Konservierung ist alles dabei. Sie brauchen nicht mit dem Gefühl zu leben, dass Sie nicht für sich sorgen können. Schaffen Sie Abhängigkeiten ab. Mit etwas Liebe und Geduld können Sie bald Ihr eigenes Obst und Gemüse essen und müssen für das Eier besorgen nicht mehr zum nächsten Supermarkt eilen. Sie werden morgens aufwachen und zum Hühnerstall in Ihrem Garten gehen können und frische Eier, Gurken und Tomaten aus Ihrem Garten für Ihr Frühstück verwenden können. Natürlich können Sie keine hundertprozentige Selbstversorgung erreichen. Aber regionale Projekte könnten langfristig gesehen in Verbindung mit einem eigenen Anbau die Zukunft sein und nachhaltiges Leben möglich machen.

Mit dieser Vorstellung einher gehen zahlreiche Wissenschaften. In der Vorstellung eines autarken Lebens finden sich Philosophie, Volkswirtschaftslehre, Biologie (genauer Ökologie) und sogar die Informatik wieder. Und mittlerweile stehen Ihnen so viel mehr an Möglichkeiten zur Verfügung, um mithilfe der Digitalisierung ein nachhaltigeres Leben zu führen. Inzwischen ist dies kein Widerspruch mehr und wird es auch in der Zukunft nicht mehr sein. Denn nur durch den Einsatz modernster Technik wird die Umwelt noch flächendeckend zu retten sein. Sie werden die eine oder andere Erfindung, die mit der Digitalisierung und Umweltschutz in Verbindung stehen, hier auch kennen lernen. Schnuppern Sie also nun in die potentiellen Möglichkeiten rein, die Ihnen zur Verfügung stehen. Sie werden erstaunt darüber sein, wie viel Sie selbst erreichen können.

Ein autarkes Zuhause schaffen
Die erste Selbsteinschätzung

Zunächst einmal ist es wichtig zu verstehen, dass der Begriff der Autarkie ursprünglich aus dem Griechischen stammt und Selbstwirksamkeit oder Selbstgenügsamkeit bedeuten soll. Wenn Sie also autark leben wollen, müssen Sie erst einmal wissen, was Sie ausmacht. Was ist Ihnen wichtig? Möchten Sie völlig unabhängig sein? Möchten Sie das Gefühl haben der Natur etwas zurückzugeben? Möchten Sie nicht mehr systemorientiert denken und leben? Geht es Ihnen dabei auch um Gemeinschaft? In diesem Kapitel geht es zuerst einmal darum eine Selbsteinschätzung durchzuführen. Je mehr Sie verstehen, was Sie wirklich möchten, desto größer ist der Anreiz Ihr Leben grundlegend umzugestalten. Dafür müssen Sie verstehen, wie Sie Ihre eigene Werthaltung wahrnehmen. Denn der erste Anstoß für Veränderung ist ein Gedanke.

Systemdenken ablegen: Es ist sehr kritisch formuliert, aber genau das tun Sie, wenn Sie autark leben wollen. Autark zu leben ist nicht nur ein Weg zu einem nachhaltigeren Leben. Es ist vielmehr auch eine politische Einstellung. Mehr Eigenverantwortung zu tragen, bedeutet auch weniger von anderen abhängig zu sein. Dies schafft mehr Freiheit und Souveränität. Vor allem klären Sie sich aber auch selbst darüber auf, was Sie für eine ausreichende Versorgung tatsächlich benötigen. Dieser Bewusstseinsprozess bewirkt, dass Sie sich selbst nicht mehr nur als Konsument und Verbraucher sehen, sondern die Rolle auch mal tauschen und zum Versorger werden. Als Selbstversorger sind Sie den Nachteilen des Kapitalismus nicht mehr so stark verfallen, da Sie die Kosten und den Nutzen der Versorgung bewusst wahrnehmen.

Wer viel Zeit in etwas investiert, weiß es zumeist auch mehr zu schätzen. Sie erkennen, wie Sie es schaffen nicht mehr mit der Masse zu gehen. Denn auch wenn der Mensch es oft nicht zugeben will. Der soziale Druck verleitet oft dazu Güter zu kaufen und zu besitzen, die Sie eigentlich nicht wollten. Natürlich ist nicht alles schlecht und Sie sollen sich damit auch nicht von der Gesellschaft abkehren und wie ein Einsiedler leben. Es geht aber darum, an den Stellen anzusetzen, an denen Sie eine Fremdeinwirkung für nicht nötig erachten. Das betrifft vor allem Ihren persönlichen Konsum und Lebensstil. Warum sollten Sie sich da von anderen Menschen sagen lassen, was Sie brauchen und für Sie wichtig ist?

Bedürfnisse protokollieren: Denken Sie intensiv nach, was Sie eigentlich für Ihre Bedürfnisse halten. Gibt es etwas, auf das Sie nie verzichten könnten? Welche Lebensmittel konsumieren Sie am meisten? Welche Hygieneprodukte nutzen Sie oft? Gibt es Luxusgüter, die Ihnen wichtig sind? Gibt es welche, auf die Sie verzichten können? Die folgende Liste soll Ihnen beispielhaft aufführen, wie so etwas aussehen könnte. Es werden nur drei Bereiche aufgeführt. Die Liste kann weitergeführt werden, bis Sie das Gefühl haben alles aufgelistet zu haben, was Sie konsumieren.

Bedürfnisliste:

Lebensmittel

Häufige Verwendung (mehr als 3x in der Woche): Kartoffeln, Möhren, Gurken, Paprika, Zucchini, Tomaten, Eisbergsalat, Feldsalat, Zwiebeln, Knoblauch, Oliven, Olivenöl und Sonnenblumenöl, Essig, Koriander, Petersilie, Äpfel, Orangen, Bananen, Vollkornbrot, Nudeln, Reis, Salz, Pfeffer, Oregano, Zucker, Mehl, Butter, Tee, Kaffee, Käse, Joghurt, Milch, Wurst, Fleisch vom Huhn

Weniger häufige Verwendung (mindestens 1x in der Woche): Frühlingszwiebeln, Kürbis, Kohl, Sellerie, Kohlrabi, Basilikum, Blaubeeren, Wein, Fleisch vom Rind, Lachs, Schokoladenaufstrich, Marmelade, Frischkäse, Müsli, Chips, Kekse, Gummibärchen

Selten bis kaum Verwendung (mindestens 1x im Jahr): Lollo Bionda, Mais, Thymian, Himbeeren, Kirschen, Ananas, Pomelo, Mandarinen, Wassermelone, Honigmelone, Honig, Quinoa

Hygiene & Wohlbefinden

Häufige Verwendung (mehr als 3x in der Woche): Zahnbürste, Zahnpasta, Zahnseide, Toilettenpapier, Duschgel, Shampoo, Gesichtsgel, Gesichtscreme, Body Lotion, Deo, Parfum, Lippenpflegestift, Wimperntusche, Kamm, Handtücher

Weniger häufige Verwendung (mindestens 1x in der Woche): Peeling, Lidschatten, Rasierer, Rasierschaum, Foundation

Selten bis kaum Verwendung (mindestens 1x im Monat oder Jahr): Gesichtsmaske, Körperöl, Tampons und Binden, Kaltwachsstreifen, Badeöle

Elektronik und Luxusgüter

Häufige Verwendung (mehr als 3x in der Woche): Laptop, Handy, Akkuladegerät, Kopfhörer, Drucker, Fernseher, Föhn

Weniger häufige Verwendung (mindestens 1x in der Woche): Glätteisen, Kamera, Epillierer, Bügeleisen

Selten bis kaum Verwendung (mindestens 1x im Monat oder Jahr): Racletteeisen, Donutmaker, Popcornmaschine

Diese Liste ist nur ein erster Anreiz dazu, wie eine solche Auflistung aussehen könnte. Sie haben in einem nächsten Schritt die Möglichkeit alles zu streichen, das Sie nicht für notwendig erachten. Dadurch wird Ihnen bewusst, welche Gegenstände überhaupt keine Verwendung haben.

Abhängigkeiten nachvollziehen: Mit den Bedürfnissen gehen aber auch Abhängigkeiten einher. Je mehr Gegenstände Sie besitzen, desto schwieriger wird es sich von diesen zu trennen. Oft ist aber ein Verzicht auf bestimmte Konsumgüter notwendig, um ein Bewusstsein darüber zu entwickeln, was wirklich gebraucht wird. Steigen Sie noch viel tiefer in die Materie ein. Einen großen Teil Ihres Lebens sind Sie von anderen abhängig. Ob Sie monatlich Miete zahlen, Strom von einem Stromanbieter beziehen, Wasser aus der Leitung nutzen oder auch die Heizmöglichkeiten über ein Unternehmen abwickeln. In vielen Bereichen Ihres Lebens sind Sie von anderen abhängig. Führen Sie eine Liste darüber, was Sie davon in jedem Fall verändern wollen und was Sie aufgrund bestimmter Einschränkungen nicht können. Nicht jede Abhängigkeit ist als negativ zu werten.

Widerstände aus dem Weg schaffen: Es kann durchaus sein, dass Ihnen zunächst einmal auch Widerstand entgegenkommt, wenn Sie ein autarkes Leben führen wollen. Vor allem dann, wenn Sie eine eigene Familie haben. Da ist natürlich die Sorge groß, wie zeitintensiv der ganze Prozess ist, bis Sie in allen Lebensbereichen Veränderungen geschaffen haben und ob Sie dies alleine schaffen. Doch autark zu leben bedeutet nicht die anderen nicht mit einzubeziehen. Jeder kann seine Entscheidungsfreiheit und sein Können nutzen, damit Sie und Ihre Familie gemeinsam etwas davon haben.

Eine Ordnung in den Zimmern können Sie gemeinsam schaffen. Das müssen Sie nicht alleine tun. Gerade wenn Sie diese Entscheidung auch gar nicht alleine treffen mögen. Die Aufgaben für den Garten, für die Konservierung von Lebensmitteln, für den Energieverbrauch und vieles mehr sollte aufgeteilt werden. In der Gemeinschaft ist ein autarkes Leben sogar noch fruchtbarer, weil alle davon lernen. Damit lernt jeder in der Familie etwas über Pflanzenkunde, eine gemeinsame Konsumvorstellung und Wertmoral kennen. Sprechen Sie sich dafür vorerst in Ruhe mit Ihrem/r Partner/in aus. Legen Sie fest, welche Aufgaben Sie auch den Kindern zuteilen können und worauf Sie achten müssen, damit Sie sich auch nicht zu viel vornehmen.

Minimalismus

In den letzten Jahren ist die Idee des Minimalismus weltweit populär geworden. Ist Sie doch eigentlich nichts Neues. Ganz nach dem Credo: Je weniger Besitz, desto weniger Ballast im Leben und desto mehr Bewusstsein. Es gibt zahlreiche Ratgeber und Tipps dazu, wie Sie Ihr Konsumverhalten verändern und minimieren können. Im Englischen fällt oft auch der Begriff „Decluttering“. Hardcore- Minimalisten besitzen in etwa 100 Gegenstände. Doch keine Sorge. Sie bestimmen selbst, wie viel Sie besitzen möchten. Es gibt keine starren Regeln, denen Sie folgen müssen. Die schaffen Sie selbst.

Viele begreifen Minimalismus nicht nur als eine Möglichkeit sich von Sachen zu trennen. Mehr noch. Es wird als Lebensweisheit angesehen. Eine Weisheit, die Sie lehrt, wofür Sie sich im Leben wirklich Zeit nehmen sollten. Sie sollten also nicht nur weniger Materielles nutzen. Es geht darum die eigenen Einstellungen zu überdenken. Was ist Ihnen wichtig im Leben? Worauf achten Sie besonders? Hängen die Ziele in Ihrem Leben mit Materialistischem zusammen? Es kann sein, dass Ihr Fokus zu stark darauf ausgerichtet ist bestimmte Konsumgüter zu besitzen, als an Ihren eigenen geistigen Fähigkeiten zu arbeiten.

Der erste Schritt ist nicht alles zu verbannen, was Sie an Konsumgütern besitzen. Es geht darum ein gesundes Verhältnis dazu zu entwickeln. Dabei ist es wichtig, dass Sie sich von den Erwartungen anderer Menschen loslösen. Wenn Sie kein Auto haben möchten, brauchen Sie auch kein Auto zu besitzen. Wenn Sie lieber keinen Urlaub weiter weg verbringen möchten, verbringen Sie ihn in Ihrer Nähe. Ganz gleich welche Entscheidungen Sie treffen, wägen Sie ab, was Ihnen besonders wichtig ist. Persönliches Wachstum? Zeit? Sicherheit und Stabilität?

Es folgen nun einige Tipps, wie Sie lernen, minimalistischer zu leben:

 Die Kröte schlucken: Keine Sorge. Das ist nicht wortwörtlich gemeint. Trennen Sie sich von mindestens einer Sache, die Ihnen schwerfällt wegzugeben, obwohl Sie diese nicht brauchen. Vorzugsweise wäre es besser diese nicht zu verkaufen oder wegzuwerfen. Spenden Sie oder verschenken Sie diese lieber. Denn wenn Sie wissen, dass Sie in gute Hände gerät, wird es Ihnen dabei besser gehen. Zudem sind Gegenstände, die Sie nicht mehr benötigen nicht automatisch nicht mehr von Wert. Der Krötentag ist der Tag, an dem Sie sich schwierigen und lästigen Entscheidungen stellen und sich darum kümmern. Der Sinn dahinter ist es der ewigen Prokrastination zu entkommen.

 KonMari Methode: Marie Kondo, auch KonMari genannt, ist weltweit bekannt und geschätzt für Ihr System des Aufräumens. Marie Kondo erklärt, welche Werthaltung Sie zu Gegenständen haben sollten. Sie lernen, was Sie brauchen und wie Sie es nicht aus den Augen verlieren. Keine schlecht gewordenen Lebensmittel mehr. Kein Kleinkram, der Ihre Schubladen blockiert. Sie lernen die perfekten Falttechniken für Ihre Kleidung und wie Sie sich von Gegenständen verabschieden können. Sie untersuchen beim Aussortieren der Gegenstände Ihre Gefühle. Was liegt Ihnen am Herzen? Was ist Ihnen nicht wirklich wichtig? Wann haben Sie das letzte Mal diesen Gegenstand gebraucht? Es geht darum ganz bewusst die Frage zu stellen, ob dieser Gegenstand Sie mit Freude erfüllt. Wenn dies nicht so ist, können Sie den Gegenstand aussortieren.

Beginnen Sie mit dem für Sie einfachsten. Welche Gegenstände haben keinen besonderen Wert? Fangen Sie mit Ihren Reinigungsmitteln, Töpfen oder Ihrer Knopfsammlung an. Was auch immer Sie in den letzten Jahren angehäuft haben. Sehen Sie drüber und vergewissern Sie sich, was Sie wirklich noch benötigen (vgl. Kondo, o. J). Sie arbeiten sich dabei von Raum zu Raum. Es wird immer ein Haufen von Gegenständen angehäuft, um zu sehen, wie viel doch eigentlich vorhanden ist. Betrachten Sie diesen einige Minuten und gehen Sie in sich. Dann fangen Sie damit an Stück für Stück in drei Kategorien aufzuteilen. Behalten, vielleicht behalten und spenden oder entsorgen. Nehmen Sie sich für einen Tag nicht zu viel vor. Wenn Sie einmal damit begonnen haben, werden Sie ganz von selbst Stückweise aufräumen und aussortieren.

Aussortierte Kleidungsstücke können dann auf Kleidertauschpartys einen neuen Besitzer finden! Schauen Sie sich einfach einmal im Internet um, wann und wo in Ihrer Nähe Kleidertauschpartys stattfinden. Auch auf eBay Kleinanzeigen oder beim Kleiderkreisel, können Sie aussortierte Kleidungsstücke und Gegenstände anbieten. Das damit verdiente Geld können Sie dann in Ihre autarke Lebensweise investieren, wie zum Beispiel Gartengeräte oder –samen.

 Kisten- Methode: Nehmen Sie sich eine Kiste zur Hand und laufen Sie damit in Ihrer Wohnung herum. Alles, was Sie für unnötig oder lästig erachten, kommt in die Kiste. Wenn der Korb voll ist, haben Sie Ihr Tagesziel erreicht. Dies können Sie eine Woche lang so machen. Das wird Ihnen helfen einigen Ballast wieder loszuwerden. Sie können sich auch durch jeden Raum durcharbeiten. Planen Sie ein, wann Sie es diese Woche durchführen möchten. Achten Sie auch beim Einkaufen auf die Nachhaltigkeit. Es gibt Kleiderbörsen, die Second Hand Mode anbieten. Dort haben Sie die Möglichkeit etwas zu kaufen, das durch Ihren Kauf eine längere Verwendungszeit erhält. Das gilt auch für Bücher, CDs und andere Gebrauchsgegenstände.

 Übersicht schaffen: Oft werden viele Gegenstände im Alltag vergessen. Dies liegt an einer einfachen Logik. Aus den Augen aus dem Sinn. Je mehr Sie also die Gegenstände sehen, die Sie besitzen, desto eher werden Sie diese auch tatsächlich nutzen. Hier also nun einige Tipps, um effizient und strukturiert zu leben.

 Küche: In der Küche sollten Sie Lebensmittel am besten in luftdicht verschlossene Glasbehälter umfüllen. Oft sind offene Pappverpackungen oder undichte Plastiktüten der Grund dafür, warum Ihre Lebensmittel schlecht werden. Damit schaffen Sie eine bessere Haltbarkeit und auch mehr Raum in der Küche. Bewahren Sie in der Küche wirklich nur Geräte auf, die eine tatsächliche Nutzung erfahren. Wenn Sie also eine Fritteuse besitzen, die nur in der Ecke verstaubt, brauchen Sie diese nicht. Gehen Sie die Schubladen und Regale durch. Fragen Sie sich, wann Sie das letzte Mal diese Gegenstände genutzt haben. Es ist nicht schlimm, wenn Sie in einem Regal viel Platz haben. Oft neigen Menschen dazu leere Räume ausfüllen zu wollen. Doch gerade die tragen zu einem Gleichgewicht und einer aufgeräumten sauber aussehenden Wohnung bei. Vorratskammern bedürfen einer regelmäßigen Pflege und Ordnung. Im Alltag werden diese schnell unordentlich und unübersichtlich. Fragen Sie sich daher, was Sie wirklich benötigen.

Ein Ordnungssystem muss sich danach orientieren, was für Ihre täglichen Bedürfnisse wirklich wichtig ist. Sie verbrauchen viel Pasta? Dann schaffen Sie einen Ort dafür. Sie nutzen die Dosen mit Fruchtcocktail nicht? Dann verbrauchen Sie diese schnell oder verschenken Sie diese. Danach kaufen Sie dies nicht mehr ein. Es gibt nur einige Grundnahrungsmittel, die jeder immer wieder in der Küche braucht. Schreiben Sie sich eine Liste von 15 Grundnahrungsmitteln, die Sie regelmäßig verwenden.

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